{"id":107809,"date":"2025-07-04T15:27:27","date_gmt":"2025-07-04T13:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=107809"},"modified":"2025-07-04T15:27:27","modified_gmt":"2025-07-04T13:27:27","slug":"evangelisierung-oder-strukturreform-eine-falsche-alternative","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/evangelisierung-oder-strukturreform-eine-falsche-alternative\/","title":{"rendered":"Evangelisierung oder Strukturreform &#8211; eine falsche Alternative"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Nur eine Rose als St\u00fctze \u2026<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufig benutztes Narrativ in der Debatte um Kirchenreform und Kirchenkrise lautet: \u201eWir sollten weniger auf Strukturen blicken, sondern vielmehr Wert auf die Evangelisierung legen.\u201c Es ist eine Gegen\u00fcberstellung, die in vielen Predigten und Bischofsworten begegnet. Dahinter steht die Einsch\u00e4tzung: Das eine ist trockene Materie, sicherlich irgendwie auch wichtig, aber nachgeordnet \u2013 das andere hingegen ist eine grundlegende Haltung, und auf die kommt es in Wirklichkeit an.<\/p>\n<p>Zwischen beiden Polen wird eine Alternative aufgemacht. Wer wirklich vom Glauben bewegt ist, so die Annahme, der wei\u00df um die richtige Gewichtung: Es gehe in erster Hinsicht um eine \u201epastorale Bekehrung\u201c, darum die \u201eFreude am Christsein\u201c wiederzuentdecken (so der Passauer Bischof Stefan Oster). Vorsicht, so warnt der Eichst\u00e4tter Bischof Gregor Maria Hanke, sei geboten vor der stillen Sehnsucht, \u00fcber eine Reform der Strukturen und das \u201eAbarbeiten von Forderungskatalogen\u201c der Kirche zu neuem gesellschaftlichem Ansehen verhelfen zu wollen und haupts\u00e4chlich an der Sicherung ihres Einflusses interessiert zu sein. Und der Berliner Erzbischof Heiner Koch formuliert einen weiteren Einwand gegen die Forderung nach strukturellen Reformen: \u201eDie Kirchenmitgliedszahlen werden durch Reformen nicht nach oben gehen\u201c. Es scheint also, als ob die Reihenfolge zwischen einer Erneuerung der Strukturen und der Ver\u00e4nderung der Glaubenshaltung eindeutig sei und keiner weiteren Diskussion wert.<\/p>\n<p>Viele lesen das Pl\u00e4doyer f\u00fcr einen Weg der Evangelisierung, der als Gegenprogramm zur Diskussion struktureller und systemischer Fragen gesehen wird, auch aus dem j\u00fcngsten Brief des Papstes \u201ean das pilgernde Volk Gottes in Deutschland\u201c heraus. Ich bin allerdings der Ansicht, dass der wesentliche Punkt, den Papst Franziskus hervorheben m\u00f6chte, nicht der Gegensatz zwischen Evangelisierung und einer Reform der Strukturen ist, sondern die Warnung vor einem typisch deutschen Prozedere, n\u00e4mlich dem technokratischen Vorgehen, das auf die gro\u00dfen St\u00e4be, die noch vorhandenen finanziellen und personellen Mittel setzt und der Annahme aufsitzt, es durch das eigene Tun allein in der Hand zu haben, was mit der Kirche wird.<\/p>\n<p>Eine solche Warnung ist aber nicht zu verwechseln mit einer Option f\u00fcr die Evangelisierung und gegen die Erneuerung von Strukturen. Im Gegenteil: Auch \u201eEvangelisierung\u201c kann man auf dem Verwaltungswege betreiben \u2013 und umgekehrt mag sich in der Erneuerung von Strukturen ein Werk der Evangelisierung ausdr\u00fccken. Dass der s\u00fcdamerikanische Papst einen sehr wachen Blick f\u00fcr die typischen Versuchungen einer kirchensteuerfinanzierten, reichen Kirche wie der deutschen hat, ist kaum verwunderlich und verdient es, ernst genommen zu werden. Es trifft allerdings Akteure und Positionen in der gegenw\u00e4rtigen Auseinandersetzung.