{"id":108216,"date":"2025-07-10T11:26:56","date_gmt":"2025-07-10T09:26:56","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108216"},"modified":"2025-07-10T11:26:56","modified_gmt":"2025-07-10T09:26:56","slug":"faulhaber-und-die-entnazifizierung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/faulhaber-und-die-entnazifizierung\/","title":{"rendered":"Faulhaber und die Entnazifizierung"},"content":{"rendered":"<p>Am 29. Mai 1945, genau einen Monat nach der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau, notierte Faulhaber in seinem Tagebuch: Alois Roth, Treuh\u00e4nder [\u2026] zwei Gesuche f\u00fcr H\u00e4ftlinge. Der eine Blutordenstra\u0308ger, sehr aktiv, zuletzt Landrat &#8211; da ist nichts zu machen, ein qualifizierter SS. Nur zu hoffen, da\u00df sie einzeln gepr\u00fcft werden, nicht gleich erschossen. 2) Der Arzt Medizinalrat von Krumbach, SS &#8211; aber sehr geachtet. Besonders in Ursberg hat er viele Kinder gerettet, also gegen die Grunds\u00e4tze von SS. Gestern sagte Dr. Geiger, es w\u00fcrde f\u00fcr ihn Eingabe gemacht. Er will nicht weggehen und will wieder kommen, aber klar gesagt: Da w\u00e4re nichts zu machen von mir aus.<\/p>\n<p>Faulhaber positionierte sich hier klar: Mitgliedern der SS \u2013 als ehemalige Angeh\u00f6rige der von den Alliierten verbotenen und sp\u00e4ter als verbrecherisch eingestuften Organisation \u2013 konnte er nicht helfen, auch wenn er eventuell gewollt h\u00e4tte.\u00a0 Wie verhielt er sich jedoch gegen\u00fcber den vielen weiteren Personen, die in die NS-Herrschaft verstrickt waren, ohne Mitglied der SS gewesen zu sein?<\/p>\n<p>Wie ging Faulhaber 1945 mit T\u00e4tern, Mitl\u00e4ufern oder Profiteuren um, wem lie\u00df er seine Hilfe zuteilwerden, nach welchen Kriterien entschied er und zu welchen Ambivalenzen f\u00fchrte dies? Dazu wird im Folgenden sein Verhalten gegen\u00fcber zwei Personen kontrastiert: dem Moraltheologen Robert Linhardt und dem Arzt Heinrich Eymer, die beide unter anderem wegen ihrer Unterst\u00fctzung der NS-Sterilisationspolitik in politische Bedr\u00e4ngnis geraten waren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Heinrich Eymer: Profiteur des NS-Regimes \u2013 T\u00e4ter in der Sterilisationspolitik \u2013 Proteg\u00e9 Faulhabers<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Heinrich Eymer war seit 1934 Direktor der M\u00fcnchner Frauenklinik und Professor f\u00fcr Gyn\u00e4kologie an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen. Er war 1934 nicht allein wegen seiner fachlichen Expertise auf den Lehrstuhl berufen worden, sondern unter anderem durch Interventionen von Reichs\u00e4rztef\u00fchrer Gerhard Wagner und dem Leiter der Medizinalabteilung des Bayerischen Innenministeriums und sp\u00e4teren Reichsdozentenf\u00fchrer Walter Schultze. Wagner hatte an die Berufungskommission geschrieben: \u201eIch kann dazu nur erkl\u00e4ren, da\u00df sich selbstverst\u00e4ndlich auch die Partei ein Urteil \u00fcber die Bewerber gebildet hat [\u2026]. Es kommt f\u00fcr den Lehrstuhl von D\u00f6derlein lediglich Prof. Eymer \u2013 Heidelberg in Frage.