{"id":115714,"date":"2025-12-08T15:34:40","date_gmt":"2025-12-08T14:34:40","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115714"},"modified":"2025-12-08T15:34:42","modified_gmt":"2025-12-08T14:34:42","slug":"schoepfungsmythen-aus-der-umwelt-der-bibel-das-babylonische-weltschoepfungsepos-enuma-elisch-und-der-altaegyptische-sonnenhymnus-des-echnaton","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/schoepfungsmythen-aus-der-umwelt-der-bibel-das-babylonische-weltschoepfungsepos-enuma-elisch-und-der-altaegyptische-sonnenhymnus-des-echnaton\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6pfungsmythen aus der Umwelt der Bibel"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Ausgangspunkt<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Einer der Aspekte, die den Menschen zum Menschen machen und ihn vom Tier unterscheiden, ist seine F\u00e4higkeit nach seinem \u201eWoher?\u201c zu fragen. Die ber\u00fchmte Sinnfrage ist die Frage nach der Zukunft, nach dem \u201eWozu?\u201c \u2013 aber \u00e4hnlich bedeutsam ist die Frage nach der Vergangenheit, eben die Frage \u201eWoher komme ich?\u201c und: \u201eWoher kommt diese Welt?\u201c<\/p>\n<p>Diese Fragen sind die Triebfeder vielf\u00e4ltiger menschlicher \u00dcberlegungen zu allen Zeiten. In der Neuzeit \u00fcbernimmt die Naturwissenschaft die Vorherrschaft in der Beantwortung der Frage nach dem Woher Die Erkl\u00e4rungsmodelle von Physik und Biologie dominieren heutige Antwortversuche auf die Frage nach dem Woher von Welt und Mensch. In anderen Zeiten haben die Menschen mit anderen Perspektiven andere Antworten gegeben \u2013 diese gilt es mit Respekt zu behandeln und nicht voreilig als \u201everaltet\u201c abzuqualifizieren.<\/p>\n<p>Die Suche nach dem \u201eWoher?\u201c m\u00fcndet immer (irgendwie) in der Frage nach dem Ur-Anfang. Man stellt sie vermutlich auch deshalb, weil man in ihrer Antwort eine sinnstiftende Kraft vermutet, die bis in die Gegenwart von Relevanz ist. Auch wenn die Bibel so daherkommt, als habe es vor ihr nichts gegeben (\u201eIm Anfang erschuf Gott Himmel und Erde\u201c), so sind ihre Texte nicht die ersten und nicht die einzigen, die die Frage nach dem \u201eWoher\u201c bis zum Ur-Anfang zur\u00fcckverfolgen. Daher ist es f\u00fcr das Verst\u00e4ndnis der biblischen Rede von Gott als Sch\u00f6pfer wichtig, sich durch Kenntnisnahme der Mythen im biblischen Umfeld in das damalige Denken hineinzubegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Mythos<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Texte aus der Umwelt des Alten Testaments, die Antworten auf die Frage nach dem Ur-Anfang versuchen, werden in der Regel als Mythen bezeichnet. Ist dieser Begriff im heutigen Alltagssprachgebrauch auch negativ konnotiert, so sollte dies nicht dazu verf\u00fchren, die mythische Rede als v\u00f6llig unbrauchbar anzusehen. Der Mythos stellt einen Sprachversuch dar, Dinge in Worte zu fassen, f\u00fcr die konventionelle Begriffe und Modelle nicht mehr ausreichen. Wenn man also das menschliche Sprachverm\u00f6gen nicht auf das rein naturwissenschaftlich Fassbare (Mess- und Beschreibbare) reduzieren will, kommt man um mythische Redeweise nicht herum. Um allerdings den Mythosbegriff nicht zu weit auszudehnen, sei folgender Definitionsversuch unternommen, der auf den Textbefund aus der Umwelt des Alten Testaments weitgehend zutrifft. Mythen im engeren Sinne, also im Blick auf die Texte aus dem Alten Orient und dem Alten \u00c4gypten, sind dadurch gekennzeichnet,<\/p>\n<p>&#8211; dass sie in einer fernen Zeit, jenseits dieser Geschichte, spielen,<\/p>\n<p>&#8211; dass eine Gottheit oder mehrere G\u00f6tter beteiligt sind,<\/p>\n<p>&#8211; dass die Ereignisse einmalig und gro\u00dfartig sind,<\/p>\n<p>&#8211; dass diese Ereignisse eine Ordnung der vorfindlichen Welt begr\u00fcnden,<\/p>\n<p>&#8211; dass der Sch\u00f6pfer\/die Sch\u00f6pfer ein Teil dieser Welt ist\/sind.