{"id":107772,"date":"2025-07-04T13:38:35","date_gmt":"2025-07-04T11:38:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=107772"},"modified":"2025-07-04T13:38:37","modified_gmt":"2025-07-04T11:38:37","slug":"das-letzte-treffen-der-gruppe-37-im-jahr-1967-eine-literarische-institution-und-ihr-einfluss-auf-die-bonner-republik","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-letzte-treffen-der-gruppe-37-im-jahr-1967-eine-literarische-institution-und-ihr-einfluss-auf-die-bonner-republik\/","title":{"rendered":"Das letzte Treffen der Gruppe 37 im Jahr 1967"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Die <\/em>Gruppe 47 hat es nie gegeben. Die Gruppe 47 \u00fcbte eine kulturelle Hegemonie in der Bonner Republik aus.<\/p>\n<p>Was stimmt? Kann beides zutreffen? Oder ist vielleicht beides falsch?<\/p>\n<p>Einige Fakten stehen fest. Die Gruppe 47 tagte am 6. und 7. September 1947 am Bannwaldsee ganz in der N\u00e4he von F\u00fcssen zum ersten Mal. Sechzehn Personen trafen sich dort im Haus der Lyrikerin und Essayistin Ilse Schneider Lengyel. Eingeladen zu diesem ersten Treffen hatte Hans Werner Richter. Niemand nahm damals an, dass es der Auftakt zu einer regelm\u00e4\u00dfigen Zusammenkunft sein w\u00fcrde. Sie hielt ziemlich genau zwanzig Jahre an. Das offiziell letzte Treffen fand 1967 in der Pulverm\u00fchle bei Erlangen statt.<\/p>\n<p>Hans Werner Richter gab bis zum Fr\u00fchjahr 1947 gemeinsam mit Alfred Andersch die Zeitschrift <em>Der Ruf<\/em> heraus. Sie richtete sich insbesondere an die junge Generation. In einem neuen, frischen, unkonventionellen Ton ohne politische Scheuklappen und Erf\u00fcllungs\u00e4ngste gegen\u00fcber den Siegerm\u00e4chten fand sie von der ersten Ausgabe an, einen breiten Widerhall. Ihre Auflage verdoppelte sich binnen kurzem. Doch Andersch und Richter scheiterten mit ihrem politischen Kurs an der amerikanischen Besatzungsmacht, die ihre politischen Interessen durch die forschen Thesen des Blattes in Frage gestellt sahen.<\/p>\n<p>Richter suchte deshalb nach M\u00f6glichkeiten, seine Vorstellungen f\u00fcr einen geistigen Wiederaufbau Deutschlands auf andere Weise zu realisieren und den Kontakt zu seinen Mitstreitern aufrecht zu erhalten. Insbesondere ging es ihm dabei um die damals weitgehend noch namenlosen Schriftsteller Walter Kolbenhoff, G\u00fcnter Eich, Wolfdietrich Schnurre, Alfred Andersch und eben die Lyrikerin Ilse Schneider-Lengyel. Sein Ziel war es, Gleichgesonnene zusammenzubringen, und sie aus bisher unver\u00f6ffentlichten Arbeiten lesen und gemeinsam diskutieren zu lassen.<\/p>\n<p>Walter Kolbenhoff berichtete sp\u00e4ter \u00fcber das erste Treffen: \u201eIm Bannwaldsee angekommen, sahen wir das Haus, in dem wir alle schlafen sollten: ein einsam am See gelegenes kleines Haus. Wie wir die Nacht verbracht haben, wei\u00df ich nicht, die meisten schliefen auf dem Boden, Richter als H\u00e4uptling nat\u00fcrlich kriegte ein Bett, aber wir schliefen auf\u00b4m Boden. Dann kam das zweite Problem: Schlecht ausgeschlafen, hungrig, immer noch m\u00fcde, wollten wir fr\u00fchst\u00fccken. Was? Da hatte Frau Schneider-Lengyel f\u00fcr gesorgt, die war schon um vier Uhr aufgestanden, auf\u00b4n See rausgerudert und hatte Hechte und Barsche, und ich wei\u00df nicht, wie die Fische hei\u00dfen, gefangen. Die wurden gebraten, dann a\u00dfen wir jeder einen Fisch, das war das erste Fr\u00fchst\u00fcck der Gruppe 47.\u201c<\/p>\n<p>Eine h\u00fcbsche Geschichte \u2013 wollen wir sie glauben?<\/p>\n<p>Danach folgten viele weitere Treffen. Zun\u00e4chst zweimal im Jahr. Ab 1957 nur noch einmal. Die Gruppe wuchs. Ein kleiner Kreis blieb ihr bis zum Schluss treu. Neue Gesichter kamen hinzu. Nicht nur Schriftsteller, sondern zunehmend auch Literaturkritiker wie Joachim Kaiser, Marcel Reich-Ranicki oder Fritz J. Raddatz. Manches Mal waren auch Verleger, das Fernsehen oder der Rundfunk zugegen. Einige Autoren wie G\u00fcnter Grass oder Heinrich B\u00f6ll, Martin Walser oder Hans Magnus Enzensberger starteten als Nobodys und machten in den f\u00fcnfziger und sechziger Jahren eine Literaturkarriere. Anderen widerfuhr dieses Gl\u00fcck nicht. So war den Mitgliedern der Gruppe Missgunst und Neid nicht fremd.