{"id":104364,"date":"2025-04-28T13:28:11","date_gmt":"2025-04-28T11:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104364"},"modified":"2025-04-28T13:28:12","modified_gmt":"2025-04-28T11:28:12","slug":"denkmalpflege-in-einer-zerstoerten-stadt-muenchner-kulturbauten-in-der-nachkriegszeit","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/denkmalpflege-in-einer-zerstoerten-stadt-muenchner-kulturbauten-in-der-nachkriegszeit\/","title":{"rendered":"Denkmalpflege in einer zerst\u00f6rten Stadt"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Entstehung des Denkmalpflegegedankens in Deutschland<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Gro\u00dfe gesellschaftliche Umbr\u00fcche haben h\u00e4ufig zur Folge, dass die Menschen das Alte, Bekannte und Traditionelle verst\u00e4rkt sch\u00e4tzen, die \u201egute alte Zeit\u201c eben. So war es auch im 19. Jahrhundert, als Karl Friedrich von Schinkel, der preu\u00dfische Oberbaurat und h\u00f6chste Architekt Friedrichs des Gro\u00dfen von der \u201eEntdeckung des Bedrohten\u201c schrieb. Er erkannte damals die neu entstandene \u201eEntstehung des Erfordernisses\u201c, das Historische zu bewahren.<\/p>\n<p>Den geistesgeschichtlichen Hintergrund f\u00fcr seine \u00dcberlegungen bildete ein tiefgreifender Wandel, der das 19. Jahrhundert pr\u00e4gte. Die freiheitliche Gesellschaft, die sich infolge der Aufkl\u00e4rung und der Franz\u00f6sischen Revolution entwickelt hatte, gr\u00fcndete ihre Existenz auf das Streben \u201enach Erkenntnis und [&#8230;] rationaler Beherrschung der Welt\u201c.<\/p>\n<p>Die rasant fortschreitende technologische Entwicklung der Industrialisierung f\u00fchrte zu einschneidenden Ver\u00e4nderungen \u2013 in der Gesellschaft, in der Natur, in der gebauten Umwelt. Die Menschen waren verunsichert, ihre Lebenswelt ver\u00e4nderte sich rasant, die Gesellschaft wandelte sich. Dieser Zeitenwechsel begr\u00fcndete das Bed\u00fcrfnis, Historisches und Verg\u00e4ngliches zu erhalten, in Erinnerung an \u201edas Bekannte\u201c als Sicherheit gebender, unver\u00e4nderbaren Wertma\u00dfstab in einer noch unbekannten, \u201eneuen\u201c Zeit. Die Leistungen vergangener Zeiten wurden h\u00f6her gesch\u00e4tzt, als zeitgem\u00e4\u00dfe Errungenschaften. Und so fand eine l\u00e4ngst vergangene Epoche, das Gotische, pl\u00f6tzlich viele renommierte Anh\u00e4nger: gotische Bauten, die jahrhundertelang unvollendet und wenig beachtet in den St\u00e4dten standen, wurden in dieser Zeit fertig gebaut. Damals entstanden auch die ersten Verordnungen zum Schutz historischer Bauten, die \u201eklassische\u201c Denkmalpflege entwickelte sich ab etwa der Mitte des 19.\u00a0Jahrhunderts.<\/p>\n<p>Karl Friedrich von Schinkel hatte bereits 1815 die Einrichtung einer staatlichen Denkmalpflege gefordert; 1843 \u2013 zwei Jahre nach seinem Tod \u2013 wurde in Preu\u00dfen das Amt des \u201eKonservators f\u00fcr Kunstdenkm\u00e4ler\u201c eingef\u00fchrt. Schinkel hatte erkannt, dass die Erfassung des Bestandes an Bau- und Kunstdenkm\u00e4lern, die Inventarisation, der Ausgangspunkt f\u00fcr eine gelingende Denkmalpflege ist. 1882 trat die \u201eVerordnung \u00fcber die Inventarisierung der Baudenkm\u00e4ler in Bayern\u201c in Kraft; 1908 gr\u00fcndete Prinzregent Luitpold das \u201eGeneralkonservatorium der Kunstdenkmale und Altert\u00fcmer Bayerns\u201c \u2013 das heutige Bayerische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Theoriediskussion: konservieren, nicht restaurieren<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bis zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert hatten sich in der Denkmalpflege zwei gegens\u00e4tzliche Haltungen entwickelt. Die einen forderten einen behutsamen Umgang mit der historischen Bausubstanz und ihre Erhaltung. Daneben gab es Verfechter einer historisierenden Rekonstruktion, einer Zur\u00fcckf\u00fchrung auf den Ursprungszustand. Die Spannung zwischen den beiden Haltungen in der Denkmalpflege entlud sich um das Jahr 1900. In diesem Jahr hatte erstmals der Tag f\u00fcr Denkmalpflege in Deutschland stattgefunden; die Verfechter der traditionellen, historisierenden Restaurierung und die Vertreter der substanzschonenden Denkmalpflege lieferten sich dort heftige Auseinandersetzungen.<\/p>\n<p>Der deutsche Kunsthistorischer Georg Dehio (1850-1932) und sein \u00f6sterreichischer Kollege Alois Riegl (1858-1905) definierten die Erhaltungsvorstellungen schlie\u00dflich neu. Im Mittelpunkt ihrer Theorien stand die Denkmalsubstanz. Dehio verk\u00fcrzte seine Auffassung pr\u00e4gnant zu \u201ekonservieren, nicht restaurieren\u201c. Restaurieren bezeichnete damals eine Rekonstruktion, eine originalgetreue Wiederherstellung. Riegl stellte die \u201eDenkmalwerte\u201c ins Zentrum seiner Theorie: etwa den Erinnerungswert, den historischen Wert, den Gebrauchs- und den Kunstwert. Wichtig war ihm insbesondere der Alterswert, \u201edie Wertsch\u00e4tzung von Altersspuren, von Patina\u201c \u2013 f\u00fcr ihn eine \u201ewesentliche Dimension des Denkmals\u201c.<\/p>\n<p>Dehio und Riegl forderten eine Abkehr vom Weiterbau am Original, wie er im 19. Jahrhundert h\u00e4ufig vorgenommen worden war. Sie lehnten den Versuch, Bauten nachtr\u00e4glich zu vervollst\u00e4ndigen ab. Indem sie die Erhaltung der Substanz zum obersten Ziel erkl\u00e4rten, legten Georg Dehio und Alois Riegl den Grundstein f\u00fcr das heutige Verst\u00e4ndnis der Denkmalpflege in Deutschland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Zerst\u00f6rung &amp; Wiederaufbau in M\u00fcnchen \u2013 die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, denkmalpflegerische Ans\u00e4tze nach 1945<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Ende des Zweiten Weltkriegs kam auch in M\u00fcnchen die Diskussion \u00fcber die Erhaltung der historischen Substanz wieder auf, allerdings stellte sich diese Frage angesichts der immensen Zerst\u00f6rungen nur am Rande, vielmehr ging es darum, nach der Sch\u00fcttr\u00e4umung, der gr\u00f6\u00dften Bauma\u00dfnahme der Stadt M\u00fcnchen aller Zeiten, die unmittelbaren Lebensgrundlagen m\u00f6glichst schnell wieder herzustellen. In der Denkmalpflege standen sich nach dem Zweiten Weltkrieg, wie schon knapp 50 Jahre zuvor zu Zeiten Dehios und Riegls, in der Theoriediskussion verschiedene Ans\u00e4tze gegen\u00fcber. Jeder von ihnen fand im Wiederaufbau M\u00fcnchens in gewisser Weise Anwendung. Eine \u201eSubstanzdiskussion\u201c im klassischen Stil, wie sie von Dehio und Riegl Anfang des 20. Jahrhunderts gef\u00fchrt wurde, hatte angesichts eines