{"id":108231,"date":"2025-07-10T12:20:36","date_gmt":"2025-07-10T10:20:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108231"},"modified":"2025-07-10T12:20:36","modified_gmt":"2025-07-10T10:20:36","slug":"fuenf-thesen-zur-altersarmut","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/fuenf-thesen-zur-altersarmut\/","title":{"rendered":"F\u00fcnf Thesen zur Altersarmut"},"content":{"rendered":"<p>Gr\u00fc\u00df Gott zusammen. Ich freue mich sehr, dass ich heute die M\u00f6glichkeit habe, dank der Einladung und des Rahmens, der durch den Adventskalender der guten Werke bzw. dessen Jubil\u00e4um gegeben ist, Sie mit dem Thema Altersarmut zu konfrontieren, Altersarmut in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Verborgenheit der Altersarmut<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bevor ich damit systematischer beginne und auf meine f\u00fcnf Thesen komme, m\u00f6chte ich zun\u00e4chst einmal ein paar Beispiele geben und auch erl\u00e4utern, wie ich zu diesem Thema gekommen bin, als gut dotierte Universit\u00e4tsprofessorin, die ja normalerweise im Alltag damit nicht konfrontiert ist. Ich habe mich einfach vor vier, f\u00fcnf Jahren gefragt, wie man in M\u00fcnchen als Alleinstehende\/r, vor allem als alleinstehende Frau, von einer Rente, die deutschlandweit durchschnittlich um die 700 Euro betr\u00e4gt \u2013 in M\u00fcnchen ist es zum Teil bei Neurentnerinnen etwas besser \u2013 \u00fcberhaupt leben kann, wenn eine Einzimmerwohnung in der Regel mindestens genauso viel kostet. Das konnte ich mir nicht vorstellen, ich kannte auch niemanden, weil \u2013 da sind wir beim ersten Thema \u2013 Altersarmut h\u00e4ufig tabu ist und unsichtbar. Ich wollte hineinleuchten in F\u00e4lle, ich wollte wissen, was hinter dieser Fassade steht, was wir h\u00e4ufig \u00fcberhaupt nicht wahrnehmen.<\/p>\n<p>Das war der Ausgangspunkt f\u00fcr ein von der Deutschen Forschungsgemeinschaft an der LMU finanziertes Forschungsprojekt, das ich die letzten vier Jahre mit meinem Team durchgef\u00fchrt habe, und zwar kein quantitatives Projekt, bei dem wir Statistiken ausgewertet haben, sondern wir sind als Europ\u00e4ische Ethnologinnen zu den Leuten gegangen, \u00fcber die Alten- und Servicezentren, die es in M\u00fcnchen als Sonderfall in beispielhafter Weise gibt, in die offene Nachbarschaftshilfe, zu Schuldnerberatungen, aber auch in die kirchlichen Altenhilfen, und haben mit Leuten in diesen Einrichtungen gesprochen oder auch Interviews bei ihnen zuhause gef\u00fchrt. Wir wollten wissen, wie speziell Frauen im Rentenalter, die alleine leben, zurechtkommen und daraus ist jetzt ein Sachbuch (\u201eKein Ruhestand! Wie Frauen mit Altersarmut umgehen\u201c) im Kunstmann Verlag mit rund 20 biografischen Portr\u00e4ts entstanden (<strong>siehe Kasten anbei<\/strong>).<\/p>\n<p>Ein paar Beispiele aus unseren Portr\u00e4ts seien hier angeschnitten: Die ehemalige Versicherungsangestellte Monika Tegt \u2013 das ist selbstverst\u00e4ndlich ein Pseudonym \u2013, 68 Jahre alt, muss nach 40 Jahren Berufst\u00e4tigkeit abends in einem Callcenter im Akkord telefonieren. Ihre Rente von rund 900 Euro \u2013 das war im Jahr 2015 \u2013 war ein paar Euro zu hoch, um aufstockende Grundsicherung im Alter zu beantragen. Ihre Tochter \u00fcbrigens wusste nicht, wie knapp es bei ihr ist. Monika Tegt geh\u00f6rt zu den rund 15 % der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen, die in M\u00fcnchen derzeit im Alter zu ihrer Rente hinzuverdienen, Tendenz steigend. Monika Tegt sagte uns im Gespr\u00e4ch, wie kraftzehrend diese Arbeit ist, und sie fragt sich, was sein wird, wenn sie einmal nicht mehr kann.