{"id":111510,"date":"2025-11-07T12:20:09","date_gmt":"2025-11-07T11:20:09","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=111510"},"modified":"2025-11-07T12:20:12","modified_gmt":"2025-11-07T11:20:12","slug":"die-schlacht-bei-noerdlingen-1634-ein-schlachtenszenario-des-dreissigjaehrigen-krieges","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-schlacht-bei-noerdlingen-1634-ein-schlachtenszenario-des-dreissigjaehrigen-krieges\/","title":{"rendered":"Die Schlacht bei N\u00f6rdlingen 1634"},"content":{"rendered":"<h3><strong>Einordnung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Chronist und Maler Johannes M\u00fcller (1752\u20131824) widmet dem Einzug des Schwedenk\u00f6nigs Gustav II. Adolf in die Freie Reichsstadt N\u00f6rdlingen am 24. September 1632 nicht nur Eintr\u00e4ge in seinen Chroniken, sondern auch dieses Gem\u00e4lde. Es zeigt den Schwedenk\u00f6nig hoch zu Ross inmitten des N\u00f6rdlinger Marktplatzes. M\u00fcller zufolge war der K\u00f6nig unter dem Jubel der spalierstehenden B\u00fcrgerschaft in die Stadt geritten, nachdem er im wenige Kilometer vor N\u00f6rdlingen liegenden Dorf Ehringen von den ledigen B\u00fcrgers\u00f6hnen und der b\u00fcrgerlichen Kavallerie empfangen worden war. Sein Quartier hatte der K\u00f6nig im sog. Kaisersaal bei B\u00fcrgermeister Balthas Adam genommen. In Begleitung des K\u00f6nigs befanden sich: sein Kanzler Oxenstierna, Pfalzgraf Christian von Birkenfeld, Herzog Julius Friedrich von W\u00fcrttemberg, Markgraf Friedrich von Brandenburg sowie die Grafen von Hohenlohe und Oettingen. Um vier Uhr abends kam die K\u00f6nigin in N\u00f6rdlingen an und bald darauf r\u00fcckte die ganze schwedische Armee ins Ries ein. Der K\u00f6nig besichtigte die Stadt und deren Festungswerk und zog am 25. September weiter.<\/p>\n<p>Die Stadtchroniken berichten in der Regel ausf\u00fchrlich \u00fcber dieses Ereignis, das in der Tat einen Wendepunkt in der Geschichte des Drei\u00dfigj\u00e4hrigen Krieges markierte. Mit Schwedens Eingreifen in den nun schon 12 Jahre dauernden Krieg begann ein neuer Abschnitt, der als Schwedischer Krieg der Jahre 1630 bis 1635 in die Charakteristik dieses gro\u00dfen Krieges eingegangen ist. Erst in dieser Phase, genau genommen ab 1634, sollte der Krieg auch N\u00f6rdlingen und das Ries zunehmend heimsuchen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen an dieser Stelle nicht auf die Vorgeschichte der Jahre 1618 bis 1630 eingehen. Vielmehr soll die Stadt N\u00f6rdlingen am Vorabend der Schlacht auf dem Albuch am 5.\/6. September 1634 etwas n\u00e4her angesehen werden.<\/p>\n<p>Der Kupferstich von Matth\u00e4us Merian aus dem Jahre 1643 zeigt eine Stadt mit Kirchen, Rathaus, Spitalanlage, Stapel- und B\u00fcrgerh\u00e4usern und einer m\u00e4chtigen Fortifikationsanlege, die offensichtlich den Eindruck der Wehrhaftigkeit dieser Stadt vermitteln soll. Die um 1600 etwa 8.900 Einwohner z\u00e4hlende evangelische Freie Reichsstadt N\u00f6rdlingen war umschlossen von dem heute noch erhaltenen Mauerring und einem mit Brustwehr und Schie\u00dfscharten versehenen, der Mauer vorgelagerten Zwinger. Vor der m\u00e4chtigen Anlage des Baldinger Tores verl\u00e4uft die \u201eKornlach\u201c, die bei entsprechender Flutung geschickt in das Abwehrsystem eingebaut werden konnte.<\/p>\n<p>Wie auf dem Kupferstich des Andreas Zeidler aus dem Jahre 1651 zu sehen ist, verlief vor dem Befestigungswerk der teils trockene, teils bew\u00e4sserte Graben, der wiederum von einer Futtermauer eingefasst war. Vom Oberen Wasserturm bis \u00fcber das Berger Tor hinaus war die Stadtmauer zu einer breiten Doppelmauer ausgebaut, um so schwere Gesch\u00fctze postieren zu k\u00f6nnen. Zwei Basteien waren an der besonders gef\u00e4hrdeten Seite der Stadt der Mauer vorgebaut. Hier konnten insgesamt 40 Gesch\u00fctze postiert werden. Die vor 1634 errichteten sog. Sternschanzen vor den Toren und vor einigen T\u00fcrmen vervollst\u00e4ndigten das Verteidigungssystem. In den letzten 60 Jahren vor der Belagerung des Jahres 1634 waren fast alle Tort\u00fcrme in ihrem Mauerwerk verst\u00e4rkt und mit Gesch\u00fctzplattformen ausgestattet worden.<\/p>\n<p>Geleitet wurde die Stadt vom f\u00fcnfk\u00f6pfigen <em>geheimen Rat, <\/em>bestehend aus drei auf Lebenszeit kooptierten B\u00fcrgermeistern, die abwechselnd je vier Monate als Amtsb\u00fcrgermeister regierten, und aus zwei geheimen R\u00e4ten. Hinzu kam der <em>kleine <\/em>or<em> innere Rat<\/em> von zehn Ratsherrn sowie ein <em>Gericht <\/em>von zehn Richtern mit dem Ammann als Vorsitzendem. Bei wichtigen st\u00e4dtischen Angelegenheiten konnte der geheime Rat den kleinen Rat und das Gericht zu Beratungen und Entscheidungen heranziehen. Nur in besonderen F\u00e4llen sollte der aus 25 Personen der einzelnen Z\u00fcnfte bestehende <em>gro\u00dfe Rat<\/em> einberufen werden.