{"id":108113,"date":"2025-07-09T12:08:41","date_gmt":"2025-07-09T10:08:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108113"},"modified":"2025-07-09T12:08:43","modified_gmt":"2025-07-09T10:08:43","slug":"prueft-alles-erste-gedanken-zur-kuenftigen-arbeit","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/prueft-alles-erste-gedanken-zur-kuenftigen-arbeit\/","title":{"rendered":"&#8222;Pr\u00fcft alles!&#8220;"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Die 1920er: Abschottung<\/strong><\/h3>\n<p>Meine sehr verehrten Damen und Herren,<\/p>\n<p>wenn man in den 1920er Jahren einem \u00fcberzeugten Durchschnittskatholiken gesagt h\u00e4tte, er solle von der Welt lernen, dann h\u00e4tte er wahrscheinlich am liebsten vorsichtshalber die Inquisition, das \u201eHeilige Offizium\u201c, eingeschaltet. Damals war das vorherrschende Kirchenbild durch ein striktes, oft feindseliges Gegen\u00fcber zur Au\u00dfenwelt gepr\u00e4gt: hier die heilige Kirche, und drumherum die b\u00f6se Welt; hier das Haus voll Glorie aus ewigem Stein, drumherum die Anfeindungen d\u00fcsterer M\u00e4chte. Der Blockkatholizismus des 19. Jahrhunderts hatte die Schotten dicht gemacht, die Kommunikationsgrenzen geschlossen, und eine mehr oder weniger hermetisch abgeriegelte Lebenswelt geschaffen, in der man von der Wiege bis zur Bahre gelangen konnte, ohne jemals die F\u00fchler aus der Gruppe herausstrecken zu m\u00fcssen. Damit verbunden war eine weitgehende Abkopplung von der geistigen und kulturellen Entwicklung der \u00fcbrigen Gesellschaft, und in deren Folge auch eine von evangelischen Christen gern bel\u00e4chelte intellektuelle Inferiorit\u00e4t. Selber denken war verd\u00e4chtig. Es konnte dem Heil nicht f\u00f6rderlich, wohl aber hinderlich sein. Man durfte es jedenfalls getrost den Fachleuten \u00fcberlassen. Der Bonner Patrologe Ernst Dassmann, den ich in meinen ersten Semestern noch geh\u00f6rt habe, wusste aus seiner Kaplanszeit im M\u00fcnsterland zu berichten, wie ein Gl\u00e4ubiger ihn nach seiner Predigt einmal ansprach mit den Worten: \u201eIch glaub das ja alles \u2013 ob es stimmt oder nicht!\u201c Der Glaube musste nicht verstanden, nicht innerlich mitvollzogen werden. Und die Sp\u00e4tausl\u00e4ufer dieser intellektuellen Kapitulation habe ich selbst noch mitbekommen, als mir im \u00d6kumenischen Studienjahr in Jerusalem, also im Jahr 1992, ein evangelischer Kommilitone schmunzelnd er\u00f6ffnete, er habe bislang noch gar nicht gewusst, dass es Katholiken gibt, die man intellektuell ernst nehmen m\u00fcsse.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die 1920er: Aufbruch<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In den 1920er Jahren gab es aber nicht nur Durchschnittskatholiken. Es gab auch \u201eAusnahmekatholiken\u201c, die diese Kommunikationsblase verlassen wollten, die die geistige Auseinandersetzung mit der Welt da drau\u00dfen suchten \u2013 und zwar nicht etwa, um die irrige Welt besser missionieren zu k\u00f6nnen, sondern um f\u00fcr sich selbst weiterzukommen und zu einer immer tieferen Welt-Anschauung aus der Sicht des Glaubens zu gelangen.<\/p>\n<p>Ich habe jetzt \u00fcber zehn Jahre auf Burg Rothenfels gearbeitet. Dort ist nat\u00fcrlich Romano Guardini das naheliegende Vorbild einer solchen Auseinandersetzung auf Augenh\u00f6he mit den geistig-kulturellen Str\u00f6mungen der Gegenwart.