<\/p>\n<p>Sicher, f\u00fcr manche \u00c4ltere ist Weiterarbeiten nicht nur Last, sondern auch Lust, eine Form von Teilhabe, Erfahrungen weitergeben, Gebrauchtwerden im Ehrenamt oder auch bei der Enkelbetreuung. Hier geht die soziale Schere auseinander. Wer darf noch t\u00e4tig sein, wer kann es gesundheitlich noch, oder aber wer muss nach der Rente weiter verdienen, kann es aber vielleicht gar nicht, weil sie oder er zwangsverrentet wird in ihrem\/seinem Angestelltenverh\u00e4ltnis? Oder wer ist k\u00f6rperlich vielleicht sogar zu verbraucht? Denken Sie an die Krankenschwestern oder die in den Rentendebatten immer wieder erw\u00e4hnten Dachdecker nach 45 Berufsjahren.<\/p>\n<p>Die 85-j\u00e4hrige ehemalige Hausmeisterin Mariana Dovan, eine der Frauen, die wir f\u00fcr unser Projekt interviewt haben, erh\u00e4lt 220 Euro Rente. Sie wei\u00df nicht, wie sie ihre aufgetragenen Winterschuhe reparieren lassen soll \u2013 hier ist sie auf Spenden angewiesen, die sie \u00fcber die offene Altenhilfe in ihrer Nachbarschaft vermittelt bekommt \u2013 das Sozialamt ist f\u00fcr solche Extra-Anschaffungen bei Grundsicherung im Alter, die Frau Dovan bezieht, nicht zust\u00e4ndig, bzw. vergibt Darlehen f\u00fcr Anschaffungen. Der K\u00fchlschrank darf nicht kaputtgehen\u2013 wie will man ein Darlehen denn zur\u00fcckzahlen?<\/p>\n<p>Ein weiteres Beispiel: Traudel Heller, fr\u00fchere B\u00fcrokraft, Anfang 70, geriet nach der Scheidung und nach dem Aufbau eines eigenen Haushaltes in die Schuldenfalle. Wir trafen sie bei der Schuldnerberatung der AWO. Ihre neubezogene Wohnung allein frisst schon 700 Euro Miete. Alle ihre R\u00fccklagen sind aufgebraucht. Zitat: \u201eJetzt muss ich knausern und sparen. Freundinnen besuchen: unm\u00f6glich.\u201c<\/p>\n<p>Diese Beispiele verweisen auf die vielen Facetten der prek\u00e4ren Lebensbedingungen vieler Menschen im Rentenalter \u2013 zumal in teuren St\u00e4dten, wo die Lebenshaltungskosten, die Mieten vor allem, h\u00f6her sind. Wir wissen noch wenig dar\u00fcber, wie \u00c4ltere tats\u00e4chlich und ganz konkret in ihrem Alltag zurechtkommen, denn die Altersarmut bleibt h\u00e4ufig im Verborgenen. Dabei ist Altersarmut kein rein pers\u00f6nliches, noch dazu selbst verschuldetes Problem, wie manche Interviewten manchmal fast glaubten \u2013 \u201eich bin ja selber schuld, deswegen darf ich auch nicht zum Amt\u201c \u2013, sondern sie ist Teil einer gesamtgesellschaftlichen Problematik.<\/p>\n<p>Bei den Frauen \u2013 die wir interviewten \u2013 hat sie mit den gebrochenen Erwerbsbiografien zu tun; doch auch M\u00e4nner, die 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben, sind mit einer durchschnittlichen Rente \u2013 von in M\u00fcnchen und auch deutschlandweit rund 1200 Euro \u2013 von Altersarmut bedroht, vor allem wenn sie allein leben. Die Rentenniveaus wurden in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt, und sie sollten durch private oder betriebliche Vorsorge aufgestockt werden. Das Modell ging jedoch, zumal in Zeiten der Niedrigzinspolitik, nicht auf. Damit bin ich bei meinen Thesen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Analyse