{"id":108556,"date":"2025-07-31T11:34:12","date_gmt":"2025-07-31T09:34:12","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108556"},"modified":"2025-07-31T11:34:12","modified_gmt":"2025-07-31T09:34:12","slug":"eine-kleine-geschichte-der-ir-rationalitaet","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-kleine-geschichte-der-ir-rationalitaet\/","title":{"rendered":"Eine kleine Geschichte der (Ir-)Rationalit\u00e4t"},"content":{"rendered":"<p>Seit den griechischen Anf\u00e4ngen gibt es viele Geschichten der Vernunft und der Unvernunft. Und diese Geschichten k\u00f6nnen sehr verschieden erz\u00e4hlt werden. Hier geht es um eine kleine Geschichte dieser vielen Geschichten, um eine von vielen m\u00f6glichen. Unter den vielen Geschichten gibt es die der st\u00e4ndigen Perfektionierung, die des allm\u00e4hlichen Verfalls und der Unvernunft, die der fruchtbaren Diversifizierung und die der heillosen Verwirrung und Selbstzerst\u00f6rung, die der Vollendung und die etwas k\u00fcrzere Geschichte der Verk\u00fcndigung des Endes der Vernunft als Metaphysik.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese vielen Geschichten bietet sich \u2013 quasi im Zeitraffer \u2013 das statische Bild eines Baumes an. Aus dem Stamm dieses Baumes wachsen viele \u00c4ste immer h\u00f6her in den Himmel und viele Wurzeln immer tiefer in die Erde. Je nachdem, was wir anschauen wollen, schauen wir nach oben oder nach unten, in den Himmel oder in die Erde, ins Licht oder ins Dunkel. Dieses Baum-Bild ist \u2013 wie alle Bilder f\u00fcr etwas, was sich bewegt und entwickelt \u2013 nur bedingt brauchbar. Das statische Bild ist genau genommen falsch, denn es suggeriert, dass wir alles auf einmal sehen k\u00f6nnen. Diesen Zeitraffer, der einen Blick auf das Ganze erlauben w\u00fcrde, gibt es aber nicht. In Wahrheit sitzen wir selbst auf einem Ast oder in einer Wurzel, und wir wissen nicht einmal genau, ob es ein Ast oder eine Wurzel und welche genau es ist. Dabei w\u00fcssten wir dies gerne, weil wir wissen wollen, wohin die Reise geht, nach oben oder nach unten, vorw\u00e4rts oder r\u00fcckw\u00e4rts.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Eine Frage der Sichtbarkeit<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn wir zur\u00fcckschauen auf die Anf\u00e4nge, also auf den alten Stamm, f\u00e4llt uns auf, dass das, was wir \u201aVernunft\u2019, \u201aVerstand\u2019 oder \u201aRationalit\u00e4t\u2019 nennen, viele Namen hatte. Die griechischen Worte logos, nous, phronesis, dianoia, sophia \u00fcbersetzen wir mit dem den Worten \u201aVernunft\u2019 und \u201aVerstand\u2019. \u00c4hnlich verfahren wir mit den lateinischen Worten ratio, intellectus, mens, animus, spiritus. Dabei rechnen wir ratio und intellectus eher dem zu, was wir \u201aVerstand\u2019 und \u201aRationalit\u00e4t\u2019 nennen. Wir sehen also gleich, dass das Bild des Baumes schon deswegen falsch ist, weil es gar nicht den einen einzigen Stamm gegeben hat. Zumindest hatte der Stamm einen sichtbaren und einen unsichtbaren Teil und der unsichtbare war der weitaus wichtigere. Es ist gerade das Unsichtbare, was mit \u201anous\u2019 und \u201asophia\u2019, aber auch mit \u201amens\u2019 und \u201aspiritus\u2019 gemeint ist. Es ist das Seelische, also das, was wir heute kaum mehr verstehen und eher als etwas Literarisches und Fiktionales als etwas Reales deuten.