{"id":114375,"date":"2025-12-01T09:59:51","date_gmt":"2025-12-01T08:59:51","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114375"},"modified":"2025-12-01T09:59:55","modified_gmt":"2025-12-01T08:59:55","slug":"festhalten-an-dem-was-aussteht-eschatologische-texte-mythologisch-lesen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/festhalten-an-dem-was-aussteht-eschatologische-texte-mythologisch-lesen\/","title":{"rendered":"Festhalten an dem, was aussteht"},"content":{"rendered":"<div id=\"_idContainer217\" class=\"_idGenObjectStyleOverride-7\">\n<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale\">O<\/span>ffenkundig hat man Sch\u00f6pfungsmythen nicht verstanden, wenn man sie nur minuti\u00f6s wiederzugeben versteht und als Ausk\u00fcnfte \u00fcber eine ferne Vergangenheit zu interpretieren versucht. Und dasselbe gilt auch f\u00fcr jene biblischen Texte, die den Blick nach vorne wenden und die Ziele individueller Lebensgeschichten sowie der allgemeinen Weltgeschichte thematisieren, denn auch sie sind keine Prognosen kommender Ereignisse, sondern formulieren, was aussteht, und fixieren dieses am Horizont individueller Lebensgeschichten ebenso wie am fernen Horizont der umfassenden Weltgeschichte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ohnehin besteht zwischen den Sch\u00f6pfungsgeschichten und den korrespondierenden Zielgeschichten ein enger Bezug, der nur selten reflektiert wird: Die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung Gen 2,4b\u20133,24 hatte jenen Garten, aus dem die ersten Menschen vertrieben wurden, auf Hebr\u00e4isch als <span class=\"Minion-Italic\">gan <\/span><span class=\"Minion-Italic\">b<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-40\">\u01dd<\/span><span class=\"Minion-Italic\">&#8211;<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02bf<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u0113d\u00e6n<\/span> \u201eGarten in Eden\u201c (2,8) oder, verk\u00fcrzt, als <span class=\"Minion-Italic\">gan <\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02bf<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u0113d\u00e6n<\/span> \u201eGarten von Eden\u201c (2,15; 3,23) bezeichnet. Als die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen in hellenistischer Zeit im 3. Jh. v. Chr. ins Griechische \u00fcbersetzt wurden, wurde der hebr\u00e4ische Begriff <span class=\"Minion-Italic\">gan<\/span> \u201eGarten\u201c mit einem urspr\u00fcnglich persischen Lehnwort als \u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03b4\u03b5\u03b9\u03c3\u03bf\u03c2 \u201eParadies\u201c wiedergegeben, und im sp\u00e4ten 2. Jh. v. Chr. wurde in den apokryphen Testamenten der Patriarchen zum ersten Mal auch die Welt am Ende der Geschichte als \u03c0\u03b1\u03c1\u03ac\u03b4\u03b5\u03b9\u03c3\u03bf\u03c2 \u201eParadies\u201c bezeichnet. So entstand in hellenistischer Zeit jenes Konzept einer spiegelsymmetrischen Zeit, deren Bogen vom \u201eParadies\u201c am Anfang zum \u201eParadies\u201c am Ende der Weltgeschichte reicht, in dem wir uns im j\u00fcdischen, christlichen und muslimischen Geschichtsdenken seither bewegen. Dieser Bogen formuliert am Anfang der Zeit aus, was grundlegend ist zum Verst\u00e4ndnis unserer Existenz, und am Ende der Zeit, was aussteht zu ihrer Vollendung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei gr\u00fcndet die Rede von der Vollendung nicht in einem statischen systematischen Lehrgeb\u00e4ude, sondern ebenso wie die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen in einem anhaltenden Ringen, in dem zudem zwei Diskurslinien ineinander verflochten sind: die Frage nach dem Fluchtpunkt individueller Lebensgeschichten in Tod und Jenseits und die Frage nach dem Fluchtpunkt der umfassenden Weltgeschichte. Diese beiden Diskurse verliefen aber nicht unabh\u00e4ngig voneinander, sondern gr\u00fcnden in gemeinsamen Optionen und m\u00fcnden schlie\u00dflich in einer Synthese in ein umfassendes Postulat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was weltgeschichtlich aussteht I<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Zukunftsvisionen der fr\u00fchen Schriftpropheten Amos und Hosea im Nordreich Israel waren angesichts der nahenden assyrischen Gefahren \u00fcberwiegend Unheilsansagen gewesen. 