{"id":107780,"date":"2025-07-04T13:43:13","date_gmt":"2025-07-04T11:43:13","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=107780"},"modified":"2025-07-04T13:43:13","modified_gmt":"2025-07-04T11:43:13","slug":"der-essener-katholikentag","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-essener-katholikentag\/","title":{"rendered":"Der Essener Katholikentag"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Katholischen Akademie in Bayern \u2013 vor mehr als 60 Jahren auf Initiative von Kardinal Wendel von dem unvergessenen Pr\u00e4laten Karl Forster begr\u00fcndet \u2013 sei Dank gesagt. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten, 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, 70 Jahre nach der Verk\u00fcndung des Grundgesetzes, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung unseres Vaterlandes, unternehmen Sie mit dieser Tagung den Versuch, am Beispiel ausgew\u00e4hlter Themenfelder, Wegmarken und Trends in der Geschichte der Bundesrepublik von 1949 bis 1989 aufzuzeichnen. Zu Recht erinnert sie dabei auch an den 82. Deutschen Katholikentag in Essen, 1968. Seine Vorgeschichte, sein Verlauf und seine unmittelbare Folge \u2013 die W\u00fcrzburger Synode \u2013, haben eine dieser Wegmarken gesetzt, an die zu Recht erinnert werden sollte. Ich bedanke mich f\u00fcr die ehrenvolle Aufgabe, und ich hoffe, Sie nicht allzu sehr zu entt\u00e4uschen.<\/p>\n<p>Im Dezember 1965 \u2013 drei Jahre vor dem Essener Katholikentag \u2013 war in Rom das von Johannes XXIII. zur allgemeinen \u00dcberraschung einberufene und von Paul VI. geschlossene Zweite Vatikanische Konzil zu Ende gegangen. Deutsche Kardin\u00e4le und deutsche Berater hatten an ihm entscheidend mitgewirkt.<\/p>\n<p>Papst Johannes wollte ein Konzil, das die Kirche auf die Zukunft ausrichten sollte. Er wollte am \u00dcbergang in eine neue Zeit einen Schritt nach vorne machen. Er wollte die Fenster der Kirche zur Welt weit \u00f6ffnen. \u201eAggiornamento\u201c, \u201eHeutig werden\u201c war sein Schl\u00fcsselwort. Aber vom Himmel gefallen ist das Konzil nicht. Ohne die vorausgehenden kirchlichen Erneuerungsbewegungen, ohne die nach dem Zweiten Weltkrieg vorsichtig einsetzende \u00f6kumenische Bewegung w\u00e4re das Konzil nicht denkbar gewesen. Sie waren f\u00fcr die Umsetzung des Konzils von gro\u00dfer Wichtigkeit.<\/p>\n<p>Vor allem vier Dokumente des Konzils sollten entscheidende Bedeutung gewinnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Das Dekret \u00fcber die Laien, das ein neues Bild vom Weltauftrag der Christen, von der Teilhabe am allgemeinen Priestertum<\/li>\n<li>Die Pastoralkonstitution <em>Lumen gentium<\/em> \u00fcber die Kirche in der Welt von heute, die erstmals dem Dienst an der Welt Eigenst\u00e4ndigkeit<\/li>\n<li>Das Dekret zur Religionsfreiheit und zur \u00d6kumene \u2013 <em>Dignitas Humanae<\/em> \u2013, das neue Hoffnungen f\u00fcr ein Zusammenwirken der Kirchen und aller Religionsgemeinschaften weckte.<\/li>\n<li>Und insbesondere die Pastoralkonstitution Gaudium et spes, das wohl am meisten beachtete Dokument des Konzils, das ein neues Bild vom Volk Gottes zeichnet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Neugestaltung der Liturgie, ein neues Verh\u00e4ltnis der katholischen Kirche zu anderen Religionen, das Bekenntnis zur Religionsfreiheit und ein neues Verh\u00e4ltnis der Kirche zum Staat mit einem klaren Bekenntnis zur Demokratie sollten ihre unmittelbarsten Folgen sein.<\/p>\n<p>Das Ende des Konzils l\u00f6ste zun\u00e4chst f\u00fcr einige Jahre auch in Deutschland eine Phase des Aufbruchs aus. Die deutschen Katholiken befanden sich in einer fast euphorischen Stimmung und setzten hohe Erwartungen in die baldige Verwirklichung der Beschl\u00fcsse vor Ort. Jedermann berief sich auf den Geist des Konzils, ein neues Kapitel der Kirchengeschichte schien aufgeschlagen.