{"id":108307,"date":"2025-07-11T09:51:11","date_gmt":"2025-07-11T07:51:11","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108307"},"modified":"2025-07-11T09:51:14","modified_gmt":"2025-07-11T07:51:14","slug":"raum-fuer-gottsucher-kontemplative-kloester-als-pastorale-keimzellen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/raum-fuer-gottsucher-kontemplative-kloester-als-pastorale-keimzellen\/","title":{"rendered":"Raum f\u00fcr Gottsucher"},"content":{"rendered":"<p>Die pastorale Relevanz vieler Kl\u00f6ster in den apostolischen Orden und Kongregationen besteht darin, dass ihre Bewohner aktiv Seelsorge betreiben. Sie assistieren in Pfarrgemeinden, sind katechetisch in Besinnungszentren und Bildungsh\u00e4usern oder in der theologischen oder pastoralen Ausbildung t\u00e4tig. F\u00fcr manche Zweige kontemplativer Orden ist das keine selbstverst\u00e4ndliche und sicher nicht die einzige M\u00f6glichkeit, ihr pastorales Potential f\u00fcr Kirche und Welt zu entfalten. Kontemplative Kl\u00f6ster richten sich in erster Linie nach innen. Sie verwenden weniger Zeit darauf, Menschen zu werben. Vielmehr liegt ihr Schwerpunt darauf, ihr zur\u00fcckgezogenes Leben so einzurichten, dass Raum f\u00fcr die innere Suche des Einzelnen bleibt (vgl. dazu: Quartier, Das Kloster im Leben).<\/p>\n<p>F\u00fcr Au\u00dfenstehende ist das oft schwer nachzuvollziehen. Oft wird dann auch die Frage gestellt, warum in mancher Abteikirche viele Priester bei einer Messfeier anwesend sind, w\u00e4hrend in den umliegenden Pfarrgemeinden akuter Priestermangel herrscht. Ebenfalls wird gefragt, warum gerade die kontemplativen Kl\u00f6ster, deren Spiritualit\u00e4t heute auf so gro\u00dfes Interesse st\u00f6\u00dft, nicht aktiver darin sind, ein Programm f\u00fcr Au\u00dfenstehende anzubieten. Es geht jedoch bei der Kontemplation weder um die Funktionalit\u00e4t der Seelsorge, noch um ihre Effektivit\u00e4t. Wenn sich Leute anschlie\u00dfen, als Gottesdienstbesucher, Hausg\u00e4ste oder Passanten, sind sie willkommen. Aber das kl\u00f6sterliche Leben misst sich nicht daran ab, wie viele G\u00e4ste zugegen sind.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist dieses Bild einseitiger als die Realit\u00e4t in den meisten Abteien. Es ist durchaus \u00fcblich, dass M\u00f6nche und Nonnen aus kontemplativen Orden sowohl innerhalb der Klostermauern als auch au\u00dferhalb pastoral aktiv sind. Dennoch lohnt es sich, die Frage zu stellen, ob nicht der Raum, den Kl\u00f6ster bieten, und die Gottessuche ihrer Bewohner <em>als solche<\/em> eine pastorale Keimzelle bilden. Der Vater des westlichen M\u00f6nchtums, Benedikt von Nursia (480-547), nennt das Kloster in seiner Regel eine \u201eSchule f\u00fcr den Dienst des Herrn\u201c (RB Prol 45). Der kontemplative Raum, der in dieser Schule entsteht, ist au\u00dferhalb des kl\u00f6sterlichen Rahmens heute selten anzutreffen. In Zeiten gro\u00dfer Flexibilisierung ist kl\u00f6sterliche Stabilit\u00e4t f\u00fcr viele eine pastorale Keimzelle.