{"id":114371,"date":"2025-12-01T09:35:29","date_gmt":"2025-12-01T08:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114371"},"modified":"2025-12-04T15:27:17","modified_gmt":"2025-12-04T14:27:17","slug":"der-mythos-urform-menschlicher-kultur","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/","title":{"rendered":"Der Mythos &#8211; Urform menschlicher Kultur"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"fliess-ERSTER::first-letter\">M<\/span><span class=\"Minion-Italic\">ythos und Wahrheit<\/span> \u2013 dieser Tagungstitel hat im Januar 2025 sicher manchen irritiert. M\u00fcsste es nicht hei\u00dfen: <span class=\"Minion-Italic\">Mythos oder Wahrheit<\/span>? Mythen haben den Ruf, Fr\u00fcchte einer bl\u00fchenden Fantasie zu sein. Wahrheit dagegen ist real, gewiss und beweisbar. Wer Wahrheit sucht, wird Mythen scheuen. In der Religion ist das nicht anders. Christen glauben an die Wahrheit der biblischen Offenbarung. Deshalb gab und gibt es Versuche zu beweisen, dass die Bibel wahr ist, w\u00e4hrend nur andere Religionen Mythen sind. Die folgenden \u00dcberlegungen wollen deutlich machen, dass diese Entgegensetzung problematisch ist. Sie verstellt den Blick auf den Wert von Mythen, die ein Weg in Richtung Wahrheit sein k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Klaus Bieberstein wird uns in die Welt der biblischen Mythen f\u00fchren. Zuvor m\u00f6chte ich Ihnen aus philosophischer und theologischer Perspektive die Problematik und den Wert von Mythen deutlich machen. Mein erster Beitrag wird sich der Frage widmen, wie wir Menschen uns in der Welt orientieren, wie wir etwas erkennen und welche besondere Rolle der Mythos dabei spielt. Mein zweiter Beitrag hat dann \u2013 nach dem ausf\u00fchrlichen Blick in die biblische Vergangenheit \u2013 das Verh\u00e4ltnis von Mythos, Religion und Glaube mit einem besonderen Fokus auf das Christentum zum Thema.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Welterschlie\u00dfung zur Struktur menschlicher Erkenntnis<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ich beginne mit einer Kurzgeschichte: Eine junge Frau ist Botanikerin und bereits eine hoch anerkannte Expertin ihres Fachs. Ihr Nachbar hat schon seit einiger Zeit ein Auge auf sie geworfen. Endlich fasst er sich ein Herz und will sich ihr offenbaren. Er kauft drei erlesene Rosen und klingelt an der T\u00fcr seiner Nachbarin. Sie \u00f6ffnet die T\u00fcr, schaut erstaunt auf den Nachbarn, sieht die Rosen und erkennt sofort, dass ihr, der ber\u00fchmten Wissenschaftlerin, diese Rosensorte noch v\u00f6llig unbekannt ist. Sie nimmt dem Nachbarn die Rosen aus der Hand, dankt fl\u00fcchtig, schlie\u00dft ihre T\u00fcr und eilt in ihr Arbeitszimmer, um diese Rosen zu untersuchen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Da ist etwas gr\u00fcndlich schief gegangen. Gerade deshalb f\u00fchrt diese erfundene Geschichte schon mitten in die Philosophie Ernst Cassirers, der f\u00fcr die folgenden \u00dcberlegungen der wichtigste Gew\u00e4hrsmann ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cassirer, ein Universalgelehrter, suchte eine M\u00f6glichkeit, seinem umfangreichen Wissen eine philosophische Struktur zu geben. Er widmete sich deshalb zun\u00e4chst einer <span class=\"Minion-Italic\">Geschichte des Erkenntnisproblems<\/span> (vgl. ECW 2\u20135). In seinem so betitelten vierb\u00e4ndigen Werk zeichnete er die neuzeitlichen philosophischen Versuche nach, die menschliche Erkenntnis zu verstehen. