{"id":104063,"date":"2025-04-22T15:55:16","date_gmt":"2025-04-22T13:55:16","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104063"},"modified":"2025-04-22T15:55:16","modified_gmt":"2025-04-22T13:55:16","slug":"bayerns-adel-und-der-muenchner-hof-im-spiegel-der-literatur","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/bayerns-adel-und-der-muenchner-hof-im-spiegel-der-literatur\/","title":{"rendered":"Bayerns Adel und der M\u00fcnchner Hof im Spiegel der Literatur"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>M\u00fcnchen leuchtete<\/em> \u2013 so l\u00e4sst Thomas Mann seine 1902 ver\u00f6ffentlichte Erz\u00e4hlung <em>Gladius Dei<\/em> beginnen. Er spielt dabei vor allem auf die bildende Kunst an, nicht zuletzt vor der Kulisse der prachtvollen Ludwigstra\u00dfe oder etwa der Feldherrnhalle, die doch stark an die Loggia dei Lanzi in Florenz erinnert. M\u00fcnchen war in der Tat eine s\u00fcdliche Stadt, die nicht wenige architektonische Anleihen im Renaissance-Italien, aber auch am antiken Griechenland nahm. Und Ludwig I. formulierte selbst seine Begeisterung f\u00fcr das antike Griechenland:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine Welt des Sch\u00f6nen ist gewesen,<\/p>\n<p>Wie wir es in alten Schriften lesen,<\/p>\n<p>Doch von Allem, was zu ihr geh\u00f6rt,<\/p>\n<p>Ach! Wie Wenges \u00fcbrig ist geblieben,<\/p>\n<p>Von der steten Macht der Zeit zerrieben,<\/p>\n<p>Mehr noch durch der Menschen Hand zerst\u00f6rt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Jene Welt ist hin, sie ist verschwunden,<\/p>\n<p>Wird nicht mehr gesehn, wird nur empfunden,<\/p>\n<p>Ewig hin ist ihre Herrlichkeit;<\/p>\n<p>Traurig niederschlagender Gedanke,<\/p>\n<p>Der gemacht, damit der Entschlu\u00df wanke,<\/p>\n<p>Gro\u00dfes zu vollbringen in der Zeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch der Mensch darf sich nicht darum k\u00fcmmern,<\/p>\n<p>Ob auch seine Werke einst zertr\u00fcmmern,<\/p>\n<p>Wirken soll er f\u00fcr die Ewigkeit.<\/p>\n<p>Was er W\u00fcrdges kann, das soll er zeigen,<\/p>\n<p>Trachten das, was m\u00f6glich, zu erreichen,<\/p>\n<p>Von der Angst vor K\u00fcnftigem befreyt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>S\u00e4ulen sollen schlank und kr\u00e4ftig ragen,<\/p>\n<p>Hallen edler Marmorbilder tragen,<\/p>\n<p>Mit der Sch\u00f6nheit eine sich die Pracht.<\/p>\n<p>Tempel sollen heilig sich erheben,<\/p>\n<p>Ihre Himmel gegen Himmel streben,<\/p>\n<p>Und der Herzen Gluth wird angefacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es kann kein Zweifel dar\u00fcber bestehen, dass die Bedeutung K\u00f6nig Ludwigs I. mehr in seinen architektonischen Visionen als in seinen eigenen lyrischen Versuchen liegt. Nichts desto trotz soll es hier um die Bedeutung der Wittelsbacher f\u00fcr die Dichtkunst gehen. Die Rolle der Wittelsbacher liegt dabei weniger in der eigenen dichterischen Produktion, als vielmehr in der F\u00f6rderung der Dichtkunst konkret im M\u00e4zenatentum. Als F\u00f6rderer der Dichtkunst folgen die Wittelsbacher freilich schon \u00e4lteren Vorbildern in Bayern. So zeigt sich schon im Fr\u00fchmittelalter eine Literaturpolitik der Agilolfinger. Diese lie\u00dfen repr\u00e4sentative lateinische Codices anlegen, um ihren Herrschaftsanspruch auf Pergament zu dokumentieren. Dies erweist beispielsweise der sogenannte Psalter von Montpellier. Die Prachthandschrift des 8. Jahrhunderts war f\u00fcr den letzten Agilolfinger Herrscher Tassilo III. bestimmt. Dieser bedeutende Herzog lie\u00df zahlreiche repr\u00e4sentative Handschriften herstellen, und dies in einer Zeit als die antike Schreibkunst in Europa weitgehend zum Erliegen gekommen war und lange vor der sogenannten karolingischen Renaissance unter Karl dem Gro\u00dfen.