<\/p>\n<p>Mein Leitgedanke lautet deshalb, ganz entgegen dieser h\u00e4ufig anzutreffenden Dichotomie von Evangelisierung und Strukturen, Geist und Gesetz: Beide Dimensionen sind eng miteinander verbunden, man kann sie nicht voneinander trennen. Form und Inhalt gehen vielmehr eine notwendige Verbindung ein \u2013 und diese Verwiesenheit l\u00e4sst sich auch auf anderem Feld erkennen: Wer k\u00f6nnte etwa den \u201eGehalt\u201c eines Gedichtes von seiner Form trennen? Erst die Form (Versma\u00df, Reimschema, Wortwahl, Stilistik) bringen dessen Gehalt \u00fcberhaupt zur Geltung. Sie geben ihm nicht nur Ausdruck, sondern sie formen ihn \u00fcberhaupt erst.<\/p>\n<p>So ist es auch bei der Sache des Glaubens:\u00a0 Wie im Gedicht geht es hier um etwas Zerbrechliches, um eine Botschaft, die man leicht \u00fcberh\u00f6ren, missverstehen oder ignorieren kann. Es kommt ganz darauf an, diese Botschaft in der richtigen Weise zu Geh\u00f6r zu bringen und ins Werk zu setzen. Das Prinzip \u201eKirche\u201c ist der Weg, wie dies in Zeit und Geschichte geschieht. Sie ist Instanz, Verk\u00f6rperung und \u00dcbersetzung des Wortes Gottes, das Menschen zu einer Antwort herausruft. Wie diese Kirche gebaut ist, nach welchen Regeln und Mechanismen sie funktioniert, welchen Prinzipien sie folgt, das ist etwas sehr Entscheidendes f\u00fcr ihre Aufgabe, Zeichen der Gegenwart Gottes in der Welt und \u00dcbermittlungsinstanz eines gr\u00fcndenden Wortes zu sein.<\/p>\n<p>Nur eine Rose als St\u00fctze \u2013 so sehr Hilde Domin in diesem Gedicht zusammenfasst, wie schwach und stark zugleich Poesie sein kann, und wie sehr es dabei auf die poetische Art und Weise \u2013 eben die Form, in der eine Botschaft gesagt wird \u2013 ankommt, so sehr gilt f\u00fcr den Glauben: Gehalt und Gef\u00e4\u00df geh\u00f6ren zusammen. Man kann nicht die Strukturen der Kirche von der \u201eSache des Glaubens\u201c trennen und daf\u00fcr eine evangelisierende Haltung einfordern. Der Hildesheimer Bischof Heiner Wilmer hat dies k\u00fcrzlich zum Ausdruck gebracht, indem er sagte, man k\u00f6nne sich Mission nicht so vorstellen, als ob man den Glauben \u201ewie ein Glas Mineralwasser\u201c an jemand anderen \u00fcberreiche. Die \u201eSache\u201c des Glaubens gibt es nicht isoliert von der Art und Weise, wie dieser Glaube gelebt wird \u2013 individuell und gemeinschaftlich.<\/p>\n<p>Aus diesen \u00dcberlegungen heraus lautet mein Zwischenres\u00fcmee: Eben weil Form und Inhalt im Glauben so eng zusammenh\u00e4ngen, ist eine rechtliche und vor allem rechtsethische Perspektive, die nach der Legitimit\u00e4t und Sinnhaftigkeit der Strukturen und Regeln des Kirche-Seins fragt, eine eminent theologische und deshalb eine unverzichtbare Perspektive.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Welche Strukturen f\u00fcr welche Kirche? <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Meine These zur Sache lautet: Die Kirche muss, wenn sie es wirklich ernst meint damit, die \u201esystemischen Ursachen\u201c f\u00fcr Missbrauch ansehen zu wollen, sich der Frage nach der Kirchenverfassung widmen. Hier ist die Triebfeder f\u00fcr so viele ihrer Probleme und Verrenkungen zu finden, unter denen sie in der Moderne leidet. Das l\u00e4sst sich mit einer Reihe von Aspekten veranschaulichen.