{"id":104474,"date":"2025-04-29T11:02:56","date_gmt":"2025-04-29T09:02:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=104474"},"modified":"2025-04-29T11:02:56","modified_gmt":"2025-04-29T09:02:56","slug":"das-ende-des-gotenreiches-und-der-wandel-der-mittelmeerwelt-in-der-spaetantike","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-ende-des-gotenreiches-und-der-wandel-der-mittelmeerwelt-in-der-spaetantike\/","title":{"rendered":"Das Ende des Gotenreiches und der Wandel der Mittelmeerwelt in der Sp\u00e4tantike"},"content":{"rendered":"<p>Der Himmel verdunkelt sich 536\/7, gut zehn Jahre nach dem Tod Theoderichs des Gro\u00dfen, im ganzen Mittelmeerraum. Dieses Naturph\u00e4nomen, dessen Gr\u00fcnde strittig sind, ist selbst au\u00dferhalb des Mittelmeerraums, gut belegt. F\u00fcr eine l\u00e4ngere Zeit scheint das Sonnenlicht an Strahlkraft verloren zu haben. In China brachen Hungersn\u00f6te aus, in Mesopotamien fiel Schnee, in Nordamerika wuchsen die B\u00e4ume langsamer. F\u00fcr mehrere Jahre scheint das Klima abgek\u00fchlt zu sein. Missernten traten ein, die Menschen wurden geschw\u00e4cht.<\/p>\n<p>Die schwerste aller Katastrophen war die gro\u00dfe Justinianische Pest, eine Seuche, die den Mittelmeerraum und seine Umgebung f\u00fcr Jahrzehnte verheeren sollte. Was seit 541 den R\u00f6mern widerfuhr, \u00fcbertraf die fr\u00fchere Seuche bei weitem, auch wenn die heutige Forschung die Wirkungen der Pest teils relativiert: Von \u00c4gypten her kommend breitete sie sich \u00fcber Syrien bis nach Kleinasien aus und erreichte auf dem Seewege schon im Fr\u00fchjahr 542 Konstantinopel. Gerade in den St\u00e4dten, raffte sie Tausende hin.<\/p>\n<p>Zeitgenossen mussten ein solches Ereignis vor allem als eine g\u00f6ttliche Strafe deuten. Justinian, der selbst erkrankt war, aber \u00fcberlebt hatte, sprach sp\u00e4ter, als die Pest \u00fcberstanden schien, von einer Belehrung, die den Menschen durch Gottes Gnade zuteil geworden sei, und versuchte, sie durch Strafen zu bessern. Doch blieben die Wirkungen fatal, denn die Seuche kehrte mehrmals wieder.<\/p>\n<p>Das Ostr\u00f6mische Reich verlor massiv an Ressourcen, was sich auch im Krieg gegen die Goten zeigen sollte, zumal die Probleme im Osten, dem Zentrum der Macht, Vorrang haben mussten. Als die Naturkatastrophe ihre volle Wucht entfaltete, hatte das Ostgotenreich gegen\u00fcber der Zeit des Todes Theoderichs schon erhebliche Ver\u00e4nderungen durchgemacht. Es sollte einen langen Weg in die Niederlage gehen, der sehr windungsreich, aber nicht unausweichlich war. Nicht alle Details der Feldz\u00fcge werde ich vorstellen, nicht jeden Personenwechsel; ich versuche vielmehr die Hauptlinien herauszuarbeiten und komme auf die Hauptakteure zu sprechen.<\/p>\n<p>Das R\u00f6mische Reich beherrschte Justinian, einer der langlebigsten Herrschers, dessen Name sich mit gro\u00dfer Prachtentfaltung verbindet \u2013 die Hagia Sophia zeugt noch heute davon \u2013 und der lange herrschte. Mit dem Namen des Kaisers ist ferner eine auf den ersten Blick \u00e4u\u00dferst erfolgreiche Eroberungspolitik verbunden. Zun\u00e4chst besiegte er die Vandalen in Nordafrika, dann die Ostgoten in Italien, zugleich drang er auf die Iberische Halbinsel vor, sicherte den Balkan und eignete sich sogar einen Teil des heutigen Georgiens an. Doch ist fraglich, ob das so geplant war. Die Interventionen im Vandalenreich und in Italien ergaben sich jeweils aus g\u00fcnstigen Situationen. Und den gef\u00e4hrlichsten Gegner bildete das Perserreich. Seit 526 herrschte Krieg, also schon zum Regierungsantritt Justinians, immer wieder unterbrochen von Friedensschl\u00fcssen, auf die man sich aber nicht verlassen konnte. Am kl\u00fcgsten w\u00e4re es gewesen, alle Ressourcen dort zu konzentrieren.<\/p>\n<p>Denn fast w\u00e4hrend der ganzen Zeit der Gotenkriege stand das R\u00f6mische Reich in einem Mehrfrontenkrieg. Hinzu kamen Herausforderungen im Inneren: kirchenpolitische Streitigkeiten, Unruhen in der Hauptstadt, und eben die gro\u00dfen Katastrophen. Schon dies zeigt, dass das R\u00f6mische Reich stets Gefahr lief, seine Kr\u00e4fte zu \u00fcberdehnen, und ebenso, dass ein Sieg gegen die Goten keineswegs sicher war. Es war auch keineswegs unstrittig, dass es sinnvoll war, so viele Kr\u00e4fte in Italien zu binden. Die Geschichte der Herrschaft Justinians ist auch eine Geschichte der \u00dcberspannung der Kr\u00e4fte eines Reiches.