<\/p>\n<p>Man sieht an dieser Systematisierung, dass Mythen versuchen, die vorfindliche Welt zu ordnen, und damit f\u00fcr den Menschen begreifbar und begreiflich zu machen. Der Mensch braucht das, um sein Verhalten an etwas ausrichten zu k\u00f6nnen, bisher noch nicht Erfahrenes einsch\u00e4tzen und einordnen zu k\u00f6nnen und gewisse Prognosen machen zu k\u00f6nnen, die man als \u201eplanen\u201c umschreiben k\u00f6nnte. Dazu wird die Ver\u00e4nderlichkeit dieser Welt zeitlich und r\u00e4umlich in Verbindung mit h\u00f6heren M\u00e4chten gebracht, die die Kontingenz (Hinf\u00e4lligkeit, Zuf\u00e4lligkeit, Unverf\u00fcgbarkeit) des Menschen und seiner Welt gedanklich \u00fcbersteigen. Mit anderen Worten: Zur Ordnung und Erkl\u00e4rung dieser Welt hier und jetzt wird zur\u00fcckgegriffen auf eine Ur-Welt jenseits dieser Geschichte. Zur Erkl\u00e4rung des Daseins und Soseins des Menschen wird zur\u00fcckgegriffen auf Akte von Gottheiten, die der Wirklichkeit des Menschen und seinem Sosein auch Sinn verliehen haben.<\/p>\n<p>Die biblischen Sch\u00f6pfungstexte sind nicht im luftleeren Raum entstanden. Wie ein Blick auf eine Karte des Vorderen Orients zeigt, befindet sich das Land der Bibel im Zentrum beziehungsweise Schnittpunkt der Verbindungslinien zwischen den vorderorientalischen Hochkulturen der Hethiter in Anatolien, der Assyrer und Babylonier im Zweistromland (Mesopotamien) und der \u00c4gypter. Zugleich wird die Kleinheit des Heiligen Landes deutlich, wenn man sich die dazu \u00fcberw\u00e4ltigend erscheinenden Fl\u00e4chen der umgebenden Hochkulturen ansieht.<\/p>\n<p>In dieser geographischen Situation werden also die biblischen Sch\u00f6pfungstexte geschaffen, die nicht nur bestimmte altorientalische Sch\u00f6pfungsvorstellungen kennen, sondern auch auf sie reagieren. Einiges \u00fcbernehmen sie, aber in vielen Punkten unterscheiden sie sich auch signifikant von ihrer Umwelt. Wir w\u00fcrden der biblischen Botschaft ein gutes St\u00fcck ihrer Schlagkraft nehmen, wenn wir uns nicht um den altorientalischen Hintergrund bem\u00fchen. Zwei Beispiele aus Babylon und \u00c4gypten regen zum Vergleich an.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein Beispiel aus Mesopotamien: \u201eEnuma elisch\u201c<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das erste Beispiel stammt aus Babylonien und wird meist als Babylonisches Weltsch\u00f6pfungsepos bezeichnet. In der altorientalischen Welt kannte man es aber unter seinen Anfangsworten \u201eAls oben\u201c, akkadisch: \u201eEn\u016bma eli\u0161\u201c. So beginnt das poetische Werk, das als Hauptthema gar nicht die Erschaffung der Welt hat, sondern den Aufstieg Marduks zum Herrn der Welt. Die Welterschaffung ist nur ein vergleichsweise kleiner Teil einer Gesamtkomposition, die eine fulminante Karriere erkl\u00e4ren und rechtfertigen will: wie und warum der Stadtgott von Babylon, Marduk, der urspr\u00fcnglich ein niederer Gott in der babylonischen G\u00f6tterwelt (Pantheon) war, zum obersten Gott und Anf\u00fchrer der G\u00f6ttinnen und G\u00f6tter Babyloniens wurde und seither als solcher verehrt werden soll.<\/p>\n<p>Dahinter steckt eine politische Geschichte. Der f\u00fcr seinen Codex, sein Gesetzeswerk, bekannte K\u00f6nig Hammurapi (18. Jahrhundert v. Chr.) machte Babylon zur politischen Hauptstadt desjenigen Gebiets, das heute als \u201es\u00fcdlicher Irak\u201c umschrieben werden kann. So wurde aus dem Stadtgott schon ein \u201egro\u00dfer Gott\u201c (neben den anderen gro\u00dfen G\u00f6ttern wie Anu und Enlil). Im 12. Jahrhundert v. Chr. ist es der babylonische K\u00f6nig Nebukadnezar I., der seinen Stadtgott, also Marduk, zum \u201eK\u00f6nig der G\u00f6tter\u201c erkl\u00e4rt \u2013 doch daf\u00fcr brauchte er eine theologische Begr\u00fcndung und eine Geschichte. \u201eEnuma elisch\u201c ist wahrscheinlich in dieser Zeit entstanden, um ein theologisches Narrativ, eine Erkl\u00e4rung in Form einer Erz\u00e4hlung, daf\u00fcr zu liefern, dass die alten G\u00f6tterherren wie Anu und Enlil von Marduk abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p>Der Name des Dichters wird \u2013 wie meist im Alten Orient \u2013 nicht genannt. Er geh\u00f6rte mit gro\u00dfer Wahrscheinlichkeit der Marduk-Priesterschaft an. Als gebildeter Mensch kannte er die mythologische Vorstellungswelt seiner Zeit und konnte die Motive sinnvoll zu einem neuen, originellen und kunstvollen Text zusammenf\u00fcgen. Dieser Text besteht aus 1094 Zeilen (meist in Verspaaren geschrieben), die sich auf sieben Tafeln verteilen. Bruchst\u00fccke hat man an nahezu allen Grabungsorten in Assyrien und Babylonien gefunden. Sie sind etwa in die Zeit zwischen 900 und 300 v. Chr. zu datieren. An diesen Zahlen sieht man schon die weite Verbreitung dieser Dichtung \u00fcber Raum und Zeit in Mesopotamien.