{"id":115718,"date":"2025-12-08T15:37:18","date_gmt":"2025-12-08T14:37:18","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115718"},"modified":"2025-12-08T15:37:20","modified_gmt":"2025-12-08T14:37:20","slug":"die-eingrenzung-der-gewalt-durch-das-recht-und-die-heilung-des-menschlichen-herzens-schoepfungserzaehlungen-in-der-bibel-und-ihrer-umwelt","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/die-eingrenzung-der-gewalt-durch-das-recht-und-die-heilung-des-menschlichen-herzens-schoepfungserzaehlungen-in-der-bibel-und-ihrer-umwelt\/","title":{"rendered":"Die Eingrenzung der Gewalt durch das Recht und die Heilung des menschlichen Herzens"},"content":{"rendered":"<h3><strong> Der altbabylonische Atramchasis-Mythos: Menschen von g\u00f6ttlicher Art<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Austausch Israels mit den religi\u00f6sen und kulturellen Traditionen seiner Umwelt hat sich in besonderer Weise in der biblischen Urgeschichte niedergeschlagen. Als man sich dessen am Ende des 19. Jahrhunderts ufgrund arch\u00e4ologischer Forschungen in vollem Ausma\u00df bewusst wurde, kam es zu einem heftigen Streit unter den Gelehrten, dem sogenannten Babel-Bibel-Streit. Im Raum stand die Frage: Kann die Bibel noch als Offenbarung Gottes angesehen werden, wenn viele ihrer Texte und Traditionen bereits in der viel \u00e4lteren Kultur Babyloniens bezeugt sind?<\/p>\n<p>Die st\u00e4rksten Parallelen zwischen der biblischen Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung und den Sch\u00f6pfungsmythen aus der Umwelt Israels findet sich im Atramchasis-Epos. Das Epos blieb in einer altbabylonischen Fassung aus dem 16. Jh. und einer neuassyrischen Fassung aus dem 7. Jh. erhalten. In diesem Epos lassen sich sechs Themen ausmachen: Auseinandersetzung zwischen zwei G\u00f6ttergruppen; Menschensch\u00f6pfung; Plagen zur Verminderung und Schw\u00e4chung der Menschheit; Flut; Rettung einer Familie aus der Flut; Schaffung einer neuen Ordnung nach der Sintflut.<\/p>\n<p>Von den sechs Themen des Atramchasis-Epos begegnen f\u00fcnf in der biblischen Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung. Allein die Auseinandersetzung zwischen zwei G\u00f6ttergruppen findet sich im Alten Testament nicht, da in ihm ein monotheistisches und kein polytheistisches religi\u00f6ses Symbolsystem vorausgesetzt wird. Israel ist aufgefordert, den einen wahren Gott zu verehren und die G\u00f6tter der anderen V\u00f6lker nicht weiter zu beachten. Die Auseinandersetzung, die sich im Atramchasis-Mythos zwischen den G\u00f6ttern abspielt, findet in der biblischen Sintfluterz\u00e4hlung in Gott selbst statt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Auseinandersetzung zwischen zwei G\u00f6ttergruppen<\/strong>: Am Anfang waren die G\u00f6tter Menschen. Es gab zwei Klassen von G\u00f6ttern: die herrschende Klasse der Anunna und die untere Klasse der Igigu. Die untere Klasse der Igigu-G\u00f6tter musste auf der Erde schwere Arbeit verrichten. Sie mussten das Kanalnetz in Babylonien ausbauen: \u201eAls die G\u00f6tter Mensch waren, trugen sie M\u00fchsal, schleppten den Tragkorb. Der G\u00f6tter Tragkorb war gro\u00df, die M\u00fchsal schwer, viel Beschwerden gab es\u201c (I,1-4). Nach vielen Jahren treten die Igigu-G\u00f6tter in den Streik. Sie weigern sich, der harten Arbeit weiterhin nachgehen zu m\u00fcssen. Die oberen G\u00f6tter unter der Leitung des Gottes Enlil beraten und gelangen zu der Einsicht, dass der Streik der unteren G\u00f6tter berechtigt ist. Das Problem ist nur: Wer soll die Arbeit tun? Denn das Kanalnetz muss weiter ausgebaut werden. In dieser Situation beschlie\u00dfen die G\u00f6tter, Menschen zu erschaffen und ihnen die schwere notwendige Arbeit aufzuerlegen. \u2013 Dieser Teil des Mythos hat keine Parallele im Alten Testament.