<\/p>\n<p>Dabei war es gerade das Unsichtbare, was die Griechen und das lateinische Mittelalter interessierte. Die Reinheit der unsichtbaren, aber denkenden Vernunft und der mit ihr verbundenen wahren Erkenntnis war das Anliegen Platons. Sokrates erkl\u00e4rt im Dialog <em>Phaidon<\/em>, wovon die Rede ist und wie die Reinheit der Vernunfterkenntnis bzw. wie wahres, wirkliches Wissen erreicht werden kann. Die Seele muss sich dazu vom K\u00f6rper trennen. Das tut sie beim Sterben. In das Sterben sollen sich die Philosophen schon w\u00e4hrend sie leben ein\u00fcben. Sie sollen sich von allen weltlichen Bed\u00fcrfnissen schon im Diesseits befreien. Nur so kann wahres Wissen, wie Sokrates und Platon glauben, erreicht werden. Beide glauben, dass richtige Meinung und wahres Wissen zwei ganz verschiedene Dinge sind. Die Meinung ist noch mit unserer sinnlichen Natur verbunden und ganz diesseitig, das wahre Wissen ist dagegen von dieser verg\u00e4nglichen Natur unabh\u00e4ngig. Es geht in die H\u00f6he und gleichzeitig in die Tiefe in Platons Denken und in seinem Verst\u00e4ndnis wahrer Erkenntnis.<\/p>\n<p>Das hat Platons Sch\u00fcler Aristoteles nicht mehr \u00fcberzeugt. Er hat in seiner Seelenlehre nicht die Trennung der Seele vom K\u00f6rper empfohlen, sondern die Stufen der Beseelung der ganzen Natur, nicht nur der menschlichen, beschrieben, von der vegetativen \u00fcber die f\u00fcr die Tugenden so wichtige formbare bis zur reinen Denkseele. Er hat eine Geschichte der Seelenlehre erz\u00e4hlt, von Anaxagoras \u00fcber Empedokles, Demokrit und Leukipp bis Platon. Die Lehren dieser Vorg\u00e4nger \u00fcberzeugten Aristoteles nicht. Er wollte sich auch nicht damit zufrieden geben, dass die Seele unsichtbar ist. Schlie\u00dflich h\u00e4lt sie, wie er in <em>De anima<\/em> schreibt, den K\u00f6rper, also das Sichtbare, zusammen. Die Seele sei \u201eErf\u00fcllung\u201c und \u201eWesenheit\u201c und \u201edas, was Sein ist\u201c (t\u00f2 t\u00ed en einai). Was nach dem Tod mit der Seele geschieht, sagt Aristoteles nicht, und von Philosophie als Ein\u00fcbung ins Sterben will er nichts wissen.<\/p>\n<p>Die aristotelische Seelenlehre, die der Sinnlichkeit eine eigene F\u00e4higkeit zu erkennen unterhalb der F\u00e4higkeit des reinen Denkens, des reinen geistigen Schauens dessen, was unver\u00e4nderlich ist, zuschreibt, k\u00f6nnen wir als einen Ast unseres imaginierten Vernunft-Baumes deuten, aus dem viele verschiedene metaphysische, ethische und nicht-metaphysische \u00c4ste wuchsen. Einer f\u00fchrte zur Metaphysik und Ethik von Thomas von Aquin, ein anderer zur nominalistischen Metaphysik von Duns Scotus und Wilhelm von Ockham, ein weiterer zu den Metaphysik-kritischen britischen Empiristen. Ein besonders gro\u00dfer Ast f\u00fchrte in die Theologie, aber zu ihr f\u00fchrte nicht nur der aristotelische Ast.