{"id":108118,"date":"2025-07-09T12:18:20","date_gmt":"2025-07-09T10:18:20","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108118"},"modified":"2025-07-09T12:18:20","modified_gmt":"2025-07-09T10:18:20","slug":"wie-die-kirche-der-welt-beim-denken-hilft","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/wie-die-kirche-der-welt-beim-denken-hilft\/","title":{"rendered":"Wie die Kirche der Welt beim Denken hilft"},"content":{"rendered":"<p>Ganz herzlichen Dank f\u00fcr die Einladung zur heutigen Abendveranstaltung! Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass dem Kardinal und mir eigentlich \u201erollenverdrehte\u201c Vortragstitel zugewiesen wurden: Der Kardinal redet \u00fcber die Welt und ich \u00fcber die Kirche.<\/p>\n<p>\u201eWie die Kirche der Welt beim Denken hilft\u201c hei\u00dft meine \u00dcberschrift. Offensichtlich ist das ein Thema, das viele Menschen betrifft und interessiert, denn anders als bei meinen sonstigen Vortr\u00e4gen haben mich unmittelbar nach dem Versenden der Einladung viele Briefe erreicht, die mir nahelegten, was man unbedingt einmal zu diesem Thema sagen m\u00fcsste. Sie sehen also: Sie haben bei der Auswahl des Themas offensichtlich den Nerv der Zeit getroffen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Prolog<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn man den Titel, so wie er im Programm steht, w\u00f6rtlich nimmt, zeugt er von einem guten Selbstbewusstsein der Kirche, denn er beruht er ja auf einer Feststellung: Die Kirche hilft der Welt beim Denken!<\/p>\n<p>Ich glaube, nicht wenige Menschen w\u00fcrden diese Feststellung erst einmal infrage stellen. Und vielleicht w\u00fcrden sie dann weiterfragen: Wie genau meint denn die Kirche, der Welt beim Denken zu helfen? Braucht die Welt \u00fcberhaupt Hilfe beim Denken? Und: Will die Welt \u00fcberhaupt Hilfe beim Denken? Und wenn ja: Will sie sie ausgerechnet von der Kirche?<\/p>\n<p>In den verschiedenen Sinus-Studien, die unter anderem das Verh\u00e4ltnis von Jugend und Glauben beleuchten, gehen die Jugendlichen (in einigen Milieus spielt Kirche gar keine Rolle mehr) hart ins Gericht mit der Kirche:<\/p>\n<p>Eine der Aussagen lautet: \u201eAlso, f\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es so, dass es mich irgendwann genervt hat und ich keinen Bock mehr hatte, weil die Kirche gro\u00df ist, die Kirche ist dunkel, die Kirche ist kalt, die Kirche ist langweilig. Ich glaub, dass Kirche definitiv ein negatives Image hat. Der Glaube an sich nicht, aber die Kirche einfach, weil die festgefahren ist, weil sie in altmodischen Regeln steckt, weil die Kirche sich einfach nicht mit den Menschen weiterentwickelt. Und das find ich echt\u2026, also das ist schon gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Kirche.\u201c<\/p>\n<p>Im Internet hat Philipp, von dem das Zitat stammt, eine Gruppe gegr\u00fcndet unter dem Motto: \u201eIch brauche keine Kirche, ich kann selber denken<em>.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>In der Tat, denken k\u00f6nnen nur wir Menschen \u2013 nicht Kirchen oder die Kirche. Dass Sie denken k\u00f6nnen, dass ich denken kann \u2013 das definiert uns als Menschen, und mehr noch: Es definiert Sie und mich auch als Individuum. Ren\u00e9 Descartes schreibt: \u201eIch denke, also bin ich.\u201c Er schreibt nicht: \u201eMir wird beim Denken geholfen, also bin ich.\u201c Und wenn Kant \u00e4u\u00dfert, Unm\u00fcndigkeit sei \u201edas Unverm\u00f6gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen\u201c \u2013 sp\u00e4testens dann d\u00fcrfte uns auffallen: Man muss sehr vorsichtig damit sein, jemandem beim Denken helfen zu wollen.