{"id":104014,"date":"2025-04-22T11:26:12","date_gmt":"2025-04-22T09:26:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104014"},"modified":"2025-04-22T11:26:12","modified_gmt":"2025-04-22T09:26:12","slug":"ueber-das-wesen-des-lebendigen-auf-dem-hintergrund-des-schoepfungsverstaendnisses","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ueber-das-wesen-des-lebendigen-auf-dem-hintergrund-des-schoepfungsverstaendnisses\/","title":{"rendered":"\u00dcber das Wesen des Lebendigen auf dem Hintergrund des Sch\u00f6pfungsverst\u00e4ndnisses"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Wie unterscheiden wir Lebewesen oder lebendige Substanzen von leblosen Dingen oder Artefakten?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Robert Spaemann sagte einmal, dass die neuzeitliche Philosophie seit Descartes dem Wesen des Lebendigen nicht mehr gerecht wird: \u201eWo der Gedanke des Lebens undenkbar wird, da wird es afortiori der Gedanke der Person, denn Personen sind Lebewesen. die Identit\u00e4t der Person ist eine Funktion der Identit\u00e4t eines Lebewesens.\u201c<\/p>\n<p>Ausgehend von einigen Beobachtungen des Aristoteles, f\u00fcr den das lebende Wesen oder der lebendige Organismus das Paradigma f\u00fcr die Substanz bildet, m\u00f6chte ich zun\u00e4chst versuchen, die Eigenart des Lebendigen herauszustellen und einige Charakteristika zu benennen, die lebendige Wesen von leblosen Dingen und auch technischen Produkten unterscheiden. Kurz gesagt, treten in der schon von Aristoteles angestellten Analyse f\u00fcnf Eigenschaften oder metaphysische Bestimmungen des Lebendigen hervor.<\/p>\n<h4><strong>Einheit<\/strong><\/h4>\n<p>Das physisch Seiende als Substanz bildet, anders als kombinatorisch verbundene materielle Aggregate, eine organische Einheit und wahrt im Wachstumsprozess die Form. Met. (\u0394 6. 1016 a. 32\u201336). Was von Natur her ist, existiert aufgrund seiner Einheit in einem anspruchsvolleren Sinn als Substanz. (Met. K 12. 1069 a 7-12)\u00a0 So hei\u00dft es in I 1, etwas sei \u201ein besonderem Ma\u00dfe Eines, wenn es durch physis ein Ganzes und Geformtes\u201c sei, das in sich selbst die Ursache seiner Kontinuit\u00e4t besitze. (Met. I 1. 1052 a 20\u201325) F\u00fcr alle Substanzen gilt, dass das Ganze gewisserma\u00dfen fr\u00fcher ist als seine Teile. (Met. Z 10. 1035 b 11\u201312)<\/p>\n<p>Sie stellen vollst\u00e4ndige nat\u00fcrliche Ganzheiten dar. Man k\u00f6nnte hier auf den von Michael Behe eingef\u00fchrten Begriff der irreduziblen Komplexit\u00e4t hinweisen. Dieser Begriff besagt: Eine Anordnung von Funktionselementen, von denen jedes einzelne eine notwendige Bedingung daf\u00fcr ist, dass das Gesamtsystem funktioniert, muss in einem lebenden Organismus immer schon gegeben sein. Alle Lebewesen enthalten nicht reduzierbar komplexe Systeme. W\u00fcrde man ein einziges dieser Funktionselemente entfernen, st\u00e4nde die Gesamtfunktion des Organismus still. Solche Systeme k\u00f6nnen nicht durch graduelle Weiterentwicklung entstehen, da sie ohne das intakte Ganze eines jeden dieser Elemente nicht lebensf\u00e4hig sind.\u00a0 Ein Organismus kann nicht wegen Umbaus geschlossen haben, um verschiedene strukturelle Funktionsmomente gegen andere auszutauschen.<\/p>\n<h4><strong>Formbestimmtheit<\/strong><\/h4>\n<p>Als Folge der von Descartes lancierten mechanistischen Vision vom K\u00f6rperlichen, nach der ein Organismus wie eine Maschine funktioniert, denken manche heute Lebendiges in den Begriffen von Teilen, die aneinander gekoppelt sind.\u00a0 Auf diese Weise gelangt man hier zu der \u00dcberzeugung, ein Organismus werde durch den schrittweisen Austausch von Teilelementen, die \u2013 wenn man sie dann aufsummiert \u2013 ein anderes Funktionsgef\u00fcge ergeben, in einen anderen Organismus transformiert. Aristoteles hatte von der jedem Individuum einer \u201eArt\u201c eigenen substantialen Wesensform gesprochen \u2013 Formalgrund seines Soseins sowie seiner konkreten Verwirklichung in der \u201eNatur der Dinge\u201c, d. h. seines Lebendigseins. \u00a0Die typologische, sich zur species fortbestimmende Gestalt wird durch die \u201eForm\u201c vorgegeben.