{"id":103965,"date":"2025-04-22T09:09:02","date_gmt":"2025-04-22T07:09:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=103965"},"modified":"2025-04-22T09:09:04","modified_gmt":"2025-04-22T07:09:04","slug":"scheitert-oekumene-an-ethischen-fragen-anliegen-und-argumentation-der-studie-gott-und-die-wuerde-des-menschen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/scheitert-oekumene-an-ethischen-fragen-anliegen-und-argumentation-der-studie-gott-und-die-wuerde-des-menschen\/","title":{"rendered":"Scheitert \u00d6kumene an ethischen Fragen?"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Auftrag und Anliegen der BILAG-Studie \u201eGott und die W\u00fcrde des Menschen\u201c <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei ethischen Fragen dr\u00fccken wir aus, was uns am Herzen liegt, was wir f\u00fcr gut halten und wovon wir uns in Anspruch genommen sehen. Daher schmerzen ethische Dissense oft besonders. Das ist in Familien so, in Freundschaften, in Organisationen und eben auch zwischen Christen. Bestimmte ethische Dissense zwischen der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland haben manche irritiert, so zum Beispiel in der Stammzell-Debatte.<\/p>\n<p>F\u00fcr manche liegt es nahe, in solchen einzelnen Dissensen zwischen den Kirchen nun doch einen konfessionellen Grund-Dissens am Werk zu sehen. Haben die anti-\u00f6kumenischen Skeptiker auf beiden Seiten nicht doch recht? &#8211; fragten sich sogar einige bisher offensiv \u00f6kumenisch engagierte Theologen. Scheitern die \u00f6kumenischen Bem\u00fchungen daher an ethischen Fragen? Beruht die Pluralit\u00e4t der Kirchen und ihrer Konfessionskulturen auf fundamentalen Differenzen oder sogar Prinzipien-Differenzen? Wenn dieser gravierende Verdacht zutr\u00e4fe, w\u00e4ren \u00f6kumenische Gespr\u00e4che, zumindest \u00fcber theologische und ethische Inhalte, in der bisherigen Form sinnlos. Um diesem Verdacht nachzugehen, wurde die Arbeitsgruppe BILAG von der Deutschen Bischofskonferenz und der VELKD im Jahre 2009 eingesetzt, in Nachfolge der katholisch-lutherischen Dialogprozesse zu \u201eKirchengemeinschaft in Wort und Sakrament\u201c (1984) und \u201eCommunio Sanctorum\u201c (2000).<\/p>\n<p>Die Arbeitsgruppe hat die Untersuchung in drei Hauptfragen unterteilt. Falls es einen solchen Grund-Dissens g\u00e4be, der sich in der Ethik auswirkt, k\u00f6nnte er in einer der drei folgenden Hinsichten (oder mehreren) bestehen:<\/p>\n<p>a) Hinsichtlich der Anthropologie, zugespitzt auf das Verst\u00e4ndnis von Menschenw\u00fcrde.<\/p>\n<p>b) Hinsichtlich des Ethiktyps, also hinsichtlich der grunds\u00e4tzlichen Weise, in welcher ethische Urteile gebildet<\/p>\n<p>c) Hinsichtlich des Verh\u00e4ltnisses von individueller ethischer Urteilsbildung und lehramtlicher Autorit\u00e4t.<\/p>\n<p>Die BILAG-Studie hat sich eingehend mit diesem dreifachen Verdacht auseinandergesetzt und ist zum Urteil gekommen, dass die bestehenden einzelnen ethischen Dissense <em>not <\/em>auf einer prinzipiellen Grunddifferenz beruhen. F\u00fcr die Aspekte <em>ethische Urteilsformen<\/em> and <em>Verh\u00e4ltnis von ethischer Urteilsbildung und lehramtlicher Autorit\u00e4t<\/em> (Kapitel 2 der Studie) sei das im Folgenden skizziert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Typisierung konfessioneller ethischer Urteilsformen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie kommt man argumentativ zu einem ethischen Urteil? Dazu haben