{"id":115158,"date":"2025-12-05T11:23:09","date_gmt":"2025-12-05T10:23:09","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115158"},"modified":"2025-12-05T11:23:12","modified_gmt":"2025-12-05T10:23:12","slug":"zur-gestalt-des-priesterlichen-in-bewegter-zeit-bayerischer-priestertag-2018","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/zur-gestalt-des-priesterlichen-in-bewegter-zeit-bayerischer-priestertag-2018\/","title":{"rendered":"Zur Gestalt des Priesterlichen in bewegter Zeit"},"content":{"rendered":"<p>In den meisten Priesterseminaren gibt es eine \u201eAhnengalerie\u201c: Fotos der Weihekandidaten oder Neupriester am Tag ihrer Priesterweihe: hoffnungsfrohe Gesichter, zukunftsgewandt, bereit f\u00fcr Seelsorge und Verk\u00fcndigung. Ich habe mich beim Betrachten oft gefragt: Was waren die priesterlichen Ideale dieser jungen M\u00e4nner, damals 1914, kurz vor Ausbruch des\u00a0Ersten Weltkriegs; oder 1939, als bald darauf die Synagogen brannten, die\u00a0Nationalsozialisten die Judenvernichtung organisierten und ganz Europa in die\u00a0Katastrophe des Zweiten Weltkriegs f\u00fchrten? Werden sie geahnt haben, was schon bald nach der Priesterweihe auf sie zukam? Oder 1946, die wenigen Priesterkandidaten, die den Krieg \u00fcberlebt hatten, voller Idealismus, bereit f\u00fcr den Neuaufbau einer Gesellschaft auf dem Boden christlicher Wertorientierung: Waren sie vorbereitet auf den schleichenden S\u00e4kularisierungsprozess, die gesellschaftlichen Umbr\u00fcche nach &#8217;68 und die kirchlichen Ver\u00e4nderungen mit dem Aufbruch des Zweiten Vatikanischen Konzils? Und fragen wir die wenigen Kandidaten in den heutigen Pastoralkursen, was sie bewegt, heute Priester zu werden, ungeachtet des Glaubw\u00fcrdigkeitsverlusts der Kirche, der besch\u00e4menden P\u00e4dophilieskandale und des vielerorts zu beklagenden Missmanagements?<\/p>\n<p>Die Zukunft kann man nicht vorhersagen, aber man kann sich auf das, was kommt, innerlich einstellen. Dabei geht es um feste Verwurzelung im Glauben, um Gottvertrauen, aber auch um eine Bereitschaft und die F\u00e4higkeit, sich auf Neues einzulassen und flexibel zu reagieren \u2013 \u201eSpiritualit\u00e4t\u201c im eigentlichen Sinn des Wortes: mit dem Wirken des Geistes Gottes rechnen und \u201eh\u00f6ren, was der Geist der Kirche sagt\u201c (vgl. Offb 2-3). Gerade un\u00fcbersichtliche Zeiten verlangen ein Leben \u201ein Christus\u201c, \u201eim Geist\u201c, wie Paulus den Christen seiner Zeit einsch\u00e4rft. Mit den Worten des Zweiten Vatikanums: \u201enach den Zeichen der Zeit zu forschen und sie im Licht des Evangeliums zu deuten\u201c (GS 4). Als Weltpriester zur Zeitgenossenschaft mit unseren Mitb\u00fcrgern gerufen, haben wir gewisserma\u00dfen in der einen Hand die Bibel (gern auch den CIC und den Katechismus), und in der anderen die Zeitung (auch den Wirtschaftsteil und das Feuilleton).<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte in diesem Zusammenhang an Papst Paul VI. erinnern, auf den nicht zuf\u00e4llig unser jetziger Papst Franziskus immer wieder Bezug nimmt. Die beiden Leitworte, mit denen Paul VI. das Konzil inspiriert und die Kirche damit reformf\u00e4hig gemacht hat, waren \u201eDialog\u201c und \u201eDienst\u201c. Das (je nach Lesart) viel ger\u00fchmte wie gescholtene Konzil hat hier tats\u00e4chlich eine Weichenstellung, wohl auch eine Kurskorrektur der Kirche in ihrem Weltverh\u00e4ltnis vorgenommen, wie es etwa in der Pastoralkonstitution Gaudium et spes (z.B. im Blick auf die sog. Autonomie der Weltbereiche) zum Ausdruck kommt. Gerade weil die Kirche als sacramentum mundi den Auftrag hat, der ganzen Welt die Wahrheit Gottes zu k\u00fcnden, muss sie diese auch in ihrer Haltung und ihrem Auftreten &#8211; auch in ihrer \u201eSelbstorganisation\u201c &#8211; zum Ausdruck bringen: \u201eDie Kirche wird kraft ihrer Sendung, die ganze Welt mit der Botschaft des Evangeliums zu erleuchten und alle Menschen aller Nationen, Rassen und Kulturen in einem Geist zu vereinigen, zum Zeichen jener Br\u00fcderlichkeit, die einen aufrichtigen Dialog erm\u00f6glicht und gedeihen l\u00e4sst. Das aber verlangt von uns, da\u00df wir vor allem in der Kirche selbst, bei Anerkennung aller rechtm\u00e4\u00dfigen Verschiedenheit, gegenseitige Hochachtung, Ehrfurcht und Eintracht pflegen, um ein immer fruchtbareres Gespr\u00e4ch zwischen allen in Gang zu bringen, die das eine Volk Gottes bilden, Geistliche und Laien. St\u00e4rker ist, was die Gl\u00e4ubigen eint als was sie trennt. Es gelte im Notwendigen Einheit, im Zweifel Freiheit, in allem die Liebe\u201c (GS 92).<\/p>\n<p>Diese Haltung der respektvollen Hochachtung vor jedem Menschen als Grundvoraussetzung f\u00fcr jeden Dialog hat Papst Paul VI. in seiner Antrittsenzyklika Ecclesiam Suam (6. Aug. 1964) zum Programm der Kirche erhoben und dem von ihm wieder einberufenen Konzil in der zweiten Sitzungsperiode das entscheidende Leitwort mitgegeben: \u201eDie Kirche muss zu einem Dialog mit der Welt kommen, in der sie nun einmal lebt. Die Kirche macht sich selbst zum Wort, zur Botschaft, zum Dialog\u201c (ES 65). Und weiter: \u201eBevor man die Welt bekehrt, oder vielmehr um sie zu bekehren, muss man sich ihr nahen und mit ihr sprechen\u201c (ES 68).<\/p>\n<p>Man kann erahnen, wie viel Gegenwind jener gro\u00dfe Reformpapst w\u00e4hrend des Konzils und erst recht danach aushalten musste. In seiner Schlussrede auf dem Konzil (7.12.1965) ging Paul VI. unmittelbar, aber auch unbeirrt darauf ein: \u201eVielleicht noch nie hat die Kirche so sehr das Verlangen versp\u00fcrt, die sie umgebende Welt kennen zu lernen, sich ihr zu n\u00e4hern, sie zu verstehen, zu durchdringen, ihr zu dienen, ihr die Botschaft des Evangeliums zu bringen, gleichsam um ihr nachzugehen in ihrer raschen und fortw\u00e4hrenden Wandlung. Und das so sehr, dass einige bef\u00fcrchteten, das Konzil habe sich zum Schaden der Treue, die der Tradition geb\u00fchrt, allzusehr bestimmen lassen von einem toleranten und \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Relativismus gegen\u00fcber der \u00e4u\u00dferen Welt, der st\u00e4ndig fortschreitenden Geschichte, der kulturellen Modestr\u00f6mung.\u201c Paul VI. h\u00e4lt dagegen, dass sich die Kirche den Menschen von heute gegen\u00fcber zu einer Haltung des Dienens durchgerungen habe: \u201eDie Idee des Dienstes hat eine zentrale Stellung eingenommen\u201c, und sei zur Erkenntnis gelangt, dass, \u201eum Gott zu kennen, man den Menschen kennen muss.