{"id":114381,"date":"2025-12-01T10:33:34","date_gmt":"2025-12-01T09:33:34","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114381"},"modified":"2025-12-01T10:33:37","modified_gmt":"2025-12-01T09:33:37","slug":"sich-orientieren-jerusalems-sinnlandschaft-mythologisch-gelesen","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/sich-orientieren-jerusalems-sinnlandschaft-mythologisch-gelesen\/","title":{"rendered":"Sich orientieren"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale\">K<\/span>onstitutiv f\u00fcr die mythische Welterschlie\u00dfung ist nicht nur ein bestimmer Umgang mit Zeit, sondern nicht minder auch ein bestimmter Umgang mit Raum, denn das neuzeitliche Verst\u00e4ndnis des homogenen geometrischen Raumes ist ihr fremd. Vielmehr verbindet sie jeden Ort und jede Richtung im Raum mit unterschiedlichen Konnotationen und generiert auf diese Weise eine Darstellung an sich unr\u00e4umlicher \u00ad Gr\u00f6\u00dfen im mythischen Raum.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Das Zentrum<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Das Zentrum des religi\u00f6sen Symbolsystems Jerusalems war in biblischer Zeit der Tempel. Zwar ist von ihm nur noch die Plattform der herodianischen Zeit erhalten, aber wir verf\u00fcgen \u00fcber mehrere detaillierte antike Beschreibungen des Geb\u00e4udes und seiner Vorh\u00f6fe, die uns sehr genaue Rekonstruktionen erlauben (Bieberstein 2023).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Seiner \u00e4ltesten Beschreibung in 1\u00a0K\u00f6n 6 zufolge bestand das angeblich schon von Salomo errichtete Geb\u00e4ude vor seiner Zerst\u00f6rung durch Nebukadnezzar II. 587 v. Chr. aus einer kurzen, offenen Vorhalle <span class=\"Minion-Italic\">(<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02bf<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u00fbl\u0101m)<\/span> und einer langgestreckten Haupthalle <span class=\"Minion-Italic\">(h\u00eak\u0101l)<\/span>, deren hinteres Drittel durch eine Trennwand aus Zedernholz abgetrennt war, um als Cella <span class=\"Minion-Italic\">(<\/span><span class=\"Minion-Italic\">d<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-40\">\u01dd<\/span><span class=\"Minion-Italic\">b\u00eer)<\/span> zu dienen, woraus sich ein dreiteiliger Langraumtempel ergab.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zus\u00e4tzlich war das Geb\u00e4ude von einem inneren Vorhof, dieser von einem \u00e4u\u00dferen Vorhof und dieser wiederum vom Stadtmauerring umgeben, womit sich zwischen der Cella als mythischem Zentrum der Stadt und dem Profanen au\u00dferhalb der Stadt eine stufenweise Sonderung in sieben konzentrischen Zonen ergab, die nicht nur horizontal durch Mauern, sondern teilweise auch vertikal durch Treppen voneinander abgesetzt waren, die zur Cella, zum Allerheiligsten, f\u00fchrten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieses war ein w\u00fcrfelf\u00f6rmiger Raum von etwa 10 x 10 x 10\u00a0m, der bis zur Zerst\u00f6rung des Tempels durch Nebukadnezzar II. zwei Keruben, die mit ihren Fl\u00fcgeln Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span>s Thron bildeten, sowie die Lade enthielt, nach seinem Wiederaufbau unter Darius 520\u2013515 v. Chr. aber leer war und dennoch weiterhin repr\u00e4sentierte, was der Symbolgemeinschaft als zentral und heilig galt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mit dieser siebenfachen Ausgrenzung aus seiner profanen Umwelt war aber nur eine rein <span class=\"Minion-Italic\">formale<\/span> Sonderung vollzogen und noch nicht definiert, was mit dieser r\u00e4umlichen Ausgrenzung als absolut, unverf\u00fcgbar und heilig erkl\u00e4rt werden sollte. Daher bedurfte die zun\u00e4chst nur r\u00e4umlich vollzogene Sonderung einer <span class=\"Minion-Italic\">inhaltlichen<\/span> Bestimmung.