\u201c<\/p>\n<p>Eymer wurde infolgedessen auf den Lehrstuhl berufen \u2013 zu einer Zeit, als die Nationalsozialisten mit dem ein Jahr zuvor verabschiedeten \u201eGesetz zur Verh\u00fctung erbkranken Nachwuchses\u201c (GzVeN) begannen, Menschen, die vermeintlich erbkrank waren, zwangsweise zu sterilisieren. 1936 verfasste Eymer f\u00fcr die zweite Auflage des Gesetzeskommentars zum Sterilisationsgesetz einen Beitrag zur \u201eUnfruchtbarmachung der Frau\u201c.<\/p>\n<p>Zwischen Eymer und Faulhaber bestand 1945 reger Kontakt. Bereits am 17. Juli verfasste der Kardinal f\u00fcr Eymer ein Zeugnis zur Vorlage an die amerikanische Milit\u00e4rregierung. Darin schrieb er: \u201eZur Zeit werden die Beamten auf ihre Zugeh\u00f6rigkeit zur nat.soz. Partei gepr\u00fcft. Ich halte es f\u00fcr ein inneres Gebot Herrn Prof. Dr. Eymer mein Zeugnis zu geben, da\u00df bei dem hochverehrten Direktor der Frauenklinik trotz der \u00e4u\u00dferen Zugeh\u00f6rigkeit zur Partei eine innere Einstellung auf die weltanschaulichen Ideen und Ziele der Partei nicht vorhanden war und nicht vorhanden ist. Belege daf\u00fcr: Professor Eymer hat bei der Beerdigung der Hausoberin seiner Klinik, Schwester M. Godberta, vor drei Jahren einen warmen Nachruf gehalten. Das war f\u00fcr jene Zeit in solcher Stellung ein mutiges Wagnis.<\/p>\n<p>Als 1935 der Sohn eines Angestellten der Klinik seine erste hl. Messe feierte, hielt Prof. Eymer, obwohl selber Protestant, eine tiefempfundene Ansprache. Ein Drohbrief, der ihm damals zugeschickt wurde, konnte ihn in seiner Haltung nicht ersch\u00fcttern.<\/p>\n<p>Als von Ministerialdirektor Schulze, also von amtlicher Seite, an Prof. Eymer der Auftrag erging, die Kinder der Frauenklinik innerhalb der Klinik nicht mehr taufen zu lassen, lehnte er unter Hinweis auf den christlichen Glauben der M\u00fctter es ab, diesen echt nat.soz. Auftrag zu erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>Da\u00df Prof. Eymer den Befehlen der Partei sich nicht beugte, ergibt sich auch aus der Tatsache, da\u00df er die T\u00e4tigkeit der Barmherzigen Schwestern in der M\u00fctterpflege seiner Klinik \u00f6ffentlich anerkannte. Nur seinem Ruf als ausgezeichneter Arzt und Direktor ist es zu verdanken, da\u00df man seitens der Partei kein Disziplinarverfahren gegen ihn einleitete.<\/p>\n<p>Obige Zeugnisse sind voller Beweise daf\u00fcr, da\u00df Prof. Eymer trotz der \u00e4u\u00dferen Mitgliedschaft den Ideen und Zielen der Partei nicht zustimmte. Ich bitte Herrn Prof. Eymer in seiner T\u00e4tigkeit als hochgesch\u00e4tzter Leiter der Frauenklinik auch weiterhin wirken zu lassen.\u201c<\/p>\n<p>Was Faulhaber jedoch nicht erw\u00e4hnte, und umso mehr verwundert es, dass er dieses Zeugnis \u00fcberhaupt anfertigte, ist, dass Eymer nicht nur an der Kommentierung des Sterilisationsgesetzes beteiligt war, sondern unter seiner F\u00fchrung in der M\u00fcnchner Frauenklinik zwischen 1934 und 1945 insgesamt mindestens 1.318 Frauen unter Zwang sterilisiert wurden. Das war Faulhaber auch bekannt, wie ein Tagebucheintrag vom 8. M\u00e4rz 1935 zeigt: \u201eOberin, da\u00df doch Sterilisierungen vorkommen, sogar solche, die in der Hoffnung, der neue Professor Eymer weist aber zuru\u0308ck.