{"id":108602,"date":"2025-07-31T14:15:28","date_gmt":"2025-07-31T12:15:28","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108602"},"modified":"2025-07-31T14:15:28","modified_gmt":"2025-07-31T12:15:28","slug":"edle-einfalt-bei-winckelmann-jean-paul-wackenroder-und-siewerth","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/edle-einfalt-bei-winckelmann-jean-paul-wackenroder-und-siewerth\/","title":{"rendered":"\u201eEdle Einfalt\u201c bei Winckelmann, Jean Paul, Wackenroder und Siewerth"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Ist Winckelmanns Kunstideal ein klassisches?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Johann Joachim Winckelmanns hat sein Kunstideal bekanntlich in der klassischen Epoche Griechenlands als verwirklicht angesehen. Sollte da nicht angenommen werden, es sei auch seine bekannte Formulierung dieses Ideals \u2013 das vielzitierte Wort von der \u201eedlen Einfalt und stillen Gr\u00f6\u00dfe\u201c wahrer Kunst \u2013 ganz im Geist des alten Hellas gesprochen? Ein aufmerksameres Betrachten des entsprechenden Sachverhalts scheint allerdings einen anderen Schluss nahezulegen: Insbesondere das Lob der \u201eedlen Einfalt\u201c trifft \u00fcberhaupt kein \u201eantik-heidnisches\u201c Ideal \u2013 wohl aber ein spezifisch christliches. Das Thema \u201eEinfalt\u201c ist bereits in den Evangelien grundgelegt und findet u. a. bei den Waldensern, Mendikanten, Mystikern, Reformatoren und Pietisten seine je spezifische Variation, Verdichtung und Verst\u00e4rkung. Der Geist des Pietismus d\u00fcrfte Winckelmann seine Bewunderung der \u201eEinfalt\u201c und der \u201eStille\u201c urspr\u00fcnglich nahe gelegt haben.<\/p>\n<p>Besagtes Ideal konnte deswegen auch nach der Bl\u00fctezeit des von Winckelmann inspirierten und initiierten Klassizismus unver\u00e4ndert \u2013 und diesmal offen \u2013 unter christlichen Vorzeichen fortgeschrieben werden \u2013 mit besonderem Nachdruck sogar von so dezidierten Antiklassizisten wie Jean Paul und Wilhelm Wackenroder, aber sogar noch weit dar\u00fcber hinaus, beispielsweise in der christlichen Philosophie des 20. Jahrhunderts \u2013 hier etwa bei Gustav Siewerth. Diese Namen stehen s\u00e4mtlich nur beispielhaft f\u00fcr geistesgeschichtliche Bewegungen. Beim \u00dcbergang der Kulturgeschichte vom Klassizismus zur Romantik ist das aus dem Winckelmannschen Klassizismus bekannte Ideal der Einfalt problemlos weiter tradiert, ja sogar nochmals nachdr\u00fccklich betont worden. Auch in der Adenauer-Zeit begegnen wir ihm wieder.<\/p>\n<p>Erstmalig ausdr\u00fccklich formuliert findet sich das ber\u00fchmte Wort Winckelmanns in den <em>Gedanken \u00fcber die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst<\/em> von 1755. Die entscheidenden Aussagen lauten:\u00a0 \u201eDas allgemeine vorz\u00fcgliche Kennzeichen der griechischen Meisterst\u00fccke ist endlich eine edle Einfalt und eine stille Gr\u00f6\u00dfe, sowohl in der Stellung als auch im Ausdrucke. So wie die Tiefe des Meeres allezeit ruhig bleibt, die Oberfl\u00e4che mag noch so w\u00fcthen, ebenso zeiget der Ausdruck in den Figuren der Griechen bei allen Leidenschaften eine gro\u00dfe und gesetzte Seele. Diese Seele schildert sich in dem Gesichte des Laocoons, und nicht in dem Gesichte allein, bei dem heftigsten Leiden.\u201c<\/p>\n<p>In der Literatur \u00fcber Winckelmann ist dessen Antagonismus zum Christentum, sein dezidiertes Griechen- und Heidentum von Beginn an betont worden, so beispielgebend\u00a0 durch Goethe in seinem Aufsatz <em>Winckelmann und sein Jahrhundert<\/em> von 1805.<\/p>\n<p>\u201eJene Schilderung des [Winckelmann\u2018schen] altert\u00fcmlichen, auf diese Welt und ihre G\u00fcter angewiesenen Sinnes f\u00fchrt uns unmittelbar zur Betrachtung, dass dergleichen Vorz\u00fcge nur mit einem heidnischen Sinne vereinbar seien. [\u2026] Dieser heidnische Sinn leuchtet aus Winckelmanns Handlungen und Schriften hervor und spricht sich besonders in seinen fr\u00fchern Briefen aus, wo er sich noch im Konflikt mit neuern [gemeint: christlichen] Religionsgesinnungen abarbeitet.