{"id":108606,"date":"2025-07-31T14:20:18","date_gmt":"2025-07-31T12:20:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=108606"},"modified":"2025-07-31T14:20:20","modified_gmt":"2025-07-31T12:20:20","slug":"ludovicianische-perspektiven-auf-winckelmann-medien-der-erinnerung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/ludovicianische-perspektiven-auf-winckelmann-medien-der-erinnerung\/","title":{"rendered":"Ludovicianische Perspektiven auf Winckelmann"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Denkm\u00e4ler sind in aller Regel gesellschaftliche und soziale Orte, sie ziehen Menschen an. Sie eignen sich denn auch besonders gut als Treffpunkte, denn sie stehen in der Regel im Weg, man muss ihnen \u2013 wie es Robert Musil so treffend formuliert hat \u2013 \u201et\u00e4glich ausweichen\u201c. Man \u201ew\u00fcrde augenblicklich verwirrt stehen bleiben, wenn sie eines Morgens fehlen sollten\u201c. Und doch: \u201eEs gibt nichts auf der Welt, was so unsichtbar w\u00e4re wie Denkm\u00e4ler\u201c. Im Brennpunkt und doch unsichtbar nehmen die Menschen sie zwar als soziale und gesellschaftliche Orte wahr und nutzen sie, aber sie erkennen in ihnen h\u00e4ufig eben nicht ihre eigentliche Funktion: Denkm\u00e4ler sind historische Erinnerungsst\u00fctzen, sie wollen Impulse f\u00fcr die Auseinandersetzung mit Geschichte, mit handelnden Personen und Ereignissen setzen.<\/p>\n<p>Dies gilt gerade auch f\u00fcr die Denkm\u00e4ler, die K\u00f6nig Ludwig I. von Bayern schaffen lie\u00df, f\u00fcr die gro\u00dfen Nationaldenkm\u00e4ler der Walhalla in Donaustauf, der Befreiungshalle in Kelheim und der Ruhmeshalle, dann auch f\u00fcr die Propyl\u00e4en, die Feldherrnhalle und das Siegestor in M\u00fcnchen. Aber Ludwig lie\u00df \u00fcberdies in ganz Bayern und dar\u00fcber hinaus viele Personendenkm\u00e4ler errichten. Sie sollten seine Sicht auf die Geschichte und die dargestellten Akteure vermitteln. Mehrfach gedachte Ludwig dabei auch Johann Joachim Winckelmann. Der Gelehrte fand Aufnahme sowohl in die Walhalla als auch in die Glyptothek und schlie\u00dflich widmete der bayerische Monarch ihm eine monumentale Hermenb\u00fcste in Rom. Ludwig zeichnete ihn literarisch in <em>Walhalla\u2019s Genossen<\/em> und in seinem dichterischen Werk aus. In dem monumentalen Freskenzyklus Wilhelm von Kaulbachs an der Neuen Pinakothek wurde er gleich zweimal in Szene gesetzt.<\/p>\n<p>Schon sehr fr\u00fch entschied Ludwig, dass Johann Joachim Winckelmann in der Walhalla besonders geehrt werden sollte. Von ihm \u00fcberlegt und von Leo von Klenze als Architekten konzipiert und gebaut, wollte er dort die seiner Meinung nach \u201egr\u00f6\u00dften Teutschen\u201c gew\u00fcrdigt wissen. \u00dcber das Moment der Erinnerung im nationalen Ged\u00e4chtnisraum hinaus war es Ludwig allerdings auch ein Anliegen gewesen, die Besucher p\u00e4dagogisch an die Hand zu nehmen, um sie zu motivieren, den Helden im eigenen Leben nachzueifern. Dementsprechend \u00e4u\u00dferte sich Ludwig auch bei der Er\u00f6ffnung der Walhalla: \u201eM\u00f6chte Walhalla