\u201c<\/p>\n<p>Wenn das so ist, dann d\u00fcrfen wir uns auch heute nicht einfach zur\u00fcckziehen und angesichts des gesellschaftlichen Bedeutungsverlusts und des fortschreitenden Mitgliederschwunds unsere Wunden lecken und uns selbst bemitleiden. Anstatt defensiv-trotzig die Mauern hochzuziehen (\u201ewir gegen den Rest der Welt\u201c), sind wir vielmehr (vom Geist!) herausgefordert, \u201ewahrzunehmen, was ist\u201c und \u201edem\u00fctig und bescheiden\u201c jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die uns erf\u00fcllt (vgl. 1 Petr 3,15). Das Deutungsmonopol haben wir als Kirchen verloren, aber unsere Weltdeutung und Wertorientierung ist nach wie vor gefragt, vielleicht mehr als je zuvor.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Was bewegt die Welt \u2013 und fordert uns heraus?<\/strong><strong> Kirchliche Sendung in s\u00e4kularer Gesellschaft<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als Weltkirche, deren Sendung das Heil der Welt ist, muss uns bewegen, was die Welt bewegt, gerade in Zeiten gro\u00dfer Ver\u00e4nderungen und kultureller Umbr\u00fcche. Vor diesem Hintergrund m\u00f6chte ich an das Wort des Paulus erinnern: \u201eGleicht euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr pr\u00fcfen und erkennen k\u00f6nnt, was der Wille Gottes ist\u201c (R\u00f6m 12,2). Ich m\u00f6chte daher den Blick auf die Wandlungsprozesse lenken:<\/p>\n<ul>\n<li>In der Gesellschaft: in einem Land mit einer gro\u00dfen christlichen Vergangenheit (wir sind das \u201eLand der Reformation\u201c). Ich erinnere an die Einsch\u00e4tzung von Clemens Maria Hofbauer: \u201eDie Reformation musste kommen, weil die Deutschen das Bed\u00fcrfnis hatten, fromm zu sein.\u201c Wenn man heute auf das Ursprungsland der Reformation schaut, sieht man gro\u00dfe wei\u00dfe Flecken auf der Landkarte. In der Lutherstadt Eilsleben gibt es heute noch gerade 6% Christen, und auch in weiten Teilen des einst christlichen Abendlandes m\u00fcssen wir uns einer s\u00e4kularen Gegenwart stellen (vgl. Irland, Benelux, Frankreich &#8230;).<\/li>\n<li>In der Kirche, die ja Teil dieser Gesellschaft ist und auf gesellschaftliche Prozesse nicht nur reagieren, sondern sich im selben Zuge auch selber wandeln muss \u2013 und dar\u00fcber hinaus eine eigene Schuld- und Verfehlungsgeschichte aufzuarbeiten hat. Man denke nur an den enormen Glaubw\u00fcrdigkeitsverlust aufgrund der bedr\u00fcckenden F\u00e4lle sexuellen Missbrauchs oder desastr\u00f6sen Finanzgebarens.<\/li>\n<li>Mit Blick auf uns Priester, die wir als amtliche Repr\u00e4sentanten der Kirche unter besonderemBeobachtungsdruck stehen und f\u00fcr alle Missst\u00e4nde haftbar gemacht werden, die angesichts der enormen \u201eVerwerfungen\u201c in der Gesellschaft wie der ver\u00e4nderten Sozialgestalt der Kirche selber in einem enormen Wandlungsprozess stehen: worauf sollen \/ m\u00fcssen die sich einstellen, die morgen Priester werden wollen- und was f\u00fcr Priester brauchen wir denn morgen (in einer Kirche, in der es keine einzelnen Gemeinden mehr gibt, sondern nur noch gro\u00dfe pastorale R\u00e4ume)?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der Gestaltwandel (metamorphe) dieser Welt und Gesellschaft erfordert eine Umkehr (metanoia), genauer: ein Um-Denken (nous). Mit Gef\u00fchlsaufwallungen ist es in diesem Fall nicht getan. Vielmehr braucht es &#8211; wieder nach Paulus &#8211; den Geist der \u201eBesonnenheit\u201c (sofrosyne: darin steckt die Wortwurzel von fronesis: Weisheit, Klugheit, Denken, Vernunft). \u201eDenn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit\u201c (2 Tim 1,7). Es geht also darum, gesellschaftliche und pastorale Wirklichkeit n\u00fcchtern wahrzunehmen und aus dem Geist Gottes zu deuten (vgl. den pastoralen Dreischritt SEHEN &#8211; URTEILEN &#8211; HANDELN, der auf die Lehre Kardinal Joseph Cardijns, 1882-1967, zur\u00fcck geht). Wandlungsprozesse fordern zu einem Paradigmenwechsel heraus (nicht \u201eoje\u201c, sondern \u201eaha\u201c!), einem geistlichen und zugleich intellektuellen Prozess.<\/p>\n<p>\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b\u200b<\/p>\n<h3><strong>Wandlungsprozesse in der Gesellschaft<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Wenn wir heute nach den \u201eZeichen der Zeit\u201c fragen, m\u00f6chte ich mich auf drei Stichworte beschr\u00e4nken, die aber f\u00fcr epochale Umw\u00e4lzungen stehen und die Kirchen und zuv\u00f6rderst ihr F\u00fchrungspersonal, also uns Priester, ganz elementar herausfordern: Individualisierung, Globalisierung, Digitalisierung.<\/p>\n<p><strong>Individualisierung<\/strong>: Noch vor zehn Jahren hatte es gehei\u00dfen, Individualisierung sei das Signum der Postmoderne, verbunden mit einem ungeahnten Zugewinn an individueller Freiheit, die aber auch zu einer \u00dcberforderung des einzelnen f\u00fchren kann. Ulrich Beck spricht in diesem Zusammenhang vom \u201ekollektiven Zwang zum Subjektivismus\u201c.<\/p>\n<p>Die VISA-Werbung von damals bringt das Lebensgef\u00fchl einer ganzen Genration m.E. un\u00fcbertroffen auf den Punkt: \u201eDie Freiheit nehme ich mir\u201c. Im Wirtschaftlichen korrespondieren damit Schr\u00f6ders \u201eIch-AG&#8217;s\u201c, wo jeder seines Gl\u00fcckes Schmied ist, aber auch selbst die Verantwortung f\u00fcr das Scheitern tr\u00e4gt. Es gibt eben nicht nur Gewinner, sondern mehr noch Verlierer. Das Aufleben des Neoliberalismus insbesondere in der j\u00fcngsten Schuldenkrise mit seinen unangenehmen Begleiterscheinungen &#8211; R\u00fccksichtslosigkeit, Neid, Gier &#8230; &#8211; haben uns die gesellschaftlichen Verwerfungen vor Augen gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Ein Afrikanisches Sprichwort sagt: Wenn wir gemeinsam den Fluss durchschwimmen, k\u00f6nnen uns die Krokodile nicht fressen. Doch wehe, wenn wir allein sind, vereinzelt, vereinsamt. Dann sind wir schlecht vorbereitet auf das, was sich als neues \u201eZeichen der Zeit\u201c ank\u00fcndigt.