{"id":104421,"date":"2025-04-28T16:07:50","date_gmt":"2025-04-28T14:07:50","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104421"},"modified":"2025-04-29T08:46:55","modified_gmt":"2025-04-29T06:46:55","slug":"was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/","title":{"rendered":"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Introduction<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Als christliche Heere 1212 die Muslime besiegten, organisierte der Toledaner Erzbischof Rodrigo die Vorbereitungen. Aber er ergriff auch als Historiograph die Feder, indem er mit einer Geschichte \u00fcber Spanien oder die Goten (<em>Historia de rebus Hispanie sive Historia Gothica)<\/em> und mit einer Geschichte der Araber (<em>Historia Arabum<\/em>) aufwartete. Die R\u00fcckbesinnung auf gotische Zeiten stiftete Identit\u00e4t und er\u00f6ffnete Zukunftsperspektiven. N\u00e4hrte sich die spanische Einheit nicht nur zu diesem Zeitpunkt, sondern immer wieder aus dem Blick auf die westgotische Zeit? Wurde hier der spanische Einheitsstaat vorgepr\u00e4gt? Dann h\u00e4tte das Thema sogar eine sehr aktuelle Bedeutung. Nicht alles hatte jedoch so zentralistisch begonnen.<\/p>\n<p>Alarich und Theoderich, das sind klingende Namen. Aber welche Gotennamen stehen f\u00fcr das westgotische Reich? Leovigild, Recckared, Reccesvinth, Wamba, Witiza oder Roderich? Wer sich f\u00fcr K\u00f6nige interessiert, kann aus den Statuen der \u201espanischen\u201c K\u00f6nige auf der Plaza de Oriente vor dem K\u00f6nigsschloss in Madrid f\u00fcnf Westgoten ausw\u00e4hlen. Sie wurden zwischen 1750 und 1753 geschaffen und verdeutlichen, welch fr\u00fchen Beginn man f\u00fcr die spanische K\u00f6nigsgeschichte im 18. Jahrhundert konstruierte. Im Folgenden geht es\u00a0 aber um die Bedeutung und die Errungenschaften des Westgotenreiches, die Spanien und Europa nachhaltig gepr\u00e4gt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Quellen und Forschungen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Quellen flie\u00dfen f\u00fcr das spanische Westgotenreich nicht allzu reichlich. Von den erz\u00e4hlenden seien drei hervorgehoben: die <em>Historia Gothorum<\/em> Isidors von Sevilla (+ 636), die Annalen des in Konstantinopel ausgebildeten Abtes Johannes von Biclaro und schlie\u00dflich f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte des 7. Jahrhunderts die <em>Historia Wambae regis<\/em> des Erzbischofs Julian von Toledo (+ 690) sowie mehrere Fortsetzungen der Gotengeschichte Isidors. Die letzten Jahrzehnte des Westgotenreiches sind kaum noch durch erz\u00e4hlende Quellen zu erschlie\u00dfen; \u00fcber den Untergang des Reiches 711 berichten erst um 754 ein Geistlicher aus Toledo sowie verschiedene Chroniken vom Ende des 9. Jahrhunderts. Vieles wurde hier aus der R\u00fcckschau konstruiert und verlangt besonders sorgf\u00e4ltige Quellenkritik.<\/p>\n<p>Neben die erz\u00e4hlenden Quellen treten die Rechtstexte, die Akten einer recht reichen konziliaren T\u00e4tigkeit sowie einige <em>Formulae<\/em> von K\u00f6nigsurkunden und wenige Briefe. Immer wichtiger werden arch\u00e4ologische Befunde, Bauten sowie Inschriften und M\u00fcnzen, die schon zu einem gro\u00dfen Teil publiziert sind. Neben der Imitation r\u00f6mischer Formen wird deutlich, wie Herrschaftsschwerpunkte anhand der \u00fcberlieferten M\u00fcnzen und M\u00fcnzpr\u00e4gungsst\u00e4tten erschlossen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dies verweist auf die Forschung. In j\u00fcngerer Zeit wird das Westgotenreich mit vielen anderen sogenannten Barbarenreichen vergleichend erforscht, vor allen Dingen in verschiedenen Wiener Forschungsprogrammen. Fragen zur Identit\u00e4t, zur Bedeutung von Gewaltgemeinschaften, zur Bedeutung von Sprache oder \u201eVerfassung\u201c und andere Probleme standen meist im Vordergrund. Das Westgotenreich besitzt jedoch eine gewisse Sonderstellung, zum einen weil es 711 weitgehend unter muslimische Herrschaft geriet, zum anderen weil in Toledo relativ zentralistische Formen von Staatlichkeit entstanden und rechtliche und konziliare Praktiken sich besonders markant auspr\u00e4gten. Blickt man auf die Kunstgeschichte, so bieten viele k\u00fcrzlich publizierte Forschungen zu sakralen Bauformen zwischen dem 6. und 10. Jahrhundert neue Ergebnisse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>507-711 \u2013 Etappen, Ereignisse, Interpretationen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Will man die Entwicklung von 200 Jahren kurz skizzieren, so l\u00e4sst der Blick auf die Karte zun\u00e4chst drei Befunde erkennen: 1) Teile S\u00fcdwestfrankreichs (Narbonensis) sind zu ber\u00fccksichtigen, 2) im Nordwesten bestand zun\u00e4chst ein weiteres Reich der Sueben und 3) zeitweise (seit Kaiser Justinian) gewann auch Byzanz Einfluss im westlichen Mittelmeerraum.