<\/p>\n<h4><strong>Eigenbewegung<\/strong><\/h4>\n<p>Man muss nach Aristoteles auf das Woher der prim\u00e4ren Bewegung reflektieren, die in jedem kraft physis existierenden Seienden als solchen vorhanden ist. Zwar wird nicht jede Bewegung von dem betreffenden Organismus selbst initiiert, doch gilt: \u201eZur Selbstbewegung f\u00e4hig sind nur Dinge, die eine Natur besitzen.\u201c<\/p>\n<p>Dagegen wird die \u201eSelbstorganisation\u201c in Artefakten extern induziert \u2013 durch die Intelligenz des Menschen. Die entelechialen Vollbringungen von Organismen (Wachstum, Stoffwechsel, Selbstorganisation) sind \u201eWechsel an etwas\u201c.\u00a0 Wachstum Eigenbewegung, die der Organismus unter Integration von Materie als dem \u201eWoraus\u201c des Wachstums vollzieht. Die physis \u00fcberf\u00fchrt seine aggregative K\u00f6rpermaterie in Einheit und Identit\u00e4t als ein bestimmtes \u201eDieses\u201c. Bei den Tieren sehen wir eine deutlichere Selbstbewegung, z.B. wenn der Hund sich zur Futterquelle hinbewegt.<\/p>\n<p>Der erste Akt des Lebendigen ist auch das \u201eLebensprinzip\u201c (Seele) genannt worden.<\/p>\n<h4><strong>Physische Spontaneit\u00e4t <\/strong><\/h4>\n<p>Im Unterschied zu den technischen geplanten und gemachten Gegenst\u00e4nden gehen lebendige Wesen f\u00fcr Aristoteles durch physis hervor. Sie besitzen eine physische Spontaneit\u00e4t. Sie werden generiert durch ein anderes Lebendiges, das mit dieser Soseinsbestimmtheit bereits in Wirklichkeit ist und ein neues Wirkliches als Individuum hervorbringt. Dabei wird das jeweilige materielle Substrat zu seiner Wesensbestimmtheit \u00fcberformt. Ohne dass die substantielle Bestimmtheit schon von Anfang an irgendwie da w\u00e4re, w\u00fcrde keine Entwicklung des neuen Individuums anheben.\u00a0 Diese Form des Entstehens (bei der Erzeugung eines Lebendigen) ist dann gegeben, wenn die substantielle Form in eine neue Materie eintritt, um sie sich anzueignen.<\/p>\n<h4><strong>Immanente Teleologie<\/strong><\/h4>\n<p>Die endg\u00fcltige Form von etwas, seine typologische Bestimmtheit (Wesensbestimmtheit), das Gestaltmuster und die innere Entelechie ist die entscheidende Instanz f\u00fcr naturhafte Abl\u00e4ufe. Sie setzt dem jeweiligen Ablauf, der Eigenbewegung, ein nat\u00fcrliches Ziel (Zweck) und l\u00f6st die partiellen Prozesse aus. Typ und Verlaufsgesetz der Ver\u00e4nderung werden von der Natur desjenigen, was sich ver\u00e4ndert, bestimmt.<\/p>\n<p>Jedes Lebewesen sucht der Wirklichkeit nach das zu sein, was es der M\u00f6glichkeit nach schon ist. Das Prinzip seiner Eigenbewegung ist in ihm selbst anwesend. Daher wird es sich zu seiner Vollgestalt hin entfalten, die das Ziel der eigenen Entwicklung bietet. Somit ist der Organismus best\u00e4ndig beides: das wirkliche Lebendige, da er durch sein immanentes Prinzip schon ist, und auch selbst die M\u00f6glichkeit davon. Wo die M\u00f6glichkeit weiterer Entfaltung aufh\u00f6rt, erlischt auch seine Lebenskraft.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die unterschiedliche Betrachtungsweise von Naturwissenschaft und Philosophie<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Biologen, Philosophen und Theologen betrachten gleicherma\u00dfen das Auftreten der unter-schiedlichen Formen des Lebendigen auf der erdgeschichtlichen Zeitachse; sie tun es aller-dings unter einem verschiedenen Blickpunkt.<\/p>\n<p>Den realen Zusammenhang zwischen fr\u00fcheren und sp\u00e4teren Formen des Lebendigen so zu erforschen und zu formulieren, dass er eine zeitliche, von nat\u00fcrlichen Ursachen gelenkte Bewegung darstellt, ist Sache der Naturwissenschaft. Sie muss aufgrund ihres Formalobjektes mit erforschbaren nat\u00fcrlichen Ursache-Wirkung-Schemata auskommen. Der Rekurs auf h\u00f6here ontologische Ursachen ist von ihrem Selbstverst\u00e4ndnis her \u2013 empirische Wissenschaft zu sein \u2013 nicht erlaubt. Es w\u00e4re abwegig, wollte der Naturwissenschaftler bei seinen diversen Erkl\u00e4rungsn\u00f6ten st\u00e4ndig metaphysische Faktoren heranziehen, die die empirische Wirkurs\u00e4chlichkeit ersetzen. Er wird im Gegenteil darauf bestehen, dass er auf der Ebene seines Forschens mit nat\u00fcrlichen, naturgesetzlichen Zusammenh\u00e4ngen, die durch Beobachtung (z. B. der chemischen Polykondensation von langen Molek\u00fclketten, auch des Fossilmaterials) erh\u00e4rtet werden m\u00fcssen, auszukommen hat. Naturwissenschaft ist gehalten, innerhalb der Grenzen ihres Gegenstandsbereichs zu bleiben und nicht zu extrapolieren oder auf metaphysische Erkl\u00e4rungen auszugreifen.