<\/p>\n<p><strong>Globalisation<\/strong>: Die sog. Fl\u00fcchtlingskrise hat den unwiderlegbaren Erweis gebracht, dass unsere eurozentrische Sicht an ein Ende gekommen ist. Ich spreche bewusst von \u201eKrise\u201c: nicht einer der Fl\u00fcchtlinge, sondern der europ\u00e4ischen Gesellschaft. Wir sind zwar schon seit Jahren voller Stolz Exportweltmeister, und als Reiseweltmeister sind wir bis in die entlegensten Winkel dieser Erde vorgedrungen. Aber Globalisierung ist keine Einbahnstra\u00dfe. Mit den neuen Kommunikationsmitteln und Transportwegen hat eine neue Dynamik eingesetzt, die zwar auch schon vor zehn Jahren da war, aber erst jetzt in vollem Ma\u00dfe zu Bewusstsein kommt: die Welt kommt zu uns. Die Welt r\u00fcckt zusammen, was vielen im Wohlstandseuropa gar nicht so recht ist. Mit dem Gef\u00fchl der Un\u00fcbersichtlichkeit und der Unbehaustheit w\u00e4chst nicht nur die Sehnsucht nach Heimat und Beheimatung, sondern greifen auch Mechanismen der Abgrenzung und Abschottung. Es ist nicht erst der transatlantische Ruf \u201eAmerica First\u201c; auch hier bei uns erleben Nationalismus und Protektionismus fr\u00f6hliche Urst\u00e4nde. Wenn die Grundeinsch\u00e4tzung und -\u00fcberzeugung des Christlichen schwindet, dass jeder Mensch ein Gesch\u00f6pf Gottes ist, dass wir alle Kinder eines Vaters im Himmel sind, Br\u00fcder und Schwestern untereinander &#8211; dann wird der Andere in seinem Anderssein die Begrenzung meiner Freiheit (Sartre), wird er erst recht in seiner Armut zur (moralischen) Bedrohung f\u00fcr den eigenen unbek\u00fcmmerten Wohlstand.\u00a0Insofern darf das Aufkommen fremdenfeindlicher Reaktionen und Verbindungen in ganz Europa nicht weiter verwundern. In dem Ma\u00dfe dem Christlichen der Boden entzogen ist,\u00a0wird unsere Welt unsolidarischer.<\/p>\n<p>In gewisser Weise hat uns in der Kirche der neue Papst \u201evom anderen Ende der Erde\u201c f\u00fcr diese globale Dimension die Augen ge\u00f6ffnet und uns bewusst gemacht, was wir schon immer waren, aber \u00fcber Jahrhunderte vergessen haben: dass wir Weltkirche sind, keine europ\u00e4ische Kirche, die immerhin Missionare und Geldspenden in die sog. \u201eDritte Welt\u201c geschickt hat. Der Papst benennt unverbl\u00fcmt die globalen Herausforderungen und Ungerechtigkeiten und spricht von dem Idealbild einer \u201earmen Kirche f\u00fcr die Armen\u201c. Es sind die gro\u00dfen globalen Themen, die der Papst auf die Agenda seiner Kirche setzt, wenn er dem \u201eSt\u00f6hnen der Schwester Erde\u201c und dem \u201eSt\u00f6hnen der Verlassenen der Welt\u201c (LS 53) eine Stimme gibt: Armut und Entwicklung, soziale Ungleichheit und Einsatz f\u00fcr die SDG&#8217;s (Sustainable Development Goals) auf globaler Ebene, Klimazerst\u00f6rung und Sch\u00f6pfungsverantwortung. Die Katholische Soziallehre wird im globalen Kontext gewisserma\u00dfen weitergeschrieben; es geht um das Weltgemeinwohl, was die reiche Kirche in Amerika und Westeuropa in ganz neuer und elementarer Weise zur \u00dcbernahme von Verantwortung herausfordert. Dieser Paradigmenwechsel (\u201eerneuert euer Denken\u201c) f\u00fchrt innerhalb der europ\u00e4ischen Kirche zu erheblichen Spannungen (Ost-West, Nord- S\u00fcd), aber zugleich auch zu einer Erneuerung der Kirche, die sich ihrer Sendung neu und tiefer bewusst wird.<\/p>\n<p><strong>Digitalisierung: <\/strong>Mit der Globalisierung eng verwoben sind die fast unbegrenzten M\u00f6glichkeiten der Mobilit\u00e4t und Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung, das sich erst andeutet und nach Meinung von Experten eine \u00e4hnliche umst\u00fcrzende gesellschaftliche Ver\u00e4nderung nach sich ziehen wird, wie es die industrielle Revolution zu Beginn des letzten Jahrhunderts ausgel\u00f6st hat, als mit der Kohlef\u00f6rderung und Energiegewinnung die Nacht zum Tage wurde, industrielle Fertigung erm\u00f6glichte (Dampfmaschine) und bis dahin ungeahnte Transportwege (Eisenbahn) erschlossen wurden.<\/p>\n<p>Wenn man heute unter dem Stichwort \u201eArbeit 4.0\u201c an die Fortschritte der Robotik denkt oder an selbstfahrende Autos etc., steht im Vordergrund die begr\u00fcndete Angst vor dem Wegfall von Arbeitspl\u00e4tzen, was u.a. einen Verdr\u00e4ngungswettbewerb nach sich ziehen wird und in einer saturierten Gesellschaft (Mittelstand) vor allem Verlust\u00e4ngste ausl\u00f6st. Doch bislang k\u00f6nnen wir nur erahnen, wie grundst\u00fcrzend sich das Leben mit der Weiterentwicklung der k\u00fcnstlichen Intelligenz ver\u00e4ndern wird, die vor allem dank der Satellitennutzung mit der schier unbegrenzten Speicherung, Anwendung und Steuerung von Daten (BIG DATA) einhergeht. Da d\u00fcrfte nur ein Vorgepl\u00e4nkel sein, was sich im Schutz der Anonymit\u00e4t im Netz an eruptiven Aggressionen (der \u201eVerlust der Anst\u00e4ndigkeit\u201c) oder auch strategischen Manipulationen (\u201easymmetrische Kriegsf\u00fchrung\u201c) zeigt, was z.B. zur Beeinflussung und Untergrabung demokratischer Prozesse (etwa durch Trolle oder Hacker) f\u00fchrt. Das Internet als \u201eEchoraum der eigenen Vorurteile\u201c (Thierse) d\u00fcrfte der Manipulierbarkeit und Kontrollierbarkeit des Menschen ungeahnten Vorschub leisten, wenn objektive Fakten und Wahrheiten durch subjektiv plausible, auf den Einzelnen zugeschnittene \u201ealternative Fakten\u201c ersetzt werden. Man darf sich fragen, in wessen H\u00e4nden sich die Macht \u00fcber die personenbezogenen Daten befinden, und mit welchem Ethos diese Macht eingesetzt und \/ oder ausgespielt wird.<\/p>\n<p>Ein konkretes Beispiel liefert die chinesische Sonderverwaltungszone Xiongan: Mit einem gigantischen Punktesystem wollen Chinas Kommunisten jeden einzelnen B\u00fcrger zu sozialistisch-tugendhafter Folgsamkeit zwingen. Die Pl\u00e4ne von Chinas Regierung, mit einem \u201eSozialkreditpunktesystem\u201c die rund 1,4 Milliarden Einwohner der Volksrepublik zu einem vorgeschriebenen sozialen Verhalten zu zwingen, sehen laut Berichten von Staatsmedien erstmals auch Strafen f\u00fcr Wohlhabende vor und gehen damit weit \u00fcber ihr bisher bekanntes Ausma\u00df hinaus. Dieses Bewertungssystem untersucht \u201eGesetzestreue, moralisches Wohlverhalten, soziales Engagement, Aktivit\u00e4ten im \u00f6ffentlichen Interesse und Umweltschutz\u201c jedes einzelnen B\u00fcrgers. Abweichungen von sozialen und moralischen Normen werden bestraft. Landesweit will Chinas Staatsrat das \u201eSoziale Bonit\u00e4tssystem\u201c ab dem Jahr 2020 einf\u00fchren. Es soll neben sozialem Wohlverhalten auch die Kreditw\u00fcrdigkeit der B\u00fcrger beurteilen.<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung erinnert auf erschreckende Weise an den totalen \u00dcberwachungsstaat in George Orwells Roman \u201e1984\u201c, in dem die allgegenw\u00e4rtige \u201eGedankenpolizei\u201c der herrschenden Staatspartei das Leben und Denken der gesamten Bev\u00f6lkerung in ihrem Sinne infiltriert, kontrolliert und manipuliert.