<\/p>\n<h4><strong>a) Bis Leovigild (507-569)<\/strong><\/h4>\n<p>Die im 5. Jahrhundert um das Zentrum Toulouse gruppierten Westgoten verlagerten nach der Niederlage gegen die Franken 507 ihren Herrschaftsschwerpunkt nach S\u00fcdgallien, in die Narbonensis und nach Spanien. Anfangs residierten die westgotischen K\u00f6nige noch vielfach in Narbonne oder Barcelona. Toledo war zun\u00e4chst nur kirchlicher Mittelpunkt, erst im 7. Jahrhundert wurde Toledo immer mehr auch zum politischen Zentrum.<\/p>\n<p>Nach 507 war dieses Reich noch keine feste Gr\u00f6\u00dfe, denn der Ostgotenherrscher Theoderich der Gro\u00dfe (\u2020 526), der damals \u00fcber Italien und einen Teil der provenzalischen Mittelmeerk\u00fcste herrschte, schickte ein Heer bis nach Barcelona, und das Westgotenreich kam zeitweise unter ostgotische Herrschaft. Auch K\u00f6nig Theudis (531-548) war Ostgote und Heermeister in der <em>Hispania<\/em> gewesen. Er war mit einer reichen spanischen Grundbesitzerin verm\u00e4hlt und achtete darauf, dass Goten und <em>Hispani<\/em> friedlich zusammenlebten. Dieser innere Friede war n\u00f6tig, denn nach au\u00dfen musste sich Theudis sowohl gegen weitere Expansionsgel\u00fcste der Merowinger als auch gegen die Rekuperationspolitik des ostr\u00f6mischen Kaisers Justinian (\u2020 565) zu wehren, der sich f\u00fcr den westlichen Mittelmeerraum stark interessierte. Unter K\u00f6nig Athanagild (551-568) gelangten einige Gebiete zwischen Cartagena und M\u00e1laga sogar unter byzantinische Herrschaft.<\/p>\n<p>Aber beherrschten diese K\u00f6nige schon ein westgotisches Reich? Zu Beginn des 6. Jahrhunderts d\u00fcrften die Wanderungen der Westgoten aus Aquitanien begonnen haben. Au\u00dfer nach Septimanien scheint die Mehrzahl der Westgoten nach Innerspanien migriert zu sein; daf\u00fcr sprechen Reihengr\u00e4berfriedh\u00f6fe, vor allem im Gebiet der heutigen Provinzen Segovia, Madrid, Palencia und Burgos. Auch die M\u00fcnzst\u00e4tten lassen Schwerpunkte tendenziell erkennen. Neben den M\u00fcnzen zeigt die Ortsnamenkunde, dass gotische Ortsnamen vor allem dort belegt sind, wo Reihengr\u00e4ber auftauchen (Villatoro: villa Gothorum oder Revillagodos). Inschriften bezeugen gotische Adelige allerdings meist in Andalusien, besonders in sp\u00e4tantiken <em>civitates<\/em> wie C\u00f3rdoba und M\u00e9rida.<\/p>\n<p>Aber die Anzahl der Goten war begrenzt. Nur wenige gotische Elemente wurden in die romanische Sprache \u00fcbernommen, offensichtlich war die Romanisierung der Westgoten schon weit fortgeschritten; einige belegte Mischehen deuten auf eine erste Ann\u00e4herung von beiden Gruppen.<\/p>\n<h4><strong>b) Erneuerungstendenzen unter<\/strong> <strong>Leovigild und Reccared (569-601)<\/strong><\/h4>\n<p>Unter Leovigild (569-586) und Reccared (586-601) fanden Neubestimmungen auf mehreren Ebenen statt. Johannes von Biclaro umschreibt das Programm Leovigilds wie folgt: \u201eEr stellte das Land der Goten, das durch verschiedene Aufst\u00e4nde verkleinert worden war, in seinen alten Grenzen wieder her.\u201c Damit meinte er nicht nur die Aktivit\u00e4ten gegen die Ostr\u00f6mer, sondern auch gegen andere Volksgruppen. Besonders geh\u00f6rten Erfolge gegen die Sueven in Nordwestspanien dazu, deren Reich Leovigild 585 unterwarf. Im Zusammenhang mit den Eroberungen wurden St\u00e4dte gegr\u00fcndet, wie Reccopolis in Innerspanien oder Vitoria im Baskenland. Mit der Namenwahl stellte sich Leovigild in kaiserliche Traditionen. In einen \u00e4hnlichen Zusammenhang geh\u00f6rt die Pr\u00e4gung von Goldm\u00fcnzen mit seinem Namen und seinem Bild.<\/p>\n<p>Man hat dies \u201eVerkaiserlicherung des K\u00f6nigtums\u201c genannt. Laut Isidor von Sevilla sa\u00df Leovigild \u201eals erster mit k\u00f6niglichen Gew\u00e4ndern bekleidet auf dem Thron \u2026, denn zuvor hatten die Herrscher die gleiche Kleidung und den gleichen Sitz wie das \u00fcbrige Volk.\u201c<\/p>\n<p>Entscheidend wurde f\u00fcr die weitere Entwicklung der \u00dcbertritt der Westgoten vom Arianismus zum Katholizismus. Die Konzilien von 580 und 589 schufen neue, integrierende Bedingungen, die von mediterranen Verflechtungen, die Integration des Suebenreiches sowie die geistige Vorarbeit verschiedener Theologen und Gelehrter beeinflusst waren.<\/p>\n<h4><strong>c)<em> regnum Christianum<\/em><\/strong><strong> &#8211; Reich, Recht und Gesellschaft im 7. Jahrhundert<\/strong><\/h4>\n<p>Das besonders von Isidor propagierte Idealbild eines r<em>egnum christianum<\/em> wurde seit dem dritten Konzil von Toledo (589) durch weitere Konzilien sowie rechtliche Kodifizierungen konturiert. Konzilien, wie das 633 von Isidor von Sevilla pr\u00e4sidierte vierte Konzil von Toledo, fassten sogar Beschl\u00fcsse zur K\u00f6nigswahl, die einen Ausgleich von Adel und K\u00f6nigtum andeuten.