{"id":111488,"date":"2025-11-07T11:27:38","date_gmt":"2025-11-07T10:27:38","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=111488"},"modified":"2025-11-07T11:27:46","modified_gmt":"2025-11-07T10:27:46","slug":"zwischen-kontinuitaeten-und-bruechen-gedanken-zu-roemischen-arbeiten-von-christoph-brech","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/zwischen-kontinuitaeten-und-bruechen-gedanken-zu-roemischen-arbeiten-von-christoph-brech\/","title":{"rendered":"Zwischen Kontinuit\u00e4ten und Br\u00fcchen"},"content":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr verehrter, lieber Herr Schuller, f\u00fcr Ihre freundliche Einladung, heute in die Ausstellung von Christoph Brech, die uns hier im Saal und in den R\u00e4umen der Akademie umgibt, einzuf\u00fchren, m\u00f6chte ich ganz herzlich Dank sagen. Einen kleinen Beitrag zu Ihrer festlichen Verabschiedung als Akademiedirektor leisten zu d\u00fcrfen, freut mich besonders, weil ich Ihnen, Herr Schuller, auf diese Weise meine Bewunderung, die ich f\u00fcr Sie und Ihre geleistete Arbeit hege, zum Ausdruck bringen kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>In Ihrer Akademie \u2013 so darf man die Katholische Akademie in Bayern mit Fug und Recht bezeichnen \u2013 haben Sie konstant aktuelle Themen in einer imposanten Bannbreite aufgegriffen, deren Diskussion Ihre eindrucksvolle Zeitung bzw. Zeitschrift \u201ezur debatte\u201c \u2013 dass man sie in die eine wie in die andere Kategorie einreihen m\u00f6chte, zeigt, wie \u00fcberzeugend das Format ist \u2013 weit \u00fcber M\u00fcnchen hinaus, unter anderem bis zu mir nach Rom tr\u00e4gt. Darin findet man neben den fundierten Behandlungen vielf\u00e4ltiger wissenschaftlicher Themen etwa schon sehr fr\u00fch pr\u00e4zise Informationen \u00fcber die italienischen Mafia-Organisationen und ihre Verbindungen nach Deutschland. Immer wieder haben Sie Analysen zu politischen Fragen und zu gesellschaftlichen Entwicklungen angesto\u00dfen, etwa zur Digitalisierung oder zur \u00d6kologie. Darin werden konkrete Positionen zu entscheidenden theologischen Problemstellungen formuliert, zu denen man selten Theologen zu pr\u00e4zisen \u00c4u\u00dferungen bewegen kann. So etwa die Fragen: Wie hat man sich die Auferstehung der Toten wirklich vorzustellen? Was bedeutet das J\u00fcngste Gericht unter der Voraussetzung der modernen Wissenschaft? Oder wie verh\u00e4lt es sich mit der Seele des Menschen? Wo beginnt der Mensch? Dabei haben Sie der Kultur und der Kunst stets einen breiten Raum einger\u00e4umt. Ich erinnere mich gerne daran, wie Sie auf dem Ger\u00fcst, inspiriert von Raffaels Fresko der Begegnung zwischen Papst Leo d. Gr. und dem Hunnenk\u00f6nig Attila, ein ganzes mehrt\u00e4giges Symposion zum Renaissance-Papsttum mit Blick auf das Reformationsjubil\u00e4um konzipiert haben. Es ist Ihnen immer um eine ernsthafte Auseinandersetzung gegangen, die auch vor der Herausforderung der zeitgen\u00f6ssischen Kunst nicht halt gemacht hat; davon zeugen Ihre regelm\u00e4\u00dfigen Fahrten mit Ihrer Akademie zur Biennale nach Venedig, oft in Begleitung des von Ihnen besonders gesch\u00e4tzten K\u00fcnstlers Christoph Brech, unseres gemeinsamen Freundes. Wenn es im Alten wie im Neuen Testament hei\u00dft: \u201eDer Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jedem Wort \u2026\u201c, dann ist das Wort immer Kultur. Dahinter steht das Bewusstsein, dass ohne Kultur Verk\u00fcndigung gar nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>In Rom ist mit Unterst\u00fctzung des Vatikan das J\u00fcngste Gericht gegenw\u00e4rtig zur Multimediashow degeneriert unter dem Slogan: \u201eLast Judgement, best show in town.