{"id":114373,"date":"2025-12-01T09:41:24","date_gmt":"2025-12-01T08:41:24","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114373"},"modified":"2025-12-01T09:41:58","modified_gmt":"2025-12-01T08:41:58","slug":"formulieren-was-der-mensch-ist-schoepfungserzaehlungen-mythologisch-gelesen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/formulieren-was-der-mensch-ist-schoepfungserzaehlungen-mythologisch-gelesen\/","title":{"rendered":"Formulieren, was der Mensch ist"},"content":{"rendered":"<div id=\"_idContainer175\" class=\"_idGenObjectStyleOverride-7\">\n<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale\">W<\/span>enn die Analysen und Thesen von Ernst Cassirer (1925; 1944) zutreffen, zeichnet sich mythisches Denken nicht durch einzelne Motive aus. Vielmehr liegt ihm eine eigene Logik, eine eigene Grammatik der Welterschlie\u00dfung, zugrunde, die sich von modernem naturwissenschaftlichem Denken insbesondere durch einen anderen Umgang mit Raum, Zeit und Zahlen grundlegend unterscheidet.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wir haben in der Schule gelernt, uns die Zeit als eine unendliche Gerade vorzustellen und jeden gleichgro\u00dfen Abschnitt als gleichwertig und austauschbar zu betrachten. Ebenso haben wir gelernt, den Raum in einem dreidimensionalen Koordinatensystem als unendlich und jeden gleichgro\u00dfen Ausschnitt desselben ebenfalls als kompatibel anzunehmen, denn Zeit und Raum galten im naturwissenschaftlichen Denken (vor Albert Einstein) als endlos und homogen. Diese Vorstellung war jedoch keineswegs selbstverst\u00e4ndlich, sondern eine Errungenschaft der neuzeitlichen Naturwissenschaften, die sich in einem langsamen, m\u00fchsamen Prozess des Denkens als eine eigene Art und Weise der Welterschlie\u00dfung aus dem mythischen Denken entwickelt und von ihm emanzipiert haben.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Denn im mythischen Denken wird die Zeit nicht als neutrale Gerade, sondern in Zyklen oder Rhythmen, in Phasen des Werdens und des Vergehens, und dar\u00fcber hinaus zuweilen mit einem absoluten Anfang und einem absoluten Ende gedacht (ECW 12, 123\u2013166). Ebenso wird im mythischen Denken jede Richtung mit unterschiedlichen Werten verbunden (ECW 12, 98\u2013123): Der Osten als Ort der aufgehenden Sonne steht f\u00fcr die \u00dcberwindung der Finsternis durch Licht und Leben. Der Westen als Ort der untergehenden Sonne hingegen wird meist mit dem Tod assoziiert. Vor allem aber kennt mythisches Denken ein Zentrum als Hort h\u00f6chster Werte und verweist Chaos und Tod in die Peripherie.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zwar neigen wir als Kinder der Neuzeit dazu, mythisches Denken abzuwerten und allein naturwissenschaftliches Denken f\u00fcr g\u00fcltig zu erachten, doch greift diese Vorstellung zu kurz. Schlie\u00dflich sind die mythischen Formungen von Raum und Zeit kein Mangel. Zwar eignen sie sich nicht f\u00fcr technische Berechnungen, bieten aber die M\u00f6glichkeit, an sich nichtr\u00e4umliche existentielle Gr\u00f6\u00dfen im Raum und an sich nichtzeitliche existentielle Gr\u00f6\u00dfen in der Zeit abzubilden und auf diese Weise im Leben mythische, religi\u00f6se und moralische Orientierungen zu vermitteln. Darin liegt ihre eigent\u00fcmliche Leistung, die von anderen Weisen der Welterschlie\u00dfung nicht realisiert werden kann \u2013 was am Beispiel altorientalischer Sch\u00f6pfungsmythen gut gezeigt werden kann.