<\/p>\n<p>Die Bev\u00f6lkerung bestand in Friedenszeiten aus den B\u00fcrgern und ihren Familien mit Knechten und M\u00e4gden, aus den z\u00fcnftigen Gesellen und Lehrjungen, aber auch aus den Paktb\u00fcrgern, die durch einen besonderen Vertrag f\u00fcr eine begrenzte Dauer B\u00fcrger der Reichsstadt wurden. Die Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung ver\u00e4nderte sich in Kriegszeiten nicht unerheblich. Fl\u00fcchtlinge versuchten w\u00e4hrend der gesamten Kriegsjahre bei Verwandten in der Stadt ebenso eine Bleibe zu finden wie N\u00f6rdlinger Spitaluntertanen aus den Riesd\u00f6rfern. Da die Stadt wegen dieses Zustromes bald \u00fcberf\u00fcllt war, musste der Rat Antragsteller zur\u00fcckweisen und sogar die sich in der Stadt aufhaltenden Bauern \u2013 insbesondere diejenigen katholischen Glaubens \u2013 aus der Stadt weisen.<\/p>\n<p>Konflikte zwischen den Konfessionen konnten da nicht ausbleiben. Wie konfliktbeladen der Glaubenskrieg f\u00fcr eine evangelische Reichsstadt jedoch grunds\u00e4tzlich war, zeigt sich an folgendem Zwiespalt: Einerseits wollte die Reichsstadt grunds\u00e4tzlich protestantisch bleiben, andererseits konnte sie die Reichsfreiheit nur in Treue und Gehorsam gegen\u00fcber dem katholischen Kaiser bzw. gegen\u00fcber einem anderen Stadtherrn erhalten. Wenn man hier auf das falsche Pferd setzte, konnte das fatale Folgen haben. Welche Option war die richtige?<\/p>\n<p>Die Stadt musste sich den jeweiligen politischen Konstellationen anpassen, so dass sich f\u00fcr die Dauer des Krieges feststellen l\u00e4sst: Bei mehrmaligem Wechsel geh\u00f6rte die Reichsstadt N\u00f6rdlingen zweimal zur protestantisch-schwedischen Partei und war zweimal den katholisch-kaiserlichen Truppen unterworfen: 1623-1632 kaiserlich-katholisch, 1632-1634 schwedisch-protestantisch, 1634-1645 erneut kaiserlich und 1645-1650 schwedisch-franz\u00f6sisch. Im Folgenden soll nun insbesondere das Jahr 1634 n\u00e4her beleuchtet werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Vorgeschmack: Einquartierungen und Verschlechterung der Lage<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit Beginn des Jahres 1634 mehrten sich die Anzeichen f\u00fcr eine zunehmende Belastung der Stadt. Die Korrespondenz des Rates zeigt, dass zunehmend Einquartierungen, Kontributions- und Naturallieferungen an das schwedische Heer anstanden. Hinzu kam die Unsicherheit \u00fcber die milit\u00e4rische Situation, weil man nie genau wusste, wo sich der Feind gerade aufhielt. Am 6. M\u00e4rz erschien ein \u00f6ffentliches Patent des Rheingrafen Otto gegen die \u201eExorbitantien der Soldatesca\u201c, aus dem hervorgeht, dass die Soldaten weder vor Pl\u00fcnderung und Raub noch vor k\u00f6rperlichen Grausamkeiten zur\u00fcckschreckten. Einen Vorgeschmack auf die schwere Zeit im Sp\u00e4tsommer 1634 brachte bereits der April dieses Jahres. Am 16. April traf in N\u00f6rdlingen der Befehl Herzog Bernhards von Weimar ein, das Blaue Regiment bis auf weitere Anordnung des schwedischen Kanzlers Oxenstierna aufzunehmen. Im Verlauf des 17. April r\u00fcckte das Regiment in N\u00f6rdlingen ein. Die 14 Kompagnien hatten eine Gesamtst\u00e4rke von 1058 Mann, hinzu kam der noch einmal 1019 Personen umfassende Tross. Das Verhalten der in den Gastst\u00e4tten einquartierten Offiziere und auch der in B\u00fcrgerquartieren untergebrachten einfachen Soldaten l\u00f6ste eine Welle an Beschwerden seitens der Wirte und der B\u00fcrgerschaft aus. Aber erst am 18. Mai zog das Blaue Regiment aus N\u00f6rdlingen wieder ab, um sich zum Hauptsammelplatz Bernhard von Weimars nach Dinkelsb\u00fchl zu begeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Krieg kommt n\u00e4her<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das war aber nur ein Vorspiel. Nur wenige Wochen sp\u00e4ter, am 12. Juni 1634, erfolgte der \u00dcberfall kaiserlich-bayerischer Truppen unter General Johann von Wird, was den Rat in N\u00f6rdlingen \u00fcber Vorsichtsma\u00dfnahmen beraten lie\u00df. Eine Chronologie der Geschehnisse dieser Zeit vermittelt einen Eindruck davon, wie sich der Krieg langsam aber sicher dem Ries und N\u00f6rdlingen n\u00e4herte. Am 26. Juli fiel Regensburg in die Hand der Kaiserlichen. In N\u00f6rdlingen erfuhr man aus sicherer Quelle, dass die Stadt das n\u00e4chste Ziel der Kaiserlichen auf ihrem Weg in das Ries und in Richtung W\u00fcrttemberg w\u00e4re. Am 7. August brach K\u00f6nig Ferdinand III. mit der kaiserlichen und bayerischen Armee morgens um 7 Uhr von Regensburg auf, vier Tage sp\u00e4ter traf er mit seinem Hofstab in Ingolstadt ein. Das schwedische Heer unter Bernhard von Weimar hatte zu diesem Zeitpunkt sein Hauptquartier in Lauingen, Horn stand mit seinen Truppen noch weiter s\u00fcdlich in der Gegend um Mindelheim.