\u201c<\/p>\n<p>Bei Winckelmanns \u201eEntfernung von aller christlichen Sinnesart\u201c sollte es eigentlich \u00fcberraschen, dass sein Ideal der \u201eedlen Einfalt\u201c \u2013 so laute zumindest die These dieses Vortrags \u2013 ein spezifisch christliches ist. Dieser Punkt verlangt als erstes nach einer kurzen historischen Erl\u00e4uterung.<\/p>\n<p>In der Geschichte des Christentums ist es im 12. und 13. Jahrhundert zu einem erstarkenden Selbstbewusstsein der Laien gegen\u00fcber einem oft wenig vorbildlich agierenden, verweltlichten und hie und da auch degenerierten Klerus gekommen. Der Siegeszug der komplexen und bald als spitzfindig verd\u00e4chtigten scholastischen Theologie trug zus\u00e4tzlich zu einer Entfremdung breiter Volksschichten von der &#8211; freilich erst viel sp\u00e4ter so genannten &#8211; \u201eAmtskirche\u201c bei. Aus dieser Gemengelage erwuchsen verschiedene Reform- und Laienbewegungen, die sich im Einklang mit der urspr\u00fcnglichen Botschaft Jesu Christi w\u00e4hnten, die vorgeblich von gro\u00dfer Einfachheit und Klarheit gepr\u00e4gt gewesen sei. Genannt seien die Waldenser und Katherer, kurz darauf die Mendikanten, also v. a. Franziskaner und Dominikaner, und noch etwas sp\u00e4ter die Bewegung der <em>devotio moderna<\/em>.<\/p>\n<p>Das Motiv der Einfachheit wird dann auch von Luther und den Reformatoren aufgegriffen, mit den Stichworten <em>sola gratia, sola scripura, sola fide, solus Christus<\/em>. Es erf\u00e4hrt dann bei den Pietisten weiteren Nachdruck durch die Betonung des Werts ebenso einfacher wie starker religi\u00f6ser Gef\u00fchle bei gleichzeitiger Abneigung gegen\u00fcber allem \u201eRationalistischen\u201c und \u201eDogmatischen\u201c. Die Herrenhuter Br\u00fcdergemeinde unter Graf Zinzendorf spitzte die These von der Einfachheit des gef\u00fchlvollen Glaubens schlie\u00dflich auf dessen Kindlichkeit des Glaubens zu. Die damit einher gehende Tendenz zum theologisch-and\u00e4chtigen, bei Zinzendorf selbst auch zum poetischen <em>Infantilismus<\/em> hat Joseph von Eichendorff in seiner \u201eGeschichte der poetischen Literatur Deutschlands\u201c (1857) einer bei\u00dfenden Kritik unterzogen: \u201eDas Gef\u00fchl an sich ist [\u2026] nichts, sondern erh\u00e4lt \u00fcberall seine Bedeutung und Wundermacht nur durch seinen Gegenstand [\u2026] Daher das widerlich Schlaffe und Weichliche in dieser pietistischen Poesie, das best\u00e4ndige Umschlagen des gesund Kindlichen in das krankhaft Kindische [\u2026] jene sich selbst nicht trauende forcierte Fr\u00f6mmigkeit, die endlich in den Sonntagsseufzerlein und Wiegens\u00e4nglein der Herrnhuter, in der v\u00f6llig l\u00fcgenhaften Spielerei mit dem Heiligsten aufgeht. Ja, es ist unglaublich und doch wahr, dass Graf Zinzendorff selbst, der von Gott gew\u00f6hnlich als von dem \u201ePap\u00e4chen und s\u00fc\u00dfen Mam\u00e4chen\u201c redete, Verse wie:<\/p>\n<p>Ich liebe mein Pap\u00e4chen,<\/p>\n<p>Ich liebe mein Mam\u00e4chen,<\/p>\n<p>Und Bruder L\u00e4mmelein;<\/p>\n<p>Ich lieb\u2018 die lieben Engel,<\/p>\n<p>Ich lieb\u2018 den obern Sprengel,<\/p>\n<p>Das Kirchlein und mein Herzelein<\/p>\n<p>als Poesie und Andacht ausgeben durfte.\u201c<\/p>\n<p>Winckelmann wurde in der seinerzeit vom Halleschen Pietismus gepr\u00e4gten Stadt Stendal geboren und ist dort auch aufgewachsen. Bei allen, teils gravierenden Unterschieden zwischen den verschiedenen, allesamt aber auf Einfachheit und Gef\u00fchl dr\u00e4ngenden historischen Erscheinungen stimmen die oben genannten spirituellen Str\u00f6mungen doch in gewissen Grundz\u00fcgen \u00fcberein. Es handelt sich immer um das Ideal eines betont einfachen (Glaubens-)Lebens, der damit verbundenen Schlichtheit bis hin zur Askese, der Verweigerung gegen\u00fcber allem von ihnen sogenannten Weltlichen in Einheit mit Kritik vor allem an geistlicher Prachtentfaltung; damit verbunden ist ein zumindest latenter Antiklerikalismus, die Betonung von Anspruchslosigkeit, Demut und der Bedeutung des Schuld- oder S\u00fcndenbewusstseins.