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese fand ihren sichtbaren Ausdruck in einem Bildprogramm, das auf den T\u00fcrfl\u00fcgeln am Eingang zur Haupthalle, an den T\u00fcrfl\u00fcgeln zum Allerheiligsten, an allen Innenw\u00e4nden sowie in der weiteren Ausstattung des Baues entfaltet wurde.<\/p>\n<p class=\"fliess\">1\u00a0K\u00f6n 6 zufolge war der Tempel innen mit harzhaltigen H\u00f6lzern von Zedern, Zypressen und Aleppokiefern verkleidet, die ein starkes Aroma verstr\u00f6mten, so dass der Besuch des Tempels nicht nur f\u00fcr den Sehsinn, sondern auch f\u00fcr den Geruchssinn mit \u00fcberw\u00e4ltigenden Eindr\u00fccken verbunden sein sollte. Schlie\u00dflich wiesen auch die neuassyrischen K\u00f6nige in ihren Inschriften gerne auf die Wohlger\u00fcche ihrer ebenfalls mit diesen H\u00f6lzern ausgekleideten Tempel hin. Zudem waren die kostbaren T\u00e4felungen der W\u00e4nde und die T\u00fcrfl\u00fcgel zur Cella mit vergoldetem Schnitzwerk verziert, das in endlosen Reihen Keruben, Palmen und Bl\u00fctenkelche zeigte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zwar wurde der Tempel nach der Einnahme der Stadt durch Nebukadnezzar II. zerst\u00f6rt, und das kostbare Schnitzwerk war verloren, doch sollte laut Ez 41,17\u201320 auch der k\u00fcnftige Tempel der nachexilisch erwarteten Heilszeit wieder mit einer T\u00e4felung mit denselben Motiven ausgekleidet werden. Dabei geht Ezechiel in seiner Beschreibung des Schnitzwerks insofern \u00fcber 1\u00a0K\u00f6n 6 hinaus, als er nicht nur Keruben, Palmen und Bl\u00fctenkelche erw\u00e4hnt, sondern pr\u00e4zisierend beschreibt, dass die Keruben die Palmen paarweise flankieren sollen und somit das altorientalische Bildmotiv des Lebensbaumes zeigen. So wurde im Bildprogramm des Tempels zum Ausdruck gebracht, was im Zentrum des Symbolsystems Jerusalems stehen sollte: die F\u00fclle des Lebens in seiner Unverf\u00fcgbarkeit.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieses Motiv nahm die Sch\u00f6pfungsgeschichte Gen 2,4a\u20133,24 auf, um dem Tempel eine geradezu geniale Deutung zu geben (vgl. Lanfer 2012). Denn der Eingang des Tempels wies nach Osten, zur aufgehenden Sonne, und der Eingang des \u00adParadieses, das selber im Osten lag (2,8), ebenfalls (3,24). Zudem zeigten die Reliefs im Tempel den von Keruben flankierten und gesch\u00fctzen Baum des Lebens, und vor dem Eingang des Paradieses zogen nach der Vertreibung der Menschen Keruben auf, um den Baum des Lebens vor unbefugtem Zugriff zu sch\u00fctzen (3,24). So stellt die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung einen engen Bezug zwischen Tempel und Paradies her und deutet den Tempel als Repr\u00e4sentation des Paradieses, in dessen Zentrum die F\u00fclle des Lebens steht und dem verf\u00fcgenden Zugriff des Menschen zugleich entzogen ist.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Und das \u00e4thiopische Henochbuch verhei\u00dft im \u201eW\u00e4chterbuch\u201c, seinem \u00e4ltesten Teil, das im 3. Jh. v. Chr. in Jerusalem entstand, dass der Baum des Lebens aus dem Paradies einst, am Ende aller Tage, nach Jerusalem gebracht und am Ort des Tempels eingepflanzt werden wird, um die Sehnsucht aller Gerechten und Dem\u00fctigen nach der ausstehenden F\u00fclle des Lebens zu stillen (\u00e4thHen 25,4\u20136; Uhlig 1984, 560\u2013561).