<\/p>\n<p>Der erste Ast, der zur Theologie f\u00fchrte, war der platonische. Im Zeitraffer des Baum-Bildes sehen wir diesen gro\u00dfen, theologisch au\u00dfergew\u00f6hnlich fruchtbaren Ast. Er f\u00fchrt \u00fcber ein halbes Jahrtausend von Platon zu Plotin. Dieser Ast perfektioniert die Vernunft, macht sie zu etwas G\u00f6ttlichem. Der Nous, die h\u00f6chste Vernunft, bezieht ihre Erkenntnis von oben, von einem Jenseits der Vernunft, dem Einen, dessen Abbild (eikon) sie ist. Subjekt, Objekt und Denkakt verschmelzen zu einem Ganzen, das den Anspruch erhebt, die ganze Wirklichkeit zu erkennen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen uns die Wucht dieses Denkens heute aus theologischer Sicht besser als aus philosophischer vergegenw\u00e4rtigen. Seine Strahlkraft reichte bis zu Schelling, der die kreative, die Wirklichkeit schaffende g\u00f6ttliche Kraft des Denkens \u00e4hnlich verstand wie Plotin. Sonst h\u00e4tte er nicht den Magnetismus und andere physische Ph\u00e4nomene unmittelbar aus dem vern\u00fcnftigen Denken abgeleitet. Schelling musste allerdings erleben, dass sein Denken in seinen letzten Lebensjahren kein Geh\u00f6r mehr fand. Der Stern des einstigen Hoffnungstr\u00e4gers, der 10 Jahre nach Hegels Tod, also1841 mit 64 Jahren nach Berlin berufen wurde, verblasste bereits vor seinem eigenen Tod. Schon davor hatte eine philosophische Schnelllebigkeit begonnen, in der wir bis heute leben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Pl\u00f6tzlich irrational?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es geht in dieser kleinen Geschichte nicht nur um Erinnerungen an die Traditionen der Vernunft, sondern auch um die Unvernunft, die Irrationalit\u00e4t. Das Wort \u201airrational\u2019 wird erst im 19. Jh. gebr\u00e4uchlich. Es wurde keineswegs abwertend gebraucht, sondern, \u00e4hnlich wie urspr\u00fcnglich bei Platon das Wort \u201aSeele\u2019, f\u00fcr das Unsichtbare. Das Dunkle, Unsichtbare, Unbegreifliche war mit dem Irrationalen gemeint. Vertraut wurde das Wort durch die Art von Zahlen, die man wie die Zahl p nicht \u2013 wie die rationalen Zahlen \u2013 als Bruch darstellen kann, weil sie nach dem Komma kein Ende haben.<\/p>\n<p>Hegel spricht im \u00a7231 der Enzyklop\u00e4die (1830) davon, dass das, was mit \u201airrational\u2019 gemeint werde, \u201eein Beginn und Spur der Vern\u00fcnftigkeit\u201c sei. Es geht ihm dabei um die Begriffsbildung in der Geometrie, nicht um die Vernunft. Denn mit der Vernunft kann auch dieses Irrationale aufgehoben und aus der Dunkelheit ans Licht gebracht werden, wie Hegel meinte. Anders als Schelling, der sich zuletzt nur noch mit Religionsphilosophie besch\u00e4ftigte, wollte Hegel in seiner Enzyklop\u00e4die dem Denken und Wissen die endg\u00fcltige Gestalt eines unver\u00e4nderlichen Systems geben.<\/p>\n<p>Dieser Ast der Vernunft sollte den alten Stamm ersetzen. Der Ast erwies sich als zu gro\u00df und zu schwer. Viele meinen, er sei l\u00e4ngst unter seinem eigenen Gewicht abgebrochen. Schopenhauer, der parallel zu Hegel seine Vorlesungen anbot, gei\u00dfelte die Dunkelheit Hegels. Damit meinte er nun aber nichts Positives, sondern etwas, was im heutigen Sinn \u201airrational\u2019 genannt werden kann. F\u00fcr Schopenhauer gibt es das Irrationale aber auch im positiven Sinn als \u201evernunftlosen Intellekt\u201c, wie er in <em>Die Welt als Wille und Vorstellung <\/em>schrieb. Es ist das Bewusstsein der Tiere, f\u00fcr die es nur eine \u201eSuccession von Gegenwarten\u201c gebe. Die in Schopenhauers Augen wichtigste Kraft, der Wille, ist nicht etwa irrational, sondern als Alternative zur Vernunft grundlos, eine \u201eblinde Th\u00e4tigkeit\u201c, wie er sagte.