f\u00f6rderlich seyn der Erstarkung u. Vermehrung Teutschen-Sinnes. M\u00f6chten alle Teutschen, welchen Stammes sie auch seyen, immer f\u00fchlen da\u00df sie ein gemeinsames Vaterland haben, ein Vaterland auf das sie stolz seyn k\u00f6nnen, u. jeder trage bey, was er vermag zu dessen Verherrlichung\u201c. Die B\u00fcstensammlung erf\u00fcllte also dezidiert einen Auftrag monarchisch inspirierter Sinnstiftung \u2013Ludwig I. wollte Winckelmann unbedingt zu jenen Gelehrten gez\u00e4hlt wissen, die in der kollektiven Erinnerung einen festen Platz haben sollten.<\/p>\n<p>Die erste B\u00fcste Johann Joachim Winckelmanns, die Ludwig f\u00fcr die Walhalla vorgesehen hatte, gab er bereits sehr fr\u00fch, n\u00e4mlich 1807\/1808, bei Salvatore De Carlis in Auftrag. Sie wurde allerdings seit ihrer Er\u00f6ffnung 1830 in der Glyptothek pr\u00e4sentiert und ist nach vielen Jahren der Abwesenheit erst vor kurzer Zeit wieder in das M\u00fcnchner Antikenmuseum zur\u00fcckgekehrt. In der Zwischenzeit war sie eine Zeit lang in der Neuen Pinakothek beherbergt gewesen, sp\u00e4ter auch auf dem Kunstmarkt nachzuweisen.<\/p>\n<p>Das Werk Salvatore de Carlis hatte bei seiner Vollendung Kontroversen ausgel\u00f6st und es war Johann Martin von Wagner, der in Rom lebende Kunstagent K\u00f6nig Ludwigs I. gewesen, der sich im M\u00e4rz 1812 ausgesprochen negativ \u00e4u\u00dferte: \u201eWinkelmans B\u00fcste wurde von Carlis lediglich nach jener in der Rotonde in Marmor vorhandenen verferdigt, allein so schlecht, das zu bedauern, das dieser w\u00fcrdige Deutsche in so schlechte H\u00e4nde gefallen\u201c.<\/p>\n<p>Diese vernichtende Kritik des W\u00fcrzburger Bildhauers veranlasste Kronprinz Ludwig schlie\u00dflich, eine neue B\u00fcste in Auftrag zu geben. Er verlie\u00df sich auf das Urteil des Kunstberaters in Rom, nicht zuletzt deshalb, weil er das Objekt ja nicht selbst in Augenschein nehmen konnte. Gerade dieses Beispiel zeigt damit sehr sch\u00f6n, welch gro\u00dfen Einfluss der Kunstberater in Rom auf Entscheidungen Ludwigs I. hatte. Johann Martin von Wagner gewann auf diese Weise mittelbar auch eine nicht zu untersch\u00e4tzende Rolle im bayerischen Kunstbetrieb. So bef\u00f6rderte er bewusst die Karrieren der einen und hemmte das Fortkommen der anderen. 1813 gab Ludwig also bei Rudolf Schadow erneut eine B\u00fcste Winckelmanns in Auftrag. Diese wurde von Johann Martin von Wagner positiv bewertet und von Ludwig in die Walhalla aufgenommen. 1814 war die B\u00fcste vollendet, Ludwig zahlte daf\u00fcr 562 Gulden und 59 Kreuzer.<\/p>\n<p>Im Januar 1821 mahnte der Altertumsforscher Friedrich Karl Ludwig Sickler im Kunstblatt an: \u201eNirgends zeigt der Boden, dem er seiner Geburt nach angeh\u00f6rt, und dem er durch sein Wirken einen sch\u00f6nen Ehrenkranz geflochten, auch nur sein Kenotaph oder irgend eine, im Kreise der bildenden sch\u00f6nen K\u00fcnste entstandene und ausgef\u00fchrte Erinnerung!