{"id":104067,"date":"2025-04-22T15:59:29","date_gmt":"2025-04-22T13:59:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104067"},"modified":"2025-04-22T15:59:30","modified_gmt":"2025-04-22T13:59:30","slug":"blaues-blut-und-rote-zahlen-finanzielle-spielraeume-des-bayerischen-landadels-im-18-jahrhundert","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/blaues-blut-und-rote-zahlen-finanzielle-spielraeume-des-bayerischen-landadels-im-18-jahrhundert\/","title":{"rendered":"Blaues Blut und rote Zahlen?"},"content":{"rendered":"<p>\u201e\u00dcber Geld spricht man nicht, Geld hat man\u201c \u2013 ist ein g\u00e4ngiges Sprichwort, das man im Hinblick auf das adelige Repr\u00e4sentationsbed\u00fcrfnis erg\u00e4nzen k\u00f6nnte \u201eund vor allem zeigt man, dass man es hat\u201c. Mit adeligem Lebensstil verbindet man landl\u00e4ufig weniger Sparsamkeit und ma\u00dfvolles Haushalten als gro\u00dfz\u00fcgiges und gener\u00f6ses Auftreten: Spielen und Jagen, edle R\u00f6sser und luxuri\u00f6se Kutschen, sich Kleiden in Samt und Seide und prestigetr\u00e4chtige Schlossbauten kennzeichnen diesem Klischee zufolge den adeligen Habitus.<\/p>\n<p>Lassen Sie mich im Folgenden in aller K\u00fcrze skizzieren, woraus sich im Allgemeinen die Einnahmen des bayerischen Landadels zusammensetzten und an einem Beispiel demonstrieren, wie ein bayerischer Landadeliger am Ende des Alten Reichs konkret wirtschaftete. Denn: Trotz eines gemeinsamen Wertekodexes und der gesamteurop\u00e4ischen Pr\u00e4gung des Adels differierten die wirtschaftlichen Spielr\u00e4ume der adeligen \u00d6konomien betr\u00e4chtlich. Die Verpflichtung zur Repr\u00e4sentation und des Zurschaustellens der elit\u00e4ren Stellung brachte so manchen adeligen Haushalt in erhebliche finanzielle Schieflagen.<\/p>\n<p>Insbesondere jene adeligen \u00d6konomien, deren finanzielles Budget aufgrund geringer feudaler Renten \u00fcberschaubar war, hatten, wenn sie nicht \u201eauf die Gant\u201c kommen wollten, einen gewissen Zwang zur \u00f6konomischen Effizienz und zur Sparsamkeit. Auch wenn dies eindeutig b\u00fcrgerliche Tugenden waren, musste insbesondere der niedere Adel den wirtschaftlichen Spagat zwischen geforderter Luxusdemonstration und einem verantwortungsvollen Umgang mit den zur Verf\u00fcgung stehenden finanziellen Ressourcen vollziehen.<\/p>\n<p>Das Finanzgebaren des bayerischen Adels fristete als Gegenstand der Forschung bis vor einigen Jahrzehnten eher ein Mauerbl\u00fcmchendasein. Lange pr\u00e4gte die These des \u00f6sterreichischen Historikers Otto Brunner vom \u201eGanzen Haus\u201c den wissenschaftlichen Diskurs zu den wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnissen landadeliger G\u00fcter. Zu stark wirkte das theoretische Konzept der normativen Quellengattung der Hausv\u00e4terliteratur und der Mythos des g\u00e4nzlich vom Markt abgeschotteten, subsistenzwirtschaftlich orientierten landadeligen oikos.<\/p>\n<p>Die Untersuchungen zur wirtschaftlichen Situation des bayerischen Adels in der Fr\u00fchen Neuzeit sind nicht eben Legion: Verdient gemacht haben sich auf diesem Forschungsfeld Historiker wie Walter Demel, Rudolf Endres, Enno B\u00fcnz, Kurt Andermann oder Maximilian Lanzinner. Detailstudien \u2013 wie etwa von Margit Ksoll-Marcon, Wolf-Dieter Peter oder Beate Spiegel \u2013 er\u00f6ffnen den Blick auf einzelne Adelsgeschlechter.