{"id":108147,"date":"2025-07-09T15:52:27","date_gmt":"2025-07-09T13:52:27","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108147"},"modified":"2025-07-09T15:52:29","modified_gmt":"2025-07-09T13:52:29","slug":"kunst-und-kirche-fuer-ein-plus-an-vitalitaet","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/kunst-und-kirche-fuer-ein-plus-an-vitalitaet\/","title":{"rendered":"Art and Church"},"content":{"rendered":"<p>Zum Verh\u00e4ltnis von Kunst und Kirche ist bei den verschiedensten Anl\u00e4ssen schon Wesentliches gesagt worden. Die folgenden Thesen verstehen sich als Erg\u00e4nzung und basieren auf meiner eigenen kuratorischen T\u00e4tigkeit in der Pfarre Graz St. Andr\u00e4, wo ich mit ANDR\u00c4 KUNST ein vielseitiges Dialogprojekt durchf\u00fchren konnte. Ich stelle meinen fragmentarischen Anmerkungen einen grunds\u00e4tzlichen Hinweis voraus.<\/p>\n<p>Kunst ist weder innerhalb noch au\u00dferhalb kirchlicher Kontexte ein Allheilmittel gegen Lebensfrust und Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nde, noch ein oberfl\u00e4chlicher Dekor f\u00fcr einen b\u00fcrgerlichen Lebensstil, wie er von einem Gro\u00dfteil der Bev\u00f6lkerung und der Kirche gepflegt wird. Die Besch\u00e4ftigung mit Gegenwartskunst bringt auch nicht automatisch ein Plus an Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die soziale und humanit\u00e4re Schieflage unserer globalisierten Gesellschaft. Zeitgen\u00f6ssische Kunst ist zu einem gro\u00dfen Teil Ware, Spekulationsgut und Kapitalanlage. Zudem ein Umschlagplatz f\u00fcr alle m\u00f6glichen D\u00e4monen, die uns heimsuchen k\u00f6nnen \u2013 von der Gier nach Besitz und Macht bis hin zur respektlosen Entstellung des Menschen. Eine kluge Unterscheidung der Geister ist selbstverst\u00e4ndlich auch im weiten Feld zeitgen\u00f6ssischer Kunstproduktion und Kunstvermarktung notwendig. Mit diesen einleitenden Feststellungen m\u00f6chte ich einer naiven Verkl\u00e4rung von Gegenwartskunst als nahezu singul\u00e4rem Hort von Weltaufgeschlossenheit und humanit\u00e4rer Verantwortung vorbeugen.<\/p>\n<p>Dennoch liegt in der Gegenwartskunst ein hohes Potential zur St\u00e4rkung des Menschen, zur st\u00e4ndig notwendigen Aufkl\u00e4rung im Dienste der Freiheit, sowie zur Entlastung innerhalb einer nerv\u00f6sen und ungeduldigen Gesellschaft. Kunst und Kirche versuchen, der Banalisierung des Lebens und dem fatalen Druck der totalen \u00d6konomisierung unseres Lebens entgegenzuwirken. Das geschieht in und jenseits vertrauter Kirchenr\u00e4ume und hat immer dort Zukunft, wo Kirche und Kunst sich als selbstbestimmte Partner ernst nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Es geht weder zuerst noch zuletzt um Kunst(-werke), sondern um lebendige Prozesse und gesellschaftliche Entwicklungen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In konkreten sozialen Lebensbereichen \u2013 dazu z\u00e4hlen auch kirchliche Einrichtungen, Sakralr\u00e4ume und damit zusammenh\u00e4ngende Bereiche \u2013 geht es zu allererst um Begegnung, um den Aufbau belastbarer Beziehungen, um N\u00e4he und Trost, um Solidarit\u00e4t und Seelsorge. Es geht nicht um die Ausstattung kirchlicher R\u00e4ume mit Artefakten. Das kann und soll nat\u00fcrlich auch seinen Platz haben und hat gewiss seine Bedeutung. Ein Blick auf die zeitgen\u00f6ssische Kunstproduktion zeigt aber, dass es in vielen aktuellen Positionen und Kunstinitiativen