{"id":108152,"date":"2025-07-09T16:10:17","date_gmt":"2025-07-09T14:10:17","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108152"},"modified":"2025-07-09T16:10:17","modified_gmt":"2025-07-09T14:10:17","slug":"priestersein-zwischen-missbrauch-und-pastoralplan","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/priestersein-zwischen-missbrauch-und-pastoralplan\/","title":{"rendered":"Priestersein zwischen Missbrauch und Pastoralplan"},"content":{"rendered":"<p>Missbrauch und Pastoralpl\u00e4ne: Es sind dies die beiden Pole, zwischen denen sich das Priestersein heute bewegt. Da ist zum einen der Missbrauch, die Frage nach Aufkl\u00e4rung, nach Pr\u00e4vention, die Infragestellung von Autorit\u00e4t welche auch die Priester insgesamt trifft. Den zweiten Pol mag ich mit Pastoralpl\u00e4nen umschreiben, die Strukturen der Bist\u00fcmer und Pfarreien und damit die Lebenswelt von Priestern wandeln sich radikal.<\/p>\n<p>Dem muss sich Priestersein heute widmen. Und an dieser Stelle m\u00f6chte ich das aus einer ganz bestimmten Perspektive tun, der Perspektive des Papstes. Papst Franziskus \u00e4u\u00dfert sich immer wieder zum Priestersein, aber obwohl in der \u00d6ffentlichkeit vor allem seine Kritik wahrgenommen wird, gibt es auch sehr viel Positives von ihm.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Markenkern Missbrauch?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei einer Veranstaltung mit katholischen Medienschaffenden habe ich Anfang des Jahres die Frage des Missbrauchs als \u201eMarkenkern\u201c des Katholischen heute bezeichnet. Das ist so ziemlich das Schlimmste, was man kirchlichen Medienmachern sagen kann. Und es stimmt auch, kaum ein Artikel \u00fcber Missbrauch irgendwo, der nicht ohne Verweis auf die katholische Kirche auskommt. Die Krise, in der die Kirche steckt, hat den Namen \u201eMissbrauch\u201c.<\/p>\n<p>Es ist aber Vorsicht geboten. Wie Andreas P\u00fcttmann in der M\u00e4rzausgabe der Herder-Korrespondenz zeigt, bef\u00e4nde sich das \u201eabendl\u00e4ndische Christentum\u201c auch ohne Skandale in der Krise, eine Krise die wohl \u201emehr mit dem jahrzehntelangen Massenwohlstand, Frieden, Wertewandel und Bildungsinhalten zu tun hat als mit \u201aGottes Bodenpersonal\u2018.\u201c Deswegen lautet ja auch die Analyse der vier Bisch\u00f6fe beim St\u00e4ndigen Rat der DBK, ein Papier das die ZEIT ver\u00f6ffentlicht hat: \u201eDie Kirche befindet sich in einer existenziellen Krise, die vom Missbrauchsskandal nicht ausgel\u00f6st ist, hierin wohl aber einen Brennpunkt findet. Die Krise ist eine Glaubenskrise, eine Strukturkrise, eine Leitungskrise.\u201c<\/p>\n<p>Beispiel Papst Franziskus: Er geh\u00f6rt sicherlich zu den weltweit profiliertesten Priestern und Katholiken, und er hat ein Programm. Oder hatte. Eigentlich wollte er \u00fcber Freude des Evangeliums sprechen, \u00fcber Kirche im Aufbruch, eine missionarische Seelsorge, \u00fcber die Bewahrung der Sch\u00f6pfung und den Blick der Welt aus der Peripherie. Daf\u00fcr steht er.<\/p>\n<p>Davon ist wenig \u00fcbrig geblieben. Im Augenblick sind da viele Knoten, viele Widerspr\u00fcche, viele Fehler. Und vor allem ist da im Augenblick das Thema Missbrauch. Es ist nicht neu, im Gegenteil. Aber es scheint dass das Thema sich erst jetzt in seiner ganzen Wucht entfaltet. Hier ist sie, die angesprochene Glaubens- und Strukturkrise.<\/p>\n<p>Das Ganze f\u00fchlt sich beim Papst etwas an wie das Fahrradfahren im Sand. Mit viel Schwung gestartet wird es m\u00fchsam, sobald man auf den Strand kommt. Viel Energie, kaum Vorw\u00e4rts-Kommen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Glaubensfeind Klerikalismus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Feind, welchen der Papst hier erkannt und benannt hat, ist der Klerikalismus. Zu Missbrauch Nein sagen, hei\u00dft zu Klerikalismus nein sagen, das ist die Formulierung, mit welcher der Papst immer wieder zitiert wird. Es ist ein schillernder Begriff und soziologisch schwer zu fassen.