<\/p>\n<p>Den Kern dieser Keimzelle bildet das Gebet, das man gemeinsam verrichtet (<em>Opus Dei<\/em>). Die Einheit von pers\u00f6nlicher Gebetspraxis und gemeinschaftlichem, liturgischem Gebet ist eine der zentralen Eigenschaften, die die pastorale Relevanz kontemplativer Kl\u00f6ster ausmachen. K\u00f6nnen Menschen dort ihre eigene, ganz pers\u00f6nliche Sinnsuche in den kl\u00f6sterlichen Rahmen einf\u00fcgen? Macht ihr Gebet Teil des liturgischen Gebets im Kloster aus? Die Lebensweise der M\u00f6nche und Nonnen schafft einen Freiraum, in dem viele willkommen sind, in den aber niemand hereingezerrt wird. Das Kloster bietet einen Raum f\u00fcr \u201eGottsucher\u201c (RB 58,7). Eine Kerngruppe von Bewohnern bildet eine Keimzelle, in der auch die vielen, die sich um sie herum versammeln, willkommen sind.<\/p>\n<p>Wie sieht der Raum f\u00fcr Gottsucher jedoch konkret aus? Welche Erfahrungen machen M\u00f6nche und Nonnen mit dem Stundengebet als kontemplativem Lebensmittelpunkt? Und welches Potenzial hat dieser Raum f\u00fcr die vielen Suchenden in Kirche und Gesellschaft? Um uns diesen Fragen zu n\u00e4hern, betrachten wir im ersten Teil unseres Beitrags drei Dimensionen kl\u00f6sterlicher <em>liturgischer<\/em> <em>Spiritualit\u00e4t<\/em>: Form, Gemeinschaft und Sinnsuche (1). Im zweiten Teil richten wir uns auf konkrete <em>Erfahrungen<\/em> in heutigen Benediktinerabteien, wobei wir auf Befragungen unseres Instituts unter M\u00f6nchen zur\u00fcckgreifen (2). Im dritten Teil f\u00fchren uns diese Erfahrungen zu m\u00f6glichen Ankn\u00fcpfungspunkten f\u00fcr das pastorale Potenzial kontemplativer Kl\u00f6ster, auch in anderen Bereichen der Seelsorge (3).<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Liturgische Spiritualit\u00e4t<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Nichts pr\u00e4gt den kontemplativen Charakter eines Klosters so wie seine liturgische Spiritualit\u00e4t. Die regelm\u00e4\u00dfige und ruhige <em>Form<\/em> der Tagzeitenliturgie spricht viele an. Auch die Tatsache, dass es in einer <em>Gemeinschaft<\/em> gesungen wird, stellt einen wichtigen Impuls f\u00fcr G\u00e4ste dar. Aber geht es wirklich in erster Linie darum, Ordnung ins chaotische Leben zu bringen? Ist die Liturgie in einer Abtei so etwas wie eine Auffrischungskur f\u00fcr gestresste und einsame Zeitgenossen? Die Dimensionen Form und Gemeinschaft geh\u00f6ren wesentlich zum Gebet, sie stehen im Kloster aber immer im Dienste der <em>Sinnsuche<\/em>, die Benedikt als die \u201eSuche nach Gott\u201c (RB 58,7) allem anderen voranstellt. M\u00f6nche und Nonnen sorgen durch Form und Gemeinschaft daf\u00fcr, dass die Sinnsuche einen liturgischen Raum bekommt.<\/p>\n<p>Diesen Raum brauchen nicht nur Klosterbewohner. Sp\u00e4testens seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil geht der liturgische Auftrag des Stundengebets weiter. Es ist nicht nur eine spirituelle Intensivkur, der man sich hin und wieder unterzieht. Die Konzilsv\u00e4ter rufen dazu auf, dass man \u201ean Sonntagen und h\u00f6heren Festen zumindest die Haupthoren gemeinsam in der Kirche feiern soll\u201c (SC 100). Auch wenn mancher sicher den Eindruck bekommt, dass diese Formulierung auf die meisten heutigen Klosterg\u00e4ste nicht mehr zutrifft, wollen wir doch den Versuch unternehmen, die Wirkung kl\u00f6sterlicher Form und Gemeinschaft als Impulse f\u00fcr eine Sinnsuche zu interpretieren, die eine liturgische Spiritualit\u00e4t zutage f\u00f6rdern kann.