{"id":115712,"date":"2025-12-08T15:15:36","date_gmt":"2025-12-08T14:15:36","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115712"},"modified":"2025-12-08T15:26:23","modified_gmt":"2025-12-08T14:26:23","slug":"spurensuche-vom-ende-her-schoepfung-in-der-johannesoffenbarung","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/spurensuche-vom-ende-her-schoepfung-in-der-johannesoffenbarung\/","title":{"rendered":"Spurensuche vom Ende her"},"content":{"rendered":"<p>Da sitzt er: umgeben von bauchigen Buchrollen. Der Seher Johannes, der Verfasser der letzten Schrift des Neuen Testaments, liest die gro\u00dfen Prophetenb\u00fccher des Alten Testaments: Ezechiel, Daniel und Jesaja. Seine Vision findet zwischen Buchrollen statt. Oder anders: Im Lesen geht ihm etwas auf. Die prophetische Literatur des Alten Testaments und sein Christusglaube sind der Stoff, aus dem seine Entdeckungen und Enth\u00fcllungen gemacht sind.<\/p>\n<p>Mehr als 580 alttestamentliche Zitate und Anspielungen finden sich in der Johannesoffenbarung. Die Apokalypse ist letztlich die Niederschrift eines intensiven Leseerlebnisses. F\u00fcr uns hei\u00dft das: Wer die Johannesoffenbarung liest, der taucht ein in die alttestamentliche Heilshoffnung. Aber nicht nur das: Der Leser erf\u00e4hrt auch etwas von der dezidiert christlichen Zukunftshoffnung.<\/p>\n<p>Damit sind zwei Gr\u00fcnde genannt, warum wir am Anfang dieser biblischen Tage mit dem Ende beginnen und das letzte Buch der Bibel an den Beginn stellen. Die Johannesoffenbarung bietet beides: einen R\u00fcckblick auf die Sch\u00f6pfungsaussagen des Alten Testaments und eine Zusammenfassung der christlichen Sch\u00f6pfungshoffnung. Das letzte Buch des Neuen Testaments eignet sich daher als Einf\u00fchrung und stellt ein gehaltvolles Koordinatensystem f\u00fcr die weiteren Themen und Aspekte dieser biblischen Tage parat.<\/p>\n<p>Bei dieser \u201eSpurensuche vom Ende her\u201c sollen drei Texte aus der Johannesoffenbarung n\u00e4her in den Blick genommen werden. Wer sie aufmerksam studiert, absolviert einen Grundkurs in \u201eBiblischer Sch\u00f6pfungstheologie\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein Portrait des Sch\u00f6pfers: Offb 4,1-11<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eNach diesem sah ich: Und siehe, eine T\u00fcr, ge\u00f6ffnet im Himmel, und die erste Stimme, die ich geh\u00f6rt hatte wie die einer Posaune, die mit mir redete, sprach: Komm hier herauf! Und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss. Sogleich war ich im Geist: Und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron sa\u00df einer. Und der da sa\u00df, war von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sarder, und ein Bogen war rings um den Thron, von Ansehen gleich einem Smaragd. Und rings um den Thron sah ich vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen sa\u00dfen vierundzwanzig \u00c4lteste, bekleidet mit wei\u00dfen Kleidern, und auf ihren H\u00e4uptern goldene Siegeskr\u00e4nze. Und aus dem Thron gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner; und sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron, welche die sieben Geister Gottes sind. Und vor dem Thron war es wie ein gl\u00e4sernes Meer, gleich Kristall; und inmitten