<\/p>\n<p>Theologen wie Karl Lehmann, Walter Kasper und Joseph Ratzinger f\u00fchrten das Wort. Vor allem die Liturgiereform und der Auf- und Ausbau der R\u00e4te besch\u00e4ftigten uns. Was wir \u2013 von Romano Guardini angeregt und von den Jesuiten gef\u00f6rdert \u2013 zum Beispiel im ND \u2013 dem Bund Neudeutschland \u2013 schon lange praktizierten, wurde im Gottesdienst zur Regel: Im Kanon der Messe die deutsche Sprache, die Handkommunion, der Hochaltar kam au\u00dfer Mode, der Priester zelebrierte <em>versus populum<\/em>. Hier in M\u00fcnchen, in Sankt Laurentius, bei den Oratorianern und dem sp\u00e4teren Weihbischof Tewes als Pfarrer und Ingo Hermann als Kaplan, wo Romano Guardini zun\u00e4chst seine letzte Ruhest\u00e4tte fand, haben wir uns nach 1960 Sonntag f\u00fcr Sonntag versammelt. Aber bald wurde auch die Sorge ge\u00e4u\u00dfert, der konziliare Aufbruch k\u00f6nnte zu langsam erfolgen und gar wieder versanden. Entt\u00e4uschung machte sich breit. \u00c4ngstlichkeit und Zur\u00fcckhaltung griffen um sich, die Polarisierung nahm zu. Man sprach von einer nachkonziliaren Krise.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon zur Zeit des Konzils in den fr\u00fchen 60er Jahren geriet die internationale Politik in heftige Bewegung. Auch in Deutschland k\u00fcndigten sich seit der Mitte der 60er Jahre tiefgreifende Ver\u00e4nderungen der Gro\u00dfwetterlage an.<\/p>\n<p>Adenauer war 1966 von Erhard abgel\u00f6st worden; popul\u00e4r aber f\u00fchrungsschwach. Eine Rezession schreckte die Wohlstandsb\u00fcrger, die NPD erreichte beunruhigende Wahlerfolge, die gro\u00dfe Koalition unter Kiesinger (1966-1969) brachte erste Ver\u00e4nderungen der deutschen Au\u00dfenpolitik. Die Nachkriegszeit ging zu Ende. Die Kriegsgeneration trat ab. Die ab 1963 gef\u00fchrten und sich bis in die 70er Jahre hinziehenden Auschwitz-Prozesse r\u00fcckten die Auseinandersetzung mit den Verbrechen des Nationalsozialismus in den Vordergrund. Mit der Gr\u00fcndung der Bundesrepublik hatten die Katholiken ihren \u201eunsicheren Untermieterstatus\u201c im Deutschen Reich verlassen. Sie waren nicht mehr in der Minderheit. Sie waren in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hatten schon auf die Gestaltung des Grundgesetzes erheblichen Einfluss genommen. Sie stellten einen gro\u00dfen Anteil am politischen Spitzenpersonal.<\/p>\n<p>Die katholische Soziallehre beeinflusste vor allem die Wirtschafts- und Sozialpolitik<\/p>\n<p>und die Familienpolitik. Auch das sollte sich \u00e4ndern. \u201eDem Establishment wurde der Kampf angesagt.\u201c (Hans Maier)<\/p>\n<p>Ende Mai 1968 verabschiedet der Deutsche Bundestag mit der f\u00fcr die Grundgesetz\u00e4nderung notwendigen Zweidrittelmehrheit die lange Zeit heftig umstrittene Notstandsverfassung. In Frankreich kommt es zu b\u00fcrgerkriegs\u00e4hnlichen Unruhen. Die Verwicklung der USA in den Vietnamkrieg spaltet die amerikanische Nation. Am 20. August \u2013 zwei Wochen vor Beginn des Katholikentages \u2013 marschierten Truppen des Warschauer Paktes in der Tschechoslowakei ein. Das Ende des Prager Fr\u00fchlings.<\/p>\n<p>In Deutschland wurden vor allem die Universit\u00e4ten zum Schauplatz der Ver\u00e4nderungen. Der von den USA ausgehende, schlie\u00dflich weltweite Aufbruch, f\u00fchrte zu einem bisher nicht gekannten Generationenkonflikt. Der Wunsch, anders zu leben, sich anders zu kleiden, der Wunsch nach sexueller Freiz\u00fcgigkeit, der Wunsch, \u00fcberkommene Ordnungsvorstellungen infrage zu stellen, der Wunsch, Autorit\u00e4t zu hinterfragen, brach sich Bahn. An den Universit\u00e4ten artikulierte sich lautstarker Protest. Beteiligung, Mitsprache, Parit\u00e4t wurden gefordert. Heftige Kontroversen bestimmten den Alltag. Proteste gingen in offene Gewaltt\u00e4tigkeit \u00fcber. Am 11. April 1968 wird Rudi Dutschke bei einem Mordanschlag schwer verletzt. W\u00e4hrend der Ostertage kommt es in der ganzen Bundesrepublik zu heftigen Demonstrationen und vor allem in Berlin zu massiven St\u00f6rungen. Sie sollten der Bewegung ihren Namen geben.