<\/p>\n<p>Die katholische Kirche leistet sich eine monarchische Verfassungsform: Alle Gewalten sind im Bischof vereint. Wo aber ausf\u00fchrende, rechtsprechende und gesetzgebende Gewalt in einer Person vereint sind, gibt es per definitionem keine verbindliche Machtkontrolle. Alle Handlungsr\u00e4ume und Handlungsfreiheiten sind gew\u00e4hrte oder geduldete Freiheiten, sie k\u00f6nnen \u2013 bei Amtswechsel oder aus anderem Anlass \u2013 willk\u00fcrlich zur\u00fcckgezogen werden. Die Kontrolle des amtlichen Handelns ist freiwillig, ebenso der Machtverzicht, von dem jetzt auch viele Bisch\u00f6fe sprechen. Vor allem aber: Die Kirchenmitglieder \u2013 eben die Gl\u00e4ubigen \u2013 \u00a0sind Adressaten und Objekte des kirchlichen Herrschaftshandelns, nicht aber Subjekte, vor denen sich das Handeln der Kirchenoberen als legitim erweisen muss. Teilhabe und Mitwirkung sind in einem solchen Gemeinwesen Ausdruck einer Bringschuld, nicht Ausdruck von Autorschaft der Regeln in einem gemeinsamen Haus \u2013 der Kirche.<\/p>\n<p>Unterm Strich muss man feststellen: Die Kirche leistet sich eine Rechtsordnung, die nicht an dem Wert orientiert ist, den sie ansonsten in den Vordergrund stellt: die Menschenw\u00fcrde. In Verk\u00fcndigung und Seelsorge nimmt die biblisch bezeugte Botschaft von der gleichen gesch\u00f6pflichen W\u00fcrde von Mann und Frau eine zentrale Rolle ein, nicht aber in der Rechtsordnung der Kirche. Diese folgt einer anderen inneren Logik, n\u00e4mlich der Sorge um eine m\u00f6glichst sichere und erfolgreiche Heilsvermittlung. Auf diesen materialen Zweck hin sind die Ausf\u00fchrungen zu Sakramenten, zum Amt und zur Kirchenstruktur ausgerichtet. Damit ist eine Rechtsordnung begr\u00fcndet, welche h\u00f6here Zwecke kennt als die Menschenw\u00fcrde, wie sie etwa im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland als Ma\u00dfstab von Recht und politischem Handeln grundgelegt ist.<\/p>\n<p>Damit folgt die Kirche einer Grundordnung, in der sowohl ein diskriminierendes Personenstandsregime (Frau\/Mann, Klerus\/Laien), der ungestrafte Missbrauch von Macht, aber auch die instrumentelle Rolle des Kirchenvolkes festgeschrieben sind oder zumindest erm\u00f6glicht werden. Es ist eine Grundordnung, die f\u00fcr alle Teile der Kirche problematische Folgen hat:<\/p>\n<p>Priester erkennen sich nicht mehr wieder, wenn sie realisieren m\u00fcssen, dass nicht allein ihre urspr\u00fcngliche Berufungsmotivation ihren Handlungsrahmen bestimmt, sondern sie eben auch Akteure f\u00fcr und innerhalb einer absolutistischen Monarchie sind. Gemeindemitglieder f\u00fchlen sich vor den Kopf gesto\u00dfen, wenn sie nach viel guter Erfahrung eines gemeinschaftlichen Wirkens mit dem bisherigen Pfarrer bei der Stellenneubesetzung \u00fcberhaupt nicht mitwirken k\u00f6nnen und pl\u00f6tzlich den schneidigen Jungpriester mit stramm neuscholastischem Profil vorgesetzt bekommen. Und so manch neu berufener Bischof wiederum geht mit den besten Absichten ins Amt, wahrer Hirte seiner Herde zu sein, und muss schnell merken, wie eng sein Amtskleid sitzt.<\/p>\n<p>Da wird es nachvollziehbar, dass Ausweichschritte wie die Bef\u00f6rderung von Frauen auf h\u00f6here Verwaltungsposten, Gemeindeleitung durch Laien oder auch <em>viri probati <\/em>als Rettungsfl\u00f6\u00dfe betrachtet werden, um sich eine Weile l\u00e4nger \u00fcber Wasser zu halten. Es bleiben Ausweichschritte, Notn\u00e4gel, Trostpflaster, die eines nicht leisten: die konstitutive Wunde der Kirche heilen, und das ist ihre Schizophrenie zwischen der Botschaft, der sie verpflichtet ist und der institutionellen H\u00fclle, in der sie diese Botschaft ins Werk zu setzen trachtet.