<\/p>\n<p>Das Denken wei\u00df, dass unter den Fakten auch immer Interessen liegen und die Macht von Institutionen, daher sucht es lieber nach Schl\u00fcsseln als nach Wohlbefinden und daher gibt es den Horizont der Wahrheit nicht auf.<\/p>\n<p>Sie merken schon, es ist eine Eigenschaft von Professoren, immer erst \u201eBegriffe\u201c zu kl\u00e4ren, und ich als Germanistin bin nat\u00fcrlich hier besonders anf\u00e4llig. Sie merken aber auch: \u201eWie die Kirche der Welt beim Denken hilft\u201c \u2013 das ist ein spannender Vortragstitel und zugleich ein spannungsgeladener!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Welt im Umbruch! \u2013 Chancen und Notwendigkeit einer neuen gemeinsamen Denkkultur<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die \u201eZeit\u201c hat in einer Beilage vom 25.10.2018 die Gefahr des geistigen Auseinanderfalls von Kirche und Welt ebenfalls erkannt und mit der neuen Serie \u201eSinn und Verstand\u201c eine \u00e4hnliche Idee wie wir heute Abend auf die Agenda genommen. Elisabeth von Thadden schreibt: <em>\u00a0<\/em>\u201eDie Demokratie ist nerv\u00f6s, ihre Institutionen wirken zerbrechlich, und im moralischen Inventar sind L\u00fccken, L\u00f6cher und Leere entstanden. Kaum einer w\u00fcsste noch, was unsere moderne Gesellschaft (&#8230;) zusammenh\u00e4lt, was ein Gemeinwesen seinen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern schuldet, auch was es von ihnen erwarten muss: Das sind offene Fragen, die unruhig machen.\u201c<\/p>\n<p>Die Nervosit\u00e4t hat ihr Gutes, in der Unruhe w\u00e4chst das Interesse am Denken. \u201eDas Denken\u201c, so Michael Sandel, Philosophieprofessor in Harvard im selben Text, \u201ehat seine besten Zeiten nicht, wenn Ruhe und Frieden herrschen, es steht dann in Bl\u00fcte, wenn die Gesellschaften in Auffuhr sind.\u201c<\/p>\n<p>Das gemeinsame Denken unterscheidet sich vom Ratgeben, es schafft Spielraum und befreit aus Routinen. Wenn wir nur ein paar die Gesellschaft bewegende Fragen hernehmen, wird deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel von Kirche und Wissenschaft bzw. Welt sein k\u00f6nnte: Was hei\u00dft Eigentum? Wie definieren wir Identit\u00e4t in einer Welt, in der jeder derjenige sein kann, der er will? F\u00fcr wen tragen wir Verantwortung? Sind wir zu viele? Was hei\u00dft Heimat? Wie ver\u00e4ndert die Digitalisierung die Gesellschaft?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Da Kirche und Welt ein sehr weites Feld sind, werde ich bei den folgenden \u00dcberlegungen den Fokus st\u00e4rker auf die wissenschaftliche Welt legen.<\/p>\n<p>Seit Humboldt hat sich in der Wissenschaftslandschaft viel ver\u00e4ndert: Zum einen f\u00fchren die Anspr\u00fcche des Arbeitsmarktes, Absolventenstudien, Bologna und in der Folge Regulierung von Programmen und Studiergeschwindigkeiten dazu, dass Faktoren, die nicht nur dem reinen Antrieb der Wissenschaft folgen, Universit\u00e4ten pr\u00e4gen. Zum anderen wissen wir und erfahren wir t\u00e4glich, wie Wissenschaft bis in jede Aktivit\u00e4t hinein weltver\u00e4ndernd ist und damit die Verantwortung in sich schlie\u00dft.