{"id":104407,"date":"2025-04-28T15:34:07","date_gmt":"2025-04-28T13:34:07","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104407"},"modified":"2025-04-29T09:31:59","modified_gmt":"2025-04-29T07:31:59","slug":"der-einfall-der-hunnen-nach-europa-um-370-und-seine-folgen-das-reich-attilas-bis-zum-zerfall-453-454","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-einfall-der-hunnen-nach-europa-um-370-und-seine-folgen-das-reich-attilas-bis-zum-zerfall-453-454\/","title":{"rendered":"Der Einfall der Hunnen nach Europa um 370 und seine Folgen"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEinzigartiger der Hunnen, K\u00f6nig Attila,<\/p>\n<p>Spross seines Vaters Mundzuc,<\/p>\n<p>Herr der tapfersten St\u00e4mme,<\/p>\n<p>Der mit nie zuvor geh\u00f6rter Macht<\/p>\n<p>Alleinherrscher skythischer und germanischer Reiche war,<\/p>\n<p>Der Roms beide Imperien durch die Eroberung seiner St\u00e4dte in Schrecken versetzte<\/p>\n<p>Und der, statt alles \u00dcbrige als Beute zu unterwerfen,<\/p>\n<p>sich durch Bitten erweichen lie\u00df,<\/p>\n<p>einen j\u00e4hrlichen Tribut in Empfang zu nehmen.<\/p>\n<p>Nachdem er das alles durch des Gl\u00fcckes Lauf vollbracht hat,<\/p>\n<p>Starb er nicht an einer Wunde von Feindeshand,<\/p>\n<p>Nicht durch die Hinterlist seiner Angeh\u00f6rigen,<\/p>\n<p>Sondern ohne dass sein Volk Verluste erlitt,<\/p>\n<p>Schmerzlos unter fr\u00f6hlichen Umst\u00e4nden.<\/p>\n<p>Wer will das f\u00fcr das Ende halten,<\/p>\n<p>F\u00fcr das er keine Rache zu \u00fcben gedenkt?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diesen Hymnus sangen hunnische Adlige 453 bei der n\u00e4chtlichen Totenfeier ihres \u00fcberraschend verstorbenen K\u00f6nigs Attila. Die lateinische Fassung \u00fcberliefert der gotische Historiker Jordanes, und man hat mit Recht vermutet, dass sie letztlich auf ein hunnisches Original zur\u00fcckgeht.<\/p>\n<p>Etwa 80 Jahre zuvor waren erstmals Gruppen von Reiternomaden aus der Steppe n\u00f6rdlich des Schwarzen Meeres \u00fcber den Don, die Grenze zwischen Europa und Asien, nach Westen vorgesto\u00dfen und hatte in mehreren K\u00e4mpfen um 375 das Gro\u00dfreich des ostgotisch-greutungischen K\u00f6nigs Ermanarich zerschlagen. Hunnen war der gemeinsame Name, den ihnen unsere griechischen und lateinischen Quellen gaben, ohne dass wir daraus auf eine einheitliche V\u00f6lkerschaft schlie\u00dfen d\u00fcrfen. Dank ihrer Kampfkraft, der Schnelligkeit ihrer Pferde und der Reichweit und Durchschlagskraft ihrer Reflexbogen waren sie dem Gegner \u00fcberlegen. Ihr Erfolg gegen Ermanarich verdankte sich zudem einer gr\u00f6\u00dferen Kriegerkoalition, zu der Alanen n\u00f6rdlich des Kaukasus gesto\u00dfen waren. Wie locker die Koalition war, zeigte sich, als Nachfolger Ermanarichs mit hunnischen Verb\u00fcndeten gegen die Alanen vorgingen.<\/p>\n<p>Hunnische und alanische Gruppen waren auch unter den gotischen Scharen, die vor dem Druck der Hunnen \u00fcber die Donau ins R\u00f6mische Reich auswichen und 378 bei Adrianopel das Heer des ostr\u00f6mischen Kaisers Valens vernichteten. Traditionell gelten diese Jahre als der Beginn der V\u00f6lkerwanderung. Bei den zeitgen\u00f6ssischen r\u00f6mischen Historikern Eunapius und Ammianus Marcellinus und bei den Kirchenv\u00e4tern Ambrosius und Hieronymus spiegelt sich das Entsetzen, das seit 378 die verheerenden \u00dcberf\u00e4lle und Pl\u00fcnderungen einzelner Hunnengruppen s\u00fcdlich der Donau ausl\u00f6sten. 395 und 398 folgten weitr\u00e4umige Einf\u00e4lle in Mesopotamien, Syrien und Kleinasien.<\/p>\n<p>Doch Ostrom und Westrom bedienten sich nun auch hunnischer Kontingente als Milit\u00e4rhilfe in innerr\u00f6mischen Auseinandersetzungen. So bot der westr\u00f6mische Heermeister Bauto 383 Hunnen gegen den gallischen Usurpator Magnus Maximus auf. Mit ihnen trat Kaiser Theodosius 388 ebenfalls Magnus Maximus in Pannonien entgegen, und 394 besiegte er dank einer gotisch-hunnischen Armee am Frigidus, der Wippach, den Usurpator Eugenius. Theodosius\u02bc Heermeister Stilicho umgab sich mit einer hunnischen Leibwache. Auch in der Residenz Ravenna lag eine hunnische Garnison. Stilicho konnte 408 erst gest\u00fcrzt werden, nachdem seine Hunnen niedergemetzelt worden waren.