{"id":109591,"date":"2025-10-07T14:54:13","date_gmt":"2025-10-07T12:54:13","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=109591"},"modified":"2025-10-07T14:54:16","modified_gmt":"2025-10-07T12:54:16","slug":"eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/","title":{"rendered":"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme"},"content":{"rendered":"<p>In einer Zeit der Mauern und der Angst ist Bartholom\u00e4us eine Br\u00fccke und eine Stimme des Mutes \u2013 ein geistlicher F\u00fchrer, dessen moralische Klarheit uns daran erinnert, was Menschlichkeit sein kann.\u201c<\/p>\n<p>Diese Worte \u00fcber den Mann, den wir heute mit dem \u00d6kumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ehren, stammen von keinem geringeren als Kofi Annan, dem ehemaligen Generalsekret\u00e4r der Vereinten Nationen. Sie sind umso gewichtiger, als sie aus dem Munde eines Menschen kommen, der nicht als Religionsvertreter spricht, sondern als Repr\u00e4sentant der wichtigsten weltweiten Vertretung der Staaten mit ihren jeweils v\u00f6llig unterschiedlichen kulturellen und religi\u00f6sen Hintergr\u00fcnden.<\/p>\n<p>Es zeigt: Der \u00d6kumenische Patriarch ist nicht nur einer der wichtigsten religi\u00f6sen Impulsgeber unserer Zeit, sondern genie\u00dft auch weit \u00fcber die Grenzen der Religionen hinaus hohes Ansehen. Er ist ein Patriarch mit globaler Vision und sanfter Kraft. Der \u00d6kumenische Patriarch Bartholom\u00e4us wird als bescheiden und doch mutig, sanftm\u00fctig und doch entschlossen, intellektuell brillant, seelsorgerisch mitf\u00fchlend und \u00f6kologisch prophetisch beschrieben. Er ist ein Br\u00fcckenbauer, ein moralischer Kompass, ein Verteidiger der Stimmlosen und vor allem eine dienende F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, die tief in der orthodoxen Tradition verwurzelt und dennoch radikal offen f\u00fcr die Welt ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>I.<\/h3>\n<p>Pers\u00f6nlich habe ich ihn schon 2014 als bayerischer Landesbischof kennengelernt, als er in M\u00fcnchen die Ehrendoktorw\u00fcrde der Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t entgegennahm und wir danach gemeinsam mit Kardinal Reinhard Marx ein \u00f6kumenisches Symposion zum Thema Nachhaltigkeit abhielten. Zwei Jahre sp\u00e4ter, dann schon als EKD-Ratsvorsitzender in Istanbul, durfte ich dann die herzliche Gastfreundschaft Seiner Allheiligkeit erfahren. Damals schenkte er mir ein Kreuz, das ich nun bei allen wichtigen Anl\u00e4ssen als Vorsitzender des Weltkirchenrats immer trage. So sp\u00fcre ich auch durch dieses \u00e4u\u00dfere Zeichen eine innere Verbindung zu ihm pers\u00f6nlich und zur orthodoxen Weltchristenheit.<\/p>\n<p>Im Reformationsjubil\u00e4umsjahr 2017 hat Patriarch Bartholom\u00e4us uns dann in Deutschland mit einem Besuch in T\u00fcbingen beehrt, bei dem er die Ehrendoktorw\u00fcrde der Universit\u00e4t T\u00fcbingen entgegennahm und bei dem wir den \u00f6kumenischen Dialog fortf\u00fchrten, den es bereits im 16. Jahrhundert in Gestalt eines sieben Jahre dauernden Briefwechsels zwischen lutherischen Theologen in T\u00fcbingen und dem damaligen Patriarchen von Konstantinopel, Jeremias II., gegeben hatte. Die T\u00fcbinger hatten eine griechische \u00dcbersetzung des lutherischen Augsburger Bekenntnisses an den Bosporus geschickt. Der Dialog wurde nach dem Abbruch dann 400 Jahre sp\u00e4ter wieder offiziell mit dem Lutherischen Weltbund aufgenommen.