\u201c Die Eink\u00fcnfte der Vatikanischen Museen dienen der Finanzierung des Vatikanstaates. Bildung ist durch Massenkultur ersetzt worden. Demgegen\u00fcber zeigt Ihr intellektueller, differenzierter und breiter Ansatz, dass es auch in der katholischen Kirche noch Kompetenz gibt, der es um die kritische Betrachtung der Inhalte geht und die bereit und f\u00e4hig ist, sich den intellektuellen Herausforderungen zu stellen, und die diese nicht aus Angst und Unkenntnis verdr\u00e4ngen und vertuschen muss. Will sagen: \u201eIhnen k\u00f6nnen die Menschen noch glauben.\u201c Der Text auf der Einladungskarte zur heutigen Veranstaltung legt aus christlicher \u00dcberzeugung heraus von alledem ebenso ein beredtes Zeugnis ab wie die Ausstellung mit Bildern von Christoph Brech unter dem Titel \u201eIm Auge des Pantheon\u201c, die Sie sich gew\u00fcnscht haben.<\/p>\n<p>Dass Sie die Kunst und die Kunstgeschichte zu Ihrem Abschied so prominent auftreten lassen, ist auch im Zeitalter der Bildgeschichte noch ein unsch\u00e4tzbares Verm\u00e4chtnis. Sp\u00e4testens 1921 wurde in England der Werbeslogan gepr\u00e4gt: \u201eOne Look is Worth A Thousand Words\u201c; Kurt Tucholsky hat ihn 1926 mit seinem literarischen Essay \u201eEin Bild sagt mehr als tausend Worte\u201c in der deutschen Literatur etabliert. Theologie ist eine Wortwissenschaft. Die mittelalterliche <em>Biblia Pauperum<\/em>, die f\u00fcr die Menschen geschaffen wurde, die nicht lesen konnten, hat das Bild aus dem Wort entwickelt und dem Wort untergeordnet. Mit der heutigen Bilderflut, die in allen Medien auf uns einst\u00fcrzt, kann die Theologie jedoch nicht mehr Schritt halten. Um sich diesem Ph\u00e4nomen zu stellen, ist Ihr Ansatz, die Bilder und die Kunstwerke \u00fcber die Bildwissenschaft hinaus in den Diskurs einzubeziehen, so ungeheuer wichtig. Ein Symbol richtig einzusetzen und ein Symbol richtig zu erkennen, erfordert ein Bildungsniveau; das Lesen von Bildern geh\u00f6rt zur Voraussetzung unserer Allgemeinbildung. Wir m\u00fcssen z.B. eine Sensibilit\u00e4t daf\u00fcr wecken, dass es nicht wahr ist, dass man Palmyra wiederherstellen kann. Ein solch falsches Verst\u00e4ndnis von Restaurierung verharmlost blo\u00df den Krieg. Der Abriss des v\u00f6llig intakten und in sich geschlossenen neo-romanischen Immerather Doms, sogar mit Genehmigung der Di\u00f6zese Aachen, ist aber genauso eine Zerst\u00f6rung und ein Sakrileg und zeigt, wie sehr wir Menschen Ihres Kulturniveaus, Herr Schuller, brauchen. Die an Heinrich Heine orientierte Devise, die im Januar in Immerath gepr\u00e4gt wurde: \u201eWer Kultur zerst\u00f6rt, zerst\u00f6rt bald auch Menschen\u201c, wird im Hambacher Forst in diesen Tagen schon traurige Wirklichkeit. Die Devise gilt in gleicher Weise f\u00fcr die Natur und die ganze Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>Diese Themen brennen auch Christoph Brech auf den N\u00e4geln, und er ist augenblicklich in dieser Richtung engagiert und aktiv. Bereits seine \u201er\u00f6mischen Arbeiten\u201c klagen solche Vergewaltigung unserer Umwelt an, sein Rom ist auch heute wieder eine \u201eoffene Stadt\u201c, nur mit dem Unterschied, dass die Besatzungsmacht die Touristen sind und die Ideologie die kulturlose Kommerzialisierung. Sie, Herr Schuller, haben mich gebeten, heute