{"id":115723,"date":"2025-12-08T16:02:49","date_gmt":"2025-12-08T15:02:49","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115723"},"modified":"2025-12-08T16:02:51","modified_gmt":"2025-12-08T15:02:51","slug":"dornen-disteln-und-verfluchter-ackerboden-die-vertreibung-aus-dem-paradies-gen-3","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/dornen-disteln-und-verfluchter-ackerboden-die-vertreibung-aus-dem-paradies-gen-3\/","title":{"rendered":"Dornen, Disteln und verfluchter Ackerboden"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eVerflucht ist der Erdboden (\u02bcad\u0101m\u0101h) um deinetwillen; mit Beschwernis sollst du ihn (=seine Fr\u00fcchte) essen alle Tage deines Lebens. Und Dornen und Dorngestr\u00fcpp wird er dir hervorsprossen lassen, und du sollst das Gr\u00fcn (Kraut) des Feldes essen. Im Schwei\u00df deines Angesichts wirst du Brot essen bis zu deiner R\u00fcckkehr zum Erdboden (\u02bcad\u0101m\u0101h), denn vom ihm bist du genommen worden. Ja, Staub bist du und zum Staub wirst du zur\u00fcckkehren\u201c (Gen 3,17-19).<\/p>\n<p>Mit diesem Strafspruch \u00fcber den Menschen kommt die Geschichte vom Garten Eden zu ihrem Ende, und gleichzeitig kommt sie in der harten Realit\u00e4t des pal\u00e4stinischen Ackerbauern an: Was am Anfang der Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in Gen 2 noch als \u201eManko\u201c der Welt erscheint \u2013 dass n\u00e4mlich kein Mensch da ist, um den Erdboden zu bebauen (Gen 2,5) \u2013 , erf\u00fcllt sich jetzt: dem Menschen, hebr\u00e4isch \u201e\u02bc\u0101d\u0101m\u201c, dem \u201evom Erdboden Genommenen\u201c, wird die Aufgabe erteilt, den Erdboden, Hebr\u00e4isch \u201e\u02bcad\u0101m\u0101h\u201c, zu bebauen (Gen 3,23). Allerdings ist es nicht mehr die Arbeit in einem Lustgarten mit Obstb\u00e4umen, sondern m\u00fchevolle Plackerei in der unwirtlichen und kargen Welt \u2013 \u201e\u00f6stlich von Eden\u201c (Gen 3,24), in der der Ackerbauer dem Boden den Ertrag abtrotzen muss. Denn: \u201eVerflucht ist der Erdboden um deinetwillen.\u201c Insbesondere die Nennung der \u201eDornen und Disteln\u201c, von denen es \u00fcber 20 Arten in Pal\u00e4stina gibt, l\u00e4sst erahnen, welche m\u00fchevolle Arbeit dem Menschen bevorsteht: Dornen und Disteln ersticken die Saaten (vgl. Mk 4,7) und m\u00fcssen unter gro\u00dfen Anstrengungen herausgerissen werden, um ein Feld zu bewirtschaften. So erschlie\u00dft sich der Sinn des Verses 19: \u201eIm Schwei\u00df deines Angesichts wirst du dein Brot essen.\u201c<\/p>\n<p>Auch im Strafspruch an die Frau zeigt sich die Realit\u00e4t des antiken Pal\u00e4stina: \u201eZur Frau sprach er: Ich werde wahrlich die Beschwerden deiner Schwangerschaft gro\u00df machen, mit Schmerz wirst du Kinder geb\u00e4ren und zu deinem Mann hin wird dein Verlangen sein, er aber wird \u00fcber dich herrschen\u201c (Gen 3,16).