{"id":108598,"date":"2025-07-31T14:10:41","date_gmt":"2025-07-31T12:10:41","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108598"},"modified":"2025-07-31T14:10:44","modified_gmt":"2025-07-31T12:10:44","slug":"torniamo-a-roma-scheideweg-in-regensburg-und-tod-in-triest","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/torniamo-a-roma-scheideweg-in-regensburg-und-tod-in-triest\/","title":{"rendered":"\u201eTorniamo a Roma\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\u201eUnd wie ein Donnerschlag bei klarem Himmel fiel die Nachricht von Winckelmanns Tod zwischen uns nieder.\u201c Mit diesen Worten nahm Johann Wolfgang von Goethe den Tod Johann Joachim Winckelmanns am 8. Juli 1768 auf. Der 19-j\u00e4hrige Goethe fiel in Leipzig von einer Aufregung in die andere. Kurz zuvor noch hatte das intellektuelle Deutschland die Nachricht enthusiasmiert, der Ideengeber der europ\u00e4ischen Klassik besuche nach dreizehn Jahren Rom-Auf\u00adenthalt zum ersten Mal wieder seine Heimat Deutschland.<\/p>\n<p>1717 als Schustersohn in Stendal in der Altmark geboren, re\u00fcssierte der ambitionierte Provinzgelehrte Winckelmann in Rom zum <em>Pr\u00e4fekten der r\u00f6mischen Altert\u00fcmer<\/em>, dem obersten Antikenaufseher im Vatikan. Als Altertumswissenschaftler von Weltrang wurde er zum Verk\u00fcnder einer neuen Vision von Kunst, dessen Antikenbild und \u00c4sthetik bis heute leitende Parameter sind. Goethe widmete seine Programmschrift <em>Winckel\u00admann<\/em> <em>und<\/em> <em>sein<\/em> <em>Jahrhundert<\/em> der Strahlkraft des Ausnahmegelehrten, der als Autor der <em>Gedanken \u00fcber die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst<\/em> und der <em>Geschichte der Kunst des Alter\u00adtums<\/em> bereits zu Lebzeiten international rezipiert wurde.<\/p>\n<p>1755, im Erscheinungsjahr seiner ersten Schrift <em>Gedanken \u00fcber die Nachahmung<\/em>, besuchte Winckelmann Regens\u00adburg das erste Mal auf dem Weg in ein neues Leben nach Rom. Hiervon ausgehend spannt mein Vortrag den biographisch-geographischen Bogen zu Winckelmanns zweitem Regensburg-Aufenthalt. 1768 brach Winckelmann seine Deutschlandreise in Regensburg ab, um \u00fcber Triest an seinen Sehnsuchtsort Rom zur\u00fcckzukehren. Das Motto des Vortrages \u201eTorniamo a Roma\u201c (Kehren wir nach Rom zur\u00fcck) folgt dem hierf\u00fcr leitmotivischen Zitat Winckelmanns.<\/p>\n<p>Winckelmanns erster Besuch in der Stadt des <em>Immerw\u00e4hrenden Reichstages<\/em> erfolgte im Zuge seiner \u00dcbersiedlung nach Rom. Gerade zum Katholizismus konvertiert und existentiell abgesichert durch ein zweij\u00e4hriges Stipendium des s\u00e4chsischen K\u00f6nigs reiste er im September 1755 von Dresden \u00fcber Eger, Amberg, Regensburg und Neuburg an der Donau weiter nach Augsburg, Tirol, Innsbruck, Trient und Venedig nach Rom, seinem neuen Lebensmittelpunkt.<\/p>\n<p>An seinen Jugendfreund Berendis schreibt Winckelmann am 20. Dezember 1755: \u201eLiebster Freund und Bruder! <em>Heute als den Mittwoch<\/em><em>,<\/em> da ich dieses schreibe, sind es eben vier Wochen, da\u00df ich in Rom gesund und vergn\u00fcgt, nach einer Reise von ganzen acht Wochen, angelangt bin. Ich ging von Dresden \u00fcber Eger, Amberg in der Oberpfalz, Regensburg bis nach Neuberg [sic!] an der Donau, durch Extrapost mit einem jungen Jesuiten in einer h\u00f6chst peinlichen Gesellschaft, die ich aber nicht ref\u00fcsieren konnte [\u2026]. Ich <em>hatte<\/em> noch \u00fcberdies ein Pr\u00e4sent von 120 Dukaten an das Kollegium zu Regensburg bei mir, welches