{"id":107766,"date":"2025-07-04T12:12:20","date_gmt":"2025-07-04T10:12:20","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=107766"},"modified":"2025-07-04T12:12:22","modified_gmt":"2025-07-04T10:12:22","slug":"westbindung-1955-die-politische-koordinatenverschiebung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/westbindung-1955-die-politische-koordinatenverschiebung\/","title":{"rendered":"Westbindung 1955"},"content":{"rendered":"<p>Erfolgreiche politische Projekte haben es in der Historiographie manchmal nicht leicht. In ihrer Zeit und in den ersten Jahren danach bestimmt die politische Kontroverse \u00fcber das Projekt zumeist dessen Wahrnehmung so sehr, dass sich seine Reichweite und Bedeutung oft nicht genau definieren l\u00e4sst. Aus der langen historischen Distanz wiederum erscheint vieles dann allzu leicht zwangsl\u00e4ufig, geradlinig: Was sich ex ante als unerh\u00f6rt und riskant darstellte und deshalb heftig umstritten war, wird ex post schnell zu einer Zwangsl\u00e4ufigkeit, ja zu einem Punkt unter vielen anderen im langen Strom der Geschichte. Damit verblasst die Z\u00e4sur, die Wegmarke leicht.<\/p>\n<p>So scheint es auch mit den politischen Grundfestlegungen zu sein, die in den ersten rund zehn Nachkriegsjahren in Westdeutschland unter dem Stichwort \u201eWestbindung\u201c getroffen wurden. Die mit dem Deutschlandvertrag und dem NATO-Beitritt der Bundesrepublik gekr\u00f6nte feste Verankerung Deutschlands in der Gemeinschaft der demokratischen Staaten Westeuropas und im transatlantischen Sicherheitssystem hat Sebastian Haffner einmal ganz richtig, wie ich meine, als \u201eeinleuchtend bis zur Unvermeidlichkeit\u201c bezeichnet und dabei doch ihre Umstrittenheit und das Wagnis, das sie bedeutete, allzu sehr nivelliert.<\/p>\n<p>Eben deshalb hat Hans-Peter Schwarz gemahnt, nicht zu verkennen, wie oft dieses politische Projekt gef\u00e4hrdet war, und Arnulf Baring hat beklagt, dass gerade die erste Phase der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zwar die \u201et\u00fcchtigsten und optimistischsten Jahre der Republik\u201c gewesen seien, dass das in dieser Zeit m\u00fchsam erarbeitete internationale Ansehen aber von den nachfolgenden Generationen bis heute als viel zu selbstverst\u00e4ndlich betrachtet werde.<\/p>\n<p>Im Folgenden sollen zun\u00e4chst die politischen Rahmenbedingungen rekapituliert werden, von denen das erste Nachkriegsjahrzehnt bestimmt wurde. Sodann sind die politischen Optionen zu erw\u00e4gen, die in diesem Rahmen denkbar waren. Zu vergessen sind nat\u00fcrlich nicht die wesentlichen Entwicklungsetappen, die die Westbindung konstituierten, ohne dass hier Vollst\u00e4ndigkeit anzustreben w\u00e4re. Abschlie\u00dfend soll nach den Wurzeln und den Tr\u00e4gern dieses Konzeptes gefragt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Politiker, die nach 1945 daran gingen, eine neue deutsche Staatlichkeit aufzubauen und im internationalen Rahmen zu verankern, waren alles andere als zu beneiden: Die vorwaltenden Rahmenbedingungen daf\u00fcr waren alles andere als g\u00fcnstig.<\/p>\n<p>Deutschland glich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bis weit in die 1950er Jahre hinein einer gespenstischen Tr\u00fcmmerw\u00fcste. Die Menschen hausten auf der Stra\u00dfe und hungerten. Deutschland war 1945 vollst\u00e4ndig besiegt und geschlagen, ohne jede eigene staatliche Ordnung und mit einer erdr\u00fcckenden moralischen Schuld beladen, die aus dem bis dahin unvorstellbaren Ausma\u00df von Menschheitsverbrechen der NS-Diktatur herr\u00fchrten. Das Land stand unter der Herrschaft von vier Besatzungsarmeen, die es in z.T. hermetisch voneinander abgeschlossenen Zonen ihrer Verwaltung unterworfen hatten.<\/p>\n<p>In der franz\u00f6sischen Zone, der z.B. auch das heutige Bundesland Rheinland-Pfalz angeh\u00f6rte, bestimmte die Erinnerung an den dreimal von Deutschen nach Frankreich getragenen Krieg, 1870\/71, 1914\/18 und 1940\/45 sowie eine harte Besatzung durch die deutsche Wehrmacht von 1940 bis 1944 nebst zahlreichen Verbrechen an franz\u00f6sischen Staatsb\u00fcrgern zun\u00e4chst das Verh\u00e4ltnis zu den Besiegten. Nie wieder wollte man in Frankreich von Deutschen \u00fcberfallen und beherrscht werden, b\u00fc\u00dfen und zahlen sollten die Deutschen f\u00fcr das Frankreich angetane Unrecht.