{"id":107802,"date":"2025-07-04T15:20:34","date_gmt":"2025-07-04T13:20:34","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=107802"},"modified":"2025-07-04T15:20:34","modified_gmt":"2025-07-04T13:20:34","slug":"vierzehn-thesen-zur-reformdebatte-und-den-aufgaben-der-dogmatik","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/vierzehn-thesen-zur-reformdebatte-und-den-aufgaben-der-dogmatik\/","title":{"rendered":"Vierzehn Thesen zur Reformdebatte und den Aufgaben der Dogmatik"},"content":{"rendered":"<ol>\n<li><strong> Ver\u00e4nderung und Reform geh\u00f6ren zur Kirche wie das sprichw\u00f6rtliche \u201aAmen\u2019.<\/strong> Denn Kirche ist \u2013 wir wissen es alle \u2013 eine <em>ecclesia semper reformanda<\/em> oder, in den Worten des Zweiten Vatikanischen Konzils: \u201eDie Kirche wird auf dem Wege ihrer Pilgerschaft von Christus zu dieser dauernden Reform gerufen, deren sie allzeit bedarf, soweit sie menschliche und irdische Einrichtung ist; was also etwa je nach den Umst\u00e4nden und Zeitverh\u00e4ltnissen im sittlichen Leben, in der Kirchenzucht oder auch in der Art der Lehrverk\u00fcndigung \u2212 die von dem Glaubensschatz selbst genau unterschieden werden muss \u2212 nicht genau genug bewahrt worden ist, muss deshalb zu gegebener Zeit sachgerecht und pflichtgem\u00e4\u00df erneuert werden\u201c (Dekret \u00fcber den \u00d6kumenismus, <em>Unitatis redintegratio<\/em>, Nr. 6) bzw. \u201eDas Heilige Konzil hat sich zum Ziel gesetzt, das christliche Leben unter den Gl\u00e4ubigen mehr und mehr zu vertiefen, die dem Wechsel unterworfenen Einrichtungen den Notwendigkeiten unseres Zeitalters besser anzupassen, zu f\u00f6rdern, was immer zur Einheit aller, die an Christus glauben, beitragen kann, und zu st\u00e4rken, was immer helfen kann, alle in den Scho\u00df der Kirche zu rufen\u201c (Konstitution \u00fcber die Heilige Liturgie, <em>Sacrosanctum Concilium<\/em>, Nr. 1).<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"2\">\n<li><strong> In jeder kirchengeschichtlichen Epoche war daher Reform ein eigenes Thema. <\/strong>W\u00e4hrend dabei zun\u00e4chst die Dynamik eher ad intra bestimmt wurde und so zumeist die Beseitigung konkreter Missst\u00e4nde zum Ziel hatte (vgl. \u201aReform an Haupt und Gliedern\u2019 als Schlagwort des 13.-15. Jh.; die \u201aGravamina der deutschen Nation\u2019 im 16. Jh.), stellt sich sp\u00e4testens mit der Reformation die Frage nach Reform der Kirche fundamental neu, n\u00e4mlich wie Kirche \u00fcberhaupt zu sein hat, d.h. hinsichtlich der sie tragenden theologisch-inhaltlichen, dogmatisch-doktrin\u00e4ren Basis. Die Antwort darauf ergibt sich aus einer Doppelperspektive: zum einen durch den Blick auf das innere Wesen (der Auftrag und die Sendung) von Kirche; zum anderen mit Blick auf die \u201aAu\u00dfenwirkung\u2019 in der Frage nach der angemessenen Erf\u00fcllung von Auftrag und Aufgabe der Kirche und damit auch mit Blick auf Glaubw\u00fcrdigkeit und die lebenspraktische Seite von Glaube und Glaubensvollzugs als ekklesiale Grundanforderung.