vielmehr um den Ansto\u00df und die Steuerung gesellschaftspolitischer Prozesse geht, um die Entwicklung eines Stadtteils, um den Aufbau von Netzwerken zum Schutz von schw\u00e4cheren Gliedern der Gesellschaft, um Erm\u00e4chtigung von B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, um Partizipation und den Aufbau einer aktiven, sozial und politisch wachsamen Zivilgesellschaft. Ein anspruchsvolles kirchliches Kunstengagement muss dieser Entwicklung Rechnung tragen und nicht nur auf eine sch\u00f6ne Ausstattung kirchlicher R\u00e4ume abzielen. Prozesse sind wichtiger als Artefakte! Infolgedessen kann eine ernsthafte Kooperation mit Gegenwartskunst in erstarrte kirchliche Gemeinden eine neue geistige Vitalit\u00e4t bringen, Milieuverfestigungen in Frage stellen und durchl\u00e4ssig machen. Glaube und Leben in einer offenen, multikulturellen Gesellschaft k\u00f6nnen mit Hilfe von Gegenwartskunst an Intensit\u00e4t und Vitalit\u00e4t gewinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kunst entfaltet \u00fcberall ihr hohes St\u00f6rungs- und Irritationspotential &#8211; auch in der Kirche, wenn sie zugelassen wird<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es ist gut darum zu wissen, bevor man sich darauf einl\u00e4sst \u2013 um maximal davon zu profitieren. Eine authentische Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst kann nicht friktionsfrei ablaufen. Falsche, oft gut eingespielte Harmonisierungen werden aufgebrochen. Kunst ist nat\u00fcrlich kein B\u00fcrgerschreck, aber trotzdem per se Provokation. Kunst ist das deutliche Stoppsignal im Optimierungsstress unserer Zeit, das neben Religion vielleicht intensivste Statement gegen den Wahn des m\u00f6glichst st\u00f6rungsfreien Funktionierens. Im Kampf gegen die hier angedeutete, gef\u00e4hrliche \u00d6konomisierung aller Lebensbereiche ist eine Kooperation von Kunst und Kirche von h\u00f6chster Bedeutung. Kunst kann eine Hilfe sein, um Kirchen wieder als Freir\u00e4ume zu erleben. R\u00e4ume, wo die Seele atmen kann. Das nicht Berechenbare kommt mit der k\u00fcnstlerischen Intervention zum Tragen \u2013 der unn\u00f6tige Aufwand, das kostspielig Unsinnige, das Verr\u00fcckte und Narrenhafte. All das, was uns gegen\u00fcber den Diktaten einer auf Leistung und Konsum ausgerichteten Hochgeschwindigkeitsgesellschaft widerst\u00e4ndig macht und uns selbst als freie Menschen in Erinnerung bringt.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich irritierend sind nur der freie Lobpreis in der Kirche, das Schweigen und das Staunen. Irritation um ihrer selbst willen ist ein Leerlauf. Und Dekonstruktion ist nicht Destruktion. Qualit\u00e4tsvolle Kunst stellt die wesentlichen Fragen so, dass sie den involvierten Betrachter zum Aufbau eines neuen, gel\u00e4uterten Sinnzusammenhangs stimulieren. Richtig verstanden dient Kunst als Provokation dazu, Wirklichkeit in ihrer gesamten Dynamik und Komplexit\u00e4t abzubilden und aus bekannten Sehgewohnheiten und Denkmustern herauszurufen, was genau das lateinische Wort <em>provocare<\/em> bedeutet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gegenwartskunst mahnt eine kritische Distanz gegen\u00fcber Selbstgef\u00e4lligkeit und Selbstgen\u00fcgsamkeit ein<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kunst ist ein Platzhalter f\u00fcr das Andere, f\u00fcr \u201edie Anderen\u201c, f\u00fcr die Fremden und f\u00fcr das in uns Entfremdete, f\u00fcr