{"id":104116,"date":"2025-04-23T15:02:38","date_gmt":"2025-04-23T13:02:38","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104116"},"modified":"2025-04-23T15:02:38","modified_gmt":"2025-04-23T13:02:38","slug":"anfaenge-menschlicher-kultur","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/anfaenge-menschlicher-kultur\/","title":{"rendered":"Anf\u00e4nge menschlicher Kultur"},"content":{"rendered":"<p>Wie wurden Menschen zu dem, was sie heute sind? Menschen sind so vielf\u00e4ltig, dass sie sich nur grob, sehr vereinfachend und ohne klare Abgrenzung beschreiben lassen. Versucht man eine exklusive Definition, finden sich immer Beispiele, die dieser nicht entsprechen und trotzdem von Menschen als ihre Mitmenschen anerkannt werden. Um zu verstehen, was wir sind und wie wir dazu wurden, m\u00fcssen wir einen inklusiven und auf vielen Attributen aufbauenden Ansatz w\u00e4hlen. Da es Menschen nicht als von der Umwelt losgel\u00f6ste Individuen gibt, m\u00fcssen wir sie in ihrer Auseinandersetzung mit ihrer sozialen, materiellen und immateriellen Umwelt begreifen. Und Menschen und ihre Umweltbeziehungen wandeln sich, im Laufe ihrer Individualgeschichte, als Gruppen in historischen Zeiten und als Populationen in ihrer Entwicklungsgeschichte.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen daher Einblicke in tiefe Zeiten suchen, um den menschlichen Weg bis heute zu verstehen. Fossilien von Menschen und Menschen\u00e4hnlichen reichen viele Jahrmillionen zur\u00fcck. Aus den Knochen und Z\u00e4hnen und ihrem Fundkontext lassen sich etliche Verhaltensmuster ableiten. Ab einer Zeit vor etwas \u00fcber drei Millionen Jahren vor heute kommen mit Werkzeugen, die aufgrund der Erhaltungsbedingungen meist aus Stein sind, weitere Quellen hinzu, die ein zunehmend detaillierteres Bild der menschlichen Vernetzungen erlauben. Ein wichtiger Begleiter dieser menschlichen Auseinandersetzungen mit der Umwelt ist ihre Entwicklung in einem historisch-sozialen und damit kulturellen Kontext. Blicken wir also zur\u00fcck auf die f\u00fcr uns heute fassbaren Anf\u00e4nge menschlicher Kultur, um einige der fr\u00fchen Weichenstellungen auf unserem Entwicklungsweg zu entdecken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein R\u00fcckblick<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>2,4 Millionen Jahre vor heute, irgendwo in Ostafrika. Stellen wir uns folgende Szene vor:<\/p>\n<p>Eine Gruppe fr\u00fcher Menschen streift durch die Baumsavanne und h\u00e4lt nach Nahrung Ausschau. Die gro\u00dfe Gruppe mit 25 Mitgliedern besteht aus Erwachsenen und Jugendlichen, Kindern und \u00c4lteren, M\u00e4nnern und Frauen. Sie tragen zum Teil Steine mit sich herum. Als sie einen Leoparden entdecken, der eine von ihm get\u00f6tete Gazelle in einem Baum verzehrt, sammeln sie sich in der N\u00e4he und beobachten ihn. Der Leopard hat seinen Hunger schon weitgehend gestillt. Die Menschen geben den Kindern die mitgef\u00fchrten Steine, zuvor hergestellte Schneidger\u00e4te, und sammeln Wurfgeschosse in der Umgebung. Mit lautem Geschrei beginnt die ganze Gruppe, Steine und \u00c4ste auf das Raubtier zu werfen, das nach einigen Minuten, von manchen Geschossen getroffen, genervt abzieht und den Rest seiner Beute im Baum zur\u00fcckl\u00e4sst.