<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung ist vermutlich die schwierige Quellensituation, denn anders als die Rechnungslegungen der St\u00e4dte, M\u00e4rkte oder Kl\u00f6ster handelt es sich bei privaten Rechnungs- und Ausgabenb\u00fcchern kleinerer Landadeliger eher um Schuhschachtelarchivalien, die wohl in den meisten F\u00e4llen nicht archivierungsbed\u00fcrftig angesehen wurden und die Zeit nicht \u00fcberdauerten. Es steht jedoch zu vermuten, dass die schriftliche Fixierung der Einnahmen und Ausgaben beim Landadel keine Seltenheit war. Auch im b\u00e4uerlichen Bereich werden seit einigen Jahrzehnte Anschreibeb\u00fccher systematisch gesammelt und analysiert. Dies legt nahe, dass es sich bei der Notierungspraxis von privaten Wirtschaftsdaten nicht um ein singul\u00e4res Ph\u00e4nomen gehandelt hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Zum Einnahmeprofil des bayerischen Landadels<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Lassen Sie mich mit einem eben genannten Klassiker beginnen, den Otto Brunner als Grundlage seiner \u00dcberlegungen zum europ\u00e4ischen Adelsethos verwendete, dem 1682 erstmals in N\u00fcrnberg erschienenen Werk <em>Georgica curiosa, das ist Adeliges Land- und Feldleben<\/em>. Der Autor Wolf Helmhard von Hohberg stellt lapidar fest: \u201eDie Beschaffenheit des auf dem Lande wohnenden Adels ist nicht einerley. Etliche haben nur geringe Wohnung und wenige Unterthanen in dem Dorf, darinn sie wohnen und m\u00fcssen sich, so gut sie k\u00f6nnen, damit behelfen, sich strekken nach der Decken, biegen und schmiegen, den Mantel nach dem Wetter kehren und die Ausgaben nach dem Einkommen richten.\u201c<\/p>\n<p>Die bayerische Adelslandschaft war durch eine vielschichtige Binnendifferenzierung gekennzeichnet und so war auch der finanzielle Spielraum des Adels weitgespannt und facettenreich. Insbesondere der Finanzrahmen von Adeligen mit nur einer Hofmark und daher wenigen Hoff\u00fc\u00dfen war eng und verursachte oftmals eine prek\u00e4re finanzielle Situation, die striktes Ma\u00dfhalten erforderte.<\/p>\n<p>Woraus setzten sich nun beim bayerischen Landadel in der Regel seine Einnahmen zusammen? Eine b\u00fcrgerliche Bet\u00e4tigung als Kaufmann oder H\u00e4ndler war von vornherein als nicht standesgem\u00e4\u00df ausgeschlossen und h\u00e4tten den Verlust der Adelsqualit\u00e4t nach sich gezogen. Neben den weiteren M\u00f6glichkeiten des adeligen Gelderwerbs \u2013 zu denken w\u00e4re beispielsweise an Erl\u00f6se aus Ziegeleien, Brauh\u00e4usern, Vieh- bzw. Lederverk\u00e4ufen oder aus Einnahmen, die sich aus Waldbesitz oder Bergwerken ergaben \u2013 spielte das \u201eGehalt\u201c, das Adelige aus \u00c4mtern und Titeln bezogen, oftmals eine wichtige Rolle im Gesamtbudget.<\/p>\n<p>Der Dienst bei Hofe war zwar einerseits wegen der Karrierechancen, der sozialen Netzwerke und der Reputation hin interessant, war aber aufgrund des Kostenaufwands, den das Stadthaus und das Leben in der Residenzstadt mit sich brachte unter dem Strich nicht unbedingt profitabel. Dennoch strebten seit den h\u00e4ufigen adeligen Konkursen im 16. Jahrhundert und nach der wirtschaftlichen Depression im Gefolge des 30j\u00e4hrigen Kriegs vermehrt Adelige nach akademischen Abschl\u00fcssen, um sich f\u00fcr den Hofdienst zu qualifizieren. Wie der Landesherr auf diese Adelskrise mit regulierenden Mandaten reagierte, die den Ausverkauf der adeligen Hofmarken stoppen sollten und wie man die adeligen Fideikommisse f\u00f6rderte, hat Reinhard Heydenreuther aufgezeigt. Weitere Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten vor allem f\u00fcr nachgeborene Adelss\u00f6hne boten Kirche, Diplomatie und das Milit\u00e4r.