{"id":114403,"date":"2025-12-01T11:20:35","date_gmt":"2025-12-01T10:20:35","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114403"},"modified":"2025-12-01T11:20:40","modified_gmt":"2025-12-01T10:20:40","slug":"wie-soll-man-beten-beispiele-aus-der-kunst-veranschaulichen-den-sichtbaren-ausdruck-des-gebets","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/wie-soll-man-beten-beispiele-aus-der-kunst-veranschaulichen-den-sichtbaren-ausdruck-des-gebets\/","title":{"rendered":"Wie soll man beten?"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale CharOverride-57\">R<\/span>omano Guardini geh\u00f6rte zu den gro\u00dfen Figuren des religi\u00f6sen Lebens in Deutschland im 20. Jahrhundert. Kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzen war seine Wirkung als \u00f6ffentliche Person, als Prediger, als Seelsorger und Publizist. Doch kam die \u00f6ffentliche Wirkung des charismatischen Theologen nicht von ungef\u00e4hr: Vielen Studierenden verhalf er zu Orientierung, gerade in der Nachkriegszeit, einer Zeit des Neuanfangs und vielf\u00e4ltiger Hilflosigkeit und Aporie. Ihnen blieb vor allem der Universit\u00e4tsprediger Guardini aus den Sonntagsgottesdiensten in St. Ludwig in Erinnerung. Guardini war auch und nicht zuletzt eine Leitfigur der vor allem von jungen Katholiken begeistert aufgenommenen Liturgischen Bewegung. Die auf Burg Rothenfels gefeierten Gottesdienste hatten eine lange anhaltende Strahlkraft und nahmen Vieles vorweg, was Jahrzehnte sp\u00e4ter durch das II. Vatikanische Konzil erst m\u00f6glich wurde. Schon seit seinen fr\u00fchen Jahren besch\u00e4ftigte er sich in mehreren Texten mit der Liturgie, ihrem Sinn, ihrer Form, ihrem Gehalt (<span class=\"Minion-Italic\">The spirit of the liturgy<\/span>, 1918 oder <span class=\"Minion-Italic\">Von heiligen Zeichen<\/span>, 1920). Sie fanden weite Verbreitung, wurden oft gedruckt und von Vielen gelesen. Im Unterschied zu der ein Jahrzehnt sp\u00e4ter erschienenen <span class=\"Minion-Italic\">Mess-<br \/>\nerkl\u00e4rung<\/span> <span class=\"Minion-Italic\">im Geiste der liturgischen Erneuerung<\/span>, verfasst von dem \u00f6sterreichischen Liturgiker Pius Parsch, der eine Erkl\u00e4rung der Messfeier aus ihrer Geschichte heraus bot, bem\u00fchte sich Guardini um eine offenere Darstellung, es ging ihm, wie er in seinem Text <span class=\"Minion-Italic\">Von heiligen Zeichen<\/span> schrieb, nicht \u201eum vergangene Wirklichkeit, sondern um gegenw\u00e4rtige, die immer aufs neue geschieht; um Menschenwirklichkeit in Gestalt und Handlung. Die aber bringt man nicht nahe, indem man sagt: Sie ist damals entstanden, und hat sich so und so entwickelt. Auch nicht, indem man ihr irgendwelche Lehrgedanken unterlegt. Sondern indem man hilft, an der leibhaftigen Gestalt das Innere abzulesen \u2026 am irdischen Vorgang das Geistlich-Verborgene \u2026 Es gilt also vor allem, jenen lebendigen Akt zu lernen, mit dem der glaubende Mensch die ,sichtbaren Zeichen unsichtbarer Gnade\u2018 auffasst, empf\u00e4ngt, vollzieht.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">In einem 1923 erstmals publizierten, programmatischen Text mit dem Titel <span class=\"Minion-Italic\">Liturgical education<\/span> schrieb er, der Mensch m\u00fcsse wieder \u201esymbolf\u00e4hig\u201c werden. Er habe sein musisches K\u00f6nnen verlernt, das zeige sich unter anderem am Verlust der Bildhaftigkeit seiner Sprache, dem Verlust einer ausdrucksvollen K\u00f6rperhaltung, der Unf\u00e4higkeit zu Spiel und Tanz. Verloren gehe das Geformtsein der K\u00f6rperlichkeit durch den Geist und das Offenbar-Werden des Geistes im K\u00f6rper \u2026 lebendige Liturgie werde abstrakt, formelhaft, schematisch, rituell. Das K\u00f6rperhafte der Religion, das K\u00f6rperhafte von Kult, Ritus, Symbol werde immer weniger verstanden \u2026 Was hier vom Gl\u00e4ubigen in der Liturgie gesagt wird, trifft auf alle Situationen des Betens zu, ob es sich nun um die Teilhabe und Mitfeier der gemeinschaftlichen Liturgie handelt oder um das private Gebet der oder des einzelnen. Vielleicht ist es bezeichnend f\u00fcr die allgemeine G\u00fcltigkeit und gleichzeitig die individuelle Offenheit, dass es bis heute keine eindeutige, alle Momente einschlie\u00dfende Begriffsbestimmung des Gebets