{"id":108561,"date":"2025-07-31T11:39:19","date_gmt":"2025-07-31T09:39:19","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108561"},"modified":"2025-07-31T11:39:19","modified_gmt":"2025-07-31T09:39:19","slug":"ir-rationalitaet-in-der-wirtschaft-und-den-wirtschaftswissenschaften","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ir-rationalitaet-in-der-wirtschaft-und-den-wirtschaftswissenschaften\/","title":{"rendered":"(Ir-)Rationalit\u00e4t in der Wirtschaft und den Wirtschaftswissenschaften"},"content":{"rendered":"<h3><strong>\u00a0<\/strong><strong>Motivation<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist ganz offensichtlich, dass im Wirtschaftsleben viele Entwicklungen zu beobachten sind, die aus \u00fcbergeordneter gesellschaftlicher Perspektive als unerw\u00fcnscht, ja irrational zu bewerten sind, etwa Klimawandel, Arbeitslosigkeit, (Hyper-)Inflation, Banken-, W\u00e4hrungs- und Staatsschuldenkrisen.<\/p>\n<p>Bei der Suche nach den Ursachen und der Bewertung solcher Fehlentwicklungen lassen sich sowohl in der \u00d6ffentlichkeit als auch den Wirtschaftswissenschaften vereinfacht zwei Ans\u00e4tze unterscheiden. Verantwortlich sind demnach entweder<\/p>\n<ul>\n<li>die handelnden Personen: Sie sind irrational, gierig, kurzsichtig usw. oder<\/li>\n<li>die Verh\u00e4ltnisse: Menschen verhalten sich zwar individuell rational, kollektiv k\u00f6nnen aber in der Interaktion mit anderen kontraproduktive, selbstzerst\u00f6rerische Effekte auftreten, etwa bei Marktversagen und Koordinationsproblemen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Wirtschaftswissenschaften, also die Betriebs- und die Volkswirtschaftslehre, untersuchen ganz allgemein das menschliche und gesellschaftliche Verhalten. Im Gegensatz etwa zur Soziologie und Psychologie steht dabei die Perspektive des Handelns unter Knappheit im Vordergrund des Interesses. Auch wenn die \u00f6ffentliche Debatte in vielen Industriel\u00e4ndern vom Bild der \u00dcberflussgesellschaft gepr\u00e4gt sein mag, so ist im Allgemeinen unser Leben durch Knappheit gepr\u00e4gt. Die aktuellen Diskussionen zu Pflegenotstand, Rentenl\u00fccke, Wohnungsnot, Migration usw. machen das augenf\u00e4llig. Unter diesen Bedingungen stellt sich dann die Frage, wie knappe Ressourcen etwa die menschliche Arbeitszeit, nat\u00fcrliche Rohstoffe und die Umwelt effizient zur Produktion wichtiger Wirtschaftsg\u00fcter eingesetzt werden k\u00f6nnen (Wirtschaftlichkeitsprinzip).<\/p>\n<p>Zwischen effizientem und rationalem Handeln bestehen enge Wechselbeziehungen. Rationalit\u00e4t wird allgemein als ein an Zwecken ausgerichtetes Denken und Handeln charakterisiert. Es geht um das bewusste Treffen von Entscheidungen, um gegebene Ziel zu erreichen.<\/p>\n<p>Im Kontext der Wirtschaftswissenschaften wird Rationalit\u00e4t vor allem mit dem Absch\u00e4tzen und Nutzen von Ursache-Wirkungs-Zusammenh\u00e4ngen in Verbindung gebracht. Welche Zwecke k\u00f6nnen etwa mit den zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln erreicht werden? Insbesondere wird danach gefragt, wie etwa vorgegebene Zwecke mit dem geringstm\u00f6glichen Mitteleinsatz erreicht werden k\u00f6nnen (Effizienz). Dagegen geht es nicht um die Frage, ob die richtigen Zwecke angestrebt werden (Effektivit\u00e4t). Die Wirtschaftswissenschaften k\u00f6nnen nach diesem Selbstverst\u00e4ndnis keinen Beitrag bei der Auswahl der Ziele menschlichen Handelns leisten.<\/p>\n<p>Der Gegenbegriff zur Rationalit\u00e4t ist das Irrationale, ein Zustand oder ein Handeln, das nicht durch vern\u00fcnftige Gr\u00fcnde gest\u00fctzt ist, sondern etwa durch Affekte, Wunschdenken oder anormale psychische Zust\u00e4nde. Damit sind ausdr\u00fccklich nicht die sogenannten Bauchentscheidungen im Sinne der Unterscheidung in schnelles und langsames Denken gemeint (Daniel Kahneman). Solche Heuristiken sind erfahrungsbasierte Entscheidungsregeln, die oft unbewusst angewandt werden. Sie sind in dem Sinne rational, dass bei zunehmenden Kosten der Informationsbeschaffung und -verarbeitung, abnehmenden Vorteilen differenzierten Entscheidens und hohem Zeitdruck vereinfachte Entscheidungsregeln vern\u00fcnftig sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im Folgenden wird zun\u00e4chst rationales Entscheiden auf individueller Ebene, versinnbildlicht im sogenannten Homo oeconomicus, diskutiert. Es geht dabei vor allem auch um die unterschiedliche Verwendung dieses Modells in den Wirtschaftswissenschaften und in der \u00f6ffentlichen Diskussion. In den Wirtschaftswissenschaften ist der Homo oeconomicus ein weit verbreitetes, breit anwendbares entscheidungstheoretisches Modell, in der \u00f6ffentlichen Diskussion ist er dagegen zur Karikatur eines geldgierigen Egoisten verkommen. Diese Diskrepanz zwischen \u00f6ffentlicher Wahrnehmung und tats\u00e4chlicher Anwendung eines zentralen \u00f6konomischen Modells hat weitreichende Folgen, insbesondere auch f\u00fcr die Politikberatung.<\/p>\n<p>In einem zweiten Schritt soll es um den Zusammenhang zwischen individuell rationalen Entscheidungen und deren Folgen auf kollektiver Ebene gehen. Unter welchen Bedingungen f\u00fchrt ein an individuellen Zielen ausgerichtetes egoistisches Handeln zu gesellschaftlich w\u00fcnschenswerten Ergebnissen, wie es die Metapher der unsichtbaren Hand von Adam Smith impliziert? Im Umkehrschluss ist dann nat\u00fcrlich auch zu fragen, unter welchen Umst\u00e4nden das nicht zu erwarten ist: Wann hat individuell rationales Verhalten auf kollektiver Ebene etwa aufgrund von Marktversagen und Koordinationsproblemen unerw\u00fcnschte, ja irrationale Folgen?<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Wer ist dieser Homo Oeconomicus (nicht)?<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Handeln Menschen im Alltagsleben rational? Sicher nicht durchg\u00e4ngig. Es gibt viele Gr\u00fcnde, warum sich Menschen nicht rational verhalten. Dazu z\u00e4hlen Wunschdenken, unreflektierte Instinkte, Emotionen, Selbstt\u00e4uschung, Optimismus-Bias und Herdenverhalten, die sogenannten \u201eanimal spirits\u201c (John Maynard Keynes). Auch (die allermeisten) \u00d6konomen glauben nicht, dass Menschen immer rational handeln \u2013 schlie\u00dflich stehen sie jeden Morgen auf und leben in der gleichen Welt wie alle anderen Menschen auch.<\/p>\n<p>Dennoch findet das Modell des rationalen Homo oeconomicus in den Wirtschaftswissenschaften breite Anwendung. Zwei grundlegende Erkl\u00e4rungen bieten sich an:<\/p>\n<ul>\n<li>Irrationales Verhalten ist im \u00f6konomischen Kontext nicht bzw. nur wenig relevant.<\/li>\n<li>Rationales Verhalten ist ein interessantes wissenschaftliches Referenzmodell.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u00d6konomen glaubten, und viele glauben weiterhin, dass individuelle Irrationalit\u00e4t nicht gro\u00df beachtet werden muss, wenn es darum geht, das Verhalten ganzer Volkswirtschaften zu erkl\u00e4ren. Warum sollte dies der Fall sein?<\/p>\n<ul>\n<li>In ausgew\u00e4hlten Wirtschaftsbereichen mag irrationales Verhalten nicht verbreitet sein, etwa in vielen Produktionsbetrieben. Vor der Finanzkrise h\u00e4tten viele Beobachter wohl auch den Finanzsektor dazu gez\u00e4hlt.<\/li>\n<li>Irrationalit\u00e4t kann Zufallseffekte hervorrufen, die sich im Mittel aber ausgleichen.<\/li>\n<li>M\u00f6glicherweise verhalten sich Menschen so, \u201eals ob sie rational w\u00e4ren\u201c (Milton Friedman). So orientieren sich Unternehmer oft an Daumenregeln (Heuristiken), die sich im Zeitablauf als erfolgreich erwiesen haben. Faktisch verhalten sie sich damit, als ob sie ihre Gewinne maximieren w\u00fcrden, und sichern so das \u00dcberleben ihrer Unternehmen im laufenden Selektionsprozess des Marktgeschehens (Rationalit\u00e4t als Systemeigenschaft).<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Rationalit\u00e4t als Referenzmodell: <\/strong>Aber selbst wenn irrationales Verhalten bei wirtschaftlichen Entscheidungen vorherrschend sein sollte, kann das Modell des rationalen Akteurs in der wissenschaftlichen Analyse produktiv eingesetzt werden. Wie in anderen Bereichen m\u00fcssen auch in den Wirtschaftswissenschaften die zu untersuchenden Zusammenh\u00e4nge vereinfacht werden, um sie verstehen und erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen. Welche Modelle dabei gew\u00e4hlt werden, h\u00e4ngt von der jeweiligen Fragestellung ab. Da in den Wirtschaftswissenschaften die effiziente Verwendung knapper Ressourcen im Vordergrund steht, scheint es naheliegend, als Referenzmodell einen Akteur zu w\u00e4hlen, der seine Ziele unter effizienter Nutzung seiner Ressourcen verfolgt \u2013 eben den Homo oeconomicus.