{"id":108463,"date":"2025-07-25T09:25:47","date_gmt":"2025-07-25T07:25:47","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108463"},"modified":"2025-07-25T09:25:50","modified_gmt":"2025-07-25T07:25:50","slug":"europa-und-pax-benedicta-tagung-der-bayerischen-benediktinerakademie","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/europa-und-pax-benedicta-tagung-der-bayerischen-benediktinerakademie\/","title":{"rendered":"Europa und pax benedicta"},"content":{"rendered":"<p>Es liegt schon etliche Jahre zur\u00fcck, dass ein Interview in der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c vom 30. Januar 2003 mit Valery Giscard d&#8217;Estaing, dem damaligen Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Verfassungskonventes und ehemaligen franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten f\u00fcr Schlagzeilen sorgte und eine europaweite Diskussion ausl\u00f6ste. Es ging um die Frage, ob ein Bezug auf Gott in eine k\u00fcnftige Europ\u00e4ische Verfassung aufgenommen werden sollte. Ihm pers\u00f6nlich erschien das nicht angebracht. Die Europ\u00e4er h\u00e4tten zwar ein spirituell religi\u00f6ses Erbe, lebten aber in einem rein weltlichen, politischen System, in dem die Religion keine Rolle spiele.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung mit dieser zentralen Frage gilt dem Selbstverst\u00e4ndnis Europas. Damit ist verwiesen auf die geistigen und spirituellen Grundlagen eines europ\u00e4ischen Gro\u00dfraumes mit einer \u00fcber zweitausendj\u00e4hrigen Christentumsgeschichte. Die vielleicht bedeutsamste der geistlichen und zivilisatorischen Grundlagen dieses \u201echristlichen Abendlandes\u201c entsteht im \u00dcbergang von der Sp\u00e4tantike zum fr\u00fchen Mittelalter: Benedikt von Nursia, Abt auf dem Montecassino, schreibt um die Mitte des 6. Jh. eine schmale M\u00f6nchsregel, und er bindet in ihr das Erbe des fr\u00fchchristlichen M\u00f6nchtums ebenso wie die spirituellen, politischen und sozialen Erfahrungen der Fr\u00fchen Kirche auf der alleinigen Basis der Heiligen Schrift.<\/p>\n<p>Damit kommt der Benediktusregel im Umfeld der europ\u00e4ischen Frage singul\u00e4re Bedeutung zu. Diese Regel hat eine unvergleichbare und bis heute nachhaltige Wirkungsgeschichte, die \u00fcber Jahrhunderte nahezu identisch ist mit der europ\u00e4ischen abendl\u00e4ndischen Kultur- und Zivilisationsgeschichte, mit ihrer Kirchen- und Politikgeschichte. Die Ausf\u00fchrungen zu dieser Thematik k\u00f6nnen dennoch keine gesellschaftlichen und politischen sein, da diese M\u00f6nchsregel vom Ausgang der Sp\u00e4tantike nicht eigentlich historisch oder nur als Quelle zu lesen ist. Vielmehr bildet sie bis heute den geistlichen Basistext der benediktinischen Abteien, Kl\u00f6ster und Gemeinschaften und hat damit gesellschaftliche und politische Bedeutung.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfen Themen unserer europ\u00e4ischen Gesellschaften und der europ\u00e4ischen Politik finden sich punktgenau in der Benediktusregel, und das \u2013 lassen Sie mich <em>pro domo<\/em> sprechen \u2013 wohl deswegen, weil sie im abendl\u00e4ndischen Grundwasser, im kollektiven Ged\u00e4chtnis Europas immer pr\u00e4sent gewesen sind. In unserem Zusammenhang liegt der Schwerpunkt auf dem Aspekt des Friedens.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Gemeinschaft Benedikts als Ort des Friedens<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die programmatische Bedeutung des Friedens ist eine der zentralen Perspektiven der Benediktusregel und seine Gestaltung bleibt Aufgabe und Herausforderung des gemeinsamen Lebens. Die Wichtigkeit dieser Thematik l\u00e4sst sich nicht am Gebrauch des Wortes <em>pax<\/em> festmachen. In der Benediktusregel findet sich das Wort auffallend selten. An ganz wenigen Stellen nur verwendet Benedikt es: achtmal <em>pax<\/em>, davon dreimal Friedensgru\u00df bzw. \u2013kuss und einmal im Psalmzitat (RB Prol. 17). Also: nur viermal als relevanter Wortbestand, dreimal als Eigentext Benedikts (RB 4,73; 34,5; 65,11).