<\/p>\n<p>Es ist immer gef\u00e4hrlich, mit Begriffen wie \u201eGrund\u00fcbel\u201c oder \u201efundamentale Schw\u00e4che\u201c zu hantieren. Will ich ein Problem analysieren, stehen solche alles \u00fcberragende Begriffe gerne im Weg herum. Und doch ist in der innerkirchlichen Debatte so ein Begriff allgegenw\u00e4rtig: Der Klerikalismus unter Priestern.<\/p>\n<p>Zuletzt hatte der Papst vor Seminaristen des Bistums Agrigent davon gesprochen, in seiner immer sehr \u00fcberdeutlichen Sprache nannte er den Klerikalismus die \u201eschlimmste Perversion\u201c des Priesterseins. Auch in seinem Brief an die ganze Kirche nennt er die zersetzende Kraft des Klerikalismus ausdr\u00fccklich.<\/p>\n<p>Im Zuge der Debatte um die MHG-Studie im September haben wir aber auch viel Kritik an der Kritik des Klerikalismus gelesen, und auch das zu Recht. Wer zu schnell die Schuld dahin schiebe, \u00fcbersehe individuelle Verantwortung, so die Kritik. Die Klage \u00fcber Klerikalismus k\u00f6nne so zu einem Abschieben ins Abstrakte, in die Allgemeinheit werden. Und dieser Kritik schlie\u00dfe ich mich an. Das macht das Benennen des Klerikalismus als Ursache nicht falsch, warnt aber vor zu schnellen Schl\u00fcssen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Verantwortung darf nicht verschleiert werden<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Genau das Gegenteil von Abw\u00e4lzen ist gefordert: Wer auf Klerikalismus hinweist, muss ihn zuerst bei sich selber suchen, es ist also ganz bewusst ein Wahrnehmen von Verantwortung, um die es hier geht. Nicht ein Abw\u00e4lzen.<\/p>\n<p>Und was ist das dann, dieser Klerikalismus?<\/p>\n<p>Lesen wir mit dem Papst das Markusevangelium. Johannes geht zum Herrn und beklagt sich, da sei einer, der nicht zu den J\u00fcngern geh\u00f6re und im Namen Jesu D\u00e4monen austreibe, das gehe doch nicht. Eigentlich sei dieser Enthusiasmus etwas Gutes, trotzdem sei das in einer \u201eHaltung des Abschottens\u201c abgeglitten. Was nicht Teil der Pl\u00e4ne war, wird als Gefahr gedeutet. Jesus dagegen erscheint an dieser Stelle \u201eganz frei\u201c, offen f\u00fcr die Freiheit des Geistes Gottes, \u201eder in seinem Tun durch nichts begrenzt ist\u201c.<\/p>\n<p>\u201eIn gutem Glauben, ja, mit Eifer, m\u00f6chten wir die Authentizit\u00e4t einer bestimmten, besonders charismatischen Erfahrung sch\u00fctzen, indem wir den Gr\u00fcnder vor falschen Nachahmern bewahren. Aber gleichzeitig gibt es die Angst vor Konkurrenz, dass jemand neue Anh\u00e4nger wegnehmen kann, und dann kann man das Gute, das andere tun, nicht sch\u00e4tzen: nicht gut, weil \u201enicht von uns ist\u201d. Es ist eine Form der Selbstreferentialit\u00e4t,\u201c so die Papstpredigt. Und das \u2013 wenn es bei Amtstr\u00e4gern vorkommt \u2013 kann man Klerikalismus nennen.<\/p>\n<p>Der Theologe Rainer Bucher nennt zwei Kategorien, die ich hilfreich finde, um das Ph\u00e4nomen zu verstehen. Erstens beginne Klerikalismus da, wo das Interesse sich auf den Priester oder die Priester richtet, auf Struktur und Stand, nicht auf das Volk Gottes, f\u00fcr das Priester ja da sind. Und zweitens gelte f\u00fcr die Einsch\u00e4tzung nicht die Selbstwahrnehmung der Priester, sondern die Fremdwahrnehmung durch die anderen. Klerikalismus ist also etwas, was sich der Priester sagen lassen muss, um ihn zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Bartim\u00e4us-Problem<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist das klassische Bartim\u00e4us-Problem: \u201eSei still, st\u00f6re nicht, werde nicht l\u00e4stig&#8220;, das ist die Haltung von Bisch\u00f6fen, Priestern und Seelsorgepersonal, die denken, das Leben Jesu sei nur f\u00fcr die Geeigneten. Dahinter vermutet der Papst eine \u201eGeringsch\u00e4tzung des gl\u00e4ubigen Gottesvolkes&#8220;. Es soll nur Platz geben f\u00fcr Geeignete, f\u00fcr die \u201eRichtigen&#8220;, f\u00fcr Berechtigte, f\u00fcr die mit der korrekten Einstellung, so sagte er im Juli 2015 in Santa Cruz in Bolivien.