{"id":114407,"date":"2025-12-01T11:43:02","date_gmt":"2025-12-01T10:43:02","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114407"},"modified":"2025-12-01T11:43:08","modified_gmt":"2025-12-01T10:43:08","slug":"das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/","title":{"rendered":"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz"},"content":{"rendered":"<h3 class=\"ZWISCHEN\">\u201eEine von stillem Leben durchatmete Welt\u201c: der Rosenkranz in Lebensstadien Guardinis<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale CharOverride-57\">G<\/span>uardinis Beginn in Theologie hatte ihn im Wintersemester 1906\/07 nach Freiburg getrieben \u2013 um endlich die peinvollen universit\u00e4ren Umwege zu beenden, die er 1903 in T\u00fcbingen mit Chemie begonnen und bis 1906 in M\u00fcnchen und Berlin mit National\u00f6konomie weitergef\u00fchrt hatte.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der kurze Aufenthalt in Freiburg wurde aber aus einem anderen, seelischen Grunde bedeutsam. In seinen sp\u00e4teren <span class=\"Minion-Italic\">Berichten \u00fcber mein Leben<\/span> legt Guardini offen, zu welcher \u00dcberwindung er sich durcharbeiten musste \u2013 und dabei tritt der Rosenkranz in Kraft. \u201eIm selben Ma\u00dfe, als meine Eltern meinem Wunsche, Priester zu werden, nachgaben, wurde ich selbst daran irre, und als ich schlie\u00dflich in Freiburg war, empfand ich dagegen eine unaussprechliche Abneigung. Der Anblick eines Geistlichen gen\u00fcgte, um einen dunklen Druck auf mich zu werfen. Ich verstand mich selbst nicht mehr. Heute wei\u00df ich, was sich in dieser Abneigung ausdr\u00fcckte, war der Widerstand einer ganz unausgelebten Natur gegen die notwendigen Entsagungen des Priesterstandes \u2026 Die Grundwasser der Schwermut stiegen in mir so hoch, dass ich zu versinken glaubte, und der Gedanke, mit dem Leben Schlu\u00df zu machen, mir sehr nahe war. Nur an einer einzigen Stelle fand ich Ruhe; es klingt pathetisch, das zu sagen, aber es war so. Im Freiburger M\u00fcnster stand der Sakramentsaltar im rechten Seitenschiff: wenn ich auf seinen Stufen niederkniete, l\u00f6ste sich der Druck \u2013 um sich freilich bald darauf wieder zusammenzuziehen. Wie lange die Depression gedauert hat, wei\u00df ich nicht mehr. In der Erinnerung kommt sie mir endlos vor \u2026 Eines Tages war ich nach St. Odilien gegangen, wo der Quell entspringt, der f\u00fcr die Augen gut ist. Auf dem R\u00fcckweg, der sch\u00f6nen Stra\u00dfe, die an der Karthause vor\u00fcberf\u00fchrt, betete ich den Rosenkranz. Da l\u00f6ste sich die Not, und ich wurde ruhig \u2026 Von jener Stunde an habe ich an meinem Priesterberuf nie mehr gezweifelt. Wohl ist die dunkle Flut der Schwermut immer unter meinem Leben hingegangen und mehr als einmal hochgestiegen; aber ich war mir dar\u00fcber klar, dass ich zum Priester berufen sei und bin es bis auf den heutigen Tag geblieben.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese Einzelheiten sind deswegen wichtig, weil Guardini in seinem sp\u00e4teren Leben weit eher den Eindruck einer ruhigen Sicherheit im Glauben, Denken, Leben ausstrahlte, und nicht zu Unrecht. Wie sehr aber diese Festigkeit mit Leiden bezahlt war, und nicht von vornherein die Mitgift einer starken und \u00fcber sich klaren Natur, ist bewegend wahrzunehmen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das B\u00fcchlein <span class=\"Minion-Italic\">Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau<\/span> von 1940 datiert in der \u201eVorbemerkung\u201c die Entstehung auf ungef\u00e4hr diese Krise zur\u00fcck: \u201eDer Grundgedanke dieser Schrift ist vor \u00fcber drei\u00dfig Jahren entstanden; seitdem ist er mit mir gegangen, durch ein halbes Menschenleben.\u201c Als Erfahrung zittert darin nach \u201eeine von stillem Leben durchatmete Welt (\u2026), in welcher (\u2026) ernst, innig und hilfreich die heiligen Gestalten des Glaubens begegneten.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u00dcber Jahrzehnte gibt es Hinweise auf den Rosenkranz. Ende 1913 in einem Brief an den in T\u00fcbingen gewonnenen Freund Josef Weiger w\u00fcnscht sich Romano Guardini einen Rosenkranz von ihm und Maria Knoepfler, der in Wangen ans\u00e4ssigen M\u00fcllerstochter und Newman-\u00dcbersetzerin, ab 1917 Haush\u00e4lterin in Mooshausen. 40 Jahre sp\u00e4ter, am 25. September 1953 notiert er im Tagebuch in M\u00fcnchen: \u201eAm Nachmittag habe ich mir die Sachen vom Juwelier geholt. Den Rosenkranz, den ich mir aus den Anh\u00e4ngern des buddhistischen Rosenkranzes habe machen lassen: die Perlen der Ges\u00e4tzchen sind mattblaues Email auf Silber; die Vater-Unser-Perlen Elfenbein; das Kreuzchen ebenfalls blaues Email auf Silber. Ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl: die buddhistische Gebetskette ins Christliche aufgenommen zu sehen \u2013 wie wenn ein alter Tempel zur Kirche wird. Und dann den goldenen Rosenkranz. Eine Marotte von mir: etwas Reines und ganz Kostbares zu haben. Er ist nicht ganz geworden, wie ich ihn gewollt habe. Das Gold ist zu rot und zu blank. Schade. Vielleicht kann man aber noch etwas damit machen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auch f\u00fcr die Zwischenzeit gibt es ein Zeugnis. Im Nachlass Guardinis (Katholische Akademie in Bayern) hat sich undatiert ein leicht besch\u00e4digtes handschriftliches Blatt (f\u00fcr Weiger?) erhalten, auf dem notiert ist: \u201eSeinerzeit habe ich in Berlin f\u00fcr mich und andere f\u00fcnf Rosenkranzs\u00e4tze f\u00fcr schwierige Stunden zusammengestellt. Vielleicht sagen sie dir zu:<\/p>\n<p class=\"fliess\">1.) der bei uns ist alle Tage und auch in dieser Stunde<\/p>\n<p class=\"fliess\">2.) der uns stark macht in aller Gefahr<\/p>\n<p class=\"fliess\">3.) der unser Herz festigt in Geduld<\/p>\n<p class=\"fliess\">4.) der unser Leid aufnimmt in sein Kreuz<\/p>\n<p class=\"fliess\">5.) der uns Anteil gibt an seiner Herrlichkeit.