{"id":111508,"date":"2025-11-07T12:17:45","date_gmt":"2025-11-07T11:17:45","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=111508"},"modified":"2025-11-07T12:17:45","modified_gmt":"2025-11-07T11:17:45","slug":"alltag-unter-schwedischer-herrschaft-in-bayern","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/alltag-unter-schwedischer-herrschaft-in-bayern\/","title":{"rendered":"Alltag unter schwedischer Herrschaft in Bayern"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Allgemeines<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg gilt im Geschichtsbewusstsein der Region und der betroffenen ehemaligen Landes-, Residenz- und Reichsst\u00e4dte bis heute als traumatisches Geschehen von Dauer. F\u00fcr die Unsterblichkeit in und aus dieser Zeit sorgten die Jubil\u00e4ums- und Gedenkfeiern, die keineswegs nur die evangelischen Kultur- und Konfessionsregionen alle 25, 50 bis 100 Jahre beeindruckten, literarische und b\u00fchnenreife Reflektionen um und auf den Krieg und dessen Protagonisten, deren bekannteste die Dramen-Trilogie \u201eWallenstein\u201c von Friedrich Schillers seit den Urauff\u00fchrungen 1788\/89 am Weimarer Hoftheater unter der Intendanz von Johann Wolfgang von Goethe Weltgeltung einnimmt. Gro\u00dfformatige Friedens-, Schlachten- und Kriegsbilder sorgten f\u00fcr Aufsehen. Ungez\u00e4hlte Flugbl\u00e4tter trugen mit ihrer meist konfessionsbezogenen Polemik in Bild und Text zu einer diskursiven Auseinandersetzung um die Kriegs- und Friedensjahre bei. Das Leid der Zeitgenossen, verursacht durch Krieg, Tod, Krankheit und der Zerst\u00f6rung gewachsener Familien-, Lebens- und Wohnstrukturen war aber keineswegs fl\u00e4chendeckend verteilt. Mancherorts hielt man am luxuri\u00f6sen Lebensstil fest als sei nichts gewesen. An der Hoftafel der fr\u00e4nkisch-b\u00f6hmischen Adelsherrschaft der Grafen Schwarzenberg <strong>\u2013<\/strong> 1670 erfolgte der Aufstieg der Familie in den Reichsf\u00fcrstenstand \u2013 schien Vieles beim Alten zu bleiben. Im Fr\u00fchjahr 1632 kredenzte man trotz des Schwedeneinfalls in S\u00fcddeutschland noch in gro\u00dfen Mengen zartes Taubenfleisch und schmackhafte Teichfische aus heimischer Zucht. Der J\u00e4ger aus der Schwarzenberger Burgvogtei \u00fcberbrachte im Rechnungsjahr 1631\/32 \u201e<em>43 klux v\u00f6gel\u201c. <\/em>Diese Tauben \u201e<em>sind alle gelifert vnd bey der hoffhaltung zu Schwarzenberg verspeist worden<\/em>.\u201c Die gr\u00e4fliche Fischmeister um Scheinfeld res\u00fcmierten ferner \u201e<em>2547 st\u00fcckh karpffen vnd orffen sind herbstzeit de\u00df 1630. jahrs au\u00df allen der herrschafftlichen we\u00ffhern gefangen worden, die gewogen 20 centner 84 \u00a3 laut de\u00df visch registers hierbe\u00ff mit nro. 151<\/em>\u201c Andernorts verstummte man zu dieser Zeit angesichts des Totalruins.<\/p>\n<p>Die Auseinandersetzung mit den Kriegserfahrungen fr\u00fcherer Generationen und Jahrhunderte besch\u00e4ftigt nun wieder vermehrt die Fr\u00fchneuzeitforschung, doch wissen wir immer noch zu wenig \u00fcber die konkreten Auswirkungen des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs in den St\u00e4dten und Landschaften des heutigen Bayern. Vielfach war das Kriegsgeschehen auch im Fokus des Medien- und Informationsaufkommens der Zeit. Was wusste man \u00fcber die Kriegsf\u00fchrung und das Krisenmanagement in der Nachbarschaft? Einer der Amtsv\u00f6gte aus der Herrschaft Schwarzenberg f\u00fchrte \u2013 \u00e4hnlich das auch f\u00fcr andere s\u00fcddeutsche F\u00fcrstendiener belegt ist \u2013 ein Rechnungsbuch mit Botenl\u00f6hnen. Von Juni bis Oktober 1634 notierte Andreas Zapf Kriegsbedingtes in der Bilanz. Als Boten fungierten meist \u00f6rtliche Handwerker: \u201e<em>16 kr einem Potten al\u00df dem Sailler, welcher vmb Nachfrag wegen des Kriegsvolckhs nach Windsheimb verschickht worden, au\u00df Befelch h. Oberambtmans.<\/em>\u201c An anderer Stelle hie\u00df es: <em>\u201e2 fl 24 kr. dem Zimmermann vnd dem Sailler geben, al\u00df man solche nach Dinckhelspill vmb ein S<\/em>[alva]<em> Guardj schickhen wollen, solche Gelt aber be\u00ff Tagstetten jnnen genommen worden.\u201c <\/em>Die Erkundungen weiteten sich aus, da man einen Boten bezahlte,<em> \u201eso nach W\u00fcrt<\/em>[temberg]<em> zum Secret<\/em>[arius]<em> geschickht worden.\u201c <\/em>Und jene \u00e4ltere Magd, der man 36 Kreuzer<em> \u201ef\u00fcr ein paar schuh\u201c <\/em>bezahlte, um ein \u201e<em>Schreiben zu h. doctor He\u00fcbner nach Schweinfurth<\/em>\u201c zu tragen, erf\u00fcllte sicher nicht ihre erste Mission in Sachen Kriegszug- und Schlachtenspionage.