<\/p>\n<p>Doch auch das Ostgotenreich hatte massive interne Probleme, die Theoderich durch eine funktionale Separierung von Goten und R\u00f6mern unter Kontrolle gehalten hatte. Zum einen war die Nachfolge Theoderichs strittig, wie wir sehen werden. Ferner rang man um Lebensstile: Wie weit sollten Goten sich auf eine r\u00f6mische Lebensform einlassen? Auch hatte sich das komplexe B\u00fcndnissystem Theoderichs aufgel\u00f6st. Die Goten waren im Zweifel auf sich gestellt.<\/p>\n<p>Aber die Gotenherrschaft stie\u00df bei den Einwohnern Italiens nicht nur auf Ablehnung. Eine Reihe von Romanen arbeitete f\u00fcr die Goten. Es war also gar nicht klar, dass Goten gegen R\u00f6mer standen; f\u00fcr viele Menschen waren die ethnischen Grenzen nicht entscheidend, sondern pers\u00f6nliche Loyalit\u00e4ten, regionale Verbundenheit oder schlichtweg Karriereinteressen. Dennoch: Die Goten blieben eine Minderheit; ihre italischen Freunde waren keineswegs verl\u00e4sslich. Ein gro\u00dfer Teil der italischen Bev\u00f6lkerung f\u00fchlte sich mehr dem Kaiser verbunden als den Goten. Die Goten hatten sich vieler Gegner zu erwehren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Vitigis: Der r\u00f6mische Scheinsieg<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mehrfach konnte man den Eindruck gewinnen, dass der Kampf um Rom beendet sei, doch immer neu brach er hervor. Um das Spannungsmoment zu verdeutlichen, habe ich meinen Ausf\u00fchrungen so gegliedert, dass sie auf scheinbare Friedenszust\u00e4nde hinf\u00fchren. Nach Theoderichs Tod versch\u00e4rften sich die desintegrativen Tendenzen im Ostgotenreich. Sein Enkel Athalarich kam 526 \u2013 entgegen gotischer Tradition \u2013 minderj\u00e4hrig auf den Thron; dass seine Mutter Amalasvintha als Frau f\u00fcr ihn die Regentschaft aus\u00fcbte, war f\u00fcr viele Goten ebenfalls anst\u00f6\u00dfig. Ostrom aber akzeptierte die Herrscherin, zumal sie alles tat, um die Beziehungen zu Konstantinopel zu festigen.<\/p>\n<p>Das musste sie auch, denn sie hatte viele Gegner. Viele Senatoren arbeiteten indes bereitwillig mit ihr zusammen. Cassiodor, Spross einer angesehenen senatorischen Familie und unter Theoderich in hohen \u00c4mtern bew\u00e4hrt, wurde 533 Pr\u00e4toriumspr\u00e4fekt. Seine Schreiben, von denen etliche erhalten sind, zeugen von dem Willen, einen Ausgleich zwischen Goten und R\u00f6mern zu finden. Sie belegen auch das Bem\u00fchen, Athalarich bei den Untertanen Akzeptanz zu verschaffen, die sich mit dem neuen Herrscher in wechselseitigen Eiden verbanden. Die Westgoten auf der Iberischen Halbinsel bestimmten Amalarich, einen anderen Theoderich-Enkel, der bislang unter der Aufsicht seines Gro\u00dfvaters geherrscht hatte, zu ihrem neuen Alleinherrscher, so dass sich dieser Reichsteil wieder verselbst\u00e4ndigte.<\/p>\n<p>Amalasvinthas Position blieb prek\u00e4r; gerade ihre, wie es scheinen mochte, nachgiebige Haltung gegen\u00fcber dem Kaiser sorgte bei vielen Goten f\u00fcr Unmut. Andererseits machte Justinian Anstalten, in die inneren Verh\u00e4ltnisse des Gotenreiches einzugreifen. Traditionsbewusste Goten mussten auf den heranwachsenden Athalarich setzen, den letzten Enkel Theoderichs. Doch er starb 534, kaum 18 Jahre alt. Da lie\u00df Amalasvintha sich, offenbar ganz eigenm\u00e4chtig, K\u00f6nigin nennen und ersah ihren Vetter Theodahad als letzten Spross der gotischen K\u00f6nigsfamilie zum Mitherrscher aus. Er galt als gebildet im klassischen Sinne und als ausgesprochen r\u00f6merfreundlich, aber auch als geldgierig. Amalasvintha fand bald darauf den Tod, und niemand konnte ernsthaft glauben, dass Theodahad daran unbeteiligt gewesen sei. Das bedeutete eine Provokation f\u00fcr alle anderen und eine g\u00fcnstige Gelegenheit zur f\u00fcr Justinian, mit einer Intervention zu drohen.