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Es sei daran erinnert, dass auch das Sterben Guardinis vom Beten des Rosenkranzes begleitet war. Am 1. Oktober 1968 morgens fand die Haush\u00e4lterin Guardini bewusstlos auf; er wurde in die M\u00fcnchner Decker-Klinik eingeliefert, wo er nicht mehr zu sich kam. W\u00e4hrend des Tages kamen Freunde und Weggef\u00e4hrten; man betete den Rosenkranz und schlie\u00dflich die Sterbegebete. Abends um 20.40 Uhr verschied Romano Guardini, wie in einem Einschlafen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Erhalten ist eine Sammlung von herrlichen farbigen Rosenkr\u00e4nzen aus alter und neuer Zeit, aus Italien und Deutschland, in einer eigens daf\u00fcr angefertigten Kassette, die Guardini Annette Kuhn schenkte (jetzt im Archiv der Katholischen Akademie in Bayern). \u201e\u2026 der Rosenkranz (hat) auch \u00e4u\u00dferlich eine mannigfaltige, zuweilen sehr sch\u00f6ne und kostbare Form empfangen (\u2026), wie es bei Dingen zu geschehen pflegt, die in Ehren stehen und geliebt werden. Etwas sehr Ehrw\u00fcrdiges und zugleich Zartes kann um solch einen alten, edel gebildeten Rosenkranz sein, dem man ansieht, dass ein Geschlecht um das andere ihn gebraucht und weitergegeben hat.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">In Mooshausen erhalten ist ferner ein von ihm selbst (auch in M\u00fcnchen?) in Auftrag gegebener Rosenkranz zum eigenen Gebrauch, mit Elfenbeinperlen und Goldkettelung, schlicht und kostbar. Vermutlich vermachte er ihn Maria Elisabeth Stapp zum Geschenk (heute im Archiv Mooshausen).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Was war die Ursache dieser Liebe zum Rosenkranz \u2013 zumal Guardini ja das davon verschiedene Beten in der Liturgie neu gedeutet hatte? W\u00e4hrend dieses vorw\u00e4rtsdr\u00e4ngend, in von Handlungen begleitet geschieht, f\u00fchrt das Beten des Rosenkranzes in eine stille Tiefe. \u201eDann gibt es aber auch das \u201aWeilen im Gebet\u2018; den stehenden Akt; jenes, wozu der Mensch des inneren Lebens sich anschickt, wenn es von ihm hei\u00dft, dass er \u201asich ins Gebet begebe\u2018. Auch das ist n\u00f6tig. Da \u201asteht\u2018 das Innere in der Haltung des Gebetes. Es vertieft sich hinein, dringt zu Gott, lebt vor ihm.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diesen Akt aus dem Eigenen heraus lebendig zu halten, ist aber schwer. So gibt es gepr\u00e4gte Weisen des Gebetes, die dazu helfen. Zu ihnen geh\u00f6rt der Rosenkranz \u2013 wie auch die Litanei und anderes noch. Der Rosenkranz ist ein Gef\u00fcge von Gebetsformen, das, recht vollzogen, jenen dauernden Akt des inneren Gebetes wach h\u00e4lt. Es erm\u00f6glicht den Menschen, im Gebet zu weilen, darin zu atmen, sich zu bewegen, auszuruhen, innerlich zurechtzukommen. Daraufhin mu\u00df es vollbracht werden. Dann wirkt seine Kraft.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zwei Arten von Menschen sind zu dieser Art des Betens f\u00e4hig. Einmal das Volk, dessen Grundhaltung wesentlich kontemplativ ist. Und dann wieder jener, der \u00fcber die erste Unruhe der Reflexion und Kritik hinaus ist und neu im lebendigen Innern Stand gefa\u00dft hat.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"fliess\">Drei verschiedene Weisen der Marienverehrung<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Romano Guardini setzte in verschiedenen Phasen seines Lebens immer wieder neu an, um zur \u201eMutter des Herrn\u201c vorzudringen. Mehrfach nimmt er Stellung zu den \u00fcberkommenen Weisen der Marienverehrung, insbesondere zu der neuzeitlich individuellen Fr\u00f6mmigkeit, um von dort aus zu neuen Gedanken und \u00dcbungen vorzusto\u00dfen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zun\u00e4chst f\u00e4chert sich die Geschichte der Marienverehrung mehrfach auf: in der bildenden Kunst, der Literatur, der Theologie, aber auch einfach in den vom Volk getragenen \u00c4u\u00dferungen. Die Kirchengeschichte verzeichnet eine nicht geringe Spannung zwischen recht unterschiedlichen Ausdrucksformen der Verehrung. Drei gro\u00dfe Grundlinien lassen sich in dieser Spannung erkennen: Zuerst Maria als Urbild (Typos, Symbol) des heilen, geheiligten Menschen, also in ihrer exemplarischen Grundform f\u00fcr Kirche, jeden Christen, f\u00fcr die Sch\u00f6pfung und ihre M\u00fctterlichkeit (Materialit\u00e4t), auch f\u00fcr die Frau: ein Typos, an dem sich weibliche Existenz selber messen kann und messen lassen muss. Diese gro\u00dfangelegte Symbolik war f\u00fcr die fr\u00fche Kirche von hoher Bedeutung; sie spiegelt sich in herrlichen Texten und Anrufungen der ersten Jahrhunderte und hat vorrangig die orthodoxe Fr\u00f6mmigkeit befruchtet.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Eine zweite Sicht entwickelt sich seit der Neuzeit: Nicht so sehr die Urbildlich-Heilige wird betrachtet als vielmehr ihre Individualit\u00e4t, die auch im Kraftfeld des Heiligen ihre nahen, vertrauten, menschlich-bekannten Konturen beh\u00e4lt. Eine st\u00e4rkere Verwurzelung in Raum und Zeit, in Biologie und Psychologie sucht ihre Einzelkontur klarer und vor allem der Einf\u00fchlung n\u00e4her zu zeichnen. Mit Sehnsucht forschten beispielsweise das sp\u00e4te Mittelalter und die fr\u00fche Neuzeit nach Merkmalen von Marias wirklichem und irdischem Leben \u2013 man will sich ihrer gleichsam durch Erinnerungsst\u00fccke \u201ehandgreiflich\u201c versichern. Ein gewisser H\u00f6hepunkt dieser Neigung ist um 1500 zu verzeichnen, begr\u00fcndet in der allgemeinen Furcht vor dem erwarteten Weltuntergang. Dem Weltenrichter in den Arm fallen konnte nur noch die Mutter, so dass sich die Sucht nach dem Habhaft-Werden von Marien-Reliquien immer mehr vergr\u00f6\u00dferte, aber auch vergr\u00f6berte \u2013 ein Zusammenhang, aus dem auch die Reformation erwuchs. Andererseits ist zu sagen, dass die Kunst der Renaissance zahlreiche individuelle, ja fast private Portr\u00e4ts Marias schuf, aus denen Frische und Eindringlichkeit, allerdings auch starke Zeitspiegelungen sprechen. Diese Art der Anverwandlung und Ann\u00e4herung l\u00e4sst sich bis ins 19. Jahrhundert und in die nazarenische Kunst verfolgen, welche die intime H\u00e4uslichkeit der heiligen Familie oder auch Mutterfreude und Mutterschmerz auszumalen suchen, jeweils stark mit den Mitteln und dem Verst\u00e4ndnis der Zeit, von dem bereits einsetzenden Historismus mit Kolorit unterlegt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Empfindlichkeit auf diesem Gebiet ist bekanntlich gro\u00df, da