\u201c<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr Faulhaber war dieses Gesetz von Anfang an untragbar. 1933 hatte er daher an die bayerischen Bisch\u00f6fe geschrieben: \u201eZu dem Sterilisierungsgesetz [\u2026] wird der Episkopat nicht schweigen k\u00f6nnen. Das Gesetz widerspricht in seinem heutigen Wortlaut dem christlichen Sittengesetz [\u2026]. [Es] steht zu bef\u00fcrchten, da\u00df die sittlichen Begriffe des Volkes in dieser Grundfrage verwirrt werden, wenn nicht ein autoritatives Wort dem Volke gesagt wird.\u201c<\/p>\n<p>Dabei ging er auf Konfrontationskurs zu Kardinal Bertram, der eine \u00f6ffentliche Intervention scheute, und schrieb seinen bayerischen Bischofskollegen, dass sie nun \u201ekeine R\u00fccksicht\u201c davon abhalten d\u00fcrfe, \u201edas Schwarze schwarz zu nennen\u201c.<\/p>\n<p>Was Faulhaber an dem GzVeN st\u00f6rte, war jedoch nicht dessen eugenische Zielsetzung, sondern die Wahl der Mittel. Die Fortpflanzung von kranken, behinderten oder sogenannten schwachsinnigen Menschen wollte n\u00e4mlich auch Faulhaber verhindert wissen. \u00adSterilisationen verstie\u00dfen allerdings gegen die am 31. Dezember 1930 von Papst Pius XI. erlassene Enzyklika <em>Casti Connubii<\/em>. In dieser hatte der Papst zum einen eugenische Ma\u00dfnahmen, die einem Eheverbot gleichkamen oder die in die k\u00f6rperliche Integrit\u00e4t des Menschen eingriffen, verurteilt, zum anderen aber keine grunds\u00e4tzliche Kritik am Ziel der Eugenik formuliert.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend Faulhaber somit einerseits im Episkopat einer der gr\u00f6\u00dften Kritiker des Sterilisationsgesetzes wurde, war er andererseits einer der gr\u00f6\u00dften Bef\u00fcrworter anderer eugenischer Ma\u00dfnahmen. Faulhaber schlug dabei die dauerhafte \u201eInternierung\u201c der Menschen vor \u2013 eine Forderung die im eugenischen Diskurs als \u201eAsylierung\u201c bezeichnet wurde. Wenn \u201eder Staat f\u00fcr die Schutzh\u00e4ftlinge eigene Lager errichtet hat\u201c, meinte Faulhaber, k\u00f6nnte er dies \u201eebenso gut f\u00fcr diese Sch\u00e4dlinge der Volksgemeinschaft, die er durch Sterilisierung unsch\u00e4dlich machen will\u201c tun. Faulhaber verstieg sich in einer Predigt sogar so weit zu sagen, erblich belastete Mensch seien \u201esozusagen mit einer zweiten Erbs\u00fcnde belastet, sozusagen mit einer Blutvergiftung ins Leben getreten.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ambivalenzen: Faulhabers Intervention gegen Robert Linhardt<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Zu welchen Ambivalenzen diese Haltung Faulhabers f\u00fchrte, zeigt der Fall des Freisinger Moraltheologen Robert Linhardt, der Sterilisationen moraltheologisch rechtfertigte, jedoch nicht \u2013 wie Eymer \u2013 an der Umsetzung des GzVeN beteiligt war. Linhardt sah Sterilisationen als legitim an, wenn sich der Staat in einer wirtschaftlichen Notlage bef\u00e4nde und daher Kosten im Anstaltswesen einsparen m\u00fcsse. Mit dieser Argumentation schloss er nahtlos an die des von der Kirche zunehmend ge\u00e4chteten