{"id":104049,"date":"2025-04-22T14:49:12","date_gmt":"2025-04-22T12:49:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104049"},"modified":"2025-04-22T14:49:12","modified_gmt":"2025-04-22T12:49:12","slug":"demokratie-als-globales-erfolgsmodell","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/demokratie-als-globales-erfolgsmodell\/","title":{"rendered":"Demokratie als globales Erfolgsmodell?"},"content":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtigen nationalistischen Entwicklungen in einigen westlichen Gesellschaften fordern die Demokratien enorm heraus. Nach dem Fall der Mauer galt vielen die liberale Demokratie als das globale Erfolgsmodell schlechthin. Seit einigen Jahren mehren sich angesichts der populistischen Verzerrungen die Stimmen, die diese These anfragen. Sind Demokratien wirklich vor grundlegenden Krisen gefeit und gelten sie weiter als das beste Modell politischer Ordnung weltweit?<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser kritischen Einw\u00fcrfe gilt es zuerst zwei Aspekte festzuhalten: Der Politologe Wolfgang Merkel weist in aktuellen Debatten immer wieder darauf hin, dass der Krisenbefund seit 2.000 Jahren zur Demokratie dazugeh\u00f6rt. Seit Plato und Aristoteles wird auch \u00fcber grundlegende Probleme der Demokratie diskutiert, die nicht selten in einen Krisenbefund m\u00fcnden. Wenn man sich diese Debatten anschaut, dann zeigt sich, dass diese Krisen um so gravierender erscheinen, je <em>dicker<\/em> das Konzept von Demokratie ist. Wenn man zu Demokratien nicht nur freie Wahlen z\u00e4hlt, sondern auch einen weiter gefassten Grundrechtsschutz, Narrative von Gerechtigkeit oder vielf\u00e4ltige Formen der Partizipation, erscheinen die Probleme gr\u00f6\u00dfer als wenn man nur ein <em>d\u00fcnnes<\/em> Konzept verwendet. In dieser zweiten Hinsicht kann man nach wie vor festhalten, dass Demokratien zu der beliebtesten Staatsform weltweit z\u00e4hlen.<\/p>\n<p>Zweitens hat sich der Kontext der Demokratie in den vergangenen Jahren massiv ver\u00e4ndert. Waren im 20. Jahrhundert Demokratien vor allem innenpolitisch ausgerichtet, sind sie heute besonders herausgefordert, sich in globalen Prozessen und Strukturen zu bewegen. Die gegenw\u00e4rtig dr\u00e4ngenden Themen sind globaler Natur. Die vielf\u00e4ltigen Krisen der letzten 20 Jahre \u2013 von der Finanzkrise \u00fcber globalen Terrorismus bis hin zur Klimakrise \u2013 sind Spiegel hiervon. Die brisanten Themen der Gegenwart sind nicht mehr rein innerstaatlich, sondern haben immer auch \u2013 und oftmals sogar prim\u00e4r \u2013 einen globalen Aspekt.<\/p>\n<p>Die politischen Antworten auf diese globalen Entwicklungen sind hoch umstritten. Sie provozieren teils eine Rhetorik, die weit jenseits der demokratischen Kultur liegt, beispielsweise wenn von \u201eFl\u00fcchtlingslawinen\u201c die Rede ist oder Angst vor <em>the<\/em> kriminellen Muslimen gesch\u00fcrt wird. Die Frage, die sich augenscheinlich stellt, ist, wie Demokratien auf diese globalen Krisen antworten sollten, und ob sie daf\u00fcr \u00fcberhaupt ger\u00fcstet sind. \u00dcberfordern also globale Krisen Demokratien, und sind sie deswegen nicht mehr das globale Erfolgsmodell schlechthin?<\/p>\n<p>Die These dieses Beitrages lautet: Die scheinbare \u00dcberforderung der Demokratie h\u00e4ngt an einer defizit\u00e4ren Interpretation des Politischen. Die Brille, mit der heute meist auf politische Ereignisse geblickt wird, stammt aus einer anderen Zeit, und sie ist nur bedingt geeignet, die Welt, wie sie heute ist, zu verstehen. F\u00fcr die Entwicklung einer neuen Interpretationsfolie kann die Philosophie Hilfestellungen geben, um die Tiefenstrukturen und Dynamiken einer global vernetzten Welt zu verstehen und politische Antworten zu geben. Hierzu braucht es eine umfassende Reflexion des gesellschaftstheoretischen, ethischen und politischen Selbstverst\u00e4ndnisses moderner Gesellschaften. (Den folgenden \u00dcberlegungen liegt ein Beitrag des Autors aus den <em>Voices of the time<\/em> zugrunde; 234\/3, 147-158).