<\/p>\n<p>Die Metaphysik betrachtet denselben naturgeschichtlichen Realzusammenhang von ihrem eigenen Formalobjekt her \u2013 unter einem \u00fcberzeitlichen Aspekt. Sie fragt nach den Konstitutionsprinzipien der Dinge und \u00f6ffnet sich dabei ontologischen Faktoren, die allerdings nicht in jene Ursachenfolge einzubrechen haben, mit denen es die Naturwissenschaft zu tun hat. Letztere hat \u2013 innerhalb ihrer Grenzen \u2013 autonom zu bleiben. Es steht der Metaphysik nicht zu, ontologische Faktoren einzuf\u00fchren, die nur \u201egetarnte Kausalfaktoren\u201c sind.\u00a0 Umgekehrt muss sich eine metaphysische Erkl\u00e4rungsweise ihres transempirischen Gesichtspunktes vergewissern. Sie hat \u2013 genauso wie die Theologie \u2013 die von den Naturwissenschaften gesicherten Fakten zur Kenntnis zu nehmen und kann in der ihr eigenen Fragestellung daran ankn\u00fcpfen. F\u00fcr den Ontologen, der die materiellen wie nichtmateriellen Konstitutionsprinzipien der wirklichen Dinge in den Blick nimmt, ist es entscheidend, den Naturwissenschaften ihre Eigenst\u00e4ndigkeit im Hinblick auf die Untersuchung von materiell bestimmten Abl\u00e4ufen, die den Naturgesetzen (mit den durch die Quantenmechanik er\u00f6ffneten \u201eFreiheitsspielr\u00e4umen\u201c) gehorchen, zu belassen. Er darf nicht in die Dom\u00e4ne der Naturwissenschaften einbrechen, um dort metaphysische Kausalzusammenh\u00e4nge als Deus ex machina einzuf\u00fchren, wo materielle Wirkursachen f\u00fcr eine Erkl\u00e4rung hinreichend sind oder auch an eine Grenze sto\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Frage nach der Konstitution des Lebendigen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auf philosophischer Ebene bedarf es zur Erkl\u00e4rung eines Lebewesens, das keine Anh\u00e4ufung von Makromolek\u00fclen und auch keine funktionierende Maschine, sondern ein Gebilde ganz eigener Art mit immanenten Zwecken (telos) ist, zweier die Materie transzendierender Konstitutionsprinzipien: Zu einem lebendigen Wesen geh\u00f6ren notwendig das Wesen als allgemeines Formprinzip und die Seele (Entelechie) als individuelles Gestaltprinzip.<\/p>\n<p>Das Formprinzip wird von Hans-Eduard Hengstenberg in verschiedene Momente unterteilt, die der Materie als dem anderen Konstituens gegen\u00fcberstehen:<\/p>\n<p>Das Zueinander von formierendem Prinzip und Materie hei\u00dft \u201eKonstitution\u201c. Hengstenberg nennt das Vitalit\u00e4tsprinzip auch \u201ePrinzip der Einfachheit\u201c, sofern dadurch die Einfachheit des Lebendigen als solchen repr\u00e4sentiert wird. Den Gestaltungsfaktor nennt er \u201ePrinzip der Einheit\u201c, denn er h\u00e4lt die Vielheit der Konstituentien in der Einheit.<\/p>\n<p>Die Form ist nur Form, sofern sie Ordnung an die materiellen Teilgebilde, z. B. die Organe, mitteilt; diese sind nur organische Teilgebilde eines h\u00f6heren Ganzen, sofern sie Ordnung von der Form empfangen. Die Einheit des menschlichen Leibes oder des tierischen Organismus wiederum ist nur eine solche Einheit, sofern sie diese Ordnung st\u00e4ndig empf\u00e4ngt. Dies erm\u00f6glicht den ontologischen Ausdruck, der in jedem selbst\u00e4ndig Seienden vorliegt. Er wird anschaulich bei der konkreten menschlichen Person in der Relation von Geist und Leib. Der personale Geist dr\u00fcckt sich in der Leibesmaterie aus und konstituiert so den Leib zu seiner Einheit und Ganzheit. Das konstitutive Zueinander von Form und Materie ist um des ontologischen Ausdrucks willen da: \u201eErst unter dem Begriff des ontologischen Ausdrucks l\u00e4sst sich das dynamische Sich-selbst-transzendieren des Lebendigen fassen, in dem es sich jeden Augenblick \u201esch\u00f6pferisch\u201c selbst vorweg ist.