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund seiner parallel verfolgten kulturgeschichtlichen, natur- und geisteswissenschaftlichen Forschungen fand er zu seinem eigenen philosophischen Ansatz, der <span class=\"Minion-Italic\">Philosophie der symbolischen Formen<\/span> (ECW 11\u201313). In ihr entwickelte er nicht zuletzt ein neues Verst\u00e4ndnis der Mythen.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Symbolische Formen<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">\u201eUnter einer symbolischen Form soll jede Energie des Geistes verstanden werden, durch welche ein geistiger Bedeutungsgehalt an ein konkretes sinnliches Zeichen gekn\u00fcpft und diesem Zeichen innerlich zugeeignet wird.\u201c (ECW 16, 79)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese zentrale Definition der symbolischen Form kann erkl\u00e4ren, was zwischen der Botanikerin und ihrem Nachbarn geschehen ist. Beide nahmen mit ihren Augen und vermutlich auch ihrer Nase, also sinnlich, die Rosen wahr. Doch sie gaben dem, was sie dort wahrnahmen, v\u00f6llig unterschiedliche Bedeutungen. Der Nachbar hatte die Rosen als Zeichen seiner Verliebtheit ausgesucht. Die Botanikerin ordnete dagegen die gleichen Rosen in ihre wissenschaftliche Systematik ein. Wessen Deutung ist nun die wahre?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Um zu einer Antwort zu kommen, lohnt es sich, die zitierte Definition von Cassirer genauer zu betrachten. Ein sinnliches Zeichen ist f\u00fcr Cassirer nichts anderes als ein Eindruck, den wir mithilfe unserer f\u00fcnf Sinne wahrnehmen. \u00c4hnliches geschieht in ganz unterschiedlicher Weise bei allen Lebewesen, die darauf automatisch instinktiv reagieren. Es zeichnet die Menschen aus, dass sie nicht rein instinktiv gesteuert werden. Sie k\u00f6nnen in vielen F\u00e4llen entscheiden, wie sie das Wahrgenommene deuten und verstehen wollen. Dazu bef\u00e4higt uns, so Cassirer, der Geist. Die Verkn\u00fcpfung von sinnlichem Zeichen und geistiger Bedeutung sieht er als eine \u201eUrtatsache\u201c des menschlichen Bewusstseins an. Sobald aus dem Rauschen der vielen sinnlichen Eindr\u00fccke eine bestimmte Wahrnehmung unser Interesse weckt, nehmen wir sie als etwas von uns Bestimmtes wahr. So wird f\u00fcr den einen z. B. aus einer gekr\u00fcmmten Linie eine Schlange. Eine andere w\u00fcrde die gleiche Linie als Sinuskurve sehen. Wieder eine andere die Linie als Kunstwerk behandeln. Dieses Beispiel stammt von Cassirer selbst und stand Pate bei meiner Erz\u00e4hlung von der Botanikerin und ihrem Liebhaber. <span class=\"Minion-Italic\">Dass<\/span> wir diese Verkn\u00fcpfung vornehmen, ist notwendig; <span class=\"Minion-Italic\">wie<\/span> wir sie vornehmen, ist dagegen, wie die Beispiele zeigen, offen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">In der Regel ist uns, wenn wir etwas erkennen, gar nicht bewusst, dass wir damit bereits eine Entscheidung getroffen haben. Wir halten sie f\u00fcr eindeutig. Auch das kann Cassirer erkl\u00e4ren. Von symbolischen Formen spricht er nicht nur, wenn es um einzelne Wahrnehmungen geht. Als symbolische Formen bezeichnet er auch bestimmte gedankliche Gef\u00fcge, mit deren Hilfe wir uns in der Welt orientieren. In diesen Gef\u00fcgen ist festgelegt, welche Regeln bei der Verkn\u00fcpfung von sinnlichen Zeichen und geistiger Bedeutung gelten. Die Botanikerin deutete die Rose in der symbolischen Form \u201eNaturwissenschaft\u201c. Ihr Nachbar bediente sich des Systems metaphorischer Zeichen, das dem Umfeld der symbolischen Form \u201eSprache\u201c zugeordnet werden kann.