gibt, auch wenn Einigkeit dar\u00fcber besteht, dass es zu den unerl\u00e4sslichen Vollz\u00fcgen des christlichen Lebens geh\u00f6rt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Da es nur schwer begrifflich zu fassen ist, was Gebet bedeutet, liegt die Frage nahe, wie man in der bildenden Kunst versuchte anschaulich zu machen, was man eigentlich nicht zeigen kann, den innerlichen Akt des Gebets n\u00e4mlich. Was man jedoch zeigen konnte, war der k\u00f6rperliche Ausdruck des Betens; um es mit Guardini zu sagen, die <span class=\"Minion-Italic\">Verleiblichung der Innerlichkeit<\/span>. Dies betraf K\u00f6rperhaltung und Gesten, die das Beten begleiten. Mit solchen Ausdrucksgeb\u00e4rden sind besondere Verhaltensweisen angesprochen, bei denen entweder der ganze K\u00f6rper einbezogen ist (Stehen, Gehen, Sitzen, Knien, Sich Verneigen, Sich Niederwerfen) oder f\u00fcr Teile des K\u00f6rpers, vor allem Kopf und H\u00e4nde. Es gibt zahlreiche Werke in den Bildk\u00fcnsten, die Betende zeigen, also Gl\u00e4ubige, die zu Gott oder den Heiligen beten und damit in eine aktive Beziehung zu Gott treten. Die Kunst liefert zahllose Beispiele daf\u00fcr, die nicht nur erz\u00e4hlerisch von solchen Geschehnissen Zeugnis geben und auch belegen, wie dieser Vorgang in unterschiedlichen Zeiten verwirklicht wurde, sondern sollte gewiss auch durch Beispiele demonstrieren, auf welche Weise dies geschehen konnte und geschehen kann und liefert damit auch \u2013 wenngleich immer zeitbedingte \u2013 Antworten auf die Frage, wie man beten kann, wie man beten soll.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">I.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Aus der Antike ist der sogenannte Orantengestus bekannt \u2013 die Bezeichnung geht auf das lateinische Wort <span class=\"Minion-Italic\">orare<\/span> f\u00fcr <span class=\"Minion-Italic\">Beten<\/span> zur\u00fcck \u2013, eine K\u00f6rperhaltung, bei welcher die oder der Betende die flachen H\u00e4nde erhebt, zum Himmel streckt und damit seiner Anrufung der Gottheit, seiner Bitte, seinem Gotteslob, sinnenf\u00e4lligen, sichtbaren Ausdruck verleiht. Es ist dies ein aus vielen antiken Kulturen bekannter Gebetsgestus, den viele griechische und r\u00f6mische Kunstwerke bezeugen. Dieser im Stehen ausge\u00fcbte Gestus war der h\u00e4ufigste und allgemein verbreitete Gebetsgestus, der im Christentum \u00fcbernommen wurde und gebr\u00e4uchlich blieb. Dies belegen viele Darstellungen aus der Fr\u00fchzeit des Christentums wie die christliche Beterin im Orantengestus in der Katakombe der Priszilla in Rom, aus der Zeit zwischen dem 2. und dem 4. Jahrhundert, und Noah in der Arche. Auch der biblische Patriarch hat seine H\u00e4nde erhoben, w\u00e4hrend er seinen Lobpreis Gottes spricht. Erst recht mehren sich die Zeugnisse daf\u00fcr in der christlichen Kunst nach der staatlichen Anerkennung des Christentums im r\u00f6mischen Reich unter Kaiser Konstantin im 4. Jahrhundert. Wie langlebig der Brauch war, das private Gebet mit dieser Geb\u00e4rde zu begleiten, zeigen Darstellungen Mariens und verschiedener Heiliger bis ins 11. Jahrhundert. F\u00fcr Maria behielt man dies in der Kunst der \u00f6stlichen Kirchen auch sp\u00e4ter bei. Dieser Gestus blieb allgemein bis ins 11. Jahrhundert gebr\u00e4uchlich, danach nur als Gebetshaltung des Priesters bei der Messfeier.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch sind die H\u00e4nde nur ein Teil der beim Gebet \u00fcblichen K\u00f6rperhaltung. Man betete seit der Antike im Stehen, die Griechen entbl\u00f6\u00dften dazu das Haupt, w\u00e4hrend die R\u00f6mer das Haupt bedeckten. Auch im Christentum war das Stehen die \u00fcbliche K\u00f6rperhaltung, ein Gest\u00fchl in den Kirchen, wie wir es heute kennen, in dem man knien oder gar sitzen kann, gab es erst seit dem sp\u00e4ten Mittelalter, vorher gab es allenfalls eine Bank f\u00fcr die Gebrechlichen, Kranken und Alten, die das lange Stehen nicht h\u00e4tten durchhalten k\u00f6nnen. In der Antike und im ersten Jahrtausend der Kirchengeschichte ist kaum vom knief\u00e4lligen Beten die Rede, allerdings kam es gelegentlich als besondere Unterwerfungsgeste in antiker und nachantiker Zeit vor. Gleiches gilt von Verbeugung, Kniebeuge und <span