\u201c<\/p>\n<p>Es widerspricht dem Wesen des Lebendigen, von diesen Konstitutionsprinzipien abzusehen und im Ganzen seiner Gestalt nur die Summe von (vorg\u00e4ngigen) Teilen \u2013 eine additiv zusammengef\u00fcgte Menge einzelner Molek\u00fcle und Teilfunktionen \u2013 zu erblicken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Sch\u00f6pfung als Sinn-Urhebung <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Man wird es Aristoteles nicht zum Vorwurf machen k\u00f6nnen, die radikale Kontingenz der Dinge, die in ihrem Geschaffensein begr\u00fcndet ist, nicht bedacht zu haben. Der Sch\u00f6pfungsgedanke war dem griechischen Denker, der sich auf nat\u00fcrliche Vernunftgr\u00fcnde, nicht auf Offenbarung st\u00fctzte, unbekannt. Das Einblenden der Offenbarung in die Frage nach dem Hervorgehen lebendiger Wesen bringt einen weiteren, neuen Gesichtspunkt ein. Aus der Sicht der Sch\u00f6pfungstheologie fordert die Entstehung von lebenden Systemen aus vorg\u00e4ngigen chemischen Verbindungen ein sch\u00f6pferisches Wirken und Urheben Gottes als einer h\u00f6chsten Ursache, die das naturgesetzliche Wirken von Physik und Chemie transzendiert.<\/p>\n<p>Lebende Organismen stellen gegen\u00fcber der unbelebten Materie ein solches Novum dar, dass sie aus dem Wirken der naturgesetzlich festgelegten Kausalit\u00e4t von materiellen Wirkursachen allein nicht erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Sie bed\u00fcrfen \u2013 theologisch gesprochen \u2013 einer neuen Sinnurhebung als sch\u00f6pferischer Formgebung, aus der die auf Information basierende innere Architektur sowie der Funktionsplan des jeweiligen lebenden Systems wie \u00fcberhaupt das Sein des Lebendigen entspringen.<\/p>\n<p>Der Theologie, die um die urbildhafte Pr\u00e4senz der Wesenheiten der Dinge im sch\u00f6pferischen Intellekt Gottes wei\u00df, wird in den wesenhaft unterschiedenen Ordnungen des Lebendigen einen je eigenen, ihnen mitgeteilten und in ihnen verwirklichten Sch\u00f6pfungssinn erblicken. Jedes Novum im Bereich des Lebendigen ist im g\u00f6ttlichen Intellekt vorgedacht und findet in dessen eigenem Wesen sein Urbild, bevor es als sch\u00f6pferisches Sinngebilde im Geschaffenen pr\u00e4sent wird.<\/p>\n<p>Freilich wird darauf zu achten sein, dass das Wirken der naturimmanenten Zweitursachen \u2013 f\u00fcr sich genommen \u2013 intakt bleibt und ohne \u201eIntervention\u201c der g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfermacht (causa prima) auf gleichem Wirkniveau wie die naturimmanenten Ursachen auskommt. Im Falle von st\u00e4ndigen Interventionen Gottes auf dem Niveau von innerweltlichen, nat\u00fcrlichen Ursachen h\u00e4tten wir es mit einer Verendlichung des transzendenten Sch\u00f6pferwirkens zu tun, da Gott in dem Fall selbst zu einem Glied innerhalb eines naturimmanenten Kausalnexus w\u00fcrde. Gottes Sch\u00f6pferhandeln ist aber immer transzendent und \u00fcberzeitlich. Gott kann in seinem sch\u00f6pferischen Tun nicht in eine gesch\u00f6pfliche Ursachenkette \u2013 auch nicht als deren \u201eerstes Glied\u201c \u2013 hineinverspannt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Verfehlte Vorstellung \u00fcber die Entstehung von endlichen Wesen, Mensch und Geist<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>Panentheismus<\/strong><\/h4>\n<p>Der Panentheismus, den man zur Denkform der Postmoderne\u00a0 erkl\u00e4rt hat, stellt eine holistische Weltsicht dar. Er z\u00e4hlt das Sein der Welt ontologisch zum Wesen Gottes, ohne Gott mit dem Sein der Welt vollends zu identifizieren \u2013 eine Nuance, durch die er sich vom Pantheismus unterscheidet. Er sieht die Welt als in Gott aufgehoben, h\u00e4lt aber daf\u00fcr, dass Gott \u201emehr\u201c sei als die Welt. Damit will er aus den \u201eAporien\u201c des \u201eTheismus\u201c herausf\u00fchren. Wie in jeder holistischen Grundoption gibt es nur das ein sich stetig wandelnde oder sich entwickelnde Sein. Alles ist Natur oder Prozess: Deus sive natura.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zur Logik des Gedankens der gegenseitigen Verschr\u00e4nkung von Endlichem und Absolutem, dass der Sch\u00f6pfungsgedanke zu verwinden ist. Dieser vermag keine philosophisch zufriedenstellende Verh\u00e4ltnisbestimmung von Absolutem und Endlichem zu bieten. Der Holismus l\u00e4sst mit der Aufhebung der Differenz zwischen endlichem und ewigem Sein Sch\u00f6pfung obsolet werden. Au\u00dferdem ist es im Panentheismus um das Eigensein und den Selbststand der endlichen Dinge schlecht bestellt.