{"id":115720,"date":"2025-12-08T15:54:48","date_gmt":"2025-12-08T14:54:48","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115720"},"modified":"2025-12-08T15:54:50","modified_gmt":"2025-12-08T14:54:50","slug":"schoepfung-oder-evolution-schoepfung-als-evolution-teilhard-de-chardin-brueckenbauer-zwischen-naturwissenschaft-und-theologie","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/schoepfung-oder-evolution-schoepfung-als-evolution-teilhard-de-chardin-brueckenbauer-zwischen-naturwissenschaft-und-theologie\/","title":{"rendered":"Sch\u00f6pfung oder Evolution? Sch\u00f6pfung als Evolution?"},"content":{"rendered":"<h3>Verortung des Themas<\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Trotz aller Vermittlungsbem\u00fchungen der alttestamentlichen Exegese von Gen 1 und 2 verharrt das Problembewusstsein selbst eines aufgeweckten Zeitgenossen noch immer bei folgender Alternative: Ich muss w\u00e4hlen zwischen einer mythologieverd\u00e4chtigen Sch\u00f6pfungslehre und einer wissenschaftlich erh\u00e4rteten Evolutionstheorie. Und Jahre nach der vielleicht gegl\u00fcckten schulischen Vermittlung eines angemessenen Verst\u00e4ndnisses von Genesis reduziert sich das diesbez\u00fcgliche Problembewusstsein, sofern es \u00fcberhaupt noch vorhanden ist, wieder auf diese ungl\u00fcckliche Alternative. Mit anderen Worten: Die meisten Zeitgenossen glauben, sich entweder f\u00fcr \u201eMutter Natur\u201c oder f\u00fcr \u201eGottvater\u201c entscheiden zu m\u00fcssen. In diesem Fall glauben sie lieber an eine pure Jungfernzeugung von Mutter Natur denn an eine v\u00e4terliche Kopfgeburt, wie sie ja vom Zeus in Bezug auf die G\u00f6ttin Athene berichtet wird.<\/p>\n<p>Geistesgeschichtlich spiegeln sich in dieser Alternative die Positionen und die inzwischen keineswegs \u00fcberall emotionslos gewordenen Auseinandersetzungen der vorletzten Jahrhundertwende wieder. Es erscheint daher sinnvoll, erg\u00e4nzend zu den rein exegetischen Bem\u00fchungen auch eine die Evolutionstheorie selber einbeziehende theologische Interpretation anzubieten, die dem Verst\u00e4ndnis einer Vereinbarkeit von Sch\u00f6pfung und Evolution dienen kann, zumindest aber zur fach\u00fcbergreifenden Diskussion anregt. Warum wird hier nun auf Teilhard de Chardin (1881-1955) zur\u00fcckgegriffen?<\/p>\n<ol>\n<li>Er stand lebensgeschichtlich im Schnittpunkt der historischen Auseinandersetzung um den jeweiligen Geltungsbereich von Evolutionstheorie und Sch\u00f6pfungstheologie.<\/li>\n<li>Er war ein ausgewiesener und angesehener Pal\u00e4ontologe, der unter anderem im Ausgrabungsteam mitgewirkt hat, das 1829\/29 den Sinanthropus, den \u201ePeking-Menschen\u201c Homo erectus von Choukoutien entdeckte.<\/li>\n<li>Er war Priester im Jesuitenorden, vermochte also theologische \u00dcberlegungen mit gro\u00dfem Sachverstand zu beurteilen.<\/li>\n<li>Seine Ideen von einer Vereinbarkeit und Kompatibilit\u00e4t zwischen Evolutionstheorie und Theologie erleben bei manchen Naturwissenschaftlern derzeit eine Art Renaissance.