class=\"Minion-Italic\">Prostratio<\/span>, dem Sich Niederwerfen, bei dem der ganze K\u00f6rper einbezogen ist. Beides wird auf alttestamentliche Gebr\u00e4uche zur\u00fcckgef\u00fchrt wie etwas auf Ps 95,6 (<span class=\"Minion-Italic\">Kommt lasst uns niederfallen, uns vor ihm verneigen, lasst uns niederknien vor dem Herrn, unserm Sch\u00f6pfer<\/span>). Kniebeuge und <span class=\"Minion-Italic\">Prostratio<\/span> (griech. <span class=\"Minion-Italic\">Pros-<br \/>\nkynese<\/span>) waren in der monastischen Liturgie im Mittelalter h\u00e4ufig \u2013 bei den M\u00f6nchen nannte man dies <span class=\"Minion-Italic\">humiliatio<\/span> (von <span class=\"Minion-Italic\">humiliare<\/span> \u2013 sich erniedrigen) und zeigte beides auch in Psalterhandschriften, die ja von M\u00f6nchen ausgestaltet und benutzt wurden: als Beispiel f\u00fcr David, der das Knie beugt, eine Darstellung aus dem Stuttgarter Psalter, einer karolingischen Handschrift aus der Zeit um 820\/830, und als Bild f\u00fcr die <span class=\"Minion-Italic\">humiliatio<\/span> Davids eine Darstellung im sogenannten Hamilton-Psalter, einem von Benediktinern in der Gegend von Florenz im sp\u00e4ten 12. Jahrhundert ausgestatteten Codex. Diese Gebetshaltung, die <span class=\"Minion-Italic\">prostratio<\/span>, ist in der heutigen Liturgie selten geworden (man kennt sie noch in der Karfreitagsliturgie, bei der Priester- und Bischofsweihe oder bei der Benediktion von \u00c4bten). Sich niederzuwerfen war im Mittelalter aber auch aus dem profanen \u00f6ffentlichen Raum bekannt als Huldigungsgestus im byzantinischen Hofzeremoniell oder im lateinischen Westen als ein aussagekr\u00e4ftiges Zeichen bei der\u00a0<span class=\"Minion-Italic\">Deditio<\/span>, der symbolischen Unterwerfung des Unterlegenen bei der Beendigung von Konflikten.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">II.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Es gibt aus dem fr\u00fchen Mittelalter kaum Bildbeispiele und nur wenige schriftliche Zeugnisse \u00fcber Gebetshaltungen und Gebetsgesten. So wei\u00df man, dass im Fr\u00fchjahr 836 Abt Lupus von Ferri\u00e8res sich an den Hof Kaiser Karls des Gro\u00dfen wandte und sich erkundigte, wie man es mit dem Gebrauch von Bildern halten solle. Ihm antwortete einer der wichtigsten Gelehrten des Hofs, Eginhard oder Einhard, der sp\u00e4tere Biograph des Kaisers, und unterschied pr\u00e4zise zwischen Verehrung, Anbetung und Gebet. Das Gebet (<span class=\"Minion-Italic\">oratio<\/span>) richte sich an den unsichtbaren Gott, es ruft und fleht ihn an, wobei man Geist und Stimme gebrauche, nicht aber der K\u00f6rpergesten bed\u00fcrfe. Anbetung und Verehrung seien auf etwas Sichtbares und unmittelbar Anwesendes gerichtet. Mit einschl\u00e4gigen Zitaten belegte Einhard dieses <span class=\"Minion-Italic\">officium corporis<\/span>, die Indienstnahme des K\u00f6rpers beim Neigen des Kopfes, dem Verbeugen oder Sich Niederwerfen des ganzen K\u00f6rpers, dem Ausstrecken der Arme und \u00d6ffnen der H\u00e4nde. Als sich der Bulgarenherrscher Boris taufen lie\u00df, fragten die Kleriker 864\/865 bei Papst Nikolaus I. in Rom an, welche Gebetsgesten erlaubt seien und welche nicht. Die Griechen h\u00e4tten behauptetet, dass wer in der Kirche stehe und seine H\u00e4nde nicht vor der Brust gekreuzt habe, eine schwere S\u00fcnde begehe. Der Papst antwortete 866, wer diese Haltung einnehme, zeige damit an, dass seine H\u00e4nde gebunden seien und er sich dem Willen Gottes unterwerfe. Doch seien solche Bekundungen der Demut von Ort zu Ort verschieden.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Im lateinischen Westen wurden seit dem 11. Jahrhundert zwei Gebetsgeb\u00e4rden \u00fcblich, die fortan f\u00fcr das individuelle Gebet charakteristisch sein sollten. Der oder die Betende faltet die H\u00e4nde, in der Regel mit den aufeinandergelegten Handfl\u00e4chen, und l\u00e4sst sich f\u00fcr das Gebet auf beide Knie nieder. Die Darstellungen zeigen beide Varianten: die bei der intensiven Anrufung Gottes flehentlich erhobenen Arme mit gefalteten H\u00e4nden wie bei dem Schweizer Ritter, der um Nachsicht f\u00fcr seine S\u00fcnden bittet. Man sieht diesen intensivierten Gestus auch bei dem Verbrecher, der in seiner Not Zuflucht beim Gekreuzigten