<\/p>\n<p>Das Narrativ beginnt mit einer Hervorbringung der G\u00f6tterwelt, also einer \u201eTheogonie\u201c. Dabei ist bemerkenswert, dass schon in den ersten neun Zeilen mehrere \u201eals noch nicht\u201c-Aussagen zu finden sind. Der Mythos geht also systematisch vor: Um sich dem Ur-Anfang zu n\u00e4hern, wird die vorfindliche Welt St\u00fcck um St\u00fcck negiert. Der Text landet bei einem uranf\u00e4nglichen G\u00f6tterpaar, das zwei Varianten des Elements \u201eWasser\u201c repr\u00e4sentiert. Der m\u00e4nnliche Aps\u00fb ist die gro\u00dfe Masse aus S\u00fc\u00dfwasser, von der man sich vorstellte, dass sie unter der Erde liegt und alle Quellen speist. Die weibliche Ti\u02be\u0101mat ist das Salzmeer. Ihre Vereinigung (\u201emischen\u201c) f\u00fchrt zur Geburt der G\u00f6tter. Der Text auf Tafel I, 1-9, lautet nach der \u00dcbersetzung von K. Hecker wie folgt:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Als oben die Himmel nicht benannt waren,<\/p>\n<p>unten die Erde mit Namen nicht ausgesprochen war,<\/p>\n<p>(da) war Aps\u00fb, der Erste, ihr Erzeuger,<\/p>\n<p>(und) Mummu Ti\u02be\u0101mat, die sie alle gebar,<\/p>\n<p>sie mischten ihre Wasser zu einem,<\/p>\n<p>aber Weide war nicht gebildet, R\u00f6hricht nicht sichtbar.<\/p>\n<p>Als von den G\u00f6ttern noch kein einziger entstanden war,<\/p>\n<p>mit Namen nicht ausgesprochen, Schicksal (ihnen) nicht zubestimmt war,<\/p>\n<p>(da) wurden die G\u00f6tter in ihnen [in Aps\u00fb und Ti\u02be\u0101mat] erschaffen<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es folgt nun eine Liste mit den j\u00fcngeren Gottheiten, die nach und nach entstehen. Ihr L\u00e4rmen (Tanzen!) st\u00f6rt die Ruhe des uranf\u00e4nglichen Paars erheblich. Aps\u00fb beschlie\u00dft daher, seine Nachkommenschaft wieder auszurotten, um seine Ruhe wiederzugewinnen. Doch Ea, der Sohn des Gottes Anu, ein Enkel des Urpaares, h\u00f6rt von dem Plan. Er ergreift die Initiative und t\u00f6tet Aps\u00fb. Auf dem Leichnam errichtet Ea seine Wohnung. Mit seiner Gattin Damkina zeugt Ea in dieser Wohnung \u201eden T\u00fcchtigsten der T\u00fcchtigen\u201c, seinen Sohn Marduk.<\/p>\n<p>Ti\u02be\u0101mat hingegen ber\u00e4t sich mit den anderen G\u00f6ttern, und in mehreren Debatten kommt sie zu dem Ergebnis, dass ihr das gleiche Schicksal wie das ihres get\u00f6teten Gatten droht, wenn sie unt\u00e4tig bleibt. Also erschafft sie eine Schar von Ungeheuern und unterstellt sie ihrem neuen Ehegatten, dem Gott Qingu. So endet die erste Tafel. Der G\u00f6tterkampf steht unmittelbar bevor.<\/p>\n<p>Die zweite Tafel erz\u00e4hlt, wie Ti\u02be\u0101mat und ihre Anh\u00e4ngerschaft angreifen. Der K\u00f6nig der j\u00fcngeren G\u00f6tter, An\u0161ar, schickt zun\u00e4chst seinen Erstgeborenen Ea. Doch Ea wird, sobald ihm Ti\u02be\u0101mats Pl\u00e4ne klarwerden, totenstill und kehrt um. Als zweiten schickt An\u0161ar seinen Sohn Anu. Doch dem geht es genauso wie Ea. Alle sind ratlos. Keiner der G\u00f6tter wagt es, gegen Ti\u02be\u0101mat anzutreten. Ea bringt nun seinen Sohn Marduk dazu, dass er seine Dienste anbietet. Man kommt \u00fcberein, dieses Angebot anzunehmen. Marduk aber stellt die Bedingung, dass er \u2013 wenn er Erfolg hat \u2013 die oberste Gewalt und Macht erh\u00e4lt. Das wird nun auf Tafel 3 ausgehandelt, und so stimmen die G\u00f6tter ihrer potentiellen Selbstentmachtung zu. Auf Tafel 4 stellen ihrerseits die G\u00f6tter die Bedingung, dass Marduk den Erwerb und Besitz der obersten Macht dazu verwenden muss, die Versorgung der G\u00f6tter zu sichern. Bisher war es n\u00e4mlich so, dass die G\u00f6tter selbst hart arbeiten mussten, um sich ihr t\u00e4gliches Brot zu verschaffen. Marduk soll nun daf\u00fcr sorgen, dass ihre Tempel mit Lebensmitteln ausgestattet werden. Doch zun\u00e4chst steht Marduk ein Zweikampf bevor.