<\/p>\n<h4><strong>Teilhardismus<\/strong><\/h4>\n<p>Eine Spielart des Panentheismus stellt die kosmologische Vision Pierre Teilhard des Chardins dar. Im Evolutionismus Teilhards sind alle h\u00f6ren Seinsarten wie Psyche, Leben und Geist schon hereingenommen in den \u201eAnfangsstoff\u201c der Welt. Sein System unterscheidet sich einmal dadurch, dann aber auch durch die \u201eHypothese Gott\u201c von dem des dialektischen Materialismus. Dieser Gott soll allem evolutiven Werden eine Richtung geben (Orthogenese) und alle Dinge durch die kosmischen Stufen in diesem Prozess auf sich selbst als den Punkt Omega hinlenken. Alles H\u00f6here ist dabei eine graduelle Potenzierung dessen, was auf niederer Stufe bereits vorhanden war. So geh\u00f6ren auch Leben, Psyche, Bewusstsein (=Geist) zu den extensiven Eigenschaften der Materie. Daher ist das, was wir \u201etot\u201c nennen, seinsm\u00e4\u00dfig gar nicht tot.<\/p>\n<p>Teilhard unterscheidet eine \u201etangentiale\u201c und eine \u201eradiale\u201c Energie. Diese beiden Energien sind die beiden Aspekte einer einheitlichen Weltgrundenergie. Sofern die \u201eTeilchen\u201c sich \u00e4u\u00dferlich ber\u00fchren und \u201eGer\u00fcste\u201c aufbauen, wobei geringere Komplexionen von h\u00f6heren absorbiert werden, im Bereich der \u201etangentialen\u201c Energie also, sind sie materiell, sofern sie aber zentrisch aufeinander bezogen sind, gewinnen sie eine Innerlichkeit, stellen sie \u201eradiale Energie\u201c dar. Materielles und Geistiges sind lediglich zwei verschiedene Aspekte ein und desselben.<\/p>\n<p>Dem Geschehen liegt als treibendes Prinzip die fortschreitende Komplexion zugrunde. Die \u201equalitativen Spr\u00fcnge\u201c gibt es nicht zwischen niederen und h\u00f6heren kategorialen Stufen, sondern nur zwischen den Graden der Komplexit\u00e4t, indem Zentrierung und Innerlichkeit gradweise fortschreiten. Seinsm\u00e4\u00dfige Unterschiede gibt es dabei nicht mehr.<\/p>\n<p>Wie es im vorpersonalen Bereich bei Teilhard eine Aufl\u00f6sung aller Selbst\u00e4nde gibt, so kann es auch keine individuelle Geistseele geben. Das Formative ist es ja, was die einzelnen Seinsarten zueinander in die Differenz bringt; und f\u00e4llt diese aus, so k\u00f6nnen auch die Individuen einer Art nicht mehr voneinander unterschieden werden. Alle selbst\u00e4ndig seienden Substanzen verschwimmen zu einem einzigen kollektiven Sein. So sagt Teilhard denn auch, die ganze Welt sei \u201eeine in Umwandlung befindliche Masse\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gottes fortgesetzte und gestufte Sch\u00f6pfung (creatio continua)<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nach katholischem Dogma schafft Gott das gesamte Sein des Geschaffenen mit allen seinen Gr\u00fcnden. Es ist danach zu fragen, ob das auf der Zeitskala sich auswirkende weitergehende Schaffen, das sich am Hervortreten neuer Formen des Lebendigen zeigt, Gottes sch\u00f6pferische T\u00e4tigkeit nicht verzeitlicht. Es muss ferner gefragt werden, wie sich der sch\u00f6pferische Einfluss Gottes auf die Entstehung von neuen Typen des Lebendigen auswirkt.<\/p>\n<p>Die Biologie konstatiert einen \u201enaturgeschichtlichen Realzusammenhang\u201c (Hengstenberg) zwischen den Lebensformen. Sp\u00e4teres weist eine \u00dcbereinkunft mit Fr\u00fcherem auf und h\u00e4ngt von diesem ab. Von einem sch\u00f6pfungstheologischen Ansatz her liegt es nahe, dass Gott an die fr\u00fcheren Lebensformen und ihre Wirkweise, d.h. den\u00a0 nat\u00fcrlichen Tradierungsvorgang ankn\u00fcpft, wenn ein neuer Typus von Lebewesen (etwa in der taxonomischen Ordnung der Familie) hervortritt, und nicht an die ungeformte Materie als Nullpunkt.<\/p>\n<p>Man hat von \u201efortgesetzter Sch\u00f6pfung\u201c gesprochen. Fortgesetzte Sch\u00f6pfung kann nicht bedeuten, dass Gott zu jeder neuen Stufe des Lebendigen jeweils einen neuen Entschluss fassen muss, der zu neuer Aktivit\u00e4t f\u00fchrt, denn dies w\u00fcrde der Sch\u00f6pfungst\u00e4tigkeit Gottes, die immer transzendent ist, ihren \u00fcberzeitlichen Charakter nehmen. Die geschaffenen Dinge entstammen indes dem \u00fcberzeitlichen, zugleich wesen- und seingebenden Sch\u00f6pfungsakt Gottes, der ihnen st\u00e4ndig neu ihr Eigensein verleiht, das auf ihre Wesensf\u00fclle abgestimmt ist und sie in ihre substantielle Selbst\u00e4ndigkeit entl\u00e4sst. Das Sch\u00f6pfungshandeln \u00fcbersteigt die vier Genera der Kausalit\u00e4t. Deshalb werden dabei gesch\u00f6pfliches Wirken und gesch\u00f6pflich\/zweiturs\u00e4chliche Urs\u00e4chlichkeit nicht desavouiert.