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Menschensch\u00f6pfung<\/strong>: Enki und die Mutterg\u00f6ttin schaffen aus Lehm und dem Blut eines get\u00f6teten Gottes die ersten Menschen. Ob es sich dabei um einen androgynen Urmenschen gehandelt hat, der anschlie\u00dfend in einen weiblichen und m\u00e4nnlichen Menschen geteilt wurde, l\u00e4sst der an dieser Stelle l\u00fcckenhafte Text nicht mehr mit Sicherheit erkennen. Am Ende jedoch ist es ein Menschpaar.<\/p>\n<p>Hier zeigen sich einige markante Parallelen zur biblischen Menschensch\u00f6pfung. In beiden F\u00e4llen erfolgt die Erschaffung des Menschen in zwei Akten. Damit sollen offenkundig sowohl der Unterschied als auch die Gemeinsamkeit zwischen Menschen und G\u00f6ttern hervorgehoben werden. In beiden F\u00e4llen wird der Mensch aus Lehm geformt. Das unterscheidet ihn von den G\u00f6ttern. Allerdings flie\u00dft in seinen Adern das Blut eines get\u00f6teten Gottes. Der Mensch tr\u00e4gt also g\u00f6ttliches Leben in sich. Von einem get\u00f6teten Gott und vom g\u00f6ttlichen Blut in den Adern des Menschen wei\u00df das Alte Testament nichts. Es wei\u00df allerdings sehr wohl, dass der Mensch etwas G\u00f6ttliches in sich tr\u00e4gt. Gen 2 fasst den Gedanken mit der Beatmung des Menschen durch Gott in ein anschauliches Bild. In einem zweifachen Akt erschafft Gott den Menschen nach Gen 2,7: \u201eDa formte Gott, der Herr, den Menschen, Staub vom Erdboden [1. Akt] und blies in seine Nase den Lebensatem [2. Akt]. So wurde der Mensch zu einem lebendigen Wesen.\u201c Der Mensch tr\u00e4gt g\u00f6ttlichen Atem in sich. Darin unterscheidet er sich von den Tieren. Wie der Mensch werden auch die Landtiere nach Gen 2,19 von Gott aus dem Erdboden geformt<em>. <\/em>Doch im Unterschied zum Menschen werden sie von Gott nicht beatmet.<\/p>\n<p>Mit dieser Differenz markiert der Erz\u00e4hler von Gen 2 den Unterschied zwischen Mensch und Tier. Die Beatmung des Menschen durch Gott stellt nach Ausweis der Ikonographie einen intimen Akt personaler Zuwendung dar. Der zugrundeliegende Gedanke d\u00fcrfte in beiden Traditionen der gleiche sein: Der Mensch tr\u00e4gt etwas G\u00f6ttliches in sich. Es besteht keine radikale und absolute Trennung zwischen Gott und Mensch. Dass auch das Blut eine besondere Affinit\u00e4t zum G\u00f6ttlichen aufweist \u2013 wie es in der Menschensch\u00f6pfung des Atramchasis-Epos der Fall ist \u2013 d\u00fcrfte im sogenannten Bluttabu in Gen 9,4 angedeutet sein.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erste Reaktion auf die \u00dcberhebung der Menschen \u2013 Plagen: <\/strong>Auf den L\u00e4rm und die starke Vermehrung der Menschen reagieren die G\u00f6tter zun\u00e4chst mit einer Reihe von Plagen. Durch geschicktes Agieren mit Hilfe des Gottes Enki und des weisen Menschen Atramchasis gelingt es den Menschen, die Plagen zu \u00fcberleben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Sintflut \u2013 Rettung \u2013 Neuordnung der Welt nach der Sintflut<\/strong>: Nach der besonders schweren dritten Plage veranlasst der G\u00f6tterk\u00f6nig Enlil die G\u00f6tter, den Beschluss zu fassen, durch eine Sintflut die ganze Menschheit zu vernichten. Durch eine List Enkis erf\u00e4hrt Atramchasis vom Beschluss der G\u00f6tter, baut