<\/p>\n<p>R\u00f6mische Traditionen blieben bestimmend in der Verwaltung der Provinzen durch <em>duces<\/em> and <em>comites civitatum<\/em>. Besonders pr\u00e4gend blieb das r\u00f6mische Vorbild im Finanzwesen, das Bisch\u00f6fe kontrollierten. Das Heer, w\u00e4hrend der Wanderungen wohl die wichtigste Institution, scheint im 7. Jahrhundert verfallen zu sein. Nach der <em>Lex Visigothorum<\/em> mussten auch Unfreie in den Krieg ziehen. Die normativen Quellen suggerieren, dass soziale Spannungen in der zweiten H\u00e4lfte des 7. Jahrhunderts zunahmen.<\/p>\n<p>Diese schw\u00e4chten aber die fortbestehende sp\u00e4tantike Stadtkultur keinesfalls. Wichtige, schon auf die R\u00f6merzeit zur\u00fcckgehende St\u00e4dte waren M\u00e9rida, C\u00f3rdoba, Zaragoza und Lugo. Der Fernhandel lag weitgehend in der Hand von Juden und Orientalen, jedoch begann schon 615 eine antij\u00fcdische Politik, die im Taufbefehl K\u00f6nig Sisebuts gipfelte und auch zur Flucht spanischer Juden ins merowingische Gallien f\u00fchrte.<\/p>\n<h4><strong>d) Niedergang und Ende des Westgotenreiches <\/strong><\/h4>\n<p>Am Ausgang des 7. Jahrhunderts sind zunehmende Streitigkeiten, Adelsk\u00e4mpfe und Spaltungen, Revolten und Verschw\u00f6rungen zu beobachten. So musste sich K\u00f6nig Wamba (672-680) mit vielfachen Aufst\u00e4nden auseinandersetzen; bezeichnend ist sein Ende. Ervig, ein Sohn des Ostr\u00f6mers Ardabast, war unter Chindasvinth nach Spanien gekommen, wollte selbst K\u00f6nig werden und hatte eine Verwandte des K\u00f6nigs geheiratet. Er gab Wamba einen Trank aus Besenginster, der Wamba das Bewusstsein raubte. Dem nur scheinbar Sterbenden erteilte man die Sterbesakramente und legte ihm ein M\u00f6nchsgewand an. Damit war er in den geistlichen Stand aufgenommen und nicht mehr regierungsf\u00e4hig. Als Wamba erwachte, musste er nur noch das Abdankungsschreiben unterzeichnen und ins Kloster gehen. Ervig wurde neuer K\u00f6nig und lie\u00df sich auf einer Synode seinen Regierungsantritt best\u00e4tigen; die Akten des 12. Toledanum beschrieben die Art und Weise, wie Ervig gehandelt hatte, recht genau und stellten eine Wiederholung des Verfahrens unter strenge Strafe!<\/p>\n<p>Nach Ervigs Herrschaft kehrte keine Ruhe mehr ein. Verschiedene Personen oder Sippen konkurrierten. Die Krisen wurden durch eine schwere Pestepidemie 693-694 und eine weitere Seuche 701 verst\u00e4rkt. Fast alle Juden wurden auf dem 17. Konzil von Toledo 694 entrechtet. Sp\u00e4tere Nachrichten machen glauben, dass die Juden angeblich Kontakte zu Arabern in Syrien aufgenommen hatten. J\u00fcdische Kinder wurden ab dem 7. Lebensjahr ihren Eltern weggenommen und in christliche Familien gegeben. Dass Herrschaft offensichtlich nur noch an einigen Orten funktionierte, belegen die wenigen verbliebenen M\u00fcnzpr\u00e4gest\u00e4tten dieser Zeit. In die genannten Streitigkeiten ist die Eroberung gro\u00dfer Teile der Iberischen Halbinsel durch arabisch-berberische Truppen ab 711 einzuordnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Glaubenswechsel 587\/9, geistige Bl\u00fcte und die Konstruktion der <em>Hispania<\/em><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie bedeutend der Wechsel der Westgoten zum Katholizismus war, mag eine kurze Erz\u00e4hlung erl\u00e4utern: Leovigilds Sohn Hermenegild war mit einer fr\u00e4nkischen Katholikin Ingunde verheiratet, die ihren Mann dazu brachte, mit dem Katholizismus zu sympathisieren. Beide wurden nach S\u00fcdspanien verbannt und gerieten unter den Einfluss des M\u00f6nches Leander von Sevilla, den Bruder des ber\u00fchmten Isidor. Ab 582 f\u00fchrte Leovigild gegen seinen Sohn Krieg, aber im byzantinischen C\u00f3rdoba fand der katholische Hermenegild Unterschlupf. Gegen Geldzahlungen zogen die belagerten Byzantiner ab, zusammen mit der Gemahlin und dem Sohn von Hermenegild. Dieser unterwarf sich zwar seinem Vater, legte Herrschaftszeichen ab und wurde dann 585 in Tarragona ermordet. War das ein Tod f\u00fcr den katholischen Glauben? Papst Gregor I. nennt Hermenegild einen M\u00e4rtyrer.