<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich waren die Verh\u00e4ltnisse in der sowjetischen Besatzungszone, wo sich die Rotarmisten zun\u00e4chst einmal f\u00fcr die von der Wehrmacht ver\u00fcbten Verbrechen im Russlandfeldzug an der deutschen Bev\u00f6lkerung schadlos hielten und das besetzte Land sodann zum Nutzen der eigenen Wirtschaft ausbeuten wollten. Im Unterschied zu Frankreich allerdings versuchte der sowjetische Diktator Stalin weit dar\u00fcber hinaus, die Situation f\u00fcr die Ausdehnung seines kommunistischen Herrschaftsbereichs zu nutzen, und schuf Zug um Zug in Richtung Westen einen G\u00fcrtel von kommunistischen Satellitenstaaten um die Sowjetunion: 1947 z.B. erhielt Bulgarien eine Verfassung nach sowjetischem Muster, Rum\u00e4nien wurde eine Volksrepublik, in Polen setzten sich die Kommunisten, von Moskau gest\u00fctzt, immer mehr durch, Anfang 1948 fand ein kommunistischer Staatsstreich in der Tschechoslowakei statt, 1949 wurde Ungarn eine kommunistische Volksrepublik und w\u00e4hrend in Griechenland ein blutiger B\u00fcrgerkrieg zwischen b\u00fcrgerlichen und kommunistischen Kr\u00e4ften um die Macht im Lande tobte, wurde bekannt, dass auch die Russen die Atombombe nun besa\u00dfen.<\/p>\n<p>Alles sprach daf\u00fcr, dass als n\u00e4chstes Opfer Deutschland dem kommunistischen Machtbereich drohte einverleibt zu werden, denn als im Juni 1948 eine W\u00e4hrungsreform in den Westsektoren eingef\u00fchrt wurde, um der neuen deutschen Wirtschaft auf die Beine zu helfen, blockierte die UdSSR Berlin, das nun rund ein Jahr von den Westalliierten aus der Luft versorgt werden musste.<\/p>\n<p>Allein dies macht deutlich, wie unmittelbar die sich bald nach Kriegsende entwickelnden Spannungen zwischen dem Westen und der Sowjetunion auf das deutsche Schicksal durchschlagen mussten, wie sehr der politische Handlungsspielraum eines nur allm\u00e4hlich und z\u00f6gerlich zugelassenen neuen politischen Lebens in Deutschland eingeengt war.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der ja auch au\u00dfenpolitisch schwierigen Gr\u00fcndung der Bundesrepublik 1949, die die Vereinigung aller Besatzungszonen in Deutschland erst einmal hintanstellte, war schlie\u00dflich eine neue Lage herbeigef\u00fchrt \u2013 das Grunddilemma, wie man sich nun au\u00dfenpolitisch verhalten sollte, blieb aber:<\/p>\n<p>Die alten nationalen, machtstaatlichen Ziele des wilhelminischen Deutschlands \u2013 sie schienen nun v\u00f6llig obsolet, der Machtwahn des Nationalsozialismus und seine Verbrechen hatten jeden Gedanken in diese Richtung endg\u00fcltig diskreditiert.<\/p>\n<p>Man sollte freilich nicht untersch\u00e4tzen, dass es auch in der totalen Niederlage immer noch etliche gab, die die Tatsache eines 12-j\u00e4hrigen Weges in den Untergang nicht wahrhaben wollten und trotzig an eingebildeten Rechten einer deutschen Nation festhielten. Doch machte schon die historisch bemerkenswerte, gleichsam offizielle Aufl\u00f6sung des Landes Preu\u00dfen durch die Alliierten deutlich, dass diesem Denken in traditionellen national- und machtstaatlichen Bahnen der entschiedene Widerstand aller Siegerm\u00e4chte entgegenschlagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Sollte man es da nicht besser mit einer fein ziselierten B\u00fcndnispolitik nach Bismarckschem Strickmuster versuchen, die Deutschland in der Mitte Europas absicherte? Daf\u00fcr fehlten aber alle Voraussetzungen: Anspr\u00fcche konnte Deutschland nun wirklich nicht mehr stellen und Angebote hatte es erst recht nicht zu machen. Sich selbst vielleicht wie Bismarck als \u201eehrlicher Makler\u201c zwischen Ost und West zu empfehlen, musste bei einem Land, das soeben unter der NS-Herrschaft einen skrupellosen Expansionismus betrieben und dabei Massenverbrechen zu verantworten hatte, ebenso wenig \u00fcberzeugend wirken.