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"3\">\n<li><strong> Das semper reformanda gilt indes nicht nur f\u00fcr die Struktur von Kirche, sondern auch f\u00fcr die kirchliche Lehre:<\/strong> Jeder kirchlichen Doktrin ist die Differenz von kontingenter Ausdrucksform und immanentem Wahrheitsgehalt unaufgebbar eingeschrieben. So bekennt sich selbst die Offenbarungskonstitution des Ersten Vatikanischen Konzils, Dei filius, mit R\u00fcckgriff auf Vinzenz von L\u00e9rins, Commonitorium primum, zur Theorie der Dogmenentwicklung (vgl. DH 3020). Das begr\u00fcndet die grunds\u00e4tzliche \u201aRelativit\u00e4t\u2018 kirchlicher Lehre und eine ihr stets innewohnende Dynamik zur Ver\u00e4nderung\/Anpassung bzw. ein immanentes Innovationspotential. Freilich sollte man die hier sichtbar werdende Dynamisierung nicht einfachhin nur im Sinne eines Explikationsmodell verstehen, also eine simple Kern-Schale-Metaphorik zugrunde legen, wie sie die meisten Ans\u00e4tze zur Dogmenentwicklung pr\u00e4ferieren. Denn eine Reduktion des Ver\u00e4nderungspotenzials auf den Wandel der Sprach- und Denkformen verk\u00fcrzt die Wahrnehmung der Ver\u00e4nderungsnotwendigkeit als unabschlie\u00dfbarem Aneignungs- und Lernprozess aufgrund der unaufhebbaren doppelten Kontingenz des Gegenstandes selbst, n\u00e4mlich der in Geschichte ergangenen Selbstoffenbarung Gottes in Jesus Christus samt ihrer geschichtlichen Tradierungsprozesse und des prinzipiellen \u201aKonstruktionscharakters\u2018 von Tradition. Sie droht in eine Ideologie der Transgeschichtlichkeit bzw. Geschichtsenthobenheit abzugleiten, die jedes Kontingenzbewusstsein vermissen l\u00e4sst. Das ist freilich eine Erkenntnis, die \u201eder katholischen Tradition, insbesondere der Neuzeit, \u00fcber lange Zeit verborgen\u201c blieb, so Georg Essen im Jahr 2015.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"4\">\n<li><strong> Jede Reform in der Kirche spielt sich im Spannungsfeld von Tradition und Innnovation ab, d.h. zwischen Identit\u00e4tsvergewisserung und -sicherung auf der einen, und einer (neuen) Identit\u00e4tssuche auf der anderen Seite.<\/strong> Innovation und Tradition sind dabei nicht einfach Gegens\u00e4tze, sondern zwei Seiten ein und desselben permanenten Transformationsprozesses, dem Kirche immer ausgesetzt ist. Denn auch die (Re-) Konstruktion der Vergangenheit als Tradition ist eine kreative Aneignung, die durch zwei gegens\u00e4tzliche Dynamiken gekennzeichnet ist: der Suche nach einer (gesicherten) Identit\u00e4t und der Dynamik von Ver\u00e4nderung als der Suche nach neuem. Tradition ist, so verstanden, das als historisches Narrativ formulierte Konstrukt einer Kontinuit\u00e4t mit dem Ziel der Identit\u00e4tsstabilisierung, so wieder Georg Essen. Denn Vergangenheitsdeutung und Gegenwartsverst\u00e4ndnis geh\u00f6ren unmittelbar zusammen. Jede \u201aTradition\u2018 und die damit verbundene Idee einer geschichts\u00fcbergreifenden Kontinuit\u00e4t ist letztlich eine retrospektive Konstruktion \u2013 ein historischer Sinnbildungsprozess \u2013, der das Resultat kontingenter Auswahlprozesse aus dem Pool des M\u00f6glichen darstellt und letztlich von einem Gegenwartsinteresse gesteuert ist. Tradition als konstruiertes Narrativ ist daher doppelt kontingent (im Ereignis und im konstruierten Ereigniszusammenhang) und zugleich der Versuch, diese Kontingenzen narrativ aufzuheben. Sie entspringt in der Regel einer Brucherfahrung, die das selbstgekn\u00fcpfte Band zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu zerrei\u00dfen droht. Auch in diesen Aussagen folge ich Georg Essen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"5\">\n<li><strong> Die Idee einer stets gleichbleibenden, zu wahrenden \u201aTradition\u2018 hat ihren Ursprung in der ideologischen Selbststilisierung der Katholischen Kirche des 19. Jahrhunderts.