sich in der europ\u00e4ischen Tradition bestimmte Konzepte herausgebildet. Diese werden immer wieder neu interpretiert, verfeinert, weiterentwickelt, verworfen und innovativ kombiniert. Von diesen werden in der BILAG-Studie f\u00fcnf genannt: Naturrecht, Verantwortungsethik, Tugendethik, G\u00fcterethik und Diskursethik. Sie werden in philosophischer Ethik wie auch in theologischer Ethik verwendet. Doch l\u00e4sst sich die gegenw\u00e4rtige Ethik in Theologie und Philosophie nicht mehr ad\u00e4quat allein mit diesen Gro\u00df-Konzepten erfassen, denn mindestens drei Entwicklungen haben das Feld des Ethischen transformiert:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Ethik in den letzten Jahrzehnten hat sich so entwickelt, dass die Forschung sich in immer mehr spezialisierte und hochkomplexe Bereichsethiken (fr\u00fcher Angewandte Ethik genannt) ausdifferenziert hat, wie zum Beispiel Medizinethik, Technikethik, Tierethik und Medienethik.<\/li>\n<li>Au\u00dferdem hat sich die normative Ethik auf zwei Grundbegriffe fokussiert, von denen die allermeisten Argumentationen ausgehen: auf den Begriff Gerechtigkeit und auf den Begriff Menschenw\u00fcrde Menschenrechte. Einige Konzepte sehen den Gerechtigkeitsbegriff als den grundlegenderen Begriff an, aus dem sich dann auch Menschenrechte und das Konzept der Menschenw\u00fcrde ableiten lassen.<\/li>\n<li>Drittens wendet sich allgemein die wissenschaftliche und darunter auch die theologische Aufmerksamkeit zunehmend den Realisierungen und Realisierungsbedingungen von Ethik Ethikerinnen und Ethiker bem\u00fchen sich also zu verstehen, was Menschen zu ethischem Handeln motiviert, wie das verst\u00e4rkt werden kann, welche Rolle Gef\u00fchle und Narrative spielen, wie Erziehung auf ethisches Handeln Einfluss nimmt etc.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Angesichts dieser Entwicklungen f\u00e4llt es in gewisser Hinsicht etwas aus der Zeit, ethische Differenzen zwischen den Konfessionen mit den Gro\u00dftypen an ethischen Konzepten unmittelbar zu identifizieren. Doch geschieht das in der kontroverstheologischen Debatte immer noch und immer wieder. Folgende Vorw\u00fcrfe bzw. Stereotypen seien n\u00e4her beleuchtet:<\/p>\n<p><strong>a) Stereotyp<\/strong>: Der katholischen Ethik geht es um Prinzipien (Naturrecht), w\u00e4hrend es der evangelischen Ethik um die konkreten Menschen Auf den Begriff gebracht: Naturrecht auf katholischer Seite versus Verantwortungsethik im evangelischen Feld.<\/p>\n<p>Hierzu sei die Argumentation der Bilag-Studie etwas ausf\u00fchrlicher vorgestellt. Das Naturrecht ist eine philosophische Konzeption aus der Antike. Sie wurde entwickelt, um geschriebenes, also von Menschen gesetztes Recht zu unterscheiden von dem, was auch unabh\u00e4ngig von menschlicher Setzung gilt. Das Naturrecht hat den Anspruch, universal g\u00fcltige Normen zu formulieren, welche von allen Menschen vern\u00fcnftig eingesehen werden k\u00f6nnen und eingesehen werden. Die Naturrechts-Argumentation wurde im Mittelalter zur Grundlage christlicher Ethik, wie sie zum Beispiel von Thomas von Aquin entfaltet wurde. Sehr komplex ist dabei die Verh\u00e4ltnisbestimmung zu biblischen Orientierungen, das sei hier unber\u00fccksichtigt gelassen. Kritisiert wurde und wird am Naturrecht aus philosophischer Sicht, dass die Vernunft selbst nicht einfach und nicht unmittelbar universal ist, sondern stets kulturell, historisch und sozial verortet, sodass es eben keine zeitenthobene vern\u00fcnftige Erkenntnis des Naturrechtes geben kann. Auch aufgrund dieser und anderer Kritik hat sich die Naturrechtsauffassung der katholischen Theologie stark weiterentwickelt, die geschichtlich-dynamische und die kulturelle Dimension wurden in ihren Begriff integriert. Inzwischen spricht man katholisch eher von <em>nat\u00fcrlichem Sittengesetz<\/em> oder von <em>Vernunftrecht<\/em>.