{"id":115230,"date":"2025-12-05T16:11:39","date_gmt":"2025-12-05T15:11:39","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115230"},"modified":"2025-12-05T16:11:42","modified_gmt":"2025-12-05T15:11:42","slug":"was-sind-personen-reflexionen-ueber-einen-problembegriff","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/was-sind-personen-reflexionen-ueber-einen-problembegriff\/","title":{"rendered":"Was sind Personen?"},"content":{"rendered":"<p>Obwohl meine Reflexionen zum Begriff der Person nicht direkt in den Spuren Romano Guardinis gehen, sondern einen ganz unabh\u00e4ngigen Ansatz verfolgen, und obwohl ich gerade <em>not<\/em> die Person im Geleis der traditionellen \u201aGottesebenbildlichkeit\u2019 verstehen m\u00f6chte, sondern ganz neutral und ohne Bezug auf religi\u00f6se \u00dcberzeugungen, kann ich doch eine sehr pointierte Wendung Guardinis f\u00fcr meine \u00dcberlegungen zum Ausgangspunkt nehmen: \u201eDie grunds\u00e4tzlich einsame Person gibt es nicht\u201c, so schreibt Guardini in <em>World and person<\/em>. Und weiterhin: \u201eHier handelt es sich Reflexionen \u00fcber einen Problembegriff um eine ontologische Tatsache, da\u00df es grunds\u00e4tzlich die Person in der Einzigkeit nicht gibt.\u201c<\/p>\n<p>Es ist <em>diese<\/em> ontologische Tatsache, die mich interessiert und die ich mir zum Ausgangspunkt meiner \u00dcberlegungen machte, um systematisch \u00fcber Natur und theoretische Physiognomie dieses viele philosophische, ethische und kulturelle Lasten tragenden Begriffs der Person nachzudenken. Gerade ontologische Tatsachen sucht man sonst gerne nur im einzelnen Fall oder einzelnen Individuum einer bestimmten Sorte: Was ist der Mensch? Was ist ein Atom? Gibt es einen prinzipiellen Unterschied zwischen Mensch und Tier? Es scheint uns, als w\u00fcrde eine ontologische Tatsache immer in den einzelnen Dingen zu Hause sein: Erst wenn man das <em>One<\/em> von einer Sorte ontologisch erfasst und beschrieben hat, dann l\u00e4sst sich dies, was man dort gefunden hat, auch auf mehrere gleichartige F\u00e4lle und vielleicht alle F\u00e4lle dieser Sorte von Dingen \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Bei der Person scheint es sich dagegen anders zu verhalten: Wir sprechen von der ersten, zweiten, dritten Person, und es ergibt daher gar keinen Sinn zu denken, wir h\u00e4tten nur eine davon. Ich m\u00f6chte gar nicht anfangen zu reden von einem Gott in drei Personen; es gen\u00fcgt darauf hinzuweisen, dass die Person, jede Person urspr\u00fcnglich und immer ein <em>Gegen\u00fcber<\/em> anderer Personen ist: Die \u201aAmtsperson\u2019 ohne personales Gegen\u00fcber, vor der sie ihr Amt versieht; oder die Person als sprechende und handelnde ohne das Gegen\u00fcber, woraufhin gesprochen oder gehandelt wird, w\u00e4ren ein Unding. Die Person ist nur dann nicht ein Unding, wenn es <em>mehrere<\/em> davon in einem Gegen\u00fcber gibt. Personen, so sagte und schrieb auch mein eigener philosophischer Lehrer, Robert Spaemann, \u201ePersonen gibt es nur im Plural\u201c.<\/p>\n<p>Meine Frage ist nun die: Wie dr\u00fcckt sich diese ontologische Tatsache (dass es die Person nicht in Einzigkeit gibt) in jeder einzelnen Person aus? Nicht zum Beispiel ja dadurch, dass die einzelne Person spricht und so einen Adressaten oder ein Gegen\u00fcber f\u00fcr ihr Sprechen findet. Denn es gibt Personen, die <em>not<\/em> sprechen k\u00f6nnen (z.B. gerade geborene Kinder oder irreversible Komapatienten). Also kann sich die ontologische Tatsache, dass es mehrere Personen im Gegen\u00fcber gibt, nicht so in <em>jeder<\/em> Person ausdr\u00fccken. Auch nicht dadurch, dass die einzelne Person vern\u00fcnftig ist und sich auf das Allgemeine versteht; denn wiederum mag es Personen geben, die nicht vern\u00fcnftig sind und sich nicht auf das Allgemeine und die Allgemeinheit hin verstehen. Gerne wird gesagt, dass doch wenigstens die <em>M\u00f6glichkeit<\/em> und das Potential in jeder Person angelegt sei, zu sprechen oder vern\u00fcnftig zu sein. Doch ist es noch niemandem gelungen zu erkl\u00e4ren, wann genau und unter welchen Bedingungen dieses Potential gegeben ist und wann nicht. Hat ein Embryo in der 6. Woche das Potential zu sprechen oder vern\u00fcnftig zu sein? oder hat er es nicht \u2013 das <em>Potential<\/em>? Hat ein irreversibler Komapatient dieses Potential? Hat vielleicht ein uns pers\u00f6nlich vertrauter Hund, mit dem wir Zwiesprache halten, ein solches <em>Potential<\/em> oder nicht? Die Rede von dem Potential oder dem Sein <em>in potentia<\/em> ist nur eine Redensart, mit der wir das, was wir annehmen <em>m\u00f6chten<\/em>, in die Sache hineinlegen, in die wir es <em>m\u00f6chten<\/em>, aber sie kann nicht ausdr\u00fccken oder klar machen, worin eine gewisse ontologische Tatsache wirklich besteht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Alle Menschen sind Personen \u2013 aber vielleicht nicht nur die Menschen<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wenn es so schwierig ist, \u201edie ontologische Tatsache, dass es grunds\u00e4tzlich die Person in der Einzigkeit nicht gibt\u201c als eine Realverfassung jeder einzelnen Person zu verstehen, ist es dann nicht doch besser, umgekehrt von den Eigenschaften oder der Natur einzelner Individuen auszugehen und zu sagen, dass Personen und Person-Sein eben in solchen Eigenschaften oder einer solchen Natur bestehe? Also bspw. der Mensch, jeder Mensch ist eine Person, und wir wissen ja, was ein Mensch von Natur aus ist, n\u00e4mlich ein Exemplar der Spezies <em>homo sapiens<\/em>. Sagen wir also nicht besser einfach, Person zu sein hei\u00dfe eben, Mensch zu sein und alles, was die <em>Natur<\/em> des Menschen besitzt, das ist auch Person?<\/p>\n<p>Jedoch spricht in den Augen vieler Philosophen einiges gegen diese L\u00f6sung: Erstens k\u00f6nnen wir ja nicht ausschlie\u00dfen wollen, dass dann, wenn wir vielleicht irgendwann einmal auf andere intelligente, vern\u00fcnftige und sprechende Wesen im Universum sto\u00dfen w\u00fcrden (oder auch auf der Erde, z.B. wenn wir dereinst auf biotechnischem Wege dienstbare Geister f\u00fcr unser Leben erzeugt h\u00e4tten, die pl\u00f6tzlich auf die Idee kommen, sie seien ebenfalls Personen, und ihre Rechte einfordern) \u2013 wir k\u00f6nnen also nicht ausschlie\u00dfen, dass wir auf Personen sto\u00dfen, die keine Menschen sind, aber trotzdem Personen. So dass es nicht an unserem Menschsein liegen w\u00fcrde, dass wir Personen sind, sondern an etwas anderem. Wieso sollten sie Personen sein, ohne auch Mensch zu sein? Wer dagegen sich entschl\u00f6sse zu sagen, nur Menschen sind Personen und nur wir bilden den Club, der sagt, was uns sonst noch als eine Person gilt und was nicht \u2013 basta! Der w\u00e4re so etwas wie ein Rassist: Nur die Mitglieder <em>meiner<\/em> Rasse oder <em>meiner<\/em> Ethnie oder eben <em>meiner<\/em> Spezies gelten als Personen und verdienen deshalb Anerkennung und Respekt als mir selbst Gleiche; alle anderen lasse ich nur von meinen oder unseren Gnaden als solche gelten, aber das \u00fcberlege ich mir gut von Fall zu Fall! \u2013 Es ist wohl allen klar, dass das philosophisch und gedanklich \u00fcberhaupt nicht anginge.<\/p>\n<p>Das Problem ist, um es noch einmal in seinem Kern zu fassen, dass Status und Ontologie der Person einerseits nicht mit den definierenden Merkmalen einer nat\u00fcrlichen Art oder Klasse von Wesen identifiziert werden sollte (hier lauert die Gefahr des Rassismus oder Speziesismus), er aber andererseits auch nicht durch besondere T\u00fcchtigkeiten (wie Vern\u00fcnftigkeit, Vertragsf\u00e4higkeit oder Sprachf\u00e4higkeit) erst zugesprochen werden darf (Gefahr einer diskriminierenden oder selektiven Einschr\u00e4nkung des Personbegriffs). Die \u201aPerson\u2018 ist weder ein Naturbegriff (wie bspw. <em>homo sapiens<\/em>) noch ein blo\u00dfer Ehrentitel, den wir nach unserem Gutd\u00fcnken verleihen, obwohl der Ausdruck mitunter in beiden verfehlten Weisen verwendet wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die zweifache Wurzel des Personenbegriffs<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Grundidee, die ich hier formulieren m\u00f6chte, ist, dass ein Mensch oder irgendein anderes lebendiges Wesen, das mit seiner blo\u00dfen Existenz unvermeidlich an einer <em>bestimmten<\/em> <em>Form<\/em> des Lebens oder Daseins teilnimmt, ebenso unvermeidlich eine Person ist und deshalb auch so angesehen werden muss. Dass es in dieser Lebensform existiert oder zu sein hat, liegt nicht an ihm und daher auch nicht an den F\u00e4higkeiten, die es entweder mitbringt oder sich erwirbt. Es wird vielmehr <em>ab ovo<\/em> versetzt in diese Form. Dass es hingegen in derselben Form gedeiht und nicht tendenziell zugrunde geht oder verk\u00fcmmert, das liegt dann weiterhin an ihm selbst und seinen nat\u00fcrlichen und erworbenen Eigenschaften.