<\/p>\n<p>Bei Franz von Assisi tritt diesem \u201eSimplizit\u00e4tsideal\u201c das der \u201eEinfalt\u201c an die Seite \u2013 vergleichbares geschieht etwas sp\u00e4ter auch im Dominikanerorden, wenn Meister Eckhart in\u00a0 seinen <em>Deutschen Predigten<\/em> die Einfalt des Herzens zu den Qualit\u00e4ten des besonderen Seelenadels z\u00e4hlt. All dem liegen die Herrenworte Jesu Christi zugrunde, die als Lob der Kinder bzw. Kindlichkeit bezeichnet werden k\u00f6nnen. Aus der klassischen griechischen Literatur ist mir dagegen kein einziges Lob der Kindheit bekannt.<\/p>\n<p>\u00dcber die Vorgeschichte von Winckelmanns Formelpr\u00e4gung von der \u201eedlen Einfalt und stillen Gr\u00f6\u00dfe\u201c als Charakteristikum der Laokoon-Gruppe und dar\u00fcber hinaus auch als ein solches hoher (griechischer) Kunst im Allgemeinen sowie, nicht zu vergessen, als Stich- und Leitwort f\u00fcr die K\u00fcnstler seiner Zeit \u2013 Winckelmann mahnte diese ja eindringlich zur Nachahmung der klassischen griechischen Werke (\u201eDer eintzige Weg f\u00fcr uns, gros, ja, wenn es m\u00f6glich ist, unnachahmlich zu werden, ist die Nachahmung der Alten\u201c) \u2013 ist von Gohlke im Anschluss an Pfotenhauer, dies in Erfahrung zu bringen: \u201eNoch bevor er [Winckelmann] im Herbst 1755 mit einem Stipendium des s\u00e4chsischen K\u00f6nigs nach Rom aufbrach, entstanden in einer relativ kurzen Zeit die \u201aGedanken \u00fcber die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst\u2018, deren Kerngedanken in Jonathan Richardsons \u201aEssai sur la theorie de la peinture\u2018(1715) bereits vorgeformt waren. Der K\u00fcnstler soll sich, so Richardson, \u00fcber die Natur erheben, um der \u201eid\u00e9e\u201c gerecht zu werden. \u201aErhebung, Gr\u00f6\u00dfe und auch Grazie aber erlernt man aus den antiken Statuen, dem <em>Apollo<\/em>, dem <em>Laokoon\u2018<\/em>. Tats\u00e4chlich findet sich bei Richardson nicht nur das ganze Begriffsfeld des Erhabenen, sondern bereits auch die ber\u00fchmte und wirkungsm\u00e4chtige Formel der \u201aedlen Einfalt\u2018 und \u201astillen Gr\u00f6\u00dfe\u2018 [\u201enoble simplicit\u00e9\u201c und \u201ev\u00e9ritable grandeur\u201c]. Darum ist es vielleicht nicht allzu \u00fcberraschend, dass Winckelmann f\u00fcr die Abfassung seiner Schrift nur acht Wochen brauchte.\u201c<\/p>\n<p>Bei Richardson kann man f\u00fcndig werden \u2013 ja aber nicht nur! Im literarischen Zeitalter der Empfindsamkeit als dem eines gewissen s\u00e4kularisierten Pietismus liegt das Lob der Einfachheit und Einfalt allenthalben wie zum Greifen nahe. Das gilt auch f\u00fcr Winckelmanns \u201eRezept\u201c f\u00fcr die Qualit\u00e4tssteigerung der ihm zeitgen\u00f6ssischen bildenden Kunst. Auch dieses ist ja einfach genug: F\u00fcr den <em>neuen<\/em> K\u00fcnstler besteht der Weg, gut zu werden, in der Nachahmung der <em>alten<\/em> K\u00fcnstler.<\/p>\n<p>Die entscheidenden Merkmale klassisch griechischer Kunstwerke erl\u00e4utert Winckelmann paradigmatisch an dieser Skulptur, die sich heute in den Vatikanischen Museen im dortigen Statuenhof befindet. Die Laokoongruppe der Bildhauer Hagesandros, Polydoros und Athanadoros aus Rhodos ist nur in der Marmorkopie, vermutlich aus der zweiten H\u00e4lfte des 1. Jahrhunderts v. Chr., erhalten. Das Original ist nicht \u00fcberliefert, bestand aber vermutlich in einer um 200 v. Chr. entstandenen monumentalen Bronzearbeit. Manches daran fasziniert bis heute, am meisten wohl die Art, wie sich der Schmerz in Laokoons Leib und