<\/p>\n<p>Vielleicht kennen Sie ja das weltber\u00fchmte Raum-Ensemble, in dem diese Haltung in zeitloser Form Gestalt angenommen hat: Rudolf Schwarz und Romano Guardini schufen auf der Burg mit weiteren K\u00fcnstlern den ersten katholischen Sakralraum in der Formensprache der Moderne \u2013 der heute \u201eklassischen\u201c, aber damals eben v\u00f6llig \u201erevolution\u00e4ren\u201c Moderne: statt Nazarener-Kitsch ein Gotteshaus ohne gegenst\u00e4ndliche Kunst. Die Fenster von Anton Wendling: Das ist \u201eMondrian auf Katholisch\u201c, und zwar zur gleichen Zeit wie Mondrian.<\/p>\n<p>Dass der Glaube diese Auseinandersetzung auf der H\u00f6he der Zeit braucht, damit er in den Ausdrucksformen der Zeit Gestalt annehmen kann, ist die Grund\u00fcberzeugung der damals vollzogenen \u201eWende zum Subjekt\u201c. Denn anders kann die Kirche ihren gro\u00dfen heilsgeschichtlichen Auftrag nicht erf\u00fcllen: Wie soll sie die ganze Sch\u00f6pfung f\u00fcr die Verehrung Gottes gewinnen \u2212 an den Gesch\u00f6pfen vorbei, an den K\u00f6pfen vorbei?<\/p>\n<p>Auf dieser Grundlage \u201eerwachte die Kirche in den Seelen\u201c, wie Guardini es formulierte, und sie lernte, von der Welt zu lernen. Und ihre Gl\u00e4ubigen zu bilden.<\/p>\n<p>Die Bildungsarbeit, die man in den 20er Jahren auf Burg Rothenfels entwickelte, wurde nach dem Krieg zu einem der Vorbilder f\u00fcr zahlreiche kirchlich getragene Akademien.<\/p>\n<p>Die Burg feiert \u00fcbrigens morgen in vierzehn Tagen ihr hundertj\u00e4hriges Jubil\u00e4um.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Glauben mit Verstand<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin von meiner Ausbildung her Kirchenhistoriker und Liturgiewissenschaftler und habe mich schwerpunktm\u00e4\u00dfig mit den Prinzipien liturgischer \u00dcberlieferung befasst. Und dort kommt genau das zum Tragen, was die Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt haben: Liturgische Texte sind keine \u201eLiteratur\u201c, deren Original m\u00f6glichst unver\u00e4ndert \u00fcberliefert werden muss, sondern sie sind lebendige Texte. Sie gehen davon aus, dass immer genau jene Menschen, die aktuell zum Gottesdienst versammelt sind, aus \u00dcberzeugung zu ihnen Ja und Amen sagen k\u00f6nnen \u2013 durch die Jahrhunderte, bzw. \u201ebis du kommst in Herrlichkeit\u201c. Deshalb ver\u00e4ndert sich die Liturgie von Generation zu Generation. In alten Handschriften kann man das sehen: Jeder der Skriptoren tr\u00e4gt Dinge nach, oft Kleinigkeiten, die zur Liturgie seiner Gegenwart hinzugeh\u00f6ren. Und wenn in den liturgischen B\u00fcchern etwas nicht mehr der liturgischen Wirklichkeit entspricht, dann wird es angepasst. Denn die Liturgie setzt voraus, dass der Glaube, wie sie ihn zur Sprache bringt, sich mit den geistlichen Realit\u00e4ten in den Herzen und K\u00f6pfen der Feiernden in \u00dcbereinstimmung bringen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Schon Paulus bevorzugt daher lieber \u201ef\u00fcnf Worte mit Verstand\u201c als einen langen Sermon unverst\u00e4ndliches Zeug. Und er sucht auf dem Areopag den Dialog mit anderen Religionen und Philosophien, um seine Botschaft f\u00fcr den Verstand seiner Zeitgenossen erfassbar, zug\u00e4nglich zu machen. Zugleich ruft er seine Gemeinde auf, \u201ealles zu pr\u00fcfen\u201c und \u201edas Gute zu behalten\u201c, um die Funken der Wahrheit aufzusp\u00fcren, die der \u201e<em>l\u00f3gos spermatik\u00f3s<\/em>\u201c auch au\u00dferhalb der eigenen Glaubensgemeinschaft verstreut hatte. Im Kern ist damit die fruchtbare Wechselbeziehung bereits beschrieben, die unserer Kirche zwischenzeitlich verloren gegangen war.