<\/p>\n<p>Der Vortrag will eine Nahperspektive auf den Alltag und die Akteure, die Seuchen- und Kriegsgefahr, die Hungerkrisen und die politischen Schachz\u00fcge im Wettstreit um Ressourcen, \u00f6konomische Vorteile, Krieg und Frieden geben. \u00dcber literarisch-historische Fallstudien versuchen wir einen territorialen Zugriff auf die Jahrzehnte von 1618 bis 1648\/50 in S\u00fcddeutschland.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Kriegsalltag<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der schwedischen B\u00fcndnis- und Besatzungszeit musste in den hier n\u00e4her untersuchten Reichsst\u00e4dten Vieles in den \u00c4mtern, im engeren Ratsregiment, im Steuer-, Gerichts- und Milit\u00e4rwesen, im mittelalterlichen Befestigungs-, Wehr- und Mauerring sowie im Finanz- und Wirtschaftssektor ver\u00e4ndert werden. Die Besetzung ging meist schnell \u2013 auch Donauw\u00f6rth mit seiner Bedeutung f\u00fcr die Vorgeschichte des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs wurde von Gustav II. Adolph am 27. M\u00e4rz 1632 wie viele andere s\u00fcddeutsche St\u00e4dte \u201e<em>mit gest\u00fcrmter Hand eingenommen<\/em>\u201c \u2013, doch die Besatzung blieb l\u00e4nger als zun\u00e4chst vermutet. Auch in der im April 1632 gedruckten \u201e<em>Relatio de Bavaria<\/em>\u201c wurde die ehemalige Reichsstadt W\u00f6rth in der Beschreibung aller \u201e<em>herrlichen Victori<\/em>\u201c Schwedens entlang der Donau vorangestellt. Die Reihenfolge \u201ebefreiter\u201c St\u00e4dte notierte ein schwedischer Soldat: \u201e<em>Ort und St\u00e4dt in Schwaben und Bayrn erobert und einbekommen\/ als nemlich Thonawerth\/ H\u00f6chstadt\/ Dillingen\/ Lauingen\/ Gundelfingen\/ G\u00fcnstburg <\/em>[G\u00fcnzburg]\/<em> Rain\/ Aychen\/ Schrobenhausen und Neuburg<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Die Druckereien wechselten ihren politischen Auftraggeber. Sogar die St\u00e4dtenamen \u00e4nderten sich in den Flugbl\u00e4ttern kriegsf\u00fchrender Parteien. Augsburg mutierte von der r\u00f6misch fundierten, im Humanismus wiedergeborenen Augusta Vindelicorum 1632 zur \u201eGustava Vindelicorum<strong>\u201c<\/strong>. Schlie\u00dflich verfuhr die Siegermacht Schweden mit s\u00fcddeutschen Reichsst\u00e4dten kumulativ. 1631 erging beispielsweise von Gustav II. Adolph ein <em>\u201e<\/em><em>beweglich Schreiben\/ Welches K\u00f6nigliche Majest. zu Schweden [et]c. an etliche ReichsSt\u00e4dte in Francken abgehen lassen\u201c<\/em>. Darin ginge es inhaltlich um die <em>\u201e<\/em><em>kurtze<\/em> <em>Erzehlung<\/em><em> der <\/em><em>Siegreichen<\/em> <em>victorien,<\/em> <em>welche<\/em> <em>Gott<\/em><em> der <\/em><em>Allerh\u00f6chste<\/em><em>\/ <\/em><em>Ihrer<\/em> <em>K\u00f6nigl.<\/em> <em>Majest.<\/em><em> vom <\/em><em>7.<\/em> <em>Septembr.<\/em> <em>bi\u00df<\/em><em> den <\/em><em>18.<\/em> <em>Octobr.<\/em> <em>1631.<\/em> <em>mildiglich<\/em> <em>verliehen.<\/em> <em>Item<\/em><em>\/ <\/em><em>Wo<\/em> <em>Tylli<\/em><em> mit <\/em><em>seinem<\/em> <em>Volck<\/em> <em>sich<\/em> <em>itzo<\/em> <em>befindet<\/em><em>\/ <\/em><em>darvon<\/em> <em>schon<\/em> <em>etwas<\/em> <em>geschlagen<\/em> <em>worden<\/em><em>.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Noch immer wissen wir aber zu wenig \u00fcber entsprechende Ver\u00e4nderungen im st\u00e4dtischen Alltag, w\u00e4hrend die milit\u00e4rischen Leistungen der B\u00fcndnisst\u00e4dte besser erforscht sind. Wie weit die Reformen gingen und wie stark die gegen Ende des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Kriegs grunds\u00e4tzlich finanzgeschw\u00e4chten Reichsst\u00e4dte f\u00fcr die immensen Kriegs-, Kontributions- und Fourage-Kosten aufkommen mussten, hing ganz von der Garnisonsdauer und den individuellen Entscheidungen der Stadtkommandanten ab. Ein komparatistischer Blick auf s\u00fcddeutsche Residenzst\u00e4dte kl\u00e4rt auch die Spannweite der Entscheidungen und des konkreten Krisenmanagements beim zeitgleichen Wechsel im reichsst\u00e4dtischen Regiment.<\/p>\n<p>Bisweilen begn\u00fcgten sich die Schweden nach der Besetzung katholischer Bischofsst\u00e4dte mit sanften Ver\u00e4nderungen, um die in Zeitnot gewachsenen Strukturen fortzuf\u00fchren. So lie\u00df Oberst Klaus Dietrich von Sperreuter in einem \u00dcbergabevertrag mit der Eichst\u00e4tter Hochstiftsregierung im Namen Gustav Adolphs erkl\u00e4ren: \u201e<em>Im gleichen das Policeywesen, wie auch die expeditiones bey der Geist: und Weltlichen Cantzley zu Hoff und in der Statt, wie auch die Verrichtungen bey den Z\u00fcnfften, sollen in vorigem Stad verbleiben, und menniglich bey seiner rechten, gerechtigkeiten und Privilegien gelassen werden<\/em>.