Antlitz \u00e4u\u00dfert. Dieser Schmerz wird nach Winckelmanns Begegnung mit dem Original in der <em>Geschichte der Kunst des Altertums<\/em> pr\u00e4ziser dargestellt als zuvor in den <em>Gedanken<\/em>, aber auch in der neueren Deutung findet sich dem k\u00f6rperlichen Leiden des trojanischen Priesters an dem Biss und dem W\u00fcrgen der Meerschlangen die eingesetzte Seelenst\u00e4rke des edel Gefassten gegen\u00fcber gestellt. Von hier aus interpretiert Winckelmann die ganze Skulptur: Der Mensch m\u00f6ge durchaus starke Gef\u00fchle haben, aber er ist und bleibt zuerst \u201eanimal rationale\u201c und die edle Einfalt des wahren Menschen offenbart sich im klaren Sieg der Vernunft, in der aufrecht erhaltenen Selbstbeherrschung, der <em>contenance<\/em> und Treue zum eigenen, einfachen, gefasst und gesetzt bleibenden Wesen. Einfalt bedeutet damit auch Treue gegen\u00fcber sich selbst, dem ungeteilten Ich. Verwandtes wird sich auch in Jean Pauls <em>Schulmeisterlein Wutz<\/em> finden lassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Edle Einfalt bei Jean Paul<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits 1925 schrieb der bedeutende bayerische Literaturkritiker Josef Hofmiller hellsichtig \u00fcber Jean Paul: \u201eJean Paul aber ist \u2013 schon die gescheite Stael hat es gesp\u00fcrt \u2013 kompromisslos deutsch, kein Hauch von Klassizismus hat ihn angeweht, widerborstig gegen jedes s\u00fcdliche Sch\u00f6nheitsideal geht er durch Leben und Dichtung unbeirrt, sicher wie ein Nachtwandler, eine Schenke vorm Tor ist sein egerischer Hain und kastilischer Quell, Hof im Vogtland und Bayreuth sind seine archimedischen Punkte, von denen aus er die Welt aus den Angeln hebt, zwischen zwei Gl\u00e4sern braunen Biers.\u201c<\/p>\n<p>Hofmiller schl\u00e4gt auch bereits eine Br\u00fccke, die f\u00fcr unsere Argumentation von einiger Bedeutung ist, n\u00e4mlich die von Jean Paul zur\u00fcck zu Grimmelshausens <em>Simplizius Simplizissimus<\/em>. Dieser kindlich-naive aber edel empfindende \u201eNarr in Christo\u201c namens Simplex steht in einer ganzen Reihe spezifisch christlicher Romanhelden, die vom Parzifal \u00fcber Don Quijote hin\u00fcber zum F\u00fcrsten Myschkin in Dostojewskis <em>Der Idiot<\/em> reicht. Jean Paulsche Helden wie Schmelzle, Fibel und Wutz k\u00f6nnen dieser Linie einf\u00e4ltiger christlicher Dulder und Streiter ohne gro\u00dfe Bedenken hinzu gez\u00e4hlt werden \u2013 letztgenannter mit besonderer Berechtigung.<\/p>\n<p>Werfen wir deshalb einen Blick in die entsprechende Erz\u00e4hlung <em>Leben des vergn\u00fcgten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal<\/em> aus dem Jahre 1797. Sie beginnt mit den folgenden anr\u00fchrenden S\u00e4tzen: \u201eWie war dein Leben und Sterben so sanft und meerstill, du vergn\u00fcgtes Schulmeisterlein Wutz! Der stille, laue Himmel eines Nachsommers ging nicht mit Gew\u00f6lk, sondern mit Duft um dein Leben herum: Deine Epochen waren die Schwankungen, und dein Sterben war das Umlegen einer Lilie, deren Bl\u00e4tter auf stehenden Blumen flattern \u2013 und schon au\u00dfer dem Grabe schliefest du sanft!\u201c<\/p>\n<p>Wer nur auf die dominierenden Adjektive achten wollte, sanft, meerstill, still und lau, wird sich schon hier, gewisserma\u00dfen im Introitus, an die \u201estille Gr\u00f6\u00dfe\u201c Winckelmanns erinnert f\u00fchlen. Dessen Epoche war zwar bereits in ihrer Neige begriffen, aber sein Ideal konnte, selbst bei seinen erkl\u00e4rten Antipoden, fortbestehen \u2013 m. E. deswegen, weil es eben gar kein klassisches, sondern ein prim\u00e4r <em>christliches<\/em> Ideal gewesen ist, das von Jean Paul \u2013 gerade so wie von den etwas j\u00fcngeren Romantikern \u2013, ohne dass es nun als obsolet gewordener Fremdk\u00f6rper empfunden werden musste, nicht nur \u00fcbernommen, sondern sogar noch vertieft und radikalisiert werden konnte.