Moraltheologen Joseph Mayer an, der zusammen mit Hermann Muckermann der prominenteste Bef\u00fcrworter der Sterilisationsgesetzgebung war. Faulhaber schrieb daher am 8. Oktober 1945 an die amerikanische Milit\u00e4rregierung: \u201eDa ich annehmen muss, dass zur Zeit die Namensliste der Professoren f\u00fcr die theologischen Fakult\u00e4ten von M\u00fcnchen und Freising in Vorbereitung ist, bitte ich zur Kenntnis zu nehmen, dass ich gegen das weitere Verbleiben von Professor Dr. Robert Linhardt, des bisherigen Professors f\u00fcr Moraltheologie in Freising, wegen seines aufdringlichen Eintretens f\u00fcr den Nationalsozialismus nach Art. 3 \u00a7 1 des Bayerischen Konkordates Erinnerung erheben m\u00fcsste.<\/p>\n<p>Nachdem Linhardt von Faulhabers Intervention erfahren hatte, kam er am 29. Oktober 1945 zu ihm, worauf dieser in seinem Tagebuch notierte: \u201eProfessor Linhardt, Dreiviertelstunde [\u2026]. Entr\u00fcstet \u00fcber den Rektor, der ihm geschrieben. Auseinandersetzungen \u00fcber Sterilisierung, Euthanasie (von Kindern wu\u00dfte<br \/>\ner nicht), ob er gar keine Aussicht habe. Nein. \u201eDurchk\u00e4mpfen?\u201c Ich bitte Sie, nicht \u00fcberst\u00fcrzen. Politisches wird die Milit\u00e4rregierung \u00fcberpr\u00fcfen, aber indirekt der Zivilverwaltung \u00fcbertragen, es nicht auf Entlassung ankommen lassen ohne Pension, ruhig eine Pfarrei annehmen, dann kommt Erholung. Aber man wird uns die politische Behandlung \u00fcbertragen. \u2013 Jedenfalls nicht Suspension oder Excommunication. [Einf\u00fcgung: \u201eIch mu\u00df ihm sagen: Was Sie mir heute sagen, hat mich erschreckt. In all diesen Fragen pendeln Sie am Rande der kirchlichen sittlichen Lehre. Die sittliche Ordnung steht unter der Jurisdiktion der Kirche. Er: Spricht sich selber an. Ich liebe die Kirche, ich will in der Kirche bleiben.\u201c<\/p>\n<p>Trotz mehrmaliger Versuche Linhardts, Faulhaber doch noch umzustimmen, blieb dieser bei seiner Meinung und lehnte eine erneute Aussprache mit ihm ab. Ein weiteres kirchliches Amt blieb ihm verwehrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gemeinsamkeiten und Unterschiede: Faulhabers Haltung zur Entnazifizierung<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Was unterschied den Fall von Robert Linhardt von dem von Heinrich Eymer? Zun\u00e4chst stand Linhardt als Geistlicher der Erzdi\u00f6zese M\u00fcnchen und Freising unmittelbar unter der Jurisdiktion Faulhabers, was einerseits ein gr\u00f6\u00dferes Interesse Faulhabers an den T\u00e4tigkeiten seiner Priester weckte, andererseits aber auch eine gr\u00f6\u00dfere Machtf\u00fclle mit sich brachte. Linhardt war Faulhaber nicht nur wegen seines Eintretens f\u00fcr die Sterilisationspolitik, sondern auch wegen seiner fr\u00fchen Anbiederung an die Nationalsozialisten seit 1933 ein Dorn im Auge. Eine Aussonderung im Rahmen der Entnazifizierung kam ihm daher auch gelegen.<\/p>\n<p>Doch wieso setzte sich Faulhaber f\u00fcr den (evangelischen) Arzt Heinrich Eymer ein, der Sterilisationen nicht nur gerechtfertigt, sondern diese selbst durchgef\u00fchrt hatte? Zwei Faktoren spielten hier zusammen und verst\u00e4rkten sich: einerseits die zunehmende Ablehnung der Entnazifizierung durch Faulhaber, andererseits die strikte Ablehnung von Abtreibungen durch Eymer.