<\/p>\n<p>Wesentlich f\u00fcr den Begriff der Person ist die Zusammenf\u00fchrung <em>zweier<\/em> begrifflicher Wurzeln in einem kombinierten oder, pejorativ ausgedr\u00fcckt, Hybridbegriff: Zum einen ein die <em>Natur<\/em> or <em>Ursprungsbeschaffenheit<\/em> der Person betreffender Sortenbegriff; zum andern (und zugleich) ein die <em>Lebenssituation<\/em> der Person betreffender Ordnungsbegriff. Jede Person im urspr\u00fcnglichen Sinne des Worts hat erstens eine Natur in einem noch zu erl\u00e4uternden Sinn und befindet sich zweitens <em>ab ovo<\/em> in einem Ordnungs- oder \u201eBeziehungssystem\u201c (dieser Ausdruck stammt von Robert Spaemann), das von Grund auf die Lebenssituation und daher generell auch die Lebensform der Individuen jener Natur bestimmt. Das gemeinte Beziehungssystem ist nicht zu verwechseln mit einer bestimmten Art sozialer Organisation, die jedem Glied gewisse Rechte und Pflichten auferlegt, sondern besteht, ganz abstrakt gesprochen, in der eindeutigen Bestimmtheit und bleibenden Beachtlichkeit des <em>Platzes<\/em> in einem Lebensverband, den jemand kraft blo\u00dfer Zugeh\u00f6rigkeit zu diesem Verband automatisch einnimmt. Dazu gleich mehr.<\/p>\n<p>\u201aNatur\u2018 zu haben bedeutet, abstrakt gesprochen, Empf\u00e4nger oder Spender der <em>\u00dcbertragung eines Lebenserbes<\/em> zu sein, das die Substanz oder das gesamte Sein der betreffenden natur-besitzenden Entit\u00e4t ausmacht. Etwa so, wie im Falle der menschlichen Person die Zugeh\u00f6rigkeit zur Spezies \u201aMensch\u2018 eben die <em>Natur<\/em> dieser Person ist und ihre Substanz oder ihr vorgegebenes Sein ausmacht. Wesentlich ist dabei auch, dass dieses Natur-Erbe durch eine <em>Filiation<\/em> lebendiger Wesen (d.h. \u201aVert\u00f6chterung\u2019 oder Bildung von Nachkommen) an den jeweiligen Einzelfall \u00fcbertragen wird, so dass gesagt werden kann: Alle urspr\u00fcnglichen Personen sind Mitglieder von Filiationsverb\u00e4nden, die eine jeweils gemeinsame Natur als ihr Lebenserbe teilen. Die Person kann deshalb nichts f\u00fcr ihre Natur, und niemand kann etwas daran \u00e4ndern, dass eine Entit\u00e4t in einem derartigen Filiationsverband eine \u201aPerson\u2018 ist, wenn ein solcher Verband <em>\u00fcberhaupt<\/em> Beispiele f\u00fcr Personen enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Doppelte Identifizierbarkeit als Basis personaler Existenz<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Doch sind nat\u00fcrlich nicht die Mitglieder <em>aller<\/em> Filiationsverb\u00e4nde \u00fcberhaupt, die auf die geschilderte Weise eine gemeinsame Natur haben, schon \u00a0Personen. Die meisten Tiere oder Lebewesen sind es nicht und auch nicht die Pflanzen. Vielmehr muss die schon erw\u00e4hnte <em>zweite<\/em> Wurzel des Personenbegriffs hinzukommen, der zufolge alle Mitglieder des betreffenden Filiationsverbands mit dieser Herkunft automatisch in ein bestimmt qualifiziertes Beziehungssystem versetzt sind, das ihre Lebenssituation ausmacht, in der die hochgradig allgemeine <em>Lebensform<\/em> der Mitglieder dieses Verbands gr\u00fcndet. Dieses Ordnungs- oder Beziehungssystem besteht darin, dass dem jeweiligen Individuum ein im Verh\u00e4ltnis zu allen anderen bestimmter \u201ePlatz\u201c in dem relevanten Ensemble derer zukommt, die ebenfalls zum Filiationsverband geh\u00f6ren. Ein solcher \u201ePlatz\u201c ist nicht hierarchisch oder im Sinne altert\u00fcmlicher patriarchalischer Gesellschaftskonzepte zu verstehen, sondern ganz neutral wie die eindeutige Position innerhalb eines Koordinatensystems \u2013 nur eben innerhalb des entsprechenden Filiationsverbandes und wiederum der Vereinigung solcher Verb\u00e4nde. Dass jede Person einen derartigen \u201aPlatz\u2018 einnimmt, der als <em>Platz<\/em> nicht durch die, die ihn besetzt, definiert sein kann, sondern vielmehr durch das Verh\u00e4ltnis zu allen anderen Pl\u00e4tzen in jenem \u201eBeziehungssystem\u201c \u2013 diese Tatsache kennzeichnet die Lebensweise von Personen: Das einzelne Individuum wird von allen anderen nicht allein in Beziehung auf seine Eigenschaften als \u201adieses\u2018, das es ist, wahrgenommen, sondern immer auch und zugleich als <em>Platzhalter<\/em>, der diesen und keinen anderen Platz in dem relevanten Ausschnitt der Personengemeinschaft einnimmt. Da der Platz eine von ihm selbst unabh\u00e4ngige Definition besitzt, k\u00f6nnte er im Prinzip auch von jemand anderem eingenommen werden. Wir kennen diese zweite Wurzel des Personseins aus vielen Umgangsformen und Praktiken, die bei allen Menschen von jeher verbreitet sind, wie z.B. der Praxis, jedem einen Namen zu geben, oder der Praxis, eine Geburtsurkunde auszustellen, d.h. den \u201aPlatz\u2019 im Filiationsverband festzuhalten, an den jemand geh\u00f6rt. Wichtig ist, dass Name und Urkunde nicht ein Pr\u00e4dikat oder eine Eigenschaft der betreffenden Person sind, sondern nur \u00e4u\u00dferliche Markierungen ihres Ortes im Beziehungssystem.