<\/p>\n<p>Das Leben der Frau wird von M\u00fchsal gepr\u00e4gt sein \u2013 der biblische Text verwendet hier sogar zweimal denselben Wortstamm \u201e\u02bdae\u1e63eb\/\u014dn\u201c, \u201eBeschwernis, M\u00fchsal\u201c wie beim Spruch \u00fcber Adam: Ihre \u201eFrauenm\u00fchsal\u201c soll die Geburt der Kinder sein, die nur \u201eunter Schmerzen\u201c erlitten wird. In einer Gesellschaft, in der Kinder, vor allem S\u00f6hne, unerl\u00e4sslich f\u00fcr die Arbeit und die Altersversorgung waren, Kinder also eine Art \u201eLebensversicherung\u201c darstellten, war eine Gro\u00dffamilie, das hei\u00dft viele Geburten, das Normale, und somit diese M\u00fchsal gro\u00df und auch lebensbedrohlich. Doch noch eine zweite M\u00fchsal tritt hinzu: War nach der Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in Gen 2 die Frau eine \u201eHilfe, die ihm entspricht\u201c, \u201e(s)ein Gegenst\u00fcck\u201c f\u00fcr Adam, das er freudig begr\u00fc\u00dft und um derentwillen er, der Mensch, Vater und Mutter verlassen wird (Gen 2,23f), so sind am Ende der Geschichte vom Garten Eden die Verh\u00e4ltnisse umgekehrt: Die Verbundenheit zwischen Mann und Frau auf Augenh\u00f6he ist aufgebrochen. Die Frau soll in ihrem Verlangen ganz auf den Mann ausgerichtet sein, der Mann aber soll \u00fcber sie herrschen. Hier wird die \u00fcbergeordnete Stellung des Mannes in der patriarchalen Gesellschaft des antiken Pal\u00e4stina offenbar, die dem Mann als \u201epater familias\u201c die Verf\u00fcgungsgewalt auf allen Gebieten, vom rechtlichen bis zum sexuellen, zugesteht. Die Frau ist ganz auf das Wollen des Mannes angewiesen: er ist der bestimmende Partner.<\/p>\n<p>Diese Strafspr\u00fcche \u00fcber die Frau und den Mann, die die Realit\u00e4t menschlichen Lebens abbilden \u2013 es sind im Gegensatz zu den Versen \u00fcber die Schlange keine Verfluchungen \u2013, lassen zweierlei erkennen:<\/p>\n<ol>\n<li>Sie wollen die Realit\u00e4t der Menschen, f\u00fcr die diese Geschichte geschrieben wurde, erkl\u00e4ren: die M\u00fchsale, die ihr Leben ausmachen und beschweren. Erkl\u00e4ren, warum ihre Welt ist, wie sie ist. Erkl\u00e4ren, wie es kommt, dass ihr Leben so hart ist. Diese Erkl\u00e4rung ist das Ziel der Geschichte vom Garten Eden, und von diesem Ziel\/Ende muss die gesamte Erz\u00e4hlung gelesen und verstanden werden.<\/li>\n<li>Wie die hier schon angedeuteten engen literarischen Anspielungen und Bezugnahmen von Gen 2 \u201eSch\u00f6pfung\u201c und Gen 3 \u201eVertreibung aus dem Garten Eden\u201c deutlich werden lassen, m\u00fcssen beide Kapitel als ein Erz\u00e4hlzusammenhang gelesen werden, der als spannungsvolle Einheit verstanden werden will. Die Wirklichkeit vom Menschen und seiner Frau wird entfaltet und erkl\u00e4rt vor dem Hintergrund der Sch\u00f6pfungsgeschichte in Gen 2, in Spannung zu den idealen M\u00f6glichkeiten, die verloren sind: Aus der innigen Beziehung zwischen dem Adam und seiner Frau wird eine hierarchisch strukturierte Abh\u00e4ngigkeit der Frau vom Mann. An die Stelle des Lustgartens als Lebenswelt tritt eine karge Dornenlandschaft, der das Brot zum Leben abgerungen werden muss. Aber man t\u00e4te der Erz\u00e4hlung Unrecht, wenn man sie nur in eine Richtung lesen w\u00fcrde: Man versteht die Komplexit\u00e4t der Erz\u00e4hlung erst, wenn man sie vom Ende her neu liest.