<\/p>\n<p>Dem widersprach im \u00dcbrigen auch das Sicherheitsbed\u00fcrfnis Frankreichs, das Deutschland eine solche Rolle wohl kaum freiwillig zugestanden h\u00e4tte, und vor allem das aggressive kommunistische Ausgreifen, das sich von dem eben erst geschlagenen Deutschland wohl kaum h\u00e4tte z\u00fcgeln lassen. Gleichwohl gab es politische Ans\u00e4tze, die genau diese Politik empfahlen, vor allem um die Reichseinheit zu wahren. Der CDU-Mitbegr\u00fcnder Jakob Kaiser etwa formulierte: \u201eMir scheint f\u00fcr Deutschland die gro\u00dfe Aufgabe gegeben, im Ringen der europ\u00e4ischen Nationen die Synthese zwischen \u00f6stlichen und westlichen Ideen zu finden. Wir haben Br\u00fccke zu sein zwischen Ost und West.\u201c<\/p>\n<p>Der ehemalige Widerstandsk\u00e4mpfer gegen den Nationalsozialismus untersch\u00e4tzte damit die Last der Geschichte, die Deutschland zu tragen hatte, und scheiterte schlie\u00dflich auch geradezu notwendig als CDU-Vorsitzender in der SBZ am rigiden Durchsetzungswillen der Sowjetmacht, die ihn aus dem Land trieb. Wie wenig eine Abweichung von der kommunistischen Linie im Innern akzeptiert wurde, sollte dann ja auch die Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR am 17. Juni 1953 zeigen.<\/p>\n<p>Nicht weit entfernt von dieser Position, aber mit einem zus\u00e4tzlichen Element versehen, lagen \u00dcberlegungen, die die traditionelle Mittellage Deutschlands betonten und auf L\u00f6sung des Problemkn\u00e4uels durch eine strikte Neutralit\u00e4t und wom\u00f6glich fundamentalen Pazifismus hofften. Der sp\u00e4tere Bundespr\u00e4sident Gustav Heinemann etwa dachte in diesen Bahnen und fand in dem Historiker Ulrich Noack einen Weggef\u00e4hrten, der 1948 propagierte: \u201eWenn die anderen unbedingt schie\u00dfen wollen, dann machen wir uns klein und lassen sie \u00fcber uns hinwegschie\u00dfen\u201c.<\/p>\n<p>Auch dies war allenfalls ein frommer Wunsch und entbehrte allen politischen Realit\u00e4tssinnes, wie wir heute wissen. Freilich wusste die Sowjetunion um solche Neigungen und nutzte sie f\u00fcr eigene taktische Vorst\u00f6\u00dfe, wie die Stalin-Note von 1952 zeigt, die ein geeintes, aber blockfrei neutralisiertes Deutschland anzubieten schien.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich w\u00e4re auf dem Markt der traditionellen politischen M\u00f6glichkeiten deutscher Au\u00dfenpolitik auch das in der Weimarer Republik erprobte Finassieren zwischen Ost und West zu finden gewesen, dessen Zielstellung die Erlangung von au\u00dfenpolitischem Handlungsspielraum durch die stets virulente M\u00f6glichkeit einer immer auch noch denkbaren, alternativen au\u00dfenpolitischen Option war. Aber diese Option h\u00e4tte wohl in der Situation der Jahre 1945 folgende wohl nichts anderes als ein h\u00f6chstgef\u00e4hrliches Spiel mit dem Feuer bedeutet, lie\u00df der kommunistische Osten doch nicht an seiner expansiven Entschlossenheit zweifeln und andererseits beschwor jedes Einlassen mit den Russen die Gefahr eines R\u00fcckzugs der Westm\u00e4chte hinter den Rhein und damit die Preisgabe Deutschlands an den kommunistischen Machtbereich oder aber eine Einigung der Alliierten \u00fcber Deutschland, ohne die Deutschen daran zu beteiligen.<\/p>\n<p>Nur wenn man sich diese dramatisch verfahrene, teils unkalkulierbare und un\u00fcberschaubare Situation klar macht, wird das Gewicht jener Entscheidung f\u00fcr die Westbindung deutlich, f\u00fcr die vorrangig der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, verantwortlich zeichnete. Nicht zu Unrecht hat Klaus Hildebrand denn auch Adenauers au\u00dfenpolitischen Entwurf als \u201erevolution\u00e4r\u201c und eine ganz neue Tradition deutscher Au\u00dfenpolitik begr\u00fcndend bezeichnet.<\/p>\n<p>Ansatzpunkt der Adenauerschen Konzeption war eine sehr fr\u00fche Einsicht in die Entwicklung der Ost-West-Konfrontation nach dem Krieg und eine folgerichtige Ableitung der f\u00fcr Deutschland daraus zu bestimmenden au\u00dfenpolitischen Strategie. Adenauer sah sich, wie Volker Depkat formuliert hat, an einer Zeitenwende: Alles hatten die NS-Zeit und der Zweite Weltkrieg ver\u00e4ndert. Was gestern noch G\u00fcltigkeit in der Au\u00dfenpolitik gehabt hatte, das war 1949 l\u00e4ngst Vergangenheit. Alles musste neu gedacht werden und dabei waren f\u00fcr ihn verschiedene Punkte zu beachten.