<\/p>\n<p>Von daher ist eine Person genau die, die sie ist, in einem doppelten Sinn: Zum <em>einen<\/em> durch die per Filiation ererbte Kombination nat\u00fcrlicher und sp\u00e4terhin erworbener Eigenschaften. Zum <em>andern<\/em> durch Einnahme und Markierung des bestimmten Platzes im assoziierten Beziehungssystem. Diese doppelsinnige Identifizierbarkeit einer Person pr\u00e4gt ihre Lebensform grundlegend dann, wenn sie durch s\u00e4mtliche oder hinreichend viele Mitglieder des Filiationsverbandes als solche \u2013 n\u00e4mlich doppelsinnige \u2013 wahrgenommen wird. Insbesondere ist <em>not<\/em> erforderlich, dass die doppelsinnige Identit\u00e4t durch das betreffende Individuum wahrgenommen wird, das wahrheitsgem\u00e4\u00df als eine Person zu bezeichnen ist.<\/p>\n<p>Bei der doppelsinnigen Identifizierbarkeit und ihrer Wahrnehmung durch Mitglieder des betreffenden Verbands handelt es sich offenbar um eine blo\u00dfe Formalit\u00e4t, die nicht festgelegt ist auf eine bestimmte Natur oder Spezies. Sie kann deshalb, weil formal, auf ganz unterschiedlichen Spezies oder durch Filiation verbundenen Naturen errichtet sein, bei denen es sich dann immer um urspr\u00fcngliche \u201aPersonen\u2018 im gleichen Sinn handeln w\u00fcrde. Alle Personen \u00fcberhaupt w\u00fcrden dennoch \u2013 \u00fcber etwaige Speziesgrenzen hinweg \u2013 stets eine einzige Personengemeinschaft als das <em>all<\/em> Personen umfassende Ordnungs- oder Beziehungssystem bilden, in der jede genau einen abstrakt definierten Platz einnimmt \u2013 so wie de facto auch die verschiedenen engeren Familienkreise von Menschen, die unter sich von Haus aus gar keinen Kontakt miteinander haben m\u00f6gen, gleichwohl zusammen eine einzige Personengemeinschaft bilden, in der jede Person genau einen abstrakt definierten Platz einnimmt. S\u00e4mtliche personalen Filiationsverb\u00e4nde verschmelzen zu einer universalen Soziet\u00e4t von Personen auch dann, wenn sie sich untereinander nicht einmal kennen. Der Vorwurf des Speziesismus kann folglich an eine solche Konzeption des Begriffs der Person nicht gerichtet werden.<\/p>\n<p>Wir haben damit das meiner These nach typische Charakteristikum der Personalit\u00e4t als eine f\u00fcr alle Personen unaustilgbare<em> Lebensform<\/em> erreicht: N\u00e4mlich zum einen als Mitglied eines Filiationsverbands zu existieren, in dem ihr eigenes Lebenserbe weitergegeben wird, so dass zum andern ein jedes davon durch zwei Identit\u00e4ten identifizierbar ist: Einmal durch seine nat\u00fcrlichen und biographischen Eigenschaften; zum andern durch seinen f\u00fcr alle andern markierten Platz im Beziehungssystem der alle Personen abstrakt umfassenden Soziet\u00e4t und seiner konkreten Untergliederungen in Familien oder Filiationsverb\u00e4nde. Lebendige Individuen sind also dadurch<em> Personen<\/em>, dass sie <em>ab ovo<\/em> in einem Beziehungssystem existieren, in dem unaustilgbar eine derartige Lebensform \u2013 n\u00e4mlich die der Wahrnehmung einer doppelten Identit\u00e4t ihrer Mitglieder \u2013 herrscht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Die Lebensform als unaustilgbares Gepr\u00e4ge biographischer Existenz<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei jedem <em>lebendigen<\/em> Wesen scheint das Wort \u201eExistenz\u201c eine doppelte Bedeutung zu haben: \u201aExistenz\u2018 eines Lebewesens hei\u00dft zum einen, dass es ein Wesen der und der Art und Beschaffenheit \u201agibt\u2018 oder, anders gesagt, dass mindestens ein konkreter Fall von solcher Beschaffenheit vorkommt. Dies nennt man in der Philosophie die exemplifizierende Existenz, die bei Lebewesen mit der biologischen Existenz zusammenf\u00e4llt. Zum Beispiel \u201agibt es\u2018 oder \u201aexistiert\u2018 das Pferd, das das letzte Pferderennen von Ascott gewonnen hat. Aber es existiert nicht bspw. der Zentaur, den Herakles mit einem vergifteten Pfeil getroffen hat. Hier bedeutet Existenz, dass der Begriff eines so und so zu charakterisierenden Lebewesens nicht leer ist, sondern eine Erf\u00fcllung hat. Alle Pr\u00e4dikate eines Individuums, die in diesem Sinn von irgendwelchen Lebewesen erf\u00fcllt werden, sind nicht ausschlaggebend daf\u00fcr, dass es sich um Personen handelt.