<\/p>\n<p>Man sieht sich als Stand an, mit eigenem Rang, den man sich nicht nehmen lassen will. Meistens hat das dann auch einen eigenen Code, sprachlich wie auch in Kleidung etc., ein klassischer gesellschaftlicher Stand eben.<\/p>\n<p>Man trennt sich auf diese Weise \u2013 so der Vorwurf \u2013 vom Volk Gottes, immer noch etwas ungeschickt \u201eLaien\u201c genannt. Dieser Stand will die Entscheidungen treffen, \u201eHerren des Glaubens, nicht Diener der Freude\u201c, wenn ich das Paulus-Zitat hier einmal umdrehen darf. Dabei entwickelt sich Glaube aus dem Volk heraus, so im Brief an die Lateinamerika-Kommission 2016. Oder schlicht in Zahlen ausgedr\u00fcckt: \u201eDie Laien sind schlicht die riesige Mehrheit des Gottesvolkes. In ihrem Dienst steht eine Minderheit: die geweihten Amtstr\u00e4ger\u201c (Enzyklika <em>Evangelii Gaudium<\/em> 102).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Zeit der Pastoralpl\u00e4ne<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Und hier kommen dann auch die so genannten Pastoralpl\u00e4ne ins Spiel. Als ich 1993 zum Philosophiestudium nach M\u00fcnchen kam, sagte uns der Jesuit und Spiritual des Gregorianum, P Heinz Schulte, dass die Angst der Priesteramtskandidaten nicht das Leben im Z\u00f6libat sei, sondern der Speyrer Pastoralplan. Erinnern Sie sich? Das war der erste gro\u00dfe der vielen Pl\u00e4ne, ganz bewusst auf Priestermangel reagierend.<\/p>\n<p>Wer sein Bistum an der Priesterzahl orientiert, der verwaltet einen Angebotsbetrieb. Das kann man machen. Man muss sich nur klar dar\u00fcber werden, was man dann tut. Denn man darf sich dann nicht mehr dar\u00fcber beschweren, dass der Glaube immer weniger Wurzeln hat. Wie der Papst es formuliert: \u201eJeder Getaufte ist, unabh\u00e4ngig von seiner Funktion in der Kirche und dem Bildungsniveau seines Glaubens, aktiver Tr\u00e4ger der Evangelisierung, und es w\u00e4re unangemessen, an einen Evangelisierungsplan zu denken, der von qualifizierten Mitarbeitern umgesetzt w\u00fcrde, wobei der Rest des gl\u00e4ubigen Volkes nur Empf\u00e4nger ihres Handelns w\u00e4re.\u201c (Enzyklika <em>Evangelii Gaudium<\/em> 120)<\/p>\n<p>Wenn ich an die Macht von Pastoralpl\u00e4nen denke, an Machbarkeiten in denen Generalvikare und Personalchefs denken m\u00fcssen, dann h\u00f6re ich dagegen die Worte von Franziskus: \u201eWir k\u00f6nnen in die Falle geraten, den Wert unserer apostolischen Bem\u00fchungen nach den Kriterien der Effizienz, der Funktionsf\u00e4higkeit und des \u00e4u\u00dferen Erfolgs zu messen, welche die Gesch\u00e4ftswelt vorschreibt. Sicher, diese Dinge sind wichtig. Es ist uns eine gro\u00dfe Verantwortung \u00fcbertragen worden, und zu Recht erwartet das Volk Gottes von uns, dass wir ihr entsprechen. Doch der wahre Wert unseres Apostolats wird daran gemessen, was er in den Augen Gottes gilt.\u201d (New York 2015)<\/p>\n<p>Das ist keine Spiritualisierung des Problems, Papst Franziskus will damit nur deutlich machen, dass \u201eEffizienz\u201c kein Name Gottes ist.<\/p>\n<p>Beide Pole, die Frage um die Gestaltung der zuk\u00fcnftigen Form der Kirche \u2013 Stichwort Pastoralpl\u00e4ne \u2013 als auch die Frage nach Missbrauch in der Kirche, haben das Thema der Macht auf die Tagesordnung gesetzt. Zu lange haben wir geh\u00f6rt, dass es in der Kirche keine Macht g\u00e4be, sondern nur Vollmacht. Das ist Verantwortungs-Verschleierung, das ist Spiritualisierung. Wenn wir \u00fcber Priestersein heute sprechen, \u00fcber Vollmacht und Autorit\u00e4t, \u00fcber Planen und Machbarkeit, dann m\u00fcssen wir auch \u00fcber Macht sprechen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Nein sagen!