<\/p>\n<p>Theodahad, dem der Unwillen seiner r\u00f6mischen Untertanen, aber auch vieler Goten entgegenschlug \u2013 es ging ja um die Tochter des gro\u00dfen Theoderich \u2013, zeigte sich gegen\u00fcber dem Kaiser weiterhin willf\u00e4hrig, selbst als dieser in die inneren Angelegenheiten des Ostgotenreichs eingriff, indem er etwa f\u00fcr ein Kloster Steuererleichterungen forderte.<\/p>\n<p>Doch zu keinem Zeitpunkt gewinnt man den Eindruck, dass der Kaiser ernsthaft einen Frieden mit Theodahad in Erw\u00e4gung zog, auch wenn Verhandlungen gef\u00fchrt wurden. Der Krieg kam: Theodahad und seine Gattin Gundeliva schrieben weiter ehrerbietig an Kaiser und Kaiserin. Die Verhandlungen gingen weiter: F\u00fcr den Historiker Prokop, der Insiderkenntnisse reklamiert, erwies sich Theodahad dabei als jemand, der allein an der Sicherung des eigenen Wohlergehens interessiert gewesen sei. Der stadtr\u00f6mische Senat sandte einen \u2013 nat\u00fcrlich von Cassiodor formulierten \u2013 Brief an den Kaiser, in dem er um Frieden mit dem K\u00f6nig bat und daf\u00fcr gleichsam Rom und die Apostel Petrus und Paulus als Bittsteller auftreten lie\u00df. Zugleich hielt Theodahad es f\u00fcr angezeigt, den frisch geweihten Papst Agapet I. noch Ende 535 nach Konstantinopel zu entsenden, damit dieser seine geistliche Autorit\u00e4t nutze, um den Kaiser von einem weiteren Vorr\u00fccken abzuhalten. Der Bischof aber interpretierte seinen Auftrag ganz anders und kritisierte Justinian scharf f\u00fcr seine Religionspolitik, versch\u00e4rfte also den Konflikt. Er war nicht der erste gotische Gesandte r\u00f6mischer Herkunft, der seine Herrscher im Stich lie\u00df.<\/p>\n<p>So kam es zum Krieg: Zwei Sto\u00dfrichtungen verfolgte der r\u00f6mische Angriff. Einige Truppen r\u00fcckten auf dem nordwestlichen Balkan vor, errangen aber kaum Erfolge. Der bew\u00e4hrte Feldherr Belisar hingegen, vom S\u00fcden kommend, siegte im Sturmlauf. Er landete noch 535 auf Sizilien, das er bis zum Ende des Jahres eroberte. Nach einigen R\u00fcckschl\u00e4gen gelang Belisar die riskante \u00dcberquerung der Stra\u00dfe von Messina. Nicht wenige Goten traten in die ostr\u00f6mische Armee \u00fcber. Die kaiserlichen Truppen zogen eilends nach Neapel, das, zu Wasser und zu Lande belagert, erbittert Widerstand leistete, so dass mehrere Attacken Belisars blutig scheiterten.<\/p>\n<p>Besonders unterst\u00fctzt wurden die anwesenden germanischen Einheiten von den Juden der Stadt, die wohl ahnten, was ihnen drohte, wenn sie unter die Knute des unduldsamen Justinian gerieten. Dank einer List \u2013 sie krochen durch wasserlose Aqu\u00e4dukte in die Stadt \u2013 vermochten sich die R\u00f6mer der Stadt zu bem\u00e4chtigen und pl\u00fcnderten sie brutal. Neapel, seit Jahrhunderten r\u00f6misch, wurde wie eine feindliche Stadt behandelt. Das war ein Menetekel f\u00fcr das Schicksal Italiens w\u00e4hrend der n\u00e4chsten Jahrzehnte, die zu den furchtbarsten seiner Geschichte werden sollten.<\/p>\n<p>Weiter ging es nach Norden: Rom war das Ziel. Best\u00fcrzt \u00fcber den raschen Vormarsch setzten die Goten Theodahad ab und riefen den bew\u00e4hrten Milit\u00e4r Vitigis in Ravenna zum K\u00f6nig aus, der Mathesuentha, die Tochter Amalasvinthas, heiratete, so dass eine Verbindung zum K\u00f6nigshaus der Amaler entstand. Theodahad, der letzte Amaler im Mannesstamm, wurde von einem Landsmann ermordet. Vitigis versicherte sich der Loyalit\u00e4t Roms, ging aber wieder nach Ravenna zur\u00fcck, wobei er es nicht vers\u00e4umte, einige Senatoren als Geiseln (und Legitimit\u00e4tsgrundlage?) mitzunehmen. Am 9.\/10. Dezember 536 gelangte die Stadt gleichwohl wieder in r\u00f6mische Hand; in derselben Nacht, da die Truppen Belisars einmarschierten, sollen die Ostgoten entwichen sein. Die erste Eroberung Roms in diesem Krieg, die noch ohne Zerst\u00f6rungen erfolgte. Schlimmeres solle kommen. Aus r\u00f6mischer Sicht war dies ein gro\u00dfer Sieg. Das Neue wie das Alte Rom standen unter dem r\u00f6mischen Kaiser; das Reich schien erneuert.