<\/p>\n<p>Auch in manchen kirchlichen Kontexten gibt es heute keine feste liturgische Form und keine stabile Gemeinschaft mehr. Man kann in der Regel zwischen unterschiedlichen Angeboten w\u00e4hlen, die, abh\u00e4ngig von der Wochenendplanung, unterschiedlich in Anspruch genommen werden. Gemeinschaften sind dadurch individualisiert. Stil und inhaltliche Akzente k\u00f6nnen ebenfalls stark variieren. Das bietet sicher viele gute M\u00f6glichkeiten, aber es beeinflusst die Empf\u00e4nglichkeit f\u00fcr eine regelm\u00e4\u00dfige, stabile und vorgegebene Form von Liturgie. Auch kann man die Frage stellen, ob gerade in einer flexiblen kirchlichen Landschaft nicht gerade eine stabile Form und Gemeinschaft, wie man sie im Kloster antrifft, eine Basis f\u00fcr Pastoral bilden kann, die eine eigene Anziehungskraft entfaltet.<\/p>\n<p>Neben der kirchlichen Verschiebung haben wir es n\u00e4mlich auch mit einer gesellschaftlichen Verschiebung zu tun. Unsere Zeiteinteilung hat sich generell ver\u00e4ndert. Wir gestalten die Zeit flexibel und nicht mehr in festen Abl\u00e4ufen. Generell kann man sagen: je engmaschiger die Zyklen, umso weniger werden sie in der heutigen Gesellschaft rituell gestaltet. Wo der Sonntag als Kulturtr\u00e4ger gegenw\u00e4rtig diskutiert wird, ist es l\u00e4ngst selbstverst\u00e4ndlich, dass flexible Laden\u00f6ffnungszeiten einen kollektiven Tagesabschluss \u00fcberfl\u00fcssig machen. Da verwundert es nicht, dass gerade die liturgische Form und Gemeinschaft f\u00fcr viele Besucher die Anziehungskraft von Klosterkirchen ausmachen. Diese k\u00f6nnen ein Kontrapunkt sein, den man nicht nur im Kloster lebt, sondern der auch im weltlichen Leben f\u00fcr eine Balance sorgt, die notwendig ist, um die existenzielle Tiefe im Leben nicht zu verlieren.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst muss man jedoch die Spiritualit\u00e4t der Kl\u00f6ster besser verstehen, bevor man \u00fcber eine pastorale \u00dcbertragung in andere Lebensbereiche nachdenkt. Hinsichtlich der <em>Form<\/em> (1) k\u00f6nnen wir bei Benedikt einerseits eine Akribie erkennen, die in den langen Kapiteln der Verteilung der Psalmen am deutlichsten wird (RB 9-18). Aber der M\u00f6nchsvater hat zugleich ein waches Auge f\u00fcr die konkrete Situation, in der sich die monastische Gemeinschaft befindet: \u201eWenn jemand mit dieser Psalmenverteilung nicht einverstanden ist, stelle er eine andere auf, die er f\u00fcr besser h\u00e4lt. Doch achte er unter allen Umst\u00e4nden darauf, dass jede Woche der ganze Psalter mit den 150 Psalmen gesungen wird [\u2026]\u201c (RB 18,22-24). Form setzt also eine Stabilit\u00e4t voraus, die man flexibel hantiert.<\/p>\n<p>Bez\u00fcglich der <em>Gemeinschaft<\/em> (2) lesen wir bei Benedikt einen Appel zum gemeinschaftlichen Stundengebet, das dem individuellen immer vorzuziehen ist, auch wenn Br\u00fcder nicht anwesend sein k\u00f6nnen: \u201eWenn Br\u00fcder sehr weit entfernt arbeiten, nicht zur rechten Zeit zum Oratorium kommen k\u00f6nnen und wenn der Abt festgestellt hat, dass es wirklich so ist, dann m\u00fcssen sie den Gottesdienst an ihrem Arbeitsplatz halten\u201c (RB 50,1-3). Die Gemeinschaft ist vorzugsweise physisch im Gebetsraum (<em>oratorium<\/em>) zugegen, in jedem Falle aber \u201aim Geiste\u2018. Ohne diese Anbindung funktioniert liturgische Spiritualit\u00e4t nicht, sie ist also keine Privatsache. Auch das ist ein Kontrapunkt zur heutigen Privatisierung von Spiritualit\u00e4t. Man braucht \u2013 mit Anselm Gr\u00fcn gesprochen &#8211; Gemeinschaft, darf sie aber auch nicht zum Gef\u00e4ngnis werden lassen.