<\/p>\n<p>Der Konflikt verdeutlicht, wie explosiv die Situation war. Leovigild versuchte mit dem arianischen Konzil von Toledo von 580 einen Ausgleich. Durch Konzessionen (keine Wiedertaufe beim \u00dcbertritt vom Katholizismus zum Arianismus, Christus sei dem Vater gleichartig (<em>aequalis\/<\/em>\u00e4hnlich) sollten Katholiken leichter zum Arianismus konvertieren k\u00f6nnen. Erfolg hatte allerdings der umgekehrte Weg unter K\u00f6nig Reccared (586-601), der schon ein Jahr nach seinem Regierungsantritt, 587, zum Katholizismus \u00fcbertrat. Das dritte Konzil von Toledo 589 erkl\u00e4rte den katholischen zum einzigen Glauben im Westgotenreich. Im Wechsel des Bekenntnisses spiegelte sich trotz mancher Verwerfungen ein Prozess der Ann\u00e4herung von westgotischen und hispanoromanischen F\u00fchrungsschichten.<\/p>\n<p>Der \u00dcbertritt war jedoch auch durch verschiedene geistige Entwicklungen mit vorbereitet und gef\u00f6rdert worden. Verst\u00e4ndlich ist der Erfolg kaum, wenn nicht die Bedeutung des Suebenreiches im Nordwesten, der Baetica im S\u00fcden und die ostr\u00f6misch-byzantinisch beherrschten Gebiete ber\u00fccksichtigt werden. In Personen gesprochen: Martin von Braga, Leander und Isidor von Sevilla.<\/p>\n<h4><strong>a) Das Suebenreich und Martin von Braga<\/strong><\/h4>\n<p>Die Sueben, deren Reich 585 von den Westgoten erobert worden war, hatten den Schritt zum Katholizismus schon fr\u00fcher vollzogen. Die Konversion wurde unter Martin beendet, der zwischen 561 und 572 Bischof von Braga (\u2020 579) wurde. Sein Lebensweg verdeutlicht, wie sehr die Spannweite des alten r\u00f6mischen Reiches noch im 6. Jahrhundert pr\u00e4gend blieb und er unterstreicht zugleich, welche Bedeutung dem nordwestlichen Teil der Iberischen Halbinsel zukam. Martin stammte wahrscheinlich aus Pannonien und erhielt seine monastische Schulung in Pal\u00e4stina. Auf der Reise nach Galicien wurde er mit dem M\u00f6nchtum der Sch\u00fcler des Caesarius von Arles bekannt. Um 550 gr\u00fcndete er ein Kloster zu Dumio bei Braga. Noch vor 572 wurde er dort Metropolit.<\/p>\n<p>In dieser Zeit verfasste er mehrere moraltheologische Schriften f\u00fcr den suevischen K\u00f6nig. Mit seiner predigtartigen Schrift <em>De correctione rusticorum<\/em> (\u00dcber die Verbesserung der Bauern) versuchte er nicht nur heidnische Br\u00e4uche zu bek\u00e4mpfen, sondern f\u00f6rderte auch den \u00dcbertritt der Sueven zum Katholizismus. F\u00fcr das praktische kirchliche Leben sammelte er Synodalkanones aus Byzanz, Afrika und Spanien (<em>Capitula Martini<\/em>) und \u00fcbersetzte f\u00fcr das Klosterleben eine griechische Apophtegmata (Sinnspr\u00fcche)-Sammlung.<\/p>\n<p>Den weiten Horizont Martins belegen auch seine Beziehungen: Als Verehrer des hl. Martin von Tours hatte er sein Kloster nach dessen Vorbild organisiert, eine Basilika f\u00fcr dessen Reliquien gebaut und ihm ein Gedicht gewidmet. Mit Bischof Gregor von Tours, mit Venantius Fortunatus und mit der K\u00f6nigswitwe Radegundis, der Gr\u00fcnderin des Kreuzesklosters in Poitiers, stand er in Kontakt.<\/p>\n<h4><strong>b) Die Baetica und Leander von Sevilla<\/strong><\/h4>\n<p>Was Braga f\u00fcr das Suevenreich bedeutete, waren Sevilla und Toledo f\u00fcr das Westgotenreich. Mit Sevilla verbinden sich die Namen der Br\u00fcder Leander und Isidor. Schon Leanders (\u2020 13. M\u00e4rz 600) Lebensweg zeigt, aus welchen Wurzeln sich das geistig-geistliche Leben der s\u00fcdlichen <em>Hispania<\/em> am Ende des 6. Jahrhunderts speiste. Er entstammte einer vornehmen romanisierten katholischen Familie, die zur Zeit der byzantinischen Herrschaft aus Cartagena ausgewiesen wurde und sich im st\u00e4rker westgotisch gepr\u00e4gten Sevilla niederlie\u00df. Dort wirkte Leander zuerst als M\u00f6nch; ab 577\/578 als Erzbischof. Leander bekehrte wohl auch den schon genannten Hermenegild zum Katholizismus. Bei einer von Leander geleiteten Legation nach Konstantinopel um 580 traf der Sevillaner Hirte mit dem sp\u00e4teren Papst Gregor I. zusammen. Nach dem Herrschaftsbeginn Reccareds I. bereitete er den \u00dcbertritt zum r\u00f6misch-katholischen Bekenntnis auf dem dritten Konzil von Toledo (589) vor.<\/p>\n<h4><strong>c) Isidor von Sevilla<\/strong><\/h4>\n<p>Bekannter als Leander wurde sein j\u00fcngerer Bruder Isidor (\u2020 636), der um 599\/601 sein Nachfolger als Metropolit von Sevilla wurde. Das Konzil 619 und sein Vorsitz beim wichtigen vierten Reichskonzil zu Toledo (633) belegen seine zentrale Position im Westgotenreich, denn hier wurden zahlreiche kirchlich-politische Weichenstellungen in verschiedenen Kanones festgelegt, darunter Bestimmungen zur Judenfrage oder zur Wahlmonarchie.<\/p>\n<p>Besonders bedeutsam wurde Isidor durch sein umfangreiches Werk; Jacques Fontaine kennzeichnet ihn als Epigonen der klassischen Bildung, der als Bindeglied von der Antike zum Mittelalter fungierte. Seine Schriften gliedern sich in naturwissenschaftliche, grammatische, historische und theologische Themenbereiche.