<\/p>\n<p>Wir m\u00fcssen uns nun vom Bild des Baumes der Vernunft mit seinen vielen \u00c4sten und Wurzeln endg\u00fcltig trennen. Dieses Bild wird dem, was in dieser kleinen Geschichte der (Ir-)Rationalit\u00e4t noch zu erz\u00e4hlen ist, nicht mehr gerecht. Der Grund ist, dass die \u00c4ste und Wurzeln eine Linearit\u00e4t der Entwicklung, mit einem alternativ gemeinten Aufstieg oder Abstieg und einem getrennten Vorher und Nachher suggerieren. Diese Trennung bestimmt von dem Moment an nicht mehr das Bild, in dem die Rationalit\u00e4t unvermittelt in Irrationalit\u00e4t umschl\u00e4gt. Dann ist das eine vom anderen nicht mehr zu trennen. Rationalit\u00e4t wird irrational. Wo immer dies geschieht, wird die Irrationalit\u00e4t gef\u00e4hrlich, weil sie f\u00fcr etwas Rationales gehalten werden kann. Martin Heidegger schrieb sehr zutreffend im <em>Brief \u00fcber den Humanismus<\/em> (1949), der Irrationalismus herrsche \u201eunerkannt und unbestritten in der Verteidigung der \u201aLogik\u2019, die glaubt, einer Besinnung auf den logos &#8230; ausweichen zu k\u00f6nnen\u201c. Er glaubte noch daran, die Vernunft vor dem Umschlag in die Irrationalit\u00e4t durch tiefes Bedenken des logos bewahren zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Kant war der erste, der \u00fcberhaupt die Gefahr des Umschlagens des vern\u00fcnftigen Denkens ins Irrationale erkannte. Er warnte davor, die Grenzen der Erkenntnis, das, was der Verstand leisten kann, zu missachten und so zu tun, als k\u00f6nnten wir jenseits dieser Grenzen etwas erkennen. Die Vernunft kann mit ihren Ideen zwar zur eigenen Orientierung in Richtungen schauen, die mit den Namen \u201aFreiheit\u2019, \u201aGott\u2019 und \u201aUnsterblichkeit\u2019 bezeichnet werden. Erkennen kann sie dabei aber nichts. Unmittelbar nach Kant wollten das die Philosophen des Deutschen Idealismus nicht mehr wahrhaben. Sie wollten Kant \u00fcbertreffen und aus der Vernunft einen totalen Verstand machen. Sie wollten das Irrationale, das Dunkle, das Unerkennbare in ein umfassendes System der Erkenntnis integrieren.<\/p>\n<p>Nietzsche erkannte, dass diese Integration scheitern muss. Er sah die Gefahr, dass in einem Vernunft-System Wahrheit zum Irrtum, Religion zum Aberglauben und Moral zur Amoral wird. Die Vernunft schl\u00e4gt in ihr Gegenteil um, wenn sie hypertroph wird und ihre Kr\u00e4fte \u00fcbersch\u00e4tzt. Die Umwertung der Werte war keine Untat Nietzsches, sondern seine n\u00fcchterne Bilanz eines unaufhaltsamen Verfalls der Vernunft, den sie selbst verursacht. Er erkannte, dass das Streben nach einem System der Vernunft zum Scheitern verurteilt ist und die Vernunft sich darin selbst zerst\u00f6rt. Der Tod Gottes ist ein Delikt der Rationalit\u00e4t, nicht eine Untat Nietzsches.