<\/p>\n<p>Die n\u00e4chste Dynastie, welche als bedeutsam f\u00fcr das literarische Leben anzusehen ist, residierte vornehmlich in Regensburg. Es handelt sich dabei um die Welfen. Mit Heinrich dem L\u00f6wen wird im Regelfall ein bedeutendes Epos in Zusammenhang gebracht:<\/p>\n<p>Das Rolandslied wurde aufgrund einer altfranz\u00f6sischen Vorlage in Regensburg durch den Pfaffen Konrad ins Mittelhochdeutsche \u00fcbersetzt. Die Welfen wollten sich damit als Besch\u00fctzer der Christen gegen die vordringenden Moslems zeigen. Letztlich ein Dokument aus der Zeit der Kreuzz\u00fcge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als aber die Wittelsbacher nach der Absetzung des Welfen Heinrichs des L\u00f6wen Herz\u00f6ge von Bayern wurden, \u00fcbernahmen sie die welfische M\u00e4zenatenrolle f\u00fcr die h\u00f6fische Literatur. Sie taten dies zun\u00e4chst in der Gattung Minnesang, denn als enge Vertraute der Staufer hatten die Wittelsbacher die europ\u00e4ische Liebesdichtung kennengelernt. So etwas wollten sie auch an ihrem Hof haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Bote, nu sage dem liepgenaemen w\u00eebe<\/em><\/p>\n<p><em>Daz ze wunsche g\u00e2t s\u00f4 wol m\u00een sch\u00eebe<\/em><\/p>\n<p><em>d\u00fb sage ze Landeshuote<\/em><\/p>\n<p><em>wir leben alle in h\u00f4hem muote<\/em><\/p>\n<p><em>niht unvruote<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Strophe stammt aus der Feder des Minnes\u00e4ngers Neidhart. Dieser sehnt sich aus der Ferne nach dem Hof in Landshut. Tats\u00e4chlich waren es st\u00e4dtische H\u00f6fe, welche die Wittelsbacher als St\u00e4dtegr\u00fcnder (so auch das Thema der Bayerischen Landesausstellung 2020 in Aichach und Friedberg) bevorzugten. Denn h\u00f6fische Feste feierte man ungern auf zugigen Ritterburgen, sondern lieber in komfortablen Residenzst\u00e4dten, wo es gro\u00dfe S\u00e4le, und ebensolche Weinkeller gab. Von den Wittelsbachern bevorzugt wurde daher vor allem Landshut als Literaturort. Dort wirkte unter anderem Wolfram von Eschenbach. Neben Landshut genoss der bayerische Adel Literatur im hohen Mittelalter in mittelhochdeutscher Sprache daneben in Regensburg. Und der Burggraf von Regensburg aus dem Geschlecht der Riedenburger verfasste bedeutende Minnelieder des sogenannten Donaul\u00e4ndischen Minnesangs. Eine weitere Donaustadt beherbergte das bedeutendste Buchepos des hohen Mittelalters:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Von Pazowe der biscof Pilger\u00een<\/em><\/p>\n<p><em>Durh liebe der neven s\u00een<\/em><\/p>\n<p><em>hiez scr\u00eeben ditze maere<\/em><\/p>\n<p><em>wie ez ergangen waere,<\/em><\/p>\n<p><em>in lat\u00eenischen buochstaben,<\/em><\/p>\n<p><em>daz manz f\u00fcr w\u00e2r solde haben,<\/em><\/p>\n<p><em>swerz dar n\u00e2h erfunde,<\/em><\/p>\n<p><em>von der alr\u00earsten stunde,<\/em><\/p>\n<p><em>wie ez sih huob und ouh began,<\/em><\/p>\n<p><em>und wie ez ende gewan<\/em><\/p>\n<p><em>umbe der guoten knehte n\u00f4t,<\/em><\/p>\n<p><em>und wie si alle gel\u00e2gen t\u00f4t.<\/em><\/p>\n<p><em>Daz hiez er allez schr\u00eeben.<\/em><\/p>\n<p><em>Ern liez es niht bel\u00eeben,<\/em><\/p>\n<p><em>wand im seit der videlaere<\/em><\/p>\n<p><em>diu kuntl\u00eechen maere,<\/em><\/p>\n<p><em>wie e zergie und gescah;<\/em><\/p>\n<p><em>wand erz h\u00f4rte unde sach,<\/em><\/p>\n<p><em>er und manec ander man.<\/em><\/p>\n<p><em>Daz maere prieven d\u00f4 began<\/em><\/p>\n<p><em>S\u00een schr\u00eeber, meister Kuonr\u00e2t.