{"id":114461,"date":"2025-12-01T12:21:54","date_gmt":"2025-12-01T11:21:54","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=114461"},"modified":"2025-12-01T12:21:58","modified_gmt":"2025-12-01T11:21:58","slug":"queere-identitaeten-im-alten-testament-eine-exegetische-spurensuche-jenseits-binaerer-geschlechter","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/queere-identitaeten-im-alten-testament-eine-exegetische-spurensuche-jenseits-binaerer-geschlechter\/","title":{"rendered":"Queere Identit\u00e4ten im Alten Testament"},"content":{"rendered":"<p class=\"fliess-ERSTER\"><span class=\"Initiale\">W<\/span>arum ein alttestamentlicher Vortrag zu diesem hochaktuellen Thema? Das werden sich einige von Ihnen fragen. Jene, die immer noch der Meinung sind, dass es nur zwei Geschlechter und nur Heterosexualit\u00e4t gibt, und alle anderen sexuellen Dispositionen und Orientierungen f\u00fcr S\u00fcnde erachten, berufen sich vor allem auf das Alte Testament. Dass dies nicht gerechtfertigt ist, m\u00f6chte ich mit diesem Beitrag aufzeigen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Dieser Vortrag m\u00f6chte Ihnen Ihre Geschichte zur\u00fcckgeben<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Marginalisierte haben keine offizielle Geschichte, das hat nicht nur die Befreiungstheologie schon gesehen, sondern vor allem die Frauenforschung. Heute steht die mangelnde Sichtbarkeit der LGBTIQ* Gemeinschaft vor genau dieser Aufgabe, die eigene Geschichte zur\u00fcckzuerobern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Mein eigener Kontext<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Vorab m\u00f6chte ich ein paar Dinge zu mir selbst sagen, die insofern interessant sind, weil jede Darstellung erst im Kontext verst\u00e4ndlich wird. Ich war 1993 die erste Frau in \u00d6sterreich, die in katholischer Theologie habilitiert hat. Ich war damals Mitglied einer interdisziplin\u00e4ren Frauenforschungsgruppe aus dem akademischen Mittelbau, die auch politisch aktiv war und den allerersten universit\u00e4ren Arbeitskreis f\u00fcr Gleichbehandlungsfragen besetzt hat. Das hatte prim\u00e4r nichts mit Wissenschaft zu tun, sondern war politische Arbeit, die um die Chancengleichheit aller an den Universit\u00e4ten gek\u00e4mpft hat. Vor \u00fcber 30 Jahren haben wir in Graz einen Fakult\u00e4tsforschungsschwerpunkt Frauen- und Geschlechterforschung gegr\u00fcndet. Da waren wir wirklich Vorreiter einer Generation. 1997 habe ich den neu errichteten Lehrstuhl f\u00fcr Altes Testament und Theologische Frauenforschung in Bonn angenommen. Letzten Endes ist Gender- und Frauenforschung eine Lebensaufgabe geworden, obwohl ich zum Schluss einen ganz normalen Lehrstuhl f\u00fcr Alttestamentliche Bibelwissenschaft innehatte. Inzwischen bin ich als Alttestamentlerin pensioniert, aber noch immer in der Doktoratausbildung im interdisziplin\u00e4ren Graduiertenkolleg \u201eRe-<br \/>\nsonante Weltbeziehungen\u201c an der geisteswissenschaftlichen Fakult\u00e4t t\u00e4tig.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Geschichtsschreibung und -rekonstruktion haben einen massiven Bias<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dieser Vortrag ist in diesem biographischen Kontext zu sehen und ich hoffe, es gelingt mir zu zeigen, dass das, was LGBTIQ* Menschen heute erleben im Prinzip dem \u00e4hnelt, was Frauen in der Theologie vor 40 Jahren erlebt haben: Sie kamen schlicht und einfach nicht vor. Sie m\u00fcssen \u2013 wie auch die Frauen \u2013 nach ihrer Geschichte in den \u00fcberlieferten kulturellen \u00c4u\u00dferungen suchen. Die \u201eoffizielle\u201c Geschichtsschreibung ist bis heute androzentrisch, d. h. auf heterosexuelle sich deklarierende M\u00e4nner