<\/p>\n<p>Schnell klettern einige Menschen hoch und werfen den Kadaver herunter. Andere kommen hinzu und versuchen mit den Schneidwerkzeugen verwertbare Teile abzutrennen. Sie m\u00fcssen sich beeilen, denn schon naht eine Gruppe Hy\u00e4nen, die vom Geschrei angelockt wurde und ihnen die Beute streitig machen will. Mit gr\u00f6\u00dferen und kleineren St\u00fccken der Gazelle, Fleisch und Knochen, ziehen die Menschen davon und \u00fcberlassen den Konkurrenten den Rest. In einiger Entfernung an einem Ort mit gutem Blick lassen sie sich nieder. Das Fleisch wird zerteilt und die Knochen werden zerschlagen, um an das fettreiche Mark zu gelangen. Die Toleranz in der Gruppe ist gro\u00df; jede\/r bekommt etwas ab. W\u00e4hrend des Essens achten die Gruppenmitglieder immer wieder auf m\u00f6gliche Konkurrenten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wir Menschenaffen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Menschen in der Szene geh\u00f6ren zu unserer Gattung Homo, deren fr\u00fcheste Vertreter bislang auf 2,8 Millionen Jahre datiert werden. Sie gingen aufrecht auf zwei Beinen und besa\u00dfen schon menschentypische Greifh\u00e4nde mit den Fingern gegen\u00fcberstellbaren Daumen. Die Menschenformen der Gattung Homo und ihrer ausgestorbenen nahen Verwandten, der Homininen (dazu z\u00e4hlen u.a. Australopithecus und Paranthropus) geh\u00f6ren zur Familie der Menschenaffen (Hominiden). Mit Gorillas, Orang-Utans, Schimpansen, Bonobos (Zwergschimpansen) und Gibbons teilen die heutigen Menschen, <em>Homo sapiens<\/em>, und fr\u00fchere Menschenarten viele Gemeinsamkeiten, sowohl k\u00f6rperlich als auch im Verhalten (<strong>siehe Abb. 1<\/strong>).<\/p>\n<p>Die Mitglieder der Familie der Menschenaffen sind sehr sozial. Sie leben in engen Paarbeziehungen wie Gibbons, bilden Harems mit dominierenden Silberr\u00fccken wie Gorillas, pflegen eine intensive und lange Mutter-Kind-Bindung wie Orang-Utans oder finden sich in immer wieder neuen Gruppen zueinander wie Schimpansen. Allgemein durchleben sie eine lange Kindheit bzw. Jugend, bis sie selbst ihre ersten Kinder bekommen. Diese lange Phase im engen sozialen Miteinander erm\u00f6glicht vielf\u00e4ltiges und intensives Lernen voneinander. Ihre lebenslange Neugier erlaubt es aber auch noch erwachsenen Menschenaffen sich Neues anzueignen. Junge lernen von Alten, Alte von Jungen: Gruppentypische Traditionen k\u00f6nnen sich \u00fcber Generationen hinweg und quer zu ihnen herausbilden und damit ein Grundstein f\u00fcr Kultur legen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ressourcen und Werkzeuge<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Homininen nutzen verschiedene Nahrungsressourcen von Fr\u00fcchten und Bl\u00e4ttern \u00fcber Insekten bis hin zu gelegentlichem Verzehr von Fleisch. Gorillas haben ausgefeilte Techniken ausgebildet, um z.B. Nesseln ohne unangenehmes Brennen essen zu k\u00f6nnen. Insbesondere Orang-Utans und Schimpansen entwickelten vielf\u00e4ltigen und raffinierten Gebrauch von Werkzeugen um stachelige Fr\u00fcchte zu \u00f6ffnen, harte N\u00fcsse zu knacken, bei\u00dfende Ameisen zu angeln, Fl\u00fcssigkeiten aufzusaugen und klebrigen Honig zu dippen. Neben dem Nahrungserwerb nutzen sie Werkzeuge zur Fortbewegung, als Regenschutz, zur Verteidigung, zum Imponieren, zur Untersuchung von Unbekanntem und vielem mehr. F\u00fcr etliche Aufgaben werden Werkzeuge eigens hergestellt, f\u00fcr manche Unternehmungen von Schimpansen auch in Sets kombiniert. Die Werkzeuge erschlie\u00dfen neue Ressourcen f\u00fcr die Ern\u00e4hrung, bed\u00fcrfen aber auch geeigneter Techniken zu Herstellung und Gebrauch sowie Rohmaterialien, die wiederum Ressourcen darstellen. All dies eignen sich die Tiere im sozialen Umfeld