\u201c Setzte man hier in einem altfr\u00e4nkischen Bistum mit Blick auf das Privilegien-, Zivil- und Strafrecht offenbar auf Kontinuit\u00e4t, so verlief der \u00dcbergang im W\u00fcrzburger Bistum anders. Dank der von Christian Leo edierten zeitgen\u00f6ssischen \u201e<em>Summarischen Beschreibung<\/em>\u201c Dr. Joachim Ganzhorns zur W\u00fcrzburger Schwedenzeit 1631 bis 1633 wissen wir, dass die schwedische Soldadeska den Garanten f\u00fcr den administrativen Erfolg, das Kanzleiarchiv, pl\u00fcnderte. \u201e<em>Gleichergestallt ist das F\u00fcrstlich Archivium darinnen des Bistumbs W\u00fcrtzburg Kayser- vndt K\u00f6nigliche privilegia, Instrmenta, Documenta vndt andere brieffliche Vhrkunden, daran dem Stifft viell gelegen, vonn viell 100 Jahren hero assecurirt, also tractirt worden, das (mann) deren viell unten im Hoff vnter dem blossen Himmel gelegen, darauffer mann mit f\u00fcssen gangen, welche der K\u00f6nig selbsten hinweg zu thuen befohlen.\u201c <\/em><\/p>\n<p>Oberst Sperreuter forderte von der konfessionsvermischten fr\u00e4nkischen Reichsstadt Dinkelsb\u00fchl \u2013 politisch z\u00e4hlte die Stadt aber zum Schw\u00e4bischen Reichskreis \u2013 im Fr\u00fchjahr 1632 die Absetzung der katholischen Ratselite. Der Innere oder Kleine Rat, trotz mehrheitlich evangelischer B\u00fcrgerschaft fast ausschlie\u00dflich mit altgl\u00e4ubigen R\u00e4ten best\u00fcckt, wurde entmachtet. Zwei Tage sp\u00e4ter begann der neue, nun evangelische Rat am 26. Mai mit seiner Arbeit. Anschlie\u00dfend ver\u00e4nderte sich auch der Gro\u00dfe Rat. Dinkelb\u00fchls einstige Elite sah sich Repressalien ausgesetzt. Um schwedische Kriegsziele zu erreichen und die Ligisten gef\u00fcgiger zu machen, lie\u00df Sperreuter die alten Ratsherren gefangen nehmen. Nach 27 Wochen im Arrest in billigen Herbergen zu Dinkelsb\u00fchl und N\u00f6rdlingen, f\u00fcr die sie zus\u00e4tzlich 1850 Gulden bezahlen mussten, urteilten die Betroffenen im Sommer 1632 verbittert: Wir mussten uns \u201e<em>zu sterbender Pest Zeit in dem aller ergsten W\u00fcrths Hau\u00df mit Siechem Schaffsfleisch, und in Wahrheit anders nicht als wie die Hundt tractieren Lassen<\/em>.\u201c In der Stadt an der W\u00f6rnitz wurde es vor\u00fcbergehend mit dem Abschied aus einer konfessionsvermischten Vergangenheit ernst. Die Augsburger Konfession wurde in drei Jubelpredigten zur allein selig machenden Stadtphilosophie erkl\u00e4rt. Der schwedische Alltag begann \u201e<em>als auff Allergn\u00e4digsten Befehl\/ der K\u00f6nigl. Majest\u00e4t zu Schweeden\/ <\/em>[et]<em>c. die Pfarrkyrchen zu S. Georgen daselbsten\/ den Evangelischen eingeraumet\/ auch auff die H. Pfingsten\/ dieses lauffenden 1632. Jars\/ widerumb das erste mal darinnen geprediget\/ und der Gottesdienst nach Innhalt der unverf\u00e4lschten Augspurgischen Confession, angerichtet worden.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Gustava Augustana \u2013 Schweden in Augsburg<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201e<em>Hoert zu ihr Christenleut\/ wissen ich euch bescheyd\/ da die Noth war am go<sup>e<\/sup>sten\/ weder au\u00df noch ein westen\/ die Augspurger mit name\/ Gott ihnen zu Hu<sup>e<\/sup>lff kame. Mit seiner hu<sup>e<\/sup>lffreichen Hand\/ wie geschehn manchem Land\/ Er wollte sie nicht lassen\/ weil sie GOtt nicht verlassen\/ Halff er ihnn au\u00df all No<sup>e<\/sup>then\/ thete sie bald erretten. Durch jr Ko<sup>e<\/sup>niglich Mayestat\/ au\u00df Schweden\/ welcher hat\/ da\u00df gro\u00df Werck angefangen\/ dazu grosses verlangen\/ Jedermann wu<sup>e<\/sup>nschte gerne\/ O wer der Held nicht ferne.\u201c<\/em><\/p>\n<p>1632\/33 erklangen in Augsburg solche \u00fcberschw\u00e4ngliche Dankeslieder und Hymnen auf Gustav II. Adolf, die mitunter in der \u201e<em>Waarhaften Zeitung<\/em>\u201c gedruckt wurden. Anlass zur Freude gab im April des Jahres 1632 die vermeintliche \u201e<em>Erl\u00f6sung<\/em>\u201c Augsburgs aus dem Joch katholischer Schatten- und Kriegsm\u00e4chte. Selbst in N\u00fcrnberg textete man deshalb 1632 noch: \u201e<em>Augusta Angustiata, A Deo Per Deum Liberata: Teutsch: Ge\u00e4ngstigt ward Augspurg die Stadt: Gott durch Gott ihr geholffen hat.