733 v. Chr. wurde das Nordreich von den Assyrern auf das Kernreich um die Hauptstadt Samaria verkleinert, und 720 wurde Samaria selber eingenommen. Dies war das Ende des Reiches Israel.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ebenso d\u00fcster waren die Unheilsansagen der Propheten Jesaja und Micha im S\u00fcdreich Juda. 701 wurde seine Hauptstadt Jerusalem von den Assyrern eingeschlossen und entkam erst im letzten Moment der Zerst\u00f6rung. Zwar brach die assyrische Vormacht seit der Mitte des 7. Jahrhunderts langsam in sich zusammen, was zwischenzeitlich Anlass zu Heilshoffnungen gab, doch erwiesen sich diese als verfr\u00fcht, denn seit 605 eroberte K\u00f6nig Nebukadnezzar II. von Babylonien mit seinen Truppen die Levante. Als Jerusalem trotz aller Warnungen Jeremias einen Aufstandsversuch unternahm, wurde die Stadt 597 eingenommen und die Oberschicht von Juda nach Babylonien deportiert. Als sie trotz der erneuten Warnungen Jeremias in Jerusalem und der nicht minder scharfen Worte Ezechiels aus Babylonien einen zweiten Aufstandsversuch wagte, wurde sie 587 total zerst\u00f6rt und ihre F\u00fchrungsschicht abermals deportiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was lebensgeschichtlich aussteht I<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Bis zu dieser Zeit unterschieden sich die Vorstellungen vom Tod und der Umgang mit den Toten nicht oder nur marginal von denen benachbarter V\u00f6lker der Levante. Da im Bergland von Israel und Juda tiefe Erde kaum vorhanden und f\u00fcr Erdbestattungen folglich zu kostbar war, wurden die Toten beg\u00fcterter Familien in Felskammergr\u00e4bern ihrer Familien und die Armen in kollektiven Felskammergr\u00e4bern beigesetzt, die ebenfalls \u00fcber Jahrhunderte in Gebrauch blieben. Jedesmal, wenn ein neuer Todesfall zu beklagen war, wurden die Gebeine der am meisten Verwesten beiseite geschoben, um Platz f\u00fcr die n\u00e4chste Bestattung zu schaffen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Geister der Toten kamen \u2013 davon ging man aus \u2013 in die <span class=\"Minion-Italic\">\u0161<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-40\">\u01dd<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u2019\u00f4l<\/span>, die \u201eUnterwelt\u201c, in der sie in einen D\u00e4mmerschlaf verfallen (Gen 37,35; Jes 38,18; Ps 6,6; Jes 14,9). Ob sie zu Lebzeiten Fromme oder Frevler waren, spielte f\u00fcr sie keine Rolle mehr, denn das Jenseits war (noch) keine moralische Anstalt. Im Tod galten alle als gleich, und ihr vergangenes Leben war nur noch insofern relevant, als man Verstorbenen, derer man gerne gedachte, am Grab Brot und Wasser spendete, um ihren Hunger und Durst zu stillen, oder sie in Totenbeschw\u00f6rungen wieder zu zeitweiligem Leben erweckte, um sie um ihren Rat und Segen zu bitten (1 Sam 28), was man bei Frevlern nicht tat.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ansonsten galt das Dasein in der Unterwelt als freudlos: <span class=\"CharOverride-41\">Yhwh<\/span> wurde als ein Gott der Lebenden betrachtet, und wer in das Reich der Toten hinabstieg, galt seiner segnenden Macht entzogen (vgl. Jes 38,18; Ps 88,6), denn die Unterwelt wurde als Herrschaftsbereich des Totengottes <span class=\"Minion-Italic\">m\u014dl\u00e6k<\/span> (hebr.) oder <span class=\"Minion-Italic\">moloch<\/span> (gr.) angesehen, des \u201eK\u00f6nigs\u201c der Toten (vgl. Lev 18,21; 20,2\u20135; 2 K\u00f6n 23,10; Am 5,26 LXX; Jes 30,33; 57,9; Jer 32,25).