<\/li>\n<li>Am seinem Werk l\u00e4sst sich die innerkirchliche Rezeptionsgeschichte einer Theorie studieren, die anfangs als befremdlich oder gar den Glaubenswahrheiten widersprechend eingesch\u00e4tzt wurde. Diese Rezeptionsgeschichte beginnt bei strikter Ablehnung der Theorie einschlie\u00dflich der Ma\u00dfregelung ihrer Vertreter. Dann folgen das Leiserwerden des amtlichen Widerspruchs und das Schweigen zu ehemals inkriminierten Positionen. Und schlie\u00dflich kommt es zur stillschweigenden unzitierten \u00dcbernahme bestimmter Gedanken, wie das im Fall Teilhards bis in die Konzilsdokumente wie \u201eLumen gentium\u201c und \u201eGaudium et spes\u201c hinein nachgewiesen wurde.<\/li>\n<li>Die theologische Wirkungsgeschichte h\u00e4lt also, nun sogar durch offizielle kirchenamtliche Dokumente bewirkt, auch weiterhin an. Soviel auch unbestreitbar an theologischen und biologischen Erkenntnissen seit Teilhard hinzugekommen ist, auf ihn Bezug zu nehmen, ist auch heute weder aus theologischen, noch aus biologischen Gr\u00fcnden \u00fcberholt.<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<h3>Geistesgeschichtliche Ausgangssituation<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die spannungsvolle geistesgeschichtliche Ausgangssituation f\u00fcr Teilhard l\u00e4sst sich holzschnittartig so skizzieren: Um die vorletzte Jahrhundertwende standen sich zwei Positionen unvers\u00f6hnlich gegen\u00fcber: Die eine, etwa von Ernst Haeckel (1834-1919) in Deutschland oder von Thomas Huxley (1825-1895) in England vertreten, sah einen emanzipatorisch-naturwissenschaftlichen Alleinvertretungsanspruch in Fragen der Welt- und Lebensentstehung ohne Mitspracherecht der Theologie und Religion vor. Die andere, vertreten zum Beispiel durch die r\u00f6mische Bibelkommission und ihren Entscheid von 1909, sah vor beziehungsweise verlangte, Genesis als in weiten Teilen historisch anzusehen. Der mit Wissenschaftspathos und Emanzipationsimpulsen aufgeladene Evolutionismus verstand sich weithin als k\u00e4mpferisch-antikirchlich. So formulierte Haeckel zum Beispiel, der als Sch\u00f6pfer begriffene Gott sei wohl ein \u201eDr. ing. ersten Grades\u201c. Und angesichts der Unerkennbarkeit Gottes und von der behaupteten Gottebenbildlichkeit des Menschen gewisserma\u00dfen r\u00fcckschlie\u00dfend, Gott m\u00fcsse dann wohl ein \u201egasf\u00f6rmiges Wirbeltier\u201c sein. Seinerseits lehrte er einen Pantheismus, den er mit Schopenhauer als eine h\u00f6fliche atheistische Verabschiedung Gottes verstand. Erkl\u00e4rtes Ziel seiner antikirchlichen Attacken war das Papsttum insbesondere wegen seines Unfehlbarkeitsanspruches. Ebenfalls angeregt von evolutionistischen \u00dcberlegungen und in Konfrontation mit dem christlichen Glauben des 19. Jahrhunderts breitete Friederich Nietzsche (1883\/84) seine Gedanken zum \u00dcbermenschen aus: \u201eIch lehre euch den \u00dcbermenschen. Der Mensch ist etwas, das \u00fcberwunden werden soll. Was habt ihr getan, ihn zu \u00fcberwinden? Alle Wesen bisher schufen etwas \u00fcber sich hinaus (&#8230;) Was ist der Affe f\u00fcr den Menschen? Ein Gel\u00e4chter oder eine schmerzliche Scham. Und ebendas soll der Mensch f\u00fcr den \u00dcbermenschen sein: ein Gel\u00e4chter oder eine schmerzliche Scham. Ihr habt den Weg vom Wurme zum Menschen gemacht, und vieles ist in euch noch Wurm. Einst wart ihr Affen.