<\/p>\n<p>Ein ganz besonderes Erlebnis, aber auch eine ganz besondere Ehre, war die Einladung, die er mir zu einem Ereignis zukommen lie\u00df, das Kirchengeschichte geschrieben hat und sicher als einer der H\u00f6hepunkte seiner gesamten bisherigen Amtszeit gelten kann: das panorthodoxe Konzil im Sommer 2016 in Kreta. Trotz des zu vermerkenden Fernbleibens der russisch-orthodoxen Kirche und einiger weniger weiterer Kirchen in der Folge, gelang es dem \u00d6kumenischen Patriarchen dennoch, das Konzil zu einem Markstein orthodoxer Kirchengeschichte zu machen. Die Texte des Konzils zeigen eine tiefe Verwurzelung in der Tradition und markieren zugleich eine \u00d6ffnung gegen\u00fcber der heutigen Welt, durch die der Schatz der Tradition f\u00fcr Menschen von heute neu zug\u00e4nglich wird.<\/p>\n<p>Ich gestehe, dass ich der Ver\u00f6ffentlichung der Abschlusstexte mit einer Mischung aus freudiger Erwartung und Bangen entgegengesehen habe. W\u00fcrde darin die \u00f6kumenische Aufgeschlossenheit des Ehrenoberhauptes der weltweiten Orthodoxie Niederschlag finden? W\u00fcrde die T\u00fcr f\u00fcr den weiteren Weg zur Einheit der Kirchen sich \u00f6ffnen oder w\u00fcrden die \u00f6kumenischen Bremser die Oberhand gewinnen? Ich bin dankbar und froh nach Hause gefahren, weil ich in den Texten den \u00f6kumenischen Geist Seiner Allheiligkeit wiederfinden konnte.<\/p>\n<p>An uns als \u00f6kumenische G\u00e4ste gewandt, betonte der Patriarch am Ende des Konzils auf Englisch seine Dankbarkeit \u00fcber unsere Anwesenheit und daf\u00fcr, dass wir und unsere Kirchen f\u00fcr den Erfolg des Konzils gebetet h\u00e4tten. \u201eWir alle\u201c, so sagte er, \u201ebest\u00e4tigen den Wert des Dialogs mit allen christlichen Kirchen\u201c.<\/p>\n<p>Und tats\u00e4chlich unterstreicht das Abschlussdokument in seinem Teil \u00fcber die \u201eBeziehungen der Orthodoxen Kirche zur \u00fcbrigen christlichen Welt\u201c ausdr\u00fccklich, dass der Orthodoxen Kirche \u201eder Geist der \u00d6kumenizit\u00e4t und Menschenliebe eigen ist\u201c und sie \u201esich immer um die Wiederherstellung der Einheit der Christen gem\u00fcht habe.\u201c Von daher \u2013 so hei\u00dft es weiter \u201eist die Mitwirkung der Orthodoxen in der Bewegung f\u00fcr die Wiederherstellung der Einheit mit anderen Christen in der Einen, Heiligen, Katholischen und Apostolischen Kirche in keiner Weise der Natur und Geschichte der Orthodoxen Kirche fremd; es ist dies der Ausdruck des apostolischen Glaubens und der \u00dcberlieferung in neuen historischen Umst\u00e4nden\u201d (Ziffer 4).<\/p>\n<p>Auch wenn mir 2016 noch nicht mein jetziges Amt anvertraut war, habe ich mich schon damals sehr gefreut, dass die Konzilstexte den Wert der Mitwirkung der orthodoxen Kirchen im Weltkirchenrat mit seinen 352 Kirchen in 120 L\u00e4ndern mit um die 600 Millionen Mitgliedern ausdr\u00fccklich bekr\u00e4ftigen. Eines der wichtigsten Organe in der Geschichte der \u00f6kumenischen Bewegung \u2013 so hei\u00dft es in Ziffer 16 des \u00d6kumenedokuments \u2013 \u201eist der Weltkirchenrat. Einige Orthodoxe Kirchen waren unter seinen Gr\u00fcndern, und sp\u00e4ter sind alle seine Mitglieder geworden. Als ein strukturiertes interchristliches Organ erf\u00fcllt der Weltkirchenrat wie auch andere zwischenchristliche Organisationen und regionale Organe wie etwa die Konferenz Europ\u00e4ischer Kirchen und der Rat der Kirchen im Mittleren Osten, unbeschadet dessen, dass sie nicht alle christlichen Kirchen und Konfessionen einschlie\u00dfen, eine wichtige Aufgabe im Werk der Erreichung der Einheit der christlichen Welt.\u201c<\/p>\n<p>Die Orthodoxen Ortskirchen, die Mitglieder des Weltkirchenrates sind, n\u00e4hmen voll und gleichberechtigt teil in der Struktur des Rates und leisteten \u201emit allen ihnen zur Verf\u00fcgung stehenden Mitteln ihren Beitrag zum Zeugnis der Wahrheit und der F\u00f6rderung der Einheit der Christen\u201c (Ziffer 17).