<\/p>\n<ol>\n<li>Die bedeutendste naturwissenschaftliche Schrift sind die f\u00fcr K\u00f6nig Sisebut (612-621) geschriebenen <em>Etymologiae<\/em>. Die Erl\u00e4uterungen fassen wie eine Art Realenzyklop\u00e4die das weltliche und geistig-geistliche Wissen der Antike zusammen. Neuere Forschungen zeigen, dass Isidor vor allem nordafrikanische Schriftsteller und Anthologieen als Quelle nutzte. Damit wurde antikes Wissen vielfach in doppelt gebrochener Form f\u00fcr den lateinischen Okzident verf\u00fcgbar. Die <em>Etymologiae <\/em>wurden durch weitere Arbeiten Isidors wie <em>De natura rerum<\/em>, einen Traktat \u00fcber Chronologie, Kosmologie und Astronomie sowie einen <em>Liber numerorum<\/em> erg\u00e4nzt.<\/li>\n<li>In einen \u00e4hnlichen Zusammenhang geh\u00f6ren Isidors Werke, die schulm\u00e4\u00dfiges Wissen zu sprachlichen Ph\u00e4nomenen weitervermittelten.<\/li>\n<li>F\u00fcr Isidors theologisches Hauptwerk, die <em>Sententiarum libri tres<\/em>, dienten die <em>Moralia in Job<\/em> Gregors des Gro\u00dfen als Vorbild. F\u00fcr die Praxis waren <em>De ecclesiasticis officiis<\/em> und eine M\u00f6nchsregel bestimmt. In <em>De ortu et obitu patrum<\/em> bietet Notizen zu Personen vornehmlich aus dem Alten und Neuen Testament.<\/li>\n<li>Die letzte Gruppe der isidorianischen Werke betrifft die Historiographie und muss etwas ausf\u00fchrlicher gew\u00fcrdigt werden. In <em>De viris illustribus<\/em> charakterisiert Isidor besonders afrikanische und spanische Schriftsteller des 6.\/7. Jahrhunderts und nutzte existierende Werke. Eine Weltchronik gliederte den Stoff nach der augustinischen Lehre in sechs Weltzeitalter.<\/li>\n<\/ol>\n<p>\u00dcber die Herrscher dreier V\u00f6lker seit dem 4. Jahrhundert mit einem deutlichen Schwerpunkt auf den Goten berichtet Isidor in der <em>Historia de regibus Gothorum, Vandalorum et Sueborum<\/em>. Dieses Werk thematisiert Ann\u00e4herungsprozesse zwischen der <em>gens<\/em> der Goten und der romanischen Bev\u00f6lkerung. Obwohl Sohn eines Provinzialen aus der Gegend von Cartagena, verfasste Isidor gleichwohl eine Geschichte der Goten, die eine Verschmelzung r\u00f6mischer und gotischer Traditionen erkennen l\u00e4sst. Angeregt hatte das Werk vielleicht der kulturell interessierte K\u00f6nig Sisebut. Isidor war die arianische Vergangenheit der Goten zwar nicht genehm und er brachte diese mit Magog, dem biblischen Feind des Gottesvolkes, in Verbindung. Andererseits pries er die Goten, weil sie Tugend (<em>virtus<\/em>) bes\u00e4\u00dfen. Der heilsgeschichtliche Weg habe durch diese <em>virtus<\/em> fast zwangsl\u00e4ufig zur Konversion des Volkes gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>R\u00f6mische Tradition und Gotenherrschaft gingen in diesem Werk eine Symbiose ein. Neben der personellen gab es sogar eine r\u00e4umliche Perspektive, wie das vorangestellte Lob auf die <em>Hispania <\/em>zeigt. Spanien werde jetzt vom Volk der Goten gl\u00fccklich beherrscht. Spanien sei die geheiligte Mutter von K\u00f6nigen und V\u00f6lkern, die K\u00f6nigin aller Provinzen. Die Goten verbanden sich mit diesem Land wie mit einer entf\u00fchrten Braut. Biblische Vorbilder, so das Aufsuchen des Gelobten Landes, pr\u00e4gen die Darstellung. Es ist zweitrangig, ob Isidor hier eher das von Gott erw\u00e4hlten Gotenvolk oder vor allem das Land beschreibt, wie die Forschung kontrovers diskutiert hat. Neu und wichtig erscheint, dass eine gentile Gemeinschaft explizit in eine r\u00f6mische Tradition gestellt wurde, die Land und <em>gens<\/em>, Raum und Personen vereinte. Sp\u00e4tere Ans\u00e4tze zur R\u00fcckbesinnung auf die Goten nutzten Isidors Schrift als wichtigen Referenzpunkt.<\/p>\n<p>Mit seinem gesamten Werk schuf Isidor die Verbindung zwischen Altem und Neuem, er war Vermittler antiken Wissens in den <em>Etymologiae<\/em>, technisch antiken Wissens in <em>De natura rerum<\/em>, und er verband ebenso r\u00f6mische Traditionen mit der neuen Gotenherrschaft. Somit verkn\u00fcpfte er das fr\u00fche Mittelalter mit der Sp\u00e4tantike; er trug zum Verst\u00e4ndnis der antiken \u00dcberlieferung erheblich bei und tradierte das System von Bildung und Ausbildung. Diese Bedeutung Isidors zeigt auch die sp\u00e4tere Verbreitung seiner Schriften, die haupts\u00e4chlich \u00fcber Irland ins \u00fcbrige Europa gelangten, besonders im 8. und 9. Jahrhundert.<\/p>\n<p>Die drei vorgestellten Gestalten sind exemplarisch und zeigen, wie gerade von den R\u00e4ndern her, vom Nordwesten und vom S\u00fcden unter dem Dach des Katholizismus gro\u00dfe Integrationsleistungen gedacht, sp\u00e4ter auch umgesetzt wurden. Die Zentralisierung der Herrschaft in Toledo, die kontinuierliche kirchliche Gesetzgebung, die Ausbreitung des M\u00f6nchtums und die Gesetzgebung bauten hierauf auf und nutzten weiterhin Schrift als Medium.