durch Teilnahme, Beobachtung und die durch das Tun anderer angeregte Praxis an. Und dies bildet das Fundament der kulturellen Entwicklung des Menschen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Vom Informationsaustausch bis zur Basiskultur<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Herausbildung der menschlichen Gattung Homo und ihrer Umweltbeziehungen spielen Erweiterungen kultureller F\u00e4higkeiten eine wichtige Rolle. Kultur f\u00e4ngt weit vor Kunst, Musik, Religion und Philosophie an. Kennzeichen von kulturellem Tun (Performanz) sind die Entwicklung im sozialen Umfeld und seine Dauerhaftigkeit. Eine Grundlage bildet das Leben in sozialen Gruppen und das Aufnehmen von Informationen aus dem Verhalten der anderen, das das eigene Tun mitbestimmt. V\u00f6gel fliegen so im Schwarm, \u00e4ndern die Richtung oder lassen sich gemeinsam nieder. Bei der Erweiterung zum sozialen Lernen zeigen Informationen, die im sozialen Umfeld erworben wurden, eine l\u00e4ngere Wirkung auf das Verhalten \u00fcber den Moment hinaus. Zum Beispiel erfahren Bienen beim Schw\u00e4nzeltanz Hinweise auf vielversprechende Sammelgr\u00fcnde und suchen diese dann auf.<\/p>\n<p>Eine nochmalige Erweiterung bilden Traditionen. Sie sind sozial erworbene Performanzen, die \u00fcber Generationen fortbestehen und sich auch weiter entwickeln k\u00f6nnen. Ein ber\u00fchmtes Beispiel ist das S\u00fc\u00dfkartoffelwaschen der Makaken auf der japanischen Insel Koshima: Von der jugendlichen Imo entdeckt, s\u00e4uberten bald weite Teile der Gruppe das ihnen zur Verf\u00fcgung gestellte Futter von Sand und behielten dieses Verhalten \u00fcber Generationen bei. Auch die saisonalen Wanderwege von Huftieren wie z.B. Dickhornschafen sind nicht angeboren, sondern durch Teilhabe an den Wanderungen der \u00e4lteren Tiere tradiert. Traditionen bieten durch erprobte und von vielen geteilte Performanzen einige Vorteile: Nicht jedes Individuum muss in gleichem Ma\u00dfe erfinderisch sein, das Risiko von sch\u00e4dlichen Versuchen wird verringert, und die Konkurrenz innerhalb der Gruppe wird reduziert. Kommen mehrere Traditionen zusammen und bilden ein gruppentypisches Muster, dann spricht man von einer Basiskultur, wie sie bei Menschenaffen, aber auch Walen und neukaledonischen Kr\u00e4hen ausgepr\u00e4gt ist.<\/p>\n<p>Das aus der Gruppe gesch\u00f6pfte kulturelle Verhaltensrepertoire erlaubt eine Vielfalt und Wirkung des Tuns einer Population, wie es die einzelnen Mitglieder mit individuellen Handlungen nicht erreichen k\u00f6nnen. Im Laufe der letzten drei Millionen Jahre entwickelten Menschen dar\u00fcber hinaus reichende kulturelle Ausdrucksformen und M\u00f6glichkeiten der Entwicklung. Lange Handlungsstr\u00e4nge wurden z. B. allm\u00e4hlich in verschiedene kleinere Module aufgebrochen, wodurch sich einzelne Elemente leichter ver\u00e4ndern, in andere Zusammenh\u00e4nge stellen und auch kombinieren lie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Wie funktioniert Kultur?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kulturelle \u00c4u\u00dferungen sind nicht nur sozial erlernte und \u00fcber Generationen in der Gruppe beibehaltene Handlungen und ihnen zugrundeliegendes Wissen und Techniken, sondern auch ein Habitus in Form von Haltungen, Vorlieben, Rhythmen. W\u00e4hrend Handlungen durch Abschauen und zielgerichtetes Ausprobieren oder durch den Prozess imitierendes Wiederholen, gegebenenfalls mit mehr oder weniger Unterst\u00fctzung von Expertenindividuen, erlernt werden, werden die weniger greifbaren Kulturelemente des Habitus durch Teilhabe vermittelt. Ein Kind lernt durch Beteiligung, was seine Bezugspersonen essen, welche Wege sie einschlagen, wann sie weiterziehen oder ruhen, wie sie Furchteinfl\u00f6\u00dfendes einsch\u00e4tzen und darauf reagieren. Kultur ist also sozial erlernte und \u00fcber Generation vermittelte Praxis im Umgang mit sich und der Umwelt, die sich aus vielen einzelnen Performanzen \u2013 Handlungen und Habitus \u2013 zusammensetzt.