des Thrones und rings um den Thron vier lebendige Wesen, voller Augen vorn und hinten. Und das erste lebendige Wesen war gleich einem L\u00f6wen und das zweite lebendige Wesen gleich einem jungen Stier, und das dritte lebendige Wesen hatte das Angesicht wie das eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen war gleich einem fliegenden Adler. Und die vier lebendigen Wesen hatten, eines wie das andere, je sechs Fl\u00fcgel und sind ringsum und inwendig voller Augen, und sie h\u00f6ren Tag und Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig, Herr, Gott, Allm\u00e4chtiger, der war und der ist und der kommt! Und wenn die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, so werden die vierundzwanzig \u00c4ltesten niederfallen vor dem, der auf dem Thron sitzt, und den anbeten, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, und werden ihre Siegeskr\u00e4nze niederwerfen vor dem Thron und sagen: Du bist w\u00fcrdig, unser Herr und Gott, die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht zu nehmen, denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden\u201c (Offb 4,1-11).<\/p>\n<p>Die Vision steht am Beginn des \u201eapokalyptischen Hauptteils\u201c. Nachdem in den ersten drei Kapiteln die Welt der Leser nach allen Regeln der Kunst durchleuchtet wurde, verl\u00e4sst Johannes nun den festen, irdischen Boden unter seinen F\u00fc\u00dfen. Es geht nach oben, in den Himmel. Eine T\u00fcr wird ihm ge\u00f6ffnet. Eine Stimme ruft: \u201eKomm hier herauf!\u201c<\/p>\n<p>Johannes nimmt die Dinge aus einer anderen Perspektive wahr. Von oben ergeben sich sinnvolle Muster. Ein Plan, eine Heilsgeschichte wird erkennbar. \u00dcber aller irdischen Orientierungslosigkeit w\u00f6lbt sich ein Himmel, der ein Ziel verfolgt.<\/p>\n<p>Der erste Blick des Sehers geht ins Zentrum: in der Mitte ein Thronender. Anders als etwa das Danielbuch (vgl. Dan 7,9) beschreibt Johannes den Thronenden nicht konkret: nicht sein Gewand, nicht sein Alter, nicht seine Haare oder sein Aussehen. Respektvoll hei\u00dft es einfach: ein Sitzender, ein Thronender.<\/p>\n<p>Die Thronsaalvision ist durch und durch konzentrisch aufgebaut. Pr\u00e4positionen bestimmen den Erz\u00e4hlverlauf: um den Thron, aus dem Thron, vor dem Thron, rings um den Thron. Die Mitte bleibt fest. Der Thron markiert das unersch\u00fctterliche Zentrum.<\/p>\n<p>Wer dieser Thronende ist, das l\u00e4sst sich nicht abstrakt sagen, sondern nur \u2013 mit tastenden Bildern und Vergleichen \u2013 illustrieren. Ein Bogen umgibt den Thron. Dieser Bogen erinnert an die Zeit nach der gro\u00dfen Flut: \u201eMeinen Bogen setze ich in die Wolken, und er sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde\u201c (Gen 9,13). Das Markenzeichen des Thronenden ist der Bund. Alles, was folgt, muss von diesem Zeichen her verstanden und entschl\u00fcsselt werden. Das Geschehen, das vom Thronsaal ausgeht, ist Ausdruck des Bundes, ist die Verwirklichung der Barmherzigkeit und Treue Gottes.<\/p>\n<p>Vor dem Thron ist etwas zu erkennen wie ein \u201egl\u00e4sernes Meer\u201c. Der Thron ist nicht unmittelbar zug\u00e4nglich. Das Meer schafft Distanz und verdeutlicht die Transzendenz. Auch Mose wird in der Erz\u00e4hlung vom brennenden Dornbusch ermahnt: \u201eDer Herr sagte: Komm nicht n\u00e4her. Leg deine Schuhe ab, denn der Ort, wo du stehst, ist heiliger Boden\u201c (Ex 3,5).