<\/p>\n<p class=\"fliess\">In unserer Welt, man kann auch sagen: in unserer Kultur, steht uns eine beachtliche Zahl von symbolischen Formen zur Verf\u00fcgung. Wir sind mit ihnen so vertraut, dass wir in der Regel nicht bewusst entscheiden m\u00fcssen, in welcher Form wir die aktuelle Wahrnehmung deuten. Niemand k\u00e4me auf die Idee, die Bibel als Gebrauchsanleitung zu nutzen, wenn er sein Fahrrad reparieren will. Und hoffentlich sucht, wer nach dem Sinn des Lebens fragt, nicht in den Naturwissenschaften nach einer Antwort. Es gibt aber durchaus Situationen, in denen unsere bewusste Wahl gefordert ist oder zumindest zu empfehlen w\u00e4re. Man denke an die Botanikerin.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wichtig ist, dass man die Dynamik der Verkn\u00fcpfung von Zeichen und Bedeutung auch umkehren kann. Der Nachbar sp\u00fcrte sein Verliebtsein und suchte nach einem Zeichen, mit dem er sein Gef\u00fchl und seinen Wunsch nach Beziehung vermitteln k\u00f6nnte. Hier wird also an eine geistige Bedeutung ein sinnliches Zeichen gekn\u00fcpft. Was auf den ersten Blick recht einfach erscheint, ist in der Realit\u00e4t h\u00f6chst kompliziert. Denn nicht nur das f\u00fcr den Nachbarn eindeutige Zeichen erweist sich in der Reaktion der Angebeteten als vieldeutig. Diese Vieldeutigkeit ist ein untilgbares Merkmal aller sinnlichen Zeichen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cassirers Verst\u00e4ndnis menschlicher Erkenntnis ist zweifellos irritierend. Wenn alles vieldeutig ist, was ist dann richtig oder gar wahr? L\u00f6st Cassirer unsere Orientierung \u00adin der Welt in pure Beliebigkeit auf?<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Freiheit statt Beliebigkeit<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Gegen diesen Vorwurf wehrt sich Cassirer. Er betont, dass innerhalb jeder symbolischen Form klare Regeln gelten. Innerhalb der Botanik ist kein Platz f\u00fcr die Rose als romantischer Liebesbeweis. F\u00fcr den Liebenden ist die botanische \u00adBestimmung der Rose bedeutungslos. Innerhalb einer symbolischen Form gibt es keine Beliebigkeit.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei betont Cassirer allerdings, dass die symbolischen Formen nicht starr, sondern einem dynamischen Wandel unterworfen sind. Aufgrund von neuen Erfahrungen, die sich nicht mit den bisherigen Regeln deuten lassen, sind Ver\u00e4nderungen oder Erweiterungen n\u00f6tig. Sogar in den Naturwissenschaften gab es immer wieder sogenannte Paradigmenwechsel, die ein neues Denken und neue Regeln f\u00fcr die wissenschaftliche Forschung forderten. Deutlich wird das nicht zuletzt in der Sprache, die Cassirer als eigene symbolische Form versteht. Durch den allt\u00e4glichen Gebrauch der Sprache oder durch die kreative Kraft von Dichtern ver\u00e4ndert sich Sprache bis in die Grammatik hinein. Schon bei der heutigen Lekt\u00fcre von Cassirers Texten, die gerade mal hundert Jahre alt sind, stellt sich unvermeidlich immer wieder Befremden ein.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch auch nach dieser Erkl\u00e4rung l\u00e4sst sich immer noch die Frage stellen: Was ist die Rose denn nun wirklich? Die Antwort Cassirers: Alle Formen \u201etreten <span class=\"Minion-Italic\">zwischen<\/span> uns und die Gegenst\u00e4nde; aber sie bezeichnen damit nicht nur negativ die <span class=\"Minion-Italic\">Entfernung<\/span>, in welche der Gegenstand f\u00fcr uns r\u00fcckt, sondern sie schaffen die einzig m\u00f6gliche, ad\u00e4quate <span class=\"Minion-Italic\">Vermittlung<\/span> und das Medium, durch welches uns irgendwelches geistige Sein erst fa\u00dfbar und verst\u00e4ndlich wird.