<\/p>\n<p>Nun mag man einwenden: Es gibt aber doch Traditionen in Theologie und Kanonistik, die vollkommen andere Geleise vorgeben, die wir nicht einfach abrupt verlassen k\u00f6nnen. Eben darin liegt doch die Eigent\u00fcmlichkeit eines katholischen Sonderwegs, den wir auch sch\u00e4tzen d\u00fcrfen als das Unterscheidende. Als Feststellung erscheint mir dieser Einwand berechtigt. Daraus aber abzuleiten, die sich heute als exklusiv katholisch ausgebende Weise der Kirchenverfassung sei normativ inappelabel oder entziehe sich gar einer Weiterentwicklung, die auch und zu Recht das Pr\u00e4dikat \u201ekatholisch\u201c tragen darf, teile ich nicht.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Die Identit\u00e4t des Katholischen wird sich tradieren k\u00f6nnen, auch wenn bestimmte Strukturmerkmale sich \u00e4ndern, es beispielsweise mehr Elemente von verbindlicher Partizipation und \u201eDemokratie\u201c gibt. Mit anderen Worten: Eine Verfassungsreform wird die Katholische Kirche nicht einfach \u201eprotestantisieren\u201c, sondern solch eine Ver\u00e4nderung wird in katholischer Pfadabh\u00e4ngigkeit erfolgen. Das bedeutet, dass etwa Modalit\u00e4ten der Beteiligung der Kirchenmitglieder an der \u00c4mterbestellung eine kirchliche Demokratie mit katholischem Zungenschlag formen wird.<\/p>\n<p>Das betrifft beispielsweise die Diskussionskultur in den entsprechenden Gremien, die Frage, was darin als ein \u201e\u00fcberzeugendes Argument\u201c gilt oder auch die Kultur des Umgangs miteinander und der Ber\u00fccksichtigung von Interessen und Positionen. Gleiches gilt f\u00fcr das Amt: Wenn Frauen zum geweihten Amt zugelassen werden, wird das nicht einfach eine Kopie des Pastorinnenamtes aus dem Kirchen der reformierten Tradition sein. Vielmehr ist zu hoffen, dass mit der Zeit etwas Neues entsteht, das weder mit dem \u201ealten\u201c Amt des katholischen Klerikermannes, aber eben auch nicht mit dem Amt der evangelischen Pastorin einfach identisch w\u00e4re. Das Gute und Vertraute, das vielen im Katholizismus bisher Heimat gibt, d\u00fcrfte bleiben \u2013 formbewusste Liturgien, der Ablauf des Kirchenjahres, seine Br\u00e4uche, die dem Katholizismus eigenen Gebetsformen und seine spirituellen Traditionen. Aber die katholische Tradition w\u00fcrde ge\u00f6ffnet werden f\u00fcr einen Entwicklungsweg, der am Ma\u00dfstab einer gr\u00f6\u00dferen Gerechtigkeit orientiert ist.<\/p>\n<p>Statt die \u00fcberlieferte und auch in historischer Kontingenz gewordene Gestalt der Kirche theologisch zu \u201e\u00fcberlegitimieren\u201c und den Status quo damit zu rechtfertigen erscheint es mir geboten, aus den zentralen Quellen des christlichen Glaubens Impulse zur Weiterentwicklung der Kirchenverfassung zu beziehen. Und so ist zu fragen: Warum lassen wir uns von der \u00dcberzeugung, dass der Mensch in gleicher W\u00fcrde von Gott geschaffen ist und sich darin seine W\u00fcrde begr\u00fcndet (Gen 1,27), nicht zu einem grundst\u00e4ndigen, nichts-diskriminierenden Personenstandsrecht f\u00fchren, das den Zugang zum geweihten Amt grunds\u00e4tzlich f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen zul\u00e4sst? Die Abk\u00fcnftigkeit aller Menschen von ihrem Sch\u00f6pfer, aber auch die Ausgie\u00dfung des Geistes \u00fcber die ersten Glaubenden der jungen, pfingstlichen Kirche erlauben dar\u00fcber hinaus eine Kirchenverfassung, die man in heutiger Sprache \u201edemokratisch\u201c nennen k\u00f6nnte. In ihr w\u00e4ren die in Freiheit geschaffenen, zu Verantwortung f\u00e4higen und mit Geist begabten Kirchenmitglieder h\u00f6chster Souver\u00e4n, im Glauben bef\u00e4higt dazu, ihre Kirche gesetzgeberisch zu lenken und auch an der \u00c4mterbestellung mitzuwirken.