\u201c<\/p>\n<p>In einem vom Kulturkampf gezeichneten deutschen und einem mittels Unfehlbarkeitsdogma um Selbstsicherung bem\u00fchten europ\u00e4ischen Katholizismus war eine \u201esine ira et studio\u201c gef\u00fchrte sachliche Diskussion der polemisch-provokanten Haeckel\u2018schen Position und der ihr zu Recht oder Unrecht entnommenen Folgerungen nicht zu erwarten. Eher ist es verwunderlich, dass es \u00fcber die jede Evolution verwerfende Erkl\u00e4rung des K\u00f6lner Partikularkonzils von 1860 und \u00fcber die Zensurierung von evolutionsfreundlichen Schriften einiger Theologen (Leroy, Mivart, Zahm) sowie \u00fcber das Dekret der Bibelkommission von 1909 hinaus weder einschneidende lehramtliche Ma\u00dfregelungen noch definitive theologische Festlegungen gab. Das Jahr 1909, in dem das Dekret der Bibelkommission zur Historizit\u00e4t von Genesis erschien, war das Jahr des hundertsten Geburtstags Darwins und das f\u00fcnfzigste seines bahnbrechenden Werkes \u201e\u00dcber die Entstehung der Arten\u201c. Selbst mit der Enzyklika \u201eHumani Generis\u201c von 1950 war keine zufriedenstellende Kl\u00e4rung des Verh\u00e4ltnisses von Sch\u00f6pfung und Evolution gegeben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Biographisch-denkerische Ausgangssituation Teilhards<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Geboren wurde er 1881, 18-j\u00e4hrig trat er 1899 in den Jesuitenorden ein. Ab 1905 war er Chemie- und Physiklehrer in Kairo; 1911 wurde er zum Priester geweiht, war Sanit\u00e4tssoldat im Ersten Weltkrieg und erstellte 1920\/22 seine Doktorarbeit \u00fcber \u201eDie S\u00e4ugetiere des unteren Eoz\u00e4n in Frankreich und ihre Fundst\u00e4tten\u201c. Von 1923 bis 1946 war sein Forschungsfeld \u00fcberwiegend China, wo er etwa 20 geologische Expeditionen unternahm. Aber auch in andere Gebiete der Welt f\u00fchrten ihn zahlreiche Expeditionen und Forschungsreisen: 1928 nach Somalia und Hara\u00df, 1930 in die Mongolei (W\u00fcste Gobi), 1931\/32 quer durch Zentralasien, 1933 in den Vereinigten Staaten, 1935 Expedition nach Nord- und Zentralindien, 1936 Aufenthalt auf Java, 1938 Expedition durch Burma, 1939 bis 46 war er auch kriegsbedingt durchgehend in Peking; 1951 besuchte er S\u00fcdafrika, 1953 war er wiederum in S\u00fcdafrika und Rhodesien im Auftrag der Wenner-Gren-Stiftung.<\/p>\n<p>Neben diesen gr\u00f6\u00dferen unternahm er zahlreiche k\u00fcrzere Reisen in fast alle Winkel der Welt. Teilhard war im Gefolge seiner Wissenschaft ein Weltb\u00fcrger par excellence. Er geh\u00f6rte auch zu der Forschergruppe, die 1928\/29 den zun\u00e4chst Sinanthropus pekinensis genannten Homo erectus pekinensis entdeckte. 1937 erhielt er in Philadelphia die Gregor-Mendel-Medaille, 1950 wurde er in die Franz\u00f6sische Akademie der Wissenschaften gew\u00e4hlt. Zu seinem Freundeskreis z\u00e4hlten der f\u00fchrende amerikanische Pal\u00e4ontologe George Gaylord Simpson und der englische Biologe Julian Huxley, der auch Pr\u00e4sident der Unesco war. Zeitlebens wurden Teilhard seitens der Kirche und des Ordens Hindernisse in den Weg gelegt. Auch die 1926 verf\u00fcgte Abordnung nach China war als ein solches gedacht. Man wollte seinen Theorien die Resonanz in Paris entziehen. Ehrenvolle Stellungen, darunter die des Pal\u00e4ontologen am Mus\u00e9e d&#8217;Histoire Naturelle, durfte er nicht annehmen und beugte sich im Gehorsam den Anweisungen des Ordens. 