<\/p>\n<p>Doch besteht die zweite Bedeutung von \u201aExistenz\u2018 bei Lebewesens darin, dass es nur solange und nur insofern existiert, als es lebt oder lebendig ist. Wir k\u00f6nnen dies als die <em>biographische Existenz<\/em> speziell bei Lebewesen bezeichnen: Selbst wenn das Pferd, das das oben erw\u00e4hnte Pferderennen gewonnen hat, \u201aexistiert\u2018 im ersten Sinn, ist nicht sicher, dass es heute auch im biographischen Sinn noch \u201aexistiert\u2018, d.h. lebt, wie ein Rennpferd eben lebt. Es k\u00f6nnte vielmehr schon tot oder verendet sein. Es k\u00f6nnte auch den Weg in eine Pferdemetzgerei gefunden haben. Dann g\u00e4be es das betreffende Pferd nicht mehr und es existierte nicht l\u00e4nger als ein Pferd, sondern als Fleischvorrat im K\u00fchlhaus.<\/p>\n<p>Dieser zweite und <em>biographische<\/em> Sinn von Existenz im Sinne von \u201aAm-Leben-Sein\u2018 darf nicht mit F\u00e4llen gleichgesetzt werden, wo wir blo\u00df eine mit der Existenz im ersten Sinn beginnende \u201aweitere Karriere\u2018 eines Dinges durch gewisse Ver\u00e4nderungen hindurch betrachten, w\u00e4hrend der ihnen gewisse F\u00e4higkeiten oder Funktionen abhanden kommen. Zum Beispiel die Karriere eines staubsaugenden Roboters bis zu dem Punkt, wo er kaputt ist und keinen Staub mehr aufnimmt. In solchen F\u00e4llen h\u00e4ngt es nur vom Betrachtungsaspekt ab, ob noch von der Existenz desselben Dinges vor und nach dem besagten Karrierepunkt zu sprechen ist oder nicht. Bei Lebendigem ist dies jedoch nicht betrachtungsabh\u00e4ngig, sondern in der Sache selbst verankert. Denn alles Lebendige verk\u00f6rpert ein seine gesamte Existenz \u00fcbergreifendes Interesse an seiner zusammengesetzten Integrit\u00e4t, das es zugleich genau so lange verfolgt und daran festh\u00e4lt, solange es lebt. Der Tod oder die Zerst\u00f6rung einer solchen lebendigen Struktur ist deshalb definitiv der Fortfall seiner biographischen Existenz.<\/p>\n<p>Der beschriebene zweite Sinn von Existenz als \u201aAm-Leben-Sein\u2018 eines lebendigen Individuums ist es, der bei Gegebenheit einer bestimmten Form, die diesem Leben ihr Gepr\u00e4ge gibt, den Grund daf\u00fcr legt, dass es sich bei dem betreffenden Individuum um eine Person handelt. Die besagte Lebensform, ist sie als eine Form des Lebens vieler wirklich, steht zu niemandes Disposition. Das hei\u00dft, weder das je betreffende Individuum in seinem biographischen Einzelleben noch die anderen unter ihr existierenden lebendigen Individuen entscheiden und disponieren dar\u00fcber, dass sie Personen sind. Aber dies liegt nicht daran, dass sie als Einzelindividuen bestimmte Charakteristika erf\u00fcllen, die andere Lebewesen nicht oder angeblich nicht aufweisen; sondern es liegt daran, dass sie der betreffenden und gleich noch genauer zu beschreibenden Lebensform unterliegen.<\/p>\n<p>Die Form des Lebens, in die ein Wesen mit seiner Existenz eintritt, ist zugleich hochgradig allgemein und stark umgebungsabh\u00e4ngig. Ob sie gegeben ist oder nicht liegt nicht an dem je einzelnen, der mit seinem Lebensbeginn in sie eintritt, sondern an den <em>anderen<\/em>, die sie schon vorher hatten, sowie an den Bedingungen der \u201aNische\u2018 und allgemeinen Lebensverh\u00e4ltnisse, in welche der Existenzeintritt eines Lebewesens erfolgt. Nat\u00fcrlich korrespondieren auch die naturgegebenen Merkmale des Mitglieds einer Lebensform den Lebensumst\u00e4nden der Form mehr oder weniger, aber sie entscheiden im individuellen Fall nicht dar\u00fcber, ob etwas bspw. ein Raubtier ist oder nicht. Ein bestimmter L\u00f6we w\u00e4re auch dann ein Raubtier zu nennen, wenn er, statt Antilopen zu jagen, immer mit Soja ern\u00e4hrt werden w\u00fcrde. \u00c4hnlich auch im Falle der Person.<\/p>\n<p>Eine Lebensform setzt deshalb immer <em>biographisch<\/em> oder durch ihr individuelles Verhalten differenzierte lebendige Individuen voraus, die dennoch in Bezug auf die formal zusammengeh\u00f6rigen Gesamtgruppierungen (also etwa die Gruppierung der \u201aRaubtiere\u2019) im Sinne eines signifikanten Gepr\u00e4ges hochallgemeine Verhaltensz\u00fcge aufweisen. Signifikant ist ein derartiges Gepr\u00e4ge dann, wenn in ganz <em>unterschiedlichen<\/em> biographischen Verhaltensweisen dieser Individuen fast immer oder in hinreichend vielen F\u00e4llen formal gleichartige (= sinngleiche) Z\u00fcge mit zur biographischen Auspr\u00e4gung kommen.