<\/p>\n<p>Das Meer darf aber auch als ein bedrohliches Element verstanden werden. Schon der Psalmbeter wei\u00df um \u201edie Fluten des Verderbens\u201c (Ps 18,5) und die Bedrohung durch \u201edie wilden und wogenden Wasser\u201c (Ps 124,5). Gerade in der Johannesoffenbarung ist das Meer die Wohnstatt des B\u00f6sen: Aus dem Meer steigt das Tier \u2013 der diabolische Gegenspieler Gottes \u2013 auf (Offb 13,1). Hier aber liegt das Meer ruhig. Die Bedrohung verstummt. Das B\u00f6se muss im Angesicht Gottes schweigen.<\/p>\n<p>Rings um den Thron finden sich vier Lebewesen. Auch hier sch\u00f6pft Johannes aus den gro\u00dfen Thronsaalvisionen des Alten Testaments (vgl. Ez 1,10; 10,14; Dan 7,4). Und doch ver\u00e4ndert er die Beschreibung: Jedes Wesen wird (nur) mit einem Lebewesen verbunden. L\u00f6we, Stier, Mensch und Adler umgeben den Thron. Viel spricht daf\u00fcr, darin die verschiedenen Gattungen der Lebewesen zu erkennen. Sie repr\u00e4sentieren die belebte Sch\u00f6pfung: Der L\u00f6we vertritt die Wildtiere, der Stier die Nutztiere und der Adler die Flugtiere. Als Krone der Sch\u00f6pfung fehlt auch der Mensch nicht. Die Lebewesen verdanken ihre Existenz dem Thronenden. Darum geben sie ihm die Ehre und sind auf ihn ausgerichtet.<\/p>\n<p>Sp\u00e4testens hier wird deutlich, wer der Thronende ist: Gott, der Sch\u00f6pfer. Bezeichnend ist der Titel, den die Lebewesen in ihrem Lobpreis gebrauchen. Sie r\u00fchmen Gott, den Pantokrator, den Allm\u00e4chtigen. Zur Entstehungszeit der Johannesapokalypse \u2013 am Ende des 1. Jahrhunderts \u2013 mag diese Anrede die Erinnerung an verschiedene Herrscher wachrufen: an den Kaiser, die lokale politische Prominenz oder die Kultpriesterschaft Kleinasiens. Gott aber ist der Allbeherrscher! Der Titel klingt k\u00e4mpferisch. Allein Gott kommt die oberste Ehre zu. Er wird sogar aufgefordert, seine Macht zu nehmen. Anscheinend greifen auch andere Herrschaften nach der Gewalt. Die Welt ist geknechtet. \u201eDie Sch\u00f6pfung\u201c \u2013 so formuliert Paulus \u2013 \u201eist der Verg\u00e4nglichkeit unterworfen\u201c (R\u00f6m 8,20). Mit dem Sch\u00f6pfertum Gottes ist die Hoffnung verbunden, dass diese Sch\u00f6pfung von allen anderen verderblichen M\u00e4chten befreit wird und ein gutes Ende nimmt.<\/p>\n<p>Die erste Vision des apokalyptischen Hauptteils fordert zum Perspektivenwechsel auf. Gott sitzt im Regiment. Die Welt ist nicht Zufall, sondern eine absichtsvolle Sch\u00f6pfung Gottes. Eine gro\u00dfe Hoffnung ist damit verbunden. Alle nachfolgenden Visionen illustrieren diese Hoffnung, die im Sch\u00f6pfertum Gottes begr\u00fcndet liegt: das Herauff\u00fchren einer neuen Sch\u00f6pfung und den Sieg Gottes \u00fcber alle zerst\u00f6rerischen und sch\u00f6pfungsfeindlichen M\u00e4chte und Gewalten (vgl. Offb 11,18).