<\/p>\n<p>Und doch ist seine Regel ein Zeugnis, das den Frieden als Vision, nicht als Utopie, als Prozess, nicht als Zustand in die Mitte des gemeinsamen Lebens stellt. Er schreibt keine Abhandlung \u00fcber den Frieden, siedelt ihn vielmehr unspektakul\u00e4r im Alltag an. Die ganze Regel kann daher gelesen werden als ein Text der Friedenssicherung:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ol>\n<li>Dass Unfriede und seine Varianten erst gar nicht entstehen<\/li>\n<li>Dass im Konfliktfall der Friede wieder hergestellt wird<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Feststellung w\u00e4re aber ein unzureichender Befund, wenn er nicht durch zahlreiche Hinweise erg\u00e4nzt wird, die vielf\u00e4ltig das breite Spektrum Benedikts zeigen. Vielmehr zeigen die pr\u00e4gnanten und singul\u00e4ren Formulierungen an den entsprechenden Stellen, dass es um einen Lebensstil geht, der ganz von dem Bem\u00fchen um Frieden bestimmt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Haus<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In vielen offiziellen Dokumenten wird davon gesprochen, die europ\u00e4ischen Nationalstaaten unter einem gemeinsamen Dach, in dem einen europ\u00e4ischen Haus zu einen. Dieser Gedanke f\u00fchrt auf eine Metapher zur\u00fcck, die in der profanen und christlichen Sp\u00e4tantike, d.h. z.Zt. Benedikts, zu den wichtigsten Referenzbegriffen des politischen, kirchlichen, gesellschaftlichen und sozialen Zusammenlebens z\u00e4hlt. Das Haus (<em>domus<\/em>) ist f\u00fcr die Antike und die Sp\u00e4tantike eine wichtige \u201eKurzformel\u201c f\u00fcr den Lebensraum des Menschen. Es umfasst die Gesamtheit der menschlichen Beziehungen und T\u00e4tigkeiten in diesem Haus, das Verh\u00e4ltnis der Menschen untereinander, es konstituiert Zugeh\u00f6rigkeit, Zusammengeh\u00f6rigkeit und Sinnstiftung. Die Vorstellung vom Haus verbindet sich gleichzeitig mit einem langwierigen Prozess, in dem es ein sich st\u00e4ndig verschiebendes Miteinander unterschiedlichster Menschen und Situationen in ein und demselben Haus gibt, weswegen Augustinus von der <em>domus magna<\/em>, dem gro\u00dfen Haus spricht. F\u00fcr Augustinus ist es ein \u201egro\u00dfes Haus\u201c \u2013 gro\u00df im Sinn der Komplexit\u00e4t und Vielfalt (vgl. 2 Tim 2,20).<\/p>\n<p>Mit dem Stichwort Haus legt auch die Benediktusregel einen ihrer wesentlichen Begriffe vor: Haus als Geb\u00e4ude, als reales Sozialgebilde und als Potential von Bedeutungen und ebenfalls ein gro\u00dfes Haus, was die Komplexit\u00e4t und Diversit\u00e4t seiner Bewohner betrifft. Die benediktinische Gemeinschaft ist zudem ein Mehrgenerationenhaus: \u201eDie \u00c4lteren ehren, die J\u00fcngeren lieben\u201c (RB 4,70f.). Das Haus ist in der Benediktusregel nicht einfach ein rein funktionaler und architektonischer Begriff (vgl. RB 66,6). Die M\u00f6nche Benedikts \u201ehausen\u201c nicht, sondern wohnen \u201e<em>intra<\/em> <em>monasterium<\/em>\u201c, im Haus.<\/p>\n<p>Es ist bedeutsam, wenn Benedikt, und nur er, von der Gemeinschaft als vom Haus Gottes (<em>domus Die<\/em>) spricht als ihrem eigentlichen Identit\u00e4tsbegriff (RB 31,19; 53,18): Damit bestimmt er die monastische Gemeinschaft als \u201aHaus\u2019, das dem Herrn geh\u00f6rt und f\u00fcr das dieser sorgt, und ebenso als das \u201aHaus\u2019, das f\u00fcr Gott da ist. Der eigentliche Hausherr ist Christus. Er nimmt damit einen Terminus auf, der in der biblischen und fr\u00fchchristlichen Tradition wie auch der monastischen Tradition einen festen Platz hat (vgl. 1 Tim 3,15; 1 Petr 2,5; 4,17; 1 Kor 3,17; Hebr 3,6). Im Hintergrund wird die Formulierung der Apostelgeschichte von der \u201asich hausweise konstituierenden Kirche\u2018 (<em>ecclesia domestica<\/em>) erkennbar (vgl. Apg 2,46; 5,42; 8,3). <em>Haus <\/em>bedeutet Bekehrungsgemeinschaft und Glaubensgemeinschaft, Gebets- und G\u00fctergemeinschaft, ein Ort, an dem der Friede herrschen soll, der gepr\u00e4gt ist durch ein ethisches Milieu im Geist der Einm\u00fctigkeit und im Zusammenhalt der \u201aHausbewohner\u2019 (vgl. Apg 4,32) und der Solidarit\u00e4t seiner Bewohner im Geist des Ideals: \u201eein Herz und eine Seele\u201c (Apg 4,35).