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das spannende und vielleicht nie ganz ausgesch\u00f6pfte Sinnpotential dieser Geschichte vom Garten Eden besteht darin, wie diese Entwicklung von paradiesischen zu realen Verh\u00e4ltnissen erz\u00e4hlt wird, wie beides miteinander verkn\u00fcpft ist und welche Facetten und Ambivalenzen des Menschseins auf diese Weise deutlich werden. Wenden wir uns also dem oft als \u201eS\u00fcndenfall\u201c \u2013 an dieser Stelle muss ausdr\u00fccklich darauf hingewiesen werden, dass der Begriff \u201eS\u00fcnde\u201c in Gen 2-3 nicht verwendet wird \u2013 bezeichneten Geschehen am Anfang des Kapitels zu:<\/p>\n<p>\u201eUnd die Schlange war kl\u00fcger als alles Lebendige des Feldes, das JHWH Gott gemacht hatte, und sie sagte zu der Frau: \u201eSollte Gott etwa gesagt haben: \u201aIhr sollt nicht essen von jedem Baum des Gartens!\u2018?\u201c Und die Frau sagte zur Schlange: \u201eVon den Fr\u00fcchten der Gartenb\u00e4ume (sg.) essen wir, aber von den Fr\u00fcchten des Baumes, der in der Mitte des Garten (ist), hat Gott gesagt: nicht sollt ihr essen von ihm und nicht sollt ihr ihn ber\u00fchren, damit ihr nicht sterbt. Da sagte die Schlange zur Frau: \u201eIhr werdet wahrhaftig nicht sterben!\u201c Denn ein Wissender ist Gott, dass an dem Tag, an dem ihr esst von ihm, dann werden eure Augen ge\u00f6ffnet werden und ihr werdet sein wie Gott, Erkennende des Guten und B\u00f6sen. Und die Frau sah, dass der Baum gut war zur Speise und dass er (etwas) Begehrenswertes f\u00fcr die Augen war und dass der Baum begehrenswert\/k\u00f6stlich war, um klug zu werden\/Einsicht zu haben, und sie nahm von seiner Frucht und a\u00df und gab auch ihrem Mann bei ihr und er a\u00df\u201c (Gen 3,1-6).<\/p>\n<p>Mit der Schlange tritt ein Wesen in die Erz\u00e4hlung ein, mit dem im Alten Orient wie auch an einigen Stellen im Alten Testament vielerlei Assoziationen verbunden werden: Die Schlange wird oft der g\u00f6ttlichen Sph\u00e4re zugerechnet, sie gilt als weise, und ihr wird wegen ihrer H\u00e4utung eine enge Verbindung zur Unsterblichkeit zugestanden. In der Erz\u00e4hlung vom Garten Eden wird die Schlange explizit als von Gott geschaffen und mit Klugheit ausgestattet bezeichnet, eine widerg\u00f6ttliche Macht stellt sie nicht dar. Ihre Besonderheit hat die Schlange in Gen 3 nicht nur durch ihre Sprachf\u00e4higkeit, die sie deutlich von \u201enormalen Tieren\u201c abhebt, sondern durch ihre Klugheit, hebr\u00e4isch \u201e\u02bdar\u016bm\u201c. Hier weist der hebr\u00e4ische Text ein interessantes Sprachspiel auf. Denn der Begriff f\u00fcr \u201enackt\u201c, hebr\u00e4isch \u201e\u02bdar\u014dm\u201c, in Gen 2,25 (\u201eUnd sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau\u201c) hat dieselbe Konsonantenfolge, klingt also f\u00fcr hebr\u00e4ische Ohren sehr \u00e4hnlich, das hei\u00dft Klugheit und (die Erkenntnis) der Nacktheit werden hier eng miteinander verbunden. Es wird schon am Anfang auf der Erz\u00e4hlebene vorweggenommen, dass die Klugheit der Schlange die Menschen dazu (ver)f\u00fchren wird, ihre Nacktheit zu erkennen. Doch davon ahnt die Frau, mit der die Schlange das Gespr\u00e4ch sucht, nichts.