<\/strong> Dieses Konzept der Unver\u00e4nderlichkeit von Kirche und Lehre \u2013 das \u201asemper idem\u2018 als katholischer Identit\u00e4tsmarker \u2013 ist also selbst als Innovation jenem Modernisierungsprozess entsprungen. Es entspringt nat\u00fcrlich den Abbrucherfahrungen dieses Jahrhunderts, den Nachwehen der Franz\u00f6sischen Revolution und den damit verbundenen politischen Umbr\u00fcchen; Entstehen einer b\u00fcrgerlichen Gesellschaft samt der Rechtsauffassung von b\u00fcrgerlichen Rechten wie Religions-, Glaubens- und Gewissensfreiheit und demokratischen Grundvollz\u00fcgen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"6\">\n<li><strong> Das instruktionstheoretische Offenbarungsmodell des I. Vatikanischen Konzils stellt dabei das zentrale Konstruktionselement dieser \u201aNeu-Erfindung\u2018 dar.<\/strong> Ein voluntaristisch enggef\u00fchrter Autorit\u00e4tsglaube (Gott als Gesetzgeber, der die \u201aDekrete seines Willens\u2018 offenbart [vgl. DH 3004]; das Lehramt als autorisierte Tradentin dieses Willens [vgl. DH 3012]) begr\u00fcndet ein autorit\u00e4r hierarchisches Kirchenbild, das die Kirche in eine ecclesia docens und eine ecclesia discens aufteilt (vgl. DH 3011). Glaube wird als Gehorsam verstanden (vgl. DH 3008), der als \u201aUnterwerfung\u2018 unter den sich offenbarenden Gott wie unter die Entscheide der Kirche als dessen Tradentin letztlich eine \u00e4u\u00dfere Gehorsamspflicht an die Stelle der innere \u00dcberzeugung in den Mittelpunkt stellt. Ein verrechtlichter, ver\u00e4u\u00dferlichter Glaubensbegriff etabliert ein Verst\u00e4ndnis von \u201aGlaube\u2018 als formales \u201aFesthaltens an\u2026\u2018 , dem ein doktrinalistisch verengter Begriff der Glaubenslehre (verbunden mit einem zeitunabh\u00e4ngigen Wahrheitsbegriff) und ein kognitivistisches Offenbarungsverst\u00e4ndnis korreliert. Glaubensinhalte werden als \u00fcbergeschichtliche Satzwahrheiten gedeutet und quasi rechtspositivistisch begr\u00fcndet: <em>auctoritas non veritas facit doctrinam<\/em>. Die (traditionelle Gestalt der) <em>infallibilitas \/ indefectibilitas Ecclesiae<\/em> wird mit der (anti-modernistischen Form) <em>irreformibilitas sententiarum<\/em> in eins gesetzt, und somit verbindliche Glaubensbezeugung \u201ein lehrrechtliche Kategorien \u00fcberf\u00fchrt\u201c, wie Michael Seewald in seinem neuen Buch <em>Reform. Dieselbe Kirche anders denken<\/em> schreibt. Dadurch wird der eigentlich notwendig stets mitlaufende Korrekturmodus unterbunden und \u201edie f\u00fcr den christlichen Glauben unentbehrliche, epistemische Autorit\u00e4t der Kirche von einer juridischen Autorit\u00e4t \u00fcberformt, die meint, ihre St\u00e4rke dadurch erweisen zu m\u00fcssen, dass sie sich in einer Sprache des Ultimativen und Endg\u00fcltigen ausdr\u00fcckt\u201c, so Seewald weiter.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"7\">\n<li><strong> Diese Konstruktion des Katholischen ist \u2013 so wieder Michael Seewald \u2013 ein als Tradition getarnter Innovationsversuch, eine \u201eModernisierungserscheinung\u201c, eine \u201eim strategischen Sinne modernit\u00e4tssensible Konstruktion des Lehrens\u201c.<\/strong> Sie hatte das Ziel, \u201edie Lehre der Kirche in Form einer dogmatischen Lehre darzustellen, das hei\u00dft sie endscheidungsf\u00f6rmig und autorit\u00e4tssanktioniert vorzutragen\u201c, und ver\u00e4nderte somit das strukturelle Gesamtgef\u00fcge von Kirche ebenso wie ihr doktrin\u00e4res Selbstverst\u00e4ndnis. Diese Selbststilisierung zeichnet sich durch eine als programmatisch behauptete Innovationsintoleranz bzw. Innovationsverweigerung aus (<em>Anti-<\/em>Modernismus). Dazu \u201aerfindet\u2018 das Lehramt der Kirche auf verschiedensten