eine Arche und kann so der Flut entkommen. Am Ende opfert er den G\u00f6tter. Die nachsintflutliche Welt wird neu geordnet. An die Stelle kollektiver Strafe tritt das Prinzip individueller Vergeltung. Da der Text schlecht \u00fcberliefert und diese Themen ausf\u00fchrlicher im Gilgamesch-Epos dargestellt werden, m\u00f6chte ich dieses sowohl in der Bibel als auch in den altorientalischen Sch\u00f6pfungsmythen wichtige Thema auf der Grundlage des Gilgamesch-Epos n\u00e4her erl\u00e4utern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Das akkadische Gilgamesch-Epos: Die Bindung der Gewalt an das Recht<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gilgamesch ist die ber\u00fchmteste Sagengestalt des Alten Orients. Bereits um 2600 v. Chr. wird sein Name in einer G\u00f6tterliste aus Fara erw\u00e4hnt. Aus dieser Zeit d\u00fcrften auch einige sumerische Gilgamesch-Gedichte stammen. Auf der Basis der sumerischen Mythologie d\u00fcrfte die akkadische Gilgamesch-Tradition mit der altbabylonischen Zeit etwa um 1900-1700 v. Chr. entstanden sein. Es ist das gro\u00dfe Gedicht von der Freundschaft der beiden Helden Gilgamesch und Enkidu, der Sterblichkeit des Menschen und der Suche nach dem (ewigen) Leben.<\/p>\n<p>Die Gilgamesch-Tradition existierte in unterschiedlichen Versionen und erfreute sich weiter Verbreitung und gro\u00dfer Beliebtheit im Alten Orient. Auch in der nordisraelitischen Stadt Megiddo wurde ein akkadisches Tontafelfragment gefunden. Die vollst\u00e4ndigste Version ist die sogenannte Zw\u00f6lf-Tafel-Fassung aus der Bibliothek des assyrischen K\u00f6nigs Assurbanipal aus Ninive im 7. Jahrhundert v. Chr. Ber\u00fchmt geworden ist die 11. Tafel. Sie erz\u00e4hlt von einer Flut und weist eine Reihe auffallender Parallelen zur biblischen Sintfluterz\u00e4hlung auf. Ich m\u00f6chte im Folgenden einige Motive miteinander vergleichen.<\/p>\n<p>In der Fluterz\u00e4hlung des Gilgamesch-Epos hei\u00dft der Held statt Atramchasis Utnapischtim. Es wird kein Motiv f\u00fcr die Flut genannt. Utnapischtim \u00fcberlebt die Flut und erlangt dadurch Unsterblichkeit. Da keine neue Flut zu erwarten ist, kann Gilgamesch das ewige Leben nicht mehr erlangen. Utnapischtim verweist ihn auf ein Anti-Aging-Kraut, das ihm jedoch von einer Schlange gestohlen wird. Was ihm letztlich bleibt, ist sein Ruhm \u00fcber die von ihm erbaute Stadtmauer von Uruk.<\/p>\n<p>Schauen wir uns einige Passagen n\u00e4her an. Gilgamesch fragt seinen Freund Utnapischtim: \u201eSag mir, wie tratst du in die Versammlung der G\u00f6tter und schautest das Leben?\u201c (XI, 7). Das hei\u00dft: Wie hast du g\u00f6ttliche Unsterblichkeit erlangt? Und nun erz\u00e4hlt Utnapischtim seinem Freund Gilgamesch, wie er die Flut \u00fcberlebte. Die G\u00f6tter fassten den Beschluss, eine Flut \u00fcber die Erde kommen zu lassen. Ea, der Gott der Weisheit, verr\u00e4t diesen Beschluss Utnapischtim. Er fordert ihn auf: \u201eMann von Schuruppak, Sohn von Ubar-Tutu [damit ist Utnapischtim gemeint] rei\u00df ab das Haus, baue ein Schiff! Gib auf den Reichtum, suche das Leben, den Besitz verachte, erhalte das Leben lebendig! F\u00fchre allen Samen des Lebens in das Schiff. Das Schiff, das du bauen sollst, sei von ausgewogenen Ma\u00dfen &#8230;\u201c (XI, 23-29). \u00c4hnlich hei\u00dft es in Gen 6,13ff: \u201eDa sprach Gott zu Noach: &#8230; Mach dir eine Arche aus Goferholz! Statte sie mit Kammern aus und dichte sie innen und au\u00dfen mit Pech ab!\u201c Auch im Gilgamesch-Epos wird die Arche mit Pech abgedichtet (XI, 54).