<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaften wie auch andere Sozialwissenschaften grundlegend, dass menschliches Verhalten als von Absichten und Motiven bestimmt angesehen wird. \u00d6konominnen und \u00d6konomen sind dabei \u00e4u\u00dferst zur\u00fcckhaltend, was die M\u00f6glichkeit angeht, die Handlungsmotive von Menschen zu erkennen. Es gibt keine strikten psycho-physikalischen Gesetze des menschlichen Verhaltens, die mentale Ereignisse wie Ansichten und W\u00fcnsche mit physikalischen Ereignissen wie Handlungen verbinden. Daher wird der umgekehrte Weg gegangen und versucht, aus beobachtbarem menschlichem Verhalten und anderen empirischen Befunden unter den Annahmen der Rational-Choice-Theorie R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Gr\u00fcnde f\u00fcr Handlungen zu ziehen.<\/p>\n<p>Modelle der Rationalit\u00e4t k\u00f6nnen demnach als ein Weg interpretiert werden, die Ansichten und W\u00fcnsche von Menschen so zu beschr\u00e4nken, dass diese von Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftlern erkl\u00e4rt werden k\u00f6nnen. Dabei liegt das Augenmerk nicht auf dem Verhalten einzelner Individuen; hierf\u00fcr sind andere Wissenschaften wie etwa die Psychologie weit besser geeignet. Vielmehr steht im Vordergrund des Interesses das \u201etypische, durchschnittliche\u201c Verhalten von Menschen.<\/p>\n<p>In seiner einfachsten Form unterstellt das Modell rationaler Agenten, dass diese alle m\u00f6glichen alternativen Zust\u00e4nde der Welt kennen und f\u00fcr jeden dieser Zust\u00e4nde eine konsistente Pr\u00e4ferenzordnung angeben k\u00f6nnen. Mathematisch gesehen erf\u00fcllen die Pr\u00e4ferenzen dann die sogenannten Rationalit\u00e4tsannahmen, n\u00e4mlich Vollst\u00e4ndigkeit, Reflexivit\u00e4t und Transitivit\u00e4t \u2013 nicht mehr und nicht weniger. Sind diese Pr\u00e4ferenzen auch \u00fcber die Zeit stabil, so kann aus dem Verhalten von Menschen, etwa der beobachteten Nachfrage f\u00fcr ein Produkt, auf die sogenannte Nutzenfunktion der Konsumenten geschlossen werden (revealed preferences). Welche intrinsische Motivation den Pr\u00e4ferenzen zugrunde liegt, etwa Egoismus oder Altruismus, ist dabei irrelevant. In dieser Analyse wird \u2013 wie f\u00fcr die Wirtschaftswissenschaften typisch \u2013 angenommen, dass menschliches Handeln mit Hilfe formaler Modelle analysiert werden kann.<\/p>\n<p>Wichtige Verallgemeinerungen dieses sehr einfachen Modells betreffen u.a. intertemporale Entscheidungen (Fragen der Zeit(in)konsistenz), Unsicherheit (Maximierung des Erwartungsnutzens und Rolle der Risikoeinstellung), Ungewissheit (alternative Entscheidungsregeln wie die Minimax- und Maximax-Regel) und verhaltens\u00f6konomische Ans\u00e4tze (referenzabh\u00e4ngige Pr\u00e4ferenzen, Wahrscheinlichkeitsgewichtung, begrenzte Aufmerksamkeit).<\/p>\n<p>Wie sind rationale Entscheidungen aus normativer Sicht zu beurteilen? Die Rationalit\u00e4tsannahmen implizieren nicht, dass rationale Entscheidungen gut oder gar moralisch richtig sind. Rational zu sein besagt in diesem Kontext nur, dass Entscheidungen unter den Bedingungen der Rational Choice Theory konsistent sind. Dies sagt aber nichts dar\u00fcber aus, wof\u00fcr das rationale Entscheidungskalk\u00fcl eingesetzt wird und ob nicht noch andere Kriterien, z.B. andere Pr\u00e4ferenzordnungen relevant sind (rational fools, Amartya Sen). Die Rationalit\u00e4tsannahmen implizieren auch keinen (psychologischen) Egoismus. Die Pr\u00e4ferenzen von Menschen k\u00f6nnen (und werden in der Regel) auch das Wohl anderer einschlie\u00dfen, z.B. im Konzept des \u201eeffektiven Altruismus\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wissenschaftliche Praxis und \u00f6ffentliche Wahrnehmung: <\/strong>Wie vergleicht sich nun das Konzept des Homo oeconomicus, wie es in den Wirtschaftswissenschaften verwendet wird, mit dem Homo oeconomicus der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung? In den Wirtschaftswissenschaften wird das Modell des Homo oeconomicus einerseits sehr spezifisch in einem formalisierten Zusammenhang verwendet (vgl. Abbildung Word cloud). Andererseits wird dieses Modell aber auch sehr viel breiter verwendet, als dies in der \u00d6ffentlichkeit geschieht. Wie bereits diskutiert, hebt das Modell des Homo oeconomicus auf die Konsistenz von Entscheidungen ab; dagegen ist es v\u00f6llig offen bez\u00fcglich der zugrundeliegenden W\u00fcnsche und Motive.