<\/p>\n<p>Aus reformatorischer Sicht wurde vor allem kritisiert, dass der s\u00fcndige Mensch in allen seinen Vollz\u00fcgen von S\u00fcnde gepr\u00e4gt ist, so eben auch seine Vernunftvollz\u00fcge. Den Weg zum Heil und zum Leben kann ihm daher nicht die Vernunfterkenntnis, sondern nur die Offenbarung weisen. Daher kritisierten die Reformatoren und ihre Nachfolger die Naturrechtsbegr\u00fcndung von Ethik sehr harsch. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich: Luther kann dem Naturrecht f\u00fcr das politische Recht, also im Rahmen staatlicher Ordnung durchaus einen legitimen Platz einr\u00e4umen. Auch Luthers Lehre von den drei St\u00e4nden (ecclesia, politia, oeconomia) tr\u00e4gt naturrechtliche Z\u00fcge. Die aktuelle lutherische Theologie, v.a. in Skandinavien f\u00fchrt vor, wie man mit Hilfe naturrechtlicher Denkfiguren theologisch sinnvoll argumentieren kann, zum Beispiel um die Menschenrechte dezidiert theologisch zu begr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Fazit: Auch die reformatorische Theologie hat Ans\u00e4tze von Naturrecht integriert. Und die katholische Theologie vertritt, wenn \u00fcberhaupt, eine weiterentwickelte und ausdifferenzierte Form von Naturrecht. Manche katholischen Ethiker verwenden diese Argumentationsform gar nicht mehr. Also besteht hier kein absoluter Gegensatz.<\/p>\n<p>Wie sieht es mit der Verantwortungsethik aus? Der Begriff selbst stammt von dem Soziologen Max Weber, welcher 1919 Gesinnungsethik und Verantwortungsethik unterscheidet und zumindest f\u00fcr die Politik die Verantwortungsethik pr\u00e4feriert. Sie besagt, dass beim Handeln nicht nur die Prinzipien, sondern auch die konkreten, absehbaren Folgen als handlungsrelevant in den Blick zu nehmen seien, auch wenn das in bestimmten Situationen eine Relativierung der Prinzipien bedeute. Verantwortungsethik steht seitdem f\u00fcr ein Abw\u00e4gen von Prinzipien f\u00fcr eine bestimmte Situation mit den komplexen Handlungsfolgen. Verantwortungsethik nimmt ernst, dass Ethik gerade in Dilemma- und Konflikt-Situationen zum Tragen kommt und dass Folgen stets ambivalent und komplex sind. Einfacher gesagt: Gut ist oft nicht identisch mit gut gemeint.<\/p>\n<p>Die Verantwortungsdimension jedes ethischen Handelns und Entscheidens wird in beiden christlichen Traditionen herausgestellt: der Mensch ist verantwortlich vor Gott, vor dem konkreten N\u00e4chsten und vor der Gesellschaft. Diese Verantwortungsbez\u00fcge geh\u00f6ren zusammen und m\u00fcssen zusammen bedacht werden. Daher sind im Bereich des Ethischen, vor allem im Bereich des Sozialethischen, oft sehr komplexe L\u00f6sungen erforderlich, die m\u00f6glichst viele Aspekte ber\u00fccksichtigen m\u00fcssen. Und das hei\u00dft auch: vor allem im Bereich des Sozialethischen gibt es kaum einfache und schlichte L\u00f6sungen, sondern hochdifferenzierte und kenntnisreiche Abw\u00e4gungen. Zwar werden die Besonderheit und Konkretheit von Situationen von evangelischer Ethik oft deutlich mehr betont, w\u00e4hrend katholische