<\/p>\n<p>Vor meiner Rothenfelser Zeit wurde ich am Bonner Institut f\u00fcr Kirchengeschichte stark von der Methodik Franz-Joseph D\u00f6lgers gepr\u00e4gt \u2212 auch einer jener Wissenschaftler, die sich von der Macht der Fakten \u00fcberzeugen lie\u00dfen, selbst wenn er dadurch in Konflikt mit dem r\u00f6mischen Lehramt geriet. Als tiefgl\u00e4ubiger Priester tat er sich schwer damit, dass sein n\u00fcchternes Forschungsprogramm damals im Zuge des Kampfes gegen \u201eden Modernismus\u201c von seiner Kirche diskreditiert wurde.<\/p>\n<p>Es ist nicht auszudenken, wo wir heute st\u00fcnden, wenn alle, die damals den Anti-Modernisten-Eid schw\u00f6ren mussten, sich auch daran gehalten h\u00e4tten. Das Zweite Vatikanische Konzil h\u00e4tte es niemals gegeben. Ich selbst bin 1969 geboren und somit \u201enachvatikanisch sozialisiert\u201c. Und ich sage Ihnen ganz ehrlich: In einer Katholischen Kirche ohne die Errungenschaften des Konzils k\u00f6nnte ich pers\u00f6nlich keine spirituelle und auch keine intellektuelle Heimat finden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gr\u00fcndung und Auftrag der Akademie<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Aber es ist ja gut gegangen. Das Konzil hat die Anliegen der Liturgischen Bewegung \u2013 wie auch der \u00d6kumenischen und der Biblischen Bewegung \u2013 auf breiter Front rezipiert.<\/p>\n<p>Die Katholische Kirche hat in den 50er und 60er Jahren den Mut aufgebracht, ihre Beziehungen zur Welt v\u00f6llig neu aufzustellen. Die Katholische Akademie in Bayern wurde bereits einige Jahre vor dem Konzil \u2212 aber schon ganz aus dessen Geist heraus gegr\u00fcndet. Ihr wurde es geradezu zur Daseinsberechtigung gemacht, die Beziehungen zur Welt zu kl\u00e4ren und zu f\u00f6rdern \u2013 und zwar in einem Ma\u00dfstab, den ein Bistum allein gar nicht stemmen k\u00f6nnte:<\/p>\n<ul>\n<li>Man wollte zur Kl\u00e4rung der virulenten Fragen die Besten aus allen F\u00e4chern hinzuziehen k\u00f6nnen, damit nur ja kein intellektuelles Potential \u00fcbersehen w\u00fcrde.<\/li>\n<li>Man wollte die Kr\u00e4fte b\u00fcndeln \u2013 von den vielen Bildungseinrichtungen in den Gemeinden \u00fcber die Universit\u00e4ten bis hinein in alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens.<\/li>\n<li>Man wollte einen Raum schaffen, in dem die Kraft der Argumente z\u00e4hlt, und nicht formale Autorit\u00e4t.<\/li>\n<li>Man wollte keine vorgefertigten Katechismus-Wahrheiten an das Kirchenvolk durchreichen, sondern Dialog f\u00fchren, debattieren, damit die m\u00fcndigen Gl\u00e4ubigen bef\u00e4higt w\u00fcrden, sich selbst zu positionieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dass die Kirche sich das leistet, ist souver\u00e4n. Dass sie es sich leisten kann, ist ein Zeichen innerer St\u00e4rke. Es ist ja so eine Faustregel in der Kultur- und Geistesgeschichte, dass starke, innerlich gefestigte Gesellschaften sich f\u00fcr kulturelle und geistige Einfl\u00fcsse offen zeigen k\u00f6nnen; dass Abschottung hingegen ein Zeichen innerer Schw\u00e4che ist. Wer fest in sich steht, kann Fremdes in sich aufsaugen, kann sich kulturell und intellektuell anreichern. Wer hingegen Probleme mit der eigenen Identit\u00e4t hat, versucht gerne, seinen Stand durch Abschottung zu stabilisieren.