<\/em><\/p>\n<p><em>Getihtet man ez s\u00eet h\u00e2t<\/em><\/p>\n<p><em>dicke in tiuscher zungen.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201aBischof Pilgrim von Passau befahl aus Zuneigung zu seinen jungen Verwandten, diese Geschichte aufzuschreiben, n\u00e4mlich, wie es sich ereignete, sogar in lateinischer Sprache, damit man es f\u00fcr wahr hielte, wer immer sp\u00e4ter darauf stie\u00dfe, und zwar von Anfang an, wie alles begann und wie es zu Ende ging wegen der Kampfesnot der guten Krieger und wie sie am Ende alle tot dalagen. Das befahl er alles aufzuschreiben. Er lie\u00df nicht davon ab, denn der Fiedler berichtete ihm die bemerkenswerten Geschichten, wie alles sich zutrug und geschah, denn er selbst h\u00f6rte und sah es, er und viele andere K\u00e4mpfer. Die Geschichte verschriftlichte darauf der bisch\u00f6fliche Notar, Magister Konrad. Sp\u00e4ter wurde sie oft in deutscher Sprache weitergedichtet.\u2018<\/p>\n<p>Die Passage ist der sogenannten Nibelungenklage entnommen, welche als Fortsetzung des gesungenen Nibelungenlieds im Hohen Mittelalter als Kommentar stets ebenfalls rezipiert wurde. Beide Werke aber entstanden in Passau. Der eben genannte Bischof Pilgrim von Passau lebte dort wirklich. Hinter ihm verbirgt sich jedoch um 1200 der adelige Wolfger von Erla, der als Bischof von Passau und Patriarch von Aquileia nicht nur ein bedeutender Kirchenf\u00fcrst war, sondern auch reichspolitisch als Vermittler zwischen Staufern und Welfen agierte. Dieser Wolfger von Erla war aber nicht nur Urheber des mittelhochdeutschen Nibelungenlieds, sondern auch F\u00f6rderer Walthers von der Vogelweide: <em>Walthero cantori de Vogelweide pro pelliceo quinque solidos longos<\/em><\/p>\n<p>Dieses lateinische Zitat ist aus der Buchf\u00fchrung Wolfgers von Erla entnommen. Es besagt, dass im Jahre 1203 dem S\u00e4nger Walther von der Vogelweide eine gr\u00f6\u00dfere Geldsumme f\u00fcr einen Pelzmantel \u00fcberreicht wurde. In einem sp\u00e4teren Lied bedankt sich Walther bei dem <em>biderben Patriarken<\/em> also beim rechtschaffenen Kirchenf\u00fcrsten.<\/p>\n<p>Walther von der Vogelweide kam bekanntlich weit herum, nur nach M\u00fcnchen f\u00fchrte ihn sein Weg nicht. M\u00fcnchen wird erst mit Ludwig dem Bayern zum Hof, an dem Literatur gepflegt wird. Und Ludwig der Bayer zog zwar einerseits als Reisekaiser noch von Reichsstadt zu Reichsstadt, andererseits aber versammelte er am Alten Hof in M\u00fcnchen die geistige Elite Europas mit Marsilius von Padua oder William von Ockham um sich. William von Ockham taucht \u00fcbrigens als William von Baskerville in Umberto Ecos Roman <em>Der Name der Rose<\/em> wieder auf.<\/p>\n<p>Der Roman nimmt historisch Bezug auf die Auseinandersetzungen zwischen Ludwig dem Bayern und dem Papsttum in Avignon. Der Wittelsbacher wurde dabei von franziskanischen Kreisen unterst\u00fctzt. Die kaiserliche Partei unter den Geistlichen sah sich durch die p\u00e4pstliche Inquisition bedroht und suchte am Hof in M\u00fcnchen Schutz. Dort also waren die bedeutendsten Intellektuellen Europas versammelt, die mit ihren lateinischen Traktaten f\u00fcr den r\u00f6misch-deutschen K\u00f6nig und ab 1328 quasi vom r\u00f6mischen Volk gekr\u00f6nten Kaiser fochten. Der Papst in S\u00fcdfrankreich, der nicht zuletzt auf Betreiben des franz\u00f6sischen K\u00f6nigs agierte, w\u00e4hrend Ludwig der Bayer am Vorabend des Hundertj\u00e4hrigen Krieges ein B\u00fcndnis mit England eingegangen war, wollte Ludwig IV., den er selbst als <em>Bavarus<\/em> schm\u00e4hte, was an <em>Barbarus<\/em> ankn\u00fcpfte, bestrafen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den