<\/p>\n<p>Das vergn\u00fcgte Schulmeisterlein will seine Kindheit nicht abstreifen. Jean Paul erl\u00e4utert den Charakter seines Helden wiederholt damit, indem er \u00fcber Wutz\u2018 Kindertage Auskunft gibt: \u201eSchon in der Kindheit war er ein wenig kindisch. Denn es gibt zweierlei Kinderspiele, kindische und ernsthafte \u2013 die ernsthaften sind Nachahmungen der Erwachsenen, das Kaufmann-, Soldaten- , Handwerker-Spielen \u2013 die kindischen sind Nach\u00e4ffungen der Tiere. Wutz war beim Spielen nie etwas anderes als ein Hase, eine Turteltaube oder das Junge derselben, ein B\u00e4r, ein Pferd oder gar der Wagen daran.\u201c<\/p>\n<p>Wutz will sich stets selbst treu bleiben. Gegen Ende seines Daseins beschw\u00f6rt Wutz wiederholt die Welt seiner Kindheit herauf, indem er alte Erinnerungsgegenst\u00e4nde wie sein erstes Schreibbuch, seine gr\u00fcne Kinderhaube, eine Kinderpeitsche und einen Finkenkloben zum Vogelstellen genie\u00dferisch vor sich ausbreitet. Er hatte diese und weitere Kindheitsreliquien, chronologisch geordnet, seit langem vorsorglich unter der Treppe archiviert.<\/p>\n<p>Wie sich Wutz beim Anblick dieser Gegenst\u00e4nde in seinen Tr\u00e4umen verliert, so auch nochmals in der Stunde des Sterbens. Der Berichterstatter erz\u00e4hlt: \u201eDer Sterbende \u2013 er wird kaum diesen Namen mehr lange haben \u2013 schlug zwei lodernde Augen auf und sah mich lange an, um mich zu kennen. Ihm hatte getr\u00e4umt, er schwanke als ein Kind sich auf einem Lilienbeete, das unter ihm aufgewallet \u2013 dieses w\u00e4re zu einer emporgehobenen Rosenwolke zusammengeflossen\u2026\u201c<\/p>\n<p>Nach dem sanften und \u201emeerstillen\u201c Sterben unseres einf\u00e4ltig-kindlichen Idyllikers verl\u00e4sst der Berichterstatter das Trauerhaus um anzumerken: \u201eAls ich um elf Uhr fortging, war mir die Erde gleichsam heilig, und Tote schienen mir neben mir zu gehen; ich sah zum Himmel, als k\u00f6nnt\u2018 ich im endlosen \u00c4ther nur in einer Richtung den Gestorbenen suchen\u201c \u2013 man f\u00fcge in Gedanken hinzu: bei den Erl\u00f6sten (Heiligen).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Edle Einfalt bei Wackenroder<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bereits in der Widmung zu Heinrich Wackenroders fr\u00fchklassischem Werk <em>Herzensergie\u00dfungen eines kunstliebenden Klosterbruders<\/em> aus dem Jahre 1797 (alle folgenden Zitate sind diesem Buch entnommen) ist von dem \u201estillen und unaufgebl\u00e4hten (dem\u00fctigen) Herzen\u201c die Rede: \u201eDiese Bl\u00e4tter, die ich anfangs gar nicht f\u00fcr den Druck bestimmt, widme ich \u00fcberhaupt nur jungen angehenden K\u00fcnstlern, oder Knaben, die sich der Kunst zu widmen gedenken, und noch die heilige Ehrfurcht vor der verflossenen Zeit in einem stillen, unaufgebl\u00e4hten Herzen tragen.\u201c<\/p>\n<p>Die verflossene Zeit, der ausgezeichnete Ehrfurcht geb\u00fchre, ist nicht l\u00e4nger die klassische Antike: \u201eWarum verdammt ihr den Indianer nicht, dass er indianisch, und nicht unsre Sprache redet? Und doch wollt ihr das Mittelalter verdammen, dass es nicht solche Tempel baute wie Griechenland?\u201c Gem\u00e4\u00df Wackenroders \u00dcberzeugung geb\u00fchrt der mittelalterlichen Kunst zumindest dieselbe Verehrung wie die antike. Damit stellt er sich gegen Winckelmann. Aber in seiner Bewunderung der Renaissancemalerei ist er ihm wieder ganz nah. D\u00fcrer und Raffael wird vom <em>Klosterbruder<\/em> bzw. seinem Autor eine ganz besonders innige Verehrung zuteil. Zwar w\u00fcrden beide Meister oft als Gegens\u00e4tze, da Hauptvertreter des \u201efr\u00e4nkischen\u201c respektive \u201ewelschen\u201c Stils, aufgefasst \u2013 \u201edennoch aber fiel es mir, als ich in meinen j\u00fcngern Jahren die ersten Gem\u00e4lde vom Raffael sowohl als von dir, mein geliebter D\u00fcrer, in einer herrlichen