<\/p>\n<p>Dass das tats\u00e4chlich so ist, kann ich aus meiner t\u00e4glichen Arbeit nun aus vollem Herzen best\u00e4tigen. Die Orthodoxie ist kein Zusatz zum \u00d6RK \u2013 sie ist Teil seiner Seele. Ohne sie w\u00fcrde der Rat einen Teil seiner Kernidentit\u00e4t verlieren. Und auch pers\u00f6nlich kann ich nur sagen: Viele der orthodoxen Schwestern und Br\u00fcder sind mir zu Freunden geworden. Ich danke Gott f\u00fcr die \u00f6kumenische Gemeinschaft, die mein Leben so sehr bereichert. Ich erlebe die \u201e\u00d6kumene des Herzens\u201c, von der die Karlsruher Vollversammlung in ihrem Einheitsdokument 2022 gesprochen hat, bei unseren Versammlungen als Realit\u00e4t. Dass wir fast alle unsere Beschl\u00fcsse nach einer von ehrlichem Zuh\u00f6ren gepr\u00e4gten Debatte im Konsens beschlie\u00dfen k\u00f6nnen, empfinde ich immer<br \/>\nwieder als \u00f6kumenisches Wunder.<\/p>\n<p>Und es ist mir eine gro\u00dfe Freude, dass ich Sie, Ihre Allheiligkeit, und nun wage ich auch zu sagen, lieber Bruder Bartholom\u00e4us, nun noch regelm\u00e4\u00dfiger sehe, ob nun bei Ihrem Besuch im \u00d6kumenischen Zentrum in Genf, wo Sie bei der Er\u00f6ffnung der letzten Zentralausschusssitzung gepredigt haben, oder in j\u00fcngster Zeit bei den traurigen Anl\u00e4ssen der Begr\u00e4bnisse von Erzbischof Anastasios von Albanien, einem Leuchtturm der \u00d6kumene, und Papst Franziskus und dann kurz danach bei dem freudigen Anlass der Einf\u00fchrung von Papst Leo XIV.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>II.<\/h3>\n<p>Gerade das langj\u00e4hrige Wirken Seiner Allheiligkeit im Weltkirchenrat zeigt, wie sehr die \u00d6kumene ihm ein Herzensanliegen ist. Ab 1975, lange vor dem Beginn seiner Amtszeit als \u00d6kumenischer Patriarch, war er Mitglied der \u00d6RK-Kommission f\u00fcr Glauben und Kirchenverfassung und hatte acht Jahre lang das Amt des Vizepr\u00e4sidenten inne. Im Januar 1991 leitete er als Metropolit die orthodoxe Delegation bei der siebten Vollversammlung des Weltkirchenrates in Canberra, Australien. Auf dieser Tagung brachte er auch die orthodoxen Einw\u00e4nde gegen\u00fcber Positionen ein, die theologisch von wesentlichen orthodoxen \u00dcberzeugungen abwichen. Aber im Gegensatz zu einigen anderen orthodoxen Kirchenm\u00e4nnern war er ein starker Bef\u00fcrworter der Aufrechterhaltung ausgedehnter Kontakte mit anderen Kirchen. Bis heute bin ich unendlich dankbar, dass die Differenzen der 90er Jahre nicht zu einem Bruch gef\u00fchrt haben. Es w\u00e4re eine Amputation gewesen. Wesentliche Glieder am Leib w\u00fcrden fehlen.<\/p>\n<p>Was ist die Wurzel seines \u00f6kumenischen Engagements? Ich hatte die Ehre, zu der deutschen \u00dcbersetzung des Buches mit dem Titel Begegnung mit dem Mysterium, in dem der \u00d6kumenische Patriarch das orthodoxe Christentum f\u00fcr Menschen von heute verst\u00e4ndlich darlegt, ein Vorwort beizutragen. Wenn man das Buch liest, st\u00f6\u00dft man immer wieder auf Begriffe wie Beziehung, Begegnung, Gemeinschaft, Miteinander teilen, Austausch und Dialog. Diese Begriffe kennzeichnen sein Denken, aber auch seine ganze Pers\u00f6nlichkeit. So habe ich ihn selbst immer wieder kennengelernt: eine geistliche F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit, der als Ehrenoberhaupt der orthodoxen Christenheit h\u00f6chste W\u00fcrde zukommt, der aber zugleich einfach Mensch ist und die Liebe Jesu Christi, von der er spricht, selbst ausstrahlt. Es ist die Zugewandtheit, die jede Begegnung mit ihm zu einer Freude macht.<\/p>\n<p>Und man sp\u00fcrt, wie darin das zum Ausdruck kommt, was er theologisch, so inspirierend beschreibt: Der Mensch ist geschaffen zum Bilde Gottes. Als Christen verstehen wir Gott als den dreieinigen, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Deswegen hei\u00dft, von Imago Dei zu sprechen, immer auch von Imago Trinitatis zu sprechen. Gott ist in sich selbst Beziehung. Wo wir wirklich Menschen sind, wo wir wirklich Gottes Ebenbild sind, da k\u00f6nnen wir deswegen nur in Beziehung sein. Mensch sein hei\u00dft immer auch Gemeinschaft. Deswegen verleugnen Egoismus und Gier unser Menschsein.