<\/p>\n<p>Wenn auf der erdgeschichtlichen Zeitskala neue Typen von Lebewesen auftreten, so ist dies \u2013 sch\u00f6pfungstheologisch \u2013 als eine im fortgesetzten Schaffen Gottes begr\u00fcndete neue Sinn-Urhebung, die an bereits Vorhandenes ankn\u00fcpft, zu interpretieren. So ergibt sich eine gestufte Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Konkret hei\u00dft dies, dass Gott bei dem, was bereits in der Natur existiert und bei jenen nat\u00fcrlichen Kr\u00e4ften und Mechanismen ansetzt, die in ihrem aktualisierten Vollzug f\u00fcr gew\u00f6hnlich\u00a0 \u2013 bei den h\u00f6heren Species \u2013 zu einer neuen Keimzelle f\u00fchren, die sich zu einem voll ausgebildeten Organismus entfaltet. Die neu auftretenden Formen des Lebens entstehen \u201eaus\u201c den schon existierenden, indem das Erbgut jeweils eine Umpr\u00e4gung und die genetische Information eine wesentliche \u201eAnreicherung\u201c erfahren. Dass \u00fcberhaupt ein Novum im Bereich des Lebendigen entsteht, verdankt sich dem Anschluss an bereits bestehende organische Materialien, Formen und Baupl\u00e4nen des Lebens. Insofern habe wir es mit einer Abh\u00e4ngigkeit des Sp\u00e4teren (und Formenreicheren) vom Fr\u00fcheren zu tun, wie es von der Evolutionstheorie aufgewiesen wird.<\/p>\n<p>Um Gottes Handeln als Sch\u00f6pfer aller Dinge nicht zu verendlichen, kann die Umpr\u00e4gung der Erbinformation nicht einfachhin Gott als n\u00e4chster Ursache zugeschrieben werden. Eine vermittelnde Rolle kommt hier dem wesenhaften und dem individuellen Gestaltungsfaktor zu. Fortgesetzte Sch\u00f6pfung muss so verstanden werden, dass Gott unmittelbar in das bereits vorgepr\u00e4gte genetische Material hinein den jeweils neuen wesenhaften und \u2013 beim Menschen \u2013 auch den individuellen Gestaltungsfaktor (Seele) einschafft, und zwar so, dass der Prozess der von den nat\u00fcrlichen Kr\u00e4ften getragenen Fortpflanzung in der Ordnung seiner Urs\u00e4chlichkeit intakt bleibt. Es sind diese geschaffenen Prinzipien, die diese Umpr\u00e4gung der Erbinformation leisten, w\u00e4hrend sie sich dabei auf das aktuierende Wirken Gottes st\u00fctzen. Gottes Wirken ist ein gestaltschaffenden und seingebendes.<\/p>\n<p>Zu Recht betont etwa Martin Rhonheimer, dass der Rekurs auf \u00fcbernat\u00fcrliche planende Eingriffe Gottes im Bereich der Natur nichts erkl\u00e4rt. Ein solcher Interventionismus w\u00fcrde jede Zweiturs\u00e4chlichkeit zerst\u00f6ren.<\/p>\n<p>Mit der Neuordnung des Genbestandes durch den neu geschaffenen Gestaltungsfaktor (Art-logos), zu dem sich ein individuelles psychisches Prinzip zu gesellen hat, kann aber ein Individuum eines neuen Typs von Lebewesen entstehen, was evolutionsbiologisch einen gewissen \u201eSprung\u201c (Schuster) voraussetzt, ohne dass dabei der Kausalnexus im Bereich der molekularen Chemie durchbrochen werden m\u00fcsste. In einer Diskussion zwischen Theologen und Evolutionsbiologen wurde dies von Peter Schuster zugegeben: \u201eEs gibt in der Welt Ph\u00e4notypen, die praktisch kontinuierlich sind, zum Beispiel die K\u00f6rpergr\u00f6\u00dfe, aber bei vielen anderen Eigenschaften ist dies nicht der Fall. Es ist ein Fortschritt der Wissenschaft, dass man diese kleinen Schritte heute nicht mehr als Muss empfindet. Die k\u00f6nnen hin und wieder auftreten, aber im Prinzip gibt es eine Quantisierung der Merkmale.\u201c<\/p>\n<p>Die in den Stammzellen komplex differenzierte Materie (die die Information tragenden DNS-Abschnitte) erf\u00e4hrt beim Auftreten eines Novums im Bereich des Lebendigen eine andere Anordnung \u2013 das \u201eProgramm\u201c f\u00fcr das nachkommende Individuum. Man spricht von einer ge\u00e4nderten Genfrequenz, die den Morphotypus codiert.