<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die klassische christliche Antwort auf alle Probleme ist der Aufruf Jesu zur Umkehr. Neu das Evangelium ins Zentrum des Lebens zu setzen, sein Leben immer wieder neu auszurichten, einzeln und als Gemeinschaft.<\/p>\n<p>Aber was genau hei\u00dft das heute? Mit Blick auf Priestersein, auf Macht? Was ist eine Umkehr, welche Verantwortung nicht spiritualisiert und damit verschleiert?<\/p>\n<p>Ich mag das mit Johan Baptist Metz die \u201eb\u00fcrgerliche Religion\u201c nennen. Sein Buch \u201eJenseits b\u00fcrgerlicher Religion\u201c, 1980 erschienen erscheint es mir heute noch prophetisch. Metz geht von der Autorit\u00e4tsfrage aus: \u201eHaben wir nicht selbst die Betreuungskirche so sehr verinnerlicht, dass wir meinen, alles an kirchlicher Erneuerung hinge schlie\u00dflich davon ab, dass die Betreuer, also vorweg der Papst und die Bisch\u00f6fe, sich \u00e4ndern? Tats\u00e4chlich geht es darum, dass die Betreuten sich \u00e4ndern und sich nicht einfach wie Betreute benehmen.\u201c<\/p>\n<p>Metz sieht die Gefahr der Verwandlung des Christentums in eine b\u00fcrgerliche Religion, also die Gefahr, dass wir die Erneuerung der Kirche auf Basis der b\u00fcrgerlichen Religion suchen, die \u201eals besonders \u201afortschrittlich\u2019 und gar \u201abefreiend\u2019 vorkommen mag\u201c. \u201eDie b\u00fcrgerliche Gesellschaft ruht nicht, bis die Religion zu ihr und zu ihren Plausibilit\u00e4ten passt\u201c. Oder an einer anderen Stelle in demselben Text: \u201eDer B\u00fcrger l\u00e4sst die Religion nicht mehr an sich heran, er bedient sich ihrer, wenn er sie \u201abraucht\u2019.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Unterworfener Glaube<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Problem bei dieser Kirche ist, dass sie vorgibt, was Glaube und Gott sein darf und welchen Stellenwert Gott zugewiesen werden darf. Man unterwirft Glaube, Religion und Gott also b\u00fcrgerlichen Funktionalismen, damit alles glatt und sch\u00f6n und ohne anzuecken verl\u00e4uft. \u201eDiese b\u00fcrgerliche Religion fordert nichts, tr\u00f6stet aber auch nicht. Gott ist in ihr zwar zitierf\u00e4hig, aber kaum mehr anbetungsw\u00fcrdig,\u201c sagt Metz: \u201e(Hier hilft) nur eine bis in die Wurzeln gehende Umkehr\u201c.<\/p>\n<p>Wir finden in dem Text nicht die vertrauten und in Ehren angegrauten Forderungen, mit denen die b\u00fcrgerliche Religion vorgibt, alle religi\u00f6sen Probleme l\u00f6sen zu k\u00f6nnen. Die klassischen Forderungen sich selbst als reformorientiert sehender Revolution\u00e4re: Z\u00f6libat, Sexualmoral und so weiter. Diese Themen sind wichtig, Metz ist aber radikaler. Seiner ist ein genuin religi\u00f6ser Ansatz: Die Umkehr. Diese ist \u2013 auch das macht Metz klar \u2013 nicht rein spirituell und innerlich zu verstehen, sondern hat gesellschaftliche Wucht und vor allem verlangt sie \u00c4nderungen im Lebensstil. Umkehr betrifft nicht nur mich und meinen Gott im Gebet, Umkehr hat Folgen in meinem und unserem Leben. Das nimmt dem Begriff auch die etwas angestaubte Bedeutung, die wir manchmal damit verbinden. Und es zeigt, dass Umkehr keine Verharmlosung von Problemen ist, keine Verschleierung durch Spiritualisierung.<\/p>\n<p>Umkehr bedeutet also ein Nein-Sagen. Nein sagen zu einer Version von Religion, die innerhalb der b\u00fcrgerlichen Gesellschaft \u201efunktioniert\u201c, Nein sagen zu ihren Fehlformen wie dem Missbrauch von Macht, Nein sagen zu Planbarkeit und Machbarkeit. Und alles aus religi\u00f6sen Gr\u00fcnden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Elemente des Priesterseins \u00e0 la Franziskus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Papst Franziskus ist diese Umkehr ein Zentralbegriff seines Sprechens vom Glauben. Auch wenn er ungeschickt in der deutschen \u00dcbersetzung von<em> Evangelii Gaudium<\/em> als \u201eNeuausrichtung\u201c wiedergegeben wird, es geht ihm um den religi\u00f6sen Begriff der Bekehrung, auch um die Bekehrung der Strukturen.