bezogen und von diesen auch produziert, sehr h\u00e4ufig auch mit der Absicht, alle anderen Menschen als sekund\u00e4r, defizit\u00e4r oder sogar moralisch minderwertig darzustellen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Dennoch k\u00f6nnen wir feststellen, dass es sogar (!) in dieser androzentrischen Geschichte einige, wenngleich wenige Hinweise auf die Geschichte von LGTBIQ* sowie speziell auf Inter* und Trans* gibt. Diese Texte sind, wenn sie unterdr\u00fcckende Botschaften vermitteln, als \u201egef\u00e4hrliche Erinnerung\u201c (J. B. Metz) zu lesen, die nicht nur das Leiden der Marginalisierten und oft Stigmatisierten bewahren, sondern damit auch die Schuld der T\u00e4ter offenlegen. Sie nicht als solche zu lesen oder sie als unterdr\u00fcckend zu eliminieren, bedeutet Vertuschen und hat die Konsequenz, dass diejenigen, die Menschen aufgrund ihrer sexuellen Disposition diskriminieren, verachten oder gar verfolgen, wieder einmal ungeschoren und unbeschadet davonkommen. Sich an Diskriminierung, Unterdr\u00fcckung und Gewalt nicht mehr zu erinnern, kann f\u00fcr traumatisierte Mitglieder der LGBTIQ*-Community zwar zeitweilig hilfreich sein, aber f\u00fcr die Gesamtgesellschaft hie\u00dfe das, den Opfern ihre Geschichte zu nehmen und die Schuld der T\u00e4ter zu vertuschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Moderne Fragestellungen in Texte alter Kulturen hineintragen?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Wenn es um die Thematisierung von marginalisierten Menschen geht, h\u00f6rt man als Exegetin sehr h\u00e4ufig den Vorwurf, man w\u00fcrde unzul\u00e4ssigerweise heutige Fragestellungen in die Bibel hineintragen. Diesen Vorwurf habe ich etwa f\u00fcr die Fragestellung des Textwachstums, also die Literarkritik, oder auch anderer historisch-kritischer Methodenschritte noch nie geh\u00f6rt, obwohl auch sie im Alten Orient unbekannt waren. Wenn es um die Aufhebung von Diskriminierung geht, steht man schnell unter Ideologieverdacht. Wie ist dem zu begegnen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Die Bibel als kanonischer Text<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Bibel ist ein kanonischer Text, das hei\u00dft, dass eine Gemeinschaft diese Sammlung von Texten f\u00fcr sich als dauerhaft bindend anerkannt hat. Kanonisch bedeutet einerseits, dass vom Textbestand nichts weggenommen werden darf; andererseits muss dieser unver\u00e4nderbare Text f\u00fcr jeweils ge\u00e4nderte Zeiten und Kulturen zug\u00e4nglich gemacht werden. D. h. die Kanonisierung der Bibel als \u201eHeilige Schrift\u201c fordert zwingend notwendig eine Auslegung, die die jeweiligen Adressat*innen anspricht und die sie verstehen k\u00f6nnen. Es gibt also keine inad\u00e4quaten Fragestellungen, wenn sie von Menschen gestellt werden, die wissen wollen, was die Bibel zu derzeitigen Problemen sagt, die es freilich in der heute formulierten Form vor mehr als zwei Jahrtausenden noch nicht gab. Als kanonischer Text ist die Bibel f\u00fcr die Gemeinschaft immer g\u00fcltig, sie ist aber ein in einer Epoche erstarrter Text. Wer also nicht aktualisiert, die Texte nicht ins Heute holt, nimmt der Bibel die Kanonizit\u00e4t und damit ihre Relevanz f\u00fcr heute.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">In patriarchaler Kultur entstanden und die l\u00e4ngste Zeit ausgelegt<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Bibel ist ein Text aus einer sozialhierarchischen Gesellschaft, die nicht nur nach dem Geschlecht diskriminiert, sondern nach mehreren Kriterien, die einer Person zugeschrieben werden (s. u.).