den \u201eKontinuit\u00e4ten und Br\u00fcchen\u201c in den Bildern von Christoph Brech nachzugehen. Diese treten hervor, wenn man die Bilder kontempliert, nicht wenn man zu schnell daran vorbeigeht. Vordergr\u00fcndig stehen z.B. moderne horizontale Gitterst\u00e4be den vertikalen Kanneluren ehrw\u00fcrdiger S\u00e4ulen gegen\u00fcber. W\u00e4hrend hingegen das Licht wie ein Firnis die zum Ausschnitt komponierten Motive kontinuierlich zu vereinen scheint, manifestiert sich in den ins Auge gefassten Gegenst\u00e4nden ein wachsender Kontrast zwischen dem Ewigen und dem Ephemeren. Aus einer formalen \u00c4sthetik geboren, entwickeln die Formen aus ihrer Relation eine Ikonographie. So weht das in Stein festgehaltene, antikisierende, bewegte Gewand einer Fr\u00fcchte tragenden Ceres im Wettstreit mit den vom Wind real gebauschten Plastikplanen eines Bauger\u00fcstes, das f\u00fcr einen Fassadenanstrich aufgebaut worden ist. Das Licht verleiht dem starren Marmorbild mehr Bewegung, als die reale Struktur gegen\u00fcber aufweist, und vermittelt das Wesen beider, obwohl beide in einem vollkommen heterogenen architektonischen Ambiente eingezw\u00e4ngt sind.<\/p>\n<p>Immer wieder konfrontieren Ger\u00fcste in Rom, die l\u00e4ngst heute nicht mehr stehen, den Betrachter in Brechs Bildern damit, sich \u00fcber seine eigene Wirklichkeit Rechenschaft abzulegen. Komplexe Anordnungen von Verh\u00fcllungen, von Photographien im Photo, von Reflexen, Gem\u00e4lden, Plakaten und von vielem mehr m\u00fcssen durchdrungen werden, wenn man den eigenen Standpunkt gegen\u00fcber dem Bild bestimmen will. Vor der Kirche S. Carlo al Corso, inmitten der Planen, auf denen die Fassade in Originalgr\u00f6\u00dfe aufgedruckt, aber teilweise verschoben ist, die sie selbst und das vorgestellte Ger\u00fcst verdecken, sticht eine wei\u00dfe platte Projektionsfl\u00e4che hervor, deren Leere darauf wartet, ein Werbeplakat zu tragen. Fast entsteht der Eindruck des Ateliers eines Malers, in dem Leinw\u00e4nde, bemalt, angefangen oder leer, hintereinander gestapelt sind. Die wei\u00dfe Leinwand wird von einem Kabel mit einer wei\u00dfen Stra\u00dfenlampe durchquert, ohne Licht. Aus der Negation heraus und mit einem leisen Anflug eines kleinen Sonnenflecks rechts oben wird das Licht zum Protagonisten, mit dem Rom gesegnet ist und das alle nat\u00fcrlichen und k\u00fcnstlichen, atmosph\u00e4rischen und elektrischen Lichter malerisch verwandelt. \u00c4hnliches gilt von den Spiegelungen in den Aufnahmen. Da es sich bei Christoph Brechs Bildern um Photographien und nicht um Malerei handelt, bleibt die Realit\u00e4t die regierende Logik der Bilder. Das Licht wandelt sich derweil stetig, und selbst die Photographie kann es nicht festhalten, sondern sich nur daran inspirieren. Im Spiel der Standortbestimmung lehren Christoph Brechs Photos Sehen und steigern unsere visuelle \u00c4sthetik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>Aus meiner Arbeit im Vatikan unter drei verschiedenen P\u00e4psten, zu der auch ein gro\u00dfes Gemeinschaftsprojekt mit Christoph Brech geh\u00f6rt, das unter dem Titel \u201eFreie Blicke\u201c hier in M\u00fcnchen publiziert worden ist, sind mir Br\u00fcche einer Kontinuit\u00e4t sehr vertraut. Unter Papst Johannes Paul II. haben Kunst und Kultur ihr traditionelles Dasein gef\u00fchrt und standen nie in Frage. Papst Benedikt XVI. hat dies gesteigert und ungeahnte neue Energien freigesetzt. Selbst Sekret\u00e4re von Kardin\u00e4len konnten jetzt