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dies waren die Vorstellungen vom Schicksal der Toten, nicht nur in Israel und Juda, sondern \u00e4hnlich in der gesamten Levante von der Mittelmeerk\u00fcste bis nach Mesopotamien, bis sich im Kreis der nach Babylonien Verschleppten von Juda ein tiefgreifender Wandel der Vorstellungen von Tod und Jenseits vollzog.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was weltgeschichtlich aussteht II<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ezechiel war schon 597 v. Chr. nach Babylonien deportiert worden und war dort, im Kreis der anderen Deportierten aus Juda, zun\u00e4chst als Unheils-<br \/>\nprophet aufgetreten, doch als er im Januar 586 die Nachricht von der Zerst\u00f6rung Jerusalems erhielt, mutierte er zum tr\u00f6stenden Heilspropheten. Eine Generation sp\u00e4ter verk\u00fcndete ein anonymer Prophet, dessen Spr\u00fcche in Jes 40\u201355 \u00fcberliefert sind, weshalb er als \u201eDeuterojesaja\u201c bezeichnet wird, den Verschleppten, dass K\u00f6nig Kyros II. von Persien 539 im Auftrag <span class=\"CharOverride-41\">Yhwh<\/span>s in Babylonien einmarschieren (Jes 44,24\u201345,7) und allen V\u00f6lkern, vor allem aber den Exilanten aus Juda, unbedingtes Heil bringen werde, denn Gottes Gericht sei nun vorbei (Jes 40,1\u20132).<\/p>\n<h3><\/h3>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was lebensgeschichtlich aussteht II<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Allerdings m\u00fcssen wir den Worten dieses anonymen Propheten zwischen den Zeilen auch entnehmen, dass er mit seinen Heilsank\u00fcndigungen bei den Deportierten nicht angekommen, sondern gescheitert ist (Jes 43,19; 49,14). Auch wurden seine \u00fcberlieferten Heilsworte an vier Stellen von einer redaktionellen Hand durch vier Texte (Jes 42, 1\u20134; 49,1\u20136; 50,4\u20139; 53,1\u201311b) unterbrochen, die, als Zyklus gelesen, das Schicksal eines durch und durch gescheiterten Gottesk\u00fcnders beschreiben, in dem wir mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit niemand anderen als ihn selbst erkennen k\u00f6nnen. (Leider sind diese vier \u201eGottesknechtslieder\u201c in der revidierten Einheits\u00fcbersetzung von 2016 nicht mehr durch entsprechende \u00dcberschriften markiert.)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Im vierten dieser \u201eGottesknechtslieder\u201c stellt die Gemeinde nach seinem Tod und Begr\u00e4bnis betroffen fest, ihn zu Lebzeiten verkannt zu haben. Sie reflektiert im R\u00fcckblick sein Leiden, kann es aber nicht mit seiner Schuld erkl\u00e4ren, denn er war schuldlos. Dennoch hielt sie an ihrer Vorstellung fest, <span class=\"CharOverride-41\">Yhwh<\/span> lasse niemanden schuldlos leiden. Sie schloss daraus, er habe stellvertretend die Schuld der Gemeinde getragen (ein theologisch riskanter Gedanke), und artikulierte zugleich die Erwartung, dass <span class=\"CharOverride-41\">Yhwh<\/span> seinen \u201eGottesknecht\u201c nicht in der Unterwelt verkommen lasse, sondern zu sich aufnehme und er \u201eLicht schauen\u201c werde (Jes 53,11):<\/p>\n<p class=\"fliess ParaOverride-1\">\u201eNach der M\u00fchsal seines Lebens wird er Licht schauen, sich s\u00e4ttigen an seiner Erkenntnis.