<\/p>\n<p>Gewerbeverm\u00f6gen, also der Besitz von wirtschaftlichen Unternehmen bzw. Manufakturen und die daraus resultierenden Erl\u00f6se sind bei der Mehrheit des bayerischen Adels im Alten Reich zu vernachl\u00e4ssigende Gr\u00f6\u00dfen, waren doch Handel und Gewerbe beim s\u00fcddeutschen Adel grunds\u00e4tzlich verp\u00f6nt und galten als nicht standesgem\u00e4\u00df, sondern als dezidiert \u201eb\u00fcrgerliche Nahrung\u201c. Soziales Prestige war weder durch gr\u00f6\u00dfere Summen an Bargeld noch durch spekulative Gesch\u00e4fte oder Manufakturgr\u00fcndungen zu erreichen.<\/p>\n<p>\u201eDer bayerische Adel definierte sich als Herrschaftsstand zun\u00e4chst \u00fcber seine Herrschaft \u00fcber Land und Leute und so war der Grundbesitz die Hauptbasis adeligen Wirtschaftens. Selbst wenn man diese Formulierung vielleicht etwas \u00fcberspitzt findet, bleibt die Feststellung richtig, dass der altbayerische Adel in erster Linie ein Rentenadel war.\u201c Diese Feststellung Walter Demels gibt stark verk\u00fcrzt den Tenor der Forschungsmeinung hinsichtlich adeliger Einnahmequellen wieder. Die Einnahmen und Erl\u00f6se, die aus der landwirtschaftlichen Eigenproduktion flossen, werden in der Literatur als marginal eingesch\u00e4tzt.<\/p>\n<p>Der bayerische Landadel \u2013 dies l\u00e4sst sich generalisierend sagen \u2013 war daher weniger auf einen Ausbau der Eigenwirtschaft ausgerichtet, sondern setzte verst\u00e4rkt auf den Bezug grundherrlicher Renteneinnahmen und Gef\u00e4llen, die aus der Gerichtsherrschaft resultierten. Die Mittel, die den adeligen Haushalten hierbei zur Verf\u00fcgung standen, waren von der Anzahl der Hofmarken und der wirtschaftlichen Potenz der darin lebenden Untertanen abh\u00e4ngig. Spekulationsgesch\u00e4fte mit den Getreideabgaben der b\u00e4uerlichen Hintersassen konnten vor allem jene Adelsfamilien t\u00e4tigen, die mehrere Hofmarken besa\u00dfen. Diese Adeligen waren somit aktiv am lokalen, regionalen und teilweise auch \u00fcberregionalen Marktgeschehen eingebunden und verweisen den in der Hausv\u00e4terliteratur entworfenen autarken und vom Markt unabh\u00e4ngigen Adelshaushalt in den Bereich der Theorie.<\/p>\n<p>Ein Umstand, der der These des marktunabh\u00e4ngigen landadeligen oikos widerspricht. Margit Ksoll etwa hat f\u00fcr die Toerring und Haslang gezeigt, dass im 17. Jahrhundert zwischen 5 bis 30 Prozent der Gesamteinnahmen durch diese Getreideverk\u00e4ufe anfielen. Der Gro\u00dfteil der Landadeligen jedoch konsumierte den L\u00f6wenanteil der j\u00e4hrlich f\u00e4lligen Naturalabgaben der Untertanen in ihrem eigenen Haushalt und erzielten daher mit etwaigen Verk\u00e4ufen kaum nennenswerten Ertr\u00e4ge.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Ausgabenb\u00fccher Sebastian von Pemlers<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte Ihnen nun im Folgenden anhand des konkreten Beispiels Freiherrn von Pemler die finanzielle Situation bayerischen Landadeligen im 18. Jahrhundert vorstellen. Die Familie des Freiherrn von Pemler, der zwischen 1718 bis 1772 lebte, ist ein klassischer Vertreter des im 16. und 17. Jahrhundert aus dem b\u00fcrgerlichen Milieu emporkommenden Dienstadels, dem stets der Makel des weniger vornehmen Adels anhing. Die Qualifikation durch ein Studium pr\u00e4destinierte diese Familien f\u00fcr verschiedene \u00c4mter wie etwa Landrichterstellen oder Posten am kurf\u00fcrstlichen Hof.