machte, <em>da\u00df ein jeder sich bem\u00fchte mir zu<\/em> dienen. In <em>Regensburg habe ich die Bibliothek<\/em> des Herrn Grafen von Palm gesehen, welches eine der gr\u00f6\u00dften Privatbibliotheken werden wird, wenn der Besitzer fortf\u00e4hrt, wie er angefangen\u201c<\/p>\n<p><em>Das von Winckelmann erw\u00e4hnte Kollegium ist das vormalige Kloster Mittelm\u00fcnster St. Paul und sp\u00e4tere Regensburger Jesuitenkolleg am Jesuitenplatz, das 1809 im Zuge des napoleonischen Sturmbeschusses abgebrannt ist. <\/em>M<em>it der<\/em> \u00fcberregional bekannten Bibliothek des Reichsgrafen von Palm erw\u00e4hnt der Bibliothecarius Winckelmann eine der gro\u00dfen adeligen Regensburger Privatbibliotheken der Aufkl\u00e4rung, die nach dem Tod ihres Besitzers zerschlagen und um 1800 versteigert wurde.<\/p>\n<p>1763 gab es in Rom eine indirekte Ber\u00fchrung mit Regensburg durch die Begegnung Winckelmanns mit dem achtzehnj\u00e4hrigen Karl Theodor von Dalberg. Der damalige Domherr<\/p>\n<p>zu Mainz und sp\u00e4tere F\u00fcrstbischof von Regensburg (1802\u20131817) unternahm eine Kavalierstour nach Italien. Gerade von <em>Papst Clemens XIII. <\/em>zum <em>Scrittore<\/em> und <em>Commissario<\/em> <em>delle Antichit\u00e0 della Camera Apostolica<\/em> ernannt, was <em>Winckelmann<\/em> mit Antiquar und schlie\u00dflich Pr\u00e4sident der r\u00f6mischen Altert\u00fcmer \u00fcbersetzte, war es eine von Winckelmanns Aufgaben, hochstehende Reisende als Cicerone durch Rom zu f\u00fchren, so auch Dalberg. W\u00e4hrend Dalberg <em>n\u00fcchtern notierte,<\/em> \u201edie Kunstsch\u00e4tze Roms unter Winckelmanns Anleitung angesehen\u201c, war jener von Dalbergs Person und seinem Interesse an der r\u00f6mischen Kunst so eingenommen, dass er ihm eine Schrift <em>\u00dcber den verderbten Geschmack<\/em><em> in K\u00fcnsten und Wissenschaften<\/em> widmen wollte.<\/p>\n<p>F\u00fcnf Jahre sp\u00e4ter unternahm Winckelmann seine langgeplante Deutschlandreise mit den beiden lebenswegweisenden Stationen Regensburg und Triest. 13 Jahre lagen zwischen Winckelmanns Aufbruch aus Deutschland und seiner Deutschladtour 1768. Der Grund von Winckelmanns Reise bleibt ebenso ungekl\u00e4rt wie deren Abbruch. Am plausibelsten erscheint, dass der eigentlich reisem\u00fcde Gelehrte den immer dr\u00e4ngenderen Einladungen seiner Freunde und Bewunderer folgte.<\/p>\n<p>Am 10. April 1768 trat Winckelmann auf dem Landweg seine wiederholt aufgeschobene Deutschland\u00adreise an. Die Reiseroute f\u00fchrte von Rom \u00fcber Bologna, Venedig und Verona, \u00fcber die Alpen durch Tirol nach Augsburg, M\u00fcnchen und <em>Regensburg<\/em>. Anschlie\u00dfend waren Aufenthalte in Wien, Prag, Leipzig, Dessau, Dresden, Nothnitz, Braunschweig, Berlin, Hannover und G\u00f6ttingen vereinbart. Im Herbst wollte Winckelmann von der Schweiz aus nach Italien zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p>Die f\u00fcnfw\u00f6chige Deutschlandreise ist vor allem von Winckel\u00admanns Reisebegleiter Bartolomeo <em>Cavaceppi<\/em> dokumentiert. Dessen Reisebericht im zweiten Band seiner <em>Raccolt\u00e0<\/em> flankiert Winckelmanns sp\u00e4rliche Korrespondenz. <em>Der Bildhauer und Antikenh\u00e4ndler<\/em> galt als bedeutendster Restaurator antiker Skulpturen in Rom.