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Das Atram-Has\u012bs-Epos<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Um 3500 v. Chr. oder nur wenig sp\u00e4ter entwickelten sich in \u00c4gypten einerseits und Mesopotamien andererseits parallel zueinander die ersten Hochkulturen der Menschheit. Dass diese nicht in Bergregionen, sondern in Flusslandschaften entstanden, war dabei kein Zufall. Dabei sind Flusslandschaften keineswegs a priori besonders lebensfreundliche R\u00e4ume. Schlie\u00dflich finden sich in Bergregionen schattige Stellen mit Quellen, an denen sich kleine G\u00e4rten anlegen lassen und man wunderbar leben kann. Dagegen k\u00f6nnen Flusslandschaften lebensfeindlich sein. Entweder ziehen Fl\u00fcsse streckenweise in tiefen Betten durch W\u00fcsten, ohne sie zu bew\u00e4ssern, oder sie \u00fcberschwemmen, insbesondere in M\u00fcndungsdeltas, das Land, und es bedarf gro\u00dfer M\u00fchen, dieses durch die Anlage von Kan\u00e4len und deren Pflege trockenzulegen. So wurde in den beiden Flusslandschaften \u2013 am Nil ebenso wie zwischen Euphrat und Tigris \u2013 Lebensraum erst durch gemeinschaftlich organisiertes Handeln er\u00f6ffnet, durch zentrale M\u00e4chte, die darauf achteten, dass die Kan\u00e4le sinnvoll angelegt, gegraben, best\u00e4ndig gepflegt wurden und das Wasser systematisch verwaltet wurde.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Darum war menschliches Leben in diesen Hochkulturen oftmals derart mit der Pflege der Kan\u00e4le verbunden, dass der Sinn und Zweck des Lebens in der t\u00e4glichen Pflege der Kan\u00e4le zu bestehen schien.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese Lebenserfahrung war der gedankliche Ausgangspunkt f\u00fcr die Entstehung des Atram-Has\u012bs-Epos, das sp\u00e4testens um 1800 v. Chr. in Babylonien verfasst wurde (von Soden 1994). So erz\u00e4hlt es, anfangs h\u00e4tten die niedrigen G\u00f6tter die Kan\u00e4le, ohne deren t\u00e4gliche Pflege Leben im Zweistromland selbst f\u00fcr G\u00f6tter undenkbar war, noch selber\u00ad reinigen und die Tragk\u00f6rbe mit Erde selber tragen m\u00fcssen, schlie\u00dflich aber gegen die h\u00f6heren G\u00f6tter aufbegehrt, und so wurde auf Beschluss der G\u00f6tter zu ihrer Entlastung der Mensch geschaffen: \u201eDen Tragkorb des Gottes trage der Mensch!\u201c (Tafel I 197).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei wurde der Mensch stillschweigend als urspr\u00fcnglich auf Unsterblichkeit hin erschaffen gedacht; er konnte zwar sterben, musste aber nicht sterben, sondern konnte ewig leben (Clifford 1994, 78). Schlie\u00dflich sollte seine Sterblichkeit im Laufe der Erz\u00e4hlung erst \u00e4tiologisch eingef\u00fchrt werden, denn Mythen beschreiben nicht, sondern f\u00fchren narrativ ein, was der Erkl\u00e4rung bedarf.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieses unbegrenzte Leben hatte jedoch zur Folge, dass das Treiben, L\u00e4rmen und Keifen auf Erden bald derart \u00fcberhandnahm, dass die G\u00f6ttinnen und G\u00f6tter beschlossen, eine Sintflut zu senden, um die Menschheit wieder zu vernichten. Als Atram-Has\u012bs \u2013 sein Name bedeutet: \u201eDer an Weisheit \u00dcbergro\u00dfe\u201c \u2013 der Flut mit einer Arche entkam, gestand ihm Enlil, der Hauptgott des babylonischen Pantheons, zwar weiterhin ewiges Leben zu, verf\u00fcgte aber, neue Menschen zu schaffen, deren Leben von vornherein durch Sterblichkeit sowie durch drei weitere Verf\u00fcgungen eingeschr\u00e4nkt sein sollte: Ein Teil der Frauen sollte nicht geb\u00e4ren k\u00f6nnen, ein Teil sollte z\u00f6libat\u00e4r leben m\u00fcssen, und ein Teil der S\u00e4uglinge sollte schon an der Mutterbrust sterben.