Felder h\u00e4ufig eine \u201afeste\u2018, immer gleichbleibende und eindeutige \u201aTradition\u2018, die letztlich nur dazu dient sich gegen die in der Brucherfahrungen sichtbar werdenden Kontingenzerfahrungen der eigenen Lehre und Struktur abzuschotten und so deren St\u00f6rungspotential wie auch das Mehrdeutigkeitspotential unterschiedlicher \u201aTraditionen\u2018 zu eliminieren. Die Kirche des 19. und beginnenden 20. Jh. steht unter einem Vereindeutigungszwang und entwickelt eine ausgepr\u00e4gte Ambiguit\u00e4ts-Intoleranz. Dazu bedient sie sich einer ideologiegetr\u00e4nkten Geschichtspolitik.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"8\">\n<li><strong> Freiheit, Pluralit\u00e4t, Geschichtlichkeit, oder gar Ver\u00e4nderlichkeit werden zu Ab- und Ausgrenzungsbegriffen gegen\u00fcber einer dem Eindeutigen, ja Identit\u00e4ren zugeneigten katholischen Selbstdefinition.<\/strong> \u00dcberlieferung\/Tradition stilisiert sich als ewig- unver\u00e4nderliches <em>depositum<\/em> des ein f\u00fcr allemal Geoffenbarten, das nur noch von der zust\u00e4ndigen Autorit\u00e4t des Lehramts expliziert werden muss, und im Konfliktfall um der Eindeutigkeit willen von ebendiesem h\u00f6chsten Lehramt mit der ihr allein zukommenden <em>potestas<\/em> autoritativ entschieden und unfehlbar festgelegt werden kann. \u201eDie Unfehlbarkeit des Papstes in dogmatischen Fragen wurde derart seinem Primat in rechtlichen Fragen untergeordnet, dass der lehrende Papst lediglich als ein Modus des gesetzgebenden Papstes erschien, der den weltlichen Souver\u00e4nen in nichts nachstand und in seinem im Kontext der Moderne erlittenen Autorit\u00e4tsverlust mit dem Anspruch auf die plenitudo potestatis zu begegnen versuchte\u201c, formuliert Michael Seewald. Damit verabschiedet die Katholische Kirche des 19. Jahrhunderts die katholische F\u00e4higkeit zur Ambivalenz und die sie bisher auszeichnende Ambiguit\u00e4tstoleranz (das \u201e<em>solus \/ sola<\/em>\u201c war eigentlich nie katholisch sondern immer das \u201e<em>et \u2026 et<\/em>\u201c). Sie legt die darin gr\u00fcndende F\u00e4higkeit zur Selbstkritik (Fehlertoleranz) wie zur Autokorrektur still und sichert das Ganze durch eine monarchisch-st\u00e4ndische Ordnung ab, die sie zugleich als Sakralinstitution \u00fcberh\u00f6ht. Diese Selbstimmunisierungsstrategie des 19. Jh. kommt indes sp\u00e4testens dann in eine unaufl\u00f6sliche Aporie und damit an ihr Ende, wenn das, so Seewald, \u201eKonstitutionsmittel epistemischer Autorit\u00e4t \u2026 Glaubw\u00fcrdigkeit ist und die Glaubw\u00fcrdigkeit einer Person oder einer Institution sich darin erweist, wie diese mit eigenen Fehlern umgehen\u201c. Wie sehr daher eine solche Konstruktion von der Bereitschaft zu ihrer Akzeptanz abh\u00e4ngt, zeigt das Jahr 1968. Mit der Enzyklika <em>Humanae vitae<\/em> Pauls VI. l\u00e4uft letztlich eine autoritative Lehrentscheidung ins Leere, die nicht auf Gr\u00fcnde rekurriert; sie desavouiert sich selbst, weil sie unglaubw\u00fcrdig wird.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"9\">\n<li>Aus diesen historischen Entwicklungen heraus ergeben sich nun die Aufgaben der Dogmatik in den Reformdebatten. Sie bestehen zum einen in der St\u00e4rkung der dogmengeschichtlichen Perspektive auf Lehre und Struktur der Kirche als Innovationspool und zur Erh\u00f6hung der Ambiguit\u00e4tstoleranz: <strong>Indem die Dogmengeschichte die Kontingenz getroffener Entscheidungen aufdeckt, ihre Geschichtlichkeit rekonstruiert, legt sie das Konstrukt einer immer nur gebrochenen Identit\u00e4t offen und macht Tradition als eine konstruierte Kontinuit\u00e4t sichtbar.