<\/p>\n<p>Inzwischen waren hunnische Verb\u00e4nde in die ungarische Tiefebene vorgedrungen, wo sie sich die Goten und Gepiden unterwarfen und Uldin eine F\u00fchrerstellung errang. Seine Herrschaft verteidigte er 401 gegen den gotischen Heermeister Gainas, der sich nach einer gescheiterten Emp\u00f6rung in Konstantinopel mit Stammesgenossen \u00fcber die Donau zur\u00fcckzog, aber von Uldin geschlagen wurde. Der sandte seinen Kopf nach Konstantinopel zu Kaiser Arcadius und wurde daf\u00fcr mit Gold und einem Vertrag belohnt, dem zufolge der Hunnen-Anf\u00fchrer wohl Truppen zu stellen hatte.<\/p>\n<p>Das tat er 406, als der Gote Radagaisus mit einem riesigen V\u00f6lkerschwarm in Italien einfiel, aber bei Fiesole von Stilicho mit hunnischer Hilfe besiegt wurde. Die Beute und der Sold, den Uldins Hunnen aus Italien mitbrachten, waren ein Mittel, um seine Stellung zu st\u00e4rken. Vielleicht waren es hunnische Gruppen weiter \u00f6stlich, die davon nicht profitiert hatten und deswegen Uldin bestimmten, ungeachtet seiner bisherigen Beziehungen zu West- und Ostrom 408 zusammen mit abh\u00e4ngigen germanischen Skiren einen weitr\u00e4umigen Einfall in Thrakien zu unternehmen. Kaiser Arcadius war gerade gestorben. Nach einer r\u00f6mischen Niederlage verweigerte er Friedensverhandlungen, worauf die R\u00f6mer zu einem alten Mittel griffen: Sie bestachen seien f\u00fchrenden Gefolgsleute, die ihn verlie\u00dfen. Er musste sich \u00fcber die Donau zur\u00fcckziehen, wo sich seine Spur verliert, ein Zeichen, dass von dynastischer Anh\u00e4nglichkeit noch nicht die Rede sein konnte.<\/p>\n<p>Gegen die Westgoten, die unter K\u00f6nig Alarich seit 408 Italien auf der Suche nach einer neuen Heimat beunruhigten, wappnete sich Kaiser Honorius mit 10.000 Hunnen. Darunter k\u00f6nnten vor allem diejenigen gewesen sein, die Uldin davongelaufen waren. Als Athaulf 409 seinem Schwager Alarich zu Hilfe kam, bereiteten ihm 300 Hunnen von Ravenna aus eine herbe Niederlage.<\/p>\n<p>Aus einem Fragment des griechischen Historikers Olympiodor, der um 412 eine Gesandtschaftsreise zu den Hunnen unternahm, begleitet von seinem vielbestaunten und sprachbegabten Papagei, erfahren wir von K\u00f6nigen der Hunnen, einem Oberk\u00f6nig Charaton und von Streit unter ihnen wegen der Ermordung eines Mannes mit dem lateinischen Namen Donatus. Mit Geschenken an Charaton habe der r\u00f6mische Kaiser den Streit beigelegt. So sorgte er f\u00fcr Ruhe auf beiden Seiten.<\/p>\n<p>Die Di\u00f6zesen Thrakien und M\u00f6sien blieben das bevorzugte Ziel hunnischer Einf\u00e4lle.\u00a0 Zum Jahr 422 bietet eine lateinische Chronik den d\u00fcrren Satz: \u201eDie Hunnen haben Thrakien verw\u00fcstet.\u201c In dieser Zeit errang eine Sippe im hunnischen Kerngebiet vielleicht deswegen einen Vorrang, weil sich in ihr vier Br\u00fcder ausgezeichnet hatten: Octar, Ruga, Mundzuc und O\u00ebbarsius. Octar und Ruga erscheinen in unseren Quellen als K\u00f6nige. W\u00e4hrend Octar nach Westen vorstie\u00df und am Rhein gegen die Burgunden k\u00e4mpfte, aber bald darauf starb, k\u00f6nnte Ruga den Einfall in Thrakien angef\u00fchrt haben. Seinen Abzug erkaufte Kaiser Theodosius II. mit einem j\u00e4hrlichen Tribut von 350 Pfund Gold, das Pfund 72 Goldsolidi.<\/p>\n<p>425 stellte Ruga dem sp\u00e4teren westr\u00f6mischen Heermeister A\u00ebtius, der mehrere Jahre als Geisel bei den Hunnen gelebt hatte, f\u00fcr eine hohe Bezahlung ein gro\u00dfes Heer zur Verf\u00fcgung, um den westr\u00f6mischen Usurpator Johannes in Ravenna gegen eine ostr\u00f6mische Armee zu verteidigen. Die Hunnen kamen aber erst drei Tage nach Johannes\u02bc Sturz an. Die anschlie\u00dfende Schlacht mit den Ostr\u00f6mern ging unentschieden aus. Ruga wollte nun seine Herrschaft \u00fcber s\u00e4mtliche St\u00e4mme n\u00f6rdlich der Donau ausdehnen und verlangte 433 von Theodosius, alle B\u00fcndnisse mit ihnen aufzugeben und diejenigen auszuliefern, die sich \u201eals r\u00f6mische Alternative\u201c (Wolfram) unter seinen Schutz begaben, auszuliefern. Doch bevor er seine Kriegsdrohung wahrmachen konnte, starb er um 434, angeblich