hier auch eine Geschichte des unerleuchteten \u00dcberschwangs, ja der missleitenden Fr\u00f6mmigkeit vorliegt, die dann das Gottesbild selbst ber\u00fchren kann. Daher war es im 20. Jahrhundert entscheidend, Kl\u00e4rung zu gewinnen \u00fcber die Kriterien einer Marienverehrung, die mit dem biblischen Ansatz und der besten Tradition der Kirche \u00fcbereinstimmt. Denn die Vorstellung, im Zweifelsfall k\u00f6nne die Verehrung der Mutter Jesu unterbleiben, weist schon Erasmus in der Fr\u00fchzeit der Reformation sachlich zur\u00fcck: \u201eDu wirst mich nur zusammen mit dem Sohn hinauswerfen k\u00f6nnen, den ich auf meinen Armen trage. Von diesem lasse ich mich nicht trennen. Entweder wirst Du diesen zusammen mit mir austreiben oder uns beide drinnen lassen, es sei denn, Du ziehst eine Kirche ohne Christus vor\u201c (<span class=\"Minion-Italic\">Colloquia familiaria<\/span> 1524). Wo liegt also der biblische Grund f\u00fcr die rechtm\u00e4\u00dfige Verehrung?<\/p>\n<p class=\"fliess\">Mit dieser Frage ist eine dritte Linie der Deutung und Ann\u00e4herung im 20. Jahrhundert zu verzeichnen; daran sind Guardini und auch sein Freund, der Mariologe Josef Weiger, ma\u00dfgeblich beteiligt. Entdeckt wird die im Neuen Testament weder nur exemplarisch noch nur historisch, sondern \u201ebiblisch\u201c dargestellte Frau. Biblisch meint den besonderen Blick der Evangelisten auf die Mutter Jesu, der sie als Erbin und Einl\u00f6sung der Sehnsucht Israels begreift, zugeordnet ihrem Sohn und dem Willen Gottes. In diesen besonderen Blick sind auch die beiden anderen Momente, das Exemplarische und das Individuell-Historische, eingegangen, aber nicht als erstrangige Absichten. Solche Mariendeutung richtet sich auf die ebenso karge wie inhaltsschwere Grundlage der Bibel. Programmatisch daf\u00fcr ist der Titel von Guardinis Marienbuch <span class=\"Minion-Italic\">Die Mutter des Herrn<\/span>.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diese drei Grundlinien schlie\u00dfen sich keineswegs aus; sie durchdringen einander vielfach, sind aber in ihrer unterschiedlichen Ausformung gegenw\u00e4rtig zu halten. In der dritten Fassung wird die Verehrung Marias auf das unaussch\u00f6pfbare Handeln Gottes selbst bezogen, wobei Marias Leben ein ungeheures Sich-\u00d6ffnen-Lernen zu Gott war. Daran wird deutlich, dass die Mitte der Marienverehrung nicht nur Maria selbst ist. Vielmehr umschlie\u00dft sie als \u201eunzerst\u00f6rbare Mauer\u201c (so eine Anrufung der \u00e4thiopischen Litanei) eine geheimnisvolle Mitte, Jesus selbst, und in ihm liegen ihre unersch\u00f6pfliche Anziehung durch Zeiten und Generationen hindurch. In diese biblische Sicht wird Guardini sich vortasten. 1955, einige vorangehende Versuche zusammenfassend, schreibt er: \u201eWoran mir hier vor allem liegt, ist, dass die Aussagen \u00fcber Maria aus einem viel engeren Verh\u00e4ltnis zur Heiligen Schrift hervorgehen m\u00fc\u00dften, als sie es oft tun. In dieser ist aber viel mehr zu finden, als man wohl denkt. (\u2026) Die Ergebnisse werden gr\u00f6\u00dfer sein, als alle Wunder der Legende und alle Superlative frommer Rhetorik.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Diesem Versuch entspringen drei Arten von Schriften: das genannte Marienbuch <span class=\"Minion-Italic\">Die Mutter des Herrn<\/span> 1955, zwei Rosenkranzb\u00fccher 1940 und 1944 und marianische \u00dcbersetzungen, abgesehen von Predigten und Bemerkungen zu Marienfesten. Vor dem Schreiben steht allerdings f\u00fcr ihn die Erfahrung aus dem Gebet: des Rosenkranzes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Mariologie<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Ein Thema der Kriegsjahre, in der Folge des Meisterwerks <span class=\"Minion-Italic\">Der Herr<\/span> (1937), kreist um die <span class=\"Minion-Italic\">Mariologie, <\/span>beginnend schon in Berlin und fortgesetzt im \u201eExil\u201c in Mooshausen. Das B\u00fcchlein <span class=\"Minion-Italic\">Der Rosenkranz Unserer Lieben Frau<\/span> (1940) schlie\u00dft das Nachdenken vieler Jahre nicht ab, sondern markiert eine verhaltene, aber unentwegte Besch\u00e4ftigung mit der Mutter des Herrn. Als Josef Weiger im Auftrag des Rottenburger Bischofs 1943 ein inniges Weihegebet an Maria f\u00fcr die Di\u00f6zese erstellte, das bis heute im Gebrauch ist, schrieb Guardini f\u00fcr Weiger eine Antwort auf einen protestantischen Angriff. In der ungewohnt kr\u00e4ftigen Sprache sieht man bei Guardini einen Nerv getroffen, der zu verborgenen, aber starken Grund\u00fcberzeugungen f\u00fchrt. \u201eDer Schreibende nennt das Mariengebet \u201av\u00f6llig unbiblisch und widerchristlich\u2018, \u201aBlasphemie und Heidentum\u2018. Er macht nicht den leisesten Versuch, es zu verstehen. Es l\u00e4ge z. B. nahe, zu bedenken, dass in den romanischen Sprachen der <span class=\"Minion-Italic\">superlativus elativus<\/span> sehr gebr\u00e4uchlich ist, und daher ein Ausdruck wie \u201awir vertrauen einzig und allein auf die unendliche G\u00fcte Deines m\u00fctterlichen Herzens\u2018 und \u00e4hnliche von vornherein nichts zu bedeuten <span class=\"Minion-Italic\">brauchen, <\/span>was Gottes Ehre antastet, vielmehr nur einen hochgesteigerten Ausdruck begeisterten Vertrauens \u2013 ja, dass sie nichts derartiges bedeuten <span class=\"Minion-Italic\">k\u00f6nnen, <\/span>sobald man sich gegenw\u00e4rtig h\u00e4lt, was Liturgie, Dogma und religi\u00f6se Praxis bezeugen, dass n\u00e4mlich Gott allein Gott, Christus allein der Erl\u00f6ser und Maria bei aller Einzigartigkeit ihrer Existenz nur Gesch\u00f6pf, Erl\u00f6ste und aus Gottes Gnade Lebende ist. Ebenso k\u00f6nnte man daran denken, dass es auch eine Sprache des Herzens gibt, welche die Worte nicht \u00e4ngstlich w\u00e4gt, und gar nicht auf den Gedanken kommt, man k\u00f6nne sie mit au\u00dfer jedem Zweifel stehenden Wahrheiten in Widerspruch setzen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Aus dem Jahre 1943 gibt es zwei Fassungen eines Marienlebens, das erst sp\u00e4ter unter dem Titel <span class=\"Minion-Italic\">Die Mutter des Herrn<\/span> (1955) herausgebracht wurde. In dem Entwurf st\u00f6\u00dft Guardini zu der bis heute wesentlichen Frage vor, welche unbewussten mythischen Wurzeln in die Gestalt der Mutter und K\u00f6nigin eingegangen seien. Das fruchtbare Verh\u00e4ltnis von Wahrheit und Mythos im Raum der Offenbarung ist eine damals kaum gesehene M\u00f6glichkeit, im Gegenteil, die programmatische Entmythologisierung der Theologie zehrt zu dieser Zeit noch ganz vom Elan des Neuentdeckten.