<\/p>\n<p>Doch jeder wusste: Rom war keineswegs das Zentrum gotischer Macht, denn dies lag in Ravenna. Dieser Krieg war noch nicht entschieden; er ging vielmehr erst richtig los, denn Vitigis erwies sich als formidabler Gegner, milit\u00e4risch wie diplomatisch. Seine Gesandten erreichten den Kaiser mit einem Schreiben voller Ehrerbietung, aber nicht ohne Hinweis darauf, dass es keinen Grund f\u00fcr einen Krieg gegen die Goten gebe, da er mit Mathesuentha verheiratet sei, der rechtm\u00e4\u00dfigen Erbin. Damit \u00fcberzeugte er den Kaiser nat\u00fcrlich nicht, unterstrich aber seine prinzipielle Loyalit\u00e4t gegen\u00fcber den Auffassungen Roms. Er h\u00fctete sich w\u00e4hrend der ganzen Zeit seiner Herrschaft, M\u00fcnzen mit seinem Bild zu pr\u00e4gen, ja er lie\u00df sogar welche im kaiserlichen Namen Justinians schlagen. Formell war er mithin ein loyaler Untertan.<\/p>\n<p>Doch nachgeben wollte er nicht. Er rief einen Akteur der Zukunft auf den Plan: die Franken, die Gallien beherrschten. Amalasvintha hatte ohnm\u00e4chtig zusehen m\u00fcssen, wie sie sich Th\u00fcringer (531\/2) und Burgunder (532) unterwarfen. Jetzt zeigte Vitigis sich bereit, Gebiete jenseits der Alpen den Franken zu \u00fcberlassen. Die nahmen die Franken gerne, doch die Unterst\u00fctzung blieb lau. Es gab eben keine germanische Treue. Doch Vitigis errang durchaus Erfolge. Er drang nach Salona vor, um es zu belagern. Auch der Kampf um Rom flammte 537\/8 wieder auf: Nur \u00fcber wenige Tausend Mann gebot Belisar, und auch Entsatztruppen, die sp\u00e4ter eintrafen, konnten ihm nicht wirklich helfen. Justinians Erfolg in Italien stand auf der Kippe, und Rom litt.<\/p>\n<p>Dr\u00e4ngend waren die Probleme der belagerten Stadt, obwohl Belisar die Befestigungsanlagen verst\u00e4rkt hatte: Die Goten, deren Zahl in die Zehntausende ging, unterbrachen die \u00fcberlebenswichtigen Aqu\u00e4dukte Roms und konnten schlie\u00dflich Porto, den Hafen Roms, einnehmen, auch die Versorgung zu Lande blockieren \u2013 Vitigis ging die R\u00fcckeroberung Roms offenbar umfassend an. Belisar wusste seinerseits Nadelstiche zu setzen; die gut ausgebildeten r\u00f6mischen Truppen brachten den Goten empfindliche Verluste bei, und es gelang sogar Schl\u00fcsselstellungen in Latium zu besetzen, so dass nunmehr die Goten mit Versorgungsproblemen zu k\u00e4mpfen hatten. An Hunger und Seuche trugen sie schwer, zudem h\u00f6rte man, dass ein weiteres r\u00f6misches Entsatzheer nahte. Einen Waffenstillstand konnte Belisar nutzen, um f\u00fcr Nahrung zu sorgen. Die Hoffnung des Vitigis, Justinian zu einem Frieden bewegen zu k\u00f6nnen, schlug fehl; er musste die Belagerung im M\u00e4rz 538 aufheben. Ein Jahr und neun Tage hatte sie gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>In der Zeit waren die Leute Justinians anderswo vorgedrungen und hatten Orte wie Mailand und Rimini erobert. Doch anderswo beherrschten gotische Truppen das Feld, Vitigis war noch nicht geschlagen, und leicht konnten r\u00f6mische Einheiten abgeschnitten werden. Zudem kam es auf r\u00f6mischer Seite zu Befehlsverweigerungen. Belisars Ansehen erodierte: Justinian schickte 538 eine weitere ostr\u00f6mische Armee, gef\u00fchrt von Narses, dem bew\u00e4hrten Eunuchen. Fast unvermeidlich gerieten die beiden M\u00e4nner in Streit. Und dann kam noch ein weiterer Rivale, Johannes, hinzu. Alle drei Feldherren brannten vor Ehrgeiz, waren dem Kaiser gegen\u00fcber loyal und einander verhasst. Jetzt rivalisierten sie zum Schaden des Reiches und ihres Kaisers. An verschiedenen Orten fanden schwierige Operationen statt, immer wieder gehemmt durch die unzureichende Zusammenarbeit. Die Bev\u00f6lkerung litt unendlich, zumal auch Hungersn\u00f6te eintraten.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sprach der Kaiser ein Machtwort: Er berief Narses im Fr\u00fchjahr 539 wieder ab. Belisar war erneut alleiniger Kommandeur. Systematisch befestigte der alte Haudegen die Position Ostroms. Da tauchten unvermutet Tausende von fr\u00e4nkischen Kriegern in Ligurien auf. Keiner wusste, auf wessen Seite sie standen, und tats\u00e4chlich bek\u00e4mpften sie Goten wie R\u00f6mer. Vergebens erinnerte Belisar ihren K\u00f6nig Theudebert (533 \u2013 548) an seine Verpflichtungen gegen\u00fcber dem Kaiser, und die Goten hatten keinen Vorteil von ihrem Landverzicht. Die Franken zogen erst ab, als auch sie von Seuchen und Versorgungsengp\u00e4ssen bedroht waren. Einige Teile des ostgotischen Gebiets hielten sie dennoch unbehelligt besetzt.