<\/p>\n<p>Hans Werner Richter sprach von einer verlogenen Gesellschaft, die sich trotzdem immer wieder freundschaftlich zusammenfand. Schmeicheleien seien stets willkommen gewesen und halfen \u00fcber Misserfolge und die immer deutlicher hervortretenden Spannungen hinweg. Sie entz\u00fcndeten sich vor allem an zwei Konfliktfeldern: an der Entwicklung des einstigen literarischen Begegnungsforums zu einer kommerziellen Massenveranstaltung, sowie an dem Einzug des Politischen mit dem sich abzeichnenden Ende der Nachkriegsgesellschaft. Zu einem Bruch kam es schlie\u00dflich 1966 in Princeton \u00fcber den Vietnamkrieg der USA.<\/p>\n<p>Aber schon zuvor hatten sich mit dem wachsenden Ruhm einzelner Autoren bedenkliche Risse im \u201eEtablissement der Schmetterlinge\u201c aufgetan, wie der <em>Spiritus rector<\/em> der Gruppe, Hans Werner Richter, ebenso vieldeutig wie eindeutig seine einundzwanzig Portraits ausgew\u00e4hlter Gruppenmitglieder betitelte. Mit dem Ruhm einzelner wuchs der moralische Anspruch aus der Gruppe herauszutreten und laut \u201eIch\u201c zu sagen. Mit der Dauer ihres Bestehens lie\u00df sich die Gruppe 47 immer weniger auf einen Begriff bringen. Bis heute sind alle Versuche dieser Art zum Scheitern verurteilt. Dennoch hatte sie einen Markenkern. Ich sehe ihn in seinem literarischen und kulturpolitischen Selbstverst\u00e4ndnis, in seinem Deutschlandbild und der elit\u00e4ren Rolle der Intellektuellen in der Bonner Republik.<\/p>\n<p>Die letzte offizielle Tagung der Gruppe 47 fand vom 5. bis zum 8. Oktober 1967 in der N\u00e4he von Erlangen im Gasthof Pulverm\u00fchle statt. An ihr nahmen nicht sechzehn Personen, sondern weit \u00fcber hundert teil. Unter ihnen befanden sich nicht mehr wie zu Beginn am Bannwaldsee nur Schriftsteller, sondern auch Literaturkritiker und Verleger, Leute vom Fernsehen und von den Rundfunk-Anstalten. Auch gab es zum Fr\u00fchst\u00fcck keine frischen Fische. Die Gruppe 47 war l\u00e4ngst zu einem kulturellen Markenartikel der Bonner Republik mit einer erheblichen Ausstrahlung auf die Politik geworden. Ihr kam kein literarischer Alleinvertretungsanspruch der westdeutschen Literatur zu, aber eine Hegemonie ging von ihr aus. Wer nicht dazu geh\u00f6rte, hatte es schwer. Wer dazu geh\u00f6rte, dem wurden Br\u00fccken gebaut.<\/p>\n<p>Das Zuf\u00e4llige der ersten Begegnung war einer strategischen Planung gewichen, bei der es nicht mehr um das leibliche Wohl, sondern um den Erfolg im Literaturbetrieb ging. Die Gruppe 47 genoss das Wirtschaftswunder und die Vorz\u00fcge der Sozialen Marktwirtschaft auch wenn viele unter ihren Mitliedern diese Erfolge kleinredeten und nicht als Leistungen des von ihnen so genannten <em>CDU\/CSU Staates<\/em> anerkennen wollten. Dennoch hatte l\u00e4ngst das Denken in Profit und Erfolg die Gruppe ebenso erfasst wie einen Gro\u00dfteil der Republik.<\/p>\n<p>Kommerzialisierung und Marktget\u00f6se standen dem urspr\u00fcnglichen Gedanken eines intimen Zusammentreffens literarischer Freunde, die ein gemeinsamer kritischer Blick auf die Nachkriegszeit einte, bereits seit l\u00e4ngerem entgegen. 1967 kam hinzu, dass sich die au\u00dferparlamentarische Opposition seit Bildung der Gro\u00dfen Koalition formierte und einige ihrer Vertreter lautstark an die T\u00fcren der Pulverm\u00fchle klopften und Einlass begehrten, der ihnen aber verwehrt wurde. Diejenigen, die so sehr die Bedeutung der Kommunikation f\u00fcr das Gelingen der Nachkriegsdemokratie in den Mittelpunkt ihres Selbstverst\u00e4ndnisses gestellt hatten, verweigerten das Gespr\u00e4ch.