{"id":115228,"date":"2025-12-05T16:09:14","date_gmt":"2025-12-05T15:09:14","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115228"},"modified":"2025-12-05T16:09:17","modified_gmt":"2025-12-05T15:09:17","slug":"liturgie-als-schule-des-leibes-ein-versuch-ueber-leibhaft-gedachte-anthropologie","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/liturgie-als-schule-des-leibes-ein-versuch-ueber-leibhaft-gedachte-anthropologie\/","title":{"rendered":"Liturgie als Schule des Leibes"},"content":{"rendered":"<p>Leib ist der Lieblingsweg der Gnade. Anders: Leib ist Vorschule der Liturgie. So lautet einer der grundlegenden Gedanken des Klassikers \u201eVom Geist der Liturgie\u201c, vor allem im vierten Kapitel \u00fcber \u201eLiturgische Symbolik\u201c. Mit diesem Kapitel greift Guardini vor die Liturgie zur\u00fcck, denn: Aus der Symbolik des Leibes entfaltet sich zun\u00e4chst eine gro\u00dfgedachte Anthropologie. Aber sie l\u00e4\u00dft sich sich weiterdenken: Anthropologie f\u00fchrt auf eine erhellende Weise zur Liturgie.<\/p>\n<p>Das schmale Kapitel 4 kann diese Anthropologie nur andeuten, daher werden noch weitere, sp\u00e4tere Aussagen Guardinis hinzugezogen, bevor der \u00dcberschritt in die Liturgie wieder zur\u00fcckf\u00fchrt zu seinem Erstling.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Leiblichkeit als Leitfaden zur Anthropologie<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eDer ganze K\u00f6rper ist Werkzeug und Ausdruck der Seele. Die ist nicht blo\u00df im Leibe drinnen, wie einer in seinem Hause sitzt, sondern wohnt und wirkt in jedem Glied und jeder Faser. Sie spricht aus jeder Linie und Form und Bewegung des Leibes. In besonderer Weise aber sind Antlitz und Hand Werkzeug und Spiegel der Seele.\u201c So beginnt, 1920 erstver\u00f6ffentlicht in der Zeitschrift \u201eQuickborn\u201c, der Aufsatz \u00fcber die Hand, selbst ein kleines Meisterwerk. Im Unterschied zu anderen \u201eheiligen Zeichen\u201c geht es dabei nicht um die Freilegung der Dinge wie Kerze, Schwelle, Glocke, sondern um die Selbstaussage des eigenen Leibes. Es ist entscheidend, in dem, was \u201eauf der Hand liegt\u201c, bereits das Ganze des menschlichen Daseins umrisshaft abnehmen zu k\u00f6nnen. Walter Dirks formulierte r\u00fcckblickend: \u201eEr hat unseren Sinn f\u00fcr den Leib und f\u00fcr das Spiel in eine theologisch-anthropologische Vorstellung des ganzen Daseins eingeordnet.\u201c<\/p>\n<p>Worauf deutet diese Anthropologie? Keineswegs ist menschlicher Leib aus einem flachen Materialismus zu verstehen. Der Leib \u201e\u00e4u\u00dfert\u201c vielmehr grunds\u00e4tzlich eine Relation. Er ist stoffliche Auspr\u00e4gung eines Innen, ist die sinnliche Seite von Sinn. Mit dem Leib ist kein naiver Naturbegriff verbunden, sondern an ihm zeigt sich die sch\u00f6pferische \u00dcberf\u00fchrung von Natur in seelisch kultivierte, angenommene und aufgeschlossene, gestaltete Natur.<\/p>\n<p>Wie gelingt diese sch\u00f6pferische Umsetzung von innen nach au\u00dfen, wie mi\u00dflingt sie? Im 4. Kapitel \u201eVom Geist der Liturgie\u201c unterscheidet Guardini zwei Leibverst\u00e4ndnisse, die je typisch beschr\u00e4nkt und noch nicht gelungen sind. Beide fragen zun\u00e4chst dasselbe: \u201eWie vom Ich innerhalb der eigenen k\u00f6rperlich-geistigen Pers\u00f6nlichkeit das Verh\u00e4ltnis zwischen Geist und K\u00f6rper erlebt wird.