<\/p>\n<p>Und schlie\u00dflich ist ein fundamentaltheologisches Argument hinzuzuf\u00fcgen, das man auch als einen Aufruf zur theologischen Demut bezeichnen k\u00f6nnte. W\u00e4re es nicht angemessen, den grunds\u00e4tzlichen Abstand des Repr\u00e4sentierenden (kirchliche \u00c4mter, Verfahren und Strukturen) zum Repr\u00e4sentierten (Gott) sichtbarer, sp\u00fcrbarer zum Ausdruck zu bringen \u2013 nicht nur in Spiritualit\u00e4t und religi\u00f6ser Sprache, sondern auch in der f\u00fcr alle f\u00fchlbaren Organisationsgestalt der Kirche? Wie kann eine solche ontologische Depotenzierung des Priesteramtes und der Kirchenstruktur gelingen und sozial umgesetzt werden, ohne den spezifisch katholischen Zungenschlag dabei zu verlieren?<\/p>\n<p>Es bedeutet, dass wir vorsichtiger werden zu sagen: Man kann etwas durch ein bestimmtes Tun und Handeln \u201egegenw\u00e4rtig\u201c setzen. Nat\u00fcrlich ist es auf den ersten Blick ein Verlust zu realisieren, dass zwischen dem, worauf man sich beruft und dem gegenw\u00e4rtigen Tun eine Distanz liegt und das eine nie vollst\u00e4ndig im anderen aufgeht. Aber es ist auch ein Gewinn: Den Abstand zwischen Urbild und Abbild anzuerkennen, zollt dem, worauf man sich beruft, Respekt. Denn es wird deutlich: Dieses Urbild ist immer gr\u00f6\u00dfer als alles, was versucht, es ihm gleichzutun. Es wird immer einen \u00dcberschuss haben an Sinn, an Bedeutung und an Wirksamkeit \u2013 ganz gleich, wer sich wann und wo darauf beruft.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Frage hei\u00dft das: Wenn wir die Entwicklung der menschheitlichen Denkgeschichte in Rechnung stellen, k\u00f6nnen wir \u201eentspannter\u201c mit dem Geschlechterkriterium bei der Amtsfrage umgehen: Wir alle, ob Mann oder Frau, sind derart weit davon entfernt, dem \u201eUrbild\u201c Jesus gleichzukommen, dass es keinen bedeutenden Unterschied macht, ob Mann oder Frau Priester ist und das Geschlecht Jesu teilt.<\/p>\n<p>Diese hier nur im Ansatz genannten Perspektiven verst\u00e4rken also die Frage: Mit welcher Verfassung lebt die Kirche? Gibt sie sich die Form, die ihren tiefsten Anliegen entspricht? Verf\u00fcgt sie \u00fcber eine (Verfassungs-) Form, die in sich flexibel genug ist, um den Wandel und das Wachstum ihres Selbstverst\u00e4ndnisses je neu und angemessen ausdr\u00fccken zu k\u00f6nnen? Die ern\u00fcchternde Antwort lautet aus meiner Sicht: Nein, denn sie hat sich, wohl durch die im 19. Jahrhundert sich versch\u00e4rfende Frontstellung zu allem, was sich als Moderne ausgibt, in den Modus einer \u201ehyperbolischen Autolegitimation\u201c hineinman\u00f6vriert. Ihre Selbstverfassung scheint auf einen ganz bestimmten, vormodernen Typus einer autorit\u00e4r-undemokratischen Hierarchie \u201eeingefroren\u201c. Eine adaptive Evolution ihrer institutionellen Formen und Arrangements scheint seitdem per se ausgeschlossen. (Die \u00dcberlegungen dieses Teils finden sich ausf\u00fchrlich entfaltet in einem neu erschienen Buch des Autors: Daniel Bogner, <em>Ihr macht uns die Kirche kaputt &#8230; doch wir lassen das nicht zu!