<\/p>\n<p>Ich selbst war im Mai 1967 v\u00f6llig \u00fcberraschend zum Kultusminister von Rheinland-Pfalz berufen und damit ins kalte Wasser geworfen worden. Georg Pichts dramatische Warnung vor einer \u201edeutschen Bildungskatastrophe\u201c hatte in der \u00d6ffentlichkeit ein beispielloses Echo gefunden. Eine lange, leidenschaftliche, hoch emotionale Auseinandersetzung um Schule und Hochschule nahm mich voll in Beschlag. Ich versuchte das Gespr\u00e4ch mit der aufgew\u00fchlten Studentenschaft nicht abrei\u00dfen zu lassen und wenigstens den Versuch zu unternehmen, mich der Diskussion zu stellen, und das Feld nicht den revolution\u00e4ren Kadern zu \u00fcberlassen. Abend f\u00fcr Abend sprach ich an einer anderen Universit\u00e4t, bedauerlicherweise meist nur unter Polizeischutz. Ich gew\u00f6hnte mich daran, dass mein eigens f\u00fcr diese Gelegenheit vorbehaltener Anzug regelm\u00e4\u00dfig mit Eiern und Tomaten beworfen wurde.<\/p>\n<p>Wir haben damals viel gelernt. Vieles von dem, was im R\u00fcckblick als Verdienst der 68er erschienen war, war in Wahrheit das Ergebnis unserer Kritik an ihnen. Aber, dass Studenten sich engagierten und sich energisch zu Wort meldeten, dass sie die Erneuerung der Universit\u00e4t zu ihrem Thema gemacht haben, wird das Verdienst dieser Studentengeneration bleiben. Die Revolte der 68er hat uns gelehrt, was auf dem Spiel stehen kann, wenn offensichtliche M\u00e4ngel zu sp\u00e4t erkannt und Reformen zu sp\u00e4t in Angriff genommen werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon der Katholikentag von Hannover im August 1962 lenkte die Aufmerksamkeit auf das eben er\u00f6ffnete Konzil. Zwei Jahre sp\u00e4ter widmete sich der Katholikentag von Stuttgart 1964 unter Bezug auf die entsprechende Pastoralkonstitution dem Thema \u201eKirche in der Welt von heute\u201c und die liturgischen Impulse des Konzils wurden aufgegriffen. Auf dem Bamberger Katholikentag 1966 gibt Bernhard Hanssler die Parole aus, es gelte das Konzil einzudeutschen! Eine breite Diskussion setzte ein. Der Wunsch nach gemeinsamer, verantwortlicher Meinungsbildung wurde artikuliert. Vor allem in der jungen Generation bildeten sich Gruppen, die das Konzil nicht als Vertiefung ihres Welt- und Kirchenbildes, sondern als Anlass f\u00fcr eine grunds\u00e4tzliche Revision ihres Bildes von Kirche und Welt sahen. Die Forderung nach einer Demokratisierung der Kirche wurde laut.<\/p>\n<p>Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken greift die Aufforderung Hansslers auf und will den bevorstehenden 68. Katholikentag der \u201eEindeutschung\u201c des Konzils widmen und beginnt ihn fr\u00fchzeitig gr\u00fcndlich und umfassend vorzubereiten. \u201eMitten in der Welt\u201c sollte sein Leitwort sein. Der zweite Hauptteil der Pastoralkonstitution <em>Gaudium et spes<\/em>, \u00fcber die Kirche in der Welt von heute, sollte im Mittelpunkt stehen. Es sollte sowohl um die Kirche als um die Welt gehen. Mit sechs gro\u00dfen Foren \u2013 \u201eDiese Welt und Gottes Wort\u201c, \u201eEhe und Familie\u201c, \u201eKultur\u201c, \u201eWirtschaft und Gesell- schaft\u201c, \u201eUnser Staat\u201c, \u201eFriede und V\u00f6lkergemeinschaft\u201c \u2013 sollte die Vielzahl der Themen, die mit der neuen Verantwortung der Laien in Kirche und Welt zusammenhingen, mit Referaten eingeleitet und anschlie\u00dfend in 27 Forumsgespr\u00e4chen diskutiert werden.<\/p>\n<p>Das Ergebnis sollte schlie\u00dflich in einem gemeinsamen Gro\u00dfforum zusammengefasst werden.<\/p>\n<p>Der Katholikentag sollte ein fragender Katholikentag sein. Alle Fragen sollten gestellt werden d\u00fcrfen. Unsere Devise hie\u00df: \u201eOffen und vorbehaltlos h\u00f6ren und sprechen.