\u201c Das erste Verh\u00e4ltnis grenzt das K\u00f6rperliche jedoch scharf vom Geistigen ab. Beide werden als \u201ezwei Ordnungen empfunden, die nebeneinander liegen, zwischen denen wohl ein Verkehr besteht, aber ein solcher, der eher wie ein \u00dcbersetzen aus der einen in die andere denn als ein unmittelbares Zusammenwirken erscheint\u201c. So wird der K\u00f6rper Werkzeug, \u201eHilfsmittel\u201c, \u201eBeimengsel\u201c und \u201eUnvollkommenheit\u201c, aber kein einleuchtender Ausdruck des Seelischen.<\/p>\n<p>Im zweiten Verh\u00e4ltnis wird umgekehrt das K\u00f6rperlich-Sinnliche \u201ef\u00fchrend\u201c und l\u00e4sst das Geistige unmittelbar ins Leibhafte \u00fcberstr\u00f6men. \u201eDieses Eins-Gef\u00fchl des K\u00f6rpers und Geistes vermag sich auch \u00fcber den Bereich der eigenen Pers\u00f6nlichkeit auszudehnen und die Au\u00dfendinge in sich hineinzuziehen.\u201c Guardini k\u00f6nnte hier auf das magische, auch auf das kindliche Weltverh\u00e4ltnis anspielen, in welchem die dinghaften Elemente Herrschaft \u00fcber das Empfinden und Urteilen aus\u00fcben. \u201eDas Innenleben ist in best\u00e4ndigem Flu\u00df begriffen, ver\u00e4ndert sich fortw\u00e4hrend.\u201c Selbstand des Geistes ist damit unm\u00f6glich, auch eine Stetigkeit der Verh\u00e4ltnisse im eigenen polar gebauten Dasein. Es fehlt die \u201eF\u00e4higkeit, bestimmte geistige Gehalte an bestimmte \u00e4u\u00dfere Formen zu binden\u201c. Das Hin und Her zwischen Leib und Seele, Au\u00dfen und Innen, ist ungestalt, unscharf, noch nicht selbstm\u00e4chtig.<\/p>\n<p>Deutlich wird bereits, dass Guardini die beiden Leibverst\u00e4ndnisse nicht einfach verwirft, sondern sie aneinander misst. Vom ersten beh\u00e4lt er die Pr\u00e4gnanz des Geistigen gegen\u00fcber dem K\u00f6rper, vom zweiten die st\u00e4rkere Verbindung beider, die allerdings der kl\u00e4renden Unterscheidung bedarf. Unausgesprochen ist der Gegensatzgedanke darin m\u00e4chtig, der W\u00fcrdigung, Kritik und letztlich Balance des Gegens\u00e4tzlichen miteinander verbindet.<\/p>\n<p>Bei diesen Ausf\u00fchrungen wird noch nicht deutlich zwischen den Ausdr\u00fccken Leib und K\u00f6rper \u2013 oder auch zwischen Geist und Seele \u2013 geschieden, wie es Guardini an anderen Stellen sp\u00e4ter macht, zum Beispiel in der gro\u00dfen Passage: \u201eVon beiden Seiten her mu\u00df die Wahrung aufgebaut werden: vom Geist und vom K\u00f6rper. Der Trieb mu\u00df vom Geiste her Scheu und Zucht; Intellekt und Wille m\u00fcssen vom K\u00f6rper her Demut und Bindung annehmen. Die Aufgabe ist aber durch ihre Kraft allein nicht zu l\u00f6sen, sondern bedarf des Herzens. Im Herzen begegnet der Geist dem K\u00f6rper und macht ihn zum \u201aLeibe\u2019; im Herzen begegnet das Blut dem Geiste, und er wird zur \u201aSeele\u2019.\u201c<\/p>\n<p>Diese Wandlung des (eher mechanisch gedachten) K\u00f6rpers zum lebendigen Leib kraft des Herzens wird aber in der Fr\u00fchschrift 1918 noch nicht eingehalten. Festzuhalten ist f\u00fcr den weiteren Gedankengang nur die unbedingte Wechselwirkung zwischen Leib\/K\u00f6rper\/Au\u00dfen und Seele\/Innen.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich fasst Guardini in \u201eWelt und Person\u201c 1939 \u2013 trotz des schmalen Umfangs von 160 Seiten eine seiner wichtigsten Schriften \u2013 den menschlichen Leib unter der Qualit\u00e4t des Gespannt- und Gerichtetseins. Der Mensch ist keine Sache, sondern eine Richtung, ein Aufgetansein, eine Zuwendung. Das zeigt sich schon in der leiblich-ph\u00e4nomenalen Hinwendung im Sprechen, im Ansehen, im Begegnen, immer in Wendung zu einem Gegen\u00fcber, zu einem Du oder Wir oder auch Es. Leib selbst ist angelegt auf Beziehung oder verweigert sie in der Abwendung.