<\/p>\n<p>Am 13. August brachten Dragoner des bayerischen Obristleutnants Johann Christoph Gans das von nur 45 schwedischen Soldaten verteidigte Wemding in den Besitz des bayerischen Kurf\u00fcrsten Maximilian. Am gleichen Tag erschienen kaiserliche und bayerische Reiter vor Donauw\u00f6rth, w\u00e4hrend einen Tag sp\u00e4ter, d.h. am 14. August, Ferdinand Ingolstadt verlie\u00df, um am Abend das Hauptquartier der Kaiserlichen und der Bayern in Rennertshofen aufzuschlagen. Zu diesem Zeitpunkt vereinigten Horn und von Weimar ihre Heere bei G\u00fcnzburg.<\/p>\n<p>N\u00f6rdlingen nahm angesichts der auf die Stadt zukommenden Gefahr zwei schwedische Regimenter auf, zusammen etwa 400 Soldaten, die unter dem Kommando des Obristleutnants Erhard von Deibitz standen. Am 15. August erschien dieser vor dem N\u00f6rdlinger Rat und erkl\u00e4rte nach Besichtigung der Verteidigungsanlagen, dass er sich gl\u00fccklich sch\u00e4tze, eine so gut bewehrte Stadt verteidigen zu d\u00fcrfen. In einem 6-Punkte-Papier formulierte er die wichtigsten Ma\u00dfnahmen, die einen guten Einblick in den Alltag der Stadt erm\u00f6glichen: Verd\u00e4chtige Personen und unn\u00fctzes Volk sollten der Stadt verwiesen werden. Die B\u00fcrger sollten auf Feuer und eingeworfene Granaten achten, das Getreide war in den unteren Etagen der H\u00e4user aufzubewahren und nicht zuletzt mussten die Tore versch\u00fcttet und verbarrikadiert werden. Alle reifen Feldfr\u00fcchte und das Getreide sollten eingefahren werden.<\/p>\n<p>Am 16. August schickte N\u00f6rdlingen den ersten Hilferuf an den Herzog von W\u00fcrttemberg und an die Reichsstadt Ulm. Aus dem Schreiben geht hervor, dass K\u00f6nig Ferdinand bereits sein Quartier auf Schloss Harburg verlegt habe, dass die Schl\u00f6sser Alerheim und Niederhaus in Brand gesteckt seien und die Grafschaft Oettingen zu einem reinen Durchgangsland geworden w\u00e4re. Den Schluss des Briefes ziert ein <em>cito, cito, citissime<\/em>! Die Zeit dr\u00e4ngte also, denn das Ziel der kaiserlichen und bayerischen Truppen nach der Eroberung Donauw\u00f6rths am 16. August war klar: Die Wiedergewinnung der Reichsst\u00e4dte N\u00f6rdlingen, Wei\u00dfenburg, Dinkelsb\u00fchl, Windsheim und Rothenburg. Im fruchtbaren Ries aber, nur wenige Kilometer von Donauw\u00f6rth entfernt, konnten die ligistischen Soldaten ihr Lager aufschlagen, um nun auf den Zuzug der spanischen Armee unter Kardinalinfant Ferdinand zu warten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Der Feind steht vor der Stadt<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu diesem Zeitpunkt standen Weimar und Horn noch s\u00fcdlich der Donau, von N\u00f6rdlingen also noch zwei Tagem\u00e4rsche entfernt. Ihr Ziel war es, dem Gegner den direkten Weg nach W\u00fcrttemberg abzuschneiden, hofften aber noch auf Verst\u00e4rkung aus Franken und vom Oberrhein. Vier Tage sp\u00e4ter erreichten sie Bopfingen. Von hier aus konnten sie schnell eingreifen, hier hatten sie auch die logistisch wichtige Verbindung mit dem Herzogtum W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>Bereits am Morgen des 18. August zogen gegnerische Infanterie und Artillerie unter dem Kommando des kaiserlichen Feldmarschall-Leutnants Baron de Suis vor N\u00f6rdlingen und bezogen Stellung auf dem Stoffels- und Galgenberg, um dort gegen Mittag acht gro\u00dfe Gesch\u00fctze (St\u00fccke) in Stellung zu bringen. Am Mittag wurde der erste Schuss auf die Stadt abgefeuert und am Abend forderte ein kaiserlicher Trompeter am Berger Tor die Stadt zur \u00dcbergabe auf.<\/p>\n<p>Der Rektor der Lateinschule, Johannes Mayer, gibt 1637 in seiner Erinnerungsrede an die Sch\u00fcler ein sehr anschauliches Bild der Vorg\u00e4nge dieser Tage. Er berichtet, dass die N\u00f6rdlinger Geb\u00e4ude und Z\u00e4une vor der Stadt niedergebrannt und entfernt h\u00e4tten. Der Feind habe die Lebensader der Stadt, die durch die Stadt flie\u00dfende Eger, abgegraben und umgeleitet, so dass die M\u00fchlen nicht mehr mahlen konnten und man auf Hand- und Rossm\u00fchlen ausweichen musste. Zum L\u00f6schen eventueller Feuer h\u00e4ufte man in den Gassen Mist und legte Weiher an. Die B\u00fcrger f\u00fcllten S\u00e4cke mit Erde und verrammelten damit die fenster\u00e4hnlichen \u00d6ffnungen der Stadtmauer. Auch wenn Mayers Ausf\u00fchrungen mitunter poetisch \u00fcberh\u00f6ht sind, so k\u00f6nnen wir seiner Schilderung der Schicksale einzelner Personen und der Vorkommnisse in der Stadt vertrauen, weil er vieles selbst erlebt haben d\u00fcrfte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Beschie\u00dfung beginnt<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Seit dem 19. August wurde N\u00f6rdlingen t\u00e4glich vom Galgenberg und Totenberg aus beschossen. Deibitz veranlasste den Rat, eine Feuerordnung anzufertigen und eine Feuerwache von 100 Mann aufzustellen. Einen Tag sp\u00e4ter erfolgte die zweite Aufforderung zur \u00dcbergabe, die aber von Deibitz und dem Rat abgelehnt wurde. Nur der Stadtschreiber mahnte zur Vorsicht und gab die Folgen einer m\u00f6glichen t\u00f6dlichen Verwundung des Stadtkommandanten zu bedenken. An diesem Tag ging der Bauer Adam