<\/p>\n<p>Zwei wesentliche Unterschiede zur alttestamentlichen Version stechen allerdings ins Auge: Im Gilgamesch-Epos wird kein Grund f\u00fcr die Flut angegeben. Man gewinnt den Eindruck, die G\u00f6tter handeln grundlos, vielleicht sogar aus einer Laune heraus. Anders das Alte Testament: Grund f\u00fcr die Flut ist die Verderbnis und Gewalt, welche die Erde bedecken (Gen 6,11), sowie die Bosheit des menschlichen Herzens (Gen 6,5). Ein zweiter Unterschied: Utnapischtim wird aufgrund einer g\u00f6ttliche List gerettet. Der Gott der Weisheit, Ea, verr\u00e4t ihm den Beschluss der G\u00f6tter. Anders die biblische Tradition: Noach wird gerettet, weil er gerecht und untadelig war und seinen Weg mit Gott ging (Gen 6,9). Diese beiden Unterschiede sind wichtig im Hinblick auf das Gottesbild. Im Alten Testament handelt Gott logisch. Es besteht ein Zusammenhang zwischen dem Tun und dem Ergehen der Menschen. Das Handeln Gottes ist verst\u00e4ndlich und nachvollziehbar.<\/p>\n<p>Weiter hei\u00dft es im Gilgamesch-Epos: \u201eEinsteigen lie\u00df ich ins Schiff meine ganze Familie und Hausgemeinde, Wild und Getier des Feldes und alle die Handwerker lie\u00df ich einsteigen.\u201c Auch hier f\u00e4llt die Parallele zur alttestamentlichen Version auf, wobei dort allerdings nicht von Handwerkern die Rede ist, sondern nur von Noach und seiner Familie (S\u00f6hne: Sem, Ham, Jafet; Frau, Frauen der S\u00f6hne) und nat\u00fcrlich von den Tieren, die auch hier in die Arche kommen.<\/p>\n<p>Im Unterschied zur n\u00fcchternen Erz\u00e4hlung im Alten Testament wird die Flut im Gilgamesch-Epos sehr ausf\u00fchrlich und dramatisch geschildert. Am Ende sendet Utnapischtim hintereinander drei V\u00f6gel aus: eine Taube, eine Schwalbe und einen Raben. In Genesis sind es zwei V\u00f6gel, die hintereinander ausgeschickt werden: zun\u00e4chst ein Rabe, dann eine Taube.<\/p>\n<p>Nach der Flut bringt Utnapischtim \u00e4hnlich wie Noach ein Opfer dar: \u201eDie G\u00f6tter rochen den Duft, die G\u00f6tter rochen den s\u00fc\u00dfen Duft. Die G\u00f6tter versammelten sich wie Fliegen um den Herrn des Opfers\u201c (XI, 159-161). \u00c4hnlich klingt der biblischen Text: \u201eDer Herr roch den beruhigenden Duft und der Herr sprach in seinem Herzen\u201c (Gen 8,21).<\/p>\n<p>Im Anschluss an das Opfer kommt es zu einer wichtigen Neuerung f\u00fcr die nachsintflutliche Menschheit. Sie findet sich sowohl im Gilgamesch-Epos als auch in der alttestamentlichen Fluterz\u00e4hlung. Es kommt zur Etablierung des Rechts. H\u00f6ren wir zun\u00e4chst das Gilgamesch-Epos: \u201eEa tat seinen Mund auf zu reden und spricht zum Helden Enlil: Du kl\u00fcgster der G\u00f6tter, Held! Wie konntest du, ohne zu \u00fcberlegen, die Sintflut machen? Dem S\u00fcnder lege seine S\u00fcnde auf, dem Frevler lege seinen Frevel auf!\u201c (XI, 177-181)<\/p>\n<p>Die Fluterz\u00e4hlung stellt einen Wendepunkt in der biblischen Urgeschichte dar. Sie unterteilt die Geschichte der Welt und der Menschheit in zwei Epochen: in eine vorsintflutliche und eine nachsintflutliche Welt. Die G\u00f6tter sehen ein, dass eine kollektive Bestrafung der ganzen Menschheit ein unmoralisches Vorgehen ist. Sie beschlie\u00dfen, in Zukunft die Menschheit nicht noch einmal durch eine Flut zu vernichten. Stattdessen soll ein Rechtssystem errichtet werden, wonach nur derjenige f\u00fcr seine Tat zur Verantwortung gezogen werden soll, der sie auch begangen hat. Die beiden Epochen, die vorsintflutliche und die nachsintflutliche, unterscheiden sich also voneinander durch Willk\u00fcr und Recht. In vorsintflutlicher Zeit h\u00e4ngt das Weltgeschehen von den Launen der G\u00f6tter ab. Intrigen und Gewalt pr\u00e4gen das Verhalten der G\u00f6tter untereinander sowie mit und zwischen den Menschen. In nachsintflutlicher Zeit dagegen regeln Recht und Gerechtigkeit das Zusammenleben von G\u00f6ttern und Menschen. Die zivilisatorische Errungenschaft des Rechts sichert von nun an den Bestand und die Ordnung der Welt.