der Altersarmut <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie wissen, dass die Renten-Niveaus in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt wurden; zudem sollten sie durch private oder betriebliche Vorsorge aufgestockt werden. Die S\u00fcddeutsche Zeitung hat auch gerade dar\u00fcber berichtet, dass das Modell ar nicht gut aufgeht. Eine aktuelle Studie der Hans-B\u00f6ckler-Stiftung (des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB) hat darauf verwiesen, dass die Riester-Rente \u2013 sofern man \u00fcberhaupt \u201eriestern\u201c kann, wozu man ja ein gewisses Einkommen braucht \u2013 diese Versorgungsl\u00fccke im Alter nicht hinreichend genug schlie\u00dft, zudem in Zeiten der Niedrigzinsen. Wer will da wie privat vorsorgen?<\/p>\n<p>Damit bin ich nun auch endlich bei meiner <strong>ersten These<\/strong>: \u201eAltenlast\u201c, ein furchtbares Wort, wurde zu lange nur als volkswirtschaftliches Problem im Sinne des demokratischen Wandels verhandelt. Der Blick auf Alter als Kostenfaktor der \u00fcberlasteten Sozialkassen hat den Blick f\u00fcr die Belastungen der \u00c4lteren selbst verstellt. Inzwischen wird jedoch gerade in den St\u00e4dten deutlich, dass der Gruppe der wohlsituierten sogenannten \u201ebest-ager\u201c, die f\u00fcr sich selbst Vorsorge tragen k\u00f6nnen, eine zunehmende Zahl von Rentnern und vor allem Rentnerinnen gegen\u00fcbersteht, die mit einer Altersrente allein nicht \u00fcber die Runden kommen.<\/p>\n<p>Meine <strong>zweite These<\/strong> lautet: Die Altersarmut steigt. Ich finde es schlimm, nur um das hier so politisch zu sagen, dass sich die gro\u00dfen Parteien jetzt gerade streiten, ob die Altersarmut steigt oder nicht steigt \u2013 und je nachdem, wen Sie fragen, bekommen Sie andere Bilder. Definitiv steigt sie. Laut Statistischem Bundesamt belief sich die Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle f\u00fcr Deutschland 2006 noch durchschnittlich auf 750 Euro, zehn Jahre sp\u00e4ter bereits auf 970 Euro. Das hat nat\u00fcrlich mit steigenden Lebenshaltungskosten zu tun. Nun liegt aber in einer Stadt wie M\u00fcnchen die errechnete Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle f\u00fcr einen Ein-Personen-Haushalt deutlich h\u00f6her. Wenn Sie in einem Single-Haushalt weniger als 1350 Euro haben, so hat es der von der Landeshauptstadt in Auftrag gegebene M\u00fcnchner Armutsbericht 2017 herausgearbeitet, geh\u00f6ren Sie schon zu den von Frau Walper vorhin erw\u00e4hnten Armutsgef\u00e4hrdeten. Was f\u00fcr einen Studenten in einem WG-Zimmer ausreichend ist \u2013 vielleicht kann er davon noch eine Rucksack-Reise finanzieren \u2013, ist f\u00fcr \u00c4ltere ein sehr knappes Budget. \u00c4ltere brauchen h\u00e4ufig Medikamente, die eben auch nicht mehr alle erstattet werden. Sie sind immobiler, sie haben andere Kosten, und 1350 Euro sind im Alter nicht viel. Ein Beispiel: Jolanda Fischer \u2013 wieder ein Pseudonym \u2013 verkauft lieber die Stra\u00dfenzeitung, als zum Sozialamt zu gehen, obwohl sie hier ihre Erwerbsminderungsrente von rund 600 Euro durch Grundsicherung aufstocken k\u00f6nnte. Das wusste sie aber nicht. Unwissen ist ein h\u00e4ufiges Problem. Das Sozialgesetzbuch ist komplex, jeder Fall liegt anders. Umso wichtiger ist es, dass man etwa in die offene Altenhilfe geht, in die Alten-Service-Zentren oder kirchliche Einrichtungen, sich beraten l\u00e4sst, sich Hilfe holt. Ein Zuverdienst w\u00fcrde \u00fcbrigens mit der aufstockenden Grundsicherung im Alter verrechnet. Jolanda Fischer geht aber auch deshalb nicht zum Amt, weil sie Angst hat, dass ihre Kinder dann belastet w\u00fcrden. Die haben zwar wahrscheinlich selbst nicht genug im Geldbeutel (es gibt hier hohe Freibetr\u00e4ge), aber auch hier fehlt wieder das Wissen. Wer informiert ist, der hat hier Vorteile.