<\/p>\n<p>Lebensformen, weil sie auf biographisch variablem (nicht biologisch arretiertem) Verhalten von gleichwohl hoher Allgemeinheit \u00fcber Gruppierungen und Arten hinweg sind, k\u00f6nnen sich historisch oder geschichtlich in gr\u00f6\u00dferem Zeitma\u00dfstab entwickeln oder ver\u00e4ndern, wobei ihre Signifikanz im Sinne derselben Form erhalten bleibt. Die Lebensform ist wie eine Art Schwerpunkt der unterschiedlichsten Verhaltensweisen vieler lebendiger Individuen durch die Zeiten und Generationen hindurch zu verstehen, in den die einzelnen Biographien im Durchschnitt auch dann am leichtesten wieder zur\u00fcckkehren, wenn sie durch an der Lebensform ansetzende Manipulationen teilweise oder ganz davon wegbewegt werden.<\/p>\n<p>Weil Lebensformen prinzipiell verhaltensrealisiert sind, sind sie umso weniger biologisch festgelegt, desto weniger eben das <em>Verhalten<\/em> gewisser lebendiger Individuen biologisch festgelegt ist. Sie haben jedoch ein relativ stabiles Fundament in der <em>gleichartigen Lebenssituation<\/em> der betreffenden Individuen und in den nat\u00fcrlichen Anlagen, die sie besitzen. Beides zusammen: die Anlagen plus stabile Lebenssituation begr\u00fcnden Verhaltens-<em>pr\u00e4ferenzen<\/em>, die unter gewissen Umst\u00e4nden eine Lebens<em>form<\/em> auspr\u00e4gen, die f\u00fcr die betreffenden Filiationsverb\u00e4nde nicht zu beseitigen und nicht von ihnen zu trennen ist. Weil sie entsprechend tief fundiert oder gewurzelt sind, stehen sie nicht zur Disposition willk\u00fcrlicher Ver\u00e4nderung durch ausgew\u00e4hlte Gruppen oder Individuen, so wie der Grundzug des Sprechens in der Lebensform des Menschen nicht zur Disposition von willk\u00fcrlicher Entscheidung bestimmter jetzt lebender Menschen oder Menschengruppen steht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Stellvertretung als biographisches Grundmuster der personalen Lebensform<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Auch die Lebensform gem\u00e4\u00df dem fr\u00fcher erkl\u00e4rten Doppelsinn der Identit\u00e4t jedes Einzelnen, die das Person-Sein aller Mitglieder eines solchen Filiationsverbands begr\u00fcndet, steht aus den gleichen Gr\u00fcnden nicht zur Disposition von Willk\u00fcr oder Wahl irgendwelcher Zensoren oder der betreffenden Individuen selbst. Zwar ist es wohl m\u00f6glich, einzelnen durch k\u00fcnstliche Ma\u00dfnahmen die individuelle Aneignung einer Lebensform <em>vorzuenthalten<\/em> (so wie man versucht hat, einzelne Menschen durch k\u00fcnstliche Ma\u00dfnahmen vom Sprechen abzuhalten). Doch ist es undurchf\u00fchrbar, eine Lebensform insgesamt den betreffenden Individuen und Gruppierungen auszutreiben und durch eine andere Lebensform zu ersetzen. Die einzelne Katze lie\u00dfe sich vielleicht vegan ern\u00e4hren oder dazu abrichten, vor einer Maus Rei\u00dfaus zu nehmen, aber undurchf\u00fchrbar w\u00e4re es, den Katzen \u00fcberhaupt die Lebensform des Raubtiers g\u00e4nzlich auszutreiben.<\/p>\n<p>Die erl\u00e4uterte <em>doppelte Identifizierbarkeit<\/em> individueller Lebewesen in einem famili\u00e4r koordinierten Lebenskontext durch Filiation verwandter Mitglieder des Verbandes f\u00fchrt nun zur Lebensform von Personen dann, wenn sie von hinreichend vielen dieser Mitglieder in deren biographischem Verhalten f\u00fcr s\u00e4mtliche Mitglieder wahrgenommen wird. Die relevante \u201aWahrnehmung\u2018 beinhaltet, dass ihr biographisches Verhalten zu und in Verbindung mit jedem beliebigen Mitglied durch den prinzipiell gegebenen Unterschied zwischen dem markierten \u201aPlatz\u2018, den genau es in der Gemeinschaft einnimmt, und den individuellen Eigenschaften, die es besitzt, signifikant gepr\u00e4gt ist. Ein Verhaltensgepr\u00e4ge dieser Art verlangt nicht, dass der Unterschied als solcher bewusst ist oder gar ausdr\u00fccklich \u00fcber ihn reflektiert wird. Ein Kind zum Beispiel wird in seinem Verhalten signifikant dadurch gepr\u00e4gt werden, dass ein Geschwisterkind, das sonst immer zu Hause mit zu Abend gegessen und die Nacht verbracht hatte, heute zum ersten Mal bei einem \u201aFreund\u2018 \u00fcber Nacht bleibt oder \u201ains Krankenhaus\u2018 musste etc. Der <em>Platz<\/em> des Geschwisters bleibt heute leer, ganz egal was f\u00fcr Eigenschaften es besitzt und ob