{"id":104055,"date":"2025-04-22T15:11:36","date_gmt":"2025-04-22T13:11:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104055"},"modified":"2025-04-22T15:11:36","modified_gmt":"2025-04-22T13:11:36","slug":"das-erstarken-der-rechtspopulisten","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/","title":{"rendered":"Das Erstarken der Rechtspopulisten"},"content":{"rendered":"<h3>I.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mich herzlich f\u00fcr die Einladung bedanken. Ich f\u00fchle mich geehrt, sowohl aufgrund der Wichtigkeit des Themas, das heute Abend behandelt wird, als auch aufgrund der Relevanz der Institution, der Katholischen Akademie in Bayern, von der die Anfrage kam, in der heutigen Veranstaltung meinen Beitrag zu leisten. Ich m\u00f6chte insbesondere den Wert der heutigen Veranstaltung hervorheben, die dazu gedacht ist, Situationen zu verstehen und Probleme zu formulieren, deren L\u00f6sung dann notwendig ist, um einen Dialog zwischen den unterschiedlichen L\u00e4ndern der Europ\u00e4ischen Union zu erm\u00f6glichen. Das Ziel ist es, Europa eine bessere Zukunft zu geben, auch angesichts der radikalen Herausforderungen, die vor ihm liegen, sowohl auf seinem eigenen Territorium als auch in seinen Beziehungen zu den Gro\u00dfm\u00e4chten der Welt. Um die gravierenden Probleme, die auf dem gesamten Planeten herrschen, bew\u00e4ltigen zu k\u00f6nnen, erscheint Einigkeit bei Haltungen und Ansichten erforderlich zu sein.<\/p>\n<p>Es w\u00fcrde keinen Sinn ergeben und w\u00e4re sogar gef\u00e4hrlich, wenn sich in den europ\u00e4ischen L\u00e4ndern im Zeitalter der Globalisierung mit all ihren Folgen wieder nationalistische Tendenzen durchsetzen w\u00fcrden. Die europ\u00e4ische Geschichte ist von sich immer mehr radikalisierenden Ver\u00e4nderungen und Beschleunigungsprozessen gepr\u00e4gt und es scheint notwendig zu sein, sich dieser Situation jetzt zu stellen. Die vor kurzem abgehaltene Europawahl hat in vielen L\u00e4ndern die St\u00e4rke der europ\u00e4ischen Kr\u00e4fte gezeigt, aber in einigen L\u00e4ndern auch den Erfolg der nationalistischen Parteien hervorgebracht.<\/p>\n<p>Der Erfolg der proeurop\u00e4ischen Kr\u00e4fte \u00a0bei den Europawahlen 2019muss als Verpflichtung verstanden werden, die beste europ\u00e4ische Tradition fortzusetzen, aber gleichzeitig muss eine Alarmglocke klingeln, die in vielen L\u00e4ndern der Union zu h\u00f6ren sein muss \u2013 eine Alarmglocke, die vor der Gefahr warnt, sich von einem Europa zu verabschieden, das als entfernt wahrgenommen wird, weil es sich zu sehr wirtschaftlichen Pr\u00e4missen widmet. Europa erscheint b\u00fcrokratisch und nicht politisch, politisch im h\u00f6chsten Sinne des Wortes: ein Europa der Seele und ein Europa der Kultur.<\/p>\n<p>Besonders aufschlussreich sind die \u00dcberlegungen des Pr\u00e4sidenten der Italienischen Republik, Sergio Mattarella, der immer wieder die Aufmerksamkeit der B\u00fcrger und Politiker auf die Notwendigkeit lenkt, die Rolle Europas zu st\u00e4rken. In einer Rede, die 2016 Alcide De Gasperi, einem der Gr\u00fcnderv\u00e4ter der europ\u00e4ischen Gemeinschaft, gewidmet war, sagte er: \u201eOhne ein gemeinsames Ged\u00e4chtnis der Geschichte des modernen Europas, eines au\u00dfergew\u00f6hnlichen Kontinents f\u00fcr Innovationen aller Art, aber auch im Griff starker Spannungen, wird es nicht m\u00f6glich sein, den politischen Wert einer Union zu erfassen, die weit \u00fcber kleine und besondere Gegebenheiten hinausgeht. Die humanistische Pr\u00e4gung Europas ist nicht nur \u00e4sthetisch und literarisch, sondern auch gesellschaftlich: Das moderne Europa hat im Kern eine aktive Vorstellung vom Guten und vom wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt und belohnt die Vereinbarung zwischen der Konkretheit der Bed\u00fcrfnisse und der Anerkennung immer neuer Rechte. Europa kann ohne seine echten Ambitionen nicht existieren. Es sind nicht die Banken oder Handelsgesch\u00e4fte, die die europ\u00e4ische Union geschaffen haben, sondern weitsichtige M\u00e4nner und Parlamente: Es sind nicht die Finanzkrisen, die sie zerst\u00f6ren werden, sondern nur unsere Kurzsichtigkeit und unsere Unf\u00e4higkeit, das Gemeinwohl anzuerkennen. [&#8230;] Dies ist die Aufgabe der Politiker f\u00fcr die Zukunft: eine Aufgabe der Weitsicht, nicht der Nachhut, nicht der \u00e4ngstlichen Suche nach unerwarteten Herausforderungen. Es handelt sich um eine Aufgabe der Intelligenz und nicht der Oberfl\u00e4chlichkeit.\u201c<\/p>\n<p>Aus dieser grundlegenden Verst\u00e4ndnisperspektive analysiere ich heute die italienische politische Situation und ihre Beziehung zu Europa.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um die politischen Ereignisse des heutigen Italiens und seine komplizierten Beziehungen zu Europa zu verstehen, ist es sicherlich sinnvoll, einige Merkmale seiner Geschichte vom Zusammenbruch des Faschismus \u00fcber das Ende des Zweiten Weltkriegs bis heute in groben Z\u00fcgen zu rekonstruieren.<\/p>\n<p>Die aktuellen politischen Ereignisse in Italien k\u00f6nnen nicht verstanden werden, wenn die sehr lange Erfolgsgeschichte sowie dann die Aufl\u00f6sung der Christdemokratischen Partei (Democrazia Cristiana) \u2013 und auf eine andere Weise die der Kommunistischen Partei \u2013 nicht ber\u00fccksichtigt werden. Die konsolidierte Tendenz der italienischen W\u00e4hler, einen gem\u00e4\u00dfigten Bezugspunkt zu haben, den man akzeptieren oder ablehnen kann, hat sich mit H\u00f6hen und Tiefen, von der ersten Durchsetzung der Christdemokraten in der unmittelbaren Nachkriegszeit bis zum heutigen Tag, fortgesetzt. Es ist eine Tendenz, die sich von der Ersten bis zur Zweiten Republik erstreckt und in der von den Politikwissenschaftlern heute als \u201eDritte Republik\u201c bezeichneten Situation endete. Es ist schwer zu sagen, ob die gem\u00e4\u00dfigte W\u00e4hlerschaft in Italien noch in der Mehrheit ist oder nicht. Sicherlich ist es aber immer entscheidend, die Gewinner und Verlierer der verschiedenen Wahlwettbewerbe zu bestimmen.<\/p>\n<p>Nach der Aufl\u00f6sung der Christdemokraten (DC) fand ein gro\u00dfer Teil ihrer W\u00e4hler Zuflucht bei einer sehr ber\u00fchmten Pers\u00f6nlichkeit: Silvio Berlusconi. Aufgrund verschiedener Ereignisse, die f\u00fcr die internationale Glaubw\u00fcrdigkeit des Landes eher als negativ zu bewerten sind, wurde Berlusconi zum Zufluchtsort jener, die eine Linke f\u00fcrchteten, die damals als radikal galt. Berlusconi wurde gleichzeitig durch die Aufteilung der Macht zum \u201eSchalld\u00e4mpfer\u201c der autorit\u00e4ren Nostalgie und der ersten Ambitionen der Partei \u201eLega Nord\u201c, die damals in der Person von Umberto Bossi ihren Hauptvertreter fand.<\/p>\n<p>In diesen Jahren gelang es der Mitte-Links-Partei erst dann an die Regierung zu kommen, als sie einen Kandidaten f\u00fcr das Amt des Premierministers fand, der mit Berlusconi um einen Teil der gem\u00e4\u00dfigten W\u00e4hlerschaft konkurrieren konnte. Dieser Kandidat war zweimal Romano Prodi, dessen Regierung von den eigenen ihn eigentlich st\u00fctzenden Parteien zu Fall gebracht wurde: Denn im politischen Mitte-Links-Spektrum gelten traditionell Gr\u00fcnde f\u00fcr die Einheit weniger als die bestehenden Spannungen zwischen den einzelnen Parteien.