beschreiben, wie ein Fresko gemacht wird. Der Vatikan trat pl\u00f6tzlich auf der Biennale in Venedig auf. Nie f\u00fcr m\u00f6glich gehaltene Restaurierungen, auch in privaten R\u00e4umen von Kurienmitgliedern, waren auf einmal m\u00f6glich, selbst wenn sie sich \u00fcber lange Zeitr\u00e4ume erstreckten. W\u00e4hrend der Restaurierung der Cappella Paolina ist Papst Benedikt pers\u00f6nlich zur Planung der Altaraufstellung und zur Er\u00f6rterung der liturgischen wie kunsthistorischen Implikationen wie zu Zeiten von Bramante, Raffael und Bernini zur Baustelle gekommen und hat die Arbeiten auf dem Ger\u00fcst in Augenschein genommen. Heute herrscht Massenkultur.<\/p>\n<p>Christoph Brech nimmt dazu Stellung. Sein Bild von den unordentlichen Ger\u00fcsten auf dem Petersplatz in Rom mit vorgelagertem, erloschenem, riesigem Fernsehbildschirm ohne Bild, unter einem d\u00fcsteren Himmel, scheint bange zu fragen: Was h\u00e4lt den Vatikan noch? Christoph Brech z\u00e4hlte zu den 250 K\u00fcnstlern, die Papst Benedikt am 21. 11. 2009 in die Sixtinische Kapelle eingeladen hatte. Dieses Ereignis ist in den vier Bildern im Speisesaal der Akademie pr\u00e4sent und spannt einen Bogen zwischen Intentionen von Papst Benedikt und Florian Schuller. Benedikt wollte mit seiner Initiative an die wegweisende Rede seines Vorg\u00e4ngers Johannes Paul II. ankn\u00fcpfen, die dieser im Herkulessaal der M\u00fcnchner Residenz gehalten hatte und in der er K\u00fcnstler und Publizisten zum \u201eauthentischen Dienst an der Wahrheit und am Menschen\u201c aufgefordert hatte. Christoph ist Benedikts Aufforderung zur Zusammenarbeit von K\u00fcnstlern und Kirche unmittelbar gefolgt, hat ein genuines Projekt mit den Vatikanischen Museen entwickelt und hier drei Jahre \u00fcber Licht, Kunst und die Rezeption der Werke durch die Menschen kontempliert. Eines der Bilder in der hiesigen Ausstellung entstammt diesem Projekt. Vom h\u00f6chsten Punkt des Mons Vaticanus, der nach einer k\u00fcrzlich erfolgten Restaurierung heute schon anders aussieht als auf Brechs Bild, blickt man hin\u00fcber auf die Peterskuppel, mit der Bramante das Pantheon auf das Templum Pacis, den vermeintlichen antiken Friedenstempel, setzen wollte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>Das Pantheon ist vielleicht der eindrucksvollste Bau Roms. Seine Proportionen sind aus der Kugel entwickelt, die nur zur H\u00e4lfte in seiner Kuppel sichtbar wird \u2013 und das auch nur im Innern. Mit seiner korinthischen Ordnung und dem m\u00e4chtigen Bronzeportal ist es der Inbegriff der Antike. Alle Kuppeln des Abendlandes scheinen von hier inspiriert.<\/p>\n<p>Kaiser Hadrian hatte das Pantheon als paganen Tempel errichtet. Papst Bonifaz IV. weihte es im Jahre 609 als christliche Kirche, wo als Hauptreliquie das Schwei\u00dftuch der Veronika verehrt wurde, als das Allerheiligenfest noch ein Fr\u00fchlingsfest war. Als Bonifaz den fensterlosen Raum betrat, h\u00e4tten die heidnischen D\u00e4monen keinen anderen Ausweg gewusst, als durch den Kuppelscheitel zu fl\u00fcchten. Dabei h\u00e4tten sie einen Oculus, das Auge, an dieser zentralen Stelle, an der normalerweise der Schlussstein jedes Gew\u00f6lbe h\u00e4lt, eingebrochen und seien mit dem grossen bronzenen Pinienzapfen, der das Geb\u00e4ude au\u00dfen bekr\u00f6nt habe, wie mit einem Sektkorken bis ins Atrium vor St. Peter geflogen. So dramatisch schildern es die mittelalterlichen Legenden, die Mirabilia Urbis Romae, um sich das Continuum dieses suggestiven Raumes mit dem Loch an der entscheidenden Stelle zu vergegenw\u00e4rtigen und begreifbar zu machen.