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So leistet dieser Mythos eine \u00c4tiologie der prek\u00e4ren, von Arbeit, M\u00fche, Leid und Tod gezeichneten Existenz des Menschen und ist in dieser Beschreibung der <span class=\"Minion-Italic\">Conditio humana<\/span> zweifellos wahr.<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Das Gilgamesch-Epos<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Auch das Gilgamesch-Epos greift das Problem der Sterblichkeit auf. Zwar enth\u00e4lt es keinen Sch\u00f6pfungsmythos, bietet in einer R\u00fcckblende aber eine, teilweise sogar w\u00f6rtliche, Wiederholung der Sintfluterz\u00e4hlung aus dem Atram-H\u02d8as\u012bs-Epos und verbindet die Sterblichkeit des Menschen mit seiner Aufgabe, sein Leben im <span class=\"Minion-Italic\">Wissen<\/span> um sein Sterbenm\u00fcssen entwerfen, f\u00fchren und gestalten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das Werk stammt aus Uruk, einer der fr\u00fchesten und bedeutendsten St\u00e4dte im s\u00fcdlichen Mesopotamien, die schon um 2650 von einem riesigen, fast 10 km langen Stadtmauerring mit \u00fcber 900 T\u00fcrmen umfasst worden war, der als Werk eines sagenhaften K\u00f6nigs namens Gilgamesch galt, und ist in mehreren Fassungen \u00fcberliefert, die in mehreren Etappen zwischen dem 20. und 7. Jh. v. Chr. entstanden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die vermutlich unter dem letzten neuassyrischen K\u00f6nig Assurbanipal (669\u2013627 v. Chr.) in Ninive verfasste Standardfassung (Franke 2023) erz\u00e4hlt in elf Ges\u00e4ngen von K\u00f6nig Gilgamesch. Dieser sei so grausam gewesen, dass die G\u00f6tter beschlossen, ihm, um ihn in Schach zu halten, einen wilden Gesellen namens Enkidu gegen\u00fcberzustellen, der erst durch einen Besuch bei einer Prostituierten namens Schamchat den Tieren entfremdet und zum kulturf\u00e4higen Menschen gez\u00e4hmt werden konnte. Doch statt zu Gegnern zu werden, werden Gilgamesch und Enkidu unzertrennliche Freunde, die zum Leidwesen der G\u00f6tter und Menschen keine Grenzen mehr kennen. Darum muss Enkidu eines Tages auf g\u00f6ttlichen Beschluss wieder sterben. Gilgamesch ist untr\u00f6stlich, denn er wird angesichts des Todes seines Freundes seiner eigenen Sterblichkeit inne, l\u00e4uft in verzweifelter Suche nach Unsterblichkeit \u00fcber die W\u00fcste hinaus zu den Bergen am Rand der Erde und gelangt durch einen Tunnel in einen sagenhaften Wald mit B\u00e4umen aus Edelstein. An den Gestaden des Meeres kehrt er in eine Schenke einer weisen Wirtin namens Siduri ein und erz\u00e4hlt ihr von seiner Suche nach seinem Freund und dem ewigen Leben. Sie weist ihm den Weg zu Ur-Schanabi, einem F\u00e4hrmann, der ihn \u00fcber das \u201eWasser des Todes\u201c zu einem Greis namens Uta-Napischti bringt. Uta-Napischti \u2013 sein Name bedeutet: \u201eEr fand Leben\u201c \u2013 war kein Geringerer als jener Held der Urzeit, der im Atram-H\u02d8as\u012bs-Epos den Namen Atram-H\u02d8as\u012bs getragen, als einziger Mensch die gro\u00dfe Flut \u00fcberlebt hatte und \u2013 im Gegensatz zu den nach der Flut neu geschaffenen Menschen \u2013 noch unsterblich war. F\u00fcr Gilgamesch sieht er allerdings keinen Weg, zur Unsterblichkeit zu gelangen, verr\u00e4t ihm aber zum Abschied, wie dieser die \u201ePflanze des Herzschlags\u201c finden kann, die Pflanze des sich ewig erneuernden Lebens (XI 281\u2013286):<\/p>\n<p class=\"fliess ParaOverride-1\"><span class=\"GELB\">\u201eEr\u00f6ffnen will ich dir, Gilgamesch, eine geheime Sache,<br \/>\nund ich will dir ein Geheimnis der [G\u00f6tter] sagen:<br \/>\n<\/span><span class=\"GELB\">Es gibt eine Pflanze, deren Ausehen wie ein Dornstrauch ist,<br \/>\n<\/span><span class=\"GELB\">ihr Dorn ist wie der der Rose, und sie wird dich stechen.