<\/p>\n<p>Der Hauptgedanke von \u201eWelt und Person\u201c lautet, \u201eda\u00df der Mensch nicht als geschlossener Wirklichkeitsblock oder selbstgenugsame, sich aus sich selbst heraus entwickelnde Gestalt, sondern zum Entgegenkommenden hin\u00fcber existiert\u201c. Anders: Dieses Entgegenkommende setzt eine Dynamik frei, ein \u201eHin\u00fcber\u201c; es l\u00e4sst die Lehre vom Menschen als Monade ebenso wie eine aufkl\u00e4rerische Autonomie des Subjekts als unzureichend erscheinen; sie sind nur als Momente in einem aufsprengenden Gesamtvorgang einzusetzen. Schon in seiner R\u00e4umlichkeit ist Leib ein Spannungsgef\u00fcge zwischen innen \u2013 au\u00dfen \u2013 oben, er verleiht der Wendung des Ich zu einem Gegen\u00fcber Ausdruck. Dorthin, in eine personale Beziehung, transzendieren die anschaulichen \u201e\u00c4u\u00dferungen\u201c des Leibes.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Zwischenruf: Gebrochenheit des Leibes<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In \u201eGeist der Liturgie\u201c ist angedeutet, da\u00df der Geist selbst unlebendig bleibt, wenn er nicht inkarniert (80); dass seine \u201eSpr\u00f6digkeit\u201c sich \u201egegen den Ausdruck des Seelischen im K\u00f6rperlichen wehrt\u201c. Umgekehrt: Der Leib kann zu harmonisch, als Ankunft in sich selbst verstanden werden. Was hier nur gestreift wird, wird durch einen Blick auf sp\u00e4tere Gedankenkreise klar, die nach Gesundheit und Krankheit des Leibes und Geistes fragen.<\/p>\n<p>Ein Vorlesungsfrag\u00adment von 1931 (in der Bayerischen Staatsbibliothek M\u00fcnchen) unterstreicht ausdr\u00fccklich Nietzsches Forderung im Zarathustra nach dem aufrechten Wuchs. Werden die Welt und mit ihr der Mensch nicht ernst genommen, so verliert alles, fern und d\u00fcnn geworden, sein Gewicht, ein unwahres Ressentiment bleibt als Bodensatz. Hier setzen im Nietzsche-Zitat und Guardini-\u00adKommentar gro\u00dfe Passagen ein \u00fcber das Bruchst\u00fcckhafte, Frucht\u00adlose, K\u00fcmmerliche des modernen Menschen, entsprungen einer Leibverachtung, die zugleich Geistverachtung hervortreibt \u2013 ist doch der Geist selbst gehaltlos, dem Leben fremd, im Begriff d\u00fcrr geworden. Und Leib w\u00e4re Sinn, Geist, Seele \u2013 alles in einem, w\u00e4re die \u201egro\u00dfe Vernunft\u201c, tiefer wissend, von \u201e\u00e4lterem Adel\u201c als Urteil und Abstraktion. Erh\u00f6hung des Leibes ist Erh\u00f6hung des Geistes. Seine Bl\u00fcte liegt in Gesundheit, Sch\u00f6nheit, Tanz, Lust \u2013 oder er bl\u00fcht eben nicht.<\/p>\n<p>Guardini teilt diese Deutung und denkt von der Sache her, aus \u00dcbereinstimmung weiter. Und zwar stellt sich als n\u00e4chste Frage: Ist die selbstsichere Natur ein Letztes? Baut sich der Mensch aus der Tiefe allein in seine eigene H\u00f6he? Was sichert ihm W\u00fcrde ohne den wohlgeratenen Leib? Wird dieses Problem wirklich ausgetra\u00adgen, dann kommt ein Geist-Verst\u00e4ndnis ins Spiel, worin der Geist nicht mehr allein Trieb und Blut in Vollendung ist. Geist mu\u00df auch Eigenstand gegen\u00fcber dem Bios aufweisen, wesentlich Leben sein, \u201edas sich selber ins Leben schneidet\u201c. Wo Geist in dieser zweiten \u201elebensgef\u00e4hrlichen\u201c Form erscheint, ist er Widerspruch, unfassli\u00adcher Einbruch, Aussetzung \u2013 das, was die christliche Erfahrung mit dem Transzendenten bezeichnet. Sprengung des Lebenskreises aus einem h\u00f6heren Anspruch (\u201eAnruf\u201c): und der Angesprochene, die Person, erf\u00e4hrt diese Sprengung ebenso wirklich wie das Vertrau\u00adte, Selbstsichere, aus sich selbst Aufbl\u00fchende.