<\/p>\n<p>Was schlie\u00dflich die <em>Sinnsuche<\/em> (3) angeht, stellt Benedikt die Gottesbeziehung in den Mittelpunkt. Diese \u00e4u\u00dfert sich jedoch weniger in den einzelnen Texten, die das Gebet f\u00fcllen, oder theologischen Konzepten, die ihm zugrunde liegen, als vielmehr in der Haltung: \u201eWir sollen wissen, dass wir nicht erh\u00f6rt werden, wenn wir viele Worte machen, sondern wenn wir in Lauterkeit des Herzens und mit Tr\u00e4nen der Reue beten\u201c (RB 20,3). Die monastische Gebetshaltung unterscheidet sich von jeglichem Leistungsprinzip. Die rezitierten Texte und die liturgischen Gesten und Handlungen helfen dem Suchenden dabei, empf\u00e4nglich zu sein. Der Betende kann kurze erhebende Momente erfahren, deren Sinn nur auf Gott zur\u00fcckzuf\u00fchren ist, nicht auf das eigene Handeln.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Erfahrungen aus dem Kloster<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um das pastorale Potenzial von kl\u00f6sterlicher Form und Gemeinschaft f\u00fcr eine heutige Sinnsuche zu erfassen, empfiehlt es sich, jene Menschen nach ihren Erfahrungen zu fragen, die im kontemplativen Raum des Klosters <em>leben<\/em>. Ihr Leben hat offensichtlich eine starke Ausstrahlung f\u00fcr viele. Was ist aber die Innenseite dieser Au\u00dfenwirkung? Um uns dieser Erfahrung zu n\u00e4hern, haben wir in unserem Institut f\u00fcr Liturgische und Monastische Studien an der Katholischen Universit\u00e4t Leuven (BE) Interviews mit M\u00f6nchen in verschiedenen Benediktinerabteien in Deutschland und den Niederlanden gef\u00fchrt. Was bedeuten die Dimensionen Form, Gemeinschaft und Sinnsuche f\u00fcr diejenigen, die sich Kontemplation zur Lebensaufgabe gemacht haben? Nat\u00fcrlich haben wir diese Frage in der Hoffnung gestellt, dadurch den Raum f\u00fcr Gottsucher auch im pastoralen Sinne erschlie\u00dfen zu k\u00f6nnen, aber dazu kommen wir im n\u00e4chsten Abschnitt.<\/p>\n<h4>Form<\/h4>\n<p>Besucher k\u00f6nnen in einer Abtei schnell den Eindruck bekommen, es handele sich um eine sehr festgelegte <em>Form<\/em> des Gottesdienstes und des Lebens. Jeder Tag ist scheinbar gleich aufgebaut. Eine Besucherin fragte einen unserer Interviewpartner bez\u00fcglich der liturgischen Gesten: \u201eIst es nicht m\u00f6glich, dass Sie sich beim \u201aEhre sei dem Vater\u2026\u2018 auch einmal nicht verbeugen, wenn Ihnen nicht danach ist?\u201c Die Antwort des M\u00f6nchs war so einfach wie eindr\u00fccklich: \u201eNein, wir f\u00fcgen uns hier <em>immer<\/em> in die liturgische Form ein\u201c. Alles ist stilisiert und dadurch formell. Die Frage von Au\u00dfenstehenden, ob dies nicht zu Formalismus f\u00fchren k\u00f6nne, verneinen die M\u00f6nche aber beinahe ausnahmslos. Ein Bruder sieht die Vorteile einer formellen Liturgie darin, dass man \u201esich sicher f\u00fchlt, da man auf eine objektive Ordnung zur\u00fcckgreifen kann\u201c.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gelingt dies nicht spontan beim ersten Mal, und es f\u00e4llt auch nicht aus der Luft: \u201eEs bedarf der Regelm\u00e4\u00dfigkeit und eines Tagesablaufs, in dem das Stundengebet wirklich seinen Platz hat\u201c. Das f\u00fchrt, einem anderen Bruder zufolge, dazu, dass man \u201esich wirklich frei f\u00fchlt und ganz neue Erfahrungen machen kann\u201c. Dadurch kommt eine bemerkenswerte Spannung zum Ausdruck: die M\u00f6nche brauchen zwar den formellen Charakter, um Regelm\u00e4\u00dfigkeit zu gew\u00e4hrleisten. Aber noch wichtiger ist ihnen, dass die Form auch \u00dcberraschungen birgt. Gerade weil man durch die Form \u201emanchmal entgegen seiner spontanen Neigungen handelt, wenn man sich \u00fcberhaupt nicht motiviert f\u00fchlt, zum Gebet zu gehen\u201c, entsteht Freiraum. Wenn wir diese Gedanken zusammenfassen, dann sind drei Aspekte der Form von Bedeutung:<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Form des Stundengebets gibt Sicherheit;<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Form bedarf der Regelm\u00e4\u00dfigkeit und der Einbettung;<\/p>\n<p>&#8211; \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0 die Form beengt nicht, sondern sie schafft Raum f\u00fcr \u00dcberraschungen.<\/p>\n<p>Die Begriffe \u201eStruktur und Antistruktur\u201c, die der britische Ritualwissenschaftler Victor Turner gepr\u00e4gt hat, k\u00f6nnen die kreative Spannung zwischen objektiver Form und subjektiver Erfahrung verdeutlichen. Bedarf es der festen Form, der Regelm\u00e4\u00dfigkeit und der Einbettung in die Tagesstruktur, um Erfahrungsmomente zu erm\u00f6glichen, die eine feste Struktur zugleich wieder \u00fcbersteigen? Den M\u00f6nchen zufolge bietet das Kloster Raum, im formellen Rahmen in eine Art Zwischenposition zwischen dem Vertrauten und dem Unerwarteten einzunehmen. Man \u00f6ffnet sich unbewusst f\u00fcr das Heilige.<\/p>\n<h4>Gemeinschaft<\/h4>\n<p>Tr\u00e4ger des Stundengebets und des ganzen monastischen Lebens ist, allen Interviewpartnern zufolge, die <em>Gemeinschaft<\/em>. Das hat eine positive Auswirkung auf das Gebet: \u201eDie Gemeinschaft tr\u00e4gt mich durch das Stundengebet, ohne die Mitbr\u00fcder w\u00fcrde ich das niemals durchhalten k\u00f6nnen\u201c, so ein Bruder. Zugleich gibt es aber auch eine herausfordernde Seite der Gemeinschaft. Keine Irritation ist den M\u00f6nchen fremd: \u201eIch \u00e4rgere mich oft dar\u00fcber, wie Mitbr\u00fcder sich im Chor geb\u00e4rden. Nach einer gewissen Zeit wird mir dann aber klar, dass das mehr \u00fcber mich sagt als \u00fcber die Mitbr\u00fcder\u201c. Das Gebet bleibt dadurch wach, aber daf\u00fcr muss man auch immer wieder Hemmschwellen \u00fcberwinden. Die Gebetsgemeinschaft ist also in zweifacher Hinsicht hilfreich: sie ist eine St\u00fctze, aber auch ein Pr\u00fcfstein f\u00fcr das Gebet.<\/p>\n<p>Monastisch gesehen, so sagte einer der Br\u00fcder, \u201eerweist sich die Qualit\u00e4t des Stundengebets in der Gemeinschaft, nie am Einzelnen. Es geht um die Gesamtheit, nicht um mich\u201c. Au\u00dfenstehende beobachten dies regelm\u00e4\u00dfig, so ein G\u00e4stebruder: \u201eSie h\u00f6ren die einzelnen M\u00f6nche im Stundengebet nicht singen, sie h\u00f6ren nur die Gemeinschaft. Wenn man doch einzelne heraush\u00f6rt, dann ist unser Gebet aus dem Gleichgewicht und muss das wieder ausgeglichen werden\u201c. Der Gedanke, dass die Gebetsform der Einbettung in das Gemeinschaftsleben bedarf, will sie liturgisch authentisch sein, setzt sich hier fort: \u201eWenn es Spannungen in der Gemeinschaft gibt, merkt man das in der Liturgie\u201c. Die meisten M\u00f6nche in unseren Interviews erfahren G\u00e4ste \u00fcbrigens als Bereicherung: \u201eSie beziehen die ganze Welt in unser Gebet mit ein\u201c, sagte ein Bruder. Bez\u00fcglich der Gemeinschaft fassen wir die Gedanken in folgenden drei Punkten zusammen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Gemeinschaft tr\u00e4gt das Gebet;<\/li>\n<li>die Gemeinschaft ist Pr\u00fcfstein des