<\/p>\n<p>Jolanda Fischer zeigt \u00fcbrigens in ihrer Biografie die typischen Gr\u00fcnde f\u00fcr Altersarmut. Sie war alleinerziehend und konnte deshalb nur Teilzeit arbeiten. Der Ehemann war offensichtlich f\u00fcr die Kinder nicht zust\u00e4ndig. Dann wurde sie mit 50 Jahren aufgrund von Rationalisierungen eines renommierten Modehauses in M\u00fcnchen entlassen. Auf dem Arbeitsmarkt hat sie mit 50 (!) \u2013 sie sagt: \u201eWir Alten kriegen ja nichts!\u201c \u2013 nichts mehr gefunden. Dann landete sie beim Stra\u00dfenzeitungsverkauf. Inzwischen wurde ihre Wohnung gek\u00fcndigt wegen Eigenbedarf, und die Liste der Wohnungssuchenden auf dem Wohnungsamt ist lang. Das hat bedeutet, dass man ihr vor\u00fcbergehend einen Platz im Frauenhaus zuwies. Das wollte sie aber nicht, sodass sie aus M\u00fcnchen wegzog \u2013 einer Stadt, wo sie \u00fcber 40 Jahre gelebt und ihren Sohn hat. Sie kann jetzt zwar in einer kleinen Wohnung im Hinterland \u00fcberleben, aber ihr Job ist weg, sie kann nicht mehr nach M\u00fcnchen zur\u00fcck, und ihr fehlt sogar das Fahrgeld, um am Wochenende ihren Sohn zu besuchen, der \u00fcberdies auch nicht zu wissen scheint, wie knapp es bei ihr ist.<\/p>\n<p>Meine <strong>dritte These<\/strong> ist: Im Alter verst\u00e4rken sich soziale Unterschiede und Geschlechtsunterschiede, Einkommensunterschiede, Bildungsunterschiede und Unterschiede in Quantit\u00e4t und Qualit\u00e4t sozialer Netzwerke. Die durchschnittliche Rente von Frauen deutschlandweit ist immer noch nur beinahe halb so hoch wie die von M\u00e4nnern. In M\u00fcnchen ist es ein bisschen besser, weil Frauen hier in der Stadt h\u00e4ufiger erwerbst\u00e4tig sind. Bedroht sind Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende, Geringverdienerinnen, Geringqualifizierte, auch chronische Kranke und auch Personen mit Migrationshintergrund, sofern sie sp\u00e4t nach Deutschland gekommen sind; diese k\u00f6nnen n\u00e4mlich h\u00e4ufig nicht in ihrem alten Beruf arbeiten und zahlen eben auch sp\u00e4t in die Rente ein. Das \u00dcberraschende f\u00fcr unser Projektteam war, dass die Mittelschichten, das B\u00fcrgertum im Alter im Falle von alleinlebenden Frauen armutsgef\u00e4hrdet ist, und zwar in ganz gro\u00dfem Umfang: die Lektoratsassistentin, die Buchh\u00e4ndlerin, die Versicherungsangestellte, alle haben sie zu k\u00e4mpfen und zu knabbern. Sie arbeiten zus\u00e4tzlich, sie sind auf Spenden angewiesen und oft sch\u00e4men sie sich zum Teil auch, dass sie sich so wenig leisten k\u00f6nnen im Vergleich zu oft besser gestellten Freundinnen aus besseren Zeiten. Wenn k\u00f6rperliche Einschr\u00e4nkungen hinzukommen, f\u00e4llt das \u201eLaufen und Rennen\u201c, wie es eine Interviewte sagte, doppelt schwer; man kann eben nicht dauernd Sonderangebote suchen oder hat vielleicht noch nicht einmal eine K\u00fchltruhe, um g\u00fcnstige Vorr\u00e4te anzulegen.