<\/p>\n<p>Dass hier die Frau zur Gespr\u00e4chspartnerin der Schlange wird, hat \u00fcber Jahrhunderte bis in wissenschaftliche Kommentare hinein zu vielen frauenfeindlichen Schlussfolgerungen gef\u00fchrt: Die Frau sei \u201ebegehrlicher\u201c (H. Gunkel) als der Mann oder leichter verf\u00fchrbar oder gar selbst als gro\u00dfe Verf\u00fchrerin (L. Ruppert) anzusehen. Doch dass am Anfang von Gen 3 die Frau als Handelnde erscheint, l\u00e4sst sich durchaus aus dem Erz\u00e4hlverlauf verstehen. Nachdem in Gen 2 Adam seine Entsprechung in der Frau gefunden hat, steht nun die Frau als Protagonistin im Mittelpunkt der Erz\u00e4hlung. Allerdings spricht die Frau nie nur f\u00fcr sich (V. 2f), sondern immer im inklusiven \u201ewir\u201c, das der Anrede durch die der Schlange entspricht. Das weist darauf hin, dass \u2013 entgegen der Wirkungsgeschichte von der verf\u00fchrenden Frau \u2013 ihr Mann der Szenerie die ganze Zeit bewohnt. Und auch Gen 3,6 betont, dass ihr Mann bei ihr war.<\/p>\n<p>In dem Dialog nun f\u00fchrt die Schlange ihre schon sprichw\u00f6rtliche Klugheit (V. 1) vor, denn sie scheint mehr \u00fcber den Garten und seine B\u00e4ume zu wissen als die Menschen. In geschickter Gespr\u00e4chsf\u00fchrung l\u00e4sst sie die Frau die Grenze, die Gott gesetzt und die Folgen einer m\u00f6glichen \u00dcbertretung aussprechen: \u201eAber von den Fr\u00fcchten des Baumes, der in der Mitte des Garten (ist), hat Gott gesagt: nicht sollt ihr essen von ihm und nicht sollt ihr ihn ber\u00fchren, damit ihr nicht sterbt\u201c (Gen 3,3), um diese dann zu konterkarieren: \u201eAn dem Tag, an dem ihr esst von ihm, dann werden eure Augen ge\u00f6ffnet werden und ihr werdet sein wie Gott, Erkennende des Guten und B\u00f6sen.\u201c Nicht Sterben und Tod, sondern Erkenntnis von Gut und B\u00f6se und darin Gott gleich sein \u2013 das ist der neue Horizont, der sich vor den Menschen auftut und der den Fr\u00fcchten des verbotenen Baumes eine besondere S\u00fc\u00dfe verleiht. Es ist nicht gemeint, dass die Menschen g\u00f6ttlich werden, der Text unterscheidet sehr klar zwischen Gottes, hebr\u00e4isch \u201e\u02bc\u00e4lohim\u201c, und dem Gottesnamen JHWH, der allein der Gott Israels ist. Aber: Erkenntnis von Gut und B\u00f6se haben \u2013 wie Gott \u2013 ist die Herausforderung an den Menschen! Es geht um die Entscheidung, Gott und seiner Anweisung f\u00fcr das Leben im Garten Eden \u201eblind\u201c zu vertrauen oder sich selbst unbekannte Horizonte zu er\u00f6ffnen, autonom \u00fcber Gut und B\u00f6se entscheiden zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Damit nimmt der Dialog zwischen Frau und Schlange einen wesentlichen Aspekt menschlichen Seins in den Blick. Denn Kenntnis des Guten und B\u00f6sen, die Unterscheidungsf\u00e4higkeit von Gut und B\u00f6se \u2013 wer wollte sie nicht als wertvolle und unbedingt zu erlernende Eigenschaft des Menschen