Gebets;<\/li>\n<li>die Gemeinschaft ist offen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ein Gedanke von Dom Prosper Gu\u00e9ranger, dem ersten Abt von Solesmes, ist in diesem Zusammenhang erhellend: \u201e\u00dcber tausend Jahre lang hat die Kirche nie alleine gebetet. Siebenmal pro Tag betete sie in ihren Kirchen. [\u2026] Das Volk schloss sich ihr an. Seit Jahrhunderten werden die Heiligen Nachtwachen jedoch nicht mehr gehalten und die heiligen Stunden nicht mehr begangen. Das gemeinschaftliche Gebet wich dem pers\u00f6nlichen. Aber es blieb noch etwas \u00fcbrig: \u00dcberall standen noch Kirchen und Kl\u00f6ster, und Tag und Nacht hallte das Gebet fr\u00fcherer Jahrhunderte wider\u201c. Der Vision\u00e4r der liturgischen Bewegung umschreibt hier die traditionelle Gemeinschaft, die sich im Stundengebet konstituiert, und bezieht die Offenheit mit ein: \u201eDas liturgische Gebet w\u00fcrde sofort seine Kraft verlieren, wenn die Gl\u00e4ubigen es aus den Augen verlieren w\u00fcrden, ohne sich zumindest im Geiste damit zu vereinen\u201c.<\/p>\n<h4>Sinnsuche<\/h4>\n<p>Durch Form und Gemeinschaft befindet man sich automatisch auf <em>Sinnsuche<\/em>, so mehrere Interviewpartner: \u201eEs gibt jene Momente, in denen man \u00fcber sich selbst hinausgehoben wird\u201c. Die Suche ist nicht planbar, sie ereignet sich an einem. Manche sprechen von einer mystischen Dimension des Klosterlebens: \u201eKeine Ekstase, sondern eher ein permanenter mystischer Unterton, der immer mitklingt und manchmal h\u00f6rbar wird\u201c. Die Bedeutung der liturgischen Texte zu erfassen, seien es die Psalmen, die Lesungen, die Ges\u00e4nge oder die Gebete, ist sicher nicht immer einfach. Die Erfahrung der M\u00f6nche ist jedoch durchweg, dass es um eine assoziative Art der Aufnahme von Bedeutung geht: \u201eEs bleibt ein Wort, ein Satz, ein Bild h\u00e4ngen, das mithilfe der Musik oder einer anderen liturgischen Einbettung bei mir landen kann\u201c.<\/p>\n<p>Im monastischen Leben ist das allerdings nur m\u00f6glich, wenn eine inhaltliche Empf\u00e4nglichkeit wachgehalten wird. Dazu dient die geistliche Lesung (<em>Lectio Divina<\/em>). Man braucht \u201egeistliche Nahrung, um auf Sinnsuche nicht zu verk\u00fcmmern\u201c. Die Lesung (<em>lectio<\/em>) m\u00fcndet in der Klosterspiritualit\u00e4t ins Gebet. Daher gilt auch, dass man sie nicht vernachl\u00e4ssigen darf, wenn man f\u00fcr sinnstiftende, erhebende Momente offen sein will. Interessanterweise setzt also gerade regelm\u00e4\u00dfige Form und feste Gemeinschaft keinen Automatismus, sondern eine st\u00e4ndige inhaltliche Auseinandersetzung voraus. Dann kommt es zur \u201eGottesbegegnung, auf die man vorher nicht zu hoffen wagte\u201c. Auch die Aussagen zur Sinnsuche k\u00f6nnen wir in drei Kerns\u00e4tzen zusammenfassen:<\/p>\n<ul>\n<li>die Sinnsuche durchzieht ein mystischer Unterton;<\/li>\n<li>Sinnsuche erf\u00fcllt sich in einigen wenigen erhebenden Momenten;<\/li>\n<li>Sinnsuche erschlie\u00dft Gottesbeziehung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der niederl\u00e4ndische Spiritualit\u00e4tsprofessor Kees Waaijman erkennt im regelm\u00e4\u00dfigen gemeinsamen Gebet \u201eeine Prophezeiung, die sich dadurch, dass man sie ausspricht, immer wieder verwirklicht\u201c. Sinnsuche ist also weder schwammig noch willk\u00fcrlich. Man muss die Quellen, vor allem die Psalmen, immer wieder neu erschlie\u00dfen, will man sie als Gemeinschaft sinnvoll erleben. Sie m\u00fcssen h\u00f6rbar, greifbar sein. Eine mystische Bedeutungsdimension des kl\u00f6sterlichen Gebets tut seinem handfesten und konkreten Charakter dann keinen Abbruch, im Gegenteil. Es bleibt eine sehr konkrete Handlung, tagaus tagein. Aber diese geht nie in handlichen Regeln auf. Sie respektiert, dass man sich der Form und der Gemeinschaft unterordnet, um wirklich unabh\u00e4ngig zu werden.