<\/p>\n<p>Dabei spielen f\u00fcr den \u00d6kumenischen Patriarchen gerade die kleinsten und verletzlichsten Glieder der Gemeinschaft eine besondere Rolle. Aufgrund seines gro\u00dfen Engagements f\u00fcr Initiativen zur F\u00f6rderung der Rechte und der W\u00fcrde von Kindern auf der ganzen Welt wurde er auch \u201ePatriarch der Kinder\u201c genannt. Er hat aktiv mit UNICEF und dem \u00d6kumenischen Rat der Kirchen zusammengearbeitet, um Kinderarmut, Kinderhandel und Ausbeutung zu bek\u00e4mpfen. Ob er sich f\u00fcr die Bildung von Fl\u00fcchtlingskindern einsetzt, das Bewusstsein f\u00fcr Kinderarbeit sch\u00e4rft oder sich f\u00fcr den Zugang von Kindern zu sauberem Wasser und medizinischer Versorgung einsetzt \u2013 Bartholom\u00e4us\u2018 Stimme war stets klar und deutlich: \u201eEine Gesellschaft wird nicht nach ihrem Reichtum oder ihrer Macht beurteilt, sondern danach, wie sie ihre Kinder behandelt.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>III.<\/h3>\n<p>Patriarch Bartholom\u00e4us sieht den Beziehungscharakter des Menschseins nicht nur auf die Beziehung zwischen Menschen bezogen, sondern auch auf die Beziehung zwischen Mensch und au\u00dfermenschlicher Natur. Mit guten Gr\u00fcnden wird er deswegen gerne auch der \u201eGr\u00fcne Patriarch\u201c genannt. Aus meiner Sicht ist das ein Ehrentitel, ein Titel, der nicht nur ein thematisches Interesse, sondern eine tiefe theologische \u00dcberzeugung widerspiegelt. F\u00fcr Seine Allheiligkeit ist die nat\u00fcrliche Welt weder eine neutrale Kulisse f\u00fcr das menschliche Leben noch eine blo\u00dfe Ressource, die es zu verwalten gilt. Sie ist eine heilige Realit\u00e4t, ein g\u00f6ttliches Geschenk, eine Sch\u00f6pfung, die die Herrlichkeit Gottes besingt.<\/p>\n<p>Der Sch\u00f6pfungsgedanke hat in der orthodoxen Theologie schon immer eine zentrale Rolle gespielt. In den letzten Jahrzehnten sind die damit verbundenen theologischen Themen in der orthodoxen Kirche auch ausdr\u00fccklich mit der \u00f6kologischen Fragestellung verbunden worden. 1989 erkl\u00e4rte der damalige \u00d6kumenische Patriarch Dimitrios I. den 1. September, mit dem im Heiligenkalender der Orthodoxen Kirche ein neues Jahr beginnt, zum Tag besonderen Dankens und Bittens f\u00fcr die Sch\u00f6pfung. Internationale \u00f6ffentliche Aufmerksamkeit fanden die Symposien, die unter der Schirmherrschaft und aktiven Teilnahme von Bartholom\u00e4us jeweils unter Beteiligung internationaler Wissenschaftler und Theologen auf Schiffen stattfanden. Nach dem Symposion Offenbarung und Umwelt im September 1995 auf einem griechischen F\u00e4hrschiff im \u00c4g\u00e4ischen Meer und dem zusammen mit der Europ\u00e4ischen Union auf einem verschiedene H\u00e4fen am Schwarzen Meer anlaufenden Schiff veranstalteten \u00adSymposion Das Schwarze Meer in der Krise im September 1997 fand im Oktober 1999 auf einem Donauschiff das dritte, ebenfalls unter der Beteiligung der EU organisierte Symposion statt, das sich mit dem Thema Ein Strom des Lebens. Die Donau hinab bis zum Schwarzen Meer besch\u00e4ftigte. Es muss als ein klares Zeichen des Einsatzes f\u00fcr \u00f6kologische Anliegen gesehen werden, dass der Patriarch zu Beginn des Symposions am 17. Oktober 1999 an dem \u00f6kumenischen Donaugebet teilnahm, das im Umweltschutz engagierte niederbayrische Christinnen und Christen seit 1994 jeden Sonntag am Donaukreuz in Niederaltaich abhalten. Das \u00d6kumenische Patriarchat hat sein Engagement mit Symposien an der Adria (2002), an der Ostsee (2003), am Amazonas (2006) und in der Arktis (2008) fortgesetzt.