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Suche nach einem angemessenen Gesellschaftsverst\u00e4ndnis<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Philosophie denkt seit vielen Jahrzehnten dar\u00fcber nach, wie ein angemessenes Verst\u00e4ndnis moderner Gesellschaften theoretisch gefasst werden kann. Dabei wurden unterschiedliche Gesellschaftsverst\u00e4ndnisse entwickelt, die sich auch im politischen Alltag widerspiegeln. Exemplarisch unterscheidet Charles Taylor ein atomistisches und ein vergemeinschaftetes Gesellschaftsverst\u00e4ndnis. In dem ersten Modell wird Gesellschaft als die Summe der in ihr handelnden B\u00fcrger interpretiert. Diese sind eigenst\u00e4ndig und erst einmal unabh\u00e4ngig voneinander. Im Zentrum der Gesellschaft steht dann das atomistische Individuum; das Interaktionsgeflecht zwischen diesen wird als sekund\u00e4r gedeutet. Dem klassischen Liberalismus liegt dieses Gesellschaftsmodell zu Grunde, beispielsweise in seinem Fokus auf die Freiheit des einzelnen B\u00fcrgers.<\/p>\n<p>Das zweite Modell, das Taylor identifiziert, deutet als zentrales Merkmal der Gesellschaft das einende Band zwischen den B\u00fcrgern. Taylor nennt dies auch eine holistische Vorstellung, die sich mehr auf Gemeinschaft und weniger auf Gesellschaft im Sinne der Summe handelnder B\u00fcrger bezieht. Die vergemeinschaftete Gesellschaft wird an geteilten Werten, gemeinsamen Handlungseinstellungen oder kulturellen Traditionen festgemacht.<\/p>\n<p>Beide Modelle, so die These, implizieren ein verk\u00fcrztes Bild von Gesellschaft. Das erste Modell vernachl\u00e4ssigt die unaufl\u00f6sbare soziale Verwobenheit der Menschen. Diese sind n\u00e4mlich immer schon eingebunden in soziale Praktiken und Diskurse, die sie erst zu dem werden lassen, was sie sind. Aber diese Vernetzungen sind auch nicht so einheitlich, wie das zweite Modell nahezulegen scheint. Denn das gemeinsame Band ist heute immer schon plural. Menschen sind Teil unterschiedlicher, sprachlich gefasster Handlungspraktiken und leben in diesen. Gesellschaft kann deshalb am besten als plurales Zusammenspiel unterschiedlicher Praktiken und Diskurse verstanden werden. Menschen sind gleichzeitig Teil unterschiedlicher (versprachlichter) Praktiken.<\/p>\n<p>Von diesen unterschiedlichen Praktiken und Diskursen aus deuten Menschen Gesellschaft und die mit ihr gegebenen Problemlagen. Das zentrale Merkmal dieser Deutungen ist ihre Pluralit\u00e4t. Es gibt verschiedene Bezugspunkte, von denen aus B\u00fcrger auf Gesellschaft und ihre Krisen blicken und diese interpretieren. Dies gilt umso mehr in einer vernetzten und interkulturell gepr\u00e4gten Welt. Menschen sind Teil der Globalisierung und damit Teil eines komplexen und hochdynamischen Netzes an Verbindungen jenseits traditioneller Grenzen.<\/p>\n<p>Demokratien tun sich schwer mit einem solchen global vernetzten Gesellschaftsbild. Ihre politischen Antworten auf globale Krisen sollten allerdings diese gesellschaftliche Ausgangsbedingung ernst nehmen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Gesellschaften k\u00f6nnen heute weder als homogene Bl\u00f6cke noch als Summe atomisierter B\u00fcrger verstanden werden. Beide Deutungen gehen an der (welt-) gesellschaftlichen Realit\u00e4t vorbei. Angesichts globaler Krisen sollte diese Einsicht auch im politischen Alltag mehr Beachtung geschenkt werden als bisher. Der Philosoph Stephen Toulmin stellte deshalb bereits Ende der 1980er Jahre fest: Menschen leben heute