<\/p>\n<p>Der Bauplan eines neuen Typs von Lebewesen muss \u2013 ausgehend von dem eingeschaffenen wesenhaften Gestaltfaktor \u2013 als Information \u2013 in eine ver\u00e4nderte Sequenz der Basenpaare auf der DNS-Kette umgesetzt werden. Das Ablesen der Information gehorcht dann wieder wirkurs\u00e4chlichen Faktoren, die den Prozess der Informations\u00fcbertragung regulieren. Mit der Neuordnung des Genbestandes kann durch den geschaffenen Gestaltfakor, zu dem sich im Anfang der Embryonalentwicklung ein individuelles psychisches Prinzip gesellt, ein Individuum entstehen, das diesen neuen Typ von Lebewesen repr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Es ist allerdings vorauszusetzen, dass durch die Umordnung des Genmateriales unter der Leitung eines neu geschaffenen Gestaltprinzips in Verbindung mit einem neuen Seinsakt und einer differenten Wesensstruktur ein ganz neues ontologisches Sinnganzes zustande kommt. Dies r\u00fcckt freilich erst durch die metaphysische Betrachtungsweise in den Blick.<\/p>\n<p>Dieser Vorgang besitzt eine Analogie mit der Entstehung eines lauthaften Sprachgebildes: Mit dem gleichen Energieaufwand und den gleichen Kausalreihen k\u00f6nnen die Schallwellen dazu dienen, entweder ein sinnvolles oder sinnloses Lautgebilde zu \u00fcbertragen. Auch das menschliche Wort ist ein sch\u00f6pferischer Ausdruck, der \u201eoberhalb\u201c dieser Art von Wirkurs\u00e4chlichkeit angesiedelt ist. Es entstammt einer sch\u00f6pferischen Sinn-Urhebung.<\/p>\n<p>Materie und Form sind, wie schon ausgef\u00fchrt, Konstitutionsprinzipien des Seienden. Daher k\u00f6nnen weder die alten und neuen materiellen Bestandteile den Gestaltungsfaktor der neuartigen Zygote hervorbringen, noch k\u00f6nnen diese Prinzipien ihrerseits die neuen Best\u00e4nde an Materie, die sie ja kausal ordnen, autonom erzeugen. Der neue Gestaltungsfakor ist nicht das Produkt der wirkenden Materie oder der fr\u00fcheren Form. Doch k\u00f6nnen die neuen Prinzipien \u201ewesenhafter Gestaltfaktor\u201c und \u201eLebensprinzip (= individueller Gestaltungsfaktor) nur in Existenz treten und wirken, wenn zugleich altes und neues biochemisches Material vorhanden ist, das entsprechend wirkt.<\/p>\n<p>Wo Gott in seinem Schaffen an schon Bestehendes ankn\u00fcpft, dort geschieht dies nicht im Sinne einer additiven Dazugaben, sondern so, dass die Eigent\u00e4tigkeit der alten und neuen materiellen Prozesse dabei aufgerufen wird und zum Einsatz kommt. Was aber die Materie der erstmalig entstandenen Zygote eines neuen Typs von Lebewesen als ganze angeht, so muss man wohl sagen, dass sie in ihrer Ganzheitlichkeit neu ist.<\/p>\n<p>Gottes Wirken \u2013 immer transzendent in Relation zu den gesch\u00f6pflichen Ursachen \u2013 ist ein den wesenhaften Sinngehalt in seinem Denken eidetisch vor-gebendes und sein-stiftendes. Dabei ist die Materie ein Ausdrucksmedium f\u00fcr den Gestaltungsfaktor, der seine eidetische Sinnhaftigkeit aus dem g\u00f6ttlichen Sch\u00f6pfungsplan ableitet. Dass Gott sowohl die wesenhafte Struktur vorgibt und den Seinsakt zuwirkt, darin sind die beiden Momente seines \u00fcberzeitlichen Sch\u00f6pfungsaktes gegeben. Ich komme nun zum Menschen, genauer gesagt, zur Bedeutung seiner Kreat\u00fcrlichkeit als Antwort, die er seinem Sch\u00f6pfer gibt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Leib-Geist-Person des Menschen als Novum im Bereich des Lebendigen<\/strong><\/h3>\n<h4><strong>Zur Ph\u00e4nomenologie und Metaphysik des menschlichen Leibes<\/strong><\/h4>\n<p>Ein markanter Wendepunkt in der Betrachtung des menschlichen Lebens ist sicherlich Descartes. Die sich aus dem cartesianischen Dualismus (res cogitans \u2013 res extensa) ergebenden Folgetheorien gabeln sich in eine spiritualistische und eine materialistische Richtung. Diese Theorien verm\u00f6gen dem Leibe nicht gerecht zu werden. Die materialistischen paradoxerweise gerade deshalb nicht, weil ihnen ein ontologischer Monismus zugrunde liegt, indem sie aus der Materie alles andere Sein erkl\u00e4ren und ableiten wollen. Die Materie wird dadurch selbst zu einem Amalgam des Lichtlosen und Irrationalen. F\u00fcr die idealistischen besitzt das Materielle kein gleichurspr\u00fcngliches Eigensein. Materie ist gefrorener Geist.<\/p>\n<p>Mutatis mutandis gilt dasselbe vom weltanschaulichen Evolutionismus. Das basierende, wie immer geartete Sein, aus dem alles H\u00f6here abgeleitet werden soll, tr\u00e4gt den Charakter des Mythischen, auch dann, wenn man diesem Sein alle auszubildenden Formen und Qualit\u00e4ten schon in actu beilegt, wie es bei Teilhard geschieht.