<\/p>\n<p class=\"fliess\">Heutige Demokratien haben Gleichstellung und Antidiskriminierung gesetzlich verankert, was freilich noch nicht bedeutet, dass wir in diskriminierungsfreien Gesellschaften leben. Aber es gibt zumindest Handhaben, sich gegen das ganze Spektrum von Benachteiligung bis zu physischer Gewaltanwendung rechtlich zu Wehr zu setzen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Im Alten Orient begr\u00fcndeten diese Kriterien die hierarchische Abstufung der Gesellschaften; einige von ihnen waren nicht durchl\u00e4ssig. So konnte man sich nicht selbst aus dem Status der Sklaverei befreien, was bedeutete, dass Unfreie keine Personenrechte besa\u00dfen, da sie als Besitz ihrer Herrschaft angesehen wurden. Ethnizit\u00e4t und Religion zu wechseln war wohl schwierig und nur durch Heirat und beste Integration m\u00f6glich. Die weiteren Kriterien sind wohl ebenso einzusch\u00e4tzen wie heute auch in unseren Gesellschaften: Reich zu sein ist vor allem \u201evererbbar\u201c und in seltenen F\u00e4llen auch durch T\u00fcchtigkeit, Gl\u00fcck oder auch kriminelle Energie zu erreichen. Beim Alter sind wir immer noch dort, wo wir im Alten Orient waren und das Geschlecht oder die geschlechtliche Orientierung zu wechseln wird zumindest in offiziellen Dokumenten der Kirche immer noch verachtet.<\/p>\n<p class=\"fliess\">All diese Kriterien hingen in biblischen Zeiten und h\u00e4ngen noch heute intersektionell zusammen: Je mehr Merkmale ein Mensch auf der positiven Seite aufweisen kann, desto m\u00e4chtiger und angesehener ist er, je mehr auf der negativen Seite, desto mehr diskriminiert wird er. Die biblischen Texte und die durch die Geschichte hindurch zur Tradition gewordenen Auslegungen derselben sind daher mit dem Bewusstsein zu lesen, dass sie aus Gesellschaften stammen, die diese Zuschreibungen an Menschen, die selbstverst\u00e4ndlich in ihrer Wertung ver\u00e4ndert werden k\u00f6nnen, mit deren Status verkn\u00fcpft haben. In Bezug auf die Sklaverei haben christliche Gesellschaften fast zweitausend Jahre gebraucht, um sie endlich abzuschaffen und zu \u00e4chten. In Bezug auf das Geschlecht sind westlich orientierte Gesellschaften seit einem halben Jahrhundert bem\u00fcht, sie nach und nach von ihren negativen Konnotationen zu befreien. Allerdings f\u00fchren die neuesten Trends wieder in die Gegenrichtung, denn die Neue Rechte setzt sich wie die r\u00f6misch-katholische Kirche massiv daf\u00fcr ein, dass die Normalit\u00e4t in einer hierarchisch gelebten Zweigeschlechtlichkeit mit heterosexueller Orientierung bestehe, die auf die Zeugung von Nachkommenschaft gerichtet ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"fliess\">Die biblischen Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen als anthropologische Normierung: Zweigeschlechtlich, heterosexuell und hierarchisch erschaffen?<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Frage \u201eWas ist der Mensch?\u201c wird im Christentum zuallererst durch die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen der Genesis beantwortet. Deren Auslegung wurde durch die Geschichte hindurch jedoch sehr unterschiedlich und teils sogar gegen den Wortlaut der Bibel formuliert. Im Folgenden m\u00f6chte ich aufzeigen, dass in Bezug auf unsere hier zu beantwortenden Fragen der Text \u2013 ohne ihm Gewalt anzutun \u2013 durchaus auch anders als traditionell \u00fcblich ausgelegt werden kann.