<\/p>\n<p>Deshalb ist es ein Zeichen gro\u00dfer innerer Souver\u00e4nit\u00e4t der Katholischen Kirche in Bayern, dass sie Bildung auf h\u00f6chstem Niveau als \u00fcberdi\u00f6zesane Aufgabe so ernst nimmt. Und da w\u00e4ren die Uni Eichst\u00e4tt und die Stiftungshochschule noch vor der Akademie zu nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Neuanfang und neue Herausforderungen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Meine sehr geehrten Damen und Herren, nun soll also ich die Verantwortung f\u00fcr dieses Haus \u00fcbernehmen \u2013 eine Aufgabe, die gleicherma\u00dfen Faszination und Respekt in mir ausl\u00f6st. Faszination, weil diese Einrichtung mit ihrer Infrastruktur und ihrer Unabh\u00e4ngigkeit M\u00f6glichkeiten bietet, die ganz einzigartig sind. Respekt vor allem deshalb, weil es angesichts der derzeitigen gesellschaftlichen Ver\u00e4nderungen nicht so einfach ist, diese M\u00f6glichkeiten auch zu nutzen. Die Welt wird in den 20er Jahren anders ticken, als in den zur\u00fcckliegenden Jahrzehnten:<\/p>\n<ul>\n<li>Nehmen Sie nur die Langzeitstatistik, in der der Bev\u00f6lkerungsanteil der Kirchen in Deutschland seit dem Krieg von \u00fcber 90% auf rund die H\u00e4lfte zusammengeschrumpft ist.<\/li>\n<li>Nehmen Sie dazu die \u00fcberproportional schwindende gesellschaftliche Relevanz der Kirche, die man in Oberbayern noch mit einer gewissen Gelassenheit wahrnehmen kann, die aber \u00fcber kurz oder lang auch hier an die Substanz gehen wird.<\/li>\n<li>Nehmen Sie die aktuelle Umfrage, die belegt, dass 40% der Katholiken und 50% unserer Jugendlichen nicht sagen k\u00f6nnen, wie lange sie noch dazugeh\u00f6ren m\u00f6chten.<\/li>\n<li>Daran sieht man, dass die Gegen\u00fcberstellung der beiden Gr\u00f6\u00dfen \u201eKirche\u201c und \u201eWelt\u201c die heutigen Realit\u00e4ten gar nicht mehr pr\u00e4zise abbilden kann: Inzwischen geht doch der Riss zwischen Kirche und Welt im Grunde durch jeden einzelnen von uns mitten hindurch. Wir sind doch alle im Denken, in der Mentalit\u00e4t, in den medialen Informationsstrukturen Teil ein- und derselben Welt. Und manchmal schauen wir wie von au\u00dfen kopfsch\u00fcttelnd auf unsere eigene Kirche.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die skizzierten Tendenzen sind so gewaltig, so fundamental und so unerbittlich stabil, dass es illusorisch w\u00e4re, an eine Trendumkehr zu glauben. Die Aufgabe, \u201edie Beziehungen zwischen Kirche und Welt zu kl\u00e4ren und zu f\u00f6rdern\u201c, ist deshalb k\u00fcnftig schwieriger, subtiler und vielschichtiger als fr\u00fcher. So wird die Arbeit der Akademie gewiss nicht leichter werden. Aber in ihrer relativen Unabh\u00e4ngigkeit birgt sie doch auch die Chance, sich ein wenig frei zu machen von der allgemeinen Gro\u00dfwetterlage und sich auf die ver\u00e4nderte und weiterhin ver\u00e4nderliche Situation einzulassen. Und, das muss man auch sagen: Die Katholische Akademie in Bayern ist f\u00fcr schwierige Aufgaben gut ger\u00fcstet. Denn Sie, lieber Herr Dr. Schuller, haben dieses Haus in einem derma\u00dfen guten Zustand hinterlassen, dass mir bisher kaum etwas einf\u00e4llt, was ich besser machen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Aber es geht nat\u00fcrlich auch \u00fcberhaupt nicht darum, etwas \u201ebesser zu machen\u201c. Sondern darum, auch in zehn Jahren