<\/p>\n<p>So kann der Homo oeconomicus in sein Entscheidungskalk\u00fcl die Folgen etwa allein f\u00fcr Menschen ber\u00fccksichtigen (Anthropozentrismus). Genauso ist es mit diesem Modell aber auch vereinbar, die Folgen f\u00fcr die gesamte belebte und unbelebte Umwelt zu beachten (\u00d6kozentrismus). Im Falle des Anthropozentrismus stellt sich dann die Frage, welche Menschen in das Entscheidungskalk\u00fcl einbezogen werden. Der Homo oeconomicus k\u00f6nnte als Egoist nur an den Folgen seines Handels f\u00fcr sich interessiert sein; er k\u00f6nnte aber auch den Kreis zu ber\u00fccksichtigender Menschen weiterziehen und etwa seine Familie, Nachbarschaft, Gemeinde, Land und\/oder die Weltgemeinschaft einbeziehen. Das Modell verlangt aber noch weitere Festlegungen. Soll etwa der pers\u00f6nliche Nutzen, der Gewinn maximiert werden oder gen\u00fcgt es, ein vorgegebenes Ziel im Sinne der Suffizienz zu erreichen? Werden Entscheidungen in dem Sinne optimal getroffen, dass alle relevanten Informationen ber\u00fccksichtigt werden, oder wird \u2013 wie etwa von der Verhaltens\u00f6konomie betont \u2013 mit Hilfe von Heuristiken und Daumenregeln entschieden? Die Liste m\u00f6glicher Differenzierungen l\u00e4sst sich abh\u00e4ngig von der jeweiligen Fragestellung beliebig weiterf\u00fchren.<\/p>\n<p>Diese verschiedenen Dimensionen des Entscheidungsverhaltens des Homo oeconomicus werden im wirtschaftswissenschaftlichen Mainstream auf vielf\u00e4ltige Weise kombiniert und auf die spezifischen Fragestellungen abgestimmt. Damit steht die praktische Verwendung des Homo oeconomicus-Modells in den Wirtschaftswissenschaften in starkem Gegensatz zu dem \u2013 in der \u00d6ffentlichkeit weit verbreiteten \u2013 eindimensionalen Bild eines egoistischen zeitkonsistenten Nutzenmaximierers.<\/p>\n<p>Diese Diskrepanzen zwischen wirtschaftswissenschaftlicher Praxis und \u00f6ffentlicher Wahrnehmung sind nicht trivial und beeinflussen insbesondere die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft. Sie bestimmen damit auch, wie Ergebnisse aus den Wirtschaftswissenschaften im gesellschaftlichen Diskurs aufgenommen und f\u00fcr die Rechtfertigung politischer Entscheidungen gebraucht oder auch missbraucht werden. Wird etwa in Politik und \u00d6ffentlichkeit nicht verstanden, was unter Modellen wie dem des Homo oeconomicus verstanden wird und wie diese Modelle in den Wirtschaftswissenschaften verwendet werden, dann liegt es nahe, dass Ergebnisse der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung entweder nicht oder nur unvollst\u00e4ndig und verzerrt in die gesellschaftliche Entscheidungsfindung einflie\u00dfen \u2013 eine wirklich irrationale Situation.<\/p>\n<p>So ist das beschriebene breite Spektrum an menschlichen Entscheidungskalk\u00fclen, das in \u00f6konomischen Modellen ber\u00fccksichtigt werden kann, eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die in der \u00d6ffentlichkeit h\u00e4ufig beklagte Uneinigkeit von \u00d6konominnen und \u00d6konomen. Bei einem mangelnden Verst\u00e4ndnis f\u00fcr diese Vielfalt m\u00f6glicher Modellannahmen und damit einhergehender unterschiedlicher, widerspr\u00fcchlich erscheinender Modellanalysen kann es zum einen zu einer pauschalen Ablehnung widerspr\u00fcchlich erscheinender Politikempfehlungen kommen. Zum anderen ist auch das bekannte Rosinenpicken zu beobachten. Es werden also nur solche Analysen ber\u00fccksichtigt, die \u201egenehme\u201c Ergebnisse liefern \u2013 unabh\u00e4ngig von den zugrundeliegenden Annahmen und unabh\u00e4ngig davon, wie robust diese Ergebnisse sind. Diese L\u00fccke zwischen \u00f6ffentlicher Wahrnehmung und tats\u00e4chlicher wissenschaftlicher Praxis zu schlie\u00dfen ist sowohl eine Bringschuld der Wirtschaftswissenschaften als auch eine Holschuld von Politik und \u00d6ffentlichkeit.