das Unvorstellbare und f\u00fcr die Unverstandenen. Kunst ist damit nat\u00fcrlich auch ein Platzhalter f\u00fcr das und den \u201eganz Anderen\u201c, den unbegreifbaren, alle Kategorien menschlicher Begrifflichkeit und Fassbarkeit \u00fcbersteigenden Gott. In diesem Sinne hat Kunst gerade als Kunst in der Kirche auch eine \u201eheilige\u201c Funktion \u2013 das hebr\u00e4ische Wort f\u00fcr heilig lautet <em>kadosch<\/em> und bedeutet \u00fcbersetzt eben das ganz andere. Gegenwartskunst ist jedoch zuerst ein radikaler Spiegel, der zu einer kritischen Reflexion der eigenen \u00dcberzeugungen, tradierten Haltungen und Leitvorstellungen zwingt. Kunst fordert Themen ein, die man gerne verdr\u00e4ngt oder erledigt h\u00e4tte. Ein ehrlicher Umgang mit Kunst ist eine Schule gegen Selbstgef\u00e4lligkeit, Hochmut und theologische Biederlichkeit.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung mit den unsch\u00f6nen Facetten unseres Menschseins und der Wirklichkeit insgesamt zwingt zu einem Bodenkontakt, der allen Wohlf\u00fchlw\u00fcnschen entgegensteht. Seri\u00f6se Kunst stellt auch den metaphysischen Kuschelkurs in den unterschiedlichen Soft-Versionen von Spiritualit\u00e4t in Frage. Durch die Konfrontation mit Gegenwartskunst wird das Vertraute und religi\u00f6s Liebgewonnene dem Pr\u00fcfstand eines s\u00e4kularen Blicks ausgesetzt. In diesem Sich-Aussetzen und Sich-Wagen \u2013 im Gegensatz zu jeder Form narzisstischer Verschlossenheit, die anzuprangern Papst Franziskus nicht m\u00fcde wird \u2013 kann sich Neues ereignen. Es ist Begegnung und Bildung im umfassenden Sinn. Ohne eine diesbez\u00fcgliche Offenheit l\u00e4uft kirchliches Leben und pastorales Handeln in Gefahr, bedeutungslos und f\u00fcr eine kirchlich eher distanzierte Zeitgenossenschaft irrelevant zu werden. Das Ernstnehmen von Gegenwartskunst \u2013 gerade auch aufgrund ihrer thematischen Streuung und vielf\u00e4ltigen Ambivalenz \u2013 ist ein Indikator f\u00fcr Weltoffenheit und Interesse am realen Leben der Menschen, an ihren Sehns\u00fcchten und Verwundungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Autonome Kunst eignet sich nicht f\u00fcr die Vermarktung des Glaubens<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Gegenwartskunst steht selbstverst\u00e4ndlich unter dem Anspruch uneingeschr\u00e4nkter Autonomie. Sie l\u00e4sst sich nicht dienstbar machen f\u00fcr eine w\u00fcnschenswerte Unterst\u00fctzung kirchlicher Mission. Ihre Mission ist nicht die einer Verk\u00fcndigung christlicher Glaubensinhalte. Selbstredend verwehrt sie sich einer wie auch immer gearteten Vermarktung des Glaubens. Gegenwartskunst leistet keine <em>Propaganda Fidei<\/em>, wie dies in Zeiten der Gegenreformation und zur Hochbl\u00fcte des Barock noch der Fall war und auf einem h\u00f6chst anspruchsvollen \u00e4sthetischen Niveau geleistet wurde. Denken wir an die genialen Deckenfresken des Jesuiten Andrea Pozzo und an die Malerei des \u00f6sterreichischen Barockmeisters Kremser-Schmidt, um fast willk\u00fcrlich zwei \u00fcberzeugende Beispiele zu nennen.