noch unter ver\u00e4nderten Rahmenbedingungen genauso gut zu sein wie heute. Zun\u00e4chst einmal muss es ja gelingen, \u00fcber die Vakanz und den Wechsel in der Leitung hinweg das hohe Niveau ohne gr\u00f6\u00dfere Einbr\u00fcche zu halten. Daf\u00fcr muss ich die Perspektiven aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennenlernen und die betrieblichen Abl\u00e4ufe von innen her verstehen. Schon das ist etwas komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Und dann ist es sicher sinnvoll, vor allen Neuerungen erst einmal sehr genau hinzuschauen. Und gr\u00fcndlich mit den Gremien, mit den Bereichs- und Studienleitern und auch mit Ihnen, liebe G\u00e4ste, \u00fcber die Zielvorstellungen nachzudenken, Konzepte zu entwickeln, Wollen und K\u00f6nnen abzugleichen und, und, und \u2026<\/p>\n<p>Das Jahr 2019 wird ein Jahr des Nachdenkens werden. Ich beantrage Welpenschutz f\u00fcr dieses Jahr. In den \u201e20er Jahren\u201c kann es dann losgehen \u2013 peu \u00e0 peu, projektbezogen und in kleinen, behutsamen Schritten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Blick nach vorne<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Ich werde mir also nicht anma\u00dfen, Ihnen heute Abend ein Reformprogramm oder schlaue Patentrezepte zu pr\u00e4sentieren. Was ich tun kann, ist: zu benennen, wo ich Herausforderungen sehe, und Richtungen f\u00fcr die Suche nach L\u00f6sungen anzudeuten. Dazu neun Punkte in neun Minuten:<\/p>\n<ul>\n<li>Punkt 1: Nat\u00fcrlich muss es unser Ziel sein, dass die Akademie sich verj\u00fcngt. Ich sage mal: In manchen Alterssegmenten sind wir besser aufgestellt als in anderen. Wie kann es gelingen, dass das etwas ausgewogener wird? K\u00f6nnten uns vielleicht die Hochschulkreise mit Studierenden in Kontakt bringen? Wollen wir es jungen Eltern durch Kinderbetreuung erleichtern, sich bei uns einmal ganz entspannt intellektuellen Herausforderungen hinzugeben? M\u00fcssten wir nicht der Stilistik unserer Formate ein wenig mehr Coolness verleihen? Und akzeptieren, dass Junge Leute heute vor allem zusammen mit ihren Freunden etwas erleben m\u00f6chten? Wie k\u00f6nnen Gruppen befreundeter junger Menschen hier in unserem genial sch\u00f6nen Gel\u00e4nde \u2013 in dieser Lage! \u2013 zugleich Bildung und Freundschaft erfahren?<\/li>\n<li>Punkt 2: Nat\u00fcrlich muss es unser Ziel sein, die Verzahnung der Akademie mit allen Bist\u00fcmern Bayerns zu intensivieren. Wie k\u00f6nnen alle Tr\u00e4gerbist\u00fcmer noch st\u00e4rker von der Arbeit und der Infrastruktur unseres Hauses profitieren? L\u00e4sst sich vielleicht manche zeitintensive Recherche so dokumentieren, dass auch andere Einrichtungen diese Ergebnisse verwenden k\u00f6nnen? Kann unsere aufw\u00e4ndige Medienarbeit unsere landesweite Aufstellung noch breiter abbilden? Solange ich w\u00f6chentlich aus dem nordwestlichsten Zipfel Bayerns nach M\u00fcnchen pendle, werde ich mir meine fr\u00e4nkische Perspektive ja ein St\u00fcck weit bewahren. W\u00f6chentlich touchiere ich vier oder f\u00fcnf der sieben bayerischen Di\u00f6zesen und kann die Reise jederzeit zur Kontaktpflege unterbrechen. Vielleicht l\u00e4sst sich das ja f\u00fcr unsere Vernetzung fruchtbar machen.