beschreiben? Ist sie nicht Grundlage unseres moralischen Denkens und Handelns? Auch das Alte Testament spricht immer positiv von dieser Unterscheidungsf\u00e4higkeit: So lautet der Wunsch K\u00f6nig Salomos an den Gott Israels: \u201eSo wollest du deinem Knecht ein h\u00f6rendes Herz geben, dass er dein Volk richten k\u00f6nne und verstehen, was gut und b\u00f6se ist\u201c (1 K\u00f6n 3,9). Und der Prophet Amos erinnert seine Zeitgenossen inmitten seiner Gerichtspredigt: \u201eSuchet das Gute und nicht das B\u00f6se, auf dass ihr lebet und der Herr, der Gott Zebaoth, mit euch sei, wie ihr r\u00fchmt\u201c (Am 5,14). Diese Unterscheidungsf\u00e4higkeit geh\u00f6rt so konstitutiv zum Menschsein, dass die M\u00f6glichkeit, diese Erkenntnis nicht zu wagen, gar nicht denkbar scheint. Kann man diese Entscheidung \u00fcberhaupt als \u201eS\u00fcnden-Fall\u201c \u2013 die biblische Erz\u00e4hlung tut es nicht \u2013 verstehen?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>\u201eUnd die Frau sah, dass der Baum gut war zur Speise und dass er (etwas) Begehrenswertes f\u00fcr die Augen war und dass der Baum begehrenswert war, um Einsicht zu haben, und sie nahm von seiner Frucht und a\u00df und gab auch ihrem Mann bei ihr und er a\u00df\u201c (Gen 3,6).<\/p>\n<p>W\u00e4hrend in Gen 2,18 JHWH Gott f\u00fcr das sorgt, was gut f\u00fcr den Menschen ist, entscheidet jetzt die Frau (f\u00fcr die Menschen), dass der Baum gut zur Speise sei, weil der Verzehr seiner Fr\u00fcchte Einsicht in Gut und B\u00f6se verhei\u00dft. Die Frau und auch der Mann (!) erproben sich in ihrer menschlichen Autonomie und lassen die g\u00f6ttliche Warnung hinter sich. Dass hier die jeweils individuelle Entscheidung der Frau und dann ihres Mannes gemeint ist, wird sprachlich durch das jeweils den Satz abschlie\u00dfende \u00bb\u2026.und sie\/er a\u00df\u00ab betont (V. 6a.b), was in V. 12 und 13 wieder aufgenommen wird. Es ist also mitnichten die Frau, die ihren Mann verf\u00fchrt, sondern ihr Mann entscheidet sich selbst, von der ihm dargereichten Frucht des Baumes zu essen. Mit dem \u201eEssen\u201c der Frucht \u2013 auch wenn es entgegen der Wirkungsgeschichte kein Apfel gewesen ist \u2013 vollzieht sich symbolisch, dass das Wissen von Gut und B\u00f6se vom Menschen ganz leibhaftig in sich aufgenommen und damit zu einem Teil von ihm wird. Die Menschen internalisieren diese Einsicht, es wird zu einem Teil ihrer selbst. Die Folgen ihres autonomen Aktes treten sofort ein. Es ist nicht der bef\u00fcrchtete (sofortige?) Tod, aber dennoch wird ihr Dasein und ihre Selbst- und Weltsicht vollkommen ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>\u201eUnd die Augen der Zwei wurden ge\u00f6ffnet und sie erkannten, dass sie nackt waren und sie n\u00e4hten Bl\u00e4tter des Feigenbaums zusammen und machten sich Schurze\u201c (Gen 3,7).