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dar\u00fcber hinaus sollen laut 1\u00a0K\u00f6n 7 vor dem Tempel vor seiner Zerst\u00f6rung durch Nebukadnezzar II. ein rundes Kultbecken aus Bronze sowie zehn Kesselwagen aus Bronze gestanden haben. Diese waren mit Wasser gef\u00fcllt, um ebenfalls das Leben zu repr\u00e4sentieren, aber \u00fcber zwei Meter hoch und damit ebenfalls dem menschlichen Zugriff entzogen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zwar gingen auch diese Kultbecken bei der Einnahme der Stadt durch Nebukadnezzar II. verloren, doch verhei\u00dft eine Kette prophetischer Texte, deren Bogen sich von der zweiten Tempelvision Ezechiels \u00fcber weitere prophetische Texte bis zur Offenbarung des Johannes spannt, dass einst, in der erwarteten Heilszeit, im Tempel eine Quelle entspringen und dem ganzen Land Leben vermitteln wird (Ez 47,1\u201312; \u00ad<br \/>\nJoel 4,18; Sach 14,8; Offb 22,1\u20132).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Die Axis mundi<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Alle bislang genannten Texte vollziehen nur eine mythische Zentrierung des Heiligen in der Horizontalen, doch wird in der Frage, wo Gott selber anzusetzen sei, eine dritte Dimension der mythischen Verr\u00e4umlichung in der Vertikale greifbar, die ebenfalls dazu dient, die Unverf\u00fcgbarkeit des Heiligen sicherzustellen (Bieberstein 2020; 2023).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Einer der fr\u00fchesten Texte zur Frage, wo Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> in dieser Sinnlandschaft anzusetzen sei, ist der sogenannte Tempelweihspruch Salomos, der in 1\u00a0K\u00f6n 8,12\u201313 \u00fcberliefert ist. Dieser hatte noch v\u00f6llig ungebrochen von einem \u201eWohnen\u201c Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span>s im verh\u00fcllenden Dunkel des Tempels gesprochen:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eY<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> hat gesagt, er wolle im Wolkendunkel wohnen<span class=\"Minion-Italic\"> (li\u0161k\u00f4n)<\/span>.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese rein horizontale Zentrierung Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span>s begegnet auch noch in sp\u00e4teren biblischen Texten (Jer 3,17; Ez 43,7; Ps 9,2; 46,5\u20136), doch zeichnet sich schon bei Jesaja erstmals ein Schritt ab, Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> in die Vertikale zu entr\u00fccken. Denn Jes 6,1 beschreibt eine Vision, die der Prophet im Jahre 736 im Tempel gehabt haben soll:<\/p>\n<p class=\"fliess ParaOverride-1\">\u201eIm Jahr des Todes des K\u00f6nigs Usija<br \/>\nsah ich den Herrn <span class=\"Minion-Italic\">(<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-43\">a<\/span><span class=\"Minion-Italic\">d\u014dn\u0101y) <\/span>auf einem Thron sitzen, hoch und erhaben,<br \/>\nund der Saum seines Gewandes f\u00fcllte die Haupthalle.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diesen Worten zufolge soll allein schon der Saum des Gewandes Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span>s die Haupthalle des Tempels ausgef\u00fcllt haben, was impliziert, dass Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> selbst den Tempel weit \u00fcberragt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vorsichtiger formulierend \u00fcbernahm das Buch Deuteronomium in der Mitte des 7. Jhs. die akkadische Formel <span class=\"Minion-Italic\">\u0161akk\u0101nu \u0161uma<\/span> \u201eseinen Namen wohnen lassen\u201c, um mit ihr zu sagen, dass Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> von seinem Tempel Besitz ergreift (vgl. Dtn 12,5.11; 14,23; 16,2.6.11; 26,1\u20132).