<\/p>\n<p>Genau diese Entwicklung l\u00e4sst sich auch in der Abfolge von Gen 1 zu Gen 6-9 beobachten. In der priesterschriftlichen Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung besteht der Unterschied zwischen der vorsintflutlichen und der nachsintflutlichen Welt im Kontrast einer von Gewalt aufgezehrten und einer durch das Gebot Gottes geordneten Welt. Zwar war die Welt als Gottes Sch\u00f6pfung von Anfang an sehr gut (Gen 1,31), doch schon nach einigen Generationen hat sie sich mit Gewalt angef\u00fcllt. Obwohl dem Menschen als Gottes Stellvertreter (\u201eBild Gottes\u201c) auf Erden der Auftrag erteilt wurde, durch Herrschaft die Ordnung der Sch\u00f6pfung aufrecht zu erhalten (Gen 1,26-28), ist es ihm offensichtlich nicht gelungen, der sich ausbreitenden Gewalt Einhalt zu gebieten. Der Text sagt dies zwar nicht ausdr\u00fccklich, setzt es jedoch implizit voraus, wenn es in Gen 6,11f hei\u00dft: \u201eDie Erde aber war vor Gott verdorben, die Erde war voller Gewalttat. Gott sah sich die Erde an und siehe, sie war verdorben; denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben.\u201c<\/p>\n<p>Deutlich ist der Kontrast zu Gen 1,31. In beiden F\u00e4llen sieht sich Gott die Welt an. In Gen 1,31 hei\u00dft es: \u201eUnd Gott sah sich alles an, was er gemacht hatte, und siehe: Es war sehr gut.\u201c In Gen 6,12 hei\u00dft es: \u201eUnd Gott sah sich die Erde an, und siehe: Sie war verdorben, denn alle Wesen aus Fleisch auf der Erde lebten verdorben.\u201c Wie es genau zu dieser Verderbnis der Erde gekommen ist, wird nicht gesagt. Aufgrund logischer Schlussfolgerung kann dieser Sachverhalt im Rahmen der priesterschriftlichen Urgeschichte eigentlich nur so verstanden werden, dass der Mensch seinem Herrschaftsauftrag, der ihm in Gen 1 erteilt wurde, nicht gerecht geworden ist. Offensichtlich fehlte ihm ein Ordnungsprinzip, an dem er sich orientieren konnte und das der Ausbreitung der Gewalt entgegenwirkte.<\/p>\n<p>Diese Vermutung stellt sich ein, wenn wir das Ende der Fluterz\u00e4hlung in den Blick nehmen. Denn hier sto\u00dfen wir auf einige Modifikationen und Erg\u00e4nzungen jener Welt, wie sie in Gen 1 entworfen wurde. In der an Noach gerichteten Rede nach der Flut erl\u00e4sst Gott Gebote zum Schutz des Lebens. In Gen 9,5f hei\u00dft es: \u201eWenn euer Blut vergossen wird, fordere ich Rechenschaft f\u00fcr jedes euer Leben. Von jedem Tier fordere ich Rechenschaft und vom Menschen. F\u00fcr das Leben des Menschen fordere ich Rechenschaft von jedem, der es seinem Bruder nimmt. Wer Blut eines Menschen vergie\u00dft, um dieses Menschen willen wird auch sein Blut vergossen. Denn als Bild Gottes hat er den Menschen gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Bereits vor Dekalog und Sinaigesetzgebung wird in der priesterschriftlichen Theologie ein Gebot zum Schutz des menschlichen Lebens erlassen. Damit soll die Gewalt auf Erden in Grenzen gehalten und der Bestand der Welt gesichert werden: \u201eIch richte meinen Bund mit euch auf: Nie wieder sollen alle Wesen aus Fleisch vom Wasser der Flut ausgerottet werden. Nie wieder