<\/p>\n<p>Liest man diesen Vers vom erz\u00e4hlten (!) Ende der Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung her (Gen 2,25: \u201eUnd sie waren beide nackt (\u201e\u02bdar\u014dm\u201c) der Mensch und seine Frau, und sie sch\u00e4mten sich nicht voreinander\u201c), wird die Ver\u00e4nderung sichtbar: Die Augen der beiden werden einer neuen Erkenntnis ge\u00f6ffnet: Sie werden ihrer Nacktheit gewahr und machen sich Schurze, um ihre Bl\u00f6\u00dfe voreinander zu bedecken. Denn sie wollen sich den Blicken des anderen, die bislang kein Problem waren, entziehen. Sie empfinden Scham voreinander, und diese Scham treibt den Mann und die Frau im Gegensatz zu Gen 2,25 auseinander, ihre ungest\u00f6rte Gemeinschaft zerbricht.<\/p>\n<p>Das hebr\u00e4ische Wort \u201ej\u0101dah\u201c an dieser Stelle meint nicht allein den kognitiven Akt des Kennens und Wissens, sondern steht auch f\u00fcr das intime Zusammensein von Mann und Frau (vgl. Gen 4,1). Daher ist die Scham aufgrund der Nacktheit in Gen 3 oft auf Sexualit\u00e4t bezogen worden und hat wohl einer K\u00f6rperfeindlichkeit im Christentum Vorschub geleistet. Doch mit dieser verengten Sicht wird man weder der Bedeutung von Nacktheit noch von Scham gerecht.<\/p>\n<p>Nacktsein weist im Alten Orient wie im Alten Testament einen niedrigen sozialen oder ehrlosen Status an, wie umgekehrt Kleidung, zum Beispiel Purpur, die besondere \u2013 k\u00f6nigliche \u2013 Dignit\u00e4t anzeigt. Auf altorientalischen Darstellungen werden daher geschlagene oder inhaftierte Feinde stets nackt, also ihres sozialen Standes beraubt, dargestellt. Ist diese Nacktheit im Status der ungest\u00f6rten Zweisamkeit kein Problem, weil der Blick des anderen eben noch nicht als der Blick des anderen bedr\u00e4ngend und urteilend ins eigene Bewusstsein getreten ist (Gen 2,25), wird in Gen 3,7 die Wahrnehmung f\u00fcr den Blick des anderen offenbar: Sie sehen sich vom anderen her und erblicken das eigene ehrlose und bed\u00fcrftige Sein vor dem anderen und trachten danach, es vor dem anderen zu verbergen. Dieses Gesehenwerden vom Anderen beziehungsweise das Erkennen, dass der andere einen sieht, in seinen im wahrsten Sinne des Wortes \u201enackten Dasein\u201c sieht, ist Ausl\u00f6ser der Scham und f\u00fchrt zum Aufbrechen der Gemeinschaft. Von diesem Zeitpunkt an reden der Mann und die Frau in Gen 3 nur noch vom Ich (vgl. V 12f)! Der andere ist aus dem Blick geraten, die Verantwortung f\u00fcr die Gebots\u00fcbertretung wird daher auch immer einem anderen angelastet.<\/p>\n<p>Der Gewinn der Erkenntnis bedeutet nicht nur eine Entfremdung zwischen Mann und Frau, die in dem Strafspruch \u00fcber die Frau soziale Realit\u00e4t wird, sondern auch das Gottesverh\u00e4ltnis ver\u00e4ndert sich zum Unguten:<\/p>\n<p>\u201eUnd sie h\u00f6rten die Stimme JHWH Gott, der im Garten umherging beim Wehen des Tages (= im erfrischenden Wind des Abends), und der Mensch verbarg sich und seine Frau vor dem Angesicht JHWH Gott inmitten der B\u00e4ume des Gartens. Und JHWH Gott rief zu dem Menschen, und er sagte ihm: Wo (bist du)? Und er sagte: Ich habe deine Stimme geh\u00f6rt im Garten und ich f\u00fcrchtete mich, denn ich bin nackt und (darum) verbarg ich mich\u201c (Gen 3,8-19).