\u201c Gleichzeitig regte er an, es sollten, wie einst von Winckelmann vorgeschlagen, Ausgrabungen in Olympia stattfinden und die gefundenen antiken St\u00fccke dann in Deutschland als \u201eNationaldenkmal zu Ehren Winckelmanns\u201c in einem daf\u00fcr errichteten Geb\u00e4ude der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert werden. So wenig der Vorschlag zahlungswillige Unterst\u00fctzer gewann, so sehr f\u00fchlte sich Ludwig aufgefordert, mitteilen zu lassen, dass \u201eBayerns Kronprinz bereits vor ohngef\u00e4hr 10 Jahren Winkelmanns Brustbild aus Marmor von einem geschickten Teutschen K\u00fcnstler habe verfertigen lassen sie f\u00fcr das Geb\u00e4ude welches die Bildni\u00df-Sammlung r\u00fchmlich ausgezeichneter Teutschen enthalten wird, bestimmend.\u201c<\/p>\n<p>Selbstbewusst reklamierte der bayerische Kronprinz f\u00fcr sich, durch die Aufstellung der B\u00fcste Winckelmanns in dem von ihm geplanten nationalen Ged\u00e4chtnisraum f\u00fcr die Ehrung und bleibende Erinnerung Sorge zu tragen. Gleichzeitig erhob Ludwig wie selbstverst\u00e4ndlich den Anspruch, <em>Erinnerungsbevollm\u00e4chtigter<\/em> in \u201eteutschen\u201c Angelegenheiten zu sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch bevor also der Plan f\u00fcr die Walhalla auch nur endg\u00fcltig genehmigt, ja noch bevor \u00fcberhaupt der Bauplatz bestimmt worden war \u2013 erst 1826 stand der Br\u00e4uberg in Donaustauf fest \u2013 war sich Ludwig sicher gewesen, dass in den Ehrentempel die B\u00fcste Winckelmanns aufgenommen werden w\u00fcrde und dies auch der \u00d6ffentlichkeit angezeigt werden k\u00f6nne, ja m\u00fcsse. Schon an diesem fr\u00fchen Beispiel zeigte sich die Beharrlichkeit Ludwigs, auf die er sich auch in seiner Devise \u201eGerecht und beharrlich\u201c bezog. F\u00fcr ihn gab es bereits im Moment der ersten B\u00fcsten-Bestellung 1807 keinen Zweifel an der zuk\u00fcnftigen Vollendung des Nationaldenkmals. Er sollte Recht behalten.<\/p>\n<p>Als die Walhalla 1842 er\u00f6ffnet wurde, fand die Winckelmann-B\u00fcste, die Rudolf Schadow geschaffen hatte, dort ihren Platz. Sie alleine machte dabei aber nur deutlich, dass Ludwig I. Johann Joachim Winckelmann f\u00fcr so herausragend hielt, ihn im \u201eRuhmestempel der Teutschen\u201c zu memorieren. Die Frage, warum Ludwig gerade ihn als Vorbild f\u00fcr die \u201eTeutschen\u201c verstanden wissen wollte, wird auf diese Weise noch nicht beantwortet. Doch genau darum ist es dem Monarchen immer gegangen; er wollte seine Deutung von Personen und Ereignissen vermitteln und damit auf den Erinnerungshaushalt Bayerns und Deutschlands einwirken.<\/p>\n<p>Daher verfasste er eine eigene Publikation: <em>Walhalla\u2019s Genossen<\/em>. Mit diesem Werk interpretierte der Bauherr die Biographien der ausgew\u00e4hlten Pers\u00f6nlichkeiten in seinem Sinn, wollte er einen Wertma\u00dfstab f\u00fcr die moralische und inhaltliche Ausrichtung der \u201eteutschen\u201c Nation vorgeben. Dass dieser unverhohlen vorgetragene Deutungsanspruch Ludwigs harte Gegenreaktionen, vor allem durch wortgewaltige Liberale hervorrief, verwundert nicht. Heinrich Heines publizistische Proteste beispielsweise sind sehr bekannt. Sie griffen gerade den Versuch des Bauherrn an, vorzugeben, in welcher Weise die Geehrten wahrzunehmen seien: \u201eBei Regensburg l\u00e4\u00dft er erbaun \/ Eine marmorne Sch\u00e4delst\u00e4tte, \/ Und er hat h\u00f6chstselbst f\u00fcr jeden Kopf \/ Verfertigt die Etikette. \/\/ \u201aWalhallagenossen\u2018, ein Meisterwerk, \/ Worin er jedweden Mannes \/ Verdienste, Charakter und Taten ger\u00fchmt, \/ Von Teut bis Schinderhannes\u201c.