<\/em>\u201c In Text und Bild posierte Gustav Adolf als Retter in der Not gegen\u00fcber einer verarmten und verwahrlosten Stadt, die als Bettlerin ihr Lied klagte. Im Nebenbild zerst\u00f6ren Jesuiten und M\u00f6nche mit \u00c4xten die bedeutende protestantische Stadt- und Kirchenbibliothek von St. Anna. Schweden wurde fortan im reichsst\u00e4dtischen Alltag ganz gro\u00df geschrieben. Am 17., beziehungsweise nach katholisch-p\u00e4pstlicher Rechnung am 27. Oktober 1632 beging man in der ehrw\u00fcrdigen, im Krieg vielfach bedr\u00e4ngten evangelischen Kirche bei St. Anna \u2013 noch kurz vor dem Tod Gustav II. Adolfs (1594\u20131632) \u2013 den Trauergottesdienst zu Ehren des gefallenen schwedischen Regimentsoffiziers Erich Hand. Der Oberst war als \u201e<em>Erbsesse auff Olshamar<\/em>\u201c fest in das skandinavische Hof- und Regierungssystem eingebunden. Zelebrant war \u00a0Johann Conrad G\u00f6bel (1623-1687), Augsburger Pfarrer und Senior im st\u00e4dtischen Kirchenministerium. Sein Nachruf wurde 1633 bei Johann Schultes in Augsburg gedruckt. \u00dcbertroffen wurde dieser medienfundierte Kniefall einer s\u00fcddeutschen Reichsstadt gegen\u00fcber der schwedischen Besatzung nur von der Trauer um den Tod Gustav II. Adolfs nach der Schlacht bei L\u00fctzen am 16. November 1632: \u201e<em>Grabes-Schrifft<\/em> <em>Auff<\/em><em> den <\/em><em>Heldenm\u00fctigen<\/em><em> und <\/em><em>Ritterlichen<\/em> <em>abschied<\/em> <em>de\u00df<\/em> <em>nunmehr<\/em> <em>h\u00f6chstseeligster<\/em> <em>Ged\u00e4chtnu\u00df<\/em> [&#8230;] <em>Herrn<\/em> <em>Gustavi<\/em> <em>Adolphi<\/em><em> Der <\/em><em>Schweden<\/em> [&#8230;] <em>K\u00f6niges<\/em> [&#8230;]<em> \/ In h\u00f6chster betrawr- und betaurung auffgerichtet von M. Laurentio Drachen P.L<\/em>.\u201c, Augsburg 1633. \u00a0Jetzt belieferten Augsburgs Offizine ganz Europa mit lateinischer und deutscher Trauer-Panegyrik. Leichenpredigten \u2013 mitunter als \u201e<em>L\u00fcgenpredigten<\/em>\u201c enttarnt \u2013 waren in Kriegszeiten stets ein verbreitetes Medium, um Stadt- und Kriegsregimenter sowie Kriegs- und Feldherren zu glorifizieren. Die von dem Bibliothekar Elias Ehinger (1573\u20131653) verfassten und von Johann Schultes in Augsburg verlegten \u201e<em>Lachrymae fusae in obitu Serenissimi Et Potentissimi Principis ac Domini, D<\/em>[omi]<em>n<\/em>[i]<em> Gustavi Adolphi, D.G. Suecorum, Gothorum &amp; Vandalorum Regis<\/em>\u201c sind nur ein Beispiel unter Vielen.<\/p>\n<p>Zuvor war im April 1632 Augsburg, wie auch viele andere s\u00fcddeutsche Residenz-, Dom- und Reichsst\u00e4dte, von den Truppen Gustav Adolfs im \u201e<em>Accord<\/em>\u201c erobert worden. Details erfahren wir aus einer \u201e<em>gr\u00fcndlichen und au\u00dff\u00fchrlichen Beschreibung<\/em>\u201c wie die St\u00e4dte Neuburg a. d. Donau, wo der Landesherr 1616\/17 die Gegenreformation durchf\u00fchren lie\u00df, und Augsburg an die Schweden fielen. Die Schrift diente in erster Linie der Rechtfertigung der schwedischen Mission in diesem europ\u00e4ischen Krieg. Deutlich war die Propaganda abzulesen an der \u201e<em>Clementia\u201c<\/em> der schwedischen Heeresleitung unter General Gustav Horn (1592\u20131657).<\/p>\n<p>Vor der Einnahme Augsburgs notierte der schwedische Kriegsschreiber entsprechend: \u201e<em>Nach dem aber Ihre Mayesta<sup>e<\/sup>t sich Ihrer angebornen Clementz erinnerten\/ als liessen sie ihnen nochmahln anbieten\/ sich der Bayerischen und andern Guarnissonen auffs ehist vnd also balden zu entschlagen\/ selbige au\u00df der Stadt zuschaffen\/ vnd sich gegen Ihre Mayesta<sup>e<\/sup>t hinfu<sup>e<\/sup>ro aller Feindtschafft zu enthalten<\/em>.\u201c Die alte Handels-, Drucker- und Reichsstadt am Zusammenfluss von Lech und Wertach war nun bis 1635 schwedisch verwaltet. Gustav II. Adolf inszenierte sich als Erl\u00f6ser. Eine entsprechende Medialisierung folgte. 1632\/33 mussten allerdings die der Liga, den Kl\u00f6stern oder dem Bischof nahestehenden B\u00fcrger die Reichs- und Domstadt verlassen, wenn sie ihren Treueeid auf die schwedische Krone verweigerten. Ein Kupferstich zum Abschied und Auszug \u201e<em>der Papistischen Geistlichen und Ordens Leutten zu Augspurg, so sich gewe<\/em>[i]<em>gert, der Cron Schweden, und ihren Confoederirten den Eyd der Trew, und Beystands zu leisten\u201c <\/em>hielt 1633 diesen Exodus f\u00fcr die Nachwelt lebendig. Es ging meist um steuerbefreite B\u00fcrger aus den Stadtimmunit\u00e4ten, \u201e<em>welche de\u00dfwegen den 9.\/19. May zu der Statt hinau\u00df und mit sack und pack, G\u00f6tzen und G\u00fcmpelwerck bi\u00df nacher Landsperg convoiert worden<\/em>\u201c sind.