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein diabolischer Urknall: Offb 12,7-12<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUnd es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel k\u00e4mpften mit dem Drachen. Und der Drache k\u00e4mpfte und seine Engel; und sie bekamen nicht die \u00dcbermacht, und ihre St\u00e4tte wurde nicht mehr im Himmel gefunden. Und es wurde geworfen der gro\u00dfe Drache, die alte Schlange, der Teufel und Satan genannt wird, der den ganzen Erdkreis verf\u00fchrt, geworfen wurde er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen. Und ich h\u00f6rte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines Christus gekommen; denn hinabgeworfen ist der Verkl\u00e4ger unserer Br\u00fcder, der sie Tag und Nacht vor unserem Gott verklagte. Und sie haben ihn \u00fcberwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tod! Darum seid fr\u00f6hlich, ihr Himmel, und die ihr in ihnen wohnt! Wehe der Erde und dem Meer! Denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat gro\u00dfe Wut, da er wei\u00df, dass er nur eine kurze Zeit hat\u201c (Offb 12,7-12).<\/p>\n<p>Auf den konzentrisch geordneten Thronsaal folgt ein chaotisches Kampfgeschehen. Just in der Mitte der Johannesoffenbarung wird \u2013 wie als Herzst\u00fcck des Ganzen \u2013 der Sturz Satans aus dem Himmel beschrieben. Die Vision gie\u00dft einen theologischen Wissensvorrat ins Bild und beschreibt, warum die Sch\u00f6pfung so ist, wie sie ist: gar nicht harmonisch und idyllisch, sondern gebeutelt und geknechtet.<\/p>\n<p>Dem Wortsinn nach meint Diabolos eigentlich \u201eDurcheinanderwerfer\u201c. Der Teufel ist der St\u00f6renfried, der Ankl\u00e4ger der Menschen, derjenige, der das gute Verh\u00e4ltnis zwischen Gott und Mensch durcheinander wirft. Man denke etwa nur an die Rahmenhandlung des Ijobbuchs. Als Gott seinen Knecht Ijob lobt, versucht der Satan einen Keil zwischen Gott und Ijob zu treiben: \u201eIst Ijob ohne Grund gottesf\u00fcrchtig? (\u2026) Streck nur einmal deine Hand aus und taste alles an, was er hat, er wird dir ins Angesicht fluchen!\u201c (Ijob 1,9.11) So wird der Satan auch in der Johannesoffenbarung als \u201eVerkl\u00e4ger unserer Br\u00fcder, der sie Tag und Nacht vor Gott verklagte\u201c (Offb 12,10), verstanden.<\/p>\n<p>Aber auch die kosmische Ordnung wirft der Satan durcheinander. Er fegt Gestirne vom Himmel (Offb 12,4). Erde und Meer h\u00f6ren das Wehe (Offb 12,12). Menschen und ganze Reiche f\u00fchrt er in die Abh\u00e4ngigkeit. Der Diabolos stellt die Sch\u00f6pfungsordnung auf den Kopf. Am Ende der ersten Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung im Buch Genesis hat es noch gehei\u00dfen: \u201eGott sah alles an, was er gemacht hatte: Es war sehr gut\u201c (Gen 1,31). Auf eine vom Satan bedr\u00e4ngte Sch\u00f6pfung trifft das nicht mehr zu. Gar nichts ist in Ordnung. Der Mensch lebt jenseits von Eden.<\/p>\n<p>Die Vision in der Mitte der Johannesoffenbarung setzt im Modus des Mythos einen religi\u00f6sen Wissensvorrat ins Bild. Der Sturz Satans aus dem Himmel erkl\u00e4rt, warum die Welt so ist, wie sie ist. In der Vision verbirgt sich aber auch eine gute Nachricht: Der Drache hat seinen Platz im Himmel unwiederbringlich verloren. Er ist t\u00f6dlich getroffen. Im Himmel wird dieser fundamentale Sieg bereits gefeiert (Offb 12,12). Die Herrschaft des Satans auf Erden wird auch vor\u00fcbergehen. Ihm bleibt nur eine kurze Frist. Die Gebrochenheit der Sch\u00f6pfung wird als Todeszucken des Satans, als ein letztes Aufb\u00e4umen des Drachen verstanden. So darf man Hoffnung haben. Das Reich Gottes ist im Kommen.