<\/p>\n<p>Ausf\u00fchrlich wird Marduks Waffenr\u00fcstung beschrieben, zu der auch die Wetterph\u00e4nomene der Blitze, des sintflutartigen Regens und der vier Winde als St\u00fcrme geh\u00f6ren. Doch bei der ersten Begegnung schreckt Marduk noch zur\u00fcck. Die Beschw\u00f6rungen Ti\u02be\u0101mats erscheinen zu stark. Aber dann sch\u00f6pft Marduk wieder Mut, bietet alle seine Kr\u00e4fte und Waffen auf und entfesselt einen gewaltigen Kampf. Am Ende siegt Marduk und kann Ti\u02be\u0101mat t\u00f6ten. Die Ungeheuer und ihr Anf\u00fchrer Qingu werden dann schnell \u00fcberw\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>Nach dem gro\u00dfen Kampf will Marduk Kunstvolles erschaffen. Er spaltet den Leichnam der Ti\u02be\u0101mat in zwei Teile und baut aus dem oberen Teil das Himmelsdach:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dann trat der Herr [Marduk] Ti\u02be\u0101mats Unterteil nieder,<\/p>\n<p>mit seiner schonungslosen Waffe spaltete er dann den Sch\u00e4del.<\/p>\n<p>Er durchschnitt ihre Adern (voll) Blut,<\/p>\n<p>dann lie\u00df er den Nordwind es ins Verborgene tragen.<\/p>\n<p>(Als) seine V\u00e4ter (das) sahen, freuten sie sich und jubelten,<\/p>\n<p>Gaben und Geschenke lie\u00dfen sie f\u00fcr ihn bringen.<\/p>\n<p>Der Herr [Marduk] ruhte aus, um ihren Leichnam zu betrachten,<\/p>\n<p>den K\u00f6rper zu zerteilen, Kunstvolles zu schaffen.<\/p>\n<p>Er brach sie wie Stockfisch in zwei Teile<\/p>\n<p>aus einer ihrer H\u00e4lften erstellte er das Himmelsdach.<\/p>\n<p>Er breitete die Haut aus, Wachen setzte er ein.<\/p>\n<p>ihr Wasser nicht hinausgehen zu lassen, befahl er ihnen.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Auf diese Weise hat Marduk das Firmament eingerichtet (Ende von Tafel 4). Er platziert nun (Tafel 5) die Sternbilder als Abbilder der gro\u00dfen G\u00f6tter, gibt dem Mondgott Nannar (auch: S\u00een) seine Aufgabe, den Monat zu regeln, w\u00e4hrend der Gott \u0160ama\u0161 (die Sonne) den Tag reguliert. Marduk selbst \u00fcbernimmt die meteorologischen Ph\u00e4nomene. Schlie\u00dflich formt Marduk aus dem unteren Teil des Leichnams der Ti\u02be\u0101mat die Erde mit ihren Landschaften. Aus den Augen werden Euphrat und Tigris, aus der Brust die fernen Berge.<\/p>\n<p>Im weiteren Verlauf wird ausf\u00fchrlich beschrieben, wie Marduk seine Wohnung im Zentrum der Welt nimmt. Hier ist der Versammlungsort aller G\u00f6tter. Schlie\u00dflich werfen sie sich vor Marduk nieder. So endet Tafel 5. Auf Tafel 6,49-66 wird nachgeholt, dass die G\u00f6tter in Anerkennung von Marduks Verdiensten f\u00fcr ihn den Tempel Esagila in Babylon bauen, die hohe Ziqqurat (Stufentempel).<\/p>\n<p>Auf Tafel 6 wird am Beginn der Faden wieder aufgegriffen, dass sich die G\u00f6tter die Versorgung ihrer Heiligt\u00fcmer erbeten hatten. Marduk erschafft dazu aus Blut und Knochen die Menschen. Sie sollen die M\u00fchsal der G\u00f6tter tragen. Als Material zieht Marduk das Blut des Gottes Qingu heran: Qingu wird als schuldig befunden, den Aufruhr der Ti\u02be\u0101mat angezettelt zu haben. Daf\u00fcr wird er get\u00f6tet, und aus seinem Blut wird die Menschheit gemacht. Dabei stammt die Idee von Marduk, die Ausf\u00fchrung erfolgt durch Ea.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sie banden ihn [Qingu] und hielten ihn vor Ea fest,<\/p>\n<p>Sie legten ihm die Strafe auf und schnitten sein Blut [Adern] durch.<\/p>\n<p>Aus seinem Blut erschuf er die Menschheit,<\/p>\n<p>legte ihr die M\u00fchsal der G\u00f6tter auf, die G\u00f6tter stellte er frei.<\/p>\n<p>Nachdem der weise Ea die Menschheit geschaffen,<\/p>\n<p>(und) ihr die M\u00fchsal der G\u00f6tter auferlegt hatte,<\/p>\n<p>\u2013 dieses Werk ist zum Verstehen ungeeignet,<\/p>\n<p>denn mit den K\u00fcnsten des Marduk schuf Nudimmud (Ea) \u2013<\/p>\n<p>teilte Marduk, der K\u00f6nig der G\u00f6tter,<\/p>\n<p>die Anunnaki (die G\u00f6tter) alle oben und unten.