<\/p>\n<p>In seiner Ansprache zum Schwarzmeersymposion hat Bartholom\u00e4us deutlich gemacht, welcher theologischen Grundlage sich sein Engagement verdankt: \u201eSo stehen wir vor der Natur&#8230; mit der gleichen Bekr\u00e4ftigung ihres Eigenwertes wie der, mit der der Sch\u00f6pfer aller Dinge sie als \u201asehr gut\u2018 charakterisiert hat. Gleichzeitig stellen wir uns indessen der Realit\u00e4t der Hierarchie, die dem Bauplan der kosmischen F\u00fclle innewohnt, sowohl in ihren materiellen als auch in ihren spirituellen Dimensionen, und wir weisen jedem ihrer Teile den ihm eigenen Ort zu. Weder machen wir aus der Natur einen absoluten Wert, noch missachten wir sie bis zur absoluten Negation&#8230;\u201c Was der \u00d6kumenische Patriarch hier beschreibt, ist eine eindrucksvolle Verbindung von Spiritualit\u00e4t und Ethik. Das Sich-Versenken in die g\u00f6ttliche Liturgie und die Ausbeutung der Erde sind wie Feuer und Wasser.<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt von Bartholom\u00e4us\u2018 Theologie der Sch\u00f6pfung steht eine patristische Vision: Das Universum ist von g\u00f6ttlicher Gegenwart durchdrungen. In der Tradition der kappadokischen V\u00e4ter und Maximus des Bekenners ist die Sch\u00f6pfung keine gefallene Materie, der man entkommen muss, sondern ein liturgischer Raum, in dem die Menschheit aufgerufen ist, an der g\u00f6ttlichen Gemeinschaft teilzuhaben. Diese Sch\u00f6pfung zu verunreinigen, sie auszubeuten und zu entweihen, ist nicht nur ein Verbrechen gegen die Natur, sondern eine S\u00fcnde. Bartholom\u00e4us z\u00f6gert nicht, dieses Wort zu benutzen: S\u00fcnde. Er war der erste gro\u00dfe religi\u00f6se F\u00fchrer, der den Missbrauch der Umwelt zu einem geistlichen Vergehen erkl\u00e4rte. \u201eEin Verbrechen gegen die nat\u00fcrliche Welt zu begehen,\u201c \u2013 so sagt er \u2013\u201eist eine S\u00fcnde. Wenn Menschen die biologische Vielfalt von Gottes Sch\u00f6pfung zerst\u00f6ren, wenn Menschen die Unversehrtheit der Erde beeintr\u00e4chtigen, indem sie Klimaver\u00e4nderungen verursachen, indem sie die Erde ihrer nat\u00fcrlichen W\u00e4lder berauben oder ihre Feuchtgebiete zerst\u00f6ren, wenn Menschen die Gew\u00e4sser, das Land, die Luft und das Leben der Erde verunreinigen \u2013 das sind S\u00fcnden.\u201c<\/p>\n<p>S\u00fcnde ist eine St\u00f6rung in Gott. Martin Luther sagt: \u201edie Verkr\u00fcmmung des Menschen in sich selbst\u201c. Mit heutigen Worten k\u00f6nnte man sagen: ein Fliehen vor der Verantwortung, die Gott dem Menschen gegeben hat, auch in seiner Beziehung zur au\u00dfermenschlichen Natur.<\/p>\n<p>\u201eNat\u00fcrlich\u201c \u2013 sagt der Patriarch in seinem Buch Begegnung mit dem Mysterium, auf das sich die Zahlen in Klammern beziehen \u2013 \u201espielt die Menschheit eine einmalige Rolle und tr\u00e4gt eine eindeutige Verantwortung, aber sie bildet trotzdem einen Teil des Universums, der nicht getrennt von dem Universum betrachtet oder konzipiert werden kann. Auf diese Weise h\u00f6rt die nat\u00fcrliche Umwelt auf, etwas zu sein, das wir objektiv betrachten und selbsts\u00fcchtig ausbeuten und wird zu einem Teil der kosmischen Liturgie oder Feier der wesentlichen Vernetzung und gegenseitigen Abh\u00e4ngigkeit aller Dinge.\u201c<\/p>\n<p>Das Missverst\u00e4ndnis der Sonderstellung des Menschen als Lizenz zur Ausbeutung wird hier theologisch \u00fcberwunden: Die \u201eorthodoxe Theologie betrachtet die Menschheit als Teilhaberin an einer k\u00f6niglichen, jedoch nicht tyrannischen Dimension. Der Glaube an die Haushalterschaft und den Dienst der Menschheit innerhalb der Sch\u00f6pfung ist von einem tiefen Sinn f\u00fcr Gerechtigkeit und M\u00e4\u00dfigung gepr\u00e4gt\u201c (79). Man kann in diesen Worten die wichtige Unterscheidung zwischen Anthropozentrik der Interessen und Anthropozentrik der Verantwortung wiederfinden. W\u00e4hrend erstere dem christlichen Verst\u00e4ndnis von Sch\u00f6pfung klar widerspricht, ist letztere ein Schl\u00fcssel zu ihrem Verst\u00e4ndnis. Die Sonderstellung des Menschen pr\u00e4destiniert ihn zur Verantwortung, nicht zur Ausbeutung.