Bildergalerie sah, wunderbar in den Sinn, wie unter allen andern Malern, die ich kannte, diese beiden eine ganz besonders nahe Verwandtschaft zu meinem Herzen h\u00e4tten. Bei beiden gefiel es mir so sehr, dass sie so einfach und grade, ohne die zierlichen Umschweife anderer Maler, uns die Menschheit in voller Seele so klar und deutlich vor Augen stellen. Allein ich getraute mich damals nicht, meine Meinung jemandem zu entdecken, weil ich glaubte, da\u00df jeder mich verlachen w\u00fcrde, und wohl wusste, da\u00df die mehresten in dem alten deutschen Maler nichts als etwas sehr Steifes und Trockenes erkennen.\u201c<\/p>\n<p>Die Klagen \u00fcber D\u00fcrers fr\u00e4nkisch-steifen Stil w\u00fcrden eine recht oberfl\u00e4chliche Sichtweise\u00a0 zum Ausdruck bringen, die in die Tiefe der Darstellungen dieses K\u00fcnstlers nicht einzudringen verm\u00f6ge.<\/p>\n<p>\u201eAuch wird dir das, mein geliebter Albrecht D\u00fcrer, als ein grober Versto\u00df angerechnet, dass du deine Menschenfiguren nur so bequem nebeneinander hinstellst, ohne sie k\u00fcnstlich durcheinander zu verschr\u00e4nken, da\u00df sie ein methodisches Gruppo bilden. Ich liebe dich in dieser deiner unbefangenen Einfalt und hefte mein Auge unwillk\u00fcrlich zuerst auf die Seele und tiefe Bedeutung deiner Menschen, ohne dass mir dergleichen Tadelsucht nur in den Sinn kommt. Viele Personen aber scheinen von derselben, wie von einem b\u00f6sen, qu\u00e4lenden Geiste, so geplagt, dass sie dadurch zu verachten und zu verh\u00f6hnen angereizt werden, ehe sie ruhig betrachten k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Gerade die vergleichsweise Kunstlosigkeit der Formgebung er\u00f6ffnet somit einen Raum, darin sich die Wesenheiten der Dargestellten am besten entfalten k\u00f6nnen. Der Einfalt eignet eben der Blick auf das Wesentliche \u2013 und auch hier wieder wird dieser Einfalt das Kindliche erg\u00e4nzend zur Seite gestellt: \u201eDa seh ich in Gedanken den k\u00fcnstlichen [kunstreichen] Meister Albrecht [D\u00fcrer] auf seinem Schemel sitzen und mit einer kindischen, fast r\u00fchrenden Emsigkeit an einem feinen St\u00fcckchen Holze schnitzeln, wie er die Erfindung und Ausf\u00fchrung wohl \u00fcberlegt, und das angefangene Kunstst\u00fcck zu wiederholten Malen betrachtet; ich sehe seine weite ausget\u00e4felte Stube und die runden Scheiben&#8230;\u201c<\/p>\n<p>Dieses Butzenscheiben-Idyll d\u00fcrfte nun stark an das Schulmeisterlein Wutz erinnern. Wackenroder denkt freilich nicht an diesen, sondern sogleich wieder an Raffael, den \u201esanften und heiteren\u201c: \u201eDas Sch\u00f6nste, was ich dir von ihm sagen kann [\u2026] ist, da\u00df er als Mensch ebenso edel und liebensw\u00fcrdig war wie als K\u00fcnstler. Er hatte nichts von dem finstern und stolzen Wesen anderer K\u00fcnstler, welche manchmal mit Flei\u00df allerhand Seltsamkeiten annehmen; sein ganzes Leben und Weben auf Erden war einfach, sanft und heiter, wie ein flie\u00dfender Bach.\u201c<\/p>\n<p>Der Stille, dem Edelmut und der Sanftheit wird sodann noch das <em>Liebevolle<\/em> bzw. die Liebe selbst hinzugef\u00fcgt. Denn gerade in dem Ma\u00dfe wie der K\u00fcnstler liebe, erklimme er immer h\u00f6here Grade seiner Kunst. Wackenroder l\u00e4sst einen frisch verliebten jungen Kopisten sagen:<\/p>\n<p>\u201eWie bet ich jetzt die Mutter Gottes und die erhabenen Apostel in jenen begeisterten Bildern an, die ich sonst nur mit kaltem Auge und halbge\u00fcbtem Pinsel Zug f\u00fcr Zug nachzeichnen wollte: \u2013 jetzt stehn mir die Tr\u00e4nen den Augen, meine Hand zittert, mein innerstes Herz ist bewegt, so dass ich (m\u00f6cht ich sagen) fast ohne Bewusstsein die Farben auf die Leinwand trage, und dennoch ger\u00e4t es mir so, dass ich hernach damit zufrieden bin\u201c \u2013 und zwar zufriedener als je zuvor in der Zeit der \u201eNichtverliebtheit\u201c\u2026<\/p>\n<p>Die