in einer Kosmopolis, ob sie es wollen oder nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ethik jenseits nationalstaatlicher Begrenzungen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Philosophen reflektieren als Ethiker menschliches Handeln hinsichtlich seiner normativen Dimension. Die Leitfragen der traditionellen Ethik sind dann, welche (soziale) Formierung Normativit\u00e4t aufweist, wie sie sich in der Sprache ausdr\u00fcckt und schlussendlich, ob es allgemeing\u00fcltige moralische Prinzipien zur Beurteilung menschlichen Handelns gibt. Diese universale Sto\u00dfrichtung der (normativen) Ethik ist wichtig und in weiten Teilen auch \u00fcberzeugend. Viele Ans\u00e4tze weisen dabei dennoch zwei grunds\u00e4tzliche Probleme auf, die sich wiederum auch in gesellschaftlichen Debatten widerspiegeln.<\/p>\n<p>Das erste Problem besteht darin, dass Ethiken zwar oftmals f\u00fcr allgemeing\u00fcltige Prinzipien argumentieren, sie aber gleichzeitig nationalstaatliche Begrenzungen implizieren, beispielsweise wenn normative Prinzipien vor dem Hintergrund einer Kultur begr\u00fcndet und davon ausgehend universalisiert werden. Die Diskursethik von J\u00fcrgen Habermas ist ein Beispiel hierf\u00fcr. Sie nimmt ihren Ausgangspunkt bei einer intersubjektiven Wendung der Kantischen Ethik. Habermas argumentiert vor dem Hintergrund des Konzeptes der kommunikativen Vernunft f\u00fcr einen universalen Geltungsanspruch moralischer Aussagen, und zwar wenn alle von diesen Fragen betroffenen Menschen unter fairen Diskursbedingungen zustimmen k\u00f6nnen. Die intersubjektiv konzeptualisierte Vernunft erm\u00f6glicht eine Einigung in diesen Fragen, wobei Habermas annimmt, dass sich das vern\u00fcnftigste Argument durchsetzen wird. Gleichzeitig enth\u00e4lt sich Habermas einer ethischen Aussage \u00fcber Wertvorstellungen in der privaten Lebenswelt des Menschen. Diese ethische Enthaltsamkeit im privaten Raum spiegelt seine liberale Grundhaltung wider.<\/p>\n<p>Der zentrale Punkt an diesem Ansatz ist, dass die meisten als relevant eingestuften Normfragen die B\u00fcrger <em>einer<\/em> Gesellschaft betreffen \u2013 das hei\u00dft, sie sind diejenigen, die Habermas bei allem Abstraktionsniveau der Diskursethik implizit vor Augen hatte. Damit wird die theoretische Begr\u00fcndungsfigur der Diskursethik implizit an die nationalgesellschaftlichen Formationen gebunden. Zwar war Habermas einer der ersten f\u00fchrenden Philosophen, die sich seit den 1980er Jahren sehr detailliert mit der einsetzenden Globalisierung besch\u00e4ftigt haben. Er scheint allerdings letztlich zur\u00fcckhaltend zu sein, ob der Diskurs als ethische Begr\u00fcndungsfigur als ein Diskurs aller Weltb\u00fcrger philosophisch angemessen konzeptualisiert werden kann.<\/p>\n<p>Die interkulturelle Philosophie macht auf eine weitere Implikation der Diskursethik aufmerksam. Autoren wie Ram Adhar Mall kritisieren, dass Habermas die kulturellen Ausgangsbedingungen der (wenn auch fiktiv gedachten) Diskurse zu wenig thematisiert. Denn Diskurse als Begr\u00fcndung von Normen sind immer kulturell gepr\u00e4gt. Dies dr\u00fcckt sich zum Beispiel schon in der unterschiedlichen Weise des Sprechens aus, die sich in Diskursen zeigen. Interkulturell betrachtet muss deswegen das Konzept der kommunikativen Vernunft noch einmal kulturell zur\u00fcckgebunden und pluralisiert werden.