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u2013 ein theologisch revolution\u00e4res Bekenntnis, weil es erstmals in der biblischen Glaubensgeschichte implizit <span class=\"CharOverride-41\">Yhwh<\/span> jenseits der Todesschwelle ansetzt und entgegen der bisherigen Tradition postuliert, dass er unschuldige Opfer der Geschichte zu sich nimmt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was weltgeschichtlich aussteht III<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Zwar gestattete K\u00f6nig Kyros II. von Persien den Verschleppten tats\u00e4chlich die Heimkehr, doch waren diese entgegen der sp\u00e4teren biblischen Darstellung (Esr 1\u20136) mehrheitlich nicht zur Heimkehr bereit, denn das Leben im prosperierenden Babylonien schien ihnen im Vergleich zum zerst\u00f6rten Jerusalem offenbar attraktiver zu sein, und so wurde der Tempel von Jerusalem 520\u2013515 v. Chr. vor allem von der nicht verschleppten \u00e4rmeren Bev\u00f6lkerung von Juda selber wieder aufgebaut.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was lebensgeschichtlich aussteht III<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Doch der im vierten \u201eGottesknechtslied\u201c ges\u00e4te Gedanke vom Schicksal der Opfer ging langsam auf, denn in Ps 73 stellt ein Beter angesichts des Ansto\u00df erregenden Gl\u00fccks der Frevler den Zusammenhang von Tun und Ergehen und damit Gottes Gerechtigkeit in Frage (73,1\u201312). Er berichtet von seinem zun\u00e4chst vergeblichen Ringen mit dem Theodizeeproblem (73,13\u201317) und k\u00fcndigt schlie\u00dflich seine L\u00f6sung an (73,18\u201328): W\u00e4hrend die Frevler schlussendlich scheitern (73,18), nimmt Gott die Gerechten \u201ein Herrlichkeit\u201c auf (73,24):<\/p>\n<p class=\"fliess ParaOverride-1\">\u201eDu leitest mich nach deinem Ratschluss, danach nimmst du mich in Herrlichkeit auf.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u00c4hnlich schildert der in Ps 49 ebenfalls mit dem Theodizeeproblem ringende Beter den Wandel der Frevler (49,6\u201315). Nachdem er angesichts der Ungerechtigkeit des Weltlaufs an der Gerechtigkeit Gottes zeitweilig zu verzweifeln drohte, \u00e4u\u00dfert er nach einer Wende ebenfalls seine Glaubensgewissheit, jenseits der Todesschwelle von Gott aufgenommen zu werden (49,16).<\/p>\n<p class=\"fliess\">So formulieren diese drei Beispiele im Verlangen nach Gerechtigkeit ihre Erwartung, dass Gott die Gerechten, die zu Lebzeiten scheitern, nicht in der Unterwelt vergessen wird. Vielmehr werde er ihnen jenseits der Todesschwelle entgegentreten, um sie aufzunehmen, den weisheitstheologisch erwarteten Zusammenhang von Tun und Ergehen wiederherstellen und die Gerechtigkeit sichern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was weltgeschichtlich aussteht IV<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Zwar war die Zeit der persischen Herrschaft \u00fcber Juda nicht ganz so paradiesisch, wie von Deuterojesa verhei\u00dfen, sicherte Juda aber zweihundert Jahre lang ein Leben in relativem Frieden, bis Alexander der Gro\u00dfe 333\u2013332 v. Chr. mit seinen Truppen den Vorderen Orient \u00fcberrannte und sein von \u00c4gypten bis zum Indus reichendes neu errichtetes Reich nach seinem Tod zerbrach und in Kriegen zwischen seinen Thron-<br \/>\nerben versank, die den Zeitgenossen in Juda nicht ohne Grund als Weltuntergang erschienen sein m\u00fcssen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Darum wurden in dieser Zeit die Unheilsansagen des historischen Propheten Jesaja zum ersten Mal mit den bislang eigenst\u00e4ndig \u00fcberlieferten Heilsansagen des anonymen Propheten Deuterojesaja redaktionell zu einem Doppelwerk verbunden, das den Leserinnen und Lesern einen Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis der Ereignisse ihrer Zeit vermitteln sollte, denn es bot erstmals einen Geschichtsplan, der in vom gegenw\u00e4rtig zu erleidenden Unheil (in seinem ersten Teil) zum ersehnten Heil (in seinem zweiten Teil) f\u00fchrte. Dies war die Erwartung des im gegenw\u00e4rtigen Leiden ersehnten J\u00fcngsten Gerichts, das auch in zeitnahen redaktionellen Bearbeitungen der zw\u00f6lf sogenannten \u201ekleinen\u201c Prophetenb\u00fccher von Hosea bis Maleachi seinen Niederschlag fand.