<br \/>\nWenn deine H\u00e4nde diese Pflanze erreichen [k\u00f6nnen,<br \/>\nwirst du durch sie deine Lebenskraft wiedergewinnen.]\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"fliess\">Mit dieser Pflanze greift das Epos auf ein Motiv der syrisch-mesopotamischen Bildkunst zur\u00fcck (Estes 2020), die in \u00e4lteren Darstellungen einen Baum zeigt, der symmetrisch von zwei Capriden, ziegenartigen Tieren, flankiert wird, die \u2013 vermutlich zur Freude ihrer Hirten \u2013 meist von seinen Bl\u00e4ttern knabbern. In j\u00fcngeren Darstellungen werden die Capriden zunehmend durch Keruben ersetzt, durch Mischwesen, die als W\u00e4chterfiguren mit dem Kopf eines Menschen, dem K\u00f6rper eines L\u00f6wen und den Fl\u00fcgeln eines Adlers die st\u00e4rksten F\u00e4higkeiten aller Lebewesen verbinden. Dabei sind sie, dreidimensional gedacht, als den Betrachterinnen und Betrachtern zugewandt zu denken, um den Baum als Verk\u00f6rperung der F\u00fclle des Lebens vor unbefugtem Zugriff zu sch\u00fctzen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gilgamesch verabschiedet sich, taucht auf den Grund des Meeres hinab, findet die Pflanze des Lebens und macht sich mit Ur-Schanabi, dem F\u00e4hrmann, die Pflanze in seinen H\u00e4nden, auf den Heimweg. Doch als er unterwegs in einem Teich ein erfrischendes Bad nimmt und sie am Ufer unbewacht liegen l\u00e4sst, wird sie von einer Schlange geraubt. Diese h\u00e4utet sich \u2013 als Zeichen ihrer sofort eintretenden Verj\u00fcngung \u2013 und l\u00e4sst ihn in seiner Sterblichkeit ohne Hoffnung zur\u00fcck (XI 301\u2013309):<\/p>\n<p class=\"fliess ParaOverride-1\">\u201eNach zwanzig Meilen brachen sie das Brot,<br \/>\nnach drei\u00dfig Meilen schlugen sie das Nachtlager auf.<br \/>\nGilgamesch sah einen Teich, dessen Wasser k\u00fchl war,<br \/>\nstieg hinein, um in dem Wasser zu baden.<br \/>\nEine Schlange roch den Duft der Pflanze,<br \/>\nkam [lautlos] herauf und trug die Pflanze davon \u2013<br \/>\nals sie davonglitt, warf sie ihre schuppige Haut ab.<br \/>\nDa setzte sich Gilgamesch weinend nieder,<br \/>\ndie Tr\u00e4nen liefen ihm \u00fcber die Wangen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">So kehrt Gilgamesch \u2013 nun der Unausweichlichkeit seiner Sterblichkeit endg\u00fcltig bewusst geworden \u2013 in seine Stadt Uruk zur\u00fcck, um sein Leben im Wissen um sein Sterbenm\u00fcssen neu zu entwerfen und sich im Werk seiner H\u00e4nde, im Bau der Stadtmauer von Uruk, zu verwirklichen und zu verewigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Die Wahrheit der altorientalischen Sch\u00f6pfungsmythen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Wollte man diese Texte als historische Quellen lesen, w\u00e4ren sie obsolet, denn wir wissen inzwischen aufgrund der naturwissenschaftlichen Forschungen der letzten drei Jahrhunderte, dass die Welt vor 13,8 Milliarden Jahren in einem Urknall entstand und sich der Mensch in den letzten 5 Millionen Jahren aus Hominiden entwickelt hat.