J\u00e4cklin, genannt Weckerlin, in geheimer Mission in das schwedische Lager nach Aalen mit der Bitte um Hilfe. Zur\u00fcckgekehrt konnte er vermelden, dass das schwedische Heer aufbrechen werde, sobald die Verst\u00e4rkung des Rheingrafen und des w\u00fcrttembergischen Landausschusses eingetroffen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Doch der Belagerungsdruck der Kaiserlichen nahm deutlich zu. Am 22. August wurde N\u00f6rdlingen mit 130 Granaten und \u00fcber 1000 Kugeln beschossen. Stadtgericht und Gro\u00dfer Rat wurden einberufen. Die Geistlichen der Stadt wollten den Rat zur \u00dcbergabe bewegen. Aber Deibitz machte Mut und verwies auf das Versprechen Bernhard von Weimars, die Stadt unter allen Umst\u00e4nden zu befreien. Eine \u00dcbergabe der Stadt an den Feind lehnte er ab. Am 24. August gelang es Gustav Horn, weitere 200 schwedische Soldaten in die Stadt zu bringen. Dies konnte nur gelingen, weil die Kaiserlichen ihn auf der entgegengesetzten Seite der Stadt erwartet hatten. So aber konnte Horn selbst in die Stadt kommen und Mut machen. Obwohl sich damals gr\u00f6\u00dfere Truppenteile beider Lager gef\u00e4hrlich nahegekommen waren, unterblieb ein Kampfgeschehen. Die N\u00f6rdlinger aber nutzten die Gelegenheit, bei einem Ausfall die gegnerischen Laufgr\u00e4ben zuzusch\u00fctten und Batterien zu zerst\u00f6ren. Tags darauf, am 25. August, versuchten die Kaiserlichen, Breschen in die Stadtmauer zu schie\u00dfen, allerdings mit der Folge, dass ihnen allm\u00e4hlich die Munition ausging und diese erst wieder herbeigekarrt werden musste. Die Stadt hatte eine Verschnaufpause! Andererseits breiteten sich in ihr zunehmend Hunger und Krankheiten aus. Adam Weckerlin, der unerschrockene Meldeg\u00e4nger, wurde erneut in das schwedische Lager geschickt. Die Zeit dr\u00e4ngte, denn nun war das Heer des Kardinalinfanten mit 19.000 Mann bereits in Blumenthal bei Aichach eingetroffen und sollte in wenigen Tagen vor N\u00f6rdlingen stehen. Weckerlin \u00fcberbrachte die Nachricht, dass in zwei oder drei Tagen das schwedische Heer zum Entsatz der Stadt aufbrechen w\u00fcrde. Bei zwei weiteren Ausf\u00e4llen konnten die N\u00f6rdlinger gegnerische Gesch\u00fctzbatterien zerst\u00f6ren und Gefangene machen. Aber Hunger und Krankheit breiteten sich in der Stadt immer mehr aus. Weckerlin wurde zum dritten Mal in das schwedische Lager geschickt.<\/p>\n<p>Noch am 1. September machte Deibitz der B\u00fcrgerschaft Hoffnung auf das baldige Eintreffen des schwedischen Heeres. W\u00fcrden Horn und von Weimar, so Deibitz, sich dem Gegner nicht gewachsen f\u00fchlen, w\u00fcrden diese ihn das wissen lassen. Weckerlin kam in der Nacht mit einem Brief zur\u00fcck, in dem Horn und von Weimar die Stadt zum Durchhalten aufforderten. Auf der gegnerischen Seite wartete man noch auf das Eintreffen des Heeres des Kardinalinfanten, so dass der auf den 1. September geplante Generalangriff auf die Stadt noch nicht erfolgte.<\/p>\n<p>Am 2. September traf das spanische Heer im Lager der Kaiserlichen und der Bayern ein. Peter Paul Rubens hat diese Begegnung in einem monumentalen, heute im Kunsthistorischen Museum Wien gezeigten Gem\u00e4lde dargestellt. Eingetroffen ist damals auch Herzog Karl von Lothringen, dem der bayerische Kurf\u00fcrst den Oberbefehl \u00fcber die bayerischen Truppen \u00fcbertragen hatte. Tags darauf wurde N\u00f6rdlingen stark beschossen. An zwei Stellen konnte der Feind Breschen in die Stadtmauer schlagen. Am 4. September, um 1 Uhr nachmittags, wurde die Stadt zum dritten Mal zur \u00dcbergabe aufgefordert. Deibitz erbat Bedenkzeit bis zum n\u00e4chsten Morgen, gew\u00e4hrt wurden ihm nur zwei Stunden. Nach Ablauf der Frist begann der Generalsturm auf die Stadt. B\u00fcrger und Bauern k\u00e4mpften neben den schwedischen Soldaten, auch Frauen und Kinder wurden einbezogen. Als der Feind in den Deininger Torturm eindrang, z\u00fcndete man den Turm an. Siebenmal rannten die Kaiserlichen vergeblich an. In der Nacht gab man vom \u201cDaniel\u201c aus Notzeichen in Richtung Breitwang zum schwedischen Heer. Die Signale wurden nun endlich verstanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Hilfe naht: Das schwedische Heer verl\u00e4sst den Breitwang<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das schwedische Heer brach in den Morgenstunden des 5. September auf. Matth\u00e4us Merian hat diese Situation in der ersten Szene seiner Darstellung der Schlacht bei N\u00f6rdlingen festgehalten. Zur T\u00e4uschung des Gegners zogen die Schweden zuerst nach S\u00fcden in Richtung Donau, um schon bald in Richtung Nordosten zu schwenken und sich im Zuge der Ulmer Stra\u00dfe dem Ries zu n\u00e4hern. Bernhard von Weimar gelang noch am fr\u00fchen Abend des 5. September mit der Eroberung des \u201eLindle\u201c ein kleiner, aber nicht unbedeutender Erfolg. Merians Schlachtenszenario zeigt, dass die Schweden nach dem Lindle auch die angrenzenden H\u00f6henr\u00fccken einnehmen konnten, ohne jedoch diese zun\u00e4chst g\u00fcnstige Ausgangssituation ausnutzen zu k\u00f6nnen. Erstens hatte sich der Anmarsch der zum Angriff notwendigen Truppen verz\u00f6gert. Zweitens war der anf\u00e4nglich nur schwache Widerstand der katholischen Truppenteile doch st\u00e4rker geworden und drittens musste der sofortige Angriff auf den Albuch wegen der einbrechenden Dunkelheit und mangelnder Ortskenntnisse abgebrochen werden.