<\/p>\n<p>Zusammenfassend scheint die Idee des Homo oeconomicus, dass also Akteure rational handeln, nicht unbedingt eine im \u00f6konomischen Elfenbeinturm ertr\u00e4umte Phantasie zu sein. Sie muss auch kein methodischer Trick sein, um \u201eelegante\u201c mathematische Methoden anwenden zu k\u00f6nnen. Stattdessen kann das Modell des Homo oeconomicus als ein naheliegendes Referenzmodell genutzt werden in einer Wissenschaft, die sich f\u00fcr die effiziente Nutzung von Ressourcen interessiert. Es wird heute in der wirtschaftswissenschaftlichen Praxis sehr flexibel und produktiv verwendet. Es schlie\u00dft damit auch viele nur vordergr\u00fcndig irrationale Verhaltensweise ein, wie etwa Verlustaversion und Gewohnheitsverhalten. Trotz aller \u00f6ffentlicher Kritik an diesem Entscheidungsmodell k\u00f6nnte mit Mark Twain formuliert werden: \u201eDie Nachricht vom Tod des Homo oeconomicus ist stark \u00fcbertrieben&#8220;.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Invisible Hand \u2013 Marktversagen<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Fehlentwicklungen im Wirtschaftsleben k\u00f6nnen einerseits auftreten, wenn Menschen irrational, kurzsichtig, gierig, unverantwortlich usw. handeln. Sie k\u00f6nnen andererseits aber auch entstehen, wenn Menschen sich zwar individuell rational verhalten, kollektiv aber in der Interaktion mit anderen kontraproduktive, selbstzerst\u00f6rerische Effekte auftreten, etwa bei Marktversagen und Koordinationsproblemen. Welche dieser Sichtweisen gilt, bestimmt wesentlich, wie eine angemessene Politik auszusehen hat.<\/p>\n<p>Mit seiner Metapher von der unsichtbaren Hand (<em>invisible hand<\/em>) beschreibt der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schottland\">schottische<\/a> <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/%C3%96konom\">\u00d6konomen<\/a> und Moralphilosoph <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Adam_Smith\">Adam Smith<\/a> eine Wirtschaft, in der individuell rationales Verhalten gesamtwirtschaftlich w\u00fcnschenswerte Folgen hat. Unter den Bedingungen der Konkurrenz f\u00f6rdern danach Akteure, die an ihrem eigenen Wohl orientiert handeln, unbewusst das Gemeinwohl:<\/p>\n<p>\u201eWenn daher jeder einzelne so viel wie nur m\u00f6glich danach trachtet, sein Kapital zur Unterst\u00fctzung der einheimischen Erwerbst\u00e4tigkeit einzusetzen und dadurch dieses so lenkt, dass ihr Ertrag den h\u00f6chsten Wertzuwachs erwarten l\u00e4sst, dann bem\u00fcht sich auch jeder einzelne ganz zwangsl\u00e4ufig, dass das Volkseinkommen im Jahr so gro\u00df wie m\u00f6glich werden wird \u2026 Er wird in diesem wie auch in vielen anderen F\u00e4llen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu f\u00f6rdern, der keineswegs in seiner Absicht lag. Es ist auch nicht immer das Schlechteste f\u00fcr die Gesellschaft, dass dieser nicht beabsichtigt gewesen ist. Indem er seine eigenen Interessen verfolgt, f\u00f6rdert er oft diejenigen der Gesellschaft auf wirksamere Weise, als wenn er tats\u00e4chlich beabsichtigt, sie zu f\u00f6rdern.\u201c (Adam Smith, Der Wohlstand der Nationen, Buch IV).<\/p>\n<p>Der Wettbewerb zwischen Unternehmen und zwischen Haushalten f\u00fchrt bei einer Koordination der individuellen Entscheidungen \u00fcber den Markt dazu, dass ein privates \u201eLaster\u201c wie das Gewinnstreben \u00f6ffentliche \u201eTugenden\u201c bewirken kann und gesellschaftliche Bed\u00fcrfnisse bestm\u00f6glich befriedigt werden \u2013 ganz im \u201efaustschen Sinne\u201c gilt dann, dass die Kraft die B\u00f6ses will, Gutes schafft: \u201eEs ist nicht die <a href=\"https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Wohlt%C3%A4tigkeit\">Wohlt\u00e4tigkeit<\/a> des Metzgers, des Brauers oder des B\u00e4ckers, die uns unser Abendessen erwarten l\u00e4sst, sondern dass sie nach ihrem eigenen <a href=\"https:\/\/de.wikiquote.org\/wiki\/Vorteil\">Vorteil<\/a> trachten.\u201c (Adam Smith, Der Wohlstand der Nationen, Buch I).