soll eine Flut kommen und die Erde verderben\u201c (Gen 9,11). Warum ist das nicht mehr n\u00f6tig? Weil der Fortbestand der Welt jetzt dadurch gesichert wird, dass die unrechtm\u00e4\u00dfige Gewalt durch rechtm\u00e4\u00dfige Gewalt in Grenzen gehalten wird. Ob die rechtm\u00e4\u00dfige Gewalt im Rahmen der Blutrache oder im Rahmen einer staatlich organisierten Gewaltanwendung oder unmittelbar von Gott selbst ausge\u00fcbt wird, ist von untergeordneter Bedeutung. Wichtig ist, dass jetzt erstmals in der Geschichte der Menschheit die Anwendung von Gewalt durch Gott legitimiert wird. Dies ist eine bedeutende zivilisatorische Errungenschaft. Sie wird auch von Jesus und vom Neuen Testament nicht au\u00dfer Kraft gesetzt!<\/p>\n<p>Oft ist zu h\u00f6ren ist, das Christentum sei absolut gewaltlos. Diese Aussage ist falsch. Sie kann nur aufkommen, wenn man das Neue Testament wie die Botschaft Jesu vom Alten Testament abtrennt. Jesus wie das Neue Testament setzten selbstverst\u00e4ndlich die Anwendung rechtm\u00e4\u00dfiger Gewalt zur Eind\u00e4mmung der Gewalt als gottgewollte Ordnung voraus. Das wird in der Regel nicht gro\u00df thematisiert, sondern als selbstverst\u00e4ndlich vorausgesetzt. Ich verweise an dieser Stelle auf R\u00f6m 13,1-7 und das Wort: \u201eGebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist\u201c (Mt 22,21).<\/p>\n<p>Da R\u00f6m 13,1-7 weitgehend aus dem christlichen Ged\u00e4chtnis verschwunden ist und sich viele Neutestamentler schwer damit tun und einige diesen Abschnitt sogar f\u00fcr eine sp\u00e4tere Interpolation halten, den Text Paulus also absprechen, seien einige Verse zitiert: \u201eJeder ordne sich den Tr\u00e4gern der stattlichen Gewalt unter. Denn es gibt keine staatliche Gewalt au\u00dfer von Gott; die jetzt bestehen, sind von Gott eingesetzt. Wer sich daher der staatlichen Gewalt widersetzt, stellt sich gegen die Ordnung Gottes, und wer sich ihm entgegenstellt, wird dem Gericht verfallen. Vor den Tr\u00e4gern der Macht hat sich nicht die gute, sondern die b\u00f6se Tat zu f\u00fcrchten; willst du also ohne Furcht vor der staatlichen Gewalt leben, dann tue das Gute, sodass du ihre Anerkennung findest! Denn sie steht im Dienst Gottes f\u00fcr dich zum Guten. Wenn du aber das B\u00f6se tust, f\u00fcrchte dich! Denn nicht ohne Grund tr\u00e4gt sie das Schwert. Sie steht n\u00e4mlich im Dienst Gottes und vollstreckt das Urteil an dem, der das B\u00f6se tut. Deshalb ist es notwendig, sich unterzuordnen, nicht allein um der Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.\u201c<\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund der in der biblischen Urgeschichte institutionalisierten rechtm\u00e4\u00dfigen Gewalt sind die paulinischen Ausf\u00fchrungen logisch und klar. Paulus legitimiert hier das staatliche Gewaltmonopol, insofern es an das Recht gebunden ist. \u201eGebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist\u201c (Mt 22,21). Was des Kaisers ist, wissen wir nun. Aber was ist die Sache Gottes? Auch darauf gibt uns die biblische Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung eine Antwort. Allerdings finden wir diese Antwort nicht mehr in der priesterschriftlichen, sondern in der nach-priesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung.<\/p>\n<p>An dieser Stelle ist ein Hinweis zu den Begriffen \u201epriesterliche und nach-priesterliche Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung\u201c angebracht. In den ersten Kapiteln des Buches Genesis finden sich zwei Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlungen. Die erste Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung ist Gen 1,1-2,3. Sie erz\u00e4hlt von der Erschaffung der Welt und des Menschen. In ihr findet sich die theologisch gewichtige Aussage, dass Gott den Menschen als sein Bild, als Gottesbild, erschaffen hat (Gen 1,27). Davon zu unterscheiden ist eine zweite Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in Gen 2,4-25. Sie konzentriert sich auf die Erschaffung des Menschen als Mann und Frau, auf die Versorgung des Menschen im Garten Eden und auf das dem Menschen gegebene g\u00f6ttliche Gebot, nicht vom Baum der Erkenntnis von Gut und B\u00f6se zu essen. Sie findet ihre Fortsetzung in Gen 3, der Erz\u00e4hlung vom sogenannten S\u00fcndenfall. Noch vor einige Jahren wurde diese zweite Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung als die \u00e4ltere angesehen und gew\u00f6hnlich in das 10. Jahrhundert v. Chr. datiert und dem sogenannten Jahwistischen Geschichtswerk zugerechnet. Beide Annahmen werden heute zunehmend infrage gestellt. Ich gehe mit einer Reihe von Forschern davon aus, dass die Erz\u00e4hlung von Paradies und S\u00fcndenfall die j\u00fcngere der beiden Erz\u00e4hlungen ist und von Anfang an als Fortschreibung von Gen 1 gedacht war. Wie dem auch sei, in jedem Fall sind die beiden Erz\u00e4hlungen auf der Ebene des Endtextes so zu lesen, dass sie sich gegenseitig erg\u00e4nzen und verschiedene Aspekte der Sch\u00f6pfung zur Sprache bringen.<\/p>\n<p>In der nach-priesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung sieht Gott ein, dass das Trachten des menschlichen Herzens b\u00f6se ist von Jugend an. Mit der Flut hat Gott als gerechter Richter die Menschheit aufgrund ihrer Bosheit vernichtet \u2013 mit Ausnahme Noachs, der als gerecht angesehen wurde und Gnade gefunden hat in den Augen des Herrn (Gen 6,8). Das von der Priesterschrift etablierte Prinzip des Rechts wird in der nachpriesterschriftlichen Fortschreibung nicht au\u00dfer Kraft gesetzt, sondern in einen neuen Horizont ger\u00fcckt. Das entscheidende Stichwort lautet: das menschliche Herz. H\u00f6ren wir zun\u00e4chst den Schluss der nachpriesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung. In ihr sichert Gott der Welt trotz der Bosheit des menschlichen Herzens ewigen Bestand zu. Gott spricht hier nicht zu Noach, wie in der priesterschriftlichen Gottesrede (Gen 9,1ff), sondern zu sich selbst. Er f\u00fchrt ein Gespr\u00e4ch mit sich selbst. Darin zeigt sich, dass die nachpriesterschriftliche Gottesrede nicht in Konkurrenz zur priesterschriftlichen Gottesrede tritt, sondern einen Einblick in das Innere Gottes gibt. Gott gibt Noach also in der nachpriesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung keine anderen Anweisungen als in der priesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung. In der Fortschreibung Gen 8,20-22 hei\u00dft es: \u201eDann baute Noach dem Herrn einen Altar, nahm von allen reinen Tieren und von allen reinen V\u00f6geln und brachte auf dem Altar Brandopfer dar. Der Herr roch den beruhigenden Duft und der Herr sprach in seinem Herzen: Ich werde den Erdboden wegen des Menschen nie mehr verfluchen; denn das Trachten des menschlichen Herzens ist b\u00f6se von Jugend an. Ich werde niemals wieder alles Lebendige schlagen, wie ich es getan habe. Niemals, so lange die Erde besteht, werden Aussaat und Ernte, K\u00e4lte und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht aufh\u00f6ren\u201c (Gen 8,20-22).