<\/p>\n<p>Johannes ergeht sich nicht in einer billigen Sch\u00f6pfungsromantik. Ganz im Gegenteil: Die Sch\u00f6pfung blutet und seufzt und ist der Verg\u00e4nglichkeit und dem Tod unterworfen. Es bleibt noch viel zu w\u00fcnschen \u00fcbrig. Doch \u00fcber einer d\u00fcsteren und unwirtlichen Erde \u00f6ffnet die Apokalypse ein Fenster. Licht scheint herein. Der Sturz des Satans entfacht die Hoffnung auf eine erneuerte und nicht l\u00e4nger bedr\u00e4ngte und belastete Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein paradiesischer Horizont: Offb 21,1-5<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUnd ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel von Gott herabkommen, bereitet wie eine f\u00fcr ihren Mann geschm\u00fcckte Braut. Und ich h\u00f6rte eine laute Stimme vom Thron her sagen: Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott. Und er wird jede Tr\u00e4ne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein: denn das Erste ist vergangen. Und der, welcher auf dem Thron sa\u00df, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht: Schreibe! Denn diese Worte sind gewiss und wahrhaftig\u201c (Offb 21,1-5).<\/p>\n<p>Das Alte ist vergangen. Neues kommt. Am Ende beschreibt die Johannesapokalypse eine entscheidende Z\u00e4sur. Eine neue Sch\u00f6pfung ersteht vor den Augen der Leser: \u201eSiehe, ich mache alles neu.\u201c Es sind die ersten Worte Gottes in der Johannesoffenbarung und die letzten der Heiligen Schrift. Entschieden und machtvoll setzt Gott einen Schlusspunkt, der eigentlich ein neuer Anfang ist. Das Ziel der Heilsgeschichte sind ein neuer Himmel und eine neue Erde.<\/p>\n<p>Zu beachten gilt, dass hier nicht von einer evolution\u00e4ren Entwicklung die Rede ist. Diese neue Sch\u00f6pfung w\u00e4chst nicht sch\u00f6n langsam aus der Erde empor. Die Selbstheilungskr\u00e4fte der Sch\u00f6pfung oder die Leistung des Menschen bringen nicht die Erl\u00f6sung. Die von oben kommende Gottesstadt erteilt vielmehr allen menschlichen \u201eHeilandsprojekten\u201c eine klare Absage. Letztlich ist die vollendete Sch\u00f6pfung Tat und Geschenk Gottes.<\/p>\n<p>Lapidar klingt die Formulierung: \u201eDas Meer ist nicht mehr\u201c (Offb 21,1). Es kann nicht mehr sein, weil es ein Bild f\u00fcr Verderben und Untergang war. So ist in der neuen Sch\u00f6pfung f\u00fcr dieses Meer kein Platz mehr. An die Stelle des Meeres tritt das Lebenswasser (Offb 21,6; 22,1). Die Elemente sind gereinigt. Der urspr\u00fcngliche Sch\u00f6pfungszustand ist wieder hergestellt.<\/p>\n<p>Wiederholt wird das Adjektiv \u201eneu\u201c verwendet. Die Rede ist von einem \u201eneuen Himmel\u201c, einer \u201eneuen Erde\u201c und von der Tatsache, dass Gott alles \u201eneu macht\u201c. Das Wort \u201eneu\u201c ist in der apokalyptischen Literatur als \u201eheilszeitliches Adjektiv\u201c zu verstehen und besitzt einen eigenen theologischen Tiefensinn: \u201e\u03ba\u03b1\u03b9\u03bd\u1f79\u03c2 (sc. neu) ist der Inbegriff des ganz Anderen, Wunderbaren, das die Endheilszeit bringt. Daher ist neu zielweisendes Leitwort der apokalyptischen Verhei\u00dfung (\u2026). Neusch\u00f6pfung ist das herrliche Ende der Heilsoffenbarung Gottes, das Hochziel urchristlicher Hoffnung, das aus der Heilszukunft schon in die Gegenwart der Christen auf der alten Erde hineinleuchtet, weil sie durch Christus Heilsgegenwart geworden ist\u201c (J. Behm im \u201eTheologischen W\u00f6rterbuch zum Neuen Testament\u201c).