<\/p>\n<p>Getrieben wird dieses Resultat von der Signalfunktion von Preisen in einer Marktwirtschaft. Preise sind Knappheitssignale und zeigen Produzenten und Konsumenten die soziale Bewertung von G\u00fctern an. Steigt etwa der soziale Nutzen eines Gutes, wird es also knapper, etwa Energie oder Dienstleistungen in der Altenpflege, dann erh\u00f6ht sich durch die Konkurrenz der Nachfrager der Preis. Die h\u00f6heren Gewinn- und Verdienstm\u00f6glichkeiten geben Unternehmen und Arbeitnehmern wiederum den Anreiz, mehr zu produzieren. Dies f\u00fchrt implizit zu einer Umschichtung der Produktion hin zu dem vermehrt nachgefragten, weil sozial als wichtiger eingestuften Produkt.<\/p>\n<p>Die moderne Mikro\u00f6konomie hat diese Zusammenh\u00e4nge aufbauend auf L\u00e9on Walras mit dem (Arrow-Debreu-)Modell des Allgemeinen Marktgleichgewichts pr\u00e4zisiert und einer formalen Analyse zug\u00e4nglich gemacht. Sie zeigt, dass unter sehr restriktiven Annahmen \u2013 u.a. vollst\u00e4ndigen Wettbewerbs, der Abwesenheit externer Effekte und vollkommener Informationen \u2013 die resultierende Produktionsstruktur in einer dezentral organisierten Marktwirtschaft effizient ist. Effizienz in diesem Sinne bedeutet, dass f\u00fcr gegebene Ressourcen der Zustand mit der gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Befriedigung gesellschaftlicher Bed\u00fcrfnisse erreicht wird (Allokations- oder Paretoeffizenz). Niemand kann demnach durch Umschichtungen in der Produktionsstruktur besser gestellt werden, ohne dass jemand anderer gleichzeitig schlechter gestellt wird. Dieses erste Theorem der Wohlfahrts\u00f6konomie beschreibt demnach einen bemerkenswerten Zusammenhang: F\u00fcr eine gegebene Ressourcenausstattung liefert der dezentralisierte Wettbewerb zwischen Unternehmen und Haushalten eine effiziente Ressourcenallokation, die auch kein noch so intelligenter \u201eSuperplaner\u201c verbessern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Nicht nur nach Einsch\u00e4tzung von Nobelpreistr\u00e4ger Paul Samuelson geh\u00f6rt \u201ediese Theorie, dass n\u00e4mlich das raue Klima des Wettbewerbs am Markt eine wirkungsvolle Kraft zur Hebung von Produktion und Lebensstandard darstellt, \u2026 zu den profundesten und \u00fcberzeugendsten Thesen der Geistesgeschichte\u201c.<\/p>\n<p>Ganz offensichtlich gilt diese Bewertung nur, wenn die entsprechenden strengen Annahmen erf\u00fcllt sind. K\u00f6nnen wir davon ganz allgemein im Wirtschaftsleben ausgehen? Wohl eher nicht. Viele M\u00e4rkte sind vom Referenzmodell des vollkommenen Wettbewerbs und der Abwesenheit externer Effekte (weit) entfernt. Einzelne Unternehmen \u00fcben Marktmacht aus, und Menschen ber\u00fccksichtigen in ihren Entscheidungen nicht alle Folgen f\u00fcr andere (externe Effekte). In solchen Situationen des Marktversagens kann dann auch nicht davon ausgegangen werden, dass individuell rationales Handeln immer zu gesellschaftlich w\u00fcnschenswerten Entwicklungen f\u00fchrt. Es ist dann zu fragen, welche politischen Korrekturen des Marktprozesses notwendig sind, um kollektiv erw\u00fcnschte Ergebnisse zu erzielen.<\/p>\n<p>Im Folgenden sollen Situationen von Marktversagen, die zu kollektiv irrationalen Folgen bei individuell rationalem Verhalten f\u00fchren k\u00f6nnen, am Beispiel von Banken Runs und den zugrundeliegenden Koordinationsproblemen sowie des Klimawandels als Beispiel f\u00fcr externe Effekte untersucht werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Banken Run<\/strong>: Es kommt zu einem Banken Run, wenn eine gro\u00dfe Zahl von Einlegern gleichzeitig versucht, ihr Geld von der Bank abzuheben \u2013 entweder weil sie wissen oder zu wissen glauben, dass ihre Bank wirtschaftliche Probleme hat. Dieses lemminghafte Verhalten muss offensichtlich scheitern, da die Bank in jedem Fall zusammenbricht, wenn alle Kunden ihr Geld abziehen wollen (vgl. etwa den Run auf die britische Bank Northern Rock im September 2007).