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3><strong>Pastorale Dimensionen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Heutige Pastoral findet in der Regel nicht in einem festgef\u00fcgten Rahmen statt, weder was ihre Form noch was ihre Gemeinschaft und Bedeutung angeht. Vielmehr ist das Netzwerk der Teilnehmenden oft fragmentiert, partiell und von Polarit\u00e4ten bestimmt. Einerseits wollen Menschen feste Formen, andererseits suchen sie Kreativit\u00e4t. Einerseits wollen sie sich in eine stabile Gemeinschaft eingliedern, andererseits f\u00e4llt ihnen ein exklusives Engagement schwer und sie brauchen Freiheit. Einerseits suchen sie nach greifbarer und begreifbarer Bedeutung, andererseits sehnen sie sich nach dem Mysterium, das die Verstandesebene \u00fcbersteigt. Nach den Eindr\u00fccken aus den vorigen Abschnitten k\u00f6nnen wir sagen, dass diese Polarit\u00e4ten auch in Kl\u00f6stern keineswegs unbekannt sind. Die Erfahrungen in der kontemplativen Keimzelle sind darum ein Impuls f\u00fcr die heutige Zeit. Dort wird vorgelebt, was in jeder Gottsuche versucht werden muss. Im folgenden Schema fassen wir die Polarit\u00e4ten der einzelnen Dimensionen noch einmal zusammen, um sie danach aus pastoraler Perspektive zu betrachten.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>Form<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\">Festigkeit<\/td>\n<td width=\"205\">Kreativit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>Gemeinschaft<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\">Stabilit\u00e4t<\/td>\n<td width=\"205\">Flexibilit\u00e4t<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"205\"><strong>Sinnsuche<\/strong><\/td>\n<td width=\"205\">Begreifbarkeit<\/td>\n<td width=\"205\">Empf\u00e4nglichkeit<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eine <em>Gebetsform<\/em> (1) zwischen den Polen Festigkeit und Kreativit\u00e4t ist ein erster Impuls f\u00fcr die Pastoral. Sie wird im Kloster erfahren, kann aber durchaus auch in andere Kontexten von Bedeutung sein. Man kann z.B. an Mittagsgebete in Innenstadtkirchen denken. F\u00fcr die liturgische Konstanz braucht es eine schlanke Form des Stundengebets, worin doch die wesentlichen Zutaten enthalten sind. Diese sollte nicht v\u00f6llig von der Kreativit\u00e4t der Mitfeiernden abh\u00e4ngen, sondern auch von der Festigkeit des traditionellen Stundengebets Gebrauch machen. Das ist objektiv und bietet dennoch Raum f\u00fcr subjektive Arten der Teilnahme, da viele Teilnehmer nur gelegentlich kommen, vielleicht auch zuf\u00e4llig. Nat\u00fcrlich bedarf es dazu einer Kerngruppe, womit wir bei der zweiten Dimension angekommen sind.