<\/p>\n<p>So kann der Geist \u00e4u\u00dferste Folgerung des sch\u00f6nen Leibes sein \u2013 er kann aber ebenso den Leib \u00fcberwinden, verlassen\u2026 Guardini deckt hier einen Ansatz bei Nietzsche auf, der nicht immer gese\u00adhen, ja wohl auch Nietzsche selber unheimlich ist: dass der Geist das Leben \u00fcber sich selbst hinausdr\u00e4ngt. Hier erscheint f\u00fcr Guar\u00addini \u2013 weit klarer als bei Nietzsche \u2013 die Qualit\u00e4t des Personalen: die W\u00fcrde des Hinauf, Hinaus, Hin\u00fcber \u2013 von einem anderen ge\u00adzogen als ich selbst bin. Selbst in mir und Selbst \u00fcber mir \u2013 das Er\u00adste aus eigener F\u00fclle, das Zweite aus der F\u00fclle eines anderen (und noch ist ja nicht ausgemacht, ob nicht sogar meine selbstherrliche F\u00fclle von einer anderen gewollt, getragen ist). Ohne das Wort Chri\u00adstentum auch nur zu nennen, tastet sich Guardini in eine von Nietzsche geahnte, z\u00f6gernd ausgesprochene Wahrheit vor: da\u00df Gr\u00f6\u00dfe sich aus der Wirklichkeit eines Gr\u00f6\u00dferen n\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Damit ist der Anfangsgedanke vom Leib und seiner Kraft noch einmal ber\u00fchrt, vom Hiersein in seiner Eigen-Sch\u00f6nheit. So sehr das Dasein, oft untersch\u00e4tzt, in sich selbst wurzelt, mit sich selbst in h\u00f6chster Fruchtbarkeit eins ist, so sehr ist es \u2013 durch Anruf \u2013 noch einmal mehr, gr\u00f6\u00dfer, gewaltiger. Versagt man sich diesem Mehr, darf der Leib letztlich doch nichts anderes sein als Biologie, K\u00f6rper, Blut, Animal. Und dies dann nicht neutral, sondern jetzt d\u00e4monisch (in der weitest getriebenen Form sogar dumm).<\/p>\n<p>Guar\u00addini wird 1945 das Buch \u201eDer Heilbringer in Mythos, Offenbarung und Politik\u201c herausbringen, den Versuch, die vergangenen zw\u00f6lf Jahre zu orten. Eine Quelle der zw\u00f6lf Jahre war die Biologisierung des Menschen, der Kultur, des Staates, der Religion: Geist aus Blut und Boden abgeleitet. Hier f\u00e4llt \u2013 mitverantwortlich \u2013 mehrfach der Name Nietzsche. Seine R\u00fcckgewinnung des Leibes blieb ortlos: nicht auf das bezogen, was \u00fcber den Leib hinausdr\u00e4ngt; so suchte sich dieser Gedanke den d\u00e4monisch-exklusiven Ort in einer bestimmten Rasse. Damit wurden Leib, Rasse, Aristokratie des Blutes ein t\u00f6dliches Instrument. Lebenssteigerung, die aus Wirk\u00adlichkeitsverlust in Tod umschlug.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Liturgie als Schule des Leibes<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ist aber der Leib ein richtig gestaltetes \u201eGef\u00fcge\u201c von Innen und Au\u00dfen, dann geh\u00f6ren beide so zusammen, dass \u201ewirklich das \u00e4u\u00dfere Erscheinen in jedem St\u00fcck reine und volle Aussprache des Inwendigen\u201c ist. Elementare Haltungen des Leibes bringen den Un-Fug einer zerfallenen Wirklichkeit in die rechte Ordnung. Sie wehren einem blo\u00df spirituellen Absturz nach innen ebenso wie sie einen leeren Aktionismus nach au\u00dfen unterbinden.<\/p>\n<p>Guardini beschrieb solche Haltungen und, mehr noch, \u00fcbte sie mit der ihm anvertrauten Jugend: Sitzen, Stehen, Schreiten, Knien&#8230; So entfaltete er in einem ganz ihm eigenen Ton, was Stehen hei\u00dft: nicht ein h\u00f6lzernes Angeschraubtsein, vielmehr: \u201eStehen ist schwingende Ruhe.