findet, eine Szene aus der Legende des hl. Giovanni Gualberto, dem Gr\u00fcnder der Vallombrosaner, einer benediktinischen Ordensreform um 1200. H\u00e4ufiger ist die gew\u00f6hnliche Form, der Normalzustand sozusagen, bei dem die gefalteten H\u00e4nde eng vor der Brust mit an diese angelegten Armen gehalten werden; eine Haltung, die es auch erlaubte, sie f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum einzunehmen, wie es das sp\u00e4tmittelalterliche Fresko mit dem Stifterpaar aus der Familie der Spanheimer, damals Herz\u00f6ge von K\u00e4rnten, in der Abteikirche der Benediktiner von St. Paul im Lavanttal zeigt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Handgeste wurde \u2013 dar\u00fcber ist man sich in der Forschung mittlerweile einig \u2013 aus dem weltlichen Huldigungszeremoniell \u00fcbernommen. Nach fr\u00fchen Belegen schon aus dem 7. Jahrhundert war dies im Hochmittelalter, im Zusammenhang mit dem entwickelten Feudalwesen, ein wichtiges, \u00f6ffentliches Zeichen f\u00fcr die rechtsverbindliche und verpflichtende Beziehung zwischen dem huldigenden Vasallen und dem Lehensherrn, wie es eine der Zeichnungen in einer Rechtshandschrift mit dem Text des Sachsenspiegel aus dem 14. Jahrhundert demonstriert. Der vor dem Lehensherrn kniende Vasall pr\u00e4sentiert dem sitzenden Lehensherrn, hier dem K\u00f6nig, seine zusammengelegten H\u00e4nde, die jener mit seinen eigenen H\u00e4nden umfasst. Man nennt diesen Vorgang <span class=\"Minion-Italic\">immixtio manuum<\/span>, Vermischung der H\u00e4nde. Im Unterschied zur Rechtsgeb\u00e4rde gehen die gefalteten H\u00e4nde der Betenden scheinbar ins Leere, spiegeln als symbolisches Zeichen ein neues Verst\u00e4ndnis der Beziehung zwischen Gl\u00e4ubigen und Gott, durchaus analog der hierarchischen Beziehung zwischen Lehensherrn und Vasall, nun aber auch Ausdruck der hoffnungsvollen Zuversicht auf die Hilfe des Herrn, dem man sich erkennbar unterordnet. Dazu geh\u00f6ren auch der Kniefall und das Knien, das im 12. Jahrhundert f\u00fcr besondere Situationen immer \u00f6fter erw\u00e4hnt wird. Im 13. Jahrhundert wurde das Knien auch zu einer in der Messe \u00fcblichen Haltung, seit dieser Zeit gibt es genauer differenzierte Regelungen, wann die Gl\u00e4ubigen w\u00e4hrend der Eucharistiefeier stehen oder knien sollen. Seit dieser Zeit wird immer \u00f6fter das Stehen beim Gebet als Indiz f\u00fcr religi\u00f6se Lauheit gedeutet, als Mangel an Bereitschaft, sich Gott unterordnen, angemessen allenfalls f\u00fcr diejenigen, die am Kirchenportal stehenbleiben und nicht dem Altar n\u00e4hertreten wollen. In einer franz\u00f6sischen Handschrift, einem Traktat \u00fcber die Messe aus dem fr\u00fchen 14. Jahrhundert, sind die verschiedenen Abl\u00e4ufe der Messe, wie sie damals gefeiert wurde, und einiger der darin betrachteten theologischen und geistlichen Inhalte wiedergegeben. Das erste Bild zeigt die w\u00e4hrend des S\u00fcndenbekenntnisses (<span class=\"Minion-Italic\">Confiteor<\/span>) des Priesters und der Antwort darauf kniende Gemeinde, die mit deutlich erhobenen gefalteten H\u00e4nden ins Kyrie einstimmt. Die Bitte um Gottes Vergebung entspricht der Sehnsucht der Patriarchen und ihrer Befreiung durch diesen. Der Kyrie-Ruf in der Messe fu\u00dft auf der heilsgeschichtlichen Gewissheit, dass Christus Mensch geworden ist, im freiwilligen Selbstopfer am Kreuz den Erl\u00f6sungstod auf sich nahm und in der Auferstehung den Tod \u00fcberwunden hat. W\u00e4hrend des <span class=\"Minion-Italic\">Sanctus<\/span> stehen die Gl\u00e4ubigen, sie knien nieder, wenn der <span class=\"Minion-Italic\">Canon missae<\/span> beginnt. Die Glocke ert\u00f6nt und der Priester erhebt die Hostie. W\u00e4hrend des <span class=\"Minion-Italic\">Agnus Dei<\/span> bricht der Priester die Hostie, die Gl\u00e4ubigen verharren im Gebet, beim dritten <span class=\"Minion-Italic\">Agnus<\/span> kommt der Hl. Geist auf die Gl\u00e4ubigen herab. W\u00e4hrend die Gemeinde immer noch kniet, folgt der Kommuniongesang <span class=\"Minion-Italic\">Nunc dimittis<\/span>, w\u00e4hrend der Priester den Kelch reinigt und vor dem Schlussevangelium (den Segen am Ende der Messe gab es nur in der Pontifikalmesse von Bisch\u00f6fen und \u00c4bten) den knienden Gl\u00e4ubigen die Kommunion reicht. Diese Bildfolge illustriert das durch Haltung und Handgeb\u00e4rden unterst\u00fctzte, gemeinschaftliche Verhalten der Gl\u00e4ubigen w\u00e4hrend der Messe.