<\/p>\n<p>Teil der Kultur sind auch die verschiedenen Umweltelemente, mit denen eine Gruppe auf eine kulturell gepr\u00e4gte Weise umgeht bzw. diese beeinflusst. Zu diesen Kulturaspekten geh\u00f6ren materielle Ressourcen wie Nahrung, Wasser und Rohmaterialien sowie immaterielle Ressourcen wie Techniken, Wissen und Gebr\u00e4uche. Erg\u00e4nzt werden sie durch Hilfsmittel und Helfer, aber auch durch Feinde und Konkurrenten sowie die unterschiedlichen Beziehungen zu ihnen. Werkzeuge und andere Artefakte stellen nicht nur ein Ergebnis von kulturellem Tun dar, sondern k\u00f6nnen als Medium weiteres Tun herausfordern und unterst\u00fctzen. Eine lange Lernphase in Kindheit und Jugend schafft zusammen mit intensivem und tolerantem sozialen Miteinander die M\u00f6glichkeit, Traditionen aufzubauen. Ein vielf\u00e4ltiger Umgang mit verschiedenen Elementen der Umwelt z.B. auch im Umgang mit Werkzeugen erweitert die Bandbreite m\u00f6glicher Traditionen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Zukunftsweisende Entwicklungen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Um 3,4 Millionen Jahre alt sind erste Hinweise aus Ostafrika auf die Herstellung von Steinger\u00e4ten und ihre m\u00f6gliche Nutzung als Schneidwerkzeuge, um Teile von Tierkadavern abzutrennen (<strong>siehe Abb. 2<\/strong>). Auf der Menschenaffengrundlage und mit dem Impuls dieser Neuerungen erweiterte die Gattung Homo zwischen drei und zwei Millionen Jahren vor heute ihre kulturelle Praxis (Habitus, Handlungen, Ressourcen) und schuf damit neue Nischen im Zusammenleben mit anderen Arten. Waren die gro\u00dfen Raubtiere wie L\u00f6wen, Leoparden, Geparden, verschiedene S\u00e4belzahnkatzen und Hy\u00e4nenarten, aber auch Krokodile bis dahin vor allem gef\u00fcrchtete Fressfeinde, verschoben sich ihre Rollen allm\u00e4hlich hin zu Konkurrenten um eine Ressource \u2013 Beutetiere. Im Wettbewerb um verwertbare Teile erlegter Tiere stehen untergeordneten Konkurrenten wie Wildhunden und Geparden \u2013 und zu ihnen z\u00e4hlen auch Menschen \u2013 verschiedene M\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung. Eine Strategie ist die r\u00e4umliche oder zeitliche Vermeidung gr\u00f6\u00dferer und kr\u00e4ftigerer Beutegreifer, eine andere eine unterschiedliche Beutewahl. Durch den Transport von Beuteelementen kann eine Konfrontation vermieden werden, durch den lautstarken Einsatz einer gro\u00dfen Gruppe k\u00f6nnen Konkurrenten vertrieben und Beute gesichert werden. In beiden F\u00e4llen kann Werkzeugeinsatz hilfreich sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Eine neue \u00f6kologische Rolle<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Menschen weiteten zwischen drei und zwei Millionen Jahren vor heute die Vielfalt und Flexibilit\u00e4t in ihrer Ern\u00e4hrung aus. W\u00e4hrend sich in Ostafrika weitgehend offene Graslandschaften durchsetzten, waren die Bedingungen im s\u00fcdlicher angrenzenden Malawi-Riftsystem feuchter, und offene W\u00e4lder herrschten vor. Menschen nutzten beide Umwelttypen gleicherma\u00dfen und zeigten damit eine gro\u00dfe Flexibilit\u00e4t und Vielseitigkeit in der Ern\u00e4hrung. Mit pflanzlicher Nahrung als Basis nutzten die Menschen Fleisch und Knochenmark verschiedener Land- und Wassertiere. Immer wieder erbeuteten sie Teile von Kadavern gr\u00f6\u00dferer Huftiere, von denen sie m\u00f6glicherweise die eigentlichen J\u00e4ger durch aggressives gemeinschaftliches Verhalten vertrieben hatten. Durch den Abtransport von Teilen sicherten sie sich die Beute.