Papst in Avignon war Ludwig also nur ein bayerischer Barbar. Und die Barbaren im Reich wollte der Papst bestrafen, indem er das Interdikt \u00fcber das Reich verh\u00e4ngte. So war dann die Spendung der Eucharistie weitgehend verboten. Es kam aber nur teilweise zur Befolgung des Interdikts. Und die mangelnde Interdikt-Observanz erkaufte sich Ludwig der Bayer geschickt, indem er an die Reichsst\u00e4dte, die ihn auch finanziell unterst\u00fctzten, gro\u00dfz\u00fcgige Privilegien verteilte. Diese Privilegienerteilung erfolgte durch deutschsprachige Urkunden.<\/p>\n<p>Ludwig der Bayer lie\u00df als erster K\u00f6nig geradezu massenhaft deutschsprachige anstatt lateinischer Urkunden ausstellen. Darin leistete er wohl auch einen wichtigen Beitrag zur Ausbildung der neuhochdeutschen Schriftsprache. Zur Erforschung dieses f\u00fcr die Germanistik neuen Sachverhalts veranstalte ich im n\u00e4chsten Jahr eine internationale Tagung zu europ\u00e4ischen Kanzleisprachen.<\/p>\n<p>Doch zur\u00fcck zur eher sp\u00e4rlichen Interdikt-Observanz im Reich: Sogar Geistliche und Klosterfrauen verweigerten die Befolgung des p\u00e4pstlichen Interdikts aus S\u00fcdfrankreich. Ber\u00fchmtes Beispiel hierf\u00fcr ist die selige Margarete Ebner, welche selbst aus dem Patriziat stammend, quasi adelig war und in einer mystischen Vision Ludwig den Bayern rechtfertigte:<\/p>\n<p><em>Item mir wart mit grozzer begirde geben aines tagez, daz ich Ihesum min kint frageti von kaiser Ludwige von Baiern umb die arbait, diu im uf fiel von dem k\u00fcnige. Do wart mir geantwurt: \u201eich wil in nimer verlazzen weder hie noch dort, wan er hat die minne zuo mir, die nieman waiz denne ich und er, und daz enbuit ime von mir\u201c.<\/em><\/p>\n<p>Dies l\u00e4sst sich folgenderma\u00dfen paraphrasieren: Margarete Ebner hatte offenbar eine Audition, als sie das g\u00f6ttliche Jesuskind \u00fcber Kaiser Ludwig und die M\u00fche, die Ludwig wegen des Gegenk\u00f6nigs Karls IV. aus dem Hause Luxemburg hatte, befragte. Das Jesuskind antwortete ihr n\u00e4mlich w\u00f6rtlich: \u201eIch werde ihn, also Ludwig, niemals im Stich lassen, weder hier auf Erden noch dort im Himmel, denn Ludwig hat die wahre Minne zu mir, die niemand kennt, au\u00dfer ich selbst und er. Richte ihm das bitte von mir aus!\u201c<\/p>\n<p>Es gelang also Ludwig dem Bayern, der von 1314 bis 1347 \u00fcber eine Generation lang geschickt regierte, durchaus die besten Kr\u00e4fte an sich zu binden. Davon profitierte nicht zuletzt der M\u00fcnchener Hof auch literarisch. Nach Ludwigs Tod auf der Jagd, verblasste allerdings der literarische Nimbus des M\u00fcnchener Hofs. Und seine S\u00f6hne traten bis auf die F\u00f6rderung Hadamars von Laber und seiner Minneallegorie <em>Die Jagd <\/em>eher wenig als Literaturf\u00f6rderer auf.<\/p>\n<p>Einen n\u00e4chsten H\u00f6hepunkt erreicht die Literaturpflege in M\u00fcnchen im 15. Jahrhundert unter den Herz\u00f6gen Albrecht III. und Albrecht IV. Hier sind es (wie schon im 14. Jahrhundert bei Ludwig dem Bayern) auch die pragmatischen Gattungen, die neben einer Wolfram-Imitation und Ritternostalgie auffallen. Die Ritternostalgie am M\u00fcnchner Hof im ausgehenden 15. Jahrhundert ist hier keineswegs isoliert zu sehen, sondern f\u00fcgt sich zum Habsburger Kaiser Maximilian I., dem \u201eletzten Ritter\u201c, mit seinen entsprechend r\u00fcckw\u00e4rtsgewandten fr\u00fchneuhochdeutschen Epen oder dem Ambraser Heldenbuch.