<\/p>\n<p class=\"fliess\">An dieser Praxis \u00e4nderte sich in den folgenden Jahrhunderten kaum etwas. Da das Knien zur Normalhaltung der Gl\u00e4ubigen geworden war, wurden im 14. Jahrhundert allm\u00e4hlich Gest\u00fchle \u00fcblich, ebenso Chorgest\u00fchle f\u00fcr die Kleriker wie Knieb\u00e4nke f\u00fcr die Laien, wie man es bei den Stiftern des von Friedrich Herlin gemalten Hochaltarretabels der Pfarrkirche St. Georg in N\u00f6rdlingen (1462) sehen kann. Oft richteten sich verm\u00f6gende Familien solche Gest\u00fchle ein. Da die meisten Gl\u00e4ubigen die lateinische Liturgie nicht verstehen konnten, wurde es au\u00dferdem \u00fcblich, w\u00e4hrend der Messe volkssprachliche Andachten zu verrichten, in er bekanntesten Form den Rosenkranz. Freier konnten sich die Gl\u00e4ubigen au\u00dferhalb des Gottesdienstes benehmen, so etwa am Ziel ihrer Wallfahrt bei der Verehrung von Reliquien und dem f\u00fcrbittenden Gebet beim jeweiligen Heiligen, dessen F\u00fcrsprache man dort erbat. Auch daf\u00fcr zwei Beispiele. Man sieht die Verehrung zweier Heiligengr\u00e4ber; hier ging es um Gebet, aber auch um Ber\u00fchrung, Ausdruck einer f\u00fcr das Sp\u00e4tmittelalter charakteristischen stark verdinglichten, k\u00f6rperlichen Fr\u00f6mmigkeit, die sich im sp\u00e4ten 14. und 15. Jahrhundert in Ph\u00e4nomenen religi\u00f6ser Erregung bis zu Schw\u00e4rmertum und einer breiten popul\u00e4ren Mystik \u00e4u\u00dferte. Begeisterte Volksmassen lie\u00dfen sich von charismatischen Predigern mitrei\u00dfen (Verbrennen von Luxusgegenst\u00e4nden und Spielger\u00e4ten). Doch war dies auch ein individuelles Ph\u00e4nomen, so wei\u00df man, dass die Mutter des Dominikaners Heinrich Seuses, regelm\u00e4\u00dfig beim Kanon der Messe bei der Vorstellung der Schmerzen Christi w\u00e4hrend der Passion in Tr\u00e4nen ausbrach. Dies entsprach einer ebenfalls zeittypischen Bem\u00fchung um Innerlichkeit. Das vermehrte private Gebet wurde unterst\u00fctzt durch Hilfsmittel wie den Rosenkranz, der als popul\u00e4rstes Laiengebet das individuelle Gebetsleben der Gl\u00e4ubigen bis in die Moderne bestimmte.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">III.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Doch hatten sich bereits seit dem 12. Jahrhundert mehrere Theologen Gedanken gemacht, welche K\u00f6rperhaltungen und Gesten f\u00fcr das Gebet bzw. bestimmte Gebetsformen geeignet sein k\u00f6nnten. Ein franz\u00f6sischer Theologe, vielleicht der Pariser Lehrer Petrus Cantor, kurz vor 1200, beschrieb ausf\u00fchrlich, die \u2013 wie der Verfasser es nannte, Werkzeuge des Betenden, der durch seine K\u00f6rpergeb\u00e4rden seine Ergebenheit gegen\u00fcber Gott beweist. Der Verfasser unterscheidet sieben Arten des Betens und liefert biblische Belege daf\u00fcr und oft auch Begr\u00fcndungen, in welchen Situationen bzw. mit welchem Anliegen die Gesten und Haltungen bevorzugt anzuwenden seien: Er nennt das Emporheben der H\u00e4nde, die Arme vor der Brust ausgebreitet wie Christus am Kreuz, mit gefalteten H\u00e4nden auf Gesichtsh\u00f6he, Knien mit gefalteteten H\u00e4nden, die Prostration mit gefalteten H\u00e4nden, die tiefe Verneigung des Oberk\u00f6rpers und Knien mit gebeugtem Oberk\u00f6rper und gefalteten H\u00e4nden. Die gefalteten H\u00e4nde etwa empfahl er, wenn das Gebet eine Bitte enth\u00e4lt (<span class=\"Minion-Italic\">Deus propitius esto<\/span>). Streng ist der Verfasser mit der nach seiner Meinung fehlerhaften und deswegen ungen\u00fcgenden Ausf\u00fchrung: Knien darf man auf keinen Fall auf einer erh\u00f6hten Auflage, einem Stein oder Brett, der Abstand zwischen den Knien und Fu\u00dfspitzen muss der gleiche sein, sonst ist das Gebet \u201eerschwindelt\u201c. Dass der Text gleicherma\u00dfen an Laien und Kleriker gerichtet war, zeigen die verschiedenen Abschriften, die einmal die Ausf\u00fchrung durch Laien, vielleicht die Mitglieder einer Bruderschaft in Venedig, zeigen und das andere Mal durch M\u00f6nche. Seit dem 13. Jahrhundert wurde Seelsorge und Gebetspraxis der Laien immer \u00f6fter zum Thema theologischer