<\/p>\n<p>Der au\u00dfergew\u00f6hnliche literarische Erfolg einzelner Mitglieder der Gruppe 47, ihre Selbstinitiierung in und au\u00dferhalb der Gruppe, die Jagd um das goldene Kalb und massive interne Konflikte um den Vietnam Krieg, die Apo und die Gro\u00dfe Koalition zersetzten den Geist der Gruppe, der sie bis tief in die f\u00fcnfziger Jahre hinein innerlich zusammengehalten hatte. Die Tagung in der Pulverm\u00fchle sollte die letzte sein, obwohl Hans Werner Richter sie in dem Bewusstsein beendete, dass es ihm einmal mehr gelungen sei, seine \u201eSchmetterlinge\u201c zusammenzuf\u00fchren. Er plante eine Fortsetzung 1968 in Prag, zu der es aber nicht mehr kommen sollte, weil Truppen aus dem Warschauer Pakt das Land besetzten und den Reformkurs von Alexander Dubcek erstickten.<\/p>\n<p>Aber auch unabh\u00e4ngig davon lag das Ende der Gruppe 47 in der Luft. Und dieses Finale wurde von einflussreichen Mitgliedern selbst wie Heinrich B\u00f6ll, Martin Walser, Peter Handke, dem neuen Star des deutschen Theaters, Walter Jens und dem vieldeutigen Literaturkritiker Joachim Kaiser, der von einer \u201eG\u00f6tter- oder G\u00f6tzend\u00e4mmerung\u201c sprach, mehr oder weniger unverhohlen eingefordert. Doch blieb die Gruppe 47 nach ihrer letzten Tagung in der Pulverm\u00fchle ohne Einfluss?<\/p>\n<p>Nein, sowie ihre Geschichte schon vor dem ersten Zusammentreffen begann, so wenig endete sie mit dem letzten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Blicken wir kurz auf die Fr\u00fchgeschichte der Gruppe 47 zur\u00fcck. Wof\u00fcr traten Hans Werner Richter und Alfred Andersch ein? Welche politischen Vorstellungen vertraten sie? Welche Visionen bestimmte ihr Denken und welche Relevanz hatten sie f\u00fcr die Bonner Republik?<\/p>\n<p>Hans Werner Richter und Alfred Andersch \u00e4u\u00dferten ihr politisches Credo in zahlreichen Beitr\u00e4gen im <em>Ruf<\/em>. Daran hielten sie auch in den folgenden Jahren im Wesentlichen fest. Wie die Mehrzahl der Linksintellektuellen forderten sie einen radikalen Neuanfang. Sie sprachen von einer <em>Stunde Null<\/em> und tr\u00e4umten von einer Synthese von Geist und Macht. Den Intellektuellen, insbesondere den Schriftstellern, wiesen sie die Aufgabe zu, das neue Deutschland moralisch, geistig und politisch mitzugestalten.<\/p>\n<p>Sie gr\u00fcndeten ihre Hoffnungen auf ein sozialistisches Europa und ein Deutschland, das in der Mitte Europas eine Br\u00fcckenfunktion zwischen Ost und West, folglich zwischen Kapitalismus und Sozialismus, einnehmen sollte. Dieses Deutschland sollte demokratische Republik sein. Wie diese Republik im inneren gestaltet werden sollte, lie\u00dfen sie offen. Auf Grund der Weimarer Erfahrungen lehnten sie einen neuen Parteienstaat ab. Hans Werner Richter schrieb im <em>Ruf<\/em> 1947: \u201eDas alte Europa muss sterben, damit ein neues gebaut werden kann. Dieses Europa aber wird sozialistisch sein oder es wird nicht sein.\u201c<\/p>\n<p>Sehen wir einmal \u00fcber die Anmutung dieser Aussage eines deutschen Publizisten in den ersten Nachkriegsjahren hinweg, der Europa meint dar\u00fcber aufkl\u00e4ren zu m\u00fcssen, wo es in Zukunft langgeht, so bleibt festzuhalten, dass er jedwede politische Entwicklung, die diesem Anspruch nicht gerecht werden w\u00fcrde, zwangsl\u00e4ufig in eine geschichtliche Unheilsperspektive einm\u00fcnden sah. Richter erblickte in der politischen Entwicklung des Nachkriegsdeutschlands eine Best\u00e4tigung f\u00fcr das Scheitern vergangener Revolutionen. Stets seien begonnene Revolutionen in der Konterrevolution erstickt worden: 1517, 1848 und 1918. Dies solle nun um jeden Preis verhindert werden, damit nicht abermals die alten Verh\u00e4ltnisse mit \u201egeringf\u00fcgigen \u00c4nderungen erhalten und wiederhergestellt\u201c w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Richter war in der Weimarer Republik Mitglied der KPD, bis er 1932 ausgeschlossen wurde. Doch der Revolutionsbegriff blieb in seinem Wortschatz stets positiv besetzt. Noch 1968 sprach er von den Tugenden der beiden gro\u00dfen Revolutionen, der franz\u00f6sischen wie der russischen und er f\u00fcgte an: \u201eOhne sie gibt es keine neue Gesellschaft. Ich meine die wirklichen Tugenden, nicht die verkrusteten, die falschen, die vermeintlichen, die verf\u00e4lschten\u201c.