<\/p>\n<p>Als Berlusconis Abstieg begann, erschienen die Populisten der F\u00fcnf-Sterne-Bewegung, angef\u00fchrt von einem Komiker, Beppe Grillo, der urspr\u00fcnglich von umweltpolitischen K\u00e4mpfen in Verbindung mit anti-politischen Ressentiments gepr\u00e4gt war. Schon damals herrschte die Angst vor einem antisystemischen \u201eBoom\u201c. Aber in dieser politischen Phase ging der Stern, der sp\u00e4ter in Ungnade fiel, Matteo Renzi, der Vertreter der Demokratischen Partei (PD), auf. Renzi beruhigte viele W\u00e4hler, die die Forderungen einer radikalen linken Partei f\u00fcrchteten. Und er gewann durch seine Politik einen Teil der gem\u00e4\u00dfigten W\u00e4hler f\u00fcr sein Mitte-Links-B\u00fcndnis zur\u00fcck. All dies verlangsamte den Aufstieg der Populisten und auch den von Matteo Salvini selbst, dem neuen Chef einer zur damaligen Zeit von Skandalen durchgesch\u00fcttelten Lega Nord.<\/p>\n<p>In den Jahren 2018 und 2019 ging Italien zum ersten Mal ohne eine klare Pr\u00e4ferenz f\u00fcr eine gem\u00e4\u00dfigte und proeurop\u00e4isch orientierte Regierung zur Abstimmung. Millionen Stimmen \u00a0von B\u00fcrgern, die politisch heimatlos geworden waren, fielen zuerst an die F\u00fcnf-Sterne-Bewegung und dann, bei der Europawahl im Fr\u00fchjahr 2019, an die Lega Nord, die urspr\u00fcnglich eine regionale Partei war und mittlerweile paradoxerweise eine italienweit akzeptierte Partei geworden ist.<\/p>\n<p>Im Jahr 2018 wurde in Italien eine Regierung gebildet, die aus einer Koalition zwischen der F\u00fcnf-Sterne-Bewegung (der zahlenm\u00e4\u00dfig st\u00e4rkeren Partei) und der Lega Nord besteht. Eine derartige Koalition war ein Novum in Italien. Scheinbar unvereinbare Kr\u00e4fte haben die traditionellen Rechts-Links-Differenzen \u00fcberwunden und sich zu einer Regierung zusammengeschlossen, in der die beiden politischen Formationen, indem sie auch die Schw\u00e4chen der anderen Parteien ausnutzen, gleichzeitig die Rolle der Regierungsmehrheit und der Opposition spielen. Sie sind zusammen an der Regierung, aber sehr oft mit gegenseitiger Opposition besch\u00e4ftigt, auf der Suche nach dem Feind, gegen den man zu k\u00e4mpfen hat: sicherlich die fr\u00fcheren Regierungen und sicherlich auch das Europa der starken M\u00e4chte.<\/p>\n<p>Von Anfang an wurde klar, dass sich die Lega immer mehr etablierte und die F\u00fcnf-Sterne-Bewegung in die Defensive geriet. Die Lega zog auch viele gem\u00e4\u00dfigte W\u00e4hler an, die Angst vor der Immigration und den Gefahren einer vermeintlichen Islamisierung der Gesellschaft hatten, oder die sich weniger oder zumindest effizientere B\u00fcrokratie w\u00fcnschten und die Autonomie zum Wohle der reicheren Regionen des Landes st\u00e4rken wollten. Es fehlte auch nicht an einem Missbrauch der Religion zu Identit\u00e4tszwecken.<\/p>\n<p>Die Europawahl hat die internen Machtverh\u00e4ltnisse in der Regierungsmehrheit gewendet. Die Lega verdoppelt ihren Stimmenanteil im Vergleich zur Italien-Wahl 2018 auf 34%, die F\u00fcnf-Sterne-Bewegung halbierte sich auf 17%. Die Demokratische Partei (PD) beginnt, sich zu erholen und steigt auf mehr als 22% &#8211; eine Tatsache, die noch zu besprechen sein wird. Forza Italia f\u00e4llt unter 9% und verliert ihre Rolle als moderater Vertreter der Mitte-Rechts Position. Die rechtsradikalen Fratelli d\u2019Italia verdoppeln ihren Stimmenanteil und erreichen 6%: sie streben eine Allianz mit der Lega an, in der Hoffnung auf eine Krise in der Regierung, die schlie\u00dflich eine Neuwahl erm\u00f6glichen w\u00fcrde. Was links orientierte Parteien angeht, haben diese, abgesehen von der Demokratischen Partei (PD), die Schwelle von 4% nicht erreichen k\u00f6nnen, da sie getrennt angetreten sind und keine gemeinsamen Listen gebildet hatten.