<\/p>\n<p>Die Spitzen des schwedischen Heeres waren bis auf wenige Kilometer an das feindliche Lager heranger\u00fcckt, getrennt nur durch teilweise bewaldete Bergr\u00fccken. Denn das kaiserlich-katholische Heer war ja bereits im Besitz des benachbarten H\u00f6henzuges des Albuch. Wer diesen innehatte, hatte den gro\u00dfen Vorteil, aus \u00fcberh\u00f6hter Position heraus attackieren zu k\u00f6nnen. Dieser H\u00f6henzug musste also im Mittelpunkt des Geschehens stehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>September: Die Hauptschlacht beginnt<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In den fr\u00fchen Morgenstunden des 6. September begann das Ringen um den Albuch. Auf der linken Bildh\u00e4lfte positioniert Merian den Kampf der Truppen Gustav Horns mit den spanischen Verb\u00e4nden. Horn war der Sturm auf den Albuch zugefallen, der von den spanischen Verb\u00e4nden verteidigt wurde. \u201eLachberg\u201c und \u201eLindle\u201c, auf der rechten Bildh\u00e4lfte dargestellt, hielt Bernhard von Weimar besetzt. Sein linker Fl\u00fcgel hatte defensive und den Angriff Horns absichernde Funktion. Auf katholischer Seite bildeten die kaiserlichen und bayerischen Verb\u00e4nde den rechten Fl\u00fcgel. Auf dem Albuch wurden in der Nacht drei etwa 90 cm hohe Schanzen aufgesch\u00fcttet und vierzehn Gesch\u00fctze installiert, die den Verteidigern R\u00fcckhalt und Feuerschutz geben sollten. Fu\u00dftruppen und weitere Kavallerie lagen zur Verst\u00e4rkung bereit. Gewaltige Heermassen standen sich gegen\u00fcber. Man geht von einer Truppenst\u00e4rke von 33 bis 36.000 Mann auf der kaiserlich-katholischen Seite und von 22 bis 24.000 Mann auf der Gegenseite aus.<\/p>\n<p>Das Schlachtgeschehen selbst kann in drei Momentaufnahmen skizziert werden. Die erste Szene: Kurz nach dem Morgengrauen begann der Angriff der Schweden auf die Albuchh\u00f6he. Horns Angriff verlief zun\u00e4chst verhei\u00dfungsvoll. Seine Infanteriebrigaden konnten schnell die mittlere Schanze nehmen. Weil die Angreifer aber weit \u00fcber die eroberte Schanze hinaus agierten, stie\u00dfen sie im Get\u00fcmmel letztlich aufeinander; und als Pulverladungen explodierten, machten Dampf und Rauch die Lage vollkommen un\u00fcbersichtlich. Diese Situation nutzte ein spanisches Infanterieregiment und ging zusammen mit der Reiterei zum Gegenangriff \u00fcber und dr\u00e4ngte Horns Infanterie zur\u00fcck, der den Ansturm noch 15 Mal vergeblich wiederholen lie\u00df. Da konnte auch eine Brigade von Weimars Reitern, die zu allem Ungl\u00fcck gegen die falsche, n\u00f6rdlich gelegene Schanze anritt, nichts ausrichten.<\/p>\n<p>Die zweite Szene: Der katholischen Seite blieben die Abnutzungserscheinungen auf der gegnerischen Seite nicht verborgen. Ihr Ziel war es, den rechten und linken Fl\u00fcgel des Gegners zu durchschneiden. Fraglich war, ob Horn dem Druck der spanischen Regimenter und der kaiserlich-bayerischen Verb\u00e4nde noch l\u00e4nger standhalten konnte. W\u00e4hrend von Weimars Stellung ungef\u00e4hrdet zu sein schien, war Horn in aussichtsloser Lage entschlossen, seine Truppen bis zur H\u00f6he der Ulmer Stra\u00dfe zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p>Die dritte Szene: Die Ausgangsposition f\u00fcr das gewagte Man\u00f6ver war schwierig, denn Horn musste sich nicht nur aus dem Kampf l\u00f6sen, sondern von Weimar musste Horns R\u00fcckzug absichern k\u00f6nnen. Horn konnte sich wohl, wie geplant, entlang des Rezenbachtales, zum Teil gesch\u00fctzt durch die angrenzenden H\u00f6hen zur\u00fcckziehen, doch blieb die Deckung Bernhard von Weimars aus. Dieser musste sich n\u00e4mlich heftigen Attacken des Gegners erwehren, die schnell die Absicht Horns erkannt hatten. Die Infanterie Herzog Bernhards wurde zusehends aufgerieben und seine Kavallerie in die Flucht geschlagen. Die Fliehenden und die Abziehenden suchten sich durch das Tal in Richtung Ulmer Stra\u00dfe zu retten, wobei sich die Truppen Horns und Weimars zu allem Ungl\u00fcck gegenseitig behinderten.