\u201c (ECW 16, 80)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das hei\u00dft: Anders als in unserem Deuten ist uns die Welt nicht zug\u00e4nglich. Jede symbolische Form ist eine Welt f\u00fcr sich. Deshalb nennt Cassirer \u201edas Erkenntnisproblem und das Wahrheitsproblem als Sonderf\u00e4lle des allgemeinen <span class=\"Minion-Italic\">Bedeutungsproblems<\/span>\u201c (ECW 17, 16). Das will hei\u00dfen: Was als \u201ewahre\u201c Erkenntnis gilt, entscheidet sich innerhalb der jeweiligen symbolischen Form. W\u00fcrden wir versuchen, die \u201ewirkliche Welt\u201c hinter all unseren Deutungen zu erfassen \u2013 es k\u00e4me nichts als eine weitere Deutung zustande. Deshalb erkl\u00e4rt Cassirer Kants ber\u00fchmte Frage nach dem \u201eDing an sich\u201c hinter der von uns geformten Erkenntnis f\u00fcr sinnlos. Was bleibt, ist das Leben in und mit unseren Deutungen oder, in Cassirers Sprache, in der Kultur, die die Welt des Menschen ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Eine weitere, f\u00fcr unser Thema wichtige Schlussfolgerung zieht Cassirer aus seinem Verst\u00e4ndnis menschlicher Erkenntnis und Kultur. In die symbolischen Formen, die es in einer Kultur gibt, wachsen Menschen von klein auf hinein. Sie lernen, wie sie zu sprechen, zu denken und zu handeln haben. Sie lernen auch, die verschiedenen symbolischen Formen angemessen zu nutzen. Dass mit jeder Deutung oder Formung eines sinnlichen Zeichens eine Entscheidung verbunden ist, wird ihnen sehr lange \u00fcberhaupt nicht bewusst sein. Sobald aber dieses Bewusstsein erwacht, \u00f6ffnet sich ein neuer Raum, der Raum der Freiheit. Denn nun k\u00f6nnen Menschen aktiv w\u00e4hlen, wie sie die Welt deuten und sich selbst verstehen wollen. Deshalb kann man sagen: \u201eIm ganzen genommen k\u00f6nnte man die Kultur als den Proze\u00df der fortschreitenden Selbstbefreiung des Menschen beschreiben.\u201c (Cassirer 1990, 345)<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Mythos und Mythen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Der philosophische Rahmen, in dem im Folgenden das Verh\u00e4ltnis von Mythos und Religion genauer betrachtet werden soll, ist nun aufgespannt. Cassirer selbst hat viele symbolische Formen mit Hilfe seines Verst\u00e4ndnisses von Kultur untersucht. Der Mythos oder genauer gesagt: das \u201emythische Denken\u201c hat dabei f\u00fcr ihn eine zentrale Rolle gespielt. Er war vertraut mit der Mythenforschung seiner Zeit, aber auch mit Mythen verschiedenster Kulturen und Epochen, deren Texte er gelesen und interpretiert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Geschichten oder Wahrheit?<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Zun\u00e4chst m\u00f6chte ich noch einmal auf den Anfang meines Beitrags zur\u00fcckkommen. Mythen, so habe ich oben behauptet, gelten heute allgemein als Geschichten ohne Wahrheit. Es ist sinnvoll, sich zun\u00e4chst dieses Verst\u00e4ndnis von Mythen bewusst zu machen, bevor wir uns der Perspektive Cassirers widmen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mythen sind zun\u00e4chst einmal Geschichten. Vermutlich denken viele dabei an Gustav Schwabs <span class=\"Minion-Italic\">Sagen des klassischen Altertums<\/span>, ein Buch, das bis heute immer wieder neu aufgelegt wird. Auch andere, meist alte Geschichten sind uns bekannt, die wir Mythen nennen. Doch nicht jede Geschichte ist ein Mythos. Mythen unterscheiden sich von anderen Geschichten durch ihre