Zerst\u00f6rungsbildes von bis zu 75 Prozent in der M\u00fcnchener Altstadt allerdings keine Aussicht auf Erfolg, sie wurde denn auch nicht gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Von besonderer Bedeutung war in M\u00fcnchen der st\u00e4dtische Wiederaufbauplan vom Stadtbaurat Karl Meitinger, das \u201eNeue M\u00fcnchen\u201c, welcher bereits bei der zweiten Sitzung des M\u00fcnchner Stadtrats am 9. August 1945 beschlossen worden war und der die Grundz\u00fcge des Wiederaufbaus f\u00fcr viele Jahrzehnte festlegte. M\u00fcnchen sollte sein typisches Gepr\u00e4ge nicht verlieren und auch nach diesen umfassenden Zerst\u00f6rungen des Krieges und der Schuttr\u00e4umung, bei der sehr viele der noch intakten Fassaden Sicherheitsaspekten geopfert werden mussten, erkennbar \u201em\u00fcnchnerisch\u201c bleiben. Karl Meitinger, der Vater des sp\u00e4teren TU-Pr\u00e4sidenten und Ehrenb\u00fcrgers der Stadt M\u00fcnchen, Otto Meitinger, entwickelte unter gro\u00dfen pers\u00f6nlichen Gefahren bereits w\u00e4hrend der Kriegszeit dieses Wiederaufbaukonzept, das vorsah, Stra\u00dfen, Wege und Pl\u00e4tze sowie monumentale Bauten wiederaufzubauen, aber an den Orten der gr\u00f6\u00dften Zerst\u00f6rungen auch \u201eim Sinne der Altstadt\u201c neu zu bauen.<\/p>\n<p>So war es m\u00f6glich, dass unter diesem Wiederaufbaukonzept zeitgleich verschiedene denkmalpflegerische Wiederaufbaukonzepte zur Umsetzung kamen \u2013 von der Erhaltung des noch Vorhandenen und der Reparatur der Ruinen bis hin zum kompletten Neubau.<\/p>\n<p>Die wichtigsten denkmalpflegerischen Grunds\u00e4tze in der unmittelbaren Nachkriegszeit in M\u00fcnchen waren<\/p>\n<ul>\n<li>die \u201erestauratorische Denkmalpflege\u201c, welche keine Ver\u00e4nderung an der historischen Substanz, und lediglich die Sicherung und den Erhalt der historischen Substanz als \u201eauthentisches Zeugnis (Dehio)\u201c vorsah. Aufgrund des immens hohen Zerst\u00f6rungsbildes gibt es f\u00fcr diesen idealistischen Ansatz, wie ihn Georg Dehio und Alois Riegl zu Beginn des 20. Jahrhunderts, gleichsam als das \u201eMantra der modernen Denkmalpflege\u201c pr\u00e4gten, keine Beispiele.<\/li>\n<li>Die \u201erekonstruktive Denkmalpflege\u201c, bei der weniger der Substanzbezug im Mittelpunkt stand, sondern vielmehr ein \u201eWiederaufbau im alten Stil\u201c, wenn n\u00f6tig, auch ohne authentische Substanz, mit dem Ziel des Erhalts einer \u201etypischen\u201c st\u00e4dtebaulichen Situation. Der um den Wiederaufbau M\u00fcnchens sehr verdiente Architekt Erwin Schleich war der wohl renommierteste Anh\u00e4nger der \u201erekonstruktiven Denkmalpflege\u201c. Ihm verdankt z.B. das Alte Rathaus in M\u00fcnchen seinen Turm: im Zweiten Weltkrieg schwer besch\u00e4digt, wurde das Alte Rathaus ab 1952 wieder aufgebaut, zun\u00e4chst ohne Turm. Dessen Wiederherstellung beschloss der Stadtrat erst 1970. Erwin Schleich rekonstruierte ihn 1971-74 nach dem Vorbild des gotischen Originals von 1493. Dieser Turm wurde 2018 als ein \u201eDenkmal des Wiederaufbaus\u201c auf die Denkmalliste genommen. Ein weiteres Beispiel ist das am R\u00fccken der Feldherrnhalle gelegene Preysing-Palais, das vom selben Architekten in idealisierter Form wieder aufgebaut wurde.