{"id":108600,"date":"2025-07-31T14:12:48","date_gmt":"2025-07-31T12:12:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108600"},"modified":"2025-07-31T14:12:48","modified_gmt":"2025-07-31T12:12:48","slug":"winckelmann-als-vorbild-fuer-ludwig-i-und-seine-kuenstlerischen-berater","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/winckelmann-als-vorbild-fuer-ludwig-i-und-seine-kuenstlerischen-berater\/","title":{"rendered":"Winckelmann als Vorbild f\u00fcr Ludwig I. und seine k\u00fcnstlerischen Berater"},"content":{"rendered":"<p>Kein Arch\u00e4ologe hat jemals eine so breite Wertsch\u00e4tzung erfahren wie Johann Joachim Winckelmann, der Sohn eines Flickschusters aus Stendal. Das kommt schon in Goethes Schrift <em>Winckelmann und sein Jahrhundert<\/em> von 1805 zum Ausdruck, wonach in Winckelmann ein neues Kunstideal und die Wissenschaftsauffassung eines ganzen Saeculums kulminierten.<\/p>\n<p>Anl\u00e4sslich der Einweihung einer kolossalen B\u00fcste, die er bei dem Bildhauer Emil Wolff in Auftrag gegebenen hatte, erkl\u00e4rte K\u00f6nig Ludwig I. von Bayern 1857 in der Villa Albani in Rom: \u201eWas Winckelmann geleistet, schildern zu wollen, w\u00e4re \u00fcberfl\u00fcssig. Sein Wirken ist bekannt. Haben Sp\u00e4tere gleich die Wissenschaft der Kunst, welcher er sein Leben geweiht, ausgebildet, bleibt ihm doch das gro\u00dfe Verdienst, den Grund dazu gelegt zu haben.\u201c<\/p>\n<p>Mit dieser Beurteilung stand der bayerische Monarch neun Jahre nach seiner Abdankung gewiss nicht allein. Aber die Verehrung, die Ludwig dem Begr\u00fcnder der Arch\u00e4ologie und Kunstgeschichte entgegenbrachte, hatte gewichtige Folgen, denn bereits als bayerischer Kronprinz sollte er zu einem begeisterten Liebhaber der klassischen Antike und zu einem der wichtigsten F\u00f6rderer des Klassizismus in Deutschland werden. Neben seinen Verdiensten um die Konsolidierung des Staatshaushaltes sowie um die Eingliederung der neuen Untertanen \u2013 welche 1806 mit Napoleons Unterst\u00fctzung unter bayerische Herrschaft gelangt waren \u2013 sind es vor allem seine Bauten und Kunstsammlungen, die Ludwig I. bis heute zur Ehre gereichen.<\/p>\n<p>Es ist unstrittig, dass er Winckelmann hoch gesch\u00e4tzt hat. Doch welche Rolle hat das konkret f\u00fcr das Handeln des Kronprinzen und K\u00f6nigs gespielt?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der Kindheit von Ludwig, dem Sohn des Pfalzgrafen Max Joseph von Pfalz-Zweibr\u00fccken, lag zun\u00e4chst kein Schwerpunkt auf der k\u00fcnstlerischen Ausbildung. W\u00e4hrend seines kurzen Studiums 1803\/1804 \u2013 inzwischen war sein Vater zum bayerischen Kurf\u00fcrsten aufgestiegen \u2013 er\u00f6ffneten sich f\u00fcr ihn neue Wissenswelten. Auch wenn an den Universit\u00e4ten in Landshut und G\u00f6ttingen Staatsrecht, \u00d6konomie, Regierungswissenschaft, Mathematik, Naturkunde und Geschichte im Vordergrund standen, hat der Wittelsbacher Prinz in G\u00f6ttingen auch Vorlesungen zur Altertumskunde geh\u00f6rt. Der Student verkehrte u.a. im Hause des Zoologen und Anthropologen Blumenbach, einem Schwager des Altertumswissenschaftlers Christian Gottlob Heyne. Sp\u00e4testens in der Abguss-Sammlung antiker Skulpturen der G\u00f6ttinger Universit\u00e4tsbibliothek d\u00fcrfte Ludwig mit den Arbeiten von Winckelmann vertraut gemacht worden sein.