<\/p>\n<p>Keines der Bilder von Christoph Brech zeigt dieses Auge, und doch empfangen alle seine Pantheon-Bilder von diesem Oculus ihr subtiles Licht, gleichg\u00fcltig welche willk\u00fcrlich eingebauten elektrischen Lichtquellen sonst damit in Kontrast treten und in diesen Lichtfluss einbrechen. Nur das Licht des Auges im Zenit erzeugt die Reihe von Schatten auf den ohnehin schon dunklen Bronzet\u00fcren und ruft das Spiel der kleinen Schmuckelemente hervor. Dasselbe Tageslicht, das sich durch das Auge ergie\u00dft und das drau\u00dfen vor der T\u00fcr glei\u00dfend alles umgibt, ist im Innern gewandelt und hat eine eigene Konnotation.<\/p>\n<p>So sehr das Licht des Auges den Innenraum verzaubert, so surreal ist der Punkt au\u00dfen, oben, auf der Kuppel, neben dem offenen Oculus. Da die W\u00f6lbung der Kuppel unter dem Rand zur\u00fcckweicht, entsteht f\u00fcr den, der an die \u00d6ffnung tritt, ein Gef\u00fchl wie beim Fliegen. An diesem Punkt kann nur stehen, wer vollkommen frei von H\u00f6henangst ist. Hier spielt eine weitere der vielen r\u00f6mischen Geschichten, die zumindest seit 1802 erz\u00e4hlt wird, aber vielleicht gar keine Legende ist, sondern sich wirklich zugetragen haben mag. Es hei\u00dft, dass Kaiser Karl V., als er 1536 nach seinem Tunis-Feldzug Rom besuchte, eben diesen Punkt des Pantheon habe besteigen und durch das Auge in den Innenraum schauen wollen. Dem Sohn des Pantheon-Aufsehers sei die Ehre zuteil geworden, den Kaiser zu begleiten. Als der Vater hinterher seinen Sohn fragt, wie der Besuch gewesen sei, habe dieser dem Vater geantwortet: \u201eWei\u00dft Du, Vater, als ich dort oben mit dem Mann stand, der den f\u00fcrchterlichen Sacco di Roma und die grauenvolle Pl\u00fcnderung der Stadt durch die Landsknechte \u00fcber uns gebracht hat, kam in mir das Verlangen auf, ihn in das Loch hinabzusto\u00dfen. Darauf habe der Vater zu seinem Sohn gesagt: \u201eMein Sohn, so etwas sagt man nicht, so etwas tut man!\u201c Denn er wusste, dass schon der Gedanke an einen Tyrannenmord genauso t\u00f6dlich sein kann wie eine solche Tat selbst.<\/p>\n<p>In dieser Episode manifestiert sich f\u00fcr mich Majest\u00e4t, und sie hat mir immer meinen absoluten Respekt f\u00fcr Karl V., einen der Protagonisten der gr\u00f6\u00dften Umbr\u00fcche der Weltgeschichte, abverlangt. Er konnte die Situation an diesem einzigartigen Ort nicht vorhersehen, bevor er nicht dort gestanden hatte, und er konnte nicht ahnen, welches Gef\u00fchl ihn an dieser Stelle befallen w\u00fcrde. Als er mit dem halbw\u00fcchsigen Jungen hier oben ankam, konnte er sich nicht auf den Bauch legen und \u00fcber den Rand des Oculus lugen, wie man das als Arch\u00e4ologe oder Kunsthistoriker oder auch als Photograph tun kann. Wenn der Kaiser Angst hatte, hatte er keine andere Wahl, als sie zu \u00fcberwinden und stehend in den \u00fcber 40 m tiefen Abgrund zu schauen. Der Junge war ihm nicht gewogen, er h\u00e4tte das Ansehen des Kaisers sofort preisgegeben. Er war nur eine doppelte Gefahr f\u00fcr den Herrscher, sowohl f\u00fcr sein Leben als auch f\u00fcr sein Ansehen. Nur das Individuum Karls konnte hier die Institution des Kaisers befreien.