<\/p>\n<p>Winckelmanns Biogramm aus Ludwigs Feder ist dementsprechend zu lesen. Dort hei\u00dft es: \u201eEines sehr armen Schusters Sohn, galt der Knabe Winckelmann als Beyspiel des Flei\u00dfes in Erlernung der Sprachen Hella\u2019s und Latium\u2019s. Classiker bei einer Versteigerung erwerben zu k\u00f6nnen, erbat er sich das Geld auf einer de\u00dfwegen unternommenen Fu\u00dfreise. D\u00fcrftiger Conrector geworden, schlief er, um mehr in der Vorwelt zu leben, w\u00e4hrend f\u00fcnf Jahren wenige Stunden nur in einem Armstuhle, schrieb dann dem Grafen B\u00fcnau \u201aum einen Winkel in dessen B\u00fccher-Sammlung.\u2018 In ihr sagte ihm der Nuntius: \u201aNach Italien m\u00fcssen Sie reisen.\u2018 Nach Italien, nach Rom, dessen Kunstwelt ergr\u00fcnden, das sein Beruf, die\u00df f\u00fchlte Winckelmann jetzt. Lange war er in Anschauung versunken, bis er dann \u00fcber Kunst schrieb; beschrieb begeistert der Begeisterung Werke. Der die Bahn er\u00f6ffnet, sie so er\u00f6ffnet, dem bleibt h\u00f6chster Ruhm, mag sich gleich derselbe in Einigem geirrt haben. Italienische W\u00e4rme vereinigte er mit teutschem Flei\u00dfe; seine eigene, die faltenreiche, anschauen machende und sch\u00f6ne Schreibart ist umso verdienstlicher, weil fad damals die fast aller teutschen Schriftsteller. Antiquario della Cammera Apostolica wurde er, bereits Vorstand der reichen Antiken-Sammlung seines Freundes, Cardinal Alexander Albani\u2019s; Winckelmann war gl\u00fccklich. Sein F\u00fchlen glich dem des edelsten Hellenen, Plato\u2019s; Schw\u00e4rmerey nennt\u2019s die Menge, welche die\u00df erhebende, beseligende nicht kennt. Nach zw\u00f6lf- bis dreyzehnj\u00e4hrigem, nur wenig unterbrochenem Aufenthalte in Rom unternahm er, dringend dazu eingeladen, eine Reise nach Teutschland, wo er ausgezeichnet behandelt, ansehnliche Geschenke bekam, seines fr\u00fchzeitigen Todes Ursache. Wenige Stunden, nachdem er f\u00fcnf Messerstiche empfangen, seinem M\u00f6rder vergebend, starb Winckelmann, der offen, treu und gut, \u201aden R\u00f6mern Rom\u2019s alte Kunstsch\u00e4tze kennen gelehrt\u2018\u201c.<\/p>\n<p>Ludwig zeichnete die Lebensgeschichte des Gelehrten in seiner eigent\u00fcmlichen Weise nach, wobei er besonderen Wert auf gerade ihm wichtig erscheinende Momente legte \u2013 f\u00fcr bemerkenswert hielt er, dass Winckelmann aus wenig gelehrtem Umfeld stammte, sich bewusst und mit gro\u00dfem Flei\u00df Bildung erwarb, fr\u00fch schon unter zahlreichen Entbehrungen Werke antiker Autoren erwarb. Vermitteln wollte der Autor, dass Winckelmann lange antike Objekte studierte, bevor er \u00fcber sie schrieb. Deutlich wies er, der ja aus den eigenen