<\/p>\n<p>Mit 18 Jahren brach Ludwig 1804 zu einer gro\u00dfen Italienreise auf, die ihn \u00fcber Venedig und die St\u00e4dte Oberitaliens nach Rom und Neapel f\u00fchrte. Er hielt sich fast ein Jahr lang auf der Apenninhalbinsel auf und kehrte im Laufe seines Lebens immer wieder dorthin zur\u00fcck. Die Reise im Stil der Grand Tour erweiterte den Bildungshorizont und gesellschaftlichen Gesichtskreis des jungen Mannes. Er spazierte durch die Stra\u00dfen Roms, besuchte antike Ruinen und traf mit zahlreichen K\u00fcnstlern wie dem Bildhauer Bertel Thorvaldsen und der Malerin Angelika Kauffmann zusammen, die ein Portr\u00e4t von ihm anfertigte. Die deutsche K\u00fcnstlerkolonie in Rom nahm ihn freudig auf. Wenn sie darauf spekuliert hatten, einen sp\u00e4teren M\u00e4zen zu gewinnen, dann waren die K\u00fcnstler damit sehr erfolgreich. Die Begegnung mit der Statue der Hebe in Venedig, einem Werk Antonio Canovas, f\u00fchrte bei Ludwig zu einem Erweckungserlebnis. Zweifellos ist in Italien seine Begeisterung f\u00fcr die Kunst und ganz besonders f\u00fcr die antike Plastik der Griechen geweckt worden.<\/p>\n<p>Kaum von dort zur\u00fcckgekehrt schrieb Ludwig am 2. April 1806: \u201eIch will ein Stifter werden einer Sammlung antiker Produkte der Bildhauerkunst\u201c. Vier Jahre sp\u00e4ter formulierte er: \u201eWir m\u00fcssen auch zu M\u00fcnchen haben, was zu Rom museo hei\u00dft\u201c.<\/p>\n<p>Auf der Heimreise von Italien erwarb Ludwig in Genf die Arbeit <em>Geschichten Schweizerischer Eidgenossenschaft<\/em> des Historikers Johannes M\u00fcller. Sie sollte sein national-patriotisches Geschichtsbild pr\u00e4gen. Der Schweizer Historiker sensibilisierte Ludwig f\u00fcr das Freiheitsstreben einzelner V\u00f6lker und weckte bei ihm das Interesse am Mittelalter.<\/p>\n<p>In den folgenden Jahren lernte Ludwig mit Eifer und Ausdauer Griechisch und Latein, \u00fcbersetzte Klassiker wie Herodot. Dabei wurde er u.a. von dem Bibliothekar Lichtenthaler angeleitet, der sp\u00e4ter Lehrer seiner Kinder werden sollte. Aber er eignete sich im Selbststudium auch umfangreiche Kenntnisse der Geschichte und Literatur an, lernte neben den alten Sprachen ferner Englisch, Italienisch und Spanisch. Im Vergleich mit anderen Standesgenossen erschien Ludwig als einer der gebildetsten F\u00fcrsten seiner Zeit. Er war jedoch nicht das, was wir heute einen Intellektuellen nennen w\u00fcrden. Vielmehr neigte er zu konkreter Anschaulichkeit. Ludwig stellte empfindsame Vorstellung \u00fcber blutleere Rationalit\u00e4t.<\/p>\n<p>Nicht ohne Wirkung auf Ludwigs sp\u00e4tere Kulturpolitik war auch sein halbj\u00e4hriger Aufenthalt in Paris 1806 nach der Erhebung Bayerns zum K\u00f6nigreich von Napoleons Gnaden. Dort lernte er den franz\u00f6sischen Kaiser aus der N\u00e4he kennen und auch die von ihm in Paris zusammengetragene Kunst sowie die von Napoleon in Auftrag gegebene Architektur.<\/p>\n<p>Seit 1812 hatte K\u00f6nig Max I. Joseph seinem Sohn das vermeintlich unpolitische Feld der Kunst- und Baupolitik \u00fcberlassen. Ludwig wusste das in den folgenden Jahren jedoch auch politisch nach seinen Vorstellungen zu nutzen. Seine Baut\u00e4tigkeit und sein M\u00e4zenatentum waren im deutschen Vergleich damals ohne Parallele.<\/p>\n<p>Der Kronprinz wollte, so sagte er selbst, \u201eaus M\u00fcnchen eine Kunststadt machen\u201c. Weitsichtig erkannte Ludwig, dass Bayern machtpolitisch, milit\u00e4risch und \u00f6konomisch nicht zu den Gro\u00dfm\u00e4chten aufschlie\u00dfen konnte. Vielmehr war es sein erkl\u00e4rtes Ziel, M\u00fcnchen zum Mittelpunkt des geistigen und kulturellen Lebens in Deutschland zu machen. Die Residenzstadt soll ein Ort werden, \u201eder Teutschland zur Ehre gereichen soll, dass keiner Teutschland kennt, wenn er nicht M\u00fcnchen kennt\u201c. Damals ein sehr ambitioniertes Ziel.