<\/p>\n<h4><strong>Erstens<\/strong><\/h4>\n<p>Dass die kommunistische Sowjetunion, deren Atheismus und Staatsvergottung Adenauer als h\u00f6chst gef\u00e4hrlich empfand, einen expansiven Kurs steuerte und in ihrem Machtbereich diktatorische Regime errichtete, die b\u00fcrgerliche Freiheit nicht zulie\u00dfen, war f\u00fcr ihn ebenso eine Tatsache wie die Schlussfolgerung, dass dies nur machtstaatlich begrenzt werden konnte. Da kein europ\u00e4ischer Staat allein \u00fcber diese notwendigen Machtmittel verf\u00fcgte, war nur eine westeurop\u00e4ische Einigung unter sowie eine feste Allianz mit den Vereinigten Staaten in der Lage, jenes Machtpotential aufzubauen, das zur Eind\u00e4mmung der sowjetischen Expansion n\u00f6tig war.<\/p>\n<p>Der Nationalstaat hatte sich f\u00fcr Adenauer ja ohnehin \u00fcberlebt, nicht nur wegen der Folgen des Krieges, sondern auch wegen des rasanten technischen Fortschritts, der die nationalen Grenzen einfach \u00fcberschritt. Daraus aber konnten sich Chancen f\u00fcr die Westdeutschen ergeben, zumal mit dem Beginn des Koreakrieges 1950, der gerne als \u201eVater aller Dinge\u201c bezeichnet wird, eine zus\u00e4tzliche Dynamik in die internationale Politik kam.<\/p>\n<p>Ohne Deutschland war ein solcher Sicherheitsverbund und zudem auch Wohlfahrt in Europa nicht zu schmieden, freilich nur mit einem Deutschland, das sich ganz neu orientierte, das durch im Voraus geleistete Selbstbeschr\u00e4nkung das so wichtige neue Vertrauen erwarb und in den dazu entstehenden Strukturen die Rolle zu spielen bereit war, die die westlichen Siegerm\u00e4chte ihm zuteilten. Um dieses Endziel zu erreichen, war Adenauer auch bereit einen eigenen Wehrbeitrag zu leisten, der nicht nur im Ausland (Frankreich, der Sowjetunion), sondern vor allem im Innern h\u00f6chst unpopul\u00e4r war.<\/p>\n<h4><strong>Zweitens<\/strong><\/h4>\n<p>Damit Deutschland in diesen Prozess einbezogen werden konnte, waren klare, kalkulierbare au\u00dfenpolitische Positionen vonn\u00f6ten, eine Schaukelpolitik zwischen Ost und West, auch nur das Aufkommen eines Verdachtes, Deutschland k\u00f6nne nicht wie selbstverst\u00e4ndlich nach Westen hin orientiert sein, lie\u00df sofort die Gefahr einer dem deutschen Interesse entgegenstehenden Verst\u00e4ndigung der Alliierten \u00fcber Deutschland hinweg, einer Ann\u00e4herung Frankreichs an die UdSSR oder gar das Desinteresse der Amerikaner an den unkalkulierbaren europ\u00e4ischen Entwicklungen hervortreten. Das musste aus Adenauers Sicht unter allen Umst\u00e4nden vermieden werden. Eben deshalb formulierte er in seiner ersten Regierungserkl\u00e4rung als Bundeskanzler unmissverst\u00e4ndlich: \u201eEs besteht f\u00fcr uns kein Zweifel, dass wir nach unserer Herkunft und nach unserer Gesinnung zur westeurop\u00e4ischen Welt geh\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<h4><strong>Drittens<\/strong><\/h4>\n<p>Den Preis, der f\u00fcr einen solchen Kurs zu zahlen war, glaubte Adenauer bezahlen zu m\u00fcssen. Der Preis bestand vor allem in der Zur\u00fcckstellung der deutschen Wiedervereinigung. Die Hoffnung allerdings war, dass ein deutscher Weststaat, einbezogen in westliche politische Strukturen, viel Anziehungskraft entfalten k\u00f6nnte und bei einer \u00c4nderung der politischen Gesamtlage eines Tages doch die Wiedervereinigung m\u00f6glich sein w\u00fcrde. In diesem Sinne argumentierte damals auch der Berliner B\u00fcrgermeister Ernst Reuter. Dennoch war gerade dieser Punkt in der historischen Forschung lange Zeit intensiv umstritten und der Vorwurf virulent, Adenauer habe den Osten Deutschlands preisgegeben und ausgeliefert.