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Realit\u00e4t und Konflikte<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausdr\u00fccklich definiert Benedikt die Gemeinschaft nicht als einen Ort, wo dieses Ideal bereits verwirklicht w\u00e4re; wohl aber h\u00e4lt er diese Option immer offen. Es geht um die Gestaltung eines Raumes, der gekennzeichnet ist von der Realit\u00e4t menschlichen Zusammenlebens, nicht um die Utopie einer heilen Welt. Die Wahrnehmung dieser Realit\u00e4t ist die Grundbedingung f\u00fcr Frieden. Damit wird deutlich, dass Friede kein Begriff des Zustandes, sondern des Prozesses ist, eines Prozesses der st\u00e4ndigen Herstellung der Harmonie und des Ausgleichs unter Ungleichen, aber Gleichwertigen. Der Friede muss immer erst erreicht werden, da alle Menschen verschieden sind, und erst indem \u201edie Starken finden, wonach sie verlangen, und die Schwachen nicht davonlaufen\u201c (RB 64,19), entsteht jener Friede, der jedem den ihm angemessenen Platz im Gef\u00fcge des Ganzen zukommen l\u00e4sst. Das ist die <em>pax<\/em>, die Augustinus bezeichnet als die \u201eRuhe des Geordnetseins aller Dinge\u201c (De civ. 19,13).<\/p>\n<p>Die Wahrnehmung der Realit\u00e4t ber\u00fccksichtigt die Unterschiedlichkeit der einzelnen, vor allem die Komplexit\u00e4t und Vielfalt, die zugleich die selbstverst\u00e4ndliche Ungleichheit und Verschiedenheit der M\u00f6nche signalisieren, die vielen Lebensstrategien und Reaktionsmuster, die individuellen Interessen und charakterlichen Diversit\u00e4ten. Sie bezieht sich auf die unterschiedliche Vorstellungskraft und die jeweils anderen Zug\u00e4nge zur Wirklichkeit, im Umgang des Einzelnen mit Herausforderungen und Anforderungen. Die M\u00f6nche sind mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten unterwegs.<\/p>\n<p>Diese Tats\u00e4chlichkeit menschlicher Existenz bietet jedoch im gemeinsamen Leben Konfliktstoff und kann Missverst\u00e4ndnisse, Empfindlichkeiten und Auseinandersetzungen vorprogrammieren. Aufgrund der verschiedensten Menschen ist die Gemeinschaft immer auch ein Ort der Spannungen und Spaltungen, der Emp\u00f6rung und Ver\u00e4rgerung, der problematischen Situationen. Die Wahrnehmung dieser Realit\u00e4t ist in der Benediktusregel ein wichtiger und notwendiger Schritt auf dem Weg zum Frieden. Benedikt setzt sich vorbehaltlos mit den vielen Formen des Unfriedens in der Gemeinschaft und im Verhalten des einzelnen auseinander und l\u00e4sst kein Wort des lateinischen Konfliktvokabulars aus (vgl. RB 2,25; 2,28; 4,40; 4,66-8; 64,16; 65,7; 65,18; 65,22).<\/p>\n<p>Es gibt Konkurrenzanspr\u00fcche und Profilierungssucht, Zwietracht, Streit, Neid und Eifersucht. An vielen Stellen warnt er zudem vor Willk\u00fcr, Verunsicherung, vor Machtmissbrauch und \u00dcbergriffen, Terror und Tyrannis, Kompetenz\u00fcberschreitung, Herablassung und Missachtung, und scheut sich nicht von <em>scandala<\/em> zu sprechen. Benedikt mahnt daher eindringlich zur Abwehr solcher Haltungen und fordert Sanktionen um des Friedens, aber nicht um \u201edes lieben Friedens\u201c willen. Es geht ihm nie darum, Konflikte zu verdr\u00e4ngen, sondern zu benennen und zu Konfliktl\u00f6sungen zu finden. Das Bestreben ist allerdings auch, Konflikte erst gar nicht aufkommen zu lassen, sie rechtzeitig zu erkennen und so weit wie m\u00f6glich von vornherein zu begrenzen. Sind sie eskaliert, entwickeln sie eine Eigendynamik, der nur m\u00fchsam beizukommen ist.<\/p>\n<p>Solche Begrenzung geschieht bei ihm immer durch die verbale Intervention, das von ihm absolut favorisierte Instrumentarium. Mit der Einbeziehung aller Br\u00fcder in die Konfliktsituation schafft er Transparenz und erm\u00f6glicht durch die Kommunikation die M\u00f6glichkeit zum Umgang mit Spannungen, Meinungsverschiedenheiten und Belastungen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Friede<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem vorbereitenden Papier des damaligen europ\u00e4ischen Verfassungskonvents hei\u00dft es: Europa als Friedensprojekt ist eine der wichtigsten Zielvorgaben des Zusammenschlusses. Das friedliche Zusammenleben der V\u00f6lker bleibt die gro\u00dfe Herausforderung unserer Zeit. Mit dem Mitteleurop\u00e4ischen Katholikentag 2003\/2004, der ein Jahr lang an verschiedenen Orten stattfand, wollte die Kirche den Impuls geben: zur Vers\u00f6hnung der durch die blutige Geschichte des 20. Jahrhunderts auseinandergerissenen V\u00f6lker.