{"id":115751,"date":"2025-12-08T16:50:19","date_gmt":"2025-12-08T15:50:19","guid":{"rendered":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/?post_type=media-library&#038;p=115751"},"modified":"2025-12-08T16:50:22","modified_gmt":"2025-12-08T15:50:22","slug":"suendig-und-frei-luthers-theologische-sicht-des-menschen-zwischen-mittelalter-und-neuzeit","status":"publish","type":"media-library","link":"https:\/\/kath-akademie-bayern.de\/en\/mediathek-eintrag\/suendig-und-frei-luthers-theologische-sicht-des-menschen-zwischen-mittelalter-und-neuzeit\/","title":{"rendered":"S\u00fcndig und frei"},"content":{"rendered":"<h3><strong>I.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>S\u00fcndig und frei \u2013 sitzt Luther auf beiden St\u00fchlen? Ja, das w\u00fcrde ich in der Tat sagen und auszuf\u00fchren versuchen. Beide St\u00fchle, das hei\u00dft: Mittelalter und Neuzeit. Diese Spannung fokussiert sich in seinem Verst\u00e4ndnis des Menschen, das auf einen der wenigen Punkte f\u00fchrt, an dem man im Zusammenhang mit der Unterzeichnung der gemeinsamen Erkl\u00e4rung zur Rechtfertigungslehre 1999 noch eine bleibende und zu kl\u00e4rende Differenz festgestellt hat.<\/p>\n<p>Die gemeinsame Erkl\u00e4rung zur Rechtfertigungslehre hat als das gro\u00dfe \u00f6kumenische Ereignis 1999 festgestellt, dass dasjenige, was als Kern der reformatorischen Theologie gilt, nicht mehr trennend ist, dass gleichwohl Folgerungen daraus gezogen worden sind, schon im 16. Jahrhundert, die zur Konfessionsunterscheidung gef\u00fchrt haben. Es bedeutet zugleich, dass wir im Grundsatz im Bekenntnis dazu, dass unsere Rechtfertigung aus Gnade geschieht, einig sind, nur die Weise, wie sich die Gnade \u00e4u\u00dfert, wie sie am Menschen wirksam wird, uns unterscheidet. Dieser Unterschied hat zu tun mit der evangelisch-lutherischen Grund\u00fcberzeugung, dass der Mensch ganz S\u00fcnder und zugleich ganz gerecht ist, dass der Mensch von Geburt her in die S\u00fcndigkeit hineingesteckt ist, ihr sich in keiner Weise entziehen kann, was sein praktisches Verhalten angeht.<\/p>\n<p>Luther betont immer wieder, dass man zwar alle m\u00f6glichen Verhaltensweisen \u00e4ndern kann, nicht aber das Innere, das selbsts\u00fcchtig ist. Trotzdem ist der oder die Glaubende das geliebte Kind Gottes, trotzdem angenommen durch Gott und vor Gott. Das ist der Kerngehalt dieses Grundgedankens: Gerechter und S\u00fcnder zugleich. Es gibt mittlerweile seit 1999 verschiedene \u00f6kumenische Bem\u00fchungen, auch den Sinngehalt dieser Aussage \u00f6kumenisch verstehbar zu machen. Es gibt eine gro\u00dfe Studie des \u00f6kumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen, aber eben noch keine offizielle kirchliche Rezeption. Dabei wurzelt Luther auch mit dieser intensiven Betonung der S\u00fcndigkeit ganz offenkundig in der gemeinsamen sp\u00e4tmittelalterlichen Tradition. Er kommt aus einer Fr\u00f6mmigkeitstradition, die zun\u00e4chst einmal den Menschen bei seiner S\u00fcndigkeit begreift und erfasst und dem Menschen deutlich macht: Du bist angewiesen, ganz und gar angewiesen auf Christus.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>II.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Noch im gro\u00dfen Katechismus, den Luther 1529 verfasst hat, hei\u00dft es nach einer ber\u00fchmten Formulierung: \u201eWorauf du nun dein Herz hangest, das ist dein Gott.