<\/p>\n<p>Sein Bild des Priesterseins erscheint gerne im Gewand eines von ihm erfundenen Wortes. Sein Wort lautet \u201eDi\u00f6zesanit\u00e4t\u201c. Ordenspriester haben es einfacher, sie werden im deutschen Sprachgebrauch \u201aPater\u2018 genannt oder \u201aBruder\u2018, w\u00e4hrend die Di\u00f6zesanpriester mit \u201aHerr\u2018 angesprochen werden wie jeder andere Mann auch, da ist die Distinktion schwieriger.<\/p>\n<p>Das Wort \u201eDi\u00f6zesanit\u00e4t\u201c hilft uns, konkret zu bleiben. Die Krise, die Schwierigkeiten, der Druck, der Wandel, die Transformation des Priesterbildes und des Priesterlebens heute findet ja vor allem in den Pfarreien statt. Die Orden haben es einfach, die ziehen sich zur\u00fcck, wenn etwas nicht mehr geht, oder machen das Kloster zu. Das kann ein Bischof nicht. Und erst hier wird es wirklich relevant und kritisch.<\/p>\n<p>Aber trotz allem ist das Wort, welches der Papst ein diesem Zusammenhang immer und immer wieder nennt, das Wort \u201eFreude\u201c. Es ist auff\u00e4llig, wie oft er von Freude spricht, Evangelii Gaudium, Laudete et Exultate, Amoris Laetitia, Veritatis Gaudium, alles Freuden-Texte. \u201eDas Evangelium l\u00e4dt mit Nachdruck zur Freude ein\u201c, beginnt er <em>Evangelii Gaudium<\/em>.<\/p>\n<p>Mit Freude ist nat\u00fcrlich nicht einfach nur eine Stimmung gemeint, genauso wenig wie man befehlen kann \u201eliebe!\u201c kann man befehlen \u201efreu dich!\u201c. Genauso wie \u201eliebe deinen N\u00e4chsten\u201c als Gebot nicht den Charakter einer Anweisung hat, so ist die \u201einnige und tr\u00f6stliche Freude der Verk\u00fcndigung des Evangeliums\u201c, wie es Papst Paul VI. in <em>Evangelii Nuntiandi<\/em> genannt hat, nichts was ich verordnen kann. Das ist das Ergebnis eines Weges, eines geistlichen Werdens.<\/p>\n<p>An dieser Stelle mag ich diese Dynamik und dieses Werden in Begriffe \u00fcbersetzen, die Papst Franziskus als Jesuit vertraut sind und die in seinem Sprechen mitschwingen. Schauen wir in das Exerzitienbuch des Ignatius von Loyola, dort taucht \u201eFreudigkeit\u201c an bezeichnender Stelle auf, n\u00e4mlich da es Ignatius um \u201egeistlichen Trost\u201c geht. Das ist nicht zu verwechseln mit \u201atr\u00f6sten\u2018 oder gar \u201avertr\u00f6sten\u2018, es darf eben nicht um Spiritualisierung und damit Vertuschung gehen.<\/p>\n<p>Ignatius beschreibt den Trost so: \u201e\u00dcberhaupt nenne ich \u201aTr\u00f6stung\u2018 alle Zunahme an Hoffnung, Glaube und Liebe und alle innere Freudigkeit, die zu den himmlischen Dingen ruft und hinzieht und zum eigenen Heil seiner Seele\u201c (Exerzitienbuch Nr. 316).<\/p>\n<p>Etwas vereinfachend formuliert: Zunahme an Hoffnung, Glaube und Liebe f\u00fchrt uns, f\u00fchrt uns weiter, f\u00fchrt uns zu uns selbst, zum N\u00e4chsten und zu Gott. Und das mag ich dann mit Papst Franziskus \u201eFreude\u201c oder mit Ignatius \u201einnere Freudigkeit&#8220; nennen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u201eInnere Freudigkeit\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Zunahme von Hoffnung, Glaube, Liebe bedeutet noch nicht das Gleiche wie angenehme Gef\u00fchle zu haben. Reue zum Beispiel ist auch ein Trost, wie ihn Ignatius versteht. Schmerzen versp\u00fcren \u00fcber die eigenen S\u00fcnden, all das kann Trost sein, also Zunahme an Glaube, Liebe, Hoffnung. Weil es ein Weg ist, weil es ein Weg mit Gott ist, ein Weg, der zu Gott hinf\u00fchrt. Es ist die Verhei\u00dfung eines Weges zu Gott, der sch\u00f6n und erbaulich, fromm, aber auch steinig und trocken sein kann. F\u00fcr die Freude, von welcher der Papst spricht, gilt das gleiche, m\u00f6chte ich hier behaupten.<\/p>\n<p>\u201aFreude\u2018 darf eben nicht \u00fcberfordern, sie muss im Alltag, den Normalit\u00e4t, den Realit\u00e4ten des Lebens gefunden werden. Sie ist nicht zu verordnen ist. Und vor allem: \u201eFreude\u201c darf sich nicht einfach behaupten, die darf nicht umdeuten. Diese Einschr\u00e4nkung ist wichtig: Die Erfahrung muss von der Wirklichkeit gedeckt sein, sie darf nicht einfach ein Umdeuten von Wirklichkeit sein.