<\/p>\n<h4><\/h4>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Gen 1,26\u201328: Nicht Binarit\u00e4t, sondern Merismus<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">H\u00e4ufig wird in \u00dcbersetzungen der hebr\u00e4ische Wortlaut, dass der Mensch \u201em\u00e4nnlich und weiblich\u201c erschaffen wurde, mit als \u201eMann und Frau schuf er ihn\u201c \u00fcbersetzt. Das w\u00fcrde allerdings bedeuten, dass Gott ausschlie\u00dflich freie Menschen erschaffen habe, womit man den Versklavten die in 1,27 betonte Ebenbildlichkeit Gottes absprechen konnte. Der hebr\u00e4ische Text verwendet allerdings zwei Adjektive, die ausschlie\u00dflich die biologische Differenz, wie sie auch im Tierreich besteht, angibt. Da die ganze Erz\u00e4hlung von Gen\u00a01 polar gestaltet ist (Tag \u2013 Nacht, Wasser \u2013 trockene Erde\u2026), kann man auch bei m\u00e4nnlich und weiblich nicht davon ausgehen, dass nur diese Geschlechter erschaffen worden seien und alle anderen Variationen des Sexuellen damit widernat\u00fcrlich seien, denn dann m\u00fcsste auch die D\u00e4mmerung oder die Lagune widernat\u00fcrlich sein. Vielmehr sind alle geschaffenen Werke mit der Stilfigur des Merismus zu verstehen, bei dem nur die \u00e4u\u00dfersten Pole genannt, aber alles dazwischen mitgemeint ist. Wenn ausgerechnet hier, wo der Mensch als Abbild geschlechtlich differenziert geschaffen wird, die Gottheit von sich im Plural (!) spricht (\u201eLasst uns Menschen machen, als unser Bild und Abbild\u201c 1,26), wird auch die Pluralit\u00e4t der geschlechtlichen Differenzierungen und Dispositionen geschaffen. Die Menschheit als Ganze ist beauftragt, als Repr\u00e4sentant der Gottheit die gesamte Sch\u00f6pfung im Sinne der Gottheit zu bewahren. Der Herrschaftsauftrag gilt f\u00fcr alle Geschlechter und alle sexuellen Orientierungen. Da Leben aber zugleich Verg\u00e4nglichkeit bedeutet, w\u00fcrden mit dem Tod die lebendigen Gesch\u00f6pfe verschwinden. Der Sch\u00f6pfungsauftrag von Gen 1,28 \u201eSeid fruchtbar und mehrt euch!\u201c, der \u00e4hnlich ja auch bei den Tieren bereits vorkommt (1,22), h\u00e4lt also die Sch\u00f6pfungswerke im Dasein und wird in der Antike durch die \u00e4u\u00dferen Pole geschlechtlicher Existenz verwirklicht. Wenn wir heute Methoden entwickelt haben, die auch anderen sexuellen Dispositionen Nachkommenschaft erm\u00f6glichen, so ist dies ebenso im Rahmen des Mehrungsauftrags zu sehen und nicht<br \/>\nals widernat\u00fcrlich einzustufen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Gen 2: Die Hilfe, die entspricht<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Die Paradieserz\u00e4hlung von Gen 2\u20133 beginnt in 2,4b mit einer v\u00f6llig anderen Erz\u00e4hlung \u00fcber die Sch\u00f6pfung, was beweist, dass Menschen darum gerungen haben, was denn der Mensch und wie sein Verh\u00e4ltnis zu Gott sei. In Gen 2,7 t\u00f6pfert die Gottheit JHWH den <span class=\"Minion-Italic\">adam<\/span>, den Menschen, aus <span class=\"Minion-Italic\">adamah<\/span>, der Ackererde, geschlechtlich offensichtlich undifferenziert. Dass die Auslegungsgeschichte es so dargestellt hat, dass Gott zuerst den Mann und dann erst die Frau geschaffen habe, steht so nicht im hebr\u00e4ischen Text, ist aber wohl dadurch \u00fcblich geworden, weil der Eigenname des ersten Menschen ab Gen 3 Adam ist. Der Mensch, <span class=\"Minion-Italic\">adam<\/span>, wird zur Arbeit im Gottesgarten erschaffen. Nach dem \u201esehr gut\u201c, das in 1,31 unter die gesamte Sch\u00f6pfung geschrieben wurde, beginnt die Erschaffung der Geschlechter in Gen 2,18 mit der Feststellung \u201eEs ist nicht gut, dass der Mensch alleine ist.\u201c Die Geschlechter werden aus dem <span class=\"Minion-Italic\">adam<\/span>, dem \u201eGesamtmenschen\u201c erschaffen, indem die (eine) Seite (im Hebr\u00e4ischen ist von keiner Rippe die Rede!) von der Gottheit zur Frau ausgebaut wird, die verbliebene (andere) Seite offenkundig dadurch zum Mann wird.