<\/p>\n<p>Zur Klarstellung: Eine dem Evangelium Jesu entsprechende, heutige Mission ist nat\u00fcrlich auch etwas anderes als Propaganda und \u00dcberredung. Meist wird der Begriff \u201eEvangelisation\u201c verwendet, der einen ganzheitlichen, Kultur pr\u00e4genden Prozess im Geist des Evangeliums Jesu meint. Mit Kunst l\u00e4sst sich in jedem Fall ein Resonanzraum aufbauen, in dem es ein pers\u00f6nliches Ringen um Wahrheit, einen Zuwachs an Empathie und eine spirituelle Horizonterweiterung geben kann. Wenn sich eine Kirchengemeinde ernsthaft in den Dialog mit Gegenwartskunst begibt, dann baut sich meist langsam ein wachsender Kreis von Interessenten auf, der den Freiraum zu sch\u00e4tzen wei\u00df.<\/p>\n<p>Kunst muss von ihrem Auftrag her die entscheidenden Fragestellungen von Mensch und Welt benennen und vertiefen, das Existentielle und Verwundbare, die Bruchlinien und Verwerfungen. Es ist nicht ihre Sache, Antworten zu liefern, bzw. L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge zu machen. Qualit\u00e4tsvolle Gegenwartskunst ist jedoch ein extrem wertvoller Coach zum Erlernen von Voraussetzungen und Herzens-Haltungen, die f\u00fcr eine dialogisch angelegte Evangelisation extrem wichtig sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was Kunst ist, bestimmen die Experten und nicht die Pfarrkirchenr\u00e4te &#8211; Vorsicht vor Symbol- und Spiritualisierungsfallen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Professionalit\u00e4t ist gefragt \u2013 gerade in Fragen kirchlicher Kunst und Raumgestaltung. Diesbez\u00fcglich sieht sogar das Kirchenrecht vor, dass bei Bau und Wiederherstellung von Kirchen die Grunds\u00e4tze und Normen der Liturgie und der sakralen Kunst unter Beiziehung des Rates von Sachverst\u00e4ndigen zu beachten sind (CIC Can. 1216). Also: \u00dcber gute oder schlechte Kunst l\u00e4sst sich nicht in einem demokratischen Prozess befinden, auch nicht in einer noch so soliden und geeinten Pfarrgemeinde. \u201eWas Kunst ist, entscheiden die Experten.\u201c Dieses ber\u00fchmte Diktum von Msgr. Otto Mauer trifft einen sensiblen Punkt einer oft gut gemeinten Kunstvermittlung in kirchlichen Kontexten. Experten und Expertinnen sind jene, die durch viel Kunst-Schauen, durch Vergleiche und im Erarbeiten von Qualit\u00e4tskriterien eine innere Sicherheit entwickelt haben, um die Originalit\u00e4t und Authentizit\u00e4t eines k\u00fcnstlerischen Werkes schneller erkennen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Meist bleiben Entscheidungen aufgrund von Abstimmungen in einem kirchlichen Gremium hinter der Wahl einer radikaleren, k\u00fcnstlerisch qualit\u00e4tsvolleren Position zur\u00fcck. Gute Kunst ist Vorgabe. Oft stellt sich erst nach Jahrzehnten eine Best\u00e4tigung durch eine gr\u00f6\u00dfere Gruppe der Bev\u00f6lkerung ein. Kunstvermittlung und Erschlie\u00dfung bleibt gerade deshalb ein enorm wichtiger Auftrag.<\/p>\n<p>An dieser Stelle m\u00f6chte ich jedoch auf die Symbol- und Spiritualisierungsfalle im kirchlichen Umgang mit Kunst hinweisen. Ich f\u00fchle manchmal den Auftrag, das S\u00e4kulare, das Sperrige und Unverst\u00e4ndliche der Kunst vor dem allzu gut gemeinten Zugriff \u00fcbereifriger spiritueller Interpretationen sch\u00fctzen zu m\u00fcssen. Der \u00dcberschwang an Transzendenzbez\u00fcgen und symbolischen Gehalten, die wortgewandt benannt und besprochen werden, scheint mir oft unangemessen zu sein. Gute Kunst ist weltlich, auch wenn sie in einem sakralen Kontext auftritt. Sie bedarf keiner ausladenden Interpretation in Richtung G\u00f6ttlichkeit und \u00e4hnlichen geistigen Sph\u00e4ren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Nur ernsthafte Auftr\u00e4ge mit entsprechenden Gestaltungsspielr\u00e4umen k\u00f6nnen