\u201c Im Mai 1968 erschien eine erste Vorbereitungsillustrierte unter dem Titel <em>K\u201868<\/em>, mit dem Aufmacher <em>Vor\u00fcbergehend Gro\u00dfbaustelle<\/em>. 500 Fachleute wurden zu einer Arbeitstagung eingeladen, aus der ein Fragenkatalog mit nicht weniger als 1.750 Fragen erwuchs, der den Teilnehmern vorgelegt werden sollte. In der katholischen Studentenschaft bildeten sich erste Arbeits- und Aktionskreise. Unser Fragenkatalog wurde von ihnen als \u201eManipulierungsversuch\u201c und die breite Auff\u00e4cherung aller Fragenkomplexe in 27 Foren als \u201eAblenkungsman\u00f6ver\u201c diskreditiert. Das Aktionskomitee <em>Kritischer Katholizismus<\/em> k\u00fcndigte gezielte Protestaktionen auf dem Katholikentag an, versprach allerdings auch, keine Gewalt gegen Personen und Sachen aus\u00fcben zu wollen. Ihr Ziel sei eine sozialistische Gesellschaft und eine demokratische Gesellschaft von Christen.<\/p>\n<p>Wir und das Essener Lokalkomitee schienen bestens ger\u00fcstet zu sein. Aber es sollte anders kommen. Der Essener Katholikentag sollte f\u00fcr mich, den man zum Katholikentags-Pr\u00e4sidenten berufen hatte, zur Feuertaufe meines Engagements in meiner Kirche werden. Wenige Wochen vor Beginn des Katholikentages, Ende Juli 1968, ver\u00f6ffentlichte Papst Paul VI. seine Enzyklika <em>Humanae Vitae<\/em>, in der er sich gegen das Mehrheitsvotum einer von ihm eingesetzten Kommission erneut f\u00fcr das Verbot k\u00fcnstlicher Mittel zur Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung entschied. Sie entfachte unter den deutschen Katholiken einen bis dahin nicht gekannten Sturm der Entr\u00fcstung und wurde zum alles beherrschenden Thema. Ein heftiger, so bisher noch nicht gekannter innerkirchlicher Streit brach los. Die Autorit\u00e4t des Papstes stand zur Disposition. Die kurz danach von den deutschen Bisch\u00f6fen verabschiedete <em>K\u00f6nigsteiner Erkl\u00e4rung<\/em>, die die Gewissensentscheidung jedes Katholiken in Fragen der Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung postulierte, d\u00e4mpfte die Erregung, beruhigte sie aber nicht.<\/p>\n<p>Wir versuchten Kurs zu halten. <em>Der Spiegel<\/em> stellte mir in einem Interview die Frage \u201eWird Papst und Pille das Hauptthema des Katholikentags sein?\u201c Meine Antwort: \u201eWir wollen einen Katholikentag, der freim\u00fctigen Diskussion und wir wollen niemanden am Reden hindern.\u201c<\/p>\n<p>Die erstrebte \u201eEindeutschung\u201c des Konzils sollte sich als schwieriger als erhofft erweisen.<\/p>\n<p>Schon in der Er\u00f6ffnungsveranstaltung in der Essener Grugahalle schallten uns Sprechch\u00f6re der \u201eau\u00dferhierarchischen Opposition\u201c, wie sie sich in Anspielung an die \u201eau\u00dferparlamentarische Opposition\u201c nannte, entgegen. Was ihr an Mitgliedern fehlte, machte sie durch ihre Lautst\u00e4rke mehr als wett. Es gab einen bisher nicht gekannten Drang vieler Teilnehmer, Arbeitskreise und Foren mit Resolutionen abzuschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Diskussionen sollten nicht im Sande verlaufen, sondern Geltung erlangen. Das stie\u00df auf unseren entschiedenen Widerstand. Wir wollten verhindern, dass aus kirchlicher Meinungsbildung kirchliche Willensbildung wurde. Die 120-j\u00e4hrige Tradition der vom Zentralkomitee veranstalteten deutschen Katholikentage als Forum \u00f6ffentlicher Meinung in der Kirche sollte erhalten bleiben und auch k\u00fcnftig fortbestehen. Sie waren im 19. Jahrhundert auf der Basis des b\u00fcrgerlichen Koalitionsrechtes als vom Zentralkomitee veranstaltete Laientage entstanden. Aus Katholikentagen sollten nicht Kirchentage werden. Aber: Uns war ebenso klar, die Beteiligung der Laien an der Willensbildung bedurfte anderer, neuer synodaler Strukturen. In diesem Sinne hatte ich in der Er\u00f6ffnungsveranstaltung unter starkem Beifall und vielen Buhrufen die T\u00fcr f\u00fcr einen weiteren \u00f6ffentlichen Meinungsaustausch aufgesto\u00dfen und ausgef\u00fchrt, dass dieser Katholikentag keine Heerschau, keine Demonstration sein will, die die Meinungen der Vielen nicht in wenige S\u00e4tze einer Resolution zwingen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Flugbl\u00e4tter, Transparente, Sprechch\u00f6re, Go-ins und Sit-ins waren Ausdruck der spannungsgeladenen und aufgew\u00fchlten Atmosph\u00e4re. Kaum ein Referent, auch kaum ein Bischof konnte seine Meinung ungest\u00f6rt vortragen. Unvergessen die schlagfertige Reaktion des Essener Bischofs Hengsbach, als eine Gruppe junger Protestierer vor seinem Haus den Ruf skandierte: \u201eHengsbach wir kommen, wir sind die linken Frommen.\u201c Seine Antwort war: \u201eWenn Ihr nicht nur links seid, sondern wirklich fromm: Herzlich willkommen!\u201c<\/p>\n<p>Die Gro\u00dfforen und die Forumsgespr\u00e4che fanden h\u00f6chst unterschiedliche Aufmerksamkeit. W\u00e4hrend die Gro\u00dfforen zu \u201eWelt und Gotteswort\u201c und zu \u201eEhe und Familie\u201c und vor allem die anschlie\u00dfenden Forumsgespr\u00e4che mit mehreren tausend Teilnehmern aus allen N\u00e4hten platzten und zum Teil wegen \u00dcberf\u00fcllung geschlossen werden mussten, fanden andere Foren, trotz zum Teil besonders hochkaratiger Besetzung, wesentlich weniger Beteiligung. Ein Teil der Veranstaltungen verlief ruhig und sachlich, ein Teil verlief spannungsgeladen, lautstark und turbulent.<\/p>\n<p>Das Forum \u201eEhe und Familie\u201c stand ganz im Zeichen der Enzyklika. Spruchb\u00e4nder und laute Parolen begleiteten die Diskussion: \u201eS\u00fcndig statt m\u00fcndig\u201c, \u201egehorsam und neurotisch\u201c, \u201esich beugen, zeugen\u201c. Mit einer \u00fcbergro\u00dfen Mehrheit (3000:90:58) wurde eine Resolution verabschiedet. Die Teilnehmer k\u00f6nnten den lehramtlichen Aussagen zur Empf\u00e4ngnisverh\u00fctung nicht folgen und verlangten eine \u201egrunds\u00e4tzliche Revision der p\u00e4pstlichen Lehre\u201c. Ein Ende der Straffreiheit von Vergewaltigung in der Ehe und die Streichung des Paragraphen 175 wurden gefordert.<\/p>\n<p>Ein besonderes Problem bereitete uns die Botschaft des Papstes. Sie wurde \u00fcblicherweise im sonnt\u00e4glichen Festgottesdienst vorgetragen. Um eine St\u00f6rung der Messe um jeden Preis zu verhindern, entschlossen wir uns, Kardinal D\u00f6pfner zu bitten, sie erst in der damals noch \u00fcblichen Abschlusskundgebung am Sonntagmittag zu verlesen.<\/p>\n<p>Der Essener Katholikentag wurde zu einem Medienereignis, wie kein Katholikentag zuvor. 424 in- und ausl\u00e4ndische Journalisten lie\u00dfen sich akkreditieren. Die Resonanz der Presse f\u00fcllte 14 Ordner mit 2.538 Ausschnitten. Der Funk brachte 63 Sendungen von insgesamt 17 Stunden, das Fernsehen strahlte 17 Stunden Life-Sendungen, Aufzeichnungen und Berichte aus.<\/p>\n<p>In meinem kurzen Schlusswort bei der Abschlusskundgebung habe ich versucht, ein erstes vorl\u00e4ufiges Res\u00fcmee zu ziehen: \u201eWir Laien haben uns deutlich zu Wort gemeldet.\u201c \u2013 \u201eDiese Tage haben die erstrebte Konfrontation gebracht. Offen und ehrlich, oft hart und unerbittlich, leidenschaftlich und mitunter mitgerissen von der Heftigkeit vorgetragener Argumente, haben wir miteinander gearbeitet. Der Anspruch, den wir damit an uns selbst richten, ist betr\u00e4chtlich. Wer in Essen war wei\u00df, dass unter den Katholiken nicht tr\u00fcgerische Stille, nicht m\u00fcde Weltabgewandtheit, nicht tr\u00e4ges Beharren herrschen, sondern Wachheit, Aufbruch und der energische Wille, uns mitten in dieser Welt f\u00fcr den Frieden, f\u00fcr den Mitmenschen, f\u00fcr die Kirche zu engagieren.