1948 war er in Rom, wo seit acht Jahren eines seiner Hauptwerke, \u201eDer Mensch im Kosmos\u201c, zur Zensur vorlag. Man erteilte ihm keine Druckerlaubnis; stattdessen wurde ihm nahegelegt, die Berufung auf einen Lehrstuhl am Coll\u00e8ge de France selber abzulehnen. Keines seiner naturphilosophisch-theologischen Werke erhielt zu seinen Lebzeiten eine Druckerlaubnis. Noch 1962, sieben Jahre nach seinem Tod, wurden durch das Heilige Offizium die Oberen religi\u00f6ser Gemeinschaften, Seminarleiter und Universit\u00e4tsrektoren aufgefordert, namentlich die jungen Studenten vor den Gefahren, die durch das Werk Teilhard de Chardins entstanden seien, zu sch\u00fctzen. Am Ostersonntag 1955 starb Pierre Teilhard de Chardin in New York an einem Herzinfarkt.<\/p>\n<p>Teilhard f\u00e4llt nicht mit dem \u201elieben Gott\u201c wie mit einer voreiligen Weihnachtsbescherung in die Adventszeit einer naturwissenschaftlichen Nachdenklichkeit ein. Er will \u201enichts als das Ph\u00e4nomen (&#8230;) aber auch das ganze Ph\u00e4nomen\u201c darstellen. Er beabsichtigt also streng naturwissenschaftlich vorzugehen. Blaise Pascal hatte den Menschen charakterisiert als \u201eein Nichts vor dem Unendlichen, ein All gegen\u00fcber dem Nichts, eine Mitte zwischen Nichts und All\u201c. Teilhard hingegen hat nicht nur das \u201eunendlich\u201c Gro\u00dfe und das \u201eunendlich\u201c Kleine im Blick, sondern f\u00fcgt einen weiteren Parameter hinzu, die Komplexit\u00e4t. Diese definiert er folgenderma\u00dfen: \u201eUnter dem Begriff Komplexit\u00e4t verstehe ich (&#8230;) eine bestimmte feststehende Anzahl von Einzelteilen (gleich ob viele oder wenige) zu einem in sich geschlossenen Ganzen mit bestimmtem Radius vereinigt: wie etwa Atom, Molek\u00fcl, Zelle, Vielzeller usw. Eine feststehende Anzahl von Einzelteilen, ein in sich geschlossenes Ganzes.\u201c<\/p>\n<p>Diese beiden Definitionselemente \u201efeststehende Anzahl von Einzelteilen\u201c und \u201ein sich geschlossenes Ganzes\u201c sind unabdingbar und grenzen komplexe Ph\u00e4nomene von Reihungsph\u00e4nomenen (zum Beispiel Kristalisationserscheinungen) ab, die nie ein geschlossenes Ganzes bilden, sondern f\u00fcr weitere Reihung offen sind. Mit Blick auf die Physik konstatiert Teilhard dann, dass jedes \u201eUnendliche\u201c ganz spezielle, ihm eigene Wirkungen beziehungsweise Ph\u00e4nomene aufweist, das \u201eunendlich\u201c Gro\u00dfe die Ph\u00e4nomene der Relativit\u00e4t, das \u201eunendlich\u201c Kleine, die Quanten\u00adph\u00e4nomene. Auch dem \u201eunendlich\u201c Komplexen ordnet er spezifische Eigenschaften und Ph\u00e4nomene zu, zun\u00e4chst das Ph\u00e4nomen Leben und die mit ihm verbundenen Eigenschaften, dann bei weiterem Anwachsen der Komplexit\u00e4t aber auch das Ph\u00e4nomen Bewusstsein und schlie\u00dflich Selbstbewusstsein. Um