es adoptiert ist oder nicht, ob es schwer behindert, gar ohne Bewusstsein ist oder nicht. Auch w\u00e4hrend einer Schwangerschaft oder bei Vorbereitung einer Adoption h\u00e4tte jemand, dessen besondere Eigenschaften oder Aussehen noch nicht einmal bekannt sind, bereits seinen ganz bestimmten \u201e<em>Platz<\/em>\u201c in der Familie oder in der Lebensgemeinschaft, die solche Anstalten auf Erweiterung macht. Bei nahezu allen noch so unterschiedlichen Verrichtungen des Lebens, dem Spielen, Essen, Schlafen, Ausfl\u00fcge machen, zur Schule gehen, Einkaufen etc. pp., werden von jedem so Wahrnehmenden in Bezug auf jedes andere Mitglied im relevanten Verbandsausschnitt gewisse Stellenwerte im eigenen Verhalten einger\u00e4umt oder markiert, die im Prinzip auch von jemand anderem am selben Platz im Filiationsverband besetzt werden k\u00f6nnten: Es h\u00e4tte jemand mit ganz anderen Eigenschaften denselben Platz einnehmen k\u00f6nnen, den eine <em>bestimmte<\/em> Person jetzt nun einmal innehat. Das biographische Gepr\u00e4ge individuellen Verhaltens innerhalb der personalen Lebensform ist deshalb bei allen, die es \u00fcberhaupt wahrnehmen, \u201a<em>vielstellig<\/em>\u2018 in Beziehung auf alle relevanten Pl\u00e4tze in der Gemeinschaft, wobei diese Vielstelligkeit per se noch \u00fcberhaupt nicht nach wertpositiven oder wertnegativen Gesichtspunkten, nach richtig oder verfehlt, verquer oder angepasst usw. bestimmt ist. Diejenigen, die das Beziehungssystem ihrerseits <em>not<\/em> wahrnehmen, werden daher immer <em>mitvertreten<\/em> durch ihre Stellen im Verhalten anderer, und diese Vertretung ist aus dem Grund sinnvoll und m\u00f6glich, weil die personale Lebensform in der oben erkl\u00e4rten doppelten Identifizierbarkeit \u2013 durch den \u201aPlatz\u2018, den jemand einnimmt, und durch seine Merkmale und Eigenschaften \u2013 wurzelt. Vertreten werden kann (wie auch seinerseits vertreten) nur Solches, dessen Platz in einem Lebenszusammenhang unabh\u00e4ngig von seiner individuellen Charakteristik ist.<\/p>\n<p>Die geschilderte Lebensform unter dem Doppelsinn der Identit\u00e4t, welche den gemeinsamen ontologischen Status aller urspr\u00fcnglichen Personen \u00fcberhaupt begr\u00fcndet, bildet nach meiner Auffassung ein objektives Fundament und die St\u00fctze normativer Grunds\u00e4tze, wie sie sich seit jeher um den Personbegriff und die besondere \u201eW\u00fcrde\u201c von Personen ranken. Aber die personale Lebensform als Fundament und St\u00fctze normativer Grunds\u00e4tze <em>ist<\/em> noch nicht selbst eine Norm, die eine bestimmte \u201aNatur\u2018 oder \u201aGrundverfassung\u2018 des Menschen als unausweichlichen normativen Grundma\u00dfstab der Menschheit \u00fcberhaupt geltend machen w\u00fcrde. Vielmehr beg\u00fcnstigt die geschilderte Lebensform nur die Akzeptanz solcher Normvorschl\u00e4ge unter Personen, die eine normativ geregelte Mitvertretung anderer bei ihrer Selbstvertretung jeweils als \u201agerecht\u2018 erscheinen lassen. Grundlegend in Anbetracht der Lebensform ist jedenfalls die beschriebene Art der \u201aWahrnehmung\u2018 des Platzes anderer Personen im eigenen Verhalten, die <em>ab ovo<\/em> die Lebensform von Menschen und aller Personen \u00fcberhaupt auszeichnet.<\/p>\n<p>Wenn wir am Schluss versuchen, die Ausrichtung auf \u201eStellvertretung\u201c und die mit ihr einhergehende formale Vielstelligkeit unseres Verhaltens als Grundverfassung und Kernleistung personalen Daseins, die durch eine bestimmte Lebensform fundiert ist, auf eine f\u00fcr alle Personen g\u00fcltige und handhabbare Formulierung zu bringen, so lie\u00dfe sich sagen: Die Lebensform personalen Daseins ist das Zusammenleben in einem Verband durch Filiation verketteter Gleichartiger, der dadurch qualifiziert ist, dass jedes seiner Mitglieder, <em>das sich selbst vertreten kann, alle biographisch relevanten Mitglieder gleichf\u00f6rmiger Verb\u00e4nde mit zu vertreten ha<\/em>t. Da es sich, wie erkl\u00e4rt, um eine Lebensform handelt, wird die Qualifikation des Lebens im Muster mannigfacher Stellvertretung nicht von den am Verband beteiligten einzelnen Mitgliedern ausgesagt, sondern kommt dem jeweiligen Lebensverband oder der Soziet\u00e4t der Personen insgesamt zu: Sie ist eine Form, die prim\u00e4r den Plural der in ihr verbundenen Glieder, nicht das einzelne Individuum kennzeichnet \u2013 also eine ontologische Tatsache, die nur aufgerichtet werden kann auf <em>vielen<\/em> Fundamenten, nicht aber auf einem einzelnen Exemplar.