durch einen Blitzschlag, was in Ostrom als Gottesurteil angesehen wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seine Neffen Bleda und Attila \u00fcbernahmen als K\u00f6nige sofort die Nachfolge. Mit Ostrom schlossen sie bei Margus an der Donau einen Vertrag, der neben Handelsbeziehungen die Auslieferung s\u00e4mtlicher Hunnen vorsah, die sich auf die r\u00f6mische Seite begeben hatten. Hinter der sp\u00e4ter stets wiederholten Forderung stand der absolute Herrschaftsanspruch \u00fcber alle hunnischen St\u00e4mme, zugleich aber auch wie schon bei Uldin und Ruga die Auffassung, dass die R\u00f6mer n\u00f6rdlich der Donau nichts mehr zu suchen hatten. Zwei junge Angeh\u00f6rige der K\u00f6nigssippe, die beim Herrscherwechsel sofort geflohen waren, wurden gefangen genommen und noch auf r\u00f6mischem Boden gekreuzigt. Sp\u00e4ter wehrten sich hunnische \u00dcberl\u00e4ufer heftig gegen eine Auslieferung und begingen lieber Selbstmord. Sie wussten, was ihnen von ihren K\u00f6nigen bl\u00fchte. In Margus wurde Rugas Jahrestribut verl\u00e4ngert, bei zwei K\u00f6nigen von 350 auf 700 Pfund Gold.<\/p>\n<p>Die Hoffnung, mit diesen Tributen, die billiger als Kriege waren, die Herrschaft der K\u00f6nige zu stabilisieren und damit die Lage jenseits der Donau zu beruhigen, erf\u00fcllte sich nicht. Erfolgreiche Beutez\u00fcge waren lukrativer und daher das wirksamste Mittel, das Prestige des Anf\u00fchrers zu erh\u00f6hen, die eigene Kriegskoalition zusammenzuhalten und neue Verb\u00fcndete zu gewinnen. Offensichtlich hatten die K\u00f6nige nichts dagegen, dass der Heermeister A\u00ebtius in den 30er Jahren des 5. Jahrhunderts hunnische S\u00f6ldner anwarb. Mit ihnen im R\u00fccken f\u00f6rderte er erst seine Karriere und band dann gro\u00dfe Teile des ersch\u00fctterten Gallien wieder an das westr\u00f6mische Reich.<\/p>\n<p>436 oder 437 besiegten Hunnen die Burgunden am Rhein, der historische Kern der Nibelungensage. 441 und 442 machten Bleda und Attila mit ihren Verb\u00fcndeten einen gro\u00dfen Einfall in Thrakien und im Illyricum. Mittlerweile hatten die Hunnen auch gelernt, gr\u00f6\u00dfere St\u00e4dte zu erobern. Viminacium (Kostolac), Singidunum (Belgrad), Sirmium (Sremska Mitrovica) und Naissus (Ni\u0161) fielen ihnen zum Opfer. Theodosius schickte eine hochrangige Gesandtschaft, die Frieden schloss und ihn reichlich vergoldete.<\/p>\n<p>Wenn in den n\u00e4chsten Jahren an der Donaufront Ruhe herrschte, so war ein Grund, dass Attila beschloss, sich der Alleinherrschaft zu bem\u00e4chtigen. 444 oder 445 ermordete er seinen Bruder Bleda, und es gelang ihm, sich auch bei dessen emp\u00f6rten Stammesteilen durchzusetzen.<\/p>\n<p>Jordanes schrieb ihm sogar zu, er wolle R\u00f6mer und Westgoten unterwerfen, und lieferte an dieser Stelle ein Portr\u00e4t von ihm, das auf den Augenzeugen Priscus zur\u00fcckging: \u201eEin Mann, dazu geboren, die V\u00f6lker der Welt zu ersch\u00fcttern, der allen L\u00e4ndern Furcht einfl\u00f6\u00dfte und auf irgendeine Weise alles durch den grausigen Ruf, der von ihm ausging, in Schrecken versetzte. Denn stolz war sein Gang, hierhin und dorthin wandte er seine Augen, so dass seine Herrschaftsgewalt schon durch seine K\u00f6rperhaltung deutlich wurde. Er liebte Kriege, hielt sich aber pers\u00f6nlich zur\u00fcck; in seinem Planen war er \u00e4u\u00dferst entschlossen; von Bittstellern lie\u00df er sich erweichen und war loyal zu denen, die er einmal ausgew\u00e4hlt hatte. Er war von kleiner Gestalt, breiter Brust, ziemlich gro\u00dfem Kopf, engen Augen, sp\u00e4rlichem Bartwuchs, graumeliertem Haar, platter Nase und h\u00e4sslicher Hautfarbe, womit er die Merkmale seiner Herkunft bewahrte\u201c.<\/p>\n<p>Kein Hunne sollte Bleda vermissen. Daher fiel Attila 447 noch weitr\u00e4umiger als 441 und 442 in den Balkan ein, drang nach einer siegreichen Schlacht bis zu den Thermopylen in Mittelgriechenland ein und wandte sich dann gegen Konstantinopel, das im Januar des Jahres von einem schweren Erdbeben ersch\u00fcttert worden war. Die eingest\u00fcrzten Stadtmauern waren in einer gemeinsamen Anstrengung sofort wieder hochgezogen worden, was die Stadt rettete. Nach einer weiteren Niederlage musste Theodosius erneut um Frieden bitten.