\u201c Knien ist nicht Ausdruck von Unterw\u00fcrfigkeit, sondern von Demut und Wahrheit bereits in der Gestalt: \u201eschon ist die H\u00e4lfte ihrer H\u00f6he geopfert\u201c. Schreiten als eine langsame, gefasste Bewegung ist Ausdruck des Aufrechten: \u201eFrei aufgerichtet, nicht geb\u00fcckt. Nicht unsicher, sondern im festen Gleichma\u00df. (&#8230;) Leicht und stark, aufrecht und tragf\u00e4hig, geruhig und von vorandr\u00e4ngender Kraft. (&#8230;) Die aufrechte Gestalt, ihrer selbst Herrin, sich selber tragend, ruhig und sicher, die bleibt des Menschen alleiniges Vorrecht. Aufrecht Schreiten hei\u00dft Mensch sein.\u201c<\/p>\n<p>Und immer wirkt die Haltung auf die Seele zur\u00fcck: Sich aufrichten meint schon sich vorbereiten zum Aufrichtigwerden. Ein m\u00fcndlich \u00fcberlieferter Satz Guardinis auf Burg Rothenfels lautete: \u201eMan mu\u00df einen Saal mit den Schultern betreten\u201c \u2013 n\u00e4mlich mit erhobenem Kopf dem Saal gewachsen sein, sich von ihm in Weite und H\u00f6he mitnehmen lassen. Anders: in die Gegensatzspannung des Wirklichen eintreten, sich davon aufspannen lassen.<\/p>\n<p>So wird der Leib Zugang zur Wirklichkeit. Unabh\u00e4ngig von den viel sp\u00e4ter einstr\u00f6menden asiatischen \u00dcbungsmethoden entwickelte Guardini aus europ\u00e4ischer, auch monastischer Erfahrung (immer wieder sch\u00f6pfend aus dem Benediktinerorden) \u00dcbungen des Atmens, des Stillwerdens, der leibhaften Hingabe an das \u00dcbernat\u00fcrliche im Nat\u00fcrlichen.<\/p>\n<p>Programmatische Ausblicke Guardinis lauten: \u201eDer ganze Mensch tr\u00e4gt das liturgische Tun. Wohl die Seele, aber sofern sie sich im K\u00f6rper offenbart.\u201c Ziel einer solchen Bildung ist \u201edurchgeistigte Leiblichkeit\u201c, nicht \u201erein geistige Fr\u00f6mmigkeit\u201c. Hier f\u00e4llt bereits das viel sp\u00e4ter zur z\u00f6gernden Frage umgeformte Wort, der Mensch m\u00fcsse wieder \u201esymbolf\u00e4hig\u201c werden, was auch hei\u00dft, die Symbolik des eigenen Leibes wieder wahrzunehmen. Erneut arbeitet Guardinis Denken an der grunds\u00e4tzlichen \u00dcberwindung eines theoretischen Irrwegs: \u201eWir m\u00fcssen weg von der verlogenen \u201aGeistigkeit\u2019 des 19. Jahrhunderts. Verleibter Geist sind wir.\u201c \u201eUnd welches ist der Sinn des Lebendigen? Da\u00df es lebe, sein inneres Leben herausbringe und bl\u00fche als nat\u00fcrliche Offenbarung des lebendigen Gottes.\u201c<\/p>\n<p>Wie gelingt solches \u201eOffenbaren\u201c? Schon in fr\u00fchen Jahren begleitete Guardini der Aufsatz von Kleist \u00fcber das Marionettentheater, worin die Frage nach dem Grund der Anmut der Marionette gestellt wird. Die gefundene Antwort lautete, ihre Anmut springe daraus auf, dass die Marionette ihren Schwerpunkt \u00fcber sich habe. Das leitet zu dem Hinweis \u00fcber, auch der menschliche Leib k\u00f6nne seinen Schwerpunkt \u00fcber sich suchen, sich nicht von unten her, von der Schwerkraft weg hochstemmen: Haltung aus Gehaltensein.<\/p>\n<p>Lebendiger Leib offenbart sich, wenn er sich von oben her lebt. Haltungen \u00fcben meint, den Schwerpunkt \u00fcber sich verlegen, sich halten lassen und dadurch Haltung gewinnen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Liturgische Symbolik des Leibes<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Durchscheinen der seelischen Haltung im Leib, die Transparenz von Innen und Au\u00dfen, von Unsichtbarem und Sichtbarem ist die denkbar einfache Grundlage liturgischen Vollzugs.