<\/p>\n<p>Mit diesen Entwicklungen im Zuge von Globalisierung und Digitalisierung, die unsere Weltgesellschaft als Ganze betreffen und jeden einzelnen herausfordern, werden auch wir uns als Christen bzw. als Kirche besch\u00e4ftigen und auseinandersetzen m\u00fcssen. Das mag ern\u00fcchtern, sollte aber keineswegs entmutigen oder niederdr\u00fccken. Denn als Christen, f\u00fcr die jeder Mensch \u201epersona\u201c ist: in sich stehend und beziehungsf\u00e4hig, leben wir aus Hoffungs- und Handlungsressourcen, die es uns erm\u00f6glichen, konstruktiv mit diesen Entwicklungen umzugehen, anstatt sie zu erleiden. Als Kirche und Christen sind wir doch Experten f\u00fcr menschliche Begegnung und personale Zugewandtheit, setzen wir auf Beziehung statt auf Kontrolle und Machtdurchsetzung &#8211; auch wenn wir bisweilen leidvoll lernen mussten, dass auch wir als Kirche Teil jener Wandlungsprozesse waren und sind.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Wandlungsprozesse in der Kirche<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Die Trias Individualisierung \u2013 Globalisierung \u2013 Digitalisierung kennzeichnet und bestimmt nat\u00fcrlich auch das Leben der Kirche, die ja Teil der Gesellschaft ist und sich zugleich als Gegenentwurf zu den zeitgeistigen Str\u00f6mungen pr\u00e4sentieren muss. Vor allem aber: W\u00e4hrend jeder Mensch jenen umw\u00e4lzenden Entwicklungen ausgeliefert ist, haben Christen eine Ressource, die sie zusammenh\u00e4lt und ihnen ein Instrumentarium gibt, um all jenen Herausforderungen konstruktiv zu begegnen und gleichzeitig f\u00fcr alle Zeitgenossen einen Raum der Sicherheit und Geborgenheit zu bieten.<\/p>\n<p>So f\u00fchrt die zunehmende Individualisierung der heutigen Menschen und Kirchenglieder zu einer Pluralit\u00e4t der Lebensentscheidungen. Das l\u00f6st gerade auch bei den F\u00fchrungskr\u00e4ften und zumal bei den Priestern \u00c4ngste aus, wie aus einer repr\u00e4sentativen Studie im Erzbistum Paderborn (2008-09) hervorgeht, an der rd. 95 % der Priester im aktiven Dienst (= rd. 800) teilgenommen und sich explizit ge\u00e4u\u00dfert haben. Die Studie kommt zu dem Schluss: \u201eAd extra macht den Priestern der zunehmende gesellschaftliche Bedeutungsverlust der Kirche zu schaffen. Die Menschen scheinen auch ohne Kirche und Christentum ganz gut durchs Leben zu kommen und bearbeiten ihre zentralen Sinnfragen bei anderen als den kirchlichen Anbietern. Es verunsichert, dass auch in der S\u00e4kularit\u00e4t Potenziale der Lebensdeutung abgesch\u00f6pft werden k\u00f6nnen und auch die anderen Weltreligionen kulturelle Attraktivit\u00e4t besitzen. Ad intra wirken die internen Differenzierungen noch bedrohlicher: Man stellt fest, dass sogar viele \u00c4ltere und Kerngemeindemitglieder eigene Interpretationen des Kircheseins \u00fcber die gesetzten Standards stellen, dass Gottesdienste und Sakramentenempfang wahlf\u00f6rmig geworden sind, dass moralische und dogmatische Standards dauernd unterboten werden und sich auch in der Gemeinde Glaubens\u2010 und Zugeh\u00f6rigkeitsstile ver\u00e4ndern.\u201c<\/p>\n<p>Christ werden und Christ sein im Zeitalter der Postmoderne, wo der einzelne sich durchringen muss zu seiner reifen Form des selbstgew\u00e4hlten und selbstverantworteten Christseins, ist zweifellos anstrengender als in einem geschlossenen Milieu, wo der Glaube des einzelnen immer auch unter einem Kontroll- und Konformit\u00e4tsdruck steht, sich aber auch nicht rechtfertigen oder auch nur erkl\u00e4ren muss. Und es ist zweifellos auch anspruchsvoller, in der Pastoral dem einzelnen Wahl- und Wachstumsm\u00f6glichkeiten zu er\u00f6ffnen, ihn aber frei zu lassen in seiner Entwicklung und seine freie Entscheidung der Annahme oder Verweigerung zu akzeptieren. Aber ist der Verlust der Deutungshoheit \u00fcber die \u00f6ffentliche Meinung und der Verlust der Kontrolle \u00fcber den Glauben des einzelnen wirklich Verlust \u2013 oder nicht vielmehr ein Gewinn? Auch wenn selbst unter treuen Katholiken hierzulande schon lange nicht mehr gilt: Roma locuta, causa finita \u2013 die Lebensdeutung der Kirche, ihre Wertorientierung aus dem Glauben ist auch heute gefragt, vielleicht mehr als jemals zuvor.<\/p>\n<p>Als Papst Benedikt zur\u00fccktrat, habe ich mir die Frage gestellt: wie wird es sein, wenn der erste Papst aus einem nichteurop\u00e4ischen Land kommt? Und mir war klar: er wird &#8211; unbeschadet der katholischen Glaubenslehre \u2013 andere Akzente setzen. Und genauso ist es gekommen: Papst Franziskus \u00f6ffnet uns eurozentrisch verengten Christen wieder den Blick auf die ganze Kirche und die Menschen in der ganzen Welt. Als Kirche in Europa m\u00fcssen wir uns an den Gedanken einer symphonischen, \u201epolyzentrischen Kirche\u201c (Metz) gew\u00f6hnen. Dass dies mit Verlust\u00e4ngsten einhergeht und diesem umfassenden Kirchenverst\u00e4ndnis in einer globalen Welt offener oder verdeckter Widerstand begegnet, gerade auch im binnenkirchlichen Kontext, ist un\u00fcbersehbar. Wenn die Welt gr\u00f6\u00dfer wird, wird der eng umgrenzte Raum kleiner, bedeutungsschw\u00e4cher. Kirche erlebt auch in dieser Hinsicht einen Wandlungsprozess, der sie mehr sie selbst sein l\u00e4sst: Weltkirche, die die ganze Menschheitsfamilie im Blick hat; alle Kinder eines Vaters im Himmel, untereinander Schwestern und Br\u00fcder. Das fordert uns heraus, auch weltkirchlich zu denken. Dass wir in unterschiedlichen Kulturen leben, unterschiedliche Sprachen sprechen und unterschiedliche Gewohnheiten haben, wusste auch schon der Diognetbrief. Denn unsere DNA als Christen ist doch gerade, dass Einheit in Verschiedenheit m\u00f6glich ist, Einheit und Freiheit keine Gegens\u00e4tze sind. Das bedeutet freilich ein Ende des Kirchturmdenkens und der Abschied von einem verb\u00fcrgerlichten Christentum, wo \u2013 etwa in l\u00e4ndlichen katholischen R\u00e4umen \u2013 die D\u00f6rfer einander in herzlicher Abneigung verbunden waren und sich neuerdings in einem gemeinsamen pastoralen Raum als die eine Kirche Gottes begreifen m\u00fcssen. Die Aufforderung des Papstes, nicht bei sich und unter sich zu bleiben, sondern \u201erauszugehen\u201c, impliziert allerdings auch das Wagnis, sich mit anderen Logiken, Denk-, Lebens- und Erfahrungswelten auseinandersetzen zu m\u00fcssen, sich ihnen auszusetzen, auch intellektuell. Da m\u00f6gen uns die