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Mit der Erschaffung der Menschen hat die Welt die Gestalt, wie man sie sich im damaligen Babylonien vorstellte. Im weiteren Verlauf preisen die G\u00f6tter den Helden Marduk und z\u00e4hlen seine 50 Namen auf (Tafeln 6 und 7). Im Epilog umschreibt der Text seinen Sinn und seine Absicht: Die Kenntnis von Marduks Gr\u00f6\u00dfe soll durch alle gesellschaftlichen Schichten verbreitet werden. Ob das Epos tats\u00e4chlich im Kult rezitiert wurde, bleibt unsicher.<\/p>\n<p>Der Aufstieg Marduks zum Herrn der Welt spiegelt als theologisches Narrativ den Herrschaftsanspruch des babylonischen Reiches und seines K\u00f6nigs. Wie der Stadtgott Marduk zum Herrn aller \u00fcbrigen Gottheiten wird, so erhofft und versteht sich Babylon als Zentrum und Herrscher \u00fcber der Welt. Das Thema \u201eErschaffung der Welt und des Menschen\u201c ist nur ein Teilaspekt davon. Die Hauptpunkte sind jedoch beeindruckend bis heute. Die G\u00f6tterwelt entsteht demnach aus einem einzigen, w\u00e4ssrigen Ur-G\u00f6tterpaar (Aps\u00fb und Ti\u02be\u0101mat). Der Kosmos selbst wird vom obersten Gott Marduk durch Teilung des Leichnams der Ti\u02be\u0101mat geschaffen: Firmament und Erde. Die Menschheit wiederum entsteht, um den G\u00f6ttern die M\u00fchsal der Arbeit abzunehmen. Die Menschen werden aus dem Blut des geschlachteten Gottes Qingu geschaffen. Dahinter steht die \u00e4ltere Vorstellung, dass die G\u00f6tter zur Erschaffung der Menschen einst das Blut eines geschlachteten Gottes mit dem Ton (Lehm) vermischten, um daraus den Menschen zu formen. So erz\u00e4hlt es das altbabylonische Atra-\u1e2bas\u012bs-Epos (Tafel 2, 67\u2013116, K. Hecker, 138\u2013139). Das g\u00f6ttliche Blut im Menschen kann vieles erkl\u00e4ren: dass der Mensch denken kann, dass er den G\u00f6ttern so \u00e4hnlich ist \u2026 Damit wird auch die Aufgabe dieser Sch\u00f6pfungsnarrative deutlich: Sie wollen die vorfindliche Welt erkl\u00e4ren, indem auf ihre Entstehung gedanklich zur\u00fcckgegriffen wird. Zugleich aber wird ihr damit ein innerer Zusammenhang, ein Sinn, verliehen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ein Beispiel aus \u00c4gypten: Der gro\u00dfe Sonnenhymnus des Echnaton<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit dem Alten \u00c4gypten begegnet man einer anderen Hochkultur, die sich in vielerlei Hinsicht vom Zweistromland unterscheidet. Mit Echnaton wiederum kommt man in eine einzigartige Epoche, die bedeutsame Unterschiede zur vorhergehenden und nachfolgenden Zeit aufweist.<\/p>\n<p>K\u00f6nig Amenophis IV. regierte im 14. Jahrhundert v. Chr. (1351-1334 v. Chr.). Seinen Namen (\u00e4gyptisch: Amenhotep, \u201eAmun ist zufrieden\u201c) \u00e4nderte er sp\u00e4ter in Echnaton (\u201eN\u00fctzlicher f\u00fcr Aton\u201c) um. Er gr\u00fcndete eine neue Hauptstadt, Achetaton (\u201eHorizont des Aton\u201c). Der Ort hei\u00dft heute Tell el-Amarna, und danach wird die Epoche als Amarnazeit bezeichnet. In dieser Zeit gab es einen radikalen, aber kurzlebigen Bruch mit der Tradition: Echnaton verordnete die Hinwendung zur Alleinverehrung des Sonnengottes als personifizierte Sonnenscheibe \u201eAton\u201c unter gleichzeitiger Abkehr von der polytheistisch gepr\u00e4gten G\u00f6tterwelt \u00c4gyptens.<\/p>\n<p>Bereits in der ersten H\u00e4lfte des 2. Jahrtausends v. Chr. gab es in \u00c4gypten einen theologischen Diskurs \u00fcber die Wirkung des Sonnengottes auf die irdische Sch\u00f6pfung. Re-Harachti, Amun-Re, Ptah nehmen die Rolle des Sch\u00f6pfergottes ein, der die Ordnung der Sch\u00f6pfung hervorbringt und durch sein Sonnenwirken erh\u00e4lt. Viele Gottheiten gehen im Sonnengott auf. Insofern sind die Ver\u00e4nderungen durch Amenophis IV. Echnaton eine konsequente Fort- und Umsetzung der theologischen Vorgaben der vorausgehenden Generationen. Gerade diese Konsequenz \u2013 und vielleicht auch politische Auseinandersetzungen mit den priesterlichen Eliten in Theben und Memphis \u2013 f\u00fchren zur Radikalisierung der bestehenden Formen und Vorstellungen und zum Ausschluss der traditionellen G\u00f6tterwelt.