<\/p>\n<p>Zahllose Fliehende wurden niedergemacht oder gefangen, Artillerie und Bagage waren verloren. Die Katastrophe der schwedisch-protestantischen Streitmacht war perfekt, ausgel\u00f6st nicht durch einen entscheidenden Fehler eines einzigen, sondern durch Fehler und Vers\u00e4umnisse der beiden Feldherren. Die Folgen waren katastrophal: Auf der Seite des schwedischen Heeres waren etwa 8.000 Tote zu beklagen, 3.000 bis 4.000 Mann gerieten in Gefangenschaft. Auf der Seite des verb\u00fcndeten katholischen Heeres waren 1.200 Tote und etwa ebenso viele Verwundete zu z\u00e4hlen. \u00dcberall lagen Leichen und Kadaver, die zur Verunreinigung der Luft beitrugen und Reisenden ein Bild des Schreckens boten, wie am 12. September 1634 der Reichspfennigmeister und kaiserliche Oberkommissar in einem Schreiben an den Rat der Stadt ausf\u00fchrte. Unter den erschlagenen, erschossenen und niedergemachten toten K\u00f6rpern seien viele hohe Offiziere, Grafen und Herren, vornehmer reichs- und ausl\u00e4ndischer Adel, ein schrecklicher Anblick f\u00fcr die Vorbeireisenden. F\u00fcr die hier lebenden Menschen sei der Gestank der Luft unertr\u00e4glich und die Gefahr der Infizierung sehr gro\u00df, meinte der Oberkommissar, um die Zivilbev\u00f6lkerung dazu aufzurufen, die Menschen und Kadaver zu bestatten bzw. zu vergraben.<\/p>\n<p>Das aber war nicht ungef\u00e4hrlich, denn die von den durchziehenden kaiserlichen und schwedischen Soldaten ausgehende Gefahr war nach wie vor nicht unerheblich. Durchz\u00fcge, Einquartierungen und Pl\u00fcnderungen geh\u00f6rten zum damaligen Alltag der Menschen. Wer au\u00dferhalb der Stadt wohnte, konnte die M\u00e4rkte nicht besuchen und wer innerhalb wohnte, konnte aus Furcht vor den Soldaten nichts feilhalten und keinen Laden \u00f6ffnen. Kurz: \u201eEs ist ye ein Erbarmlich ding,\u201c wie ein Zeitgenosse meinte. In dieses Bild passte die Aussage des Totengr\u00e4bers, dass viele Toten im Au\u00dfenbereich der Stadt liegen w\u00fcrden und dass er beauftragt sei, zusammen mit seinem Kollegen die Toten sieben Schuh tief zu vergraben. War unter diesen Umst\u00e4nden an eine R\u00fcckkehr in den Alltag zu denken?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>R\u00fcckkehr in den Alltag?<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Niederlage des schwedischen Heeres bedeutete f\u00fcr die Reichsstadt N\u00f6rdlingen die \u00dcbergabe an den Feind und damit den Abzug des Stadtkommandanten Deibitz. Am 7. September nachmittags um 2 Uhr r\u00fcckten die Kaiserlichen ein und besetzten das Baldinger Tor. Zwei kaiserliche Kompagnien sollten Deibitz sicher in Richtung Ulm geleiten. Aber noch vor seinem Auszug wurden viele seiner Soldaten zum \u00dcbertritt in die kaiserliche Armee gezwungen. Letztlich kam Deibitz nur noch mit f\u00fcnf Mann und einem Pferd in Ulm an. Ab 8. September wurden zahlreiche kaiserliche und bayerische Soldaten einquartiert. Der Rat versuchte in Form schriftlicher Bittgesuche, aber auch in Form pers\u00f6nlicher Abordnungen und Bittg\u00e4nge zum K\u00f6nig, die reichsst\u00e4dtischen Freiheiten erhalten und die Lage der B\u00fcrger verbessern zu k\u00f6nnen. Vor dem Rathaus wurden von kaiserlichen Kommiss\u00e4ren den versammelten B\u00fcrgermeistern, R\u00e4ten und B\u00fcrgern folgende Schuldvergehen vorgelesen: Auflehnung gegen den Kaiser; bewaffneter Widerstand gegen den Stadtherrn, Verrat an diesem insbesondere durch das mit dem Schwedenk\u00f6nig eingegangene B\u00fcndnis, Ignorieren des \u00dcbergabe-U\u00adltimatums. N\u00f6rdlingen habe viel Schuld auf sich geladen und m\u00fcsse das entstandene Blutvergie\u00dfen vor Gott verantworten. Am 9. September kam von seinem Hauptquartier Reimlingen K\u00f6nig Ferdinand III. nach N\u00f6rdlingen, um die Unterwerfung der Stadt entgegenzunehmen. An der s\u00fcdlichen Kirchent\u00fcr von St. Georg baten Rat und B\u00fcrgerschaft knief\u00e4llig um Verzeihung. Die Stadt wurde in Gnaden aufgenommen, nach einem feierlichen Gottesdienst kehrte der K\u00f6nig wieder nach Reimlingen zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Nach dreit\u00e4giger Pl\u00fcnderung forderten die kaiserlichen Kommiss\u00e4re 100.000 Reichstaler Brandsteuer und Strafgeldsteuer. Nach Bitten beim K\u00f6nig konnte die Brandsteuer um die H\u00e4lfte verringert werden, so dass nur noch 50.000 Reichstaler bezahlt werden mussten. Hinzu kamen 12.000 Gulden an einen Generalwachtmeister sowie 8.000 Gulden an einen Marchese de Grana, sozusagen als Kriegskostenersatz f\u00fcr die kaiserliche und bayerische Artillerie zur Ausl\u00f6sung der Glocken und der Kanonen, auf die der Gegner ein Anrecht gehabt h\u00e4tte. Das kaiserliche Regiment Baron de Suys musste als Besatzung aufgenommen werden. Die Stadt hatte in mehrfacher Hinsicht Gl\u00fcck: Ferdinand III. gew\u00e4hrte N\u00f6rdlingen \u201ePardon\u201c, in einem \u201eAccord\u201c wurden die Abzugsbedingungen festgehalten. Der Rat, d.h. die Zivilverwaltung, blieb im Amt, es gab keinen \u201eElitentausch\u201c, ja, sogar der f\u00fcr den Widerstand der Stadt mitverantwortliche Stadthauptmann Johann Melchior Welsch taucht in der Folgezeit als Ratsmitglied auf; der Sieger erzwang auch keinen Konfessionswechsel; der Status einer freien Reichsstadt blieb erhalten.