Liebe macht sehend und sie erst formt den Maler zum wahren K\u00fcnstler. Die Einfalt schlie\u00dft mit der Liebe gerne einen Bund. Leider seien nach der goldenen Zeit der fr\u00fcheren Renaissancemalerei Einfalt, Unschuld, Religion und Liebe wieder weitgehend verloren gegangen. Damit sei die Malkunst seelenloser, indifferenter, unspezifischer und schw\u00e4cher geworden: \u201eDie deutsche Kunst war ein frommer J\u00fcngling in den Ringmauern einer kleinen Stadt unter Blutsfreunden h\u00e4uslich erzogen; nun sie \u00e4lter ist, ist sie zum allgemeinen Weltmanne geworden, der mit den kleinst\u00e4dtischen Sitten zugleich sein Gef\u00fchl und sein eigent\u00fcmliches Gepr\u00e4ge von der Seele weggewischt hat.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Edle Einfalt bei Siewerth<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gustav Siewerth (1903-1963) war ein deutscher Philosoph und P\u00e4dagoge, Gr\u00fcndungsrektor der Hochschule f\u00fcr P\u00e4dagogik in Freiburg i. Br. und prominentes Mitglied der Gruppe namhafter deutschsprachiger christlicher Denker der Nachkriegszeit wie Balthasar, Rahner, Ratzinger, Ulrich, Beck, Lotz, Przywara, Spaemann. Nach ihm ist auch die Gustav-Siewerth-Akademie im Schwarzwald benannt. Zu seinen Hauptwerken geh\u00f6rt das Buch <em>Metaphysik der Kindheit<\/em> von 1957, welchem die folgenden Thesen und Zitate entnommen sind.<\/p>\n<p>Siewerth kn\u00fcpft auch in diesem Werk bewusst an die Evangelien an. Bekannt ist die Perikope \u201eLasst die Kinder zu mir kommen\u201c (Mk 10,13-16), die in der gesamten antiken Literatur singul\u00e4r dastehen d\u00fcrfte. Man ist sich dessen gew\u00f6hnlich nicht bewusst, welche gewaltige Provokation dieser Text enth\u00e4lt. Immerzu ist es sonst ja um die Weisheit zu tun, und hier erfahren die weitgehend ignorierten, zusammen mit ihren M\u00fcttern an den gesellschaftlichen Rand geschobenen Kinder die beispiellose Aufwertung, als Vorbilder f\u00fcr die Erwachsenen hingestellt zu werden! Man m\u00fcsse werden wie ein Kind: ein wirklich \u201estarkes St\u00fcck\u201c, noch heute aber mehr noch f\u00fcr die Alte Welt.<\/p>\n<p>Die zitierte Markus-Stelle erf\u00e4hrt im Evangelium Erg\u00e4nzungen durch Mk 9,42: \u201eWer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, \u00c4rgernis gibt, f\u00fcr den w\u00e4re es besser, wenn er mit einem M\u00fchlstein um den Hals ins Meer geworfen w\u00fcrde.\u201c Aber v. a. durch Mt 18,4 und 10: \u201eWer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Gr\u00f6\u00dfte. Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt auch mich auf [..] H\u00fctet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.\u201c<\/p>\n<p>Vermutlich versp\u00fcrt auch der dem Christentum fern Stehende, dass eine Art Segen auf den Kindern liegt, wobei sich der Gedanke einstellt: W\u00e4re es nicht besser, sich zumindest ein wenig von der Kindlichkeit zu erhalten? Zum vollen Menschsein scheint ein \u201eMoment\u201c (Hegel) davon dazu zu geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Hier stellt sich aber sogleich die Frage ein, worin der Wert der Kindlichheit denn n\u00e4her hin bestehen k\u00f6nnte? Sind wir nicht allesamt recht hilflose und unfertige Wesen gewesen? Nun, von dem Wort \u201eKindheit\u201c geht dessen ungeachtet ein Zauber aus, der uns alle stets ein wenig tr\u00e4umen und l\u00e4cheln l\u00e4sst. In dieses \u201esentiment\u201c ist Melancholie gemischt. Das Kind, das wir einst gewesen sind, ist l\u00e4ngst einen langsamen und kaum merklichen, sanften Tod gestorben. W\u00e4re das Kind aber nur der unfertige Erwachsene, das kleine schwache hilflose Wesen, das immer nur vom Gutd\u00fcnken der Gro\u00dfen abh\u00e4ngig ist, so bliebe diese Trauer ganz unverst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Sie wird dann begreiflich, wenn wir mit Siewerth dem \u201esentiment\u201c nachdenken, um dabei zu erkennen: Wir sind damals nicht nur abh\u00e4ngig und geg\u00e4ngelt gewesen \u2013 wir waren irgendwie auch den Quellen des Lebens n\u00e4her, wir lebten urspr\u00fcnglicher, unmittelbarer, elementarer und intensiver. Wie im ersten Morgen der Sch\u00f6pfung, so lebten wir in gro\u00dfer Offenheit f\u00fcr das Wunder des Daseins, ganz aus dem Reichtum eines neu erbl\u00fchenden Lebens heraus, in stiller Freude an unseren verschiedenen und immer neu und gr\u00fcndlicher zu entdeckenden Begabungen, unschuldig und inmitten einer sich t\u00e4glich gr\u00fcndlicher erschlie\u00dfenden Welt. Und, was im Anschluss an Siewerth ebenfalls Erw\u00e4hnung verdient: Das Verfolgen von Zwecken erschien uns weit weniger bedeutsam als Begegnungen \u2013 solche mit Dingen, Tieren und Menschen.<\/p>\n<p>Zwar ist die Angst h\u00e4ufig dunkler Gast in unseren Seelen gewesen, aber die Liebe war dort auch einquartiert. Wir erfuhren die Liebe, vor allem die der Mutter, auch weit intensiver als sp\u00e4ter und gaben unsere Liebe auch selbst intensiver, oft auch wirkungsvoller kund. Siewerth bringt f\u00fcr diesen Sachverhalt ein nettes kleines Beispiel. In einer Situation augenblicklicher Verzweiflung ist eine Mutter ganz in Tr\u00e4nen aufgel\u00f6st: Die noch sehr kleine Tochter sieht sie so, kniet sich spontan zu ihr nieder und versichert ihr ernsthaft, hier bei ihr auch knien zu bleiben. Das Kind hat damit intuitiv das Bestm\u00f6gliche getan, um die unter Tr\u00e4nen zu l\u00e4cheln anfangende Mutter zu beruhigen und neu zu ermutigen.<\/p>\n<p>Das ganz im Mantel m\u00fctterlicher Liebe wachsende und gedeihende Kind sieht denn die Wirklichkeit auch prim\u00e4r mit den Augen der Liebe an. In diesem liebevollen Anschauen ist die \u201eVernunft\u201c des Kindes noch ganz das, worauf das Wort auch etymologisch verweist, ein \u201eVernehmen\u201c \u2013 und zwar ein solches im Modus anschauender Liebe:<\/p>\n<p>\u201eNichts wird so leicht verkannt und \u00fcbersehen wie die Demut und Innigkeit des Einf\u00e4ltigen. Ihm gegen\u00fcber versagen wir am meisten, die wir gelernt haben, dass das nicht gelte, was man nicht messen kann und sich unseren theoretischen Schemata nicht f\u00fcgt. Wenn wir es aber im Blick halten, \u00f6ffnet sich uns das so schrecklich verkannte geistige Leben des Kindes. [\u2026] Der aus dem liebenden Herzen gehende Blick [des von den Eltern geliebten Kindes] erf\u00e4hrt am Ma\u00dfgrund des eigenen Wesens die Wesenstiefe der Liebe selbst [\u2026] Er besitzt die Eindringlichkeit und Einl\u00e4ssigkeit des sanften Lebens, die intuitive Durch- und Zusammenschau des Einfachen, das noch durch keine \u201aHinsichten\u2018 beirrt und abgelenkt ist. [Dieses kindliche Erkennen] ist eine urteilslos unmittelbare Hinnahme und Einsenkung, lichtvoll, reich und erf\u00fcllt und ohne entgegengesetzte Reflexion. [\u2026] Diese Schaukraft des kindlich Einf\u00e4ltigen w\u00e4hrt lange, so dass jeder Erwachsene, dem die Kindheit nicht durch Fehlbildung aus dem Ged\u00e4chtnis schwand, in der pers\u00f6nlichen Erinnerung [\u2026] sich ihrer versichern kann.\u201c<\/p>\n<p>Auch aus diesem Zitat ist immer noch Winckelmanns Schw\u00e4rmen f\u00fcr \u201eedle Einfalt und stille Gr\u00f6\u00dfe\u201c herauszuh\u00f6ren. Es handelte sich dabei eben von Anfang nicht um ein Spezifikum des programmatischen Klassizisten, sondern um ein altes christliches Erbst\u00fcck, das die Epoche Winckelmanns mit einigen betont unklassischen wie dem Hochmittelalter, der Romantik und der \u00c4ra Adenauer auf bedenkenswerte Weise verbindet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ist Winckelmanns Kunstideal ein klassisches? &nbsp; Johann Joachim Winckelmanns hat sein Kunstideal bekanntlich in der klassischen Epoche Griechenlands als verwirklicht angesehen. 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