<\/p>\n<p>Zu den kulturellen Aspekten dieser Zeit geh\u00f6ren jedoch nicht nur Schriften. Zu Beginn des 7. Jahrhunderts sollen die plastischen Kunstwerke k\u00fcnstlerisch diejenigen anderer germanischer <em>gentes<\/em> \u00fcberragt haben. Neben der hispanoromanischen Kunst blieben von der sogenannten westgotischen Kunst Objekte wie G\u00fcrtelschnallen, Fibeln, Broschen und Kriegsger\u00e4t erhalten. Vor allem im Zentrum der Iberischen Halbinsel gab es verschiedene aulenf\u00f6rmige Bauten; bekannt sind in Oviedo sp\u00e4tere Imitationen, und auch die meisten noch heute erhaltenen kleineren Kirchenbauten in der n\u00f6rdlichen Meseta lassen die Tendenzen dieses Stils erkennen. Die Karte l\u00e4sst die arch\u00e4ologisch neu untersuchten Bauten deutlich erkennen.<\/p>\n<p>Es ist strittig, ob diese Bauwerke einem sp\u00e4tantiken oder einem spanisch-vorromanischen Stil zuzuordnen sind; es wird um die Terminologie f\u00fcr diese und andere Bauwerke gerungen, byzantinischer Einfluss wurde immer wieder behauptet. Beachtenswert sind weiterhin Goldschmiedearbeiten wie die Arbeiten aus dem Schatz von Guarrazar.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Recht und Kirchenrecht<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Der Glaubenswechsel bef\u00f6rderte auch die Weiterentwicklung des Rechts. Schon im Tolosaner Westgotenreich war der sogenannte <em>Codex Euricianus<\/em> f\u00fcr die Westgoten aufgezeichnet worden. Daneben galt eine <em>Lex Romana Visigothorum<\/em> f\u00fcr die r\u00f6misch-romanische Bev\u00f6lkerung. Leovigild und Reccesvinth schufen einen <em>Codex revisus<\/em>, der eine Angleichung der Romanen und Goten erkennen l\u00e4sst. So hob Leovigild das bisher bestehende Eheverbot zwischen Goten und R\u00f6mern\/Romanen auf. Schlie\u00dflich wurde 654 unter K\u00f6nig Recceswind mit der <em>Lex Visigothorum<\/em> (<em>Liber Iudiciorum<\/em>) ein f\u00fcr Romanen und Goten gleicherma\u00dfen g\u00fcltiges Recht geschaffen. Dies bedeutete gegen\u00fcber anderen gentilen Reichsbildungen dieser Zeit ein Unicum. Allerdings bleibt unsicher, inwieweit die Praxis der Theorie folgte.<\/p>\n<p>Eine gewisse \u201estaatliche\u201c Eigenst\u00e4ndigkeit betraf ebenso den kirchlichen Bereich, denn nach dem offiziellen \u00dcbertritt der Herrschaftstr\u00e4ger zum Katholizismus entwickelte sich die r\u00f6mische Provinzial- zu einer Landes- und Staatskirche. Kirchliche Rechtss\u00e4tze wurden auf einer Vielzahl von Konzilien, meist in Toledo, beschlossen. Sogar die Verfahrensweisen in den sogenannten <em>ordines concilii<\/em> sind \u00fcberliefert und die Beschl\u00fcsse, <em>Canones,<\/em> gesammelt.<\/p>\n<p>Die Einteilung in Bist\u00fcmer orientierte sich an den Strukturen der sp\u00e4tantiken Provinzen. Zum wichtigsten Ort wurde zunehmend Toledo, das seinen Rang wohl vor allem deshalb steigern konnte, weil sich dort nun der K\u00f6nigshof befand. Hier, im Zentrum der Iberischen Halbinsel, fanden im 7. Jahrhundert fast alle Konzilien statt. Seit 633 wurden gleichsam regelm\u00e4\u00dfige \u201enationale\u201c Synoden abgehalten. Der Metropolit von Toledo gewann eine patriarchats\u00e4hnliche Stellung (ab 681 mit dem Titel Primas). Dies reizt zum Vergleich mit Byzanz, denn damit ergaben sich parallele Entwicklungen in der Nachfolge des r\u00f6mischen Reiches.<\/p>\n<p>M\u00f6nchtum und Klosterwesen nahmen seit dem 6. Jahrhundert einen Aufschwung, vor allem in der Gegend des alten Suebenreiches. Zwar war das benediktinische M\u00f6nchtum teilweise bekannt, aber wichtiger wurde f\u00fcr das monastische Leben in Spanien das Regelwerk des Fructuosus von Braga (\u2020 um 665) oder dasjenige Isidors von Sevilla. F\u00fcr Nonnen hatte schon Isidors Bruder Leander eine Regel verfasst. Eine Eigentradition blieb die altspanische Liturgie, die sp\u00e4ter \u201emozarabisch\u201c genannt und 633 f\u00fcr das ganze Reich vorgeschrieben wurde. Sie behielt bis ins 11.\/12. Jahrhundert besondere Bedeutung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was Europa den Westgoten verdankt \u2013 statt einer Bilanz<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Frage, inwieweit die Westgoten die weitere Geschichte pr\u00e4gten, ist in dieser Allgemeinheit nicht zielf\u00fchrend, denn jede geschichtliche Entwicklung pr\u00e4gt. Deshalb kann es nur um einige auch subjektiv gew\u00e4hlte Spuren gehen, die nicht nur das politische Leben, sondern auch die kirchliche Entwicklung betrafen; hieran d\u00fcrften sich durchaus Wege von der Antike ins Mittelalter ablesen lassen.