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Die Geschlechter werden als Hilfe gegen die Einsamkeit erschaffen, wobei mit Hilfe in der Hebr\u00e4ischen Bibel nicht die Unterordnung im Sinne einer Assistenz die Rede ist, sondern durch den Gebrauch dieses Wortes in der Gottesmetaphorik deutlich wird, dass nicht stark ist, wer Hilfe braucht, sondern wer Hilfe ist (z. B. Ps 124,8). Ziel der Erschaffung der Geschlechter ist es, dass diese ohne jegliche Scham \u201eein Fleisch werden\u201c (2,24f.) und einander als ebenb\u00fcrtig anerkennen (2,23). Sexualit\u00e4t hat in Gen 2 kein prim\u00e4res Ziel in Nachkommenschaft, sondern im erf\u00fcllten gemeinsamen Leben \u2013 wozu zweifelsohne auch alle anderen Geschlechter und Menschen aller sexueller Orientierungen f\u00e4hig sind.<\/p>\n<p class=\"fliess\">F\u00fcr beide Sch\u00f6pfungstexte geh\u00f6rt also die sexuelle Disposition zur <span class=\"Minion-Italic\">conditio humana<\/span> und beide vertreten ein egalit\u00e4res Geschlechterkonzept. Aus beiden ist kein Argument gegen queeres Leben zu erschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Hinweise auf diverse Geschlechter im AT<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Wer das Alte Testament aufmerksam liest, entdeckt aber auch direkte Hinweise auf ein Wissen um mehrere Geschlechter und entdeckt durchaus unterschiedliche Einstellungen zu queeren Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Rechtstexte: pr\u00e4skriptiv \u2013 nicht deskriptiv<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">In Gesellschaften, in denen es zu manchen Zeiten aufgrund von Kriegen, Missernten und medizinischer Unterversorgung n\u00f6tig war, f\u00fcnf Kinder zu bekommen, damit ein einziges das Erwachsenenleben erreicht, ist Nachkommenschaft ein stetiges Desiderat, was die Bevorzugung von Heterosexualit\u00e4t erkl\u00e4rbar macht. Das bedeutet freilich nicht, dass es zu biblischen Zeiten keine nicht-bin\u00e4ren Menschen gegeben habe. Das Verbot aus Dtn 22,5 \u201eNicht sei die Ausstattung eines Herrn auf einer Frau und nicht kleide sich ein Herr in das Gewand einer Frau\u2026\u201c zeigt vielmehr, dass sie auch damals in nennenswerter Zahl sichtbar waren. Pr\u00e4skriptive Rechtstexte beschreiben nicht eine sozial erw\u00fcnschte Realit\u00e4t, sondern wollen diese erst herstellen.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Ein Rechtstext, der lange Zeit f\u00fcr die Zulassung zur Priesterweihe eine Dispenspflicht nach sich zog, findet sich in Dtn 23,2. In der neuen Einheits\u00fcbersetzung liest er sich so: \u201eIn die Versammlung des HERRN darf keiner kommen, dessen Hoden zerquetscht sind oder dessen Glied verst\u00fcmmelt ist.\u201c Nun verweisen aber weder <span class=\"Minion-Italic\">pz<\/span>\u00b4 noch <span class=\"Minion-Italic\">dk`<\/span> auf spezifische Testikelverletzungen und <span class=\"Minion-Italic\">schfkh <\/span>ist kein <span class=\"Minion-Italic\">terminus technicus<\/span> f\u00fcr Penis. Hier weicht man also auf die lateinische Bibel\u00fcbersetzung, die Vulgata, aus: <span class=\"Minion-Italic\">eunuchus adtritis vel amputatis testiculis<\/span>. Interessanterweise vermeidet allerdings die \u00e4ltere griechische Bibel\u00fcbersetzung, die Septuaginta, den griechischen (!) Terminus \u201eEunuch\u201c. Nun finden sich im AT nirgends Hinweise auf eine Praxis der Kastration. Es ist daher viel eher wahrscheinlich, dass es im hebr\u00e4ischen Text von Dtn 23,2 um k\u00f6rperlich Versehrte oder aber um Menschen mit diversen Geschlechtsteilen geht. Menschen mit uneindeutigen\/diversen Geschlechtsmerkmalen gelten allerdings im Judentum als m\u00e4nnlich, in christlich gepr\u00e4gten Kulturen wurden sie als defizit\u00e4r und damit als weiblich eingestuft und im letzten Jahrhundert sogar sehr h\u00e4ufig zur weiblichen Eindeutigkeit umoperiert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Ein Widerspruch aus der