Antikenank\u00e4ufen und der Beratung Wagners viel \u00fcber Winckelmanns Beschreibungen wusste, auch darauf hin, dass Winckelmann sich in manchem geirrt hatte; nichtsdestoweniger lobte er dessen Art zu schreiben und dem Leser die Welt der Antike zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Winckelmanns Position in Rom wurde ebenso erw\u00e4hnt wie seine enge Verbindung zu Kardinal Albani. Gerade, dass Winckelmann einem Mordanschlag zum Opfer gefallen war, schien Ludwig besonders ber\u00fchrt zu haben; vergleichsweise ausf\u00fchrlich erz\u00e4hlte er davon. Vor allem aber f\u00fchlte sich Ludwig dem Kunstforscher nahe im emotionalen Erleben der Kunst. Und schlie\u00dflich nahm er den Gelehrten als denjenigen wahr, der den R\u00f6mern die r\u00f6mische Antike wieder n\u00e4hergebracht habe.<\/p>\n<p>Die \u00dcberlegungen und Wahrnehmungen Ludwigs sind nicht kritisch hinterfragt, darum ging es dem K\u00f6nig auch nicht. Vielmehr spiegelt sich hier seine pers\u00f6nliche Ansicht wider, die nichtsdestoweniger nach seinem Selbstverst\u00e4ndnis Anspruch auf G\u00fcltigkeit erheben konnte. F\u00fcr Auswahl und Wertung waren kein Kunstkomitee und keine Jury beigezogen worden. Ludwig allein entschied und verfasste die Biogramme.<\/p>\n<p>Johann Joachim Winckelmann war Ludwig I. dar\u00fcber hinaus so pr\u00e4sent, dass er ihn in eines seiner vielen Distichen aufgenommen hat. Im 324. Distichon, das den \u201ein Rom gewesenen ausgezeichneten Teutschen\u201c gewidmet ist, hei\u00dft es: \u201eLebten in Rom doch Winkelmann, Heinse und G\u00f6the\/\/und Stollberg\/\/Nicht mit dem Fremden, mein Geist lebt mit des\/\/<\/p>\n<p>Vaterlands Zier\u201c. Noch einmal wird hier sp\u00fcrbar, wie sehr sich Ludwig I. von Winckelmann beeinflusst sah und wie hoch er die Bedeutung der \u201eTeutschen\u201c f\u00fcr das r\u00f6mische Kulturleben und f\u00fcr die eigene Entwicklung einsch\u00e4tzte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>15 Jahre nach der Er\u00f6ffnung der Walhalla, 1857, reiste K\u00f6nig Ludwig, der w\u00e4hrend der Revolution 1848 dem Thron entsagt hatte, wieder einmal nach Italien und Rom. Am 1. April kam er in der ewigen Stadt an. Dieser Aufenthalt sollte zun\u00e4chst nur ein Zwischenstopp sein; schon am darauffolgenden Tag brach er weiter in Richtung S\u00fcden auf. Erst Mitte Mai kehrte er nach Rom zur\u00fcck \u2013 dieses Mal immerhin f\u00fcr knapp einen Monat. Wie immer wohnte er im Giardino di Malta, den er 1827 privat gekauft hatte und wo er seitdem immer Wohnung nahm. Er traf die K\u00fcnstler, die er schon seit Jahrzehnten kannte, er genoss die Freiheit des Lebens ohne B\u00fcrde und repr\u00e4sentative Pflichten. Friedrich Overbeck, Pietro Tenerani, Peter von Cornelius, Carl Christian Vogel von Vogelstein waren unter seinen G\u00e4sten, aber auch Peter Sch\u00f6pf, John Gibson und andere.