<\/strong> Sie h\u00e4lt auch die theologiegeschichtlichen Alternativen im Bewusstsein, erweitert das Spektrum der M\u00f6glichkeiten und er\u00f6ffnet so Wege der Selbstkritik und Autokorrektur. Dogmengeschichte pflegt so den \u201eproduktiven Umgang mit Mehrdeutigkeitspotentialen in der Kirche\u201c, wie es Essen ausdr\u00fcckt, indem sie die traditional vollzogenen Sinnbildungsprozesse aufdeckt, damit eine kritische Analyse dieser Prozesse und ein \u201akritisches Erz\u00e4hlen\u2018 m\u00f6glich wird. Als \u201aErinnerung an das Gewordensein\u2018 macht sie deutlich, dass es \u201eIdentit\u00e4t nur in der Weise der geschichtlichen Verwandlungen\u201c gibt, wie Joseph Ratzinger 1966 in seinem Werk <em>Das Problem der Dogmengeschichte in der Sicht der katholischen Theologie<\/em> schreibt. Dazu geh\u00f6rt die Kompetenz, diese \u201aErinnerungen\u2018 zum Erneuerungspotential werden zu lassen (Wilhelm Damberg, Freiburg 2015), ihren Gehalt als \u201agef\u00e4hrliche Erinnerung\u2018 im Sinne eines \u201eBeitrags zur Ambiguit\u00e4ts- und damit Innovationstoleranz\u201c (Essen) fruchtbar zu machen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"10\">\n<li>Die im 19. Jahrhundert als Antagonismus gepflegten Begriffe \u201aModernismus\u2018 und \u201aAntimodernismus\u2018 stehen exemplarisch f\u00fcr eine ver\u00e4nderungsresistente Grundorientierung von Kirche \u2013 mitsamt dem vertrauten Narrativ des Niedergangs \u201eeiner von Gott gesetzten und der Kirche anvertrauten christlichen Lebensordnung in der Welt, der das Lehramt durch ein konsequentes Festhalten am \u00fcberzeitlichen theologischen <em>status quo<\/em> der Glaubenswahrheiten in der Kirche zu begegnen hatte\u201c, so wieder Wilhelm Damberg. Das ist der \u201eKampf zwischen Kirche und Moderne\u201c, der bis heute eine grundlegende Reform der Katholischen Kirche blockiert. <strong>Die Aufgabe der Dogmatik besteht daher zum zweiten darin, die Zeitbedingtheit sowie die dadurch aufgeworfenen Aporien der Entscheidungen des 19. Jahrhunderts offenzulegen und den systemimmanenten Anti-Modernismus zu verabschieden.<\/strong> So kann die F\u00e4higkeit wiedergewonnen werden, jene dramatischen Umbruchsituationen des 20. Jahrhunderts zum entscheidenden Ausgangspunkt der Frage zu nehmen, wie die Kirche angesichts dieser unaufhaltsamen Ver\u00e4nderungen sein muss.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"11\">\n<li><strong>Eine zentrale Aufgabe der Dogmatik ist daher \u2013 drittens \u2013 eine angemessene Hermeneutik des II. Vatikanischen Konzils, die das Innovationspotenzial dieses Konzils wachh\u00e4lt und es nicht wieder in die Antagonismen des 19. Jahrhunderts aufzul\u00f6sen versucht.<\/strong> Die Dogmatik hat dabei die Aufgabe, die in den historischen Narrativen dieses Konzils konkurrierenden Interpretamente aufzudecken und auf ihre Tragf\u00e4higkeit zu \u00fcberpr\u00fcfen. Erkenntnisleitende und kriteriologisch in Anschlag zu bringende Denkform daf\u00fcr kann aber nur das grundlegend ver\u00e4nderte Offenbarungsverst\u00e4ndnis sein: Offenbarung ist nicht mehr als satzhaft offenbarte \u201aDekrete\u2018 des g\u00f6ttlichen Willens zu verstehen, sondern als Geschehen der Selbstmitteilung Gottes in Jesus von Nazaret: \u201eIn dieser Offenbarung redet der unsichtbare Gott (vgl. Kol 1, 15; 1 Tim 1, 17) aus u\u0308berstr\u00f6mender Liebe die Menschen an wie Freunde (vgl. Ex 33, 11; Jo 15, 14-15) und