<\/p>\n<p>Die skizzierten nationalstaatlichen beziehungsweise kulturellen Implikationen zeigen sich am deutlichsten bei den politisch-philosophischen Konsequenzen dieser Debatten, denn meist ist die liberale Demokratie die Schwester der Diskursethik. Deswegen pl\u00e4dieren viele Ethiker ausgehend von der Diskursethik f\u00fcr eine Globalisierung der westlich-liberalen Demokratie als politischem Herrschaftsmodell. Diese Debatte zeigt deutlich die nationalstaatlich gepr\u00e4gten Verwurzelungen einer diskursethischen Grundlegung der politischen Philosophie. Nat\u00fcrlich ist der Einsatz f\u00fcr die Demokratie als politische Ordnungsform vor unserem kulturellen Selbstverst\u00e4ndnis her plausibel und richtig. Ob es sich dabei allerdings um die <em>einzig<\/em> legitimierbare Form handelt und wie kulturelle Alternativen aussehen k\u00f6nnen, wird meist zu wenig diskutiert.<\/p>\n<p>Ein zweites Problem gegenw\u00e4rtiger Ethikans\u00e4tze spielt in dieses Themenfeld hinein. Dieses Problem besteht darin, dass viele Ethiken oftmals mit einer top-down-Logik argumentieren. Abstrakte Begr\u00fcndungsfiguren sichern zuerst die Universalit\u00e4t moralischer Prinzipien. Das Ziel ist die Bestimmung m\u00f6glichst eindeutiger Prinzipien, die universale Geltung beanspruchen. Diese theoretisch begr\u00fcndeten Prinzipien werden dann in einem zweiten Schritt auf die \u201enicht-ideale\u201c Welt angewendet. Das Problem dabei ist ein Zweifaches. In einem deskriptiven Sinne werden mit dieser Methode die spezifischen Eigenheiten des jeweiligen gesellschaftlichen, politischen oder kulturellen Feldes zu wenig beachtet. Au\u00dferdem werden die pluralen Praktiken mit ihren unterschiedlich akzentuierten normativen Potenzialen in ihrer Bedeutung f\u00fcr ethische Reflexion unzureichend in den Blick genommen.<\/p>\n<p>Globale Krisen fordern vor diesem skizzierten Hintergrund die Ethik zweifach heraus: Zum einen sollten ethische Argumentationen und Begr\u00fcndungsfiguren explizit die neue globale Ausgangsbedingung verarbeiten. Dies bedeutet zuerst, dass nationalstaatliche Implikationen traditioneller Ethikans\u00e4tze offengelegt und kritisch diskutiert werden sollten. Die interkulturell ausweisbare Vielfalt ethischer Prinzipien und Begr\u00fcndungen ist ein Potenzial, keine Grenze. Ein ausschlie\u00dflich aus der westlichen Tradition heraus begr\u00fcndeter ethischer Universalismus sollte deswegen nicht automatisch globalisiert, sondern interkulturell \u00fcbersetzt und ausbuchstabiert werden. Zum anderen sollten sich Ethiker angesichts globaler Heterogenit\u00e4t von top-down-Modellen verabschieden, weil diese der (kulturellen) Pluralit\u00e4t normativer Praktiken in einer globalen Welt nicht mehr gerecht werden<\/p>\n<p>Im gegenw\u00e4rtigen akademischen Ethikdiskurs gibt es verschiedene Traditionen, die sich beiden Herausforderungen zu stellen versuchen. Beispielhaft hierf\u00fcr k\u00f6nnen pragmatistische Debatten, beispielsweise im Anschluss an John Dewey, angef\u00fchrt werden. Dieser macht in der Tradition Hegels darauf aufmerksam, dass die Eule der Minerva ihren Flug erst in der D\u00e4mmerung beginnt. Philosophie sollte, so l\u00e4sst sich dieser Spruch \u00fcbersetzen, nicht auf die theoretische Begr\u00fcndung abstrakter Ideale fokussieren, sondern Normativit\u00e4t von der pluralen Wirklichkeit aus denken. Ethik, so lie\u00dfe sich weiter folgern, sollte bei den Erfahrungswelten der Menschen ansetzen, die Teil pluraler Praktiken sind. Die normative Begr\u00fcndung von Demokratie zielt vor diesem Hintergrund nicht auf den Aufweis einer idealen Institution, sondern vielmehr auf die Haltung aller B\u00fcrger, sich der Vielfalt von Erfahrungen aller Menschen weltweit zu stellen und gemeinsam Praktiken zur Bearbeitung problematischer Erfahrungen zu entwickeln.