<\/p>\n<p>Umso wichtiger wird das Schl\u00fcsselwort, das \u00fcber benediktinischen Klosterpforten steht und immer noch den Briefkopf vieler M\u00f6nche und Nonnen ziert: <em>Pax <\/em>\u2013 Friede. Die <em>pax benedictina<\/em> ist eine politische Angelegenheit, allerdings nicht im partei- oder staatspolitischem Sinn: Dieser Friede ist gelebte praxisnahe Friedensarbeit. Mit seiner Regel hat er hingegen keine Abhandlung \u00fcber den Frieden geschrieben, sondern ihn vielmehr mitten im Alltag platziert, die kleinen Schritte im allt\u00e4glichen Leben, die helfen, Unheil, Unrecht und B\u00f6ses zu \u00fcberwinden. <em>Suche den Frieden und jage ihm nach!<\/em>, zitiert er schon im Prolog seiner Regel den Psalmisten (Ps 34,15). Die Wahrung des Friedens ist nicht nur die Abwesenheit von Streit und Krieg, sondern ein Lebensstil, eine innere Haltung, die benediktinisches Leben formt und eine menschlich reife Kultur des gemeinsamen Lebens erm\u00f6glicht. Benedikt spricht davon aus Erfahrung und ermutigt seine M\u00f6nche: Mit dem Kontrahenten, mit dem also, mit dem man gestritten hat, noch vor Sonnenuntergang in den Frieden zur\u00fcckkehren (RB 4,73). Das muss nicht als Zeitma\u00df verstanden werden, aber doch als Absehbarkeit des Friedensschlusses.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Basis des Friedens: Gleichwertigkeit der Br\u00fcder<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Benedikt geht davon aus, dass seine M\u00f6nche verschieden und unterschiedlich sind, dass sie jung sind, im besten Alter stehen und altgeworden sind (vgl. RB 2,31f.; 3,3; 37,1-4). F\u00fcr das Zusammenleben gilt die Grundoption Benedikts der <em>aequalitas<\/em>, der grunds\u00e4tzlichen Gleichheit aufgrund der Taufe und der monastischen Berufung (vgl. RB 2,16.22). Der Gedanke f\u00fchrt einen Paradigmenwechsel herbei, der ein Ansehen der Person unter den Br\u00fcdern nach Alter, Herkunft \u2013 <em>aetas aut dignitas<\/em> (vgl. RB 63,8) \u2013 oder sonstigen r\u00f6mischen Kriterien, wie etwa wegen des Reichtums, der Bildung, des Einflusses der Familie, der Dominanz oder der Bedeutung f\u00fcr das Kloster absolut ausschlie\u00dft. Grundlage ist die Heilige Schrift mit ihrem Hinweis auf die Haltung Gottes (vgl. R\u00f6m 2,11; 1 Kor 11,22; Gal 3,28; Eph 6,9; Kol 3,11.25; Jak 2,1\u20134; 1 Petr 1,17) und die Einheit und Gleichheit aller in Christus, die durch Taufe gegeben ist. Dieses Wissen um die Gleichheit ist in der Benediktusregel immer pr\u00e4sent, niemals jedoch als Gleichmacherei, sondern als Ethos der Gleichberechtigung und insbesondere als Gleichwertigkeit aller Br\u00fcder. Das schlie\u00dft ein, dass die Einstellung der Br\u00fcder untereinander frei ist von sozialen Einsch\u00e4tzungen bzw. Verwerfungen, von Bevorzugung ebenso wie von Missachtung. Jeder hat die ihm zukommende Bedeutung, und es herrschen weder Unter- oder \u00dcberordnung noch die Gegens\u00e4tze von jung oder alt, gesund oder krank, robust oder empfindlich.<\/p>\n<p>Dazu kommt eine vorurteilsfreie Offenheit f\u00fcr alle Menschen, die zum Kloster kommen oder sich der Gemeinschaft anschlie\u00dfen wollen, die die Benediktusregel abhebt von zahlreichen Texten der monastischen \u00dcberlieferung. Die Wortwahl Benedikts macht deutlich, dass er sich an jeden richtet, \u201e\u2026 wer auch immer du bist \u2013 <em>quisquis<\/em>\u201c (RB Prol. 3). Am Schluss seiner Regel wiederholt er nahezu mit denselben Worten, dass, \u201ewer auch immer du bist\u201c, zum himmlischen Vaterland gelangen wird (vgl. RB 73,8).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gerechtigkeit<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser allt\u00e4gliche Friede hat f\u00fcr Benedikt als Voraussetzung die Gerechtigkeit: <em>pax et iustitia<\/em>. Eine grunds\u00e4tzliche Voraussetzung, die Benedikt mit der praxisnahen Frage anspricht, formuliert er: \u201eOb alle das Notwendige in gleichem Ma\u00df erhalten sollen \u2013 <em>Si omnes aequaliter debeant necessaria accipere<\/em>\u201c (RB 34 T). Sie meint nicht: F\u00fcr alle dasselbe, sondern seine Regel orientiert sich an dem, was jeder braucht, \u201ewie es ein jeder n\u00f6tig hat\u201c (RB 34,1; 55,20). Das kann nach Qualit\u00e4t, Ma\u00df und Inhalt sehr unterschiedlich sein. Erziehung zum Frieden hei\u00dft daher f\u00fcr ihn: Alle m\u00fcssen verantwortlich mit dem umgehen, was sie brauchen, m\u00fcssen wissen und absch\u00e4tzen, was sie nicht brauchen und es doch den anderen zugestehen.