Fremden, die als Migranten pl\u00f6tzlich in unsere gepflegte Wohlstandszonen eingebrochen sind, in unserem Christ- und Kirchesein herausgefordert und unbeabsichtigt einen Revitalisierungsschub unserer Kirchengemeinden ausgel\u00f6st haben. Wovor also haben wir Angst? Wir haben als Kirche und Christen doch gelernt, mit Fremden umzugehen: \u201eDu wirst den Fremden lieben, denn er ist wie du\u201c (Lev 19,34; \u00dcbersetzung von Martin Buber). Wenn Christsein also hei\u00dft, plurizentrisch zu denken: vom Anderen her und auf den Anderen zu, in dem ich ein Abbild Gottes erkenne oder zumindest erahne, dann m\u00fcsste uns eigentlich bewusst sein, dass in einer globalen Welt Christen, erst recht als Glieder einer Weltkirche, die eigentliche Avantgarde sind: als Experten f\u00fcr Begegnung und Beziehung, f\u00fcr Dialog und Dienst \u2013 Menschen mit Weltdimension. So erh\u00e4lt der Sendungsbefehl Jesu: \u201eGeht hinaus in die ganze Welt, und verk\u00fcndet das Evangelium allen Gesch\u00f6pfen!\u201c (Mk 16,15) erst recht in einer globalen Welt seine volle universale Geltung.<\/p>\n<p>Wenn im Zeitalter der Digitalisierung das Leben immer mehr von Algorithmen bestimmt wird, von selbstprogrammierten Maschinen und anonymen M\u00e4chten, dann w\u00e4chst doch umgekehrt proportional \u2013 so l\u00e4sst sich vorstellen &#8211; die Sehnsucht nach menschlichen Beziehungen, nach \u201eface to face\u201c- Kontakten. Je unbest\u00e4ndiger und unbehauster der Mensch in seiner Lebens- und Arbeitswelt ist, desto mehr wird doch bewusst, wie sehr der Mensch auf Verl\u00e4sslichkeit und Best\u00e4ndigkeit angewiesen ist, auf unverbr\u00fcchliche Liebe, auf Treue und Vertrauen. Die Frage nach letzten Wahrheiten wird kein Computer beantworten k\u00f6nnen. Vor diesem Hintergrund k\u00f6nnte man meinen: die gro\u00dfe Zeit der Kirche kommt erst noch, denn hier ist der Ort personaler Annahme und bedingungsloser Zusage, dass der Mensch nicht nur eine Nummer ist, sondern ein Gesicht, eine Geschichte und einen Namen hat: Person ist im ganz umfassenden Sinn, liebensw\u00fcrdig und liebesf\u00e4hig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Womit kann ich dienen? <\/strong><strong>Priester sein in einer Kirche, die dient<\/strong><strong><em>\u00a0<\/em><\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der in kirchlichen Kreisen weit verbreitete Kammerton der Klage weist ein \u00e4ngstliches, defensives, r\u00fcckw\u00e4rtsgewandtes Denken auf. Denn es geht von Idealvorstellungen aus: was einmal war und nicht mehr ist; was eigentlich sein sollte und (noch) nicht ist (oder auch niemals sein wird). Damit h\u00e4lt man sich aber konstitutiv im \u201eMinusbereich\u201c auf und thematisiert, was an die (vermeintlichen) hundert Prozent fehlt. Doch das ist nicht im Sinne des Evangeliums. Die geistliche Fragestellung (die auch f\u00fcr die Pastoral unerl\u00e4sslich ist), lautet vielmehr: Was m\u00f6chte Gott uns in dieser Situation sagen?<\/p>\n<p><strong>Gastropastoral<\/strong><strong>: <\/strong>Daraufhin muss auch die Pastoraltheologie die Wirklichkeit befragen: was sind die pastoralen Gelegenheiten (challenges &#8211; options); Zulehner spricht in diesem Zusammenhang von einer pastoraltheologischen \u201eKairologie\u201c. Den von Pastoraltheologen immer neu etablierten Unterdisziplinen wie Pastoralpsychologie, Pastoralsoziologie, Pastoralmedizin, Pastoral\u00e4sthetik, neuerdings auch Pastoralgeographie &#8230; m\u00f6chte ich nachstehend eine weitere hinzuf\u00fcgen: eine schlichte \u201eGastropastoral\u201c. Sie verl\u00e4uft nach demselben Muster, wie es in vielen Restaurants bew\u00e4hrte Praxis ist. Sie beginnt mit einem Dialog zwischen Gastgeber und Gast:<\/p>\n<p>\u201eWomit kann ich dienen?\u201c &#8211; \u201eWas k\u00f6nnen Sie denn empfehlen?\u201c<em> &#8211; <\/em>\u201eUnsere Hausspezialit\u00e4t steht oben auf der Karte\u201c &#8211; \u201eIch h\u00e4tte da noch einen besonderen Wunsch, der aber nicht auf der Karte steht\u201c &#8211; \u201eIch frage gern mal in der K\u00fcche nach &#8230;\u201c<\/p>\n<p>So oder \u00e4hnlich wiederholt sich t\u00e4glich in der Gastronomie das Er\u00f6ffnungsritual. Mittlerweile hat sich eingeb\u00fcrgert, dass vorweg schon einmal \u201eeine kleine Aufmerksamkeit aus der K\u00fcche\u201c das Warten verk\u00fcrzt, und zum kr\u00f6nenden Abschluss wird dem Gast nicht selten noch einen Digestiv \u201eauf Kosten des Hauses\u201c angeboten.<\/p>\n<p>Was wir von der \u201egastropastoralen\u201c Alternative lernen k\u00f6nnten, w\u00e4re eine relationale Ekklesiologie, die \u201ekundenorientiert\u201c nach den (nicht nur religi\u00f6sen) Bed\u00fcrfnissen der Menschen fragt und die (das darf jetzt nicht wirklich \u00fcberraschen) \u201eFreude und Hoffnung, Trauer und Angst der Menschen von heute, besonders der Armen und Bedr\u00e4ngten aller Art\u201c (GS 1) teilt. Entscheidend ist dabei der Subtext: Der Kunde ist K\u00f6nig, ob Stammgast oder Zufallsgast, ob eine ganze Gesellschaft einf\u00e4llt oder ein Ehepaar mit einem Kleinkind &#8230;: jeder und jede wird mit Freundlichkeit und H\u00f6flichkeit empfangen und bedient. Das ist eine Frage des Ethos. (Als letzte Amtshandlung hatte ich als Regens des Priesterseminars noch ein \u201eFreundlichkeitsseminar\u201c f\u00fcr Diakone und Flugbegleiterinnen der Lufthansa geplant, was dann aber leider nicht mehr zustande gekommen ist.)<\/p>\n<p>Ob der Gast im Restaurant (resp. an der Kirchent\u00fcr &#8230;) sich wohlf\u00fchlt, h\u00e4ngt dann<\/p>\n<p>&#8211; von der Professionalit\u00e4t des Personals,<\/p>\n<p>&#8211; von der Aufmerksamkeit, Zuvorkommenheit und gleichzeitigen Zur\u00fcckhaltung,<\/p>\n<p>&#8211; aber nicht minder auch vom Ambiente, der Atmosph\u00e4re des Raums<\/p>\n<p>&#8211; und nat\u00fcrlich von der Qualit\u00e4t dessen, was dem Gast aufgetischt wird, ab.<\/p>\n<p>Abgeleitet von der gastronomischen Praxis stellen sich daher einige Fragen an unsere Pastoral:<\/p>\n<ul>\n<li>Aush\u00e4ngeschild ist die Karte: Wissen wir, was wir anzubieten haben? Wie ist unsere Pr\u00e4sentation?<\/li>\n<li>Was ist die \u201eSpezialit\u00e4t unseres Hauses\u201c?<\/li>\n<li>Wie steht es um die (berufsm\u00e4\u00dfige) Freundlichkeit des pastoralen Personals (Kundenorientierung)? Jeder ist wichtig \u2013 ob er Stammkunde ist oder zuf\u00e4llig oder aus Versehen in unsere Veranstaltung kommt. Wir haben keinen Grund, entt\u00e4uscht oder beleidigt zu sein, wenn andere wegbleiben.