<\/p>\n<p>Wie behelfen sich diese Frauen? Kurz gesagt: Soziales Kapital, also gut gestellte Netzwerke, gute Nachbarschaften, oder ein enger Kontakt zur Familie helfen. H\u00e4ufig haben auch die Frauen aus dem b\u00fcrgerlichen Milieu hier die potenteren Kontakte. Ein Schwiegersohn, der mal einen Laptop vorbeibringt oder Freunde, die einen zum Essen oder in den Urlaub einladen, sind ein besonderes soziales Kapital. Das hei\u00dft aber nicht, dass die \u00c4rmeren in unserem interviewten Sample per se passiv sind oder nur einsam. Hier war f\u00fcr uns sehr \u00fcberraschend, mit wie viel Improvisationsgeschick und auch dem Versuch, die W\u00fcrde zu behalten, gewirtschaftet wurde. Das Wissen der Kriegs- und Nachkriegskinder, die jetzt von Altersarmut betroffen sind, hilft. Das hei\u00dft: in den schlechten Zeiten erworbene Fertigkeiten wie Selbermachen, den Besitz schonen oder auch hauswirtschaftliche Kenntnisse wie Einkochen, N\u00e4hen, Flicken, und \u00fcberhaupt ein nachhaltiges Wirtschaften sind ihnen noch gegeben. Was passiert aber, wenn meine Generation, die Baby-Boomer, demn\u00e4chst in den Ruhestand gehen? Wir haben das alle vielleicht gar nicht mehr so gelernt und haben dann mehr Probleme, um hauszuhalten und zu sparen.<\/p>\n<p>Befunde aus unserem Projekt zeigen: Armut macht w\u00fctend. Nach 45 Jahren als Stationsleiterin in der Altenpflege keine Wohnung in einer teuren Stadt \u2013 die von ihrer fr\u00fcheren kraftzehrenden T\u00e4tigkeit stark k\u00f6rperlich belastete Interviewpartnerin konnte nicht verstehen, dass sie weder auf dem freien Wohnungsmarkt mit ihrer Rente von 1250 Euro noch mit Hilfe des Wohnungsamtes eine bezahlbare Bleibe fand. So lebte sie, bis sie endlich am Stadtrand f\u00fcndig wurde, fast drei Jahre in einem Provisorium, schlief auf einem Klappbett im Flur der Tochter. Wohnen war der absolute Dreh- und Angelpunkt im Falle von drohender oder eingetretener Altersarmut. Wegzug im Alter ist ein Problem. \u00c4ltere haben sich ihren Lebensraum zurechtgewohnt, sie haben Routinen entwickelt, sie sind angewiesen auf die Infrastruktur. Es darf eben nicht passieren, dass man \u00c4ltere in den Leerstand irgendwo in Randbezirke abschiebt, wo keine \u00c4rzte sind, wo ihre Nachbarn nicht mehr da sind, ihre Infrastruktur fehlt usw.<\/p>\n<p>Meine <strong>vierte These<\/strong> w\u00e4re: Armut ist schambesetzt. Nicht einmal die Familienangeh\u00f6rigen wissen oft Bescheid. Entsprechend ist sie auch vielfach unsichtbar. Ebenso hat sich gezeigt: Frauen aus dem B\u00fcrgertum hatten die besseren Netzwerke, um solche Armut abzufedern. Armut bedeutet h\u00e4ufig Ausschluss. Die gro\u00dfe Sorge von \u00c4lteren ist, wie lange sie noch selbstst\u00e4ndig und sozial eingebunden bleiben k\u00f6nnen. Das fragen sich naturgem\u00e4\u00df alle \u00c4lteren. Aber mit wenig Geld im Geldbeutel, mit wenig Spielraum, ist das nat\u00fcrlich eine viel gr\u00f6\u00dfere Problematik.