<\/p>\n<p>Je weiter sich <em>Winckelmann<\/em> von Italien entfernte, desto unkalkulierbarer wurde seine Verfasstheit. Auf der beschwerlichen Fahrt in der Postkutsche durch die Tiroler Alpen entwickelte Winckelmann laut Cavaceppi eine \u201emania e aversione incredibile\u201c gegen die \u201eabscheulich hohen Berge\u201c und die \u00e4rmliche \u201eabgeschmackte Bauart\u201c. In Winckelmanns Ausbruch \u00e4u\u00dfert sich mehr als die Ablehnung eines ungesch\u00e4tzten Baustils oder einer Landschaft. Er artikuliert vielmehr die physische Abscheu gegen\u00fcber einer Lebensform. Hier deutet sich das Hiat zwischen nordalpiner und mediterraner Lebenswelt, zwischen l\u00e4ndlicher Enge und urbaner Freiheit an, das auf Winckelmanns Weiterreise als biographischer Abgrund weiter aufbrechen sollte.<\/p>\n<p>Die elegante r\u00f6mische Urbanit\u00e4t, die er vermisste, sollte seine Reise nach Bayern pr\u00e4gen, wo sich sein seelischer Zustand zunehmend verschlechterte. Den verstimmten und unzufriedenen Winckelmann schleppte Cavaceppi \u2013 \u201elo strascinai\u201c \u2013 wie er auf Italienisch schrieb, von M\u00fcnchen nach Regensburg f\u00f6rmlich mit. In Regensburg traf Winckelmann den unumkehrbaren Entschluss, unverz\u00fcglich nach Rom zur\u00fcck\u00adzu\u00adreisen. Auf Cavaceppis Fragen nach seinem Befinden und Vorhaben antwortete er geradezu mantra-artig \u201eTorniamo a Roma\u201c.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu Winckelmanns erstem Regensburg-Besuch sind \u2013 wohl aufgrund seiner Verfassung \u2013 weder Ankunftsdatum noch Aufenthaltsdauer oder Unterkunft in Regensburg f\u00fcr Anfang Mai 1768 \u00fcberliefert \u2013 weder von Winckelmann noch von Cavaceppi. Cavaceppi erw\u00e4hnt nur das Ankommen in \u201eRatisbona\u201c und konzen\u00adtriert seine weitere Beschreibung ganz auf den unkalkulierbaren Zustand Winckelmanns. Das <em>Curbayerische Intelligenzblatt<\/em> von 1768 vermerkt Winckelmanns und Cavaceppis Besuch in M\u00fcnchen ebenso wenig wie das <em>Regensburgische Diarium<\/em> deren anschlie\u00dfenden Aufenthalt in Regensburg.<\/p>\n<p>Als wichtige Prim\u00e4rquelle f\u00fcr die zweite H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts notiert das in den Jahren zwischen 1760 und 1810 als amtliches Mitteilungsblatt w\u00f6chentlich in Regensburg erscheinende <em>Regensburgische Diarium <\/em>auch die jeweils in der <em>Stadt <\/em>\u201eangekommenen und abgegangenen <em>Herrschaften und Passagiers<\/em>\u201c sowie deren Unterkunft. Unter den internationalen Regensburg-Besuchern sind in dem Zeitraum zwischen Ende April und Anfang Mai weder ein <em>Signor Cavaceppi<\/em> noch ein <em>Signor Giovanni<\/em> verzeichnet, dem Prenonym, unter dem Winckelmann inkognito reiste. Regensburg war bis Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Stadtmauer umgeben, so dass Winckelmanns Einfahrt mit dem Postwagen wohl \u00fcber das Peterstor als der landseitigen Haupteinfahrt von S\u00fcden erfolgt ist.<\/p>\n<p>Winckelmanns und Cavaceppis Abreise aus Regensburg kann auf dem Landweg zwischen 6. und 8. Mai angenommen werden, da die gemeinsame Ankunft in der n\u00e4chsten Reisestation Wien f\u00fcr den 12. Mai dokumentiert ist. <em>Wien<\/em> war von <em>Regensburg<\/em> aus aufgrund der guten Postkutschenverbindung <em>mit dem <\/em>Postwagen <em>in sechs Tagen<\/em> zu <em>erreichen. P<\/em><em>er posta<\/em> \u2013 also im eigenen oder geliehenen Wagen auf der Route der Thurn und Taxis\u02bcschen Poststationen <em>\u2013 <\/em>erreichte der <em>Wiener Cours<\/em> <em>sein Ziel <\/em>\u201ezum <em>Ostentor<\/em> hinaus\u201c \u00fcber Straubing, Passau und Linz<em> sogar in vier Tagen.<\/em> Vor allem letztere Verbindung ist aufgrund ihrer Schnelligkeit ebenso als Transportweg in Betracht zu ziehen wie der noch raschere Wasserweg per Schiff.