<\/p>\n<p>Benedikt geht davon aus, dass jemand weniger braucht, ihm deswegen aber nicht automatisch weniger zugeteilt wird. Der einzelne muss entscheiden, was f\u00fcr ihn notwendig ist, und er \u00fcbt damit Selbstbescheidung und den bewussten Verzicht auf nicht Notwendiges, selbst wenn es zu bekommen ist. Braucht er mehr, \u00fcberzieht er die Forderung nicht und bemisst f\u00fcr sich die notwendige Zuteilung. Damit ergibt sich eine quantitative und qualitative Unterschiedlichkeit und Ungleichheit, die im Dienst des Friedens steht. Ein hohes Ma\u00df an Reife der ganzen Gemeinschaft und der Wille zum Frieden sind dabei gefordert, da es schnell zum Vergleichen und damit zu Neid und Eifersucht kommen kann.<\/p>\n<p>Das eigentliche Anliegen ist die Erhaltung des Friedens in der Gemeinschaft, sowohl durch die Regelung selber wie auch durch die Frage des Umgangs mit ihr. Er darf nicht gef\u00e4hrdet werden durch zu rigorose oder zu nachl\u00e4ssige Handhabung, aber auch nicht durch Neid oder Anspr\u00fcche. \u201eSo werden alle miteinander in Frieden bleiben (RB 34,5). So werden alle Glieder der Gemeinschaft im Frieden sein\u201c (RB 34,5). Hier zeigt sich die Option f\u00fcr den Frieden nicht als gro\u00dfe Geste, sondern in den Kleinigkeiten und Banalit\u00e4ten des Alltags, also da, wo sich Krieg und Frieden abspielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Gegenseitigkeit <\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gegenseitigkeit ist ein Schl\u00fcsselwort f\u00fcr das Gelingen des gemeinsamen Lebens:<em> se\/sibi invicem<\/em>. Es meint die \u00dcbernahme von Verantwortung f\u00fcreinander und f\u00fcr das Ganze, eine Verantwortung, die jeder als seine je eigene zu \u00fcbernehmen hat und die gemeinschaftsstiftend ist.<\/p>\n<p>Benedikt vermeidet es, einzelnen M\u00f6nchen oder bestimmten Gruppen im Kloster einseitig etwas aufzuerlegen. So wahrt er die Zutr\u00e4glichkeit, die Zumutbarkeit und Gerechtigkeit. Das \u201aTragen der Lasten\u2019 darf nicht exklusiv zugemutet werden, sondern ist eine Erwartung an alle, die ihren Impuls aus der Heiligen Schrift nimmt (vgl. Gal 6,2), wo die Wechselseitigkeit f\u00fcr die Gemeinde konstitutiv ist.<\/p>\n<p>Benedikt sieht die Gegen- und Wechselseitigkeit alltagsbezogen und richtet sie z. B. auf den K\u00fcchen- und Tischdienst. \u201eDie Br\u00fcder sollen sich gegenseitig (und wechselseitig) be-dienen\u201c (RB 35,1). Die Wiederholung in V. 6: \u201eDie \u00fcbrigen Br\u00fcder sollen sich gegenseitig, wechselseitig in Liebe be-dienen\u201c sichert und verst\u00e4rkt die Wichtigkeit dieser Wechselseitigkeit. Die Belastung einzelner wird vermieden durch die selbstverst\u00e4ndliche Bereitschaft aller, im Wechsel zur Verf\u00fcgung zu stehen \u2013 mit den notwendigen Ausnahmen und Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p>So w\u00e4chst in einer Gemeinschaft die Atmosph\u00e4re der Einsatzbereitschaft und emotionalen Entlastung. Damit ist zugleich eine Zustimmung und Zuverl\u00e4ssigkeit angesprochen, wenn zumindest grunds\u00e4tzlich gesichert ist, dass der andere in vergleichbaren Situationen so handelt, wie man es selbst tut. Diese Haltung appelliert an einen hohen ethischen Standard der Einzelnen wie auch des gesamten Systems.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ehrfurcht und W\u00fcrde<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit der europ\u00e4ischen Wertediskussion verbindet sich stets die hohe Einsch\u00e4tzung der Menschenrechte und der Menschenw\u00fcrde. Auch hier sind wir zur\u00fcckverwiesen auf den ethischen und religi\u00f6sen Wurzelgrund der Benediktusregel. Die Basis des Friedens ist nicht der Wunsch nach reibungslosen Abl\u00e4ufen und effizientem Funktionieren, sondern die Ehrfurcht und W\u00fcrde, die dem Einzelnen zukommt. In der Benediktusregel nimmt das Wortfeld <em>honor\/honorare<\/em> eine wichtige Stellung ein. Als einer ihrer Leits\u00e4tze muss zweifellos das Wort gelten: <em>Alle Menschen ehren <\/em>(RB 4, 8) \u2013 ein Vers, den Benedikt gegen\u00fcber seiner Vorlage \u00e4ndert: Der urspr\u00fcngliche Text lautet: \u201eVater und Mutter ehren\u201c (RM 3,8). <em>Alle Menschen<\/em>, d.h. nicht die Menschheit, sondern jeden einzelnen Menschen zu ehren \u2013 das ist eine der Grundbedingungen des gemeinsamen Lebens. Das gilt f\u00fcr die Fremden, f\u00fcr die Kranken, f\u00fcr den Umgang der Generationen miteinander und der Br\u00fcder untereinander (RB 4,70-71; 53,2; 63,10.13.14.17; 72,4).