<\/p>\n<p>Mit dem Ankauf der Hofmark Leutstetten, einer der im 18. Jahrhundert ungef\u00e4hr 1.400 existierenden Hofmarken und Sitze, konnten auch die Pemler Herrschaftsrechte im Kurf\u00fcrstentum Bayern aus\u00fcben. G\u00fcnstige Heiratsverbindungen taten ein weiteres: Seit 1681 sa\u00dfen die Pemler, die 1682 in den Freiherrnstand erhoben wurden, auf der Hofmark Hurlach an der westlichen Grenze des Kurf\u00fcrstentums. Die Hofmark Hurlach war der Stammsitz, Lebensmittelpunkt und die \u00f6konomische Basis der Familie bis Sebastian von Pemler. Der Freiherr erbte nach dem Tod seines kinderlosen Onkels 1760 mit Leutstetten eine weitere Hofmark dazu.<\/p>\n<p>Das ebenfalls in der Erbmasse des Onkels enthaltene Stadthaus in M\u00fcnchen wurde von Pemler in seinem Hochzeitsjahr, 1763, ver\u00e4u\u00dfert, um ohne Schulden die au\u00dferordentlichen Ausgaben zu bew\u00e4ltigen. Die Freiherren von Pemler geh\u00f6rten zu der gro\u00dfen Gruppe Landadeliger, die lediglich im Besitz einer oder zwei Hofmarken waren.<\/p>\n<p>Diesen Landadeligen standen Adelsgeschlechter gegen\u00fcber, die zwanzig und mehr Hofmarken besa\u00dfen. Margit Ksoll untersuchte anhand der Landtafeln von 1736\/37 die Grundbesitzverteilung des bayerischen Adels und kam zu folgender prozentualer Verteilung: \u201e30,4% der lands\u00e4ssigen Adelsgeschlechter hatten nur ein in die Landtafel eingetragenes Landgut. 18,9% hatten zwei, 11,5% vier, 9,5% f\u00fcnf, 3,9% sechs, 4,3% sieben, 2,4% acht, 1,2% neun, 0,8% hatten 10, 13, 17, 18, 19, 32 und 40 Hofmarken und Sitze.\u201c Spitzenreiter hinsichtlich dieser Skala waren die Toerrings mit 40 Hofmarken, ihnen folgten die Nothafft mit 32, die Preysing mit 21, die Gumppenberg mit 21, die Seyboltsdorf und Closen mit 20 und die Tattenbach mit 18 Hofmarken und Sitzen. Bei den genannten Familien handelt es sich ausnahmslos um edelmannsfreie Geschlechter, also um adeliges Urgestein. W\u00e4hrend der alte Adel 89 Prozent aller adeligen Hofmarken in Besitz hatte, verblieb dem neuen Adel in der Regel Klein- und Kleinstbesitz.<\/p>\n<p>Das wichtigste wirtschaftliche Standbein des Freiherrn von Pemler, der sich vergeblich um ein Hofamt m\u00fchte und erst durch den Ankauf des Kammerherrnschl\u00fcssel als Titel ohne Mittel den ersehnten Hofzugang erhielt, waren die feudalen Renten: \u00a0Mit rund 30 vor allem kleinb\u00e4uerlichen Anwesen der Hofmark Hurlach und 19 Anwesen der Hofmark Leutstetten z\u00e4hlte Freiherr von Pemler zu der am h\u00e4ufigsten in Altbayern vertretenen Gruppe von Adeligen und Rittern, die nicht mehr als zwei Hofmarken besa\u00dfen. Die feudalen Renten dieser Hofmarksherrschaften lie\u00dfen in der Regel keine allzu gro\u00dfen finanziellen Spr\u00fcnge zu.<\/p>\n<p>Freiherr von Pemler war ein Mann mit Zeit und Lust am Schreiben und widmete sich voll und ganz der Haushaltsf\u00fchrung und der Verwaltung seiner recht \u00fcberschaubaren G\u00fcter. Dies bescherte uns die umf\u00e4nglichen Ausgabenb\u00fccher, in denen Pemler zwischen 1763 bis 1782 alle seine get\u00e4tigten Ausgaben fein s\u00e4uberlich notierte. Erg\u00e4nzend zu diesem Quellenmaterial existieren f\u00fcr acht Jahre auch teilweise sehr detaillierte Schreibkalender des Freiherrn.