<\/p>\n<p>Spekulation bleibt auch, wo die beiden Reisenden in Regensburg n\u00e4chtigten \u2013 Cavaceppi spricht von einer <em>albergo<\/em>: Neben den Kaiserherbergen <em>3 Helme<\/em> und dem <em>Goldenen Kreuz<\/em> am Haidplatz war das <em>Wei\u00dfe Lamm<\/em> am Donauufer, wo sp\u00e4ter Goethe und Mozart n\u00e4chtigten, eine renomm\u00e9-politisch bevorzugte \u00dcbernachtungs-Adresse f\u00fcr Personen von Stand.<\/p>\n<p>Laut Cavaceppi schrieb Winckelmann aus <em>Regensburg<\/em> zwei heute verschollene Briefe nach Rom. In einem Schreiben k\u00fcndigte er <em>Kardinal Albani seine R\u00fcckkehr nach Rom an<\/em> und <em>versichert<\/em> seiner \u201eEhrw\u00fcrdigen <em>Eminenz<\/em>, <em>da\u00df<\/em> alles Gold in der <em>Welt<\/em> ihn nicht bewegen k\u00f6nne, <em>Rom<\/em> aufzugeben.\u201c In dem zweiten Schreiben aus Regensburg bat er den Zeichner und Kupferstecher <em>Niccolo Mogalli seine r\u00f6mische Wohnung f\u00fcr seine Ankunft vorzubereiten.<\/em><\/p>\n<p>\u00dcber den Grund f\u00fcr den au\u00dferplanm\u00e4\u00dfigen Abbruch von Winckelmanns Deutschlandreise in Regensburg kann nur spekuliert werden. <em>In der selbstbestimmt gegen \u00e4u\u00dfere Einfl\u00fcsse getroffenen Entscheidung erweist sich der Risikostratege Winckelmann<\/em> als <em>homo viator in bivio<\/em>, als Wanderer am Scheideweg, der in das <em>liberum arbitrarum<\/em> der Willens und Wahlfreiheit gestellt war. Anders als Prodikos Lebenswahl-Parabel von <em>Herakles am Scheideweg<\/em>, wo sich der mythische Held voraussehbar zwischen Tugend und <u>Laster<\/u> entscheiden kann, ist Winckelmann in das freie Spiel der Kontingenz gestellt. Vier Faktoren, die meines Erachtens f\u00fcr Winckelmanns multifaktorielle Entscheidung wesentlich waren, nehme ich im Folgenden in den Blick.<\/p>\n<p><em>Als erster Punkt zu nennen w\u00e4ren gesundheitliche, psychische und reisetechnische Gr\u00fcnde. <\/em>Eigentlich reiseunwillig und gesundheitlich angeschlagen scheint auch Winckelmanns psychische Belastungsgrenze in Regensburg die Klimax erreicht zu haben. Voraussetzung war die Disposition eines intellektuellen <em>workaholic<\/em>, dessen Gesundheit von der jahrzehntelangen Nachtarbeit bis an die Grenzen der psychosomatischen Belastbarkeit gezeichnet war. Cava-ceppi zufolge verfiel Winckelmann in Regensburg g\u00e4nzlich in <em>malinconia<\/em>.<\/p>\n<p>In Wien angekommen, \u00e4u\u00dferte sich Winckelmann am 12. Mai in einem Brief an seinen Freund Stosch: \u201eDiese h\u00f6chst beschwerliche Reise hat mich \u2013 anstatt mich zu belustigen au\u00dferordentlich schwerm\u00fctig gemacht und <em>da<\/em> es <em>nicht<\/em> m\u00f6glich ist, mit der ben\u00f6tigten Bequemlichkeit dieselbe zu <em>machen<\/em>, und fortzusetzen, folglich kein Genu\u00df ist \u2013 sehe ich kein Mittel mein Gem\u00fct zu befriedigen und meine Schwermut zu verbannen als nach Rom zur\u00fcckzukehren [\u2026] Ich habe mir von Augsburg an die gr\u00f6\u00dfte Gewalt angetan, vergn\u00fcgt zu sein aber mein Herz spricht nein, und der Widerwille gegen diese weite Reise ist nicht zu \u00fcberw\u00e4ltigen. Ich m\u00fcsste auf meiner Reise in hundert St\u00e4dten anhalten und ebenso oft von neuem zu leben anfangen. So bin ich \u00fcberzeugt, dass f\u00fcr mich au\u00dfer Rom kein wahres Vergn\u00fcgen zu erhoffen ist<span style=\"text-decoration: line-through;\">e<\/span>.\u201c<\/p>\n<p><em>Als weiterer Grund des Reiseabbruchs darf Winckelmanns Entfremdung von Deutschland gelten.