<\/p>\n<p>Wenn Patriarch Bartholom\u00e4us \u00fcber Umwelt und Klima spricht, spricht er immer auch \u00fcber Gerechtigkeit. \u201eWissenschaftler\u201c \u2013 so betont er \u2013 \u201esch\u00e4tzen, dass in den kommenden Jahren diejenigen am meisten durch die globale Erw\u00e4rmung gesch\u00e4digt werden, die es am wenigsten verkraften k\u00f6nnen. Daher ist das \u00f6kologische Problem der Umweltverschmutzung unvermeidlich mit dem sozialen Problem der Armut verbunden; und wird jede \u00f6kologische Aktivit\u00e4t letztlich durch ihre Wirkung und Auswirkungen auf die Armen gemessen und richtig beurteilt (siehe Mt 25)\u201c (77).<\/p>\n<p>Er gebraucht starke Worte, um den Zusammenhang zwischen Spiritualit\u00e4t und Ethik zum Ausdruck zu bringen: \u201eEine Gesellschaft, \u201edie das Gebot ignoriert, sich um alle Menschen zu k\u00fcmmern,\u201c ist \u201eeine Gesellschaft, die die Sch\u00f6pfung Gottes misshandelt, die nat\u00fcrliche Umwelt eingeschlossen. Das kommt Gottesl\u00e4sterung gleich\u201c (87). Aber nicht nur um Gerechtigkeit zwischen den jetzt Lebenden geht es, sondern auch um Generationengerechtigkeit: \u201eEs ist ein Zeichen, von Arroganz anzunehmen, dass wir Menschen allein diese Welt bewohnen. Aus dem gleichen Grund ist es auch arrogant, sich vorzustellen, dass nur die heutige Generation diese Erde bewohnt\u201c (88).<\/p>\n<p>Das alles sind starke Worte. In unseren aktuellen Diskussionen werden solchen Worten oft Moralismus-Etikette angeh\u00e4ngt. Dass Seine Allheiligkeit \u00fcber jeden Moralismusverdacht erhaben ist, zeigt seine immer wieder deutlich zum Ausdruck kommende Freude am Leben, an anderen Menschen und an der Natur, die in einer tiefen Freude an Gott verwurzelt ist.<\/p>\n<p>Der Schl\u00fcssel daf\u00fcr ist das Gebet und die Liturgie: Das Gebet und die Liturgie hilft uns, \u201e alle Menschen und alle Dinge anzunehmen \u2013 nicht aus Angst oder Notwendigkeit, sondern mit Liebe und Freude. Wir lernen dann, uns um Pflanzen und Tiere, B\u00e4ume und Fl\u00fcsse, Berge und Meere, die gesamte Menschheit und die ganze nat\u00fcrliche Umwelt zu k\u00fcmmern. Wir entdecken dann Freude \u2013 anstatt Kummer zu bereiten \u2013 in unserem Leben und in unserer Welt\u201c (83).<\/p>\n<p>Man m\u00f6chte in die Welt hinausrufen: H\u00f6rt auf diese Worte! Gl\u00fcck besteht nicht aus immer mehr Reichtum und der damit einhergehenden Umweltzerst\u00f6rung! Weniger kann wirklich mehr sein! \u00d6ffnet euch f\u00fcr die Erfahrung, dass das, was auf den ersten Blick als Verzicht erscheinen mag, sich am Ende als Gewinn an Lebensgl\u00fcck und spiritueller Kraft entpuppen k\u00f6nnte!<\/p>\n<p>Wenn Patriarch Bartholom\u00e4us von Umkehr, von Metanoia spricht (93), dann meint er nicht Sauert\u00f6pfigkeit und Selbst\u00adoptimierungsstress, sondern Einladung zur Freude in und an Gottes Sch\u00f6pfung! Genauso werden wir im Weltkirchenrat diesen Begriff verstehen, wenn wir damit \u00fcbern\u00e4chste Woche bei der Zentralausschusssitzung des Weltkirchenrats in Johannesburg eine weltweite Dekade f\u00fcr Klimagerechtigkeit ausrufen und auf den Weg bringen werden.<\/p>\n<p>Die Spuren des Wirkens Seiner Allheiligkeit sind auch un\u00fcbersehbar, wenn wir in diesem Jubil\u00e4umsjahr, in dem wir 1.700 Jahre Niz\u00e4a feiern, eine \u00f6kumenische Initiative weltweit vorantreiben, die seit einem Jahr eine gro\u00dfe Dynamik gewonnen hat. Am 15. und 16. M\u00e4rz 2024 fand in Assisi ein inspirierendes \u00f6kumenisches Treffen statt. Vertreter verschiedener weltweiter Kirchenfamilien kamen zusammen, um \u00fcber die M\u00f6glichkeit nachzudenken, den 1.700. Jahrestag von Niz\u00e4a zu ehren, indem ein Prozess zur Einf\u00fchrung eines neuen \u00f6kumenischen Festes im Kirchenjahr eingeleitet wird, das Gott den Sch\u00f6pfer mit einem Fest der Sch\u00f6pfung feiert. Damit w\u00fcrde der urspr\u00fcnglich vom \u00d6kumenischen Patriarchen initiierte Impuls