<\/p>\n<p>Im Oktober hatte Faulhaber bereits notiert: \u00a0\u201eWir tragen schwer daran, da\u00df seit etwa zwei Monaten im Gegensatz zur gutwilligen Zusammenarbeit mit der amerikanischen Milit\u00e4rregierung in den ersten drei bis vier Monaten, also Mai bis Juli, die Besatzung zu drakonischen H\u00e4rten \u00fcberging.\u201c<\/p>\n<p>Von Juli 1945 bis Ende M\u00e4rz 1946 entlie\u00df die Milit\u00e4rregierung etwa 140.000 Besch\u00e4ftigte aus dem \u00f6ffentlichen Dienst und etwa 70.000 Besch\u00e4ftigte aus Handel, Gewerbe und Industrie. Faulhaber lehnte diese rigide Entnazifizierungspolitik, die er als \u201eAbbaufanatismus\u201c\u00a0 gei\u00dfelte,\u00a0 nicht nur aus rein pragmatischen Gr\u00fcnden ab, sondern auch, weil er sie als einen Eingriff in die nationale Souver\u00e4nit\u00e4t ansah, bei der der individuellen Schuld des Einzelnen zu wenig Raum gewidmet w\u00fcrde. Generell sei zudem einer \u201eWiedervers\u00f6hnung\u201c und einer \u201egeistige[n] Entnazifizierung\u201c der Vorzug zu geben. F\u00fcr Faulhaber, wie f\u00fcr die meisten Deutschen, gab es nach Kriegsende nur \u2013 wie er 1946 in einem offenen Brief schrieb \u2013 eine \u201egeringe Anzahl von wirklichen Verbrechern\u201c. Die meisten Menschen, darunter \u201eBeamte, \u00c4rzte, Gelehrte\u201c und \u201eOffiziere von hervorragenden Eigenschaften und v\u00f6llig einwandfreier Haltung\u201c seien hingegen ohne Schuld verhaftet worden.<\/p>\n<p>Gerade f\u00fcr jene Personen wollte sich Faulhaber einsetzten: Menschen, die zwar Mitglied der NSDAP waren, jedoch seiner Meinung nach schuldlos in das Visier der Alliierten geraten waren, dem Nationalsozialismus abgeschworen hatten und f\u00fcr den Wiederaufbau der Gesellschaft \u2013 wohlgemerkt: keiner liberalen oder s\u00e4kularen \u2013 hilfreich schienen.<\/p>\n<p>Zu jenen Personen z\u00e4hlte Faulhaber \u2013 im Gegensatz zu Linhardt \u2013 Heinrich Eymer, der als vehementer Gegner jedweder Schwangerschaftsunterbrechung den Schulterschluss mit Faulhaber und den bayerischen Bisch\u00f6fen suchte, als das bayerische Innenministerium im August 1945 Abtreibungen bei von Soldaten vergewaltigten Frauen unter engen Voraussetzungen m\u00f6glich machen wollte. Er selbst weigerte sich nach eigenen Aussagen wegen seines Glaubens, diesen Eingriff vorzunehmen \u2013 zwischen 1934 und 1944 zeichnete er sich jedoch f\u00fcr 75 Schwangerschaftsabbr\u00fcche im Rahmen des Sterilisierungsgesetzes verantwortlich. F\u00fcr Faulhaber war die Vergangenheit von Eymer jedoch, im Gegensatz zu der von Linhardt, nur von geringer Bedeutung.