<\/p>\n<p>Der Sonnengott Aton wird nicht mehr in Menschengestalt wie die fr\u00fcheren G\u00f6tter dargestellt, sondern als blo\u00dfe Sonnenscheibe mit einer Ur\u00e4us-Schlange. Von ihr gehen Strahlen ab, die in H\u00e4nden enden. Unter diesem \u201eStrahlenaton\u201c ist der K\u00f6nig mit seiner Gemahlin Nofretete und ihren T\u00f6chtern in anbetender beziehungsweise opfernder Haltung abgebildet. Die H\u00e4nde am Ende der Strahlen \u00fcberreichen dem K\u00f6nig und der K\u00f6nigin das Leben, symbolisiert im Anch-Zeichen (\u201eHenkelkreuz\u201c).<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist auch die Kunst, die die Amarnazeit hervorgebracht hat. Es entsteht eine vom fr\u00fcheren Idealbild ganz erheblich abweichende Darstellungsweise, die zum Beispiel Sch\u00e4del und Gesicht unnat\u00fcrlich verl\u00e4ngert und den Bereich um Bauch und Oberschenkel extrem verbreitert. In Bezug auf die Abbildungen des K\u00f6nigs wird dies unterschiedlich erkl\u00e4rt: als symbolische Darstellung Echnatons als androgyner Sch\u00f6pfergott oder als reale Abbildung von Krankheitssymptomen.<\/p>\n<p>Die Umbenennung in Echnaton in seinem f\u00fcnften Regierungsjahr sowie die Gr\u00fcndung der neuen Residenz- und Kultstadt Achetaton unterst\u00fctzen die neue Aton-Religion: Nur Aton durfte dort verehrt werden. Es bedurfte keines Kultbildes, da die Sonnenscheibe jeden Tag zu sehen war. Die Heiligt\u00fcmer bestanden aus offenen H\u00f6fen mit Alt\u00e4ren. Mittler zwischen Aton und dem Volk waren allein Echnaton und seine Familie. Aton, Echnaton und Nofretete bildeten eine Triade, eine heilige Dreiheit.<\/p>\n<p>Die alten G\u00f6tterbilder und G\u00f6tterhymnen sowie ihr Kult waren abgeschafft. Stattdessen wurde in den Aton-Hymnen das Lob der Erschaffung der Natur und allen Lebens durch Aton gepriesen. In Achetaton fand man allerdings auch viele kleinformatige Bildnisse anderer G\u00f6tter. Das kann nur bedeuten, dass einzelne Aspekte der alten Kulte im Privatbereich weiterlebten.<\/p>\n<p>Wer in dem Zeitraum nach dem Tod Echnatons und vor der Thronbesteigung seines mutma\u00dflichen Sohnes Tutanchaton in \u00c4gypten geherrscht hat, ist schwer zu rekonstruieren. Mit letzterem setzte jedoch die Restauration der traditionellen Kulte wieder ein. Die Umbenennung von Tutanchaton in Tutanchamun zeigt, dass erneut Theben mit dem Gott Amun das religi\u00f6se Zentrum wurde. Die Stadt Achetaton gab man auf. In einer sp\u00e4teren Quelle wird die Amarnazeit als \u201eKrankheit\u201c umschrieben, und die Namen ihrer K\u00f6nige fehlen in den K\u00f6nigslisten darauffolgender Tempel. Bald nach dem Tod Echnatons spielt Aton in der \u00e4gyptischen Religion keine Rolle mehr.<\/p>\n<p>Der \u201eGro\u00dfe Hymnus\u201c des Echnaton an Aton ist im Grab des Eje in Tell el-Amarna aufgezeichnet. Eje war unter Echnaton ein hoher Hofbeamter. Bisher hat man nur diese einzige Abschrift gefunden. Sie ist in Hieroglyphenschrift geschrieben. Man nimmt an, dass Echnaton selbst den Text verfasste, allerdings gibt es keine Beweise. In hymnischer Sprache wird der Gott Aton gepriesen, der sichtbar repr\u00e4sentiert durch die Sonnenscheibe \u00fcber den Horizont zieht. Der Zielpunkt am Ende des Textes ist jedoch die Herrschaft Echnatons und seiner Gemahlin Nofretete. Der Gro\u00dfe Hymnus an Aton beginnt mit einer Anrufung der Sonne bei ihrem Aufgang:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Sch\u00f6n erscheinst du<\/p>\n<p>im Lichtland des Himmels,<\/p>\n<p>du lebende Sonne, Ursprung des Lebens.<\/p>\n<p>Du bist aufgegangen im \u00f6stlichen Lichtland,<\/p>\n<p>und du hast jedes Land mit deiner Sch\u00f6nheit erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Du bist sch\u00f6n, gewaltig und funkelnd,<\/p>\n<p>du bist hoch \u00fcber jedem Land.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<p>Der Lauf der Sonne ist f\u00fcr die Menschen offenbar immer schon ein Anlass zur hymnischen Bewunderung gewesen. Die Parallelen zu Psalm 19,5-7 sind auff\u00e4llig:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dort hat er (Gott) der Sonne ein Zelt gebaut.<\/p>\n<p>Sie tritt aus ihrem Gemach hervor wie ein Br\u00e4utigam;<\/p>\n<p>sie frohlockt wie ein Held, ihre Bahn zu laufen.