der orthodoxen Welt aufgegriffen, eine Sch\u00f6pfungszeit um den 1. September herum zu begehen und ihr auch in der westlichen Christenheit einen prominenteren Platz einzur\u00e4umen. Sie, lieber Patriarch Bartholom\u00e4us und der Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, als Oberhaupt der anglikanischen Gemeinschaft, richteten ermutigende Worte an die Konferenz. Der Pr\u00e4fekt des Dikasteriums f\u00fcr die Glaubenslehre, Kardinal Victor Fernandez, und ich selbst, als Vorsitzender des \u00d6RK-Zentralausschusses, hielten theologische Vortr\u00e4ge zum Thema Sch\u00f6pfung und unterst\u00fctzten die Idee.<\/p>\n<p>Die Konferenz f\u00fchrte zu einer inspirierenden Dynamik. Drei der f\u00fcnf katholischen Bischofskonferenzen des Kontinents haben diese bereits unterst\u00fctzt. Auf der Folgekonferenz im Mai dieses Jahres, ebenfalls in Assisi, waren so ziemlich alle gro\u00dfen Kirchenfamilien vertreten und sich einig, dass der Assisi-Prozess eine vielversprechende Initiative ist und ein dauerhaftes Ergebnis des 1.700. Jubil\u00e4umsjahres von Niz\u00e4a sein sollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>IV.<\/h3>\n<p>Anhand des Themas Sch\u00f6pfung ist deutlich geworden, wie sehr die Stimme des \u00d6kumenischen Patriarchen heute gebraucht wird. Es ist eine \u00f6kumenisch hoch geachtete globale kirchliche Stimme. Er hat sich unerm\u00fcdlich daf\u00fcr eingesetzt, alte Gr\u00e4ben zwischen den christlichen Konfessionen zu \u00fcberbr\u00fccken, indem er mit der r\u00f6misch-katholischen Kirche, der anglikanischen Gemeinschaft, dem Lutherischen Weltbund und zahlreichen reformierten und orientalischen Kirchen und ganz besonders mit dem Weltkirchenrat zusammenarbeitet. Unter seiner F\u00fchrung ist die orthodoxe Kirche zu einem glaubw\u00fcrdigen und gro\u00dfz\u00fcgigen Teilnehmer an der weltweiten \u00f6kumenischen Bewegung geworden.<\/p>\n<p>Das hat auch viel Mut erfordert. Von fundamentalistischen Stimmen innerhalb und au\u00dferhalb der Orthodoxie wurde er scharf kritisiert. Seine Bem\u00fchungen wurden von denen, die bef\u00fcrchten, dass der Dialog die Tradition verw\u00e4ssert, oft mit Misstrauen betrachtet. Und doch h\u00e4lt er daran fest \u2013 nicht, weil die \u00d6kumene ein Trend ist, sondern weil sie Christusnachfolge ist. Mit seinen eigenen Worten gesagt: \u201eWir verraten die Orthodoxie nicht, wenn wir uns auf den Dialog einlassen. Wir sind dem Evangelium treu\u201c.<\/p>\n<p>Der \u00d6kumenische Patriarch ist aber auch eine hoch geachtete globale moralische Stimme. In einer Welt, die durch Krieg, Ungleichheit, Klimakollaps und zunehmendem Autoritarismus zerrissen ist, ist Bartholom\u00e4us zu einer moralischen Stimme geworden, die keine Grenzen kennt. Er spricht nicht nur als geistliches Oberhaupt der orthodoxen Welt, sondern als globales Gewissen. Er hat sich f\u00fcr den Frieden in der Ukraine, f\u00fcr die Rechte von Fl\u00fcchtlingen, f\u00fcr den interreligi\u00f6sen Dialog und f\u00fcr eine globale Wirtschaft eingesetzt, die sowohl die Menschen als auch den Planeten respektiert. Er hat vor dem Europ\u00e4ischen Parlament und den Vereinten Nationen gesprochen und die politischen F\u00fchrer daran erinnert, dass Macht nicht von der ethischen Verantwortung getrennt werden kann.<\/p>\n<p>Er verk\u00f6rpert das Beste, was religi\u00f6se F\u00fchrung sein kann: weder sektiererisch noch selbstbesch\u00fctzend, sondern prophetisch, offen und tief verwurzelt in Mitgef\u00fchl.<\/p>\n<p>Wenn wir ihn ehren, ehren wir nicht einfach einen Kirchenf\u00fchrer. Wir ehren eine Vision: von der Menschheit, die mit der Sch\u00f6pfung vers\u00f6hnt ist, von den Kirchen, die miteinander vers\u00f6hnt sind, und von einer Welt, die noch an Gerechtigkeit und Barmherzigkeit glaubt.