<\/p>\n<p>Sich <em>selbst<\/em> zu vertreten, d.h. auseinanderzuhalten zu k\u00f6nnen, was nicht nur \u00fcberhaupt mein Interesse, sondern ein solches Interesse an meinem Platz und damit im Verh\u00e4ltnis zu anderen Pl\u00e4tzen ist \u2013 das involviert die, wenn auch nur angedeutete, aber im Prinzip unabgeschlossene Vielstelligkeit in meinem Verhalten bei der Wahrnehmung meiner Interessen und auch sonst bei meinem Tun und Lassen. Wir sprechen ganz gew\u00f6hnlich davon, nicht nur die Interessen anderer zu \u201avertreten\u2018, sondern und sogar in erster Linie unser je eigenes. Jeder vertritt fr\u00fcher sein eigenes Interesse als das von anderen. Dies besagt also nur: Eine solche Person \u00e4u\u00dfert nicht nur ihr Interesse oder geht ihm nach, sondern sie \u00e4u\u00dfert und verfolgt es als eines, das sie <em>an ihrer Stelle<\/em> eben hat. Wenn aber an ihrer Stelle, dann so, dass diese Stelle als nur eine im Verh\u00e4ltnis zu anderen Stellen wahrgenommen wird, die mit \u00e4hnlich relevanten Interessen besetzt sein k\u00f6nnten. Dies ist der Sachverhalt der Selbstvertretung. Ein Neugeborenes zum Beispiel \u00e4u\u00dfert zwar sichtlich Interessen, aber es vertritt sie nicht selbst.<\/p>\n<p>Wer sich nun in einem so strukturierten Verband <em>not<\/em> selbst vertreten kann, die wird in der beschriebenen Weise dank der Lebensform durch andere mitvertreten; wer aber sich selbst und seine Interessen zu vertreten gelernt hat, f\u00fcr die ist die Zahl der Pl\u00e4tze, die sie mit zu vertreten hat zwar niemals geschlossen und vielmehr unabsehbar, aber doch zugleich geordnet in einem System der Relevanz dieser Pl\u00e4tze in Bezug auf den eigenen, den sie einnimmt. So dass insgesamt der Grundtenor der <em>Selbstvertretung<\/em>, d.h. der Auseinanderhaltung des Eigeninteresses und zugleich des Platzes oder der Stelle, an der mein Interesse sich artikuliert, die immer und nur im Kontext mit anderen Pl\u00e4tzen zu sehen und zu bestimmen ist, eine jede wahrnehmungsf\u00e4hige Person anf\u00e4llig macht f\u00fcr Normen, die die Anspr\u00fcche anderer auf eine gerechte und gerechtfertigte Weise gegen\u00fcber den meinen wahren sollen. Aber nicht diese Normen sind und gelten \u201aunbedingt\u2018 f\u00fcr mich (vielmehr kann ich immer fragen, warum denn gerade auch ich irgendeine Norm zu befolgen habe), sondern die Ausgangsverfassung einer mir unvermeidlichen Lebensform gibt meinem Verhalten ein personales Gepr\u00e4ge, <em>bevor<\/em> ich mich auch nur selbst vertreten kann. Dieses Gepr\u00e4ge ist Ausdruck der personalen Lebensform (der \u201eontologischen Tatsache, dass es grunds\u00e4tzlich die Person in der Einzigkeit nicht gibt\u201c \u2013 Guardini), aber niemals so, dass es dem Individuum, das sich selbst vertreten kann, nicht m\u00f6glich w\u00e4re, sich den normativen Anforderungen, die darauf gest\u00fctzt an es gerichtet werden, zu verschlie\u00dfen oder ganz zu entziehen. Der Lebensform k\u00f6nnen wir uns zwar alle nicht entziehen, aber den darauf aufgerichteten normativen Regelungen unseres Lebens doch jederzeit.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl meine Reflexionen zum Begriff der Person nicht direkt in den Spuren Romano Guardinis gehen, sondern einen ganz unabh\u00e4ngigen Ansatz verfolgen, und obwohl ich gerade nicht die Person im Geleis der traditionellen \u201aGottesebenbildlichkeit\u2019 verstehen m\u00f6chte, sondern ganz neutral und ohne Bezug auf religi\u00f6se \u00dcberzeugungen, kann ich doch eine sehr pointierte Wendung Guardinis f\u00fcr meine \u00dcberlegungen&hellip;<\/p>","protected":false},"author":5,"featured_media":10466,"menu_order":272,"template":"","meta":{"_relevanssi_hide_post":"","_relevanssi_hide_content":"","_relevanssi_pin_for_all":"","_relevanssi_pin_keywords":"","_relevanssi_unpin_keywords":"","_relevanssi_related_keywords":"","_relevanssi_related_include_ids":"","_relevanssi_related_exclude_ids":"","_relevanssi_related_no_append":"","_relevanssi_related_not_related":"","_relevanssi_related_posts":"","_relevanssi_noindex_reason":"","footnotes":""},"class_list":["post-115230","media-library","type-media-library","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","focus-area-romano-guardini"],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.4 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Was sind Personen? 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