<\/p>\n<p>Lieder, Gedichte, Flug- und Kampfschriften verk\u00fcndeten diese Botschaft. Sie wurden meist in den Anfangsjahren der schwedischen Herrschaft 1632\/33 gedruckt. Der Liedtext \u201e<em>Augspurgischer Triumph\u201c <\/em>war typisch f\u00fcr die Zeit: \u201e<em>Das ist\/ Ein newes Lied\/ darinnen der Tichter au\u00df getrewem Hertzen\/ der weitber\u00fchmten\/ de\u00df H. R\u00f6mischen Reichs Statt Augspurg\/ und allen denen\/ so in beweldter Statt eins theils\/ wegen Gottes Worts\/ von den Feinden der Kirchen Christi hart betr\u00e4nget\/ eins theils gantz und gar ins Elend vertriben worden\/ Gl\u00fcck und Segen w\u00fcnschet\/ ja Gott Lob und Danck sagt\/ da\u00df er ihre Noth und Jam<\/em>[m]<em>er angesehen\/ sie durch K\u00f6nigliche Mayest\u00e4t in Schweden darau\u00df erl\u00f6set\/ und sein reines Wort ihnen wider gegeben hat<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Charakteristisch f\u00fcr die Erwartungen der schwedischen Heeresleitung in den \u201ebefreiten\u201c St\u00e4dten war auch eine ebenfalls 1632 gedruckte Beschreibung, \u201e<em>welcher Gestalt die K\u00f6nigl. May. zu Schweden\/ <\/em>[et]<em>c. nach erhaltener Victori am Lechflu\u00df wider die K\u00e4ys. und Ligistische Armada\/ gegen die Statt Augspurg geruckt. Dieselbe mit Accort erobert\/ und nach geschehenem Abzug der B\u00e4yrischen Besatzung eingezogen<\/em> [&#8230;]. <em>Auch wegen Rahts und anderer Statt \u00e4mpter K\u00f6nigliche Ordinantz ergehen lassen.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Augsburgs Drucker bedienten aber offenbar trotz Zensur weiterhin auch die M\u00e4rkte der Katholischen Liga. 1632 folgte unter schwedischer Herrschaft die Auslieferung des Kriegsberichts zur Bischofs- und Domstadt Bamberg durch den Verleger Manasser. \u201e<em>Kurtze Beschreibung der Statt Bamberg\/ im Hertzogthumb Francken gelegen : wie dieselbe von Ihr Excel: Herrn Graffen von Tylli\/ als Kayserl: General\/ au\u00df der Schweden gewalt erobert und eingenommen<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>N\u00fcrnberg, N\u00f6rdlingen und Dinkelsb\u00fchl<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>S\u00fcddeutschland und seine gro\u00df wie klein geschnittenen Reichsst\u00e4dte \u2013 dazu z\u00e4hlten neben Augsburg das hier n\u00e4her untersuchte N\u00fcrnberg <strong>(Bild VI) <\/strong>mit seinem gro\u00dfen Landgebiet, N\u00f6rdlingen und Dinkelsb\u00fchl \u2013 r\u00fcckten nach dem 17. September 1631 verst\u00e4rkt in das Aktionsfeld des Schwedenk\u00f6nigs Gustav II. Adolf (1594\u20131632) und seiner Heeresf\u00fchrer. Voraussetzung daf\u00fcr war der \u00fcberw\u00e4ltigende Sieg der schwedisch-s\u00e4chsischen Allianz gegen die von Johann Tserclaes Graf von Tilly gef\u00fchrten Truppen der Liga und des Kaisers in der Schlacht am Breitenfeld gewesen. Schweden lie\u00df nun auf der Suche nach Konfessionsverwandten und politisch milit\u00e4rischen Verb\u00fcndeten Verhandlungen mit den wichtigen evangelisch-lutherischen Reichsst\u00e4nden in den \u201eVorderen\u201c Reichskreisen aufnehmen, wozu unter den s\u00fcddeutschen Reichsst\u00e4dten N\u00fcrnberg, Rothenburg o. d. Tauber, Schweinfurt, Wei\u00dfenburg auf der fr\u00e4nkischen sowie Memmingen, N\u00f6rdlingen und Ulm auf der schw\u00e4bischen Seite z\u00e4hlten. Im unmittelbaren Adressatenkreis schwedischer St\u00e4dte- und B\u00fcndnispolitik standen aber auch das konfessionsgemischte Augsburg, Dinkelsb\u00fchl und Kempten, das kirchenpolitisch als Doppelstadt mit evangelischer B\u00fcrgerstadt sowie altgl\u00e4ubiger Kloster- und Abtsstadt eine Sonderrolle spielte.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h4>N\u00fcrnberg<\/h4>\n<p>Die zeitliche Einordnung der reichsst\u00e4dtischen Schwedenjahre beginnt gut ein Jahr nach der Landung der schwedischen Armee auf der Ostseeinsel Usedom mit einem Sieg bei Breitenfeld und dem sich anschlie\u00dfenden Engagement Gustav Adolphs im S\u00fcden. Der Zeitkorridor endet mit dem Frieden von Prag, der mit Ferdinand II. am 30. Mai 1635 geschlossen wurde und der zum Abzug des bei N\u00f6rdlingen geschlagenen schwedischen Heeres aus S\u00fcddeutschland f\u00fchrte. N\u00fcrnberg dr\u00e4ngte nach der kampflosen \u00dcbergabe der reichsst\u00e4dtischen Landesfestung in Lichtenau am 17. November 1631 an die Kavallerie Tillys durch Kriegskommiss\u00e4r Georg Scheurl von Defersdorf (1601\u20131699) auf die Umsetzung der schwedischen Schutzb\u00fcndnisse. Gustav Adolph hatte sie im \u201e<em>W\u00fcrzburger Vergleich<\/em>\u201c mit den wichtigsten evangelischen Reichsst\u00e4nden \u2013 dazu z\u00e4hlten auch die beiden F\u00fcrstent\u00fcmer Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth \u2013 bereits am 2. November 1631 abgeschlossen.