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Am 28. September1944 hielt Guardini im damaligen \u201eExil\u201c in Mooshausen drei Vortr\u00e4ge in einem Triduum \u00fcber die drei Arten des Rosenkranzes. Im selben Jahr 1944 erscheint im Elsass \u2013 weil Guardini in Deutschland nicht mehr gedruckt wurde \u2013 ein Versuch \u00dcber das Rosenkranzgebet. Darin sieht Guardini im Verh\u00e4ltnis vieler Christen zu Maria eine psychologische Schwierigkeit am Werk, die in ihren Gr\u00fcnden ber\u00fccksichtigt werden muss. So sehr Guardini \u00fcberzeugt ist, \u201edass das wiederholende Gebet (der Rosenkranz) gerade f\u00fcr das \u00fcberanstrengte und so vielfach gesch\u00e4digte Seelenleben unserer Zeit \u00fcberaus wichtig ist\u201c, so sehr h\u00e4lt er eine theologische Hinf\u00fchrung zu Maria f\u00fcr notwendig. Im Hintergrund steht der Gedanke: \u201eAbgesehen von innerchristlichen Gesichtspunkten hat sich die Haltung des neuzeitlichen Menschen seit zwei Jahrhunderten derart maskulinisiert, dass schon deshalb eine tiefere Beziehung zu diesem heiligen Urbild aller m\u00fctterlichen und jungfr\u00e4ulichen Kr\u00e4fte gewonnen werden muss.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein Einschub: Eine weitere Bemerkung zur Maskulinisierung steht im Tagebuch vom 28. September 1954, das ohne alle Psychologisierung gemeint ist (der Guardini zur\u00fcckhaltend gegen\u00fcberstand). Die Stelle betrifft das Dogma von der leiblichen Aufnahme Marias in den Himmel (1950), das von ihm verstanden wird als der \u201eelementare Appell an die Macht der heiligen Weiblichkeit. Die Welt geht am Maskulinen zugrunde, buchst\u00e4blich. Hier antwortet die Kirche der tiefsten Not des Menschen heute\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Allerdings: Die marianische Bewegung darf sich nicht radikalisieren, was hei\u00dft: ihr Prinzip absolut setzen; f\u00fcr Guardini steht die Kirche in ihrem Gebetsleben in einer sch\u00f6nen Freiheit und Mannigfaltigkeit, die nie ein Widerspruch zur Einheit sein kann. \u201eEs gibt vielmehr die direkte und die indirekte Realisation ihrer [Marias] Stellung im christlichen Dasein. Die direkte zeigt sich in Gebetsformen, wie dem marianischen Rosenkranz; die indirekte liegt in der Haltung und Atmosph\u00e4re auch des unmittelbar an Christus gerichteten Gebetes.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Damit ist das Thema angeklungen, wie sich Mariologie und Christologie, vor allem im Beten des Rosenkranzes, zueinander verhalten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Verbindung von Mariologie und Christologie<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">\u201eDas Wesen des Rosenkranzes besteht darin, da\u00df Gestalt und Schicksal des Herrn im Lebensbereich seiner Mutter erscheinen. Der Betende betrachtet f\u00fcnfzehn Ereignisse des Herrenlebens; aber nicht in ihnen selbst, sondern aus dem Herzen derer heraus, die ihm von allen Menschen am n\u00e4chsten stand. Und nicht blo\u00df einfach nachdenkend, sondern eingebettet in die immer wiederkehrenden Worte des \u201aAve-Maria\u2018. Dieses Ineinander zu vollziehen ist die eigentliche Form des Rosenkranzgebetes, und man mu\u00df es lernen.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eDieses Gebet bedeutet das Verweilen in der Lebenssph\u00e4re Mariens, deren Inhalt Christus war. So ist der Rosenkranz im Tiefsten ein Christusgebet. Der erste Teil des Ave-Maria schlie\u00dft mit seinem Namen: \u201aund gebenedeit ist die Frucht Deines Leibes, Jesu\u2018. An diesen Namen wird das sogenannte \u201eGeheimnis\u201c angef\u00fcgt (\u2026) Der erste ist der freudenreiche Rosenkranz; seine Geheimnisse besch\u00e4ftigen sich mit der lieblich-ernsten, ahnungserf\u00fcllten Zeit von Jesu Jugend. Der zweite, schmerzenreiche, umfa\u00dft sein Leiden von der Stunde am \u00d6lberg bis zu seinem Tod am Kreuz. Der dritte, glorreiche, handelt von der Herrlichkeit seiner Auferstehung und Himmelfahrt, der Herabkunft des Geistes und der Vollendung Mariens selbst. In diesem Gebet wird also die Gestalt und das Leben Jesu betrachtet; aber nicht, wie etwa im Kreuzweg, unmittelbar und f\u00fcr sich, sondern in Maria: als Inhalt ihres Lebens, von ihr gesehen, empfunden, \u201aim Herzen bewahrt\u2018 (Lk 2,51). Was den Rosenkranz erf\u00fcllt ist ein best\u00e4ndiger Vollzug heiliger Sympathie (\u2026)\u201c, zwischen dem Herrn n\u00e4mlich und seiner Mutter.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Doch kann sich eine eigenartige Hemmung im Gebet ergeben. Es geh\u00f6rt zum ph\u00e4nomenologischen Blick Guardinis, diese Hemmung deutlich zu machen \u2013 vermutlich war sie ihm eine Zeit lang auch selbst gegenw\u00e4rtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Eine auftauchende Schwierigkeit<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Bereits erw\u00e4hnt wurde die wichtige und wie es scheint, bisher \u00fcbersehene \u00dcberlegung von 1944: \u00dcber das Rosenkranzgebet. Darin erinnert Guardini, dass sich im Ave-Maria zwei Sprachformen kreuzen: im ersten Teil mit der Anrufung des jeweiligen Geheimnisses in der Mitte eine Betrachtung\/Meditation mit einem \u201egewissen Einstrom des Sinnes oder der Stimmung\u201c (17). Sie wird eingefasst von der Wiederholung der anf\u00e4nglichen Preisung \u201eAve\u201c und der abschlie\u00dfenden Bitte. Diese wiederkehrenden Worte werden daher nicht genommen in ihrem \u201eCharakter der Aussage, den sie sonst haben. Der erste Wortsinn wird schwebend und durchl\u00e4ssig f\u00fcr den neuen Inhalt. Das Gebet wandelt sich gleichsam in ein Wort zweiten Grades, dessen Inhalt das \u201aGeheimnis\u2018 bildet.