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Demokratie als globales Erfolgsmodell \u2013 Drei Thesen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die vorangegangenen \u00dcberlegungen m\u00fcnden noch einmal in die Frage des Beitrages: Ist die Demokratie in globalen Zeiten noch ein Erfolgsmodell, oder \u00fcberfordern globale Krisen die Demokratie? Die hier vertretene These lautet: Globale Krisen \u00fcberfordern die Demokratie, wenn Gesellschaft, Politik und Ethik verk\u00fcrzt interpretiert werden. Es braucht deswegen ein produktives Weiterdenken des gesellschaftlichen und politischen Selbstverst\u00e4ndnisses, um angemessene politische Antworten auf globale Krisen geben zu k\u00f6nnen. Hierzu werden drei abschlie\u00dfende Thesen formuliert.<\/p>\n<h4><strong>Das politische Subjekt sollte heute immer schon als ein globales gedacht werden.<\/strong><\/h4>\n<p>In einer vernetzten Welt haben (politische) Handlungen an einem Ort vielf\u00e4ltige Folgen an anderen Orten der Welt. Das Engagement westlicher Allianzen im Nahen und Mittleren Osten hat Einfluss auf die Situation vieler Fl\u00fcchtlinge. Der westlich gepr\u00e4gte Konsumstil hat Auswirkungen auf Klimafolgen und damit die Lebenssituationen vieler Menschen in den L\u00e4ndern des globalen S\u00fcdens. Und auch Kommunalpolitiker, wie beispielsweise Oberb\u00fcrgermeister gro\u00dfer St\u00e4dte, sehen sich mit Entwicklungen konfrontiert, die sie nicht ausgel\u00f6st haben. Auch kommunalpolitische Entscheidungen sind deshalb eng mit globalen Entwicklungen verbunden.<\/p>\n<p>Oftmals werden diese globalen Vernetzungen in der Konzeptualisierung des politischen Subjekts jedoch nicht abgebildet. Das politische Subjekt ist heute aber immer schon ein globales. Politische Antworten greifen jedoch meist auf politische Modelle zur\u00fcck, die genau diesen global vernetzten Charakter des Politischen zu wenig Beachtung schenken. Vorstellungen politischer Ordnung, die aus lokalen Modellen gewonnen werden, k\u00f6nnen jedoch nicht eins zu eins auf die globale Ebene \u00fcbertragen werden, weil die weltgesellschaftliche Dynamik in ihren Eigenheiten damit nicht beachtet wird.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich entstehen aus dem Verst\u00e4ndnis des politischen Subjektes als eines globalen auch neue Verantwortlichkeiten, denen sich Ethiker als Wissenschaftler und Menschen als B\u00fcrger stellen m\u00fcssen. Entsprechend der Neuausrichtung ethischer Argumentation sollten diese Verantwortlichkeiten jedoch nicht top-down als abstrakt begr\u00fcndete Pflichten ausgewiesen und begr\u00fcndet, sondern von den pluralen und kulturell gepr\u00e4gten Erfahrungswelten der Menschen aus gedacht werden. Hiervon aus gilt es nach den Potenzialen der kulturellen Vorstellungen von Normativit\u00e4t f\u00fcr die politische Bearbeitung globaler Krisen zu fragen.<\/p>\n<p>Wenn Gesellschaften beispielsweise ihren pluralen und globalen Charakter anerkennen und wertsch\u00e4tzen, ist es beispielsweise auch leichter, \u00fcber Integration nachzudenken. Zentrale politische Aufgabe der demokratischen Gesellschaft ist es dann, sich immer wieder diese Pluralit\u00e4t und ihr gesellschaftliches Potenzial vor Augen zu f\u00fchren. B\u00fcrger nur entlang eines Identit\u00e4tsmerkmals zu behandeln, wird pluralen Identit\u00e4tskonstruktionen nicht gerecht. Vorurteile gegen\u00fcber <em>dem<\/em> Islam oder <em>the<\/em> muslimischen Fl\u00fcchtlingen sind hierf\u00fcr wenig hilfreich. Sie entsprechen weder der kulturell ausdifferenzierten Realit\u00e4t noch dem Selbstbild dieser Gruppe.<\/p>\n<p>Diese Suche nach einem neuen gesellschaftlichen Selbstverst\u00e4ndnis ist dabei keine rein theoretische und schon gar keine technisch operationalisierbare Aufgabe. Sie sollte vielmehr bei den Erfahrungswelten der Menschen ansetzen und gemeinsame Praktiken jenseits kultureller Grenzen f\u00f6rdern. Dazu ist es wichtig, Kontaktm\u00f6glichkeiten zu schaffen, um solche Praktiken zu erm\u00f6glichen \u2013 beispielsweise zwischen Christen, Muslimen, Juden und Atheisten. Erst das Entstehen solcher Praktiken kann auch das gesellschaftliche Selbstverst\u00e4ndnis als Ganzes ver\u00e4ndern.