<\/p>\n<p>In der Tat: Christus hat \u2013 als das gesch\u00e4chtete und aufrecht stehende Lamm \u2013 Anteil an dieser neuen Sch\u00f6pfung. Im Anschluss an die Thronsaalvision empf\u00e4ngt das Lamm aus der Hand Gottes das Siegelbuch (Offb 5,1-14). Das Lamm setzt die entscheidende Phase in Gang und \u00f6ffnet Siegel um Siegel. Das t\u00f6dlich verwundete, aber aufrecht stehende Lamm ist Agent der Endzeit. In Tod und Auferweckung Jesu leuchtet die Vollendung der Sch\u00f6pfung auf. Ostern und Neusch\u00f6pfung geh\u00f6ren untrennbar zusammen. Am Ende muss f\u00fcr die gesamte Sch\u00f6pfung gelten, was Ostern \u2013 mit Blick auf die Auferweckung Jesu \u2013 schon feiert: \u201eDer Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz\u201c (Offb 21,4).<\/p>\n<p>Die Neusch\u00f6pfung beinhaltet damit weit mehr als nur die Beseitigung menschlicher B\u00f6swilligkeit. Die Sch\u00f6pfung leidet nicht nur, weil der Mensch verantwortungslos in ihr und an ihr handelt. Die Neusch\u00f6pfung heilt auch jenen Riss, auf den der Mensch keinen Einfluss hat und unter dem er selbst leidet als ein begrenztes und sterbliches Gesch\u00f6pf. Zur christlichen Heilshoffnung geh\u00f6rt die umfassende Erl\u00f6sung der Sch\u00f6pfung: \u201eAls letzter Feind wird der Tod vernichtet\u201c (1 Kor 15,26). Nicht weniger erwartet der Christ von dieser neuen Sch\u00f6pfung.<\/p>\n<p>Damit schlie\u00dft sich ein gro\u00dfer Kreis. In der Beschreibung der himmlischen Gottesstadt (Offb 21-22) greift Johannes auf den Anfang der Bibel zur\u00fcck. Die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen aus dem Buch Genesis lassen sich als Bauplan und Hoffnungshorizont dieser neuen Sch\u00f6pfung lesen. Statt der Vertreibung dort, wird nun Gemeinschaft hergestellt und gefeiert. Der Mensch schaut und erkennt Gott von Angesicht zu Angesicht. Dort flossen Paradiesstr\u00f6me. Hier rauscht Lebenswasser. Dort stand der Baum des Lebens. Hier wird dessen Wirkkraft noch potenziert. Im Grunde steht der Baum fortw\u00e4hrend in Bl\u00fcte, bringt monatlich Frucht und Bl\u00e4tter zur Heilung der V\u00f6lker hervor.<\/p>\n<p>Am Ende seiner Schrift blickt Johannes auf das, was kommt, was er erwartet und ersehnt. Diese Erde ist nicht Gottes letztes Wort. Tod und Vergehen, Leid und M\u00fchsal hoffen auf eine verwandelte, von Gott erneuerte Sch\u00f6pfung. Der Christ lebt von dieser Aussicht und streckt sich nach der Befreiung der alten Erde vom Joch der Verg\u00e4nglichkeit aus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Einsichten und Wegweiser<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Was ergibt sich nun daraus? Welche Einsichten lassen sich \u2013 grundlegend f\u00fcr die biblische Vorstellung von der Sch\u00f6pfung \u2013 aus dem letzten Buch der Bibel gewinnen?