\u201c Dieser Satz bedeutet nat\u00fcrlich nicht, dass Gott erst in dem Moment entsteht, wenn wir glauben. Das bedeutet es nicht im gro\u00dfen Katechismus, das bedeutet es auch nicht hier. Aber es bedeutet, dass Gott die Wirkmacht \u00fcber die Menschen zugestanden wird, indem die Menschen ihre eigene Begrenztheit anerkennen. Diesen Gedanken entfaltet Luther immer intensiver, herkommend aus dem sp\u00e4tmittelalterlichen S\u00fcndenbekennen, hin zu einer S\u00fcndenlehre, die dann, schon in der R\u00f6merbriefvorlesung, die er 1515\/16 gehalten hat, in der Aussage gipfelt: Die Wurzels\u00fcnde, das <em>peccatum radicale<\/em>, ist die Begierde zum B\u00f6sen. Da nimmt Luther letztlich die Gedanken des Kirchenvaters Augustin auf, der von der Begierde sprach als das, was mich von Gott fernh\u00e4lt. Auch das ist ein Gedanke, der sich dann bei Luther zeitlebens durchh\u00e4lt. Es ist die Begierde, die die S\u00fcnde ausmacht. In seiner Auslegung der zehn Gebote, betont er, nach der Z\u00e4hlung, der er sich angeschlossen hat, das neunte und zehnte Gebot, die vom Begehren reden, und deutet von hier aus auch \u00fcber die anderen: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c hei\u00dft vor diesem Hintergrund nicht einfach, darauf zu verzichten, jemanden umzubringen, sondern du sollst nicht begehren, dass irgendjemand Schaden hat. Dies ist ein ganz zentraler Gedanke f\u00fcr Luther, aus dem auch deutlich wird, warum er von der Unausweichlichkeit der S\u00fcnde ausgeht.<\/p>\n<p>Wenn ich sage: \u201eDu sollt nicht t\u00f6ten\u201c, hei\u00dft das: Ich darf niemanden umbringen. Nun gehe ich ganz optimistisch davon aus, dass die allermeisten von uns sagen k\u00f6nnen: Das Gebot habe ich gehalten. Wenn aber \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c hei\u00dft: Du sollst niemandem etwas Schlimmes w\u00fcnschen, Du sollst nicht mal schadenfroh sein, wenn jemand, der dich die ganze Zeit ge\u00e4rgert hat, stolpert und sich am Fu\u00df weh tut, dann w\u00fcrde unter Umst\u00e4nden die Menge derer, die sagen k\u00f6nnen, dieses Gebot erf\u00fcllt zu haben, etwas schrumpfen. Also ich zumindest w\u00e4re nicht mehr dabei. Das ist das, was Luther durch diesen Gedanken auszudr\u00fccken versucht, den er von Augustin aufnimmt: Begierde ist schon im eigentlichen Sinne S\u00fcnde. Damit wird die S\u00fcnde zur Wurzels\u00fcnde, von der alles ausgeht. Das ist der eigentlich viel sch\u00f6nere Begriff, den Luther f\u00fcr das gebraucht, was traditionell als Erbs\u00fcnde bezeichnet wird oder eben als Urs\u00fcnde. Die Wurzels\u00fcnde ist das, woher jedes einzelne Vergehen entsteht.<\/p>\n<p>Wenn wir aber demnach gar nicht aus der S\u00fcnde herauskommen, dann ergibt sich mit einer gewissen Notwendigkeit schon der Gedanke des Gerechten und S\u00fcnders zugleich, dann sind Menschen in sich selbst und in Wahrheit ungerecht. Da Gott sie aber als gerecht anerkennt, sind sie im Blick auf den Gott, der sie anerkennt, gerecht. So ist eigentlich die grammatikalische Konstruktion zu verstehen: Im Blick auf Gott, der uns S\u00fcnder anerkennt, sind wir Gerechte. Wir sind in Wahrheit S\u00fcnder, aber in der Anerkenntnis durch den sich erbarmenden Gott, sind wir gerecht, unwissend gerecht und wissend ungerecht. S\u00fcnder in der Tat, Gerechte aber in der Hoffnung. Das ist der Kern des verbleibenden Restes, der 1999 in der gemeinsamen Erkl\u00e4rung zur Rechtfertigungslehre nicht gekl\u00e4rt werden konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>III.