<\/p>\n<h4><strong>Demokratien sind auf neue Formen demokratischer Beteiligung angewiesen.<\/strong><\/h4>\n<p>Bei aller berechtigten Kritik gilt die Demokratie heute als die politische Herrschaftsform, in der eine faire und gleiche Beteiligung aller B\u00fcrger am besten m\u00f6glich ist. Es ist <em>Common Sense <\/em>der Forschung, dass diese politische Ordnungsform auf der Idee der Partizipation beruht. In den meisten demokratischen Systemen wird diese Idee \u00fcber eine (wenn auch unterschiedlich gefasste) Form von Repr\u00e4sentation abgebildet. Repr\u00e4sentation wird dabei verstanden als das Gegenw\u00e4rtig-Machen derer, die abwesend sind. Dazu sind Demokratien auf transparente und faire Institutionen angewiesen, mit denen diese Repr\u00e4sentation gesichert werden kann.<\/p>\n<p>Eine zentrale Herausforderung ist heute, dass demokratisch legitimierte Entscheidungen oft weitreichende Konsequenzen f\u00fcr Menschen haben, die an diesen Entscheidungen gar nicht beteiligt werden, weil sie in Demokratien keinen Repr\u00e4sentationsanspruch haben. Dies gilt beispielsweise f\u00fcr das Feld der Klimapolitik, deren Ausgestaltung massive Auswirkungen auf zuk\u00fcnftige Generationen haben wird, die aber diese politischen Weichen nicht mitstellen k\u00f6nnen. Von der Perspektive des <em>All-Affected-Principle<\/em> aus wird deshalb eingewandt, dass das Standardmodell von Repr\u00e4sentation zu eng gefasst ist. Auch zuk\u00fcnftig lebende Menschen, die aktuell nicht direkt an den Entscheidungsprozessen beteiligt werden k\u00f6nnen, sollten, auf Grund ihrer massiven Betroffenheit, in neuen Formen der demokratischen Beteiligung repr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n<p>Sicherlich gibt es berechtigte Einw\u00e4nde gegen eine solche Ausweitung der demokratischen Repr\u00e4sentationsidee. Trotzdem zeigt das Beispiel der Klimapolitik auch, dass Interessen zuk\u00fcnftiger Generationen nicht unbeachtet bleiben k\u00f6nnen. Es geht deswegen um eine produktive Weiterentwicklung demokratischer Institutionen, die diesem Spannungsverh\u00e4ltnis gerecht werden. Dabei gilt es angesichts der Aufl\u00f6sung der Unterscheidung von lokal und global auch um eine Verschr\u00e4nkung der institutionellen Bem\u00fchungen um Repr\u00e4sentation auf allen Ebenen \u2013 insbesondere in den Themenfeldern, die ganz explizit eine globale Dimension haben.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich sind Institutionen kein Allheilmittel f\u00fcr globale Krisen. Der Pragmatist Dewey wiederum hat bereits Anfang des 20. Jahrhunderts darauf hingewiesen, dass Demokratie mehr ist als ein institutionelles Arrangement. \u201eSie ist in erster Linie eine Form des Zusammenlebens, der gemeinsam und miteinander geteilten Erfahrung.\u201c (<em>Demokratie und Erziehung<\/em>) Globale Institutionen sind in dieser Perspektive deshalb in den pluralen Erfahrungswelten der Menschen zu verankern. Dabei spielt \u2013 genauso wie schon f\u00fcr Dewey \u2013 heute die Bildung eine besonders wichtige Rolle. Globale Krisen k\u00f6nnen nur demokratisch bearbeitet werden, wenn bereits junge Menschen ein Gesp\u00fcr f\u00fcr globale Zusammenh\u00e4nge vermittelt bekommen. Eine politische Bildung \u00fcber globale Zusammenh\u00e4nge wird damit zu einem Kernbestandteil der Demokratie, was heute bislang in Lehrpl\u00e4nen oder Modulbeschreibungen oft zu kurz kommt.<\/p>\n<h4><strong>Demokratie und Frieden stehen in einem ambivalenten Spannungsverh\u00e4ltnis, das in der gegenw\u00e4rtigen Politik zu wenig beachtet wird.