<\/p>\n<p>Wie ein Kugelblitz hatte die fr\u00e4nkische Invasion Oberitalien durchsaust, vieles in Brand gesetzt, aber die Machtverh\u00e4ltnisse nicht grundlegend ver\u00e4ndert. Der r\u00f6mische Druck wuchs, und f\u00fcr die Goten wurde es immer enger. Ende 539 begann die Belagerung Ravennas, das zu Land und zu Wasser eingeschlossen wurde. Doch die Stadt, in der K\u00f6nig Vitigis ausharrte, war gut versorgt, und dank ihrer Lage in den Lagunen praktisch uneinnehmbar. W\u00e4hrend Belisar die Ravennaten auszuhungern suchte und viele Goten in Italien zu ihm \u00fcberliefen, nahmen der r\u00f6mische Feldherr und der Ostgotenk\u00f6nig wieder Verhandlungen auf.<\/p>\n<p>Da fassten die Goten, vom Hunger gequ\u00e4lt und mit Vitigis ohnedies unzufrieden, einen k\u00fchnen Entschluss. Sie boten Belisar ihre Unterwerfung an \u2013 unter der Ma\u00dfgabe, dass er selbst Kaiser des Westens werde. 476 war Romulus Augustulus abgesetzt worden, jetzt, 540, sollte er einen Nachfolger bekommen. Belisar nahm im Mai an, indem er einen Eid darauf leistete und zusagte, die gotischen Traditionen zu respektieren, aus r\u00f6mischer Sicht Hochverrat. Die Tore wurden ihm ge\u00f6ffnet, er zog in die Stadt ein und k\u00fcmmerte sich um die Versorgung mit dem Lebenswichtigen. Vitigis wurde als Kriegsgefangener mit allen Ehren behandelt, die gotischen Kommandeure str\u00f6mten nach Ravenna, um dem neuen Herrscher des Westens zu huldigen. Erst als Belisar sich auf kaiserlichen Befehl daran machte, gen Konstantinopel aufzubrechen, erkannten die Goten, dass sie verraten waren. Wer konnte, floh. Der r\u00f6mische Sieg schien da. Alles war jetzt gut aus r\u00f6mischer Sicht. Doch es schien nur gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Totilas Zwischenerfolge<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es hatte ja die Verdunkelung der Welt gegeben, die Pest begann um sich zu greifen, zudem attackierten die Perser erfolgreich Syrien, und die kirchlichen Streitigkeiten, die das R\u00f6mische Reich heimsuchten, wurden st\u00e4rker. Ende 541 einigten die Goten sich nach viel Streit auf einen gewissen Totila als K\u00f6nig. Die Gewichte begannen sich zu verschieben. Vermutlich \u00fcberraschte Totila die R\u00f6mer mit seinen energischen Anstrengungen im Kampf, doch d\u00fcrfte man ihn anfangs kaum ernstgenommen haben. Das sollte sich \u00e4ndern. In der Darstellung Prokops wurde Totila zum strahlenden Feind Roms, in dem sich der ganze Mut der Goten, ihre Widerst\u00e4ndigkeit zu verk\u00f6rpern schien, und man kann ihm eine bemerkenswerte F\u00e4higkeit, Menschen zu motivieren und unter schwierigen Umst\u00e4nden durchzuhalten, gewiss nicht absprechen.<\/p>\n<p>Justinian scheute offenbar eine Konzentration der Kr\u00e4fte in Italien \u2013 eine Massierung h\u00e4tte f\u00fcr den misstrauischen Kaiser gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Es war so kein Krieg mit einer klaren Front, er wurde vielmehr auf einzelnen kleineren Kriegsschaupl\u00e4tze ausgetragen, flammte kurzzeitig an dem einen, dann an dem anderen Ort auf.<\/p>\n<p>Wo sie die Macht besa\u00dfen, begannen die R\u00f6mer Steuern streng einzutreiben und machten sich damit unbeliebt. Das bereitete Totila den Boden; seinen Kampf gegen Justinian inszenierte er als Kampf Italiens gegen eine Bedr\u00fcckung, nicht einfach als Krieg der Goten gegen die R\u00f6mer; manch ein r\u00f6mischer \u00dcberl\u00e4ufer schloss sich ihm an. Selbst die Senatoren suchte er f\u00fcr sich zu gewinnen, doch vergebens, zumal auch er sie von \u00f6konomischen Zumutungen nicht verschonen wollte. Anders als die fr\u00fcheren ostgotischen K\u00f6nige konnte er sich somit nicht auf eine erfahrene Verwaltungselite st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Gegen Justinian k\u00e4mpfte Totila seit 542 trotzdem erfolgreich, denn es ging eben gegen einen Herrscher, der mit Pest und Persern zu ringen hatte, mit r\u00f6mischen Milit\u00e4rs, die nicht in der Lage waren, ihre Aktionen zu koordinieren. Er errang Schlachtensiege, Teile Mittelitaliens fielen an ihn und 543 weite Regionen S\u00fcditaliens einschlie\u00dflich Neapels, so dass die Verbindung zwischen Rom und dem getreidereichen Sizilien gef\u00e4hrdet war. Doch er stand auch unter Druck: Man klagte dar\u00fcber, dass Totila auf dem Lande Sklaven freilasse und Kolonen von ihren Abgaben befreie, gewiss kein Ausdruck eines sozialrevolution\u00e4ren Impetus, sondern, soweit sie stattfand, der Not geschuldet.