<\/p>\n<p>Ende M\u00e4rz 1632 kam es zu einem ersten Besuch des schwedischen K\u00f6nigs in N\u00fcrnberg. Eine zweite Visite mit Quartier im Petz\u2019schen Schloss Lichtenhof fand am 10. Juni statt Am 21.\/31. M\u00e4rz wurde Gustav Adolph in N\u00fcrnberg mit den bis heute in Stockholmer Museen erhaltenen Geschenken willkommen gehei\u00dfen. Man erkl\u00e4rte, im Schwedenk\u00f6nig den k\u00fcnftigen Kaiser zu sehen \u2013 ein Treuebruch mit Ferdinand II., der noch Folgen haben sollte. Gustav Adolph best\u00e4tigte in deutscher Sprache die N\u00fcrnberger Ratsherren als die rechtm\u00e4\u00dfige, von Gott eingesetzte Obrigkeit. Im Imhoff\u2019schen Stadtpalais nahm er anschlie\u00dfend Quartier, wo auch die B\u00fcndnisvertr\u00e4ge mit N\u00fcrnberg vorbereitet wurden. Tage sp\u00e4ter sandte der Rat am 19. April 1632 Boten ins schwedische Hauptquartier vor der Stadt, um die zuvor \u201e<em>ausgefertigte Allianz<\/em>\u201c zu \u00fcberreichen und den K\u00f6nig zu bitten, ob er denn auch das Exemplar, \u201e<em>darinnen die Worte \u201aan Ayds statt\u2019 ausgelassen worden<\/em>\u201c, unterzeichnen k\u00f6nnte. Es handelte sich um ein Milit\u00e4r- und Schutzb\u00fcndnis (\u201e<em>Spezialallianz\u201c<\/em>) mit Schweden, das den Rat berechtigte, den innerst\u00e4dtischen Besitz des Deutschen Ordens und den der anderen Kloster- und Stiftsh\u00e4user zu s\u00e4kularisieren.<\/p>\n<p>In N\u00fcrnberg, wo man 1632 sogar Okkupationsm\u00fcnzen in Gold- und Silberlegierung mit dem Brustbild Gustav Adolphs \u2013 stilisiert mit Lorbeerkranz und Harnisch \u2013 und einem schwedisch gekr\u00f6nten Reichswappen pr\u00e4gen lie\u00df, zeigen die Diskussionen im Gro\u00dfen und Kleinen Rat, dass keineswegs alle Ratsherren auf der Seite der Schweden standen. Franz Willax untersuchte einige dieser Ratsbiografien, die 1631\/32 noch als sehr kaisernah galten und deren \u00f6ffentliche Reputation in der Schwedenzeit stark besch\u00e4digt wurde.<\/p>\n<p>Zum Kreis der alten kaisertreuen Stadtelite, dem man nun auch Stadtverrat und Spionage zutraute, z\u00e4hlte Hans Jacob Voit von Wendelstein (1577\u20131633), der im st\u00e4dtischen Milit\u00e4r als \u201eBefehlshaber\u201c Karriere gemacht hatte. Voit war wiederholt in fremde, auch in bayerische Dienste getreten und er kritisierte als verbales Raubein das mit den Schweden im Schulterschluss kooperierende Ratsregiment. Vermehrt nahm man deshalb Ansto\u00df an seinen \u201e<em>Reden, Drohungen, Verunglimpfungen und T\u00e4tlichkeiten<\/em>\u201c. Zu seinem Sympathisantenkreis z\u00e4hlten Martin Carl Haller sowie die Gebr\u00fcder Lucas und Sebastian Welser, gegen die der Rat wegen angeblicher Kontakte zum kaiserlichen Informanten Heinrich Husan und wegen Aufruhrs Polizeima\u00dfnahmen beschloss. Sie galten als \u201e<em>gef\u00e4hrliche Patrioten und sch\u00e4dliche Leuth<\/em>.\u201c<\/p>\n<p>Und ihre Kontakte reichten in der Stadt bis zu Sigmund Gabriel Holzschuher von Neuenburg (1575\u20131642), der als Septemvir, Zeugherr, Kriegsdeputierter und Landpfleger sowie als Vorsitzender des im Jahr 1631 neu formierten Kriegsrates eine f\u00fcr die Verteidigung N\u00fcrnbergs ganz herausgehobene Funktion einnahm. Mit dem Verdacht der Untreue gegen die Welser, deren N\u00fcrnberger Zweig 1493 das B\u00fcrgerrecht angenommen hatte, und mit der Familie Voit von Wendelstein, die seit 1360 als Mitinhaber des Gerichts in Wendelstein und als N\u00fcrnberger B\u00fcrger belegt sind, drohte der kaiserlich-schwedische Dualismus zu eskalieren und Teile der N\u00fcrnberger Oberschicht zu spalten.<\/p>\n<p>N\u00fcrnbergs Alltag war in der Schwedenzeit erf\u00fcllt durch umfangreiche Arbeiten an seiner Befestigung, entlang der neuen \u201e<em>Zirkumvalliationslinie<\/em>\u201c. Gustav Adolph hat vor der Schlacht an der Alten Veste bei N\u00fcrnberg im Sommer 1632 als Folge seiner zahlenm\u00e4\u00dfigen Heeresunterlegenheit die Reichsstadt neu befestigen lassen. Es entstand unter Leitung schwedischer und fr\u00e4nkischer Kriegs- und Fortifikationsingenieure \u2013 beteiligt waren u.a. der schwedische Ingenieur und Kriegsbaumeister Frans de Traytorrens (1590\u20131660), Generalquartiermeister Olao Johanne Gotho und der N\u00fcrnberger Zeugmeister Johann Carl \u2013 die Zirkumvalliationslinie mit Laufgr\u00e4ben, aus Stein, Erde und Sand aufgesch\u00fctteten Schutzw\u00e4llen und den aufw\u00e4ndig gestalteten Sternschanzen.