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wenn wir sie hingegen mittels der Grammatik des mythischen Denkens als Erz\u00e4hlungen verstehen, die die <span class=\"Minion-Italic\">Conditio humana<\/span> narrativ umrei\u00dfen, ohne sie statisch zu beschreiben, dann k\u00f6nnen wir die Wahrheit dieser beiden Mythen nicht bestreiten, denn die menschliche Verbindung von Arbeitenm\u00fcssen, Sterbenm\u00fcssen und dies auch noch zu wissen, ist zweifellos prek\u00e4r.<\/p>\n<p class=\"ZWISCHEN\">Die biblische Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung Gen 2,4b\u20133,24<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Diese prek\u00e4re, den Menschen allein auszeichnende Verbindung zwischen seiner Sterblichkeit, seinem Wissen um seine Sterblichkeit und seiner Aufgabe, sein Leben im Wissen um seine \u00adSterblichkeit f\u00fchren und gestalten zu m\u00fcssen, wird auch in der Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung Gen 2,4b\u20133,24 thematisiert.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Allerdings ist diese von Spannungen durchzogen, die sich nur diachron, in der Annahme redaktioneller Fortschreibungen, erkl\u00e4ren lassen, theologischer \u00dcberarbeitungen, die schlie\u00dflich zur \u00dcberlagerung mehrerer Aussagesysteme gef\u00fchrt haben. So sind drei Schichten A \u2013 B \u2013 C sowie ein punktueller Zusatz B<span class=\"CharOverride-32\">Z<\/span> mit drei sich \u00fcberlagernden und einander fortschreibenden Aussagesystemen zu unterschieden (Bieberstein 2008).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Alle drei Stadien der Erz\u00e4hlung weisen eigene stilistische und theologische Profile auf und sind zugleich vom gemeinsamen Bem\u00fchen getragen, die prek\u00e4re <span class=\"Minion-Italic\">Conditio humana<\/span> fortschreibend zu entfalten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nach der Grundschicht A (2,4\u20138.18\u201325; 3,20) erschuf Gott zun\u00e4chst einen einzelnen Menschen und setzte ihn in einen Garten in Eden, er erschuf allerlei Tiere und f\u00fchrte sie ihm als potentielle Partner zu, doch als sie sich nicht als ihm entsprechende Partner erwiesen, schuf er zur Vollendung seines Werkes die Frau.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei enth\u00e4lt diese Erz\u00e4hlung nur zwei Reden, die wie die Brennpunkte einer Ellipse das Spannungsfeld der Erz\u00e4hlung konstituieren: Gott stellt eingangs (in der ersten Gottesrede der Weltgeschichte!) in 2,18 das Problem fest: \u201eEs ist nicht gut, dass der Mensch allein bleibt. Ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht.\u201c Und in 2,23 konstatiert abschlie\u00dfend der Mensch (in der ersten Menschenrede der Weltgeschichte!), dass das Problem nun gel\u00f6st sei: \u201eDas endlich ist Bein von meinem Bein und Fleisch von meinem Fleisch. Frau (<span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u00ee\u0161\u0161\u0101<\/span>) soll sie hei\u00dfen, denn vom Mann (<span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u00ee\u0161<\/span>) ist sie genommen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">So thematisiert die Grundschicht der Erz\u00e4hlung erstmals in der Geschichte altorientalischer Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen die existentielle Einsamkeit des Menschen und die Suche nach ihrer \u00dcberwindung in einem Leben in Beziehung, vorzugsweise in Zweisamkeit, ohne die Gottes Sch\u00f6pfung auch aus g\u00f6ttlicher Sicht nicht als gelungen gelten kann.