Funktion. Sie wollen nicht einfach etwas berichten oder nur Vergn\u00fcgen wecken. Sie wollen etwas erkl\u00e4ren oder ihm besondere Bedeutung geben. Sie zielen darauf ab, Menschen, vor allem Gruppen von Menschen, Orientierung und Sinn zu geben. Mythen wollen geglaubt werden. Viele antike Mythen haben heute ihre Bedeutung verloren, weil an ihre Stelle die Naturwissenschaften getreten sind. Nicht Zeus ist f\u00fcr Blitze verantwortlich, sondern elektromagnetische Spannung. Auf der anderen Seite gibt es Mythen, die wir vielleicht gar nicht als solche erkennen. So hat z. B. fast jede Familie ihren Mythos. Sie erz\u00e4hlt und \u00fcberliefert ihre Geschichte und gibt darin sich selbst Bedeutung und nicht selten Lebensregeln, die \u00fcber Generationen zu befolgen sind. \u00c4hnliches ist zu beobachten in Staaten und V\u00f6lkern, die ihre Identit\u00e4t aus ihrer Tradition, ihrer Geschichte ableiten. Und n\u00e4her an unserem Thema: Die Bibel ist voll von deutenden und verpflichtenden Erz\u00e4hlungen, das hei\u00dft, voll von Mythen. In deren Vielfalt f\u00fchren die Beitr\u00e4ge von Klaus Bieberstein ein.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese erste Ann\u00e4herung m\u00f6chte ich abschlie\u00dfen mit einem Zitat von Odo Marquard: \u201eDie Menschen k\u00f6nnen ohne Mythen nicht leben; [\u2026] Eines ist die Wahrheit, ein anderes wie sich mit der Wahrheit leben l\u00e4sst. [\u2026] Das Wissen hat es mit Wahrheit und Irrtum zu tun, die Geschichten mit Gl\u00fcck und Ungl\u00fcck: ihr Pensum ist nicht die Wahrheit, sondern der modus vivendi mit der Wahrheit.\u201c (Marquard 1979, 43)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Das mythische Denken<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Vor diesem Hintergrund soll es nun darum gehen, Cassirers Verst\u00e4ndnis des Mythos vorzustellen, das eigenst\u00e4ndig und durchaus eigenwillig ist. Das 19. Jahrhundert, in dem Cassirer geboren und gro\u00df geworden ist, hatte ein ganz eigenes Verh\u00e4ltnis zum Mythos. Als Gegenbewegung zur n\u00fcchternen Rationalit\u00e4t, die vor allem mit dem Namen Kant verbunden ist, entstanden die Romantik und ein neues Interesse an der Vergangenheit. In dieser Zeit sammelten die Br\u00fcder Grimm ihre Volksm\u00e4rchen, entstanden Burgen im alten Stil, legte die Literatur gro\u00dfen Wert auf Gef\u00fchl und Leidenschaft. Die Mythologie wurde auch zum Gegenstand der Philosophie. Die in dieser Zeit zu findenden Deutungen sahen die Mythologie in der Regel als fr\u00fche, aber \u00fcberwundene Form menschlicher Kultur. Es fehlte aber nicht an spekulativen Entw\u00fcrfen zur Mythologie. Schelling schrieb eine eigene Philosophie der Mythologie. Der gleichzeitig sich schnell verbreitende Historismus brachte eine riesige Zahl historischer Texte und Dokumente ans Tageslicht, darunter auch viele mythische Texte. All das geh\u00f6rte zum Fundus, aus dem Cassirer sch\u00f6pfte und den er neu zu verstehen suchte. Interessant ist au\u00dferdem Cassirers R\u00fcckgriff auf Platon. Dieser hatte der Philosophie ein klares Ziel gesetzt. Das Motto hie\u00df: \u201eVom Mythos zum Logos\u201c, das hei\u00dft zur Vernunft. Der gleiche Platon hat in sp\u00e4teren seiner Schriften selbst Mythen entworfen. Er rechtfertigte dies mit dem Argument, dass wir Mythen brauchen, wo unsere Vernunft an Grenzen st\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cassirer wehrte sich gegen diese Entgegensetzung von Vernunft und Mythos. Es war sein Anliegen zu zeigen, dass der Mythos kein Gegensatz zur Vernunft ist, sondern