<\/li>\n<li>Punkt 3: Nat\u00fcrlich muss es auch unser Ziel sein, zur Finanzierung unserer Arbeit einen h\u00f6heren Eigenanteil zu erwirtschaften. Daf\u00fcr birgt wohl der \u00dcbernachtungsbetrieb die gr\u00f6\u00dften Chancen, wie es auch Dr. Schuller schon im Rahmen seiner Verabschiedung skizzierte. Nat\u00fcrlich w\u00e4re es besonders sch\u00f6n, wenn sich diese \u00dcbernachtungen verst\u00e4rkt auch wieder mit eigenen Veranstaltungen generieren lie\u00dfen. Aus Rothenfels kenne ich die Chancen sehr gut, die darin liegen, dass Menschen \u00fcber mehrere Tage hinweg einen Erkenntnisprozess miteinander durchleben. Denn Bildungsarbeit ist Beziehungsarbeit. L\u00e4sst sich der Negativtrend bei den mehrt\u00e4gigen Veranstaltungen umkehren? Wir sollten es jedenfalls versuchen.<\/li>\n<li>Punkt 4: Nat\u00fcrlich muss es unser Ziel sein, die Chancen zu nutzen, die darin liegen, dass die Landesarbeitsgemeinschaft der Katholischen Erwachsenenbildung in unserem Haus angesiedelt ist: K\u00f6nnen wir mehr von den Einzeleinrichtungen lernen? Welche Trends und Erfahrungen mit innovativen Formaten gibt es vor Ort? Viele Akteure in der Fl\u00e4che sind da sicher n\u00e4her dran am Puls der Zeit, als wir hier in Alt-Schwabing. Und umgekehrt die Frage direkt an die Vertreterinnen und Vertreter der KEB auf allen Ebenen heute Abend hier im Saal: K\u00f6nnen wir mehr f\u00fcr Sie tun? Wie kann die Infrastruktur dieser \u201eLandesstelle mit angeschlossener Akademie\u201c noch st\u00e4rker f\u00fcr Ihre Arbeit fruchtbar werden?<\/li>\n<li>Punkt 5: Nat\u00fcrlich muss es unser Ziel sein, mit allen bildungsaffinen Kreisen in Kontakt zu bleiben. Richtig gut aufgestellt ist die Kirche heute nur noch in Milieus, die es bei den heute 14- bis 17-J\u00e4hrigen so schon gar nicht mehr gibt. In den derzeit wachsenden Milieus sind \u201eBeziehungen\u201c zur Kirche hingegen bestenfalls uninteressant. Welche Br\u00fccken lassen sich bauen? Vielleicht auf dem Gebiet der Kultur? Kann unsere \u00c4sthetik das leisten? Haben wir Bildung im Programm, die zum Bildungshunger dieses selbstbewussten, pragmatischen und autorit\u00e4tskritischen Leit-Milieus passt? Da gibt es f\u00fcr uns noch viel zu lernen.<\/li>\n<li>Punkt 6 wendet dieselbe Logik auf das Spektrum der Meinungen in unserer Gesellschaft an: Die Akademie soll eine \u201egute Adresse f\u00fcr alle\u201c sein, in der Akteure jedweder Couleur sich blicken lassen k\u00f6nnen, ohne dass es ihnen (oder uns) als Parteinahme angelastet wird. Ich habe mit Freude beobachtet, dass nicht nur viele Unions- und SPD-Politiker zu den treuen G\u00e4sten z\u00e4hlen, sondern zum Beispiel auch die Landtagsfraktion der Gr\u00fcnen ihre konstituierende Sitzung in unseren R\u00e4umlichkeiten abgehalten hat. Sogar \u201eRote Socken\u201c geben in diesen Mauern schon mal den Ton an \u2013 ich danke dem \u201eRed Socks Brass Quintett\u201c f\u00fcr die wunderbare Musik an diesem Abend \u2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch Vertreter aller Religionen sind hier willkommen als G\u00e4ste und Gespr\u00e4chspartner; und mit den anderen christlichen Kirchen und vielen ihrer Einrichtungen bestehen teils sehr enge und teils sehr alte \u00f6kumenische Kontakte und Kooperationen.<\/p>\n<p>Das meine ich damit: Unsere Akademie hat Freunde und hat ein Ansehen in allen Richtungen. Es ist wichtig, dass wir durch Seriosit\u00e4t und Neutralit\u00e4t eine \u201egute Adresse\u201c f\u00fcr alle bleiben. Neutralit\u00e4t in Einzelfragen, aber Haltung und ein klarer Comment, was eine respektvolle Streitkultur betrifft.