Ethik noch st\u00e4rker nach universal g\u00fcltigen Antworten sucht: so bestehen im Fokus auf der Verantwortung doch gro\u00dfe Gemeinsamkeiten zwischen den konfessionellen Perspektiven. Also ist auch hier kein grunds\u00e4tzlicher Gegensatz auszumachen. Vielleicht aber \u2013 so der Verdacht \u2013 liegt dann ein prinzipieller Unterschied darin, ob aus der Sicht kirchlicher Lehre der Einzelne aufgrund seines Gewissens oder aufgrund einer kirchlichen Autorit\u00e4t entscheiden und handeln soll? Wenden wir uns exemplarisch einem weiteren Stereotyp konfessioneller Entgegensetzung zu.<\/p>\n<p><strong>b) Stereotyp<\/strong>: F\u00fcr katholische Christinnen und Christen entscheidet das Lehramt, w\u00e4hrend evangelische Christinnen und Christen aus ihrem Gewissen heraus entscheiden sollen.<\/p>\n<p>F\u00fcr evangelische und f\u00fcr katholische Lehre gilt: letzte und ausschlaggebende Orientierung f\u00fcr den Einzelnen ist immer das Gewissen. Diesem seinem Gewissen muss der Einzelne folgen, auch wenn er sich damit aus dem Konsens mit seiner Glaubensgemeinschaft hinausbewegt. Auch das ist schon Lehre des Thomas von Aquin gewesen: auch einem irrenden Gewissen muss der Einzelne folgen. Das ist Grund und Inbegriff der Personalit\u00e4t des Menschen. Das Gewissen und die Verantwortung gegen\u00fcber Gott im eigenen Gewissen kann in keiner Weise delegiert werden, auch nicht an Synoden, Bisch\u00f6fe oder andere Autorit\u00e4ten. Wohl aber betont die katholische Tradition, dass das Gewissen sich nicht einfach vorfindet, sondern sich bildet, und zwar in der Gemeinschaft der Glaubenden, orientiert vom Lehramt und im H\u00f6ren auf das Wort der Schrift, welches vom Lehramt ausgelegt wird.<\/p>\n<p>Hier liegen gewiss gr\u00f6\u00dfere Unterschiede darin, wie ein solches Lehramt gedacht wird, wie und ob es verbindlich in synodale Prozesse eingebunden ist und wie die Partizipation des allgemeinen Priestertums an solchen synodalen Prozessen aussieht. Aus evangelischer Sicht bleiben da gewiss viele Fragen offen, u.a. auch die Frage, wie mit innerkirchlicher Pluralit\u00e4t und Dissens umgegangen wird. Die katholische Kirche macht aber nun gerade auch das zu einem zentralen Thema ihrer inneren Debatten und Reformbem\u00fchungen. Doch kein Dissens besteht in der radikalen Vorordnung des Gewissens als Ausgangspunkt f\u00fcr alles verantwortliche Handeln und Entscheiden der Individuen und darin, dass f\u00fcr die Bildung des Gewissens der argumentative Dialog in der Glaubens- und Auslegungsgemeinschaft und dar\u00fcber hinaus wichtig ist. Kein Dissens besteht auch in der Zielbestimmung des \u00f6ffentlichen kirchlichen Redens: Kirchen wollen einen argumentativen Beitrag zur gesellschaftlich-politischen Debatte leisten, um damit die einzelnen Menschen in ihrem selbst\u00e4ndigen ethischen Urteil zu f\u00f6rdern. Dabei geht es zentral darum, sich f\u00fcr das konkrete Wohl konkreter Menschen in einer je kulturell und sozial bestimmten Welt einzusetzen.