<\/p>\n<p>F\u00fcr die savannenbewohnenden Menschen wird angenommen, dass sie in gro\u00dfen Gruppen mit etlichen M\u00e4nnern lebten, die sich gemeinsam gegen Raubtiere verteidigten. Gegenangriffe der Menschen zur Verteidigung haben sich schrittweise in Angriffe zur Erbeutung von Kadavern und kooperative Jagd gewandelt; der tierische Anteil der Ern\u00e4hrung nahm zu. Unter den Fleischfressern nahmen sie allm\u00e4hlich eine besondere Rolle ein. <strong>a<\/strong>) Sie jagten, erbeuteten und verteidigten die Menschen als soziale Beutegreifer gemeinsam in gro\u00dfen Gruppen und entwickelten wahrscheinlich auch eigene Mechanismen der Beuteverteilung. <strong>b<\/strong>) Sie nutzten, neben Fleisch, von anderen Tierarten wenig beanspruchte Beuteteile wie Knochen zur Markgewinnung. Gleichzeitig bildete eine breite pflanzliche Ern\u00e4hrung mit Fr\u00fcchten, Wurzeln und Samen eine sichere Grundlage. <strong>c<\/strong>) Sie gebrauchten die Menschen Werkzeuge zu verschiedenen Zwecken wie Ern\u00e4hrung (zum Schneiden, Zerschlagen, Graben, wahrscheinlich auch \u00e4hnlich Schimpansen zum Sondieren und Aufsaugen), Verteidigung und anderen (\u00e4hnlich wie andere Menschenaffen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gemeinsam sind wir stark und lernen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die besondere Rolle der Menschen unter den Raubtieren der afrikanischen Savanne war durch ihr intensives Sozialverhalten in Verbindung mit zunehmendem Lernen in diesem sozialen Kontext gepr\u00e4gt. Durch gemeinsames und prosoziales Handeln in gr\u00f6\u00dferen Gruppen, etliche M\u00e4nner inklusive, entwickelten sich engere Gemeinschaften mit h\u00f6herer sozialer Toleranz, die wiederum das gemeinsame und prosoziale Handeln verst\u00e4rkten. Durch zunehmende Gruppengr\u00f6\u00dfe und eine engere Gemeinschaft wurden die M\u00f6glichkeiten des Lernens in sozialem Umfeld erweitert. Und zu lernen gab es immer mehr: welche Nahrung geeignet und wo, wann, wie zu erlangen war und wie man dabei kooperierte, welche Werkzeuge dabei zum Einsatz kommen konnten, wo sich Material f\u00fcr Ger\u00e4te finden lie\u00df und wie es bearbeitet werden musste zum Beispiel. Die schneidenden Werkzeugformen aus Stein lie\u00dfen sich erstmals nicht mit den Mitteln des eigenen K\u00f6rpers herstellen, sondern nur mit Hilfe anderer Werkzeuge.<\/p>\n<p>Beim Erwerb der zunehmenden Vielzahl an Wissenselementen und dazugeh\u00f6renden Fertigkeiten half Lernen im sozialen Umfeld. Je mehr geduldet wurde, dass andere am eigenen Tun teilhaben, desto leichter konnten die Ergebnisse des Handelns oder auch der Handlungsprozess von diesen anderen aufgenommen werden. Wenn zu der Duldung auch noch Ermunterung, eine positive oder negative R\u00fcckmeldung oder sogar eine Hilfestellung oder Demonstration kommen, k\u00f6nnen mehr und kompliziertere Abl\u00e4ufe und Zusammenh\u00e4nge erlernt werden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>H\u00e4ppchenweise<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In