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Eine nur wenig j\u00fcngere Redaktion, deren Spur sich vom Buch Dtn bis 2\u00a0K\u00f6n verfolgen l\u00e4sst, interpretierte diese akkadische Formel entgegen ihrem urspr\u00fcnglichen Sinn so w\u00f6rtlich, dass Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> in seinem Tempel nur seinen Namen wohnen lasse, w\u00e4hrend er selber \u201eim Himmel\u201c throne (z. B. Dtn 26,15). Und das Tempelweihgebet 1\u00a0K\u00f6n 8,22\u201353, das wahrscheinlich zwischen 622 und 609 formuliert und Salomo in den Mund gelegt wurde, l\u00e4sst ihn anl\u00e4sslich der Tempelweihe sieben Bitten sprechen, in denen Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> sieben Mal explizit \u201eim Himmel\u201c verortet wird:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eUnd erh\u00f6re das Flehen deines Dieners und deines Volkes Israel, mit dem sie zu dieser St\u00e4tte hin beten; so h\u00f6re es an der St\u00e4tte, wo du wohnst, im Himmel, erh\u00f6re es und vergib!\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mit dieser Reihe von Texten wurde Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> zwischen 622 und 609 v. Chr. zum ersten Mal \u201eim Himmel\u201c angesetzt, was, naturwissenschaftlich gelesen, unsinnig w\u00e4re, in der Logik der mythischen Verr\u00e4umlichung hingegen dazu dient, seine Unverf\u00fcgbarkeit zu sichern.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So wurde die \u00e4ltere <span class=\"Minion-Italic\">horizontale<\/span> Ausgrenzung des Heiligen seit dem 7. Jh. v. Chr. durch eine <span class=\"Minion-Italic\">vertikale<\/span> Achse erg\u00e4nzt, die in der Forschung als <span class=\"Minion-Italic\">axis mundi<\/span>, als \u201eAchse der Welt\u201c, bezeichnet wird und in der Geschichte der mythischen Sinnlandschaft Jerusalems seitdem stets mitgedacht werden muss, um den Tempel und die Fortf\u00fchrung seiner theologischen Traditionen im Felsendom verstehen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Der Westen<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Der Tempel war, wie fast alle Tempel der Levante, nach der aufgehenden Sonne orientiert, die nach kalten N\u00e4chten morgens im Osten aufgeht. Darum ist der Osten im mythischen Denken stets mit Heil konnotiert. Dagegen ist der Westen, wo die Sonne untergeht, nach Cassirer (ECW 12, 116) stets mit<br \/>\ndem Tod verbunden:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eDer Osten ist als Ursprung des Lichts auch der Quell und Ursprung alles Lebens \u2013 der Westen ist, als der Ort der sinkenden Sonne, von allen Schauern des Todes umweht. Wo immer der Gedanke eines eigenen Totenreichs entsteht, das in r\u00e4umlicher Trennung und Absonderung dem Reich der Lebenden gegen\u00fcbersteht, da wird ihm sein Sitz im Westen der Welt zugewiesen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Seit Jerusalem im 8. Jh. v. Chr. nach Westen erweitert wurde, diente das Hinnomtal westlich der Stadt, \u00fcber dem, von der Stadt aus gesehen, abends die Sonne untergeht, als Nekropole. Die Hochebene westlich des Tales wurde als <span class=\"CharOverride-33\">\u02bf<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u0113m\u00e6q <\/span><span class=\"Minion-Italic\">r<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-40\">\u01dd<\/span><span