<\/p>\n<p>Neben solch konservativer Literaturpflege setzte sich schlie\u00dflich in M\u00fcnchen auch ein neuer akademisch gebildeter Dichtertyp durch: Als geradezu universaler Autor in den Diensten Albrechts III. hat der Arzt Johannes Hartlieb zu gelten, der aufgrund seiner universit\u00e4ren Studien in Wien und Italien einen neuen gelehrten Autorentyp verk\u00f6rpert. Seine dem wittelsbachischen Herrscherhaus gewidmeten Werke umfassen ein breites Spektrum zwischen Unterhaltungsliteratur (Verdeutschung von <em>De amore<\/em> des Andreas Capellanus) und Fachprosa, wobei sein <em>Alexanderroman<\/em> nicht zuletzt als F\u00fcrstenspiegel gelesen werden konnte. Von der geistlichen Erbauung bis zur (als Bek\u00e4mpfung von <em>superstitio<\/em> getarnten) Mantik bediente er alle literarischen Bed\u00fcrfnisse am Hof.<\/p>\n<p>Johannes Hartlieb war demnach als schriftstellender Arzt dem wittelsbachischen Hof in M\u00fcnchen aufs engste verbunden, wie beispielsweise folgende Widmung zeigt: <em>Seyd nu das puch von dem grossen Alexander gar vil unzalperlicher stuck und capitel inne helt da durch ein furst gro\u00df adenliche tugent und manhait h\u00f6ren lassen und auch erlangen mag So hat der hochgebornn durchleuchtiger f\u00fcrst hertzog Albrecht herzog in Bairen pfaltzgraffe bey rein und graue zu voburg auch seine allerdurchleuchtigste gemahel fraw anna von prawnschweigk gepornn nicht unpillich an mich maister Iohannsen doctor in ertzney und in naturlichen kunsten irem undertan begert und gepotten das puch des grossen alexanders zu teuschen machnn<\/em> [\u2026]<\/p>\n<p>Diese Vorrede zeigt die Widmung von Dr. Johannes Hartlieb an Herzog Albrecht III. und seine Gemahlin Anna von Braunschweig. Er soll also eine lateinische Biographie Alexanders des Gro\u00dfen ins Deutsche \u00fcbersetzen. Der f\u00fcrstenspiegelartige Text f\u00fcgt sich ebenso wie die der Herzogin gewidmete Brandan-Legende in ein Prosakorpus mit erbaulich-belehrender Literatur. Auch Hartliebs medizinische Werke, etwa f\u00fcr Herzog Sigmund von Bayern-M\u00fcnchen, dienen dem wittelsbachischen Herrscherhaus.<\/p>\n<p>Dazu z\u00e4hlte im Sinne der Belehrung f\u00fcr den wittelsbachischen Hof auch der fachlich und literarisch ambitionierte Reisebericht des aus altbayerischem Adel stammenden Hans von Schiltberg, der das Osmanische Reich und das Tatarische Reich durchstreift hatte. Seit 1427 stand dieser bayerische \u201eMarco Polo\u201c in Diensten Albrechts III. Das Werk unterrichtet beispielsweise \u00fcber die Biographie des Propheten Mohammed.<\/p>\n<p>Noch wichtiger f\u00fcr die Literaturgeschichte der Residenzstadt M\u00fcnchen sowie den Herrschaftsbereich der Wittelsbacher ist freilich ein anderer Autor, der ob seiner Gelehrsamkeit und hohen schriftstellerischen Produktivit\u00e4t zu Recht den Titel <em>praeceptor Bavariae<\/em> f\u00fchren m\u00fcsste: Bei Johannes von Indersdorf n\u00e4mlich ist an einen pr\u00e4genden Einfluss im Sinne der sp\u00e4tmittelalterlichen Fr\u00f6mmigkeitstheologie zu denken, da er nicht nur als Beichtvater der Wittelsbacher fungierte \u2013 ber\u00fchmt ist seine Rolle bei der Vers\u00f6hnung Albrechts III. mit seinem Vater im Gefolge der tragischen Begebenheiten um Agnes Bernauer \u2013, sondern seine zahlreichen und umf\u00e4nglichen fr\u00fchneuhochdeutschen katechetischen Werke im gesamten wittelsbachischen Herrschaftsgebiet verbreiten konnte. Dabei kam ihm zur Hilfe, dass er auf das Reformnetzwerk der Augustinerchorherren vertrauen konnte. Als Probst von Indersdorf stand er zudem einem dem Hause Wittelsbach eng verbundenen Augustinerchorherrenstift vor, das zu Recht als Hauskloster der Dynastie gelten darf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der vielseitigste Schriftsteller, ja