<\/p>\n<p>Der kaiserliche Milit\u00e4rapparat hingegen entfaltete sich allm\u00e4hlich. Erneut musste der Kaiser auf seinen erfahrensten Milit\u00e4r zur\u00fcckgreifen. Belisar, der in der Zwischenzeit einer Intrige zum Opfer gefallen war, wurde teilrehabilitiert und 544 mit dem Kommando in Italien betraut. Begleitet von einem schwachen Heer, musste er auf eigene Kosten neue K\u00e4mpfer anwerben. Ende 544 d\u00fcrfte er in Ravenna gelandet sein, doch man wusste, wie schwach seine Truppen waren. Teile seines Heeres fielen ab, und w\u00e4hrenddessen machte Totila weiter Fortschritte. Anderswo, vor allem in S\u00fcditalien, kamen die Kaiserlichen voran; doch der dortige Kommandeur Johannes f\u00fcgte sich nicht den Befehlen Belisars \u2013 das alte Problem.<\/p>\n<p>Totila war erfolgreich, trotz seiner wenigen Truppen und knappen Ressourcen. 545\/6 belagerten die Goten Rom erneut und nahmen die ausgehungerte Stadt am 17. Dezember 546 durch Verrat ein. Die zweite Eroberung, jetzt die einer geschw\u00e4chten Stadt. Belisar lag krank in Portus; ihm fehlten die Mittel, der alten Hauptstadt so zu helfen, wie er es wenige Jahre zuvor vermocht hatte.<\/p>\n<p>Der Sieg im Kampf um Rom zeigt Totila auf dem H\u00f6hepunkt seiner Macht und seines Selbstbewusstseins. Entgegen allen Erwartungen demonstrierte er Milde. Totila gab seine Attit\u00fcde indes bald auf. Er lie\u00df die r\u00f6mische Bev\u00f6lkerung, allen voran die verbliebenen Senatoren, nach Kampanien verbringen, vielleicht auch als Geiseln. Vierzig Tage soll Rom von Menschen verlassen gewesen sein. Diese Behauptung ist gewiss \u00fcbertrieben, gibt aber einen Eindruck von dem Schrecken. Immer mehr erwiesen die Truppen Totilas, die sich zunehmend aus dem Krieg ern\u00e4hren musste, als Schreckgespenst und mutierten zu einer Gewaltgemeinschaft.<\/p>\n<p>Und die Lage \u00e4nderte sich: Totila versuchte als Herr Roms Friedensverhandlungen mit Justinian zu er\u00f6ffnen, scheiterte aber damit. Trotz aller Schwierigkeiten Belisars w\u00e4hrte die Zeit der gotischen Herrschaft \u00fcber Rom nur kurz. Schon im April 547, als die Kaiserlichen in S\u00fcditalien vordrangen, musste Totila seine Truppen aus dem \u00fcbergro\u00dfen, nicht zu verteidigenden Mauerrund abziehen \u2013 eine Entwicklung, die f\u00fcr sein Wirken, f\u00fcr die \u00dcberdehnung des gotischen Potentials charakteristisch ist. Belisar r\u00fcckte wieder ein, befestigte die Stadt neu und f\u00fchrte die Bev\u00f6lkerung heim, w\u00e4hrend Totila sich Schm\u00e4hungen von seinen Leuten anh\u00f6ren musste. Die dritte Besetzung Roms wird mithin als eine geschildert, von der die Bev\u00f6lkerung profitierte, jedenfalls die r\u00f6mische.<\/p>\n<p>Weiter gingen die zerm\u00fcrbenden K\u00e4mpfe der geschw\u00e4chten Kriegsgegner; in verschiedenen Teilen Italiens k\u00e4mpfte man jetzt. Ein Waffenstillstand mit den Persern im Jahre 545 erlaubte es Justinian sogar, eine gewisse Verst\u00e4rkung zu schicken, aber weniger, als Belisar f\u00fcr n\u00f6tig hielt. In verschiedenen Teilen erlebten und erlitten die Soldaten wie die Zivilbev\u00f6lkerung Scharm\u00fctzel und Gefechte, Belagerungen und Eroberungen, aber eine Entscheidungsschlacht kam nicht zustande. Belisar wurde schlie\u00dflich 548\/9 abberufen und zun\u00e4chst nicht durch einen Oberkommandierenden f\u00fcr Italien ersetzt; weiter ging das Hin und Her. Das muss f\u00fcr die gew\u00f6hnliche Bev\u00f6lkerung Italiens furchtbar gewesen sein.