<\/p>\n<ol>\n<li>Wie auch immer man vor dem Hintergrund neuerer Forschungen zu Ethnogenese, Nation und Staatlichkeit die westgotische Herrschaft einsch\u00e4tzt, so war die Leistung, verschiedene kulturelle und staatliche Traditionen zusammenzuf\u00fchren, wegweisend. Zwar ist nicht bis ins Einzelne zu belegen, in welchem Ma\u00dfe Goten und Hispanoromanen zusammenfanden, zumindest aber wurde hier ein Weg, anders als in weiteren gentilen Reichen, theoretisch vorgedacht und \u2013 wie Konzilsbeschl\u00fcsse erkennen lassen \u2013 teilweise erfolgreich beschritten. Eine vergangenheitsgest\u00fctzte Zukunftsvision hatte die <em>Laus Spaniae<\/em> mit drei Begriffen <em>rex, gens<\/em> and <em>patria <\/em>vorgezeichnet. Die westgotische Staatlichkeit verblieb in starken r\u00f6mischen Traditionen. Kurz vor dem Untergang deutet die zunehmende Macht des Adels zwar auf zentrifugale Tendenzen, jedoch baute der Adel abweichend von anderen Barbarenreichen keine Gro\u00dfherrschaften auf; auch blieb das Reich ungeteilt. Da die Thronfolge im Westgotenreich seit dem 7. Jahrhundert durch Wahlen gepr\u00e4gt war, gewann die sakrale Herrschaftslegitimation an Bedeutung. Die Best\u00e4tigung von Erhebungen auf Konzilien und die Salbungen belegen dies. Dass dies auf das Frankenreich und die \u2013 freilich umstrittene \u2013 Salbung Pippins oder die Vorstellung davon einwirkte, ist zumindest denkbar. Die Formen zentraler Staatlichkeit im Westgotenreich basierten zumal an der Wende zum 7. Jahrhundert vor allem auf byzantinischen Vorbildern, wo im fr\u00fchen Mittelalter Vergleichbares zu beobachten ist. Die im Westgotenreich entwickelten Konzeptionen boten aber Ankn\u00fcpfungspunkte, um die spanische Geschichte auch sp\u00e4ter als Einheit und nicht nur als ein Ensemble regionaler Geschichten zu verstehen, so in historiographischen Entw\u00fcrfen des 9. oder 13. Jahrhundert, die auf die Goten als \u201eGr\u00fcndungsv\u00e4ter\u201c der hispanischen Geschichte rekurrierten und den historischen Prozess neu konstruierten. \u00c4hnliches galt f\u00fcr Kreuzzugs- und Reconquista-Konzeptionen, denn waren nicht auch die Goten ins Gelobte Land gezogen? Jedoch ist einzur\u00e4umen, dass diese \u201ewestgotische Staatsideologie\u201c eher geistesgeschichtlich wirkte. R\u00fcckbesinnung auf gotische Zeiten half nicht nur bei Geschichtskonstruktionen in Asturien, sondern auch in Septimanien und Katalonien. Ob dies sogar aktuelle Bedeutung besitzt?<\/li>\n<li>Ber\u00fccksichtigt man neuere \u00dcberlegungen, inwieweit die Volksrechte nicht ausschlie\u00dflich personenbezogene, sondern auch territoriale Aspekte aufwiesen, dann d\u00fcrfte das Recht im Westgotenreich hervorstechen. Die Zusammenf\u00fchrung von Rechtssammlungen f\u00fcr Goten und Romanen wies deshalb in die Zukunft, weil hier seit dem 7. Jahrhundert zunehmend nicht nur von Personen her gedacht wurde. Westgotisches Recht behielt bis ins hohe Mittelalter Geltung, zuerst am Hof von Oviedo, dann in Le\u00f3n. Westgotisches und implizit r\u00f6misches Recht zitieren sogar arabische Dokumente im 9.\/10. Jahrhundert, wie spanische Forscher j\u00fcngst zeigen konnten. Neben dem weltlichen Recht zeitigten kirchenrechtliche Sammlungen und Konzilsbeschl\u00fcsse besondere Langzeitwirkungen. Ein Teil ist in der <em>Collectio Hispana <\/em>\u00fcberliefert. Diese wichtige Kirchenrechtssammlung des lateinischen Westens hat von der Iberischen Halbinsel aus unmittelbar Einfluss ge\u00fcbt. Sie wurde sogar ins Arabische \u00fcbertragen, was ihre Bedeutung im s\u00fcdlichen Teil Spaniens nach 711 belegt. Mit den Kanones-Sammlungen wurden zugleich Vorstellungen \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von K\u00f6nigtum und religi\u00f6ser Herrschaftslegitimation weitergegeben. Sogar die meisten \u201eGesch\u00e4ftsordnungen\u201c west- und mitteleurop\u00e4ischer Synoden folgten den Konzilsordines, die sich bei den westgotischen Konzilen ausgepr\u00e4gt hatten.<\/li>\n<li>Die aus der Antike \u00fcbernommenen r\u00e4umlichen Einteilungen samt den R\u00f6merstra\u00dfen \u2013 eine bot die Grundlage f\u00fcr den sp\u00e4teren Jakobsweg \u2013 blieben weiterhin vor allem in der Einteilung kirchlicher Provinzen bestehen und gewannen im 11. und 12. Jahrhundert mit Fortschreiten der \u201eReconquista\u201c neue Aktualit\u00e4t. Hier galt es immer, den alten oder den vermeintlich alten Zustand der Westgotenzeit wiederherzustellen. \u00c4hnliches galt f\u00fcr Toledo, das nach der \u201eR\u00fcckeroberung\u201c wieder ein Zentrum geworden war. Die Primatsrechte von 681 wurden 1086 erneut best\u00e4tigt.