eine spezifische Form ihres Gebrauchs. In dieser Hinsicht unterscheidet sich, so Cassirer, der Mythos nicht von anderen symbolischen Formen. Sie alle versuchen, zu einem koh\u00e4renten Verst\u00e4ndnis der Welt zu kommen. Sie alle kennen die sogenannten Kategorien des Verstandes, allen voran die Kausalit\u00e4t. Auch der Mythos erkl\u00e4rt das Geschehen in der Welt als best\u00e4ndige Abfolge von Ursachen und Wirkungen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Um diese Vern\u00fcnftigkeit des Mythos aufzuzeigen, sucht Cassirer zun\u00e4chst nach einer klaren Definition dieses Begriffs. Mit Hilfe seiner umfassenden Kenntnisse von Mythen kann er nachweisen, dass es unm\u00f6glich ist, Mythen aufgrund ihrer gemeinsamen Inhalte und Begriffe von anderen Texten zu unterscheiden. Es gibt kein Bild und keine Vorstellung, die f\u00fcr alle Mythen zentral w\u00e4re. Deshalb versucht Cassirer, die Einheit in der Struktur und Funktion von Mythen zu finden. Das ist der Grund, warum er sein wichtigstes Buch zu diesem Thema nicht <span class=\"Minion-Italic\">Der Mythos<\/span>, sondern <span class=\"Minion-Italic\">Das mythische Denken<\/span> (ECW 12) genannt hat.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der Urgrund des Mythos ist nach Cassirer das Gef\u00fchl einer gro\u00dfen, umfassenden Einheit. Der noch heute \u00fcbliche Spruch: \u201eAlles h\u00e4ngt mit allem zusammen\u201c, bewahrt einen Rest dieses Gef\u00fchls. Um es noch deutlicher zu machen, dass hier die Ganzheit, nicht aber ihre Teile im Vordergrund stehen, w\u00fcrde man besser formulieren: \u201eAlles ist Zusammenhang\u201c. \u00adFundamental f\u00fcr das Gef\u00fchl des Zusammenseins und Zusammengeh\u00f6rens waren im Anfang T\u00e4nze, Feiern, Kulte und nicht zuletzt der gemeinsame Kampf ums \u00dcberleben, wie etwa bei der Jagd.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cassirer kann vor allem mit Hilfe sprachgeschichtlicher Studien zeigen, dass die einzelnen Menschen sich in diesen Zusammenhang eingebunden f\u00fchlten, aber nicht als eigenst\u00e4ndige Individuen verstanden. Die grammatischen Formen stellten immer den Zusammenhang und nicht die vielen Einzelnen dar. Die uns gel\u00e4ufige Satzstruktur von Subjekt, Pr\u00e4dikat und Objekt ist in archaischen Sprachen unbekannt. Eine Analogie dazu ist bis heute zu beobachten: Kleine Kinder brauchen mehrere Jahre bevor sie \u201eich\u201c sagen k\u00f6nnen. Bis dahin nutzen sie f\u00fcr sich den Namen, den ihnen die anderen gegeben und sie so in den Zusammenhang eingef\u00fcgt haben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD\">Mythisches Leben<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Mythisch denkende Menschen machen sich ihr Bild von der Welt. Weil alles mit allem zusammenh\u00e4ngt, gehen die Menschen im mythischen Denken davon aus, dass alles, auch sie selbst, von Kr\u00e4ften gesteuert werden. Diesen Kr\u00e4ften geben sie Namen und verehren sie. Die Jahreszeiten werden als eigene Kr\u00e4fte dargestellt, die kommen und gehen. Familien ordnen sich bestimmten Tieren zu, denen sie sich verwandt f\u00fchlen. Die Menschen k\u00f6nnen sich diese Zusammenh\u00e4nge aber auch selbst zunutze machen. Die Magie verf\u00fcgt \u00fcber ein ausgekl\u00fcgeltes System, das einen Einfluss auf die Welt erm\u00f6glicht. Weil alles mit allem zusammenh\u00e4ngt, funktioniert zum Beispiel der Voodoo-Zauber. Ersteche ich die Puppe, die meinen Feind darstellt, stirbt der Feind, selbst wenn er sich in weiter Ferne aufh\u00e4lt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Aus