K\u00fcnstler \u2013 im Vergleich zu den bislang Genannten geb\u00fchrt eigentlich nur ihm dieser Titel \u2013 im wittelsbachischen M\u00fcnchen dieser Zeit war aber Ulrich Fuetrer, der als angesehener Maler in der M\u00fcnchener Residenz arbeitete. Als Maler wirkte er an geistlichen Spielen mit, doch er fungierte auch als Hofdichter, wo er insbesondere in der Geschichtsschreibung und in der durchaus nostalgischen Ritterliteratur gl\u00e4nzte. Seinen <em>Lanzelot-Roman<\/em> legte er in Prosa wie in Titurelstrophen vor. In dieser kunstvollen Form verfasste er sein umf\u00e4ngliches <em>Buch der Abenteuer<\/em>, das dem Grals- und Artus-Stoff Raum bot, darunter Wolframs <em>Parzival<\/em>, Hartmanns <em>Iwein<\/em>, Pleiers <em>Meleranz<\/em>, Konrads von W\u00fcrzburg <em>Trojanischer Krieg<\/em>, <em>Wigalois<\/em>, <em>Persibein<\/em>, <em>Lanzelot<\/em> und <em>Merlin<\/em>.<\/p>\n<p>Diese absorbierte Stofff\u00fclle inspirierte ihn wohl auch zu seiner phantasievollen baierischen Geschichte, die der Humanist Aventin als <em>lautter merl<\/em> (alles nur M\u00e4rchen!) abtat. Danach \u2013 so Fuetrer \u2013 lebte einst in Armenien <em>ain junger f\u00fcrst, der von grossem muet, auch hochem herzen war<\/em>. Er machte sich auf und zog <em>in diese landt, ietz Barien genant, und bewzang das mit gewaltiger hand unter sein hershaft.<\/em> Nach der Eroberung, <em>als er nun die land gewaltigklich herscht, da nannt er das land Bayrland; wan er hiess selb Bayr oder zu latein Bavarus. Darumb nannt auch er es nach seinem aigen namen<\/em>.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu dieser h\u00f6fischen, um nicht zu sagen staatstragenden Literatur des Wahlm\u00fcnchners Ulrich Fuetrer standen die eher stadtb\u00fcrgerlichen M\u00fcnchner Meistersinger, deren Bedeutung aber keineswegs mit den Meistersingern von N\u00fcrnberg vergleichbar war.<\/p>\n<p>Dennoch aber war M\u00fcnchen im sp\u00e4tmittelalterlichen 15. Jahrhundert unbestritten zu einem wichtigen Zentrum deutschsprachiger Literatur geworden. Bedeutendere Autoren begegneten in der Residenzstadt freilich zun\u00e4chst in lateinischer Sprache erst wieder w\u00e4hrend der Fr\u00fchen Neuzeit im Zeitalter der Gegenreformation.<\/p>\n<p>Die Wittelsbacher waren n\u00e4mlich zu energischen Verteidigern der katholischen Glaubenslehre geworden und bedienten sich des jungen Jesuitenordens f\u00fcr die literarische Propaganda. Jesuitische Literatur wie die teilweise noch im 16. Jahrhundert begonnenen Dramen des Jacob Bidermann erfreuten sich gro\u00dfer Beliebtheit. Noch 1666 wurden seine <em>Dramata sacra<\/em> gedruckt, 1640 seine satirisch romanhafte <em>Utopia<\/em>. Bidermanns Gattungsspektrum umfasste etwa Comico-Tragoedia, Staatsaktion, M\u00e4rtyrerdrama, Mirakelspiel oder M\u00e4rchenallegorie. Jacob Bidermann, dessen Lehrjahre und erste dramatische Versuche ihn nach Augsburg, Dillingen, Ingolstadt und Landsberg f\u00fchrten, machte literaturgeschichtlich besonders mit seinem lange nachwirkenden Theaterereignis <em>Cenodoxus<\/em> (1602 Urauff\u00fchrung in Augsburg) Furore, das stellvertretend f\u00fcr viele weitere B\u00fchnenwerke wie etwa seine geistliche Verwechslungskom\u00f6die <em>Philemon Martyr<\/em> stehen soll.