Vertrauen aufbauen \u2013 letztlich auch eine Frage des Geldes<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Kirche als Auftraggeberin war immer auch Motor f\u00fcr die Kunstentwicklung eines Landes und die katholische Kirche war in ihren vitalsten Epochen ma\u00dfgebliche Auftraggeberin f\u00fcr die Kunstschaffenden der Zeit. Es gab ein gegenseitiges Interesse und Vertrauen auf hohem Niveau. Davon kann sp\u00e4testens seit dem Ende des 19. Jahrhunderts keine Rede mehr sein. Zwischen Kirche und Moderne entwickelte sich eine aggressive Distanz, die bis heute nachwirkt. Selbstverst\u00e4ndlich hat es im Laufe des 20. Jahrhunderts wichtige Ausnahmen innerhalb der grunds\u00e4tzlichen Entfremdung gegeben \u2013 mit dem Dominikanerpater Jean Marie Couturier und dem Wiener Domprediger Msgr. Otto Mauer sind zwei wichtige benannt. Eine Aufgeschlossenheit der Kirche f\u00fcr die Kultur der Zeit ist aber schlichtweg ein Gebot der Gastfreundschaft. Eine missionarische Kirche im Sinne Jesu muss ein ernsthaftes Interesse an den geistigen Str\u00f6mungen und Entwicklungen in der Gesellschaft haben, die in der Kunst vornehmlich \u201everhandelt\u201c werden. Um gegen\u00fcber den Kulturschaffenden glaubw\u00fcrdig zu werden, bzw. glaubw\u00fcrdig zu bleiben, braucht es jedoch konkrete Auftr\u00e4ge. Nur ein theoretischer Kunst-Diskurs bringt l\u00e4ngerfristig kein Vertrauen. Die Kirche muss auch an die K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen glauben, sie ernst nehmen und entsprechend bezahlen. Gute Kunst kostet Geld, leider auch schlechte. Apropos Auftr\u00e4ge: Es mangelt an qualit\u00e4tsvoller christlicher Gebrauchskunst. Was sich in den einschl\u00e4gigen L\u00e4den an religi\u00f6sem Kitsch ansammelt, ist kaum zu beschreiben. Aber dieser Appell richtet sich auch an die Kulturverantwortlichen in unseren Di\u00f6zesen: Es sind neue, qualit\u00e4tsvolle religi\u00f6se Zeichen, Kreuze und Bilder in Auftrag zu geben, die man mit gutem Gewissen den Gl\u00e4ubigen f\u00fcr den allt\u00e4glichen Gebrauch anbieten kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Im Dialog von alter und neuer Kunst entsteht eine konstruktive Reibungsenergie \u2013 gegen die Fetischierung von Tradition oder Innovation<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>In der prek\u00e4ren Balance von Kontinuit\u00e4t und Diskontinuit\u00e4t, von Tradition und Innovation, von Bruch und Stabilit\u00e4t braucht die Kirche die Besch\u00e4ftigung mit zeitgen\u00f6ssischer Kunst als unersetzlichen Lernort. Jedes Kunstwerk war zu seiner Entstehungszeit einmal zeitgen\u00f6ssisch, vielleicht sogar auch provokant, mit Sicherheit jedoch ungewohnt. Das kulturell Neue entstand durch eine Konfrontation des bereits kulturell Etablierten mit Versatzst\u00fccken und Erfahrungen scheinbar kulturell minderwertiger Alltagskultur. Beispiel? Bewegungsmomente und Rauminszenierungen des Theaters fanden Eingang in die sakralen Bildwelten des Barock. Und die unmittelbare Wirkung? Barocke Sakralkunst hatte die Kraft, Menschen in eine \u00e4sthetische und religi\u00f6se Ekstase zu versetzen. Der Blick in ein barockes Deckenfresko lie\u00df den Himmel hereinbrechen. Die dort dargestellte Welt Gottes und seiner Heiligen war nicht nur ein faszinierendes Schauspiel, sondern Wirklichkeit \u2013 geschaut, gef\u00fchlt, geglaubt! Sie zu schauen, gab den Gl\u00e4ubigen angesichts der vielf\u00e4ltigen Not ihrer Zeit einen gewaltigen Lebensimpuls.