<\/p>\n<p>Die Befestigungsarbeiten, die Verpflegung der Schanzer \u2013 zeitweise waren bis zu 840 Arbeiter im Einsatz \u2013 und der Unterhalt der Verteidigungslinie belasteten den reichsst\u00e4dtischen Zahlungsverkehr neben den horrenden Kriegskosten zus\u00e4tzlich. Die Einlagen des Banco Publico fielen \u00fcber Jahrzehnte. Der Kontostand des Banco Publico erreichte mit 45.995 Gulden im Juni 1635 einen historischen Tiefstand. Vor Beginn des Schwedenkriegs im Januar 1631 belief sich der Einlagenstand noch auf 709.568 Gulden. Die Arbeiten an die ins Umland vorgeschobene Fortifikation basierten einerseits auf ungemessenen Schanzdiensten seitens der N\u00fcrnberger B\u00fcrger und sie f\u00fchrten andererseits als bezahlte \u201e<em>Werkpagen<\/em>\u201c Spezialisten in die Stadt, die aus den Niederlanden kamen, wo sie im Deich- und Wallbau reiche Erfahrungen gesammelt hatten. Ehemalige Bergknappen aus dem s\u00e4chsisch-b\u00f6hmischen Erzgebirge verst\u00e4rkten die N\u00fcrnberger Fortifikationsexperten in der \u201eDeputation zum Schanzwerk\u201c. Franz Willax handelte 1995 ausf\u00fchrlich \u00fcber diese Schlacht bei N\u00fcrnberg, Zirndorf und F\u00fcrth und die damit eng verbundenen neuen reichsst\u00e4dtischen Befestigungsanlagen im zugeh\u00f6rigen politisch-strategischen Umfeld.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>N\u00f6rdlingen<\/h4>\n<p>Wesentlich nachhaltiger als in N\u00fcrnberg wirkte die schwedische Zivil- und Milit\u00e4rverwaltung in N\u00f6rdlingen. Dietmar-H. Voges bezeichnete die Jahre unter schwedischer Stadtherrschaft als \u201e<em>reichsabtr\u00fcnnig<\/em>\u201c, sie wechselten mehrmals mit den \u201e<em>reichstreuen<\/em>\u201c und kaiserlichen Zeiten. Der protestantisch schwedische Einfluss dauerte von 1618\u20131623, 1632\u20131634 und schlie\u00dflich von 1645\u20131650, womit er am Ende sich noch zwei Jahre \u00fcber die Friedensvertr\u00e4ge von Osnabr\u00fcck und M\u00fcnster hinaus erstreckte. In dieser Zeit war die Stadt wiederholt von Seuchen und der Belagerung durch die kaiserlich-ligistische Armee bedroht. Die Not verstand man als Zeichen Gottes, die der sp\u00e4tere N\u00f6rdlinger Chronist und Superintendent Johann Daniel Haack (1651\u20131686) entsprechend kommentierte.<\/p>\n<p>Nach dem Krieg schrieb er zum 8. August 1634: \u201e[&#8230;] <em>da alles auf die Statt herunter zum endlichen untergang gericht gewesen. Anhero so hat es gehei\u00dfen, \u00f4 noth du lehrest beten! Da hat es freilich wol uns Norlingern gegolten, dann wir hatten zuvor allbereit in der Statt zwo Hauptplagen und straffen, nemblich die pestilentz und Theuerung, die dritte kam darzu, als Bel\u00e4gerung, Krieg und Blutvergie\u00dfen: Dannenhero wolt das Lachen Teuer werden und hie\u00df: \u00f4 Gott stehe uns bey und h\u00fclff uns \u00fcberwinden.<\/em>\u201c<\/p>\n<p>Der schwedisch dominierte Rat versuchte mit neuen Steuern dem Konkurs gegenzusteuern. Man f\u00fchrte als eine Art direkter Kopfsteuer neue \u201eAnlagen\u201c ein, die bei Bedarf mehrmals j\u00e4hrlich erhoben wurden und die in ihrer H\u00f6he als Doppel-, Triple-, Vierer- oder F\u00fcnferanlage flexibel handhabbar waren.<\/p>\n<p>Die Schweden hinterlie\u00dfen jedoch in N\u00f6rdlingen keineswegs nur Wall-, Pallisaden- und Befestigungsareale. Finanz- und Steuerfragen dr\u00e4ngten angesichts kriegsbedingter Verluste, Erntesch\u00e4den, Handelsbehinderung und -stagnation und wachsender Schuldenberge. So verlor auch die bekannte N\u00f6rdlinger Pfingstmesse als bedeutender interterritorialer Woll- und Tuchumschlagsplatz an Bedeutung. Nach 1648 wurden dort kaum noch Fernh\u00e4ndler registriert. Ebenso halbierte sich in N\u00f6rdlingen in den Kriegsjahren 1627 bis 1633 die Zahl der zugelassenen H\u00e4ndler und Handwerker. Wie tief allerdings der Schwedenkrieg in die gewachsene Infrastruktur der Reichsst\u00e4dte einschnitt, ist noch immer weitgehend ungekl\u00e4rt. Konfessionsentscheidungen spielten dabei weiterhin eine Rolle, vor allem im Kalk\u00fcl neuer wie alter Eliten, wenn man den Schwedenk\u00f6nig als Heilsbringer wahrnahm und den B\u00fcndnisfall als richtige Religionsentscheidung auffasste.