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Umstand, dass der Mensch S\u00fcnder ist und bleibt und nur durch die Anerkennung Gottes gerecht wird, ist auch Motivation gewesen, zu sagen: Letztlich ist der Mensch aus sich heraus nicht in der Lage, irgendetwas Gutes zu tun. So bewegt sich Luther auch in seiner Zeit, bewegen sich sozusagen die reformatorischen Taten oder die reformatorischen \u00c4u\u00dferungen im Rahmen der sp\u00e4tmittelalterlichen Bu\u00dffr\u00f6mmigkeit. Ganz charakteristisch ist Luthers eigene Auslegung der sieben Bu\u00dfpsalmen aus dem Fr\u00fchjahr 1517. Wie selbstverst\u00e4ndlich Luther sich im Fr\u00fchjahr 1517 in der sp\u00e4tmittelalterlichen Fr\u00f6mmigkeit bewegt, merkt man schon an der Ver\u00f6ffentlichungszeit dieses Textes: Luther ver\u00f6ffentlicht sie in der Fastenzeit. Die Fastenzeit ist die klassische Zeit, in der in den Orden und nach M\u00f6glichkeit auch unter den Laien die sieben Bu\u00dfpsalmen t\u00e4glich gebetet werden \u2013 eingedenk dessen, dass man Teil hat an der S\u00fcndengeschichte des Alten und des Neuen Testamentes. Diese sieben Bu\u00dfpsalmen und ihre liturgische Verwendung sind ein intensiver Ausdruck der Zusammengeh\u00f6rigkeit des alten und des neuen Bundes, in der Stellung vor Gott. Genau so versteht Luther diese sieben Bu\u00dfpsalmen auch, vor dem Hintergrund seiner fr\u00fchen akademischen Bem\u00fchungen.<\/p>\n<p>Schon allein dadurch, dass er seine akademischen Kenntnisse \u00fcberhaupt an die \u00d6ffentlichkeit gebracht hat, hat Luther ein eigenes Profil gewonnen. Und zu diesen akademischen Erkenntnissen geh\u00f6rte auch: Wenn nun der Mensch so untergeht und zunichte wird, dass nur mehr ein elender, verdammter, verlassener S\u00fcnder da ist, kommt die g\u00f6ttliche Hilfe und St\u00e4rke. Wie, so Luther, bei Hiob. Auf die Anerkenntnis unseres Elends reagiert Gott und st\u00e4rkt uns und hilft uns. Das ist mit dem S\u00fcnder- und Gerechtsein zugleich gemeint: dass die gesamte Verf\u00fcgung \u00fcber das Heil des Menschen nur von au\u00dfen kommt.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<h3><strong>IV.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zu den im 16. Jahrhundert und bis heute strittigsten Aussagen Luthers geh\u00f6rt auch seine Bestreitung des freien Willens, die sich sehr fr\u00fch durchsetzt, schon im April 1518 in der Heidelberger Disputation. Eine der Thesen, die er hier zur Disputation vorlegte, lautet: \u201eDer freie Wille ist nach der S\u00fcnde eine Sache allein dem Namen nach\u201c, und wer nur aus menschlichen, nat\u00fcrlichen Kr\u00e4ften heraus handelt, ist in der S\u00fcnde gefangen. Dieser s\u00fcndentheologische Kontext f\u00fchrt dazu, zu sagen: Einen freien Willen gibt es nicht.<\/p>\n<p>Schon hier ist deutlich, wie umfassend und zugleich eingeschr\u00e4nkt das gemeint ist. Umfassend hei\u00dft: Es gilt tats\u00e4chlich f\u00fcr jeden Menschen und in jeder Situation, auch f\u00fcr den Getauften, auch f\u00fcr den Gerechtfertigten. Einen freien Willen im Sinne des Entscheidens, mich nach Gott oder gegen ihn auszurichten, gibt es nicht. Da es hier aber um die S\u00fcnde geht, ist es zugleich nur diese Frage der Stellung zu Gott, die von der Bestreitung des freien Willens betroffen ist. Luther will mit dieser Lehre nicht eine allgemeine Lehre \u00fcber die M\u00f6glichkeiten des menschlichen Willens verfassen, etwa: Ob ich morgens eine Tasse Kaffee trinke oder nicht. Diese Art von Entscheidungen sind f\u00fcr ihn ausdr\u00fccklich Entscheidungen, die unterhalb der Ebene dessen sind, um die es bei der Frage nach dem freien Willen geht. Die Bestreitung des freien Willens betrifft allein das Heil. Wie man dann genau die Grenze zieht, ist nat\u00fcrlich eine heikle empirische und philosophische Frage. Aber intendiert ist, dass es um das Heil geht, wie es Luther dann auch in seinem ber\u00fchmten Streit mit dem Gelehrten Erasmus von Rotterdam verfochten hat, als er sagte: \u201eSo ist der menschliche Wille in die Mitte gesetzt, wie ein Zugpferd; wenn Gott drauf sitzt, will es und geht es, wohin Gott will \u2013 wie der Psalm sagt: Ich bin zu einem Zugpferd gemacht worden; wenn der Satan drauf sitzt, will und geht es dorthin, wohin der Satan will; es ist entweder vom Teufel oder von Gott, nicht aber dem eigenen, freien Willen geritten.