<\/p>\n<p>Diese Selbstrelativierung der Kirchen \u2013 nicht die Relativierung ihrer Anliegen \u2013 in einer demokratischen Zivilgesellschaft ist zukunftsweisend. Autorit\u00e4res Auftreten von Kirchen und Kirchenvertretern in der \u00d6ffentlichkeit schadet den inhaltlichen Anliegen. Sachlich gebotene Selbstkritik der Kirchen, zum Beispiel hinsichtlich ihres jahrzehntelangen Kampfes gegen das Konzept Menschenw\u00fcrde und gegen die politische G\u00fcltigkeit von Menschenrechten, erh\u00f6ht die Glaubw\u00fcrdigkeit heutigen Eintretens f\u00fcr Menschenw\u00fcrde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Bestimmung der Ursachen f\u00fcr einzelne ethische Dissense zwischen und in den Konfessionen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn die einzelnen ethischen Dissense nicht aus einer prinzipiellen Differenz erwachsen, wie sind sie dann zu erkl\u00e4ren? Dazu ist ein Blick darauf n\u00f6tig, wie Ethik funktioniert und wie sie nicht funktioniert. In der Ethik kann man sinnvoll unterscheiden: Prinzipien, einzelne Normen und konkrete Handlungen.<\/p>\n<p>Manchmal stellt man sich f\u00e4lschlicherweise und vereinfacht vor: Wenn man klare Prinzipien h\u00e4tte, w\u00fcrde man durch eindeutige Ableitung zu Normen kommen und aus den Normen lie\u00dfen sich eindeutig entsprechende Handlung bzw. Handlungsimperative ableiten. So aber funktioniert Ethik nicht, wie schon Aristoteles (382-324 v. Chr.) in dem ethischen Grundlagenwerk der europ\u00e4ischen Geistesgeschichte, in der \u201eNikomachischen Ethik\u201c, darlegte. Zur ethischen Theoriebildung selbst geh\u00f6rt das Bewusstsein der Differenz von Theorie und Praxis, genauer der Unbestimmtheit und Mehrdeutigkeit von ethischen Regeln hinsichtlich konkreter Situationen. Handeln in einer individuellen, einzigartigen Situation mit un\u00fcbersehbar vielen Aspekten, welche sinnlich, leibhaft wahrgenommen wird, muss mit abstrakten moralischen Handlungs-Normen in Zusammenhang gebracht werden. Der grundlegende Ethiker der (europ\u00e4ischen) Neuzeit Immanuel Kant (1724-1804) widmet sich dieser Eigenart ethischer Theorien in seinen Werken \u201eKritik der praktischen Vernunft\u201c von 1788 und in \u201eKritik der Urteilskraft\u201c von 1790. Wie eine allgemeine Regel auf einen konkreten Fall zu beziehen sei, ist durch die Regel selbst nicht geregelt; den Bezug auf das Konkrete kann also nicht (allein) das schlussfolgernde Denken leisten. Daf\u00fcr sieht Kant ein eigenes Verm\u00f6gen vor: die Urteilskraft, genauer die \u201ebestimmende Urteilskraft\u201c. Diese ist das \u201eVerm\u00f6gen zu unterscheiden, ob etwas unter einer gegebenen Regel stehe oder nicht\u201c. Dieses Verm\u00f6gen bildet und formt sich durch \u00dcbung und Erfahrung; es ist daher als Kunst anzusehen.<\/p>\n<p>Diese begrenzte Offenheit und Interpretationsbed\u00fcrftigkeit findet sich aber nicht nur bei den ethischen Normen im Hinblick auf das konkrete Handeln, sondern auch auf der h\u00f6heren Abstraktionsebene zwischen Prinzipien und einzelnen ethischen Normen. Aufgrund der Komplexit\u00e4t und Mehrdeutigkeit der Wirklichkeit kann man aus den gleichen Prinzipien durchaus kontr\u00e4re oder zumindest verschiedene Normen gewinnen.<\/p>\n<p>Das will ich an einem Beispiel verdeutlichen: Ein weithin anerkanntes Prinzip lautet: der Staat und die Staatengemeinschaft m\u00fcssen die Menschenw\u00fcrde sch\u00fctzen. Was bedeutet das nun f\u00fcr die Frage, ob ein Staat kriegerische Gewalt anwenden darf, um Menschenw\u00fcrde-Missachtungen in einem anderen Staat zu unterbinden? Man kann die Norm ableiten, dass die Staatengemeinschaft das darf, wenn es zu strukturellen und massenhaften Menschenw\u00fcrde-Missachtungen kommt. Oder man kann die Norm ableiten, dass ein Staat das nie bei einem anderen Staat darf, weil zur Menschenw\u00fcrde der Staatsangeh\u00f6rigen anderer Staaten geh\u00f6rt, dass sie gerade vor der Gewalt anderer Staaten