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das Problem der Aufkl\u00e4rung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Metamorphose, der Umschlag der Rationalit\u00e4t in Irrationalit\u00e4t ist eine Gefahr geblieben. Adorno und Horkheimer haben diese Gefahr in ihrer <em>Dialektik der Aufkl\u00e4rung<\/em> (1944) beschrieben. Die Rationalit\u00e4t der Aufkl\u00e4rung schl\u00e4gt in Irrationalit\u00e4t um, der Mythos der Aufkl\u00e4rung wird selbst zu einer Mythologie, aus der Befreiung wird Unfreiheit. Die \u201emit Herrschaft verkn\u00fcpfte Rationalit\u00e4t\u201c schafft die Leiden, die im Nationalsozialismus Normalit\u00e4t wurden, Antisemitismus und die massenhafte Vernichtung menschlichen Lebens.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich ist mit der dialektischen Wendung der Aufkl\u00e4rung gegen ihre eigenen Ideale die Aufkl\u00e4rung nicht als ganze diskreditiert. Klar ist nur, dass diese Ideale von Anfang an eine Kehrseite hatten. Friedrich der Gro\u00dfe musste dies bereits erfahren. Er hatte Voltaire nach Berlin eingeladen und sich mit ihm lange in Briefen \u00fcber die Ziele der Aufkl\u00e4rung ausgetauscht. Selbst der radikale Materialist und Atheist La Mettrie fand bei ihm Zuflucht als Leibarzt und Vorleser. Seine atheistischen Schriften durfte La Mettrie dann aber doch nicht in Berlin ver\u00f6ffentlichen, schlie\u00dflich war Preu\u00dfen die f\u00fchrende protestantische Nation. Erst als Friedrich dann Baron d\u2019Holbachs <em>System der Natur<\/em> (1770) las, in dem es nicht nur um eine materialistische Naturphilosophie ging, sondern um deren Konsequenzen, den Untergang der Religion und der Monarchie, sah er, wohin die Reise der Aufkl\u00e4rung ging.<\/p>\n<p>Solange es wie in Spinozas <em>Tractatus Theologico-Politicus<\/em> (1670) um die Befreiung von Aberglaube, Knechtschaft und von politischer Unterdr\u00fcckung \u201eunter dem Schein der Religion\u201c ging, waren die Ziele der Aufkl\u00e4rung vern\u00fcnftig. Ganz besonders trifft dies auf Kants Diagnose der \u201eselbstverschuldeten Unm\u00fcndigkeit\u201c (1784) zu. Sein Aufruf, sich mutig des eigenen Verstandes zu bedienen, hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Es war ihm aber nicht entgangen, was f\u00fcnf Jahre nach Ver\u00f6ffentlichung seines Aufsatzes in Paris begann. Die Aufkl\u00e4rung war dann f\u00fcr ihn auch kein Thema mehr, sondern das Staatsrecht und die Geltung von Rechtsverh\u00e4ltnissen (1797).<\/p>\n<p>Von irrationalem Aberglauben sind wir keineswegs befreit, wie das t\u00e4gliche Horoskop, die hohen Auflagen der Rezepte zum Gl\u00fccklichwerden und vor allem die Wirksamkeit von Verschw\u00f6rungstheorien zeigen. Ebensowenig befreit sind wir vom dialektischen Umschlag demokratischer Ideale in ihr Gegenteil, also von einem rationalen Aberglauben. John Gray, Autor der <em>Seven Types of Atheism<\/em> (2018), schrieb k\u00fcrzlich einen Essay zum Thema \u201eUn-liberty. Some problems with the new cult of hyper-liberalism\u201c. Darin sucht er auf dem Hintergrund der gegenw\u00e4rtigen politischen Verschiebungen in einigen europ\u00e4ischen Staaten Richtung Populismus und Faschismus nach den Gr\u00fcnden f\u00fcr