verkehrt mit ihnen (vgl. Bar 3, 38), um sie in seine Gemeinschaft einzuladen und aufzunehmen\u201c, hei\u00dft es in der Konstitution \u00fcber die g\u00f6ttliche Offenbarung, <em>Dei verbum<\/em>, Nr. 2. Offenbarung ist kommunikativ-partizipatorische Teilhabegew\u00e4hrung an der Gemeinschaft mit Gott. Glaube ist Beziehung, lebendiges Miteinander von Mensch und Gott. Glaube ist die ganzheitliche, vertrauensvoll zu vollziehende \u201aAntwort\u2019 auf die Selbstoffenbarung Gottes in Jesus von Nazaret. Das existentielle Sich-Selbst-Verstehen des Menschen geh\u00f6rt ebenso dazu, wie der Gegenwartsbezug und die Kontextgebundenheit, ja geschichtliche Vermittlung und kulturelle Kodierung, samt der darin begr\u00fcndeten Zweideutigkeit, Kontingenz. Geschichte und Welt sind Erkenntnisorte der Offenbarung. Ein kommunikationstheoretisches Offenbarungsverst\u00e4ndnis und ein ihm entsprechendes dialogisches Glaubensverst\u00e4ndnis erfordern ganz neue Strukturen der Vergewisserung. Seine Gewissheit und damit seine Bewahrheitung k\u00f6nnen nur in einem personalen Akt des Zeugnisses geschehen, das im Prinzip zwei Ausrichtungen in sich birgt. Man kann sie am besten mit den Stichworten Authentizit\u00e4t und Freiheit umschreiben und dabei zwei Grundbewegungen rekonstruieren. Ein Gepr\u00e4gtsein vom Ereignis, das einen gepackt hat und das man nun bezeugen will; und ein absolutes Engagement f\u00fcr die Leute, denen man dieses Gepacktsein und seinen Inhalt so vermitteln will, dass es auch sie packt. Ein solcher Glaube hat durchaus etwas mit Wissen zu tun, freilich mit einem Wissen, das mir durch ein Du, ein Gegen\u00fcber zug\u00e4nglich wird. Das so \u201aErkannte\u2019 kann sich zwar ausdr\u00fccken in S\u00e4tzen, die \u00dcberzeugungen formulieren. Der entscheidende Akt ist freilich ein Akt der Anerkennung, der freien Zustimmung. Glaube und Glaubensgewissheit sind ein Geschehen von Freiheit. Nicht mehr einzelne Lehrs\u00e4tze, sondern Gottes personale Selbstoffenbarung ist das zu \u00dcberliefernde und damit die eigentliche Grundbewegung von \u201aTradition\u2019 (vgl. DV 8). Daher bestimmt das II. Vatikanum die Aktualit\u00e4t dieser Heilsgemeinschaft mit Gott in Leben und Dasein der ganzen Kirche, und damit die gesamte Lebenspraxis aller als Medium der \u00dcberlieferung. Tradition ist zu einem hermeneutischen Auslegungsbegriff geworden, das funktionale Prinzip der Vergegenw\u00e4rtigung der Selbstmitteilung Gottes im Christusereignis durch den Hl. Geist im Leben der Gemeinschaft der Glaubenden, der Kirche, in all ihren Vollz\u00fcgen. Identit\u00e4t und Kontinuit\u00e4t sind ekklesiale Ph\u00e4nomene und nicht lehramtlich-richterlich-autoritative Entscheidungsprozesse. Aus der inhaltlichen Verschiebung folgt die Notwendigkeit einer kritischen Hinterfragung des Kommunikationsstils und mit dieser eine notwendige Revision ihrer strukturellen Bedingungen. Denn ein solches Verst\u00e4ndnis des Miteinanders von Gott und Mensch duldet nun nicht jeden Stil und legitimiert nicht jede Struktur der Vollmachtsaus\u00fcbung in der Kirche (s. nebenstehenden Kasten).<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"12\">\n<li>Zur Benennung konkreter Kriterien f\u00fcr die heute notwendigen Ver\u00e4nderungsprozess ist auf die Grunddefinition von Kirche zur\u00fcckzugreifen, wie sie das Konzil formuliert hat: \u201eDie Kirche ist ja in Christus gleichsam das Sakrament, das hei\u00dft Zeichen und Werkzeug f\u00fcr die innigste Vereinigung mit Gott wie f\u00fcr die Einheit der ganzen Menschheit.