<\/p>\n<ol>\n<li>Im Zentrum ein Sch\u00f6pfer, der Heilsgeschichte schreibt. Das erste Bild des apokalyptischen Hauptteils ist ein eindr\u00fcckliches Glaubensbekenntnis. Am Anfang steht ein guter, weiser und machtvoller Sch\u00f6pfergott. Man k\u00f6nnte ja das Gegenteil vermuten: Die Sch\u00f6pfung sei nur das Werk blinden Zufalls und lediglich eine Laune der Natur. L\u00e4sst der Zustand dieser Welt wirklich auf einen planvoll handelnden Sch\u00f6pfergott schlie\u00dfen? Steht im Hintergrund der Welt und des Weltalls \u2013 eingedenk aller Schmerzen, aller Ungerechtigkeit und aller Sinnlosigkeit \u2013 wirklich Gott? Sitzt da tats\u00e4chlich ein Sch\u00f6pfer im Regiment?<br \/>\nNach dem Tod seiner Frau stellte Clive Staple Lewis sehr eindr\u00fccklich diese Frage: Ist da wirklich jemand? Oder w\u00fctet nicht nur ein blindes Schicksal, vor dem sich letztlich niemand retten kann? \u201eAber gehe zu Ihm, wenn du Ihn verzweifelt brauchst, wenn alle andere Hilfe versagt \u2013 und was findest du? Eine T\u00fcr, vor dir zugeschlagen, und von innen h\u00f6rt es sich an, wie wenn zugeriegelt wird, doppelt zugeriegelt. Danach Stille. Du kannst dich auch gleich fortwenden. Je l\u00e4nger du wartest, desto nachdr\u00fccklicher wird diese Stille. In den Fenstern sieht man kein Licht. Mag sein, das Haus ist leer. War es eigentlich je bewohnt?\u201c (C. S. Lewis, \u201eA Grief Observed\u201c).<br \/>\nJohannes dagegen steigt hinauf und sieht: Der Himmel ist bewohnt. Einer sitzt im Zentrum. Es wird \u2013 so chaotisch es auf Erden auch zugehen mag \u2013 regiert. Dieser Gott \u2013 auch das betont Johannes \u2013 ist kein deistischer Uhrmacher. Er wirft nicht nur das System an und zieht sich dann zur\u00fcck. Er beh\u00e4lt das Heft in der Hand. Er f\u00fchrt die Heilsgeschichte zur Vollendung. Er verfolgt einen Plan: \u201eSiehe, ich mache alles neu\u201c (Offb 21,5).<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Die Sch\u00f6pfung: Spiegel des Sch\u00f6pfers. Begreifen aber l\u00e4sst sich dieser Gott nicht. Johannes h\u00fctet sich vor jeder allzu menschlichen, anthropomorphen Beschreibung. Er greift auf Bilder und Vergleiche zur\u00fcck. Am ehesten noch l\u00e4sst sich Gott an seinem Sch\u00f6pfungswerk erahnen: an den Lebewesen, an Blitz und Donner, Regenbogen und Licht. Ob das nicht dem nahe kommt, was man \u2013 theologisch \u2013 \u201eGravuren des Sch\u00f6pfers\u201c nennen k\u00f6nnte? Die Beobachtung der Natur war schon immer ein aussagekr\u00e4ftiges Medium der Gotteserkenntnis.<\/li>\n<li>Gefallene und gebrochene Sch\u00f6pfung, kein Minnesang. Dennoch verbietet die Apokalypse jede naive, st\u00fcrmisch-dr\u00e4ngende Naturromantik. Die Sch\u00f6pfung ist nicht einfach gut. Die Erde leidet und steht in Flammen. Johannes spricht von der \u201eBedr\u00e4ngnis\u201c (Offb 1,9; 7,14). Der Schmerzensschrei der Kreatur verklingt auch in der Johannesoffenbarung nicht: \u201eHerr, warum z\u00f6gerst Du, wie lange noch m\u00fcssen wir warten?\u201c (Offb 6,10).<br \/>\nDie Sch\u00f6pfung leidet nicht nur, weil der Mensch sie knechtet und ausbeutet. Der Riss geht tiefer. Das Ende der Johannesoffenbarung macht deutlich: Der Tod wird nicht mehr sein, keine M\u00fchsal und keine Trauer. Sch\u00f6pfung und Mensch sind von mehr bedroht als einem falschen Umgang mit der Natur. Fressen und gefressen werden, Altern und Krankheit und schlie\u00dflich die Tatsache des Todes werfen Fragen auf. Das Leid der Welt fordert eine Antwort von Gott. Die Theodizee-Problematik steigt aus den Wunden einer nicht nur sch\u00f6nen, sondern auch h\u00e4sslichen, grausamen und ungerechten Welt auf.