\u201c (16) Wer also das Ave-Maria von seinem Sinn her \u201ew\u00f6rtlich\u201c betet und mitdenkt, gelangt in die Schwierigkeit, die immer mit der Wiederholung verbunden ist: dass der Inhalt nicht jedes Mal mit derselben Intensit\u00e4t aufgenommen werden kann. Vielmehr geht es besser, \u201ewo der Betende den Text als blo\u00dfen Wortraum nimmt, der den Meditationsakt enth\u00e4lt, ihn auch beeinflu\u00dft, im \u00fcbrigen aber sich nicht ausdr\u00fccklich zur Geltung bringt \u2013 bzw. als Kanal, welcher die affektive Str\u00f6mung aufnimmt, sie auch leitet und regelt, selbst aber nicht in ihren Inhalt eingeht.\u201c (17) Daher die \u00dcbung, ihn in Gemeinschaft zu beten und ihn der \u201eInitiative des Einzelnen\u201c (18) zu entziehen, in \u201eMeditation und wiederholendem Wort\u201c (vgl. 21).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Guardini erw\u00e4hnt die dabei auftauchende Schwierigkeit, dass bei vielen Geheimnissen die Gestalt Christi unmittelbar in der Mitte steht und vom \u201eWortraum\u201c des Ave getragen wird, also von der marianischen zur christologischen Meditation \u00fcbergeht. Nicht so beim Freudenreichen, aber sicherlich beim Schmerzhaften Rosenkranz. F\u00fcr den, der dies f\u00fchlt, kann gelten: \u201eDieser Spannung kann der Betende nicht ausweichen und mu\u00df, um die Einheit herzustellen, eine sehr schwierige gedankliche und gef\u00fchlsm\u00e4\u00dfige Arbeit tun. Die kann so anstrengend werden, dass er das Rosenkranzgebet ganz aufgibt.\u201c (20)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Neu: Ein Christus-Rosenkranz<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Daher eine gro\u00dfe Anregung, ein \u201eVorschlag\u201c (21\u201329). Denn man sollte wegen der genannten Schwierigkeit nicht aufgeben, \u201el\u00e4ngere Zeit in seiner N\u00e4he zu weilen, bei ihm Ruhe, Kraft und Freiheit zu finden \u2013 eine Form des religi\u00f6sen Verhaltens, die immer wichtig, in bestimmten Situationen aber geradezu rettend ist\u201c. (21) So kann anstelle des Ave eine unmittelbare Anrufung Christi treten, als Wiederholung, worin dann das Geheimnis eingebettet wird, \u201eund es wird viel leichter, das Wort aus dem ersten in den zweiten Grad \u00fcberzuf\u00fchren. Der entstehende Wortraum ist dem Betrachtungsvorgang, der Bewegungskanal der affektiven Str\u00f6mung gleichartig; dadurch wird das ganze Gef\u00fcge einfacher. (\u2026) Letzteres gilt auch f\u00fcr Beter, welche die Umwandlung des aussagenden in das raumhafte Wort nur schwer zustande bringen, daher die einzelnen S\u00e4tze vollziehen und deren Sinn mit dem Betrachtungsinhalt verbinden m\u00fcssen.\u201c (22)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Bei dieser ver\u00e4nderten Form bleiben die sonstigen Gebete der Einleitung, auch die Perlen und die Zahl der Wiederholungen (23), \u201eda eine Gebetsform von solchem Alter und solcher Verbreitung eine Erfahrungsf\u00fclle birgt, mit welcher sich kein individueller Versuch vergleichen kann\u201c. (23)<\/p>\n<p class=\"fliess\">So empfiehlt Guardini folgenden Text: \u201eGepriesen sei der Herr, der Sohn des Lebendigen Gottes, der\u2026\u201c Dann: \u201eJesus Christus, Heiland der Welt, unser Meister und Bruder, sei uns gn\u00e4dig.\u201c (25) Der erste Teil dient also der Betrachtung, der zweite der \u201ebittenden Hinwendung\u201c (25) und steht daher in der Anredeform.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Schon in diesem B\u00fcchlein notiert Guardini einige Geheimnisse in neuer Weise, was auch bedeutet, dass ihm diese christusbezogene Form wohl nahelag. Aber in der Folge entfaltet er, auch noch in Mooshausen, durchg\u00e4ngige Anrufungen von Geheimnissen, die sowohl im Rosenkranz als auch in der von ihm unbenannten Christusanrufung einzusetzen sind. Diese weitere Ausarbeitung mit dem Titel <span class=\"Minion-Italic\">Das Jahr des Herrn. Ein Betrachtungsbuch<\/span> (1946) blieb im gro\u00dfen Werk eher unbekannt; sie ist aber kostbar, denn sie flicht das ganze Kirchenjahr in die Nennung der Geheimnisse ein. In der Regel setzt Guardini das Sonntags- oder Festtagsevangelium in die Anrufung um, so dass der Beter einige Tage oder eine Woche lang das zutreffende Evangelium immer wieder durchbetend vor Augen hat. Ein Beispiel, nat\u00fcrlich nach der alten Leseordnung vor dem Konzil, vom 15. Sonntag nach Pfingsten (132):<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der zur Mutter des J\u00fcnglings sprach: weine nicht<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der dem J\u00fcngling gebot, und er stand auf<\/p>\n<p class=\"fliess\">Der den Sohn seiner Mutter wiedergab<\/p>\n<p class=\"fliess\">Vor dessen Macht alle von Furcht ergriffen wurden<\/p>\n<p class=\"fliess\">Er, der der Herr des Erbarmens ist<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">In dieser Weise wird die Liturgie des Kirchenjahres mit dem Rosenkranz verbunden und sorgt f\u00fcr eine stetige Anregung der Betrachtung. So erweist Guardini auch hier seine Meisterschaft der Einf\u00fchrung in einfaches betendes Tun, wie er es schon mit seinem <span class=\"Minion-Italic\">Kreuzweg<\/span> 1919 tat.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zuerst wird das Kirchenjahr in den Evangelien einbezogen, etwa die Bergpredigt:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder gelehrt hat in Vollmacht\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder die Armen im Geiste selig genannt hat\u201c (ebenso die \u00fcbrigen Preisungen)<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns gelehrt hat, vollkommen zu sein, wie der Vater im Himmel vollkommen ist\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns die Vorsehung des Vaters verk\u00fcndet hat\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eauf dessen Worte wir unser Haus bauen sollen\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Darauf folgen \u201eFeste mit gleichbleibenden Daten\u201c (etwa Fest des hl. Josef). Das Buch endet in einem \u201eZweiten Abschnitt\u201c mit Betrachtungen zu \u201eGlaubenswahrheiten und Lebenslagen\u201c. \u201eAuch das t\u00e4gliche Leben selbst kann ihm bestimmte Gedanken nahelegen und so die unmittelbarste Wirklichkeit in das Gebet hineintragen. So k\u00f6nnten etwa zur Zeit der Bedr\u00e4ngnis die Betrachtungss\u00e4tze folgenderma\u00dfen lauten\u201c:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns stark macht in aller Gefahr\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder unser Herz festigt in der Geduld\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder unsere Leiden aufnimmt in sein Kreuz\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns Anteil verhei\u00dfen hat an seiner Herrlichkeit\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Oder in einer Zeit wichtiger Entscheidungen:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder unserem Herzen Bereitschaft gibt\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns lehrt, den Willen des Vaters zu erkennen\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns hilft, zuerst nach Gottes Reich zu trachten\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eder uns Vertrauen schenkt in Gottes Gro\u00dfmut\u201c.