<\/p>\n<p>Attilas Diktat war hart: Nachdem die Tribute zuletzt gestockt hatten, waren 6000 Pfund Gold sofort zu bezahlen und der k\u00fcnftige Jahrestribut wurde auf 2100 Pfund Gold erh\u00f6ht. Auch der Preis f\u00fcr den Loskauf jedes Kriegsgefangenen wurde auf 12 statt 8 Solidi erh\u00f6ht. Alle \u00dcberl\u00e4ufer waren ebenfalls auszuliefern. Kurz darauf verl\u00e4ngerte Attila eine Sicherheitszone von f\u00fcnf Tagesreisen s\u00fcdlich der Donau, die kein R\u00f6mer betreten durfte. Da das den Handel erschwerte, gab er diese Forderung aber bald auf.<\/p>\n<p>Attila stand auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht. Kuridachos, Oberk\u00f6nig der unterworfenen hunnischen Akatiren, schmeichelte ihm als dem \u201egr\u00f6\u00dften der G\u00f6tter\u201c. Und wenn R\u00f6mer vor Hunnen es wagten, ihn als Menschen dem verg\u00f6ttlichten Kaiser Theodosius nachzustellen, riskierten sie eine Schl\u00e4gerei. Das berichtete Priscus, der 449 eine Gesandtschaft zu Attila begleitete. In einem der spannendsten Reiseberichte der antiken Literatur lieferte er authentische Bilder von den Verh\u00e4ltnissen in Attilas engerem Herrschaftsgebiet in der ungarischen Tiefebene und von seiner Hofhaltung in seiner wohlgebauten Residenz. Die R\u00f6mer durften an einem gro\u00dfen von Heldenliedern begleiteten Gastmahl Attilas mit seinen hunnischen Kriegern teilnehmen.<\/p>\n<p>Erstaunt erfuhren sie, dass seine Kanzlei genau \u00fcber hunnische Fl\u00fcchtlinge Buch f\u00fchrte, die namentlich zur\u00fcckgefordert wurden. Es gab einen r\u00f6mischen und einen griechischen Sekret\u00e4r f\u00fcr die Korrespondenz mit West- und Ostrom. Zu Attilas engeren Kreis von Beratern und Helfern, den <em>logades<\/em>, geh\u00f6rten Hunnen und Nichthunnen, und eine Freundschaft verband Attila mit dem Gepidenk\u00f6nig Ardarich und dem Ostgotenk\u00f6nig Valamir, deren St\u00e4mme unter seiner Oberhoheit n\u00f6rdlich und s\u00fcdlich der Donau siedelten.<\/p>\n<p>Vigilas, der Dolmetscher der Reisegruppe, verfolgte den st\u00fcmperhaften Plan, Attila mit Hilfe seines bestochenen Leibw\u00e4chters Edekom zu ermorden. Der Plan, den der m\u00e4chtige Hofbeamte Chrysaphius, ein Eunuch, mit Theodosius ausgeheckt hatte, flog auf, weil Edekon ihn verriet. Attilas in diesem Fall gewiss nicht fingierter Zornesausbruch h\u00e4tte Vigilas und seinen Sohn beinahe das Leben gekostet, h\u00e4tte er sich nicht mit 50 Pfund Gold losgekauft. Der g\u00f6ttliche Theodosius musste sich in einem bitterb\u00f6sen Brief von Attila beschimpfen lassen, dass er ihn degradiert habe. Er sei vom Schicksal zum Besseren erhoben worden, und Theodosius sei sein Sklave. Solche T\u00f6ne hatte sich noch kein Barbarenk\u00f6nig gegen\u00fcber einem r\u00f6mischen Kaiser erlaubt.<\/p>\n<p>Aber Attila war sich bewusst, dass er jenseits solcher Schockdiplomatie die weitere Ausdehnung seiner Macht nicht vernachl\u00e4ssigen durfte. Auf dem derzeitigen Stand zu bleiben, h\u00e4tte leicht zu einem R\u00fcckschlag f\u00fchren und seine Herrschaft gef\u00e4hrden k\u00f6nnen. Daher richtete er seinen Blick auf den Westen des R\u00f6mischen Reiches, nachdem die Donauprovinzen im Osten ausgeblutet waren. Willkommene Begleiterscheinung war die Verbindung, die Kaiser Valentinians Schwester Honoria mit ihm aufgenommen hatte. Attila interpretierte sie als Heiratsantrag und verlangte von Kaiser Valentinian die H\u00e4lfte seines Reiches als Mitgift. Dessen Weigerung war mit eine der Rechtfertigungen, zum Einfall in Gallien zu r\u00fcsten.<\/p>\n<p>Ein riesiges Aufgebot von Hunnen und Verb\u00fcndeten \u00fcberschritt im Fr\u00fchjahr 451 den Mittelrhein, zerst\u00f6rte von Trier bis Zentralgallien alle St\u00e4dte, kam aber vor Orl\u00e9ans zum Stehen. Attila zog sich bis zu den Katalaunischen Feldern bei Troyes zur\u00fcck, wo ihn A\u00ebtius mit einer gro\u00dfen Koalition, darunter vor allem den Westgoten, entgegentrat. In der blutigen Schlacht blieb A\u00ebtius Sieger und zwang Attila zum R\u00fcckzug.