<\/p>\n<p>F\u00fcr unseren Zweck wollen wir jedoch die Ausgabenb\u00fccher in den Blick nehmen: Insgesamt 1.232 Gesch\u00e4ftsvorg\u00e4nge wurden allein im ersten aufgezeichneten Rechnungsjahr 1763 verzeichnet \u2013 im Schnitt also drei bis vier Ausgaben pro Tag. \u00a0Jeweils am Monats- und am Jahresende erfolgte eine summarische Aufstellung aller Ausgaben. Insgesamt 9.542 Ausgabenvermerke aus der gleichen, einheitlichen Schreiberhand im Zeitraum von zehn Jahren bescheren eine gro\u00dfe Datenf\u00fclle, die die Beschaffenheit des Haushaltswesens und das Ausgabenprofil des freiherrlichen Haushalts offenlegt.<\/p>\n<p>Leider existiert im Falle Pemler kein detailliertes Einnahmeverzeichnis mehr, jedoch ein versehentlich eingetragener Einnahmeposten l\u00e4sst interessante Schl\u00fcsse zu.<\/p>\n<p>Im Ausgabenbuch von 1764 notierte Pemler den in diesem Jahr anfallenden Einnahmeposten von 2.854 Gulden. \u00a0In den Jahren zwischen 1763 und 1772 wurden insgesamt 22.801 Gulden ausgegeben, das sind ca. 2.850 Gulden im Jahresdurchschnitt \u2013 bei einer j\u00e4hrlichen Einnahmesumme von ca. 2.854 Gulden eine signifikante \u00dcbereinstimmung der Einnahmen mit den Ausgaben. Lediglich das Jahr 1763 weicht von den \u201eNormaljahren\u201c insofern ab, als die Hochzeit des Freiherrn eine Vielzahl von au\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausgaben, vor allem die Auszahlung der Schwester, erforderte. Das gleiche gilt f\u00fcr 1772, das Todesjahr des Freiherrn, das aufgrund der Beerdigungskosten, zahlreicher Stiftungen und einer l\u00e4ngeren Auslandsreise der Witwe, die im \u00dcbrigen die Ausgabenb\u00fccher \u2013 jedoch in sehr abgespeckter Version \u2013 weiterf\u00fchrte, einen finanziellen Kraftakt f\u00fcr den Haushalt bedeutete.<\/p>\n<p>Die Einnahmen des Freiherrn von Pemler setzten sich, wie dies f\u00fcr den bayerischen Landadel typisch ist, vor allem aus den feudalen Renten, die in Form von Getreide, vor allem aber in Form von Geldbetr\u00e4gen abgegeben wurden, zusammen. Die sowieso nicht gro\u00dfe Eigenwirtschaft wurde von Pemler sukzessive weiter reduziert, eigengenutzte Fl\u00e4chen zunehmend verpachtet. Der vorhandene Viehbestand wurde im eigenen Haushalt konsumiert, gr\u00f6\u00dfere Zuk\u00e4ufe an Fleisch waren jedoch die Regel. Der Freiherr bezog trotz juristischer Qualifikation keinerlei Einnahmen aus \u00c4mtern bei Hofe und im Landgericht und keine Erl\u00f6se, die einer wie auch immer gearteten wirtschaftlichen Aktivit\u00e4t erwachsen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>\u00dcber eine \u00e4hnliche Quellenbasis verf\u00fcgte Beate Spiegel, die die zwischen 1733 und 1745 verfassten Hausmanuale der Tutzinger Hofmarksherrin Freifrau von Vieregg \u2013 wenn auch unter anderer Fragestellung \u2013 untersuchte. Spiegel, der es in ihrer Mikrostudie vor allem angelegen war, das Verh\u00e4ltnis zwischen Herrschaft und Untertanen zu analysieren, konnte nachweisen, dass auch die Freifrau ma\u00dfvoll und umsichtig mit den vorhandenen Ressourcen umging, vor allem aber, dass das weitgehend reibungslose Funktionieren der adeligen, hofm\u00e4rkischen Grundherrschaft auch auf den wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen der Hofmarksherrin und ihren Untertanen beruhte. Wie beim Hurlacher Beispiel floss auch in der Hofmark Tutzing ein erklecklicher Teil der feudalen Erl\u00f6se aus den rund 80 Anwesen wieder in die Hofmark zur\u00fcck, da Freifrau von Vieregg einen Gro\u00dfteil ihrer grundherrlichen Einnahmen wieder f\u00fcr Waren und Dienstleistungen im Dorf ausgab.