einen Blick f\u00fcr die Dimensionen der Komplexit\u00e4t beim Menschen zu vermitteln, errechnet Teilhard, indem er vom einfachsten Fall des Komplexen, den Atomen, ausgeht und deren Zahl in der Zelle bescheiden auf 10<sup>10 <\/sup>sch\u00e4tzt: \u201eDa der Mensch ann\u00e4hernd aus tausend Billionen Zellen (10<sup>12<\/sup>) gebildet ist, wird die Zahl der zur Bildung unseres K\u00f6rpers gruppierten Atome etwas wie 10<sup>22<\/sup>, das hei\u00dft, wir befinden uns bereits in der numerischen Gr\u00f6\u00dfenordnung der Galaxien!\u201c<\/p>\n<p>Die \u201enat\u00fcrliche Kurve der Komplexit\u00e4t\u201c zeigt einerseits, dass Komplexit\u00e4t notwendige Bedingung f\u00fcr das Ph\u00e4nomen Leben ist und zeigt andererseits, dass die in Verbindung mit dem Leben beobachtbaren Eigenschaften \u00e4u\u00dferer Art (Assimilation, Dissimilation, Reproduktion) und innerer Art (psychische Ph\u00e4nomene, Geist) sich der Komplexit\u00e4tszunahme entsprechend vervollkommnen. Teilhard setzt auf die Kontinuit\u00e4t der Materie im Menschen wie im Molek\u00fcl und fordert daher f\u00fcr alle Erscheinungsformen der Materie neben der Au\u00dfen- auch eine Innenseite. Sie korrespondiert der in den Naturwissenschaften beobachteten oder prinzipiell beobachtbaren Au\u00dfenseite, die eben deshalb zugleich Indikator und Gradmesser f\u00fcr die Innenseite sein kann. Dem auf der Au\u00dfenseite der Dinge naturwissenschaftlich schon feststellbaren Komplexit\u00e4tszuwachs entspricht gewisserma\u00dfen auf der Innenseite der Dinge ein Bewusstseinszuwachs bis hin zum Selbstbewusstsein.<\/p>\n<p>Auf diese Weise ordnet Teilhard auch dem Menschen einen Platz im Kosmos zu, der dessen Ausnahmestellung umschreibt und unter Verwendung naturwissenschaftlicher Parameter auffindbar ist. Auf der Komplexit\u00e4ts-Bewusstseins-Achse, die gewisserma\u00dfen das \u201eR\u00fcckgrad\u201c des gesamten evolutiven Prozesses oder, anders gesagt, der erkenntnisleitende rote Faden, der \u201eAriadne-Faden\u201c durch das Labyrinth der evolutiven Prozesse ist, lassen sich nun sowohl der Beginn des Lebens als auch der des Menschseins ausmachen.<\/p>\n<p><em>\u00a0<\/em><\/p>\n<h3>Die Etappen der Evolution: Geosph\u00e4re, Biosph\u00e4re, Noosph\u00e4re<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alles beginnt mit einem Komplexit\u00e4tswachstum schon des Unbelebten, vom Atom bis zur DNS\/RNS und den Proteinen. Der Schritt vom Unbelebten zum Belebten wird in dem Moment vollzogen, wo informationstragende und katalytisch wirksame Makromolek\u00fcle miteinander interagieren und eine Autoreplikation zuwege bringen. Man k\u00f6nnte sagen: Materie macht sich. Und eben da beginnt Leben, ein Leben, dessen Innenseite von einfachsten gespeicherten Informationen bis zum Bewusstsein reicht. Der n\u00e4chste entscheidende Schritt, der zwischen noch Tier und schon Mensch liegt, ist aus fossilen Belegen des Menschen selbst nicht so ohne weiteres erschlie\u00dfbar, sondern allenfalls \u00fcber die von ihm produzierten Artefakte. Teilhard sieht diesen entscheidenden Schritt vollzogen in der Bildung des Ichbewusstseins: \u201eVom Standpunkt der Erfahrung \u2013 dem unseren \u2013 ist das Ichbewusstsein, seinem Wortsinn entsprechend, die von einem Bewusstsein erworbene F\u00e4higkeit, sich auf sich selbst zur\u00fcckzuziehen und von sich selbst Besitz zu nehmen, wie von einem Objekt, das eigenen Bestand und Wert hat: nicht mehr nur kennen, sondern sich kennen; nicht mehr nur wissen, sondern wissen, dass man wei\u00df. (&#8230;) Ganz gewiss, das Tier wei\u00df. Aber sicher wei\u00df es nicht, dass es wei\u00df.