<\/p>\n<p>Unser Ausgangspunkt ist also ein doppelter: die Krise, Identit\u00e4tskrise, Lebenskrise, Glaubw\u00fcrdigkeitskrise, Amtskrise des Priesters einerseits, und die Zunahme von Hoffnung, Liebe und Glaube, die Schritte auf dem Weg zu Gott, andererseits. \u201eDie Welt von heute, die sowohl in Angst wie in Hoffnung auf der Suche ist, m\u00f6ge die Frohbotschaft nicht aus dem Munde trauriger und mutlos gemachter Verk\u00fcnder h\u00f6ren, die keine Geduld haben und \u00e4ngstlich sind, sondern von Dienern des Evangeliums, deren Leben voller Glut erstrahlt, die als erste die Freude Christi in sich aufgenommen haben\u201c, so Paul VI. in <em>Evangelii Nuntiandi<\/em>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Orden des Petrus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Spiritualit\u00e4t des Di\u00f6zesanklerus, das ist in den Worten des Papstes \u201edie Spiritualit\u00e4t des Ordens, den der heilige Petrus gegr\u00fcndet hat\u201c. Drei Richtungen macht der Papst dabei aus, drei Beziehungen: \u201eDie erste Beziehung: Man kann kein guter Di\u00f6zesanpriester sein ohne die Beziehung zum Bischof. Der Bischof ist Vater. Er ist ein Vater, der hilft zu wachsen. (\u2026) Zweitens: die Beziehung innerhalb des Presbyteriums. Freundschaft unter euch. Es ist wahr, dass man nicht jedermanns vertrauter Freund sein kann, weil wir nicht alle gleich sind, aber gute Br\u00fcder ja, die einander wohlgesonnen sind. (..) Und drittens: die Beziehung zum Volk Gottes. Wir sind vom Herrn berufen, dem Herrn im Volk Gottes zu dienen. Ja, wir sind vielmehr aus dem Volk Gottes genommen! (&#8230;) Denn wenn wir das vergessen, dann verfallen wir allzu oft dem Klerikalismus und vergessen das Volk, aus dem wir gekommen sind\u201c, ermahnte Franziskus im November 2018 vor den Seminaristen in Agrigent. Das klingt auf den ersten Blick noch nicht sonderlich originell, es wird aber interessant, wenn man es ausbuchstabiert.<\/p>\n<p>Der Bischof soll also ein Vater sein. F\u00fcr uns ist das ein schwieriges Wort, wir haben \u2013 hoffentlich \u2013 mit unseren V\u00e4tern andere Beziehungen gehabt als wir sie mit den Bisch\u00f6fen haben.<\/p>\n<p>Papst Franziskus benutzt hier eine Sprache, die knirscht und knackt. Die emotional \u00fcberfordert und vielleicht sogar \u2013 in unserem Zusammenhang \u2013 \u00fcbergriffig ist. Selbst bei Ordensoberen, deren Verh\u00e4ltnis zu Ordensmitgliedern eine anderes ist als das des Bischofs, klingt das f\u00fcr unsere Ohren mindestens schwierig.<\/p>\n<p>Zum Verst\u00e4ndnis hilft es zu sehen, dass es in erster Linie ein Anspruch an den Bischof ist, nicht an den Priester. Der Bischof darf das nicht einfordern. \u201eSiehe, ich bin der Bischof, du machst das jetzt, denn ich bin ja Vater.&#8220; Gerade in unseren Gro\u00dfbist\u00fcmern hier in Deutschland, mit den riesigen Apparaten und einem Bischof, den man kaum sieht, wird das schwierig.<\/p>\n<p>Was der Papst uns damit sagt bleibt aber wichtig: Sendung des Priesters ist nicht funktional, nicht weil hier eine Pfarrei zu besetzen und eine zweite dazu zu nehmen ist, ein Pfarrverband zu gr\u00fcnden und \u00fcberhaupt Not am Mann ist. Sendung des Priesters hat auch eine pers\u00f6nliche und religi\u00f6se Natur, und daf\u00fcr verantwortlich auf Bistumsseite \u2013 wir reden ja \u00fcber Di\u00f6zesanit\u00e4t \u2013 ist der Bischof. Es geht eben auch um den pers\u00f6nlichen Weg des Priesters mit Gott. Verwalten reicht da nicht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u201eEntscheidung zur Br\u00fcderlichkeit\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Beziehung im Presbyterium: Hier geht es um das, was der Papst \u201eEntscheidung zur Br\u00fcderlichkeit\u201c nennt: \u201eIch spreche mit Absicht von Entscheidung. Es kann nicht nur etwas sein, das dem Zufall, den g\u00fcnstigen Umst\u00e4nden \u00fcberlassen wird (\u2026) Diese Gemeinschaft muss in der Suche nach konkreten Formen gelebt werden, die zeitgem\u00e4\u00df und der Wirklichkeit des Umfeldes angemessen sind, aber stets in apostolischer Perspektive, mit missionarischem Stil, mit Br\u00fcderlichkeit und Einfachheit des Lebens.