<\/strong><\/h4>\n<p>Die letzte Schlussfolgerung f\u00fchrt zur\u00fcck zu den gegenw\u00e4rtigen Kriegen, denen Demokratien besonders ohnm\u00e4chtig gegen\u00fcber zu stehen scheinen. Wie k\u00f6nnen Demokratien Frieden f\u00f6rdern, wenn dies scheinbar die Einmischung in Gewaltkonflikte verlangt, was wiederum der demokratischen Ausrichtung auf Frieden zu widersprechen scheint?<\/p>\n<p>In Folge von Kants Schrift <em>Zum Ewigen Frieden <\/em>(1795) wird bis heute diskutiert, wie dieser Zusammenhang von Demokratie und Frieden zu interpretieren ist. Gerade angesichts gegenw\u00e4rtiger Kriege wurde die These formuliert, dass Demokratien letztlich geeigneter sind, Frieden und Gerechtigkeit herzustellen als undemokratische Staaten. Diese These bestimmt vielfach weltpolitische Entscheidungen, beispielweise zeigt sich ihre Aktualit\u00e4t mit Blick auf die Begr\u00fcndung westlicher Milit\u00e4reins\u00e4tze in den vergangenen Jahren.<\/p>\n<p>Die akademische Debatte \u00fcber den <em>demokratischen Frieden<\/em> in den vergangenen Jahren zeigt deutlich die Ambivalenz dieser These. Denn offensichtlich ist es dem Westen nicht gelungen, die Demokratie als Friedensprojekt in dem Ma\u00dfe zu globalisieren, wie er es sich vorgenommen hatte. L\u00e4nder wie Afghanistan oder der Irak sind heute mehr denn je von Gewalt gepr\u00e4gt. Dies liegt daran, dass der milit\u00e4rische Einsatz von Demokratien nicht automatisch zu Demokratisierung und damit zu Frieden f\u00fchrt \u2013 auch deshalb, weil nicht nach Anpassungen der Demokratie an die kulturellen Gegebenheiten gesucht wurde. Gerade in der genannten Region wurde keine nachhaltige, konstruktive Bearbeitung der Tiefenstrukturen des Konflikts angesto\u00dfen. Demokratien als Friedensf\u00f6rderer sollten sich deshalb der grundlegenden Ambivalenz einer demokratisch legitimierten, milit\u00e4rischen \u201eFriedenspolitik\u201c bewusst sein und die multidimensionalen Voraussetzungen f\u00fcr Friedensprozesse in den Blick nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Conclusion<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Globale Krisen sind eine Herausforderung f\u00fcr Demokratien, nicht notwendig eine \u00dcberforderung. Um der \u00dcberforderung zu entgehen, muss jedoch die Art, politische Wirklichkeit zu denken, neu justiert werden. Die Gesellschaft als politisches Subjekt sollte relational, plural und global verstanden werden. Ethik sollte gleichzeitig nicht als top-down-Prozess der westlichen Tradition konzeptualisiert werden, sondern bei den kulturell vielf\u00e4ltigen Praktiken bzw. Diskursen und ihren normativen Potenzialen ansetzen. Auf dieser Basis kann das Demokratische produktiv weitergedacht werden.<\/p>\n<p>Diese philosophischen \u00dcberlegungen machen die Welt nicht einfacher. Aber sie er\u00f6ffnen eine Interpretationsfolie, die der Komplexit\u00e4t der Welt entspricht. Sie zeigen auch, dass Demokratie nach wie vor ein Erfolgsmodell ist \u2013 aber erst, wenn sie sich an eine globalisierte Welt anpasst. Dabei sollten allerdings auch immer die Grenzen demokratischen Handelns beachtet werden, gerade in Zeiten komplexer gewaltsamer Konflikte. In diesem Sinne ist Demokratie keine vollkommene Technik oder ideale Institution, sondern ein offener und unabschlie\u00dfbarer Prozess. Ein solches Bewusstsein des demokratischen Charakters kann helfen, Demokratie angesichts globaler Krisen neu zu denken, denn die eigenen Grenzen anzuerkennen, hei\u00dft human zu sein.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtigen nationalistischen Entwicklungen in einigen westlichen Gesellschaften fordern die Demokratien enorm heraus. Nach dem Fall der Mauer galt vielen die liberale Demokratie als das globale Erfolgsmodell schlechthin. Seit einigen Jahren mehren sich angesichts der populistischen Verzerrungen die Stimmen, die diese These anfragen. 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