den Umschlag des Liberalismus in sein Gegenteil. Liberalismus kombiniert mit Empirismus habe bei J.S. Mill bereits einen zweideutigen Anfang gehabt. Mill betrieb, wie Gray meint, die Umwandlung des Liberalismus in eine Art humanistischer Religion f\u00fcr eine individualistische Gesellschaft. Eine solche Gesellschaft k\u00f6nne den populistischen Bewegungen und deren Intoleranz nichts entgegensetzen. Der Kern des Problems sei, dass dann, wenn die menschlichen Werte nichts weiter als soziale Konstruktionen sind, eine Gesellschaft, in welcher \u00dcberzeugungen unterdr\u00fcckt werden, nicht von einer Gesellschaft unterscheidbar sei, in der dies nicht der Fall ist. Der Hyper-Liberalismus sei nicht weniger intolerant als der faschistoide Populismus. Denn der imagin\u00e4re Glaube an den Humanismus schw\u00e4che und zerst\u00f6re nationale und religi\u00f6se Traditionen, die Freiheit und Toleranz in der Vergangenheit gef\u00f6rdert h\u00e4tten. So schw\u00e4cht sich die liberale Gesellschaft selbst. Es fehle ihr an Lernf\u00e4higkeit. Soweit John Grays aktuelle Diagnose.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>\u00d6konomische Rationalit\u00e4t?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Revolutionen haben in Frankreich und Russland ihre eigenen Kinder gefressen. Der Liberalismus, der die zerst\u00f6rerische Intoleranz, die mit diesen Revolutionen in die Welt kam, verhindern sollte, kann offenbar nicht halten, was er versprach und verspricht. Dem Liberalismus ist die Gefahr des Umschlags von Rationalit\u00e4t in Irrationalit\u00e4t nicht auf den ersten Blick anzusehen. Nicht anders verh\u00e4lt es sich mit der theoretischen Rationalit\u00e4t in der \u00d6konomie. Sie geh\u00f6rt zum Kernbestand der weltweit anerkannten Mikro\u00f6konomie, die den individuellen Entscheidungsprozess analysiert. In der Mikro\u00f6konomie ist die Rationalit\u00e4t der Grundstandard. Er hat Merkmale, die unbestreitbar erscheinen: jeder Akteur folgt seinem Selbstinteresse (Egoismus), sucht nach dem gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen f\u00fcr das Ganze (Utilitarismus) und folgt dabei einem Kalk\u00fcl, das ein Ergebnis garantiert, das nicht verbessert werden kann (Pareto Optimum: niemand kann besser gestellt werden, ohne dass jemand dabei schlechter gestellt wird).<\/p>\n<p>Zur rationalen Entscheidung geh\u00f6rt auch, dass jeder Akteur \u00fcber alle Informationen verf\u00fcgt, die er f\u00fcr die Optimierung seiner Entscheidung ben\u00f6tigt. Egoismus plus Utilitarismus plus Pareto-Optimalit\u00e4t sollen f\u00fcr alle Marktteilnehmer den gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Nutzen bringen. Der ber\u00fchmte Homo Oeconomicus agiert mathematisch berechenbar. Er folgt seinen Pr\u00e4ferenzen isoliert als Einzelner und entscheidet auch so, ohne an das zu denken, was die anderen tun k\u00f6nnten. Eine Teiltheorie dieses Modells ist die der rationalen Wahl (rational choice) mit ihrem ber\u00fchmten Gefangenendilemma. Das Dilemma besteht darin, dass der isolierte Entscheider immer seinen eigenen Vorteil sichern will und dabei sub-optimal entscheidet. Er w\u00e4hlt lieber einen kleinen Gewinn als den gr\u00f6\u00dferen, den er kooperativ erreichen w\u00fcrde. Er will das Risiko vermeiden, leer auszugehen, wenn der andere sich nicht kooperativ verh\u00e4lt. Also verh\u00e4lt er sich selbst nicht kooperativ und relativ zu dem, was er erreichen k\u00f6nnte, irrational.