<\/p>\n<p>Die Pers\u00f6nlichkeit Karls offenbart in dieser Situation einerseits Selbstbewusstsein, ohne das er die Situation nicht meistern konnte, und andererseits Demut, indem er sich einem Jungen anvertraute und nicht ein Event seines Protokolls und seines Hofstaates inszenieren lie\u00df. Letztendlich sind es aber seine Achtung vor dem Ort, seine Kultur und seine F\u00e4higkeit, sich faszinieren zu lassen, aus der er seine Haltung bezieht. Das Selbstbewusstsein erw\u00e4chst aus der Demut. Seine Pers\u00f6nlichkeit, nicht seine Medienerscheinung macht ihn als Kaiser glaubhaft. In jeder Betrachtung des Pantheon, k\u00fcnstlerisch oder wissenschaftlich, schwingt diese Tradition mit.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>Christoph Brech hat solche Gedanken in seiner Besch\u00e4ftigung mit Giordano Bruno auf dem r\u00f6mischen Campo dei Fiori, dem Ort seines Martyriums, wo die Inquisition Bruno im Jahre 1600 verbrannt hat, ein weiteres Mal auf den Punkt gebracht. Die Bronzestatue des Priesters, Philosophen, Wissenschaftlers und Schriftstellers ragt \u00fcber gro\u00dfen, wallenden Schirmen, die gegen Sonne wie gegen Regen sch\u00fctzen sollen, unter einem tr\u00fcben Himmel vor dem Palazzo della Cancelleria, dem Palast des p\u00e4pstlichen Kanzlers, empor. Drei geschlossene Schirme wirken wie Berliner Schutzleute oder Gestapo in Trenchcoats, die den Ketzer beschatten. Der Kontrast zwischen dem Ewigen und dem Ephemeren scheint den Widerruf der Inquisition durch Papst Johannes Paul II. zu suggerieren, der im Jahre 2000 die Hinrichtung Brunos f\u00fcr Unrecht erkl\u00e4rt hat.<\/p>\n<p>Wir verdanken dem Christentum unter anderem die abendl\u00e4ndische Kunst. Christoph Brech geh\u00f6rt zu den christlichen K\u00fcnstlern, die diese Tradition fortsetzen. Im Augenblick arbeitet er an einem Kirchenfenster, das aus den R\u00f6ntgenplatten der Lungen von Gl\u00e4ubigen aus der Gemeinde komponiert ist, durch die sie also atmet und \u00fcber den Tod dieser Menschen hinaus atmen wird. Brech spinnt in diesem Fenster den Faden seiner Reflexionen \u00fcber vereinendes Licht und den Beitrag des Einzelnen, gleich welchen Standes, in der Gesellschaft weiter.<\/p>\n<p>Brechs Photos sind digitale Bilder, die einem bin\u00e4ren Code unterliegen. Wir haben bisher kein konservatorisches Konzept, mit dem wir in dieser Technik ausgef\u00fchrte Werke dauerhaft erhalten k\u00f6nnen. Unsere Gesellschaft polarisiert sich kontinuierlich, sie gleicht ihre Logik dem bin\u00e4ren Prinzip von Strom und kein Strom des Computers an, als ob die Digitalisierung unser Denken und F\u00fchlen strukturierte. Das Licht in den digitalen Photos von Christoph Brech f\u00fchrt vor, dass das Spektrum mit all seinen Nuancen keineswegs aufgegeben werden muss. Das Gleiche gilt f\u00fcr Schwarz und Wei\u00df genauso mit den ungez\u00e4hlten Schattierungen dazwischen. Kontinuit\u00e4t oder Br\u00fcche sind nicht entscheidend, sondern die individuelle \u00c4sthetik der Relation. Die Rolle der Sch\u00f6nheit zu erhalten, ihre Herausforderung durch Kunst und Wissenschaft weiter zu \u00f6ffnen und die Vielfalt der M\u00f6glichkeiten zu nutzen und nicht einzuschr\u00e4nken, fordern uns die Bilder von Christoph Brech in der Akademie von Florian Schuller auf. Kompetenz erfordert Demut, um sie mit Selbstbewusstsein einsetzen zu k\u00f6nnen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr verehrter, lieber Herr Schuller, f\u00fcr Ihre freundliche Einladung, heute in die Ausstellung von Christoph Brech, die uns hier im Saal und in den R\u00e4umen der Akademie umgibt, einzuf\u00fchren, m\u00f6chte ich ganz herzlich Dank sagen. 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