<\/p>\n<p>Guardini erweckt im 4. Kapitel seines Klassikers den Sinn f\u00fcr das Symbol, f\u00fcr das Ganze aus zwei H\u00e4lften. Wenn die eine H\u00e4lfte, der vollziehende k\u00f6rperliche Ausdruck, fehlt, so ist das Innere nicht nach au\u00dfen gedrungen, nicht wahrnehmbar, nicht wirklich. Deswegen ist Guardinis Grundbesinnung auf die Liturgie nicht von der \u00c4sthetik \u2013 wie ihm unterstellt wurde \u2013, sondern von der Symbolik geleitet. Daraus bezieht sie ihre St\u00e4rke, die eben nicht auf einem innerlich gef\u00fchlten Erlebnis, sondern auf dem durchdachten, durchreflektierten Wahrnehmen eines Ganzen beruht.<\/p>\n<p>Guardini kennzeichnet unterscheidend die Allegorie als eine nur kulturelle \u201e\u00dcbereinkunft\u201c, die einem Ding einen Inhalt zuweist; diese Zuweisung ist aber nicht zwingend, sondern kulturabh\u00e4ngig, auch deutungsbed\u00fcrftig. Im Unterschied dazu entsteht das Symbol zwingend, als \u201enat\u00fcrlicher Ausdruck eines wirklichen, besonderen Seelenzustandes.\u201c Zugleich tritt es aus einem einmaligen Erleben heraus und ins Allgemein-G\u00fcltige ein \u2013 jeder Kultur in gleicher Weise verstehbar. Im Aufgreifen der beiden dargestellten Schr\u00e4glagen des Geist-K\u00f6rper-Bezugs \u00fcbernimmt das Symbol nun richtig, geraderichtend, \u201ein gl\u00fccklicher Stunde\u201c das enge und vertraute Ineinanderspiel der beiden Seiten des menschlichen Daseins, zugleich aber das Eindeutige des geistigen Sehens, die abgegrenzte Form, die durchgestaltete Bedeutung. Symbolisch erwachsende Geb\u00e4rden werden anschaulich und reich, bleiben dabei aber einfach und lesbar; sie beziehen nicht nur den Leib, sondern auch Dinge mit ein und zeigen sie in gleicher Weise als symbolf\u00e4hig: Die Gestalt ist unmittelbar durchsichtig auf Sinn.<\/p>\n<p>Ein sch\u00f6nes Beispiel: \u201eSo etwa, wenn in einer Opferhandlung die Gabe nicht auf der blo\u00dfen Hand, sondern auf einer Schale dargebracht wird. Die Fl\u00e4che der Schale betont die ausdr\u00fcckende Wirkung der Handfl\u00e4che; es entsteht dadurch eine gro\u00dfe, nach oben, nach dem g\u00f6ttlichen Wesen hin ausgebreitete, ge\u00f6ffnete Ebene.\u201c Leibliche Haltung vereint den Tr\u00e4gerstoff mit dem darin wartenden und aufleuchtenden Bild, sie entbindet das Geistige von seiner Spr\u00f6de, das K\u00f6rperliche aber von seiner Schwere, seiner bedr\u00e4ngenden Unmittelbarkeit (wie sie die Naturkulte noch pflegen), das Nat\u00fcrlich-Seelische von seiner Unbestimmtheit, str\u00f6menden Ungewi\u00dfheit, Beliebigkeit. \u201eEs w\u00e4re der Gegenstand einer sehr fesselnden Untersuchung, zu erforschen, wie die Naturlaute, Naturformen, Naturdinge in der Hand der Liturgie zu Kulturdingen werden.\u201c Liturgie wird \u201eSchule des Ma\u00dfes und der seelischen Haltung\u201c. Der Vorgang definiert geradezu Liturgie: Sie formt Natur um zur Kultur.<\/p>\n<p>So ist der K\u00f6rper selbst, \u00fcberhaupt das Dingliche, Tr\u00e4ger einer Bedeutung, die sich im Tun erst \u00f6ffnet. Liturgie f\u00fchrt nicht nur zu Gott, sie f\u00fchrt in Welt, die sich f\u00fcr Gott auftut. Das Wort allein ohne das \u201eFleisch\u201c der Wirklichkeit w\u00e4re nicht stark genug, dieses Freiwerden des Innen zu leisten, wie es der Liturgie gelingt.<\/p>\n<p>Liturgie ist wirklich Schule des Leibes, aber der Leib selbst ist Vorschule der Liturgie.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das heutige Mi\u00dfverst\u00e4ndnis des Leibes als K\u00f6rper<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das deutsche Wort Leib verbindet sich in seiner Wortwurzel lb- mit Leben und Liebe. Leib ist immer schon beseelter Leib. Leibhaft ist daher lebhaft. Leib ist aber nicht nur mein Dasein f\u00fcr mich, subjektiv, sondern auch mein Dasein f\u00fcr andere: intersubjektiv. Zur Kl\u00e4rung muss jedoch eine Unterscheidung getroffen werden, die heute zeitgeistig ein Begreifen des Leibes behindert: die Unterscheidung des belebten Leibes vom sachhaften, mechanischen K\u00f6rper.