den verschiedenen hier genannten Elementen bildeten die Menschen in den vom mythisch gepr\u00e4gten Denken geformten Kulturen die Welt, in der sie lebten. Doch je gr\u00f6\u00dfer die Zahl der zusammenlebenden Menschen wurde, desto komplexer wurden ihre Ordnungsvorstellungen. Damit wurden sie zwangsl\u00e4ufig auch verletzbarer. Doch Ordnung musste erhalten bleiben. Das sogenannte Tabu-System legt fest, was nicht passieren darf. F\u00fcr die Verletzung eines Tabus waren Strafen vorgesehen. An diesen zeigt sich besonders deutlich, wie weit entfernt von unserem heutigen das damalige Denken war. Denn im Tabu-System gab es noch nicht unsere Begriffe von Verantwortung und Strafe. Es war unerheblich, ob die Verletzung der Ordnung willentlich und wissentlich von einem Menschen verursacht wurde, ob sie gar nur ein nat\u00fcrliches und unbeeinflussbares Geschehen war. Mit Strafe hatte zu rechnen, wer in der N\u00e4he des Geschehens war, wer mit dieser Person verwandt war oder auch nur \u00e4u\u00dferliche \u00c4hnlichkeit hatte. Eine Frau, die in der Menstruation Blut vergoss, musste rituell gereinigt werden, bevor sie wieder zur Gemeinschaft geh\u00f6rte. Wurde der Ackerboden vor dem S\u00e4en aufgerissen, mussten der Mutter Erde Opfer gebracht werden. Wo immer Ordnung verletzt wurde, egal von wem und wie, ging es um Wiedergutmachung. All diese Beispiele belegen, wie stark die Gesamtheit und ihre Ordnung im Vordergrund standen und welch geringe Bedeutung die einzelnen Menschen hatten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vor \u00dcberheblichkeit gegen\u00fcber diesen alten Kulturen sei gewarnt. Erst das Zweite Vatikanische Konzil hat in der katholischen Kirche die Pflicht abgeschafft, eine Frau nach Geburt eines Kindes \u201eauszusegnen\u201c, weil bei der Geburt Blut geflossen war. Erst danach war sie wieder zu den \u00adSakramenten zugelassen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nur noch ein Aspekt, der f\u00fcr unser Thema wichtig ist, sei genannt: Die als G\u00f6tter verehrten Kr\u00e4fte, die in der Welt wirken, sind selbst Teil der mythischen Welt. Eine Trennung von Immanenz und Transzendenz gibt es, so Cassirer, im mythischen Denken nicht. Deshalb sind die G\u00f6tter auch in der Welt erfahrbar. Der Baum, der als Gott verehrt wird, ist dieser Gott. Er ist nicht ein Zeichen f\u00fcr ihn. Von dieser Identit\u00e4t wei\u00df auch noch die Bonifatius-Legende. Vor den Augen der Menschen, die einen m\u00e4chtigen Baum als den Gott Donar verehrten, f\u00e4llte Bonifatius diesen eigenh\u00e4ndig. Damit zerst\u00f6rte er nicht einen Baum, sondern ermordete einen Gott.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die hier aufgedeckten Strukturen des mythischen Denkens wurden von Cassirer weit differenzierter erforscht als ich es hier darstellen konnte. Dabei ist es ihm gelungen, ungeachtet der so unterschiedlichen Auspr\u00e4gungen des mythischen Denkens<br \/>\nderen strukturelle und funktionale Einheit aufzuzeigen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Cassirer geht aber noch einen wichtigen philosophischen Schritt weiter, wenn er das mythische Denken als eine origin\u00e4re Leistung des menschlichen Geistes charakterisiert. Dieser Ursprung der menschlichen Kultur eint nicht nur die verschiedenen Formen des Mythos. Alle symbolischen Formen sind hervorgebracht aus der Energie des menschlichen Geistes. Dabei unterscheiden sich die einzelnen symbolischen Formen in der konkreten Ausgestaltung ihres Weltverstehens. Cassirer spricht von den