<\/p>\n<p>Wohl Anfang 550 geschah, was alle Freunde Roms schockieren musste. Rom fiel neuerlich an Totila, die vierte Eroberung der Stadt. Der K\u00f6nig verfuhr jetzt anders als bei der ersten Besetzung: Er reparierte die Mauern, siedelte Menschen an, darunter auch die von ihm exilierten Senatoren \u2013 und hielt Wagenrennen ab. So meldete er an, dass er sich dem Kaiser ebenb\u00fcrtig f\u00fchlte. Vermutlich waren dies \u00fcbrigens die letzten Wagenrennen im Circus Maximus. Eine Tradition, die mehrere Jahrhunderte gew\u00e4hrt hatte, kam an ihr Ende, und daf\u00fcr stand ein gotischer Herrscher in der Ewigen Stadt. \u00a0Dies schien den Sieg der Goten zu repr\u00e4sentieren. Alle schien gut, jetzt aus gotischer Sicht. Doch nichts war gut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Sieg des Narses<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wieder bot Totila dem Kaiser Frieden an, wieder vergebens. Da holte Totila zum vermeintlich t\u00f6dlichen Schlag aus, indem er das kornreiche Sizilien angriff. Neue Kommandeure entsandte der Kaiser, mit geringem Erfolg, schlie\u00dflich griff er auf den vielbew\u00e4hrten mit ihm verwandten Germanus zur\u00fcck. Die Witwe des Vitigis, Mathesuentha, wurde seine Gemahlin, so dass auch Goten hoffnungsvoll auf ihn blicken mochten. Die gotische Prinzessin hatte sich mit einem f\u00fchrenden R\u00f6mer verbunden, der tats\u00e4chlich den Feldzug nach Italien \u00fcbernehmen sollte. Ihn erreichten Angebote von Goten, die bereit waren, zu ihm \u00fcberzugehen. Endlich war der Gotenkrieg milit\u00e4risch und psychologisch so wohlvorbereitet, dass er einfach gelingen musste. Doch Germanus starb auf dem Marsch nach Italien.<\/p>\n<p>Narses, Justinians Mann f\u00fcr schwere F\u00e4lle, erhielt den Oberbefehl \u00fcber Italien, und ihm gelang es, ohne ernstzunehmenden Rivalen zu agieren. Er f\u00fchrte jene gro\u00dfe Zahl von Truppen zusammen, die sich Belisar immer gew\u00fcnscht hatte, zudem erhielt er Geld genug, um seinen M\u00e4nnern ihren Sold zu zahlen wie auch den ausstehenden Sold an die Truppen in Italien. \u00dcberraschend schnell drang er nach und in Italien vor. Sein Vorgehen war weitaus energischer, als man es lange erlebt hatte. Totila versuchte an anderen Orten St\u00e4rke zu zeigen, indem er etwa einen Raubzug nach Korfu unternehmen lie\u00df oder Sardinien und Korsika besetzte, aber das blieb ohne nachhaltigen Erfolg, auch wenn die R\u00f6mer viele Schiffe verloren.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich blieb ihm nichts, als Narses entgegenzuziehen. Denn dieser stie\u00df entschlossen nach S\u00fcden vor. Die Entscheidungsschlacht nahte, die der Gote so lange vermieden hatte. 552 stand man sich in der N\u00e4he des heutigen Perugia gegen\u00fcber, bei Taginae\/Tadinae. Die Gemarkung hie\u00df auch Busta Gallorum, ein unheilverk\u00fcndender Name, Brandst\u00e4tten der Gallier. Das r\u00f6mische Heer war zahlenm\u00e4\u00dfig weit \u00fcberlegen, ein Vorteil indes, den es in der Gebirgslandschaft, die der Gote klugerweise gew\u00e4hlt hatte, nur begrenzt ausspielen konnte. Die Schlacht m\u00fcndete dennoch in eine blutige Niederlage der Goten, auch Totila kam bald danach zu Tode.<\/p>\n<p>Dennoch gaben die Goten nicht auf. Narses drang in Italien vor, mehrere St\u00e4dte, vor allem Rom vermochte er zu gewinnen, das ein f\u00fcnftes Mal erobert wurde. Eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe entkommener Goten sammelte sich in Pavia, um dort Teja zum K\u00f6nig zu erheben. Sie schlugen sich Richtung S\u00fcden durch, um dort den K\u00f6nigsschatz zu sichern. An der S\u00fcdseite des Vesuvs vermochten sie eine feste Stellung aufzubauen, die von der See aus versorgt wurde. Als diese Versorgungslinie zusammenbrach, zog sich Teja mit seinen Getreuen zum Mons Lactarius zur\u00fcck, dem \u201eMilchberg\u201c s\u00fcdlich von Neapel, und stellten sich den R\u00f6mern dort 552 in einem verzweifelten Kampf. Dieser sollte die Niederlage der Ostgoten besiegeln. Teja fiel im Kampf, die \u00fcberlebenden Goten durften abziehen. Einige St\u00e4dte hielten sie noch f\u00fcr Jahre; wirklicher Friede sollte so bald nicht einkehren.