<\/p>\n<p>Viele Sprachen, so die romanischen, machen keinen Unterschied zwischen Leib und K\u00f6rper, welcher ein Begriff des Kausal-Naturgesetzlichen und Funktionalen ist, so dass K\u00f6rper auch das Gegenst\u00e4ndlich-Tote sein kann. So nimmt es nicht wunder, dass in der mittlerweile einflussreich gewordenen Gender-Theorie der K\u00f6rper nur als Werkzeug, als leere H\u00fclle eines abstrakten \u201eIch\u201c gesehen wird.<\/p>\n<p>Gender, das nur sozial zugeschriebene Geschlecht, nimmt den K\u00f6rper als un-wirkliches, passives Objekt einer \u201eKonstruktion\u201c: Er spricht nicht mehr mit, macht selbst keine Aussage mehr \u00fcber sich. Dieses Verstummen oder Sich-willenlos-\u00fcberschreiben-Lassen weist auf ein entschieden dominantes Verhalten des \u201eIch\u201c zum K\u00f6rper hin: Keinesfalls ist er mehr \u201eLeib\u201c mit eigener \u201eSprachlichkeit\u201c, zum Beispiel in seiner unterschiedlichen Generativit\u00e4t von Zeugen und Empfangen\/Geb\u00e4ren oder in seiner unterschiedlichen leibhaften Erotik von Eindringen und Annehmen\/Sich-Nehmen-Lassen. Zum \u201eDing\u201c reduziert, bleibt er gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber dem willentlich Verf\u00fcgten. Aus Leib wird K\u00f6rper, und K\u00f6rper wird zur \u201etabula rasa\u201c. Seine Symbolik wird nicht fruchtbar, die ph\u00e4nomenale Selbstaussage kastriert.<\/p>\n<p>Die Dekonstruktion des Leibes gerinnt zur Geste des Imperators, der in den K\u00f6rper wie in ein fremdes unkultiviertes Gebiet eindringt und es besetzt \u2013 obwohl er dies doch selbst \u201eist\u201c. Widerstandslos bietet sich der Leib als \u201evorgeschlechtlicher K\u00f6rper\u201c an.<\/p>\n<p>Folgerecht polarisiert die neue K\u00f6rperlichkeit dabei nicht mehr weiblich gegen m\u00e4nnlich, sondern unterl\u00e4uft diesen Gegensatz. \u201eGender nauting\u201c ist angesagt: das Navigieren zwischen den Geschlechtern. Konkret ist gemeint, dass ein Aussch\u00f6pfen aller sexuellen M\u00f6glichkeiten von den bisherigen \u201eKonstruktionen\u201c freisetzen k\u00f6nne. Die eigentliche St\u00fctze der Geschlechter-Hierarchie sei die \u201eZwangsheterosexualit\u00e4t\u201c, die als blo\u00dfer Machtdiskurs entlarvt werden k\u00f6nne. Festzustellen sind mannigfaltige, auch k\u00fcnstlerische Ans\u00e4tze zur Aufl\u00f6sung und Neuinstallation des K\u00f6rpers im Sinne einer fortlaufend zu inszenierenden Identit\u00e4t, die sowohl die bisherige angebliche Starre des K\u00f6rperbegriffs als auch seine Abgrenzung von der Maschine aufhebt \u2013 zumindest fiktiv in spielerischer Virtualit\u00e4t (transgender), teils bereits real mit Hilfe operativer Ver\u00e4nderung (transsexuell).<\/p>\n<p>Unsere Lebenswelt ist damit auf dem Weg zur grunds\u00e4tzlichen \u00dcberholung des eigenen K\u00f6rpers. Nicht mehr nur der Science-Fiction-Leser l\u00e4sst sich die m\u00f6gliche Kombination von Mensch und Maschine vorf\u00fchren. Sie r\u00fcckt vielmehr in Praxisn\u00e4he zum \u201eCyborg\u201c = Cyber Organism: einem durch Transplantate und technische Einbauten immer wieder funktionsf\u00e4hig erneuerten Organismus, zum Einbau von Nanocomputern in den menschlichen K\u00f6rper, zur High-Tech-Medizin.