<\/p>\n<p>Was w\u00e4re zu tun? Sicherlich: Im Rahmen der Bundespolitik muss \u00fcber die Konsolidierung der staatlichen Renten anders nachgedacht werden. Das ist, glaube ich, ein ganz wichtiger Punkt; das kann ich im Detail jetzt auch nicht mehr ausf\u00fchren. Auf private Altersvorsorge zu setzen ist sch\u00f6n, wer das kann. Aber es ist f\u00fcr diejenigen, die eben Zeit ihres Lebens wenig verdient haben, kaum m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Weitere Reformen, das Sozialgesetzbuch betreffend: Die Sozialhilfe ist f\u00fcr \u00c4ltere nicht ausreichend. Sie reicht vor allem in den St\u00e4dten nicht. Dann sollte, was die Rente anbelangt, der Kreis der Einzahlenden, erh\u00f6ht werden. Ich pers\u00f6nlich freue mich \u00fcber meine sp\u00e4tere Beamtenpension; aber eigentlich gibt es keinen zwingenden Grund, dass sich Beamte oder auch Selbstst\u00e4ndige, die jetzt dann belangt werden, aus dem Solidarverband ausschlie\u00dfen. Das sind Privilegien aus dem 19. Jahrhundert, aber da muss man mal neu nachdenken. Nur \u2013 wer fasst das hei\u00dfe Eisen an in der Politik?<\/p>\n<p>Man sollte aber auch an die Zivilgesellschaft denken. Zivilgesellschaftliches Engagement, da ist der \u201eAdventskalender f\u00fcr gute Werke\u201c in dieser Stadt ein wichtiger Punkt. Man sollte aber auch daran denken, dass Hilfe nicht nur aus Geld besteht, sondern ebenso aus einer Art von Gemeinschaftlichkeit, die wir an unsere Kinder weitergeben und die wir in der Nachbarschaft pflegen. Manchmal hilft es einfach auch, mit \u00c4lteren ins Gespr\u00e4ch zu kommen und sie \u201eherauszuholen\u201c oder auch einmal einen Tipp zu geben: Geht mal in die Alten- und Service-Zentren in eurer Nachbarschaft oder zu einer kirchlichen Einrichtung. Die bieten auch Beratung, wo ich mir etwa Spenden f\u00fcr eine neue Brille oder einen K\u00fchlschrank holen kann. Es ist wichtig, dass wir auch in der Zivilgesellschaft anders miteinander umgehen. Allerdings bleibt nat\u00fcrlich das Thema Wohnen; sozialer Wohnraum muss geschaffen werden. Was den Arbeitsmarkt anbelangt: Es gilt ausk\u00f6mmliche Arbeitsverh\u00e4ltnisse zu schaffen, insbesondere die Minijobs geben kaum Rentenpunkte. Die prek\u00e4ren Jobs, die wir jetzt nach Hartz IV reihum haben, f\u00fchren nicht dazu, dass die Renten nachher ausreichend sind. Versicherungspflichtige Jobs ab dem ersten Euro zu erm\u00f6glichen. ist sicherlich schon einmal eine Verbesserung.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend w\u00e4re meine <strong>f\u00fcnfte These<\/strong>, dass Pr\u00e4vention ein ganz wichtiger Aspekt ist. Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention bereits in jungen Jahren sind ein Desiderat. In den Schulen sollte Raum sein, einmal \u00fcber diese Dinge zu sprechen. Was ist ein Rentensystem? Nat\u00fcrlich wollen die Jugendlichen noch nicht an Rente denken. Aber es w\u00e4re sinnvoll, \u00fcber die Notwendigkeit, privat vorzusorgen, zu informieren, und gerade auch \u00fcber Lebensplanungen und Lebenskonzepte anders nachzudenken. Das Risiko der traditionellen Hinzuverdiener-Rolle f\u00fcr Frauen: Wenn man das machen will, eine Weile Auszeit, dann sollte man m\u00f6glicherweise in einem Ehevertrag festhalten, wie der Partner, der Vollzeit arbeitet, einem die Rentenpunkte durch eine private Versicherung kompensiert. Dar\u00fcber kann man rechtzeitig sprechen und nachdenken, und zuletzt auch dar\u00fcber, wie wir im Alter selbst leben wollen und das dann auch entsprechend in den Nachbarschaften und den Familien beizeiten andenken. Und vielleicht als letzter Satz: Da lohnt sich auch ein Blick in die skandinavischen L\u00e4nder. Die gehen n\u00e4mlich mit ihren \u00c4lteren, auch was Pflege usw. anbelangt, ganz anders um!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gr\u00fc\u00df Gott zusammen. 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