nachexilischen Prophetie<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Dem von Dtn 23 propagierten Ausschluss von Menschen aufgrund ihrer geschlechtlichen Disposition wird im nachexilischen Teil des Jesajabuches nicht nur widersprochen, sondern auch die Zuschreibung der Wertsch\u00e4tzung wird korrigiert. In der neuen Einheits\u00fcbersetzung lautet der Text von Jes 56,3\u20135:<\/p>\n<p class=\"fliess\">\u201e3 Der Fremde, der sich dem HERRN<br \/>\nangeschlossen hat, soll nicht sagen: \/ Sicher wird er mich ausschlie\u00dfen aus seinem Volk. Der Eunuch soll nicht sagen: \/ Sieh, ich bin ein d\u00fcrrer Baum. 4 Denn so spricht der HERR: Den Eunuchen, die meine Sabbate halten, die w\u00e4hlen, was mir gef\u00e4llt \/ und an meinem Bund festhalten, 5 ihnen gebe ich in meinem Haus und in meinen Mauern Denkmal und Namen. Das ist mehr wert als S\u00f6hne und T\u00f6chter: Einen ewigen Namen gebe ich einem jeden, der<br \/>\nnicht ausgetilgt wird.\u201c<\/p>\n<p class=\"fliess\">Das hebr\u00e4ische Wort <span class=\"Minion-Italic\">saris<\/span>, das hier mit \u201eEunuch\u201c \u00fcbersetzt wird, wird an anderen Stellen als \u201e(hoher) Beamter\u201c oder \u201eH\u00f6fling\u201c wiedergegeben (z. B. Potifar in Gen 39) und nur noch in Est 2 als \u201eEunuch\u201c am persischen Hof \u00fcbersetzt. Am israelitischen oder jud\u00e4ischen K\u00f6nigshof ist keine Kastrationspraxis f\u00fcr hohe \u00c4mter nachweisbar. Es ist m\u00f6glich, dass Menschen des dritten Geschlechts f\u00fcr hohe Hof\u00e4mter bevorzugt wurden, da sie dynastisch-genealogisch keine Gefahr darstellten. Belegen kann man dies f\u00fcr den Alten Orient jedoch nicht. Jes 55,1\u201356,8 hebt jedenfalls alle Vorschriften von Dtn 23,2\u20139 f\u00fcr den Ausschluss aus der Gemeinde auf. Aber der Text gibt den vormals von der Aufnahme Ausgeschlossenen eine v\u00f6llig andere Wertigkeit: Nicht die intersektionellen Kriterien, nach denen der Status einer Person in der Gesellschaft bestimmt wird, sind entscheidend f\u00fcr die Gottheit, sondern vielmehr deren ethisches und religi\u00f6ses Verhalten. Wenn das Problem des <span class=\"Minion-Italic\">saris<\/span> in Jes 56,3 eindeutig die Kinderlosigkeit ist, so wird diese durch Denkmal und Namen, <span class=\"Minion-Italic\">jad waschem<\/span>, konterkariert, denn diese sind wesentlich mehr wert als leibliche Nachkommenschaft, die Menschen des dritten Geschlechts im Alten Orient verwehrt blieb oder eben nur durch Adoption erm\u00f6glicht wurde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3 class=\"ZWISCHEN\">Gender-bender: Intertextuelle Aufhebung der Geschlechterdifferenz<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Als ein f\u00fcr unsere Fragestellung interessantes Ph\u00e4nomen kann auch die queere Darstellung von Erz\u00e4hlfiguren sowie die \u00dcberschreitung von Geschlechtergrenzen bei Gottesbildern genannt werden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Transgression des Geschlechts bei Erz\u00e4hlfiguren<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Literarhistorisch ist bei alttestamentlichen Texten von einem Wachstum von \u00fcber einem halben Jahrtausend auszugehen. Die Eingangs besprochene Kanonisierung geschieht allerdings relativ sp\u00e4t erst in persischer Zeit, also fr\u00fchestens wohl im 5. Jh. v. Chr., Textsammlungen existieren nat\u00fcrlich bereits fr\u00fcher. Die Sp\u00e4tzeit kann sich also bereits auf narrative und poetische, aber auch auf legistische Texte beziehen und legt diese dadurch neu aus. So wird etwa Ester, die als Einzelne am fremden K\u00f6nigshof ihr Volk zu retten versteht, als \u201eneuer Josef\u201c vorgestellt. Judit, die mit der Enthauptung des Feldherrn Holofernes mit dessen