<\/p>\n<p>Mit seinen Projekten verfolgte Ludwig \u2013 zun\u00e4chst als Kronprinz, ab 1825 dann als bayerischer K\u00f6nig \u2013 weit reichende Pl\u00e4ne: Die \u00f6ffentlichen Bauten, Denkm\u00e4ler und Kunstsammlungen sollten \u2013 gekoppelt mit Kultur- und Traditionspflege \u2013 dazu beitragen, die Einheit des neuen Bayern, seine Souver\u00e4nit\u00e4t und die Monarchie zu sichern. Mit seinen Kunstsch\u00f6pfungen wollte Ludwig den Untertanen Geschichte vermitteln und ihren Patriotismus in die richtigen Bahnen lenken.<\/p>\n<p>Die in verschiedenen Stilen errichteten Monumente dienten dazu, am Beispiel von idealen Kunst- und Bauwerken, am Beispiel des Sch\u00f6nen, Wahren und Guten also, sein bayerisches Volk zu erziehen. Seinem volksp\u00e4dagogischen Antrieb folgend machte er die wittelsbachischen Sammlungen einer breiten \u00d6ffentlichkeit frei zug\u00e4nglich.<\/p>\n<p>F\u00fcr sein <em>\u201eKunstk\u00f6nigtum\u201c<\/em> und die aktiv betriebene Geschichtspolitik wich Ludwig von der ihm sonst eigenen Sparsamkeit ab. Fast die H\u00e4lfte der ihm pers\u00f6nlich zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel hat er als Kronprinz, K\u00f6nig und Pension\u00e4r f\u00fcr den Erwerb von Kunst und die Errichtung von Bauwerken ausgegeben. Pr\u00e4chtige Architektur, die Bayern und speziell M\u00fcnchen bis heute pr\u00e4gt. Monumentale Erzgie\u00dferei und wiederbelebte Freskomalerei sind seinem M\u00e4zenatentum zu verdanken. Neben Antiken und italienischer Malerei erwarb er etwa mit der Sammlung Boisser\u00e9e ein gewaltiges Konvolut altdeutscher und altniederl\u00e4ndischer Malerei. Bei der F\u00f6rderung der Nazarener ging es ihm auch um die Revitalisierung christlicher Kunst.<\/p>\n<p>Damit Ludwig seine k\u00fchnen Kunstvisionen realisieren konnte, musste der bayerische Haushalt saniert werden. Der K\u00f6nig erreichte dies unter anderem durch heftig umstrittene K\u00fcrzungen des Milit\u00e4retats und Stellenstreichungen im Verwaltungsapparat. Auch aus privaten Eink\u00fcnften finanzierte Ludwig seine Projekte. Selbst nach seiner Abdankung wandte er einen Gro\u00dfteil der ihm noch zur Verf\u00fcgung stehenden Mittel f\u00fcr \u00f6ffentliche Bauten und Denkm\u00e4ler \u2013 etwa die Abteikirche St. Bonifaz, die Bavaria, das Siegestor, die Neue Pinakothek oder die Propyl\u00e4en \u2013, f\u00fcr Erwerbungen von Kunstwerken \u2013 beispielsweise den Kuros von Tenea \u2013 sowie f\u00fcr christlich-karitative Projekte auf.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Am 4. Dezember1814 hatte Ludwig \u00fcber die Akademie der K\u00fcnste drei Wettbewerbsprojekte ausloben lassen: ein Invalidenhaus f\u00fcr bayerische Veteranen aus den Napoleonischen Kriegen, ein Geb\u00e4ude, das seine Sammlung antiker Skulpturen aufnehmen sollte, und ein \u201eWalhalla\u201c genanntes Ehrenmal f\u00fcr ber\u00fchmte Deutsche.<\/p>\n<p>Die Bedeutung Winckelmanns f\u00fcr die von Ludwig betriebenen Bauprojekte ist nicht zu leugnen. Der K\u00f6nigsplatz ist noch heute das eindrucksvollste klassizistische Ensemble in Deutschland und dar\u00fcber hinaus. F\u00fcr die Pl\u00e4ne einer Ruhmeshalle der Skulptur, die sp\u00e4tere Glyptothek, wie f\u00fcr die Walhalla hatte Carl Haller von Hallerstein, der Entdecker der \u00c4gineten, erste Pl\u00e4ne vorgelegt, die Leo Klenze ab 1816 in den von ihm beaufsichtigten Bauten weitgehend \u00fcbernahm. F\u00fcr Ludwig wie f\u00fcr Klenze war es von zentraler Bedeutung, dass das Museumsgeb\u00e4ude von au\u00dfen an einen griechischen Tempel erinnerte.