<\/p>\n<p>Am Ende fasst Benedikt abschlie\u00dfend mit R\u00f6m 12,10 zusammen: \u201eSie sollen einander in gegenseitiger Achtung \u2013 <em>honor <\/em>zuvorkommen\u201c (RB 72,4). Dabei gilt nicht sein Ansehen in der Welt, sein Rang, seine soziale Stellung oder sein Reichtum. Diese Ehrfurcht ist unabh\u00e4ngig von nat\u00fcrlichen, gesellschaftlichen und politischen Privilegien, l\u00e4sst sich durch sie nicht beeindrucken, sondern erw\u00e4chst allein aus der Sicht des Glaubens: \u201e&#8230; welches Alter oder welche Stellung jemand auch haben mag&#8230;\u201c (RB 63,8); oder in Bezug auf die Freien und Sklaven: \u201eEr ziehe nicht den Freigeborenen einem vor, der als Sklave ins Kloster eintritt, wenn es daf\u00fcr keinen vern\u00fcnftigen Grund gibt<em>\u201c <\/em>(RB 2,18). So schreibt Benedikt f\u00fcr den Abt, ohne aber einen Sklavenbonus einzuf\u00fchren.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Verantwortung f\u00fcr den Frieden<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit einer einzigartigen Formulierung, die programmatisch verstanden werden kann, stellt Benedikt die Sorge um den Frieden in das Zentrum der Gemeinschaft: alle Regelungen sollen unter der Option \u201ezur Wahrung des Friedens und der Liebe \u2013 <em>propter pacis caritatisque custodiam<\/em>\u201c \u2013 getroffen werden (RB 65,11). C<em>ustodia<\/em> als Wahrung, Bewahrung, Schutz und Sicherung hei\u00dft nichts anderes, als \u00fcber den Frieden zu wachen und ihn zu gestalten und r\u00fcckt in das Zentrum des Selbstverst\u00e4ndnisses einer benediktinischen Gemeinschaft. Im Zusammenhang dieser Wendung geht es um die Frage, wer die Hausmacht hat. Das Gegeneinander von Abt und Prior spaltet durch schmeichlerische Parteinahme die ganze Gemeinschaft. Aufgerufen wird nicht zur Ruhe und Ordnung, sondern zum Frieden auf der Basis der Heiligen Schrift, wie es z. B. Gal 5,22 als Verwirklichung der Taufverpflichtung formuliert: \u201eDie Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, G\u00fcte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung.\u201c<\/p>\n<p>Leben in Gemeinschaft bedeutet daher, grundlegend dem Anforderungsprofil zuzustimmen, zu dem der Prolog der Benediktusregel mit einem Psalmvers aufruft: \u201eSuche den Frieden und jage ihm nach\u201c (RB Prol. 17; Ps 34,15) und pers\u00f6nlich Verantwortung daf\u00fcr zu \u00fcbernehmen. Friede ist kein Besitz; er muss immer wieder neu ausbalanciert werden. Dieses Bem\u00fchen setzt beim einzelnen an. Es kann nicht delegiert werden, sondern nimmt jeden in der Gemeinschaft in die Verantwortung. Die Konsequenz ist ein Leben, das sich in dieser Friedenssuche bew\u00e4hrt, wie Benedikt es in der klaren Sprache des Psalms weiter beschreibt: \u201eBewahre deine Zunge vor B\u00f6sem und deine Lippen vor falscher Rede! Wende dich ab vom B\u00f6sen und tu das Gute\u201c (RB Prol. 17; Ps 34,14). Aktueller kann kaum ausgesagt werden, was unserer Welt und Gesellschaft nottut.<\/p>\n<p>Ist dieser Friede gest\u00f6rt, liegt es in der Verantwortung des Einzelnen, ihn wieder herzustellen und sich diesem Prozess zu stellen. Benedikt gebraucht eine starke und singul\u00e4re Formulierung, die den Weg zur\u00fcck in den Frieden, das Wachsen an Einsicht und Vers\u00f6hnung sowie die Unverz\u00fcglichkeit der Bereitschaft zum Frieden ausdr\u00fcckt. \u201eBei einem Streit mit jemandem noch vor Sonnenuntergang in den Frieden zur\u00fcckkehren \u2013<em> cum discordante ante solis occasum in pacem redire<\/em>\u201c (RB 4,73). In Anlehnung an Eph 4,26: \u201eDie Sonne soll \u00fcber eurem Zorn nicht untergehen\u201c, will Benedikt keinen konkreten Zeitpunkt angeben oder eine bestimmte Tageszeit benennen, sondern den Weg der R\u00fcckkehr in den Frieden erkennbar und offen halten. Auch wenn er damit keine Uhrzeit bestimmt, meint er doch einen absehbaren und \u00fcberschaubaren Zeitraum, in dem Aussprache und Verst\u00e4ndigung realisiert wird.