<\/p>\n<p>Um die vorhin genannte Einnahmesumme des Hurlacher Beispiels von 2.854 Gulden Einnahmevolumen pro Jahr nicht vollkommen isoliert dastehen zu lassen, seien zur Einordnung drei weitere Beispiele \u2013 eines f\u00fcr b\u00e4uerliche, eines f\u00fcr landadelige und eines f\u00fcr hochadelige Verh\u00e4ltnisse \u2013 kurz erw\u00e4hnt werden, n\u00e4mlich die j\u00e4hrlichen Einnahmen der Bauernfamilie Daisenberger, der Freifrau von Viereggg und der Grafen von Preysing: Das b\u00e4uerliche Anwesen der Daisenberger aus Oberau konnte in den letzten zwei Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts mit Holz- und Gipsverk\u00e4ufen und Vorspanndiensten einen Erl\u00f6s von ca. 1.100 Gulden pro Jahr erwirtschaften. Die Hofmarksherrin von Tutzing, Freifrau von Vieregg, erwirtschaftete in Jahren zwischen 1733-45 von minimal 2.064 bis maximal 4.113 Gulden, wobei die Erl\u00f6se aus der Grundherrschaft um die 2.000 Gulden ausmachten, die noch durch Holz- und Viehverk\u00e4ufe wesentlich erweitert werden konnten, ausmachten. Dies sind vergleichsweise bescheidene Summen im Vergleich zu den Gesamteinnahmen des Grafen Maximilian IV. von Preysing, die im Jahr 1730 satte 36.875 Gulden betrug, zu denen noch weitere 6.000 Gulden Besoldung aus dessen Hof\u00e4mtern kamen.<\/p>\n<p>Freiherr von Pemler ging sorgf\u00e4ltig und offenbar planvoll mit den ihm zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln um. Den Zwang zur \u00f6konomischen Effizienz und das Bestreben, die Einnahmen und Ausgaben nicht zu weit auseinander klaffen zu lassen, d\u00fcrfte den meisten Landadeligen vertraut gewesen sein, die anders als ihre hochadligen Standesgenossen mit ungleich geringeren finanziellen Mitteln wirtschaften und haushalten mussten. Dem gr\u00f6\u00dferen Einnahmevolumen des Hochadels standen jedoch auch vermehrte Ausgaben f\u00fcr eine standesgem\u00e4\u00dfe Lebensf\u00fchrung in der Residenzstadt bzw. am kurf\u00fcrstlichen Hof gegen\u00fcber. Im Rahmen seiner M\u00f6glichkeiten versuchte jedoch auch der Landadel seine gesteigerte gesellschaftliche Stellung durch eigene Konsumregeln zu demonstrieren. Wolfgang W\u00fcst hat unl\u00e4ngst auf die kulturhistorische Bedeutung der Konsumgeschichte hingewiesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Ausgabenprofil des Pemlerschen Haushalts<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die auf den ersten Blick spr\u00f6de und langweilige Quellenkategorie der Rechnungsb\u00fccher kann authentische Aufschl\u00fcsse und Einsichten in das Innere eines Haushalts und einer Familie vermitteln und ist besonders geeignet, um sowohl Einblicke in die materielle Kultur eines Haushaltes zu erhalten als auch die Strukturierung des Haushalts \u2013 etwa die Anzahl und Zust\u00e4ndigkeiten der Haushaltsmitglieder, Konsumgewohnheiten, Marktbeziehungen und vieles mehr \u2013 offen zulegen.<\/p>\n<p>Ablesbar werden aus den Ausgabenvermerken die Maxime der Haushalts- und Wirtschaftsf\u00fchrung. Trotz seines umsichtigen Finanzverhaltens befolgte der Freiherr die st\u00e4ndisch geforderten Regeln der Distinktion von den Untertanen und gab bevorzugt Geld f\u00fcr Luxusartikel aus, wie dies an der edlen Beschaffenheit der Lebens- und Genussmittel deutlich wird. Vergleichsweise hohe Summen wurden f\u00fcr teure Weine, Tabak und Fleisch ausgegeben. Konsumiert wurden diese Lebens- und Genussmittel haupts\u00e4chlich im Rahmen der h\u00e4ufigen gesellschaftlichen Kontakte, denn der Landadel unterhielt weigespannte famili\u00e4re Netzwerke, die gepflegt werden wollten.