<\/p>\n<ul>\n<li>Damit zu Punkt 7: Ich denke, wir sollten nach Wegen suchen, um diskursiver und partizipativer zu werden. Worin liegen denn die besonderen Chancen, wenn viele, manchmal hunderte Menschen sich physisch in einem Raum versammeln? Was kann man daraus machen, was online und virtuell eben nicht geht? Vergessen wir nicht: Genau das ist das Alleinstellungsmerkmal analoger Bildungsarbeit gegen\u00fcber den vielf\u00e4ltigen virtuellen Angeboten: direktes menschliches Miteinander. Auf frontalen B\u00fchnenveranstaltungen, die man sich genauso gut auf YouTube anschauen k\u00f6nnte, bleiben viele Chancen ungenutzt.<\/li>\n<li>Punkt 8 h\u00e4ngt damit eng zusammen: Unsere St\u00e4rke ist die \u201eDebatte\u201c, das geistige Ringen, die Kontroverse! Deshalb tr\u00e4gt unsere Zeitschrift dieses Wort im Titel. In einer Gesellschaft des \u201eAnything Goes\u201c kann man sich leicht in seine Nische zur\u00fcckziehen und findet dort Anerkennung durch Gleichgesinnte, ohne \u00fcber seine \u00dcberzeugungen Rechenschaft ablegen zu m\u00fcssen. Peter Neuner sagte einmal, er habe den Eindruck, die \u00d6kumeniker seien heutzutage die einzigen, die sich noch f\u00fcr die Wahrheitsfrage interessieren. Immer breitere Kreise auf allen Seiten setzen dagegen auf einen neuen R\u00fcckzug in die Blase der nur noch von Likes getragenen sozialen Vernetzung und meiden die argumentative Auseinandersetzung mit Andersdenkenden. Ich meine: Das ist ein R\u00fcckfall in das 19. Jahrhundert mit den Mitteln des 21. Dagegen hilft es nur, die Kultur der Debatte zu pflegen. Und klarzumachen: Wer die Debatte scheut, dem fehlen offenbar die Argumente. Und dem ist die Wahrheit egal.<\/li>\n<li>Punkt 9: Wenn wir als Kirche in der Debatte ernst genommen werden m\u00f6chten, dann tun wir gut daran, nicht auf formale Autorit\u00e4t, sondern auf die Kraft der Argumente zu vertrauen, und in kontroversen Fragen, auch in innerkirchlichen Kontroversen, einen \u201eeinigerma\u00dfen herrschaftsfreien\u201c Dialog anzustreben. Heute lassen sich ja auch unsere \u201eeigenen\u201c Gl\u00e4ubigen \u2013 Gott sei Dank \u2212 nicht mehr befehligen. Sie wollen gewonnen werden. Da braucht es gute Argumente. Und zwar Argumente, die auch jene verstehen, die unsere gl\u00e4ubigen Voraussetzungen nicht teilen. Und es braucht Vertrauen in die Urteilskraft der Menschen. In einem solchen Prozess wird nicht vorher festgelegt, welche Einsichten in die K\u00f6pfe sollen, sondern es wird ein Spektrum m\u00f6glicher Deutungen er\u00f6ffnet, innerhalb dessen sich jeder einzelne eine eigene Meinung bilden kann. Wir m\u00fcssen nicht immer ein vers\u00f6hnliches Schlusswort finden. Manche Wertung und manche Auslese kann man auch getrost dem unkontrollierbaren Prozess der Rezeption \u00fcberlassen \u2013 wenn, ja wenn man dieses Zutrauen zu den Menschen hat. Die zentrale Aufgabe einer Akademie ist vielleicht diese: Wir sollen Menschen, die gerne nachdenken und schwierigen Problemen auf den Grund gehen m\u00f6chten, jene Informationen und Interpretationen auf dem Silbertablett servieren, die sie brauchen, um sich selbst zu positionieren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Nat\u00fcrlich vertreten wir als Kirche dabei unsere \u00dcberzeugungen. Und nat\u00fcrlich wollen wir auch einen \u00fcberzeugenden Eindruck hinterlassen. Was aber im Einzelnen an uns f\u00fcr die anderen attraktiv ist, das m\u00fcssen diese nun einmal selbst entscheiden. So, wie die Kunst im Auge des Betrachters entsteht, so kl\u00e4rt sich unser Wert im Dialog mit der Welt im Bewusstsein der Dialogpartner, nicht in unserer eigenen Programmatik. Insofern ist jeder missionarische Impetus abzulegen. Er ginge in diesem Kontext auf Kosten unserer Glaubw\u00fcrdigkeit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Unsere \u201e20er Jahre\u201c \u2013 \u201eGolden Twenties\u201c?