<\/p>\n<p>Am einen Ende des Himmels geht sie auf und l\u00e4uft bis ans andere Ende;<\/p>\n<p>nichts kann sich vor ihrer Glut verbergen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Hauptunterschied ist jedoch schnell zu sehen: Bei Echnaton ist die Sonne selbst g\u00f6ttlich (Aton), w\u00e4hrend in Ps 19 mehr als deutlich wird, dass die Sonne ein bewundernswertes Gesch\u00f6pf des Sch\u00f6pfergottes ist. Im Folgenden soll aber weniger der Vergleich mit biblischen Texten im Vordergrund stehen als vielmehr der Text des Sonnenhymnus selbst.<\/p>\n<p>Die Abschnitte (genauer: die Kolumnen) 2 und 3 preisen Aton als die lebende Sonne und Ursprung des Lebens. \u00dcberall hin reichen die Strahlen der Sonne, somit ist Aton \u00fcberall gegenw\u00e4rtig. Doch die Sonne geht auch wieder unter. Diese Zeit wird in beiden Abschnitten thematisiert: Die Abwesenheit des Sch\u00f6pfers bedeutet Finsternis und Tod, Gewalt und Untergang. Doch gl\u00fccklicherweise geht die Sonne an jedem Morgen wieder auf: Aton vertreibt die Finsternis und erschafft die Erde wieder neu. In den Abschnitten 4 bis 6 wird das vielf\u00e4ltige Tagesgeschehen beschrieben: die Menschen tun ihre Arbeit, die Tiere und Pflanzen gedeihen. In Abschnitt 6 beginnt die Rede von der belebenden Kraft Atons: Aton bewirkt, dass Kinder im Mutterleib heranwachsen. Als Analogie wird in Abschnitt 7 das K\u00fcken im Ei genannt.<\/p>\n<p>Am Ende von Abschnitt 7 leitet ein Lobruf die Besinnung darauf ein, dass Aton alles geschaffen hat:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie zahlreich sind deine Werke<\/p>\n<p>die dem Angesicht verborgen sind,<\/p>\n<p>Du einer Gott, dessengleichen nicht ist!<\/p>\n<p>Du hast die Erde erschaffen nach deinem Herzen, der du allein warst,<\/p>\n<p>mit Menschen, Herden und jeglichem Wild,<\/p>\n<p>allem, was auf Erden ist und auf (seinen) F\u00fc\u00dfen l\u00e4uft,<\/p>\n<p>(allem,) was in der Luft ist und mit seinen Fl\u00fcgeln auffliegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Aton ist dabei der alleinige Sch\u00f6pfergott, der die Erde nach seinem Herzen erschaffen hat. Wie meist in der Antike ist das Herz hier nicht der Sitz des Gem\u00fcts und der Emotionen, sondern des Verstandes, des Denkens und des Planens. Im weiteren Verlauf werden verschiedene Bereiche und Ph\u00e4nomene genannt, die s\u00e4mtlich auf das Sch\u00f6pferhandeln Atons zur\u00fcckgef\u00fchrt werden: die Fremdl\u00e4nder ebenso wie das Land \u00c4gypten, die verschiedenen Sprachen und Hautfarben der Menschen, der Nil auf der Erde sowie der Himmels-Nil (Regen), die Jahreszeiten. Alle diese Ph\u00e4nomene dienen den Gesch\u00f6pfen, vor allem dem Menschen.<\/p>\n<p>In Abschnitt 11 wird erneut thematisiert, dass Aton der eine (und einzige) Gott am fernen Himmel ist, aus dem zugleich alle Vielfalt hervorgegangen ist:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Du hast den Himmel fern gemacht, um an ihm aufzugehen,<\/p>\n<p>um alles zu sehen, was du erschaffst, indem du allein bist.<\/p>\n<p>Du bist aufgegangen in deiner Verk\u00f6rperung als lebende Sonne,<\/p>\n<p>du bist erschienen und strahlend, du bist fern und nah (zugleich).<\/p>\n<p>Du erschaffst Millionen Verk\u00f6rperungen aus dir, dem Einen,<\/p>\n<p>St\u00e4dte und D\u00f6rfer, \u00c4cker, Weg und Flu\u00df.<\/p>\n<p>Alle Augen sehen dich ihnen gegen\u00fcber,<\/p>\n<p>indem du als Sonne des Tages \u00fcber 12 der Erde bist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Es ist also nicht so, dass einfach die Sonne als Gott verehrt wird. Vielmehr ist die Sonne die Verk\u00f6rperung des universalen Gottes Aton. Aus diesem Einen und Einzigen ist alles, was ist, hervorgegangen. Wichtiger aber ist noch, dass die Strahlen Atons alles am Leben erhalten und somit immer wieder neu schaffen: \u201eWie die lebenserweckenden Sonnenstrahlen ans Ende der Welt und ins Innere des Meeres dringen und auch im Mutterleib Leben erschaffen, so ist alles, was auf Erden durch diese Strahlen entsteht, seinem Sch\u00f6pfer in Abh\u00e4ngigkeit verbunden. Was ist, lobt schon durch seine blo\u00dfe Existenz den Sch\u00f6pfer. Die Beziehung zwischen Sch\u00f6pfer und Gesch\u00f6pf wird bis an die Grenze der Identit\u00e4t gef\u00fchrt, wenn die geschaffenen Wesen und Dinge als \u201aVerk\u00f6rperungen\u2018 (<em>chprw<\/em>) des Aton bezeichnet werden. Die Kraft, die von Aton ausstrahlend in millionenfachen Gestaltungen auf Erden erscheint, hat man als \u201aLeben\u2018 gedeutet\u201c (Carsten Knigge Salis).