\u201c Auch das ist wieder ein extrem hartes Bild, das ich so noch nicht auf der Kanzel verwendet habe \u2013 damit h\u00e4tte ich tats\u00e4chlich auch Schwierigkeiten. Theologisch ist damit genau das gemeint, was Luther von fr\u00fch an sagte: Es gibt keinen freien Willen und es gibt keinen freien Willen deswegen, weil der Mensch keine eigene F\u00e4higkeit zu seinem Heil hat.<\/p>\n<p>Letztlich hei\u00dft die Bestreitung des freien Willens: Uns gilt das gro\u00dfe Gnadengeschenk und die gro\u00dfe Gnadenzusage Gottes. Das ist es, worauf Luther zielt. Deswegen hat er die mit der Bestreitung des freien Willens zusammenh\u00e4ngenden spekulativen Fragen der Pr\u00e4destination im Laufe der Jahre nicht sehr prominent in den Vordergrund gestellt. Sie waren eine Art St\u00fctzargument in der Auseinandersetzung mit Erasmus, die im \u00dcbrigen nicht nur an inhaltlichen Fragen gescheitert ist, sondern auch an Stilfragen. Erasmus konnte sehr gut damit leben, dass beispielsweise der Z\u00fcrcher Reformator Zwingli den freien Willen bestritten hat. Die Freundschaft hat darunter nicht gelitten, aber dass Luther erstens den freien Willen bestritten hat und zweitens am Ende seines Textes schrieb: \u201eDas sage ich nun nicht als Meinung, sondern das ist eine Wahrheit, der du zu folgen hast.\u201c, erst diese extreme Wahrheitsbehauptung Luthers hat ihre Freundschaft ruiniert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>V.<\/strong><\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Sache nach geht es uns um das Menschenbild, denn der Mensch ist in die Mitte gesetzt. Das ist das, was Lukas Cranach in den Prager Bildtypus von Gnade und Gesetz gebracht hat. Es gibt noch einen anderen, den Gothaer Typus, auf dem der Mensch zwei Mal dargestellt ist. Aber auf dem Prager Typus haben wir den Menschen in die Mitte gesetzt zwischen Gesetz und Gnade: das Gesetz, das in den Tod f\u00fchrt, wenn ich ihm allein folgen will und auf meine eigenen Kr\u00e4fte vertraue; das Evangelium, das mich hinf\u00fchrt zu der Auferstehung Christi, das mich hinf\u00fchrt zum ewigen Leben. Ausdr\u00fccklich sieht man auf Cranachs Bild auch, dass es um die Unterscheidung zwischen Gesetz und Gnade geht, also um die Unterscheidung zwischen eigener Leistung, so Luthers Perspektive, und dem Geschenk Gottes. Dabei geht es nicht um die Alternative Altes oder Neues Testament. Mose und Christus weisen gemeinsam auf das Evangelium hin. Luther hatte Zeit seines Lebens die \u00dcberzeugung, dass auch das Alte Testament das Evangelium enth\u00e4lt.<\/p>\n<p>Zu dieser Spannung von \u201eS\u00fcnder\u201c und \u201egerecht\u201c kommt nun die Spannung zwischen \u201ebefreit\u201c und \u201eKnecht\u201c. Und auch hier kommt Luther aus der sp\u00e4tmittelalterlichen Fr\u00f6mmigkeit, insbesondere verb\u00fcrgt in dem 1516 ver\u00f6ffentlichten B\u00fcchlein, dem Luther erst zwei Jahre sp\u00e4ter den Titel \u201eTheologia Deutsch\u201c gegeben hat und das auch als \u201eDer Frankfurter\u201c bezeichnet wird. Als Luther dieses Werk das erste Mal herausgibt, ahnt er schon, dieser Text ist ein mystischer Text aus dem 14. Jahrhundert, von dem er sagen kann, er sei ihm so wichtig und so lieb wie Augustin und wie die Bibel. Darin versucht der Autor die Stellung des Menschen vor Gott zu verstehen \u2013 durch die Unterscheidung zwischen \u00e4u\u00dferem