<\/li>\n<li>Bei der \u201esch\u00f6pferischen Denkmalpflege\u201c ging es um den Erhalt pr\u00e4gender Substanz, aber mit der M\u00f6glichkeit der \u201efreien Interpretation im Inneren\u201c, also dort, wo die gr\u00f6\u00dften Sch\u00e4den an den Geb\u00e4uden entstanden sind. Diese Form der \u201eFassadendenkmalpflege\u201c hatte das Ziel des Erhalts einer \u201e\u00fcbergeordneten Gesamtsituation\u201c. Georg Lill, Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes f\u00fcr Denkmalpflege 1929-1950, Karl Meitinger und der Architekt Rudolf Esterer beispielsweise waren Vertreter dieser \u201esch\u00f6pferischen\u201c Denkmalpflege: F\u00fcr Esterer, den ersten Nachkriegspr\u00e4sidenten der Bayerischen Schl\u00f6sserverwaltung, stand die \u201eSch\u00f6pferische Denkmalpflege\u201c im Gegensatz zum \u201ekonservieren, nicht restaurieren\u201c Dehios und Riegls. In der Praxis ging er soweit, dass er den noch vorhandenen, (besch\u00e4digten) Bestand im Sinne des Originals neu interpretierte, etwa bei der Wiederherstellung der Kaiserburg N\u00fcrnberg. In M\u00fcnchen gab er zugunsten des Einbaus des Herkulessaals die nach dem Krieg noch erhaltene Raumfolge des Thronsaals im Festsaalbau der Residenz auf, griff also auch massiv in historische Substanz ein. Ein weiteres typisches Beispiel dieses sehr h\u00e4ufig angewandten Konzepts ist der Wiederaufbau der <em>Alten Akademie<\/em> in der Neuhauser Stra\u00dfe durch den Architekten Josef Wiedemann.<\/li>\n<li>Die \u201ekreative Denkmalpflege\u201c war ein Mischling zwischen sch\u00f6pferischer und restauratorischer Denkmalpflege, hier sollte der noch vorhandene Bestand gesichert und die Sch\u00e4den am Geb\u00e4ude, ausgebessert durch Neubauteile, sichtbar gemacht werden. Ein besonders sch\u00f6nes Beispiel dieses Konzeptes ist die Instandsetzung der Alten Pinakothek durch den Architekten Hans D\u00f6llgast, der in vergleichbarer Weise auch beim Kloster Sankt Bonifaz t\u00e4tig gewesen war.<\/li>\n<li>Eine weitere Herangehensweise war der Abriss zerst\u00f6rter Geb\u00e4ude und an deren Stelle \u201eim Sinne der Altstadt\u201c errichtete Neubauten. Ein gutes Beispiel f\u00fcr die Architektur der Nachkriegszeit ist auch die von Sep Ruf und Theo Papst gestaltete Neue Maxburg: Die Ruine wurde bis auf den Turm, der in den Neubau intergiert wurde, abgetragen. Die bis 1957 fertiggestellte Neue Maxburg ist eine freie Interpretation des historischen Vorbilds. Die Stahlbeton-Skelett-Konstruktion zeigt eine moderne Architektursprache, die st\u00e4dtebauliche Konzeption als offene Hofanlage entspricht dem Plan Karl Meitingers. Seit 1999 steht die Neue Maxburg unter Denkmalschutz.<\/li>\n<\/ul>\n<p>In Bayern gelang es, trotz der weitreichenden Sch\u00e4den, gro\u00dfe Teile des baulichen Erbes zu erhalten. In besonderer Weise ist es der Stadt M\u00fcnchen gelungen, den \u201eCharakter der Stadt\u201c durch vorausschauende Planungen zu erhalten. Den gr\u00f6\u00dften Anteil an dieser Erfolgsgeschichte hatte der Stadtbaurat Karl Meitinger, der \u2013 noch w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs \u2013 seine Schrift \u201eDas neue M\u00fcnchen\u201c entwickelt hatte, die der M\u00fcnchener Stadtrat unter Oberb\u00fcrgermeister Thomas Wimmer sehr schnell, bevor andere architekturtheoretische Diskussionen Gewicht bekamen, als sein Stadtentwicklungsplanung beschlossen hatte.