<\/p>\n<p>Doch 1968 stand er nicht auf der Seite der APO, er tr\u00e4umte von einer sozialistischen Revolution gegen den Bolschewismus in den von der Sowjetunion beherrschten Staaten. Er hoffte auf eine demokratische Reform des Kommunismus. Richter verfolgte wie sein Mitherausgeber des <em>Ruf<\/em> einen antitotalit\u00e4ren Kurs. Doch dieser f\u00fchrte ihn bis zu Beginn der sechziger Jahre zu einer nonkonformistischen Grundhaltung gegen\u00fcber der noch jungen Bonner Republik. In der \u00c4ra Adenauer erblickte er wie viele andere Linksintellektuelle das \u00dcbel der Restauration.<\/p>\n<p>Er beschwor die Gefahr von 1933 und h\u00f6rte die Nazis erneut an die T\u00fcr der Macht klopfen. Diese geistig-politische Grundhaltung pr\u00e4gte die Mitglieder der Gruppe 47. Richter w\u00e4hlte sie nicht prim\u00e4r nach ihren literarischen und poetischen Leistungen aus, sondern danach, ob sie dem Chorgeist gerecht w\u00fcrden. In seinem Tagebuch sprach er etwas verschwommen von einer \u201eweitgespannten Gleichgestimmtheit der politischen Mentalit\u00e4ten\u201c. \u201eDiese Mentalit\u00e4t hat sich ergeben, weil ich bei meinen Einladungen nicht nur von dem literarischen K\u00f6nnen des Einzuladenden ausging, sondern auch von der politischen Haltung.\u201c<\/p>\n<p>Da Richter mit der Gruppe 47 einen radikalen Neuanfang politisch und literarisch anstrebte, suchte er die Mitglieder danach aus, ob sie sein sozialistisches Weltbild teilten. Das Scheitern ihres politischen Ansatzes im Zuge der wachsenden Antagonismen zwischen den Siegerm\u00e4chten insbesondere zwischen den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion veranlasste die Gr\u00fcnder der Gruppe nicht ihre politischen Visionen zu \u00fcberdenken. Sie propagierten weiterhin den Sieg des Sozialismus in Europa unabh\u00e4ngig davon, wie realistisch ihre politischen Tr\u00e4ume waren. Die Erfahrung ihrer Niederlage mit dem Rausschmiss als Herausgeber des <em>Ruf<\/em> ver\u00e4nderte ihre Grundeinstellungen nicht. Allerdings verlagerten sie ihre Schwerpunkte von der Politik zur Literatur.<\/p>\n<p>Sie setzten auf das Prinzip des verz\u00f6gerten verdeckten Einflusses. Richter schilderte dies 1966 in seinem Tagebuch unverbl\u00fcmt: Die Einflussnahmen der Gruppe \u201esind so weit verzweigt, dass sie in ihrem ganzen Umfang erst sehr viel sp\u00e4ter erkennbar sein werden. Das Prinzip des indirekten Einflusses: man l\u00e4sst Texte lesen, man l\u00e4sst sie kritisieren. Es ist unwichtig, ob Texte etwas besser oder schlechter sind, ob die Kritik brillant oder nicht brillant ist, es entsteht, so oder so, Kommunikation, es entsteht, setzt man dies Jahr f\u00fcr Jahr fort, ein literarisches Zentrum, ein literarischer Mittelpunkt, es entsteht das, was ich den indirekten Einfluss nenne. Er muss sich \u2013 in einer demokratischen Gesellschaft auch politisch auswirken. Dieser Einfluss ist unmerklich, kaum wahrnehmbar. Dennoch bewirkt er mehr als alle Programme, alle Manifeste, mehr als jeder Versuch, unmittelbar Einfluss zu nehmen.\u201c Doch bei diesem Verzicht unmittelbar Einfluss zu nehmen, blieb es nicht, wie noch zu zeigen sein wird. Richters Strategie ging in vollem Umfange auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu den Merkw\u00fcrdigkeiten der Mitglieder der Gruppe 47 z\u00e4hlte von der ersten Stunde an, dass ihre Biographien im \u201eDritten Reich\u201c keine nennenswerte Rolle spielten. Es steht au\u00dfer Zweifel, dass sie alle f\u00fcr einen demokratischen Neuanfang eintraten. Wer tat das in den ersten Nachkriegsjahren und sp\u00e4ter in der Bonner Republik nicht, wenn er ernst genommen werden wollte. Doch verwundert es bis heute, wie geflissentlich die Frage: wie hieltst du es mit dem Nationalsozialismus, welche Rolle spieltest du im \u201eDritten Reich\u201c? ausgeblendet wurde. Die Gruppe 47 verhielt sich diesbez\u00fcglich ebenso wie die breite Mehrheit der Nachkriegsgesellschaft.