<\/p>\n<h4><strong>Viertens<\/strong><\/h4>\n<p>Eine glaubhafte Westorientierung Deutschlands verlangte aber zuallererst unzweideutige Signale des Willens zur Auss\u00f6hnung mit Frankreich, wiederum als Voraussetzung einer europ\u00e4ischen Integration. Die Wiedererlangung deutscher Souver\u00e4nit\u00e4t setzte gleichsam die Bereitschaft zum zumindest partiellen Souver\u00e4nit\u00e4tsverzicht zugunsten europ\u00e4ischer Strukturen voraus. Das war politisch damals wie heute nicht leicht zu vermitteln, zumal die Frage des Saargebiets, das Frankreich ja 1945 an seine eigene Wirtschaft angebunden hatte, oder die Frage der von Franzosen schlicht okkupierten Stadt Kehl ungel\u00f6ste politische Probleme darstellten mit einem hohen politischen Sprengpotential.<\/p>\n<p>Adenauer war hier konsequent bereit, den Franzosen weitestgehend entgegenzukommen, Strittiges im europ\u00e4ischen Rahmen m\u00f6glichst aufzuheben, um Vertrauen zu schaffen, die Westintegration zu bef\u00f6rdern und so etwas wie die <em>Vereinigten Staaten von Europa<\/em> zu schaffen, in deren Rahmen alleine nach Adenauers Ansicht auf einen deutschen Wiederaufstieg wie auf den Wiederaufstieg von ganz Europa zu hoffen war. Oft ist schon \u2013 vermutlich zu Recht \u2013 festgestellt worden, dass diese Politik nicht zuletzt von der Furcht vor einem Wiederaufleben des Nationalismus in der deutschen Bev\u00f6lkerung getragen gewesen sei. Tats\u00e4chlich misstraute Adenauer den Deutschen und hatte auch keine hohe Meinung von ihrem Verhalten in der Zeit des Dritten Reiches.<\/p>\n<h4><strong>F\u00fcnftens<\/strong><\/h4>\n<p>Begleitet sein musste diese Politik, wenn sie denn glaubhaft sein sollte,\u00a0 schlie\u00dflich auch von einer \u00fcberzeugenden Abkehr vom nationalsozialistischen Ungeist und der \u00dcbernahme der daraus resultierenden Verantwortung. Hier setzte er mit dem Luxemburger Abkommen vom 10. September 1952 an, das Warenlieferungen im Umfang von 3 Milliarden DM an Israel und eine Globalzahlung von 450 Millionen DM an die <em>Conference on Jewish Material Claims against Germany<\/em> vereinbarte. Zudem anerkannte die Bundesrepublik im Londoner Schuldenabkommen vom 27. Februar 1953 Schuldanspr\u00fcche von 65 Gl\u00e4ubigerstaaten in einer H\u00f6he von 14 Milliarden DM.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund dieser Pr\u00e4missen entwickelte sich die deutsche Au\u00dfenpolitik des ersten Nachkriegsjahrzehnts, freilich nicht im Sinne eines \u201eMasterplanes\u201c, den der Kanzler nun ausf\u00fchrte, sondern vielmehr im Sinne einer Grundorientierung, die auf die Bew\u00e4ltigung der vielf\u00e4ltigen unkalkulierbaren Krisen und au\u00dfenpolitischen Entscheidungssituationen ziemlich unbeirrbar angewandt wurde. Nur einige wichtige Stationen seien hier angesprochen.<\/p>\n<p>Am 30. Oktober 1949 durfte die eben erst gegr\u00fcndete Bundesrepublik in die OEEC eintreten, eine Planungsbeh\u00f6rde, die die amerikanischen Marshallplanhilfen f\u00fcr die europ\u00e4ischen Wirtschaften organisierte. Am 9. Mai 1950 schlug der franz\u00f6sische Au\u00dfenminister Robert Schuman vor, die deutsche und franz\u00f6sische Kohle- und Stahlproduktion gemeinsam zu organisieren und auch andere Europ\u00e4er zu diesem Schritt zu ermuntern. Adenauer griff das Angebot umgehend und gerne auf, weil es seinen alten, in den 1920er Jahren schon entworfenen Pl\u00e4nen entsprach, weil es die Auss\u00f6hnung mit Frankreich voranbrachte und eben jenen Wirtschaftsaufschwung zu bef\u00f6rdern versprach, dessen das darniederliegende Deutschland unabdingbar bedurfte, um dem Westintegrationskonzept \u00fcberhaupt zum Erfolg zu verhelfen.<\/p>\n<p>Der urspr\u00fcnglich von Jean Monnet ausgearbeitete Plan bezweckte nat\u00fcrlich auch die fortw\u00e4hrende Kontrolle \u00fcber die deutsche Montanindustrie, aber er diente doch eben auch dem Zweck der europ\u00e4ischen Integration und damit einer Sicherung gegen etwaige neue Kriege in Europa. Es dauerte kein Jahr bis zur Unterzeichnung des Vertrages (18. April 1951), in dem Deutschland nun bereits wieder als selbst\u00e4ndiger Staat erscheint und ziemlich gleichberechtigter Partner in der inneren Organisation der <em>Montanunion<\/em> wurde.