<\/p>\n<p>Cenodoxus, ein Pariser Gelehrter des Hochmittelalters, ringt (durchaus faustisch) mit himmlischen und h\u00f6llischen M\u00e4chten um sein Seelenheil, das er am Ende verlieren soll. Der barocke Antagonismus von Gut und B\u00f6se, Diesseits und Jenseits findet seine Entsprechung in der Personenkonstellation, wo dem Gelehrten sein dramaturgisch effektvoll konzipierter gewitzter Diener gegen\u00fcbersteht, aber auch in kontr\u00e4ren allegorischen Figuren oder Personifikationen. Vom <em>Cenodoxus<\/em> gab es auch eine popul\u00e4re deutsche Version (Knittelversversion 1635 durch Joachim Meichel, der 1637 in M\u00fcnchen verstarb). Eine M\u00fcnchner Perioche von 1609 brachte Bidermanns gro\u00dfen Wurf auf den Punkt:<\/p>\n<p><em>Zu Pari\u00df in Franckreich \/ war ein ber\u00fchmter \/ hochgelehrter \/ vnd wie man vermainte ein sehr frommer vnd Gottseeliger Doctor. Nach dem er nun von disem Leben abgeschiden \/ vnnd auff bestimbten Tag die Besingnknu\u00df zuhalten \/ in die Kirchen getragen: Richtet er sich in der Baar zu drey vnderschidlichen t\u00e4gen auf: Ersten Tags bekennt er offentlich \/ wie da\u00df er vor dem erschrecklichen Richterstuel Gottes seye angeklagt: De\u00df andern Tags \/ wie er verurthailt: Drittens \/ da\u00df er aus gerechtem Vrthail verdambt sey worden. Au\u00df disem erb\u00e4rmlichen Spectackel wirdt Bruno \/ der selbiger Zeit zugegen \/ vnnd dieser trawrigen Besingknu\u00df beygewohnt \/ dermassen bewegt \/ da\u00df er alle weltliche Vppigkeit hindan gesetzt \/ vnnd den Orden der Cartheuser angehebt hat. Weil vns aber dises Doctoris Namen vnbewust \/ ist er in obgenanter Comoedi Cenodoxus genant worden \/ welches ein ruhmsichtiger \/ ehrgeitziger vnd hoffertiger verdeutscht wirdt: nicht darumben daz es bekant \/ da\u00df er wegen seines Ehrgeitz \/ dises erschr\u00f6ckliche Vrthail au\u00dfgestanden \/ sonder weil die sach an jhr selber bequemmer nicht hat k\u00f6nnen au\u00dfgef\u00fchrt werden \/ begeren jm de\u00dfwegen mit nichten nachthailich zusein. Dann wann er also gelebt wie es beschriben \/ geschicht jhm nicht vnrecht \/ wann aber dem nicht also \/ so haben wir eines anderen Leben \/ vnnd dises Todt beschriben.<\/em><\/p>\n<p>In M\u00fcnchen wirkte Bidermann von 1606 bis 1614 als Lehrer am Jesuitenkolleg, ab 1615 war er als Professor der Theologie und Philosophie in Dillingen t\u00e4tig. 1626 wurde er als Zensor seines Ordens nach Rom berufen, wo er bis zu seinem Tod 13 Jahre sp\u00e4ter blieb. Dennoch kann seine Bedeutung f\u00fcr die Wittelsbacher Residenz M\u00fcnchen kaum \u00fcbersch\u00e4tzt werden.<\/p>\n<p>Doch nicht nur die Residenzstadt M\u00fcnchen bringt Dichtkunst hervor. Zu nennen sind auch dichtende Adelige, wie etwa im 18. Jahrhundert Joseph August Graf von T\u00f6rring. F\u00fcr die Gattung des seinerzeit viel gespielten Ritterdramas ist (neben zahlreichen weiteren Vertretern) zuvorderst Joseph August Graf von T\u00f6rring zu nennen, etwa mit <em>Agnes Bernauerinn. Ein vaterl\u00e4ndisches Trauerspiel<\/em>, das ein ungeheurer Erfolg war und in Mannheim, Hamburg und Berlin inszeniert wurde. Der historische Stoff um den Wittelsbacher Albrecht III. verbindet geschichtliche Fundierung mit dem damals (1780) modernen Schema des b\u00fcrgerlichen Trauerspiels, das in seinen besseren Vertretern (bei Lessings <em>Emilia Galotti<\/em> und Schillers <em>Kabale und Liebe<\/em>) tragisch endet, w\u00e4hrend die zahlreicheren Vertreter der Massengattung den gattungsinh\u00e4renten Standeskonflikt am Ende meist harmonisch aufl\u00f6sen. Interessanterweise folgt T\u00f6rrings <em>Bernauerinn<\/em> dem tragischen Zug, wie auch in einem l\u00e4ngeren Monolog der ungl\u00fccklich liebenden Agnes Bernauer deutlich wird:<\/p>\n<p><em>Ich war ja zufrieden mit meinem Stande; ich wollte ja nicht lieben; ich w\u00e4re ja nie ungl\u00fccklich gewesen an meines Vaters Seite; mu\u00dft ich ihn sehen den Herzog? \u2013 Ja ich mu\u00dfte, ich sollte: nur mein Albrecht konnte ausf\u00fcllen das Leere meines