<\/p>\n<p>Einige Probleme sind offensichtlich. Die politische Struktur Italiens scheint sich immer schneller zu entwickeln und es ist nicht einfach, die Ergebnisse seiner Entwicklung einzusch\u00e4tzen und vorherzusagen. Es kann ein Prozess der Personalisierung der Politik festgestellt werden, in dessen Mittelpunkt ausschlie\u00dflich die politischen F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeiten stehen \u2013 einst Berlusconi, dann Renzi, Di Maio und nun Salvini \u2013 und die Parteien gehen immer mehr das Risiko ein \u2013 bis auf wenige Ausnahmen \u2013, Pers\u00f6nlichkeitsparteien zu werden.<\/p>\n<p>Daraus ergibt sich au\u00dferdem eine Frage, \u00fcber die wir nachdenken sollen: Wie wird die politische Situation von den Medien vermittelt? Es geht nicht nur um Medien wie Fernsehen oder Rundfunk, sondern auch um soziale Medien wie Facebook, Twitter oder Instagram, die eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle bei der Verbreitung von Nachrichten spielen.<\/p>\n<p>Das Problem des Verh\u00e4ltnisses zwischen der Wahrheit der Information, der Aus\u00fcbung der Demokratie, der Bildung eines demokratischen Konsenses und der tats\u00e4chlichen Meinungsfreiheit der B\u00fcrger wird immer relevanter. Europa ist, wie alles andere auch, in die verzerrten Kommunikationsmechanismen geraten, die im wesentlichen Opfer der von der europ\u00e4ischen Ebene neu aufgeworfenen internen Probleme sind. Zumindest in Italien ist dies sicherlich der Fall.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In diesem allgemeinen Zusammenhang muss sicherlich eine Vertiefung der Analyse der italienischen Situation in Bezug auf das bestehende Verh\u00e4ltnis zwischen der Aus\u00fcbung der Stimmabgabe und der Religionszugeh\u00f6rigkeit durchgef\u00fchrt werden. Diese Verbindung war in Italien schon immer sehr stark, man denke nur an die Christliche Demokratie (DC), die mit Gewissheit in besonderer Weise davon profitieren konnte.<\/p>\n<p>Giorgio Campanini erkl\u00e4rte in einem Artikel in \u201e<em>Avvenire<\/em>\u201c, der italienischen katholischen Zeitung: \u201eNach dem Ende der Christdemokraten, mit der fortschreitenden Zerschlagung deren politischen und moralischen Erbes und angesichts des Mangelns an politischen Parteien, die sich ausdr\u00fccklich und erkl\u00e4rt auf die Soziallehre der Kirche und im Allgemeinen auf die Werte des Evangeliums beziehen, ist diese Verbindung fast vollst\u00e4ndig zerbrochen, und die Wahlentscheidung der Katholiken, selbst derjenigen, die praktizieren, basiert nicht mehr auf den Werten, sondern richtet sich vollst\u00e4ndig nach ihren Interessen. Dieses ist ein Ph\u00e4nomen, das die gesamte W\u00e4hlerschaft betrifft, das aber bei den engagiertesten B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern besonders deutlich zu erkennen ist. Es geht um eine an sich legitime Entscheidung:; Es scheint verst\u00e4ndlich, dass den einzelnen B\u00fcrgern ihre eigenen, die realen oder die vermuteten, Interessen am Herzen liegen. Aber das kann einige Probleme aufwerfen: Ist es legitim, dass einzelne Gl\u00e4ubige tats\u00e4chlich f\u00fcr eine politische Kraft stimmen, die ihre Interessen sch\u00fctzt, unabh\u00e4ngig von der Wichtigkeit einiger Grundwerte?\u201c<\/p>\n<p>Die grundlegende Frage, die Campanini stellt, kann mit neuen Fragen weiterentwickelt werden. Welche Bedeutung hat heute das Gemeinwohl, ausgehend von der Soziallehre der Kirche? Wie sehr kann die christliche Gemeinschaft heute in der Lage sein, unsere Aufmerksamkeit auf Werte \u2013 sowohl auf die Werte des pers\u00f6nlichen Lebens als auch auf die des sozialen Lebens \u2013 lenken, angefangen bei einer erneuerten Erziehung zu sozialem Handeln und zum lebendigen Sinn von Staatsb\u00fcrgerschaft und Partizipation?