\u201c<\/p>\n<p>In der Tat, Essen war anders. Essen markiert einen Wendepunkt. \u201eEssen war der Beginn einer neuen Periode des deutschen Katholizismus\u201c, schrieb eine niederl\u00e4ndische Tageszeitung. In einem bisher nicht gekannten Ausma\u00df entlud sich die aufgew\u00fchlte Atmosph\u00e4re der sp\u00e4ten 60er Jahre auch in der Katholischen Kirche. Die Katholiken nahmen teil an den sich ank\u00fcndigenden Entwicklungen und Ver\u00e4nderungen.<\/p>\n<p>Essen hat die Katholikentage ver\u00e4ndert. Die 81 Katholikentage vor Essen verliefen anders als die 19 Katholikentage danach. Zun\u00e4chst griff eine gewisse M\u00fcdigkeit \u2013 bei einigen wohl auch Angst \u2013 um sich. Die Teilnehmerzahlen sanken. Skeptiker sagten \u2013 wieder einmal \u2013 ihr baldiges Ende voraus. Aber in den 80er Jahren erlebten sie einen neuen Aufschwung. Die Botschaft der Kirche wurde vielschichtiger, kontroverser, uneinheitlicher. Keine Heerschau mehr, ein Markt der M\u00f6glichkeiten, ein ungezwungenes, weltoffenes, facettenreiches, fr\u00f6hliches, aber auch unverbindliches Fest.<\/p>\n<p>Der 101. Katholikentag in M\u00fcnster, im Mai letzten Jahres, hat es eindrucksvoll bewiesen. Von der Ortswahl und dem Wetter beg\u00fcnstigt, war er besucht wie lange nicht mehr (53.000 Dauer- und mehr als 35.000 Tagesteilnehmer). Nicht nur Foren und Podien, auch fast alle Gottesdienste konnten die Teilnehmer nicht fassen. In heiterer Grundstimmung setzte er deutlich \u00f6kumenische Akzente, widmete sich erstaunlich unaufgeregt innerkirchlichen Problemen und vermied politische Sch\u00e4rfen. Jeder konnte sagen was er wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wir waren entschlossen, die weitere Entwicklung nach Essen nicht treiben zu lassen, sondern das Steuer selbst in der Hand zu behalten und die konziliare Erneuerung fortzusetzen. Schon w\u00e4hrend des Katholikentages, am Samstagnachmittag in einem Caf\u00e9 in der Essener Innenstadt, waren wir \u2013 Kardinal D\u00f6pfner, Fritz Kronenberg und ich \u2013 uns einig: Es muss zu einer Synode der Bundesrepublik Deutschland kommen. Der Gedanke lag in der Luft, schon vor und erst recht w\u00e4hrend des Katholikentages war die Forderung, einen <em>Nationalkonvent<\/em> zu berufen, laut geworden. Bald nach dem Katholikentag wurde ein Antrag der CAJ (Junge Christliche Arbeitnehmer) auf die baldige Einberufung einer Pastoralsynode vom BDKJ aufgenommen. Kardinal K\u00f6nig hatte bereits im Herbst 1965 die Einberufung einer \u00f6sterreichischen <em>National- synode<\/em> angeregt. Eine niederl\u00e4ndische Pastoralsynode war schon im November 1966 er\u00f6ffnet worden.<\/p>\n<p>Auch heute noch bleibt es bemerkenswert, mit welcher Entschlossenheit, in welch erstaunlich kurzer Zeit die Idee einer gemeinsamen Synode vom deutschen Episkopat in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Zentralkomitee geplant und umgesetzt worden ist; dass es gelang, den Kairos der allgemeinen Unruhe unter den Katholiken nach dem Konzil und nach dem Katholikentag in produktive Bahnen zu lenken und die Synode auf den Weg zu bringen. Insbesondere der Tatkraft Kardinal D\u00f6pfners, hinter dem sich die Deutsche Bischofskonferenz einm\u00fctig versammelte, der Tatkraft des eng mit der Entwicklung des Zentralkomitees verbundenen Essener Bischofs Hengsbach, aber auch des geistlichen Direktors des Zentralkomitees, Klaus Hemmerle, dem sp\u00e4teren Bischof von Aachen, sowie Karl Forster, dem Sekret\u00e4r der Bischofskonferenz, und Friedrich Kronenberg, dem Generalsekret\u00e4r des Zent- ralkomitees, ist das zu verdanken.