<\/p>\n<p>Dabei waren nicht nur ihre Gr\u00fcndungsmitglieder, wie wir heute wissen, durchaus in das \u201eDritte Reich\u201c verstrickt. Dies gilt insbesondere f\u00fcr G\u00fcnter Eich, der ca. 150 H\u00f6rspiele schrieb und mit dem Propaganda-St\u00fcck <em>Die Rebellion in der Gro\u00dfstadt<\/em> zum billigen Werkzeug G\u00f6bbels wurde. Es gilt aber auch f\u00fcr andere. Auf die erst durch seine Biografie <em>Beim H\u00e4uten der Zwiebel <\/em>2006 bekannt gewordenen Enth\u00fcllungen von G\u00fcnter Grass soll hier nicht n\u00e4her eingegangen werden.<\/p>\n<p>Mit Ausnahme von Eich kann nicht von gravierenden Grenz\u00fcberschreitungen gesprochen werden. Gemessen an anderen der Bonner Republik hatten die Gr\u00fcndungsmitglieder nicht schwer auf ihren Schultern zu tragen. Dennoch stellt sich die Frage, ob es berechtig war, dass diese M\u00e4nner der ersten Stunde sich zu Recht als Opfer des \u201eDritten Reiches\u201c verstanden. Nat\u00fcrlich ist es nachvollziehbar, dass sie sich von der nationalsozialistischen Diktatur um entscheidende Jahre ihres Lebens betrogen sahen und von dem Wunsch nach einem Neuanfang beseelt waren. Sie k\u00e4mpften f\u00fcr eine bessere Zukunft, f\u00fcr eine Zukunft in Freiheit. Aber diese wollten sie nicht durch eine offensive Aufarbeitung der nationalsozialistischen Diktatur sicherstellen.<\/p>\n<p>Dies f\u00fchrte dazu, dass in den Werken der Autoren der Gruppe 47 die Verbrechen der deutschen Wehrmacht, die Vernichtung der Juden und anderer Opfer des Holocaust, selbst die kritische Hinterfragung eigenen Verhaltens ausgeblendet wurde. Erst 1959 mit dem Erscheinen von G\u00fcnter Grass\u2018 <em>Blechtrommel <\/em>setzte eine dezidierte Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus ein. Heinz Ludwig Arnold hob noch im Almanach der Gruppe 47 aus dem Jahr 1962 hervor, dass die Worte \u201eHitler, KZ, Atombombe, SS, Nazi, Sibirien und die ihnen anverwandten Themen nicht vork\u00e4men. Fritz Raddatz, selbst Mitglied der Gruppe, bezeichnete dies in seinem Vorwort als ein erschreckendes Ph\u00e4nomen\u201c.<\/p>\n<p>Dessen ungeachtet z\u00f6gerte die Gruppe 47 nicht, die \u00c4ra Adenauer als restaurativ zu bezichtigen und ihr damit einen negativen Stempel aufzudr\u00fccken, der bis heute fortwirkt. Noch in seiner B\u00fcchner-Preis-Rede 1959 stie\u00df der erste Preistr\u00e4ger der Gruppe, G\u00fcnter Eich, in dieses Horn. Er rief zum Widerstand gegen die Bonner Republik auf und bezichtigte diejenigen, die dies nicht t\u00e4ten, \u201edas Schlachthaus mit Geranien\u201c zu schm\u00fccken.<\/p>\n<p>Nun ist nicht zu leugnen, dass in der \u00c4ra Adenauer brauner Sumpf fortlebte. Er ist bis heute, wenn wir an die Parlamente, Ministerien in Bund und L\u00e4nder denken, nicht vollst\u00e4ndig trockengelegt. Adenauer hat viel zu lange an seinem Staatssekret\u00e4r Hans Globke festgehalten und sich damit anfechtbar gemacht.<\/p>\n<p>Aber richtig ist auch, dass die Gruppe 47 in den f\u00fcnfziger Jahren keine Aufgabe darin sah, sich mit der Vergangenheit ihrer Mitglieder im Nationalsozialismus auseinanderzusetzen. W\u00e4hrend sie in vielerlei Hinsicht durch ihren grundlegenden Nonkonformismus, ihre z\u00e4he Widerst\u00e4ndigkeit, ihre Kritik am Parteienstaat und am aufkommenden Kapitalismus zu einer wichtigen Stimme demokratischer Kultur wurde, \u00a0ging von ihr als Gruppe keine nennenswerten Impulse der Aufarbeitung nationalsozialistischer Verbrechen aus. Mit der Fixierung auf den die <em>Stunde Null<\/em> \u00a0und der Forderung eines radikalen Neuanfangs, der in der <em>Kahlschlag-Literatur<\/em> seine poetische Ausdrucksform fand, offenbarte sich bewusst oder unbewusst so etwas, was Frank Trommler eine nachgeholte R\u00e9sistance bezeichnete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bemerkenswert f\u00fcr die Bonner Republik erscheint auch das Verh\u00e4ltnis der Gruppe 47 zum Exil, hier insbesondere ihres <em>Spiritus rector<\/em>, zu den Exilautoren. Die breite Mehrzahl dieser Schriftsteller und Intellektuellen waren oft unter dramatischen Umst\u00e4nden aus dem \u201eDritten Reich\u201c geflohen. Sie setzten damit ein Zeichen gegen die Nazi-Diktatur. F\u00fcr den Wiederaufbau eines demokratischen Deutschlands schienen sie deshalb in besonderer Weise berufen, da sie das anst\u00e4ndige Deutschland verk\u00f6rperten und weitgehend als unbelastet galten. Als Thomas Mann an Bord der <em>Queen Mary<\/em> im Februar 1938 New York erreichte, zitierte ihn die <em>New York Times<\/em> mit den Worten: \u201eWhere I am, there ist Germany. I carry my Culture in me.