verschiedenen \u201eModalit\u00e4ten\u201c, in denen sinnliche Zeichen und geistige Bedeutung miteinander verkn\u00fcpft werden. So entsteht eine Vielheit, die \u00fcber ihren gemeinsamen Ausgangspunkt, die Symbolisierungskraft des Geistes, verbunden bleibt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mythos und Wahrheit \u2013 dieser Tagungstitel hat im Januar 2025 sicher manchen irritiert. M\u00fcsste es nicht hei\u00dfen: Mythos oder Wahrheit? Mythen haben den Ruf, Fr\u00fcchte einer bl\u00fchenden Fantasie zu sein. Wahrheit dagegen ist real, gewiss und beweisbar. Wer Wahrheit sucht, wird Mythen scheuen. In der Religion ist das nicht anders. Christen glauben an die Wahrheit&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":90490,"menu_order":304,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-114371","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mythos und Wahrheit \u2013 dieser Tagungstitel hat im Januar 2025 sicher manchen irritiert. M\u00fcsste es nicht hei\u00dfen: Mythos oder Wahrheit? Mythen haben den Ruf, Fr\u00fcchte einer bl\u00fchenden Fantasie zu sein. Wahrheit dagegen ist real, gewiss und beweisbar. Wer Wahrheit sucht, wird Mythen scheuen. In der Religion ist das nicht anders. Christen glauben an die Wahrheit&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-12-04T14:27:17+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-01-10.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1644\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"924\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"18 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/\",\"name\":\"Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-01-10.jpg\",\"datePublished\":\"2025-12-01T08:35:29+00:00\",\"dateModified\":\"2025-12-04T14:27:17+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-01-10.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-01-10.jpg\",\"width\":1644,\"height\":924},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Der Mythos &#8211; Urform menschlicher Kultur\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"Mythos und Wahrheit \u2013 dieser Tagungstitel hat im Januar 2025 sicher manchen irritiert. M\u00fcsste es nicht hei\u00dfen: Mythos oder Wahrheit? Mythen haben den Ruf, Fr\u00fcchte einer bl\u00fchenden Fantasie zu sein. Wahrheit dagegen ist real, gewiss und beweisbar. Wer Wahrheit sucht, wird Mythen scheuen. In der Religion ist das nicht anders. Christen glauben an die Wahrheit&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-12-04T14:27:17+00:00","og_image":[{"width":1644,"height":924,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-01-10.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"18 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/","name":"Der Mythos - Urform menschlicher Kultur - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-01-10.jpg","datePublished":"2025-12-01T08:35:29+00:00","dateModified":"2025-12-04T14:27:17+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-01-10.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-01-10.jpg","width":1644,"height":924},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/der-mythos-urform-menschlicher-kultur\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Der Mythos &#8211; Urform menschlicher Kultur"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":115026,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114371\/revisions\/115026"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/90490"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}