<\/li>\n<li>Besonders wirkten literarische und gelehrte Werke weiter. Isidor wurde nach der Westgotenzeit nicht vergessen: Sein Werk wurde weiterhin gesch\u00e4tzt, besonders \u2013 seit der \u00dcbertragung der Gebeine 1063 \u2013 in Le\u00f3n. Abschriften und Fortf\u00fchrungen seiner Gotengeschichte belegen, wie traditionsstiftend sein Werk war. Spuren des kirchlichen Lebens sind teilweise noch heute in \u201ewestgotischen\u201c Bauten zu verfolgen. Im \u00dcbrigen blieben auch westgotische M\u00fcnzen im Umlauf.<\/li>\n<li>Schlie\u00dflich wurden westgotische Traditionen im \u00fcbrigen Europa und im Mittelmeerraum verbreitet. Westgotische Einfl\u00fcsse auf die lateinische Christenheit sind unter anderem die bereits genannten Aspekte des Rechtes, der K\u00f6nigssalbung und des gelehrten Wissens. Der Rezeptionsprozess in Europa erreichte vor allem im 8. und 9. Jahrhundert einen H\u00f6hepunkt. Im Zusammenhang mit der karolingischen Renaissance begegnen zudem gelehrte K\u00f6pfe aus der <em>Hispania<\/em>, zu denen Personen wie Theodulf von Orl\u00e9ans, Benedikt von Aniane oder Agobard von Lyon geh\u00f6rten.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Pr\u00e4gungen und Nachwirkungen waren folglich keinesfalls gering. Das Jahr 711 brachte zwar Neuorientierungen, war aber vielleicht doch keinen Einschnitt, der eine v\u00f6llige Umstrukturierung bewirkte, unter anderem auch, weil die Westgotenzeit in vielen, freilich h\u00e4ufig verformenden sp\u00e4teren Erinnerungen lebendig blieb.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einleitung \u00a0 Als christliche Heere 1212 die Muslime besiegten, organisierte der Toledaner Erzbischof Rodrigo die Vorbereitungen. Aber er ergriff auch als Historiograph die Feder, indem er mit einer Geschichte \u00fcber Spanien oder die Goten (Historia de rebus Hispanie sive Historia Gothica) und mit einer Geschichte der Araber (Historia Arabum) aufwartete. Die R\u00fcckbesinnung auf gotische Zeiten&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32556,"menu_order":496,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-104421","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Einleitung \u00a0 Als christliche Heere 1212 die Muslime besiegten, organisierte der Toledaner Erzbischof Rodrigo die Vorbereitungen. Aber er ergriff auch als Historiograph die Feder, indem er mit einer Geschichte \u00fcber Spanien oder die Goten (Historia de rebus Hispanie sive Historia Gothica) und mit einer Geschichte der Araber (Historia Arabum) aufwartete. Die R\u00fcckbesinnung auf gotische Zeiten&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-04-29T06:46:55+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"872\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"490\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"23 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/\",\"name\":\"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Geschichte.jpg\",\"datePublished\":\"2025-04-28T14:07:50+00:00\",\"dateModified\":\"2025-04-29T06:46:55+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Geschichte.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Geschichte.jpg\",\"width\":872,\"height\":490},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Einleitung \u00a0 Als christliche Heere 1212 die Muslime besiegten, organisierte der Toledaner Erzbischof Rodrigo die Vorbereitungen. Aber er ergriff auch als Historiograph die Feder, indem er mit einer Geschichte \u00fcber Spanien oder die Goten (Historia de rebus Hispanie sive Historia Gothica) und mit einer Geschichte der Araber (Historia Arabum) aufwartete. Die R\u00fcckbesinnung auf gotische Zeiten&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-04-29T06:46:55+00:00","og_image":[{"width":872,"height":490,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"23 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/","name":"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte.jpg","datePublished":"2025-04-28T14:07:50+00:00","dateModified":"2025-04-29T06:46:55+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Geschichte.jpg","width":872,"height":490},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/was-europa-dem-toledanischen-reich-der-westgoten-verdankt-wege-von-der-antike-ins-mittelalter\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Was Europa dem Toledanischen Reich der Westgoten verdankt"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104421","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104421\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":104422,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/104421\/revisions\/104422"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/32556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=104421"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}