\u201c Er distanzierte sich damit unverhohlen von Hitler Deutschland, dass sich kurz zuvor \u00d6sterreich bem\u00e4chtigt hatte.<\/p>\n<p>Trotz dieses moralischen Anspruchs der Exilschriftsteller regte sich unter den Mitgliedern der Gruppe 47 keine Stimme, die darauf dr\u00e4ngte, deren Renommee zu nutzen und sie in die Gruppe 47 einzubeziehen. Richter kanzelte sie ab und warf ihnen vor, dass ihre \u201ekonservierte Literatur der zwanziger Jahre\u201c und ihr \u00fcberkommener Stil einer anderen Zeit angeh\u00f6rten. Sie sei also f\u00fcr den notwendigen radikalen Neuanfang nicht f\u00f6rderlich. Offenkundig bewertete Richter den \u201eChorgeist der Gruppe\u201c h\u00f6her als das literarische Potential und die Haltung zur Diktatur.<\/p>\n<p>Zwar wurde der eine oder andere Emigrant zu einer Lesung eingeladen, doch die Begegnung scheiterte meistens kl\u00e4glich wie im Fall von Paul Celan. Richter f\u00fchlte sich bei seinem Vortrag an die Stimme Joseph Goebbels erinnert. H\u00e4ufig scheiterte eine Einladung aber schon im Vorfeld. Hilde Domin bescheinigte er eine begabte Lyrikerin zu sein, fand aber ihr Wesen unertr\u00e4glich. Die breite Mehrzahl der Exilautoren passte offenkundig nicht in das \u201eEtablissement der Schmetterlinge\u201c, manches Mal wohl auch, weil sie selbst bereits welche waren.<\/p>\n<p>Wen wunderte es da, dass sich die Exilautoren \u00fcberaus abf\u00e4llig \u00fcber die Gruppe 47 \u00e4u\u00dferten. Thomas Mann nannte sie eine Rasselbande und bef\u00fcrchtete, dass Millionen dieses Schlages sich alsbald \u201emit hochstehender W\u00e4hrung reich versehen, reisend \u00fcber die Welt ergie\u00dfen und \u00fcberall ihre dreiste Schnauze h\u00f6ren lassen\u201c werden.<\/p>\n<p>Fassen wir zusammen, bevor wir zum Paradigmenwechsel der Gruppe kommen. Die Gruppe 47 \u00fcbte sich im Widerstand zur Bonner Republik und verstand sich als Fundamentalopposition in der \u00c4ra Adenauer. Ihr war jedoch auch eine affirmative Grundhaltung eigen. In der Frage der Auseinandersetzung mit den Verbrechen der Nazi-Diktatur und dem Mangel an Wertsch\u00e4tzung der aus dem Exil nach Deutschland zur\u00fcckkehrenden Intellektuellen erwies sie sich genauso zur\u00fcckhaltend und Ressentiment gest\u00f6rt wie die breite Mehrheit der Gesellschaft und der Staat selbst. Als Sprachrohr der Kritik an dem bald allzu selbstgef\u00e4lligen Sonnenplatz im Wirtschaftswunderland und der Zementierung der Macht des Unionsstaates in Bund und L\u00e4ndern wirkte sie aufkl\u00e4rerisch und erhob eine die \u00d6ffentlichkeit durchdringende oppositionelle Stimme, die f\u00fcr die demokratische Entwicklung und die politische Kultur bedeutsam war.<\/p>\n<p>Die Gruppe 47 und die Regierung Adenauer schrieben in den f\u00fcnfziger Jahren eine Geschichte der vertanen Chancen: des Dialogs, der offenen politischen Kontroverse, aber auch der \u00dcbereinstimmung. Ein Dialog zwischen der Politik und den Autoren der Gruppe 47 fand nicht statt. Die Vorw\u00fcrfe, die von Repr\u00e4sentanten der Literatur erhoben wurden, verhallten im \u201eBonner Treibhaus\u201c (Wolfgang Koeppen) ohne nennenswertes Echo. So kam es dazu, dass der Restaurationsvorwurf die \u00c4ra Adenauer begleitete, wie \u201emi\u00dft\u00f6nendes M\u00f6wenkr\u00e4chzen die Fahrt eines gro\u00dfen Schiffes\u201c. (H. P. Schwarz) Er hat die Politik nicht beeinflusst, aber er versetzte der sich entwickelnden demokratischen Kultur im Nachkriegsdeutschland einen schalen Beigeschmack. Die Mehrheit der Intellektuellen fand in der \u00c4ra Adenauer keine politische Heimat. Mangels Alternativen suchte sie sich in den sechziger und siebziger Jahren in der SPD und links davon.