<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Das Neue Testament kommt zuletzt apokalyptisch zu Wort: in der Aufgliederung der sieben Sendschreiben des hl. Johannes, unter dem Titel <span class=\"Minion-Italic\">Der Herr von Zeit und Ewigkeit<\/span>.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Wichtig ist Guardini die Versicherung: \u201eAus dem Gesagten ist wohl deutlich geworden, da\u00df die vorgeschlagene Gebetsform den marianischen Rosenkranz in keiner Weise verdr\u00e4ngen, ja ihm nicht einmal als gleichwertig an die Seite treten soll. Nie wird sie das gleiche bedeuten k\u00f6nnen wie dieser, da sie einen anderen Inhalt, einen anderen Aufbau und damit einen anderen Sinn hat \u2013 ganz abgesehen davon, da\u00df der marianische Rosenkranz aus einer Tradition kommt, mit deren Ehrw\u00fcrdigkeit und Erfahrungsf\u00fclle ein privater Versuch sich nie messen wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Es scheint, dass die Anregung eines \u201eChristus-Rosenkranzes\u201c nicht aufgegriffen wurde, obwohl <span class=\"Minion-Italic\">Das Jahr des Herrn<\/span> in der unmittelbaren Nachkriegszeit mehrfach aufgelegt wurde. W\u00e4re heute die Zeit gekommen, diese Art des Rosenkranzes durch das Jahr hindurch, im Gegenw\u00e4rtighalten des Sonntagsevangeliums, weiter zu erproben? Auch das w\u00e4re eine Frucht dieser Tagung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">\u201eVollzug heiliger Sympathie\u201c<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Der \u00dcbergang von Maria zu Christus geschieht nicht nur theologisch, er geschieht mit \u201eSympathie\u201c, in dem flutenden Verstehen zwischen den beiden. Und von dort sollte die Sympathie auf den Beter \u00fcbergehen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das kann im Bereich der pers\u00f6nlichen Fr\u00f6mmigkeit geschehen, das ist sogar das Ziel des Betens. Aber diese Fr\u00f6mmigkeit hat wiederum ihre guten und misslungenen Formen, etwa wenn sie zu sehr in die Phantasie des Beters entgleitet. Guardini selbst hat einige Ges\u00e4tze in dieser innerlichen, aber biblischen Geformtheit ausgelegt. Darin ist die \u201eGlut des Schauens\u201c zu erkennen, die ihn zu dem gro\u00dfen Prediger und P\u00e4dagogen machte \u2013 eine Glut, die nicht ausbricht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So schreibt er zur \u201eAufopferung des Kindes im Tempel\u201c:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eIn die Lieblichkeit des ersten Kreises [des Rosenkranzes] klingt der bittere Ton des Leidens. Sie hat ihr Kind von Gott empfangen und ihm ihr ganzes Sein zur Verf\u00fcgung gestellt. Es ist ihr Ein und Alles \u2013 aber es geh\u00f6rt ihr nicht zu eigen. Die erste feierliche Handlung ihrer Mutterschaft ist ein Opfer. \u2013 Was uns, wenn wir glauben und gehorchen, von Gott gegeben wird, geh\u00f6rt nicht zu unserer Natur. Das neue Leben ist nicht unser, wie eine Veranlagung oder ein Charakterzug oder ein Erlebnis, sondern Gabe und bleibt es. Es steht unter dem Willen und der F\u00fchrung Gottes, und wir m\u00fcssen immer bereit sein, von uns selbst weggerufen zu werden und in eine Pflicht, eine Entsagung, ein Schicksal hin\u00fcberzugehen, die ihren Sinn nur im Willen Gottes haben.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zur Himmelfahrt des Herrn, bei der Maria nicht anwesend war:<\/p>\n<p class=\"fliess\"><span class=\"Minion-Italic\">\u201e<\/span>Wir wissen nicht, ob der Herr es ihr gesagt hat, wann er \u201ezum Vater gehe\u201c. Aber zwischen Ihm und seiner Mutter muss eine Innigkeit der Gemeinschaft gewesen sein, die vielleicht keines ausdr\u00fccklichen Wortes mehr bedurfte, so dass sie f\u00fchlte, wie es mit ihm stand &#8230; Dann war sie allein. Wenn\u00a0aber Paulus sagt: \u201eSo ihr mit Christus auferstanden seid, dann suchet, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten des Vaters; bei dem, was droben ist, sei euer Sinn, nicht bei dem, was auf Erden\u201c (Kol 3,1\u20132) \u2013 dann gilt das vor allem von ihr. Ihr Sohn war \u201edroben\u201c, und ihr Herz war bei ihm, und ihr ganzes Wesen dr\u00e4ngte zu ihm hinauf.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Als der Herr sich von der Erde weghob, begann das Warten, \u201ebis dass er wiederk\u00e4me\u201c (1 Kor 11,26). Was von da ab auf Erden geschieht, ist ein einziges Harren, und Glauben hei\u00dft, in diesem Harren stehen. F\u00fcr den, der nicht glaubt, vollziehen sich die Ereignisse wie etwas, das seinen Sinn in sich selber hat. Das T\u00e4gliche und das Au\u00dferordentliche, das Gro\u00dfe und das Niedrige, das Furchtbare und das Sch\u00f6ne \u2013 alles das, woraus die Geschichte zusammengewoben ist, geschieht, als ob es das Ganze w\u00e4re, und sonst w\u00e4re nichts. In Wahrheit war das Weggehen des Herrn wie der Anschlag eines gewaltigen Akkordes, der nun in der Luft steht und harrt, dass er in seiner L\u00f6sung zur Ruhe komme. Erst in der Wiederkehr Christi erf\u00fcllen sich alle Dinge.\u201c (<span class=\"Minion-Italic CharOverride-101\">65f)<\/span><\/p>\n<p class=\"fliess\">Zur Aufnahme Marias in den Himmel:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eDie Kraft seiner Auferstehung hat sich an ihr erf\u00fcllt, und er hat sie in die Ewigkeit\u00a0aufgenommen. Ein Geheimnis unendlicher Freude. Wenn die Kirche davon spricht, wenn die geistlichen Dichter davon singen, wenn die Maler es schildern, ist es, als ob etwas durchbrechen d\u00fcrfe, das sonst im irdischen Dasein noch eingeschlossen bleibt. Nicht umsonst wird das Fest der Himmelfahrt\u00a0Mariens in der letzten Reife des Sommers gefeiert. Dieses Geheimnis ist uns gegeben, damit wir ahnen, was die Freude des Christen, das\u00a0Aufgenommenwerden in den Triumph Gottes, das unendliche Emporstr\u00f6men der Sch\u00f6pfung bedeuten mag. Und es ist uns gegeben, damit ein g\u00f6ttliches Licht auf unseren eigenen Tod falle.