<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist jede (noch so) konventionelle Bank anf\u00e4llig f\u00fcr einen solchen Banken Run. Das Gesch\u00e4ftsmodell einer Bank besteht gerade darin, kurzfristige Einlagen der Sparer in Form langfristiger Kredite an Investoren zu vergeben. Mit dieser sogenannten Fristentransformation bilden die Banken eine \u201eBr\u00fccke\u201c zwischen den Pr\u00e4ferenzen der Sparer f\u00fcr kurzfristig verf\u00fcgbare Einlagen und den Pr\u00e4ferenzen der Investoren f\u00fcr langfristig verf\u00fcgbare Kredite. Sie erf\u00fcllen damit eine wichtige gesamtwirtschaftliche Funktion. Grundlage f\u00fcr diese wichtige Fristentransformation bildet das Gesetz der gro\u00dfen Zahl, nach dem zwar viele Sparer ihre Einlagen kurzfristig zur\u00fcckziehen k\u00f6nnten, es aber in der Regel nur wenige tats\u00e4chlich tun. So entsteht ein \u201eBodensatz\u201c kurzfristig verf\u00fcgbarer Finanzmittel, welche die Bank langfristig ausleihen kann.<\/p>\n<p>Dieses Gesch\u00e4ftsmodell funktioniert nicht mehr, wenn \u2013 etwa aufgrund von Ger\u00fcchten \u00fcber gesch\u00e4ftliche Probleme der Bank \u2013 mehr Kunden als sonst \u00fcblich ihr Geld abziehen und es zu Schlangen vor den Bankschaltern kommt (Bank Run). Weil die Einlagen langfristig verliehen sind, k\u00f6nnen nur ganz wenige \u2013 n\u00e4mlich die ersten \u2013 Anleger ihr Geld zur\u00fcckbekommen. Wenn noch mehr Anleger ihr Geld zur\u00fcckwollen, ist die Bank illiquide und muss schlie\u00dfen. Ist das Verhalten der Anleger ein Beispiel f\u00fcr die \u201eanimal spirits\u201c, also ein irrationales Massenph\u00e4nomen, wie es vordergr\u00fcndig aussieht und wie es von den Nobelpreistr\u00e4gern George Akerlof und Robert Shiller eingestuft wird? Aus Sicht des einzelnen Anlegers ist der Run ein v\u00f6llig rationales Verhalten. Obwohl der Ansturm der vielen Anleger letztlich zum Zusammenbruch der Bank f\u00fchrt, bleibt es dennoch richtig, dass diejenigen, die als erste zur Bank kommen, ihre Einlagen zur\u00fcckbekommen. Auch hier gilt Gorbatschows Diktum: Wer zu sp\u00e4t kommt, den bestraft das Leben. Koordinationsprobleme unter den Anlegern f\u00fchren dazu, dass individuell rationales Verhalten kollektiv irrationale Folgen hat.<\/p>\n<p>Die Einstufung eines Banken Runs entweder als Folge von \u201eanimal spirits\u201c oder von individuell-rationalem Verhalten hat weitreichende Folgen, etwa f\u00fcr eine angemessene Bankenregulierung. Im ersten Fall sollte sich die Politik etwa mit Informations- und Schulungskampagnen, mit moralischen Stillhalteappellen an die Bankkunden wenden. Wird der Banken Run dagegen als Folge von Koordinationsproblemen zwischen grunds\u00e4tzlich rationalen Akteuren verstanden, dann ist etwa die Einf\u00fchrung einer Einlagensicherung die angemessene Reaktion.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Climate change<\/strong>: Individuelle Angebots- und Nachfrage-Entscheidungen k\u00f6nnen offensichtlich nur dann zu gesellschaftlich w\u00fcnschenswerten Ergebnissen f\u00fchren, wenn alle relevanten Folgen in die Entscheidungen einflie\u00dfen. Eine praktisch sehr relevante Form des Marktversagens sind externe Effekte, also Kosten oder Nutzen wirtschaftlichen Handels, die nicht im Preis von Produkten internalisiert sind. Ein besonders wichtiges Beispiel sind dabei Umweltsch\u00e4den wie die Luftverschmutzung. Unternehmen k\u00f6nnen typischerweise im Produktionsprozess Energie verbrauchen und dabei Treibhausgase wie CO<sub>2<\/sub> in die Atmosph\u00e4re abgeben, ohne f\u00fcr die Folgekosten wie den Klimawandel zur Rechenschaft gezogen zu werden. \u00c4hnliches gilt f\u00fcr den Privathaushalt, der Auto f\u00e4hrt, einen Kaminofen betreibt oder eine Flugreise unternimmt. Beide verursachen Sch\u00e4den f\u00fcr die Allgemeinheit, ohne daf\u00fcr in Haftung genommen zu werden. Die Energiepreise sind verzerrt und signalisieren nicht, wie hoch eine intakte Umwelt tats\u00e4chlich bewertet wird. Da Energie zu billig ist, wird zu viel davon verbraucht, und die Umweltbelastungen sind zu hoch. Was aus individueller Sicht rational ist, f\u00fchrt auf kollektiver Ebene zu irrationalen, unerw\u00fcnschten Entwicklungen wie dem Klimawandel.