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Was lebensgeschichtlich aussteht IV<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Allerdings blieben die Toten in diesen, zwischen 330 und 270 v. Chr. verfassten, prophetischen Texten noch au\u00dfen vor, doch verlangte die Erwartung umfassender Gerechtigkeit auch deren Integration.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das erste und wichtigste Zeugnis f\u00fcr diesen naheliegenden Schritt findet sich im \u00e4thiopischen Henochbuch, das in der \u00e4thiopischen Kirche zum Alten Testament gez\u00e4hlt wird, genauer gesagt im \u201eBuch der W\u00e4chter\u201c (\u00e4thHen 1\u201336), das fr\u00fchen Fragmenten aus Qumran zufolge sp\u00e4testens im sp\u00e4ten 3. Jh. v. Chr. entstanden sein muss.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Kapitel 22 (Wacker 1985, 35\u2013233; Uhlig 1984, 555\u2013558) erz\u00e4hlt, Henoch, ein Nachkomme von Adam und Eva in siebter Generation (Gen 5,21\u201324), sei auf seinen Weltreisen in der Anfangszeit der Menschheit an den westlichen Rand der Erde gekommen, der nach mythischen Vorstellungen erwartungsgem\u00e4\u00df mit dem Tod konnotiert war, und habe dort einen Berg mit vier H\u00f6hlen gesehen, in denen die Toten ruhen. Diese waren dort aber nicht nach guten, minder guten, minder schlechten und schlechten F\u00e4llen sortiert. Vielmehr lagen ihrer Gruppierung andere Kriterien zugrunde.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die erste H\u00f6hle (V. 9) war explizit f\u00fcr die Gerechten reserviert. Diese zeichnete sich durch ihre Helligkeit sowie durch eine Wasserquelle aus, die den Durst der gerechten Toten stillte und an die elysischen G\u00e4rten erinnert:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eUnd diese ist abgetrennt f\u00fcr die Geister der Gerechten, in der die Wasserquelle hell (ist).\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dadurch, dass diese helle H\u00f6hle mit ihrer Wasserquelle allein <span class=\"Minion-Italic\">explizit<\/span> als H\u00f6hle der <span class=\"Minion-Italic\">Gerechten<\/span> bezeichnet wird, werden die drei dunklen H\u00f6hlen <span class=\"Minion-Italic\">implizit<\/span> als H\u00f6hlen der <span class=\"Minion-Italic\">S\u00fcnder<\/span> qualifiziert. Doch wird weiter zwischen drei Klassen von S\u00fcndern unterschieden, aber wiederum nicht nach ihrer moralischen Qualifikation nach leichten, mittleren und schweren Verbrechern, sondern im Sinn einer Vorablage erledigter und unerledigter F\u00e4lle. So dient die zweite f\u00fcr bislang unbestrafte S\u00fcnder (V. 10\u201311):<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eUnd diese ist gemacht f\u00fcr die Geister der S\u00fcnder, wenn sie sterben und in der Erde begraben werden, und ein Gericht \u00fcber sie in ihrem Leben nicht stattgefunden hat. Hier sind ihre Geister abgetrennt f\u00fcr diese gro\u00dfe Folter bis zum gro\u00dfen Tag des Gerichts der Schl\u00e4ge und Folter f\u00fcr die in Ewigkeit Verfluchten, zur Vergeltung f\u00fcr ihre Geister. Dort wird man sie in Ewigkeit binden.\u201c,<\/p>\n<p class=\"fliess\">die dritte f\u00fcr (unges\u00fchnte) Ermordete, die noch als Kl\u00e4ger und Zeugen ben\u00f6tigt werden (V. 12):<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eUnd diese sind abgetrennt f\u00fcr die Geister der Klagenden, die Enth\u00fcllungen machen \u00fcber ihren Untergang, wenn sie ermordet werden in den Tagen der S\u00fcnder.\u201c,<\/p>\n<p class=\"fliess\">und die vierte f\u00fcr bereits bestrafte S\u00fcnder (V. 13):<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eUnd diese ist f\u00fcr die Geister der Menschen gemacht, welche nicht fromm, sondern S\u00fcnder sein werden, die gottlos und mit den Gesetzlosen mitschuldig sein werden. Diesen Geistern aber [weil die hienieden Bedr\u00fcckten weniger bestraft werden] geschieht kein Unheil am Tag des Gerichts, aber sie werden sich auch nicht von hier erheben.