<\/p>\n<p>Dessen Einfall in Italien im folgenden Jahr sollte den Schaden an seinem Nimbus wiedergutmachen. Aquileia fiel nach dreimonatiger Belagerung, die St\u00e4dte Oberitaliens bis Mailand folgten. A\u00ebtius\u02bc Vorr\u00fccken mit ostr\u00f6mischen Truppen und die riesige Beute, die die Hunnen gemacht hatten, sprachen f\u00fcr den R\u00fcckzug, den eine Gesandtschaft unter Papst Leo begr\u00fc\u00dfte. Raffael hat in der Stanza di Eliodoro im Vatikanpalast die Begegnung zwischen Papst und Hunnenk\u00f6nig gemalt. Seuchen in der Sommerhitze, die auch sp\u00e4tere Invasionsarmeen dezimierten, m\u00f6gen hinzugekommen sein.<\/p>\n<p>Im Osten hatte Kaiser Marcian, der Nachfolger des 450 verstorbenen Theodosius, in der Zwischenzeit eine hunnische Schar \u00fcber die Donau zur\u00fcckgetrieben und sich schon vorher geweigert, die Tribute seines Vorg\u00e4ngers weiter zu zahlen. Attila beschloss, ihn im n\u00e4chsten Jahr seine Hand sp\u00fcren zu lassen. Zuvor wollte er noch die Zahl seiner Ehefrauen vergr\u00f6\u00dfern. In der Hochzeitsnacht mit der Germanin Idilko starb er jedoch an einem Blutsturz. Dem naheliegenden Ger\u00fccht, er sei von ihr ermordet worden, widersprach das eingangs zitierte Totenged\u00e4chtnis.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Attilas Macht und Gr\u00f6\u00dfe belegten <em>e negativo<\/em> seine S\u00f6hne, die sich nach seinem Tod sofort um die Herrschaft stritten und es daher nicht fertigbrachten, sein Reich zusammenzuhalten. Den entscheidenden Sto\u00df erhielt es bereits im folgenden Jahr in einer Schlacht am Nedao in Pannonien, in der ehemalige Verb\u00fcndete Attilas, die sich nach seinem Tod losgesagt hatten, gegen einige seiner S\u00f6hne und treu gebliebene St\u00e4mme wie die Ostgoten siegten.<\/p>\n<p>F\u00fcr Attilas historische Gr\u00f6\u00dfe spricht aber auch sein Nachleben. Sein Name blieb im kollektiven Ged\u00e4chtnis Europas fester verankert, als das je bei einem anderen nichtchristlichen Gro\u00dfen der antiken Geschichte der Fall war. Dabei gilt f\u00fcr ihn mehr als f\u00fcr Schillers Wallenstein:<\/p>\n<p>\u201eVon der Parteien Gunst und Hass verwirrt<\/p>\n<p>Schwankt sein Charakterbild in der Geschichte.\u201c<\/p>\n<p>Das soll der zweite Teil meines Vortrags zeigen. Attilas Bild reicht vom blutr\u00fcnstigen Tyrannen bis zum verehrten Helden und idealen Herrscher. Sp\u00e4tantike und mittelalterliche Chroniken sprachen vom Zeitalter Attilas, und Eugipp bestimmte im Eingangssatz seiner Severins-Vita die Ankunft des Heiligen in Noricum durch das Jahr, in dem der Hunnenk\u00f6nig starb. Wichtige Vermittler waren die Viten gallischer und italischer Bisch\u00f6fe, die die Feldz\u00fcge von 451 und 452 erlebt hatten. An ihrem Jahresged\u00e4chtnis wurde im Gottesdienst aus ihren Viten vorgelesen und \u00fcber ihren Widerstand gegen Attila gepredigt. Sch\u00f6n fr\u00fch wurden die Viten mit allerlei Wundererz\u00e4hlungen ausgeschm\u00fcckt bis hin zu der erbaulichen Feststellung, Attila habe sich zum Christentum bekehrt. Ihm begegnet zu sein wurde geradezu zum Ehrentitel mancher Bisch\u00f6fe und zum Ausweis ihrer Heiligkeit. Die theologische Deutung: Gott habe Attila geschickt, um die Menschen f\u00fcr ihre S\u00fcnden b\u00fc\u00dfen zu lassen, f\u00fchrte zu seinem Beinamen \u201eGei\u00dfel Gottes\u201c.<\/p>\n<p>Die Awarenkriege Karls des Gro\u00dfen 781 und 803 waren in den j\u00fcngeren Reichsannalen und bei seinem Biographen Einhard Feldz\u00fcge gegen die Hunnen, die f\u00fcr das bestraft wurden, was sie dem Frankenreich angetan hatten. Im 10. Jahrhundert lieferten die Einf\u00e4lle der Ungarn, der nach Mitteleuropa und Italien zur\u00fcckgekehrten Hunnen, neuen Stoff f\u00fcr Attilalegenden. Obwohl die Hunnen nie nach Paris kamen, rettete die sp\u00e4tere Patronin Genovefa die Stadt vor ihnen. Auch K\u00f6ln sah keine Hunnen trotz der heiligen Ursula und der 11.000 Jungfrauen, die von ihnen niedergemetzelt wurden. Aquileia hatte Attila wirklich zerst\u00f6rt. Bei dem Dichter Paulinus von Aquileia schmorte er daf\u00fcr in der H\u00f6lle. In Oberitalien besiegte der sagenhafte K\u00f6nig Dardanus Attila, verfolgte ihn bis Rimini und erschlug ihn mit einem Schachbrett.