<\/p>\n<p>Es handelt sich um ein gro\u00dfes offenes Problem, das nicht nur die Zukunft der Kirche, sondern auch die unseres Landes beeinflussen wird, weil der Katholizismus eng mit Italien verbunden ist und weil er nach wie vor sehr tiefe Wurzeln im Land hat.<\/p>\n<p>Die italienische Debatte lenkt nicht immer ihre Aufmerksamkeit auf dieses wichtige Thema. Dieses wurde in den letzten Jahren Jahr und besonders im Wahlkampf f\u00fcr die Europawahl sehr oft durch eine verzerrte Verwendung religi\u00f6ser Symbole von Politikern \u2013 insbesondere von den Vertretern der Lega \u2013 missbraucht.<\/p>\n<p>Die bekannte Theologin Rosanna Virgili schrieb: \u201eWenn man einen Politiker sieht, der ein Kreuz in die Hand nimmt, erinnert man sich an entfernte und neuere Seiten \u00e4hnlicher Missbr\u00e4uche, die weder der Zivilgesellschaft noch dem religi\u00f6sen Glauben etwas Gutes gebracht haben.\u201c Anschlie\u00dfend f\u00e4hrt sie fort: \u201eWir waren \u00fcberzeugt, dass eine Kirche, die sich zum Evangelium bekehren wollte, hoffte, es nie wieder zu sehen. Einem B\u00fcrger zuzuh\u00f6ren, der sagt, er sei christlich, Vorsitzender einer politischen Partei, der den Rosenkranz zeigt und die Muttergottes anspricht, mit der Aussage, dass er bei den n\u00e4chsten Wahlen durch sie den Sieg\u00a0 erringen wird, wirft viele Fragen auf.\u201c<\/p>\n<p>Auf der einen Seite gibt es diejenigen, die den ausschlie\u00dflich instrumentalisierten Charakter der Verwendung christlicher Symbole zu Wahlkampfzwecken klar benannt haben. Auf der anderen Seite gibt es aber diejenigen, die die Verwendung dieser Symbole zu diesem Zweck ausdr\u00fccklich begr\u00fc\u00dft haben. In diesem zweiten Fall wird die christliche Religion als Teil einer Identit\u00e4tsideologie angesehen, die ihren H\u00f6hepunkt und ihre Synthese im Motto \u201eDie Italiener zuerst!\u201c hat, einem Schl\u00fcsselbegriff der politischen Propaganda der Lega.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Hier stellt sich also eine weitere entscheidende Frage, die sich aus den vorangegangenen \u00dcberlegungen ableitet und sich auf die Rolle der katholischen Religion bezieht. Es geht um die folgenden, \u00e4u\u00dferst relevanten Fragen: Welche sind die Elemente, die sich im Leben eines Landes und einer nationalen Gemeinschaft effektiv vereinen lassen? Was bedeutet es heute, B\u00fcrgerin oder B\u00fcrger zu sein? Ist es immer noch sinnvoll, \u00fcber das Gemeinwohl nachzudenken und zu sprechen? Worauf basiert das \u201eWir\u201c der Italiener, das \u201eWir\u201c, das von Remo Bodei, einem wichtigen zeitgen\u00f6ssischen Philosophen, schon vor zwanzig Jahren als \u201egeteiltes Wir\u201c definiert wurde?<\/p>\n<p>In welchem Sinne k\u00f6nnen wir heute, zwanzig Jahre nach der Ver\u00f6ffentlichung von Bodeis Werk, von einem noch mehr zerrissenen \u201eWir\u201c sprechen? Dies ist das gro\u00dfe Thema, dem wir alle, egal ob Christen oder nicht, Aufmerksamkeit schenken m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Wie findet man ein gemeinsames \u201eWir\u201c? Wie kann man in die Ursachen bek\u00e4mpfen, die Konflikte und Verletzungen hervorrufen? Bei den Europawahlen kam es in Italien auch zur Entstehung von \u00c4ngsten und Ressentiments, die durch eine von Hass und Ablehnung gepr\u00e4gten Kommunikation noch mehr gewachsen sind.