\u201c<\/p>\n<p>Dieses Ichbewusstsein entstand zwar aus Bewusstsein, aus kontinuierlichen Stufen der Entwicklung desselben, weist aber dennoch einen entscheidenden qualitativen Unterschied auf. Der durchg\u00e4ngig \u00fcbliche evolutive Schritt in der Kontinuit\u00e4t eines \u201eVoran\u201c ist zugleich durch die Diskontinuit\u00e4t eines \u201eEmpor\u201c, also nicht nur als quantitativer, sondern auch als qualitativer Schritt oder Sprung gekennzeichnet. Teilhard benutzt zur Veranschaulichung des Gemeinten h\u00e4ufiger das Bild von der kontinuierlichen Erw\u00e4rmung von Wasser. Dort kommt es nach Erreichen von 100 Grad Celsius unter Idealbedingungen auch zu einem Phasenwechsel von fl\u00fcssig nach gasf\u00f6rmig. Er nennt das einen qualitativen Sprung, der sich da vollzieht, ohne dass dadurch die chemische Beschreibung von Wasser als H<sub>2<\/sub>O ihre Berechtigung verl\u00f6re. Das Erreichen des Ichbewusstseins, also das selbstbez\u00fcgliche Denken, stellt Teilhard bedeutungsm\u00e4\u00dfig auf eine Ebene mit der \u201eKondensation der chemischen Stoffe der Erde\u201c und mit der \u201eErscheinung des Lebens\u201c.<\/p>\n<p>Der Entwicklungsstrahl verl\u00e4uft demnach so: Die noch tote \u201eGeosph\u00e4re\u201c durchl\u00e4uft einen materiellen und quantitativ beschreibbaren Komplexifikationsprozess, die \u201eGeogenese\u201c. In diesem quantitativen Prozess kommt es bei Erreichen einer kritischen Gr\u00f6\u00dfe zu einem qualitativen Sprung, dem ersten Auftreten des Lebens. Dieses Leben umh\u00fcllt nach und nach die \u201eGeosph\u00e4re\u201c und bildet eine Sph\u00e4re des Belebten, eine pflanzliche und tierische \u201eBiosph\u00e4re\u201c aus. Diese durchl\u00e4uft ihrerseits einen Komplexifikationsprozess, die \u201eBiogenese\u201c. Dieser Komplexifikationsprozess der Biosph\u00e4re manifestiert sich nicht einfach im Gr\u00f6\u00dfenwachstum der Lebewesen, sondern vor allem in deren informationsverarbeitendem Apparat. Die Nervensysteme werden komplexer (diffuse Nervensysteme, Strickleiternervensysteme, Zentralnervensystem) und erm\u00f6glichen als neue Systemeigenschaft das Auftreten des Denkens, ja sogar des ichbewussten Denkens.<\/p>\n<p>Nach Teilhard w\u00e4re der Punkt der Unterscheidung zwischen Tier und Mensch genau ein solcher evolutiver Schritt, gewisserma\u00dfen das \u00dcberschreiten des Rubikon zwischen Bewusstsein und Ichbewusstsein, der Schritt vom Wissen zum Wissen, dass man wei\u00df. Von hier an beginnt nun die Herausbildung einer Sph\u00e4re des Denkens, die Herausbildung der \u201eNoosph\u00e4re\u201c und ihre \u201eNoogenese\u201c. Der durch genetische Beziehungen in sich koh\u00e4renten erdumspannenden \u201eBiosph\u00e4re\u201c