und innerem Menschen. Entscheidend ist, wie der innere Mensch vor Gott steht als einer, der nicht durch sein \u00e4u\u00dferes Tun irgendetwas erlangen kann. Dieser Autor, wir sind nicht bei Luther, wir sind beim Autor des 14. Jahrhunderts, erkl\u00e4rt, dass wir durch nichts, was wir tun, Gott nahe kommen k\u00f6nnen, sondern nur durch die Einigung, die Vereinigung, die <em>unio mystica<\/em>, die nicht der Mensch produziert, sondern die Gott schafft. Von dem Menschen, der zu dieser Einigung gekommen ist, hei\u00dft es dann: \u201eAuch stehen diese Menschen in einer Freiheit, sodass sie verloren haben Furcht der Pein\u201c, also Furcht vor der Strafe oder H\u00f6lle, und sie haben auch die Hoffnung auf Lohn oder das Himmelreich verloren. Diese Menschen stehen da von Gott getragen, ohne jeden Willen, ohne jedes Bestreben, allein von Gott geleitet. Das ist die Lehre dieses Autors des 14. Jahrhunderts und es ist f\u00fcr ihn Freiheit, dass wir nicht mehr streben, durch eigenes Tun irgendetwas zu erlangen, sei es die Strafe zu vermeiden oder den Lohn f\u00fcr das Himmelreich zu bekommen.<\/p>\n<p>Diese \u00dcberlegungen aus dem 14. Jahrhundert haben Luther offenbar zutiefst gepr\u00e4gt. Das merkt man nicht nur daran, dass er 1516 und dann nochmal 1518 den Text herausgebracht hat, sondern wir merken es auch seinem wahrscheinlich ber\u00fchmtesten Text an, der Schrift \u201eVon der Freiheit eines Christenmenschen\u201c. Darin geht Luther von einer Doppelthese aus, die er mit Paulus begr\u00fcndet: \u201eEin Christenmensch ist ein freier Herr \u00fcber alle Dinge und niemand untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan.\u201c Damit meint Luther, dass ein Christ oder eine Christin frei ist von allem Zwang, irgendetwas zu seiner Erl\u00f6sung zu tun. Das ist genau die Freiheit, die die \u201eTheologia Deutsch\u201c vertreten hat: Ich muss keine Werke tun, Gott verlangt nichts von mir. Gott braucht das auch gar nicht, dass wir irgendetwas tun. Warum sollte es Gott auch in irgendeiner Weise scheren, dass wir irgendetwas Gutes tun? Es ist doch angesichts des gro\u00dfen Gottes immer nur klein und marginal, was wir machen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Im zweiten Teil seines Traktates sagt Luther dann: Gerade deswegen, weil wir von Gott erfahren, dass Gott nichts von uns verlangt, geben wir diese Liebe Gottes weiter, deswegen machen wir uns zu Knechten anderer. Die Liebe und die Zuwendung ist der Ausgangspunkt dessen, was wir als Menschen \u00fcberhaupt sein k\u00f6nnen und daraus gestaltet sich dann auch frei ein neues Verh\u00e4ltnis zu den anderen Menschen. Wie stark Luther hier von der \u201eTheologia Deutsch\u201c gepr\u00e4gt ist, merkt man auch in diesem Gedanken der Freiheit, den er in der \u201eTheologia Deutsch\u201c gelesen hatte. Das, was uns nach der \u201eTheologia Deutsch\u201c frei macht, ist die mystische Einigung mit Christus. Sie schildert Luther nun in den Farben der Brautmystik, wie sie seit dem zw\u00f6lften Jahrhundert von Bernhard von Clairvaux in die christliche Tradition eingebracht worden ist: \u201eNicht allein gibt der Glaube so viel, dass die Seele dem g\u00f6ttlichen Wort gleich wird, aller Gnaden voll, frei und selig, sondern vereinigt auch die Seele mit Christus wie eine Braut mit ihrem Br\u00e4utigam, aus welcher die Ehe folgt, wie Paulus sagt\u201c.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>VI.