<\/p>\n<p>Angst f\u00fchrt zu Isolation. Diejenigen, die sich zu Hause einschlie\u00dfen, werden zunehmend isoliert. Sie werden zu Geiseln von Klischees, die aus dem \u201eH\u00e4mmern\u201c des Fernsehens bei bestimmten immer wiederkehrenden Themen und der \u00fcberm\u00e4\u00dfigen Pr\u00e4senz politischer F\u00fchrungspersonen auf allen Ebenen der Medien entstehen. Oft wird man zur Geisel von Nachrichten, die \u00fcber das Internet verbreitet und nicht immer ausreichend \u00fcberpr\u00fcft werden und deswegen der Wahrheit \u2013 vorsichtig formuliert \u2013 nicht vollst\u00e4ndig entsprechen. Es wird immer schwieriger, eine eigene kritische Meinung zur Realit\u00e4t zu bilden. Die Angst der Menschen zu f\u00f6rdern bedeutet, neue Formen des Massenph\u00e4nomens zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Angst f\u00fchrt dazu, dass man Vertrauen verliert, und ohne Vertrauen gibt es keine Zukunft. Angst \u00fcberschneidet sich oft mit Formen von Ressentiments, die wiederum Gewalt verursachen k\u00f6nnen. Angst verursacht sicherlich ein verzerrtes Verh\u00e4ltnis zur Vergangenheit, zu der es schwierig wird, eine Verbindung aufzubauen \u2013 eine Tatsache, die die Unf\u00e4higkeit, in die Zukunft sehen zu k\u00f6nnen, mit sich bringen wird. Angst, Ressentiments und mangelndes Vertrauen haben in Italien, und nicht nur in Italien, bei der Europawahl und dar\u00fcber hinaus leider eine gro\u00dfe Rolle gespielt.<\/p>\n<p>Dies ist als Hinweis auf einen Mangel an Weitsicht zu verstehen. Es ist die mangelnde F\u00e4higkeit gemeint, Europa nicht nur aus der Sicht der nationalen Interessen zu interpretieren und zu verstehen, dass die reine Verteidigung der nationalen Sichtweise ohne die umfassendere Perspektive, die Europa bieten kann, dazu bestimmt ist, reine Demagogie zu sein. Dies zeigt sich beispielsweise an einem wichtigen Thema, das bei den \u00dcberlegungen \u00fcber die Rolle Europas \u00fcberraschenderweise \u00fcberhaupt nicht ber\u00fccksichtigt wurde: die Frage des Friedens. In den letzten siebzig Jahren ist es Europa gelungen, den Frieden auf seinem Territorium zu gew\u00e4hrleisten, und es hat oft, wenn auch in widerspr\u00fcchlichen Haltungen, zur Sicherung des Friedens in vielen anderen Teilen der Welt beigetragen. Nur wenige jenseits der Grenzen der Europ\u00e4ischen Union war der Krieg weiterhin bittere Realit\u00e4t. Wir k\u00f6nnen an die Konflikte denken, die bis vor wenigen Jahren die L\u00e4nder des ehemaligen Jugoslawiens gepr\u00e4gt haben, und heute an den Krieg in der Ukraine. Diese sind keine entfernten Orte. Die Frage des Friedens bezieht sich nicht nur auf die milit\u00e4rische Verteidigung der Grenzen, sondern auf eine Politik, die in der Lage sein muss, einen vorausschauenden Blick zu werfen. Die erste Aufgabe der Politik ist n\u00e4mlich gerade die Suche nach Frieden, seiner St\u00e4rkung, seiner Entwicklung, seiner Sicherung: Diese ist eine Aufgabe, die nur scheinbar offensichtlich ist.<\/p>\n<p>Das Problem, das v\u00f6llig klar ist, besteht darin, dass in Italien und in anderen Teilen Europas gerade die Politik in der Krise steckt. Die Krise der Politik geht Hand in Hand mit der Krise der Kultur und ganz allgemein mit der Krise der Gesellschaft. Hier kommen wir zu einem wirklich entscheidenden Punkt. Dies ist eine Frage, die \u00fcber die Wahlergebnisse hinausgeht, die in den letzten Jahren sowieso extreme Schwankungen gezeigt haben. Es wird immer deutlicher, dass wir mit langfristigen Ver\u00e4nderungsprozessen zu tun haben. Die Krise der Politik, der Kultur und der Gesellschaft impliziert das geteilte \u201eWir\u201c, von dem die Rede war. Es bedeutet, dass die Faktoren, die das Leben eines Landes zusammenhalten, nicht in der Lage sind, effektiv und signifikant zu wirken und als extrinsische Elemente empfunden werden, also blo\u00df eine Fassade bilden. Wie kann ein Volk durch die Angst vor dem Einwanderer oder durch den Kampf gegen die Br\u00fcsseler B\u00fcrokraten zusammengehalten werden?