folgt die denkende Sph\u00e4re: \u201eau\u00dfer und \u00fcber der Biosph\u00e4re eine Noosph\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Interessant ist auch, dass fast ein Jahrzehnt bevor 1948 die ersten primitiven Vorl\u00e4ufer von Computern (von Neumann) entstanden, und gleichzeitig mit Zuses erstem Gro\u00dfrechner, Teilhard bereits eine Perspektive f\u00fcr die Weiterentwicklung menschlichen Denkens aufzeigte: \u201eDas Denken, das kunstreich das Organ vervollkommnet, auf dem es beruht.\u201c Bei all diesen \u00dcberlegungen kann man versucht sein zu fragen: Wo bleibt denn die theologische Dimension?<\/p>\n<p>Es gibt also nach Teilhard so etwas wie eine kosmische Drift vom Einfachen zum sich immer weiter steigernden Komplexen. Und diese Drift ist sowohl naturwissenschaftlich, mit dem evolutionstheoretischen und neurophysiologischen Instrumentarium zu erfassen, als auch in den psychologischen Ph\u00e4nomenen von Bewusstsein, Ichbewusstsein und Geist erfahrbar. Das Ziel dieser kosmischen Drift, ihr Woraufhin, nennt er den Punkt Omega. Omega ist seines Erachtens zugleich letzter Schritt in der Konvergenzbewegung der Evolution und doch au\u00dferhalb der Evolution, \u201eau\u00dferhalb des der Erfahrung zug\u00e4nglichen Prozesses\u201c. Sp\u00e4testens hier, so muss man anmerken, endet die Naturwissenschaft und beginnen Deutung und Vision.<\/p>\n<p>Teilhard charakterisiert diesen Punkt Omega so: \u201eEigengesetzlichkeit, allgegenw\u00e4rtiges Wirken, Irreversibilit\u00e4t und Transzendenz: das sind die vier Attribute von Omega.\u201c Gelegentlich und logisch nicht ganz spannungsfrei nennt er Omega auch den \u201eSchlussstein im Gew\u00f6lbe der Noosph\u00e4re.\u201c<\/p>\n<p>Teilhard neigt zur Annahme, die evolutive Sammlung des Weltstoffes werde \u201edurch die Pr\u00e4-Existenz eines (&#8230;) Brennpunktes kosmischer Konvergenz (Hypothese der Vereinigung)\u201c bewerkstelligt. Dieser pr\u00e4existente \u201eBrennpunkt kosmischer Konvergenz\u201c, so meint er, sei von allem evolutiven Anfang an wirksam, gerate aber erst einer sich entwickelnden Menschheit mehr und mehr ins Blickfeld. Auf seiner letzten Expedition, im Herbst 1953, fasst er nochmals knapp seine Vision zusammen und erhofft, \u201edass eine \u201aReligion der Zukunft\u2018 (die als eine \u201aReligion der Evolution\u2018 definierbar ist) bald in Erscheinung treten muss: eine neue Mystik, deren Keim (&#8230;) bereits jetzt irgendwo in unserer Umgebung erkennbar sein muss.\u201c Und in seinem 15 Jahre fr\u00fcher verfassten Hauptwerk hei\u00dft es: \u201eDas Ende der Welt: ein Umsturz des Gleichgewichts, der den endlich vollendeten Geist aus seiner materiellen H\u00fclle l\u00f6st, um ihn k\u00fcnftig mit seiner ganzen Schwere auf Gott-Omega ruhen zu lassen. Das Ende der Welt: entscheidender Augenblick f\u00fcr unsere Verwandlung und unser Emporsteigen, unsere Reife und unsere Befreiung.