<\/p>\n<p>Alle die vorgenannten denkmalpflegerischen Herangehensweisen konnten unter dem \u00fcbergeordneten Konzept von Karl Meitinger umgesetzt werden, da dieses ausreichend Freir\u00e4ume hierf\u00fcr bot. Allerdings reichten die Grundaussagen des \u201eMeitinger-Plans\u201c v\u00f6llig aus, um die stark zerst\u00f6rte Stadt wieder in typischer Weise aufzubauen, anstatt sie in modernen Formen neu zu errichten, wie dies damals vielfach gefordert wurde. Seine Vorschl\u00e4ge sind von gro\u00dfer Weitsicht, sensiblem Umgang mit der Geschichte und klarem Blick f\u00fcr die Potenziale der noch in Tr\u00fcmmern liegenden Stadt gepr\u00e4gt: Die Nutzung der historischen Grundrisse und Stra\u00dfenz\u00fcge bildete zusammen mit der Reparatur stadtbildpr\u00e4gender Einzelbauten und der Einbeziehung erhaltener Fassaden die Basis des M\u00fcnchener Wiederaufbaus.<\/p>\n<p>Um die verbliebenen baulichen Strukturen herum konnten sich moderne Neubauten behutsam in das gewachsene Stadtbild einf\u00fcgen. Meitinger integrierte zudem ein neues Ringstra\u00dfensystem in das Stadtgef\u00fcge, das ein stark zunehmendes Verkehrsaufkommen aufnehmen konnte. Geradezu vision\u00e4r muten angesichts der Zerst\u00f6rung seine Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein k\u00fcnftiges U-Bahn-System an.<\/p>\n<p>Der Wiederaufbau auf historischen Grundrissen und Stra\u00dfenf\u00fchrungen war im Jahr 1946 alles andere als eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. In Hannover z.B. wurden stattdessen die historischen Strukturen von Stra\u00dfen, Wegen und Pl\u00e4tzen aufgel\u00f6st. Die Ruinen historischer Bauten wurden fast vollst\u00e4ndig abgetragen; nur herausragende Denkm\u00e4ler wie z.B. Kirchen blieben, gleichsam als \u201eTraditionsinseln\u201c, stehen. In Hannover orientierte man sich, dem Motto \u201eR\u00e4der k\u00f6nnen rollen\u201c folgend, am Ideal der autogerechten Stadt.<\/p>\n<p>Der Wiederaufbau M\u00fcnchens entwickelte eine eigene Sprache, es entstand eine typische M\u00fcnchener Wiederaufbauarchitektur, f\u00fcr die beispielhaft etwa die von Josef Wiedemann erneuerte und erg\u00e4nzte Alte Akademie steht.<\/p>\n<p>War der Umgang mit der historischen Substanz in der Zeit des Wiederaufbaus teilweise noch recht frei, \u00e4nderte sich dies Anfang der 1960er Jahre \u2013 bedingt auch durch massive Ver\u00e4nderungen in den Strukturen der St\u00e4dte. Dieser Wandel ist \u2013 knapp 20 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs \u2013 nachvollziehbar: Der Bauboom der Wirtschaftswunderzeit wurde vielerorts als eine \u201ezweite Zerst\u00f6rungswelle\u201c empfunden, die den \u00fcbriggebliebenen Rest historischer Bausubstanz wegzuschwemmen drohte. Historische Bauten erschienen als gef\u00e4hrdet. Nach dem umfassenden \u201eWeiterbauen am Denkmal\u201c wurde die Authentizit\u00e4t von Denkm\u00e4lern in Form ihrer historischen Substanz wieder in den Mittelpunkt ger\u00fcckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Charta von Venedig: der Substanzbegriff kehrt zur\u00fcck<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Isola di San Giorgio Maggiore war im Jahr 1964 Schauplatz des Internationalen Kongresses der Architekten und Techniker