<\/p>\n<p>Der st\u00e4ndige Kontakt und der intensive kommunikative Austausch untereinander \u2013 dies geht aus den Tageb\u00fcchern des Freiherrn eindeutig hervor \u2013 diente zum einen der Selbstvergewisserung des Landadels und der Demonstration der herausgehobenen gesellschaftlichen Position, der sich im d\u00f6rflichen Umfeld herausheben musste. Zentralen Stellenwert hatte bei diesen Treffen das Spiel, bei dem es jedoch um vergleichsweise geringe Summen ging, die finanziell nicht signifikant waren.<\/p>\n<p>Neben den Ausgaben, die Pemler als <em>Apanage <\/em>seiner Frau zukommen lie\u00df, waren es vor allem die vielf\u00e4ltigen Ausgaben f\u00fcr Dienstleistungen \u2013 \u00a0sei es f\u00fcr Bauma\u00dfnahmen etwa im Rahmen des Neubaus einer barocken Gartenanlage, sei es im Bereich handwerklicher Verrichtungen f\u00fcr Instandhaltungsma\u00dfnahmen der Schlossanlage, f\u00fcr die Bezahlung vieler unqualifzierter T\u00e4tigkeiten wie Holzhacken, Boteng\u00e4nge oder W\u00e4schepflege oder auch f\u00fcr die Entlohnung des Gesindes \u2013 all diese Ausgaben schlugen hoch zu Buche. Dieser Dienstleistungsbedarf des Freiherrn von Pemler wirkte sich positiv auf das Verh\u00e4ltnis zwischen Hofmarksherrn und Untertanen aus, denn in den meisten F\u00e4llen wurden Handwerker und Tagl\u00f6hner aus der Hofmark f\u00fcr den Arbeitsbedarf im adeligen Haushalt herangezogen. Lediglich Luxusprodukte wie Musikinstrumente, Uhren oder Kleidung wurden in Augsburg oder M\u00fcnchen erworben.<\/p>\n<p>Somit floss ein gro\u00dfer Teil des Geldes, das Pemler von seinen Untertanen als feudale Renten bezog, wieder in die Hofmark zur\u00fcck und kam den Tag- und Handwerkern Hurlachs zugute. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Hofmarksherrn und Hurlacher Untertanen war, anders als im Falle Leutstettens, vermutlich auch aufgrund dieser Tatsache, weitgehend konfliktfrei. W\u00e4hrend Pemler in Hurlach eine F\u00fclle patriarchaler Verpflichtungen wie Leihgaben, Hochzeitsgeschenke und Armenf\u00fcrsorge wahrnahm, wie den Ausgabenb\u00fcchern zu entnehmen ist, so wurden diese Verantwortlichkeiten f\u00fcr Leutstetten in weit geringerem Ma\u00dfe \u00fcbernommen. Hofmarksherrschaft und Untertanen konnten hier offensichtlich kein engeres Verh\u00e4ltnis zueinander entwickeln. Der Scharwerksprozess, den die Leutstettener Untertanen gegen ihren Hofmarksherrn anstrengten, ist ein Beweis f\u00fcr die schlechte Qualit\u00e4t der Beziehung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Conclusion<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Auch wenn die Frage nach der Repr\u00e4sentativit\u00e4t des gezeigten Beispiels kritisch zu stellen ist, so scheint Sebastian von Pemler kein Einzelfall gewesen zu sein und kann stellvertretend f\u00fcr viele kleinere Hofmarksherrschaften gelten. Ma\u00dfhalten, vorausschauende Planung und gewissenhaftes Rechnen im Falle des Pemlerschen Haushalts m\u00f6gen individuelle Charakterz\u00fcge <em>eines<\/em> Landadeligen sein, der Vergleich mit dem Tutzinger Beispiel jedoch legt nahe, dass ein gewisser \u00f6konomischer Pragmatismus bez\u00fcglich des Finanzverhaltens durchaus verbreitet war. Auch wenn es Beispiele f\u00fcr Verschuldungen und adelige Verschwendungssucht gibt, so kennzeichnen wohl eher der umsichtige Umgang mit den zur Verf\u00fcgung stehenden Ressourcen das Bild adeligen Wirtschaftsgebarens.