<\/li>\n<li>Wie gehen wir mit \u201eSonderw\u00fcnschen\u201c (die extra mile) um? (\u201eDaf\u00fcr bin ich nicht zust\u00e4ndig.\u201c)<\/li>\n<li>Gibt es auch bei uns \u201ekleine Aufmerksamkeiten\u201c? (Etwa einen Gru\u00df vom Pfarrer &#8230;)<\/li>\n<li>Wie ist unser Ambiente: einladend oder absto\u00dfend; nach welchen Geschmacksvorgaben?<\/li>\n<li>Wie steht es um unsere Unternehmenskultur \/ Professionalit\u00e4t des Personals?<\/li>\n<li>Gibt es so etwas wie ein \u201esuper additum\u201c?<\/li>\n<\/ul>\n<p>Es ist, glaube ich, unschwer zu erraten: mir geht es hier nicht ums Essen, sondern ums Bedienen. Jene Szene aus dem Gastrobereich scheint mir wie ein Paradigma f\u00fcr die Pastoral zu sein, so dass es erstaunlich ist, dass dar\u00fcber so wenig im Sinne einer \u201eGastropastoral\u201c zu lesen ist. Dabei liegt dies doch auf der Hand, zumal Jesus selber sich \u2013 bildlich gesprochen &#8211; als \u201eKellner\u201c versteht: \u201eDenn auch der Menschensohn ist nicht gekommen, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben hinzugeben als L\u00f6segeld f\u00fcr viele\u201c (Mk 10,45; par Mt. 20,28).<\/p>\n<p>Jener dezente Hinweis ist umso bedeutungsschwerer, als jene von den Synoptikern geschilderte Szene auf dem Weg nach Jerusalem: der Streit um die bevorzugten Pl\u00e4tze im kommenden Reich rechts und links vom Herrn, die bei Lukas in den Abendmahlsaal verlegt wird (Lk 22, 24-30). In jener letzten Stunde vor seiner Gefangennahme, seinem Leiden und Sterben, in der Jesus im intimsten Kreis mit seinen J\u00fcngern zusammen ist und ihnen sein tiefstes Verm\u00e4chtnis anvertrauen will: seine Selbsthingabe in den Zeichen von Brot und Wein, \u201eentstand unter ihnen ein Streit dar\u00fcber, wer von ihnen wohl der Gr\u00f6\u00dfte sei\u201c (V. 24). Was f\u00fcr eine absurde Situation, die deutlich macht, dass auch seine engsten Weggef\u00e4hrten nicht verstehen, worum es Jesus im Letzten und Tiefsten geht. Dann begibt sich Jesus wieder auf eine Stufe mit ihnen und erkl\u00e4rt: \u201eder Gr\u00f6\u00dfte unter euch soll werden wie der Kleinste und der F\u00fchrende soll werden wie der Dienende. Welcher von beiden ist gr\u00f6\u00dfer: wer bei Tisch sitzt oder wer bedient? Nat\u00fcrlich der, der bei Tisch sitzt. Ich aber bin unter euch wie der, der bedient\u201c (V. 26f).<\/p>\n<p><strong>Zeit \u2013 wichtiger als der Raum <\/strong>(Papst Franziskus): Mit dem Bochumer Pastoraltheologen Matthias Sellmann k\u00f6nnen wir von der Gebotenheit einer \u201erelationalen Ekklesiologie\u201c sprechen, bei der es nicht darum geht, R\u00e4ume zu besetzen, sondern Prozesse anzusto\u00dfen:<em>\u00a0<\/em>\u201eEs ist un\u00fcbersehbar, dass die verfasste Kirche Platz machen muss.<em>\u00a0<\/em>Nicht nur oberfl\u00e4chlich betrachtet verliert sie gegenw\u00e4rtig personelle, \u00f6konomische, juristische und prestigef\u00f6rmige Ressourcen.<em>\u00a0<\/em>Von der Platzmetapher her betrachtet, wird vieles schlicht leerer:<em>\u00a0<\/em>Kirchen, Seminare und andere Ausbildungsst\u00e4tten, Pfarrh\u00e4user und Dienstwohnungen, Gemeindeheime, Gremien, Jugend- und Sozialverb\u00e4nde.\u201cEines der offensichtlichsten Kennzeichen der gegenw\u00e4rtigen Pastoralplanung ist das Handeln in der Raumdimension, etwa durch die Vergr\u00f6\u00dferung der Pfarreiterritorien, die Umnutzung oder der Abriss von Kirchengeb\u00e4uden; der Abschied von der Einteilung in \u201aterritoriale\u2018 und \u201akategoriale\u2018 Pastoral &#8230;,\u201e\u00bbPlatz machen m\u00fcssen\u00ab und \u00bbviel zu viel Platz zu haben\u00ab ist sicher eine empfindliche Kr\u00e4nkung des Christseins und der organisierten Kirche.\u201c<\/p>\n<p>Es ist erstaunlich, dass Papst Franziskus gerade in dieser Hinsicht immer wieder zu einem Paradigmenwechsel aufruft: \u201eDie Klage dar\u00fcber, wie barbarisch die Welt heute sei, will manchmal nur verstecken, dass man in der Kirche den Wunsch nach einer rein bewahrenden Ordnung, nach Verteidigung hat. Nein &#8211; Gott begegnet man im Heute.\u201c Und weiter: \u201eGott zeigt sich in einer geschichtsgebundenen Offenbarung, in der Zeit. Die Zeit st\u00f6\u00dft Prozesse an, der Raum kristallisiert sie. Gott findet sich in der Zeit, in den laufenden Prozessen. Wir brauchen R\u00e4ume der Machtaus\u00fcbung nicht zu bevorzugen gegen\u00fcber Zeiten der Prozesse, selbst wenn sie lange dauern. Wir m\u00fcssen eher Prozesse in Gang bringen als R\u00e4ume besetzen.<em>\u00a0<\/em>Gott offenbart sich in der Zeit und ist gegenw\u00e4rtig in den Prozessen der Geschichte. Das erlaubt, Handlungen zu priorisieren, die neue Dynamiken hervorrufen. Es verlangt auch Geduld und Warten.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u201eBest Practice\u201c: Die Campus Akademie<\/strong><strong>: <\/strong>Um es nicht bei der Theorie zu belassen, die immer unter dem Verdacht des \u201eBesserwisserischen\u201c steht, soll abschlie\u00dfend ein konkretes Projekt vorgestellt werden, das zumindest ann\u00e4herungsweise veranschaulichen m\u00f6chte, wie es aussehen kann, sich bietende pastorale Gelegenheiten wahrzunehmen und sich schrittweise auf pastorale Prozesse einzulassen. Konkret geht es um eine Initiative der Katholischen Akademie Schwerte, deren pastorale Aufbruchsdynamik mit einer schlichten Feststellung begann. Anstatt uns in der Kirche angstvoll zu fragen: \u201eWie erreichen \/ wie kriegen wir sie &#8230;?\u201c (die Jugendlichen, die Ordens- und Priesterberufungen, die Frauen, die Arbeiter, die Intellektuellen &#8230;) oder mit Blick auf die eigenen Aktivit\u00e4ten in der Gemeinde: \u201eWie finde ich Mitarbeiter zur Sicherstellung meiner Pastoral?\u201c (Pfarrgemeinder\u00e4te, Kirchenvorsteher, Gruppenleiter, Tischm\u00fctter &#8230;), k\u00f6nnte man ja umgekehrt fragen: wer immer mir als Repr\u00e4sentant der Kirche begegnet: \u201eWas braucht Ihr?\u201c, \u201eWomit kann ich<em>\u00a0<\/em>Euch dienen &#8230;?