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die erste Bearbeitung B (2,9 ohne die Worte \u201eden Baum des Lebens und\u201c; 2,15\u201317; 3,1\u201319.21.23) indes betrachtet die Welt trotz der \u00fcberwundenen Einsamkeit des Menschen nicht mehr ungeteilt als idyllisch. Vielmehr bringt sie eine weitere Gebrochenheit des Menschen ins Spiel und erz\u00e4hlt, Gott habe ins Zentrum des Gartens den \u201eBaum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se\u201c gepflanzt, und die Menschen haben ihren Griff nach seinen Fr\u00fcchten und damit ihre Erkenntnisf\u00e4higkeit mit ihrer Sterblichkeit bezahlt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei erschlie\u00dft sich der Sinn der Erz\u00e4hlung (wie in \u00e4tiologischen Erz\u00e4hlungen \u00fcblich) wiederum erst von ihrem Schluss her: Gott hatte die Menschen gewarnt, sie w\u00fcrden den Griff nach dem Baum der Erkenntnis mit ihrem Tod bezahlen. Da sie nach dem Griff nicht tot umfielen und von einer Begnadigung keine Rede war, kann mit der Ank\u00fcndigung ihres Todes keine Todesstrafe, sondern nur der Eintritt der Sterblichkeit gemeint gewesen sein (Blum 2004, 22\u201323). Schlie\u00dflich galten die Menschen auch in den fr\u00fcheren, oben genannten altorientalischen Sch\u00f6pfungsmythen als zun\u00e4chst auf Unsterblichkeit hin geschaffen, und der Text wurde in deren Tradition auch in der christlichen Rezeption bis zur fr\u00fchen Neuzeit, als eine zunehmend pseudonaturwissenschaftliche Lekt\u00fcre des Textes ein ad\u00e4quates Verst\u00e4ndnis des mythischen Textes erschwerte, so verstanden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Demnach galten die Menschen im Sinne der Erz\u00e4hlung zun\u00e4chst stillschweigend als <span class=\"Minion-Italic\">unwissend<\/span>, aber als potentiell <span class=\"Minion-Italic\">unsterblich<\/span>. Erst mit ihrem Griff nach dem Baum der Erkenntnis wurden sie <span class=\"Minion-Italic\">wissend<\/span>, aber <span class=\"Minion-Italic\">sterblich<\/span>. Damit bietet die Erz\u00e4hlung eine \u00c4tiologie der prek\u00e4ren Existenz des Menschen, sterblich zu sein wie ein Tier und zugleich wissend zu sein wie ein Gott und dadurch in der belastenden Situation zu stehen, als einziges Lebewesen sein Leben im Wissen um seinen unweigerlich kommenden Tod f\u00fchren und aushalten zu m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So thematisiert Bearbeitung B den Preis des Strebens nach Erkenntnis, den Verlust der naiven Unmittelbarkeit, den Helmuth Plessner (1928, 288\u2013346) als \u201eexzentrische Positionalit\u00e4t\u201c bezeichnet hat, die Erkenntnis der eigenen Nacktheit und Gebrechlichkeit, einen Preis, den zu erheben im Sinne der Logik der Erz\u00e4hlung auch Gott nicht enthoben war.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Somit kreiste Bearbeitung B zwar schon st\u00e4ndig um die beiden Attribute des Menschen, <span class=\"Minion-Italic\">wissend<\/span> und <span class=\"Minion-Italic\">sterblich<\/span> zu sein, doch wurde in ihr bislang nur das erste der beiden als Baum der Erkenntnis ins Bild gehoben, und erst Bearbeitung C (2,9c nur \u201eden Baum des Lebens und\u201c; 3,22.24) hat das Bild komplettiert und auch das zweite Attribut mit dem altorientalischen Motiv des Baumes des Lebens explizit in das Bild integriert: Ihr zufolge hatten im Garten nicht nur <span class=\"Minion-Italic\">ein<\/span>, sondern <span