<\/p>\n<p>Es geh\u00f6rt zu den bedr\u00e4ngenden Eindr\u00fccken unserer Zeit, dass alles, was Wissenschaft tut, niemals nur die Idee eines Gelehrten bleiben kann, sondern in das Ganze des Weltgeschehens eingreift, so dass jeder Gelehrte seine Verantwortung vor dem Ganzen kennen und bedenken muss und man nicht mehr davon ausgehen kann, dass per se eine moralische Grundhaltung wissenschaftsimmanent ist. Aus diesen drei Punkten folgt, dass Wissenschaft bzw. Universit\u00e4t Ihre Grundlagen neu bedenken muss \u2013 eine Debatte, die wir intensiv an unserer Universit\u00e4t f\u00fchren. Kardinal Ratzinger hat bereits bei der Gr\u00fcndung der Katholischen Universit\u00e4t in Eichst\u00e4tt darauf hingewiesen, wie sehr wir Orte brauchen, in denen ihre Verantwortung reflektiert wird. Die Aufgabe einer (katholischen) Universit\u00e4t besteht nicht alleine darin, auszubilden und zu forschen, sondern von neuem die inneren Grundlagen ihrer Verantwortung zu reflektieren und die Wissenschaft ins Ganze der menschlichen Existenz einzuf\u00fcgen. Und hier ist Kirche \u2013 auch und vor allem durch die Errungenschaften des Vatikanischen Konzils \u2013 nicht nur ein interessanter, sondern ein lebensnotwendiger Gespr\u00e4chs- und Denkpartner!<\/p>\n<p>Die Frage ist doch, ob es die reine, voraussetzungslose und folgenlose Wissenschaft gibt oder ob sie im Kontext Universit\u00e4t nicht immer auch Eingreifen in das Weltgeschehen ist \u2013 die Geisteswissenschaften, die Weltbilder gestalten, die Naturwissenschaften, die mit der Welt umgehen und so Bereiche ber\u00fchren, die \u00fcber die pure Fachlichkeit und ihre Methoden hinausf\u00fchren und Verantwortung f\u00fcr das Ganze einschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Der Glaube \u2013 und hier kann Kirche beim Denken helfen \u2013 ist ebenfalls auf das Ganze angelegt, er ist eine Er\u00f6ffnung der Grundlagen unserer Existenz und gibt uns damit die M\u00f6glichkeit, tiefer und genauer zu fragen, als wir es von einem nur positivistischen Ansatz her k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Eine Vorstellung von Vernunft, die f\u00fcr das G\u00f6ttliche taub ist, und die Religionen in die Welt der Subkulturen verweist, war schon in den Augen von Papst Johannes Paul II. unf\u00e4hig, in den Dialog der Kulturen einzutreten. Das Vertrauen in das menschliche Verm\u00f6gen, Wahrheit zu finden und nach der Wahrheit zu leben, f\u00fchrte zur Gr\u00fcndung der gro\u00dfen europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten. Das sollten wir uns immer als Wissenschaftler vor Augen f\u00fchren und eine Zukunft gestalten, die des Menschen w\u00fcrdig ist. Die Idee einer integralen Bildung, beruhend auf der Einheit des auf der Wahrheit gegr\u00fcndeten Wissens, muss zur\u00fcck erlangt werden, um der starken Fragmentierung des Wissens entgegengehalten zu werden. Diesen Anspruch muss zumindest eine katholische Universit\u00e4t f\u00fcr sich zu verwirklichen versuchen.<\/p>\n<p>Das Gleiche gilt f\u00fcr die Ausbildung der Studierenden: Auch hier handle ich nicht einfach in einem Raum von Ideen, die sich in sich selbst bewegen, sondern wir m\u00fcssen f\u00fcr diese jungen Menschen einstehen. Und das menschenw\u00fcrdige Miteinander kann den Imperativ des Glaubens gut vertragen.<\/p>\n<p>Papst Franziskus formuliert in <em>Veritatis Gaudium<\/em> sehr direkt die Erwartungshaltung an Wissenschaft und katholische Universit\u00e4ten: eine Beteiligung an den gro\u00dfen gesellschaftlichen Herausforderungen. Katholische Universit\u00e4ten als Sauerteig in der akademischen Welt und eine mutige kulturelle Revolution fordert Franziskus. Nun kann man sagen: Das ist heute Abend eigentlich Thema jenes Parts, den der Kardinal \u00fcbernehmen sollte. Aber die Aufforderung hat zwei Seiten: Die Alleinstellung von <em>Veritatis Gaudium<\/em> zeigt sich alleine schon daran, dass Schl\u00fcsselworte wie Wahrheit, Gerechtigkeit und Gemeinwohl dort an prominenter Stelle vorkommen \u2013 alleine der Begriff Wahrheit 20 Mal. In den deutschen Hochschulgesetzen und Richtlinien sucht man danach vergebens. So stellt der Dekan der School of Law der Yale University, Anthony Kronmann, die Frage, warum unsere Hochschulen die Frage nach der Bedeutung des Lebens aufgegeben haben \u00a0\u2013 seine einschl\u00e4gige Publikation hei\u00dft <em>Education\u2018s End<\/em>.