<\/em> Der aufgekl\u00e4rte Freigeist war in eine vermeintliche Heimat zur\u00fcckgekehrt, die ihm schon w\u00e4hrend seines Lebens in Rom wesensfremd geworden war. <em>Am 8. Mai 1768 schreibt er seinem Vertrauten Kardinal Bianconi: <\/em>\u201eVer\u00e4rgert von der langen, m\u00fchevollen Reise und von dem immer gleichen Deutschland, denke ich nach Rom zur\u00fcckzukehren.\u201c <em>\u201eInfastidito dalla Germania medesima\u201c impliziert damit, wenn auch ungenannt, die freie Reichsstadt Regensburg.<\/em><\/p>\n<p>Betrachtet man das Regensburg-Bild in der Reiseliteratur der zweiten H\u00e4lfte des 18. Jahrhunderts, wurde die Domstadt von Reisenden \u2013 au\u00dfer in den Beschreibungen Goethes und Gottscheds \u2013 \u00fcberwiegend als altmodisch, dunkel und eng wahrgenommen. <em>\u201eDie <\/em>Geb\u00e4ude haben nichts regelm\u00e4\u00dfiges, nichts nach der neuen Bauart Eingerichtetes. Die meisten Gassen sind sehr enge und die Geb\u00e4ude sehen von au\u00dfen fast nichts gleich\u201c,<em> so <\/em>Johann Christoph <em>Schmidlin<\/em> <em>ein Jahr nach Winckel\u00admanns Besuch. <\/em>Zehn Jahre sp\u00e4ter beschrieb Wilhelm Ludwig Wekhrlin Regensburg als eine \u201efinstere, melancholische und in sich vertiefte Stadt [\u2026] Nichts stellt ein lebhafteres Bild von dem schwerm\u00fcthigen Reichsverfassungsk\u00f6rper, den sie verwahret, dar als sie.\u201c<\/p>\n<p>Der negative Eindruck Regensburgs als Ort des Immerw\u00e4hrenden Reichstages speiste sich wesentlich aus dem schlechten Image des Alten Reiches als einem vermeintlich \u00fcberkommenen Staatsgebilde. Die Stadt als der Ort der Reichsverfassung stand schlechterdings sinnbildlich f\u00fcr die Reichsverfassung als Ganzes. Tats\u00e4chlich waren die Gassen nicht so eng und die Stadt auch nicht so kleinst\u00e4dtisch, wie in den Berichten unterstellt. Mit rund 20 000 Einwohnern z\u00e4hlte Regensburg zu den 20 gr\u00f6\u00dften St\u00e4dten des Reiches. Die Wahrnehmung Regensburgs als \u00fcberkommen und \u00fcberholt scheint das Klischee der mittelalter-feindlichen Aufkl\u00e4rung zu st\u00fctzen.<\/p>\n<p>Die Beschreibungen spiegeln den Zeitgeschmack der Epoche, die Winckelmanns Diktum der <em>Edlen Einfalt und stillen Gr\u00f6\u00dfe<\/em> stilbildend in Europa pr\u00e4gte. Der Baubestand der Regensburger Altstadt entspricht jedenfalls nicht den \u00e4sthetischen Normen, die Winckelmann \u2013 ausgehend von der Antike \u2013 entwickelt hatte und welchen zufolge das Mittelalter als Zeit der Abwesenheit klassischer Sch\u00f6nheit galt.<\/p>\n<p>Das weltl\u00e4ufige liberale Rom hingegen war f\u00fcr Winckelmann auch innere Heimat, ein \u00e4sthetischer Sehnsuchtsort und Gelehrten-Elysium, in dem er sich auch als Homosexueller \u201eim Leben und Denken frei und reich wie ein K\u00f6nig\u201c f\u00fchlte. \u201eWinckelmann in Rom, der olympische Renner am Ziel\u201c, diese Worte Friedrich August Riedels dr\u00fccken die insgesamt dreizehn Jahre in Rom aus, in denen Winckelmann selbst seine Lebenszeit bemisst.<\/p>\n<p>1762 schrieb er: \u201e[\u2026] ich habe bis in das achte Jahr gelebet, dieses ist die Zeit meines Aufenthalts in Rom. Hier habe ich meine Jugend, die ich teils in der Wildheit, teils in Arbeit und Kummer verloren, zur\u00fcckzu\u00adrufen gesuchet, und ich sterbe wenigstens zufriedener, denn ich habe alles was ich w\u00fcnschte erlanget, ja mehr als ich denken, hoffen und verdienen konnte.