<\/p>\n<p>Die Frage des alten Guardini dr\u00e4ngt sich unabweislich auf, ob eine so konzipierte Sp\u00e4tmoderne \u00fcberhaupt symbolf\u00e4hig sei \u2013 nicht nur liturgief\u00e4hig, sondern leibf\u00e4hig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Guardinis nachhallende Wirkung<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zur\u00fcck zur Leiblichkeit als jenem Grund, auf dessen Ausdrucksge\u00adnauigkeit Guardini die Jugend aufmerksam machte.<\/p>\n<p>Leibhaft verstandene Liturgie war f\u00fcr jeden gedacht und denkbar, sie war nicht eine Sache geschulter M\u00f6nche. Guardini \u00fcberbr\u00fcckte die Kluft zwischen der damaligen monastischen Erneuerung der Liturgie und der f\u00fcr die Laien vollziehbaren \u2013 wie Rothenfels \u00fcberhaupt die Neugestaltung des Lebens aus dem Glauben f\u00fcr die Laien werden sollte und wurde.<\/p>\n<p>Wenn in Rothenfels Versuche in der Neugestaltung des Gottesdienstes unter\u00adnommen wurden, so nicht von einem beliebigen Konzept aus, sondern immer einleuchtend von der vorgegebenen Aufgabe: als Verwirklichung von Geist in Leib. So konnten dort gefundene Formen, die heute \u00fcberaus einfach, um nicht zu sagen gew\u00f6hnlich wirken, weil sie bereits wieder zur Routine geworden sind, eine geradezu unglaubliche Ergriffenheit ausl\u00f6sen.<\/p>\n<p>Josef Pieper gibt im sp\u00e4ten Echo einen Eindruck von einem damals fast umst\u00fcrzenden Vorgang: \u201eDies n\u00e4mlich war das uns am tiefsten Bewegende: wir sahen uns, belehrt und ermutigt durch Romano Guardini, unversehens dazu aufgefordert, jene unerh\u00f6rten alten Wahrheiten in leibhaftige Realit\u00e4t umzusetzen. Ich bin sicher, da\u00df meine Kinder oder gar meine Studenten es sich schlechterdings nicht mehr vorstellen k\u00f6nnen, da\u00df und wieso uns einfach der Atem stockte, als Guardini eines Sonntagmorgens die Messfeier damit begann, laut und feierlich zu sprechen: Introibo ad altare Dei, und wir allesamt nicht minder laut und feierlich, antworteten: Ad Deum, qui laetificat juventutem meam.\u201c<\/p>\n<p>Der Vollzug gelang so \u00fcberzeugend, weil er nicht an die Person, auch nicht an die Person Guardinis gebunden war, sondern weil dieser die sachliche Stimmigkeit des Au\u00dfen-Innen-Verh\u00e4ltnisses entwickelt hatte.<\/p>\n<p>\u201eWir lernten begreifen, was ein \u201aheiliges Zeichen\u2019 in Wahrheit ist und da\u00df, jenseits aller uns beengenden, geschw\u00e4tzig moralischen und doktrin\u00e4ren Zudringlichkeit, im sakramental-kultischen Voll\u00adzug der Mysterienfeier das als Realit\u00e4t geschieht, wovon sonst bestenfalls geredet wird und da\u00df dies der Kern allen geistig-geistli\u00adchen Lebens ist \u2013 nicht allein im Christentum, sondern auch in aller vor- und au\u00dferchristlichen Religion. Solches Lernen aber spielte sich ab in einer Atmosph\u00e4re heiterer, uneingeschr\u00e4nkter Weltoffenheit. Guardini war ein unvergleichlicher Lehrer \u201c.<\/p>\n<p>Was lehrte er, kurz gefasst? Dass der Leib der Lieblingsweg der Gnade, der Lieblingsweg der Liturgie ist.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Leib ist der Lieblingsweg der Gnade. Anders: Leib ist Vorschule der Liturgie. So lautet einer der grundlegenden Gedanken des Klassikers \u201eVom Geist der Liturgie\u201c, vor allem im vierten Kapitel \u00fcber \u201eLiturgische Symbolik\u201c. Mit diesem Kapitel greift Guardini vor die Liturgie zur\u00fcck, denn: Aus der Symbolik des Leibes entfaltet sich zun\u00e4chst eine gro\u00dfgedachte Anthropologie. 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