<\/p>\n<p>Jede Krise kann entweder nur eine negative und absolut problematische Tatsache sein, oder sie kann zu einer Chance f\u00fcr Ver\u00e4nderungen, f\u00fcr die positive Transformation der Gesellschaft werden, vorausgesetzt nat\u00fcrlich, wir sind uns des Umfangs der Probleme bewusst. Heute muss die Politik in den einzelnen L\u00e4ndern und in der gesamten Union wieder an Dynamik, Kreativit\u00e4t und Perspektive gewinnen. Sie muss in der Lage sein, die realen Probleme der Menschen \u2013 wie Wohnsituation, Arbeitslosigkeit, Unterst\u00fctzung von Familien und die der schw\u00e4chsten Bev\u00f6lkerungsgruppen \u2013 anzugehen. All dies h\u00e4ngt mit der Notwendigkeit einer echten Entwicklung zusammen und geht \u00fcber illusorische Versprechen und Slogans hinaus.<\/p>\n<p>Papst Franziskus sagte, im Anschluss an seine Vorg\u00e4nger Papst Benedikt XVI. und Johannes Paul II., in seiner Rede vor dem Europ\u00e4ischen Parlament im November 2014 in Stra\u00dfburg: \u201eDie Stunde ist gekommen, gemeinsam das Europa aufzubauen, das sich nicht um die Wirtschaft dreht, sondern um die Heiligkeit der menschlichen Person, der unver\u00e4u\u00dferlichen Werte; das Europa, das mutig seine Vergangenheit umfasst und vertrauensvoll in die Zukunft blickt, um in F\u00fclle und voll Hoffnung seine Gegenwart zu leben. Es ist der Moment gekommen, den Gedanken eines ver\u00e4ngstigten und in sich selbst verkr\u00fcmmten Europas fallen zu lassen, um ein Europa zu erwecken und zu f\u00f6rdern, das ein Protagonist ist und ein Tr\u00e4ger von Wissenschaft, Kunst, Musik, menschlichen Werten und auch Tr\u00e4ger des Glaubens ist. Das Europa, das den Himmel betrachtet und Ideale verfolgt; das Europa, das auf den Menschen schaut, ihn verteidigt und sch\u00fctzt; das Europa, das auf sicherem, festem Boden voranschreitet, ein kostbarer Bezugspunkt f\u00fcr die gesamte Menschheit!\u201d Das sind keine leeren rhetorischen Worte.<\/p>\n<p>Das Problem besteht darin, dass ohne mehr Politik, eine Politik, die Gesellschaft und Kultur wachsen l\u00e4sst, es keine wirksame Antwort auf die Probleme der Menschen und keine echte Zukunft f\u00fcr Europa geben kann. Bei dieser Gelegenheit betonte Papst Franziskus au\u00dferdem mit Nachdruck: \u201eDas Motto der Europ\u00e4ischen Union ist <em>Einheit in der Verschiedenheit<\/em>, doch Einheit bedeutet nicht politische, wirtschaftliche, kulturelle oder gedankliche Uniformit\u00e4t. In Wirklichkeit lebt jede authentische Einheit vom Reichtum der Verschiedenheiten, die sie bilden: wie eine Familie, die umso einiger ist, je mehr jedes ihrer Mitglieder ohne Furcht bis zum Grund es selbst sein kann. In diesem Sinn meine ich, dass Europa eine Familie von V\u00f6lkern ist, welche die Institutionen der Union als nah empfinden k\u00f6nnen, falls diese es verstehen, das ersehnte Ideal der Einheit weise mit der je verschiedenen Eigenart eines jeden zu verbinden, indem sie die einzelnen Traditionen zur Geltung bringen, sich der Geschichte und der Wurzeln dieses Kontinents bewusst werden und sich von vielen Manipulationen und \u00c4ngsten befreien. Den Menschen ins Zentrum zu setzen bedeutet vor allem zuzulassen, dass er frei sein eigenes Gesicht und seine eigene Kreativit\u00e4t ausdr\u00fcckt, sowohl auf der Ebene des Einzelnen als auch auf der des Volkes. Andererseits bilden die Eigenarten eines jeden in dem Ma\u00df, wie sie in den Dienst aller gestellt werden, einen echten Reichtum. Man muss sich immer an die besondere Struktur der Europ\u00e4ischen Union erinnern, die auf den Prinzipien der Solidarit\u00e4t und der Subsidiarit\u00e4t gr\u00fcndet, so dass die gegenseitige Hilfe vorherrscht und man, beseelt von gegenseitigem Vertrauen, vorangehen kann\u201d.