<\/strong><\/h3>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Bleibt noch die Frage nach der Modernit\u00e4t Luthers. Auch die gibt es und auch die liegt in Luthers Anthropologie. Und sie liegt genau in den Z\u00fcgen, die f\u00fcr uns manchmal schwierig sind. hier geht es um das, was wir als Luthers Zwei-Reiche- oder Zwei-Regimentenlehre kennen. \u201eHier m\u00fcssen wir Adams Kinder und alle Menschen in zwei Teile teilen: die ersten zum Reich Gottes, die anderen zum Reich der Welt. Die, die zum Reich Gottes geh\u00f6ren, sind alle Rechtgl\u00e4ubige in Christus und unter Christus. Zum Reich der Welt oder unter das Gesetz geh\u00f6ren alle, die nicht Christen sind.\u201c &#8211; und mit Nicht-Christen sind auch die getauften Christen gemeint, die nicht im Glauben an Christus leben. Streng genommen kann man sich fragen, ob Luther hier eigentlich ganz bei seiner Theologie geblieben ist. Er teilt das, was er vorher in einem Menschen immer gemeinsam vorfindet, S\u00fcnder und Gerechter, pl\u00f6tzlich in zwei Gruppierungen ein. Das ist ein Denkexperiment, mit dem Luther den Gedanken abzuwehren versucht, dass man die Geschicke der Welt allein mit dem Evangelium lenken k\u00f6nnte. Das ginge doch nur, wenn alle Menschen glauben w\u00fcrden und dem Evangelium folgen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Aber so ist es nicht und in diesem Kontext greift Luther \u00dcberlegungen von Augustinus zur Einteilung der Welt in zwei B\u00fcrgerschaften, zwei <em>civitates<\/em>, auf, spricht von diesen beiden Reichen und will im Grunde sagen: Soviel auch immer wir glauben, es gibt in unserer Welt auch welche, die offenkundig s\u00fcndig sind, die offenkundig weiter nur ihren Vorteil suchen, und diese k\u00f6nnen wir nicht mit dem Evangelium regieren, denn wenn diese Menschen frei gelassen werden, dann w\u00fcrden sie wie die wilden Tiere \u00fcbereinander herfallen, dann w\u00fcrden sie sich zerrei\u00dfen, dann w\u00e4ren sie nicht mehr kontrollierbar. Das ist f\u00fcr ihn der Ausgangspunkt, um zu erkl\u00e4ren, wie in seinen Augen diese Welt zu regieren ist, in der das Reich der Welt und das Reich Gottes ineinander liegen. Damit all dies ordentlich zugeht, auch dort, wo das Reich der Welt pr\u00e4sent ist und dennoch Menschen auch zu Gott gerufen werden, hat Gott zwei Regierweisen, zwei Regimente, eingerichtet: das weltliche Regiment und das geistliche Regiment. Weil \u201eReich Gottes\u201c und \u201eReich Welt\u201c ununterschieden ineinander liegen, m\u00fcssen die Menschen durch \u00e4u\u00dfere Ordnung kontrolliert werden. Dies geschieht durch die weltliche Obrigkeit. Sie benutzt hierzu das Gesetz im sog. politischen Gebrauch. Luther sagt sogar, der erste Gebrauch des Gesetzes, und zwar auch des alttestamentlichen Gesetzes und der zehn Gebote, ist der politische Gebrauch. Das Gebot: \u201eDu sollst nicht t\u00f6ten\u201c hei\u00dft zun\u00e4chst und in erster Linie: Die Obrigkeit sorgt daf\u00fcr, dass niemand den anderen einfach t\u00f6tet. Die Obrigkeit hat die Aufgabe, dieses T\u00f6tungsverbot durchzusetzen.<\/p>\n<p>Vielleicht merkt man da schon, in welche Richtung die Modernit\u00e4t geht. Luther wendet sich damit gegen das sp\u00e4tmittelalterliche Fehderecht, in dem man das Recht in die eigene Hand nehmen kann, und sagt dagegen: Das ist Sache der Obrigkeit. Dieser Gedanke ist eine Vorandeutung des Gewaltmonopols der Obrigkeit. Es ist die Obrigkeit, die Gesetze durchzusetzen hat. Also genau die Frage, wie man politische Macht durchsetzen kann, versucht Luther, mit dem Begriff \u201eweltliches Regiment\u201c deutlich zu machen. Dieses setzt Gottes Willen durch, auch dort, wo die Menschen Gottes Willen nicht folgen wollen, weil sie S\u00fcnder sind. Dem Menschen seine S\u00fcndigkeit zu zeigen, wie wir es im ersten Abschnitt dieses Vortrags behandelt haben, das ist die Aufgabe des geistlichen Regiments. Es ist die Aufgabe der Predigt im theologischen Gebrauch, das Gesetz so predigen, dass ich meine S\u00fcndigkeit erkenne; und zwar allen zu predigen. Der Pfarrer, und heute k\u00f6nnen wir auch sagen die Pfarrerin, wei\u00df nicht, ob die Menschen, die da in der Gemeinde sitzen, alle schon gl\u00e4ubig sind. Ihre Aufgabe ist zun\u00e4chst einmal der Aufweis der S\u00fcndigkeit durch den theologischen Gebrauch des Gesetzes. Und hinzu tritt f\u00fcr die, die glauben, die Verhei\u00dfung des Evangeliums.