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens hier wird deutlich, dass Kirche und die Menschen in ihr ein wichtiger Partner f\u00fcr den geistigen Austausch von Wissenschaft sind.<\/p>\n<p>Romano Guardini hat bereits vor Jahrzehnten auf die Gefahr hingewiesen, Politik, Wirtschaft, Sozialordnung, Wissenschaft, Kunst und Philosophie rein aus ihren immanenten Ma\u00dfst\u00e4ben heraus zu entfalten. Die Folge ist, dass auf der einen Seite ein vom Christentum abgel\u00f6stes Weltdasein entsteht, auf der anderen Seite eine Christlichkeit, die in eigent\u00fcmlicher Weise diese Autonomie nachahmt. Wie sich eine rein wissenschaftliche Wissenschaft herausbildet, so auch eine rein religi\u00f6se Religiosit\u00e4t, die immer mehr die unmittelbare Beziehung zum konkreten Leben verliert. Das ist ein Beispiel, was passiert, wenn sich Kirche und Wissenschaft voneinander losgel\u00f6st bewegen und sich nicht mehr miteinander oder auch gegeneinander auseinandersetzen.<\/p>\n<p>Dem versucht Papst Franziskus entgegenzuwirken. Er sucht der menschlichen (auch der akademischen) Gemeinschaft, einen Sinn und der menschlichen Sprache einen Inhalt wiederzugeben \u2013 und dies alles in der Weise, dass der Angelpunkt der sozialen Ereignisse \u201emein Menschsein\u201c ist. Auf diese Weise baut er Br\u00fccken, die den Dialog, das zweite Leitkriterium in <em>Veritatis gaudium<\/em>, erm\u00f6glichen\u00a0\u2013 nicht als rein taktische Erfahrung, sondern um gemeinsam die Erfahrung der Freude der Wahrheit zu machen (was f\u00fcr ein toller Begriff!). Und hierzu braucht Wissenschaft die Kirche!<\/p>\n<p>Aus diesem Grund richten wir als Katholische Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt-Ingolstadt derzeit auch ein Zentrum <em>Kirche, Religion, Gesellschaft<\/em> ein, das genau eine solche Losl\u00f6sung verhindern soll und Kirche und Wissenschaft miteinander im Denken vernetzt und den Dialog in den Mittelpunkt stellt. Das besondere Profil eines solchen Zentrums kann gerade daraus erwachsen, dass die dezidiert theologische Arbeit an den Geltungsanspr\u00fcchen des Glaubens und die unterschiedlichen geschichtlichen, kulturwissenschaftlichen und soziologischen Zug\u00e4nge \u201es\u00e4kularer\u201c Wissenschaft in einen unvoreingenommenen und kritischen Dialog auf Augenh\u00f6he treten.<\/p>\n<p>Manches, was von Theologen im Laufe der Zeit gesagt oder auch von kirchlicher Autorit\u00e4t praktiziert wurde, ist von der Geschichte falsifiziert worden und besch\u00e4mt uns heute. Aber zugleich gilt, dass die Geschichte der vom christlichen Glauben her gewachsenen Menschlichkeit diesen Glauben in seinem wesentlichen Kern verifiziert und damit auch zu einer Instanz f\u00fcr die \u00f6ffentliche Vernunft macht.<\/p>\n<p>Im Skript einer Vorlesung von Papst Benedikt an der r\u00f6mischen Universit\u00e4t \u201eLa Sapienza\u201c im Jahr 2008 findet sich ein sch\u00f6nes Zitat: \u201eWenn die Vernunft aus Sorge um ihre vermeintliche Reinheit taub wird f\u00fcr die gro\u00dfe Botschaft, die ihr aus dem christlichen Glauben und seiner Weisheit zukommt, dann verdorrt sie wie ein Baum, dessen Wurzeln nicht mehr zu den Wassern hinunterreichen, die ihr Leben geben.