<\/p>\n<p>Diese Politik lohnte sich ganz offensichtlich: am 6. M\u00e4rz 1951 kam es zu einer kleinen Revision des Besatzungsstatuts, indem der Bundesrepublik ein eigenes Au\u00dfenministerium zugestanden wurde. Am 9. Juni 1951 beendeten die Westm\u00e4chte ganz offiziell den Kriegszustand mit Deutschland. Am 15. Juni 1950 wurde Deutschland in den Europarat aufgenommen. Am 10. August 1951 trat die BRD dem allgemeinen Zoll- und Handelsabkommen GATT bei.<\/p>\n<p>Die im Zeichen des Koreakrieges immer pr\u00e4sentere Gefahr der kommunistischen Expansion erh\u00f6hte den Druck auf die europ\u00e4ische Integration und lie\u00df bereits kaum f\u00fcnf Jahre nach Kriegsende die Diskussion um eine deutsche Wiederbewaffnung entstehen. Im Rahmen dieses deutschen Wehrbeitrages entstand ein Plan, der die Europ\u00e4er vielleicht so nahe an den Wunschtraum einer politischen Europ\u00e4ischen Union heranf\u00fchrte wie seitdem nicht mehr. Als der franz\u00f6sische Ministerpr\u00e4sident Ren\u00e9 Pleven im Oktober 1950 vorschlug, eine gemeinsame Europ\u00e4ische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) und eine Europ\u00e4ische Politische Gemeinschaft (EPG) zu schaffen, schien gleichsam alles im Sturmschritt m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auch hier griff Adenauer begeistert zu und unterzeichnete am 27. Mai 1952 die entsprechenden Vertr\u00e4ge, nicht nur weil er einen deutschen Verteidigungsbeitrag zur Abwehr des Kommunismus f\u00fcr n\u00f6tig erachtete, der sich f\u00fcr ihn ganz selbstverst\u00e4ndlich nicht auf nationaler, sondern nur auf europ\u00e4ischer Ebene vollziehen konnte, sondern auch weil dies ein wirklich gro\u00dfer Schritt auf dem Weg zur Schaffung der Vereinigten Staaten von Europa gewesen w\u00e4re.<\/p>\n<p>\u00dcberhaupt war das Jahr 1952, wie Manfred Funke einmal gemeint hat, eine Art \u201eRevolutionsjahr\u201c auf dem Weg zur Westintegration, weil neben dem Genannten so viele andere einschl\u00e4gig wichtige Entscheidungen getroffen wurden: In dieses Jahr f\u00e4llt ja auch die Ablehnung der Stalinnote, der Luxemburger Vertrag mit Israel, auch der Beginn der Aushandlung des Deutschland-Vertrages mit den Alliierten, die Aufnahme in den Internationalen W\u00e4hrungsfonds und die Internationale Bank f\u00fcr Aufbau und Entwicklung etc. etc.<\/p>\n<p>Letztlich allerdings \u00fcberforderten diese Anl\u00e4ufe, insbesondere das EVG-Projekt, das durch den Krieg noch wunde franz\u00f6sische Nationalbewusstsein. Die EVG scheiterte denn auch am 30. August 1954 an der franz\u00f6sischen Nationalversammlung, die das Thema von der Tagesordnung nahm.<\/p>\n<p>Das Scheitern von EVG und EPG jedoch sollte sich letztlich nicht negativ auf Adenauers Kurs auswirken. Die Sorge um die transatlantischen Beziehungen und das als unbedingt notwendig erachtete Engagement der USA in Europa zur Abwehr des Kommunismus bewegte die Westeurop\u00e4er zu den Pariser Vertr\u00e4gen vom 23. Oktober 1954, in denen der Bundesrepublik die volle Souver\u00e4nit\u00e4t wieder \u00fcbertragen und das Tor zur neugeschaffenen WEU wie zur NATO mit einem eigenst\u00e4ndigen deutschen Wehrbeitrag ge\u00f6ffnet wurde.<\/p>\n<p>Das hierf\u00fcr notwendige weitgehende Entgegenkommen Adenauers, etwa in der Saarfrage, war sehr heftig umstritten und dennoch stimmte der Bundestag im Februar 1955 dem Vertrag zu, der mit seinem Inkrafttreten am 5. Mai 1955 die gleichberechtigte R\u00fcckkehr Westdeutschlands unter die M\u00e4chte der Welt m\u00f6glich machte. Die Westbindung, so l\u00e4sst dieser Verlauf erkennen, war also ein Projekt, das die wirtschaftliche, politische und milit\u00e4rische Ebene miteinander verzahnte und die BRD fest im Westen verankerte.<\/p>\n<p>An Adenauers Konzeption \u00e4nderte das Erreichen des zun\u00e4chst wichtigsten Zieles, der Wiedererlangung der Souver\u00e4nit\u00e4t, nichts, wie die fortw\u00e4hrende engagierte europ\u00e4ische Integrations- und Vers\u00f6hnungsarbeit beweist: 1957 wurde die f\u00fcr alles Weitere so grundlegend wichtige EWG geschaffen und 1963 im Elysee-Vertrag die Auss\u00f6hnung mit Frankreich auch vertraglich besiegelt, um nur zwei Beispiele zu nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da Konrad Adenauer als erstem Bundeskanzler die Realisierung des Westbindungskurses zufiel und er unbeirrt an diesem Konzept festhielt, erscheint die Westbindung oft ausschlie\u00dflich als seine genuine Idee, sein Werk und sein Erfolg.