<\/p>\n<p>Setzt das Bild des im Garten lustwandelnden JHWH Gottes ein harmonisches Verh\u00e4ltnis zwischen Gott und Mensch voraus, so zerbricht diese Harmonie j\u00e4h. Schon die Stimme JHWH Gottes, mit der er bislang ungezwungen mit dem Menschen sprach, schl\u00e4gt den Menschen und seine Frau \u201ein die B\u00fcsche\u201c: Der Mensch und seine Frau verbergen sich vor dem Angesicht JHWH Gottes (Gen 3,8): Ihre Nacktheit erleben beide als schamvolle Bed\u00fcrftigkeit und Niedrigkeit gegen\u00fcber dem g\u00f6ttlichen, Ehrfurcht gebietenden Gott. Mit dieser Ehrfurcht tritt ein hierarchisches Verh\u00e4ltnis an die Stelle der Gemeinschaft mit Gott \u2013 als Kehrseite des menschlichen Autonomiebestrebens und der neu gewonnen Erkenntnisf\u00e4higkeit. Mit dieser Ambivalenz muss der Mensch fortan leben. Der Weg zur\u00fcck zur ungest\u00f6rten Gemeinschaft ist ihm durch den Cherub versperrt. Allerdings: Gottes F\u00fcrsorge endet nicht mit der Vertreibung aus dem Garten Eden: Gott kleidet die Menschen und bedeckt ihre Nacktheit, setzt sie nicht weiter der Schande und Scham aus: Er leitet sie in ihr selbstbestimmtes Leben, das M\u00fchen und Arbeit kennzeichnet. Aber: Ohne Gott muss der Mensch auch \u00f6stlich von Eden nicht leben!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die \u201eParadiesgeschichte\u201c in Gen 2-3 \u2013 und ich bin mir bewusst, welche Aspekte heute alle ausgeklammert bleiben mussten \u2013 stellen einen Erz\u00e4hlzusammenhang dar, der die gegenw\u00e4rtige Wirklichkeitserfahrung des Menschen von einem Ursprungsgeschehen her erschlie\u00dft und so die Wirklichkeit menschlichen Daseins in all seiner Ambivalenz entfaltet. Der Mensch kann hinter seine Autonomie, seine Erkenntnisf\u00e4higkeit nicht mehr zur\u00fcck, doch diese hindert eine ungeschiedene Beziehung zum anderen, zur Welt und auch zu Gott.<\/p>\n<p>Doch w\u00e4re es zu kurz gegriffen, die Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung in Gen 2 allein als vergangenes Gegenbild zur Vertreibung aus dem Garten Eden, der negativen Lebenswirklichkeit, zu sehen. Sch\u00f6pfungserz\u00e4hlung und Vertreibung aus dem Paradies entfalten im Nacheinander, was f\u00fcr den Erz\u00e4hler untrennbar ineinander liegt. Auch wenn der Mensch nicht mehr in den Garten Eden zur\u00fcckkehren kann, bleibt doch die Erinnerung an dieses Paradies, das Wissen von heilvollem Zusammenleben und Gottesunmittelbarkeit bestehen, wenn wir es auch nur noch \u00fcberdeckt und gebrochen erleben. Ja, der sogenannten Paradiesgeschichte wohnt das Wissen um die M\u00f6glichkeiten gelingenden Lebens inne trotz aller Erfahrung von Verfehlung und M\u00fchsal. Und damit bleibt die Sehnsucht nach dem Garten Eden ins menschliche Herz gepflanzt.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; \u201eVerflucht ist der Erdboden (\u02bcad\u0101m\u0101h) um deinetwillen; mit Beschwernis sollst du ihn (=seine Fr\u00fcchte) essen alle Tage deines Lebens. Und Dornen und Dorngestr\u00fcpp wird er dir hervorsprossen lassen, und du sollst das Gr\u00fcn (Kraut) des Feldes essen. 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