<\/p>\n<p>Bereits im November 1968 fand ein gemeinsames erstes Gespr\u00e4ch zur Auswertung der Erfahrungen des Essener Katholikentages von Bischofskonferenz und Zentralkomitee statt. Eine gemeinsame Studiengruppe wird eingesetzt. Im Februar 1969 fasst die Vollversammlung der Bischofskonferenz den Grundsatzbeschluss, \u201eeine gemeinsame Synode der Di\u00f6zesen in der Bundesrepublik Deutschland\u201c vorzubereiten, die der Verwirklichung der Beschl\u00fcsse des Zweiten Vatikanischen Konzils in Deutschland dienen sollte. Im November beschlie\u00dft die Bischofskonferenz das Statut der Synode. Wenige Wochen sp\u00e4ter liegt die Zustimmung des Heiligen Stuhles und das Einverst\u00e4ndnis mit dem von den kanonischen Vorschriften, die eine solche Synode nicht vorsieht, abweichenden Statut vor. Ja, Rom bekundet sogar sein Interesse am Modellcharakter der vorgesehenen Synode. Am 3. Januar 1971 tritt die Synode erstmals zusammen. Nach sieben Vollversammlungen schloss sie im Januar 1975 mit 18 Beschl\u00fcssen und sechs Arbeitspapieren f\u00fcr die weitere kirchliche Arbeit in Deutschland. Auch ganz konkrete Anordnungen wurden beschlossen, zum Beispiel, dass in jeder Pfarrgemeinde ein Pfarrgemeinderat mit einer Amtszeit von vier Jahren zu bilden ist, dass Frauen der Zugang zu lei- tenden Positionen in kirchlichen Dienststellen zu \u00f6ffnen ist.<\/p>\n<p>Der Synodenbeschluss <em>Die Verantwortung des ganzen Gottesvolkes f\u00fcr die Sendung der Kirche<\/em> enth\u00e4lt die Anordnung, eine \u201egemeinsame Konferenz\u201c von Bischofskonferenz und Zentralkomitee zu bilden; Zw\u00f6lf Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz und zw\u00f6lf Mitglieder des Zentralkomitees. Sie soll die in der Zeit der Vorbereitung der Synode fruchtbar gewordene enge Verbindung fortsetzen und die Durchf\u00fchrung der Beschl\u00fcsse des Zweiten Vatikanischen Konzils begleiten. In den ersten Jahren nach der Synode gelang das, wegen des zu meiner Zeit nur sehr zur\u00fcckhaltenden Interesses einiger Bisch\u00f6fe, nur bedingt. In letzter Zeit allerdings kam es unter dem Drang der aktuellen Herausforderungen zu einer erfreulichen Wiederbelebung.<\/p>\n<p>Auch den Synodenbeschluss zur Ordnung der Schiedsstellen und Verwaltungsgerichte der Bist\u00fcmer heute noch einmal nachzulesen, k\u00f6nnte sich lohnen. Die damals beschlossene <em>Kirchliche Verwaltungsgerichtsbarkeit<\/em> (KVGO) sieht vor, das unterschiedliche di\u00f6zesane Recht zu ordnen und ein oberes Verwaltungsgericht auf der Ebene der Bischofskonferenz \u2013 von drei Priestern und zwei Laien gebildet \u2013 einzurichten. Sie ist bis heute nicht umgesetzt, gewinnt aber angesichts des Missbrauchsskandals, der auch eine \u00dcberpr\u00fcfung der rechtlichen Verfassung unserer Kirche bedarf, neue, aktuelle Bedeutung.<\/p>\n<p>Die Synode wurde durch das Statut zu einem institutionalisierten, zu einem gemeinsamen Dialog von Laien, Priestern, Ordensleuten und Bisch\u00f6fen. Dem Statut kam besondere, f\u00fcr die Struktur der Synode entscheidende Bedeutung zu. Mit ihm wurde Neuland betreten. Erstmals geh\u00f6rten neben Bisch\u00f6fen, Priestern und Ordensleuten Laien in einem ausgewogenen Verh\u00e4ltnis einer Kirchenversammlung an (58 Bisch\u00f6fe \u2013 88 Priester \u2013 30 Ordensleute \u2013 141 Laien). F\u00fcr die Annahme einer Vorlage in der Schlussabstimmung war eine Zweidrittelmehrheit erforderlich. \u00dcber sie verf\u00fcgten weder die Kleriker noch die Laien.<\/p>\n<p>Der Text der Sachkommission I mit dem Titel <em>Unsere Hoffnung. Ein Bekenntnis zum Glauben in unserer Zeit <\/em>wird zum Grundtext der Synode. Bis zur physischen Ersch\u00f6pfung wird um fast jeden Satz gek\u00e4mpft. Die Wirksamkeit dieses faszinierenden Textes liegt in seiner F\u00e4higkeit, die Tr\u00f6stungskraft des christlichen Glaubens neu aufleuchten zu lassen. Die Gegenwart und ihre Schwierigkeit werden ernst genommen. Das eigene Versagen wird eingestanden. Aber der Verzagtheit und dem Unverm\u00f6gen wird der Optimismus der Glaubenswahrheit entgegengestellt.<\/p>\n<p>Die Synode sollte entscheidende Weichen f\u00fcr die Zukunft stellen. Man sollte ihren Ertrag weder \u00fcberh\u00f6hen noch untersch\u00e4tzen, auch wenn manche Ergebnisse der Synode noch immer auf ihre Verwirklichung warten und die meisten Voten an den Vatikan bis heute unbeantwortet geblieben sind; unter ihnen der Wunsch, Frauen zum Diakonat zuzulassen, die Zur\u00fccksetzung nicht ehelicher Kinder zu beseitigen, in bestimmten F\u00e4llen wiederverheiratete Geschiedene zur Kommunion zuzulassen. Die Synode ist zu einer Sternstunde der Kirche in der Bundesrepublik geworden. Ohne Konzil kein Essener Katholikentag, ohne Essener Katholikentag keine Synode!