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ob die Gerechten der ersten H\u00f6hle auferweckt werden, wird nicht gesagt und kann auch nicht unter Berufung auf (nicht nachweisbare) \u00e4ltere Traditionen als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt werden. Vielleicht ersch\u00f6pft sich das Gl\u00fcck der Gerechten auch darin, in einer hellen H\u00f6hle mit einer erfrischenden Wasserquelle ruhen zu d\u00fcrfen. Sicher gilt die Auferweckung n\u00e4mlich nur f\u00fcr die zweite und dritte Gruppe, die bislang unbestraften (S\u00fcnder) einerseits und die unges\u00fchnt ermordeten (S\u00fcnder) andererseits. Dagegen werden die schon zu Lebzeiten bestraften S\u00fcnder der vierten Gruppe ausdr\u00fccklich<br \/>\nnicht mehr auferweckt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nur die zweite und dritte Gruppe der Toten wird zum Gericht auferweckt, weil die Rechnung der bislang unbestraften T\u00e4ter noch offen ist und die Gleichung von Tun und Ergehen im Fall der Get\u00f6teten durch deren gewaltsamen Tod vorzeitig abgebrochen wurde und ebenfalls noch der L\u00f6sung harrt. Und so endet dieses erste Zeugnis f\u00fcr eine Erwartung einer Auferweckung von Toten folgerichtig stimmig mit einem Loblieb auf Gott als \u201eRichter in Gerechtigkeit\u201c (V. 14).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieses Zeugnis ist in zweifacher Hinsicht \u00e4u\u00dferst interessant. Erstens integriert es erstmals das Schicksal der Toten in die Erwartung des J\u00fcngsten Gerichts, denn die Toten d\u00fcrfen in diesem nicht vergessen werden. Zweitens gibt es deutlich zu erkennen, dass die Erwartung einer Auferweckung von Toten nicht in hellenistischen Spekulationen \u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Leib und Seele gr\u00fcndet, sondern im Verlangen nach Gerechtigkeit. Sie ist ein Postulat der religi\u00f6sen Vernunft, dessen Gedanke etwa zwei Generationen sp\u00e4ter, in der Zeit der opferreichen K\u00e4mpfe der Makkab\u00e4er gegen die syrische Besatzung des Landes, in Dan 12,2 zum ersten Mal zumindest anspielungsweise auch in einen Text der Hebr\u00e4ischen Bibel aufgenommen wurde.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieses Modell des \u00e4thiopischen Henochbuches mit seinen vier H\u00f6hlen war ein enormer theologischer Durchbruch, aber sehr kompliziert und wurde vermutlich aus diesem Grund \u2013 au\u00dfer in Dan 12,2 \u2013 auch nicht rezipiert, sondern radikal vereinfacht, denn sp\u00e4tere Texte erwarten schlicht, dass <span class=\"Minion-Italic\">alle<\/span> Gerechten auferweckt werden, <span class=\"Minion-Italic\">alle<\/span> Frevler hingegen nicht (2 Makk 7; PsSal 3,9\u201312; 14,9).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Allerdings sind, n\u00fcchtern betrachtet, alle Menschen Opfer und T\u00e4ter zugleich. Dennoch wagen erst sehr sp\u00e4te Stimmen den n\u00e4chsten Schritt, eine Auferweckung <span class=\"Minion-Italic\">aller<\/span> Toten zum J\u00fcngsten Gericht zu erwarten. Blendet man zwei nicht datierbare Zuf\u00fcgungen in \u00e4lteren Schriften (TestBenj 10,6\u20138; \u00e4thHen 51) aus, so finden sich die beiden fr\u00fchesten datierbaren Zeugnisse dieser Erwartung ann\u00e4hernd zeitgleich erst um 90 n. Chr. in Sib 4,180 und Apg 24,14\u201315 (sowie nur wenig j\u00fcnger in 4\u00a0Esr 7,31\u201335 und syrBar 50,2; 51). So l\u00e4sst Lukas, der Verfasser der Apostelgeschichte, Paulus vor dem Statthalter Felix sagen:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eDas allerdings bekenne ich dir: Dem (neuen) Weg entsprechend, den sie eine Sekte nennen, diene ich dem Gott meiner V\u00e4ter. Ich glaube an alles, was im Gesetz und in den Propheten steht, und ich habe dieselbe Hoffnung auf Gott, die auch diese hier haben: dass es eine Auferstehung der Gerechten und Ungerechten geben wird.