<\/p>\n<p>Doch bei den von Ludwig auf den Weg gebrachten Geb\u00e4uden \u2013 ebenso wie bei den ungef\u00e4hr gleichzeitig entstandenen Bauten in Preu\u00dfen unter Friedrich Wilhelm IV. \u2013 ist gerade das Nebeneinander klassizistischer und romantischer Tendenzen charakteristisch. Klenzes Museumsbauten in M\u00fcnchen, etwa die Glyptothek, erhalten im Inneren eine nazarenische Ausmalung, und der wichtigste Architekt im ludovizianischen M\u00fcnchen neben dem Klassizisten Klenze ist Friedrich von G\u00e4rtner, ein prominenter Vertreter des Rundbogenstils.<\/p>\n<p>Der k\u00f6nigliche Bauherr wollte die gro\u00dfen Stilarten der Vergangenheit erneuern. Ludwig I. begeisterte sich f\u00fcr die Baukunst der Antike, f\u00fcr deren Wiederaufleben in der Renaissance, aber auch die sakrale Kunst des Mittelalters hatte es ihm angetan. Rund 40 Gro\u00dfbauten lie\u00df er im Zusammenspiel mit Architekten wie Klenze, G\u00e4rtner und Ziebland errichten.<\/p>\n<p>Oftmals wird behauptet, Winckelmanns Schriften h\u00e4tten auch auf die Einkaufspolitik Ludwigs einen starken Einfluss gehabt. Einer genaueren Betrachtung h\u00e4lt diese Einsch\u00e4tzung allerdings nicht stand. Tats\u00e4chlich hatte der Kronprinz ein <em>Verzeichni\u00df von Kunstwerken<\/em>, die in Winckelmanns <em>Geschichte der Kunst des Alterthums<\/em> besprochen worden waren, erstellt und am 8. Oktober 1813 an Wagner geschickt, damit sein Kunstagent in Rom danach forschen und das w\u00fcrdigste erwerben m\u00f6ge. Aber letztlich wurde nur ein einziges von den 21 aufgelisteten Werken in r\u00f6mischen Sammlungen f\u00fcr die Glyptothek gekauft: die <em>Muse mit Leyer<\/em>, heute als <em>Apollon Barberini<\/em> bezeichnet.<\/p>\n<p>Seit 1808 erteilte Ludwig erste Auftr\u00e4ge, Antiken zu kaufen. Dabei lautete seine simple Vorgabe, \u201edas sch\u00f6nste Kaufbare zu erwerben\u201c. Bei seinen Skulpturenerwerbungen standen ihm u.a. die Maler Friedrich M\u00fcller und Georg Dillis sowie der Architekt Leo Klenze zur Seite. Sein wichtigster Berater, der \u00fcber Jahrzehnte f\u00fcr ihn in Rom als Kunstagent agierte, war jedoch der W\u00fcrzburger Maler Martin Wagner, den Ludwig 1808 kennen und sch\u00e4tzen gelernt hatte. Wie kein anderer besa\u00df Wagner ein sicheres Qualit\u00e4tsurteil und gute Nerven, um den Preis in den Verhandlungen zu dr\u00fccken.<\/p>\n<p>Selbstverst\u00e4ndlich war Wagner auch mit den Schriften Winckelmanns vertraut. In seinen Briefen an Ludwig zitierte er vor allem aus der deutschen \u00dcbersetzung der <em>Monumenti inediti<\/em>. Folgte Wagner anfangs noch den g\u00e4ngigen, h\u00e4ufig auf Winckelmann zur\u00fcckgehenden Beurteilungen, emanzipierte er sich zunehmend in seiner Einsch\u00e4tzung. Es ist keineswegs so, dass Wagner Winckelmann gering gesch\u00e4tzt h\u00e4tte. Immer wieder beruft er sich in seinen Briefen an Ludwig auf dessen Einsch\u00e4tzung. Doch es ist offensichtlich, dass Wagner sich zunehmend auf sein eigenes Urteil verlassen hat. Ludwig wiederum hat Wagner fast blind vertraut und gut daran getan.<\/p>\n<p>Trotzdem gelangten einige von Winckelmann sehr gesch\u00e4tzte Werke in die Glyptothek. Das gilt insbesondere f\u00fcr einige St\u00fccke aus der Sammlung Albani, die Winckelmann zeitweilig betreut hatte, da der Kardinal Albani zu den bekanntesten F\u00f6rderern des Altertumsforschers geh\u00f6rte. 1815 gelang es Ludwig in Paris, von den etwa 130 dorthin verschleppten Skulpturen der Sammlung des F\u00fcrsten Albani schlie\u00dflich 49 zu erwerben. Bei dieser Gelegenheit lernte er Leo Klenze sch\u00e4tzen. Sogar lange als unverk\u00e4uflich geltende St\u00fccke wie die <em>Eirene<\/em>, die B\u00fcste der Athena Velletri oder der <em>Faun mit den Flecken<\/em>, den Winckelmann als eine der sch\u00f6nsten B\u00fcsten des Altertums gelobt hatte, waren darunter.