<\/p>\n<p>In den letzten beiden Abschnitten 12 und 13 wird allm\u00e4hlich deutlich, worauf der Hymnus eigentlich hinausl\u00e4uft. Zun\u00e4chst wird wieder betont, dass der Untergang der Sonne eigentlich das Leben wegnimmt; alles ruht. Allerdings ist Aton auch dann im Herzen Echnatons, wenn die Sonne untergegangen ist. Echnaton hat teil an den Pl\u00e4nen und der Macht Atons. Gegen Ende hin wird immer klarer, dass Aton alles wachsen l\u00e4sst und belebt \u2013 f\u00fcr den K\u00f6nig, der der Sohn Atons ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Aufgehende, er l\u00e4\u00dft [alles Seiende] wachsen f\u00fcr den K\u00f6nig;<\/p>\n<p>Eile ist in jedem Fu\u00df, seit du die Erde gegr\u00fcndet hast,<\/p>\n<p>Du richtest sie auf f\u00fcr deinen Sohn, der aus deinem Leibe kam,<\/p>\n<p>den K\u00f6nig von Ober- und Unter\u00e4gypten, der von der Wahrheit (<em>ma\u02bfat<\/em>) lebt,<\/p>\n<p>den Herrn der beiden L\u00e4nder (vollkommen an Gestalten ist Re, Einziger des Re)|,<\/p>\n<p>den Sohn des Re, der von der Wahrheit lebt,<\/p>\n<p>den Herrn der Kronen (Echnaton)| mit langer Lebenszeit<\/p>\n<p>und die gro\u00dfe K\u00f6nigsgemahlin (Nofretete), die er liebt, die Herrin beider L\u00e4nder,<\/p>\n<p>Nofretete, die lebendig und verj\u00fcngt ist f\u00fcr immer und ewig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die gesamte Sch\u00f6pfung ist durch Aton auf den K\u00f6nig (Echnaton) und die K\u00f6nigsgemahlin hin ausgerichtet. Der K\u00f6nig, Echnaton, ist der Sohn Gottes, der aus dem Leib des Aton hervorkam, der der einzige Gott im Denken Echnatons ist. Die Erschaffung der Welt und ihre Erhaltung am Leben ist das Tun des Gottes Aton, und die einzigartige Br\u00fccke zwischen Aton und der Welt sind Echnaton und Nofretete.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Ausblick<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Schon die zwei n\u00e4her dargestellten Beispiele aus Babylonien und \u00c4gypten zeigen die Vielfalt, wie sich Menschen die Entstehung der Welt als uranf\u00e4ngliche Sch\u00f6pfung (\u201eCreatio prima\u201c) sowie die Erhaltung der Welt (\u201eCreatio continua\u201c) vorgestellt haben. Dabei wurde zum einen deutlich, dass die Existenz dieser Welt h\u00f6heren M\u00e4chten, Gottheiten, zugeschrieben wird, die diese Welt in ihrem Sosein hervorgebracht haben. Zugleich stehen diese Welt und mit ihr die Menschen in dauernder Verbindung mit diesen Gottheiten, und all dies geschieht nicht zuf\u00e4llig, sondern geordnet, nach Plan und mit einem h\u00f6heren Sinn. Dazu werden entsprechende Narrative gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Zum anderen ist auch klar geworden, dass die sinnstiftenden theologischen Narrative eng mit politischen Interessen und Botschaften verbunden sind: Mit der Erh\u00f6hung des babylonischen Stadtgottes Marduk zum Herrn des Pantheons und zum Sch\u00f6pfer der Welt ist der F\u00fchrungsanspruch Babylons mit imperialem Charakter verbunden. Mit der Alleinverehrung Atons und den einzigen Mittlerwesen Echnaton und Nofretete (als Triade von Gott, K\u00f6nig, K\u00f6nigin) geht der F\u00fchrungsanspruch Echnatons und seiner Familie einher. Sch\u00f6pfungsnarrative \u201emachen Sinn\u201c, sie ordnen die Welt im Sinne derer, die sie erz\u00e4hlen, und sie f\u00fchren Gottheiten ein, die als Sch\u00f6pfer nicht mehr weiter hinterfragbar sind und in ihrer Autorit\u00e4t \u00fcber allem stehen (Marduk, Aton). Die biblischen Sch\u00f6pfungstexte greifen diese theologischen und politischen F\u00e4den ebenso wie manche Motive auf und kreieren ihrerseits neue Sch\u00f6pfungsnarrative.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgangspunkt &nbsp; Einer der Aspekte, die den Menschen zum Menschen machen und ihn vom Tier unterscheiden, ist seine F\u00e4higkeit nach seinem \u201eWoher?\u201c zu fragen. 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