<\/p>\n<p>Gegen\u00fcber den Gro\u00dfen der germanischen Heldenepik, M\u00e4nnern wie Frauen, war Attila immer der Schw\u00e4chere. Im Walthari-Lied musste er in ohnm\u00e4chtigem Zorn seine Geiseln Walther und Hildegund ziehen lassen. Im \u00e4lteren Atli-Lied der Edda t\u00f6tete er die Burgunderk\u00f6nige und wird daf\u00fcr von ihrer Schwester Gudrun ermordet. Im j\u00fcngeren Atli-Lied staucht Gudrun ihren feigen Gemahl so heftig zusammen, dass er sie am Ende nur noch um ein ehrenvolles Begr\u00e4bnis bitten kann. Der Attilastoff war im Mittelalter selbst unter Klerikern beliebt. Bischof Gunther von Bamberg (1057-1065) besch\u00e4ftigte sich lieber mit Attila und den Amalern als mit Augustinus und Papst Gregor, wie der Leiter seiner Domschule Meinhard in einem Brief klagte. Von Gunther l\u00e4sst sich vielleicht eine Br\u00fccke zu dem anonymen Verfasser des Nibelungenlieds schlagen, der wohl ebenfalls Kleriker war und dem Passauer Bischof Wolfger von Erla (1191-1204) nahegestanden haben k\u00f6nnte. K\u00f6nig Etzel \u2013 die mittelalterliche Form f\u00fcr Attila \u2013 steht der Rache seiner Gemahlin Kriemhild an Hagen und ihren Br\u00fcdern hilflos gegen\u00fcber. Als zum Schluss die K\u00f6pfe Hagens und Kriemhilds rollen, bricht er zusammen mit Dietrich von Bern in Tr\u00e4nen aus.<\/p>\n<p>Ungarische Historiker des 11. und 12. Jahrhunderts stellten Stammb\u00e4ume Attilas auf, an deren Beginn Japhet, der Sohn Noas, oder der gro\u00dfe J\u00e4ger Nimrod aus der Genesis standen. Sp\u00e4ter galt der ungarische K\u00f6nig Matthias Corvinus (1458-1490) als der neue Attila.<\/p>\n<p>Mit der modernen Geschichtsschreibung setzte auch die Analyse der Quellen zu Attila und den Hunnen ein. Montesquieu billigte im 19. Kapitel seiner \u201eBetrachtungen \u00fcber die Gr\u00fcnde der Gr\u00f6\u00dfe der R\u00f6mer und ihrem Niedergang\u201c von 1734 Attila schon in der \u00dcberschrift Gr\u00f6\u00dfe zu. Seine Politik habe insofern zum Niedergang Roms beigetragen, als die r\u00f6mischen Kaiser nicht mehr in der Lage waren, die Barbarenv\u00f6lker wie fr\u00fcher \u00fcblich gegeneinander auszuspielen.<\/p>\n<p>Sch\u00e4rfer als Montesquieu sah sein Nachfolger Edward Gibbon im 2. Band seiner ber\u00fchmten \u201eHistory of the Decline and Fall of the Roman Empire\u201c von 1783 in Attila den \u201ewilden Zerst\u00f6rer\u201c und \u201eschrecklichen Barbaren\u201c, dem man das Diktum zuschrieb, wo sein Pferd hintrete, wachse kein Gras mehr. Gibbon war der Meinung, h\u00e4tte der verweichlichte Kaiser Theodosius seine Truppen energisch aufger\u00fcstet, so h\u00e4tten die Barbaren \u201eauf der Majest\u00e4t des Reiches nicht l\u00e4nger herumgetrampelt\u201c. Ludwig Theobul Kosegarten, Propst auf R\u00fcgen und sp\u00e4ter Geschichtsprofessor in Greifswald, sah 1801 in A\u00ebtius den Helden, der auf den Katalaunischen Feldern das christliche Europa gegen die Tartaren gerettet habe.<\/p>\n<p>Auch die Dichtung bem\u00e4chtigte sich des Hunnenk\u00f6nigs. Pierre Corneille brachte 1667 in Paris einen Attila auf die B\u00fchne und erkl\u00e4rte im Vorwort, er sei mehr ein Mann des Kopfes als der Hand gewesen. 1809 erlebte die Trag\u00f6die \u201eAttila\u201c des Konvertiten und Priesters Zacharias Werner in Wien ihre Urauff\u00fchrung, ein \u201eromantisches Erl\u00f6sungsst\u00fcck und Gnadendrama\u201c: Bevor Attila von seiner Verlobten Hildegund erschlagen wird, hat ihm der Papst seine S\u00fcnden vergeben.<\/p>\n<p>Goethe verkniff sich eine harsche Rezension, w\u00e4hrend die Napoleon-Gegnerin Madame des Sta\u00ebl begeistert war. Der Korse galt nach seinem Einfall in Italien 1796 so manchem Zeitgenossen, Papst Pius VI. darunter, als der moderne Attila, und er selbst zeigte sich noch in der Verbannung auf St. Helena von dem Vergleich angetan. Werners Drama inspirierte das Libretto zu Verdis Oper Attila von 1846. Auch hier bildete der t\u00f6dliche Racheakt Odabellas, der Tochter des Herzogs von Aquileia, das dramatische Finale, in dem der Risorgimento sp\u00fcrbar wird.