der Zeit zwischen drei und zwei Millionen Jahren vor heute entfaltete sich bei den Menschen eine Form des Tuns, die f\u00fcr unsere kulturelle Entwicklung bis heute richtungweisend ist. Handlungen wurden zunehmend in H\u00e4ppchen aufgeteilt. W\u00e4hrend Wurfgeschosse als Werkzeuge rasch dann vor Ort aufgeklaubt werden konnten, wenn ein Konkurrent vertrieben werden sollte, war es mit Schneidwerkzeugen aufw\u00e4ndiger. Neben einem Hammerstein wurde geeignetes Rohmaterial zum Abschlagen schneidender St\u00fccke ben\u00f6tigt, und das lag nicht unbedingt direkt neben einer Beute, die schnell zerlegt werden sollte. Es war von Vorteil, wenn man die Materialien schon vorausschauend suchte, eventuell auch Schneidger\u00e4te herstellte, ohne den zu zerlegenden Kadaver vor sich zu haben.<\/p>\n<p>Daf\u00fcr musste eine Handlung mit einem Zwischenziel (Schneidger\u00e4t herstellen &gt; Werkzeug haben) zunehmend vom eigentlichen Ziel (Zerlegen eines Kadavers &gt; Nahrungsaufnahme) entkoppelt werden. Das Unterteilen gro\u00dfer Handlungsstr\u00e4nge wie dem Zerlegen-eines-Kadavers-mit-einem-schneidenden-Werkzeug-und-allen-daf\u00fcr-notwendigen-Vorbereitungen bot zus\u00e4tzliche M\u00f6glichkeiten der Entwicklung, die die Menschen im Laufe der Zeit nutzten. Kleinere H\u00e4ppchen, sogenannte Module, lie\u00dfen sich leichter erlernen. Durch Verkettung mehrerer Module lie\u00dfen sich kompliziertere Abl\u00e4ufe vollziehen, als wenn die gesamte Handlung von Anfang bis Ende durchdacht sein musste.<\/p>\n<p>Da eine bestimmte Werkzeugnutzung nicht mehr direkt an ein bestimmtes Ziel gebunden war, erleichterte der Modulgebrauch au\u00dferdem Neuerungen im Verhalten durch Ver\u00e4nderung eines Moduls oder unterschiedliches Kombinieren. Und schlie\u00dflich erlaubten die Module, einzelne kleine Elemente der eigenen Handlung an andere auszulagern. Kleine H\u00e4ppchen wie das Tragen von Rohmaterial und Ger\u00e4ten konnten so z.B. auch von unerfahrenen Kindern \u00fcbernommen werden. Durch ein zunehmendes Aufteilen einer Handlung auf verschiedene Individuen wurden Kooperationen erweitert, der Gemeinsinn nahm zu und das Voneinander-Lernen wurde erleichtert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Braucht Kultur Vernunft, Sprache, Identit\u00e4t?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grundlage von Traditionen und damit auch Kultur sind das Erlernen von Performanzen im sozialen Kontext und deren Fortf\u00fchrung \u00fcber Generationen hinweg. Die Entwicklung kulturellen Tuns ben\u00f6tigt keine durchdachten Pl\u00e4ne zur L\u00f6sung klar definierter Probleme, sondern nur einen offeneren Umgang mit der materiellen Umgebung sowie mit dem sozialen Umfeld. Durch das Tun und die positive oder negative k\u00f6rperliche oder psychische Erfahrung seiner direkten Folgen kann sich eine Gewohnheit herausbilden, die sich durch Teilhabe in einer Gruppe ausbreiten kann. Ein tieferes Verst\u00e4ndnis des Tuns ist keine Voraussetzung; das reflektierende Ziehen eines Sinns aus einer Performanz ist meist nachgeordnet und setzt auch bei heutigen Menschen oft erst nach vielfachen Wiederholungen von Erfahrungen ein. Die geistige Durchdringung einer kulturellen Performanz ist ebenso wenig Bedingung f\u00fcr deren Entwicklung und Erhaltung wie Sprache oder eine niederschwelligere verbale Kommunikation.