<\/p>\n<p>Der Kopf eines jungen Pan, heute unter dem Spitznamen <em>Winckelmann\u2019scher Faun<\/em> bekannt, geh\u00f6rt ebenfalls dazu. \u201eSch\u00f6ner als jeder Sch\u00f6nheitsgedanke in Marmor ausgedr\u00fcckt\u201c, schrieb Winckelmann in einem Brief vom 30. April 1763 an Ludovico Bianconi \u00fcber den Kopf, den er beim Restaurator Bartolomeo Cavaceppi gesehen und dann 1765 f\u00fcr seine eigene Sammlung erworben hatte. Der Kopf war nach Winckelmanns Tod in die Sammlung des Kardinals Albani gelangt und 1798 mit weiteren Teilen der Sammlung Albani von Napoleons Truppen in den Louvre verschleppt worden.<\/p>\n<p>Auch die bis ins 16. Jahrhundert zur\u00fcckreichende Sammlung Rondanini war unter Mithilfe Winckelmanns erweitert worden. 1811 konnte Wagner verschiedene Skulpturen der Sammlung erwerben: Dazu geh\u00f6rten u.a. die Statue des Alexander sowie im selben Jahr einige inzwischen in die Sammlung Capranica gelangte St\u00fccke wie die ber\u00fchmte Medusa oder das Rinderrelief. Anfangs folgte Wagner bei dem Relief mit Rinderherde noch der Interpretation Winckelmanns, dass es sich n\u00e4mlich um Herakles mit den Rindern des Geryoneus handele; sp\u00e4ter korrigierte er sich jedoch selbst. Im Zusammenhang mit dem Erwerb des schon genannten Alexander Rondanini verwies Wagner darauf, dass Winckelmann ihn als \u201eeinzige \u00e4chte und ganze Statue dieses K\u00f6nigs\u201c bezeichnete. Ganz offensichtlich wollte er damit die Bedeutung der Erwerbung unterstreichen.<\/p>\n<p>Bezeichnungen von Skulpturen folgten oft den Benennungen durch Winckelmann. So etwa im Fall der <em>Leukothea<\/em> \u2013 in der griechischen Mythologie Pflegemutter des Halbwaisen Dionysos \u2013 f\u00fcr die <em>Eirene<\/em> des Kephisodot aus der Sammlung Albani. Auch bei der <em>Muse mit Leyer<\/em> aus der Sammlung Barberini \u00fcbernahm Wagner lange die Winckelmann\u2019sche Bezeichnung. Sp\u00e4ter jedoch machte er sich die bis heute g\u00fcltige Deutung als Apollon zu eigen.<\/p>\n<p>Wagner berief sich nur dann auf Winckelmann, wenn er damit seinen eigenen Standpunkt gegen\u00fcber Ludwig untermauern konnte. Als etwa die Antiken der Slg. Casali 1819 zum Kauf angeboten wurden, fragte Ludwig Klenze und Wagner nach ihrem Urteil zu dem <em>Antinoos Casali<\/em>, den Winckelmann als die sch\u00f6nste aller Antinoosstatuen ger\u00fchmt hatte. Weil Wagner sie jedoch als mittelm\u00e4\u00dfig einstufte, sah Ludwig von einem Kauf ab. Bis zuletzt f\u00fchrte Wagner Schriften Winckelmanns an, wenn ihm daran gelegen war, gegen\u00fcber Ludwig die Qualit\u00e4t eines St\u00fcckes hervorzuheben. So bei dem Iphigenie-Sarkophag aus der Sammlung Bernardino Ridolfi.<\/p>\n<p>Sogar zu den \u00c4gineten, die erst ein halbes Jahrhundert nach Winckelmanns Tod entdeckt worden waren, und zudem eine Winckelmann noch gar nicht bekannte Stilstufe vertreten, berief sich Wagner auf den ber\u00fchmten Altertumsforscher. Nach einer knappen Beschreibung der Skulpturen schrieb er aus Griechenland an den Kronprinzen: \u201eW\u00fcrde Winckelmann diese Werke gesehen haben er h\u00e4tte wenigstens 2 Foliob\u00e4nde dar\u00fcber geschrieben. Dieses kann einstweilen hinl\u00e4nglich sein Eurer K\u00f6niglichen Hoheit eine vorl\u00e4ufige Idee von dem Werthe derselben zu geben.