<\/p>\n<p>Ausdr\u00fccklich formuliert Benedikt nicht: \u201eNach einem Streit\u201c, sondern personalisiert die Situation: \u201e<em>cum discordante<\/em>\u201c \u2013 mit dem Zerstrittenen, mit dem, mit dem man uneins ist, in den Frieden zur\u00fcckkehren. Die pers\u00f6nliche Auseinandersetzung ist wichtig, das gegenseitige Zugehen aufeinander. Beide Kontrahenten stehen unter der Weisung, sich diesem Prozess zeitnah zu stellen. Benedikt ermutigt jeden der beiden zum Entgegenkommen, zum ersten Schritt und zur Kl\u00e4rung, um ein Zeichen der Friedensbereitschaft zu geben. Dieser erste Schritt gibt die Chance, dass der Friede wiederhergestellt wird. Es ist gut m\u00f6glich, dass als Subtext die Weisung der Bergpredigt zu lesen ist: \u201eSelig, die Frieden machen\u201c (Mt 5,9).<\/p>\n<p>Die Warnung vor falschem Frieden (RB 4,25) macht klar, dass es nicht um Beschwichtigung und Frieden um des lieben Friedens willen geht. Heuchelei, vielleicht fehlender Mut zur Auseinandersetzung, mangelnde Konfliktf\u00e4higkeit, Harmoniebed\u00fcrfnis, vorschnelle Vers\u00f6hnung und Unaufrichtigkeit auch im Alltag der kl\u00f6sterlichen Gemeinschaft, k\u00f6nnen sich nicht auf biblische Wurzeln berufen; vielmehr warnt bereits Cyprian im Umgang mit den <em>lapsi <\/em>davor, Abgefallene ohne Kl\u00e4rung der Situation wieder aufzunehmen: \u201eDurch die Vorspiegelung eines falschen Friedens wird der wahre Friede vereitelt\u201c. Dies gilt f\u00fcr jedes Geschehen der Vers\u00f6hnung, das ohne die Wahrheit nur zum n\u00e4chsten Konflikt f\u00fchren wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Regulative des Friedens<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Benediktusregel schreibt keine Abhandlung \u00fcber den Frieden, siedelt ihn vielmehr unspektakul\u00e4r im Alltag an. So kennt sie eine F\u00fclle von Regulativen, die den Frieden erm\u00f6glichen und sichern sollen. Nur einige wenige seien hier angef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Ordo<\/strong>: Aus der Option des gemeinsamen Lebens ergibt sich ein strukturiertes Milieu. Das Miteinander der M\u00f6nche ist geregelt durch den <em>ordo<\/em> der Rangfolge. Die Struktur der Gemeinschaft zeigt, wie jeder seinen ganz eigenen, ihm zukommenden Platz hat, der Zugeh\u00f6rigkeit signalisiert. Es gibt nach dem Eintrittsalter erste und letzte Pl\u00e4tze (RB 63,8). Die Regelung durch das objektive Kriterium in der Reihenfolge des Eintritts erm\u00f6glicht die Wahrnehmung eines jeden einzelnen, seine Einmaligkeit und Wertigkeit, da jeder seinen Platz nicht nach Beg\u00fcnstigung und pers\u00f6nlicher Sympathie, nicht nach Herkunft und dem Ansehen der Person oder nach F\u00e4higkeiten erh\u00e4lt. Die Selbstverst\u00e4ndlichkeit des jeweils zukommenden Platzes im Gef\u00fcge der Gemeinschaft verhindert Konkurrenzdenken und Rivalit\u00e4t. Es entlastet von Zwang nach Profilierung und Anerkennung. Damit ist ein Streit oder der Kampf um den \u201ePlatz\u201c, letztlich um Ansehen, Bedeutung und Einfluss abgewehrt. Entscheidend ist allein die Stunde der Berufung. Jeder Anspruch auf einen bestimmten Rang aufgrund des Alters \u2013 oder des W\u00fcrdigkeitsprivilegs \u2013 <em>aetatis aut dignitatis<\/em> (RB 63,9) wird damit hinf\u00e4llig, ebenso ein Vorrang wegen der klerikalen W\u00fcrde. Dies ist grunds\u00e4tzlich \u00fcberwunden durch die Einheit und Gleichheit aller in Christus, die in der Taufe grundgelegt ist (vgl. Gal 2,6).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sanktionen und Strafen<\/strong>: Zu den Regulativen des Friedens geh\u00f6rt in der Benediktusregel eine Gruppe von Kapiteln, die als \u201aStrafkapitel\u2019 bezeichnet werden (RB 23-30; 43-46). Die Reaktion auf die bereits genannten Grenz\u00fcberschreitungen, Verfehlungen und negativen Verhaltensweisen sind neben zahlreichen Einzelbemerkungen in zahlreichen anderen Kapiteln hier zusammengefasst. Diese Kapitel stellen einen differenzierten und abgestuften Umgang mit Fehlverhalten dar und haben eine wichtige Funktion bei der Wahrung und Wiederherstellung des Friedens (vgl. Mt 18,15ff).