<\/p>\n<p>Ein gewisses Verst\u00e4ndnis einer Handlung und Motivation oder aktive Unterst\u00fctzung durch Gruppenmitglieder f\u00f6rdern das Erlernen, aber vieles kann auch ohne sprachlichen Beitrag \u00fcbernommen werden. Je komplexer allerdings Handlungsstr\u00e4nge und je undurchsichtiger Wirkzusammenh\u00e4nge in ihnen werden, desto hilfreicher wird eine differenzierte Kommunikation bei ihrer \u00dcbernahme durch ein anderes Gruppenmitglied. F\u00fcr die Entwicklungsgeschichte menschlicher Kultur kann angenommen werden, dass sich sowohl Kognition als auch Sprache mit zunehmender Auseinandersetzung mit der materiellen und sozialen Umgebung langsam und graduell herausgebildet haben. Kognition, Kommunikation und kulturelles Tun befruchteten sich in diesem Entwicklungsprozess st\u00e4ndig gegenseitig.<\/p>\n<p>Von dieser Koevolution betroffen ist auch die Wahrnehmung einer kulturellen Gruppenidentit\u00e4t. Bei Tierarten mit Basiskultur teilen sich verschiedene Gruppen unterschiedliche Verhaltensmuster, wobei oft eine gewisse Gruppenkonformit\u00e4t angestrebt wird: Einfach gesagt, die Gruppe bestimmt das Tun. Bis pers\u00f6nlich unbekannte Individuen nur aufgrund ihrer Traditionsmuster als Mitglieder der eigenen kulturellen Gruppe wahrgenommen werden, also das Tun die Gruppe bestimmt, ist es ein langer Weg. Und die pr\u00e4gendsten der vielfachen kulturellen Identit\u00e4ten heutiger Menschen sind immer noch oft haupts\u00e4chlich durch die Gruppe und erst nachrangig durch das gemeinsame Tun bestimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kulturelle Evolution<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wie schon verschiedentlich im oben Gesagten anklang, bezeichnet kulturelle Evolution nicht nur die Ver\u00e4nderung des kulturellen Inhalts, sondern beschreibt auch die Entwicklung der Entwicklungsprozesse. Die Vorfahren der Menschen besa\u00dfen nicht einfach irgendwann \u201aKultur\u2018. Vielmehr bildeten sich die Faktoren und Mechanismen der kulturellen Entwicklung, wie wir sie aus heutiger Sicht sehen, erst im Laufe der Menschheitsgeschichte heraus. Durch den zunehmenden Umgang mit der materiellen und sozialen Umgebung wurden Prozesse ausgel\u00f6st, die \u00fcber die Verbindung von individuellen Erfahrungen, gemeinschaftlichen Entwicklungen, Ver\u00e4nderungen der Lebenswelt und biologischer Evolution neue Wege f\u00fcr Menschen schuf. Ausgangspunkt f\u00fcr die Betrachtung der Entwicklungszusammenh\u00e4nge soll die Entfaltung eines menschlichen Individuums sein, das \u00fcber seine einzigartige Genkombination von m\u00fctterlicher und v\u00e4terlicher Seite evolution\u00e4r bedingt und im Zusammenspiel mit Umweltfaktoren Organe und Funktionen ausbildet \u2013 Sinnesorgane, Nervensystem, Verdauungsapparat, Skelett, Blutkreislauf, Hormonhaushalt, aber auch Entwicklungslinien wie den ungef\u00e4hren Ablauf der Lebensphasen und M\u00f6glichkeiten der Interaktion mit der Umwelt. Dieses Individuum macht bereits vor der Geburt Erfahrungen mit seiner physischen und sozialen Umwelt.<\/p>\n<p>Schon seine fr\u00fcheste Entwicklung ist zwar einzigartig, aber nicht individuell im Sinne von losgel\u00f6st von einer Au\u00dfenwelt. Kinder kommen nicht vollkommen naiv zur Welt; bereits in diesem fr\u00fchen Stadium haben sie nicht nur Stoffe durch die m\u00fctterliche Versorgung aufgenommen, sondern auch soziale Erfahrungen gesammelt wie Nahrungsvorlieben, Rhythmen, Stress und Emotionen. Im Laufe seines Lebens macht das Individuum fortlaufend weitere Erfahrungen mit seiner Umgebung, die es Neues lernen oder schon Erlerntes festigen lassen. Dabei steht es kontinuierlich im Austausch mit seiner physischen und sozialen Umwelt und ver\u00e4ndert diese: Ressourcen werden verbraucht und \u00fcber Stoffwechselprodukte und Artefakte neu geschaffen; Traditionen werden \u00fcbernommen und fortgef\u00fchrt, durch neues Tun modifiziert oder aufgegeben; Beziehungen werden aufgebaut, erhalten oder unterbrochen.