der Denkmalpflege. Hier entstand die Charta von Venedig \u2013 ein Thesenpapier, das die Prinzipien, die in der Theoriediskussion um 1900 erarbeitet worden waren, neu formulierte. Die Charta gilt auf internationaler Ebene als Grundlage f\u00fcr den Umgang mit historischer Bausubstanz. Sie definiert Denkm\u00e4ler als lebendige Zeugnisse jahrhundertelanger Entwicklung. Die Menschheit sei daf\u00fcr verantwortlich, ihr gemeinsames Erbe f\u00fcr k\u00fcnftige Generationen zu bewahren, so die Charta. Einen Schwerpunkt legten die Verfasser des Dokuments auf den Wert der Instandhaltung. Dabei sollen alle Epochen respektiert und die historischen Werte erhalten werden.<\/p>\n<p>Die Charta von Venedig setzte Standards, die in der Denkmalpflege bis heute G\u00fcltigkeit haben: Sie definierte erstmals den Begriff des \u201est\u00e4dtebaulichen Ensembles\u201c, sie beschreibt Kulturlandschaften ebenso als sch\u00fctzenswert, wie Industriebauten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>1973: ein Denkmalschutzgesetz f\u00fcr Bayern <\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wie schon etwa 100 Jahre zuvor l\u00f6sten die tiefgreifenden Ver\u00e4nderungen in der Lebenswelt der Menschen einen Bewusstseinswandel aus. Die Stimmung in der Bev\u00f6lkerung \u00e4ndert sich in diesen Jahren auch in Bayern. Als in M\u00fcnchen das Roman-Mayr-Haus am Marienplatz zugunsten eines Neubaus f\u00fcr eine Filiale von Kaufhof abgerissen werden soll, fordern B\u00fcrgerproteste rechtlichen Schutz gegen \u201edas W\u00fcten der Architekten\u201c. Mit der Verabschiedung des von Dr. Erich Schosser mitinitiierten Denkmalschutzgesetzes im Jahr 1973 erh\u00e4lt die Arbeit der staatlichen Denkmalpflege in Bayern eine gesetzliche Grundlage. Das Denkmalschutzgesetz erg\u00e4nzt die Bayerische Verfassung, die in Artikel 141 schon seit 1946 festlegt: \u201eStaat, Gemeinde und K\u00f6rperschaften des \u00f6ffentlichen Rechts haben die Aufgabe, Denkm\u00e4ler zu sch\u00fctzen und herabgew\u00fcrdigte Denkm\u00e4ler ihrer fr\u00fcheren Bestimmung wieder zuzuf\u00fchren&#8230;\u201c. Was ein Denkmal ist, definiert das Bayerische Denkmalschutzgesetz seit 45 Jahren folgenderma\u00dfen: \u201eEin Denkmal ist eine vom Menschen geschaffene Sache aus vergangener Zeit [&#8230;], deren Erhaltung aufgrund ihrer geschichtlichen, k\u00fcnstlerischen, st\u00e4dtebaulichen, wissenschaftlichen oder volkskundlichen Bedeutung im Interesse der Allgemeinheit liegt.\u201c<\/p>\n<p>Der Begriff der Substanz findet sich auch im Bayerischen Denkmalschutzgesetz. Artikel 5 fordert: \u201eBaudenkm\u00e4ler sollen m\u00f6glichst entsprechend ihrer urspr\u00fcnglichen Zweckbestimmung genutzt werden.\u201c Und, falls dies nicht m\u00f6glich sein sollte: \u201esollen die Eigent\u00fcmer [&#8230;] eine der urspr\u00fcnglichen gleiche oder gleichwertige Nutzung anstreben. Soweit dies nicht m\u00f6glich ist, soll eine Nutzung gew\u00e4hlt werden, die eine m\u00f6glichst weitgehende Erhaltung der Substanz auf die Dauer gew\u00e4hrleistet. [&#8230;]\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Aktuelle Fragestellungen \u2013 oder: Nichts Neues?