\u201c (69f)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Zum Fest \u201eMaria K\u00f6nigin\u201c am 22. August:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201eDie innerste Haltung des Christen soll Demut sein. Er wei\u00df, dass er nichts aus sich hat, alles von Gott; nichts durch sich selbst kann, alles nur durch die Gnade. Die Demut ist das Eingest\u00e4ndnis dieser Wahrheit ja, sie ist die Freude an ihr; das Gl\u00fcck, welches aus ihr kommt; im Letzten nichts als Liebe. In dieser gleichen Demut aber liegt auch ein stilles Bewusstsein verborgener Hoheit. Nicht eigener, sondern geschenkter \u2013 aber derart geschenkt, dass sie tiefer zugeh\u00f6rig ist als alles, was aus dem Anspruch des eigenen Wesens kommt.\u201c (70f)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Und zuletzt der Hinweis auf eine Haltung, die im Beten des Rosenkranzes aufscheint und sich festigt, in der \u201eInnerlichkeit\u201c oder \u201eInnigkeit\u201c. Es ist ein Wort, das Guardini liebt. In <span class=\"Minion-Italic\">Welt und Person<\/span> (1939) entfaltet er den \u201eDaseinspol Innen\u201c, die Tiefe des Menschen, im Unterschied zum \u201eDaseins-<br \/>\npol Oben\u201c. Die biblischen Aussagen sprechen jedoch noch von einer weiteren resonanten Tiefe des Innen. Sie ist nicht einfachhin da, sondern wird jeweils erst geschaffen mit dem Eintreten Gottes selbst oder verschlie\u00dft sich im Widerspruch zu ihm. \u201e(&#8230;) der zur Verwirklichung seines Reiches kommende Gott wirkt selbst die innere Tiefe und Weite, in der er wohnen will. Sie h\u00e4ngt an Gott und kann nur von ihm empfangen werden. Wenn aber Gott sie gibt, dann wird sie im leibseelischen Sein verwirklicht, und das bedeutet zugleich auch ein R\u00e4umigwerden des konkreten Menschen, ein Erstarken und Innigwerden der Akte und Zust\u00e4nde, ein Aufsteigen innerer Welt, worin der Mensch \u00fcberhaupt erst zu dem wird, was der Sch\u00f6pfer gewollt hat.\u201c (37) Die Folgen sind nicht allein lebenspraktisch, sondern auch erkenntnism\u00e4\u00dfig von gro\u00dfer Wirkung: \u201eIm Ma\u00dfe der Mensch die christliche Innerlichkeit verwirklicht, bekommt er sich selbst in den Blick und wird zur christlichen Selbsterkenntnis f\u00e4hig. Diese (&#8230;) hat eine Hellsicht, einen Tiefgang, eine Unerbittlichkeit und sch\u00f6pferische Erneuerungskraft wie keine sonst. Sie vermag das sonst Unm\u00f6gliche, n\u00e4mlich um das eigene Sein als Ganzes herumzufassen, das eigene Selbst objektiv zu erblicken und zu beurteilen. Das geht nur, weil hier nicht mehr nur das menschliche Selbst \u00fcber sich selber urteilt, die psychologische Tatsache der Teilung in betrachtendes und betrachtetes Ich vollzogen und vertieft wird; sondern weil der Glaubende am Blick Gottes auf ihn, den Menschen, Anteil bekommt. Die christliche Selbsterkenntnis des Menschen ist der gnadengeschenkte Mitvollzug des Blickes Gottes auf ihn. So bleibt ihr \u2013 grunds\u00e4tzlich, und im Ma\u00dfe sie Ernst macht \u2013 nichts entzogen; kein Rest vorbehaltensten, verborgensten Selbstes.\u201c (40)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Solche Erfahrung versetzt die christliche Innerlichkeit in Dynamik. Sie \u201eist der Ort, wo Christus in uns ist. Und zwar nicht statisch, unt\u00e4tig, sondern wirkend. Ja sogar in der Form des Kommens; denn von dort steigt er herauf, in der Verwirklichung des christlichen Daseins. Das Geformtwerden des Glaubenden durch Christus; der immer neue Selbstausdruck Christi in jedem Glaubenden ist ein reales Kommen: von jener Tiefe her in die Offenheit des Ausdrucks.\u201c (47)<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dieser Gedanke, mehr noch: diese Erfahrung f\u00fchrt unmittelbar zu Maria. Maria ist Innerlichkeit. \u201eGesegnet Du unter den Frauen, und gesegnet die Frucht Deines Leibes!\u201c (Lk 1,42) \u2026 Das ganze Geheimnis ist von der uns\u00e4glichen Innerlichkeit erf\u00fcllt, in welcher Maria das gottmenschliche Leben tr\u00e4gt, ihm das Ihrige gibt und das Seinige empf\u00e4ngt.\u201c In dieser Innerlichkeit \u00f6ffnet sich das Christsein und das Christwerden: \u201eIn jedem christlichen Dasein gibt es den heiligen Bereich des Werdens, worin Christus lebt, uns tiefer inne, als wir uns selbst sein k\u00f6nnen. Da wirkt und w\u00e4chst er; ergreift unser Sein, zieht unsere Kr\u00e4fte an sich, dringt in unser Denken und Wollen, durchwaltet unsere Regungen und Empfindungen, damit sich das Wort des Apostels erf\u00fclle: \u201eIch lebe, doch nicht ich, sondern Christus lebt in mir.\u201c (Gal 2,20) Der Rosenkranz \u00fcbt dieses \u201eheilige Werden\u201c ein. <img decoding=\"async\" class=\"_idGenObjectAttribute-2\" src=\"file:\/\/\/C:\/Users\/bbockholt\/Katholische%20Akademie%20in%20Bayern\/Programm%20&amp;%20Dokumentation-Dokumentation%20-%20Dokumente\/1.%20zur%20debatte\/debatten%202025\/debatte%204-2025\/0%20fertige%20debatte\/debatte_4-2025-web-resources\/image\/13.png\" alt=\"\" \/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEine von stillem Leben durchatmete Welt\u201c: der Rosenkranz in Lebensstadien Guardinis &nbsp; Guardinis Beginn in Theologie hatte ihn im Wintersemester 1906\/07 nach Freiburg getrieben \u2013 um endlich die peinvollen universit\u00e4ren Umwege zu beenden, die er 1903 in T\u00fcbingen mit Chemie begonnen und bis 1906 in M\u00fcnchen und Berlin mit National\u00f6konomie weitergef\u00fchrt hatte. Der kurze Aufenthalt&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":83341,"menu_order":267,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-114407","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","focus-area-romano-guardini"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"\u201eEine von stillem Leben durchatmete Welt\u201c: der Rosenkranz in Lebensstadien Guardinis &nbsp; Guardinis