<\/p>\n<p>Dies gilt es allerdings, ohne die Bedeutung des Kanzlers auf diesem Gebiet zu schm\u00e4lern, zu relativieren. Denn zun\u00e4chst und vor allem: Der Gedanke, das \u201eunruhige Reich\u201c in der Mitte Europas aus seiner fatalen Rolle durch eine konsequente Einbindung in europ\u00e4ische Strukturen zu b\u00e4ndigen und damit einen dauerhaften europ\u00e4ischen Frieden zu schaffen, war nicht neu. Nicht nur Adenauer selbst hatte dieses Vision schon in den 1920er Jahren propagiert, viele andere dachten in die gleiche Richtung. Die Last der Verbrechen des Nationalsozialismus f\u00fcgten der europ\u00e4ischen Perspektivierung dann weitere moralische Komponenten hinzu. So entstanden bereits im Widerstand gegen den Nationalsozialismus Konzepte, die Elemente des Westintegrationskurses der Nachkriegszeit enthielten.<\/p>\n<p>Dass ohne eine fundamentale Neuorientierung und moralische Neuausrichtung der deutschen Au\u00dfenpolitik keine Zukunft vorstellbar sei, erkl\u00e4rte z.B. 1942 schon Helmuth James Graf von Moltke seinem englischen Freund Lionel Curtis: \u201eF\u00fcr uns ist Europa nach dem Kriege weniger eine Frage von Grenzen und Soldaten, von komplizierten Organisationen oder Pl\u00e4nen. Europa nach dem Kriege ist die Frage: Wie kann das Bild des Menschen in den Herzen unserer Mitb\u00fcrger aufgerichtet werden.\u201c<\/p>\n<p>Bemerkenswert konkret analysierte auch die studentische Widerstandsgruppe \u201eWei\u00dfe Rose\u201c in M\u00fcnchen neue Maximen au\u00dfenpolitischen Handelns. Im 4. ihrer Flugbl\u00e4tter z.B. hie\u00df es: \u201eTrennt Euch rechtzeitig von allem, was mit dem Nationalsozialismus zusammenh\u00e4ngt. Nachher wird ein schreckliches, aber gerechtes Gericht kommen \u00fcber die, so sich feig und unentschlossen verborgen hielten. Was lehrt uns der Ausgang dieses Krieges, der nie ein nationaler war? Der imperialistische Machtgedanke muss, von welcher Seite er auch kommen m\u00f6ge, f\u00fcr alle Zeit unsch\u00e4dlich gemacht werden. Ein einseitiger preu\u00dfischer Militarismus darf nie mehr zur Macht gelangen. Nur in grossz\u00fcgiger Zusammenarbeit der europ\u00e4ischen V\u00f6lker kann der Boden geschaffen werden, auf welchem ein neuer Aufbau m\u00f6glich sein wird.\u201c<\/p>\n<p>Freilich mussten diese grundlegenden, richtungweisenden Ideen noch in ein pragmatisches, politisches Programm \u00fcbersetzt werden. Doch auch auf diesem Feld fand Adenauer Mitstreiter, die verwandte Ideen entwickelten. Nicht zuf\u00e4llig wohl findet man bei genauem Hinsehen \u00e4hnliche Programme im rheinischen Katholizismus am h\u00e4ufigsten, eher selten in der SPD, die unter ihrem ersten Vorsitzenden Kurt Schumacher national orientiert die deutsche Wiedervereinigung f\u00fcr das vorrangige politische Ziel hielt und \u2013 so Schumacher \u2013 eher ein sozialistisches deutsches Reich in einem europ\u00e4ischen sozialistischen Staatenverbund anstrebte.<\/p>\n<p>Ganz \u00e4hnlich wie Adenauer dachte und handelte z.B. der rheinland-pf\u00e4lzische Ministerpr\u00e4sident Peter Altmeier. Schon seine ersten Reden im Jahr 1946 zeigen die entscheidenden Elemente des radikalen Bruchs mit der Au\u00dfenpolitik der Vergangenheit, die strikte Westorientierung, die Auss\u00f6hnung mit Frankreich und als wichtiges Mittel dazu wirtschaftliche Verflechtung mit dem Westen, in dessen Rahmen Sicherheit vor der kommunistischen Bedrohung gefunden werden sollte. So verdeutlichte es Altmeier in einer Rede vom Mai 1946: \u201eVom Westen gingen einstens in der Bl\u00fctezeit abendl\u00e4ndischer Kultur Impulse f\u00fcr das Reich aus, und so hat er auch jetzt, da wir an die Neuordnung herangehen, wieder seinen Platz in der abendl\u00e4ndischen Geschichte und seine gro\u00dfe Aufgabe, das schlagende Herz eines friedlich, gedeihlich zusammenwirkenden Europas zu erf\u00fcllen.