<\/p>\n<p>Den Katholiken in der DDR blieb die Mitwirkung an der Synode versagt. Aber die Pastoralsynode der Jurisdiktionsbezirke in der DDR (1973-1975) \u2013 das einzige katholische Ereignis dieser Art im gesamten kommunistischen Herrschaftsbereich \u2013 wurde trotz aller Bedr\u00e4ngnis zu einem Ort der innerkirchlichen \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Heute bekennt sich Papst Franziskus zur Synodalit\u00e4t als konstitutive Dimension der Kirche. \u201eKirche und Synode sind Synonyme.\u201c Laien, Hirten und der Bischof von Rom sollen gemeinsam vorangehen. Mich beunruhigt, ja bedr\u00fcckt es, wie schwer sich heute die Deutsche Bischofskonferenz tut, diese Aufforderung aufzugreifen und die Freir\u00e4ume einer regionalen Bischofskonferenz zu nutzen; z. B. dem Vorschlag von vier deutschen Bisch\u00f6fen, erneut einen synodalen Prozess einzuleiten, zu folgen und der Gewaltenteilung in der Kirche zum Durchbruch zu verhelfen. Die Herausforderungen von heute gelten allen Bist\u00fcmern gemeinsam, und sie sind nur unter gemeinsamer Beteiligung zu l\u00f6sen. Sie sind nur gemeinsam von allen Mitgliedern der Kirche zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Aber es ist nicht meine Aufgabe den Bogen zur Gegenwart zu schlagen, \u00fcber Wegmarken und Trends von heute zu sprechen. Daf\u00fcr bedarf es einer eigenen Veranstaltung Ihrer Akademie. M\u00f6glichst bald. Nicht erst in 50 Jahren.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Der Katholischen Akademie in Bayern \u2013 vor mehr als 60 Jahren auf Initiative von Kardinal Wendel von dem unvergessenen Pr\u00e4laten Karl Forster begr\u00fcndet \u2013 sei Dank gesagt. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten, 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, 70 Jahre nach der Verk\u00fcndung des Grundgesetzes, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":107755,"menu_order":457,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-107780","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Essener Katholikentag - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-essener-katholikentag\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Essener Katholikentag - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"I. &nbsp; Der Katholischen Akademie in Bayern \u2013 vor mehr als 60 Jahren auf Initiative von Kardinal Wendel von dem unvergessenen Pr\u00e4laten Karl Forster begr\u00fcndet \u2013 sei Dank gesagt. 100 Jahre nach dem Ende des Ersten, 80 Jahre nach Beginn des Zweiten Weltkrieges, 70 Jahre nach der Verk\u00fcndung des Grundgesetzes, 30 Jahre nach der Wiedervereinigung&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-essener-katholikentag\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/BRD_Vorgel_ErsteReihe_KNA_177136.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"2480\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1772\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"20 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/\",\"name\":\"Der Essener Katholikentag - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/BRD_Vorgel_ErsteReihe_KNA_177136.jpg\",\"datePublished\":\"2025-07-04T11:43:13+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-essener-katholikentag\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/BRD_Vorgel_ErsteReihe_KNA_177136.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/BRD_Vorgel_ErsteReihe_KNA_177136.jpg\",\"width\":2480,\"height\":1772,\"caption\":\"82. 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