\u201c<\/p>\n<p>Nicht uninteressant ist die \u00dcberlegung des Molekulargenetikers Carsten Bresch, der genau wie Teilhard die Komplexit\u00e4tszunahme als durchg\u00e4ngiges Prinzip der Evolution sieht, sie allerdings nicht prim\u00e4r in Beziehung setzt zu dem Omega genannten Woraufhin, sondern zu einem an das anthropische Prinzip erinnernden Woher; er nennt es Alpha-Prinzip. Bei Bresch wird der Grund des Universums und sein Sinn gewisserma\u00dfen in der R\u00fcckschau auf den Anfang, in den Alpha-Bedingungen, gesucht. Bei Teilhard erfolgt eine Sinndeutung des Universums eher aus der Vorausschau auf das Ende beziehungsweise die Vollendung, in der Antizipation des Omega, des in Gott liegenden und in jegliche Gegenwart hineinwirkenden Zielpunktes aller Evolution. Das zuk\u00fcnftige Ende beziehungsweise diese zuk\u00fcnftige Vollendung wird aus der Vergangenheit extrapoliert; so wird die evolutionstheoretische Frage nach dem Woher wichtig f\u00fcr die Erhellung der theologischen Frage nach dem Wohin. Evolution als Komplexifikationsprozess verstanden ist der Weg zu immer mehr Geist, bis dieser zur Kommunikation mit Gott f\u00e4hig ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Conclusion<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das zentrale Anliegen Teilhards ist wohl dies: Er m\u00f6chte eine Integration von Kosmos-, Natur- und Geistesgeschichte in die Heilsgeschichte oder zumindest eine Deutung von Kosmos-, Natur- und Geistesgeschichte aus heilsgeschichtlicher Perspektive vorlegen. Es geht ihm um eine in Kosmogenese, Biogenese und Noogenese zumindest latent vorhandene, wenn nicht sogar ganz offensichtliche und letztlich auf Gott zielende Intentionalit\u00e4t. Die Auszeichnung des Menschen als Abbild Gottes, wie es Genesis formuliert, oder als Gesch\u00f6pf mit einem Ichbewusstsein und einem letztlich auf Gott zielenden Transzendenzbewusstsein, wie es Teilhard formuliert, sind durchaus gut miteinander kompatibel.<\/p>\n<p>\u201eMutter Natur\u201c und\/oder \u201eGottvater\u201c? \u2013 So hatte ich die Frage nach dem Verh\u00e4ltnis von Evolutionsbiologie und Sch\u00f6pfungstheologie, die Frage nach \u201eSch\u00f6pfung oder Evolution\u201c beziehungsweise die Frage nach \u201eSch\u00f6pfung als Evolution\u201c pointiert. Sie ist aus der Perspektive Teilhards eindeutig so zu beantworten: \u201eMutter Natur\u201c und \u201eGottvater\u201c beziehungsweise \u201eSch\u00f6pfung als Evolution\u201c. Gott macht eine Welt, die sich macht, und zwar evolutiv autopoietisch. Die naturwissenschaftlich erfassbare Au\u00dfenseite der Dinge weist eine ganz und gar nat\u00fcrliche Herkunft und eine durchg\u00e4ngig materielle Signatur auf. Die mit ihr gekoppelte Innenseite der Dinge weist eine auf Zukunft hin offene geistige Intentionalit\u00e4t in Richtung Gott auf. Der von der Naturwissenschaft als Evolution bezeichnete Prozess ist zwar ganz und gar nat\u00fcrlich, aber um Gottes willen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Verortung des Themas \u00a0 Trotz aller Vermittlungsbem\u00fchungen der alttestamentlichen Exegese von Gen 1 und 2 verharrt das Problembewusstsein selbst eines aufgeweckten Zeitgenossen noch immer bei folgender Alternative: Ich muss w\u00e4hlen zwischen einer mythologieverd\u00e4chtigen Sch\u00f6pfungslehre und einer wissenschaftlich erh\u00e4rteten Evolutionstheorie. 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