Er\u00f6rterungen. Ein bedeutender Liturgiker, der Erzbischof Wilhelm Durandus von Mende, mahnte, die Kleriker h\u00e4tten darauf zu achten, dass die Gl\u00e4ubigen, wenn der Name Jesu oder Mariens genannt werde, den Kopf wenigstens zu neigen h\u00e4tten oder das Knie beugen. Der Kniefall oder die Kniebeuge wird auch vor der geweihten Hostie angeordnet. Der Dichter Robert de Blois erinnerte die Damen des Adels in einer Schrift \u00fcber das Benehmen von Damen daran, sie h\u00e4tten sich bei der Verk\u00fcndigung des Evangeliums und bei der Elevation der Hostie in der Messe mit gesenktem Haupt und gefalteten H\u00e4nden zu erheben, anschlie\u00dfend niederzuknien und f\u00fcr die Christenheit zu beten. Sitzenbleiben d\u00fcrften sie, wenn sie krank oder schwanger seien.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Daneben gab es eine Handbuchliteratur f\u00fcr M\u00f6nche. Schon der General der Dominikaner, Humbert de Romans, hatte nach der Mitte des 13. Jahrhunderts in seinem Kommentar zu den Statuten seines Ordens \u00fcber die verschiedenen Verneigungen ein ganzes Kapitel geschrieben und war dabei ausf\u00fchrlich auf die unterschiedlich tiefen Neigungen des Kopfs und Kniebeugen bis zum Sich-Niederwerfen mit dem ganzen K\u00f6rper eingegangen. Bekannter war ein kleiner Text, den ein anonymer Dominikaner zwischen 1280 und 1288 verfasste unter dem Titel <span class=\"Minion-Italic\">De modo orandi corporaliter sancti Dominici<\/span> (\u00dcber die Art des hl. Dominikus mit dem K\u00f6rper zu beten). Bekannt wurde das Buch auch deshalb, weil man es lange Zeit f\u00fcr ein Werk des Ordensgr\u00fcnders Dominikus hielt. Der Autor verband die verschiedenen, Dominikus zugeschriebenen Gebetsformen mit Psalmzitaten und berief sich auf Augustinus, demzufolge zwischen den Bewegungen des K\u00f6rpers und der Seele eine Wechselwirkung bestehe. Den Text illustrieren Darstellungen des Dominikus bei der Aus\u00fcbung der verschiedenen Gebetsformen. Bei den Dominikanern waren Text und Bilder durch Abschriften bekannt und wurden auch Vorbilder f\u00fcr die Fresken, mit denen der Dominikaner Fra Angelico in den 1440er Jahren die Zellen der Novizen im Kloster von San Marco in Florenz schm\u00fcckte und an das den M\u00f6nchen vor Augen gestellte Vorbild ihres Ordensgr\u00fcnders und seine besondere Christusfr\u00f6mmigkeit erinnerte. Die Szenen beziehen sich auf die Verehrung des Gekreuzigten, Reflex der starken Betonung der \u00adPassionsfr\u00f6mmigkeit und christozentrischen Theologie der Zeit. Beispiel daf\u00fcr ist auch die italienische Tafel mit drei Heiligen vom Anfang des 15. Jahrhunderts \u2013 dem hl. Benedikt in der wei\u00dfen Kukulle der Kamaldulenser, dem hl. Romuald, dem Gr\u00fcnder dieser benediktinischen Reformbewegung, und dem hl. Franziskus, dem mit den Stigmata des Gekreuzigten ausgezeichneten Ordensgr\u00fcnder der Franziskaner. Alle drei zeigen unterschiedliche Gebetshaltungen, Romuald das f\u00fcr M\u00f6nche typische Verbergen der H\u00e4nde in den \u00c4rmeln des Chorhemds, der Kukulle.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Gerade im Sp\u00e4tmittelalter wurden die Werke der Fr\u00f6mmigkeit, geistliche und caritative Stiftungen u. \u00e4., in einem heute kaum mehr vorstellbaren Ma\u00df gesteigert. Diese kumulative Fr\u00f6mmigkeit, die in einem eigent\u00fcmlichen Gegensatz steht zu den sozialen Verwerfungen der Zeit, zu den Kriegen, Kontrollverlusten und Normverletzungen aller Art, gerade bei den Herrschenden und Verm\u00f6genden, hat verschiedene Gr\u00fcnde. Fremd wirkt heute die damals unangefochtene, selbstverst\u00e4ndliche Durchdringung von Weltlichem und Religi\u00f6sem. Bis in die Neuzeit hinein waren Religion und Gesellschaft eine den Alltag bestimmende, lebensweltliche Einheit. Stark betont wurde die Eschatologie. Die einzelnen Gl\u00e4ubigen wussten sich in der Spannung zwischen der eigenen S\u00fcndhaftigkeit und der Vollendung im Jenseits. Man war sich eines neuen Lebens nach dem Tod gewiss, dem die Auferstehung des Leibes vorausgehen musste. Voraussetzung f\u00fcr die Umst\u00e4nde dieser neuen endzeitlichen Existenz war die strenge und gerechte Beurteilung des irdischen Lebens durch Gott als Richter und die Zuweisung eines Aufenthaltsorts f\u00fcr die