<\/li>\n<li>Sch\u00f6pfungsverantwortung: weit mehr als Umweltschutz. Mit dem konzentrischen Bild des Thronsaals, dessen Mittelpunkt der Sch\u00f6pfer ist, gibt Johannes der Sch\u00f6pfung eine Ordnung und Orientierung. Die Sch\u00f6pfung hat sich vor den Werten und dem Plan dieses Sch\u00f6pfers zu verantworten. Sch\u00f6pfungsverantwortung ist darum mehr als Umweltschutz und die sorgf\u00e4ltige Pflege von Fauna und Flora. Die Apokalypse kennt noch andere Formen der Umweltverschmutzung: das Ausbeuten von Menschen und die Gier nach Profit (Offb 17,4; 18,3.7.11-14), die Unterdr\u00fcckung von Menschen (Offb 13,7.16-17) und das Anbeten der Gesch\u00f6pfe statt des Sch\u00f6pfers (Offb 13,4.15), L\u00fcge, L\u00e4sterung und G\u00f6tzendienst (Offb 13,6; 22,15). All das sind Pervertierungen der Sch\u00f6pfungsordnung, Dolchst\u00f6\u00dfe in den R\u00fccken einer von Gott anders gedachten und konzipierten Welt.<br \/>\nDamit spricht Johannes eine deutliche Mahnung aus: Der Glaube an einen Sch\u00f6pfergott bedingt auch eine ver\u00e4nderte Sicht des Menschen und f\u00fchrt zu einem respektvollen Umgang mit der Sch\u00f6pfung. Die Thronsaalvision ist der alles entscheidende Beginn des apokalyptischen Hauptteils und das theologische Prisma zur Betrachtung der Sch\u00f6pfung. Der Blick auf den Sch\u00f6pfer begr\u00fcndet und strukturiert die Sch\u00f6pfungsverantwortung des Menschen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"5\">\n<li>Seufzende Sehnsucht: die Erl\u00f6sung der Sch\u00f6pfung. So sehr Johannes seine Leser an die Verantwortung gegen\u00fcber dem Sch\u00f6pfer erinnert, so deutlich macht er zugleich: Das letzte Wort spricht Gott. Die Befreiung der Sch\u00f6pfung von der Macht des Todes und die Erl\u00f6sung der leidenden Kreatur sind Gottes Tat und Geschenk. Alles menschliche Bem\u00fchen kann diese Welt nicht kurieren. Die Sch\u00f6pfung seufzt und wartet auf das, was Johannes als gro\u00dfen Heilshorizont \u00fcber diese gefallene Welt stellt: eine erneuerte, von Gott erl\u00f6ste und von der B\u00fcrde des Todes befreite Sch\u00f6pfung.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Johannes nutzt zur Beschreibung dieser Heilshoffnung die gro\u00dfen Heilsbilder des Alten Testaments. Diese kommende Welt stellt er seinen Lesern als ihre ureigene Heimat vor Augen: \u201eSeht, die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein\u201c (Offb 21,3). So weckt die Apokalypse Sehnsucht, die Sehnsucht nach dem Kommenden!<\/p>\n<p>Jakob Taubes soll einmal gesagt haben: \u201eEntschuldigen Sie, aber in einer Welt allein kann ich nicht leben.\u201c Johannes w\u00fcrde wohl antworten: \u201eMusst Du auch nicht!\u201c Christen sind immer auch B\u00fcrger der himmlischen Gottesstadt. Ein Christ lebt zwischen \u201eschon\u201c und \u201enoch nicht\u201c, zwischen den Welten, der jetzigen Welt \u2013 in die er gestellt ist, die er liebt und an der er leidet \u2013 und der kommenden, die er sehns\u00fcchtig erwartet.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Da sitzt er: umgeben von bauchigen Buchrollen. 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