\u201c<\/p>\n<p>Das war auch die Ausgangsfrage im Blick auf Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen der katholischen Gymnasien im Erzbistum Paderborn, die vor dem Abitur standen, aber unsicher waren, welchen beruflichen Weg bzw. welches Studium sie eingehen sollten. Als Akademie verf\u00fcgen wir \u00fcber ein gro\u00dfes Netzwerk in allen Lebens- und Fachbereichen, das wir den Jugendlichen zur Verf\u00fcgung stellen konnten. Angesichts der un\u00fcbersehbaren F\u00fclle gesellschaftlich nicht normierter und pr\u00e4judizierter Lebensentw\u00fcrfe und Lebensstile in der Postmoderne stehen insbesondere junge Menschen vor der Herausforderung, mit Blick auf die eigene Lebensorientierung je neu ausw\u00e4hlen zu d\u00fcrfen und sich je neu entscheiden zu m\u00fcssen. Das er\u00f6ffnet ungeahnte Lebensperspektiven, kostet aber auch Lebensenergien und birgt ungeahnte Risiken und Gefahren. So bleibt bei jeder Wahl die Ungewissheit, ob man sich richtig entschieden hat und die eigenen Potenziale optimal ausgesch\u00f6pft werden. Je mehr Potenzial an Begabungen und F\u00e4higkeiten ein junger Mensch hat, desto mehr potenzieren sich die Wahlm\u00f6glichkeiten, aber auch die Aporien hinsichtlich tragf\u00e4higer Lebensentscheidungen.<\/p>\n<p>Mit der Exzellenzinitiative der Campus-Akademie hat die Katholische Akademie Schwerte 2006 in Kooperation mit den katholischen Gymnasien im Erzbistum Paderborn ein Projekt der Begabtenf\u00f6rderung ins Leben gerufen, das einen ganzheitlichen Ansatz der Pers\u00f6nlichkeitsentwicklung in intellektueller, sozialer, religi\u00f6ser, kultureller und gesellschaftlicher Hinsicht verfolgt und Jugendliche auf Grundlage der christlichen Wertorientierung bei ihrer Berufswahl, ihrer Lebensplanung sowie ihrem gesellschaftlichen Engagement unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Nach durchlaufenem Bewerbungs- und Auswahlverfahren erhalten in jedem Jahr rd. 25 begabte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler der Jahrgangsstufe 12 eine Einladung zur Sommerakademie in der Katholischen Akademie Schwerte unter dem Leitwort \u201eAbenteuer Menschsein\u201c, wo sie auf Gleichgesinnte mit \u00e4hnlichen Fragen und pers\u00f6nlichen Antwortversuchen treffen. Den jungen Menschen wird dazu die Begegnung und das Gespr\u00e4ch mit hochrangigen Verantwortungstr\u00e4gern erm\u00f6glicht. Diese Pers\u00f6nlichkeiten des \u00f6ffentlichen Lebens lassen sich auf den kritischen Dialog mit den Jugendlichen ein und berichten von ihren Lebensprojekten und eigenen Lebenserfahrungen.<\/p>\n<p>Neben der Orientierung an erfahrenen Vorbildern gewinnen die Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen auf diese Weise ein authentisches Bild von aktuellen Tendenzen und Herausforderungen im Bereich des verantwortlichen Handelns in Wirtschaft, Kultur, Kirche, Forschung und Politik und k\u00f6nnen so selbst die eigene Lebensplanung und \u2013orientierung vor dem Hintergrund der Zeichen der Zeit hinterfragen.<\/p>\n<p><strong>Die Campus-Weggemeinschaft<\/strong><strong>:<\/strong> Das Angebot der Campus-Akademie ist bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auf ein \u00fcberaus positives Echo gesto\u00dfen. Dabei sch\u00e4tzten sie sowohl die M\u00f6glichkeiten zur Entwicklung ihrer eigenen Pers\u00f6nlichkeit als auch die Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Dem Wunsch nach weiterer Be\u00adgleitung und F\u00f6rderung der begabten jungen Menschen wird daher auch \u00fcber die Campus-Sommer-Akademie hinaus, mit einem aufbauenden Konzept spezieller Kursangebote zur Potenzialanalyse (\u201eZwischen den Jahren\u201c), mit Exkursionen zu modernen Wallfahrtsst\u00e4tten gelebten Glaubens (Fazenda da Esperan\u00e7a, Weltjugendtag) und spirituell-lebensorientierten Studienfahrten (Kar- und Ostertage im Heiligen Land) entsprechend nachgekommen.<\/p>\n<p>So entstand auf Initiative der Jugendlichen selbst aus den Anf\u00e4ngen einer Sch\u00fcler-Akademie eine ausbildungs- und studienbegleitende \u201eWeggemeinschaft\u201c, die \u00fcber ein Internetportal vernetzt ist und viermal im Jahr ein offenes Treffen in der Katholischen Akademie Schwerte anbietet. Mittlerweile haben sich an derzeit f\u00fcnf Studienstandorten sog. Campus-Regionalgruppen gebildet, die sich mehrmals im Semester zu Austausch und gemeinsamen Aktionen treffen und sich mit anderen studentischen Initiativen zusammenschlie\u00dfen. Die Initiative der Campus-Weggemeinschaft zielt auf den Aufbau einer studien- und ausbil\u00addungsbegleitenden F\u00f6rderung und Vernetzung k\u00fcnftiger Verantwortungstr\u00e4ger ab, die in ihrer christlichen Identit\u00e4t unterst\u00fctzt werden sollen und denen die M\u00f6glichkeit gege\u00adben wird, in Bindung an einen Ort die Kompetenzen der Katholischen Akademie Schwerte in Anspruch zu nehmen und ihrerseits ihre je spezifi\u00adschen Beitr\u00e4ge dort einzubringen.<\/p>\n<p>Seit 2007 haben rd. 240 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler an der Campus-Akademie teilgenommen, die auch w\u00e4hrend ihres Zivildienstes, Auslandseinsatzes oder Hochschulstudiums untereinander und \u00fcber die Katholische Akademie Schwerte in Kontakt sind. 2011 wurde der gemeinn\u00fctzige Verein \u201eCampus-Weggemeinschaft e.V.\u201c als Forum des pers\u00f6nlichen, fachlichen und beruflichen Austausches im Geist gegenseitiger Unterst\u00fctzung und Anteilnahme gegr\u00fcndet. \u201eZiel des Vereins ist es, junge, engagierte Menschen in ihrer sozialen und beruflichen Entwicklung zu f\u00f6rdern, sie \u00fcber die Grenzen einzelner Jahrg\u00e4nge bzw. akademischer und beruflicher Schwerpunkte hinweg zu vernetzen und ihnen eine Plattform f\u00fcr pers\u00f6nliche Begegnung, geistige Auseinandersetzung und Entwicklung gemeinsamer Initiativen zu bieten\u201c (Pr\u00e4ambel Vereinssatzung). Studenten der Campus-Weggemeinschaft organisieren sich in derzeit acht Fachschaften, um in wissenschaftlicher und beruflicher Hinsicht voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Mit dem Vorstand und den Koordinatoren der Fachschafts- und Hochschulgruppen nehmen Alumni der Campus-Akademie mittlerweile eigenst\u00e4ndig die Verantwortung f\u00fcr die Campus-Weggemeinschaft wahr, darin konstruktiv unterst\u00fctzt und beraten durch die Katholische Akademie Schwerte. Ihnen ist es ein Anliegen, den Verein im Geist der selbstgegebenen Satzung mit Leben zu f\u00fcllen: \u201eDie Mitglieder des Vereins, die in dem christlichen Menschenbild den Ma\u00dfstab f\u00fcr ihre Wertorientierung und Lebensgestaltung suchen, sind einander im Geist einer affektiven und effektiven Weggemeinschaft verbunden und unterst\u00fctzen sich gegenseitig in ihrem gesellschaftlichen und sozialen Engagement. Aufgrund ihrer Gemeinwohlorientierung sind sie bereit, entsprechend ihrer Profession und Kompetenz nach M\u00f6glichkeit gesellschaftliche Verantwortung zu \u00fcbernehmen\u201c (Pr\u00e4ambel Vereinssatzung).