<\/p>\n<p>Stabilit\u00e4t und Flexibilit\u00e4t m\u00fcssen sich in pastoralen <em>Gemeinschaften<\/em> (2) die Waage halten. Wenn es beim Mittagsgebet in der Innenstadtkirche keine Kerngruppe gibt, wird die Keimzelle oft ebenso schnell verschwinden, wie sie entstanden ist. <em>Wie<\/em> man aber die Keimzelle gestaltet, kann sehr unterschiedlich sein. Es reichen zuweilen eine Handvoll Leute, die jedoch die M\u00f6glichkeit haben m\u00fcssen, kontinuierlich anwesend zu sein. Wenn ein Seelsorger diese Idee in der Pfarrkirche umsetzen wollte und dabei der Einzige w\u00e4re, der immer da ist, w\u00e4re keine stabile Grundlage vorhanden. Das pastorale Team, eine Gruppe von Ehrenamtlichen oder auch Klienten, die zu einem Mittagstisch kommen, k\u00f6nnen zur Kerngruppe geh\u00f6ren, der sich dann selbstredend andere Gemeindemitglieder und auch Passanten anschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Dann entsteht <em>Sinnsuche<\/em> (3), bei der liturgische Texte auf begreifliche Art und Weise rezitiert werden. Die Einfachheit mancher Gebetstexte macht es sehr gut m\u00f6glich, sie zu erfassen. Aber aus dem kl\u00f6sterlichen Fundus wissen wir, dass es sehr wichtig ist, das diskursive Erfassen des Textes nicht zu verabsolutieren. Es geht darum, dass die biblische Botschaft im breiten Sinne zum Ausdruck kommt: die Gegenwart des Mystischen, hier und jetzt im Gebet. Das hei\u00dft nicht, dass nur Bibeltexte m\u00f6glich w\u00e4ren, sondern dass es um eine Sinnsuche geht, die man letztlich nur empfangen, nie planen oder konstruieren kann. Auch kreative Formen der Gestaltung m\u00fcssen sich daran messen lassen. Dazu bedarf es erneut einer mutigen Strategie: eben nicht den Anspruch zu haben, subjektive Bedeutung besser formulieren zu k\u00f6nnen, als es in den Psalmen der Fall ist, sondern eine gute Mischung aus eigener, verst\u00e4ndlicher Gestaltung und zuweilen assoziativ zug\u00e4nglicher Tradition zu finden.<\/p>\n<p>Das Problem der Sinnsuche, die einer Form bedarf und die man in Gemeinschaft erfahren will, wird nicht gel\u00f6st, wenn man jedes Mal einen anderen liturgischen Kurs einschl\u00e4gt. Aber immer, wenn man die Kreativit\u00e4t aus einer gewissen Festigkeit heraus entstehen sieht und die Flexibilit\u00e4t aus der Stabilit\u00e4t erw\u00e4chst, kann man Sinn empfangen. Leider ist in unserer heutigen Pastoral die Praxis der <em>Lectio divina<\/em> kaum mehr vorhanden. Es ist ein lohnender Ansatz, das Prinzip der offenen, assoziativen Lesung, die f\u00fcr den mystischen Grundton eines Textes empf\u00e4nglich macht, wieder neu zu pflegen, wie es ja auch in verschiedenen Modellen versucht wird. Die in diesem Beitrag geschilderten pastoralen Fragen aus Sicht der kontemplativen Spiritualit\u00e4t, die monastischen Quellen und die Erfahrungen aus dem Kloster, enthalten keine konkreten pastoralen Strategien. Wohl zeigen sie vielleicht Wege, wie kontemplative Kl\u00f6ster pastoral relevant sein k\u00f6nnen: f\u00fcr ihre G\u00e4ste und Besucher und f\u00fcr die alle, die Klosterspiritualit\u00e4t auch au\u00dferhalb der Klostermauern leben. Es w\u00e4re zu w\u00fcnschen, dass um die kl\u00f6sterlichen Keimzellen herum ein Netzwerk entsteht, das Raum f\u00fcr Gottsucher ganz unterschiedlicher Schattierung bietet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die pastorale Relevanz vieler Kl\u00f6ster in den apostolischen Orden und Kongregationen besteht darin, dass ihre Bewohner aktiv Seelsorge betreiben. Sie assistieren in Pfarrgemeinden, sind katechetisch in Besinnungszentren und Bildungsh\u00e4usern oder in der theologischen oder pastoralen Ausbildung t\u00e4tig. 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