Ewigkeit, Himmel oder H\u00f6lle, zugeteilt und bemessen nach erworbenen Verdiensten oder begangenen Verfehlungen. Die Hoffnung auf das f\u00fcrbittende Gebet, das die Leiden der armen Seelen zu lindern verm\u00f6chte, die Hoffnung auf die F\u00fcrsprache der Heiligen, aber auch auf die Wirkung guter Werke stellvertretend zum Nutzen anderer, verfestigten solche \u00f6konomisierenden Vorstellungen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Hinzu kam, dass seit dem Hochmittelalter die Sorge um die <span class=\"Minion-Italic\">memoria\/mittelhochdt. gedechtnus<\/span>, Erinnerung, zu den Grundanliegen geh\u00f6rte. Dies betraf nicht nur das individuelle Erinnern, sondern auch und erst recht die stetige, institutionalisierte Erinnerung in Liturgie und Geschichte. Die <span class=\"Minion-Italic\">memoria<\/span> in der Liturgie, aber auch im privaten Gebet, sorgte durch f\u00fcrbittendes Gebet und durch die auch den Verstorbenen zugutekommenden Fr\u00fcchte des Messopfers f\u00fcr Erinnerung mit einer erhofften, auf Zukunft ausgreifenden Wirkung. Zahlreiche Retabel und Epitaphien belegen solche Stiftungen von beg\u00fcterten Familien, die sich im Gebet darstellen lassen, so wie etwa auch Politiker wie Nicolas Rolin, Jurist und Kanzler Philipps des Guten, des Herzogs von Burgund, und zugleich einer der reichsten und m\u00e4chtigsten M\u00e4nner seiner Zeit. Im Gestus des Beters sieht man ihn auf einem von ihm gestifteten Altargem\u00e4lde vor der Madonna knien, ebenso zusammen mit seiner dritten adeligen Ehefrau auf der Au\u00dfenseite des Retabels von Rogier van der Weyden f\u00fcr die Kapelle des von ihm gestifteten Hospitals in Beaune. Die gefalteten H\u00e4nde waren kennzeichnend f\u00fcr einen Grabmaltypus, der den Verstorbenen kniend und mit dem Blick auf den Tabernakel und damit in \u201eEwiger Anbetung\u201c zeigt. Beispiele daf\u00fcr gibt es viele, etwa das Grabmal eines Nepolitaner Erzbischofs aus dem Haus Carafa, das Grabmal des franz\u00f6sischen K\u00f6nigspaars aus dem fr\u00fchen 16. Jahrhundert oder das des franz\u00f6sischen Ministers und Kardinals Dubois aus dem 18. Jahrhundert. Seit dem Konzil von Trient galt das Knien der Gl\u00e4ubigen als die gew\u00f6hnliche Haltung des Gl\u00e4ubigen in der Kirche. Dass dies durchaus nicht immer als selbstverst\u00e4ndlich empfunden wurde, zeigt der Bericht eines r\u00f6mischen Emiss\u00e4rs, der die franz\u00f6sischen Benediktinerkl\u00f6ster in den 1580er Jahren visitierte und davon berichtete, dass die M\u00f6nche in der Abtei Fleury weiterhin auch an der Messe stehend teiln\u00e4hmen, und ihm zur Auskunft gegeben h\u00e4tten, dass sie einen seit Jahrhunderten \u00fcblichen Brauch nicht aufgeben wollten.<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">IV.<\/h3>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Darstellungen von Heiligen zeigen diese in der Neuzeit meistens stark affektbetont und nur selten in einer gew\u00f6hnlichen Gebetshaltung, \u00e4hnlich wie besondere Devotionsfiguren, deren stark empfundene Fr\u00f6mmigkeit auch durch die K\u00f6rperhaltung ausgedr\u00fcckt werden sollte. Dies wurde erst im 19. Jahrhundert anders.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein ber\u00fchmtes Beispiel f\u00fcr die Darstellung Betender aus dieser Zeit ist das Gem\u00e4lde von Wilhelm Leibl von 1881, das drei Frauen unterschiedlichen Alters, ganz offenbar Bauersfrauen, bei ihrer privaten Andacht in einer Kirche zeigte. Man wei\u00df, dass Leibl diese Szene in der Heilig-Kreuz-Kirche in Berbling (Bad Aibling) skizzierte und schlie\u00dflich in einem \u00d6lgem\u00e4lde verewigte, das sp\u00e4ter ins Hamburger Museum kam. Ob der K\u00fcnstler sie als gl\u00e4ubige Zeuginnen zeigen wollte, die \u2013 den Gepflogenheiten der Zeit entsprechend \u2013 an einem Gottesdienst teilnehmen, sich w\u00e4hrenddessen aber ihrer privaten Andacht widmen, ist unklar. Die beiden anderen Frauen beten, nehmen dabei ein Buch zu Hilfe. Die j\u00fcngere Frau benutzt ein neueres Gebetbuch, die alte Frau in der Mitte hat ein Buch aufgeschlagen, das man als sp\u00e4ten Druck eines weitverbreiteten und seit 1689 oft aufgelegten Erbauungsbuchs identifiziert hat. Die alte Frau verrichtet Gebete, die der Verfasser, der Kapuziner Martin von Cochem in