<\/p>\n<p>Im Deutsch-Franz\u00f6sischen Krieg 1870\/71 sahen die Franzosen in den Preu\u00dfen die Hunnen, die unter Bismarck nach 451 ein weiteres Mal \u00fcber Gallien herfielen. Spottend schrieb der Ministerpr\u00e4sident an seine Frau im August 1870: \u201eDie alten Weiber, wenn sie meinen Namen h\u00f6ren, fallen auf die Knie und bitten mich um ihr Leben. Attila war ein Lamm gegen mich. Nicht nur f\u00fcr die Franzosen war der n\u00e4chste Attila Wilhelm II. Anlass war seine ber\u00fcchtigte Hunnenrede vom 27. Juli 1900, mit er in Bremerhaven die Truppen f\u00fcr den Boxeraustand in China verabschiedete: \u201eF\u00fchrt eure Waffen so, dass auf tausend Jahre hinaus kein Chinese mehr wagt, einen Deutschen scheel anzusehen.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr viele Deutsche war der Attila Wilhelm eine Majest\u00e4tsbeleidigung, wie das \u201eManifest der 93\u201c belegte, mit dem sich die bekanntesten deutschen Wissenschaftler, K\u00fcnstler und Schriftsteller kurz nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs \u201eAn die Kulturwelt\u201c wandten. Am 2. September 1914 ver\u00f6ffentlichte die Londoner Times ein Gedicht von Rudyard Kipling: \u201eThe Hun is at the Gate\u201c. Nach dem deutschen \u00dcberfall auf Belgien und der Bombardierung von Leuven, der die ber\u00fchmte Bibliothek zum Opfer fiel, richtete der franz\u00f6sische Schriftsteller Romain Rolland in einem offenen Brief an Gerhart Hauptmann die Frage: \u201eSeit Ihr die Enkel Goethes oder Attilas?\u201c, worauf Hauptmann antwortete: \u201eLieber sollen sich die Deutschen S\u00f6hne Attilas nennen lassen, als auf ihren Grabstein die Inschrift \u201aS\u00f6hne Goethes\u2018 gesetzt bekommen.\u201c<\/p>\n<p>In den USA entfesselten Zeitungen, B\u00fcche und Filme einen Sturm der Entr\u00fcstung gegen die \u201eHunnen\u201c, nachdem ein deutsches U-Boot am 7. Mai 1915 das britische Passagierschiff Lusitania versenkt hatte. Unter den fast 1200 Ertrunkenen waren 128 US-B\u00fcrger, was mit zum Anlass f\u00fcr den amerikanischen Kriegseintritt 1917 wurde. Ein Tag vor dem Waffenstillstand am 11.11.1918 verk\u00fcndete die verbreitete britische Sonntagszeitung \u201eNews of the World\u201c die Schlagzeile: \u201eHunnische Kapitulation gewiss\u201c. F\u00fcr John Maynard Keynes, Mitglied der englischen Friedensdelegation in Versailles bot die deutsche Delegation unter Matthias Erzberger das typische Bild des deutschen Hunnen.<\/p>\n<p>Fritz Langs Film \u201eDie Nibelungen\u201c von 1924, \u201edem deutschen Volk\u201c gewidmet, schien diesem Bild widersprechen zu wollen. Heftiger wetterte Hitler im \u201eV\u00f6lkischen Beobachter\u201c 1921 gegen das Ausland, das die Deutschen als Hunnen verunglimpfte. Doch er selbst nannte im Dezember 1940 die Anweisung, nach dem Sieg \u00fcber Frankreich die noch freie S\u00fcdh\u00e4lfte des Landes zu besetzen, \u201egeheime Kommandosache Unternehmen Attila\u201c. Dem Deckwort entsprechend erl\u00e4uterte er: \u201eSollte \u00f6rtlich Widerstand auftreten, ist er r\u00fccksichtslos zu brechen.\u201c Dazu kam es nicht mehr.<\/p>\n<p>Denn nach Hitlers \u00dcberfall auf die Sowjetunion 1941 wurde f\u00fcr ihn Stalin zu Attila \u2013 er bevorzugte Etzel aus dem Nibelungenlied \u2013 und die Russen wurden zu Hunnen. Ein neuerlicher Hunnensturm bedrohe Europa, warnte er, und Propagandaminister G\u00f6bbels griff die Warnung eilfertig auf. Allan Bullock, dessen zweib\u00e4ndige Hitlerbiographie in den 50er Jahren millionenfach verkauft wurde, fand dagegen in Attila die einzige historische Gestalt, die er mit Hitler vergleichen mochte, und der j\u00fcngste Hitlerbiograph Ian Kershaw nahm den Vergleich auf. J\u00f6rg Friedrich verwob 2002 in seinem Buch \u201eDer Brand\u201c die Bombardierung deutscher St\u00e4dte mit R\u00fcckblicken auf Attila und die Hunnen, die in K\u00f6ln die Heilige Ursula und 11.000 Jungfrauen abgeschlachtet und an Etzels Hof den Burgundern den Untergang bereitet hatten.<\/p>\n<p>Trotzdem haben die Berliner ihre Attilastra\u00dfe noch nicht umgetauft, und der Senat hat 1992 sogar den Mariendorfer Bahnhof in Bahnhof Attilastra\u00dfe genannt. Europaweit ist die Symbolkraft von Attila und den Hunnen immer noch lebendig. \u201eAttila the h<em>e<\/em>n\u201c titulierte der Labour-Abgeordnete Clement Freud, Enkel Sigmund Freuds, die konservative Ministerpr\u00e4sidentin Margret Thatcher. Aus Sorge um den Verlust der klassischen Bildung in Europa gab der italienische Altphilologe Luca Canali 2009 seinen Essays zur lateinischen Literatur den Titel \u201eAttila aufhalten. Die klassische Tradition als Gegenmittel gegen das Vordringen der Barbarei\u201c.