\u201c<\/p>\n<p>Nachdem Winckelmann 1755 der karrierestrategisch wagemutige Umzug nach Rom gegl\u00fcckt war, inszenierte er seine gesellschaftliche Unabh\u00e4ngigkeit und Freundschaft zu K\u00fcnstlern gerne im <em>self-fashioning<\/em>. Ein Indiz f\u00fcr die Freiheit von gesellschaftlichen Zw\u00e4ngen und h\u00f6fischen Etiketten der Weltmetropole Rom war der Dresscode des intellektuellen <em>fashionisto<\/em>. Die Befreiung des Italien-Erlebnisses und die \u00dcbersiedlung nach Rom fasst Winckelmann in einem Brief an Berendis 1757 in die ultimative Maxime: \u201eAlles ist nichts gegen Rom\u201c. Hier postulierte und \u00fcbertrug Winckelmann die sch\u00f6pferischen Kreativr\u00e4ume des K\u00fcnstlerstatus\u02bc auf die Schaffensbedin\u00adgungen seiner Gelehrtenexistenz.<\/p>\n<p>F\u00fcr Winckelmann, der Griechenland nie bereist hatte, war die r\u00f6mische Barockmetropole die Stadt der Freiheit und Sch\u00f6nheit. Hier fand der \u201e<em>r\u00f6misch gewordene Preu\u00dfe<\/em>\u201c den pers\u00f6nlichen Freiraum und den Erf\u00fcllungsort f\u00fcr seine protestantische Arbeitsethik. Das Lob Roms als \u201eLand der Menschlichkeit\u201c band Winckelmann immer an die Bedingungen einer freien Gelehrtenexistenz, die es ihm erm\u00f6glichte, seine Geschichtswerke auch w\u00e4hrend seiner Anstellung bei Kardinal Albani, Papst Benedict XIV. und Papst Clemens VIII. zu verfassen. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen dort stellte er gegen die fruchtlose Plackerei in Deutschland, dem \u201eLand der M\u00e4rteley\u201c. Die Liberalit\u00e4t der metropolen Urbanit\u00e4t Roms kontrastierte er mit der \u201eCathedral-Ernsthaftigkeit\u201c des provinziellen Lebens\u00adstils in Deutschland. Seinen deutschen Briefpartnern gegen\u00fcber inszenierte der Rom-Enthusiast die s\u00fcdliche Gelehrten-Enklave als Gegenmodell zur pedantischen deutschen Universit\u00e4tsordnung. Ein Jahr vor seinem Tod schrieb er an Wiedewelt: Da Rom \u201eein Land ist, wo <em>niemand befiehlt<\/em>, und <em>niemand gehorcht<\/em>, bin ich auch v\u00f6llig in dem Besitze und Genu\u00df aller dieser Vorz\u00fcge\u201c.<\/p>\n<p>Freiheit ist eine Schl\u00fcsselkategorie f\u00fcr Winckelmanns Person und Kunstverst\u00e4ndnis. Das Lob des Kirchenstaates als \u201eLand der Menschlichkeit, wo ein jeder macht, was er will\u201c verband der Deutschr\u00f6mer Winckelmann mit dem klassischen Humanit\u00e4tsbegriff. Den Konnex von politscher Freiheit und k\u00fcnstlerischer Bl\u00fcte als Voraussetzung griechischer Kunst und deren Vorbildbildfunktion f\u00fcr ein allgemeines Konzept \u00e4sthetischer Bildung wurzelt bereits in den <em>Gedanken \u00fcber die Nachahmung<\/em>. In Rom entwickelte Winckelmann die Maxime, dass die Erkenntnis des Kunstsch\u00f6nen nur \u00fcber sinnliche Anschauung der Werke erfahrbar sei. Da von Rom aus \u201edie aus der <em>Asche erweckte griechische Kunst in ganz<\/em> Europa verbreitet wurde,\u201c war die \u201eHauptstadt der Welt\u201c f\u00fcr Winckelmann auch in neuerer Zeit \u201eGesetzgeberin und Lehrerin aller Welt\u201c.<\/p>\n<p>Dass der <em>homme de lettres<\/em> auf der bis Oktober geplanten Deutschlandreise \u00fcber ein halbes Jahr vom unfertigen Skript des dritten Bandes der <em>Monumenti ineditii<\/em> getrennt gewesen w\u00e4re, k\u00f6nnte ein dritter, nun pragmatisch-arbeits\u00f6konomischer Grund f\u00fcr den Abbruch der Reise gewesen sein. Angesichts dessen, dass der intellektuelle <em>workaholic<\/em> seine Altersversorgung in das Werk investiert hatte, war dies eine horrende Investition, intellektuell wie materiell.