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr den Paradigmenwechsel, die mutige kulturelle Revolution braucht es aber Grundlagen, flache Hierarchien, Transparenz und eine Neuaufstellung der Kirche, \u201edes kirchlichen Personals\u201c und der geschlossenen Strukturen, ein Ende des Klerikalismus und eine konsequente Null-Toleranz-Strategie gegen\u00fcber menschenunw\u00fcrdigem Verhalten \u2013 ein mea culpa reicht hier nicht! Herr Kardinal, Sie haben ja deutliche Worte gesprochen und den Wendepunkt markiert. Das ist eine wichtige Voraussetzung, um als Dialogpartner weiterhin ernst genommen und respektiert zu werden. Wir brauchen Menschen, die Jugendliche und Menschen allen Alters inspirieren und vertrauensw\u00fcrdige Vorbilder und Gespr\u00e4chspartner sind!<\/p>\n<p>Es ist sehr zu begr\u00fc\u00dfen, dass die Theologie an Universit\u00e4ten beginnt, ihre Identit\u00e4t bewusst \u201edrau\u00dfen\u201c beim anderen zu sehen, dass der Diskurs, der Dialog mit Wissenschaft, anderen Religionen und den \u201ereligi\u00f6s Unmusikalischen\u201c gesucht wird, dass Kirche akzeptiert, dass Theologie den experimentellen und innovativen Charakter, den Wissenschaft tr\u00e4gt, ausf\u00fcllen muss.<\/p>\n<p>Papst Franziskus wendet in seiner Enzyklika <em>Laudato si\u2018<\/em> \u2013 die mich pers\u00f6nlich unglaublich zum Denken angeregt \u2013 explizit an alle Menschen. Er schreibt w\u00f6rtlich: \u201eAngesichts der weltweiten Umweltsch\u00e4den m\u00f6chte ich mich jetzt an jeden Menschen wenden, der auf diesem Planeten wohnt.\u201c Diese Formulierung ist ungew\u00f6hnlich \u2013 eine gr\u00f6\u00dfere Zielgruppe kann man kaum benennen. Zugleich aber \u2013 das mag paradox klingen \u2013 kann dieser Anspruch nur einhergehen mit einer gewissen Bescheidenheit; n\u00e4mlich mit der Bescheidenheit, von vornherein zu wissen: Allein mit der Autorit\u00e4t des religi\u00f6sen Oberhauptes und den eigenen religi\u00f6sen Glaubenss\u00e4tzen kommt man bei dieser riesigen Zielgruppe nicht weiter. Sondern man muss sich seine Autorit\u00e4t und seine Wirksamkeit neu erarbeiten \u2013 und zwar mit der Kraft klarer Worte und guter Argumente.<\/p>\n<p>Franziskus greift in seiner Enzyklika den Dreischritt von \u201eSehen \u2013 Urteilen \u2013 Handeln\u201c auf. Insbesondere im zweiten Schritt bekommen wir Denkanregungen, indem wir Grundwerte und die Linien seiner theologischen und sozialethischen Perspektive und Argumentation aufgezeigt bekommen. Es geht um das Evangelium der Sch\u00f6pfung, die menschliche Wurzel der \u00f6kologischen Krise und sein Konzept einer ganzheitlichen \u00d6kologie. Im Unterschied zu <em>Evangelii gaudium<\/em>, wo er sich an die Mitglieder der Kirche wendet, um einen immer noch ausstehenden Reformprozess in Gang zu setzen, appelliert er in <em>Laudato si\u2018<\/em> nun aufgrund der allgemeinen Bedeutung und der Dringlichkeit der Thematik an die gesamte katholische Welt und dar\u00fcber hinaus auch an \u201ealle Menschen guten Willens\u201c, um \u201ein Bezug auf unser gemeinsames Haus in besonderer Weise mit allen ins Gespr\u00e4ch kommen.\u201c Er verbindet damit eindeutig die mehrfach betonte Intention des Dialogs mit Theologen, Philosophen und Sozialwissenschaftlern \u2013 diese Enzyklika ist ein Meisterwerk gelungener Denkanst\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Die Kirche im Wandel? Lenken statt Denken?