<\/p>\n<p>Amartya Sen, der sp\u00e4tere Nobelpreistr\u00e4ger, ein \u00d6konom und Philosoph, schrieb Mitte der 70er Jahre einen Aufsatz mit dem Titel \u201eRational Fools\u201c (rationale Deppen). Er konnte dabei auf Einsichten anderer aufbauen, die bereits nachgewiesen hatten, dass die Theorie des rationalen \u00f6konomischen Verhaltens inkonsistent ist. Sen beschr\u00e4nkte sich nicht darauf, die Unhaltbarkeit der Theorie der Rationalit\u00e4t nachzuweisen. Er lenkte den Blick auf das Ganze, in dem Menschen ihre Entscheidungen treffen. Wenn es darum geht, die Wohlfahrt aller zu sichern, so argumentierte er, seien wechselseitige Sympathie und moralische Verpflichtungen (commitments) unverzichtbar. Der Egoismus des Homo Oeconomicus gef\u00e4hrde, wie Sen meinte, die Wohlfahrt des Ganzen. Sen bezweifelte schon die Annahme, dass die Maximierung des pers\u00f6nlichen Gewinns immer etwas Gutes ist. Au\u00dferdem sei es ein hoffnungsloses Unterfangen, eine Organisation allein auf der Basis pers\u00f6nlicher Anreize zu leiten. Er kam zu dem Ergebnis, dass s\u00e4mtliche Ans\u00e4tze der \u00f6konomischen Rationalit\u00e4ts-theorie zu irrationalen Ergebnissen f\u00fchren, weil sie nicht den Erfordernissen sozialer Normen entsprechen, die f\u00fcr das Wohl einer Gesellschaft unverzichtbar sind.<\/p>\n<p>Diese Einsichten, die von vielen anderen Theoretikern gest\u00fctzt werden, sind schon etwas betagt. Sie geh\u00f6ren auch zum Bestand der Mikro\u00f6konomie. Die Frage ist, ob sich das reale \u00f6konomische Verhalten mehr an den urspr\u00fcnglichen Standards der Rationalit\u00e4t oder an der Kritik daran orientiert. Entscheiden eher Rationalit\u00e4ts-kritische K\u00f6pfe oder rationale Deppen? Wenn wir auf die finanzwirtschaftlichen Ereignisse der Jahre 2007\/08 zur\u00fcckschauen, sieht es eher so aus, dass letztere entscheiden. Manche meinen, daran sei allein die Finanzmathematik schuld. Das ist merkw\u00fcrdig, weil es ja immer Personen sind, die sich ihrer bedienen.<\/p>\n<p>Die selbstverschuldete Unm\u00fcndigkeit ist nicht kleiner geworden, der Aberglaube auch nicht. Der Rationalit\u00e4ts-Glaube ist ein Aberglaube. Es ist dann ein Aberglaube, wenn das Vertrauen in die menschliche Rationalit\u00e4t unkritisch und verantwortungslos ist. Wer die Verantwortung f\u00fcr die \u00e4rmer werdenden Menschen, f\u00fcr die Umwelt und f\u00fcr die Menschen, die vor Armut und Verzweiflung aus ihrer Heimat fl\u00fcchten, ernst nimmt, verh\u00e4lt sich nicht \u00f6konomisch rational. Er ist aber auch kein Opfer des Aberglaubens an die Rationalit\u00e4t. Wer jene Verantwortung gegen die \u00f6konomische Rationalit\u00e4t annimmt, verh\u00e4lt sich in Wahrheit vern\u00fcnftig und gut.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit den griechischen Anf\u00e4ngen gibt es viele Geschichten der Vernunft und der Unvernunft. 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