<\/p>\n<p>Eine ebenso pragmatische wie risikovermeidende Strategie, die in den Reiseabbruch hinein-<\/p>\n<p>gespielt haben k\u00f6nnte, w\u00e4re die Konfrontation mit seinem Intimfeind Giovanni Battista Casanova in Dresden gewesen. Der Einsch\u00e4tzung von Winckelmanns ehemaligem Bibliothe-karskollegen Johann Michael Francke 1769 zufolge \u201eh\u00e4tte ihn in <em>Dre\u00dfden<\/em> eine Prostitution\u201c (Verleumdung) erwartet und er w\u00e4re \u201egewi\u00df arretirt\u201c worden, da Casanova, Winckelmann am s\u00e4chsischen Hofe verleumdet hatte.<\/p>\n<p>Casanova, den Winckelmann einst als \u201ebesten Zeichner in Rom\u201c ger\u00fchmt hatte, blamierte Winckelmann 1760\/61 mit gef\u00e4lschten Zeichnungen nach angeblich wiederentdeckten antiken Wandmalereien, wie bereits Casanovas Lehrer Anton Raffael Mengs. Nachdem Winckelmann die falschen Zeichnungen in der <em>Geschichte der Kunst der Altertums<\/em> ver\u00f6ffentlicht hatte, kam es zum Bruch. Regensburg als R\u00fcckreise-Station nach Italien k\u00f6nnte somit auch eine pragmatische Entscheidung des Risikostrategen Winckelmann gewesen sein.<\/p>\n<p>Von Regensburg aus fuhr Winckelmann zusammen mit Cavaceppi nach Wien, wo er Kaiserin Maria Theresia eine Depesche Albanis \u00fcbergab und f\u00fcr seine wissenschaftlichen Leistungen goldene sowie silberne Schaum\u00fcnzen erhielt. Am 28. Mai reiste er weiter in die habsburgisch-\u00f6sterreichische Hafenstadt Triest, wo er am 1. Juni 1768 morgens allein in einer <em>Postkutsche<\/em> ankam. W\u00e4hrend er dort auf eine Schiffspassage nach Venedig oder Ancona wartete, begegnete er seinem M\u00f6rder Francesco Arcangeli \u2013 also Erzengel.<\/p>\n<p>Winckelmanns Tod in Triest wurde in den letzten 250 Jahren einer Vielzahl von Deutungen unterworfen, von einer jesuitischen Verschw\u00f6rung bis zur Doppelg\u00e4ngertheorie. 1768 erstach der arbeitslose, vorbestrafte Koch Arcangeli den bekanntesten Intellektuellen seiner Zeit in der <em>Osteria Locanda Grande<\/em> an der Piazza San Pietro in Triest gegen 10 Uhr morgens in seinem Hotelzimmer laut Sektionsprotokoll mit f\u00fcnf Messerstichen in die Brust. Hauptmotiv f\u00fcr den brutalen Meuchelmord scheint die Geldgier seines Zimmernachbarn Arcangeli, der f\u00fcr Winckelmann Boteng\u00e4nge erledigt sowie ihm bei Essen und Spazierg\u00e4ngen Gesellschaft geleistet hatte.<\/p>\n<p>Der Tathergang ist nicht zuletzt durch Winckelmanns eigene Schilderung detailliert dokumentiert. Durch die vollst\u00e4ndig \u00fcberlieferten Prozessakten darf Winckelmanns tragischer Tod in Triest als einer der bestdokumentierten Mordf\u00e4lle des 18. Jahrhunderts gelten. (siehe Abb. 4) Innerhalb der sechs Stunden, in denen Winckelmann innerlich verblutete, waren \u00c4rzte, Rechts- und Polizeivertreter sowie Hotelpersonal anwesend. Ein Priester nahm ihm die Beichte ab.<\/p>\n<p>Nur Eines blieb ungesagt: Was bewegte den Direktor der vatikanischen Kunstsch\u00e4tze, einem ihm Unbekannten in Triest die Gold- und Silberm\u00fcnzen der \u00f6sterreichischen Kaiserin zu zeigen? Was veranlasste ihn, der in Rom, mit allen Wassern gewaschen wurde, innerhalb von sechs Tagen mit einem Fremden so vertraut zu verkehren, dass ihn dieser ungehindert in seinem Zimmer mit Messer und Schlinge um sein Leben bringen konnte? Hier waren offenbar zwei M\u00e4nner aufeinander getroffen, deren \u00e4u\u00dfere <em>Camouflage<\/em> auch eine innere indizierte. Der <em>Pr\u00e4fekt der r\u00f6mischen Altert\u00fcmer<\/em>, der inkognito als Signor Giovanni in schwarzer Reisekleidung ohne offizielle Amtskutte eine Anonymit\u00e4t in Triest lebte, die in einem faustischen Finale endete \u2013 starb durch einen ausweislich der Protokollakten gedrungenen pockennarbigen Kriminellen, der in der abgetragenen Kleidung eines Herrn auftrat.