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Festhalten an dem, was aussteht<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Offenkundig lag diesen Texten kein einheitliches Lehrgeb\u00e4ude von Jenseitsvorstellungen zugrunde. Vielmehr f\u00fchrte ein langer gedanklicher Weg, getragen vom Verlangen nach der ausstehenden Gerechtigkeit, zum Postulat eines J\u00fcngsten Gerichts mit einer Auferweckung aller Toten<br \/>\n(Bieberstein 2009; 2024a).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei vertraten selbst die j\u00fcngsten biblischen Autoren in ihren Texten noch ganz unterschiedliche Modelle. So bewegt sich Lukas gelegentlich im erstgenannten Modell einer unmittelbaren Entr\u00fcckung der Gerechten in himmlische Regionen, etwa wenn er ansagen l\u00e4sst, Kaparnaum werde nicht in den Himmel aufgenommen, sondern in die Unterwelt (\u1f85\u03b4\u03b7\u03c2) verworfen (Lk 10,15 \/\/ Mt 11,23), oder wenn er einen Armen in seinem Tod von Engeln in Abrahams Scho\u00df tragen, einen Reichen hingegen in der Unterwelt (\u1f85\u03b4\u03b7\u03c2) qualvolle Schmerzen leiden (16,19\u201331) oder Jesus einem neben ihm Gekreuzigten verhei\u00dfen l\u00e4sst, er werde noch heute mit ihm im Paradies (\u1f10\u03bd \u03c4\u1ff7 \u03c0\u03b1\u03c1\u03b1\u03b4\u03b5\u1f77\u03c3\u1ff3) sein (23,43). Doch kann er in Apg 24,10\u201315 andererseits als einer der ersten beiden Zeugen zugleich das vierte Modell einer Auferweckung aller Toten pr\u00e4sentieren. Und Paulus kann in Phil 1,21\u201324 im ersten Modell einer Apotheose im Todesmoment formulieren und in 1 Thess 4,13\u201318 und 1 Kor 15,12\u201328 im dritten Modell einer partiellen Auferstehung argumentieren.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Was diese Stimmen eint, war folglich kein Lehrgeb\u00e4ude, das es zu glauben gelte, sondern ein gedankliches Ringen um die Option eines Zusammenhangs von Tun und Ergehen, ein Verlangen nach Gerechtigkeit f\u00fcr die Opfer der Geschichte, und stellt dieses Postulat \u2013 komplement\u00e4r zu den Sch\u00f6pfungsmythen am absoluten Anfang der Zeit \u2013 wie einen Leuchtturm an den absoluten Fluchtpunkt der Geschichte, damit \u201eder M\u00f6rder\u201c letzten Endes, wie Max Horkheimer (1970, 62) so treffend formuliert hat, \u201enicht \u00fcber das unschuldige Opfer triumphieren m\u00f6ge\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mit diesen Abbildungen an sich nichtzeitlicher Gr\u00f6\u00dfen am Anfang und Ende der spiegelbildlichen Zeit leisten die Sch\u00f6pfungsmythen gemeinsam mit den Vorstellungen eines J\u00fcngsten Gerichts eine Abbildung an sich nichtzeitlicher Gr\u00f6\u00dfen in der mythischen Zeit, die \u2013 entgegen der mathematischen Vorstellung von Zeit als einer endlosen Geraden \u2013 Sinn und Orientierung im Leben stiftet und deren Wahrheit, wie Hans Blumenberg (1997, 25) \u00fcber absolute Metaphern formuliert hat, eine \u201e<span class=\"Minion-Italic\">v\u00e9rit\u00e9 \u00e0 faire<\/span>\u201c ist, eine Wahrheit, die es zu tun gilt. <img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-2\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/bbockholt\/Katholische%20Akademie%20in%20Bayern\/Programm%20&amp;%20Dokumentation-Dokumentation%20-%20Dokumente\/1.%20zur%20debatte\/debatten%202025\/debatte%204-2025\/0%20fertige%20debatte\/debatte_4-2025-web-resources\/image\/1.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Offenkundig hat man Sch\u00f6pfungsmythen nicht verstanden, wenn man sie nur minuti\u00f6s wiederzugeben versteht und als Ausk\u00fcnfte \u00fcber eine ferne Vergangenheit zu interpretieren versucht. 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