<\/p>\n<p>Der Glanz Totilas leuchtet, so wollen es unsere Quellen, aus diesen Auseinandersetzungen hervor. Doch sein Kampf, seine Entschlossenheit, seine Beweglichkeit, seine Bereitschaft, unkonventionell zu handeln, sein Mut, f\u00fchrten zu nichts, die Goten vermochten nicht zu einem Ausgleich mit Ostrom zu kommen, geschweige denn ihre Stellung zur\u00fcckzugewinnen. Totilas Handeln war fatal. Er brachte nur noch mehr Unheil \u00fcber Italien, \u00fcber gotische und r\u00f6mische Soldaten. Am Ende stand ein ausgeblutetes Land. Vernichtet war das Ostgotenreich, das \u00fcber lange Zeit ein ruhiges Zusammenleben von R\u00f6mern und Nicht-R\u00f6mern im Kernland des R\u00f6mischen Reiches erm\u00f6glicht hatte und durchaus in vielerlei Beziehung die klassische Tradition weitergef\u00fchrt hatte. Nicht ohne Grund betrachtet ein moderner Forscher das Ostgotenreich Theoderichs des Gro\u00dfen als den letzten Retter der r\u00f6mischen Tradition, die Zerschlagung seines Reiches durch Justinian habe erst den Untergang Roms herbeigef\u00fchrt, aber der hartn\u00e4ckige Widerstand der Goten ist eben auch Teil der Rechnung.<\/p>\n<p>Profiteur der Entwicklungen waren die Franken, die unter ihrem K\u00f6nig Theudebert (533 \u2013 548) mit gro\u00dfem Selbstbewusstsein agierten. Nicht nur, was die Goten ihm ohnehin im Bereich der Provence zugestanden hatten, sondern auch Teile Norditaliens unterwarf er sich. Nachdem er die alte Kaiserresidenz Arelate (Arles) gewonnen hatte, forderte er den Kaiser auch symbolisch heraus, indem er Goldm\u00fcnzen in seinem eigene Namen pr\u00e4gte \u2013 ein kaiserliches Privileg \u2013 und Wagenrennen abhielt. Wer immer ihnen beiwohnte, wer immer die M\u00fcnze in seiner Hand hielt, gewahrte die Schw\u00e4che des Kaisers und die St\u00e4rke Theudebert. Den kaiserlichen Anspruch der Franken sollte erst Karl der Gro\u00dfe ungef\u00e4hr 250 Jahre sp\u00e4ter realisieren. Was aber w\u00e4re geschehen, wenn der Nachfolger Theudeberts, der unm\u00fcndige Theudebald (548 \u2013 555), h\u00e4tte entschlossener handeln k\u00f6nnen?<\/p>\n<p>Der zweite Profiteur waren die Slaven: Das Wort Slaven war eine Fremdbezeichnung seitens der R\u00f6mer f\u00fcr sehr unterschiedliche, schwer greifbare ethnische Gruppen, die auf dem Balkan auftauchten, wobei wir uns bewusst sein m\u00fcssen, dass diese Autoren oft nur ungef\u00e4hre Kenntnisse von den V\u00f6lkerschaften hatten. Es ist auch gar nicht klar, ob die V\u00f6lker, von denen r\u00f6mische Quellen sprechen, \u00fcberhaupt ethnisch homogen waren oder welche Sprache sie verwendeten. Es lassen sich bestimmte kulturelle Praktiken beobachten, die sie verbanden. Vielleicht wurden sie erst durch diese Au\u00dfenbezeichnung zu einer Gruppe, die sich als Slaven verstand. Auf jeden Fall gewannen nicht-r\u00f6mische Gruppen auf dem Balkan massiv an Bedeutung, da die r\u00f6mischen Ressourcen f\u00fcr andere Kriege genutzt wurden, und insofern profitierten sie auch von den Gotenkriegen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich zu den Arabern. Mit arabischen St\u00e4mmen hatten die R\u00f6mer seit Jahrhunderten zu tun. Sie lie\u00dfen sich leicht spalten und f\u00fchrten oft Stellvertreterkriege f\u00fcr R\u00f6mer und Perser. Deren Krieg mit den Persern schien am Ende der Regierungszeit Justinians beendet. Doch brach er bald wieder aus, bis die R\u00f6mer 627 scheinbar den entscheidenden Sieg errangen. Doch gleichzeitig, kaum bemerkt von Persern und R\u00f6mern sammelten sich Araber der Arabischen Halbinsel unter der Fahne einer Religion, des Islam. Ihnen gelangen rasche Siege. 636 wurde am Yarmuk das r\u00f6mische Heer besiegt. Bald gelangten weite Teile der Levante unter arabischer Herrschaft \u2013 auch nach Westen drangen sie vor, bekanntlich \u00fcber die Iberische Halbinsel bis zum Frankenreich, ferner nach Sizilien.<\/p>\n<p>Drei im 6. Jahrhundert teils kaum definierte, jedenfalls zerstrittene Gruppen von der Peripherie profitieren mithin vom Ressourcenmangel des R\u00f6mischen Reiches. Der Sieg Justinians war ein Pyrrhussieg. Er schw\u00e4chte das alte Kernland des Reiches, Italien, auf Dauer, er rieb Ressourcen des R\u00f6mischen Reiches auf, das seinen Schwerpunkt im Osten hatte. Die Niederlage der germanischen Goten trug dazu bei, die Grundlagen der klassischen Mittelmeerwelt zu zerst\u00f6ren, die sie mitgetragen hatten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Himmel verdunkelt sich 536\/7, gut zehn Jahre nach dem Tod Theoderichs des Gro\u00dfen, im ganzen Mittelmeerraum. 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