Beginn in Theologie hatte ihn im Wintersemester 1906\/07 nach Freiburg getrieben \u2013 um endlich die peinvollen universit\u00e4ren Umwege zu beenden, die er 1903 in T\u00fcbingen mit Chemie begonnen und bis 1906 in M\u00fcnchen und Berlin mit National\u00f6konomie weitergef\u00fchrt hatte. Der kurze Aufenthalt&hellip;\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"article:publisher\" content=\"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-12-01T10:43:08+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-02-17.jpg\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1943\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"1093\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/jpeg\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Estimated reading time\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"30 minutes\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/\",\"name\":\"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-02-17.jpg\",\"datePublished\":\"2025-12-01T10:43:02+00:00\",\"dateModified\":\"2025-12-01T10:43:08+00:00\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"en-GB\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-02-17.jpg\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/2025-02-17.jpg\",\"width\":1943,\"height\":1093},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/mediathek-eintrag\\\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Startseite\",\"item\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"description\":\"Kirche braucht Debatte: \u201ekatholisch\u201c mit Blick auf das Ganze \u2013 und \u201eakademisch\u201c im Vertrauen auf die Kraft der Argumente\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"en-GB\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#organization\",\"name\":\"Katholische Akademie in Bayern\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"en-GB\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/wp-content\\\/uploads\\\/Menue-Logo-Home@2x.png\",\"width\":496,\"height\":216,\"caption\":\"Katholische Akademie in Bayern\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/kath-akademie-bayern.de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"},\"sameAs\":[\"https:\\\/\\\/www.facebook.com\\\/katholische.akademie.bayern\\\/\"]}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/","og_locale":"en_GB","og_type":"article","og_title":"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern","og_description":"\u201eEine von stillem Leben durchatmete Welt\u201c: der Rosenkranz in Lebensstadien Guardinis &nbsp; Guardinis Beginn in Theologie hatte ihn im Wintersemester 1906\/07 nach Freiburg getrieben \u2013 um endlich die peinvollen universit\u00e4ren Umwege zu beenden, die er 1903 in T\u00fcbingen mit Chemie begonnen und bis 1906 in M\u00fcnchen und Berlin mit National\u00f6konomie weitergef\u00fchrt hatte. Der kurze Aufenthalt&hellip;","og_url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/","og_site_name":"Katholische Akademie in Bayern","article_publisher":"https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/","article_modified_time":"2025-12-01T10:43:08+00:00","og_image":[{"width":1943,"height":1093,"url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-02-17.jpg","type":"image\/jpeg"}],"twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Estimated reading time":"30 minutes"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/","name":"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz - Katholische Akademie in Bayern","isPartOf":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-02-17.jpg","datePublished":"2025-12-01T10:43:02+00:00","dateModified":"2025-12-01T10:43:08+00:00","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/#breadcrumb"},"inLanguage":"en-GB","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/#primaryimage","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-02-17.jpg","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/2025-02-17.jpg","width":1943,"height":1093},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/mediathek-eintrag\/das-jahr-des-herrn-im-rosenkranz-zur-beziehung-von-christologie-und-mariologie-bei-romano-guardini\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Startseite","item":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Das Jahr des Herrn im Rosenkranz"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#website","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","name":"Catholic Academy in Bavaria","description":"Church needs debate: \"catholic\" looking at the whole - and \"academic\" trusting in the power of arguments","publisher":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization"},"potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?s={search_term_string}"},"query-input":{"@type":"PropertyValueSpecification","valueRequired":true,"valueName":"search_term_string"}}],"inLanguage":"en-GB"},{"@type":"Organization","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#organization","name":"Catholic Academy in Bavaria","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/","logo":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"en-GB","@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/","url":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","contentUrl":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/wp-content\/uploads\/Menue-Logo-Home@2x.png","width":496,"height":216,"caption":"Katholische Akademie in Bayern"},"image":{"@id":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/#\/schema\/logo\/image\/"},"sameAs":["https:\/\/www.facebook.com\/katholische.akademie.bayern\/"]}]}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114407","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library"}],"about":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/media-library"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114407\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":114420,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media-library\/114407\/revisions\/114420"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/83341"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=114407"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}