<\/p>\n<p>Das entscheidende Motiv ist hier das des menschlichen Herzens. Damit r\u00fcckt die nachpriesterschriftliche Fortschreibung der Fluterz\u00e4hlung die Urgeschichte in einen prophetisch-eschatologischen Horizont. In der deuteronomistischen Theologie und in sp\u00e4ten Prophetentexten findet sich ein ausgepr\u00e4gtes Wissen um die Bosheit des menschlichen Herzens. Israel, so diese Theologie, kann seine Bosheit nicht mehr aus eigener Anstrengung heraus \u00fcberwinden. Es bedarf vielmehr der Gabe eines neuen Herzens. Das Herz aus Stein muss den Israeliten genommen und ihnen muss ein Herz aus Fleisch eingesetzt werden. In Ez 11,19ff hei\u00dft es: \u201eIch gebe ihnen ein einm\u00fctiges (LXX: anderes) Herz und einen neuen Geist gebe ich in euer Inneres. Ich entferne das Herz von Stein aus ihrem Fleisch und gebe ihnen ein Herz von Fleisch, damit sie meinen Satzungen folgen und meine Rechtsentscheide bewahren und sie erf\u00fcllen. Dann werden sie mir Volk sein und ich werde ihnen Gott sein.\u201c<\/p>\n<p>Das Motiv der Herztransplantation kann durch das Motiv der Herzensbeschneidung ersetzt werden. Gemeint ist in beiden F\u00e4llen das Gleiche. So hei\u00dft es in Dtn 30,6: \u201eDer Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden. Dann wirst du den Herrn, deinen Gott, mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele lieben k\u00f6nnen, damit du leben kannst.\u201c<\/p>\n<p>Mit der priesterschriftlichen und der nachpriesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung stehen nicht zwei gegens\u00e4tzliche, einander ausschlie\u00dfende Deutungen nebeneinander. Die nachpriesterschriftliche Fluterz\u00e4hlung setzt die priesterschriftliche Erz\u00e4hlung voraus und schreibt sie fort. In der priesterschriftlichen Fluterz\u00e4hlung geht es um die Stabilisierung der Welt durch Einf\u00fchrung des Rechts: Gewalt soll durch rechtm\u00e4\u00dfige Gewalt in Grenzen gehalten werden. Es geht um die Eingrenzung der Gewalt. Die nachpriesterschriftliche Fortschreibung nimmt die Ursache der Gewalt in den Blick und findet sie in der Verh\u00e4rtung des menschlichen Herzens. Damit er\u00f6ffnet sie eine Perspektive, die sich auf die \u00dcberwindung der Gewalt durch Heilung des menschlichen Herzens richtet. Diese Perspektive f\u00fchrt \u00fcber die Urgeschichte hinaus. Sie spielt in zentralen Texten des Deuteronomiums und der prophetischen Literatur eine Schl\u00fcsselrolle. Mit diesem Thema besch\u00e4ftigt sich vor allem das Neue Testament.<\/p>\n<p>Beide Versionen der Fluterz\u00e4hlung lassen sich unter diesem Gesichtspunkt wie folgt zusammenfassen:<\/p>\n<p><strong>Priesterliche Fluterz\u00e4hlung:<\/strong> Eingrenzung der Gewalt durch das Recht und die Anwendung rechtm\u00e4\u00dfiger Gewalt.<\/p>\n<p><strong>Nach-priesterliche Fluterz\u00e4hlung:<\/strong> \u00dcberwindung der Gewalt durch die Beschneidung des menschlichen Herzens. Die biblische Urgeschichte steht in einem Diskurs mit benachbarten religi\u00f6sen und kulturellen Traditionen. Dieser l\u00e4sst sich mit einem Wort von Joseph Ratzinger wie folgt beschreiben: \u201eDer Glaube erscheint als Krise und Kritik der Religionsgeschichte, aber nicht als deren totale Verneinung.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der altbabylonische Atramchasis-Mythos: Menschen von g\u00f6ttlicher Art &nbsp; Der Austausch Israels mit den religi\u00f6sen und kulturellen Traditionen seiner Umwelt hat sich in besonderer Weise in der biblischen Urgeschichte niedergeschlagen. Als man sich dessen am Ende des 19. 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