class=\"Minion-Italic\">zwei<\/span> B\u00e4ume gestanden, und nachdem die Menschen vom Baum der Erkenntnis gegessen hatten, hat Gott sie aus dem Garten Eden vertrieben, damit sie sich nicht auch noch am Baum des Lebens vergreifen, und ihnen durch Keruben verwehrt, zur\u00fcckzukehren und auch noch von dessen Fr\u00fcchten zu essen. Die F\u00fclle des Lebens ist dem menschlichen Zugriff \u2013 wie schon Gilgamesch lernen musste \u2013 auf immer verwehrt. So ist nach Plessner (1928, 309) mit der exzentrischen Positionalit\u00e4t auch die \u201ekonstitutive Heimatlosigkeit des menschlichen Wesens\u201c gegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Die biblische Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung Gen 1,1\u20132,4a<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">W\u00e4hrend Gen 2,4b\u20133,24 also die existentielle Einsamkeit des Menschen und ihre \u00dcberwindung in der Zweisamkeit sowie, im Anschluss an die mesopotamischen Mythen, die prek\u00e4re Spannung zwischen Sterblichkeit entfaltet hat, nimmt Gen 1,1\u20132,4a die M\u00fchsal der t\u00e4glichen Arbeit aus dem Atram-Has\u012bs-Epos wieder auf und stellt klar, dass die Zielbestimmung des Menschen keineswegs im Fluch der t\u00e4glichen Arbeit liegt. Vielmehr ist der Fluchtpunkt der Sch\u00f6pfung im Privileg des Menschen zu sehen, am siebten Tag an der Ruhe Gottes teilhaben zu d\u00fcrfen, als sein Stellvertreter aber auch verantwortlich f\u00fcr die Fortf\u00fchrung seines ordungsstiftenden Sch\u00f6pfungswaltens zu sein (Bieberstein \/ Bieberstein 2017).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Die Wahrheit der biblischen Sch\u00f6pfungsmythen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Demnach sind die antiken Sch\u00f6pfungsmythen keine Ausk\u00fcnfte \u00fcber Ereignisse der fernen Vergangenheit, sondern Erz\u00e4hlungen, die die <span class=\"Minion-Italic\">Conditio humana<\/span> thematisieren. Dazu setzen sie nach der Grammatik mythischen Denkens einen absoluten Anfang der Zeit und f\u00fchren an ihm \u2013 um einen Notenschl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der folgenden Menschheitsgeschichte zu liefern \u2013 ein, was erkl\u00e4rt werden soll: die prek\u00e4re Existenz des Menschen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Jeder Versuch, derartige Mythen naturwissenschaftlich zu lesen, sie als eine naive Fr\u00fchform naturwissenschaftlichen Denkens zu interpretieren und in heutiges naturwissenschaftliches Denken zu \u00fcbersetzen, ist von vornherein abwegig, denn sie folgen einer anderen Grammatik und realisieren andere Funktionen, die im Leben nicht minder wichtig sind. <img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-2\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/bbockholt\/Katholische%20Akademie%20in%20Bayern\/Programm%20&amp;%20Dokumentation-Dokumentation%20-%20Dokumente\/1.%20zur%20debatte\/debatten%202025\/debatte%204-2025\/0%20fertige%20debatte\/debatte_4-2025-web-resources\/image\/1.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn die Analysen und Thesen von Ernst Cassirer (1925; 1944) zutreffen, zeichnet sich mythisches Denken nicht durch einzelne Motive aus. Vielmehr liegt ihm eine eigene Logik, eine eigene Grammatik der Welterschlie\u00dfung, zugrunde, die sich von modernem naturwissenschaftlichem Denken insbesondere durch einen anderen Umgang mit Raum, Zeit und Zahlen grundlegend unterscheidet. 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