<\/p>\n<p>Da Verfehlungen und Schuld nicht zu leugnen sind, braucht es einen geordneten Umgang mit diesen Erfahrungen. Liegt kein Instrumentarium vor, um solche Vorkommnisse zu ordnen, wirkt sich dies negativ auf das gemeinsame Leben aus. Eine solche Ordnung verhindert die individuelle oder kollektive Bestrafung durch beliebige Ma\u00dfnahmen einzelner oder der ganzen Gemeinschaft. Sie sind auch Schutz des schuldigen Bruders vor \u00fcbertrieben harter Strafe, vor Willk\u00fcr und Machtmissbrauch.<\/p>\n<p>Die sog. Strafkapitel bieten einen Kl\u00e4rungsprozess: sie intendieren eine differenzierte und ebenso problem- wie l\u00f6sungsorientierte Bearbeitung von Konflikten. Dabei sieht Benedikt, dass es m\u00f6glicherweise nicht zu einer L\u00f6sung kommt, vielmehr dass Misslingen des Vertrauens, negative Langzeitfolgen, schwelende Missverst\u00e4ndnisse, Provokationen und Konflikte zum Dauerzustand werden, die er mit einer klaren Trennung beantwortet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Vaterunser als Friedensgebet<\/strong>: Die liturgische Hervorhebung des Vaterunsers durch Benedikt (RB 13,12-13) bezieht sich vor allem auf die Weisung zu Vergebung und Vers\u00f6hnung, da die Dornen der \u00c4rgernisse \u2013 <em>propter scandalorum spinas<\/em>, wie er es in einem Bildwort ausdr\u00fcckt \u2013, immer wieder neu verletzen. In der Gemeinschaft muss diese Bitte daher t\u00e4glich verk\u00fcndet, geh\u00f6rt und erf\u00fcllt werden. Daher soll der Abt \u201edas Gebet des Herrn so\u201c sprechen, \u201edass alle es h\u00f6ren k\u00f6nnen. &#8230; Wenn die Br\u00fcder beten und versprechen: \u201aVergib uns, wie auch wir vergeben\u2018, sind sie durch dieses Wort gebunden und reinigen sich von solchen Fehlern\u201c (RB 13,13; Mt 6,12).<\/p>\n<p>Der Abt tr\u00e4gt diese Bitte und Weisung jeden Tag am Morgen und am Abend, also an den Eckpunkten des Tages vor. Als Heilmittel f\u00fcr die Verletzungen und \u00c4rgernisse im Alltag soll das vom Abt gesprochene Gebet des Herrn bei den Br\u00fcdern wirksam werden. Ausdr\u00fccklich sagt Benedikt: \u201e<em>omnibus audientibus<\/em> \u2013 w\u00e4hrend alle h\u00f6ren\u201c (RB 13,12). Der Obere tr\u00e4gt zwar das Gebet laut vor, doch die Br\u00fcder sprechen es selber im Herzen (<em>dicunt)<\/em>, besonders die Bitte: \u201eVergib uns, wie auch wir vergeben\u201c. H\u00f6ren und im Herzen (mit)sprechen ist hier zugleich Selbstverpflichtung: \u201edann sind sie durch dieses Wort gebunden und reinigen sich von solchen Fehlern\u201c (RB 13,13). Das Beten des Vaterunsers wird bei Benedikt zur Selbstverpflichtung des M\u00f6nchs und zu einer ganz pers\u00f6nlichen Angelegenheit. Ausdr\u00fccklich schreibt er: \u201e<em>omnibus audientibus<\/em> \u2013 dass alle es h\u00f6ren\u201c. In diesem H\u00f6ren verpflichten sich die Br\u00fcder \u2013 hier mit dem ungew\u00f6hnlichen Wort <em>conventi<\/em> bezeichnet \u2013 jeden Tag zweimal zu Vergebung und Vers\u00f6hnung (vgl. RB 4,73; 71,6-8). Mit <em>sponsio<\/em> gebraucht Benedikt ein hochkar\u00e4tiges Wort, das in der Bedeutung \u201efeierlich und \u00f6ffentlich geloben\u201c den hohen Verpflichtungscharakter unterstreicht. Immer wieder soll sich der M\u00f6nch vergegenw\u00e4rtigen, dass er die Selbstverpflichtung in Freiheit und Freiwilligkeit \u00fcbernommen hat.<\/p>\n<p>Die Bitte des Vaterunsers bewirkt, dass das Wort der Schrift im Herzen der Br\u00fcder und im Leben der Gemeinschaft Wirklichkeit wird. Durch das H\u00f6ren und sich Einlassen auf das Herrengebet wird immer wieder ein Prozess angesto\u00dfen, der langfristig Ver\u00e4nderung und Heilung bewirkt und dauerhaft Frieden stiftet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es liegt schon etliche Jahre zur\u00fcck, dass ein Interview in der Wochenzeitung \u201eDie Zeit\u201c vom 30. Januar 2003 mit Valery Giscard d&#8217;Estaing, dem damaligen Pr\u00e4sidenten des Europ\u00e4ischen Verfassungskonventes und ehemaligen franz\u00f6sischen Staatspr\u00e4sidenten f\u00fcr Schlagzeilen sorgte und eine europaweite Diskussion ausl\u00f6ste. 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