durch ihren eigenen Staat zu sch\u00fctzen sind oder auch, dass niemals Unschuldige zu Opfern werden d\u00fcrfen, damit andere in ihrer W\u00fcrde gesch\u00fctzt werden. Selbst wenn man sich auf eine Norm geeinigt h\u00e4tte, dass strukturelle und massenhafte Menschenw\u00fcrde-Missachtungen staatliches Eingreifen rechtfertigen: auch dann ist in vielen konkreten F\u00e4llen strittig, ob es sich um ein solches strukturelles Problem handelt und ob man die Situation durch ein gewaltsames Eingreifen verbessert \u2013 oder nicht eher verschlimmert.<\/p>\n<p>Die m. E. zentrale und zutreffende These von der nur begrenzten Eindeutigkeit ethischer Prinzipien im Hinblick auf Handlungsnormen und von Handlungsnormen im Hinblick auf konkretes Handeln ist in der BILAG-Studie genannt, aber kaum argumentativ ausgef\u00fchrt. Die Argumentation k\u00f6nnte und sollte im von mir eben skizzierten Sinne erfolgen. Der Schl\u00fcssel zu einem differenzierten Verst\u00e4ndnis der Reichweite und Eigenart ethischer Urteile liegt jedenfalls in einer weiteren Ausarbeitung des Konzepts der (ethischen) Urteilskraft. Von der Seite konkreter Handlungsentscheidungen oder ethischer Normen her betrachtet hei\u00dft das \u2013 so auch das Fazit der BILAG-Studie: Auch mit gleichen Prinzipien kann man zu unterschiedlichen Normen kommen; auch bei gleichen Normen zu unterschiedlichen Einsch\u00e4tzungen von realen Handlungsoptionen. Unterschiede in einzelnen ethischen Normen zeigen also mitnichten notwendigerweise eine Prinzipiendifferenz bzw. einen Unterschied im Verst\u00e4ndnis der Prinzipien.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der \u00f6kumenische Umgang mit einzelnen ethischen Dissensen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was wir in den letzten Jahren \u00fcberall erleben, besonders dramatisch in politischer Hinsicht: Gesellschaften polarisieren sich. Diese Polarisierung f\u00fchrt zu Gespr\u00e4chsabbr\u00fcchen und zu den sogenannten Echokammern. Hier sind Christinnen und Christen, hier sind Kirchen und Gemeinden zum christlichen Zeugnis der Vers\u00f6hnung berufen: Christinnen und Christen k\u00f6nnen vorleben, wie man auch im Konfliktfall im Gespr\u00e4ch bleibt, wie man Differenzen immer wieder neu mit dem Gemeinsamen vermittelt, wie man Unterschiede geduldig aush\u00e4lt und sich bem\u00fcht, diese produktiv zu wenden. Das ist gegenw\u00e4rtig das besonders notwendige christliche, \u00f6kumenische Zeugnis. F\u00fcr einen produktiven, dialogischen Umgang mit einzelnen Dissensen formuliert die BILAG-Studie folgende Einsichten und Impulse:<\/p>\n<ol>\n<li>In ethischen Fragen verbinden sehr weitreichende Grundlagen die Kirchen: wir stimmen \u00fcberein, dass die Bibel unsere normative Grundlage ist, dass theologisch uns die Rechtfertigungs- Gnadenlehre orientiert und dass wir anthropologisch die Menschenw\u00fcrde und die Personalit\u00e4t des Menschen als Zentrum ansehen.<\/li>\n<li>Die Unterschiede in theologischer, ethischer Hinsicht lassen sich entdramatisieren, wenn wir selbstkritisch einsehen, dass wir Menschen jeweils von konkreten Erfahrungen und von kulturellen, sozialen Hintergr\u00fcnden gepr\u00e4gt sind, oft mehr als wir uns das eingestehen wollen und tiefgreifender als wir das theoretisch einholen k\u00f6nnen. Auch Theologinnen und Theologen sind stark von Kultur, geschichtlichen Erfahrungen und Kontaktnetzwerken bestimmt. In theologischen Differenzen wirken sich vor allem auch soziale, kulturelle und biographische Unterschiede aus. Das wird beispielsweise \u00fcberdeutlich an den Unterschieden im Lutherischen Weltbund, die vor allem zwischen westlichen und afrikanisch-asiatischen Kirchen zu Spannungen f\u00fchren, oder innerhalb der GEKE (Gemeinschaft evangelischer Kirchen in Europa), in welcher sich durchaus gro\u00dfe theologische Unterschiede auftun zwischen Kirchen in Mehrheits- und Kirchen in Minderheitensituationen.