<\/p>\n<p>Geist und Leib stehen indes in einem koexistentiellen und koessentiellen Bezug zueinander. Sie verhalten sich nicht einfach wie Akt und Potenz, sondern wirken in einem beide gemein-sam umgreifenden Seinsakt ontologisch zusammen. Das constituere meint ein aktives Sich-zueinander-Stellen.<\/p>\n<p>Dem aus Gliedern und Organen konstituierten Leib fehlt beim Menschen ein Abschluss nach oben. Er ist \u201einkomplete Form\u201c, wie es die fr\u00fche Franziskanerschule ausdr\u00fcckt. Die Aufgipfelung der materiellen Entit\u00e4ten nach oben ist hier abgebrochen. Erst der dem Leib transzendente Geist macht den Leib ganz, er teilt den Organen und Gliedern eine Ordnung mit \u2013 analog jener Ordnung, die er beim Sprachwort der Lautmaterie, die als Ausdrucksmedium dient, mitteilt. Der Geist hat eine ontologische Souver\u00e4nit\u00e4t gegen\u00fcber dem Leib, so dass er an ihm auch einen sch\u00f6pferischen Ausdruck realisiert. Der Leib f\u00fcgt dem Geist ein positives Element der Sinn- und Seinserf\u00fcllung hinzu, indem er ihm zu Ausdruck und Offenbarung dient. Seine h\u00f6chste W\u00fcrde l\u00e4sst sich darin zusammenfassen, dass er metaphysisches Wort des Geistes ist.<\/p>\n<h4><strong>Die Personalit\u00e4t des Menschen als Antwort-Sein<\/strong><\/h4>\n<p>Gott teilt dem Menschen wie den anderen Gesch\u00f6pfen das Sein mit. Damit erm\u00e4chtigt er ihn zugleich zum Vollzug dieses Seins in sich selbst. Er ist nichts anderes als der Vollzug seines individuellen Seinsaktes. Das ins-Sein-Treten und dieses Sein als eigenes Vollziehen ist bereits das erste Antwort-Sein, das der Mensch Gott gibt.<\/p>\n<p>Aufgrund seines personalen Geistes und seiner ihm eigenen Vitalit\u00e4t vollzieht der Mensch eine \u00fcber sich selbst hinausgehende Aktivit\u00e4t: eine <em>actio transiens<\/em>. Sie ist eine nat\u00fcrliche Antwort auf die Begegnung eines anderen in seiner Lebenswelt, sei es eines anderen, nicht-personalen Gesch\u00f6pfs oder einer anderen Person. Dadurch kommt es zu einem Anruf an seinen Willen, auf sie wirklichkeitsgem\u00e4\u00df einzugehen. Im Naturreich ist der Mensch allein das Wesen, das sich einem anderen Seienden um dessen selbst willen zuwenden kann, indem er von allem vitalen \u201eNutzen\u201c absieht. So antwortet er auf die Selbstzwecklichkeit und immanente Teleologie des Begegnenden, darauf, dass die in seiner Lebenswelt vorkommenden und von Natur her seienden Pflanzen, Tiere, Menschen \u2013 vor aller funktionalen Inanspruchnahme durch Kommerzialisierungen, Verwertung und medialer Reproduktion \u2013 zun\u00e4chst um ihrer selbst willen da sind.<\/p>\n<p>Die Kreat\u00fcrlichkeit des Menschen zeigt sich zuerst und vor allem darin, dass er als Person vor Gott steht, der ihn in seinem Wort zur Antwort ruft und dem er Antwort gibt, indem er vor Gott hintritt. Aus Gottes Hand hervorgehend, ist er in seiner ganzen Existenz auf Gott verwiesen. Dies ist theologisch darin begr\u00fcndet, dass der Mensch in Unmittelbarkeit zu Gott oder in der Relationalit\u00e4t seines Seins zu ihm hin erschaffen wurde. Der Mensch ist das Wesen der Transzendenz, das sich auf Gott hin \u00fcbersteigt. Weil Gesch\u00f6pf, schuldet der Mensch Gott Antwort, die er nicht nur in Gebet und Kult gibt, sondern genauso in der verantwortlichen Lebensf\u00fchrung und der \u00dcbernahme der ethischen Verpflichtung und der Realisierung seiner Selbsttranszendenz.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie unterscheiden wir Lebewesen oder lebendige Substanzen von leblosen Dingen oder Artefakten? &nbsp; Robert Spaemann sagte einmal, dass die neuzeitliche Philosophie seit Descartes dem Wesen des Lebendigen nicht mehr gerecht wird: \u201eWo der Gedanke des Lebens undenkbar wird, da wird es afortiori der Gedanke der Person, denn Personen sind Lebewesen. die Identit\u00e4t der Person ist&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":3898,"menu_order":527,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-104014","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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