\u201c<\/p>\n<p>Am deutlichsten greifbar ist der Einfluss Winckelmann auf Ludwig und Klenze an der Glyptothek greifbar. Hinsichtlich der \u00e4u\u00dferen Gestalt folgte der Architekt der Devise Winckelmanns: \u201eDer einzige Weg f\u00fcr uns, gro\u00df, ja, wenn es m\u00f6glich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten.\u201c Der zentrale Bereich an der S\u00fcdfront des Geb\u00e4udes erinnert von au\u00dfen unmittelbar an einen griechischen Tempel. M\u00fcnchens \u00e4ltestes Museum orientierte sich auch im Inneren als erstes Museum weltweit an Winckelmanns entwicklungsgeschichtlichem Verst\u00e4ndnis der antiken Kunst. Nicht wie damals \u00fcblich nach typologischen oder ikonographischen Gesichtspunkten wurden die Werke aufgestellt, sondern sie folgten erstmals \u201ejenem dauerhaften Winckelmannschen Faden, der uns durch die verschiedenen Kunstepochen durchleitet\u201c, wie Goethe es formuliert: In chronologischer Reihe vom Ursprung \u00fcber das Wachstum, den H\u00f6hepunkt, den Niedergang und schlie\u00dflich die Wiedergeburt der Antike.<\/p>\n<p>In mancherlei Hinsicht zeigte sich Ludwig stark von Wickelmanns Ansichten beeindruckt. So hinterlie\u00df dessen Negativurteil \u00fcber die Wandmalereien aus den Vesuv-St\u00e4dten bei ihm eine lang anhaltende Wirkung. Erst im Laufe zahlreicher Italien-Reisen gelangte der Kronprinz zu einer positiveren Bewertung der Pompejanischen Wandmalerei. Erstaunlich ist allerdings, dass Ludwig bis 1823 kein Interesse an den antiken Vasen zeigte, obwohl bereits Winckelmann ihre Bedeutung herausgestellt und \u2013 gegen manche Zeitgenossen \u2013 den griechischen Ursprung erkannt hatte. Noch 1819 folgte Ludwig nicht Klenzes nachdr\u00fccklicher Empfehlung, eine sch\u00f6ne Vase aus der Sammlung Poniatowski zu erwerben. Einige Jahre zuvor hatte er den Vorschlag Wagners verworfen, in der Glyptothek auch einen Raum f\u00fcr die griechischen Vasen einzurichten. Dass es Ludwig schlie\u00dflich doch gelang, die vielleicht weltweit sch\u00f6nste Vasensammlung zusammenzustellen, ist das Verdienst Klenzes, der auf einer gemeinsamen Sizilienreise den Kronprinzen vom Erwerb der Sammlung Panitteri \u00fcberzeugen und damit den Grundstock legen konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Winckelmann hatte mit seiner <em>Geschichte der Kunst des Alterthums<\/em> 1764 nicht nur die Arch\u00e4ologie als Wissenschaft begr\u00fcndet, sondern auch die Blickrichtung von der r\u00f6mischen auf die griechische Antike gelenkt. Das f\u00fchrte mittelbar dazu, dass M\u00e4nner wie Carl Haller von Hallerstein bald danach dr\u00e4ngten, auch das Ursprungsland der Antike zu bereisen, was bis zum Ende der osmanischen Herrschaft f\u00fcr Europ\u00e4er, von den Engl\u00e4ndern einmal abgesehen, nur unter gro\u00dfen Schwierigkeiten m\u00f6glich war.<\/p>\n<p>Sp\u00e4tere Arch\u00e4ologen wie Edward Dodwell erinnerten immer wieder an Winckelmanns kurz vor seinem Tod formulierte Absicht, Ausgrabungen in Olympia durchzuf\u00fchren. \u00dcber Vermittlung Klenzes wurde auch an Ludwig die Idee des Altertumsforschers Friedrich Sickler, in Olympia auszugraben, herangetragen. Die Umsetzung scheiterte schon daran, dass keine Einigkeit \u00fcber den sp\u00e4teren Verbleib der Funde erzielt werden konnte.