eigenem Schwert das assyrische Heer kopflos macht, wird zum neuen David, der dasselbe mit dem Philisterheer vollbrachte, indem er dessen Vork\u00e4mpfer Goliat ebenso mit dessen Schwert t\u00f6tet und damit Israel vor dem feindlichen Heer rettet. Das Siegeslied der Judit (Jdt 16) pr\u00e4sentiert sie zudem als neuen Mose, wodurch diese unabh\u00e4ngige Frau, die mit einer Frau zusammenlebt, die Helden der Geschichte kumuliert und dadurch die einzelnen noch \u00fcbertrifft, zumal sie zudem auch geschlechterstereotyp ihre weiblichen Reize als politische Strategie zu nutzen versteht.<\/p>\n<p class=\"fliess\">Auch der Schluss des Spr\u00fcchebuches, der die sprichw\u00f6rtlich f\u00e4hige Frau in den Farben der personifizierten Weisheit malt, tut dies mit queeren Elementen. So \u201eg\u00fcrtet sich\u201c die f\u00e4hige Frau, die ihren eigenen Betrieb mit Landwirtschaft und Textilproduktion leitet, in 31,17 wie ein Mann und tr\u00e4gt damit M\u00e4nnerkleidung. Wenn sie sich noch dazu \u201emit Macht\u201c g\u00fcrtet, so tritt sie zudem in der exklusiven Ausstattung der Gottheit (vgl. Ps 93,1) auf und pr\u00e4sentiert sich in 31,21f. in den Gew\u00e4ndern des Hohepriesters und des Allerheiligsten (vgl. Ex 25\u201340). Die f\u00e4hige Frau wird damit zur doppelten Transvestitin, indem sie die Geschlechtergrenzen, aber auch jene zwischen Humanem und Transzendenten \u00fcberschreitet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4 class=\"fliess-ohne-EZG ParaOverride-1\"><span class=\"CORP-S-BOLD-9-7-pt\">Transgression des Geschlechts bei Gottesbildern<\/span><\/h4>\n<p class=\"fliess-ohne-EZG\">Von der Gottheit Israels wird \u2013 der patriarchalen Pyramide gem\u00e4\u00df \u2013 grammatikalisch m\u00e4nnlich gesprochen, wodurch der Eindruck einer m\u00e4nnlichen Gottheit entsteht, die JHWH urspr\u00fcnglich wohl auch war. Mit der monotheistischen Wende wird dies aber hinterfragt, indem jegliches ikonographische Gottesbild verboten wird, wobei Dtn 4,16 an erster Stelle das m\u00e4nnliche Bild offensichtlich als das gef\u00e4hrlichste verbietet. Gleichzeitig weitet sich die metaphorische Bildersprache jedoch ins universalistische, indem nicht nur Tiere (z. B. Adlermutter Dtn 32,11) oder auch Pflanzen (z. B. Wacholder Hos 14,9) als Bildgeber dienen, sondern auch das Geschlecht der Gottheit ins Weibliche wechseln kann. Sowohl in Num 11,12 als auch in den Gottesreden von Jes 42,14 und 66,7\u201314 wird die Gottheit Israels als Schwangere, Geb\u00e4rende und Stillende und im typischen Frauenberuf der Hebamme vorgestellt. Solche Metaphern sind nicht nur f\u00fcr Frauen von gro\u00dfer Bedeutung, da sie das Weibliche im Symbolischen verankern, was das Christentum durch die m\u00e4nnliche Trias von Vater, Sohn und Heiliger Geist v\u00f6llig verdr\u00e4ngt, und in Maria nur einen untergeordneten menschlichen Ersatz daf\u00fcr geboten hat. Solche biblische Bildrede ist auch f\u00fcr Inter*- und Trans*-Personen von eminentem Gewicht, da das G\u00f6ttliche \u201ein-between\u201c und \u201ein-both\u201c gleichzeitig erscheint und damit auch diese geschlechtliche Existenz f\u00fcr die Darstellung des G\u00f6ttlichen angemessen erkl\u00e4rt.<\/p>\n<p class=\"fliess\">So l\u00e4sst sich insgesamt recht eindeutig res\u00fcmieren: Die Idiolatrie des m\u00e4nnlichen Geschlechts und der ausschlie\u00dflich auf die Zeugung der Nachkommenschaft ausgerichteten Heterosexualit\u00e4t, wie sie in der Katholischen Kirche immer noch betrieben wird, ist biblisch nicht zu rechtfertigen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum ein alttestamentlicher Vortrag zu diesem hochaktuellen Thema? Das werden sich einige von Ihnen fragen. 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