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns Heutige ist das barocke Fresko h\u00f6chstens ein bemerkenswertes Kunstwerk. Es fehlt uns die Frische, die Freude und die innere Spannkraft, um es in seiner urspr\u00fcnglichen Wucht wahrzunehmen. Durch die Besch\u00e4ftigung mit aktueller Kunst kann die Dynamik des Verst\u00f6renden und Ber\u00fchrenden im aktuellen Kulturtransfer auch f\u00fcr den Sakralraum gen\u00fctzt werden. Die Konfrontation von alter und neuer Kunst erzeugt in jedem Fall eine h\u00f6chst faszinierende Energie, denn: Qualit\u00e4t vertr\u00e4gt sich immer mit Qualit\u00e4t \u2013 \u00fcber Jahrhunderte hinweg.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kunst steht in einem Generationenvertrag f\u00fcr Selbst-Erm\u00e4chtigung und Selbst-Verantwortung<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Macht der Bilder ist ein Faktum \u2013 auch in einer Zeit der unz\u00e4hligen Bildfragmente, ungeordneten Visuals und der unz\u00e4hligen optischen Reize, denen wir ausgesetzt sind. Was es an Bildtransfers, an Weiterentwicklungen oder auch an Abbr\u00fcchen von Bildtraditionen gibt, wird meist erst im Nachhinein, in der historischen Betrachtung sichtbar. Was die innovative Bildleistung war, wird sp\u00e4ter im Vergleich mit der (Kunst-)Geschichte ablesbar sein. Die historisch verfasste Kirche steht in einem Generationenvertrag, der immer wieder neu formuliert werden muss. Dazu braucht es auch die Spezialisten des Bildes, um Perspektivenverschiebungen innerhalb der Gesellschaft aber auch der Religion neu ins Bild zu bringen oder lesbar zu machen.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite braucht es neugierig und kritisch Schauende, die Kunst nicht passiv wie ein Konsumgut genie\u00dfen wollen, sondern sich selbst zum beteiligten Rezipienten machen. In diesem Zusammenhang ist allerdings die Warnung vor einem euphorischen \u00dcberschuss an vermeintlicher Kreativit\u00e4t angesagt. Es kann nicht sein, dass mittelm\u00e4\u00dfig begabte Kunsthandwerker oder in der Pfarre engagierte P\u00e4dagoginnen Auftr\u00e4ge f\u00fcr die eigene Pfarrkirche erhalten. Das Postulat von Joseph Beuys, dass jeder Mensch ein K\u00fcnstler sei, darf nicht zum Missverst\u00e4ndnis f\u00fchren, dass es in Gestaltungsfragen ohne \u00e4sthetische Professionalit\u00e4t abgehen k\u00f6nne. F\u00fcr Altar- und andere Sakralobjekte empfiehlt es sich, die besten K\u00fcnstler und K\u00fcnstlerinnen des Landes einzuladen und nicht (nur) jene, die ein Nahverh\u00e4ltnis zur Kirche haben.<\/p>\n<p>Kunst und Religion sind &#8211; soziologisch gesehen &#8211; beides Systeme, die das Leben thematisieren und auf dieser Ebene haben sie sich auch was zu sagen und zu geben. In unserer nerv\u00f6sen Zeit brauchen wir eine neue Schule des bewussten Sehens, der bewussten Wirklichkeitswahrnehmung und der bewussten sozialen Interaktion. Ob der Dialog zwischen Kunst und Kirche zuk\u00fcnftig an Intensit\u00e4t und Relevanz zunimmt, ist schwer zu sagen. Dort, wo er bereits zur Selbstverst\u00e4ndlichkeit geworden ist, gibt es jedenfalls ein f\u00fcr alle Beteiligten erfreuliches Plus an Vitalit\u00e4t.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zum Verh\u00e4ltnis von Kunst und Kirche ist bei den verschiedensten Anl\u00e4ssen schon Wesentliches gesagt worden. 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