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Fragestellungen, mit denen sich die Denkmalpflege heute auseinanderzusetzen hat, sind \u2013 wenn auch unter ver\u00e4nderten Vorzeichen \u2013 immer wieder dieselben. Das ist nicht weiter verwunderlich, denn wie die Geschichte zeigt, ist die Denkmalpflege auch ein Spiegel der Entwicklung, sie ist ein gesellschaftliches Anliegen. Das Bed\u00fcrfnis, Altes zu erhalten, die gewohnte Umwelt zu sch\u00fctzen, tritt immer dann besonders stark auf, wenn massive Ver\u00e4nderungen passieren.<\/p>\n<p>Denkmalverluste ersch\u00fcttern uns nach wie vor. Ich erinnere an dieser Stelle nur an zwei unwiederbringliche Verluste im letzten Jahr: In Donauw\u00f6rth wurde das so genannte Wagenknechthaus im 700. Jahr seines Bestehens abgebrochen \u2013 zugunsten des Neubaus eines Gesch\u00e4ftshauses.<\/p>\n<p>In Giesing verschwand das so genannte Uhrmacherh\u00e4usl: Innerhalb weniger Minuten wurde das alte Handwerkerhaus abgerissen \u2013 eigentlich sollte es instandgesetzt werden, die zwischen Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und Stadt M\u00fcnchen abgestimmte Genehmigung f\u00fcr eine behutsame Sanierung war wenige Wochen zuvor erst erteilt worden, f\u00fcr den Abriss selbstverst\u00e4ndlich nicht. Die entsetzten und ver\u00e4rgerten Nachbarn wurden t\u00e4tig: sie informierten die Beh\u00f6rden und die Medien, organisierten Informationsveranstaltungen und Mahnwachen, brachten das Thema an die \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Das B\u00fcrgerschaftliche Engagement zugunsten der Denkmalpflege w\u00e4chst momentan \u2013 Beispiele wie das Uhrmacherh\u00e4usl, zu dessen Gedenken es immer noch Mahnwachen von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern gibt, zeigen dies. Aber auch f\u00fcr die Tierklinik in M\u00fcnchen, die drei alten H\u00e4user an der Sailerstra\u00dfe und viele andere Geb\u00e4ude gibt es engagierte F\u00fcrsprecher. Nicht immer handelt es sich bei diesen Bauten um Denkm\u00e4ler, nicht immer ist es mit den Instrumentarien des Denkmalschutzgesetzes m\u00f6glich, diese \u201egef\u00fchlten Denkm\u00e4ler\u201c zu erhalten.<\/p>\n<p>Historische Geb\u00e4ude, Denkm\u00e4ler oder auch nicht, sind vielfach bedroht. In den Ballungsr\u00e4umen vom gro\u00dfen Siedlungs- und Baudruck, in den l\u00e4ndlichen Regionen vom Leerstand. Mit dem Kommunalen Denkmalkonzept \u2013 kurz KDK \u2013 bietet das Bayerische Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege seit Kurzem ein neues Instrumentarium an: Es richtet sich an alle Gemeinden in Bayern, die sich mit ihrer historischen Identit\u00e4t auseinandersetzen und sie bewahren wollen. Das bauliche Erbe eines Ortes ist eine wertvolle Ressource, es bietet Alleinstellungsmerkmale. Ein KDK ist auf zehn bis f\u00fcnfzehn Jahre angelegt und zeigt in drei Schritten Wege auf, diese Qualit\u00e4ten zu erhalten und weiterzuentwickeln: nach der Analyse der St\u00e4rken, der erhaltenswerten, pr\u00e4genden Bausubstanz, wird der Handlungsbedarf definiert.