<\/p>\n<p>Eure Allheiligkeit, lieber Bruder Bartholom\u00e4us, Sie sind ein Segen f\u00fcr die Kirche und Sie sind ein Segen f\u00fcr die Menschheit. Heute bekommen Sie den \u00d6kumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern verliehen. Es hat genau den Richtigen getroffen. Ich gratuliere von Herzen<br \/>\nzu diesem Preis!<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Zeit der Mauern und der Angst ist Bartholom\u00e4us eine Br\u00fccke und eine Stimme des Mutes \u2013 ein geistlicher F\u00fchrer, dessen moralische Klarheit uns daran erinnert, was Menschlichkeit sein kann.\u201c Diese Worte \u00fcber den Mann, den wir heute mit dem \u00d6kumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ehren, stammen von keinem geringeren als Kofi&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":108715,"menu_order":362,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-109591","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","focus-area-oekumene"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In einer Zeit der Mauern und der Angst ist Bartholom\u00e4us eine Br\u00fccke und eine Stimme des Mutes \u2013 ein geistlicher F\u00fchrer, dessen moralische Klarheit uns daran erinnert, was Menschlichkeit sein kann.\u201c Diese Worte \u00fcber den Mann, den wir heute mit dem \u00d6kumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ehren, stammen von keinem geringeren als Kofi&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-10-07T12:54:16+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Oekumenepreis-2025.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1313\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"739\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"20 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/\",\"name\":\"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Oekumenepreis-2025.jpg\",\"datePublished\":\"2025-10-07T12:54:13+00:00\",\"dateModified\":\"2025-10-07T12:54:16+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Oekumenepreis-2025.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Oekumenepreis-2025.jpg\",\"width\":1313,\"height\":739},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"In einer Zeit der Mauern und der Angst ist Bartholom\u00e4us eine Br\u00fccke und eine Stimme des Mutes \u2013 ein geistlicher F\u00fchrer, dessen moralische Klarheit uns daran erinnert, was Menschlichkeit sein kann.\u201c Diese Worte \u00fcber den Mann, den wir heute mit dem \u00d6kumenischen Preis der Katholischen Akademie in Bayern ehren, stammen von keinem geringeren als Kofi&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-10-07T12:54:16+00:00","og_image":[{"width":1313,"height":739,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Oekumenepreis-2025.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"20 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/","name":"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Oekumenepreis-2025.jpg","datePublished":"2025-10-07T12:54:13+00:00","dateModified":"2025-10-07T12:54:16+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Oekumenepreis-2025.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Oekumenepreis-2025.jpg","width":1313,"height":739},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/eine-global-hochgeachtete-kirchliche-und-moralische-stimme-laudatio-auf-den-oekumenischen-patriarchen-bartholomaeus-i\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Eine global hochgeachtete kirchliche und moralische Stimme"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/109591","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/109591\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":109592,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/109591\/revisions\/109592"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/108715"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=109591"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}