<\/p>\n<p>Wir haben gesehen, dass die finanziellen M\u00f6glichkeiten des Freiherrn von Pemler aufgrund mangelnder Einnahmen aus eintr\u00e4glichen Hof\u00e4mtern oder wirtschaftlicher Aktivit\u00e4ten, \u00fcberschaubar und begrenzt waren. Der Freiherr zeigte sich mit der akribischen F\u00fchrung seiner Ausgabenlisten und der Budgetierung, wie aus der Konstanz der get\u00e4tigten Ausgaben deutlich hervorgeht, als verantwortungsvoller Haushaltsvorstand. Das aus den feudalen Renten eingenommene Geld wurde nicht profitorientiert angelegt oder angespart, sondern f\u00fcr die laufenden Ausgaben f\u00fcr den Unterhalt des Schlosses bzw. f\u00fcr den Zukauf verschiedenster Dinge konsumtiv genutzt.<\/p>\n<p>Das Abstractum eines nicht sichtbar gehorteten Verm\u00f6gens war nicht relevant f\u00fcr die Reputation der Familie. Gewinnstreben, Gewinnmaximierung waren eher b\u00fcrgerliche Tugenden. Reichtum war kein integraler Bestandteil zur Bestimmung der Adelsqualit\u00e4t \u2013 ein Aspekt, der im Lauf des 19. Jahrhunderts mit dem Aufkommen der Zahnradbarone noch einmal eine wesentliche Rolle spielen sollte.<\/p>\n<p>Oberste Priorit\u00e4t im Wirtschaftshandeln vieler adeliger Familien im Alten Reich besa\u00df der Statuskonsum und der damit verbundene \u201eEhrgewinn\u201c f\u00fcr die Familie. Die Ausgabenb\u00fccher des Freiherrn geben ein beredtes Zeugnis eines Landadeligen, der in erster Linie ein feines und standesgem\u00e4\u00dfes Leben auf dem Lande realisieren musste. Die Statusdemonstration diente in erster Linie dem inneren Kreis der Standesgenossen. In diesem Zusammenhang ist der hohe Anteil der prestige- und statusorientierten Ausgaben zu sehen. Die handlungsleitende Motivation war hier die Vermehrung des Ansehens der Familie.<\/p>\n<p>Vor allem im d\u00f6rflichen Umfeld musste man sich durch die ostentative Zurschaustellung eines adeligen Lebensstils von den gro\u00dfb\u00e4uerlichen, an \u00f6konomischer Potenz in manchen F\u00e4llen \u00fcberlegenen Schichten abgrenzen \u2013 und auch hier war Freiherr von Pemler kein Einzelfall. Diese Statusdemonstration konnte zum Balanceakt werden, wie Margit Ksoll konstatierte: \u201eWenn auch verschiedene Faktoren zur Verschuldung adeliger Familien f\u00fchren konnten, so dienten sie doch wie zu sehen war, alle dem Erhalt der herausgehobenen Stellung, die jedoch, wurde die Verschuldung zu weit getrieben, auch verloren gehen konnte.\u201c<\/p>\n<p>Die Familie, die Dynastie, der gute Name war der wesentliche Gravitationspunkt und identit\u00e4tsstiftender Bezugspunkt des adeligen Selbstverst\u00e4ndnisses und des Wirtschaftshandelns. Weniger den individuellen Bed\u00fcrfnissen als den der Familie f\u00fchlte man sich verantwortlich. Es galt, das Werk der Vorfahren erfolgreich fortzusetzen und die Reputation best\u00e4ndig zu vermehren. Markgraf Albrecht Achilles formulierte im sp\u00e4ten 15. Jahrhundert: \u201egelt le\u00dft sich gewynnen und verlieren, ere nit.\u201c Dieser Satz hatte knapp dreihundert Jahre sp\u00e4ter immer noch nichts an seiner Bedeutung verloren, denn auch Sebastian von Pemler notierte: \u201eGleich gelt und gwalt verlieren sich, ein guter nam bleibt ewiglich.\u201c<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201e\u00dcber Geld spricht man nicht, Geld hat man\u201c \u2013 ist ein g\u00e4ngiges Sprichwort, das man im Hinblick auf das adelige Repr\u00e4sentationsbed\u00fcrfnis erg\u00e4nzen k\u00f6nnte \u201eund vor allem zeigt man, dass man es hat\u201c. 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