<\/p>\n<p>Wieder h\u00e4ngt die Therapie von der Diagnose ab. Wird das Problem darin gesehen, dass Menschen wahlweise unverantwortlich, unvern\u00fcnftig, kurzsichtig und\/oder irrational sind, besteht die angemessene politische Reaktion etwa in Appellen an die Vernunft und die Verantwortung f\u00fcr die zuk\u00fcnftigen Generationen sowie in Informationskampagnen f\u00fcr energiesparendes Verhalten. Wird der Klimawandel dagegen als Folge externer Effekte eingestuft, liegen Ver\u00e4nderungen der institutionellen Rahmenbedingungen und marktwirtschaftliche L\u00f6sungen wie Klimasteuern und Emissionszertifikate nahe.<\/p>\n<p>Offensichtlich sind dabei grundlegende Governanceprobleme zu l\u00f6sen, wenn etwa die Regionen mit den Hauptverursachern, vor allem die L\u00e4nder des Nordens, sich von den Regionen der Hauptbetroffenen, eher die weniger entwickelten L\u00e4nder des S\u00fcdens, unterscheiden. Wie k\u00f6nnen souver\u00e4ne Nationalstaaten sich international verbindlich koordinieren? Wie mit Trittbrettfahrern umgehen, die von den Bem\u00fchungen um weniger Treibhausgase profitieren, ohne dazu beizutragen? Sollen L\u00e4nder eine Vorreiterrolle im Klimaschutz \u00fcbernehmen, wenn sie dann Nachteile im internationalen Wettbewerb hinnehmen m\u00fcssen und Arbeitspl\u00e4tze bedroht sind?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>FAZIT<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Diskussion wirtschaftlicher Fehlentwicklungen wurden vereinfacht zwei Ans\u00e4tze unterschieden \u2013 verantwortlich sind \u201edie handelnden Personen\u201c oder \u201edie gesellschaftlichen Verh\u00e4ltnisse\u201c. Liegen die Probleme auf der Ebene individueller Personen, sind Appelle und Informationen wesentliche L\u00f6sungsans\u00e4tze. Sind die Verh\u00e4ltnisse urs\u00e4chlich, sind vor allem Ver\u00e4nderungen des Entscheidungsumfelds und der wirtschaftlichen Anreize vielversprechend.<\/p>\n<p>In der (wirtschafts-)politischen Praxis sind diese beiden Sichtweisen weniger als konkurrierende, sondern eher als sich erg\u00e4nzende Ans\u00e4tze zu sehen. Wie das Beispiel des Klimawandels verdeutlicht, sind bei der Ver\u00e4nderung gesellschaftlicher Rahmenbedingungen komplexe politische Entscheidungsprobleme zu l\u00f6sen. So kann der Aussto\u00df des klimasch\u00e4dlichen CO<sub>2<\/sub> auf technisch-praktischer Ebene vergleichsweise einfach reduziert werden, indem nicht-regenerative Energien verteuert werden, etwa durch eine Erh\u00f6hung der Mineral\u00f6lsteuer. Dies h\u00e4tte aber wiederum weitreichende Folgen u. a. f\u00fcr einkommensschwache Haushalte, Pendler, die internationale Wettbewerbsf\u00e4higkeit deutscher Unternehmen und damit die Sicherheit von Arbeitspl\u00e4tzen. F\u00fcr viele dieser Probleme sind wiederum technisch-praktische L\u00f6sungen verf\u00fcgbar wie der Ausbau des Nahverkehrs, Pendlerpauschalen, berufliche Weiterbildung und Sozialhilfe, die dabei helfen k\u00f6nnen, die Folgen teurerer Energie abzumildern.<\/p>\n<p>Solche Ver\u00e4nderungen der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen werfen demnach nicht nur \u2013 m\u00f6glicherweise nur zu einem geringen Teil \u2013 technisch-praktische Fragen auf, sondern bed\u00fcrfen vor allem auch der gesellschaftlichen Akzeptanz. Sie erfordern in einer offenen Gesellschaft vielf\u00e4ltige Diskussionen und den Ausgleich sehr unterschiedlicher Interessen. Diese Diskussionen werden nicht nur daran ansetzen k\u00f6nnen, welche technisch-praktischen L\u00f6sungen zu w\u00e4hlen sind, sondern auch an den grundlegenden Einstellungen und Pr\u00e4ferenzen der Menschen. In diesem Sinne wirken Appelle und Informationen m\u00f6glicherweise nicht so sehr dadurch, dass Menschen ihr Verhalten direkt \u00e4ndern, sondern eher indirekt dadurch, dass sie die politische Akzeptanz f\u00fcr entsprechende Ver\u00e4nderungen in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verbessern helfen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0Motivation &nbsp; Es ist ganz offensichtlich, dass im Wirtschaftsleben viele Entwicklungen zu beobachten sind, die aus \u00fcbergeordneter gesellschaftlicher Perspektive als unerw\u00fcnscht, ja irrational zu bewerten sind, etwa Klimawandel, Arbeitslosigkeit, (Hyper-)Inflation, Banken-, W\u00e4hrungs- und Staatsschuldenkrisen. 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