class=\"Minion-Italic\">f\u0101<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic\">\u00eem<\/span> \u201eEbene der Totengeister\u201c bezeichnet (Jos 15,8; 18,16), und im Hinnomtal selbst wurde an einer als <span class=\"Minion-Italic\">t\u014df\u00e6t<\/span> \u201eTofet\u201c bezeichneten St\u00e4tte (2 K\u00f6n 23,10; Jer 7,31\u201332; 19,6.11\u201314) ein Kult f\u00fcr <span class=\"Minion-Italic\">m\u014dl\u00e6k<\/span> \u201eMolech\u201c (hebr.) \/ \u201eMoloch\u201c (gr.) praktiziert (2 K\u00f6n 23,10; Jer 32,35; passim), eine lokale Spielart \u00addes syrischen Unterweltsgottes <span class=\"Minion-Italic\">m\u0101liku(m)<\/span> \u201eMalik\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieser Kult fiel mit der zunehmenden Forderung nach der Verehrung von Y<span class=\"CharOverride-41\">hwh<\/span> allein seit dem 7. Jh. v. Chr. in Misskredit. So polemisiert Jer 2,23 gegen das Treiben \u201eim Tal\u201c, und 2 K\u00f6n 23,10 bezeugt in der Liste der Reformma\u00dfnahmen von K\u00f6nig Joschija aus dem Jahre 622 v. Chr. die Profanierung der Kultst\u00e4tte. Allerdings lassen sp\u00e4tere Polemiken gegen den Kult vermuten, dass seine Kultreform zun\u00e4chst nicht nachhaltig war (Ez 16,20\u201321; 20,31; 23,37\u201339).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Als Jerusalem 587 v. Chr. durch Nebukadnezzar II. zerst\u00f6rt und die Oberschicht nach Babylonien deportiert wurde, wurde die Katastrophe r\u00fcckblickend als Strafe interpretiert und \u2013 unter anderem \u2013 auf die kultischen Praktiken im Hinnomtal zur\u00fcckgef\u00fchrt (Jer 7,30\u201331; 19,5; 32,34\u201335), wodurch das Hinnomtal zum Ort der Erinnerung an jene Vergehen wurde, die Jerusalem in den Untergang gest\u00fcrzt haben.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dabei erinnern Jer 7,32 und 19,6 nicht nur an vergangene Vergehen, sondern vollziehen in ihren <span class=\"Minion-Italic\">postfestum <\/span>formulierten Ansagen einer k\u00fcnftigen Umbenennung des Tales vom <span class=\"Minion-Italic\">g\u00ea<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic\"> b\u00e6n-hinn\u014dm<\/span> \u201eTal des Sohnes Hinnoms\u201c zum <span class=\"Minion-Italic\">g\u00ea<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02be <\/span><span class=\"Minion-Italic\">hahar\u0113g\u00e2<\/span> \u201eTal des Schlachtens\u201c und einer k\u00fcnftigen Verwendung des Tofet als Gr\u00e4berfeld den entscheidenden weichenstellenden Schritt von einer Konnotierung des Tales vom Ort <span class=\"Minion-Italic\">vergangener<\/span> Vergehen zu einer Neukonnotierung als Ort <span class=\"Minion-Italic\">k\u00fcnftiger<\/span> Strafen. Auch Jes 30,33 teilt diesen gedanklichen Schritt und erweitert die Unheilsansage durch Feuer und Tod durch einen Vergleich mit \u00ad<br \/>\neinem Strom \u00adbrennenden Schwefels.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zwar war Jer 7,32 nur im R\u00fcckblick auf die Katastrophe von 587 formuliert, doch lie\u00df sich das Gotteswort, als der Molech-Kult an Bedeutung verloren hatte und die Erinnerung an die Katastrophe von 587 verblasst war, auf alle ausstehenden Strafen beziehen, wodurch der Ort verblasster Vergehen zum Ort ausstehender Strafen schlechthin avancierte. So wird der Unterlauf des Tales im sp\u00e4ten 3. Jh. v. Chr. im \u00e4thiopischen Henochbuch (\u00e4thHen 27; dt. Uhlig 1984, 563\u2013564; vgl. Wacker 1985, 234\u2013257) explizit als \u201eGerichtsort\u201c \u201ef\u00fcr die in Ewigkeit Verfluchten\u201c beschrieben, und das Tal wurde zum Ort der<br \/>\nErinnerung an k\u00fcnftige Strafen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Danach zeichnet sich eine dreifache Wandlung ab. Erstens wurde das Tal westlich und s\u00fcdlich der Stadt nach mehreren Umbenennungen und Umschreibungen nicht mehr namentlich genannt; es verlor seinen Namen, und wir wissen nicht, wie es von hellenistischer Zeit an hie\u00df. Zweitens wurde die erwartete Strafe nicht mehr mit dem Tal westlich oder s\u00fcdlich der Stadt verbunden, sondern wurde ortlos. Drittens wurde der hebr\u00e4ische Name <span class=\"Minion-Italic\">g\u00ea<\/span><span class=\"CharOverride-33\">\u02be<\/span><span class=\"Minion-Italic\"> hinn\u014dm <\/span>\u201eHinnomtal\u201c von dem Tal westlich und s\u00fcdlich der Stadt gel\u00f6st und in seiner gr\u00e4zisierten Form <span class=\"Minion-Italic\">g\u00e9eenna, g\u00e9na<\/span> or <span class=\"Minion-Italic\">g\u00e9nna<\/span> (Mt 5,22.29\u201330; 10,28; 18,9; 23,15.33; Mk 9,43.45.47; Lk 12,5; Jak 3,6) als \u201eGehenna\u201c zum Topos aller endzeitlichen Strafen, zur \u201eH\u00f6lle\u201c (Bieberstein 2002; 2019).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Der Osten<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">597 v. Chr. hatte Nebukadnezzar II. Jerusalem zum ersten Mal eingenommen. Die Stadt wurde nicht zerst\u00f6rt, aber die Oberschicht nach Babylonien deportiert.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Jeremia, der in Jerusalem geblieben war, und Ezechiel, der nach Babylonien verschleppt worden war, riefen gemeinsam die Bev\u00f6lkerung von Jerusalem auf, keinen Aufstand gegen Babylon zu wagen, denn das w\u00e4re katastrophal. Im Jahre 594, also im sechsten Jahr seiner Deportation hatte Ezechiel laut Ez 8\u201311 eine Vision, in der Gott aus Protest gegen das Treiben der Bev\u00f6lkerung in Jerusalem den Tempel und die Stadt nach Osten verlie\u00df, um die Stadt und den Tempel dem Untergang preiszugeben.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dadurch wurde f\u00fcr alle, die in Jerusalem lebten, am Himmel \u00fcber Jerusalem ein virtueller Bogen aufgespannt, der sich von der Stadt zum \u00d6lberg erstreckte und das ausstehende Unheil verr\u00e4umlichte (Bieberstein 2024b).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Trotz seiner Warnungen wagte die in Jerusalem verbliebene Bev\u00f6lkerung den Aufstand, und die Folgen waren erwartungsgem\u00e4\u00df katastrophal. Denn Nebukadnezzar II. kehrte 587 nach Jerusalem zur\u00fcck, zerst\u00f6rte die Stadt und den Tempel und deportierte erneut die Oberschicht der Stadt. Damit war aus der Sicht Ezechiels alles verloren, und weiteres Warnen machte keinen Sinn mehr. Daher vollzog er nun, am tiefsten Punkt der Krise, eine Wende, um von nun an Trost zu spenden. So verk\u00fcndete er in seiner zweiten Tempelvision, die in Ez 40\u201346 \u00fcberliefert ist und ins Jahr 574 v. Chr. datiert wird, dass die Stadt und der Tempel eines Tages wieder aufgebaut werden, dass die Tempelhalle innen mit Reliefs verziert werden, die den Baum des Lebens, flankiert von Keruben, zeigen und Gottes Herrlichkeit \u00fcber den selben virtuellen Bogen wieder von Osten in die Stadt zur\u00fcckkehren wird, um von seinem neuen Tempel Besitz zu ergreifen, und eine sp\u00e4tere redaktionelle Hand f\u00fcgt in Ez 47 an, dass nach der R\u00fcckkehr der Herrlichkeit des Herrn in den Tempel im Tempelgeb\u00e4ude selbst eine Quelle entspringen und das Kidrontal hinunterflie\u00dfen und das Tote Meer in ein Meer des Lebens verwandeln wird, w\u00e4hrend auf beiden Seiten des