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu Beginn der sechziger Jahre trat die Gruppe 47 aus ihrem selbstaufgelegten politischen Schattendasein heraus. Zuerst z\u00f6gerlich, dann aber immer st\u00e4rker bekannte sie sich zur Bonner Republik. Nicht zu den M\u00e4chtigen der \u00c4ra Adenauer und dem <em>Unionsstaat<\/em>, der in ihren Augen die Macht zementierte, einen demokratischen Wandel verhinderte, sich der Moderne verweigerte und eine bleierne Zeit heraufbeschworen hatte, die die Republik wie Mehltau \u00fcberzog. Dieser l\u00e4hme die demokratische Kultur und ersticke ihre Potentiale. Nach zw\u00f6lf Jahren der Regierung Adenauer und einer weitgehenden Durchdringung der Gesellschaft in Bund und L\u00e4ndern mit moralischen, gesellschafts-, sicherheits-, au\u00dfen- und deutschlandpolitischen Vorstellungen der Unionsparteien erschien eine Suche nach Alternativen verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Diese er\u00f6ffneten sich nach Lage der Dinge nicht au\u00dferhalb des politischen Systems. Denn schon damals wurde die erreichte politische Stabilit\u00e4t, der wirtschaftliche Aufschwung, die Integration der Vertrieben, die R\u00fcckkehr in die internationale Staatengemeinschaft als Markenkern der jungen Bonner Republik empfunden. Adenauer hatte dar\u00fcber hinaus bei der Bundestagswahl 1957 die absolute Mehrheit errungen. Deshalb suchte die Gruppe 47 nunmehr nach Alternativen innerhalb des ungeliebten Parteienstaates. Das Godesberger Programm der SPD von 1959 erleichterte es den Linksintellektuellen nicht, den Paradigmenwechsel einzuleiten, da es an zentralen Punkten ideologisch abr\u00fcstete und sich Positionen der Union ann\u00e4herte. Andererseits unterbreitete es ein Angebot an die W\u00e4hler, das der SPD langfristig die Chance er\u00f6ffnen sollte, selbst regierungsf\u00e4hig zu werden, was ja auch, wie wir heute wissen, gelang.<\/p>\n<p>Den Aufschlag machte Wolfgang Weyrauch mit der Anthologie <em>Ich lebe in der Bundesrepublik<\/em> im Jahr 1960. Darin nahmen 16 Autoren zur politischen und geistigen Lage der Republik Stellung. Nat\u00fcrlich fanden sich darunter zahlreiche Autoren der Gruppe 47. Mit Wolfgang Koeppen z\u00e4hlte eine prominente Stimme dazu, der sich zwar in den zur\u00fcckliegenden Jahren in seinen bedeutenden Romanen ganz im Geiste der Gruppe ge\u00e4u\u00dfert, aber sich stets geweigert hatte, ihr beizutreten. Die Autoren verband ein kritischer Blick auf die Nachkriegsjahre, wenngleich sie sich in der Form ihrer Stellungnahme und inhaltlichen Sch\u00e4rfe unterschieden.<\/p>\n<p>Die Ablehnung der Adenauer\u2018schen Politik verband sie jedoch. Eine politische Alternative wurde noch nicht aufgezeigt. Jedoch ging von dieser Schrift das Signal aus, dass die Gruppe 47 fort an nicht nur mehr aus der literarischen Deckung heraus auf die Tagespolitik einwirken wollte, sondern aktiv in den politischen Entscheidungsprozess einzugreifen beabsichtigte. Die nur wenige Monate sp\u00e4ter erscheinende Schrift <em>Die Alternative oder brauchen wir eine neue Regierung<\/em> gab bisherige parteipolitische Zur\u00fcckhaltungen auf. Sie versuchte aktiv auf den Bundestagswahlkampf einzuwirken. Den Sammelband gab Martin Walser heraus. Angeregt wurde er von Hans Werner Richter, der die F\u00e4den im Hintergrund zog aber als <em>Spiritus rector<\/em> der Gruppe nicht in den Vordergrund treten wollte.<\/p>\n<p>Willy Brandt, der aufkommende Star der sechziger Jahre, freute sich dar\u00fcber, dass Intellektuelle \u00f6ffentlich f\u00fcr einen Regierungswechsel warben. Aber richtig gl\u00fccklich machte ihn die Schrift nicht, weil die Sympathiebekundungen f\u00fcr die SPD doch recht flau ausfielen. Godesberg wirkte nach. Die Wahl ging f\u00fcr die SPD verloren. Adenauer blieb Kanzler, jedenfalls vorerst. Doch mit der Spiegel Aff\u00e4re k\u00fcndigte sich alsbald eine neue Gelegenheit der Gruppe 47 an, die Rolle als \u201eLorbeerb\u00e4ume neben den Rednerpulten\u201c (Walser) zu verlassen und entschieden und machtvoll in die Politik einzugreifen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>VI.