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Dinkelsb\u00fchl<\/h4>\n<p>Die schw\u00e4bisch-fr\u00e4nkische Reichsstadt Dinkelsb\u00fchl lie\u00df Gustav Adolph \u00fcber seinen Heerf\u00fchrer, den Oberst Klaus Dietrich von Sperreuter, seit Mai 1632 verwalten. Dieser Vorgang lag im System der Kriegsf\u00fchrung, die den f\u00fchrenden Berufssoldaten f\u00fcr ihre Dienste die Eink\u00fcnfte aus mediatisiertem Reichsgebiet in Aussicht stellte. Sperreuter erhielt u.a. Ellwangen, das Hochstift Eichst\u00e4tt und die Reichsst\u00e4dte N\u00f6rdlingen und Dinkelsb\u00fchl zugesprochen, wobei das Dinkelsb\u00fchler Deutschordensland auch von N\u00fcrnberg beansprucht wurde. In Dinkelsb\u00fchl setzte Sperreuter im Namen des schwedischen K\u00f6nigs den alten Rat umgehend ab und lie\u00df am 25. Mai 1632 neu w\u00e4hlen. Die schwedische Stadtherrschaft dauerte dann unter Sperreuter und seinem Personenstab bis zum Sommer 1633, nachdem es zuvor fortgesetzt zu Beschwerden \u00fcber Kriegskontributionen, Steuern, \u201e<em>Verehrungen<\/em>\u201c und \u201e<em>Recompenz<\/em>\u201c zwischen dem Rat und dem Oberst gekommen war. Im Januar 1633 res\u00fcmierte Sperreuter zu seinem Geld- und Finanzverh\u00e4ltnis zur Reichsstadt Dinkelsb\u00fchl. Er sei ma\u00dflos entt\u00e4uscht, da dort nur B\u00fcrger lebten, die, um \u201e<em>es Teutsch zu sagen, die undankbarsten Leute auf der Welt<\/em>\u201c sind, und die \u201e<em>ihm bisher allen despekt erwiesen<\/em>\u201c.<\/p>\n<p>Dinkelsb\u00fchl erfuhr, wie erw\u00e4hnt, in der Schwedenzeit einen radikalen Kurswechsel in der Rats- und Konfessionsfrage. Nach der Umbildung der Stadtgremien im Mai 1632 wurde die bisher von den Katholiken genutzte St. Georgskirche dem evangelischen Rat unterstellt. Die katholischen Pfarrh\u00e4user gingen ebenso wie die Schulh\u00e4user an die evangelische Ratsmehrheit. Die schwedisch besetzte Stadt s\u00e4kularisierte den Deutschen Hof mitsamt seinen Landg\u00fctern, wof\u00fcr das schwedische Stadtoberhaupt Oberst Sperreuter 2.000 Reichstaler \u201e<em>Rekompens<\/em>\u201c erhielt. Nach Differenzen mit dem Rat, der dem schwedischen K\u00f6nig \u201e<em>trew und holdt zu sein gelobt und geschworen<\/em>\u201c hatte, wollte Oberst Sperreuter die Stadt gar seinem Regiments-\u201e<em>Schulthei\u00dfen<\/em>\u201c, Dr. jur. Eitel G\u00fcnther, unterstellen. Er sollte dem Rat \u201e<em>adjungirt<\/em>\u201c sein f\u00fcr 150 Gulden als w\u00f6chentliche Gage. Proteste lie\u00dfen nicht lange auf sich warten. In Dinkelsb\u00fchl besann man sich jetzt erneut seiner vom Kaiser herr\u00fchrenden Reichsfreiheiten, obwohl man im Bund mit der Union stand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Ergebnisse<\/h4>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich ist auch f\u00fcr die s\u00fcddeutschen Reichsst\u00e4dte im Schwedenkrieg festzuhalten, dass ihre traditionelle Milit\u00e4r-, Heeres- und Schlachtengeschichte besser untersucht ist als die zivile, \u00f6konomische und soziokulturelle Seite der 1630er Jahre. Bezeichnenderweise stammen die topographisch genau nachgezeichneten Schlachtenbeschreibungen wiederholt aus der Feder lange gedienter Offiziere, die sprachlich wie inhaltlich von milit\u00e4rischem Geist zeugen. So sprach ein Major a.D. namens Wilhelm Pickel im Kontext des Schlachtgeschehens an der Alten Veste vor N\u00fcrnberg vom \u201eFeuergeist\u201c Gustav Adolphs, der \u201epers\u00f6nlich oft im Brennpunkt des Kampfes in vorderster Reihe zu finden\u201c war. Der aussagekr\u00e4ftige Untertitel seiner forschen Abhandlung lautete dann bezeichnend: \u201eEine Studie \u00fcber F\u00fchrerpers\u00f6nlichkeiten\u201c. Innerhalb der von uns im Kriegsgeschehen n\u00e4her untersuchten s\u00fcddeutschen St\u00e4dte Augsburg, N\u00fcrnberg, N\u00f6rdlingen und Dinkelsb\u00fchl spielte f\u00fcr die Fragen zum Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieg beispielsweise die Schlacht bei N\u00f6rdlingen vom 6. September 1634 eine hervorgehobene Rolle. Diese Schlacht endete bekanntlich mit dem Sieg der Liga \u00fcber die Schweden und ihrer protestantischen Verb\u00fcndeten. Sie f\u00fchrte zum Abzug der Schweden aus S\u00fcddeutschland. Es folgte die Einnahme N\u00f6rdlingens durch kaiserliche Liga-Truppen, zu einem erneuten Wechsel vieler ziviler Stadteliten und schlie\u00dflich zum Prager Frieden vom 30. Mai 1635, den Axel Oxenstierna mit dem Ende des protestantischen B\u00fcndnisses als kaiserlichen Triumph akzeptieren musste. Er sprach von einem zweiten N\u00f6rdlingen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Allgemeines &nbsp; Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg gilt im Geschichtsbewusstsein der Region und der betroffenen ehemaligen Landes-, Residenz- und Reichsst\u00e4dte bis heute als traumatisches Geschehen von Dauer. 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