Baches B\u00e4ume des Lebens sprie\u00dfen werden. Joel 4,18\u201321 schlie\u00dft sich dieser Vision an und schreibt im 4. Jh. v. Chr., dass der Bach sogar das \u201eTal Schittim\u201c, den Unterlauf des Jordantales, bew\u00e4ssern wird, und Sach 13\u201314 baut das Bild abermals insofern aus, als sich seinen Worten zufolge das vom Tempel ausgehende \u201eWasser des Lebens\u201c teilen und sich nicht nur nach Osten ins Tote Meer, sondern in einem zweiten Arm auch nach Westen ins Mittelmeer ergie\u00dfen wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">70 n. Chr. wurde Jerusalem mit seinem Tempel zum zweiten Mal zerst\u00f6rt, diesmal von r\u00f6mischen Truppen unter F\u00fchrung von Titus, dem Sohn von Kaiser Vespasian. Die j\u00fcdische Bev\u00f6lkerung musste die Stadt verlassen und wurde durch r\u00f6mische Truppen ersetzt. Aber die <span class=\"Minion-Italic\">axis mundi<\/span>, die Achse der Welt am Ort des ehemaligen Tempels, blieb \u2013 zumindest vor dem inneren Auge der J\u00fcdinnen und Juden, die gelegentlich zur\u00fcckkamen \u2013 bestehen und mit ihr die Landschaft, die in den folgenden Jahrhunderten mehrfach neu beschriftet wurde (Bieberstein 2002).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Beim Studium dieser virtuellen Beschriftungen legt es sich nahe, zun\u00e4chst zwischen j\u00fcdischen, christlichen und muslimischen Stimmen zu unterscheiden, um zu verfolgen, wie sie sich in einem gro\u00dfen gemeinsamen Szenario des Ausstehenden gegenseitig erg\u00e4nzen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Nach j\u00fcdischen Stimmen wurde erstens der Ortsname \u201eHinnomtal\u201c, der zwischenzeitlich au\u00dfer Gebrauch gekommen war, nun auf das Kidrontal \u00f6stlich der Stadt \u00fcbertragen und mit diesem gleichgesetzt. Zweitens wurde ebendort nun die Pforte der \u201eGehenna\u201c, der \u201eH\u00f6lle\u201c, lokalisiert (Babylonischer Talmud, Traktate Sukkah 32b und Erubin 19a).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auch christliche Stimmen wie Eusebius von Caesarea setzten das Hinnomtal explizit mit dem Kidrontal und dieses mit dem \u201eTal Josafat\u201c gleich, in dem nach Joel 4 am J\u00fcngsten Tag Gottes Thron aufgestellt werden und Gott Gericht halten wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">W\u00e4hrend j\u00fcdische und christliche Quellen nur einzelne Lokaltraditionen nennen, wird in fr\u00fchislamischen Quellen eine gro\u00dfe Synthese greifbar, die j\u00fcdische und christliche Vorgaben mit iranischen Motiven zu einer umfassenden eschatologischen Erinnerungslandschaft von erstaunlicher Geschlossenheit verbinden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diesen Zeugnissen zufolge werden am J\u00fcngsten Tag auf dem \u00d6lberg alle Auferstandenen versammelt. Dann wird eine Br\u00fccke auf dem von Ezechiel vorgezeichneten Bogen vom \u00d6lberg quer \u00fcber das Tal der H\u00f6lle nach Westen gespannt. W\u00e4hrend die Frevler von der Br\u00fccke in den feurigen Abgrund st\u00fcrzen, erreichen die Gerechten durch das Goldene Tor, das auf Arabisch den Namen <span class=\"Minion-Italic\">b\u0101b ar-ra<\/span><span class=\"CharOverride-7\">h<\/span><span class=\"Minion-Italic CharOverride-41\">\ue261<\/span><span class=\"Minion-Italic\">ma<\/span> \u201eTor der Barmherzigkeit\u201c tr\u00e4gt, die Plattform um den Felsendom erreichen, der 691\/692 n. Chr. unter Kalif <span class=\"CharOverride-33\">\u02bf<\/span>Abd al-Malik auf der <span class=\"Minion-Italic\">axis mundi<\/span> errichtet wurde. Sein Fels stammt fr\u00fchislamischen Stimmen zufolge aus dem Paradies. Augenzeugen zufolge zeigten die Mosaiken des Oktogons au\u00dfen bis in fr\u00fchosmanische Zeit Paradieslandschaften auf goldenem Grund und umgeben noch heute innen den Heiligen Fels ringsum mit naturalistischen Palmen und stilisierten Lebensb\u00e4umen. Von ihm aus ist Gott nach Vollendung der Sch\u00f6pfung in den Himmel aufgestiegen, von ihm aus entspringen alle Quellen der Welt, und auf ihm wird am J\u00fcngsten Tag sein Thron errichtet.