<\/em>, Verlag Herder: Freiburg, 2019, 160 S)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die R\u00fcckgewinnung des Politischen \u2013 aus theologischen Gr\u00fcnden<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein letztes, wichtiges Element der hier vorgetragenen Perspektive betrifft eine Dimension, die notwendig zur Ebene des Rechts geh\u00f6rt \u2013 es ist die Ebene des Politischen. Mit politischem Handeln wird eine rechtlich verfasste Ordnung ausgestaltet. Erst in solchem Handeln gewinnt diese Ordnung Lebendigkeit und wird erfahrbar und erlebbar. Solches Handeln muss sich nat\u00fcrlich am bestehenden Recht orientieren, nach dessen Intentionen fragen und diesen gerecht werden. Aber gerade daf\u00fcr muss politisches Handeln auch mutig und kreativ vorgehen, es muss sich einen gewissen experimentellen Gestus zu eigen machen, mit dem zum Ausdruck kommt: Um den Prinzipien und Anliegen gerecht zu werden, diesen in konkreten Situationen Geltung zu verschaffen, muss man erst entsprechende Wege finden, das geschieht nicht von selbst, daf\u00fcr braucht es immer wieder neues, auch erfindungsreiches, ausprobierendes politisches Handeln.<\/p>\n<p>Hieraus ergibt sich ein weiterer, problematischer Charakterzug des institutionellen Habitus der katholischen Kirche. Es ist der Ausfall oder auch die strategische Vernachl\u00e4ssigung des Politischen. Was ist damit gemeint? Eine f\u00fcr die bisch\u00f6fliche Leitung der Kirche typische Haltung besteht darin, dass sie ihre vornehme Aufgabe darin sieht, um die Bewahrung von Kontinuit\u00e4t besorgt zu sein. Geleitet vom Amtsethos, die \u201eEinheit zu bewahren\u201c, verlegt sich kirchenleitendes Handeln allzu oft darauf, die Legitimit\u00e4t des eigenen Tuns in der Ankn\u00fcpfung an Bestehendem festzumachen, \u00dcberg\u00e4nge herzustellen, sich selbst als proaktiv gestaltender Akteur dabei allerdings zu verbergen. Hier und da wird dieser Habitus noch bekr\u00e4ftigt mit der Aussage: \u201eEin Bischof hat keine Macht, nur Vollmacht\u201c \u2013 gemeint ist die Vollmacht Jesu, die dem katholischen Amtstr\u00e4ger kraft der Weihe als <em>sacra potestas<\/em> \u00fcbertragen wurde.<\/p>\n<p>Dieses durchaus g\u00e4ngige Narrativ f\u00fchrt aber nur zu einer Verschleierung von Macht. Denn selbstverst\u00e4ndlich wird auch mit einer solchen Amtshaltung gestaltet. Das geschieht im Interesse ganz bestimmter, dominant gewordener Traditionslinien, und unter der Vorgabe, man sei ja nur \u201eNotar\u201c einer h\u00f6heren Wirklichkeit und habe deshalb nicht das Recht, etwas Substanzielles zu ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Dieser Charakterzug kirchlichen Amtshandelns sollte ins Licht gehoben werden. Denn dann l\u00e4sst sich entgegnen: Insofern Kirche als geschichtliche Gr\u00f6\u00dfe \u2013 schon allein historisch \u2013 getrennt ist von ihrem gr\u00fcndenden Ursprung und deswegen auch mit den raffiniertesten Theorien der Repr\u00e4sentation, wie die scholastische Sakramententheologie eine war, nicht in der Lage, diesen Ursprung verlustfrei zu vergegenw\u00e4rtigen. Das darf sie dem\u00fctig machen, was ihren Anspruch anbelangt, diesem Ursprung in bewahrendem Handeln vollst\u00e4ndig treu und identisch bleiben zu k\u00f6nnen. Und es sollte sie mutig machen darin, mit Kreativit\u00e4t, Fortentwicklung und erneuerndem Handeln in ihrer Zeit ein je neues Echo und, will man es theologisch formulieren, eine je eigene Nachfolgegestalt in Bezug auf ihren gr\u00fcndenden Ursprung zu geben. Wenn die Kirche sich so versteht, wird sie wohl auch dem besser gerecht, was biblisch bezeugt ist: Gottes Handeln am Volk Israel und seine Menschwerdung in Jesus Christus bedeuten doch nicht in erster Linie die Fortsetzung von Kontinuit\u00e4ten, sondern markieren auf unterschiedliche Weise Br\u00fcche mit den vorfindlichen Kontexten von Welt und Mensch. \u201eNachfolge\u201c hei\u00dft dann, diesen Gestus, der bereits biblisch bezeugt ist, aufzunehmen und ihn je neu ins Werk zu setzen.