<\/p>\n<p>Der \u00f6ffentliche Ankl\u00e4ger hatte in seiner Stellungnahme gegen Eymer hingegen zahlreiche Punkte aufgezeigt, die die Verstrickung Eymers in das nationalsozialistische Herrschaftssystem belegten und die seine Wiedereinstellung verhindern sollten. Als einen der wenigen entlastenden Punkte zog er das das Schreiben Faulhabers heran. Als entlastend wollte dieser das Zeugnis jedoch nicht ansehen und schrieb in der Anklage: \u201e[\u2026] Nicht jeder, welcher fromm geblieben ist, [\u2026] beweist dadurch, kein Nazi gewesen zu sein. [\u2026] Was hat denn Prof Eymer erreicht? Dass die Barmherzigen Schwestern in seiner Klinik bleiben durften, dass die Taufe in der Klinik weiter vorgenommen wurde, dass keine Kruzifixe entfernt wurden\u201c Rechtfertigt das sein Mitwirken an einem Regime in repr\u00e4sentativer Stellung, [\u2026] welches Tausende von Priestern folterte. Tausende von Kruzifixen abriss und mehr wie ein Kloster pl\u00fcnderte?\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Epilog: Ein Skandal ohne Folgen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Trotz seiner herausgehobenen Stellung im NS-Staat wurde Eymer von der M\u00fcnchner Spruchkammer am 31. Juli 1946 als \u201eMinderbelasteter\u201c eingestuft, was, wie Anette Eberle in ihrer k\u00fcrzlich erschienen Studie zur bayerischen \u00c4rzteschaft im Nationalsozialismus schrieb, zu einem \u201eSturm der Entr\u00fcstung\u201c in der M\u00fcnchner Presse f\u00fchrte. Die <em>S\u00fcddeutsche Zeitung<\/em> sah den Fall von Eymer als Pars pro Toto f\u00fcr die Politik der Entnazifizierung, kleine Leute hart zu bestrafen, die Elite M\u00fcnchens jedoch nicht zur Rechenschaft zu ziehen. Als Grund f\u00fcr die Milde vermutete man ein breites Unterst\u00fctzungsnetzwerk hinter prominenten \u00c4rzten wie Eymer.<\/p>\n<p>Zu diesem Netzwerk geh\u00f6rte auch Faulhaber. Am 9. Juli 1946 notierte er in seinem Tagebuch:<\/p>\n<p>\u201eProfessor Rech von Erlangen: Die Hetze gegen Eymer gehe immer weiter. Er war im Ministerium, man gibt ihn dort auf. Respondeo: Wenn ich etwas tue fu\u0308r Mediziner, mache ich mehr Schaden. Er wei\u00df das. Lieber in Ehre sich pensionieren lassen und Privatpraxis.\u201c<\/p>\n<p>Hintergrund der \u201eHetze\u201c war ein Bericht des <em>Bayerischen Rundfunks<\/em>, der Eymers antisemitischen Umgang mit j\u00fcdischen \u00c4rzten thematisierte, die die nationalsozialistische Herrschaft \u00fcberlebt hatten und nun wieder in der Frauenklinik praktizieren wollten. Obwohl Faulhaber wusste, dass seine \u201ePersilscheine\u201c mittlerweile nur noch von geringem Wert waren, unterst\u00fctze er wenige Tage sp\u00e4ter eine erneute Eingabe an das Ministerium, die sich f\u00fcr den Verbleib von Eymer in seiner Stellung stark machte. Die breite Unterst\u00fctzung f\u00fcr Eymer zeigte letztlich Wirkung: Am 9. Dezember 1947 wurde das urspr\u00fcngliche Urteil der Spruchkammer aufgehoben und der Arzt in die Gruppe der \u201eMitl\u00e4ufer\u201c eingestuft. Damit stand seiner Wiedereinstellung nichts mehr im Weg. Er blieb bis 1954 Direktor der M\u00fcnchner Frauenklinik.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 29. Mai 1945, genau einen Monat nach der Befreiung des Konzentrationslagers Dachau, notierte Faulhaber in seinem Tagebuch: Alois Roth, Treuh\u00e4nder [\u2026] zwei Gesuche f\u00fcr H\u00e4ftlinge. Der eine Blutordenstra\u0308ger, sehr aktiv, zuletzt Landrat &#8211; da ist nichts zu machen, ein qualifizierter SS. 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