<\/p>\n<p>Das Leben in Rom gestaltete sich sehr entspannt. Ludwigs Hofmarschall Friedrich du Jarry von La Roche bemerkte dazu: \u201eWir leben hier ziemlich regelm\u00e4\u00dfig. In den Fr\u00fchstunden sind wir frey; um \u00bd 11 oder 11 Uhr fahren S. Majest\u00e4t gew\u00f6hnlich zu den hiesigen K\u00fcnstlern, Malern u. Bildhauern in die Ateliers; um \u00bd 4 Uhr wird gespeist, wobey regelm\u00e4\u00dfig 2 K\u00fcnstler eingeladen sind, \u2013 und nach der Tafel wird jedesmal auf irgend einen interessanten Punkt, wo etwas zu sehen ist, eine Spazierfahrt gemacht.\u201c Bemerkenswert an dieser Romreise war, dass Ludwig intuitiv in sich sp\u00fcrte, wie sich sein Verh\u00e4ltnis zur Stadt wandelte, wie er sich nicht mehr in gewohnter Weise an ihr erfreuen konnte: \u201eWo ist die Zeit hingekommen da ich in diesem Cabinette mich auf dem Boden w\u00e4lzte vor Wonne in Rom zu seyn!\u201c Dieses letztlich depressive Verlustgef\u00fchl blieb die folgenden Jahre bestehen, ja es sollte sich sogar noch verst\u00e4rken.<\/p>\n<p>H\u00f6hepunkt des Romaufenthalts 1857 aber stellte die Einweihung des Denkmals f\u00fcr Johann Joachim Winckelmann in der Villa Albani dar. Die \u00fcberlebensgro\u00dfe Hermenb\u00fcste hatte der K\u00f6nig 1855 zun\u00e4chst bei Heinrich K\u00fcmmel in Auftrag gegeben. Nach dem unerwarteten Tod K\u00fcmmels Ende 1855 \u00fcbernahm Emil Wolff die Aufgabe und fertigte das Denkmal und das Fundament f\u00fcr etwa 3000 Gulden an. F\u00fcrst Torlonia, der Eigent\u00fcmer der Villa Albani, hatte die Erlaubnis erteilt, das Denkmal an Winckelmanns alter Wirkungsst\u00e4tte aufzustellen.<\/p>\n<p>Wie schon seit fr\u00fchesten Zeiten war Ludwig eine m\u00f6glichst gro\u00dfe \u00c4hnlichkeit zwischen Abbildung und portr\u00e4tierter Person wichtig. Beharrlich forderte er dies zeit seines Lebens ein: \u201eWenn Emil Wolf in Thon Winkelmann\u2019s Brustbild moduliert hat, so vergleichen Sie [gemeint ist Johann Martin von Wagner] solche mit dem auf dem Capitol, und ruhen nicht eher als bis sie derselben v\u00f6llig gleichend seyn wird\u201c.<\/p>\n<p>Am 31. Mai 1857 berichtete K\u00f6nig Ludwig aus Rom zufrieden: \u201eSch\u00f6n fiel Winckelmanns kolossales Brustbild, das von Emil [Wolff] ich verfertigen u. ein sch\u00f6nes Fest derer Enth\u00fcllung in d. Villa Albani. Da teutsche Gelehrte Antheil daran nehmen wird ausf\u00fchrliche Beschreibung desselben in d. Allg. Z. nicht fehlen.\u201c Und tats\u00e4chlich berichtete unter anderem die Allgemeine Zeitung ausf\u00fchrlich \u00fcber Denkmal und Fest. Die Berichte lassen auch uns noch ein St\u00fcck weit an diesem Fest teilhaben.<\/p>\n<p>Am 4. Juni und damit \u00fcber eine Woche nach dem Ereignis hie\u00df es dazu: \u201eWeil aber das Verdienst die Gr\u00e4nzen jenes engen Kreises weit \u00fcberragt, so wollte Se. Maj. K\u00f6nig Ludwig, der F\u00fcrst \u00e4chtdeutscher Sinnesart, der Anerkennung desselben durch Errichtung eines ihm fehlenden \u00f6ffentlichen Ged\u00e4chtni\u00dfmals einen w\u00fcrdigern Ausdruck geben. So entstand durch k\u00f6nigliche Munifizenz unter Professor Wolffs geschicktem Mei\u00dfel nach dem in der capitolinischen Protomothek stehenden Original eine kolossale Marmorb\u00fcste Winckelmanns, mit einem der Gr\u00f6\u00dfe derselben entsprechenden