<\/p>\n<p>Mit diesen \u00dcberlegungen im Gep\u00e4ck kann man sehr kritisch auf so manches klassische Narrativ in der aktuellen Reformdebatte reagieren. Auf die Frage, wie das mit der Frauenweihe sei, lautet eine h\u00e4ufige Antwort: \u201eIch halte das in absehbarer Zeit f\u00fcr unrealistisch\u201c. Oder: \u201eDas haben wir hier in Deutschland nicht in der Hand. Das k\u00f6nnte allenfalls ein Konzil entscheiden\u201c.<\/p>\n<p>Es m\u00f6gen Einsch\u00e4tzungen sein, die vielleicht sogar realistisch sind. Wenn dies aber die einzige Stellungnahme angesichts der vorgetragenen Anliegen bleibt, dr\u00fcckt sich darin ein verk\u00fcrztes und nicht hinreichendes Verst\u00e4ndnis von der politischen Dimension des kirchlichen Leitungsamtes aus. Wenn Politikerinnen und Politiker des demokratischen Rechtsstaats mit dieser Einstellung ihr Amt versehen w\u00fcrden, w\u00e4re wohl keine Ma\u00dfnahme durchgesetzt worden, die wir heute als Errungenschaften wertsch\u00e4tzen: Eine Westbindung der Bundesrepublik unter Adenauer, die sozialstaatlichen Errungenschaften der fr\u00fchen 1970er Jahre oder aber das vor 10 Jahren eingef\u00fchrte Elterngeld \u2013 alles Ma\u00dfnahmen, die in den jeweiligen politischen Lagern oder in wesentlichen Teilen der Bev\u00f6lkerung zu ihrer Zeit umstritten waren. Sie kamen nur zustande, weil einzelne sich trotz ihrer anf\u00e4nglichen Minderheitsposition daf\u00fcr mit Mut und Risiko einsetzten. Eine politisch angemessene Haltung besteht deswegen darin, f\u00fcr Anliegen zu k\u00e4mpfen und um Akzeptanz und Legitimit\u00e4t aktiv zu werben.<\/p>\n<p>Eine solche Haltung sollte auch Teil des bisch\u00f6flichen Amtsethos werden \u2013 f\u00fcr \u00dcberzeugungen zu streiten, auch wenn sie noch nicht konsensf\u00e4hig sind. Anstatt zu betonen, wie schwierig die weltweite Abstimmung sei, sollten reformwillige Bisch\u00f6fe \u2013 bildhaft gesprochen \u2013 die \u00c4rmel hochkrempeln und offen benennen, ob sie beispielsweise f\u00fcr die Weihezulassung von Frauen einstehen. Wenn sie dies denn f\u00fcr einen m\u00f6glichen Weg halten, erwarte ich, dass sie dazu stehen, dies offen bekennen und dann in allen kirchlichen Lagern und auch weltkirchlich daf\u00fcr werben. Und gleiches gilt, das w\u00e4re mein zweites Pl\u00e4doyer, f\u00fcr die Frage nach der Kirchenverfassung. Wer, wie dies im Zuge der Diskussionen zum Missbrauch immer wieder zu h\u00f6ren ist, f\u00fcr eine Gewaltenteilung in der Kirche eintritt, der sollte Farbe bekennen und sich aktiv f\u00fcr eine erneuerte, vielleicht eine neue Kirchenverfassung aussprechen, die einen Grundrechteteil f\u00fcr alle Kirchenmitglieder enth\u00e4lt, der wiederum an der Menschenw\u00fcrde Ma\u00df nimmt; es w\u00e4re eine Kirchenverfassung, die eine verbindliche Teilung der bisher in der Person des Bischofs kumulierten Gewalten vornimmt.<\/p>\n<p>Damit das aber eintritt, braucht es eine andere Haltung bei denen, die an verantwortlicher Stelle f\u00fcr Erneuerung eintreten. Und es braucht mehr, noch viel mehr Druck von den Kirchenmitgliedern und Gl\u00e4ubigen. Eine Initiative wie Maria 2.0 l\u00e4sst ansatzweise sp\u00fcren, welche R\u00e4ume und Weiten dem neuschaffenden Geist in dieser Kirche er\u00f6ffnet werden k\u00f6nnten.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nur eine Rose als St\u00fctze \u2026 &nbsp; Ein h\u00e4ufig benutztes Narrativ in der Debatte um Kirchenreform und Kirchenkrise lautet: \u201eWir sollten weniger auf Strukturen blicken, sondern vielmehr Wert auf die Evangelisierung legen.\u201c Es ist eine Gegen\u00fcberstellung, die in vielen Predigten und Bischofsworten begegnet. 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