<\/p>\n<p>Die Hinwendung zu Griechenland wirkte sich bei Ludwig in vielf\u00e4ltiger Weise aus. Als er am 13. Oktober 1825 den Thron bestieg, betraf eine der ersten Verordnungen des jungen Monarchen die \u00c4nderung der Schreibweise von <em>\u201eBaiern\u201c<\/em> mit \u201ei\u201c zu <em>\u201eBayern\u201c<\/em> mit dem griechischen \u201ey\u201c. Die Orientierung am Vorbild des antiken Hellas\u2018 geht ohne Zweifel auf Ludwigs Winckelmann-Verehrung zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Und so unterst\u00fctzte er auch schon fr\u00fch mit anderen Philhellenen den Kampf der Griechen gegen die osmanische Fremdherrschaft. Allerdings blieb das zun\u00e4chst folgenlos, da sein Vater \u2013 wie die anderen europ\u00e4ischen M\u00e4chte \u2013 kein Interesse an einem gewaltsamen politischen Wandel hatte.<\/p>\n<p>Winckelmann wurde auch wegen der politischen Dimension seines Werkes in ganz Europa rezipiert. Im revolution\u00e4ren Frankreich beriefen sich viele auf ihn. In der <em>Geschichte der Kunst des Alterthums<\/em> hatte Winckelmann behauptet, dass mit der Einf\u00fchrung eines demokratischen Regiments in Athen sich dort die K\u00fcnste niedergelassen und ihren vornehmsten Sitz genommen h\u00e4tten. Mit Hinweis auf den von Winckelmann postulierten Zusammenhang von Kunst und politischer Freiheit meinten sie, in Paris das neue Athen zu erkennen.<\/p>\n<p>Eine Generation sp\u00e4ter beriefen sich dann die Vertreter des Philhellenismus u.a. auf Winckelmann und seine Schriften. Auch wenn der Autokrat Ludwig selbstverst\u00e4ndlich keine demokratischen Neigungen versp\u00fcrte, war der bayerische Kronprinz f\u00fcr die Ideale des Philhellenismus und f\u00fcr die Idee eines unabh\u00e4ngigen Griechenland schnell entflammt.<\/p>\n<p>Das Engagement Ludwigs f\u00fcr die Freiheit von Hellas war schlie\u00dflich auch ein wichtiger Grund, seinen zweitgeborenen Sohn Otto 1832 zum K\u00f6nig von Griechenland zu machen. Sichtbarster Ausdruck von Ludwigs Liebe zu Griechenland sind bis heute die Propyl\u00e4en am M\u00fcnchner K\u00f6nigsplatz, das weltweit gr\u00f6\u00dfte Denkmal f\u00fcr die Befreiung Griechenlands.<\/p>\n<p>Eine Weile verfolgte man auch Pl\u00e4ne, auf der Athener Akropolis, wo nach Winckelmann Freiheit und Kunstbl\u00fcte zusammenkamen, die neue Residenz nach einem Plan von Schinkel zu errichten. Im Sinne Winckelmanns sollte dort in Nachahmung der Alten etwas Neues entstehen. Doch Ludwig I. und Klenze verwarfen den Plan, so dass der K\u00f6nigspalast sp\u00e4ter nach Pl\u00e4nen G\u00e4rtners am Musenplatz \u2013 heute Syntagma-Platz \u2013 entstand.<\/p>\n<p>Es ist bezeichnend f\u00fcr Ludwig, dass er im Augenblick der unter bayerischer Mithilfe errungenen franz\u00f6sischen Siege bei Jena und Auerstedt sowie bei Friedland und der Dem\u00fctigung Preu\u00dfens im Frieden von Tilsit 1807 im von Napoleon besetzten Berlin den Plan zu einem nationalen Denkmal fasste, der sp\u00e4teren Walhalla. Noch im selben Jahr gab er die ersten B\u00fcsten von Kopernikus, Friedrich dem Gro\u00dfen und Wieland in Auftrag.<\/p>\n<p>1830-42 entstand die Walhalla als grenz\u00fcbergreifendes Denkmal der deutschen Kulturnation. Der Architektenwettbewerb verlangte ausdr\u00fccklich einen dorischen Tempel nach dem Vorbild des Parthenon. Der gewaltige Unterbau ist un-griechisch. Der Tempelschmuck gilt germanischen Themen.<\/p>\n<p>Winckelmanns Schriften k\u00f6nnen wir entnehmen, dass er verschiedene Vaterl\u00e4nder hatte: Preu\u00dfen, wo er geboren und aufgewachsen war, Sachsen, das ihm den ersten Kontakt mit antiker Kunst erm\u00f6glicht hatte, und Rom, das f\u00fcr ihn \u2013 wie f\u00fcr viele andere in Deutschland, nicht zuletzt f\u00fcr Ludwig \u2013 ein Sehnsuchtsort war. Aber auch dort f\u00fchlte er sich noch 1764 als Deutscher. K\u00f6nig Ludwig I. hat ihn, den Sohn eines preu\u00dfischen Flickschusters, durch die Aufnahme in die Walhalla zu einem Heros der deutschen Nation erhoben.