seinem Buch <span class=\"Minion-Italic\">Himmelsschl\u00fcssel<\/span> den Gl\u00e4ubigen am Aschermittwoch anempfahl. Unklar ist, ob die ganz rechts platzierte Frau sitzt oder kniet. In jedem Fall hat sie ihre H\u00e4nde mit verschr\u00e4nkten Fingern gefaltet und h\u00e4lt einen Rosenkranz und hat den Blick erhoben, in and\u00e4chtiger Konzentration, wie es scheint. Mit ineinander verschr\u00e4nkten Fingern zu beten, ist ein bis heute allgemein \u00fcblicher Gestus, in dem nicht nur Vincent van Gogh eine alte Frau zeichnete, sondern etwa auch Egon Schiele seinen K\u00fcnstlerfreund, den sp\u00e4ter bekannten, in Salzburg t\u00e4tigen Anton Faistauer, der als junger Mann Geistlicher werden wollte und zeitlebens ein tiefgl\u00e4ubiger Katholik war. Als Beispiel eines sich im Gebet der F\u00fcrsprache Mariens versichernden Gl\u00e4ubigen stellte man in dieser Haltung 1931 auch den im Jahr zuvor seliggesprochenen Bruder Konrad in der Alt\u00f6ttinger Gnadenkapelle dar. In der Zeit nach dem Tridentinischen Konzil gab es eine stark verinnerlichte Privatfr\u00f6mmigkeit, Themen und Praktiken sp\u00e4tmittelalterlicher Religiosit\u00e4t wurden neubelebt und f\u00fchrten zu einer stark subjektiven Gebetspraxis, die das Beten mit den flach aneinandergelegten Handfl\u00e4chen eher als priesterlichen Gestus der Kleriker oder ganz besonderen Situationen vorbehielt:<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ich breche an dieser Stelle ab, nicht zuletzt auch deswegen, weil es in der klassischen Moderne, erst recht in der Gegenwartskunst, kaum Bilder des Betens gibt. Dies gr\u00fcndet wohl darin, dass in der Zeit nach dem II. Vatikanum auch die Verbindlichkeit gepr\u00e4gter Formen, wie sie f\u00fcr das individuelle Beten einst vorgegeben oder empfohlen waren, nicht mehr besteht, sondern an deren Stelle eine neue Freiheit trat, auch die Freiheit zur unmittelbaren Anrede Gottes, die in den eigenen Worten l\u00e4ngst gebr\u00e4uchlich geworden ist. In der katechetischen Literatur \u2013 vom Holl\u00e4ndischen Erwachsenenkatechismus von 1966 bis zum Katholischen Erwachsenenkatechismus von 1985 suchte man, der aus diesen neuen Freiheiten oftmals resultierenden Aporie mit entsprechenden ausf\u00fchrlichen Erkl\u00e4rungen zu antworten auf die Frage: <span class=\"Minion-Italic\">Beten \u2013 wie geht das?<\/span> wird betont, eine formalistische Gebetspraxis im \u00e4u\u00dferlichen Aufsagen von Gebetsformeln sei letztlich wertlos. Man empfiehlt vielmehr das reflektierte subjektive und individuelle Beten, f\u00fcr das es keine Rezepte und Techniken gebe, weil es eben etwas h\u00f6chst Pers\u00f6nliches und deshalb etwas \u00e4u\u00dferst Vielf\u00e4ltiges sei. Doch ist das nicht mehr das Gebiet der Kunstgeschichte. Die Ausgangsfrage war, welche Antworten die Bildk\u00fcnste auf die Frage geben, wie man beten soll. Mit aller gebotenen Vorsicht und ohne die Geschichtlichkeit und die daraus folgenden Bedingtheiten der in den historischen Bildbelegen dokumentierten Gebetspraxis leugnen zu k\u00f6nnen, spiegeln sie doch eine breitgespannte Palette von Versuchen dem nahezukommen, was eingangs in den Aussagen Guardinis zur Liturgie angedeutet war: Die Bildbelege bieten ganz unterschiedliche Formen von K\u00f6rperlichkeit in einer lebendigen Auseinandersetzung mit dem Glauben, sei es im gemeinschaftlichen Gebet in der Liturgie, sei es im privaten Gebet der einzelnen Gl\u00e4ubigen. Doch die Diskussion \u00fcber moderne Formen des Betens ist nicht mehr Teil einer<br \/>\nhistorischen oder kunsthistorischen Betrachtung. <img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-2\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/bbockholt\/Katholische%20Akademie%20in%20Bayern\/Programm%20&amp;%20Dokumentation-Dokumentation%20-%20Dokumente\/1.%20zur%20debatte\/debatten%202025\/debatte%204-2025\/0%20fertige%20debatte\/debatte_4-2025-web-resources\/image\/13.png\" alt=\"\" \/><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Romano Guardini geh\u00f6rte zu den gro\u00dfen Figuren des religi\u00f6sen Lebens in Deutschland im 20. Jahrhundert. Kaum zu \u00fcbersch\u00e4tzen war seine Wirkung als \u00f6ffentliche Person, als Prediger, als Seelsorger und Publizist. 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