<\/p>\n<p>Das weltliche Regiment hingegen sorgt mithilfe des Gesetzes im politischen Gebrauch f\u00fcr Ruhe und Ordnung. Das geistliche Regiment bereitet mit Predigt des Gesetzes im theologischen Gebrauch und Predigt des Evangeliums den Weg f\u00fcr die Erl\u00f6sung. Da spiegelt sich die Spannung von \u201eS\u00fcnder\u201c und \u201egerecht\u201c wieder. Das geistliche Regiment sagt: Tats\u00e4chlich bist du, wie Luther es in der Auslegung des R\u00f6merbriefs gesagt hat, S\u00fcnder. Der Hoffnung nach aber bist du gerecht: das Evangelium.<\/p>\n<p>Wenn man in dieser Grundstruktur die weltliche, obrigkeitliche Seite sieht, kommen wir sehr nah an die Entwicklung des modernen Staatsrechts. Im \u201eLeviathan\u201c kann man zeigen, dass Thomas Hobbes Gedanken Luthers in seine Entwicklung des Staatsrechtes einarbeitet, indem er den Gedanken aufnimmt, dass der Mensch dem Menschen grunds\u00e4tzlich ein Wolf ist. Da haben wir das rei\u00dfende Tier, das uns auch bei Luther begegnet. Und weil der Mensch eigentlich ein rei\u00dfender Wolf ist, der den anderen vernichten will, braucht man einen \u201estarken Staat\u201c, wie man heute wohl sagen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Der Gedanke also, dass der Mensch nicht von sich aus gut ist, sondern dass der Staat zun\u00e4chst einmal da ist, den Menschen auch vor anderen Menschen zu sch\u00fctzen, geht ein in die moderne Staatstheorie und im Grunde auch in die Grundstruktur unseres Grundgesetzes, das ja sehr bewusst so aufgebaut ist, dass zun\u00e4chst die Sicherung von Grundrechten als den Staat verpflichtende Ma\u00dfnahme deutlich gemacht wird, dass etwa die Unversehrtheit meines Leibes gesichert wird durch den Staat, weil ich damit rechnen muss, dass viele Menschen meinen Leib nicht unversehrt lassen wollen. Das ist ein Ausdruck dessen, dass unser Staatswesen von dem von Luther entwickelten skeptischen Gedanken ausgeht, dass der Mensch zun\u00e4chst einmal das \u00dcble f\u00fcr den anderen Menschen will.<\/p>\n<p>Da sind wir bei einem Luther, der eingeht in eine moderne Entwicklung, allerdings mit dem deutlichen und doch markanten Unterschied, den wir als Rest noch im Vorspann unseres Grundgesetzes haben, mit der ber\u00fchmten Verantwortung vor Gott und dem Menschen. F\u00fcr Luther stehen weltliches und geistliches Regiment immer im Auftrag Gottes. Er ist derjenige, der die Obrigkeit beauftragt hat, der S\u00fcnde zu wehren. Er ist derjenige, der die Predigt letztlich inspiriert. Das ist ein Gedanke, der bei Hobbes so schon nicht mehr erscheint und der nat\u00fcrlich in die moderne Staatstheorie nicht eingegangen ist, so dass selbst diese Staatstheorie Luthers, die viele Folgen f\u00fcr die Moderne hat, auch zwischen Mittelalter und Neuzeit steht, so wie der Mensch zwischen Gesetz und Gnade.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>I. &nbsp; S\u00fcndig und frei \u2013 sitzt Luther auf beiden St\u00fchlen? Ja, das w\u00fcrde ich in der Tat sagen und auszuf\u00fchren versuchen. Beide St\u00fchle, das hei\u00dft: Mittelalter und Neuzeit. 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