<\/p>\n<p>Schon 1808 hat der Kronprinz zu diesem Zweck eine Marmorb\u00fcste Winckelmanns in Auftrag gegeben. Der von Antonio Canova empfohlene S\u00fcdtiroler Bildhauer Salvator de Carlis hat sie noch im selben Jahr in Rom angefertigt. Dass Winckelmann zu den fr\u00fchsten Auftr\u00e4gen geh\u00f6rte, verr\u00e4t die hohe Wertsch\u00e4tzung, die der bayerische Kronprinz ihm entgegenbrachte.<\/p>\n<p>Die Winckelmann-B\u00fcste von de Carlis folgt den vertraglich festgelegten Vorgaben f\u00fcr die Walhalla, \u201ein einem edlen einfache Styl bearbeitet nach der Art der griechischen B\u00fcsten\u201c: also eine Herme aus Carrara-Marmor, frontale Blickrichtung und Verzicht auf ein Kost\u00fcm. Winckelmann erscheint als reifer Mann und ohne erkennbare Gem\u00fcts\u00e4u\u00dferung, was der vom Auftraggeber geforderten \u201estillen ruhigen Seelengr\u00f6\u00dfe\u201c entspricht.<\/p>\n<p>Kurz nach seiner Fertigstellung bezeichnete der Maler und Kunstagent Dillis de Carlis\u2018 Arbeit noch als \u201edie allervollendetste\u201c unter den bis dahin fertiggestellten Walhalla-B\u00fcsten. In Rom erhielt das Winckelmannbildnis zun\u00e4chst breite Anerkennung und wurde dort 1810 in einer Ausstellung pr\u00e4sentiert, in deren Aufnahmekommission u.a. Canova, Rauch und Thorvaldsen sa\u00dfen. Doch bald wendete sich das Blatt f\u00fcr den S\u00fcdtiroler de Carlis und seine Arbeit wurde sp\u00e4ter fast durchg\u00e4ngig negativ beurteilt. Dabei mag eine Rolle gespielt haben, dass im Zeitalter der Befreiungskriege die italienische Herkunft des K\u00fcnstlers kritisch gesehen wurde.<\/p>\n<p>Form und Gr\u00f6\u00dfe der f\u00fcr die Walhalla vorgesehenen B\u00fcsten \u00e4nderten sich im Lauf der Zeit. Ausschlaggebend f\u00fcr Ludwigs Entscheidung, de Carlis\u1fbd Winckelmann-Bildnis in der Walhalla durch eine B\u00fcste von Ridolfo Schadow zu ersetzen, war aber wie so oft das Urteil Martin Wagners, der neben k\u00fcnstlerischen Kritikpunkten vor allem die Ma\u00dfe der B\u00fcste bem\u00e4ngelte, die nicht den inzwischen ge\u00e4nderten Abmessungen der sp\u00e4ter entstandenen B\u00fcsten entsprachen. Ohne die B\u00fcste von de Carlis je gesehen zu haben befand Ludwig deshalb in einem Brief vom 20. Juni 1812 an Wagner: \u201eWinckelmanns B\u00fcste zu klein ausgefallen u[nd] nicht w\u00fcrdig so der Arbeit nach in der Sammlung zu stehen, doch kann anders gebraucht werden, darum schicken sie solche mit, ich will es.\u201c So steht heute eine 1814 von Ridolfo Schadow, dem in Italien t\u00e4tigen Berliner Klassizisten, geschaffene B\u00fcste in der Walhalla.<\/p>\n<p>Fasst man die Haltung von Ludwig und seinen wichtigsten Beratern, Wagner und Klenze, zusammen, so sch\u00e4tzten alle drei die Arbeiten Winckelmanns. Doch insbesondere Wagner verschaffte sich bei seiner ruhelosen T\u00e4tigkeit in Rom rasch ein eigenst\u00e4ndiges Bild. Und auch Ludwig war kein Klassizist reinsten Wassers. Es kommt hinzu, dass er zeitlebens ein instinktgetriebener Willensmensch blieb, der sich von reiner Wissenschaft nicht beeindrucken oder gar leiten lie\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kein Arch\u00e4ologe hat jemals eine so breite Wertsch\u00e4tzung erfahren wie Johann Joachim Winckelmann, der Sohn eines Flickschusters aus Stendal. Das kommt schon in Goethes Schrift Winckelmann und sein Jahrhundert von 1805 zum Ausdruck, wonach in Winckelmann ein neues Kunstideal und die Wissenschaftsauffassung eines ganzen Saeculums kulminierten. 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