Postament aus gleichem Gestein. Gestern wurde das Denkmal in Villa Albani, dem eigentlichen Feld von Winckelmanns arch\u00e4ologischen Ehren, aufgerichtet, nachdem die vorangegangenen Tage der Grund des Standortes ausgemauert war. Es ist eine stille Gr\u00f6\u00dfe; ihr entspricht die einfache Inschrift: Winckelmanns Name auf der Vorder-, der des hohen Denkmalsetzers auf der R\u00fcckseite. Es soll in Gegenwart des K\u00f6nigs morgen feierlich enth\u00fcllt werden, falls das Wetter nicht so unfreundlich und regnerisch wie heute ist.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Denkmalenth\u00fcllung selbst hatte am 27. Mai 1857 stattgefunden. Mit der Wahl des Datums bezog sich Ludwig I. zum einen auf den bayerischen Verfassungstag und zum anderen auf den Geburtstag seines Vaters K\u00f6nig Maximilian I. von Bayern. \u00dcber das Fest selbst berichtete die Allgemeine Zeitung: \u201eUm halb 6 Uhr abends trat K\u00f6nig Ludwig dort in einem aus mehr als hundert deutschen und fremden K\u00fcnstlern und Gelehrten bestehenden Kreis zu dem durch allerh\u00f6chste Munificenz errichteten Denkmal Johann Joachim Winckelmanns. Se. Maj. ward mit einem jubelnden Hoch empfangen, und sprach wahrhaft k\u00f6nigliche Worte \u00fcber Winckelmanns unsterbliche Verdienste.\u201c<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich nahmen an die hundert Personen aus der deutschen Kunst- und Gelehrtenszene in Rom sowie italienische K\u00fcnstler und Wissenschaftler an dem von den K\u00fcnstlern zu Ehren des bayerischen K\u00f6nigs ausgerichteten K\u00fcnstlerfest teil. Ludwig hielt nur eine kurze Rede: \u201eWas Winckelmann geleistet schildern zu wollen, w\u00e4re \u00fcberfl\u00fcssig. Sein Wirken ist bekannt. Haben Sp\u00e4tere gleich die Wissenschaft der Kunst, welcher er sein Leben geweiht, ausgebildet, bleibt ihm doch das gro\u00dfe Verdienst den Grund dazu gelegt zu haben. Keine Stelle d\u00fcrfte zu seinem Denkmal sich eignen wie diese Villa, wo er so gerne verweilt, der von Rom aus die Welt belehrte.\u201c<\/p>\n<p>Nach seiner Rede wurde das Denkmal enth\u00fcllt, Heinrich Brunn vom arch\u00e4ologischen Institut hielt eine Laudatio auf Winckelmann und auf den Initiator des Denkmals: \u201e[\u2026] das Denkmal das er Winckelmann errichtete, werde dastehen zugleich als ein Denkmal f\u00fcr ihn, der, wie wenige, die Kunst gepflegt in Winckelmanns Geist.\u201c Am Ende des Festaktes pflanzte K\u00f6nig Ludwig schlie\u00dflich zu Ehren des Denkmals und des Festes einen Lorbeerbaum.<\/p>\n<p>Im Anschluss fand ein gemeinsames Essen statt, das Ludwig sichtlich genoss. Er mischte sich ohne Zur\u00fcckhaltung unter die K\u00fcnstler. Als der K\u00f6nig gegen 19 Uhr das Fest verlassen wollte, verrieten ihm die K\u00fcnstler, dass es noch eine Beleuchtung mit bengalischem Feuer geben w\u00fcrde. Daher kehrte der K\u00f6nig nur wenig sp\u00e4ter erneut zur\u00fcck. \u201eWei\u00dfe, dann rothe Flammen beleuchteten magisch das Monument und die prachtvollen immergr\u00fcnen Eichen, deren dunkles Laubdach sich \u00fcber ihm w\u00f6lbt, und deutsche Volkslieder erschallten aus der Seitenallee her. Der K\u00f6nig bezeugte seine volle Zufriedenheit, und schied endlich mit freundlichstem Lebewohl, mit erneutem dreifachem Hoch von der Versammlung begleitet, das sich nochmals wiederholt als er in den Wagen stieg. Laut rief Se. Maj. zur\u00fcck: \u201aEs leben die Kunst und die K\u00fcnstler!