<\/li>\n<li>Ein neuer Blick auf Unterschiede im Sinne eines Paradigmenwechsels steht an. Bisher betrachtete man konfessionelle Unterschiede unter der Leitfrage: Habe ich hat meine Kirche recht oder die andere Kirche? Dabei stellte sich genau genommen die Oder-Frage schon meistens nicht mehr. Unterschiede bedeuteten faktisch f\u00fcr die Theologen und Theologinnen: die Anderen haben Unrecht und m\u00fcssen davon \u00fcberzeugt werden, damit sie ihre falsche Position aufgeben. Ein anderer Zugang zu den Unterschieden steht an: Wie w\u00e4re es, die Unterschiede zun\u00e4chst einmal als M\u00f6glichkeiten zu sehen, wodurch ich selbst mich weiterentwickeln, von denen ich lernen und selbst noch differenzierter in meiner eigenen Theorie-Bildung werden kann? Genau diesen Paradigmenwechsel vollzieht der sog. Receptive Ecumenism. Im Dialog gilt es, von den Anderen zu lernen, sich beschenken und inspirieren zu lassen, doch so, dass jede Seite selbst sieht, was sie lernen kann und m\u00f6chte \u2013 und nicht, dass die Einen den Anderen vorschreiben, was sie zu lernen haben. Das gegenseitige Voneinander-Lernen kann dann auch dazu f\u00fchren, in der eigenen Tradition etwas wieder zu entdecken, was an den Rand gedr\u00e4ngt oder vergessen wurde. Oder neu etwas zu sch\u00e4tzen, was man f\u00fcr zu selbstverst\u00e4ndlich hielt. In diesem \u00f6kumenischen Paradigma werden Menschen und Institutionen als Prozesse verstanden, dynamisch und lernend. Ein GEKE-Papier formuliert es so: Kirchen sind \u201clearning communities\u201c.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Receptive Ecumenism hei\u00dft aber auch: selbst da, wo ich angesichts von Unterschieden nichts vom anderen lernen kann oder will \u2013 weil es mir einfach zu fremd oder in keiner Weise plausibel ist, will ich zumindest verstehen, warum der andere es so sieht und einsch\u00e4tzt. Ich unterstelle dem Anderen nachvollziehbare Gr\u00fcnde. Die Perspektive des Anderen ist weder rein zuf\u00e4llig noch b\u00f6swillig. Dies sich im \u00f6kumenischen Gespr\u00e4ch gegenseitig zuzugestehen ist ein fundamentaler Schritt.<\/p>\n<p>\u00d6kumenischen Beziehungen eignet die Chance, zum Vorbild zu werden in polarisierten Gesellschaften. Befl\u00fcgelnd wirkt dabei: Humorvolles Innewerden des eigenen Anderssein und angstfreies Interesse f\u00fcr das Anderssein der Anderen, neugieriges Lernen und die Offenheit f\u00fcr freundschaftliche Beziehungen, gewaltfreie Kommunikation \u00fcber Irritierendes, gemeinsames Leiden aller an ihren Kirchen\/Gemeinschaften und konkretes Zusammenwirken und Zusammenfeiern, wo immer es m\u00f6glich ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Auftrag und Anliegen der BILAG-Studie \u201eGott und die W\u00fcrde des Menschen\u201c &nbsp; Bei ethischen Fragen dr\u00fccken wir aus, was uns am Herzen liegt, was wir f\u00fcr gut halten und wovon wir uns in Anspruch genommen sehen. Daher schmerzen ethische Dissense oft besonders. 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