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Laut Sure 17 wurde Muhammad in einer n\u00e4chtlichen Vision von Mekka nach Jerusalem entr\u00fcckt und wieder nach Mekka zur\u00fcckgef\u00fchrt. Diese Tradition wurde im fr\u00fchislamischen Schrifttum im 9. Jh. dahingehend erweitert, dass Muhammad nicht nur von Mekka nach Jerusalem, sondern, in einem zweiten Schritt, auf der <span class=\"Minion-Italic\">axis mundi<\/span> von Jerusalem aus in den Himmel zu Gott entr\u00fcckt wurde, um das Gebot der f\u00fcnf t\u00e4glichen Gebete zu empfangen. Dabei wurde seine Entr\u00fcckung zun\u00e4chst noch einen Steinwurf nordwestlich des Felsendoms lokalisiert, sp\u00e4testens im 11. Jh. aber auf den Heiligen Fels selbst \u00fcbertragen. Das urspr\u00fcnglich arabische, aber nur in einer lateinischen \u00dcbersetzung \u00fcberlieferte <span class=\"Minion-Italic\">Liber Scale Machometi<\/span>, das \u201eBuch vom Aufstieg Muhammads\u201c, das noch vor 1264 entstanden sein muss (Werner 2007), schildert seine Entr\u00fcckung bis in den achten Himmel, wo ihm Gabriel das Paradies gezeigt und er von Gott den Koran empfangen hat, bevor er von Gabriel wieder zum Tempel von Jerusalem herab und nach Mekka zur\u00fcckgeleitet wurde \u2013 eine Fortschreibung mythischer Traditionen, in deren Folge auch Dante zwischen 1307 und 1320 seine <span class=\"CharOverride-7\">G\u00f6ttliche Komm\u00f6die<\/span> schrieb, den topographischen Bezug zu Jerusalem aber aufgel\u00f6st hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Sinn und Sinnlichkeit<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Diese Gestaltung Jerusalems zu einer Erinnerungslandschaft an das, was aussteht, gr\u00fcndet nicht in einem vorgegebenen Symbolsystem, das erst sekund\u00e4r in die Landschaft gelegt worden w\u00e4re. Vielmehr ist das j\u00fcdisch-christlich-muslimische Symbolsystem der spiegelsymmetrischen Zeit in seinen unterschiedlichen konfessionellen Facetten in einer sukzessiven Verr\u00e4umlichung tragender Optionen in dieser Landschaft entstanden, um Orientierung im Leben und Handeln zu stiften. Doch als dieses Symbolsystem \u00fcber Jerusalem hinaus nach Asien, Afrika, Europa, Amerika und Australien verbreitet wurde, verblasste seine r\u00e4umliche Dimension und wurde weitgehend vergessen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese mythische Verr\u00e4umlichung an sich unr\u00e4umlicher Gr\u00f6\u00dfen mag f\u00fcr uns heute zuweilen irritierende Z\u00fcge tragen, gr\u00fcndet aber in einer Verbindung von Sinn und Sinnlichkeit, die nur mythischem Denken m\u00f6glich ist. Verglichen mit dieser Leistung mythischen Denkens ist Denken im geometrischen Raum zwar n\u00fctzlich, aber sinnlos.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Konstitutiv f\u00fcr die mythische Welterschlie\u00dfung ist nicht nur ein bestimmer Umgang mit Zeit, sondern nicht minder auch ein bestimmter Umgang mit Raum, denn das neuzeitliche Verst\u00e4ndnis des homogenen geometrischen Raumes ist ihr fremd. 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