<\/p>\n<p>Arcangeli wurde bereits am 10. Juli 1768 auf der Piazza Grande in Triest zum Tod durch R\u00e4dern verurteilt.<\/p>\n<p>Winckelmanns Tod in Triest hat immer wieder auch die Fantasie von Schriftstellern angeregt. In seinem Erz\u00e4hlfragment <em>Winckelmann. Das Verh\u00e4ngnis <\/em>von 1954 deutet der Literaturnobelpreistr\u00e4ger Gerhard Hauptmann Winckelmann als innerlich Zerrissenen. In Hauptmanns Werk tobt der Widerstreit eines Gelehrten, der einerseits der Erhabenheit antiker Gipfelwerke wie dem Apoll von Belvedere und der Sch\u00f6nheit junger M\u00e4nner ergeben war und andererseits eine Affinit\u00e4t zum Fatalistischen und zur Subkultur besa\u00df. Diese Dimension klingt in einem Brief von Winckelmanns N\u00f6tnitzer Bibliothekskollegen Francke an. Darin \u00e4u\u00dfert er sich 1769 ersch\u00fcttert \u00fcber Winckelmanns Schicksal und deutet an, er habe immer \u201eseinen traurigen und gewaltsamen Tod bef\u00fcrchtet\u201c. Der wohl ber\u00fchmteste Kriminalfall der deutschen Geistesgeschichte birgt das komplexe Psychogramm eines Menschen, der Goethe zufolge \u201edas ganze Leben\u201c ausagiert habe, auch dessen homosexuelle und damals gesetzeswidrige Komponenten. Dieses biographische Spektrum beinhaltet das Apollinische ebenso wie das Dionysische.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend gilt festzuhalten: <em>Torniamo a Roma<\/em> ist die Beschw\u00f6rungsformel eines Entwurzelten f\u00fcr ein lokales Phantom mit realen Z\u00fcgen. Das hei\u00dft: Mit dem Aufbruch aus Rom und der Reise nach Deutschland war auch der Begriff Heimat oder Vaterland verbunden, den Winckelmann so allerdings nie verwandte. In Deutschland nicht mehr heimisch, erlebte er Rom und Italien in sp\u00e4teren Jahren zwiesp\u00e4ltig, f\u00fchlte sich als konvertierter Protestant, als <em>luterano<\/em>, zunehmend isoliert und als fremder Gast,<em> isolato<\/em> e <em>escluso<\/em>. Am Ende seiner r\u00f6mischen Jahre empfand er sich dort als ein zu sp\u00e4t Angekommener, zu sp\u00e4t noch einmal \u201eveste e natura\u201c, also Habit und Naturell, zu wechseln. Im <em>homo viator<\/em>-Topos, der Wesensbeschreibung des Menschen als Wanderer, schildert der Schriftsteller Giosu\u00e8 Carducci Winckelmann im <em>Saluto italico<\/em> der <em>Odi Barbare<\/em> 1877 als Reisenden zwischen zwei V\u00f6lkern.<\/p>\n<p>Die internationale Strahlkraft des Gelehrten zeigt sich <em>Cavaceppi<\/em> zufolge auch in dessen Tod.<\/p>\n<p><em>So sei der funesto caso, der d\u00fcstere Fall, des ber\u00fchmten Abbate <\/em>Giovanni <em>Winckelmann breiter rezipiert worden als der zeitnahe Tod der franz\u00f6sischen K\u00f6nigin <\/em>Marie-Caroline-Sophie-F\u00e9licit\u00e9 Leszczy\u0144ska<em>. Goethe <\/em>beurteilte den Tod Winckelmanns in seiner Programmschrift <em>Winckel\u00admann<\/em> <em>und<\/em> <em>sein<\/em> <em>Jahrhundert<\/em> 1805 teleologisch als humanistisches Opfer eines G\u00f6tterlieblings f\u00fcr die Nachgeborenen<em>, <\/em>aus dessen Erbe auch Funken der Inspiration f\u00fcr Bayern schlagen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eUnd wie ein Donnerschlag bei klarem Himmel fiel die Nachricht von Winckelmanns Tod zwischen uns nieder.\u201c Mit diesen Worten nahm Johann Wolfgang von Goethe den Tod Johann Joachim Winckelmanns am 8. Juli 1768 auf. Der 19-j\u00e4hrige Goethe fiel in Leipzig von einer Aufregung in die andere. 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