<\/p>\n<p>Ziel des KDK ist die St\u00e4rkung der lokalen Identit\u00e4t \u2013 im dritten Schritt werden daher konkrete L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge f\u00fcr die jeweilige Kommune erarbeitet. Dann geht es z.B. darum, Nutzungskonzepte f\u00fcr leerstehende ehemals landwirtschaftlich genutzte Bauten zu entwickeln, oder zu \u00fcberlegen, wie die Nachverdichtung denkmalvertr\u00e4glich gestaltet werden kann. Aktuell gibt es rund 20 Projekte, die \u00fcber ganz Bayern verteilt laufen. Das KDK wird von den Kommunen gut angenommen; es wird hoffentlich die Zukunft vieler Denkm\u00e4ler und historischer baulicher Strukturen sichern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Denkm\u00e4ler der Zukunft \u2013 Zukunft der Denkm\u00e4ler<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Denkmalpflege ist das \u201eBewahren der vorletzten Generation\u201c. Es braucht einen gewissen Abstand zu den baulichen Zeugnissen vergangener Zeit, um sie in ihrer Qualit\u00e4t wirklich beurteilen zu k\u00f6nnen. Bei den Geb\u00e4uden der letzten 30, 40, 50 Jahre braucht es \u2013 neben den weiterhin wichtigen traditionellen Methoden \u2013 neues Wissen: wie gehen wir mit den Baustoffen um, die in der Nachkriegsmoderne Verwendung fanden? Beton, Aluminium, Glas \u2013 sie wurden verbaut, ohne dass man wusste, wie sie Nutzung und Witterung \u00fcberdauern. Die Gestaltung der Bauten orientierte sich prim\u00e4r an deren Aussehen, es wurde f\u00fcr die \u00c4sthetik gebaut; Nachhaltigkeit oder Reparaturf\u00e4higkeit spielten eine untergeordnete Rolle. F\u00fcr diese Bauten braucht die Denkmalpflege neue Herangehensweisen \u2013 auch muss die Forderung nach der Erhaltung der \u201ehistorischen Substanz\u201c in diesem Zusammenhang m\u00f6glicherweise \u00fcberdacht werden.<\/p>\n<p>Bauliche Qualit\u00e4ten der 1970er, 1980er Jahre, die sich bis heute erhalten haben, werden wir nur mit \u201eaktuellem Know-How\u201c erhalten k\u00f6nnen. Wer wei\u00df, vielleicht stehen eines Tages architektonische Zeugnisse der M\u00fcnchener Geschichte wie der Gasteig, die Pinakothek der Moderne oder die F\u00fcnf H\u00f6fe auf der Bayerischen Denkmalliste? Dies allerdings nur, wenn diese Geb\u00e4ude ihre \u201eerste Phase der gesellschaftlichen Pr\u00fcfung\u201c \u00fcberstehen, und beim Gasteig kann man sich inzwischen fast sicher sein, dass dies nicht passieren wird. Dieses hoch funktionale, akustisch keineswegs schlechte und architektonisch sehr typische Geb\u00e4ude der 80-er Jahre wird nicht \u00fcberleben. Er wird eines der abgegangenen \u201eFast-Denkm\u00e4ler\u201c sein, wie das Schwabylon oder das schwarze Hochhaus an der M\u00fcnchner Freiheit, das \u2013 um die Stadtsilhouette zu schonen \u2013 bis auf wenige Geschosse abgetragen und zu einem architektonischen Kr\u00fcppel umgestaltet wurde. Schade!<\/p>\n<p>Aber die Denkmalliste wird in jedem Fall fortgeschrieben werden \u2013 neue Denkm\u00e4ler, die im Interesse der Allgemeinheit erhaltenswert sind, und die diese \u201eerste Phase ohne Schutz\u201c \u00fcberlebt haben, werden hinzukommen. Dass Denkmalpflege ein gesellschaftliches Anliegen ist, daran gibt es keinen Zweifel: sie spiegelt gesellschaftliche Bed\u00fcrfnisse wieder, ihre Aufgaben ver\u00e4ndern sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Entstehung des Denkmalpflegegedankens in Deutschland \u00a0 Gro\u00dfe gesellschaftliche Umbr\u00fcche haben h\u00e4ufig zur Folge, dass die Menschen das Alte, Bekannte und Traditionelle verst\u00e4rkt sch\u00e4tzen, die \u201egute alte Zeit\u201c eben. So war es auch im 19. 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