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Oktober 1962 ersch\u00fctterte die <em>Spiegel-Aff\u00e4re<\/em> die Republik. Noch bevor der erhobene Vorwurf des Landesverrats und das rigorose Vorgehen der Staatsorgane gekl\u00e4rt waren, bekundeten namhafte Schriftsteller der Gruppe 47 ihre Solidarit\u00e4t mit der Spiegel Redaktion und mit Rudolf Augstein. Sie taten es in dem Bewusstsein, die Republik verteidigen zu m\u00fcssen. Sie sahen sie am Abgrund und f\u00fcrchteten den R\u00fcckfall in einen patriarchalischen, wenn nicht postfaschistischen Staat. Als Wurzel aller \u00dcbel machten sie Verteidigungsminister Franz Joseph Strau\u00df aus, dessen R\u00fccktritt sie forderten.<\/p>\n<p>Sie legitimierten die Vorgehensweise des <em>Spiegel<\/em> damit, dass in einer Zeit, wo der Krieg als Mittel der Politik unbrauchbar geworden sei, die Preisgabe milit\u00e4rischer Geheimnisse zu einer sittlichen Pflicht z\u00e4hle. Mit dieser Formulierung vermittelten sie den Eindruck, als handele es sich bei Landesverrat um einen Kavaliersdelikt. Aber bei den j\u00fcngeren Mitgliedern, die in den vorangegangenen Jahren in Scharen Aufnahme in die Gruppe gefunden hatten, regte sich Widerspruch. Dieter Wellershoff kritisierte, dass die Vorgehensweise der Gruppe dazu f\u00fchre, ihr \u00f6ffentliches Ansehen zu verspielen. Die Vorw\u00fcrfe von prominenter konservativer Seite gipfelten darin, dass sich die Gruppe der Anstiftung des Staatsgeheimnisverrats schuldig gemacht habe.<\/p>\n<p>Selbst Siegfried Unseld, der die Resolution mitunterzeichnet hatte, r\u00e4umte ein, dass das Ganze nicht durchdacht gewesen sei und man sich selbst ausman\u00f6vriert habe. Damit ging ein Riss durch die Gruppe 47, deren Autoren zum Kernbereich der Suhrkamp\u2013Kultur geh\u00f6rten. Das politische Engagement f\u00fcr einen Regierungswechsel erlahmte aber damit nicht. Es setzte sich mit der Schrift <em>Pl\u00e4doyer f\u00fcr eine neue Regierung<\/em> im Jahr 1965 fort, die dieses Mal Richter selbst herausgab.<\/p>\n<p>Die Gruppe 47 hatte ihre politische Unschuld damit endg\u00fcltig verloren. Sie geriet immer st\u00e4rker in die tagespolitische Auseinandersetzung. Mit der Neuaufnahme vieler junger Schriftsteller zu Beginn der sechziger Jahre ver\u00e4nderte sich der Gr\u00fcndungsgeist der Gruppe. Der alte Chorgeist ging mehr und mehr verloren, die parteipolitische Positionierung strapazierte alte Freundschaften, die Generationsgegens\u00e4tze dr\u00fcckten sich in der Literatur ebenso aus, wie in den politischen Grund\u00fcberzeugungen der Gruppenmitglieder. Zu einem offenen Konflikt kam es w\u00e4hrend der Tagung in Princeton. Peter Handke gerade einmal 24 Jahre alt und damit nicht einmal halb so alt wie Richter, \u00fcbte in seinem Vortrag radikale Sprachkritik, die als Publikumsbeschimpfung verstanden wurde. So hie\u00df denn auch sein Theaterst\u00fcck, dass wenig sp\u00e4ter Claus Peymann inszenierte.<\/p>\n<p>Die politischen Konflikte versch\u00e4rften sich in der Auseinandersetzung mit der APO. 1967, als die letzte offizielle Tagung in der Pulverm\u00fchle stattfand, erkl\u00e4rte Hanns Magnus Enzensberger: \u201eDas politische System in der Bundesrepublik l\u00e4\u00dft sich nicht mehr reparieren. Wir k\u00f6nnen ihm zustimmen, oder wir m\u00fcssen es durch ein neues System ersetzen. Tertium non dabitur.\u201c Seinen Kollegen warf er politisches Versagen vor. Sie h\u00e4tten es vers\u00e4umt, politische Alternativen zu formulieren; nun t\u00e4ten es die Studenten. Die Gruppe 47 und Hans Werner Richter mussten sich fortan nicht nur der Kritik von rechts, sondern vermehrt auch von links stellen. Von dort wurde ihr vorgeworfen, mafi\u00f6se Strukturen zu f\u00f6rdern und zum Appendix der SPD degeneriert zu sein.<\/p>\n<p>Selbst der r\u00fcckblickend abw\u00e4gende Biograph der Gruppe 47 Helmut B\u00f6ttiger kam zu dem Schluss: \u201eDie Gruppe 47 war zur herrschenden literarischen Klasse geworden.\u201c Die Angriffe auf die Gruppe 47 aus ihrer Mitte und von au\u00dfen sprengten ihr Selbstverst\u00e4ndnis und machten ihr Fortbestehen unm\u00f6glich. Die Zeit war \u00fcber sie hinweggegangen. 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