\u201c (LG 1). Darum \u201egeht\u201c, wie die Pastoralkonstitution betont, \u201ediese Kirche, zugleich \u201asichtbare Versammlung und geistliche Gemeinschaft\u2019 [\u2026], den Weg mit der ganzen Menschheit gemeinsam und erf\u00e4hrt das gleiche irdische Geschick mit der Welt\u201c (GS 40). Das bedeutet aber, dass die sakramentale Grunddimension von Kirche auch und gerade zur Folge hat, dass Selbstverst\u00e4ndnis und strukturelles Gef\u00fcge der Kirche auch stets entlang der geschichtlichen Entwicklungen verlaufen. In der Moderne wird diese Beziehung zwar komplexer, kann aber nicht einfach abgebrochen werden. <strong>Ein prinzipieller Widerspruch zur Moderne, gar ideologisch \u00fcberh\u00f6ht als Widerspruch um des Evangeliums willen, verwechselt die von Gott geschenkte Zeichenhaftigkeit (Sakramentalit\u00e4t) mit Sakralisierung ihrer vorl\u00e4ufigen weltlichen Erscheinungsform.<\/strong> So hat die Dogmatik zun\u00e4chst die Frage zu stellen: Wie verh\u00e4lt sich Kirche zu den \u201ademokratischen Lektionen\u2019 der Moderne: allgemeine Teilhabe an der Macht, Machtkontrolle und prinzipielle Begrenzung von Macht?<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"13\">\n<li>\u201eStrukturfragen reflektieren Glaubensinhalte \u2013 oder sie sind nicht evangeliumsgem\u00e4\u00df. Das gr\u00f6\u00dfte pastorale Missionshindernis \u00fcberhaupt ist eine Kirche, deren \u00e4u\u00dfere Gestalt permanent ein Zeugnis wider das Evangelium darstellt, weil sie in ihrer allt\u00e4glichen \u201aK\u00f6rpersprache\u2018 (Bischof Hermann Glettler von Innsbruck) der jesuanischen Frohbotschaft von der anbrechenden Gottesherrschaft (und eben nicht: M\u00e4nner- oder Klerikerherrschaft) widerspricht\u201c. So schreibt Christian Bauer in Kirchenreform jetzt! Der katholische Mainstream begehrt auf: https:\/\/www.feinschwarz.net\/kirchenreform-jetzt-der-katholische-mainstream-begehrt-auf\/ (Abruf: 24.9.19). <strong>Die daraus abzuleitende, grundlegende Aufgabenstellung f\u00fcr die Dogmatik in der Reformdebatte ist daher, eine Antwort auf die Frage nach Partizipation und Kommunikation und der Schaffung dazu notwendiger, rechtlich verbindlicher Repr\u00e4sentationsstrukturen einzufordern.<\/strong> Hilfreich dazu ist eine kritische Auseinandersetzung mit zeitgen\u00f6ssischem Denken anstelle von Verfallsnarrativen und ekklesialer Selbstimmunisierung. Pflege der Zeitgenossenschaft und Dialogf\u00e4higkeit beschreiben damit die sechste Aufgabenstellung der Dogmatik f\u00fcr die Reform der Kirche, um n\u00e4mlich gerade daraus auch Wissen und Orientierung f\u00fcr die Reform zu gewinnen und so einer schon latent bis pathologisch gewordenen kognitiven Dissonanz zwischen Kirchenerfahrungen und Welterfahrung entgegenzusteuern.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol start=\"14\">\n<li>Wer jetzt noch meint, in der Kirche die Dinge auf die lange Bank schieben zu k\u00f6nnen, synodale Wege o.\u00e4. dazu zu benutzen, um am Ende doch alles unver\u00e4ndert zu lassen, dem sei mit einem Plakat von den \u201aFridays for Future\u2018-Demos gesagt: \u201eDie Dinosaurier dachten auch, sie h\u00e4tten noch Zeit\u2026 \u201c. <strong>Diese Zeitansage, dass uns n\u00e4mlich die Zeit ausgeht, ist die letzte <\/strong><strong>und wohl die entscheidende Aufgabenstellung der Dogmatik.<\/strong><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ver\u00e4nderung und Reform geh\u00f6ren zur Kirche wie das sprichw\u00f6rtliche \u201aAmen\u2019. 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