Herzens; nur er wars, bei dem das sehnende Klopfen des jungen Busens stockte: Er war des M\u00e4dchens Mann; \u2013 \u2013 und ich sein M\u00e4dchen. <\/em>[\u2026]<em> Allm\u00e4chtiger! T\u00f6dte, oder gieb du mich dem Manne, den ich lieben, anbeten mu\u00df; oder nie gesehen haben sollte! \u2013 Verbrecherinn? \u2013 Du schufst mich ja? Du webtest in mein Innerstes das \u2013 nennt sich das, was mich in Albrechts Arme warf? \u2013 Du machtest ihn zum Sohn eines gro\u00dfen F\u00fcrsten, mich zur armen Burgerstochter. \u2013 Ich bin auch ein Mensch! Du bists auch, Albrecht! Ich bin unschuldig an deiner W\u00fcrde. \u2013 Sollt ichs jemals b\u00fcssen dich geliebt zu haben, weil du auch Herzog bist? <\/em>[\u2026]<\/p>\n<p>Mit dem b\u00fcrgerlichen Trauerspiel \u2013 und bei Agnes Bernauer handelte es sich ja tats\u00e4chlich um eine B\u00fcrgerliche, die adelig werden wollte \u2013 des Grafen von T\u00f6rring fassen wir eine Leitgattung des 18. Jahrhunderts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im 19. Jahrhundert lassen sich literaturgeschichtlich f\u00fcr die Residenzstadt M\u00fcnchen zwei gr\u00f6\u00dfere literarische Str\u00f6mungen unter der \u00c4gide des wittelsbachischen Herrscherhauses dingfest machen. Unter Ludwig I. und Ludwig II. bl\u00fchte eine im weiteren Sinne romantische Dichtung. Ludwig I. f\u00f6rderte n\u00e4mlich die katholischen Dichter und auch den Sprachwissenschaftler und zeitweiligen Poeten Johann Andreas Schmeller. Unter Ludwig II. erfuhr Richard Wagner mit seinem romantischen Gesamtkunstwerk umf\u00e4ngliche Subventionierung, welche das Missfallen der missg\u00fcnstigen M\u00fcnchener Ministerialb\u00fcrokratie erregte.<\/p>\n<p>Eine ganz andere Literatur bl\u00fchte unter K\u00f6nig Maximilian II. Dieser berief viele sogenannte Nordlichter nach M\u00fcnchen. Der Dichter Heyse brachte es immerhin sp\u00e4ter zum Nobelpreis. Von daher kann man Maximilian II. als wirklich erfolgreichen Kulturpolitiker bezeichnen.<\/p>\n<p>Um 1900 und in der sogenannten Prinzregentenzeit war M\u00fcnchen dann tats\u00e4chlich die bedeutendste deutsche Literaturstadt. Denn w\u00e4hrend im wilhelminischen Berlin die Zensur w\u00fctete, konnte in M\u00fcnchen sogar das seinerzeit bedeutendste Satiremagazin erscheinen: Im <em>Simplicissimus<\/em> und in anderen literarischen Zeitschriften wirkten bedeutende Schriftsteller, die sich auch in den Lokalen Schwabings trafen. Zu nennen sind Hermann Hesse und Ludwig Thoma. Heinrich und Thomas Mann. Heinrich George und Rainer Maria Rilke. Aber auch viele bedeutende Schriftstellerinnen. Diese literarische Bl\u00fctezeit im toleranten M\u00fcnchen unter Prinzregent Luitpold fand ihr j\u00e4hes Ende mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Damals glaubten viele Dichter wie Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Lena Christ, aber auch Thomas Mann, sie m\u00fcssten nun einen propagandistischen Waffendienst mit Worten verrichten. Und mit dem Ende der Monarchie, der R\u00e4terepublik und den unruhigen Jahren bis zum Hitlerputsch 1923 bestimmte die Tagespolitik auch das literarische Geschehen. Doch dies ist eine ganz andere Literaturgeschichte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; M\u00fcnchen leuchtete \u2013 so l\u00e4sst Thomas Mann seine 1902 ver\u00f6ffentlichte Erz\u00e4hlung Gladius Dei beginnen. Er spielt dabei vor allem auf die bildende Kunst an, nicht zuletzt vor der Kulisse der prachtvollen Ludwigstra\u00dfe oder etwa der Feldherrnhalle, die doch stark an die Loggia dei Lanzi in Florenz erinnert. 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