\u2018\u201c<\/p>\n<p>Diese Festtradition geht bis auf das Jahr 1818 zur\u00fcck. Damals hatten die in Rom lebenden deutschsprachigen K\u00fcnstler Kronprinz Ludwig in der Villa Schulthei\u00df gefeiert. Sie hatten ihn in den nur daf\u00fcr geschaffenen Transparenten in eine Reihe gestellt mit Perikles, Augustus, Maecenas, Karl d. Gro\u00dfen, Maximilian I., Julius II., Leo X. und den pf\u00e4lzischen Kurf\u00fcrsten Jan Wellem. Nach der Thronentsagung 1848 konnte Ludwig sich nur mehr sehr begrenzt als Monarch inszenieren und war in der Nutzung monarchisch-staatlicher Repr\u00e4sentationsm\u00f6glichkeiten deutlich eingeschr\u00e4nkt worden. Nun boten die K\u00fcnstlerfeste einen stimmigen, gleichzeitig repr\u00e4sentativen und w\u00fcrdigen Ersatzrahmen f\u00fcr einen \u201epolitisch toten\u201c Monarchen (Heinz Gollwitzer). Die K\u00fcnstler feierten Ludwig I. vor allem als M\u00e4zen und r\u00fcckten ihn auf diese Weise politisch unverf\u00e4nglich in den Mittelpunkt der Veranstaltungen.<\/p>\n<p>Beharrlich schuf Ludwig I. w\u00e4hrend seines Lebens Medien der Erinnerung an Johann Joachim Winckelmann \u2013 vom ersten B\u00fcstenauftrag 1807 bis zum Denkmal in der Villa Albani 1857 lag immerhin ein halbes Jahrhundert. Durch \u201eWalhalla\u2018s Genossen\u201c versuchte er, Winckelmann nicht nur ein plastisches Denkmal zu setzen, sondern vielmehr das Verst\u00e4ndnis Winckelmanns durch ein literarisches Zeugnis zu lenken. So sehr diese Ma\u00dfnahmen nat\u00fcrlich dem jeweiligen Geehrten galten, so sehr dienten sie immer auch als Mittel f\u00fcrstlicher Selbsterh\u00f6hung.<\/p>\n<p>Dabei gab es in der Erinnerungsarbeit, wie so h\u00e4ufig bei Ludwig I., auch eigent\u00fcmliche und durchaus befremdende Momente. Als Wilhelm von Kaulbach die monumentalen Fresken an der Neuen Pinakothek malte, mit dem Ziel, dem M\u00e4zenatentum Ludwigs I. zu huldigen, war es nur nat\u00fcrlich, dass auch Winckelmann seinen eigenen Platz erhielt \u2013 als Tintenfass werfender Gelehrter gegen das mehrk\u00f6pfige Ungeheuer, das die Kunst des Rokokos versinnbildlichte, und als Gelehrter zu F\u00fc\u00dfen des vom Thron herabsteigenden Monarchen. Die ironische Brechung Kaulbachs, die f\u00fcr den gesamten Zyklus gilt und von Ludwig jeweils genehmigt worden war, wird gerade bei Winckelmann sehr sch\u00f6n deutlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; Denkm\u00e4ler sind in aller Regel gesellschaftliche und soziale Orte, sie ziehen Menschen an. Sie eignen sich denn auch besonders gut als Treffpunkte, denn sie stehen in der Regel im Weg, man muss ihnen \u2013 wie es Robert Musil so treffend formuliert hat \u2013 \u201et\u00e4glich ausweichen\u201c. 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