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Liebe G\u00e4ste des heutigen Abends, vielleicht ist es ja trotz aller Widrigkeiten gar nicht ausgeschlossen, dass es \u201egoldene\u201c 20er Jahre werden.<\/p>\n<ul>\n<li>Zwanziger Jahre, in denen dieses Haus von allen Seiten als Dialograum gesch\u00e4tzt und genutzt wird, weil hier sichtbar wird, was es bewirken kann, wenn trotz unter\u00adschied\u00adlichster Standpunkte doch \u00fcber die Regeln einer guten Streitkultur Konsens herrscht.<\/li>\n<li>Zwanziger Jahre, in denen sich die Kirche hier auch selbst offen und nachdenklich kritischen Anfragen stellt. Und in denen die Kirche aber gerade dadurch deutlich macht, dass sie innerlich die n\u00f6tige St\u00e4rke hat, sich einer solchen offenen \u2212 und ergebnis-offenen \u2212 Debatte auszusetzen.<\/li>\n<li>Zwanziger Jahre, in denen die Akademie vielleicht sogar ein wenig mithelfen kann, L\u00f6sungen f\u00fcr die dr\u00e4ngenden Probleme der Gesellschaft, f\u00fcr die \u201eSorgen und N\u00f6te der Menschen\u201c zu finden. Im eigenen Laden k\u00f6nnen wir dabei \u2013 von der CO<sub>2<\/sub>-Bilanz \u00fcber den Umgang mit den Mitarbeitern bis zur Bio-K\u00fcche \u2212 auch mit gutem Beispiel vorangehen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wenn ich sehe, von welch einem dichten Netzwerk an gutem Willen, Unterst\u00fctzung und Mithilfe unsere Akademie getragen ist \u2026 wenn ich allein in diesen Saal schaue und Ihre Gesichter sehe, wenn ich auf die vielen treuen G\u00e4ste und Freunde und G\u00f6nner schaue, die ihre klugen Gedanken einbringen oder uns finanziell unterst\u00fctzen, auf die Gremien und die in ihnen geballt versammelte Kompetenz, auf das gigantische Netzwerk der Katholischen Erwachsenenbildung, auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ihre hohe Motivation, auf die Bayerischen Di\u00f6zesen, ihre treue F\u00f6rderung und ihre \u201eCoolness\u201c, ein solches Projekt zu erm\u00f6glichen \u2026, dann kann ich mir schon vorstellen, dass das klappen k\u00f6nnte. Wer, wenn nicht wir, h\u00e4tte das Zeug dazu?!<\/p>\n<p>Ich w\u00fcnsche mir und uns allen, dass es uns miteinander gelingt, sechs reichen und kostbaren Jahrzehnten noch weitere folgen zu lassen, in denen die Katholische Akademie in Bayern ihren Auftrag erf\u00fcllt, \u201ealles zu pr\u00fcfen\u201c und jene Debatten zu forcieren, die der Katholischen Kirche in Bayern gut tun. Ich denke, das sind wir denen schuldig, die vor uns waren. Und erst recht nat\u00fcrlich denen, die nach uns kommen.<\/p>\n<p>Ich danke Ihnen f\u00fcr Ihre Aufmerksamkeit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die 1920er: Abschottung Meine sehr verehrten Damen und Herren, wenn man in den 1920er Jahren einem \u00fcberzeugten Durchschnittskatholiken gesagt h\u00e4tte, er solle von der Welt lernen, dann h\u00e4tte er wahrscheinlich am liebsten vorsichtshalber die Inquisition, das \u201eHeilige Offizium\u201c, eingeschaltet. 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