<\/p>\n<p>Die Besonderheit und die Einheit, der Teil und das Ganze, die Person und die Gemeinschaft, sind einige der zusammenh\u00e4ngenden Begriffe, die die fruchtbare Spur f\u00fcr einen Weg der Wiederaufnahme des europ\u00e4ischen Traums bilden k\u00f6nnen, der anscheinend aufgegeben worden ist. Die Unzufriedenheit und die Schwierigkeiten, die die Europawahl in Italien wie in anderen L\u00e4ndern der Union zum Ausdruck gebracht hat, m\u00fcssen angemessen ber\u00fccksichtigt werden. Aber der beste Weg, die Probleme anzugehen, besteht darin, die F\u00e4higkeit wiederherzustellen, zusammenzuhalten, die F\u00e4higkeit, die aufgekl\u00e4rten Visionen der europ\u00e4ischen Einheit neu zu entwerfen und in vielerlei Hinsicht zu konkretisieren. Die Besonderheit, die die Gr\u00fcnde f\u00fcr die Einheit ber\u00fccksichtigen kann, der Teil, der nicht gegen das Ganze ist, die Person, die sich nicht gegen die Gemeinschaft stellt, sind die Grundz\u00fcge (wie sie es in den besten Zeiten der Vergangenheit waren) f\u00fcr die Bildung der Zukunft, aber auch die Themen, die die politischen und sozialen Ereignisse der letzten Jahre und die problematische Situation des heutigen Italiens charakterisieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Ich m\u00f6chte mich herzlich f\u00fcr die Einladung bedanken. Ich f\u00fchle mich geehrt, sowohl aufgrund der Wichtigkeit des Themas, das heute Abend behandelt wird, als auch aufgrund der Relevanz der Institution, der Katholischen Akademie in Bayern, von der die Anfrage kam, in der heutigen Veranstaltung meinen Beitrag zu leisten. Ich m\u00f6chte insbesondere den Wert&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32557,"menu_order":545,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-104055","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"I. &nbsp; Ich m\u00f6chte mich herzlich f\u00fcr die Einladung bedanken. Ich f\u00fchle mich geehrt, sowohl aufgrund der Wichtigkeit des Themas, das heute Abend behandelt wird, als auch aufgrund der Relevanz der Institution, der Katholischen Akademie in Bayern, von der die Anfrage kam, in der heutigen Veranstaltung meinen Beitrag zu leisten. Ich m\u00f6chte insbesondere den Wert&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"20 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/\",\"name\":\"Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"datePublished\":\"2025-04-22T13:11:36+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Erstarken der Rechtspopulisten\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"I. &nbsp; Ich m\u00f6chte mich herzlich f\u00fcr die Einladung bedanken. Ich f\u00fchle mich geehrt, sowohl aufgrund der Wichtigkeit des Themas, das heute Abend behandelt wird, als auch aufgrund der Relevanz der Institution, der Katholischen Akademie in Bayern, von der die Anfrage kam, in der heutigen Veranstaltung meinen Beitrag zu leisten. Ich m\u00f6chte insbesondere den Wert&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"20 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/","name":"Das Erstarken der Rechtspopulisten - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","datePublished":"2025-04-22T13:11:36+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Gesellschaft_Wirtschaft_Politik.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-erstarken-der-rechtspopulisten\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Erstarken der Rechtspopulisten"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104055","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104055\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104056,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104055\/revisions\/104056"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32557"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104055"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}