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Sie sehen, Kirche hat viel zu sagen, der Dialog zwischen Welt und Kirche ist ein zweifellos notwendiger. Aber ist Kirche wirklich ein interessanter Diskussions- und Denkpartner? Und kann dieser theoretische Anspruch aufrechterhalten werden? Oder ist Kirche langweilig und altmodisch geworden und gef\u00e4hrdet, wie unser Jugendlicher am Anfang prophezeit hat? Ich m\u00f6chte an drei Beispielen das Spannungsfeld zwischen Chancen und Risiken aufzeigen, wo die Gefahr besteht, dass es eher um Lenken anstatt um gemeinsames Denken geht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>A) Kirche und (akademische) Freiheit<\/strong><\/h4>\n<p>Papst Benedikt XVI. unterstreicht beim Treffen mit Vertretern der katholischen Universit\u00e4ten in Washington gegen Ende seiner Amtszeit zun\u00e4chst sehr deutlich die gro\u00dfe Bedeutung der akademischen Freiheit: \u201eKraft dieser Freiheit sind Sie dazu aufgerufen, die Wahrheit zu suchen, wohin auch immer die sorgf\u00e4ltige Analyse des Beweismaterials Sie f\u00fchren mag.\u201c (Online unter http:\/\/w2.vatican.va\/content\/benedict-xvi\/de\/speeches\/2008\/april\/<br \/>\ndocuments\/hf_ben-xvi_spe_20080417_cath-univ-washington.html)<\/p>\n<p>Soweit so gut, vielleicht mit der kleinen Anmerkung, dass die Analyse von Indizien eher der kriminalistischen als der wissenschaftlichen Rhetorik entnommen ist. Aber nun kommt es \u2013 ich zitiere weiter aus seiner Rede: \u201eEs gilt jedoch auch, da\u00df jede Berufung auf das Prinzip der akademischen Freiheit zur Rechtfertigung von Positionen, die dem Glauben und der Lehre der Kirche widersprechen, die Identit\u00e4t und den Auftrag der Universit\u00e4t behindern oder sogar verraten w\u00fcrde [&#8230;]. Die Lehrer und das Verwaltungspersonal sowohl an den Universit\u00e4ten wie an den Schulen haben die Aufgabe und das Privileg sicherzustellen, da\u00df die Sch\u00fcler und Studenten Unterricht in katholischer Lehre und Glaubenspraxis erhalten. Das verlangt, da\u00df das \u00f6ffentliche Zeugnis \u00fcber den Weg Jesu, wie es im Evangelium begr\u00fcndet und vom Lehramt der Kirche gest\u00fctzt wird, alle Aspekte des Lebens einer Einrichtung, sowohl innerhalb wie au\u00dferhalb der Klassenr\u00e4ume, pr\u00e4gt. Ein Abweichen von dieser Vision schw\u00e4cht die katholische Identit\u00e4t und f\u00fchrt, weit davon entfernt, die Freiheit zu f\u00f6rdern, unweigerlich zu Verwirrung, sei es auf moralischer, intellektueller oder geistiger Ebene..\u201c<\/p>\n<p>Ein \u00e4hnlicher Bruch ist auch in <em>Veritatis Gaudium<\/em> zu beobachten: Zu Recht fordert der Papst im ersten Teil von der Theologie, am Puls der Zeit zu sein und als Wissenschaft Neues zu wagen, Alternativen zum Gegebenen zu entwickeln und einer Dynamik der Ver\u00e4nderung Raum zu geben. Im zweiten Teil hingegen wird ein anderes Bild einer\u00a0 Theologie entwickelt, die vornehmlich auf eine \u201e<em>Kultur des Gehorsams\u201c <\/em>ausgerichtet ist und durch ein engmaschiges Regelwerk reguliert und kontrolliert wird. Gerade im Dialog mit anderen Wissenschaften wird man die Theologie nur ernst nehmen, wenn ihre Wissenschaftsfreiheit nicht eingeschr\u00e4nkt oder in Frage gestellt wird.<\/p>\n<p>Sollen Wissenschaft und Kirche Denkpartner sein, so muss es erlaubt sein, die eigenen Positionen und Forschungsfragen mit der Glaubenslehre der Kirche in Gespr\u00e4ch zu bringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>B) Kirche und Streitkultur<\/strong><\/h4>\n<p>Wenn Kirche der Welt beim Denken helfen soll, sind \u201eVergebungsf\u00e4higkeit, Streitkultur, Wertsch\u00e4tzung, Wahrhaftigkeit, Transparenz, Projektorientierung statt Denken in Seilschaften\u201c von gro\u00dfer Bedeutung \u2013 so auch der Zukunftsforscher Erik H\u00e4ndeler in seinem B\u00fcchlein mit dem Titel \u201eHimmel 4.0\u201c. Eine neue Streitkultur ist \u201edie Antwort auf den Umbau der Gemeinden und den Strukturwandel in der Wissensgesellschaft. In wie vielen kirchlichen Gremien gilt Kritik am Vorsitzenden als Majest\u00e4tsbeleidigung statt als Verbesserungsvorschlag? In wie vielen gelten Hinterzimmer-Absprachen mehr als offene