<\/p>\n<p>Nur schrittweise normalisierte sich der Alltag. Nachdem die Pl\u00fcnderungen vor\u00fcber waren, kehrte man zu den Morgen- und Abendbetstunden zur\u00fcck, Pfarrer Hauff hielt wieder einen Gottesdienst, die Schulen wurden wieder ge\u00f6ffnet, im Karmeliterkloster wurde seit Wochen wieder eine Leichenpredigt gehalten. Die B\u00fcrger verkauften alles, was sie an Kleidern, Schmuck, B\u00fcchern und wertvollen Haushaltswaren hatten. Alle von den Fremden hinterlegten G\u00fcter wurden durch Aufk\u00e4ufer der st\u00e4dtischen Kasse zugewiesen, den Bauern wurde das Getreide abgenommen und in die Stadt gef\u00fchrt. Die Pest hatte zwischenzeitlich die Stadt heimgesucht. Rektor Mayer schildert in seiner Erinnerungsrede: \u201eUnd die B\u00fcrger machten sie ansteckend, weil sie, auch wenn sie von dieser Seuche ergriffen waren, von den Soldaten gezwungen wurden, in der \u00d6ffentlichkeit zu verkehren. Da sahen wir Leute, die mit Geschw\u00fcren und Eiterbeulen im Gesicht gezeichnet waren\u201c.<\/p>\n<p>Die Klagen der B\u00fcrger \u00fcber die einquartierten Soldaten h\u00e4uften sich. Die vielen Klagepunkte zeigen die \u00dcberforderung der B\u00fcrger und ihrer Familien mit gewaltt\u00e4tigen Soldaten, mit dem hohen Verbrauch an Lebensmitteln und Futter f\u00fcr die Pferde. Der Rat konnte seine B\u00fcrger gegen die \u00dcbergriffe der Soldaten nicht in ausreichender Form sch\u00fctzen. Im Gegenteil: Er musste die B\u00fcrgerschaft, aber auch die Spitaluntertanen zu Sachleistungen und zum Teil zu drastischen Steuererh\u00f6hungen verpflichten, um die Kriegskosten bezahlen zu k\u00f6nnen. Dies hatte der Rat seinen auf dem Marktplatz versammelten B\u00fcrgern bekannt zu geben. Interessanterweise zeigte eine unmittelbar nach der \u00dcbergabe der Stadt auf Befehl des Siegers durchgef\u00fchrte Z\u00e4hlung der Best\u00e4nde an Vieh, Korn und Wein, dass keineswegs alle Vorr\u00e4te aufgebraucht waren. Auffallend h\u00e4ufig wurden die offensichtlich gehorteten Vorr\u00e4te nun zu Wucherpreisen weitergegeben. Und Piccolomini hielt den N\u00f6rdlingern vor, dass viele Personen noch w\u00e4hrend der Zeit der Belagerung mit vollem Bauch, goldenen Ketten, stattlichen Kleidern usw. herumgegangen w\u00e4ren.<\/p>\n<p>Wolfgang W\u00fcst bem\u00e4ngelt zu Recht das weitgehende Fehlen einer Alltagsgeschichte des 30-j\u00e4hrigen Krieges. Wie also sah es aus mit den Kommunikations-, Verwaltungs-, Wirtschafts- und Verfassungs\u00e4nderungen dieser Zeit? Die zuletzt vorgetragenen Beobachtungen gehen vielleicht in diese Richtung, wobei deutlich wird, dass die Auswertung der \u201eKriegsakten\u201c allein nicht gen\u00fcgt, vielmehr eine ganze Reihe anderer Archivalien wie die Missiven, d.h. die Korrespondenz der Stadt, die sog. Suppliken, also die Bittschriften der Bev\u00f6lkerung, Ordnungsb\u00fccher, Ratsprotokolle, Stadtkammerrechnungen sowie die Chroniken heranzuziehen sind. Mit ihrer Auswertung k\u00f6nnten der Erforschung des reichsst\u00e4dtischen Alltags in der Zeit des 30-j\u00e4hrigen Krieges in der Tat neue Impulse gegeben werden.<\/p>\n<p>Fragen wir abschlie\u00dfend noch nach den Folgen der Schlacht, dann k\u00f6nnen wir mehrere \u00dcberlegungen anstellen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Folgen der Schlacht \u2013 eine kritische Bilanz<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg wirklich entscheidend f\u00fcr die weitere Entwicklung der Stadt gewesen war? Eine Antwort auf diese Frage k\u00f6nnte die Auswertung der Steuerb\u00fccher sowie der Kirchenb\u00fccher bringen. Der Historiker Christopher Friedrichs hat beide Quellen in seiner Dissertation ausgewertet und konnte dabei folgendes feststellen:<\/p>\n<p>An Hand der Steuerb\u00fccher kann f\u00fcr die 40 Jahre vor dem Krieg eine Anzahl von 1.600 bis 1.800 Haushaltungen ermittelt werden, was einer Einwohnerzahl von 8.000 bis 9.000 entspricht. Wenn nun f\u00fcr die Jahre 1627 bis 1640 800 Familien weniger ermittelt werden, so hei\u00dft das, dass bis in die Jahre um 1640 die Bev\u00f6lkerung um die H\u00e4lfte zur\u00fcckgegangen ist. Auch wenn f\u00fcr die folgenden Jahrzehnte ein deutlicher Zuwachs zu verzeichnen war, konnte der Vorkriegszustand erst wieder 1939 erreicht werden.<\/p>\n<p>Interessanterweise zeigt die Untersuchung der Kirchenb\u00fccher, dass die Anzahl der Geburten schon vor dem Krieg gesunken war, weil damals vermutlich die Zahl der Einwanderer beschr\u00e4nkt worden war. Deutlich wird auch, dass die Zahl der Geburten nach dem Krieg wieder deutlich angestiegen ist, um erst nach 1690 wieder abzunehmen. Friedrich hat diese und andere Ergebnisse in einer Grafik festgehalten.<\/p>\n<p>Diese Grafik verdeutlicht auch die Bev\u00f6lkerungsverluste. Dabei muss jedoch festgehalten werden, dass die Verluste zwischen 1627 und 1640 ohne Zweifel auf die hohe Zahl von Todesf\u00e4llen in den Jahren 1631 bis 1635 zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Denn allein im letzten Drittel des Jahres 1634 waren 1.273 Stadtbewohner verstorben. Allerdings starben diese weniger durch unmittelbare Kriegseinwirkung, sondern durch Krankheit, Seuchen und Pest. Allerdings begann die Stadt schon bald, diese Verluste durch verst\u00e4rkte Eheschlie\u00dfungen, Erh\u00f6hung der Geburtenanzahl und Neub\u00fcrgeraufnahmen zu \u00fcberwinden.