<\/p>\n<p>Bei der kulturellen Evolution greifen drei Entwicklungsdimensionen mit unterschiedlichen Faktoren und Mechanismen ineinander. In der evolution\u00e4r-biologischen Dimension werden Gene in einer Population repliziert, mutieren und werden \u2013 durch die physische und soziale Umwelt \u2013 selektiert. In der individuell-ontogenetischen Dimension setzt sich ein Organismus mit seiner Umwelt auseinander, es werden Erfahrungen gemacht und neue Umgangsformen mit den Elementen der Umwelt entwickelt. Es wird wiederholt, Neues absichtlich oder unabsichtlich ausprobiert und gelernt.<\/p>\n<p>Einschneidende Erfahrungen k\u00f6nnen nicht nur auf das k\u00fcnftige Verhalten Einfluss nehmen, sondern auch durch epigenetische Prozesse auf die Aktivierungszust\u00e4nde von Genen. In der historisch-sozialen Dimension werden von Individuen entwickelte Performanzen in einer Gruppe \u00fcbernommen; es bilden sich Traditionen aus. Wird eine Neuerung (Erfindung, Invention) eines Einzelnen im Gruppenrepertoire aufgenommen, entwickelt sie sich zur Innovation. Innovationen sind allerdings h\u00e4ufig Gegenspieler von Traditionen, die durch das neue Verhalten verdr\u00e4ngt werden, weshalb Innovationen selten von allen Gruppenmitgliedern gleicherma\u00dfen willkommen gehei\u00dfen werden und oft auch scheitern. Gleichf\u00f6rmige Verhalten von Gruppen in Traditionen ver\u00e4ndern ihre Umwelt st\u00e4rker als individuelles Verhalten, wodurch sowohl neue Erfahrungs- und Lern-, als auch Selektionsumgebungen entstehen.<\/p>\n<p>Die drei Entwicklungsdimensionen k\u00f6nnen nicht f\u00fcr sich betrachtet werden, sondern sind miteinander und mit der Umwelt eng verwoben. Im Laufe der menschlich-kulturellen Entwicklungsgeschichte haben sich das Zusammenleben und Lernen in sozialen Gruppen intensiviert und damit auch die Mechanismen der historisch-soziale Dimension gewandelt. Durch ihre zunehmende Gewichtung und die dadurch hervorgerufenen Ver\u00e4nderungen der Umwelt wurde das gesamte Zusammenspiel der drei Entwicklungsdimensionen verschoben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ab wann k\u00f6nnen wir von Menschen reden?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gibt es <em>DEN<\/em> Menschen heute? Wo, wann und wie beginnt das Menschsein? L\u00e4sst es sich mithilfe von biologischen, sozialen, \u00f6kologischen oder kulturellen Merkmalen bestimmen? Zeigt es sich k\u00f6rperlich, im Denken, im Verhalten? Wie l\u00e4sst sich Menschsein geschichtlich, ethisch, rechtlich definieren? Betrachtet man die tiefe Geschichte der Menschen, dann wird deutlich, wie viele verschiedenartige Entwicklungen im Laufe von Jahrmillionen dazu beigetragen haben, uns zu der vielf\u00e4ltigen Art zu machen, die heute die gesamte Erde bev\u00f6lkert. Es l\u00e4sst sich daher kein Anfangspunkt des Menschseins bestimmen, und es gibt entwicklungsgeschichtlich betrachtet keine Essenz des Menschseins.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie wurden Menschen zu dem, was sie heute sind? Menschen sind so vielf\u00e4ltig, dass sie sich nur grob, sehr vereinfachend und ohne klare Abgrenzung beschreiben lassen. 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