\u201c (Rede in Cassano all\u2019Ionio im Juni 2014)<\/p>\n<p>Die Gemeinschaft muss in der Suche nach konkreten Formen gelebt werden: das ist die Herausforderung heute. Vor allem, weil das wegen der strukturellen \u00dcberforderung auf dem Land immer schwieriger wird. Aber das ist Verantwortung des Bischofs, das ist Entscheidung der Priester, und wenn es wirklich auf die Sendung und Verk\u00fcndigung ausgerichtet ist, dann ist es auch wirksam f\u00fcr die Gemeinschaft der Glaubenden.<\/p>\n<p>Und das f\u00fchrt uns dann wieder zur\u00fcck zu unserem Thema: \u201eWas ist das Zeichen, dass es um diese beiden Beziehungen, zwischen Priester und Bischof und zwischen dem Priester und den anderen Priestern, gut bestellt ist? Das ist die Freude\u201c.<\/p>\n<p>Di\u00f6zesanit\u00e4t, die geistliche Grundhaltung des Priesters \u2013 um das \u00fcberbewirtschaftete Wort \u201eSpiritualit\u00e4t\u201c zu vermeiden \u2013 ist also eine Entscheidung, ein Tun, ein Bem\u00fchen. Freude \u2013 Trost und Zunahme von Hoffnung, Glaube, Liebe \u2013 finden sich in dem Bem\u00fchen und im Weg dahin.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die erste Liebe<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ein privilegierter Weg der Zunahme ist der Blick zur\u00fcck, der Blick auf das, was der Papst \u201edie erste Liebe\u201c nennt. \u201eDarum darf ein Bischof, ein Priester, eine gottgeweihte Person, ein Seminarist nicht \u201evergesslich\u201c sein: Er verliert dann den wesentlichen Bezug zu dem Augenblick, mit dem sein Weg begann\u201c, sagte er 2013 in Rio de Janeiro.<\/p>\n<p>Hier geht es aber nicht um Sentimentalit\u00e4t. Auch ver\u00e4ndern sich unsere Erinnerungen ja auch mit dem Erinnern selbst, sie sind kein Fixpunkt der sich nicht mit uns wandeln w\u00fcrde. Es geht bei der \u201eGnade der Erinnerung\u201c um etwas anderes. Die Begegnung mit Jesus hat unser Leben ver\u00e4ndert, \u201esie schafft ein Vorher und ein Nachher\u201c. \u201eEs ist gut, sich immer an diese Stunde zu erinnern, an dieses Schl\u00fcsselereignis f\u00fcr jeden von uns, als wir ernsthaft erkannten, dass \u201edas, was ich sp\u00fcrte,\u201c keine Lust oder Anziehung war, sondern dass der Herr mehr erwartete\u201c. Der Papst zitiert den Einwand: Im Gebet, in der Anbetung, begegne ich aber auch heute Jesus, warum dann die Erinnerung? Antwort: es geht nicht darum, auf den Herrn zu blicken, sondern sich zu erinnern, wie der Herr mich angeblickt hat. ER hat zuerst geschaut. Das ist es, woran wir uns erinnern sollen. Der Herr hat zuerst geschaut.<\/p>\n<p>Die erste Liebe nicht zu vergessen \u2013 also die Freude der allerersten Begegnung mit Jesus, den Moment der Trennung zwischen Vorher und nachher \u2013 bedeutet laut Papst Franziskus, unabl\u00e4ssig die Hoffnung zu n\u00e4hren. Und Hoffnung, da sind wir auf dem Weg zum Trost. Die Erinnerung an die \u201eerste Liebe\u201c n\u00e4hrt die Hoffnung. Und damit die Freude.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die verwundete Kirche<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eEine verwundete Kirche kann die Wunden der Welt von heute verstehen und sich diese zu eigen machen, sie erleiden, begleiten und zu heilen versuchen. Eine Kirche mit Wunden stellt sich nicht in den Mittelpunkt, glaubt nicht, perfekt zu sein; sie stellt den in den Mittelpunkt, der allein ihre Wunden heilen kann und der da hei\u00dft: Jesus Christus. \u2026 Das Bewusstsein, das wir verwundet sind, macht uns frei; ja, es befreit uns davon, selbstbezogen zu sein und uns besser als andere zu f\u00fchlen\u201c, so der Papst in Santiago de Chile im Januar 2018. Dass wir inmitten der Missbrauchskrise aber auch im radikalen Strukturwandel eine verwundete Kirche sind, das ist mehr als deutlich.