<\/p>\n<p>In diese Richtung weist auch ein Blick auf die Entwicklung des Realverm\u00f6gens der B\u00fcrger. Konkret: W\u00e4hrend das gesamte Realverm\u00f6gen der B\u00fcrgerschaft im Laufe der Kriegsjahre merklich zur\u00fcckging, war nach dem Krieg ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, der erst nach 1670 wieder sinken sollte. Somit kann festgestellt werden, dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht von einer Erholungsphase unmittelbar nach dem Krieg ausgegangen werden muss, wobei diese Erholungsphase durch die weiteren Kriege des 17. und 18. Jahrhunderts mit ihren hohen finanziellen Aufwendungen merklich abgeschw\u00e4cht wurde. Das aber hei\u00dft: Nicht der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg, sondern die sp\u00e4teren Kriege haben die Finanzen der Stadt auf lange Sicht zerr\u00fcttet.<\/p>\n<p>Friedrichs bahnbrechende Forschungen werden durch die Analyse der Neub\u00fcrgeraufnahmen best\u00e4tigt. Diesbez\u00fcglich ist festzustellen, dass die Zahl der Zuwanderer auch in der Zeit vor dem Krieg mit einer Quote von 7 bis 28 Zuwanderern pro Jahr keineswegs konstant war. 1621 waren es bereits 37 Neub\u00fcrger und 1636, also zwei Jahre nach der Schlacht bei N\u00f6rdlingen, sogar 61, was den absoluten H\u00f6chststand f\u00fcr den untersuchten Zeitraum bis 1650 bedeutete. Dahinter verbirgt sich eine geschickte Einwanderungspolitik des Rates, dem daran gelegen war, die Bev\u00f6lkerungsverluste wieder auszugleichen und gleichzeitig das Handwerk zu st\u00e4rken. Wie also sah es im Handwerk aus?<\/p>\n<p>Auch hierzu gibt es interessante Beobachtungen, die ich aber nur kurz andeuten will. Tats\u00e4chlich brachte der Krieg auch im Handwerk eine deutliche Z\u00e4sur. Zwei Beispiele: Arbeiteten 1618 in N\u00f6rdlingen 84 Metzger, so waren es 1638 gerade noch 45. Und von ehemals 74 B\u00e4ckern sind nach 1634 noch 38 nachweisbar. Beide Berufszweige hatten sich bis 1652 wieder erholt, ohne allerdings den Vorkriegszustand zu erreichen.<\/p>\n<p>\u00c4hnliches ist auch f\u00fcr das Textilgewerbe zu beobachten. Arbeiteten 1618 noch 371 Loder, so waren es 1638 noch ganze 103. Bei den Feintuchwebern l\u00e4sst sich eine \u00e4hnliche Abw\u00e4rtsentwicklung beobachten: Ihre Zahl ist von 33 Handwerkern auf 3 zur\u00fcckgegangen.<\/p>\n<p>Diese statistischen Angaben belegen die deutlichen Kriegsverluste des Handwerks, sie belegen aber auch eine gewisse Erholungsphase in der Nachkriegszeit, so dass noch einmal mit Christopher Friedrichs festgehalten werden kann: Nicht der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg, sondern die sp\u00e4teren Kriege haben Wirtschaft und Finanzen der Stadt auf lange Sicht zerr\u00fcttet. Kommen wir zum letzten Punkt, der Bedeutung der Schlacht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Bedeutung der Schlacht in historischer Sicht<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Schlacht bei N\u00f6rdlingen wird \u00fcberregional keine andauernde historische Bedeutung beigemessen, auch wenn ihr Ausgang eine neue politische Konstellation geschaffen hatte. Das 1634 entstandene politische Ungleichgewicht zugunsten der kaiserlich-katholischen Seite rief ja Frankreich auf den Plan, das nun aktiv in das Kriegsgeschehen eingriff, um auf schwedisch-protestantischer Seite zu k\u00e4mpfen. Und wie steht es um die historische Bedeutung der Reichsstadt N\u00f6rdlingen in diesem Geschehen? Auch hierzu meint die Forschung: Da die Schlacht nicht wegen N\u00f6rdlingen geschlagen worden w\u00e4re, sondern eben bei N\u00f6rdlingen, so k\u00e4me ihr keine andauernde historische Bedeutung zu. Da die Reichsstadt N\u00f6rdlingen jedoch den Zugang in das protestantische W\u00fcrttemberg und Franken versperrte, hatte sie zumindest eine strategische Relevanz. Und denkt man an die hohen Bev\u00f6lkerungsverluste und an das schreckliche Leiden weiter Bev\u00f6lkerungskreise, so muss der Schlacht unter lokaler und regionaler Fragestellung ohne Zweifel eine gro\u00dfe Bedeutung zugemessen werden. Dies gilt ohne Einschr\u00e4nkung, auch wenn weder der Krieg noch die Schlacht den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt N\u00f6rdlingen verursacht haben. Daf\u00fcr waren, und das sollte heute aufgezeigt werden, der bereits etwa 150 Jahre zuvor einsetzende allgemeine wirtschaftliche Strukturwandel und die Reichskriege des 17. und 18. Jahrhunderts verantwortlich.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einordnung &nbsp; Der Chronist und Maler Johannes M\u00fcller (1752\u20131824) widmet dem Einzug des Schwedenk\u00f6nigs Gustav II. 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