Diskussionen? In wie vielen l\u00e4sst man Innovatoren einfach auflaufen, statt ihre Vorschl\u00e4ge wenigstens zu besprechen? [&#8230;] Nie gab es mehr Gr\u00fcnde, sich zu streiten. Nicht, weil wir schlechtere Menschen geworden w\u00e4ren, sondern je komplexer jetzt Organisationen und das Leben werden, umso weniger funktionieren sie nach Befehl und Gehorsam\u201c. Konflikte m\u00fcssen bejaht werden. Die Alternative w\u00e4ren Schweigen und verkrustete Strukturen \u2013 und das w\u00e4re das Gegenteil davon, beim Denken zu helfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4><strong>C) Kirche und Jugend <\/strong><\/h4>\n<p>Die Ergebnisse der Sinus-Studie besagen eindeutig, dass alle Jugendlichen auf der Suche nach dem Sch\u00f6nen, Guten und nach dem Wahren sind. Das hei\u00dft: in jedem Milieu gibt es Fragen der Spiritualit\u00e4t, der Religiosit\u00e4t \u2013 das wird aber nicht in erster Linie mit Kirche als Ganzes kommuniziert und in Verbindung gebracht. Wenn die Kirche auch den Jugendlichen beim Denken helfen will, muss sie Jugendlichen das Gef\u00fchl vermitteln, dass sie hier ernst genommen werden und es Antworten auf ihre Fragen gibt. Dazu muss Kirche hinausgehen in die Welt der Jugendlichen, in deren Kontexte. Vielleicht k\u00f6nnte man sich \u2013 wie es der Philosoph Sandel ja auch tut \u2013 in Wartehallen des Bahnhofs, in Caf\u00e9s und Kulturzentren treffen. Und die <strong>Logik des \u201eDas-war-schon-immer-so\u201c \u00fcberwinden \u2013 so eine im Abschlussdokument der Vorsynode ge\u00e4u\u00dferte Kritik. Dort <\/strong>hei\u00dft es weiter: \u201eWir brauchen eine Kirche, die willkommen hei\u00dft und barmherzig ist, die ihre Wurzeln und ihr Erbe w\u00fcrdigt und jeden liebt, auch jene, die nicht den \u00fcblichen Standards folgen.\u201c Um das gemeinsame Denken zu erleichtern, \u00fcberreichten die Jugendlichen dem Papst ein 13-seitiges Schreiben, das den Bisch\u00f6fen als \u201eKompass dienen soll, um junge Menschen besser zu verstehen\u201c<em>.<\/em> Ein impulsgebender Satz daraus sei noch zitiert: \u201eIch brauche keine Lichteffekte, Popmusik oder Party in der Kirche. Ich brauche eine Kirche, die ehrlich und im 21. Jahrhundert angekommen ist!!!!\u201c.<\/p>\n<p><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<h3><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wo immer sich also die katholische Kirche nicht nur um sich selber dreht, sondern wo sie ihre Rolle ernst nimmt und annimmt, Verantwortung zu \u00fcbernehmen in einer heterogenen, pluralistischen Welt \u2013 \u00fcberall da kann die Kirche der Welt wirklich beim Denken helfen. Das ist eine gro\u00dfe Herausforderung \u2013 aber es ist auch eine unheimlich spannende Herausforderung.<\/p>\n<p>Die Katholische Akademie in Bayern ist ein ganz wichtiger Ort, an dem es genau darum geht: um den Austausch, den Dialog zwischen Kirche und Welt, ein Ort, der zwar noch vor dem Konzil, aber bereits aus seinem Geist heraus gegr\u00fcndet wurde.<\/p>\n<p>Aus den Vorgespr\u00e4chen mit Herrn Dr. Budde wei\u00df ich, dass er nicht nur viele wunderbare Ideen f\u00fcr die Weiterentwicklung dieses tollen Begegnungsortes hat, sondern ihn auch Elan, Gestaltungsfreude und hohe Kompetenz auszeichnen. Aber das k\u00f6nnen Sie jetzt gleich im O-Ton h\u00f6ren!<\/p>\n<p>Lieber Herr Dr. Budde, ich w\u00fcnsche Ihnen viel Erfolg, Inspiration und Gottes Segen bei und in Ihrer wichtigen Arbeit als Leiter der Katholischen Akademie in Bayern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ganz herzlichen Dank f\u00fcr die Einladung zur heutigen Abendveranstaltung! 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