<\/p>\n<p>Aber noch einmal: das Zitat des Papstes w\u00e4re falsch verstanden, wenn wir jetzt den in Predigten beliebten Satz heran z\u00f6gen, jede Krise sei auch eine Chance.<\/p>\n<p>Nehmen wir die Pastoralpl\u00e4ne: Was in Wirklichkeit geschieht ist, dass Pfarreien keine Priester mehr haben, dass zusammen gelegt wird, das aufgegeben wird, dass die R\u00e4ume gr\u00f6\u00dfer und damit unpers\u00f6nlicher werden. Das wird dann aber mit sch\u00f6nen Namen belegt. Salz im Norden, Sendungsraum, Apostelgeschichte, Geistlicher Weg, immer schauen diese Projekte nach vorne, immer klingen sie positiv. Und das geschieht in guter Absicht, es soll ja ein weiter geben, eine Zukunft.<\/p>\n<p>Was dabei aber fehlt, ist Trauer. Wir geben ab, l\u00f6sen auf, ziehen uns zur\u00fcck, aber wir nennen das nicht so. Mir scheint, dass Kirche nicht trauert, dass wir nicht die Wunden, die das alles schl\u00e4gt, akzeptieren k\u00f6nnen. Wir haben Pl\u00e4ne und Konzepte, aber wenig Trauer. Wir haben \u201eNeo-Pelagianismen\u201c, Vertrauen auf die eigenen Kr\u00e4fte und Pastoralpl\u00e4ne, aber das ist die falsche Reaktion. Das ist eine Form der Umdeutung, der Spiritualisierung.<\/p>\n<p>Und was f\u00fcr die Pastoralpl\u00e4ne gilt, das gilt erst recht f\u00fcr die Frage von Missbrauch von Macht, hier darf ich schon gar nicht \u201eAufbruch\u201c und \u201egereinigte Kirche\u201c sagen. Hier verbietet sich das semantische oder geistliche Umdeuten von selbst.<\/p>\n<p>Und trotz all dem bleibe ich hoffnungsvoll. Und zwar reflektiert. Diese Hoffnung ist nicht naiv, weil uns ja eh nichts anderes \u00fcbrig bleibt. Keine Wirklichkeitsverweigerung.<\/p>\n<p>Sie ist keine \u201eVertr\u00f6stung&#8220;, um die Falschdeutung des \u201egeistlichen Trostes&#8220; noch einmal aufzugreifen. Das ist es nicht. Innere Freudigkeit, Zunahme an Hoffnung, Glaube, Liebe, das muss sich in der Wirklichkeit finden, wie sie ist, nicht wie wir das gerne h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Nicht fliehen. Nicht sich verstecken. Nicht sein Heil in irgendwelchen -ismen suchen. Nicht auf die eigenen Kr\u00e4fte und Pastoralpl\u00e4ne vertrauen, denn nicht von ihnen kommt das Heil und die Freude.<\/p>\n<p>Der Papst spricht von der Identit\u00e4tskrise des Priesters, welche mit dem Wandel von Kultur und Gesellschaft einhergehe. Aber genau hier \u2013 im \u201eMeer der heutigen Welt\u201c \u2013 zeige sich die Salbung des Priesters als das, was sie sein soll. Priestersein ist Gnade. Nicht Funktion.<\/p>\n<p>Gott ist ein \u201eGott des Trostes\u201c, sagt der R\u00f6merbrief, und auch wenn Paulus sicherlich nicht Exerzitien bei Ignatius gemacht hat, weist dieser \u201eTrost\u201c in dieselbe Richtung. Papst Franziskus legt die R\u00f6merbriefstelle (Kap 15) so aus: \u201eDer \u201aTrost\u2018 hingegen ist die Gnade, in jeder Situation, auch in denen, die am meisten von Entt\u00e4uschung und Leiden gepr\u00e4gt sind, die Gegenwart und das barmherzige Handeln Gottes zu erkennen\u201c, sagte er bei der Generalaudienz am 22. September \u00a02017.<\/p>\n<p>Und wenn ich das erkenne oder zumindest erahne, dann ist da eine Zunahme, von Hoffnung, von Glaube, von Liebe. \u201eWir m\u00fcssen uns bewusst sein, dass wir oft nicht wissen, mit diesen neuen Situationen umzugehen. Manchmal tr\u00e4umen wir von den \u201aFleischt\u00f6pfen \u00c4gyptens\u2018 und vergessen, dass das Gelobte Land vor uns liegt, nicht hinter uns\u201c, formulierte der Papst im Januar 2018 in Santiago de Chile.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Missbrauch und Pastoralpl\u00e4ne: Es sind dies die beiden Pole, zwischen denen sich das Priestersein heute bewegt. 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