<\/p>\n<p>Am 9. Mai 2015 ver\u00f6ffentliche der Schriftsteller Jean d\u02bcOrmesson im Pariser Le Figaro einen \u201eoffenen Brief an den Pr\u00e4sidenten der Republik und an die Attilas des Bildungswesens\u201c, in dem er gegen die Reform der gymnasialen Bildung protestierte, die die Kultusministerin beabsichtigte, \u201eeine Art l\u00e4chelnder Attila, hinter dem Wiesen historischer Erinnerung nie mehr aufbl\u00fchen werden\u201c. Ganz anders der amerikanische Bestsellerautor Wess Roberts, der zwei Ratgeber f\u00fcr Manager publizierte: \u201eVictory Secrets of Attila the Hun\u201c und \u201eLeadership Secrets of Attila the Hun\u201c.<\/p>\n<p>In Ungarn, wo Attila beliebter Vorname ist, sind die Hunnen und ihr K\u00f6nig nicht nur literarische Symbole, sondern eine scharfe politische Waffe. Gab\u00f3r Vona, Vorsitzender der rechtsnationalen Jobbik, begr\u00fc\u00dfte seine Parteifreunde als S\u00f6hne Attilas und schloss: \u201eVergesst nicht, dass ihr S\u00f6hne Attilas seid!\u201c \u201eAttila\u201c lautet die Parole gegen Br\u00fcssel, die Juden und die Zigeuner. Victor Orb\u00e1n bekannte 2018 auf einer Konferenz der Pr\u00e4sidenten der Turkstaaten Aserbaidschan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgistan, T\u00fcrkei und Usbekistan: Die Ungarn, immerhin ein EU-Mitglied, sind Nachkommen Attilas. Politische und wirtschaftliche Kooperation der Turkstaaten k\u00f6nnten ein Gegengewicht gegen\u00fcber der Europ\u00e4ischen Union sein.<\/p>\n<p>Diesen Trend unterst\u00fctzen Sprachwissenschaftler, f\u00fcr die das Ungarische nicht zur finno-ugrischen Sprachfamilie, sondern zu den uraltaischen oder Turansprachen geh\u00f6rt. Es gibt sogar eine \u201eheilige hunnische Kirche\u201c, f\u00fcr deren Gl\u00e4ubige Attila der Gro\u00dfe Schamane und Jesus ein Halbhunne ist. Jeder ungarische Autofahrer verk\u00fcndet die hunnische Vergangenheit seiner Heimat: Das internationale Kennzeichen H auf seinem Nummernschild geht \u00fcber das englische Hungary zur\u00fcck auf das mittelalterliche Hungaria, das Hunnenland.<\/p>\n<p>Weniger Geschichte und Politik als Krawall haben deutsche Fu\u00dfballhooligans im Sinn, die sich Hunnen nennen. Zum Gl\u00fcck gibt es auch harmlosere Hunnenhorden. 1958 gr\u00fcndete ein Rheinl\u00e4nder die Erste K\u00f6lner Hunnenhorde, inspiriert von dem amerikanischen Film \u201eAttila, der Hunnenk\u00f6nig\u201c. Weitere Hunnenhorden folgten. Sie ziehen im Karneval mit und veranstalten in den Ferien mit Kind und Kegel Hunnenlager. Eine weit sichtbare Banderole \u00fcber der Hauptstra\u00dfe in meinem Nachbarort verweist Jahr f\u00fcr Jahr auf ein solches Hunnenlager.<\/p>\n<p>Ich dachte mir, hier k\u00f6nne ich vielleicht Bildung unters Volk und meine Attila-Biographie an den Mann bringen. Zum Gl\u00fcck besuchte ich vorher das Lager. Beim Duft von Grillw\u00fcrstchen, kreisenden K\u00f6lschdosen, lauter Technomusik und der entsprechenden Stimmung wurde mir allerdings rasch klar: Karneval und Wissenschaft passen nun einmal nicht zusammen. Mit dieser Einsicht trollte ich mich, und mit ihr schlie\u00dfe ich auch am heutigen Aschermittwoch meinen Vortrag.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; \u201eEinzigartiger der Hunnen, K\u00f6nig Attila, Spross seines Vaters Mundzuc, Herr der tapfersten St\u00e4mme, Der mit nie zuvor geh\u00f6rter Macht Alleinherrscher skythischer und germanischer Reiche war, Der Roms beide Imperien durch die Eroberung seiner St\u00e4dte in Schrecken versetzte Und der, statt alles \u00dcbrige als Beute zu unterwerfen, sich durch Bitten erweichen lie\u00df, einen j\u00e4hrlichen&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32556,"menu_order":500,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-104407","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - 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