<\/p>\n<p><strong>Campus 2.0: <\/strong>Die Erfahrungen der Campus-Akademie sind vielen Teilnehmern noch Wochen und Monate nach der Veranstaltung im Kopf geblieben. Vor allem die junge Gemeinschaft, in der man alles offen ansprechen kann und in der sich immer jemand findet, der einem zur Seite steht, hat die Abiturienten regelrecht ber\u00fchrt. Daraus ist die Idee entstanden, eine \u00e4hnliche Akademie-Woche j\u00e4hrlich stattfinden zu lassen, und zwar f\u00fcr alle ehemaligen Teilnehmer der Campus-Akademie.<\/p>\n<p>Campus 2.0 bietet Raum zum interdisziplin\u00e4ren, jahrgangs\u00fcbergreifenden Austausch. Neben Vortr\u00e4gen externer Referenten gibt es auch Workshops, die von Mitgliedern der Campus-Weggemeinschaft selber gestaltet werden. Dabei stellen Studenten und Berufseinsteiger Themen vor, mit denen sie sich im Studium oder im Ehrenamt besch\u00e4ftigt haben. Anschlie\u00dfend besteht f\u00fcr die facheigenen und fachfremden Zuh\u00f6rer die M\u00f6glichkeit, selbst Anregungen einzubringen. Weitere Bestandteile im Campus 2.0-Programm sind Glaubensimpulse und Diskussionsabende. In der Regel findet Campus 2.0 jedes Jahr zum Ende der eigentlichen Campus-Akademie statt. Dadurch k\u00f6nnen sich die neuen Mitglieder gleich in das Vereinsleben der Campus-Weggemeinschaft integrieren.<\/p>\n<p><strong>Soziale Projekte: <\/strong>Seit September 2014 setzen sich Mitglieder der Campus-Weggemeinschaft u.a. f\u00fcr benachteiligte Jugendliche ein. In der \u00dcberzeugung, dass eine F\u00f6rderung des Gemeinwohls nur durch Dialog und pers\u00f6nlichen Einsatz zu erreichen ist, bringen die Studenten Themen wie soziale Teilhabe, \u00f6kologische und soziale Nachhaltigkeit, Rassismus und Drogensucht ins Gespr\u00e4ch mit den Jugendlichen, untersuchen die Mechanismen von Wirtschaft und Arbeitswelt und stellen immer wieder die Frage, wie man als m\u00fcndiger B\u00fcrger und Mensch sein Leben verantwortungsvoll in der Gesellschaft leben kann. Das Ergebnis ist eindeutig: Nach einer Zeit des gegenseitigen Kennenlernens ist eine Vertrauensbasis gewachsen, auf der ein richtiger Gespr\u00e4chsprozess \u00fcber die ernsten Themen des Lebens stattfindet. Ohne den Leistungsdruck von Schulunterricht lernen die Jugendlichen so, wie sie ihr eigenes Leben in die Hand nehmen und daf\u00fcr Verantwortung \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Neben den w\u00f6chentlichen Einheiten werden auch mehrt\u00e4gige Blockveranstaltungen durchgef\u00fchrt, bei denen zu einzelnen Aspekten besonders intensiv gearbeitet wird. Besonders hervorzuheben ist auch das Wochenende zur Drogen- und Suchtpr\u00e4vention, das in Kooperation mit der Fazenda da Esperan\u00e7a durchgef\u00fchrt wird. So soll einer besonderen Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr S\u00fcchte und Abh\u00e4ngigkeiten, die aus der Lebenssituation der Sch\u00fcler resultiert, Vorschub geleistet werden. Zwar ist der Erfolg eines Projektes nur schwer zu bemessen, es ist aber deutlich sp\u00fcrbar, dass die Jugendlichen ein immer besseres Gef\u00fchl daf\u00fcr bekommen, was es bedeutet, Protagonist im eigenen Leben zu sein. Deshalb ist auch die Campus-Weggemeinschaft entschlossen und freut sich darauf, diesen Weg mit Jugendlichen, die oft am Rand unseres Bewusstseins stehen, weiter zu gehen und so am Aufbau einer vereinten Gesellschaft mitzuwirken.<\/p>\n<p><strong>CAMPUSprofessional: <\/strong>Woher und Wohin? Diese Fragen standen am Beginn der Campus-Akademie, kurz vor dem Abitur. Aber die Fragen wiederholen sich an den unterschiedlichen Weggabelungen des Lebens. Da ist es eine Hilfe, auch weiterhin miteinander im Gespr\u00e4ch zu sein und sich dar\u00fcber auszutauschen, was in der neuen Lebensphase wichtig ist, was die je eigenen Ideale und W\u00fcnsche sind, die guten und weniger guten Erfahrungen &#8230; Wenn Studium und Ausbildung mehr oder weniger abgeschlossen sind und die Berufseinstiegsphase hohen Einsatz erfordert, geht es mit der Frage der weiteren Lebensplanung auch um finanzielle Unabh\u00e4ngigkeit und Partnerschaft. Mit der Initiative CAMPUSprofessional an unterschiedlichen Standorten wie Berlin oder M\u00fcnchen machen die Alumni nach guter CAMPUS-Tradition miteinander ihre Fragen der Lebensgestaltung zum Thema, verbunden mit spirituellen Impulsen und Aspekten ethischer F\u00fchrung, um voneinander zu lernen und sich weiter zu vernetzen.<\/p>\n<p>Die Initiative der Campus-Akademie bzw. \u2013 Weggemeinschaft ist ein offener Prozess. \u201eWir haben einfach angefangen\u201c \u2013 und es hat sich eine Dynamik entfaltet, die alle Ideen, Vorstellungen und Pl\u00e4ne des Anfangs bei weitem \u00fcbertroffen hat. Dabei kommt mir ein Wort in den Sinn, das der heiligen Katharina von Siena zugeschrieben wird: \u201eWenn wir die sind, die wir sein sollen, werden wir ganz Italien in Brand stecken\u201c. Wahrlich bewegte Zeiten, die dazu herausfordern, mit den Worten der Psalmen darauf zu bauen: \u201eSende aus deinen Geist, und das Antlitz der Erde wird neu\u201c (vgl. Ps. 104).<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den meisten Priesterseminaren gibt es eine \u201eAhnengalerie\u201c: Fotos der Weihekandidaten oder Neupriester am Tag ihrer Priesterweihe: hoffnungsfrohe Gesichter, zukunftsgewandt, bereit f\u00fcr Seelsorge und Verk\u00fcndigung. Ich habe mich beim Betrachten oft gefragt: Was waren die priesterlichen Ideale dieser jungen M\u00e4nner, damals 1914, kurz vor Ausbruch des\u00a0Ersten Weltkriegs; oder 1939, als bald darauf die Synagogen brannten,&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":32561,"menu_order":257,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-115158","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zur Gestalt des Priesterlichen in bewegter Zeit - Katholische Akademie in Bayern<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/zur-gestalt-des-priesterlichen-in-bewegter-zeit-bayerischer-priestertag-2018\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zur Gestalt des Priesterlichen in bewegter Zeit - Katholische Akademie in Bayern\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"In den meisten Priesterseminaren gibt es eine \u201eAhnengalerie\u201c: Fotos der Weihekandidaten oder Neupriester am Tag ihrer Priesterweihe: hoffnungsfrohe Gesichter, zukunftsgewandt, bereit f\u00fcr Seelsorge und Verk\u00fcndigung. 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