\u201c<\/p>\n<p>Ende 1946 forderte er in der Beratenden Landesversammlung eine \u201eneue konstruktive Ordnung der europ\u00e4ischen Wirtschaft\u201c und sprach den Wunsch aus, dass die deutsche Wirtschaft in eine \u201eVerbindung [&#8230;] mit der unserer westeurop\u00e4ischen Nachbarn\u201c gebracht werde, denn nur eine \u201esolche Wirtschaftseinheit\u201c k\u00f6nne die anstehenden Probleme l\u00f6sen. In der gleichen Rede erkl\u00e4rte er die deutsche Katastrophe recht einseitig, aber in unserem Zusammenhang doch erhellend als die Folge einer Verlagerung des politischen Schwerpunktes nach Preu\u00dfen, die unbedingt r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden m\u00fcsse. \u201eWir stehen nunmehr vor der Notwendigkeit [&#8230;] einer v\u00f6lligen Neuorientierung unserer deutschen Politik. [&#8230;] Als Menschen von Rhein und Pfalz, die niemals das abendl\u00e4ndische Geisteserbe und die traditionelle Verbindung mit den V\u00f6lkern Westeuropas verleugnet haben, bekennen wir uns auch heute wieder aus innerster \u00dcberzeugung zu unserer Verpflichtung, den geistigen und politischen Kern der deutschen Neuordnung zu bilden und damit zugleich die Eingliederung Deutschlands in die Gemeinschaft der europ\u00e4ischen V\u00f6lkerfamilien zu vollziehen.\u201c<\/p>\n<p>Die besondere Aufgabe des Bundeslandes Rheinland-Pfalz sah er in diesem Konzept in der Herstellung \u201eeiner Vertrauensatmosph\u00e4re\u201c, insbesondere zu dem westlichen Nachbarn Frankreich wie er beim ersten CDU-Landesparteitag 1947 formulierte. Und in der Frage der deutschen Einheit legte er ein Bekenntnis ab, das Konrad Adenauer wohl nicht anders formuliert h\u00e4tte: \u201eWir bewundern den heroischen Kampf, den insbesondere unsere Freunde der CDU der russischen Zone gegen den Terror eines doktrin\u00e4ren Marxismus mit vorbildlichem Mut und unter gro\u00dfen Wagnissen f\u00fchren. Wir w\u00fcnschen, da\u00df dieser Kampf erfolgreich sein m\u00f6ge [&#8230;]. Aber wir lassen keinen Zweifel daran aufkommen, da\u00df wir uns jeder politischen L\u00f6sung widersetzen, die in ihrer praktischen Konsequenz dazu f\u00fchren w\u00fcrde, die Herrschaft des kollektivistischen Marxismus auf unser Land auszudehnen und so die christlichen Lebensgrundlagen unserer Kultur zu untergraben. Es gibt f\u00fcr uns auch in der Politik eine Rangordnung der Werte, und an der Spitze dieser Werteordnung steht f\u00fcr uns der Gedanke von der Freiheit des Christenmenschen\u201c.<\/p>\n<p>Vor diesem Hintergrund ist es schlie\u00dflich nicht verwunderlich, dass Altmeier im Kreise der Ministerpr\u00e4sidenten in der Zeit vor der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik mitverantwortlich zeichnete f\u00fcr Entscheidungen, die praktisch Adenauers Westbindungspolitik bereits vorbereiteten und dabei wiederum abh\u00e4ngig waren von Festlegungen, die die Besatzungsm\u00e4chte getroffen hatten.<\/p>\n<p>Gleichwohl: Westbindung und Westintegration in der au\u00dferordentlich scharfen innenpolitischen Kontroverse durch- und umgesetzt zu haben, bleibt das Verdienst des ersten Bundeskanzlers.<\/p>\n<p>Und nicht zu untersch\u00e4tzen ist auch die Totalit\u00e4t der Westbindungsans\u00e4tze, die Adenauers umsetzte \u2013 ganz gleich ob es die Sicherheits- oder Wirtschaftspolitik anbelangt, ob Kultur oder Rechtswesen: in jeder Hinsicht wurde das neue Westdeutschland mit wechselnden Partnern in immer neuen Konstellationen im Westen verankert. Am Ende galt den Deutschen sogar in ihrem Lebensstil, in Musik und Kunst bis hin in das Alltagsleben nur das modern, was aus dem Westen kam. So wurden aus den Westdeutschen Westeurop\u00e4er. Und damit bezeichnen gerade die 1950er Jahre eine entscheidende Z\u00e4sur in der politischen Geschichte Deutschlands.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erfolgreiche politische Projekte haben es in der Historiographie manchmal nicht leicht. In ihrer Zeit und in den ersten Jahren danach bestimmt die politische Kontroverse \u00fcber das Projekt zumeist dessen Wahrnehmung so sehr, dass sich seine Reichweite und Bedeutung oft nicht genau definieren l\u00e4sst. 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